Wochenausblick KW39–Fundamental,Makro und Technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW39.
Willkommen zum Wochenausblick für die Handelswoche KW39.
Die Ausgangslage für die kommende Handelswoche bleibt außergewöhnlich spannend. Der Ölpreis notiert trotz des starken Rückgangs am Freitag weiterhin auf einem extrem hohen Niveau. US Oil verlor am Freitag rund 5,67 Prozent und schloss im Bereich von 95,50 US-Dollar. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten hochdynamisch und damit der wichtigste kurzfristige Einflussfaktor für die Märkte.
Auf der geldpolitischen Seite haben wir in der vergangenen Woche eine weiterhin sehr restriktive Federal Reserve gesehen. Die Fed erhöhte den Leitzins am Mittwoch um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent und signalisierte zugleich weitere mögliche Zinserhöhungen. 16 von 18 Mitgliedern des FOMC sehen laut aktuellem Dot Plot mindestens eine weitere Erhöhung im Jahr 2026.
Damit befinden wir uns aktuell in einem Umfeld aus hohen Energiepreisen, erhöhten Inflationserwartungen, steigenden beziehungsweise hohen Anleiherenditen und einer weiterhin restriktiven Fed.
Gleichzeitig befinden wir uns bereits am Ende des dritten Quartals. Ende September bedeutet traditionell, dass zusätzlich zu den fundamentalen Faktoren auch Rebalancing, institutionelle Orderflows, Portfolioanpassungen und Gewinnmitnahmen eine größere Rolle spielen können. Dadurch kann der Markt kurzfristig deutlich stärker von Flows als von klassischen technischen Setups bewegt werden.
Agenda
Geopolitische Lage
Fundamentale Wirtschaftsdaten für die Woche KW39
Fed und EZB im Überblick
Märkte und Korrelationen im Überblick
Risk Assets im Überblick
Fazit
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Geopolitische Lage
Naher Osten
Der wichtigste Faktor für die kommende Handelswoche bleibt eindeutig der Nahostkonflikt.
Dabei müssen wir aktuell mehrere Konfliktlinien gleichzeitig betrachten: den Krieg zwischen den USA und Iran, die Auseinandersetzung zwischen Israel und Iran sowie die zunehmende Eskalation zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen.
Gerade die Entwicklung zwischen Saudi-Arabien und den Huthi hat in den vergangenen Tagen deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Huthi haben erneut Ziele in Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen angegriffen und nach eigenen Angaben unter anderem sensible Ziele in Riad sowie eine Aramco-Anlage in Yanbu ins Visier genommen. Saudi-Arabien beziehungsweise die saudisch geführte Koalition meldete wiederum, mehrere Angriffe abgefangen zu haben.
Das ist für den Ölmarkt von enormer Bedeutung, weil Saudi-Arabien gleichzeitig versucht, durch alternative Exportwege die Auswirkungen der Störungen zu begrenzen. Über den Hafen Sohar im Oman wurden zusätzliche Ölmengen umgeleitet, um einen Teil der beeinträchtigten Exportkapazität zu kompensieren. Genau diese Entwicklung war einer der Gründe dafür, dass der Ölpreis zuletzt trotz der geopolitischen Eskalation deutlich zurückgekommen ist.
Noch entscheidender bleibt allerdings die Straße von Hormus.
Die Schiffsbewegungen durch Hormus liegen weiterhin massiv unter dem normalen Niveau. Am Mittwoch wurden laut vorläufigen Tracking-Daten lediglich drei kommerzielle Schiffe registriert, nachdem es am Vortag noch zwölf gewesen waren. Am Donnerstag waren es vier Commodity-Vessels. Zum Vergleich: D er langfristige Verkehr liegt deutlich höher; Reuters berichtet von einem Vorkriegsniveau von rund 125 täglichen Transits.
Damit bleibt die Situation für die globale Ölversorgung extrem angespannt. Hormus ist eine der wichtigsten Energieverkehrsrouten der Welt. Gleichzeitig gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Angaben der verschiedenen Seiten darüber, wie viele Schiffe tatsächlich passieren.
Für den Markt bedeutet das vor allem eines: Der Ölpreis bleibt unmittelbar an geopolitische Schlagzeilen gekoppelt.
Und genau hier wird es für die kommende Woche besonders interessant.
Auf der einen Seite sehen wir weiterhin Angriffe der Huthi auf Saudi-Arabien und eine extrem eingeschränkte Schifffahrt durch Hormus. Auf der anderen Seite gibt es erstmals wieder deutlichere diplomatische Signale.
Iran hat am Wochenende über seinen Sicherheitschef Bedingungen für eine erneute Aufnahme von Verhandlungen mit den USA übermittelt. Genannt wurden unter anderem ein Ende des Krieges an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ein Ende der US-Seeblockade. Gleichzeitig laufen laut iranischen Angaben Gespräche über Vermittler aus Katar und Pakistan, während Teheran auf eine Reaktion von Donald Trump wartet.
Auch Donald Trump hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass er auf ein baldiges Ende des Krieges hoffe.
Das ist für die Märkte deshalb interessant, weil eine tatsächliche diplomatische Entspannung einen sehr starken Effekt auf den Ölpreis haben könnte. Sollte sich die Situation in Richtung einer belastbaren Vereinbarung bewegen und gleichzeitig der Schiffsverkehr durch Hormus wieder deutlich zunehmen, könnte der Markt einen erheblichen Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem Ölpreis herausnehmen.
Das wäre wiederum potenziell positiv für Risk Assets: Sinkende Energiepreise würden den Inflationsdruck reduzieren und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit weiterer geldpolitischer Straffung verringern.
Allerdings sind wir davon aktuell noch weit entfernt. Die Huthi greifen weiterhin Saudi-Arabien an, Hormus bleibt massiv eingeschränkt und auch der Konflikt zwischen Israel, Iran und den USA ist nicht beendet.
Daher würde ich die aktuellen diplomatischen Signale noch nicht als Deeskalation bezeichnen. Vielmehr handelt es sich um einen ersten möglichen Ansatzpunkt für Verhandlungen, während gleichzeitig die militärische Eskalation weiterläuft.
Für mich bleibt deshalb die wichtigste Frage der kommenden Woche:
Fällt Öl weiter, weil sich die geopolitische Situation tatsächlich entspannt, oder sehen wir lediglich eine kurzfristige Korrektur innerhalb eines weiterhin extrem angespannten Umfelds?
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Russland und Ukraine
Auch zwischen Russland und der Ukraine bleibt die Lage angespannt.
Besonders relevant war am Wochenende der groß angelegte ukrainische Drohnenangriff auf die Region Moskau. Reuters berichtet von dem bislang größten gemeldeten ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau. Russische Behörden meldeten mehr als 1.600 abgefangene Drohnen, darunter rund 450 im Raum Moskau. Zudem wurde eine Ölraffinerie beschädigt und es gab Todesopfer in der Region.
Zeitgleich fanden in Russland die Parlamentswahlen statt. Die russischen Behörden meldeten zudem Angriffe auf Wahlsysteme und Kommunikationsinfrastruktur.
Damit bleibt auch dieser Konflikt ein potenzieller Risikofaktor für die europäischen Märkte. Besonders relevant ist dabei weniger die kurzfristige Reaktion einzelner Aktienindizes als die mögliche Auswirkung auf Energiepreise, Infrastruktur und die europäische Risikowahrnehmung.
Sollten wir hier in den kommenden Tagen weitere Eskalationen sehen, könnte das insbesondere den europäischen Aktienmarkt stärker belasten.
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USA und China
Auch zwischen den USA und China steht eine interessante Woche bevor.
US-Finanzminister Scott Bessent und der chinesische Vizepremier He Lifeng sollen sich zu Gesprächen treffen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Handel, künstliche Intelligenz und weitere wirtschaftspolitische Themen. Kurz darauf soll Donald Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington empfangen.
Besonders interessant sind dabei die möglichen Vereinbarungen im Energiebereich. Die USA und China diskutieren über eine Reduzierung beziehungsweise Abschaffung des chinesischen 15-Prozent-Zolls auf US-LNG. Teil eines größeren Pakets könnten außerdem weitere Zollsenkungen im Umfang von rund 30 Milliarden US-Dollar sowie Vereinbarungen zu Energie und Landwirtschaft sein.
Darüber hinaus spielen kritische Rohstoffe beziehungsweise Rare Earths eine wichtige Rolle. Gerade bei diesen Materialien besteht weiterhin eine hohe strategische Abhängigkeit der USA von China.
Auch das Thema KI rückt immer stärker in den Mittelpunkt der amerikanisch-chinesischen Beziehungen. Trump kündigte zuletzt zudem die Einrichtung einer neuen AI-Force beziehungsweise die Ernennung eines sogenannten „AI Czar“ an.
Damit haben wir für diese Woche neben der Geopolitik im Nahen Osten einen weiteren potenziell marktbewegenden Faktor: USA-China-Verhandlungen mit den Themen Handel, Energie, KI und kritische Rohstoffe.
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Fundamentale Wirtschaftsdaten für die Woche KW39
Fundamental ist die kommende Woche im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich ruhiger.
Wir hatten zuletzt PPI, CPI, NFP und das FOMC-Meeting. Diese Woche fehlen dagegen die ganz großen Inflations- und Arbeitsmarktdaten.
Montag
Zum Wochenstart ist der Kalender relativ leer. Im Fokus steht vor allem eine Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Insgesamt erwarte ich deshalb einen eher ruhigen Wochenstart, sofern uns keine geopolitische Überraschung erreicht.
Dienstag
Auch am Dienstag bleibt der Kalender überschaubar.
Auf der Agenda stehen unter anderem der ADP Employment Change, wöchentliche Arbeitsmarktdaten sowie eine Rede von FOMC-Mitglied Williams.
Der ADP-Bericht liefert einen privaten Indikator für die Entwicklung der Beschäftigung in den USA. Er ist allerdings nicht mit dem offiziellen NFP-Bericht gleichzusetzen und dürfte diese Woche entsprechend nicht die gleiche Marktrelevanz besitzen wie die großen Arbeitsmarktdaten der vergangenen Wochen.
Mittwoch
Am Mittwoch wird es etwas interessanter.
Aus Europa kommen die HCOB Eurozone Manufacturing und Services PMIs. Die Einkaufsmanagerindizes liefern einen relativ zeitnahen Einblick in die wirtschaftliche Aktivität. Werte über 50 signalisieren dabei grundsätzlich eine Expansion, Werte unter 50 eine Kontraktion.
Aus den USA folgen die S&P Global Manufacturing und Services PMIs.
Zusätzlich stehen die US-Rohöllagerbestände auf der Agenda. Gerade aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation können die Crude Oil Inventories für den Ölpreis interessant werden.
Daneben sprechen mehrere EZB-Vertreter, unter anderem Philip Lane.
Donnerstag
Am Donnerstag stehen unter anderem eine Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel und das Economic Bulletin der EZB auf der Agenda.
Für die USA kommen die Initial Jobless Claims sowie die New Home Sales.
Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bleiben insbesondere deshalb interessant, weil der US-Arbeitsmarkt momentan einer der zentralen Faktoren für den weiteren Fed-Zinspfad ist.
Freitag
Zum Wochenschluss stehen die Durable Goods Orders sowie die Michigan Inflation Expectations für ein und fünf Jahre auf der Agenda.
Gerade die Inflationserwartungen können für die Fed relevant sein, da eine Entankerung der Inflationserwartungen den Druck auf die Notenbank erhöhen würde, länger restriktiv zu bleiben.
Insgesamt bleibt aber festzuhalten:
Diese Woche haben wir fundamental keinen Termin, der von seiner Bedeutung mit CPI, PCE, NFP oder FOMC vergleichbar wäre.
Die größere Volatilität dürfte daher eher durch geopolitische Headlines, Ölpreisbewegungen, Renditen und den Monats- beziehungsweise Quartalsultimo entstehen.
Nächste Woche wird es dagegen wieder deutlich interessanter. Dann stehen unter anderem die PCE-Preisdaten, insbesondere Core PCE, sowie anschließend die NFP-Daten im Fokus. Diese Daten dürften für den weiteren Fed-Zinspfad deutlich wichtiger werden.
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Fed und EZB im Überblick
Beginnen wir mit der Federal Reserve.
Das FOMC-Meeting der vergangenen Woche war aus meiner Sicht klar restriktiv. Die Fed erhöhte den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Gleichzeitig signalisiert der aktuelle Dot Plot, dass 16 von 18 FOMC-Mitgliedern mindestens eine weitere Zinserhöhung im Jahr 2026 erwarten.
Das ist natürlich ein schwieriges Umfeld für Risk Assets.
Nach den aktuellen von mir beobachteten FedWatch-Wahrscheinlichkeiten wird für Oktober derzeit mit rund 42,4 Prozent Wahrscheinlichkeit ein unveränderter Zinssatz und mit 57,6 Prozent Wahrscheinlichkeit eine weitere Zinserhöhung eingepreist.
Für Dezember liegen die Wahrscheinlichkeiten bei etwa 9,9 Prozent für einen unveränderten Zinssatz, 46,0 Prozent für weitere 25 Basispunkte und 44,1 Prozent für sogar 50 Basispunkte.
Damit wird aus Marktsicht weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit für mindestens eine weitere Zinserhöhung bis Jahresende eingepreist.
Bei der EZB ergibt sich nach den aktuellen von mir beobachteten Markterwartungen ein ähnliches Bild.
Für Oktober werden derzeit rund 33 Prozent Wahrscheinlichkeit für einen unveränderten Zinssatz und 67 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.
Für Dezember liegen die Erwartungen bei rund 3,3 Prozent für einen unveränderten Zinssatz, 36,4 Prozent für 25 Basispunkte und 60,3 Prozent für 50 Basispunkte.
Damit wird auch bei der EZB derzeit eine weitere Straffung bis zum Jahresende in erheblichem Umfang eingepreist.
Der entscheidende Punkt bleibt für mich aber die Verbindung zwischen Öl und Geldpolitik.
Solange Öl in der Nähe von 100 US-Dollar bleibt, bleibt die Inflationsproblematik bestehen. Sollte sich die geopolitische Situation dagegen tatsächlich entspannen und Öl nachhaltig deutlich zurückfallen, könnte der Markt sehr schnell beginnen, eine weniger restriktive Geldpolitik einzupreisen.
Genau deshalb ist der Ölpreis aktuell wahrscheinlich der wichtigste externe Faktor für die Bewertung von Aktien.
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Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil hatte am Freitag einen sehr starken Rückgang von rund 5,67 Prozent und schloss im Bereich von 95,50 US-Dollar.
Für die kommende Woche bleibt die geopolitische Lage der entscheidende Treiber.
Sollten wir weitere Entspannungssignale sehen, würde ich auf der Short-Seite zunächst folgende Bereiche beobachten:
99,00 US-Dollar
98,70 US-Dollar
97,20 US-Dollar
Das sind für mich die relevanten Bereiche für mögliche Reaktionen beziehungsweise Retests nach oben.
Auf der Unterseite liegen die ersten wichtigen Unterstützungen bei:
93,64 US-Dollar
und
91,70 US-Dollar.
Unterhalb dieser Bereiche würden für mich anschließend die 87,80 US-Dollar und 86,35 US-Dollar interessant werden.
Dabei gilt weiterhin: Diese Levels funktionieren nur in Verbindung mit der geopolitischen Situation. Eine neue Eskalation kann den gesamten technischen Aufbau innerhalb weniger Stunden über den Haufen werfen.
Sollte es dagegen zu einer tatsächlichen Entspannung im Nahen Osten kommen und der Ölpreis nachhaltig unter 90 US-Dollar fallen, wäre das für mich einer der wichtigsten potenziellen positiven Katalysatoren für die Aktienmärkte.
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Staatsanleihen
Bei den Staatsanleihen sehen wir im September weiterhin ein sehr interessantes Bild:
* 3-jährige Staatsanleihen: rund +10 Prozent
* 5-jährige Staatsanleihen: rund +8,7 Prozent
* 10-jährige Staatsanleihen: rund +5 Prozent
* 30-jährige Staatsanleihen: rund +1,6 Prozent
Der Hintergrund liegt für mich vor allem in der Neubewertung des zukünftigen Zinspfades nach dem FOMC.
Die Fed signalisiert weiterhin eine restriktive Geldpolitik, während gleichzeitig die Inflation durch Energiepreise und andere Faktoren erhöht bleibt.
Das erklärt auch, warum insbesondere der US-Dollar und die Renditen zuletzt deutlich stärker geworden sind.
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DXY
Beim DXY hatten wir auf Wochenbasis ebenfalls ein sehr starkes Bild.
Der Dollar konnte rund 1,14 Prozent zulegen und zeitweise die 100,50 testen.
Dort kam es zunächst zu einer stärkeren Ablehnung.
Für mich bleibt in der kommenden Woche deshalb entscheidend, ob der DXY seine Stärke oberhalb der psychologisch wichtigen 100er-Marke verteidigen kann.
Sollten wir signifikant unter 100 fallen, wäre zunächst der Bereich um 99,50 interessant.
Bleibt der DXY dagegen über 100 und kann erneut in Richtung 100,50 bis 100,60 laufen, würde das die aktuelle Dollarstärke bestätigen.
Solange sich geopolitisch nichts Extremes verändert, bleibt der hawkische Fed-Ausblick dabei der wichtigste fundamentale Rückenwind für den Dollar.
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VIX
Beim VIX sehen wir dagegen weiterhin ein relativ entspanntes Bild.
Auf Wochenbasis hatten wir eine deutliche Schwankungsbreite zwischen ungefähr 19 und 14,8 Punkten.
Aktuell notieren wir wieder bei rund 14,8 und damit deutlich unter der Marke von 20.
Das zeigt für mich, dass trotz der geopolitischen Risiken aktuell keine außergewöhnliche Stressphase im US-Aktienmarkt eingepreist wird.
Natürlich kann sich das bei einer geopolitischen Eskalation sehr schnell ändern.
Aktuell bleibt der Volatilitätsindex aber vergleichsweise ruhig.
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Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia hatten wir ebenfalls eine freundliche Woche.
Auf Wochenbasis konnten wir rund 1,85 Prozent zulegen und das wichtige Tief im Bereich von 208 US-Dollar erfolgreich verteidigen.
Mein Bias bleibt deshalb unverändert.
Solange Nvidia oberhalb von 217 US-Dollar bleibt, sehe ich weiterhin Potenzial in Richtung:
230 US-Dollar
und anschließend
236 US-Dollar.
Das wären für mich die nächsten relevanten Bereiche auf der Oberseite beziehungsweise der Weg zurück in Richtung neuer Allzeithochs.
Ich bleibe hier entsprechend long orientiert.
Erst ein signifikanter Bruch unter die 207 US-Dollar würde dieses Szenario für mich verändern.
In diesem Fall würden anschließend die Bereiche um 200 und 198 US-Dollar wieder interessant werden.
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Bitcoin
Bei Bitcoin hatten wir am Freitag ebenfalls eine sehr starke Bewegung nach oben. Der Anstieg stand dabei auch im Zusammenhang mit dem weiterhin starken institutionellen Interesse und dem Thema Tokenisierung digitaler Assets.
Trotz der starken Bewegung konnte Bitcoin allerdings das relevante Hoch nicht nachhaltig herausnehmen.
Und genau deshalb bleibe ich hier weiterhin an der Seitenlinie.
Auf Wochenbasis haben wir für meinen Trading-Stil weiterhin eine relativ unsaubere Struktur. Hochs und Tiefs werden immer wieder abgeholt, ohne dass sich daraus ein klarer Trend entwickelt.
Für mich sind deshalb momentan zwei Bereiche besonders interessant:
Auf der Oberseite der Bereich um 83.000 bis 84.000 US-Dollar.
Auf der Unterseite ein möglicher Retest in Richtung 74.600 US-Dollar.
Dazwischen sehe ich aktuell keinen besonders attraktiven Bereich für mich.
Ich bleibe deshalb geduldig und warte lieber auf eine klare Reaktion an einem dieser Preisbereiche.
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S&P 500
Beim S&P 500 hatten wir ebenfalls eine gemischte Woche.
Zwischendurch gab es deutliche Abgaben, trotzdem konnte der Index die Woche mit einem Plus von rund 0,7 Prozent beenden. Vor allem Donnerstag und Freitag konnten den Markt wieder stabilisieren.
Für mich ist jetzt zunächst die 7.700er-Marke entscheidend.
Sollten wir uns oberhalb von 7.700 etablieren und das Momentum beibehalten, bleibe ich zunächst long orientiert.
Die nächsten Ziele liegen dann bei:
7.767
und
7.781 Punkten.
Sollten wir dagegen wieder unter 7.700 fallen, liegt der nächste relevante Support zunächst bei 7.675 und anschließend bei 7.650 Punkten.
Grundsätzlich wäre ich beim S&P 500 in der kommenden Woche aber vorsichtig mit zu aggressiven Trendannahmen.
Wir haben keinen großen CPI-, PCE-, NFP- oder FOMC-Termin vor uns. Dadurch besteht durchaus die Gefahr eines klassischen Ranging Markets.
Gleichzeitig befinden wir uns am Monats- und Quartalsende, wodurch zusätzliche Rebalancing-Flows entstehen können.
Geopolitische Headlines bleiben dabei natürlich der große Unsicherheitsfaktor.
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Nasdaq 100
Beim Nasdaq 100 konnten wir auf Wochenbasis rund 0,32 Prozent zulegen.
Vor allem Donnerstag und Freitag konnten die Käufer den Markt wieder stabilisieren.
Der Nasdaq schloss zuletzt im Bereich von 29.654 Punkten.
Für mich bleibt die 29.500er-Marke entscheidend.
Solange wir darüber bleiben und anschließend das September-Hoch bei ungefähr 29.755 Punkten herausnehmen, liegt das nächste Ziel bei:
30.000 Punkten
und anschließend
30.250 Punkten.
Sollten wir dagegen wieder unter 29.500 fallen, wäre zunächst die 29.000er-Marke interessant.
