S&P 500 Index

US-Aktien im Fokus, da sich die Dynamik verschiebt

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Nach einem robusten Sommer zeigen US-Aktien nun erste Anzeichen von Gegenwind. Der Rückgang am Freitag war mehr als nur eine Reaktion auf Schlagzeilen – er könnte der erste Hinweis auf einen tiefergehenden Stimmungsumschwung sein.

CFDs/Spread Bets sind komplexe Finanzinstrumente und bergen aufgrund des Hebels ein erhebliches Risiko eines schnellen Geldverlusts. 82.78% der Privatanlegerkonten verlieren Geld, wenn sie mit diesem Anbieter CFDs handeln. Bitte prüfen Sie, ob Sie verstehen, wie CFDs/Spread Bets funktionieren, und ob Sie sich das hohe Risiko eines Geldverlusts leisten können. Bitte beachten Sie, dass Spread Bets nur für Einwohner des Vereinigten Königreichs verfügbar sind.

Arbeitsmarktdaten enttäuschen, während sich die Zollspannungen verschärfen

Der US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag kam einem Schock gleich. Im Juli wurden lediglich 73.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen – weit unter den erwarteten 110.000. Der eigentliche Schlag kam jedoch durch die Korrekturen: Die Zahl für Juni wurde von 147.000 auf nur noch 14.000 reduziert, und auch der Mai wurde um weitere 125.000 Stellen nach unten revidiert.
Insgesamt bedeutet das über eine Viertelmillion weniger Arbeitsplätze als zuvor gemeldet. Der schwächere Arbeitsmarkt hat die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September auf 66 % steigen lassen, da Händler mit einer vorsichtigeren Reaktion der Fed rechnen.
Als wäre das nicht genug, befeuerte Präsident Trump die Lage zusätzlich mit der Ankündigung neuer Zollanhebungen. Einfuhren aus Kanada unterliegen nun einem Zollsatz von 35 %, gegenüber zuvor 25 %, während Waren, die über Drittländer umgeleitet werden, mit 40 % besteuert werden. Diese Maßnahmen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die globale Wirtschaft bereits unter Druck steht – und Investoren reagierten prompt mit Kapitalabzug. Besonders Technologiewerte und Finanzaktien wurden hart getroffen, darunter Amazon und JPMorgan.

Kurzfristige Dynamik bricht ein

Die Kursentwicklung der vergangenen Woche markiert einen deutlichen Stimmungsumschwung. Der S&P 500 versuchte am Donnerstag, neue Höchststände zu erreichen, wurde jedoch bei höherem Handelsvolumen durch Verkäufe zurückgedrängt – ein bärisches „Engulfing“-Kerzenmuster bildete sich. Am Freitag folgte nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten ein deutlicher Rückgang. Dieser zweitägige Abverkauf bei gleichzeitig steigendem Volumen stellt eine klare Umkehr der kurzfristigen Dynamik dar und ist besonders im Stundenchart erkennbar.
Eine solche Entwicklung wirft eine zentrale Frage zur Zeitebene auf. Kurzfristig orientierte Trader, die auf Stundenkerzen oder darunter fokussiert sind, werden nun verstärkt nach Mustern für eine bärische Fortsetzung Ausschau halten – etwa kurze Verschnaufpausen im Abwärtstrend, Flaggenformationen oder Konsolidierungen vor einem möglichen weiteren Rückgang.
Langfristig orientierte Marktteilnehmer hingegen interpretieren das Chartbild anders. Zwar hat sich das kurzfristige Momentum gedreht, doch die übergeordnete Struktur bleibt intakt. Der Markt bewegt sich nun zurück in eine wichtige Unterstützungszone, die zuvor als Widerstand fungierte. Dieser Bereich, der mit dem 50-Tage-Durchschnitt zusammenfällt, könnte für Trendfolger eine Gelegenheit zum Wiedereinstieg darstellen.

US500 Tageskerzen-Chart
Snapshot

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.

US500 Stundenkerzen-Chart
Snapshot

Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein zuverlässiger Indikator für zukünftige Ergebnisse.

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