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Wochenausblick KW29–Fundamental,Makro und technischer Ausblick!

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Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW29

Die Märkte starten in eine der fundamental spannendsten Handelswochen der vergangenen Monate. Während S&P 500 und Nasdaq weiterhin in unmittelbarer Nähe ihrer Allzeithochs notieren, bleiben die geopolitischen Risiken im Nahen Osten hoch und der Ölmarkt reagiert zunehmend sensibel auf jede neue Entwicklung rund um Iran und die Straße von Hormuz.

Gleichzeitig startet die Q2-Earnings-Season mit den großen US-Banken, ASML und Netflix in ihre erste wichtige Phase. Auf der makroökonomischen Seite stehen mit den US-Verbraucherpreisen, den Produzentenpreisen, den Einzelhandelsumsätzen und den Inflationserwartungen der US-Verbraucher gleich mehrere potenzielle Markttrigger an.

Der aktuelle Monetary Policy Report der Federal Reserve bestätigt zudem, dass die Inflation weiterhin das zentrale Risiko für die US-Notenbank bleibt. Parallel zeigt der aktuelle WASDE-Report zunehmende Angebotsrisiken bei mehreren wichtigen Agrarrohstoffen.

Damit treffen in KW29 geopolitische Risiken, Inflationsdaten, Fed-Kommunikation und Unternehmenszahlen unmittelbar auf historisch hoch bewertete Aktienmärkte.

Agenda
• Geopolitische Lage
• Earnings Season Q2
• Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW29 im Überblick
• Fed Monetary Policy Report und WASDE
• Märkte und Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit


Geopolitische Lage

Die geopolitische Lage bleibt auch in KW29 einer der wichtigsten externen Risikofaktoren für die Finanzmärkte.

Im Mittelpunkt steht weiterhin der Konflikt im Nahen Osten und insbesondere die Situation zwischen Iran, den USA und Israel. Nach dem zwischenzeitlichen Interim-Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hatte sich die Lage am Ölmarkt zunächst deutlich entspannt. Die Ölströme durch die Straße von Hormuz konnten sich teilweise erholen und die Risikoprämie im Ölpreis wurde erheblich reduziert.

Die erneuten Feindseligkeiten und Angriffe vom 7. und 8. Juli zeigen jedoch, wie fragil diese Stabilisierung weiterhin ist.

Die Straße von Hormuz bleibt dabei der zentrale geopolitische Risikofaktor für den globalen Energiemarkt. Rund 25 % des weltweiten seegestützten Ölhandels liefen 2025 durch diese Meerenge. Gleichzeitig passierten mehr als 110 Milliarden Kubikmeter LNG die Straße von Hormuz.

Besonders problematisch ist, dass es nur begrenzte alternative Transportwege gibt. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen zwar über Pipelines, mit denen Teile der Ölströme umgeleitet werden können. Die verfügbaren Kapazitäten von schätzungsweise 3,5 bis 5,5 Millionen Barrel pro Tag reichen jedoch nicht aus, um die regulären Transporte durch die Straße von Hormuz vollständig zu ersetzen.

Für Länder wie Iran, Irak, Kuwait, Katar und Bahrain ist die Meerenge weiterhin von zentraler Bedeutung.

Die IEA bezeichnete die Auswirkungen des Konflikts bereits als eine der größten Bedrohungen für die globale Energiesicherheit ihrer Geschichte. Die ursprünglichen Störungen führten zur größten Angebotsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarktes.

Als Reaktion darauf stellten die 32 Mitgliedstaaten der IEA insgesamt 400 Millionen Barrel aus strategischen Notfallreserven zur Verfügung – die größte koordinierte Freigabe in der Geschichte der Organisation.

Diese Maßnahmen haben gemeinsam mit einer teilweisen Erholung der Transporte durch Hormuz erheblich dazu beigetragen, den Ölpreis zu stabilisieren.

Die globale Ölversorgung erholte sich im Juni um rund 4,1 Millionen Barrel pro Tag auf 98,8 Millionen Barrel. Gleichzeitig lagen die weltweiten Produktionsmengen allerdings weiterhin rund 9,4 Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkriegsniveau.

Die Exporte aus der Golfregion stiegen im Juni um rund 6,5 Millionen Barrel pro Tag auf 16,1 Millionen Barrel. Vor Beginn des Konflikts lagen sie jedoch bei durchschnittlich rund 24 Millionen Barrel pro Tag.

Genau hier liegt das Risiko für die kommende Handelswoche.

Der aktuelle Ausblick auf den Ölmarkt basiert maßgeblich auf der Annahme, dass sich die Transporte durch die Straße von Hormuz weiter normalisieren und Produzenten sowie Raffinerien ihre Produktion wieder hochfahren können.

Eine erneute militärische Eskalation würde dieses Basisszenario unmittelbar infrage stellen.

