Zwei Tage lang hat 7797,00 auf den Tick gehalten. Am dritten Tag ist
die Marke gefallen – und der Kurs lief bis 7838,50.
Genau das hatte ich im Plan als das wahrscheinlichere Verhalten
beschrieben. Nicht als Prognose, sondern als Mechanik.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7778,25.
Nach oben: Bruch über 7780,50, aber mit dem Zusatz, dass das der
kleine Auslöser ist und der eigentliche Test bei 7797,00 liegt.
Wörtlich: "Erst zwei Schlusskurse über 7797,00 wären für mich ein
echter Ausbruch. Dahinter liegt bis 7820,25 nichts."
Und dazu der Satz, um den es heute geht: "Ein Level wird durch
Halten nicht stärker. Bei jedem Test werden Aufträge ausgeführt, und
was übrig bleibt, wird weniger. Der dritte Anlauf ist also nicht der
sicherste, sondern der unsicherste."
Nach unten: Bruch unter 7764,25.
Was passiert ist
Der Kurs fiel zunächst zurück. Das Tagestief lag bei 7764,25 – also
exakt auf meiner Abwärtsschwelle. Berührt, nicht gebrochen. Zum
dritten Mal in dieser Reihe hat ein Level auf den Punkt gehalten,
ohne dass zwei Schlusskurse darunter zustande kamen.
Dann kam um 14:30 die Erzeugerpreis-Zahl, und danach lief es.
Über 7780,50. Über 7797,00. Und dann genau durch den leeren Bereich,
den ich beschrieben hatte: kein Halt bis 7820,25, und darüber
weiter bis 7838,50.
Vom eigentlichen Auslöser bei 7797,00 bis zum Tageshoch sind das
41,5 Punkte oder 207,50 Dollar je Kontrakt. Vom kleinen Auslöser bei
7780,50 aus 58 Punkte.
Tagesspanne: 74,25 Punkte.
Die Mechanik hat funktioniert
Dienstag: Tageshoch 7797,00.
Mittwoch: Tageshoch 7797,00.
Donnerstag: durchgebrochen, 41,5 Punkte weiter.
Das ist genau das Muster, das ich vor einer Woche nach dem Bruch
einer anderen Zone hier aufgeschrieben hatte. An einem Level liegen
Aufträge. Beim ersten Test werden welche ausgeführt, beim zweiten
weitere. Irgendwann ist nichts mehr da, was hält.
Wichtig ist, was das nicht heisst: Es heisst nicht, dass man beim
dritten Test einfach kaufen soll. Der Bruch kam erst mit einer
Nachricht als Auslöser, und ohne die hätte er vielleicht wieder
gehalten.
Es heisst nur: Das Vertrauen in ein Level sollte mit jedem
erfolgreichen Test kleiner werden, nicht grösser. Genau umgekehrt,
als es sich anfühlt.
Was den Markt bewegt hat
Die Erzeugerpreise für Juli lagen im Monatsvergleich unverändert –
erwartet worden war ein Plus von 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich
fiel die Rate von 5,5 auf 4,7 Prozent, die Kernrate von 4,7 auf
3,7 Prozent.
Zusammen mit den zahmen Verbraucherpreisen vom Mittwoch waren das
zwei entlastende Zahlen in zwei Tagen. Die Wahrscheinlichkeit für
eine Zinserhöhung im September fiel laut CME FedWatch auf rund
32 Prozent.
Dazu fiel der Ölpreis deutlich: Brent über 2 Prozent auf 87,07
Dollar, US-Rohöl auf 81,25.
Der S&P 500 schloss auf einem Rekord bei 7.798,99 und überschritt
zum ersten Mal überhaupt die Marke von 7.800.
Und die ehrlichste Einordnung des Tages stammt von Glen Smith von
GDS Wealth Management: Die Erzeugerpreise allein änderten an der
Rechnung der Notenbank nichts. Entscheidend sei eine Lösung im Nahen
Osten oder Pipelines, die die Strasse von Hormus umgehen – und
darauf habe die Notenbank keinen Einfluss.
Zwei Beobachtungen fürs Protokoll
Erstens: Zum achten Mal in Folge fiel die entscheidende Bewegung in
das Fenster um die US-Eröffnung. Das ist inzwischen das mit Abstand
verlässlichste Muster dieser Reihe.
Zweitens: Das Tagestief lag exakt auf meiner Abwärtsschwelle von
7764,25 und ist nicht gebrochen worden. In den letzten drei Wochen
war das dreimal so – am 3. August 0,75 Punkte, am 4. August ein
Punkt, gestern null. Jedes Mal hätte ein Einstieg auf die Berührung
hin ins Gegenteil geführt.
Die Regel "zwei Schlusskurse, nicht die Berührung" hat inzwischen
öfter Geld gespart als alles andere in diesem Plan.
Dumme Sprüche für Gescheite
Ein Level, das dreimal hält, ist kein Bollwerk. Es ist ein Vorrat,
der aufgebraucht wird.
Beim ersten Mal denkst du "interessant". Beim zweiten "verlässlich".
Beim dritten "sicher". Und genau dann geht es kaputt – nicht weil
der Markt gemein ist, sondern weil du der Letzte warst, der es
gemerkt hat.
die Marke gefallen – und der Kurs lief bis 7838,50.
Genau das hatte ich im Plan als das wahrscheinlichere Verhalten
beschrieben. Nicht als Prognose, sondern als Mechanik.
