Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die kommende Woche KW22
Kurzes Update vorab:
Ich habe heute zusätzlich ein neues ausführliches Analysevideo auf meinem YouTube-Kanal hochgeladen. Dort gehe ich künftig noch detaillierter auf Marktanalysen, Wochenausblicke sowie verschiedene Märkte und charttechnische Setups ein.
Wer die Analysen lieber visuell verfolgt, kann dort gerne vorbeischauen. Gerade in den aktuellen Marktphasen mit extrem schnellen Bewegungen, geopolitischen Schlagzeilen und hoher Intraday-Volatilität macht es aus meiner Sicht Sinn, die Märkte auch visuell regelmäßig einzuordnen.
Über Support und Feedback freue ich mich natürlich sehr.
Den Link zum Kanal findet ihr auf meinem Profil.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die neue Handelswoche startet fundamental mit einem insgesamt deutlich verbesserten Risk-On Umfeld. Besonders über das Wochenende zeigte sich bereits sehr klar, dass die Märkte aktuell verstärkt auf eine Deeskalation im Nahen Osten setzen.
Trotzdem bleibt die Gesamtlage weiterhin extrem fragil und headlineabhängig. Genau das sehen wir aktuell sehr stark an den teilweise widersprüchlichen Aussagen aus den USA. Besonders Donald Trump sorgte zuletzt erneut für Unsicherheit mit seinen Aussagen rund um einen möglichen „50/50“-Ausgang zwischen militärischer Eskalation und diplomatischer Einigung mit Iran.
Und genau diese Unsicherheit begleitet die Märkte inzwischen bereits seit rund drei Monaten. Ursprünglich war von wenigen Wochen die Rede, inzwischen entwickelt sich die gesamte Situation jedoch immer stärker zu einem strukturellen Belastungsfaktor für Inflation, Energiepreise und die globale Wirtschaft.
Nichtsdestotrotz preisen die Märkte aktuell klar ein, dass kurzfristig eher eine Entspannung als eine weitere Eskalation wahrscheinlich ist. Das sehen wir momentan insbesondere an:
• stark fallenden Ölpreisen
• sinkender Volatilität
• neuen Hochs bei Risk Assets
• deutlich verbesserter Marktstimmung
• sowie weiter steigenden US-Indizes.
Besonders relevant bleibt dabei weiterhin die Straße von Hormus.
Um sich die Bedeutung nochmal klar vor Augen zu führen: Normalerweise passieren täglich rund 120 bis 140 Schiffe diese Passage. Während der aktuellen Krise lag die Zahl zeitweise jedoch nur noch bei rund fünf bis zehn Schiffen pro Tag – ein massiver Einbruch des globalen Handelsflusses.
Zusätzlich bleibt extrem wichtig, dass rund ein Viertel des weltweiten maritimen Ölhandels durch die Straße von Hormus transportiert wird. Genau deshalb reagierten die Märkte in den vergangenen Wochen derart sensibel auf jede Schlagzeile rund um Iran, OPEC oder mögliche diplomatische Fortschritte.
Besonders interessant bleibt aktuell auch die Rolle Chinas. China zählt weiterhin zu den größten Abnehmern der durch Hormus transportierten Ölströme und drängt entsprechend stark auf Stabilität und wirtschaftliche Normalisierung. Genau deshalb bleibt die geopolitische Beziehung zwischen USA, Iran, China, OPEC und den globalen Energiemärkten weiterhin einer der wichtigsten Makrofaktoren überhaupt.
Parallel dazu bleibt auch die Inflation ein zentraler Punkt. Die zuletzt veröffentlichten Michigan-Daten zeigten erneut sehr hohe Inflationserwartungen für die kommenden Jahre. Genau deshalb wäre ein nachhaltiger Rückgang des Ölpreises aktuell enorm wichtig für die Märkte.
Sollte Öl tatsächlich weiter deutlich fallen und sich die Lage rund um Hormus normalisieren, könnte dies:
• Energiepreise entlasten
• Inflationsdruck reduzieren
• Zinssenkungshoffnungen stärken
• und insgesamt das aktuelle Risk-On-Umfeld weiter unterstützen.
Überblick Wirtschaftsdaten KW22
Fundamental dürfte die kommende Woche erneut stark datenabhängig verlaufen. Besonders wichtig bleibt dabei, dass wir uns weiterhin in der letzten Handelswoche des Monats befinden.
Genau das sorgt historisch häufig für erhöhte Volatilität. Zum Monatsende sehen wir regelmäßig:
• Rebalancing großer Marktteilnehmer
• Umschichtungen institutioneller Investoren
• ETF-Zuflüsse
• Gewinnmitnahmen
• erhöhte algorithmische Handelsaktivität
• und stärkere Intraday-Bewegungen.
