Wird die Fed am Status quo festhalten?

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Die US-Notenbank (Fed), die inzwischen von Kevin Warsh geleitet wird, hat kürzlich eine geldpolitische Entscheidung bekannt gegeben und ihre makroökonomischen Projektionen aktualisiert. Die Fed bekräftigte ihr Inflationsziel von 2 %, ohne jedoch ausdrücklich eine bevorstehende Zinserhöhung anzukündigen.

Die Fed unter Kevin Warsh wollte die Märkte von ihrer Glaubwürdigkeit im Kampf gegen die Inflation überzeugen, ohne dem Beispiel der Europäischen Zentralbank (EZB) zu folgen, die im Juni die Zinsen angehoben hatte.

Die institutionelle Finanzwelt ist inzwischen stark gespalten, was die geldpolitischen Aussichten der Fed betrifft. Zudem bestätigte die Fed, dass sie ihre technische quantitative Lockerung (QE) fortsetzt, also kurzfristige Maßnahmen zur Sicherstellung ausreichender Bankreserven.

Kevin Warsh nannte mehrere Faktoren, die in den kommenden Wochen entscheidend dafür sein werden, ob eine Anhebung des Federal Funds Rate erforderlich wird. Besonders der Ölpreis und die Entwicklung der US-Kerninflation gemäß dem Core-PCE-Index werden im Sommer eine wichtige Rolle für die geldpolitische Entscheidung der Fed auf ihrer Sitzung im September spielen.

Wie kann man sich also eine fundierte Meinung darüber bilden, was die Fed nach dem Sommer tun könnte? Ich schlage vor, die folgenden vier Indikatoren genau zu beobachten:

• Preis für US-Rohöl (WTI)
• US-Inflationsrate gemessen am Core PCE (die in diesem Jahr 3,3 % nicht überschreiten sollte)
• Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihe
• Markterwartungen gemäß den an der Chicago Mercantile Exchange gehandelten Federal-Funds-Futures (CME FedWatch Tool)

Das nachstehende Histogramm zeigt die jährliche US-Inflationsrate auf Basis des Core-PCE-Preisindex. Der Core PCE ist das bevorzugte Inflationsmaß der Fed, und Kevin Warsh hat kürzlich das Ziel formuliert, den Wert im Jahr 2026 unter 3,3 % zu halten.
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Die folgende Grafik stammt von TradingView und enthält zusätzlich die Daten des CME FedWatch Tools, das die Markterwartungen hinsichtlich der künftigen Geldpolitik und der Federal Funds Rate widerspiegelt.
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Die folgende Grafik zeigt die wöchentlichen japanischen Kerzen des US-Rohölpreises (WTI). Unterhalb von 80 US-Dollar hat ein technischer Normalisierungsprozess begonnen. Für eine echte Rückkehr zur Situation vor dem 28. Februar – dem Beginn der Angriffe auf den Iran – müsste jedoch die Aufwärtskurslücke vom Montag, dem 2. März, zwischen 67 und 69 US-Dollar geschlossen werden.
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Die folgende Grafik zeigt die täglichen japanischen Kerzen der Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen. Solange diese über dem Leitzins der Fed liegt, geht der Markt davon aus, dass eine Zinserhöhung durch die Fed gerechtfertigt wäre.
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