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DAX Tagesausblick 1 Juni- Start in den letzten Monat von Q2 2026

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Fundamentale & geopolitische Lage

Wir starten heute in den letzten Monat des zweiten Quartals und damit in einen potenziell sehr entscheidenden Börsenmonat. Die Marktteilnehmer blicken aktuell vor allem auf die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten, nachdem die vergangene Handelswoche stark von der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung geprägt war.

Über das Wochenende blieb die große Eskalation zunächst aus. Gleichzeitig warten die Märkte weiterhin auf konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Die Hoffnung auf einen Deal wurde in den vergangenen Tagen bereits deutlich eingepreist, weshalb die kommenden Headlines nun darüber entscheiden dürften, ob die aktuelle Risk On Stimmung weitergetragen werden kann oder ob erneut Unsicherheit in die Märkte zurückkehrt.

Auch aus dem Libanon gab es Berichte über mögliche Fortschritte hinsichtlich einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah. Insgesamt bleibt die geopolitische Lage zwar angespannt, aktuell überwiegt jedoch weiterhin die Erwartung einer diplomatischen Lösung gegenüber einer weiteren Eskalation.

Zusätzlich sorgte Nvidia über Nacht erneut für zahlreiche Schlagzeilen. Das Unternehmen stellte weitere Entwicklungen im Bereich KI, Agentic AI, Robotik, autonome Systeme, AI-Factories und neue KI-Infrastruktur vor. Besonders die Themen Humanoide Roboter, autonome Fahrzeuge sowie neue AI-PC-Plattformen zeigen weiterhin, in welche Richtung sich die nächste Wachstumsphase im Technologiesektor entwickeln könnte. Aufgrund der hohen Gewichtung von Nvidia innerhalb des Nasdaq und S&P 500 bleiben diese Entwicklungen für die Gesamtmärkte weiterhin von hoher Relevanz.

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Rede von Jerome Powell am Wochenende. Dabei handelte es sich allerdings nicht um eine klassische geldpolitische Rede. Powell betonte vor allem die Bedeutung unabhängiger Zentralbanken und warnte vor einer zunehmenden Politisierung der FED. Neue Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik oder zu möglichen Zinsschritten wurden nicht geliefert. Für die Märkte war die Rede daher weitgehend neutral und lieferte keine neuen Impulse für die Zinserwartungen.


Fundamentale Wirtschaftsdaten heute


Der Hauptfokus dieser Handelswoche liegt klar auf den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag. Besonders die Non-Farm Payrolls (NFP), die Arbeitslosenquote sowie die Average Hourly Earnings dürften entscheidend dafür sein, wie die Marktteilnehmer die weitere Zinspolitik der FED bewerten.

Bereits heute stehen jedoch wichtige Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung auf dem Programm.

Am Nachmittag werden die S&P Global Manufacturing PMI Daten veröffentlicht. Erwartet wird ein Wert von 55,3 nach zuvor 54,5 Punkten. Der Einkaufsmanagerindex misst die Aktivität innerhalb des verarbeitenden Gewerbes. Werte oberhalb von 50 Punkten signalisieren Wachstum und Expansion innerhalb des Sektors, während Werte unterhalb von 50 Punkten auf eine wirtschaftliche Abschwächung oder Kontraktion hindeuten würden. Da Einkaufsmanager oftmals sehr früh Einblicke in die Auftragslage und Unternehmensentwicklung erhalten, gelten diese Daten als wichtiger Frühindikator für die Gesamtwirtschaft.

Zusätzlich folgen die ISM Manufacturing PMI Daten. Hier werden verschiedene Komponenten wie Neuaufträge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten sowie Lagerbestände ausgewertet und zu einem Gesamtindex zusammengeführt. Stärkere Werte würden weiterhin für eine robuste US-Wirtschaft sprechen und könnten die Erwartungen an mögliche Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben. Schwächere Werte würden dagegen die Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik unterstützen.

Ebenfalls veröffentlicht werden die ISM Manufacturing Prices. Diese Daten geben Aufschluss über die Preisentwicklung innerhalb des Industriesektors und liefern wichtige Hinweise auf potenziellen Inflationsdruck. Höhere Werte könnten darauf hindeuten, dass Unternehmen weiterhin steigende Kosten tragen müssen, während niedrigere Werte für eine nachlassende Preisentwicklung sprechen würden.


Märkte & Korrelationen im Überblick


US Oil

Bei US Oil sehen wir zum Wochenstart erneut Stärke. Nach dem Close am Freitag konnte der Markt bereits rund 3 % zulegen und notiert aktuell wieder knapp oberhalb der Marke von 90 Dollar. Damit bestätigt sich zunächst das kurzfristig bullische Szenario, welches ich bereits in den vergangenen Analysen angesprochen hatte.

Entscheidend wird nun sein, ob die aktuelle Dynamik ausreicht, um die Bewegung in Richtung 95 Dollar fortzusetzen oder ob wir erneut Druck in Richtung 88 Dollar sehen. Maßgeblich bleibt dabei weiterhin die Nachrichtenlage rund um den Nahostkonflikt.

US-Staatsanleihen & DXY

Auch die US-Staatsanleihen starten mit leichten Aufschlägen in die neue Woche.
• 3-jährige Anleihen: +0,84 %
• 5-jährige Anleihen: +0,80 %
• 10-jährige Anleihen: +0,68 %
• 30-jährige Anleihen: +0,32 %

Die steigenden Renditen unterstützen weiterhin den US-Dollar. Der Dollar Index konnte zwischenzeitlich zulegen, wurde jedoch zunächst wieder abverkauft und notiert aktuell bei 98,96 Punkten nahezu auf dem Niveau vom Freitagsschluss.

