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Bildet sich aktuell eine überschießende B-Welle im Superzyklus?

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Nasdaq: Bildet sich aktuell eine überschießende B-Welle im Superzyklus?

In dieser Analyse stellen wir die Hypothese auf, dass sich der Nasdaq derzeit in einer überschießenden B-Welle seines Superzyklus befinden könnte.

Die Kursbewegung seit dem Tief 2023 weist aus unserer Sicht mehrere Fraktalverschachtelungen innerhalb der Wellenstruktur auf. Auffällig ist dabei, dass sich die Bewegung nicht sauber impulsiv zählen lässt. Auch auf den untergeordneten Zeitebenen halten sich die einzelnen Wellen nicht an die typischen Fibonacci-Projektionen, die wir bei einem intakten Impuls erwarten würden. Stattdessen reagiert der Markt überwiegend an Fibonacci-Retracements – ein Verhalten, das eher für eine komplexe Korrektur als für einen neuen übergeordneten Aufwärtstrend spricht.

Aus unserer Sicht befindet sich der Markt daher möglicherweise bereits seit dem Hoch 2021 beziehungsweise spätestens seit 2022 in einer übergeordneten Korrektur, die bislang lediglich von einer außergewöhnlich starken Euphorie begleitet wird. Diese Analyse stellt zunächst eine Arbeitshypothese dar. Sollte sie sich bestätigen, könnte die aktuelle Entwicklung den Abschluss einer überschießenden B-Welle markieren und in eine sehr starke Abwärtsbewegung übergehen – vergleichbar mit einem möglichen "Dotcom-Crash 2.0".

Ein Blick auf den Nasdaq im logarithmischen Wochenchart unterstützt diese Überlegung. Bis zum Hoch 2021 lässt sich der gesamte Anstieg aus unserer Sicht sauber fünfteilig zählen. Gleichzeitig wurden die relevanten Fibonacci-Marken nahezu lehrbuchmäßig abgearbeitet. Insbesondere endeten die vierten Wellen mehrfach im Bereich des 78,6-%-Retracements, und auch die untergeordneten Zyklen zeigten ein konsistentes Fibonacci-Verhalten.

Seit dem Hoch 2021 hat sich dieses Bild jedoch verändert. Der Markt reagierte zunächst am 38,2-%-Retracement der gesamten Aufwärtsbewegung – einem Bereich, an dem häufig A-Wellen enden. Anschließend wurde die Wellenstruktur zunehmend fraktaler und deutlich schwieriger impulsiv zu zählen. Gleichzeitig verlor die Kursentwicklung ihre zuvor sehr saubere Fibonacci-Symmetrie.

Ein ähnliches Muster konnten wir bereits bei Gold beobachten. Dort ließ sich der langfristige Anstieg bis zum historischen Hoch ebenfalls klar impulsiv zählen. Nach der Reaktion am 38,2-%-Retracement wurde die Marktstruktur zunehmend komplexer und uneindeutiger. Schließlich erreichte der Kurs den Bereich des 61,8-%-Retracements, bevor eine deutliche Abwärtsbewegung folgte. Rückblickend bestätigte sich dort die Annahme einer überschießenden B-Welle.

Genau diese Parallelen erkennen wir derzeit auch im Nasdaq. Deshalb schätzen wir die Wahrscheinlichkeit, dass es sich tatsächlich um eine überschießende B-Welle handelt, aktuell auf etwa 60 bis 70 %.

Was sich innerhalb einer überschießenden B-Welle allerdings nur schwer prognostizieren lässt, ist das exakte Hoch. Solche Bewegungen können weit über die Erwartungen hinauslaufen. Ein weiterer Anstieg – beispielsweise in Richtung 40.000 Punkte – wäre daher aus unserer Sicht durchaus möglich, bevor die eigentliche Korrektur beginnt.

Unabhängig vom genauen Endpunkt der aktuellen Aufwärtsbewegung halten wir die Wahrscheinlichkeit für erhöht, dass dem Markt in den kommenden Jahren eine deutlich größere Korrektur bevorstehen könnte.Snapshot

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