Jerome Powell legt am Freitag, den 15. Mai, sein Amt als Vorsitzender der US-Notenbank nieder, und Kevin Warsh wird neuer Vorsitzender der Fed. Jerome Powell dürfte jedoch noch некоторое Zeit Mitglied des FOMC bleiben, in seiner Funktion als Gouverneur. Er behält somit sein Stimmrecht bei den kommenden geldpolitischen Entscheidungen und weiterhin Einfluss auf die anderen Mitglieder des FOMC.
In diesem Kontext einer Koexistenz zwischen Jerome Powell (nun einfacher Gouverneur) und Kevin Warsh (neuer Fed-Vorsitzender, pro-Trump und pro-Markt) stellt sich die Frage: Wer wird tatsächlich die geldpolitischen Entscheidungen der Fed dominieren?
Die Antwort ist nicht so einfach wie ein direktes Duell. Die Macht innerhalb des FOMC ist strukturell kollegial organisiert: 12 stimmberechtigte Mitglieder, einfache Mehrheit und vor allem ein Entscheidungsprozess, der auf einem vorherigen Konsensaufbau basiert. Zwar kontrolliert der Vorsitzende – hier Kevin Warsh – die Agenda, den Zeitplan und die Kommunikation, was ihm einen entscheidenden Vorteil verschafft. Doch er kann keine Entscheidung allein durchsetzen, wenn sich keine Mehrheit hinter ihm bildet.
In diesem Zusammenhang bleibt Jerome Powell ein zentraler Akteur. Auch ohne den Vorsitz behält er eine sehr starke institutionelle Glaubwürdigkeit, ein solides internes Netzwerk und erheblichen intellektuellen Einfluss auf mehrere Gouverneure. Er kann somit einen „pragmatischen“ Block strukturieren, der eine zu dovishe oder zu politisch pro-Trump ausgerichtete Linie ausgleichen kann.
Doch der eigentliche Dreh- und Angelpunkt des Systems ist weder Warsh noch Powell. Es ist John Williams, Präsident der Federal Reserve Bank of New York. Seine Rolle ist einzigartig: Er ist ständiges stimmberechtigtes Mitglied, überwacht die Durchführung der Marktoperationen und steht historisch im Zentrum des Konsenses. In der Praxis wird keine wichtige Entscheidung dauerhaft getroffen ohne seine Zustimmung.

Das tatsächliche Kräfteverhältnis wird daher von Warshs Fähigkeit abhängen, Williams auf seine Seite zu ziehen. Wenn Williams sich Powell anschließt, kann ein moderater Mehrheitsblock entstehen, der den Einfluss des neuen Vorsitzenden begrenzt. Wenn Williams hingegen zu Warsh übergeht, kann sich das Gleichgewicht des Ausschusses schnell zugunsten einer aggressiveren oder marktorientierteren Linie verschieben.
Letztlich wird Warsh die Form dominieren (Agenda, Kommunikation), während Powell und Williams den Inhalt prägen werden. Die Fed wird nicht von einer einzelnen Person geführt, sondern von einem subtilen Gleichgewicht, wobei Williams als eigentlicher Schiedsrichter fungiert.
Sollte Jerome Powell jedoch das FOMC vollständig verlassen, würde Kevin Warsh tatsächlich die Kontrolle übernehmen, was einen starken Einfluss von Präsident Donald Trump auf die US-Geldpolitik bedeuten würde.
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Dieser Inhalt richtet sich an Personen, die mit Finanzmärkten und Finanzinstrumenten vertraut sind, und dient ausschließlich Informationszwecken. Die präsentierte Idee (einschließlich Marktkommentare, Marktdaten und Beobachtungen) ist kein Produkt einer Research-Abteilung von Swissquote oder einer ihrer Tochtergesellschaften. Dieses Material soll Marktbewegungen veranschaulichen und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Wenn Sie ein Privatanleger sind oder keine Erfahrung mit dem Handel komplexer Finanzprodukte haben, sollten Sie vor finanziellen Entscheidungen einen lizenzierten Berater konsultieren.
Dieser Inhalt zielt nicht darauf ab, den Markt zu manipulees oder ein bestimmtes finanzielles Verhalten zu fördern.
Swissquote übernimmt keine Gewähr für die Qualität, Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit oder Rechtmäßigkeit dieses Inhalts. Die geäußerten Meinungen stammen vom Berater und dienen ausschließlich zu Bildungszwecken. Alle Informationen zu einem Produkt oder Markt stellen keine Empfehlung einer Anlagestrategie oder Transaktion dar. Frühere Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
Swissquote sowie deren Mitarbeiter und Vertreter haften in keinem Fall für Schäden oder Verluste, die direkt oder indirekt auf Entscheidungen basieren, die aufgrund dieses Inhalts getroffen wurden.
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Swissquote ist die Marketingmarke der folgenden Unternehmen: Swissquote Bank Ltd (Schweiz) reguliert durch FINMA, Swissquote Capital Markets Limited reguliert durch CySEC (Zypern), Swissquote Bank Europe SA (Luxemburg) reguliert durch die CSSF, Swissquote Ltd (UK) reguliert durch die FCA, Swissquote Financial Services (Malta) Ltd reguliert durch die MFSA, Swissquote MEA Ltd. (VAE) reguliert durch die DFSA, Swissquote Pte Ltd (Singapur) reguliert durch die MAS, Swissquote Asia Limited (Hongkong) lizenziert durch die SFC und Swissquote South Africa (Pty) Ltd überwacht durch die FSCA.
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Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden. Der Handel oder Besitz von Finanzinstrumenten kann mit erheblichen Verlusten einhergehen. Der Wert von Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Kryptowährungen und anderen Vermögenswerten kann steigen oder fallen. Es besteht ein erhebliches Risiko finanzieller Verluste beim Kauf, Verkauf, Halten, Staken oder Investieren in diese Instrumente. SQBE spricht keine Empfehlungen zu bestimmten Investitionen, Transaktionen oder Anlagestrategien aus.
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Digitale Vermögenswerte sind in den meisten Ländern nicht reguliert und es gelten möglicherweise keine Verbraucherschutzvorschriften. Aufgrund ihrer hohen Volatilität und spekulativen Natur sind sie für risikoscheue Anleger ungeeignet. Vergewissern Sie sich, dass Sie jeden digitalen Vermögenswert verstehen, bevor Sie handeln.
Kryptowährungen gelten in einigen Ländern nicht als gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegen regulatorischen Unsicherheiten.
Die Nutzung internetbasierter Systeme kann erhebliche Risiken bergen, darunter Betrug, Cyberangriffe, Netzwerkausfälle, Kommunikationsprobleme sowie Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten.
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This content is written by Vincent Ganne for Swissquote.
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