Besonders interessant ist aktuell die Diskrepanz zwischen dem Rohölmarkt und den Märkten für raffinierte Ölprodukte. Während sich die Versorgung mit Rohöl teilweise verbessert hat, bleiben Diesel, Benzin und andere raffinierte Produkte knapp.

Raffineriemargen erreichten Anfang Juli den höchsten Stand seit vier Jahren.

Der Grund dafür ist relativ einfach: Rohöl kann wieder verstärkt transportiert werden, die Raffineriekapazitäten in der Golfregion sind jedoch weiterhin erheblich eingeschränkt. Fast drei Millionen Barrel Raffineriekapazität pro Tag waren aufgrund von Angriffen und fehlenden Exportmöglichkeiten zeitweise nicht verfügbar.

Zusätzlich belasten ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und Energieinfrastruktur die globalen Produktmärkte.

Damit bleibt der Energiemarkt ein potenzieller Inflationstreiber.

Das gilt nicht nur für Öl.

Auch der globale Gasmarkt bleibt angespannt. Rund 20 % des weltweiten LNG-Angebots liefen 2025 durch die Straße von Hormuz. Die Einschränkungen bei Lieferungen aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die verfügbaren LNG-Mengen deutlich reduziert.

Der niederländische TTF-Gaspreis notierte zuletzt rund 35 % über seinem Vorkriegsniveau.

Für Europa ist diese Entwicklung besonders relevant.

Steigende Energiepreise könnten den europäischen Inflationsprozess erneut verlangsamen und gleichzeitig die ohnehin schwächere europäische Konjunktur belasten.

Mein Fokus liegt deshalb in KW29 weiterhin ganz klar auf Iran, Israel, den USA und der Straße von Hormuz.

Eine weitere Eskalation wäre kurzfristig bullish für Öl und Gas, gleichzeitig aber potenziell bearish für Risk Assets. Eine nachhaltige Deeskalation würde dagegen die Risikoprämie im Ölpreis weiter reduzieren und könnte insbesondere Aktienmärkte unterstützen.

China und Taiwan

Auch die Situation zwischen China und Taiwan bleibt ein geopolitischer Risikofaktor.

Hier gab es zuletzt keine vergleichbare Eskalation wie im Nahen Osten. Trotzdem bleiben die militärischen Aktivitäten Chinas rund um Taiwan und die strategischen Spannungen zwischen China und den USA ein Thema für die Märkte.

Besonders relevant ist dabei weiterhin der globale Halbleitermarkt.

Taiwan bleibt ein zentraler Standort für die Produktion modernster Halbleiter. Eine Eskalation hätte deshalb unmittelbare Auswirkungen auf globale Lieferketten, KI-Infrastruktur und große US-Technologiekonzerne.

Genau deshalb bleiben sämtliche Entwicklungen rund um China, Taiwan und mögliche Exportbeschränkungen für Chips relevant.

Auch Apple steht dabei im Fokus.

Der Konzern ist weiterhin stark von asiatischen Produktions- und Lieferketten abhängig. Gleichzeitig bleiben Zölle und Handelsbeschränkungen ein wichtiger Faktor für Importpreise in den USA.

Der aktuelle Monetary Policy Report der Fed verweist ausdrücklich darauf, dass frühere Zollerhöhungen auf Importgüter zu den bestehenden Inflationsrisiken beigetragen haben.

Damit ist der Handelskonflikt längst nicht nur ein geopolitisches Thema.

Zölle, Halbleiterrestriktionen und gestörte Lieferketten können direkt auf die Inflation wirken – und damit indirekt die Geldpolitik der Federal Reserve beeinflussen.

Earnings Season Q2

Neben den Inflationsdaten steht in KW29 vor allem der Start der Q2-Earnings-Season im Fokus.

Die Aktienmärkte befinden sich auf historisch hohen Bewertungsniveaus. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Monetary Policy Report der Fed, dass ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Stärke weiterhin durch Unternehmensinvestitionen und insbesondere durch den Technologiesektor getragen wird.

Die Earnings müssen diese Erwartungen jetzt bestätigen.

Am Montag stehen unter anderem Progressive und Fastenal im Kalender.

Das eigentliche Highlight beginnt jedoch am Dienstag mit den großen US-Banken.

JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup veröffentlichen ihre Quartalszahlen.

Damit erhalten wir einen sehr frühen Einblick in den Zustand des amerikanischen Finanzsystems und der US-Wirtschaft.

Im Fokus stehen die Entwicklung der Nettozinserträge, Kreditnachfrage, Kreditqualität und mögliche Veränderungen bei Kreditausfällen. Gleichzeitig dürften die Kapitalmarktaktivitäten und das Investmentbanking insbesondere bei JPMorgan und Goldman Sachs interessant werden.

Der Monetary Policy Report beschreibt das US-Finanzsystem grundsätzlich als stabil und widerstandsfähig.

Die Bankzahlen werden zeigen, ob sich dieses Bild auch in den Unternehmensdaten widerspiegelt.