Was ich geschrieben hatte
Kurs bei 7778,25.
Nach oben: Bruch über 7780,50, aber mit dem Zusatz, dass das der
kleine Auslöser ist und der eigentliche Test bei 7797,00 liegt.
Wörtlich: "Erst zwei Schlusskurse über 7797,00 wären für mich ein
echter Ausbruch. Dahinter liegt bis 7820,25 nichts."
Und dazu der Satz, um den es heute geht: "Ein Level wird durch
Halten nicht stärker. Bei jedem Test werden Aufträge ausgeführt, und
was übrig bleibt, wird weniger. Der dritte Anlauf ist also nicht der
sicherste, sondern der unsicherste."
Nach unten: Bruch unter 7764,25.
Was passiert ist
Der Kurs fiel zunächst zurück. Das Tagestief lag bei 7764,25 – also
exakt auf meiner Abwärtsschwelle. Berührt, nicht gebrochen. Zum
dritten Mal in dieser Reihe hat ein Level auf den Punkt gehalten,
ohne dass zwei Schlusskurse darunter zustande kamen.
Dann kam um 14:30 die Erzeugerpreis-Zahl, und danach lief es.
Über 7780,50. Über 7797,00. Und dann genau durch den leeren Bereich,
den ich beschrieben hatte: kein Halt bis 7820,25, und darüber
weiter bis 7838,50.
Vom eigentlichen Auslöser bei 7797,00 bis zum Tageshoch sind das
41,5 Punkte oder 207,50 Dollar je Kontrakt. Vom kleinen Auslöser bei
7780,50 aus 58 Punkte.
Tagesspanne: 74,25 Punkte.
Die Mechanik hat funktioniert
Dienstag: Tageshoch 7797,00.
Mittwoch: Tageshoch 7797,00.
Donnerstag: durchgebrochen, 41,5 Punkte weiter.
Das ist genau das Muster, das ich vor einer Woche nach dem Bruch
einer anderen Zone hier aufgeschrieben hatte. An einem Level liegen
Aufträge. Beim ersten Test werden welche ausgeführt, beim zweiten
weitere. Irgendwann ist nichts mehr da, was hält.
Wichtig ist, was das nicht heisst: Es heisst nicht, dass man beim
dritten Test einfach kaufen soll. Der Bruch kam erst mit einer
Nachricht als Auslöser, und ohne die hätte er vielleicht wieder
gehalten.
Es heisst nur: Das Vertrauen in ein Level sollte mit jedem
erfolgreichen Test kleiner werden, nicht grösser. Genau umgekehrt,
als es sich anfühlt.
Was den Markt bewegt hat
Die Erzeugerpreise für Juli lagen im Monatsvergleich unverändert –
erwartet worden war ein Plus von 0,2 Prozent. Im Jahresvergleich
fiel die Rate von 5,5 auf 4,7 Prozent, die Kernrate von 4,7 auf
3,7 Prozent.
Zusammen mit den zahmen Verbraucherpreisen vom Mittwoch waren das
zwei entlastende Zahlen in zwei Tagen. Die Wahrscheinlichkeit für
eine Zinserhöhung im September fiel laut CME FedWatch auf rund
32 Prozent.
Dazu fiel der Ölpreis deutlich: Brent über 2 Prozent auf 87,07
Dollar, US-Rohöl auf 81,25.
Der S&P 500 schloss auf einem Rekord bei 7.798,99 und überschritt
zum ersten Mal überhaupt die Marke von 7.800.
Und die ehrlichste Einordnung des Tages stammt von Glen Smith von
GDS Wealth Management: Die Erzeugerpreise allein änderten an der
Rechnung der Notenbank nichts. Entscheidend sei eine Lösung im Nahen
Osten oder Pipelines, die die Strasse von Hormus umgehen – und
darauf habe die Notenbank keinen Einfluss.
Zwei Beobachtungen fürs Protokoll
Erstens: Zum achten Mal in Folge fiel die entscheidende Bewegung in
das Fenster um die US-Eröffnung. Das ist inzwischen das mit Abstand
verlässlichste Muster dieser Reihe.
Zweitens: Das Tagestief lag exakt auf meiner Abwärtsschwelle von
7764,25 und ist nicht gebrochen worden. In den letzten drei Wochen
war das dreimal so – am 3. August 0,75 Punkte, am 4. August ein
Punkt, gestern null. Jedes Mal hätte ein Einstieg auf die Berührung
hin ins Gegenteil geführt.
Die Regel "zwei Schlusskurse, nicht die Berührung" hat inzwischen
öfter Geld gespart als alles andere in diesem Plan.
Dumme Sprüche für Gescheite
Ein Level, das dreimal hält, ist kein Bollwerk. Es ist ein Vorrat,
der aufgebraucht wird.
Beim ersten Mal denkst du "interessant". Beim zweiten "verlässlich".
Beim dritten "sicher". Und genau dann geht es kaputt – nicht weil
der Markt gemein ist, sondern weil du der Letzte warst, der es
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Verbundene Veröffentlichungen
Haftungsausschluss
Die Informationen und Veröffentlichungen sind nicht als Finanz-, Anlage-, Handels- oder andere Arten von Ratschlägen oder Empfehlungen gedacht, die von TradingView bereitgestellt oder gebilligt werden, und stellen diese nicht dar. Lesen Sie mehr in den Nutzungsbedingungen.
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