Gold Spot / U.S. Dollar
Aktualisiert

Goldanalyse für den nächsten Montag

152
Der Goldpreis stieg am späten Freitagabend an. Dies ist lediglich eine technische Korrektur durch Short-Covering nach anhaltenden Kursverlusten und einer Überverkaufssituation – es bedeutet keine Umkehr des Abwärtstrends, sondern nur eine erholende Gegenbewegung innerhalb des Abwärtstrends. Das grundsätzlich bärische Umfeld ist unverändert; der Goldpreis wird durch die Erwartungen bezüglich der Geldpolitik der Federal Reserve gedrückt. Der Markt rechnet derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von über siebzig Prozent für eine Zinserhöhung der Fed im September. Hinzu kommen die zuletzt durchgängig starken US-Daten zur Fertigungsindustrie, während die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stabil über der Marke von 4,5 % verharrt.

Zwei Faktoren stützen den Goldpreis: Erstens kaufen Zentralbanken weltweit weiterhin große Goldmengen bei günstigen Kursen. Um die runde Marke von 4000 gibt es dauernde Stützungskäufe durch Institutionen und physische Nachfrage. Zweitens tauchen immer wieder geopolitische Konflikte im Nahen Osten auf, die jederzeit kurzfristige Sicherheitskäufe auslösen können.

Der entscheidende Datenpunkt am nächsten Montag ist der US-ISM-Einkaufsmanagerindex für die Fertigungsindustrie, wobei der Wert 50 die Trennlinie darstellt. Liegt der Wert über 50 und übertrifft die Markterwartungen, stärkt dies die Einschätzung einer robusten US-Wirtschaft, treibt die Renditen von US-Staatsanleihen sowie den US-Dollar nach oben und belastet gleichzeitig den Goldpreis mit fallenden Kursen. Fällt der Wert unter 50 und bleibt hinter den Erwartungen zurück, spekuliert der Markt auf eine verzögerte Straffung der Fed-Geldpolitik. Der US-Dollar schwächt sich ab, sodass der Goldpreis seine Tageserholung fortsetzen kann. Dieser Datensatz stellt den zentralen Wendepunkt für die Kursbewegungen im späten US-Handel dar.

Der unmittelbare Widerstand nach oben liegt bei 4100 bis 4110. Sobald der Preis diesen Bereich erreicht, realisieren Long-Positionen ihre Gewinne, während neue Short-Positionen eröffnet werden. Daraus resultieren häufig starke Kursrückgänge nach vorangegangenen Anstiegen. Der mittelfristige Trennbereich zwischen Bullen und Bären liegt bei 4130 bis 4150. Erst ein stabiler Tagesschlusskurs oberhalb dieses Bereichs kann die kurzfristige Schwächephase vorläufig aufheben. Andernfalls stellen alle Kursanstiege Gelegenheiten dar, bei Erholungen Short zu gehen.

Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 4040 bis 4050. Ein Bruch unter diesen Bereich hebt die gesamte Tageserholungslogik auf. Die Marke von 4000 ist eine wichtige psychologische Schwelle sowie der Bereich mit konzentrierten Käufen durch Zentralbanken. Ein Bruch hierunter lässt den Goldpreis direkt zu tieferen Unterstützungsniveaus fallen. Der mittelfristige starke Unterstützungsbereich von 3970 bis 3980 entspricht den Tiefstwerten dieser Woche, an denen Institutionen massiv kaufen. Ein nachhaltiger Bruch unter 3950 eröffnet den Bären einen neuen Abwärtstrend mit weiterem Abwärtspotenzial.

🎯 Ich teile täglich Handelsstrategien.
Trade ist aktiv
Trade geschlossen: Ziel wurde erreicht

Haftungsausschluss

Die Informationen und Veröffentlichungen sind nicht als Finanz-, Anlage-, Handels- oder andere Arten von Ratschlägen oder Empfehlungen gedacht, die von TradingView bereitgestellt oder gebilligt werden, und stellen diese nicht dar. Lesen Sie mehr in den Nutzungsbedingungen.