Am Mittwoch folgen unter anderem ASML, Johnson & Johnson, Morgan Stanley, BlackRock und Bank of New York Mellon.

ASML dürfte dabei eine der wichtigsten Veröffentlichungen der gesamten Woche werden.

Der globale Technologiesektor wird aktuell massiv durch Investitionen in KI-Infrastruktur getragen. Die Nachfrage nach modernsten Chips und Produktionskapazitäten ist ein zentraler Bestandteil der aktuellen Investmentstory.

ASML steht mit seinen Lithografiesystemen direkt im Zentrum dieser Entwicklung.

Für mich wird deshalb weniger das vergangene Quartal entscheidend sein, sondern der Ausblick des Unternehmens.

Wie entwickelt sich die Nachfrage?

Wie sehen die Auftragseingänge aus?

Bleiben Investitionen in modernste Chipproduktion hoch?

Und gibt es Auswirkungen durch Exportbeschränkungen gegenüber China?

Diese Aussagen könnten unmittelbar auf den gesamten Halbleitersektor und damit auch auf Nvidia wirken.

Am Donnerstag folgen UnitedHealth, GE Aerospace, Netflix, Seagate, Abbott Laboratories und Intuitive Surgical.

Netflix dürfte dabei insbesondere für den Nasdaq und den Kommunikationssektor interessant werden.

Auch hier steht die Guidance im Mittelpunkt.

Die Märkte haben in den vergangenen Monaten bereits sehr viel positives Wachstum eingepreist. Gute Zahlen allein könnten deshalb teilweise nicht mehr ausreichen.

Entscheidend ist, ob Unternehmen ihre Prognosen bestätigen oder erhöhen können.

Genau das ist für mich das zentrale Thema dieser Earnings Season:

Die Erwartungen sind hoch.

Der S&P 500 notiert nahe seinem Allzeithoch. Nvidia hat eine extrem starke Woche hinter sich. Der Technologiesektor bleibt strukturell bullish.

Damit steigt gleichzeitig die Fallhöhe.

Schwächere Guidance, sinkende Margen oder Hinweise auf nachlassende Nachfrage könnten bei einzelnen Unternehmen zu erheblichen Gewinnmitnahmen führen.

Für KW29 bleiben deshalb die großen US-Banken, ASML und Netflix meine wichtigsten Earnings.

Aus dem DAX selbst stehen in KW29 keine großen Quartalsberichte an. Der Fokus liegt daher klar auf den internationalen Earnings, insbesondere den US-Banken, ASML und Netflix. Die deutsche Berichtssaison nimmt erst ab der folgenden Woche deutlich Fahrt auf.

Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW29 im Überblick

Die kommende Woche ist aus makroökonomischer Sicht extrem stark gefüllt.

Montag – OPEC und Notenbanksprecher

Bereits am Montag steht das OPEC-Meeting im Fokus.

Aufgrund der aktuellen Situation am Ölmarkt bekommt dieses Treffen eine deutlich höhere Bedeutung.

Im Mittelpunkt stehen die Produktionspolitik und die Frage, wie die OPEC auf die weiterhin eingeschränkten Fördermengen und die geopolitischen Risiken reagieren wird.

Die OPEC+-Produktion lag im Juni weiterhin deutlich unter den implizierten Zielmengen. Besonders Saudi-Arabien, Irak und Kuwait produzierten erheblich unter den entsprechenden Zielwerten.

Gleichzeitig bleibt die verfügbare kurzfristige Reservekapazität begrenzt.

Damit dürfte jede Aussage zur Produktionsentwicklung, zu möglichen Förderanpassungen und zur Situation am globalen Ölmarkt genau beobachtet werden.

Zusätzlich sprechen FOMC-Mitglied Bowman, Fed-Mitglied Waller, EZB-Direktorin Isabel Schnabel und EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Nach dem aktuellen Monetary Policy Report dürfte insbesondere die Kommunikation der Fed interessant werden.

Die zentrale Frage lautet:

Bleibt die Fed klar restriktiv oder öffnen einzelne Mitglieder langsam die Tür für eine spätere Lockerung?

Dienstag – CPI als Highlight der Woche

Am Dienstag folgen die wichtigsten Wirtschaftsdaten der KW29.

Die US-Verbraucherpreise stehen im Fokus.

Für den CPI auf Monatsbasis wird aktuell ein Rückgang von 0,1 % erwartet. Im Vormonat lag die Inflation noch bei +0,5 %.

Das wäre eine erhebliche Verlangsamung.

Bei der Kerninflation wird dagegen ein Anstieg von 0,3 % erwartet. Im Vormonat lag der Core CPI bei +0,2 %.

Die jährliche Gesamtinflation lag zuletzt bei 4,2 %. Bei der Kerninflation werden erneut 2,9 % erwartet.

Warum sind diese Zahlen aktuell so wichtig?