Darunter würde ich anschließend auch den Bereich um 28.700 Punkte beobachten.
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US30
Der US30 war unter den großen US-Indizes in der vergangenen Woche mit Abstand der schwächste.
Auf Wochenbasis verloren wir rund 1,43 Prozent.
Aktuell befinden wir uns allerdings an einem für mich interessanten Preisbereich.
Ich würde hier trotzdem nicht blind Long gehen.
Vielmehr würde ich zunächst tiefere Retests abwarten.
Sollten wir nochmals unter 51.500 Punkte fallen, sehe ich einen möglichen Retest in Richtung:
51.000
und im Idealfall sogar
50.500 Punkte.
Gerade der Bereich zwischen 50.000 und 50.500 Punkten wäre für mich langfristig interessant, um wieder stärker auf der Käuferseite aktiv zu werden.
Dafür möchte ich allerdings zunächst eine klare Reaktion sehen.
Idealerweise eine starke bullische Wochenkerze beziehungsweise einen klaren Weekly Close, der zeigt, dass die Käufer tatsächlich wieder in den Markt zurückkehren.
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DAX
Kommen wir abschließend zu unserem DAX.
Hier hatten wir am Freitag einen ausgesprochen schwachen Handelstag.
Der DAX verlor rund 1,19 Prozent beziehungsweise knapp 300 Punkte und schloss bei ungefähr 25.327 Punkten.
Damit haben wir nicht nur unterhalb der 25.500er-Marke geschlossen, sondern auch eine bearishe Wochenkerze ausgebildet.
Vom Allzeithoch sind wir mittlerweile rund 5,5 Prozent gefallen.
Und genau deshalb wird der DAX für mich jetzt zunehmend interessant.
Ich hatte bereits in den vergangenen Ausblicken darauf hingewiesen, dass wir nach einer Korrektur von rund fünf bis sechs Prozent langsam wieder in einen Bereich kommen, in dem ich verstärkt nach langfristig interessanten Long-Setups Ausschau halte.
Dabei sind für mich zunächst zwei Preisbereiche entscheidend.
Der erste Bereich liegt ungefähr bei 25.170 bis 25.140 Punkten.
Hier treffen mehrere technische Faktoren aufeinander, unter anderem das aktuelle Wochentief der KW38 sowie ein historisch relevanter Schlusskursbereich.
Darunter wird für mich erst die 25.000er-Marke interessant.
Das ist eine psychologisch wichtige runde Marke und gleichzeitig ein Bereich, in dem ich mir eine stärkere Reaktion der Käufer vorstellen kann.
Sollten beide Bereiche nicht halten, würde ich mit Long-Einstiegen zunächst vorsichtiger werden.
Dann würde für mich erst wieder der Bereich um 24.500 Punkte interessant werden.
Das wäre bereits eine deutlich größere Korrektur und würde das kurzfristige Marktbild entsprechend weiter eintrüben.
Auf der anderen Seite bleibt das übergeordnete bullishe Szenario für mich weiterhin intakt, sofern der DAX relativ schnell wieder Stabilität zurückgewinnt.
S ollten wir zu Beginn der Woche wieder deutlich über 25.500 Punkte steigen und uns dort stabilisieren, bleibt für mich die 26.000er-Marke weiterhin das übergeordnete Ziel.
Damit ist der DAX aktuell für mich an einem wirklich interessanten Punkt.
Wir haben einerseits eine deutliche Korrektur vom Allzeithoch und damit eine zunehmend interessante Bewertungszone.
Auf der anderen Seite haben wir eine weiterhin restriktive Fed, hohe Ölpreise, steigende Renditen und geopolitische Risiken.
Deshalb möchte ich hier nicht einfach blind in fallende Kurse kaufen.
Ich möchte eine Reaktion an den genannten Levels sehen.
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Fazit
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Ausgangslage für die KW39 ist aus meiner Sicht extrem interessant, gleichzeitig aber auch schwer zu handeln.
Auf der einen Seite haben wir eine weiterhin sehr restriktive Federal Reserve. Das FOMC hat die Zinsen in der vergangenen Woche erhöht und signalisiert weitere mögliche Zinsschritte. Gleichzeitig bleiben die Renditen hoch und der Dollar konnte deutlich an Stärke gewinnen.
Auf der anderen Seite haben wir den Ölpreis als entscheidenden Joker.
Sollte sich die geopolitische Situation im Nahen Osten tatsächlich weiter entspannen, könnten wir bei Öl eine deutlich stärkere Abwärtsbewegung sehen. Das würde den Inflationsdruck reduzieren und könnte mittel- bis langfristig auch den Zinspfad der Notenbanken verändern.
Genau deshalb ist die Entwicklung im Nahen Osten für mich aktuell wichtiger als nahezu jeder andere kurzfristige fundamentale Faktor.
Die diplomatischen Signale zwischen Iran, den USA, Katar und Pakistan sind dabei interessant. Gleichzeitig greifen die Huthi weiterhin Saudi-Arabien an und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus liegt weiterhin massiv unter dem normalen Niveau.
Sollte hier tatsächlich eine nachhaltige Lösung entstehen, könnte das für Risk Assets ein erhebliches Entlastungssignal darstellen.
Bleibt die geopolitische Lage dagegen angespannt oder eskaliert sie weiter, könnte Öl erneut deutlich steigen und damit genau den gegenteiligen Effekt auf Inflation, Renditen und Aktienmärkte ausüben.
Für die Aktienmärkte selbst erwarte ich in dieser Woche grundsätzlich eher ein Umfeld, in dem wir stärker auf technische Levels und kurzfristige Headlines achten müssen. Die ganz großen fundamentalen Volatilitätstreiber wie CPI, PCE, NFP oder FOMC fehlen in dieser Woche.
Zusätzlich befinden wir uns am Ende des dritten Quartals. Rebalancing, institutionelle Orderflows und Gewinnmitnahmen können deshalb ebenfalls eine größere Rolle spielen.
Beim DAX bin ich nach dem Rückgang von rund 5,5 Prozent vom Allzeithoch langsam wieder deutlich interessierter an der Long-Seite. Entscheidend ist für mich aber die Reaktion im Bereich von 25.170 bis 25.000 Punkten. Hält dieser Bereich und kommen Käufer zurück, bleibt für mich die 26.000er-Marke als übergeordnetes Ziel bestehen.
Sollte dagegen auch dieser Bereich brechen, würde ich mich zunächst zurückhalten und erst im Bereich um 24.500 Punkte wieder nach einem größeren Long-Setup Ausschau halten.
Die konkreten FOMC-Szenarien sowie die Entwicklung von NFP, PPI, CPI und PCE habe ich im aktuellen Wochenausblick bereits ausführlich dargestellt und ein separates Video aufgenommen – schaut dort gerne noch einmal rein.
Damit wünsche ich allen einen erfolgreichen und vor allem strukturierten Start in die neue Handelswoche.
Das stellt wie immer keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung dar.
Ich wünsche allen stabile Trades und einen guten Start in die neue Handelswoche.
Ideen der Community
NMG – Gold-Ausbruch mit Rekordmargen zündet die nächste Stufe 🔎 Charttechnische Analyse
Der vorliegende Chart von TradingView zeigt eine sehr starke, zyklische Bewegung mit einem dynamischen Trendbruch nach oben in den letzten Wochen.
Trendstruktur & Marktphase: Nach einer monatelangen Korrektur- und Konsolidierungsphase im Frühjahr und Sommer (März bis Juli), bei der die Aktie exakt an den Fibonacci-Retracements (Bereich 0,5 bei 0,029 AUD bis 0,618 bei 0,024 AUD) einen stabilen Boden ausgebildet hat, sehen wir nun eine bullische Expansion. Der Kurs hat die alten Zwischenhochs im Bereich von 0,061 bis 0,065 AUD dynamisch nach oben durchbrochen und notiert aktuell bei 0,085 AUD (+7,59 %).Ichimoku-Kinko-Hyo: Der Kurs notiert deutlich über der Wolke (Kumo) sowie über der Tenkan- (blau) und Kijun-Linie (rot). Dies bestätigt einen intakten und starken übergeordneten Aufwärtstrend auf Wochenbasis.Volumen: Der jüngste Ausbruch im August/September wird von einem massiven Volumenanstieg (392,31 Mio.) gestützt. Dies zeigt, dass institutionelles oder großes Kapital in die Aktie drängt, was dem Ausbruch hohe Validität verleiht.
MACD-Historgramm: Der Oszillator hat im Juli den bullischen Crossover vollzogen. Das Histogramm steigt im positiven Bereich stark an (+0,004), was auf ein hohes, kurzfristiges Kaufmomentum hinweist.
RSL (Relative Stärke nach Levy): Die RSL-Linie notiert mit 1,63695 weit über der kritischen Marke von 1,00. Dies signalisiert eine extreme Outperformance des Titels gegenüber dem Gesamtmarkt.
📊 Fundamentale Analyse
New Murchison Gold (ehemals Ora Gold Limited) hat sich von einem reinen Explorer zu einem stark wachsenden Produzenten entwickelt, was den Kurssprung fundamental untermauert.
Sektor-Rückenwind: Der Goldpreis notiert auf historisch hohen Niveaus. Als westaustralischer Goldproduzent (Flaggschiff-Projekt Garden Gully / Crown Prince Gold Mine) profitiert NMG überproportional von den hohen Margen je Unze.Starke
Kennzahlen (TTM): Umsatz: 219,29 Mio. AUD Nettogewinn (Net Income): 126,74 Mio. AUD bei einer herausragenden Profit Margin von 57,80 %.
Rentabilität: Ein Return on Equity (ROE) von 116,45 % belegt eine extrem hohe Management-Effizienz.
Finanzielle Stabilität & Cashflow: Laut jüngsten Berichten verfügt das Unternehmen über rund 155 bis 201 Mio. AUD an Cash bei nahezu vernachlässigbaren Schulden. Dies sichert die weitere Exploration (z. B. am Cloudkicker- oder Crown Prince East-Vorkommen) und den Ausbau von Untertage-Aktivitäten ohne sofortige Verwässerung durch neue Aktienplatzierungen ab.
Wachstumsfaktor: Der Dienstleister Tweenvest bewertet den Wachstumsfaktor des Unternehmens mit 100/100 Punkten. Operativ treiben hochgradige Bohrergebnisse in der Tiefe die Fantasie an.
💡 Konkrete Handelsidee (Setup) Aufgrund der hohen Dynamik und der fundamentalen Stärke bietet sich primär ein Trendfolge-Ansatz (Long) an. Da die Aktie auf Wochenbasis nach der Rallye jedoch kurzfristig heißgelaufen sein könnte, ist das Timing entscheidend.