Gerade deshalb bleibt es extrem wichtig, kurzfristige Bewegungen diese Woche nicht überzubewerten.
Zusätzlich startet die Woche vergleichsweise ruhig. Am Montag bleiben unter anderem die USA, Großbritannien, die Schweiz sowie Teile Asiens aufgrund verschiedener Feiertage geschlossen beziehungsweise nur eingeschränkt aktiv.
Dadurch dürfte insbesondere zum Wochenstart mit geringerer Liquidität und teilweise reduzierter Volatilität gerechnet werden. Gleichzeitig können gerade Feiertage und geringe Liquidität jedoch auch zu schnelleren Bewegungen führen, falls größere Orders in den Markt kommen.
Am Dienstag rückt anschließend insbesondere das CB Consumer Confidence in den Fokus. Dieses Verbrauchervertrauen zählt zu den wichtigsten Frühindikatoren für die Stärke der US-Wirtschaft. Gerade die amerikanische Wirtschaft bleibt extrem konsumabhängig. Wenn Konsumenten vorsichtiger werden und weniger Geld ausgeben, wirkt sich das unmittelbar auf Unternehmensumsätze, Wirtschaftswachstum und letztlich auch auf die Börsen aus.
Erwartet wird aktuell ein leichter Rückgang von 92,8 auf 91,9 Punkte. Das wäre zwar weiterhin ein solides Niveau, würde jedoch gleichzeitig signalisieren, dass die Konsumenten vorsichtiger werden.
Am Mittwoch rückt dann insbesondere die EZB-Pressekonferenz in den Fokus. Die Märkte achten hier weiterhin extrem genau auf jede Aussage rund um die zukünftige Geldpolitik.
Besonders spannend bleibt:
• ob sich die EZB weiterhin eher hawkish positioniert
• ob erneut Inflationsrisiken betont werden
• oder ob erste vorsichtige Signale Richtung zukünftiger Zinssenkungen kommen bzw. gegen Zinserhöhungen.
Der mit Abstand wichtigste Tag der Woche dürfte anschließend der Donnerstag werden.
Hier stehen mehrere extrem wichtige US-Wirtschaftsdaten gleichzeitig an:
• Core PCE Price Index
• GDP-Daten
• Durable Goods Orders
• Initial Jobless Claims
• New Home Sales
• sowie die Rohöllagerbestände.
Besonders der Core PCE bleibt einer der wichtigsten Inflationsindikatoren der FED überhaupt. Genau diese Daten könnten deshalb erneut massive Auswirkungen auf Zinserwartungen, Renditen, Dollar und Risk Assets haben.
Sollten die Inflationsdaten erneut höher ausfallen als erwartet, könnte dies kurzfristig Druck auf die Märkte auslösen, da Zinssenkungen dadurch wieder unwahrscheinlicher würden.
Fallen die Daten hingegen schwächer aus, könnte das das aktuelle bullische Sentiment nochmals zusätzlich unterstützen.
Am Freitag stehen anschließend noch Chicago PMI sowie deutsche Inflationsdaten im Fokus. Gerade die deutschen CPI-Daten bleiben für den europäischen Markt und insbesondere den DAX weiterhin sehr relevant.
Wer zusätzlich einen detaillierten Überblick über die aktuelle fundamentale Lage sucht, sollte sich gerne nochmals meinen gestrigen Wochenrückblick KW21 anschauen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
Öl / Crude Oil
Bei Öl sehen wir aktuell eine massive Gegenbewegung. Allein seit dem Market Close am Freitag notiert Crude Oil bereits rund 7 % tiefer. Genau daran erkennt man sehr deutlich, wie stark die Märkte aktuell auf Deeskalation im Nahen Osten setzen.
Charttechnisch bleibt besonders wichtig:
Der Wochenschluss lag zuletzt bei rund 96,99 USD.
Sollten wir nun nachhaltig unter die 90-Dollar-Zone fallen, würde sich das Gesamtbild deutlich aufhellen. Die aktuelle Monatskerze wirkt momentan weiterhin bearish – solange wir nicht nachhaltig zurück über die Zone rund um 105,5 USD ansteigen, dort ist der Wendebereich für einen bullischen Monatsclose.
Genau deshalb bleibt Öl aktuell einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
Niedrigere Ölpreise würden:
• Energiepreise entlasten
• Inflationsdruck reduzieren
• Zinssenkungshoffnungen stärken
• und gleichzeitig Risk Assets unterstützen.
Ich hatte bereits vergangene Woche mehrfach gesagt, dass ich mir bei einer echten Deeskalation im Nahen Osten durchaus einen schnellen Rücklauf Richtung 80 bis 85 USD vorstellen könnte.
Entscheidend bleibt jetzt:
Können wir uns nachhaltig unterhalb der 90-Dollar-Marke etablieren oder wird Öl erneut aggressiv aufgekauft wie in den vergangenen Monaten?