Der Monetary Policy Report der Fed zeigt deutlich, dass die Inflation weiterhin das zentrale geldpolitische Problem ist.

Die PCE-Gesamtinflation liegt aktuell bei 4,1 %, die Kerninflation bei 3,4 %.

Beide Werte liegen weiterhin deutlich über dem Inflationsziel von 2 %.

Die Fed führt die höheren Inflationsrisiken insbesondere auf gestiegene Energiepreise, frühere Zollerhöhungen und die starke Nachfrage im Technologiesektor zurück.

Gleichzeitig bleiben die langfristigen Inflationserwartungen bislang stabil.

Genau deshalb besitzt die Fed aktuell noch Zeit.

Der Arbeitsmarkt ist robust, die Wirtschaft wächst und die Inflationserwartungen sind nicht entankert.

Die Fed muss die Zinsen aktuell nicht senken.

Für die Aktienmärkte wäre deshalb ein deutlich schwächerer Inflationsbericht positiv.

Besonders wichtig ist die Kerninflation.

Ein niedrigerer Core CPI würde die Hoffnung stärken, dass der zugrunde liegende Inflationsdruck tatsächlich nachlässt.

In diesem Szenario könnten die Renditen der US-Staatsanleihen sinken, der Dollar schwächer reagieren und Risk Assets weiter steigen.

Ein deutlich höherer CPI wäre dagegen problematisch.

Steigende Inflation in Verbindung mit einem robusten Arbeitsmarkt und einer weiterhin soliden Wirtschaft würde der Fed kaum Spielraum für Zinssenkungen geben.

Im Gegenteil:

Der Markt könnte erneut ein noch länger erhöhtes Zinsniveau oder weitere restriktive Maßnahmen einpreisen.

Das wäre grundsätzlich positiv für den Dollar und potenziell negativ für hoch bewertete Risk Assets.

Nach den CPI-Daten spricht erneut EZB-Präsidentin Lagarde.

Zusätzlich stehen Reden von Fed Vice Chair for Supervision Barr und FOMC-Mitglied Bowman an.

Auch die TIC Net Long-Term Transactions werden veröffentlicht.

Diese Daten zeigen die langfristigen Kapitalströme in US-Wertpapiere. Vereinfacht gesagt sehen wir hier, wie stark ausländische Investoren langfristig Kapital in US-Aktien und US-Anleihen investieren oder Kapital abziehen.

Gerade in einem Umfeld hoher Staatsverschuldung und hoher Treasury-Renditen können diese Kapitalströme interessant werden.

Mittwoch – PPI und Beige Book

Am Mittwoch folgen direkt die nächsten Inflationsdaten.

Der US Producer Price Index steht an.

Für den PPI auf Monatsbasis wird aktuell ein Wert von 0,0 % erwartet. Im Vormonat lag der Anstieg noch bei 1,1 %.

Beim Core PPI wird ein Anstieg von 0,3 % erwartet, nach 0,4 % im Vormonat.

Der PPI misst die Preisentwicklung auf Produzentenebene.

Damit kann er Hinweise darauf liefern, welcher Kostendruck innerhalb der Unternehmen besteht und möglicherweise später an Verbraucher weitergegeben wird.

Ein deutlich höherer PPI könnte deshalb die Inflationssorgen erneut verstärken.

Neben den Produzentenpreisen sprechen FOMC-Mitglied Williams und Bundesbankpräsident Nagel.

Zusätzlich werden die US-Rohöllagerbestände veröffentlicht.

Am Abend folgt das Beige Book der Federal Reserve.

Das Beige Book wird achtmal pro Jahr veröffentlicht und fasst die aktuelle wirtschaftliche Lage in den zwölf Federal-Reserve-Distrikten zusammen.

Der Bericht erscheint üblicherweise rund zwei Wochen vor einer FOMC-Sitzung.

Im Fokus stehen wirtschaftliche Aktivität, Arbeitsmarkt, Preise und regionale Entwicklungen.

Nach dem aktuellen Monetary Policy Report wird besonders interessant, ob sich die robuste Wirtschaft weiterhin bestätigt.

Die Fed sieht den Arbeitsmarkt aktuell weder als inflationstreibende Gefahr noch als konjunkturelle Schwachstelle.

Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,2 %. Entlassungen bleiben gering und die Zahl offener Stellen stabil.

Gleichzeitig wird das Lohnwachstum zunehmend durch Produktivitätssteigerungen begleitet.

Sollte das Beige Book dieses Bild bestätigen, hätte die Fed weiterhin wenig Druck, kurzfristig die Zinsen zu senken.

Donnerstag – Retail Sales und Arbeitsmarkt

Am Donnerstag folgen die US-Einzelhandelsumsätze.

Für die Retail Sales wird ein Anstieg von 0,3 % erwartet. Im Vormonat lagen die Umsätze bei +0,9 %.