➡️ Option A: Der Pullback-Einstieg (Konservativ – Bevorzugt) Einstiegsbereich (Buy Limit): 0,065 – 0,070 AUD Begründung: Ein klassischer Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau (ehemaliger Widerstand wird zur Unterstützung). Stop-Loss (SL): Unterhalb der Ichimoku-Linien und des Fibonacci-Niveaus bei 0,052 AUD.Kursziele (Take Profit): P 1: 0,085 AUD (Letztes Verlaufshoch) TP 2: 0,110 AUD (Psychologische Marke & nächste charttechnische Extension)
➡️ Option B: Der Momentum-Ausbruch (Aggressiv) Einstieg (Buy Stop): Bei Ausbruch über das aktuelle Wochenhoch bei 0,087 AUD.Stop-Loss (SL): Knapper unter dem letzten Mini-Wochen-Support bei 0,072 AUD.Kursziel (Take Profit): 0,115 AUD
⚠️ Risikohinweis: Da es sich um einen Small-Cap-Minenwert (Penny Stock) an der australischen ASX handelt, ist die Volatilität mit einem Beta von 2,29 extrem hoch. Positionen sollten daher im Gesamtportfolio klein gehalten werden, um das Risiko von heftigen Korrekturen abzufedern.
Oklo: Modulare Kernkraft; Aktie kurz vor Trendwende?Die Aktie von Oklo befindet sich gerade in einer sehr interessanten Korrektur. Die Welle 2 ist bereits fast beendet, und die Aktie könnte bald eine starke Trendwende hinlegen. Die Fibonacci-Zone wird gerade angelaufen, und wer weiß, vielleicht kommt demnächst der Turn-Around.
Das Thema der modularen Kernkraftwerke ist ein Hypethema, und die Aktie ist in der Vergangenheit durch diesen Hype in der Spitze weit über 3000% gestiegen. Doch wird die Aktie nochmal so stark steigen, und wo wäre ein Investment sinnvoll? Rein charttechnisch gesehen befinden wir uns laut den Elliott-Wellen bereits am Ende der Welle 2 Korrektur. Kurz vor dem Beginn einer Welle 3. Und eine Welle 3 ist für gewöhnlich die stärkste Welle in einer Aufwärtsbewegung. Mal schauen, ob es dazu kommt - es bleibt mehr als interessant!
Keine Anlageberatung.
DAX Tagesausblick 18.09.– Entspannung bei Öl - Bären holen LuftGuten Morgen zusammen,
Während die Fed mit ihrem hawkishen Zinsschritt und dem Dot Plot weiterhin für Gegenwind sorgt, kommen heute vor allem vom Ölmarkt und den nachgebenden Treasury-Renditen positive Impulse. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage der entscheidende Unsicherheitsfaktor. Zusätzlich sollte heute der große Verfallstag beachtet werden. Durch den gleichzeitigen Verfall von Index-Futures und -Optionen kann es insbesondere rund um die relevanten Abrechnungszeiten zu erhöhter Volatilität und kurzfristig verzerrten Kursbewegungen kommen. Entsprechend sollten einzelne Bewegungen heute nicht zwangsläufig als neues technisches Signal interpretiert werden.
Agenda:
* Geopolitische Lage
* Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
* Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
* Märkte und Korrelationen im Überblick
* Risk Assets im Überblick
* DAX Tagesausblick
* Fazit
Geopolitische Lage
Im Nahen Osten bleibt die Situation weiterhin hochdynamisch. Neben dem Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA hat sich zuletzt insbesondere die Lage zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen verschärft. Saudi-Arabien und die vom Iran unterstützten Huthi haben erneut gegenseitige Angriffe gemeldet, während die Huthi ihre Aktivitäten entlang der Red-Sea-Küste und in Richtung Bab el-Mandeb ausweiten. Reuters berichtet zudem, dass China nach einem Hilfegesuch Saudi-Arabiens Iran aufgefordert haben soll, seinen Einfluss auf die Huthi zu nutzen, um die Eskalation einzudämmen.
Genau diese Entwicklungen sind für den Ölmarkt aktuell entscheidend. Nachdem die geopolitischen Risiken den Ölpreis zunächst massiv nach oben getrieben hatten, sehen wir mittlerweile eine deutliche Gegenbewegung. Saudi-Arabien arbeitet daran, einen Teil der durch die Angriffe beeinträchtigten East-West-Pipeline-Kapazität wiederherzustellen und bietet zusätzliche Ölmengen über alternative Transportwege an. Dadurch haben sich die unmittelbaren Sorgen um die globale Versorgung etwas reduziert.
Gleichzeitig darf man die geopolitische Lage nicht unterschätzen. Auch im Bereich der Straße von Hormus bleibt die Situation angespannt. Iran meldete zuletzt den Angriff auf einen unter Togo-Flagge fahrenden Tanker. Damit bleibt das Risiko einer erneuten Eskalation bestehen.
Für die Märkte bedeutet das aktuell einen sehr interessanten Gegensatz: Sollte sich die geopolitische Lage weiter stabilisieren, könnte der Ölpreis deutlich stärker zurückkommen. Genau das wäre wiederum positiv für die Inflationserwartungen und damit perspektivisch auch für die Zinserwartungen und Risk Assets.
Auch die Bank of Japan hat heute geliefert und den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 % angehoben. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 2 Stimmen. Der Yen reagierte allerdings schwächer, da zwei Mitglieder gegen den Schritt stimmten und die Kommunikation nicht ausreichend hawkish aufgenommen wurde.
Der Yen bleibt als klassische Safe-Haven-Währung für die globalen Märkte interessant. Gleichzeitig zeigt die Reaktion heute aber auch, dass ein Zinsschritt alleine nicht zwangsläufig zu einer Aufwertung des Yen führen muss.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Bei den europäischen Inflationsdaten lag die Headline-Inflation im Euroraum im Jahresvergleich bei 3,2 %. Erwartet wurden 3,3 %, zuvor waren es 2,9 %. Damit lag die Inflation zwar über dem Vormonat, gleichzeitig aber leicht unter den Erwartungen.
Besonders interessant war die Kerninflation. Diese lag bei 2,4 %, genau im Rahmen der Erwartungen und unter den vorherigen 2,5 %. Damit sehen wir bei der Kerninflation zumindest eine leichte Entspannung. Die monatliche Inflation lag bei 0,4 % nach zuvor 0,2 %.
Aus den USA kamen anschließend erneut robuste Konjunkturdaten. Der Philadelphia Manufacturing Index lag bei 37,8 Punkten und damit deutlich über den erwarteten 31,4 Punkten. Zwar ist der Wert gegenüber den vorherigen 47,4 Punkten gefallen, er signalisiert aber weiterhin eine solide Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes.
Noch wichtiger waren die Initial Jobless Claims. Diese lagen bei lediglich 196.000, erwartet wurden 207.000, nach 206.000 in der Vorwoche. Auch der Vier-Wochen-Durchschnitt fiel auf 203.250. Damit zeigt der US-Arbeitsmarkt weiterhin keine deutliche Schwäche. 20261529.pdf
Für die Wirtschaft ist das zunächst positiv. Für die Fed ist ein stabiler Arbeitsmarkt allerdings ein weiterer Grund, bei der restriktiven Geldpolitik zu bleiben. Genau deshalb sind diese Daten für das aktuelle hawkishe Bild eher Gegenwind für die Risk Assets.
Die Bank of England hielt ihren Leitzins gestern bei 3,75 %, allerdings stimmten drei Mitglieder für eine Anhebung. Gleichzeitig wurden die Inflationsrisiken stärker nach oben eingeschätzt.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute steht weniger die klassische Makroseite im Vordergrund. Relevant sind vor allem die Aussagen von EZB-Präsidentin Lagarde sowie später FOMC-Mitglied Bowman.
Der eigentliche Fokus bleibt aus meiner Sicht aber klar auf der geopolitischen Entwicklung und dem Ölpreis . Genau hier entscheidet sich momentan, ob der Markt die hawkishe Fed-Kommunikation weiter einpreisen muss oder ob ein deutlich fallender Ölpreis wieder für Entspannung bei den Inflationserwartungen sorgt.
Gleichzeitig nähern wir uns in der kommenden Woche dem Ende des dritten Quartals. Dadurch können Rebalancing, Gewinnmitnahmen und entsprechende Quartalsflows zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Dem stehen allerdings auch mögliche saisonale Unterstützungsfaktoren zum Jahresende gegenüber. Die Ausgangslage bleibt damit alles andere als eindeutig.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Beim US Oil sehen wir aktuell einen massiven Rückgang von rund 5,8 %. Der Preis ist damit wieder deutlich unter die 100-Dollar-Marke gefallen.
Für mich sind jetzt zwei Zonen entscheidend. Zunächst die 93,50 USD, das Monatshoch aus Juli, und darunter die 91,64 USD. Sollte auch diese Zone nachhaltig brechen, sehe ich die nächsten relevanten Unterstützungen erst wieder bei 87,80 USD und anschließend bei 86,34 USD, dem Monatshoch aus August beziehungsweise dem bisherigen Monatstief im September.
Hier wäre ich aktuell besonders vorsichtig mit Long-Positionen. Sollte sich die geopolitische Lage weiter deeskalieren, kann der Ölpreis sehr schnell weiter unter Druck geraten. Und genau das könnte den Risk Assets wiederum erheblichen Rückenwind geben.
US Bonds
Bei den US-Staatsanleihen ergibt sich auf Wochenbasis ein gemischtes Bild. Bei den von mir beobachteten Laufzeiten liegen wir aktuell bei rund +0,69 % bei den 3-Jährigen, -0,60 % bei den 5-Jährigen, +0,41 % bei den 10-Jährigen und -1,41 % bei den 30-Jährigen.
Interessant ist dabei vor allem, dass die länger laufenden Renditen zuletzt wieder etwas zurückgekommen sind. Genau diese Bewegung hat den Aktienmärkten nach dem Fed-Entscheid zusätzlichen Spielraum gegeben. Auch Reuters führte den gestrigen Rebound an der Wall Street unter anderem auf fallende Ölpreise und nachgebende Treasury-Renditen zurück.
DXY
Der DXY hält sich weiterhin sehr stabil. Auf Wochenbasis liegen wir aktuell rund 1,2 % im Plus und konnten uns oberhalb der 100er-Marke etablieren.
Die nächsten Ziele bleiben für mich 100,50 und anschließend 100,65. Sollten wir uns nachhaltig darüber stabilisieren, befinden wir uns wieder am oberen Ende der großen Jahresrange. Dann wird entscheidend, ob daraus tatsächlich ein nachhaltiger Ausbruch entsteht. Solange wir von mindestens einem weiteren Zinsschritt nach oben seitens der FED ausgehen können, sehe ich den Dollar weiterhin Bullisch.
VIX
Auch beim VIX sehen wir wieder eine deutliche Entspannung. Aktuell stehen wir bei etwa 15,04. Rund um den FOMC-Entscheid konnte der VIX zwar kurzzeitig bis knapp 18,9 steigen, die Marke von 20 wurde jedoch nicht erreicht.
Damit bleibt die eingepreiste Volatilität im S&P 500 weiterhin vergleichsweise überschaubar.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia notiert vorbörslich bei rund 221 USD. Die relevanten Supports haben weiterhin gehalten.
Solange wir über 217 USD bleiben, bin ich weiterhin bullish und sehe die nächsten Ziele bei 230 USD und anschließend 236 USD.