Bonds & US-Dollar
Auch der Bondmarkt bleibt aktuell extrem spannend.
Während die 3- und 5-jährigen Staatsanleihen zuletzt leichte Stärke zeigten, standen insbesondere die 10- und 30-jährigen Anleihen eher unter Druck.
Genau dieses Zusammenspiel bleibt aktuell enorm wichtig, da Renditen direkten Einfluss auf:
• den Dollar
• die FED-Erwartungen
• die Finanzierungskosten
• und letztlich auch auf die Bewertungen der Aktienmärkte haben.
Der DXY-Dollar-Index notiert aktuell mehr oder weniger auf Vorwochenniveau und zeigt damit weiterhin Unsicherheit.
Charttechnisch sehen wir aktuell eine Doji-Weekly-Candle – also ein Zeichen dafür, dass der Markt momentan noch keine klare Richtung gefunden hat.
Entscheidend bleibt nun:
Kann sich der Dollar nachhaltig über der Zone rund um 99,56 Punkten etablieren?
Sollte dies gelingen, könnte anschließend erneut die psychologisch wichtige 100er-Zone in den Fokus rücken.
Fällt der Dollar hingegen wieder unter die aktuellen Weekly-Lows zurück, sehe ich eher erneut die Zone rund um 98,5 Punkte als wahrscheinlich.
VIX
Der VIX zeigte sich zuletzt deutlich entspannter und signalisiert aktuell weiterhin ein vergleichsweise stabiles Marktumfeld.
Mit einem Rückgang von knapp 10 % notiert der Volatilitätsindex aktuell bei rund 16,71 Punkten.
Das bestätigt momentan klar das aktuelle Risk-On-Sentiment der Märkte. Solange der VIX auf diesem Niveau bleibt, spricht kurzfristig weiterhin wenig für eine größere Panikbewegung an den Aktienmärkten.
Risk Assets – Bitcoin, Nasdaq, SPX & US30
Besonders interessant bleibt aktuell die Entwicklung der Risk Assets. Die Kombination aus:
• fallenden Ölpreisen
• sinkender Volatilität
• Entspannung im Nahen Osten
• starken Nvidia-Zahlen
• und weiter bullishen Tech-Märkten
unterstützt momentan klar das bullische Gesamtbild.
Natürlich bleibt trotzdem wichtig zu erwähnen, dass inzwischen bereits sehr viel Positives eingepreist sein dürfte. Genau deshalb bleibt die Gefahr eines klassischen „Buy the Rumor, Sell the News“-Moves weiterhin vorhanden.
Nvidia
Die Nvidia-Zahlen bleiben weiterhin ein massiver Treiber für den gesamten Tech-Sektor.
Die Guidance sowie die Earnings waren erneut extrem stark und bestätigen weiterhin die enorme Dynamik rund um KI, Rechenzentren und Infrastruktur.
Nichtsdestotrotz halte ich kurzfristig eine Korrektur Richtung 212 bis 208 USD weiterhin für absolut realistisch. Dort liegen wichtige charttechnische Zonen sowie potenzielle Bereiche für Gewinnmitnahmen – insbesondere gegen Monatsende.
Mittelfristig bleibe ich jedoch weiterhin bullish, solange sich fundamental nichts verändert.
Bitcoin
Bei Bitcoin zeigt sich aktuell sehr schön, wie stark das Marktumfeld zuletzt wieder Richtung Risk-On gedreht hat.
Die Jahrestiefs aus 2025 rund um 74.500 USD wurden zuletzt erneut getestet – dort reagierte der Markt jedoch stark bullish.
Der gestrige Schlusskurs war aus charttechnischer Sicht sehr wichtig.
Entscheidend bleibt nun:
Kann sich Bitcoin nachhaltig über der Zone rund um 77.500 stabilisieren und anschließend die 78.300 USD überwinden?
Sollte das gelingen, rücken aus meiner Sicht erneut:
• 80.600 USD
• sowie 82.500 USD
deutlich stärker in den Fokus.
SPX / S&P500
Auch der SPX bleibt insgesamt weiterhin extrem stark.
Die vergangene Woche schloss mit einem Plus von rund 0,9 %, obwohl wir am Freitag bereits erste kleinere Gewinnmitnahmen gesehen haben.
Nichtsdestotrotz notiert der Markt weiterhin extrem nah an den All-Time-Highs.
Für mich bleibt entscheidend:
Kann sich der Markt nachhaltig über der 7.500er-Zone etablieren?
Gelingt das, halte ich weitere neue All-Time-Highs weiterhin für absolut realistisch.
Bearish würde sich das Bild aus meiner Sicht erst unterhalb der Zone rund um 7.330 Punkte deutlich eintrüben.