Bei den Core Retail Sales wird dagegen ein Rückgang von 0,1 % erwartet, nach +0,8 % im Vormonat.

Die Daten sind besonders interessant, weil der Monetary Policy Report bereits auf ein moderateres Konsumwachstum hinweist.

Die US-Wirtschaft wuchs im ersten Quartal annualisiert um 2,1 %.

Unternehmensinvestitionen entwickelten sich stark, insbesondere im Technologiesektor und bei KI-Infrastruktur.

Der private Konsum wächst dagegen nur moderat.

Schwächere Retail Sales würden dieses Bild bestätigen.

Das wäre allerdings nicht automatisch negativ für die Aktienmärkte.

Eine moderate Abkühlung des Konsums könnte den Inflationsdruck reduzieren und damit langfristig die Fed entlasten.

Ein massiver Einbruch wäre dagegen ein Konjunkturrisiko.

Zusätzlich wird der Philadelphia Fed Manufacturing Index veröffentlicht.

Der Index misst die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe im Fed-Distrikt Philadelphia und liefert einen frühen Hinweis auf die Entwicklung des US-Industriesektors.

Erwartet wird aktuell ein Wert von 12,1 nach 10,3.

Auch die Initial Jobless Claims stehen an.

Hier werden erneut rund 215.000 Erstanträge erwartet.

Der Arbeitsmarkt bleibt damit ein zentraler Bestandteil des Fed-Mandats.

Solange die Arbeitslosigkeit niedrig bleibt und Entlassungen nicht deutlich zunehmen, kann sich die Federal Reserve weiterhin primär auf die Inflation konzentrieren.

Freitag – Eurozone CPI und Michigan-Daten

Am Freitag richtet sich der Blick zunächst nach Europa.

Für die jährliche Inflation in der Eurozone werden 2,8 % erwartet.

Die Kerninflation soll bei 2,4 % bleiben.

Auf Monatsbasis wird ein Rückgang der Verbraucherpreise von 0,1 % erwartet, nach +0,1 % im Vormonat.

Für die EZB bleibt die Situation damit kompliziert.

Die Inflation liegt weiterhin über dem Zielbereich. Gleichzeitig ist die europäische Wirtschaft deutlich anfälliger für hohe Energiepreise als die US-Wirtschaft.

Die Entwicklungen am Gas- und Ölmarkt bekommen deshalb zusätzliche Bedeutung.

Sollten die Energiepreise aufgrund einer erneuten Eskalation im Nahen Osten steigen, könnte sich der europäische Inflationsprozess erneut verzögern.

Am Nachmittag folgen die Michigan-Daten aus den USA.

Im Fokus stehen das Consumer Sentiment, die Consumer Expectations sowie die einjährigen und fünfjährigen Inflationserwartungen.

Besonders die Inflationserwartungen sind aktuell extrem wichtig.

Die Fed betont im Monetary Policy Report ausdrücklich, dass die langfristigen Inflationserwartungen bislang stabil geblieben sind.

Genau das stärkt die Glaubwürdigkeit der Notenbank.

Sollten die langfristigen Inflationserwartungen deutlich steigen, wäre das ein Warnsignal.

In diesem Fall könnte die Fed gezwungen sein, noch länger restriktiv zu bleiben.

Monetary Policy Report und WASDE – Was sagen die Berichte?

Die beiden am Freitag veröffentlichten Berichte liefern für mich ein sehr interessantes Gesamtbild.

Die US-Wirtschaft bleibt widerstandsfähig.

Das reale BIP wuchs im ersten Quartal annualisiert um 2,1 %. Der Arbeitsmarkt bleibt robust und die Arbeitslosenquote liegt bei 4,2 %.

Gleichzeitig bleiben Unternehmensinvestitionen stark.

Besonders der Ausbau der KI-Infrastruktur sorgt weiterhin für hohe Investitionen im Technologiesektor.

Das erklärt teilweise, warum sich die Aktienmärkte trotz hoher Renditen so robust entwickeln.

Das Problem bleibt die Inflation.

Mit einer PCE-Inflation von 4,1 % und einer Kerninflation von 3,4 % ist die Fed weiterhin deutlich von ihrem Inflationsziel entfernt.

Deshalb bleibt der Leitzinskorridor bei 3,50 % bis 3,75 %.

Der Bericht signalisiert keine unmittelbare Eile für Zinssenkungen.

Die Fed kann abwarten.

Das ist für die Märkte entscheidend.

Wir befinden uns aktuell nicht in einem klassischen Umfeld, in dem die Wirtschaft einbricht und die Fed schnell mit Zinssenkungen reagieren muss.

Die Wirtschaft wächst.

Der Arbeitsmarkt funktioniert.

Das Finanzsystem ist stabil.

Damit bleibt Preisstabilität die oberste Priorität.

Parallel zeigt der WASDE-Report neue Risiken auf der Rohstoffseite.

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Weizen.