Bitcoin
Auch Bitcoin scheint trotz des hawkishen FOMC zunächst leichten Support gefunden zu haben. Für mich gibt es hier allerdings weiterhin keine saubere Struktur.
Wir befinden uns innerhalb einer Range, gleichzeitig bleibt das Risiko von Liquiditätsabholungen hoch. Dementsprechend sehe ich aktuell keine attraktiven Setups und bleibe hier außen vor.
S&P 500
Beim S&P 500 haben wir gestern einen starken Rebound von rund 1,1 % gesehen. Heute liegen wir bereits weitere 0,37 % im Plus.
Für mich bleibt die Marke bei 7.729 Punkten, dem Wochenhoch der KW 37, entscheidend. Sollten wir uns darüber halten, wäre das nächste Ziel das September-Monatshoch bei 7.778 Punkten, direkt gefolgt vom Wochenhoch der KW 35 bei 7.781 Punkten.
Sollten wir dagegen wieder unter den August-Monatsschlusskurs beziehungsweise das aktuelle Tageslow bei 7.700 Punkten fallen, würde sich für mich wieder die Zone zwischen 7.605 und 7.551 Punkten anbieten.
Wichtig bleibt aber: Eine erneute Eskalation im Nahen Osten kann diese technischen Szenarien jederzeit überschreiben.
Nasdaq 100
Auch beim Nasdaq sehen wir seit zwei Tagen wieder deutlich mehr Stärke. Gestern ging es um 1,24 % nach oben, heute liegen wir bereits weitere 0,88 % im Plus.
Wir konnten uns wieder oberhalb der 29.500er-Marke etablieren. Solange wir darüber bleiben, ist für mich die nächste entscheidende Zone das September-Monatshoch beziehungsweise die Wochenhochs der KW 37 und KW 35 bei 29.750 Punkten.
Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde die 30.000er-Marke in den Fokus rücken.
Sollten wir dagegen wieder unter 29.500 fallen, trübt sich das Bild zunächst wieder in Richtung 29.000 ein. Unterhalb von 29.000 würde sich das technische Bild nochmals deutlich verschlechtern.
US30
Auch der US30 zeigt aktuell eine leichte Erholung und konnte sich wieder oberhalb der 52.000er-Marke etablieren.
Sollten wir hier Support finden, wären die nächsten Ziele 52.350 und 52.500 Punkte.
Bei einer erneuten Rejection würde ich dagegen wieder die 51.500 und darunter die 51.000 Punkte beobachten.
DAX Tagesausblick
Beim DAX hat sich an meiner grundsätzlichen Einschätzung nicht allzu viel verändert. Gestern konnten wir zwar eine Erholung von rund 0,6 % sehen, trotzdem bleibe ich zunächst vorsichtig.
Ich rechne weiterhin damit, dass wir zunächst noch einmal den Bereich um 26.000 Punkte anlaufen beziehungsweise dort Liquidität abholen, bevor die nächste größere Bewegung entsteht.
Darunter wird für mich die Zone zwischen 25.500 und 25.440 Punkten entscheidend. Hier liegt eine relevante Unterstützungszone, wobei insbesondere das gestrige Daily Low eine Rolle spielt.
Sollten wir diese Zone nachhaltig nach unten brechen, würde sich das technische Bild wieder deutlich eintrüben. Unterhalb von 25.000-25.440 Punkten wäre für mich eine erneute Bewegung in Richtung der tieferen Unterstützungsbereiche wahrscheinlich.
Solange wir uns allerdings oberhalb der genannten Unterstützungen halten, bin ich zunächst vorsichtig bullish und würde den Bereich um 26.000 als erstes Ziel auf der Oberseite beobachten.
Sollte sich die geopolitische Lage weiter stabilisieren und der Ölpreis nachhaltig weiter fallen, würde ich entsprechend auch nicht mehr aktiv nach Shorts suchen. Genau diese Entwicklung könnte momentan der entscheidende Katalysator für eine weitere Erholung der Risk Assets sein.
Fazit
Fundamental bleibt das Bild zunächst schwierig. Die Fed hat den Leitzins auf 3,75–4,00 % angehoben und der aktuelle Dot Plot signalisiert weiterhin einen restriktiven Zinspfad. 16 von 18 Fed-Mitgliedern sehen mindestens eine weitere Anhebung in diesem Jahr.
Gleichzeitig bleibt der US-Arbeitsmarkt stabil, wie die aktuellen Initial Jobless Claims erneut gezeigt haben. Das spricht momentan nicht für eine schnelle Abkehr der Fed von ihrer restriktiven Haltung.
Der entscheidende Faktor für die kommenden Tage könnte deshalb der Ölpreis sein.
Sollte sich die geopolitische Situation weiter entspannen und Öl nachhaltig unter die 90-Dollar-Marke fallen, könnte das ein erheblicher Entlastungsfaktor für die Märkte werden. Denn die Märkte handeln die Zukunft: Ein dauerhaft niedrigerer Ölpreis würde den Inflationsdruck reduzieren und damit perspektivisch auch wieder mehr Spielraum für eine dovishere Geldpolitik schaffen.
Genau diese Kombination aus fallendem Ölpreis, sinkenden Renditen und stabilen Risk Assets sehen wir aktuell bereits ansatzweise. Die gestrige Erholung an der Wall Street erfolgte entsprechend trotz des hawkishen Fed-Entscheids.
Für den DAX bleibe ich deshalb kurzfristig vorsichtig bullish, solange die genannten Unterstützungen halten. Gleichzeitig gilt: Eine erneute geopolitische Eskalation kann dieses Szenario jederzeit verändern.
Die konkreten FOMC-Szenarien sowie die Entwicklung von NFP, PPI, CPI und PCE habe ich im aktuellen Wochenausblick und im Video bereits ausführlich dargestellt – schaut dort gerne noch einmal rein.
Das stellt wie immer keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung dar.
Ich wünsche allen stabile Trades und schon einmal ein schönes Wochenende.
LVMH, nach dem Kurssturz eine Chance?Die LVMH-Aktie hat seit ihrem Allzeithoch im Frühjahr 2023 55 % verloren, wobei der Kurs von mehr als 900 € auf 400 € gefallen ist. LVMH ist mit Abstand das weltweit führende Unternehmen im Luxusgütersektor. Ist die Aktie nach einem derart starken Kursrückgang nun wieder eine Chance?
Um diese Frage analytisch zu beantworten, schlage ich vor, die Bewertungskennzahlen des Aktienmarktes sowie die Signale der technischen Analyse der Finanzmärkte zu betrachten.
· Bewertungskennzahlen: Forward-KGV, klassisches KGV und Price-to-Sales
· Mittel- und langfristige Signale der technischen Analyse auf Basis der Wochenkerzen
Doch zunächst sollten wir daran erinnern, warum die LVMH-Aktie seit ihrem Rekordhoch von 2023 mehr als 50 % verloren hat.
Der Hauptgrund ist die abrupte Wende im Luxuszyklus nach mehreren außergewöhnlich starken Wachstumsjahren. Ab 2023 normalisierte sich die Nachfrage allmählich, insbesondere mit einer deutlichen Verlangsamung des Konsums von Luxusgütern in China, einem strategisch wichtigen Markt für LVMH. Zudem litt der Konzern unter den Folgen der in den vergangenen Jahren sehr stark gestiegenen Preise, die einen Teil der sogenannten „aspirational“ Kundschaft zunehmend entfernt haben. 2024 ging der Umsatz von LVMH daher um 2 % zurück, gefolgt von einem weiteren Rückgang um 1 % im Jahr 2025, während das operative Ergebnis noch stärker unter Druck geriet.
Hinzu kamen ein weniger günstiges makroökonomisches Umfeld, geopolitische und handelspolitische Spannungen sowie Unsicherheiten hinsichtlich des Konsums in den USA und Asien. Der Aktienmarkt bestrafte vor allem die sinkenden Gewinnerwartungen: LVMH wurde am Hoch von 2023 mit sehr hohen Bewertungsmultiplikatoren gehandelt, basierend auf einem Wachstum, das sich scheinbar dauerhaft fortsetzen konnte. Als sich dieses Wachstum umkehrte, verstärkte die Kontraktion des Bewertungsmultiplikators den Rückgang der Gewinne zusätzlich.
Die entscheidende Frage lautet nun, ob der starke Kursrückgang die aktuellen Schwierigkeiten bereits ausreichend eingepreist hat, um wieder einen attraktiven Einstiegspunkt zu bieten.
Die erste gute Nachricht: Aus Sicht der Aktienbewertung ist LVMH inzwischen wieder eine interessante Chance, insbesondere im Vergleich zu seinen Wettbewerbern.
Die folgende Tabelle zeigt die fünf größten börsennotierten Unternehmen der Luxusgüterbranche weltweit sowie deren Forward-KGV. Nach einem Rückgang von 55 % gegenüber dem Allzeithoch weist die LVMH-Aktie im Vergleich zu ihren Wettbewerbern inzwischen einen deutlichen Bewertungsabschlag auf.
Bevor jedoch wieder ein Einstieg in Betracht gezogen werden kann, muss der technische Abwärtstrend beendet werden. Das Ichimoku-System kann dabei hilfreich sein. Der Abwärtstrend wird beendet sein, wenn es dem Markt gelingt, wieder oberhalb des Wochen-Kumo des Ichimoku-Systems zu notieren.
Der folgende Chart zeigt die wöchentlichen japanischen Candlesticks der LVMH-Aktie sowie die Bewertungskennzahlen klassisches KGV, Forward-KGV und Price-to-Sales. Der übergeordnete Trend der Aktie bleibt bearish, solange der Kurs unterhalb der Wochen-Wolke des Ichimoku-Systems notiert.
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EURUSD ShortÜbergeordnet erkennen wir im EURUSD dass wir seit Mitte 2023 in einem Aufwärtstrend in Form einer IKI Sequenz sind. Seit Anfang des Jahres ist dieser Markt jedoch in eine Korrektur übergegangen wie wir an der türkisen Abwärtssequenz sehen können.
Das nach 2-3 Jahren Aufwärtstrend und erreichter 100er Extension der Long IKI Sequenz eine Korrektur in den Markt eintritt ist komplett erwartet und geht auch nach unserer Erwartungshaltung. Entsprechend kann man hier den Short-Weg bis ins blaue BC Korrketurlevel bei möglichen regelkonformen Einstiegen handeln.
Wie wir anhand des Dailys sehen können, haben wir eine stabile Shortsequenz welche aktuell uns ein verfrühtes BC (=BC ohne 100er Ext.) gegeben hat. Dieser Bereich war nicht direkt handelbar. Entsprechend warten wir hier auf Reaktion, welche uns der Markt gerade gibt.
Denn aus diesem verfrühten BC ergibt sich aktuell ein stabiler Shortaufbau in Form der orangenen IKI Sequenz welche durch eine sekundäre III Sequenz (in blau) aktiviert worden ist.
