Obwohl Gold heute – beeinflusst durch die ergebnislosen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran – deutlich schwächer eröffnete, erholte sich der Markt im weiteren Verlauf einer volatilen Sitzung und schloss die entstandene Kurslücke bis zum Niveau von 4740. Aktuell zeigt der Markt Anzeichen einer erneuten Korrektur. Bei der Betrachtung der heutigen Goldentwicklung bleibt der Gesamtverlauf im Einklang mit den Erwartungen; er spiegelt die Verarbeitung aktueller Nachrichtenereignisse durch den Markt wider und entspricht den technischen Anforderungen. Zudem weist Gold im Vergleich zum US-Dollar-Index weiterhin eine stark inverse Korrelation auf.
Wir gehen davon aus, dass Gold heute weiterhin innerhalb einer schwachen, volatilen Handelsspanne notieren wird. Da die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran keine Ergebnisse lieferten, bleibt die künftige Entwicklung der Lage im Nahen Osten von Ungewissheit geprägt. Sollte sich die Situation verschlechtern oder weiter eskalieren, dürfte ein erstarkender US-Dollar Abwärtsdruck auf den Goldpreis ausüben. Was die allgemeine Risikoaversion betrifft, so raten wir dazu, deren potenziellen Einfluss auf den Goldpreis vorerst außer Acht zu lassen. Auf der Oberseite gilt es weiterhin, die Widerstandszone zwischen 4730 und 4740 im Auge zu behalten; ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau würde eine Trendwende auf technischer Ebene signalisieren. Ein solcher Schritt könnte jedoch durch plötzliche Nachrichtenereignisse ausgelöst werden, weshalb äußerste Vorsicht geboten bleibt. Auf der Unterseite liegt der Fokus weiterhin auf dem Ringen um das Niveau von 4700. Das heutige Ergebnis an der Marke von 4700 – ob diese gehalten oder aufgegeben wird – könnte Aufschluss über die kurzfristige Marktrichtung geben. Ein Schlusskurs oberhalb von 4700 würde auf eine relative Stärke des Goldpreises hindeuten und signalisieren, dass der Markt hinsichtlich der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran weiterhin optimistische Erwartungen hegt; umgekehrt würde ein Schlusskurs unterhalb von 4700 auf eine erhöhte Marktunsicherheit angesichts einer möglichen Eskalation der Situation zwischen den USA und dem Iran verweisen. Da die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des letztgenannten Szenarios derzeit relativ höher erscheint, bleiben wir subjektiv bei der Einschätzung, dass Gold in seinen Korrekturtrend zurückkehren und diesen fortsetzen wird.
Hinsichtlich der Handelsstrategie gilt: Short-Positionen, die heute früh innerhalb der Spanne von 4730–4740 eröffnet wurden, sind bereits im Bereich von 4705 geschlossen worden. Sollte der Markt erneut in die Nähe von 4730 ansteigen, sind neue Short-Positionen zu eröffnen. Setzen Sie einen manuellen Stop-Loss, falls sich der Kurs nachhaltig über der Marke von 4740 etabliert. Was die Gewinnmitnahme betrifft, so halten Sie sich weiterhin an den Plan: Bauen Sie Ihre Positionen zunächst im Bereich der Marke von 4700 schrittweise ab (realisieren Sie Teilgewinne) und streben Sie anschließend an, die verbleibenden offenen Positionen in weiteren Tranchen zu reduzieren, während der Markt die Marken von 4650, 4600 und 4550 testet. Obwohl Gold heute erste Anzeichen einer Erholung gezeigt hat, fehlen derzeit die notwendigen technischen und fundamentalen Voraussetzungen, um eine Aufwärtsbewegung nachhaltig fortzusetzen. Etwaige kurzfristige Rallys stellen lediglich vorübergehende Reaktionen auf aktuelle Nachrichtenimpulse dar und werden sich voraussichtlich nicht zu einem signifikanten Trend entwickeln; daher raten wir vorerst davon ab, Long-Positionen (Kaufpositionen) zu eröffnen.
Haftungsausschluss
Die Informationen und Veröffentlichungen sind nicht als Finanz-, Anlage-, Handels- oder andere Arten von Ratschlägen oder Empfehlungen gedacht, die von TradingView bereitgestellt oder gebilligt werden, und stellen diese nicht dar. Lesen Sie mehr in den Nutzungsbedingungen.
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