Die US-Weizenernte fällt auf den niedrigsten Stand seit der Saison 1970/71. Gleichzeitig sinken die Lagerbestände in den USA und weltweit, während der globale Verbrauch steigt.

Auch bei Mais fallen die US-Vorräte niedriger aus als erwartet.

Die Exportprognosen steigen aufgrund der starken globalen Nachfrage und die Endbestände werden reduziert.

Weltweit werden die Maisbestände ebenfalls nach unten korrigiert, unter anderem aufgrund schwächerer Ernten in Europa.

Bei Reis sorgen geringere US-Anbauflächen für niedrigere Ernten, sinkende Lagerbestände und höhere Preisprognosen.

Der globale Reisverbrauch steigt gleichzeitig auf ein Rekordniveau.

Bei Sojabohnen bleibt die Situation ausgeglichener.

Die US-Produktion steigt leicht, gleichzeitig bleiben die Exportaussichten aufgrund der starken chinesischen Nachfrage robust.

Warum ist der WASDE für die allgemeine Marktanalyse relevant?

Weil Energie nicht das einzige Inflationsrisiko ist.

Wenn Öl und Gas aufgrund geopolitischer Risiken steigen und gleichzeitig wichtige Agrarrohstoffe aufgrund sinkender Lagerbestände teurer werden, könnte der Disinflationsprozess erneut erschwert werden.

Genau deshalb sind die CPI- und PPI-Daten in KW29 so wichtig.


Märkte und Korrelationen im Überblick

US Oil

Öl konnte die vergangene Woche mit einem Plus von rund 4,5 % abschließen und notiert aktuell bei rund 71,50 US-Dollar.

Damit befinden wir uns erneut unmittelbar unter dem wichtigen Key Level bei 72 US-Dollar.

Aufgrund der erneuten Eskalation im Nahen Osten rechne ich zum Wochenstart grundsätzlich mit einem erhöhten Gap-Risiko.

Sollte sich die Situation weiter verschärfen und Öl die 72 US-Dollar nachhaltig überwinden, liegt mein nächster Zielbereich bei 77 US-Dollar.

Darüber folgen 79 US-Dollar.

Bei einer stärkeren Eskalation rund um Iran und die Straße von Hormuz halte ich diese Bereiche für realistisch.

Sollte dagegen erneut eine Deeskalation einsetzen und Öl unter 72 US-Dollar bleiben, sehe ich zunächst 69 US-Dollar.

Darunter folgen 68 bis 68,60 US-Dollar mit dem Juni- beziehungsweise Q2-Tief.

Bei einer nachhaltigen politischen Entspannung wären anschließend auch 65 und 64 US-Dollar wieder mögliche Ziele.

US-Staatsanleihen

US-Staatsanleihen zeigten eine starke Woche.

Die dreijährigen Anleihen stiegen rund 2 %, die fünfjährigen rund 1,71 %, die zehnjährigen rund 1,72 % und die 30-jährigen rund 1,49 %.

Die Renditen bleiben insgesamt auf einem hohen Niveau.

Für Risk Assets ist das grundsätzlich ein Belastungsfaktor.

Hohe risikofreie Renditen erhöhen die Opportunitätskosten für Aktieninvestments. Gleichzeitig werden zukünftige Unternehmensgewinne mit einem höheren Zinssatz diskontiert.

Besonders hoch bewertete Wachstumsunternehmen reagieren deshalb sensibel auf steigende Renditen.

Dass die Aktienmärkte trotzdem nahe ihren Allzeithochs notieren, zeigt die aktuelle Stärke des Marktes.

Es erhöht aber gleichzeitig die Bedeutung der CPI-Daten.

DXY

Der US-Dollar-Index beendete die Woche mit einem kleinen Plus von rund 0,08 % nahezu am Wocheneröffnungskurs.

Der Bereich um 100,50 bis 100,60 konnte erneut verteidigt werden.

Ein nachhaltiger Anstieg über 101 würde für mich zunächst das Vorwochenhoch bei 101,28 aktivieren.

Darüber folgen 101,50 und anschließend 102.

Ein höherer CPI und eine restriktivere Fed-Kommunikation könnten den Dollar unterstützen.

Sollten die Inflationsdaten dagegen deutlich schwächer ausfallen und die Fed dovisher kommunizieren, sehe ich unterhalb von 100,50 zunächst die 100 und anschließend 99,50.

VIX

Der VIX ist in der vergangenen Woche erneut deutlich gefallen.

Nach einem kurzfristigen Anstieg in Richtung 19 aufgrund der Eskalation im Nahen Osten notiert der Volatilitätsindex aktuell wieder bei rund 15.

Auf Wochenbasis entspricht das einem Rückgang von etwa 7 %.

Damit befindet sich die implizite Volatilität weiterhin in einem normalen bis niedrigen Bereich.

Der Markt preist aktuell keine unmittelbare Panik ein.