Hier erwarte ich nun, dass der Markt die blaue Sequenz abschließt um uns die Shortkraft zu bestätigen. Sollte dies passieren, so ist ein mögliches BCKL der orangenen Sequenz ein möglicher Trade
EWA: 1D BTC: W4 im Fokus!+CME-Gap+dann W5 Rakete-Die Sep-Roadmap🟠 BTC/USD 🟢 - Up-Date Version++
🧭 2tes September - Update bei Bitcoin
🏛️ KRYPTO-OLYMP -⚡ZEUS vs HULK🟢
🟠 BTC/USD 🟢 – Digitales Gold vs Greenback
🗺️Ein (für mich) Kurzfristiger Ausblick!🗺️
🕵🏼🔎 EWA 1D ANALYSE: Rote Welle 4 im Fokus! (Hauptchart von oben) 🧭
🕵🏼🔎 EWA 8H & 4H ANALYSE: Details, Alternatives Welle-4-Szenario & Mein Trade-Plan 🎯
Diese beiden alte Analyse sind der HauptPlan:
EWA: 8H BTC: - Fleischwolf Spezial: der "Fake Bullrun?"
und
EWA: 1W BTC: Die "Ruhe vor dem Welle-B-Sturm" - September-Setup
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„Wenn das Leben dir Charts gibt, dann zeichne halt 🌊 Wellen drauf!“
– TigerTwin136
Willkommen im Rudel , deinem 🐯TigerDojo🥋 - du verrückter Tiger.
Hier gibt’s:
📊 Pure Elliott-Wellen-Leidenschaft (immer Logarithmische Charts!)
❤️ Eine ordentliche Portion Liebe
🤪 Und genau den richtigen Wahnsinn, um im Markt nicht verrückt zu werden
🌊Meine Wellen dienen als Kompass🧭
„Besser mit einem 📜Plan baden🛀🏼 gehen, als planlos untergehen.“
– TigerTwin136
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🕵🏼🔎 EWA 1D ANALYSE: Rote Welle 4 im Fokus! (Hauptchart von oben) 🧭
(Kleiner Side-Fact zu Beginn: Siehst du meine eigene Hybrid-Cloud im Chart?
Werde ich bei Zeiten definitiv mal veröffentlichen wollen – aktuell frisst die Zeitknappheit einfach meine Prioritäten auf!)
Halten wir uns strikt an den roten Hauptcount/Faden:
Wir befinden uns in der impulsiven 1-2-3-4-5-Struktur der übergeordneten orangefarbenen Welle A!
Der rote Pfeil im Chart ist mein Kompass🧭:
Er deutet auf die rote Welle 5 und markiert die Mindest-Zielzone, die der Kurs ansteuern "muss". Basierend auf dem aktuellen Welle 4 Low. Könnte sich noch ändern!
Die Ankerpunkte für die rote Welle 5 (Ursprung Welle 1 als Maßstab):
🎯 83,3k $ = Das magische 61,80% Fibonacci-Retreacement!
🎯 88,2k $ = Das volle 100% Fibonacci-Level!
Achte auf meine TigerTwin-Hybrid-Cloud (Name noch nicht Final und nicht öffentlich):
Die kurzfristigen Wolken leuchten grün und orange – und genau um dieses heiße Farbenspiel geht es hier gerade! (ein ichimoku auf Tagesbasis🟢🟠)
Die 🟢Wolke gibt mir den Rahmen für die Welle 4 vor.
Welle 4 Darf die Wolke unterschreiten, die Wolke muss aber 🟢grün bleiben.
Die Übergeordnete Wolke liegt auf einem höheren TimeFrame (ein ichimoku auf WocheBasis🔵🔴) und ist ROT welcher aber auf dem TagesCahrt zu sehen ist - verweist damit übergeordnet auch darauf hin, dass die Bären immer noch primär am Drücker sind!
🚀 96,5k $ = Das 161,80% Fibonacci-Monster! (Ursprung Welle 1 als Maßstab)
🕵🏼🔍 Das alternative Welle-5-Szenario der Welle A (Zoom-Out auf 1D):
Ja, du siehst richtig!
Auch das wäre theoretisch ein denkbares Ziel für die Welle A – verpackt in einer winzigen, extrem präzisen Zone. 📍 (siehe ganz oben)
Aber ich bin ehrlich:
Aktuell gehe ich nicht von diesem extremen Szenario aus!
Ich bin felsenfest der Meinung, dass diese Region erst später als Zielbereich für die übergeordnete Welle 2 angesteuert wird.
Ausschließen kann ich an der Börse natürlich gar nichts – wer das behauptet, lügt dir ins Gesicht!
Bevor wir uns aber vollkommen in Träumen von neuen Hochs bei Bitcoin verlieren, müssen wir erst einmal eine fundamentale Frage klären:
Ist die rote Welle 4 hier eigentlich schon fertig – oder zieht sie sich noch weiter?
Denn wie immer gilt im gesamten Chart-Universum die eiserne Regel:
Der Chart hat immer Recht – und nicht ich!
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🕵🏼🔎 EWA 8H & 4H ANALYSE: Details, Alternatives Welle-4-Szenario & Mein Trade-Plan 🎯
👉Das 8H-Szenario: Wenn die rote Welle 4 hier fertig eingetütet ist!
Sollte dieser Rücksetzer tatsächlich das Finale der Welle 4 gewesen sein, gibt es eine glasklare Regel:
Das Tief der Welle 4 bei ca. 76.000 $ darf unter keinen Umständen mehr nach unten durchbrochen werden! 🛑 Sonst ist Welle 4 noch nicht fertig!
Wer hier mitspielen will, für den müsste der Einstieg dementsprechend zeitnah über die Bühne gehen.
Etappenziele TP1, TP2 & TP3 habe ich dir über die weiße Fibonacci-Extension eingezeichnet. Die überlappen sich verdammt gut mit den oben analysierten Zielbereichen der roten Welle 5!
👉Der 4H-Zoom: Die Feinstruktur der Welle 4 unter der Lupe
🚨Wichtige Anmerkung - Wir bekommen zum Wochenstart ein CME-Gap!
Wir bekommen am Montag ein frisches CME-Gap serviert!📉
Der Markt hinterlässt uns eine Kurslücke nach unten, die aktuell ab 77.340 $ offen steht und noch munter vor sich hin blutet.
Meine🔥heiße Vermutung für die kommenden Tage:
Der Markt liebt es, seine Hausaufgaben zu machen.
Ich gehe stark davon aus, dass diese Kurslücke im Laufe der Woche mit dem Starten der roten Welle 5 geschlossen wird!
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🕵🏼🔎4H Chart Das alternative Welle-4-Szenario: Mein persönlicher Favorit!🔥
Ich mache kein Geheimnis daraus:
👉Das hier ist mein Hauptfavorit und in meinen Augen das wahrscheinlichere Szenario!
In dieser Variante ist die Welle 4 eben noch nicht fertig!
Sie zieht sich weiter und steuert die grüne Kauf-Zone zwischen 75,5k $und 73,4k$ an.
Das entspricht punktgenau dem magischen 38,20%-Fibonacci-Retracement – und die Welle 4 liebt genau dieses Level.📉(Der Markt darf tiefer fallen, darf aber Welle 1 (rot bei 66.9k) nicht schneiden für einen 5tlg Impuls)
Mein konkreter Bauplan für diesen Trade:
🛒 Einstieg: Akkumulativ gestaffelt ab 75,5k $ abwärts
🛡️ Stop-Loss (SL): Hauchdünn unter dem 38,20%-Fibo platziert.
🎯 Targets (TP1, TP2 & TP3): Erste Etappenziele bei der weißen Welle 3 bis hoch zum Finale der Welle 5 (weiß + rot) – wie gehabt gemessen über die bekannten Fibo-Extensionen!
🕵🏼🔎 1H Zoom Die Feinstruktur des Favoriten:
Sollte der Markt diesen Pfad einschlagen, würden sich im späteren Verlauf innerhalb der weißen Welle 2 sogar noch einmal frische Einstiegschancen ergeben!
Unterm Strich spricht aktuell alles dafür:
Die Welle 4 läuft noch ein Stück.
Wir kassieren zu Wochenbeginn das CME-Gap nach unten, rauschen direkt in unsere grüne „Buy-Zone“ und arbeiten das Lehrbuch-Ziel der Welle 4 bei 38,20% ab, bevor die Post richtig abgeht! ⛽️🚀
Zur Erinnerung von eben:
📉(Der Markt darf tiefer fallen, darf aber Welle 1 (rot bei 66.9k) nicht schneiden für einen 5tlg Impuls)
SL ist gesetzt!
🚨Anmerkung:
Rote Welle 5 Ziele ändern sich mit diesem Szenario! Würde ich unter der Analyse dann nach liefern.
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🐯TIGER-FAZIT🐯
Für mich steht fest:
Bitcoin hat definitiv noch ein weiteres, höheres Hoch auf dem Zettel stehen!📈
In meinem Zählwerk ist das eine klassische 5-teilige Welle A – schlichtweg weil ich übergeordnet bärisch gestimmt bin und für 2027 Kursziele im Visier habe, die der Großteil des Marktes aktuell noch für einen schlechten Witz hält:
Ich rede hier von 20.000$ bis 28.000$!🩸📉
Klar, man könnte die aktuelle Bewegung auch rein bullisch als ganz normalen Impuls zählen. Aber damit würde man behaupten, dass der finale Boden bei Bitcoin schon eingetütet ist.
Und ganz ehrlich? Das glaube ich noch nicht!
Ganz wichtig zum Schluss, meine Lieben:
Das ist hier einzig und allein meine persönliche Meinung und Idee!
Das ist KEINE Anlageberatung! Nur weil ich mein eigenes Kapital so durchs Gefecht steuere, musst du nicht blind dieselben Fehler machen wie ich! Pass auf deinen Geldbeutel auf!
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Vielen Dank für Deine Aufmerksamkeit und dass Du meine Gedankenreise bis zu diesem Punkt mitgemacht hast!
Dein Tiger 🐯
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Gimmy Feedback! 🗯️💬
Wenn dein Wahnsinn😵💫 zu meinem passt:
Drück auf die Rakete! 🚀
Wenn nicht?
Komm wieder, wenn du mehr Wahnsinn im Tank hast.😉
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📘Disclaimer📘
Diese Analyse dient nur zu Informations- und Bildungszwecken – keine Finanz- oder Anlageberatung! Das hier ist keine Handelsempfehlung! Auch wenn ich mein bestes Fibo-KungFu🥋 aus dem Elliott-Wellen-Multiversum🌌 anwende, bleibt das hier meine persönliche Interpretation. Ich garantiere weder Richtigkeit noch Vollständigkeit. Ich übernehme keinerlei Haftung für brennende Konten.
Der Handel mit Devisen, Rohstoffen und Krypto birgt extreme Risiken und kann zum Totalverlust führen. Wer auf Basis dieser Idee handelt, tut das auf eigene Gefahr und ohne Sicherheitsgurt. Ich bin kein 🧘EW-Sensei, sondern meistere mein KungFu🥋 selbst noch jeden Tag.
SP500🇺🇸 - Ausblick KW38/2025Hallo Trader,
es steht die Woche der Wahrheit an. FED Entscheid und Outlook - was erwartet uns da?