Nasdaq
Der Nasdaq bleibt momentan einer der stärksten Märkte überhaupt.
Aktuell notieren wir bereits wieder nahe neuer All-Time-Highs bei rund 29.800 Punkten. Besonders Nvidia sowie die allgemeine KI-Euphorie bleiben weiterhin massive Treiber.
Die psychologisch extrem wichtige 30.000er-Zone dürfte kurzfristig jedoch eine entscheidende Rolle spielen. Dort könnte es:
• zu algorithmischen Reaktionen
• Gewinnmitnahmen
• oder kurzfristiger Volatilität kommen.
Nichtsdestotrotz bleibe ich insgesamt weiterhin bullish.
Ein klar bearishes Szenario würde sich für mich erst unterhalb der 28.500 Punkte ergeben.
US30 / Dow Jones
Der US30 bleibt besonders spannend, da wir hier zuletzt erstmals seit Februar wieder neue All-Time-Highs gesehen haben.
Das zeigt sehr deutlich, wie stark die Märkte aktuell auf eine Entspannung im Nahen Osten setzen.
Die vergangene Woche schloss mit einem Plus von rund 2,3 % – ein extrem starker Wochenabschluss.
Besonders wichtig:
Der Markt konnte sich oberhalb der psychologisch wichtigen 50.500er-Zone halten.
Die Monatskerzen bei SPX, Nasdaq und US30 wirken aktuell insgesamt weiterhin sehr bullish.
Mein wahrscheinlichstes Szenario bleibt:
• zunächst weiteres bullisches Momentum Richtung Monatsende
• anschließend erste stärkere Gewinnmitnahmen
• insbesondere rund um die wichtigen US-Daten am Donnerstag.
Charttechnischer Wochenausblick DAX
Auch der DAX zeigte vergangene Woche enorme Stärke.
Mit knapp 4 % Wochenplus gehörte der deutsche Markt erneut zu den stärksten Märkten überhaupt.
Besonders wichtig:
Der Markt konnte sich oberhalb der extrem relevanten 24.500er-Zone etablieren und schloss die Woche bei rund 24.768 Punkten.
Der aktuelle Wochenendkurs notiert sogar bereits deutlich höher bei rund 25.086 Punkten, also erneut klar bullisch.
Damit bleibt das Gesamtbild aus charttechnischer Sicht momentan weiterhin sehr konstruktiv.
Besonders wichtig wird jetzt der Monatsschluss.
Für mich bleibt entscheidend, dass der DAX den Monat nachhaltig oberhalb der 24.800er-Zone beendet. Diese Zone bleibt extrem relevant, da dort:
• wichtige Wochenhochs
• frühere Strukturzonen
• sowie ehemalige Jahreshochs
zusammenlaufen.
Sollte das gelingen, halte ich in den kommenden Wochen sogar neue All-Time-Highs weiterhin für absolut realistisch.
Kurzfristig bleibt jetzt entscheidend:
Kann der Markt das Wochenhoch von KW21 beziehungsweise die Zone rund um 24.960 nachhaltig überwinden?
Gelingt das, sehe ich zunächst:
• die psychologische 25.000er-Zone
• anschließend 25.160
• und später sogar 25.400 bis 25.500 Punkte
als realistische Ziele.
Gerade die Zone um 25.160 bleibt extrem spannend. Dort wurde zuletzt das große Gap aus dem Februar geschlossen und der Markt reagierte damals mit einem starken Abverkauf von rund 6 %.
Genau deshalb bleibt dort erneut mit erhöhter Volatilität zu rechnen.
Nichtsdestotrotz bleibe ich aktuell weiterhin klar bullish, solange sich fundamental nichts verändert.
Das wahrscheinlichste Szenario bleibt für mich:
• starke erste Wochenhälfte
• weiterhin Risk-On-Umfeld
• Unterstützung durch fallende Ölpreise
• bullische US-Märkte
• und anschließend erste Gewinnmitnahmen gegen Ende der Woche beziehungsweise zum Monatsende.
Besonders aufgrund:
• der wichtigen US-Wirtschaftsdaten am Donnerstag
• möglicher Rebalancing-Effekte
• sowie Gewinnmitnahmen zum Monatsende
könnte die zweite Wochenhälfte deutlich volatiler werden.
Short-orientiert würde ich kurzfristig erst werden, wenn wir das Freitagstief signifikant unterschreiten und die 24.500er-Zone erneut verlieren.
Solange das nicht passiert, bleibt das Momentum aus meiner Sicht klar auf der Oberseite.
Die detaillierten Tradeideen dazu findet ihr im YT- Video!
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wie seht ihr den DAX diese Woche?
Bleibt das starke Risk-On-Umfeld bestehen oder sehen wir zum Monatsende größere Gewinnmitnahmen?