Risk Assets im Überblick

Nvidia

Nvidia zeigte eine extrem starke Woche und legte rund 8,5 % zu.

Allein am Freitag stieg die Aktie rund 4 %.

Aktuell notiert Nvidia bei knapp 211 US-Dollar.

Der Bereich um 200 US-Dollar wurde damit erneut als wichtige Unterstützung bestätigt.

Mein nächster Fokus liegt auf 212 bis 214 US-Dollar.

Kann Nvidia diesen Bereich nachhaltig überwinden, folgt für mich 217 US-Dollar.

Darüber wären erneut neue Allzeithochs das primäre Szenario.

Fundamental bleibt die KI-Story intakt.

Der Monetary Policy Report zeigt ausdrücklich die Stärke der Investitionen in KI-Infrastruktur.

Gleichzeitig werden die ASML-Zahlen in dieser Woche einen wichtigen Einblick in die globale Chipnachfrage liefern.

Solange Nvidia über 200 US-Dollar bleibt, bleibt mein übergeordnetes Bild bullish.

Bitcoin

Bitcoin zeigte ebenfalls relative Stärke.

Nach einem erneuten Test des Bereichs um 61.300 US-Dollar notiert Bitcoin aktuell bei knapp 64.000 US-Dollar.

Entscheidend bleibt für mich zunächst die Zone um 65.000 bis 65.700 US-Dollar.

Dort liegen wichtige technische Referenzbereiche aus März und April.

Kann Bitcoin diese Zone überwinden, folgt die 67.000.

Erst oberhalb dieser Bereiche würde sich das mittelfristige technische Bild für mich deutlich verbessern.

Solange das nicht gelingt, bleibt der übergeordnete Abwärtstrend bestehen und ein erneuter Test der 60.000 US-Dollar möglich.

S&P 500

Der S&P 500 konnte rund 1,3 % zulegen und bei etwa 7.620 Punkten schließen.

Die 7.500 wurden erneut als Unterstützung bestätigt.

Der Markt notiert damit unmittelbar an seinen Allzeithochs.

Für die kommende Woche liegt mein erster Fokus auf dem Vorwochenhoch um 7.630.

Darüber folgt das Allzeithoch bei rund 7.651 Punkten.

Grundsätzlich bleibt mein Bild bullish.

Allerdings sehe ich bei höher als erwarteten Inflationsdaten ein erhebliches Risiko für Gewinnmitnahmen.

Der Markt ist hoch bewertet und die Renditen bleiben hoch.

Ein CPI-Schock könnte deshalb eine stärkere Reaktion auslösen.

Solange die 7.500 halten, bleibt mein übergeordnetes Sentiment jedoch long.

Nasdaq

Der Nasdaq legte in der vergangenen Woche rund 0,47 % zu.

Interessant war insbesondere der starke Abgriff im Bereich um 28.700 Punkte, der vollständig aufgekauft wurde.

Aktuell notiert der Markt bei rund 29.851 Punkten.

Für KW29 bleibt die 30.000 die erste wichtige Marke.

Darüber folgen das Strukturhoch bei 30.255 und anschließend die Allzeithochbereiche bei 30.500 und 30.770.

Unterhalb von 29.000 würde sich das technische Bild für mich deutlich verschlechtern.

Solange der Markt darüber bleibt und die 30.000 zurückerobern kann, bleibt mein Szenario bullish.

Die Earnings von ASML und Netflix sowie die CPI-Daten dürften hier die wichtigsten Trigger darstellen.

US30

Der Dow Jones beziehungsweise US30 beendete die Woche mit einem Minus von rund 0,35 %.

Nach neuen Allzeithochs am Dienstag folgten zunächst Gewinnmitnahmen.

Ein Teil dieser Verluste wurde im weiteren Wochenverlauf wieder aufgekauft.

Der Schlusskurs lag bei rund 52.758 Punkten.

Für mich bleibt die 52.500 entscheidend.

Unterhalb dieser Marke sehe ich zunächst 52.000 und anschließend 51.500 als mögliche Unterstützungen.

Kann sich der Markt dagegen oberhalb von 52.500 stabilisieren, bleiben 53.000 und 53.500 meine nächsten Ziele.


DAX – Charttechnischer Ausblick

Der DAX zeigte im Vergleich zu den US-Indizes eine deutlich schwächere Woche.

Nach den neuen Allzeithochs der Vorwoche folgte ein Wochenverlust von rund 2,8 %.

Der DAX schloss bei 25.114 Punkten.

Besonders seit Dienstag entwickelte sich ein starkes Abwärtsmomentum. Auch zum Ende der Woche gelang keine nachhaltige Erholung.

Trotzdem notiert der Markt weiterhin oberhalb der psychologisch und charttechnisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke.

Genau diese Zone bleibt für mich in KW29 entscheidend.

Solange sich der DAX oberhalb von 25.000 Punkten halten kann, bleibe ich zunächst bullish.

