Hallo Trader,
beginnen wir mit den fundamentalen Daten...
📊 Fundamentaler Ausblick KW32 (03.08. – 07.08.2026)
Nach der richtungsweisenden FED-Sitzung🇺🇸 in der vergangenen Woche steht KW32 ganz im Zeichen der Frage, ob die kommenden Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten den restriktiveren Kurs der US-Notenbank bestätigen. Die FED ließ den Leitzins erwartungsgemäß unverändert in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Bemerkenswert war jedoch, dass drei Mitglieder für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte stimmten. Gleichzeitig betonte der neue FED-Vorsitzende Kevin Warsh, dass die Inflation weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel liege und die Notenbank entschlossen sei, Preisstabilität wiederherzustellen.
Die Botschaft der FED fiel damit insgesamt eher restriktiv aus. Zwar wurde der Leitzins nicht angehoben, doch Warsh vermied konkrete Hinweise auf baldige Zinssenkungen. Er verwies auf das solide Wirtschaftswachstum, den stabilen Arbeitsmarkt und die anhaltend erhöhte Inflation. Zudem machte er deutlich, dass die FED künftig weniger klassische Forward Guidance geben und die Märkte stärker auf die tatsächlich veröffentlichten Wirtschaftsdaten reagieren lassen möchte. Für Aktien bedeutet das: Gute Konjunkturdaten können grundsätzlich die Gewinnerwartungen stützen, gleichzeitig aber die Aussicht auf länger hohe oder sogar erneut steigende Zinsen verstärken.
Zum Wochenstart richtet sich der Blick zunächst auf die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes aus Deutschland 🇩🇪und den USA🇺🇸. Der amerikanische ISM-Index wird besonders aufmerksam verfolgt, da er Hinweise auf Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung und Preisdruck liefert. Ein deutlich stärkerer Wert würde die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft bestätigen, könnte aber zugleich die Zinssorgen weiter anheizen. Schwächere Daten würden dagegen neue Konjunktursorgen auslösen und möglicherweise die Erwartungen an spätere Zinssenkungen beleben. Der ISM veröffentlicht den Industrieindex regulär am ersten und den Dienstleistungsindex am dritten Geschäftstag des Monats.
Am Dienstag folgen die JOLTS-Stellenangebote🇺🇸. Sie zeigen, wie hoch die Nachfrage der US-Unternehmen nach Arbeitskräften weiterhin ist. Eine hohe Zahl offener Stellen würde auf einen angespannten Arbeitsmarkt und möglichen Lohndruck hindeuten. Ein deutlicher Rückgang könnte dagegen signalisieren, dass sich die Wirtschaft langsam abkühlt.
Der Mittwoch liefert anschließend einen umfangreichen Datenblock. Neben dem deutschen Dienstleistungs-PMI stehen in den USA🇺🇸 der ADP-Beschäftigungsbericht sowie die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor auf dem Kalender. Da der Dienstleistungsbereich den größten Teil der US-Wirtschaft ausmacht, dürfte insbesondere der ISM Services Index eine hohe Marktrelevanz besitzen. Robuste Werte könnten den US-Dollar und die Anleiherenditen unterstützen, während zinssensitive Technologie- und Wachstumswerte dadurch erneut unter Druck geraten könnten.
Der klare Höhepunkt der Woche folgt am Freitag mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht🇺🇸. Erwartet werden laut Kalender lediglich rund 57.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft, eine Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent und ein monatlicher Lohnanstieg von 0,3 Prozent. Das Bureau of Labor Statistics bestätigt den 7. August als offiziellen Veröffentlichungstermin für den Arbeitsmarktbericht für Juli.
Gerade nach dem restriktiven FED-Entscheid besitzt der Arbeitsmarktbericht besondere Bedeutung. Fallen die Beschäftigungszahlen stärker aus als erwartet und bleiben die Löhne erhöht, könnte der Markt eine Zinserhöhung bei einer der kommenden Sitzungen stärker einpreisen. Das wäre tendenziell positiv für den US-Dollar und die Anleiherenditen, könnte aber den Nasdaq, Gold und andere zinssensitive Märkte belasten.
Ein sehr schwacher Arbeitsmarktbericht würde dagegen zunächst die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik erhöhen. Gleichzeitig besteht jedoch das Risiko, dass die Märkte die Daten nicht als positives Zinssignal, sondern als Warnzeichen für eine stärkere wirtschaftliche Abkühlung interpretieren. Die Reaktion dürfte daher stark davon abhängen, ob sich der Arbeitsmarkt lediglich normalisiert oder bereits deutliche Rezessionssignale zeigt.
