MICRON: Kann die Aktie noch weiter steigen?

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Mehr als 1000 % Kursanstieg für die MICRON-Aktie seit dem Tiefpunkt im März 2025, als Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und ihren wichtigsten Handelspartnern erzielt wurden.

Seit diesem Markttief hat der US-Technologiesektor einen klar strukturierten Aufwärtstrend aufgebaut, der sich nach kleineren Korrekturen immer wieder fortsetzt. Selbst Geopolitik, steigende Ölpreise und höhere Zinsen konnten diesen langfristigen Aufwärtstrend, der auf der Revolution der künstlichen Intelligenz basiert, nicht brechen.

Innerhalb des Technologiesektors zeigt insbesondere das Halbleitersegment die stärkste Performance, vor allem Unternehmen im Bereich KI-Speicher wie Micron, SK Hynix und Samsung.

Micron ist Teil des S&P 500 und die Aktie ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Befindet sich die Aktie in einer Spekulationsblase? Ist sie inzwischen zu teuer?

Zur Beantwortung dieser Frage werden drei Bewertungskennzahlen analysiert:

• Forward P/E
• Klassisches KGV
• Price-to-Sales


Hier die Analyse:

Die folgende Grafik zeigt die wöchentlichen Candlesticks von MICRON sowie mehrere Bewertungskennzahlen: Forward P/E, KGV und Price-to-Sales.
Snapshot

Der erste wichtige Punkt betrifft das Forward-KGV. Trotz des starken Kursanstiegs wird Micron weiterhin mit einem niedrigeren Multiplikator bewertet als viele andere Halbleiterunternehmen. Der Markt erwartet daher ein sehr starkes Gewinnwachstum in den kommenden Quartalen, getrieben durch die enorme Nachfrage nach HBM-Speicher für KI-Infrastruktur. Mit einem Forward-KGV von etwa 7 laut Grafik liegt Micron unter dem Branchendurchschnitt – ungewöhnlich nach einem so starken Anstieg.

Das klassische KGV zeigt jedoch ein anderes Bild. Es ist stark gestiegen und liegt inzwischen über 40. Das bedeutet, dass der Markt bereits sehr hohe Preise für aktuelle Gewinne bezahlt. Anleger bewerten also vor allem zukünftige Gewinne. Dies ist in einem starken Technologiezyklus nicht zwingend irrational, erhöht jedoch das Korrekturrisiko bei nachlassendem Wachstum.

Die folgende Tabelle zeigt die Forward-KGVs der Halbleiterunternehmen im S&P 500. Nach diesem Kriterium ist MICRON weiterhin günstig bewertet.
Snapshot

Der dritte Indikator, Price-to-Sales, zeigt ebenfalls Spannung. Das Verhältnis liegt deutlich über den historischen Niveaus und zeigt eine starke Ausweitung der Bewertung im Verhältnis zum Umsatz. Solche Konstellationen treten typischerweise auf, wenn Investoren einen neuen strukturellen Superzyklus erwarten.

Insgesamt befindet sich Micron nicht in einer klassischen Spekulationsblase wie in früheren Marktübertreibungen. Der Anstieg wird weiterhin durch sehr starke Fundamentaldaten im Bereich künstliche Intelligenz gestützt. Dennoch wird die Aktie zunehmend anfällig für Enttäuschungen bei Wachstum, Margen oder der globalen Nachfrage nach KI-Speicher. Der langfristige Trend bleibt bullish, aber die Volatilität dürfte zunehmen.






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