📊 Fundamentaler Ausblick KW38 (14.09. – 18.09.2026)
KW38 dürfte ganz klar von der FED-Zinsentscheidung am Mittwochabend dominiert werden. Nach den starken US-Arbeitsmarktdaten Anfang September und den aktuellen Inflationszahlen vom Freitag ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung deutlich gestiegen. Der Markt preist inzwischen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Schritt um 25 Basispunkte ein. Damit wird weniger die eigentliche Entscheidung als vielmehr der neue Dot Plot, die Wirtschaftsprojektionen und vor allem die Pressekonferenz von FED-Chef Kevin Warsh entscheidend sein. Die FOMC-Sitzung findet am 15. und 16. September statt, die Entscheidung folgt am Mittwoch um 20:00 Uhr deutscher Zeit, die Pressekonferenz um 20:30 Uhr.
Die US-Inflationsdaten vom Freitag haben den Druck auf die FED zusätzlich erhöht. Der Verbraucherpreisindex stieg im August um 0,4 % zum Vormonat und damit deutlich stärker als die 0,1 % aus dem Juli. Auf Jahressicht blieb die Inflation bei 3,4 %. Besonders relevant war jedoch die Kernrate: Sie stieg im Monatsvergleich um 0,3 % und damit stärker als die erwarteten 0,2 %. Auf Jahressicht ging die Kerninflation zwar leicht auf 2,4 % zurück, trotzdem zeigt der aktuelle Report, dass der kurzfristige Preisdruck noch nicht verschwunden ist.
Genau diese Kombination aus robustem Arbeitsmarkt und hartnäckiger Inflation verschafft der FED aktuell ausreichend Spielraum, die Geldpolitik erneut zu straffen. Nach Veröffentlichung des CPI stiegen die Erwartungen an eine Zinserhöhung am Mittwoch auf rund 90 %. Besonders die kurzfristigen US-Anleiherenditen reagierten deutlich, während der Dollar zunächst anzog.
Für die Märkte bedeutet das: Eine Zinserhöhung allein dürfte inzwischen keine große Überraschung mehr darstellen. Entscheidend wird sein, wie Warsh den weiteren Zinspfad beschreibt. Sollte der Dot Plot zusätzliche Zinserhöhungen für die kommenden Monate signalisieren und Warsh erneut klar hawkish auftreten, könnten US-Dollar und Anleiherenditen weiter steigen. Für Nasdaq, Growth-Aktien und Gold wäre das zunächst eher Gegenwind.
Sollte die FED dagegen zwar um 25 Basispunkte anheben, gleichzeitig aber signalisieren, dass weitere Schritte nur bei erneut deutlich höheren Inflationsdaten notwendig sind, könnte der Markt die Entscheidung als eine Art „hawkish hike, dovish outlook“ interpretieren. In diesem Fall wäre sogar eine Erholungsbewegung bei Aktien denkbar, insbesondere wenn die Renditen anschließend zurückkommen.
Vor dem FED-Termin stehen am Dienstag zunächst die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen auf dem Kalender. Diese dürften einen ersten Eindruck davon vermitteln, wie Investoren die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft einschätzen.
Am Mittwoch wird es dann bereits vor der FED spannend. Um 08:00 Uhr werden die britischen Verbraucherpreise veröffentlicht. Um 14:30 Uhr folgen die US-Einzelhandelsumsätze. Gerade letztere sind wichtig, weil sie zeigen, ob der amerikanische Konsument trotz höherer Preise und hoher Zinsen weiterhin robust bleibt. Starke Retail Sales wären ein weiteres Argument für eine straffe FED, schwache Zahlen könnten dagegen zumindest etwas gegen eine zu aggressive Zinspolitik sprechen.
⭐️ Der klare Höhepunkt folgt am Mittwochabend um 20:00 Uhr mit der FED-Zinsentscheidung. Gleichzeitig veröffentlicht die Notenbank ihre neuen Wirtschaftsprojektionen und den aktualisierten Dot Plot. Um 20:30 Uhr folgt die Pressekonferenz mit Kevin Warsh. Genau dort dürfte sich entscheiden, ob die Märkte lediglich einen einzelnen Zinsschritt oder den Beginn eines erneuten Straffungszyklus einpreisen.
Am Donnerstag folgen die finalen Inflationsdaten der Eurozone. Die vorläufigen Zahlen für August hatten gezeigt, dass die Inflationsrate im Euroraum von 2,9 % auf 3,3 % gestiegen ist. Besonders auffällig war erneut die Energiekomponente mit 14,3 % gegenüber dem Vorjahr. Damit bleibt auch für die EZB das Inflationsproblem präsent.
Ebenfalls am Donnerstag entscheidet die Bank of England über ihren Leitzins. Zusätzlich stehen der Philly-Fed-Index und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf dem Programm. Nach der FED-Sitzung könnten diese Daten allerdings deutlich weniger Gewicht haben.
Am Freitag richtet sich der Blick schließlich nach Japan. Die Bank of Japan entscheidet über ihren Leitzins. Laut Kalender liegt der aktuelle Satz bei 1,0 %, während die Prognose bei 1,25 % liegt. Sollte die BoJ tatsächlich anheben, könnten vor allem der Yen und globale Anleihemärkte reagieren.
Die wichtigsten Termine der KW38:
🔹 Dienstag 11:00 Uhr – ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland🇩🇪
🔹 Mittwoch 08:00 Uhr – Verbraucherpreise Großbritannien 🇬🇧
🔹 Mittwoch 14:30 Uhr – US Einzelhandelsumsätze 🇺🇸
⭐️ Mittwoch 20:00 Uhr – FED-Zinsentscheidung 🇺🇸
⭐️ Mittwoch 20:00 Uhr – FOMC Wirtschaftsprojektionen & Dot Plot 🇺🇸
⭐️ Mittwoch 20:30 Uhr – Pressekonferenz der FED 🇺🇸
🔹 Donnerstag 11:00 Uhr – Verbraucherpreise Eurozone 🇪🇺
🔹 Donnerstag 13:00 Uhr – Bank of England Zinsentscheidung 🇬🇧
🔹 Donnerstag 14:30 Uhr – Philly Fed Herstellungsindex 🇺🇸
🔹 Donnerstag 14:30 Uhr – US Erstanträge Arbeitslosenhilfe 🇺🇸
🔹 Freitag 05:00 Uhr – Bank of Japan Zinsentscheidung 🇯🇵
Fazit: KW38 dürfte eine der wichtigsten Wochen des Monats werden. Die jüngsten US-Daten haben die Ausgangslage deutlich verschärft: Der Arbeitsmarkt bleibt robust, gleichzeitig beschleunigte sich die monatliche Inflation im August wieder und die Kernrate fiel etwas höher aus als erwartet. Damit steht die FED praktisch vor einer Situation, in der ein Zinsschritt nach oben vom Markt inzwischen weitgehend erwartet wird.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht mehr nur: Hebt die FED die Zinsen an? Sondern: Wie viele weitere Schritte könnten folgen?
Genau hier werden Dot Plot und Warshs Pressekonferenz entscheidend. Ein klar hawkisher Ausblick dürfte insbesondere Nasdaq, Gold und zinssensitive Wachstumswerte belasten und gleichzeitig US-Dollar sowie Anleiherenditen stützen. Fällt die Kommunikation dagegen vorsichtiger aus, könnte die erste Marktreaktion auf die Zinserhöhung schnell wieder gedreht werden.
Damit liegt das wichtigste Volatilitätsfenster eindeutig am Mittwochabend zwischen 20:00 und 21:00 Uhr.
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Chart SP500🇺🇸
Klar ist - ich werde defintiv den Mittwoch abwarten. Logisch - der Kurs hat am Support reagiert. Das wäre aber alles nichts wert, wenn wir eine Zinserhöhung UND einen hawkischen Ausblick (weitere Erhöhungen) erhalten. Dann wäre das Freitagstief ein Keylevel für einen Short trade.
Ergo - FED Entscheid abwarten und dann reagieren.
Widerstände
- Zone um 7800
Unterstützungen
- Zone bei 7600 Punkte- 7500
- Tief bei 7240 Punkte
- Zone ums ATH bei ca 7000 Punkten
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
Ethereum korrigiert — aber die Bullen haben immer noch...Ethereum korrigiert — aber die Bullen haben immer noch das bessere Setup
Ethereum durchläuft eine Korrektur auf dem 4H-Zeitrahmen nach einer relativ starken Aufwärtsbewegung .
Was diese Korrektur interessant macht, ist die Diskrepanz zwischen Preis und Zeit.
Die Korrektur dauert nun schon eine Weile, aber die tatsächliche Abwärtsbewegung blieb relativ kontrolliert. Statt einer scharfen Umkehr konsolidiert ETH um einen wichtigen Unterstützungsbereich.
Gleichzeitig wurde das vorherige bärische Muster bereits gebrochen und der Preis begann sich vom unteren Teil der Struktur zu erholen.
Es gibt auch ein bullisches Muster auf dem H1-Zeitrahmen, das dem kurzfristigen bullischen Szenario eine weitere Unterstützungsebene verleiht.
Vorerst, basierend auf der Struktur und dem Verhalten der Kerzen, gebe ich dem bullischen Szenario mehr Gewicht — es sei denn, das entscheidende Invalidierungslevel wird gebrochen.
ETH Setup
Zeitrahmen: 4H
🟢 Aktuelle Unterstützung / Pullback-Zone: 2440 Bereich
❌ Invalidierung: 2339
🎯 Musterziel: 2710
🎯 Mittelfristiges Ziel: 3014
Von hier aus gibt es zwei Möglichkeiten.
Szenario 1 — Retest und Fortsetzung
Die aktuelle Korrektur könnte einfach ein Retest des Ausbruchs sein.
Wenn ETH weiterhin über dem Unterstützungsbereich 2440 hält und Käufer aktiv bleiben, könnte der nächste Move zuerst 2710 anvisieren.
Eine stärkere Fortsetzung würde dann den Weg zum mittelfristigen Ziel 3014 öffnen.
Szenario 2 — Tieferer Pullback
Der Preis ist möglicherweise noch nicht fertig mit der Korrektur.
Wenn der aktuelle Bereich versagt, könnte ETH tiefer in die Unterstützungszone 2440 fallen, bevor eine erneute Erholung versucht wird.
Das würde die bullische Struktur nicht unbedingt zerstören.
Das wichtige Level ist 2339.
Ein klarer Bruch unter 2339 würde dieses Setup invalidieren und uns zwingen, die Struktur neu zu bewerten.
Warum ich das noch nicht als Umkehr bezeichne
Eines der Dinge, die mir an diesem Setup gefallen, ist, dass die Korrektur relativ geordnet verlief.
Nach einer starken Bewegung braucht der Markt oft Zeit, um zu konsolidieren und früheren Käufern zu ermöglichen, Gewinne mitzunehmen, während neue Käufer einsteigen.
Im Moment hat ETH nicht die Art von aggressivem Verkauf gezeigt, die mich sofort zu einer bärischen Tendenz wechseln lassen würde.