Die wichtigsten Termine der Woche:
🔹 Montag, 08:00 Uhr: Deutsche Einzelhandelsumsätze 🇩🇪
🔹 Montag, 09:55 Uhr: Einkaufsmanagerindex Industrie Deutschland 🇩🇪
🔹 Montag, 15:45 Uhr: US Industrie-PMI 🇺🇸
🔹 Montag, 16:00 Uhr: ISM Einkaufsmanagerindex Industrie 🇺🇸
🔹 Dienstag, 16:00 Uhr: JOLTS-Stellenangebote 🇺🇸
🔹 Mittwoch, 09:55 Uhr: Deutscher Dienstleistungs-PMI 🇩🇪
🔹 Mittwoch, 14:15 Uhr: ADP-Beschäftigungsbericht 🇺🇸
🔹 Mittwoch, 15:45 Uhr: US Dienstleistungs-PMI 🇺🇸
🔹 Mittwoch, 16:00 Uhr: ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen 🇺🇸
🔹 Donnerstag, 14:30 Uhr: US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe 🇺🇸
🔹 Freitag, 14:30 Uhr: US-Arbeitsmarktbericht, Arbeitslosenquote und Stundenlöhne ⭐️ 🇺🇸
Fazit:
KW32 wird zeigen, ob die Wirtschaftsdaten die vorsichtige, aber klar inflationsorientierte Haltung der FED bestätigen. Die Notenbank hat die Zinsen zwar unverändert gelassen, mit drei Stimmen für eine Erhöhung und der deutlichen Betonung des Zwei-Prozent-Ziels bleibt der geldpolitische Druck jedoch hoch. Besonders der Dienstleistungssektor und der Arbeitsmarktbericht am Freitag könnten die Erwartungen an den nächsten Zinsschritt stark verändern. Für Trader dürfte vor allem zwischen Mittwoch und Freitag mit erhöhter Volatilität bei US-Dollar, Anleiherenditen, Nasdaq, Gold und den großen Aktienindizes zu rechnen sein.
__________________________
Chart SP500🇺🇸
Der Markt ist nach dem FED Entscheid fast unmittelbar bis zum Support gelaufen. Dort gab es dann (ggf. u.a. durch starke Unternehmenszahlen im KI Bereich) den Turnarround. Gestern haben wir nun einen Strukturbruch im Stundenchart auf Long gesehen. DIe abwärts gerichtete H1 Trendlinie wurde gebrochen. Dazu wurde ein neues Hoch ausgebildet bzw. das vorherige H1 Tief gebrochen.
Chart H1:
Das öffnet nun defintiv die Tür für einen "Angriff" aufs ATH in der kommenden Woche.
Widerstände
- ATH bei 7600 Punkte
Unterstützungen:
- Tief bei 7240 Punkte
- Zone ums ATH bei ca 7000 Punkten
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
beginnen wir mit den fundamentalen Daten...
📊 Fundamentaler Ausblick KW32 (03.08. – 07.08.2026)
Nach der richtungsweisenden FED-Sitzung🇺🇸 in der vergangenen Woche steht KW32 ganz im Zeichen der Frage, ob die kommenden Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten den restriktiveren Kurs der US-Notenbank bestätigen. Die FED ließ den Leitzins erwartungsgemäß unverändert in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Bemerkenswert war jedoch, dass drei Mitglieder für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte stimmten. Gleichzeitig betonte der neue FED-Vorsitzende Kevin Warsh, dass die Inflation weiterhin über dem Zwei-Prozent-Ziel liege und die Notenbank entschlossen sei, Preisstabilität wiederherzustellen.
Die Botschaft der FED fiel damit insgesamt eher restriktiv aus. Zwar wurde der Leitzins nicht angehoben, doch Warsh vermied konkrete Hinweise auf baldige Zinssenkungen. Er verwies auf das solide Wirtschaftswachstum, den stabilen Arbeitsmarkt und die anhaltend erhöhte Inflation. Zudem machte er deutlich, dass die FED künftig weniger klassische Forward Guidance geben und die Märkte stärker auf die tatsächlich veröffentlichten Wirtschaftsdaten reagieren lassen möchte. Für Aktien bedeutet das: Gute Konjunkturdaten können grundsätzlich die Gewinnerwartungen stützen, gleichzeitig aber die Aussicht auf länger hohe oder sogar erneut steigende Zinsen verstärken.
Zum Wochenstart richtet sich der Blick zunächst auf die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes aus Deutschland 🇩🇪und den USA🇺🇸. Der amerikanische ISM-Index wird besonders aufmerksam verfolgt, da er Hinweise auf Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung und Preisdruck liefert. Ein deutlich stärkerer Wert würde die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft bestätigen, könnte aber zugleich die Zinssorgen weiter anheizen. Schwächere Daten würden dagegen neue Konjunktursorgen auslösen und möglicherweise die Erwartungen an spätere Zinssenkungen beleben. Der ISM veröffentlicht den Industrieindex regulär am ersten und den Dienstleistungsindex am dritten Geschäftstag des Monats.
Am Dienstag folgen die JOLTS-Stellenangebote🇺🇸. Sie zeigen, wie hoch die Nachfrage der US-Unternehmen nach Arbeitskräften weiterhin ist. Eine hohe Zahl offener Stellen würde auf einen angespannten Arbeitsmarkt und möglichen Lohndruck hindeuten. Ein deutlicher Rückgang könnte dagegen signalisieren, dass sich die Wirtschaft langsam abkühlt.
