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Bevorstehendes Ende des statistischen Schwarzes Lochs in den USA

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Der lange Shutdown der US-Bundesregierung hat außergewöhnliche Auswirkungen auf die Veröffentlichung einiger der wichtigsten Wirtschaftsstatistiken des Landes gehabt. Indikatoren wie der Arbeitsmarktbericht (NFP), die PCE-Inflation oder der CPI bilden das Rückgrat der Geldpolitik der Federal Reserve und beeinflussen die Volatilität der Finanzmärkte erheblich. Ihre Verzögerung schafft daher ein echtes statistisches „Schwarzes Loch“.

Warum sind diese Indikatoren verspätet?

Betroffen sind zwei Bundesbehörden:
• das Bureau of Labor Statistics (BLS), zuständig u.a. für NFP und CPI;
• das Bureau of Economic Analysis (BEA), das die PCE-Inflation sowie Daten zu Einkommen und Ausgaben der Haushalte veröffentlicht.

Während des Shutdowns mussten diese Behörden die Datenerhebung, -verarbeitung und -validierung aussetzen. Anders als eine einfache administrative Pause stört dies komplexe statistische Abläufe, die auf Unternehmens- und Haushaltsbefragungen beruhen. Einige Daten können aufgrund strenger Fristen nicht sofort nachgeholt werden, was erklärt, warum bestimmte Reihen unvollständig, verspätet revidiert oder sogar gestrichen werden können.
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Der Fall der Non-Farm Payrolls (NFP)

Der NFP-Bericht für Oktober, der normalerweise Anfang November veröffentlicht wird, wurde vollständig blockiert. Hinweise des BLS deuten darauf hin, dass dieser Bericht teilweise oder vollständig beeinträchtigt sein könnte, insbesondere die Haushaltsumfrage, die schwieriger zu rekonstruieren ist.

Der Bericht für September, ebenfalls verspätet, hat nun jedoch ein klares Veröffentlichungsdatum: Donnerstag, 20. November 2025.

Für den Oktoberbericht gibt es weiterhin kein offizielles Datum. Die wahrscheinlichsten Schätzungen gehen von einer Veröffentlichung Ende November oder Anfang Dezember aus, sofern die Datenqualität ausreichend ist.

Der Fall der PCE-Inflation

Auch die PCE-Inflation für Oktober, ursprünglich für den 31. Oktober vorgesehen, wurde gestoppt. Das BEA kündigte eine Überarbeitung seines gesamten Kalenders an, ohne unmittelbare Ersatztermine zu nennen.

Ökonomen rechnen derzeit mit einer Veröffentlichung um den 26. November 2025, möglicherweise in teilweise „imputierter“ Form (mit statistischen Schätzungen für fehlende Daten).
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Folgen für die Märkte

Das Fehlen dieser Schlüsselindikatoren zwingt Investoren und die Fed, quasi im Blindflug zu agieren. Die Volatilität könnte hoch bleiben, bis die vollständigen oder teilweisen Daten vorliegen. Eine Rückkehr zu einem normalen Kalender wird ab Dezember erwartet.






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