Für mich bleibt entscheidend, ob sich der DXY nachhaltig über der 99er Marke stabilisieren kann. In diesem Fall wären weitere Anstiege in Richtung 99,50 denkbar. Auf der Unterseite bleibt die Zone um 98,50 relevant, sofern die Unterstützung bei 99 Punkten erneut verloren geht. Entscheidend bleibt hier aber für mich ob die Wochenkerze nach oben oder unten gebrochen wird.

VIX

Der Volatilitätsindex notiert weiterhin bei lediglich rund 15,3 Punkten und signalisiert damit nach wie vor ein sehr ruhiges Marktumfeld ohne größere Absicherungsaktivitäten institutioneller Marktteilnehmer.


Risk Assets im Überblick


Nvidia

Bei Nvidia bleibt die Zone zwischen 208 und 212 Dollar weiterhin besonders interessant. Hier wird sich zeigen, ob die Aktie nach den jüngsten Gewinnmitnahmen einen nachhaltigen Support aufbauen kann oder ob eine tiefere Korrektur in Richtung 200 Dollar folgt.

Trotz kurzfristiger Schwankungen bleibe ich aufgrund der starken Fundamentaldaten, der weiterhin beeindruckenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur sowie der zahlreichen neuen Produktankündigungen mittelfristig bullish.

Bitcoin

Bitcoin bleibt dagegen weiterhin vergleichsweise schwach. Das bullische Szenario hatte ich zuletzt an einen Daily Close oberhalb von 74.550 Dollar geknüpft. Dieser konnte nicht erreicht werden.

Aktuell notiert Bitcoin bei rund 73.000 Dollar und hat bereits das Tief vom Samstag unterschritten. Sollte nun auch die Zone um 72.000 Dollar verloren gehen, wäre aus meiner Sicht eine Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich um 70.500 Dollar denkbar.

Bullisch würde das Gesamtbild erst wieder mit einem nachhaltigen Daily Close oberhalb von 74.550 Dollar werden.

S&P 500

Die Futures auf den S&P 500 konnten bereits neue Allzeithochs markieren und notieren aktuell bei rund 7.620 Punkten.

Damit wurden sowohl die Tageshochs als auch die Wochenhochs der Vorwoche bereits überschritten. Das Momentum bleibt klar positiv. Aufgrund der aktuellen Lage würde ich jedoch bevorzugt auf Rücksetzer in relevante Unterstützungsbereiche warten, anstatt direkt auf Rekordniveau neue Positionen aufzubauen.

Nasdaq

Auch der Nasdaq setzt seine Stärke fort und markierte bereits neue Allzeithochs bei rund 30.476 Punkten.

Die erwartete Bewegung in Richtung der psychologisch wichtigen 30.500 Punkte läuft damit aktuell weiter. Gleichzeitig wurden auch hier die Wochenhochs der Vorwoche bereits überschritten. Solange das Momentum anhält, bleibt der Trend klar aufwärtsgerichtet.

Dow Jones

Der US30 notiert aktuell bei rund 51.059 Punkten.

Für mich bleibt die Marke von 51.000 Punkten kurzfristig entscheidend. Solange wir darüber handeln, bleibt das bullische Szenario aktiv. Sollte die Marke verloren gehen, wären zunächst normale Rücksetzer innerhalb der übergeordneten Aufwärtsstruktur denkbar.


DAX – Charttechnischer Ausblick

Der DAX startet ebenfalls freundlich in die neue Handelswoche und konnte bereits rund 0,35 % zulegen. Gleichzeitig wurde auf Tagesbasis jedoch zunächst nochmals das Tagestief vom Freitag unterschritten, wodurch kurzfristig weiterhin Vorsicht angebracht bleibt.

Für das bullische Szenario bleibt vor allem das Tageshoch vom Freitag bei 25.210 Punkten entscheidend. Ein Ausbruch über diese Marke könnte den Weg in Richtung 25.400 Punkte freimachen und damit einen erneuten Angriff auf die Hochs vorbereiten.

Auf der Unterseite bleibt die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten zunächst der erste relevante Support. Sollte dort Kaufinteresse aufkommen, wäre dies aus meiner Sicht ein interessanter Bereich für Long-Setups innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends.

Wird hingegen auch die Marke von 25.000 Punkten nachhaltig unterschritten, rückt das Wochentief der KW22 in den Fokus. Ein Bruch dieses Bereichs würde die Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur deutlich erhöhen.

Für den heutigen Handel bleiben daher vor allem drei Bereiche interessant:
• Breakout Long über 25.210 Punkte
• Reaktion Long im Bereich von 25.000 Punkten
• Beobachtung des Wochentiefs der KW22 als letzte wichtige Unterstützung

Übergeordnet bleibt die Marktstruktur weiterhin bullish, solange keine deutlichen Schwächesignale unterhalb der relevanten Unterstützungen entstehen und die Lage im Nahen Osten nicht erneut eskaliert.


Keine Anlageberatung. Alle Inhalte stellen ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung dar.

Wie seht ihr den DAX für diese Woche? Kommt es zu einem Deal zwischen den USA und Iran beziehungsweise zu weiteren Fortschritten im Nahostkonflikt vor den NFP-Daten am Freitag?

Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche und stabile Trades!

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