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DAX Tagesausblick – 7. Mai - All Time Highs in Reichweite

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All Time Highs in Reichweite –> Risk On Stimmung trotz geopolitischer Unsicherheit.

Die Märkte bleiben weiterhin stark von der geopolitischen Lage im Nahen Osten geprägt. Gleichzeitig zeigen die großen Indizes weiterhin beeindruckende Stärke und handeln nahe ihrer Rekordstände. Besonders auffällig: Trotz der anhaltenden Unsicherheit rund um Iran, die Straße von Hormus und mögliche Eskalationen bleibt das übergeordnete Marktumfeld aktuell klar Risk-on.

Der Hauptgrund dafür liegt in der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung zwischen den USA und Iran. In den vergangenen Stunden verdichteten sich Meldungen, wonach beide Seiten an einem möglichen Abkommen arbeiten. Immer wieder war von einem „One-Page-Memo“ die Rede, das als Grundlage für weitere Gespräche dienen könnte. Gleichzeitig gab es Aussagen aus Washington, wonach bei einer Einigung Sanktionen gelockert und die Straße von Hormus wieder vollständig geöffnet werden könnte.

Dennoch bleibt die Situation extrem fragil. Während einige Meldungen auf Deeskalation hindeuten, kamen aus iranischen Quellen gleichzeitig wieder deutlich härtere Töne. Genau diese Unsicherheit sorgt aktuell für die hohe Sensitivität in Öl, Volatilität und Safe-Haven-Assets.

Der Markt handelt derzeit klar die Hoffnung auf Entspannung. Sollte sich die geopolitische Lage tatsächlich weiter beruhigen, könnte dies den Risk-On-Modus nochmals deutlich verstärken und die großen Indizes weiter Richtung neuer Rekordstände treiben. Sollte die Lage hingegen erneut eskalieren, dürfte besonders der Ölpreis sofort wieder stark anziehen und damit erneut Inflations- und Zinssorgen zurück in den Markt bringen.

Fundamentaldaten im Überblick

Gestern standen vor allem die ADP Non-Farm Employment Change Daten im Fokus. Diese gelten als wichtiger Vorindikator für die offiziellen NFP-Arbeitsmarktdaten am Freitag.

Die ADP-Daten lagen mit 109K zwar unter dem Forecast von 118K, allerdings deutlich über dem vorherigen Wert von 61K. Das signalisiert weiterhin einen insgesamt robusten Arbeitsmarkt in den USA.

Ein starker Arbeitsmarkt bedeutet grundsätzlich, dass die US-Wirtschaft weiterhin stabil läuft. Gleichzeitig erhöht das aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass Zinssenkungen weiter nach hinten verschoben werden, da die Federal Reserve weniger Druck hat, die Wirtschaft zu unterstützen. Genau deshalb reagieren Risk Assets aktuell extrem sensibel auf Arbeitsmarktdaten.

Zusätzlich wurden gestern die Crude Oil Inventories veröffentlicht. Besonders interessant war hier, dass die Lagerbestände weniger stark gefallen sind als erwartet.
• Previous: -6,234 Mio. Barrel
• Forecast: -3,400 Mio. Barrel
• Actual: -2,313 Mio. Barrel

Das bedeutet im Klartext: Es befindet sich aktuell mehr Öl im Lagerbestand als vom Markt erwartet wurde. Das wirkte unmittelbar belastend auf den Ölpreis und verstärkte den gestrigen Abverkauf zusätzlich.

Heute liegt der Fokus vor allem auf den Initial Jobless Claims. Diese Daten geben Aufschluss darüber, wie viele Menschen in den USA erstmals Arbeitslosenhilfe beantragen.

Der Forecast liegt aktuell über dem vorherigen Wert. Sollte die Zahl höher als erwartet ausfallen, würde das auf einen schwächeren Arbeitsmarkt hindeuten. Das könnte kurzfristig positiv für Risk Assets sein, weil dadurch Zinssenkungen wieder wahrscheinlicher werden.

Sollten die Claims hingegen niedriger als erwartet ausfallen, würde das erneut die Robustheit des Arbeitsmarktes bestätigen. In diesem Fall könnten Zinssenkungserwartungen weiter nach hinten verschoben werden, was kurzfristig Druck auf Aktienmärkte ausüben könnte.

Der eigentliche Fokus der Woche bleibt allerdings ganz klar auf den morgigen NFP-Daten und der Unemployment Rate. Diese Daten dürften entscheidend für die kurzfristige Richtung der Märkte werden.


Märkte & Korrelationen im Überblick


US Oil

US Oil bleibt aktuell einer der wichtigsten Indikatoren für das gesamte Marktumfeld.

Gestern haben wir einen extrem bearishen Impuls gesehen. Der Ölpreis fiel zeitweise um rund 13,5 % und rutschte unter die psychologisch wichtige 90-Dollar-Marke bis in den Bereich um 88 Dollar.

Anschließend kam allerdings sofort Kaufinteresse in den Markt und Öl konnte sich wieder deutlich erholen. Der Schlusskurs lag erneut im Bereich um 96 Dollar.

Das zeigt sehr klar:
Der Markt preist aktuell zwar eine mögliche Deeskalation im Nahen Osten ein, gleichzeitig bleibt die Angst vor einer erneuten Eskalation aber weiterhin vollständig präsent.