Kurzes Update vorab:
Ich habe heute zusätzlich ein neues ausführliches Analysevideo auf meinem YouTube-Kanal hochgeladen. Dort gehe ich künftig noch detaillierter auf Marktanalysen, Wochenausblicke sowie verschiedene Märkte und charttechnische Setups ein.
Wer die Analysen lieber visuell verfolgt, kann dort gerne vorbeischauen. Gerade in den aktuellen Marktphasen mit extrem schnellen Bewegungen, geopolitischen Schlagzeilen und hoher Intraday-Volatilität macht es aus meiner Sicht Sinn, die Märkte auch visuell regelmäßig einzuordnen.
Über Support und Feedback freue ich mich natürlich sehr.
Den Link zum Kanal findet ihr auf meinem Profil.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die neue Handelswoche startet fundamental mit einem insgesamt deutlich verbesserten Risk-On Umfeld. Besonders über das Wochenende zeigte sich bereits sehr klar, dass die Märkte aktuell verstärkt auf eine Deeskalation im Nahen Osten setzen.
Trotzdem bleibt die Gesamtlage weiterhin extrem fragil und headlineabhängig. Genau das sehen wir aktuell sehr stark an den teilweise widersprüchlichen Aussagen aus den USA. Besonders Donald Trump sorgte zuletzt erneut für Unsicherheit mit seinen Aussagen rund um einen möglichen „50/50“-Ausgang zwischen militärischer Eskalation und diplomatischer Einigung mit Iran.
Und genau diese Unsicherheit begleitet die Märkte inzwischen bereits seit rund drei Monaten. Ursprünglich war von wenigen Wochen die Rede, inzwischen entwickelt sich die gesamte Situation jedoch immer stärker zu einem strukturellen Belastungsfaktor für Inflation, Energiepreise und die globale Wirtschaft.
Nichtsdestotrotz preisen die Märkte aktuell klar ein, dass kurzfristig eher eine Entspannung als eine weitere Eskalation wahrscheinlich ist. Das sehen wir momentan insbesondere an:
• stark fallenden Ölpreisen
• sinkender Volatilität
• neuen Hochs bei Risk Assets
• deutlich verbesserter Marktstimmung
• sowie weiter steigenden US-Indizes.
Besonders relevant bleibt dabei weiterhin die Straße von Hormus.
Um sich die Bedeutung nochmal klar vor Augen zu führen: Normalerweise passieren täglich rund 120 bis 140 Schiffe diese Passage. Während der aktuellen Krise lag die Zahl zeitweise jedoch nur noch bei rund fünf bis zehn Schiffen pro Tag – ein massiver Einbruch des globalen Handelsflusses.
Zusätzlich bleibt extrem wichtig, dass rund ein Viertel des weltweiten maritimen Ölhandels durch die Straße von Hormus transportiert wird. Genau deshalb reagierten die Märkte in den vergangenen Wochen derart sensibel auf jede Schlagzeile rund um Iran, OPEC oder mögliche diplomatische Fortschritte.
Besonders interessant bleibt aktuell auch die Rolle Chinas. China zählt weiterhin zu den größten Abnehmern der durch Hormus transportierten Ölströme und drängt entsprechend stark auf Stabilität und wirtschaftliche Normalisierung. Genau deshalb bleibt die geopolitische Beziehung zwischen USA, Iran, China, OPEC und den globalen Energiemärkten weiterhin einer der wichtigsten Makrofaktoren überhaupt.
Parallel dazu bleibt auch die Inflation ein zentraler Punkt. Die zuletzt veröffentlichten Michigan-Daten zeigten erneut sehr hohe Inflationserwartungen für die kommenden Jahre. Genau deshalb wäre ein nachhaltiger Rückgang des Ölpreises aktuell enorm wichtig für die Märkte.
Sollte Öl tatsächlich weiter deutlich fallen und sich die Lage rund um Hormus normalisieren, könnte dies:
• Energiepreise entlasten
• Inflationsdruck reduzieren
• Zinssenkungshoffnungen stärken
• und insgesamt das aktuelle Risk-On-Umfeld weiter unterstützen.
Überblick Wirtschaftsdaten KW22
Fundamental dürfte die kommende Woche erneut stark datenabhängig verlaufen. Besonders wichtig bleibt dabei, dass wir uns weiterhin in der letzten Handelswoche des Monats befinden.
Genau das sorgt historisch häufig für erhöhte Volatilität. Zum Monatsende sehen wir regelmäßig:
• Rebalancing großer Marktteilnehmer
• Umschichtungen institutioneller Investoren
• ETF-Zuflüsse
• Gewinnmitnahmen
• erhöhte algorithmische Handelsaktivität
• und stärkere Intraday-Bewegungen.
