Gold Spot / U.S. Dollar
Aktualisiert

Goldmarkt-Analyse für den nächsten Montag

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Aufgrund des amerikanischen Unabhängigkeitstags bleiben die US-Märkte den gesamten Tag geschlossen. Die gesamte bullische Stimmung durch die enttäuschenden Non-Farm-Payrolls wird sich am Montag gebündelt auswirken. Im Juni wurden nur 57.000 neue Arbeitsplätze geschaffen – deutlich unter den Markterwartungen. Zusätzlich wurden die Beschäftigungsdaten der beiden Vormonate nach unten korrigiert. Dadurch sanken die Marktwetten auf Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr deutlich, US-Dollar und US-Staatsanleiherenditen fielen gleichzeitig. Dies ist der zentrale Treiber für die Erholung des Goldpreises.

Dennoch gibt es klare Obergrenzen für diese positiven Impulse. Die Inflation liegt nach wie vor über dem 2-Prozent-Ziel der Fed, die Notenbankvertreter haben keine Signale für Zinssenkungen gesendet, sondern lediglich den Zeitpunkt möglicher Zinserhöhungen verschoben. Das Umfeld hoher Zinsen hat sich nicht grundlegend geändert. Der aktuelle Anstieg ist lediglich eine korrektive Erholung nach vorherigen Kursverlusten und keine Umkehr des mittelfristigen Trends.
Für den nächsten Montag sind keine wichtigen US-Wirtschaftsdaten vorgesehen, es finden lediglich wenige Reden von Fed-Vertretern statt. Der Handel wird technisch geprägte Seitwärtsbewegungen dominieren, Bullen und Bären zeigen starke Abwartestimmung. Kapital geht keine aggressiven einseitigen Positionen ein, alle Marktteilnehmer warten auf die US-CPI-Inflationsdaten vom 10. Juli, um die weitere Richtung zu bestimmen.
Geopolitisch bleibt die Lage im Nahen Osten ruhig, es gibt keine plötzlichen risikobedingten Verkaufswellen oder starken bullischen Impulse, die den Goldpreis nennenswert beeinflussen könnten. Daher ist ein starker einseitiger Kurssprung am Montag unwahrscheinlich. Der Goldpreis bewegt sich insgesamt seitwärts mit leicht bullischer Tendenz – eine Konsolidierung nach dem durch die Arbeitsmarktdaten ausgelösten Anstieg.

Ein kurzfristiger Aufwärtskanal hat sich ausgebildet: Die 4-Stunden-Durchschnittskurven zeigen eine bullische Ausrichtung, am unteren Ende des Tagescharts hat sich eine Doppelboden-Unterstützung gebildet, kurzfristig haben die Bullen die Oberhand. Dennoch begrenzen übereinanderliegende Verkaufsaufträge aus verlorenen Positionen dauerhaft das Aufwärtspotenzial.
Der erste wichtige Widerstand liegt bei 4200, der zentrale Widerstandsbereich dieser Erholung. Sollte der Kurs am Montag bis zu dieser Marke steigen, wird er höchstwahrscheinlich ins Stocken geraten und zurückfallen. Falls die bullische Kraft über die Erwartungen hinaus ausreicht, um dauerhaft über 4200 zu bleiben, liegt der nächste Widerstandsbereich zwischen 4250 und 4275.
Die zentrale Unterstützungsmarke nach unten ist 4100, der Ausgangspunkt des durch die Arbeitsmarktdaten getriebenen Anstiegs. Solange diese Marke am Montag nicht nachhaltig durchbrochen wird, bleibt die kurzfristige bullische These gültig. Die sekundäre Unterstützungsmarke bei Rückgängen liegt bei 4070 – der Hauptbereich für Käufe bei Tagesrückgängen.

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