Analyse der Goldtrends für die kommende Woche.

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Ich werde die Aussichten für Gold in der kommenden Woche analysieren, indem ich aktuelle Nachrichten betrachte, die sich auf die Trends bei Gold und Rohöl auswirken, sowie die bullischen und bärischen Szenarien für Gold bewerte.

In der vergangenen Woche eskalierte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erneut, und die weltweite Energiekrise hielt an; dies stützte zwar die Ölpreise, verstärkte jedoch die Inflationssorgen am Markt. Dies übte einen komplexen Druck auf Gold aus. Einerseits erhöhen geopolitische Risiken typischerweise die Nachfrage nach Gold als „sicherem Hafen“; andererseits könnte der durch steigende Energiepreise verursachte Inflationsdruck die Federal Reserve dazu zwingen, an einer restriktiven („hawkish“) Geldpolitik festzuhalten. Erwartungen steigender Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold – einem unverzinslichen Vermögenswert – und bremsen so dessen Preisentwicklung. Nach dem starken Rückgang im Vormonat versuchte der Goldpreis zuletzt, einen Boden zu bilden, doch die Aufwärtsdynamik blieb unzureichend. Zum Wochenschluss stabilisierte sich Gold über der Marke von 4.100 US-Dollar und schloss bei 4.120 US-Dollar – ein Rückgang um 55,74 US-Dollar bzw. 1,34 % gegenüber der Vorwoche. Während der Goldmarkt versucht, eine Untergrenze zu etablieren, könnte ihm in der kommenden Woche eine echte Bewährungsprobe bevorstehen. Angesichts der anstehenden Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Juni und der Aussage von Fed-Chef Kevin Warsh vor dem Kongress wird der Markt das Risiko einer Zinserhöhung durch die Fed in diesem Jahr neu bewerten. Analysten warnen: Sollten die Inflationsdaten stärker als erwartet ausfallen oder sollte Warsh weiterhin eine restriktive Haltung signalisieren, könnte die wichtige Unterstützungsmarke von 4.000 US-Dollar erneut auf die Probe gestellt werden.

Wie andere Anlageklassen benötigt auch Gold Kaufinteresse, um den Preis zu treiben. Obwohl die Nachfrage seitens der Zentralbanken weiterhin stützend wirkt, bleibt die Erholung der Risikobereitschaft der Anleger entscheidend – insbesondere angesichts des verschärften Wettbewerbs um Liquidität und der nachlassenden Attraktivität unverzinslicher Vermögenswerte. Solange der Markt weiterhin eine Zinserhöhung für dieses Jahr einpreist, dürfte Gold unter Druck bleiben. Das CME FedWatch Tool signalisiert, dass der Markt eine Wahrscheinlichkeit von rund 80 % für mindestens eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis Jahresende einpreist; die Wahrscheinlichkeit für einen ersten Zinsschritt im September liegt bei etwa 60 % – ein Anstieg gegenüber den zuvor veranschlagten 50 %. Sollte diese Wahrscheinlichkeit im Laufe des Sommers nicht signifikant sinken, könnte der US-Dollar weiterhin Unterstützung erfahren und somit den Goldpreis im aktuellen Umfeld unter Druck halten. Viele Analysten sehen in der US-Geldpolitik das größte Risiko für den Goldmarkt in der kommenden Woche. Der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh setzt sich für eine Reduzierung oder gar Abschaffung der „Forward Guidance“ (Zinsausblick) ein, und der Markt stellt sich auf den unter seiner Führung veränderten geldpolitischen Kurs ein. In der kommenden Woche wird Warsh erstmals als Fed-Vorsitzender vor dem Kongress erscheinen, um den halbjährlichen Bericht zur Geldpolitik vorzulegen. Seit seinem Amtsantritt hat Warsh wiederholt betont, dass Preisstabilität oberste Priorität genießt; dies hat den Markt dazu veranlasst, mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr – möglicherweise bereits im September – einzupreisen. Einige Analysten gehen jedoch davon aus, dass der Inflationsdruck nachlassen könnte, solange die Ölpreise unter den Höchstständen vom Mai (die über 100 US-Dollar lagen) verharren. Sollten die US-Verbraucherpreisdaten (CPI) in der kommenden Woche eine Abkühlung der Inflation zeigen, könnte der Goldpreis etwas Spielraum für eine Erholung gewinnen. Auf die Finanzmärkte kommt in der nächsten Woche eine Fülle von Datenveröffentlichungen und politischen Ereignissen zu, was wahrscheinlich zu einer deutlich erhöhten Volatilität beim Goldpreis führen wird. Im Mittelpunkt stehen dabei der US-Verbraucherpreisbericht sowie Warshs zweitägige Anhörung im Kongress. Zudem könnten die US-Einzelhandelsumsätze, regionale Umfragen zum verarbeitenden Gewerbe, Immobiliendaten sowie die Zinsentscheidung der Bank of Canada die Markteinschätzung hinsichtlich der geldpolitischen Strategien globaler Zentralbanken beeinflussen.

Analyse der Goldmarkttrends für die kommende Woche:

Technische Analyse von Gold: Aus charttechnischer Sicht zeigt sich Gold im Wochenchart weiterhin in einer insgesamt schwachen Verfassung. Der Kurs schloss in dieser Woche niedriger und blieb unterhalb der mittelfristigen gleitenden Durchschnitte gedeckelt, während sich die Bollinger-Bänder weiter nach unten öffnen und das Aufwärtspotenzial begrenzen. Zwar gab es im Tagesverlauf Versuche, sich von den Tiefstständen zu erholen, doch wurden Aufwärtsbewegungen immer wieder an wichtigen Widerstandsniveaus gestoppt; dem bullischen Gegenangriff fehlte es an Nachhaltigkeit – es handelte sich eher um eine technische Gegenreaktion als um eine Trendwende. Die bärische Struktur im Wochenchart bleibt intakt; daher ist es nicht ratsam, blindlings bei Kursrücksetzern („Buy the Dip“) einzusteigen. Stattdessen sollte man versuchen, im Sinne des Abwärtstrends zu handeln, wenn Erholungsbewegungen auf Widerstand stoßen. Besonderes Augenmerk gilt der kritischen Unterstützungsmarke im Bereich von 4050; sollte diese Unterstützung fallen, könnte sich eine neue Abwärtswelle entwickeln. Auf der Oberseite ist der Bereich um 4140 die entscheidende Marke, die es zu beobachten gilt.

Zusammenfassend liegt der Fokus für Gold am kommenden Montag auf der Widerstandszone zwischen 4040 und 4050 (Oberseite) sowie der Unterstützungszone zwischen 4050 und 4070 (Unterseite); Trader sollten darauf achten, ihre Handelsweise auf die Marktbewegungen abzustimmen. Ein angemessenes Management der Positionsgrößen und Stop-Loss-Orders ist unerlässlich, da Investitionen mit Risiken verbunden sind.

Verkaufsstrategie:
Verkauf von Gold in Teilpositionen im Bereich von 4135–4140; Kursziel ist der Bereich 4090–4070, mit einer möglichen Bewegung in Richtung der Marke von 4050, falls die Unterstützung bricht. Kaufstrategie:
Einstieg in Long-Positionen in Teilpositionen bei einem Rücksetzer von Gold in den Bereich 4050–4060; Kursziel ist der Bereich 4090–4110, wobei die Marke von 4130 das nächste Ziel bei einem Ausbruch darstellt.

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