Gerade deshalb bleibt es extrem wichtig, kurzfristige Bewegungen diese Woche nicht überzubewerten.
Zusätzlich startet die Woche vergleichsweise ruhig. Am Montag bleiben unter anderem die USA, Großbritannien, die Schweiz sowie Teile Asiens aufgrund verschiedener Feiertage geschlossen beziehungsweise nur eingeschränkt aktiv.
Dadurch dürfte insbesondere zum Wochenstart mit geringerer Liquidität und teilweise reduzierter Volatilität gerechnet werden. Gleichzeitig können gerade Feiertage und geringe Liquidität jedoch auch zu schnelleren Bewegungen führen, falls größere Orders in den Markt kommen.
Am Dienstag rückt anschließend insbesondere das CB Consumer Confidence in den Fokus. Dieses Verbrauchervertrauen zählt zu den wichtigsten Frühindikatoren für die Stärke der US-Wirtschaft. Gerade die amerikanische Wirtschaft bleibt extrem konsumabhängig. Wenn Konsumenten vorsichtiger werden und weniger Geld ausgeben, wirkt sich das unmittelbar auf Unternehmensumsätze, Wirtschaftswachstum und letztlich auch auf die Börsen aus.
Erwartet wird aktuell ein leichter Rückgang von 92,8 auf 91,9 Punkte. Das wäre zwar weiterhin ein solides Niveau, würde jedoch gleichzeitig signalisieren, dass die Konsumenten vorsichtiger werden.
Am Mittwoch rückt dann insbesondere die EZB-Pressekonferenz in den Fokus. Die Märkte achten hier weiterhin extrem genau auf jede Aussage rund um die zukünftige Geldpolitik.
Besonders spannend bleibt:
• ob sich die EZB weiterhin eher hawkish positioniert
• ob erneut Inflationsrisiken betont werden
• oder ob erste vorsichtige Signale Richtung zukünftiger Zinssenkungen kommen bzw. gegen Zinserhöhungen.
Der mit Abstand wichtigste Tag der Woche dürfte anschließend der Donnerstag werden.
Hier stehen mehrere extrem wichtige US-Wirtschaftsdaten gleichzeitig an:
• Core PCE Price Index
• GDP-Daten
• Durable Goods Orders
• Initial Jobless Claims
• New Home Sales
• sowie die Rohöllagerbestände.
Besonders der Core PCE bleibt einer der wichtigsten Inflationsindikatoren der FED überhaupt. Genau diese Daten könnten deshalb erneut massive Auswirkungen auf Zinserwartungen, Renditen, Dollar und Risk Assets haben.
Sollten die Inflationsdaten erneut höher ausfallen als erwartet, könnte dies kurzfristig Druck auf die Märkte auslösen, da Zinssenkungen dadurch wieder unwahrscheinlicher würden.
Fallen die Daten hingegen schwächer aus, könnte das das aktuelle bullische Sentiment nochmals zusätzlich unterstützen.
Am Freitag stehen anschließend noch Chicago PMI sowie deutsche Inflationsdaten im Fokus. Gerade die deutschen CPI-Daten bleiben für den europäischen Markt und insbesondere den DAX weiterhin sehr relevant.
Wer zusätzlich einen detaillierten Überblick über die aktuelle fundamentale Lage sucht, sollte sich gerne nochmals meinen gestrigen Wochenrückblick KW21 anschauen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
Öl / Crude Oil
Bei Öl sehen wir aktuell eine massive Gegenbewegung. Allein seit dem Market Close am Freitag notiert Crude Oil bereits rund 7 % tiefer. Genau daran erkennt man sehr deutlich, wie stark die Märkte aktuell auf Deeskalation im Nahen Osten setzen.
Charttechnisch bleibt besonders wichtig:
Der Wochenschluss lag zuletzt bei rund 96,99 USD.
Sollten wir nun nachhaltig unter die 90-Dollar-Zone fallen, würde sich das Gesamtbild deutlich aufhellen. Die aktuelle Monatskerze wirkt momentan weiterhin bearish – solange wir nicht nachhaltig zurück über die Zone rund um 105,5 USD ansteigen, dort ist der Wendebereich für einen bullischen Monatsclose.
Genau deshalb bleibt Öl aktuell einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
Niedrigere Ölpreise würden:
• Energiepreise entlasten
• Inflationsdruck reduzieren
• Zinssenkungshoffnungen stärken
• und gleichzeitig Risk Assets unterstützen.
Ich hatte bereits vergangene Woche mehrfach gesagt, dass ich mir bei einer echten Deeskalation im Nahen Osten durchaus einen schnellen Rücklauf Richtung 80 bis 85 USD vorstellen könnte.
Entscheidend bleibt jetzt:
Können wir uns nachhaltig unterhalb der 90-Dollar-Marke etablieren oder wird Öl erneut aggressiv aufgekauft wie in den vergangenen Monaten?