Solange Öl über 90 Dollar notiert, bleibt der inflationäre Druck grundsätzlich erhöht. Das bedeutet auch weiterhin Gegenwind für schnelle Zinssenkungen. Genau deshalb bleibt Öl aktuell einer der wichtigsten Treiber für das gesamte Makroumfeld.

Sollte sich die geopolitische Lage entspannen, sehe ich weiteres Abwärtspotenzial im Ölpreis. Kommt es hingegen erneut zu Eskalationen, könnten die bisherigen Hochs sehr schnell wieder angelaufen werden.

Dollar Index (DXY)

Der Dollar handelt weiterhin relativ stabil in seiner Range rund um die 98er-Marke.

Gestern haben wir zwar leichte Schwäche gesehen, insgesamt bleibt die Safe Haven Nachfrage aber weiterhin intakt. Wirklich außergewöhnliche Bewegungen sehen wir aktuell noch nicht.


VIX

Auch der VIX bleibt weiterhin vergleichsweise entspannt.

Mit einem Niveau um 17,4 notiert die Volatilität zwar leicht erhöht, befindet sich aber weiterhin klar unter der wichtigen 20er-Marke. Das zeigt ebenfalls, dass der Markt aktuell eher auf Deeskalation und Risk-On setzt.


S&P 500 & US30

Die US-Indizes bleiben extrem stark.

Der S&P 500 markierte erneut ein neues Rekordhoch und legte gestern allein über 1,4 % zu. Das Momentum bleibt klar bullisch.

Auch der US30 zeigte massive Stärke und handelt inzwischen wieder nahe der psychologisch wichtigen 50.000 Punkte Marke.

Die Märkte ignorieren aktuell weitgehend die geopolitischen Risiken und fokussieren sich stattdessen auf die Hoffnung einer diplomatischen Lösung sowie weiterhin starke Unternehmens- und Technologiewerte.

Charttechnischer Überblick – DAX

Auch der DAX zeigte gestern erneut massive Stärke.

Mit der gestrigen Tageskerze konnten sowohl das Monatshoch aus April als auch das Hoch aus März nachhaltig gebrochen werden. Besonders wichtig war dabei der Bereich rund um die 25.000 Punkte.

Allein gestern konnte der DAX über 2 % zulegen. Gleichzeitig wurden die Hochs der letzten drei Wochen vollständig überschattet. Das unterstreicht das aktuell extrem bullische Momentum im deutschen Markt.

Zusätzlich wurde das offene Gap im Bereich um 25.150 Punkte geschlossen. Genau dieser Bereich bleibt kurzfristig jetzt der entscheidende Widerstand.

Trotz der starken Dynamik sehe ich nach dem massiven Push der vergangenen Tage kurzfristig durchaus das Potenzial für eine gesunde Korrektur beziehungsweise einen Liquiditäts-Retest.

Seit Dienstag hat der DAX bereits rund 5,5 % nach oben zurückgelegt. Entsprechend wäre ein Rücksetzer technisch absolut gesund und sogar wichtig, um weitere Stabilität für einen nachhaltigen Anstieg Richtung All Time High aufzubauen.

Besonders interessant bleiben dabei folgende Unterstützungszonen:
• Bereich 24.650 – 24.500
• Vorwochenhoch KW17
• Wochenhoch KW18
• Schlusskurs der Jahreskerze 2025
• Jahreshochbereich um 24.770

Genau diese Zonen wären aus meiner Sicht ideal für einen Retest und könnten wichtige Liquidität liefern, bevor der Markt einen erneuten Anlauf Richtung All-Time-High startet.

Übergeordnet bleibe ich weiterhin bullish. Sollte der DAX den Bereich um 25.150 nachhaltig brechen können und das fundamentale Umfeld weiter unterstützen, halte ich einen schnellen Push Richtung All-Time-High definitiv für möglich.

Aktuell fehlen nur noch rund 2,4 % beziehungsweise knapp 600 Punkte bis zum Rekordhoch. Der Markt ist also extrem nah dran.

Kurzfristig könnte es allerdings insbesondere rund um die morgigen NFP-Daten nochmals zu stärkeren Gewinnmitnahmen kommen — vor allem dann, wenn die Daten erneut einen sehr robusten US-Arbeitsmarkt bestätigen und dadurch Zinssenkungshoffnungen weiter nach hinten verschoben werden.

Fazit

Die Märkte bleiben aktuell vollständig newsgetrieben.

Der wichtigste Treiber bleibt weiterhin die geopolitische Lage im Nahen Osten. Gleichzeitig zeigen die großen Indizes bislang beeindruckende Stärke und handeln weiterhin klar im Risk-On-Modus.

Entscheidend wird jetzt sein, ob:
• die geopolitische Lage weiter deeskaliert
• Öl nachhaltig unter Druck bleibt
• und die kommenden Arbeitsmarktdaten keine neuen Zinssorgen auslösen

Solange diese Faktoren mitspielen, bleibt ein weiterer Push Richtung All-Time-Highs absolut realistisch.

Seht ihr den DAX diese Woche noch beim All-Time-High?
Schreibt es gerne in die Kommentare.

Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.

Ich wünsche euch erfolgreiche Trades und einen guten Handelstag!

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