Der Mittwoch liefert anschließend einen umfangreichen Datenblock. Neben dem deutschen Dienstleistungs-PMI stehen in den USA🇺🇸 der ADP-Beschäftigungsbericht sowie die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor auf dem Kalender. Da der Dienstleistungsbereich den größten Teil der US-Wirtschaft ausmacht, dürfte insbesondere der ISM Services Index eine hohe Marktrelevanz besitzen. Robuste Werte könnten den US-Dollar und die Anleiherenditen unterstützen, während zinssensitive Technologie- und Wachstumswerte dadurch erneut unter Druck geraten könnten.
Der klare Höhepunkt der Woche folgt am Freitag mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht🇺🇸. Erwartet werden laut Kalender lediglich rund 57.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft, eine Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent und ein monatlicher Lohnanstieg von 0,3 Prozent. Das Bureau of Labor Statistics bestätigt den 7. August als offiziellen Veröffentlichungstermin für den Arbeitsmarktbericht für Juli.
Gerade nach dem restriktiven FED-Entscheid besitzt der Arbeitsmarktbericht besondere Bedeutung. Fallen die Beschäftigungszahlen stärker aus als erwartet und bleiben die Löhne erhöht, könnte der Markt eine Zinserhöhung bei einer der kommenden Sitzungen stärker einpreisen. Das wäre tendenziell positiv für den US-Dollar und die Anleiherenditen, könnte aber den Nasdaq, Gold und andere zinssensitive Märkte belasten.
Ein sehr schwacher Arbeitsmarktbericht würde dagegen zunächst die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik erhöhen. Gleichzeitig besteht jedoch das Risiko, dass die Märkte die Daten nicht als positives Zinssignal, sondern als Warnzeichen für eine stärkere wirtschaftliche Abkühlung interpretieren. Die Reaktion dürfte daher stark davon abhängen, ob sich der Arbeitsmarkt lediglich normalisiert oder bereits deutliche Rezessionssignale zeigt.
Die wichtigsten Termine der Woche:
🔹 Montag, 08:00 Uhr: Deutsche Einzelhandelsumsätze 🇩🇪
🔹 Montag, 09:55 Uhr: Einkaufsmanagerindex Industrie Deutschland 🇩🇪
🔹 Montag, 15:45 Uhr: US Industrie-PMI 🇺🇸
🔹 Montag, 16:00 Uhr: ISM Einkaufsmanagerindex Industrie 🇺🇸
🔹 Dienstag, 16:00 Uhr: JOLTS-Stellenangebote 🇺🇸
🔹 Mittwoch, 09:55 Uhr: Deutscher Dienstleistungs-PMI 🇩🇪
🔹 Mittwoch, 14:15 Uhr: ADP-Beschäftigungsbericht 🇺🇸
🔹 Mittwoch, 15:45 Uhr: US Dienstleistungs-PMI 🇺🇸
🔹 Mittwoch, 16:00 Uhr: ISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen 🇺🇸
🔹 Donnerstag, 14:30 Uhr: US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe 🇺🇸
🔹 Freitag, 14:30 Uhr: US-Arbeitsmarktbericht, Arbeitslosenquote und Stundenlöhne ⭐️ 🇺🇸
Fazit:
KW32 wird zeigen, ob die Wirtschaftsdaten die vorsichtige, aber klar inflationsorientierte Haltung der FED bestätigen. Die Notenbank hat die Zinsen zwar unverändert gelassen, mit drei Stimmen für eine Erhöhung und der deutlichen Betonung des Zwei-Prozent-Ziels bleibt der geldpolitische Druck jedoch hoch. Besonders der Dienstleistungssektor und der Arbeitsmarktbericht am Freitag könnten die Erwartungen an den nächsten Zinsschritt stark verändern. Für Trader dürfte vor allem zwischen Mittwoch und Freitag mit erhöhter Volatilität bei US-Dollar, Anleiherenditen, Nasdaq, Gold und den großen Aktienindizes zu rechnen sein.
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Chart SP500🇺🇸
Der Markt ist nach dem FED Entscheid fast unmittelbar bis zum Support gelaufen. Dort gab es dann (ggf. u.a. durch starke Unternehmenszahlen im KI Bereich) den Turnarround. Gestern haben wir nun einen Strukturbruch im Stundenchart auf Long gesehen. DIe abwärts gerichtete H1 Trendlinie wurde gebrochen. Dazu wurde ein neues Hoch ausgebildet bzw. das vorherige H1 Tief gebrochen.
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Das öffnet nun defintiv die Tür für einen "Angriff" aufs ATH in der kommenden Woche.
Widerstände
- ATH bei 7600 Punkte
Unterstützungen:
- Tief bei 7240 Punkte
- Zone ums ATH bei ca 7000 Punkten
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
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