Bonds & US-Dollar
Auch der Bondmarkt bleibt aktuell extrem spannend.
Während die 3- und 5-jährigen Staatsanleihen zuletzt leichte Stärke zeigten, standen insbesondere die 10- und 30-jährigen Anleihen eher unter Druck.
Genau dieses Zusammenspiel bleibt aktuell enorm wichtig, da Renditen direkten Einfluss auf:
• den Dollar
• die FED-Erwartungen
• die Finanzierungskosten
• und letztlich auch auf die Bewertungen der Aktienmärkte haben.
Der DXY-Dollar-Index notiert aktuell mehr oder weniger auf Vorwochenniveau und zeigt damit weiterhin Unsicherheit.
Charttechnisch sehen wir aktuell eine Doji-Weekly-Candle – also ein Zeichen dafür, dass der Markt momentan noch keine klare Richtung gefunden hat.
Entscheidend bleibt nun:
Kann sich der Dollar nachhaltig über der Zone rund um 99,56 Punkten etablieren?
Sollte dies gelingen, könnte anschließend erneut die psychologisch wichtige 100er-Zone in den Fokus rücken.
Fällt der Dollar hingegen wieder unter die aktuellen Weekly-Lows zurück, sehe ich eher erneut die Zone rund um 98,5 Punkte als wahrscheinlich.
VIX
Der VIX zeigte sich zuletzt deutlich entspannter und signalisiert aktuell weiterhin ein vergleichsweise stabiles Marktumfeld.
Mit einem Rückgang von knapp 10 % notiert der Volatilitätsindex aktuell bei rund 16,71 Punkten.
Das bestätigt momentan klar das aktuelle Risk-On-Sentiment der Märkte. Solange der VIX auf diesem Niveau bleibt, spricht kurzfristig weiterhin wenig für eine größere Panikbewegung an den Aktienmärkten.
Risk Assets – Bitcoin, Nasdaq, SPX & US30
Besonders interessant bleibt aktuell die Entwicklung der Risk Assets. Die Kombination aus:
• fallenden Ölpreisen
• sinkender Volatilität
• Entspannung im Nahen Osten
• starken Nvidia-Zahlen
• und weiter bullishen Tech-Märkten
unterstützt momentan klar das bullische Gesamtbild.
Natürlich bleibt trotzdem wichtig zu erwähnen, dass inzwischen bereits sehr viel Positives eingepreist sein dürfte. Genau deshalb bleibt die Gefahr eines klassischen „Buy the Rumor, Sell the News“-Moves weiterhin vorhanden.
Nvidia
Die Nvidia-Zahlen bleiben weiterhin ein massiver Treiber für den gesamten Tech-Sektor.
Die Guidance sowie die Earnings waren erneut extrem stark und bestätigen weiterhin die enorme Dynamik rund um KI, Rechenzentren und Infrastruktur.
Nichtsdestotrotz halte ich kurzfristig eine Korrektur Richtung 212 bis 208 USD weiterhin für absolut realistisch. Dort liegen wichtige charttechnische Zonen sowie potenzielle Bereiche für Gewinnmitnahmen – insbesondere gegen Monatsende.
Mittelfristig bleibe ich jedoch weiterhin bullish, solange sich fundamental nichts verändert.
Bitcoin
Bei Bitcoin zeigt sich aktuell sehr schön, wie stark das Marktumfeld zuletzt wieder Richtung Risk-On gedreht hat.
Die Jahrestiefs aus 2025 rund um 74.500 USD wurden zuletzt erneut getestet – dort reagierte der Markt jedoch stark bullish.
Der gestrige Schlusskurs war aus charttechnischer Sicht sehr wichtig.
Entscheidend bleibt nun:
Kann sich Bitcoin nachhaltig über der Zone rund um 77.500 stabilisieren und anschließend die 78.300 USD überwinden?
Sollte das gelingen, rücken aus meiner Sicht erneut:
• 80.600 USD
• sowie 82.500 USD
deutlich stärker in den Fokus.
SPX / S&P500
Auch der SPX bleibt insgesamt weiterhin extrem stark.
Die vergangene Woche schloss mit einem Plus von rund 0,9 %, obwohl wir am Freitag bereits erste kleinere Gewinnmitnahmen gesehen haben.
Nichtsdestotrotz notiert der Markt weiterhin extrem nah an den All-Time-Highs.
Für mich bleibt entscheidend:
Kann sich der Markt nachhaltig über der 7.500er-Zone etablieren?
Gelingt das, halte ich weitere neue All-Time-Highs weiterhin für absolut realistisch.
Bearish würde sich das Bild aus meiner Sicht erst unterhalb der Zone rund um 7.330 Punkte deutlich eintrüben.