In diesem Szenario sehe ich zunächst die 25.500 und anschließend erneut die Allzeithochbereiche als mögliche Ziele.

Bricht der DAX dagegen nachhaltig unter 25.000 Punkte, rückt die Zone um 24.800 in den Fokus.

Dieser Bereich besitzt aufgrund mehrerer technischer Referenzpunkte eine hohe Relevanz.

Dort befinden sich wichtige Tiefbereiche aus der Vergangenheit sowie das Vorwochentief der KW28.

Sollten auch die 24.800 brechen, sehe ich die nächste größere Unterstützung im Bereich um 24.500 Punkte.

Grundsätzlich bleibt mein übergeordnetes Bild im DAX weiterhin bullish.

Die Gewinnmitnahmen der vergangenen Woche kommen für mich nicht vollständig überraschend.

Nach starken Anstiegen und neuen Allzeithochs sind technische Korrekturen grundsätzlich normal.

Entscheidend ist jetzt, ob Käufer im Bereich um 25.000 beziehungsweise 24.800 erneut in den Markt kommen.

Fundamental besitzt der DAX allerdings zusätzliche Risiken.

Steigende Öl- und Gaspreise treffen die europäische Wirtschaft stärker als die USA. Gleichzeitig bleibt die europäische Inflation mit erwarteten 2,8 % erhöht.

Die Entwicklungen im Nahen Osten und die europäischen Inflationsdaten dürften deshalb neben der allgemeinen Risk-on-/Risk-off-Stimmung wichtige Treiber für den DAX bleiben.


Fazit

Die KW29 bringt aus meiner Sicht eine außergewöhnlich hohe Dichte an potenziellen Markttriggern.

Geopolitisch bleibt die Straße von Hormuz das zentrale Risiko. Eine weitere Eskalation zwischen Iran, Israel und den USA könnte Öl und Gas erneut deutlich nach oben treiben und damit die globalen Inflationsrisiken erhöhen.

Gleichzeitig zeigt der aktuelle WASDE-Report Angebotsrisiken bei Weizen, Mais und Reis.

Damit kommen mögliche Inflationsimpulse aktuell sowohl vom Energie- als auch vom Agrarrohstoffmarkt.

Die Federal Reserve befindet sich deshalb weiterhin in einer schwierigen Situation.

Die US-Wirtschaft wächst, der Arbeitsmarkt bleibt robust und Unternehmensinvestitionen entwickeln sich insbesondere im Technologiesektor stark.

Die Fed besitzt aktuell keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Zwang, die Zinsen zu senken.

Mit einer PCE-Inflation von 4,1 % und einer Kerninflation von 3,4 % bleibt die Preisstabilität das zentrale Thema.

Genau deshalb werden die CPI-Daten am Dienstag zum wichtigsten Makroereignis der Woche.

Ein deutlich schwächerer Inflationsbericht könnte die Renditen belasten, den Dollar schwächen und Risk Assets weiter in Richtung neuer Allzeithochs treiben.

Ein höher als erwarteter CPI würde dagegen das Higher-for-Longer-Szenario bestätigen und könnte gerade bei den aktuell hohen Aktienbewertungen stärkere Gewinnmitnahmen auslösen.

Parallel startet die Q2-Earnings-Season.

JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup liefern einen ersten Einblick in den US-Finanzsektor.

ASML wird für die Halbleiter- und KI-Story extrem wichtig.

Netflix liefert einen weiteren wichtigen Test für die hohen Erwartungen an US-Growth-Aktien.

Für mich ist die Ausgangslage damit relativ klar:

Das übergeordnete Sentiment in den Risk Assets bleibt bullish.

S&P 500 und Nasdaq notieren nahe ihren Allzeithochs. Nvidia zeigt enorme relative Stärke. Der VIX notiert bei rund 15 und der Markt kauft Rücksetzer weiterhin aggressiv auf.

Gleichzeitig steigt jedoch die fundamentale Fallhöhe.

Hohe Inflation, hohe Treasury-Renditen, geopolitische Risiken und hohe Aktienbewertungen treffen jetzt auf eine entscheidende Woche für Wirtschaftsdaten und Unternehmenszahlen.

Im DAX bleibt die 25.000-Punkte-Marke meine zentrale Schlüsselzone.

Oberhalb davon sehe ich weiterhin Potenzial in Richtung 25.500 und anschließend erneut in Richtung der Allzeithochs.

Unterhalb von 25.000 rücken 24.800 und anschließend 24.500 in den Fokus.

Für KW29 gilt deshalb mehr denn je:

Inflation, Öl und Earnings werden die Richtung bestimmen.

Die technische Struktur der großen Aktienindizes bleibt bullish – fundamental steht diese Struktur in der kommenden Woche jedoch vor einem der wichtigsten Tests des Sommers.

Ich wünsche euch einen guten Start in die kommende Woche und stabile Trades.

Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!

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