Wird der US-CPI so fallen wie Truflation?

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Die neuesten Aktualisierungen zur US-Inflation gemäß dem Verbraucherpreisindex CPI senden eine klare Botschaft: Die Disinflation hat in den USA nach einer mehrere Monate andauernden Plateauphase wieder eingesetzt. Das Inflationsziel der Federal Reserve ist jedoch noch nicht erreicht und liegt weiterhin bei 2 %.

Die CPI-Zahlen für Januar liegen nicht weit von diesem Ziel entfernt:

• 2,4 % für die Gesamtinflation
• 2,5 % für die Kerninflation, der niedrigste Stand seit März 2021



Es gibt jedoch eine weitere Inflationskennzahl, die noch bemerkenswerter ist: den Rückgang der Echtzeit-Inflationsmessungen seit Ende letzten Jahres. Laut Truflation, einem Echtzeit-Inflationsmessdienst, der in der Hochfinanz zunehmend anerkannt ist und Blockchain-Technologie als Integritätsregister für die gesammelten Daten nutzt, ist die Echtzeit-Inflation – die „wahre“ Inflation – unter die Schwelle von 1 % gefallen.

Es gilt als allgemein anerkannt, dass Truflation aufgrund seiner Konstruktion der offiziellen Inflation, gemessen am CPI und PCE, um mehrere Monate voraus ist. Unter diesen Bedingungen stellt sich die Frage, ob der offizielle CPI im Laufe des Jahres 2026 ebenfalls unter die 2-%-Schwelle fallen könnte. Die Antwort lautet wahrscheinlich ja – sehen wir uns die Gründe an.
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Die erste Erklärung liegt in der strukturellen Verzögerung der Wohnkostenkomponente im CPI. Wohnen macht rund ein Drittel des CPI-Warenkorbs aus, und seine Schlüsselkomponente, die äquivalente Miete der Eigentümer, reagiert mit mehreren Quartalen Verzögerung auf Wendepunkte am realen Immobilienmarkt. Private Mietdaten zeigen jedoch seit Ende 2025 eine klare Disinflation, mit stagnierenden oder in vielen US-Metropolen leicht rückläufigen effektiven Mieten. Diese Dynamik wird bereits von Truflation erfasst, während der offizielle CPI weiterhin vergangene Preissteigerungen widerspiegelt.

Zweiter Faktor: die vollständige Normalisierung der Lieferketten und der zunehmende Wettbewerbsdruck im Güterhandel. Die Preise für langlebige Güter, Elektronik, Möbel und viele Konsumgüter des täglichen Bedarfs tendieren inzwischen nach unten oder steigen nur noch sehr geringfügig. Auch hier erfasst Truflation diese Anpassungen nahezu in Echtzeit, während der CPI, der auf monatlichen Erhebungen und gleitenden Durchschnitten basiert, diese Bewegungen stark glättet.

Drittens zeigt die Binnennachfrage klare Anzeichen einer Abschwächung. Die Abschwächung des Kreditwachstums, die nachlassende Konsumnachfrage bei nicht lebensnotwendigen Ausgaben und der Anstieg der Vorsorgeersparnisse üben disinflationären Druck auf Dienstleistungen außerhalb des Wohnens aus. Diese Entwicklung deckt sich mit dem seit Ende 2025 bei Truflation beobachteten Rückgang.
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Historisch gesehen lief der Truflation-Indikator in Phasen schneller Disinflation dem CPI um 6 bis 12 Monate voraus. Sollte sich dieses Muster wiederholen, dürfte sich der offizielle CPI im ersten Halbjahr 2026 weiter schrittweise der 2-%-Zone annähern, mit einem nicht unerheblichen Risiko eines vorübergehenden Unterschreitens dieser Schwelle im zweiten Halbjahr – insbesondere dann, wenn die Disinflation bei den Wohnkosten in den offiziellen Statistiken voll durchschlägt.

Zusammengefasst signalisiert die aktuelle Divergenz keinen „Fehler“ des CPI, sondern eine Verzögerung in der statistischen Transmission. Truflation fungiert als Frühindikator der Preisdynamik, während der CPI ein langsameres institutionelles Thermometer bleibt. Sollte sich der in Echtzeit beobachtete Trend bestätigen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der CPI 2026 an die 2-%-Marke heranreicht oder sie zeitweise unterschreitet, was der Federal Reserve Spielraum für erneute Zinssenkungen geben würde.




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