Nasdaq
Der Nasdaq bleibt momentan einer der stärksten Märkte überhaupt.
Aktuell notieren wir bereits wieder nahe neuer All-Time-Highs bei rund 29.800 Punkten. Besonders Nvidia sowie die allgemeine KI-Euphorie bleiben weiterhin massive Treiber.
Die psychologisch extrem wichtige 30.000er-Zone dürfte kurzfristig jedoch eine entscheidende Rolle spielen. Dort könnte es:
• zu algorithmischen Reaktionen
• Gewinnmitnahmen
• oder kurzfristiger Volatilität kommen.
Nichtsdestotrotz bleibe ich insgesamt weiterhin bullish.
Ein klar bearishes Szenario würde sich für mich erst unterhalb der 28.500 Punkte ergeben.
US30 / Dow Jones
Der US30 bleibt besonders spannend, da wir hier zuletzt erstmals seit Februar wieder neue All-Time-Highs gesehen haben.
Das zeigt sehr deutlich, wie stark die Märkte aktuell auf eine Entspannung im Nahen Osten setzen.
Die vergangene Woche schloss mit einem Plus von rund 2,3 % – ein extrem starker Wochenabschluss.
Besonders wichtig:
Der Markt konnte sich oberhalb der psychologisch wichtigen 50.500er-Zone halten.
Die Monatskerzen bei SPX, Nasdaq und US30 wirken aktuell insgesamt weiterhin sehr bullish.
Mein wahrscheinlichstes Szenario bleibt:
• zunächst weiteres bullisches Momentum Richtung Monatsende
• anschließend erste stärkere Gewinnmitnahmen
• insbesondere rund um die wichtigen US-Daten am Donnerstag.
Charttechnischer Wochenausblick DAX
Auch der DAX zeigte vergangene Woche enorme Stärke.
Mit knapp 4 % Wochenplus gehörte der deutsche Markt erneut zu den stärksten Märkten überhaupt.
Besonders wichtig:
Der Markt konnte sich oberhalb der extrem relevanten 24.500er-Zone etablieren und schloss die Woche bei rund 24.768 Punkten.
Der aktuelle Wochenendkurs notiert sogar bereits deutlich höher bei rund 25.086 Punkten, also erneut klar bullisch.
Damit bleibt das Gesamtbild aus charttechnischer Sicht momentan weiterhin sehr konstruktiv.
Besonders wichtig wird jetzt der Monatsschluss.
Für mich bleibt entscheidend, dass der DAX den Monat nachhaltig oberhalb der 24.800er-Zone beendet. Diese Zone bleibt extrem relevant, da dort:
• wichtige Wochenhochs
• frühere Strukturzonen
• sowie ehemalige Jahreshochs
zusammenlaufen.
Sollte das gelingen, halte ich in den kommenden Wochen sogar neue All-Time-Highs weiterhin für absolut realistisch.
Kurzfristig bleibt jetzt entscheidend:
Kann der Markt das Wochenhoch von KW21 beziehungsweise die Zone rund um 24.960 nachhaltig überwinden?
Gelingt das, sehe ich zunächst:
• die psychologische 25.000er-Zone
• anschließend 25.160
• und später sogar 25.400 bis 25.500 Punkte
als realistische Ziele.
Gerade die Zone um 25.160 bleibt extrem spannend. Dort wurde zuletzt das große Gap aus dem Februar geschlossen und der Markt reagierte damals mit einem starken Abverkauf von rund 6 %.
Genau deshalb bleibt dort erneut mit erhöhter Volatilität zu rechnen.
Nichtsdestotrotz bleibe ich aktuell weiterhin klar bullish, solange sich fundamental nichts verändert.
Das wahrscheinlichste Szenario bleibt für mich:
• starke erste Wochenhälfte
• weiterhin Risk-On-Umfeld
• Unterstützung durch fallende Ölpreise
• bullische US-Märkte
• und anschließend erste Gewinnmitnahmen gegen Ende der Woche beziehungsweise zum Monatsende.
Besonders aufgrund:
• der wichtigen US-Wirtschaftsdaten am Donnerstag
• möglicher Rebalancing-Effekte
• sowie Gewinnmitnahmen zum Monatsende
könnte die zweite Wochenhälfte deutlich volatiler werden.
Short-orientiert würde ich kurzfristig erst werden, wenn wir das Freitagstief signifikant unterschreiten und die 24.500er-Zone erneut verlieren.
Solange das nicht passiert, bleibt das Momentum aus meiner Sicht klar auf der Oberseite.
Die detaillierten Tradeideen dazu findet ihr im YT- Video!
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wie seht ihr den DAX diese Woche?
Bleibt das starke Risk-On-Umfeld bestehen oder sehen wir zum Monatsende größere Gewinnmitnahmen?
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