Also beobachte ich vorerst:
2440 Unterstützung → 2710 Musterziel → 3014 mittelfristiges Ziel.
Der Markt muss die Fortsetzung noch beweisen.
Ethereum Fundamentale & Entwicklungs-Update
Ethereum bleibt eines der größten Smart-Contract-Ökosysteme, dessen langfristige Entwicklung auf die Verbesserung von Skalierbarkeit, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit ausgerichtet ist.
Auf der Entwicklungsseite bereitet sich die Ethereum Foundation derzeit auf Glamsterdam vor, das sich im öffentlichen Test befindet, während die nächste Phase der Roadmap, Hegotá, bereits in die Scoping-Phase eintritt. Das Protokollteam der Foundation hat auch längerfristige Prioritäten bis 2029 veröffentlicht.
Dies ist wichtig, weil die fundamentale Geschichte von Ethereum zunehmend darum geht, das Netzwerk zu skalieren und dabei Dezentralisierung und Sicherheit zu wahren, anstatt einfach die Aktivität auf der Basisschicht zu erhöhen.
Aus Marktperspektive ist die jüngste Preisentwicklung ebenfalls bemerkenswert: ETH hat kürzlich eine starke Rallye abgeschlossen und ist dann in eine Konsolidierung übergegangen, wobei die aktuelle Struktur eher einer Fortsetzung als einer bestätigten Umkehr ähnelt.
Fundamental steckt also immer noch eine starke Entwicklungsgeschichte hinter Ethereum.
Technisch gesehen kommt jedoch der Preis zuerst.
Solange die Struktur hält, bevorzuge ich das bullische Szenario.
Wenn 2339 bricht, hat der Markt das letzte Wort.
⚠️ Risikowarnung: Diese Analyse dient ausschließlich Bildungszwecken und ist keine Finanzberatung. Kryptomärkte sind hochvolatil. Definieren Sie immer Ihr Risiko, Ihre Invalidierung und Ihre Positionsgröße, bevor Sie einen Trade eingehen.
11.09.2026 - Gold, Silber, Bitcoin, WTI Öl - GBE MarktcheckHerzlich willkommen zum GBE-Marktcheck!
Ich bin Raphael Dreyer, Experte für Charttechnik bei GBE brokers. In diesem Video analysiere ich für dich die aktuell wichtigsten und interessantesten Märkte aus charttechnischer Sicht.
Wie präsentieren sich Bitcoin, Gold, Silber und WTI-Öl aktuell? In dieser Analyse werfen wir einen Blick auf die vier wichtigsten Märkte aus den Bereichen Kryptowährungen, Edelmetalle und Energie. Dabei beleuchten wir die entscheidenden charttechnischen Marken und analysieren mögliche Kursentwicklungen für die kommenden Handelstage.
Der GBE-Marktcheck liefert dir regelmäßig kompakte Marktanalysen, klare technische Einordnungen und relevante Handelslevels – kurz, verständlich und praxisnah.
Ich wünsche dir einen erfolgreichen Handelstag und freue mich, wenn du auch beim nächsten GBE-Marktcheck wieder dabei bist.
Risikohinweis:
CFD sind komplexe Instrumente und beinhalten wegen der Hebelwirkung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren. 77 % der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.
Autodesk - Impulsiver Ausverkauf hat begonnen !NASDAQ:ADSK
"Software-Ausverkauf" geht in die nächste, finale Phase ..
Finaler 5-teiliger Ausverkauf in Form einer Welle "C" zu erwarten !
Autodesk wird bald endlich günstig zu haben sein !
Die 100$ -Marke könnte als signifikante Unterstützung für den Boden eine Rolle spielen.
CRUDE OIL im Update. Ziel und Widerstand ab 102 US-Dollar.Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich willkommen zu einem weiteren Update zum CRUDE OIL-Spot (SPOTCRUDE CFD) von Pepperstone. Ich analysiere den Kontrakt im Tageschart.
Crude Oil stieg zuletzt über das Juli-Top bei 94,10 USD und hat damit weiteres Aufwärtspotenzial freigeklemmt. Auch wenn die aktuelle Schubkraft mindestens als „solide" umschrieben werden muss, zählt das aktuelle Pattern zur Klasse der negativen Fortsetzungsformationen.
Charttechnische Einordnung Tageschart (Haupchart oben)
Crude Oil korrigiert die scharfe Abwärtsbewegung, die sich seit Anfang März entwickelt. Dabei wurden die erste relevante Abwärtstrendlinie überschritten. Diese bildet mit einer Unterstützungslinie bei 84,87 USD einen Kreuz-Support.
Auf der Oberseite dienen die oberen Linien der oben genannten Flagge als Widerstand. Auch hier zeigt sich Ende September eine Kreuzmarke bei 108,17 USD. Solange diese Levels nicht klar und nachhaltig überwunden werden, bleibt die Lage im Rohöl spannend und unentschieden.
Markttechnische Einordnung Tageschart (Chart unten)
Die Basisindikatoren im Daily laufen konstruktiv. Das Long-Setup ist inakt und zeigt steigende Glättungslinien, einen freundlichen RSI und MACD sowie einen ADX, der nun auch ein wenig in die Hufe kommt. Größere Bremsfaktoren sind momentan im Tageschart nicht erkennbar. Ein wenig Schub traue ich den Indikatoren noch zu, obwohl das obere Bollingerband für Gegendruck sorgt.
Volumentechnische Einordnung Tageschart (Chart unten)
Crude Oil konnte sich in der Volumen Support Area fangen, die bis ca. 65 USD reicht. Im Grunde hat das schwarze Gold den massiven Ausbruch von Ende Februar einem Re-Test unterzogen.
Auf der Oberseite sehe ich volumenbasierten Widerstand zwischen 100 und 110 US-Dollar.
Im Fazit...
...zieht Crude Oil eine volatile aber saubere Bahn. Meine Einschätzung aus dem letzten Update hat etwas an Kontur gewonnen. Demnach sehe ich Rohöl auf Sicht der kommenden Tage noch einigermaßen stabil. Ein Test der Multi Resist Area zwischen 102 und 106 USD ist gut möglich.
Dann schauen wir weiter.
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen diese Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.
Herzliche Grüße
Thomas Jansen
EURO/USD KW37/2026 wird der September Bullisch werden ?Hey Freunde,
im heutigen Video schauen wir uns wie immer den EUR/USD-Chart an.
Letzte Woche hatte ich zwei Optionen auf dem Tisch: entweder wir halten uns an der Support-Linie, gehen erst runter ins sensitive Preislevel und von dort nach oben, oder wir laufen direkt hoch, holen die Liquidität ab und brauchen dann ein Close darüber. Passiert ist Folgendes: wir sind zur Support-Linie runtergekommen, konnten uns dort halten, sind nach oben gelaufen und haben die Liquidität auch genommen — nur ein Close darüber ist nicht gekommen. Stattdessen eine leichte Rejection. Die Freitags-Candle wurde dann aber komplett aufgekauft, für mich also eher ein bullischer Wochenschluss.
Im 4-Stunden-Chart sieht man es noch sauberer. Wir sind über die Woche runtergelaufen, Mittwoch und Donnerstag haben wir die Support-Linie endlich erreicht, von dort ging es steil hoch bis exakt an meine Linie. Dort kam die Rejection und mit den News am Freitag wieder runter — trotzdem einigermaßen bullisch geschlossen.
Für die neue Woche ist erstmal wichtig, dass wir am Montag einen Feiertag haben. Das kann dünn und volatil werden, für mich ein Nicht-Trade-Tag. Dienstag und Mittwoch stehen keine News an, deswegen gehe ich davon aus, dass wir uns eher nach oben arbeiten, ohne direkt durch die Resistenzlinie zu brechen. Entscheiden werden dann die News am Donnerstag und Freitag.
Mein bevorzugtes Szenario wäre, dass wir schon Dienstag und Mittwoch über der roten Linie schließen. Das wäre für mich ein starkes bullisches Zeichen und würde dafür sprechen, dass die News uns nur noch weiter nach oben schieben. Konsolidieren wir dagegen unter der Linie, halte ich es für wahrscheinlich, dass wir die rosa Linie nochmal antesten, sie nicht hält und wir zurück ins sensitive Preislevel laufen. Ich warte deshalb erstmal ab, was der Montag macht.
Wie immer gibt es am Mittwoch ein Update-Chart von mir.
Bis dahin tradet safe, euer CryptoLeksFX
Die 5 Schritte zu einem Trading-System das wirklich funktioniert
Viele Trader besitzen eine Strategie – aber noch lange kein funktionierendes Trading-System.
Sie kennen Orderblocks, Fair Value Gaps, Trendlinien, Indikatoren oder bestimmte Candlestick-Muster. Trotzdem wechseln sie ständig zwischen verschiedenen Setups, verändern nach einigen Verlusten ihre Regeln oder riskieren je nach „Gefühl“ unterschiedlich viel.
Das Problem ist häufig nicht fehlendes Wissen. Es fehlt eine klare Struktur, die aus einzelnen Analysewerkzeugen einen wiederholbaren Prozess macht.
Ein vollständiges Trading-System beantwortet deshalb nicht nur die Frage, wann ein Trade eröffnet wird. Es legt auch fest:
welche Märkte und Zeiteinheiten gehandelt werden,
unter welchen Bedingungen überhaupt ein Vorteil vorhanden ist,
wie viel pro Trade riskiert wird,
wann ein Setup ungültig ist,
wie Positionen gemanagt werden,
wie die Ergebnisse ausgewertet werden und
wann das Risiko erhöht werden darf.
Die folgenden fünf Schritte bilden dafür einen praktikablen Rahmen.
1. Definiere zuerst dein Ziel und deine Rahmenbedingungen
Bevor du Einstiegsregeln formulierst, solltest du klären, welche Aufgabe Trading in deinem Leben erfüllen soll.
Möchtest du nebenberuflich ein zusätzliches Einkommen aufbauen? Soll Trading langfristig zu deiner Haupteinnahmequelle werden? Wie viel Zeit kannst du tatsächlich für Analyse und Ausführung aufbringen?
Diese Fragen entscheiden maßgeblich darüber, welches System überhaupt zu dir passt.
Wer berufstätig ist und den Markt nur morgens und abends prüfen kann, benötigt einen anderen Ansatz als jemand, der täglich mehrere Stunden während der London- oder New-York-Session vor dem Bildschirm sitzt. Ein System ist nicht gut, weil es möglichst viele Trades erzeugt. Es ist gut, wenn es zuverlässig ausführbar ist.
Auch die Renditeerwartung muss realistisch bleiben. Ein starres Monatsziel kann dazu führen, dass Trades erzwungen oder Positionsgrößen erhöht werden, obwohl der Markt gerade keine passenden Chancen bietet. Sinnvoller ist es, den Fokus auf kontrollierbare Größen zu legen:
Habe ich nur Setups gehandelt, die meinem Plan entsprechen?
Habe ich mein Risiko eingehalten?
Habe ich schwache Marktbedingungen erkannt und ausgelassen?
Habe ich jeden Trade sauber dokumentiert?
Die Rendite ist das Ergebnis eines Prozesses. Sie lässt sich nicht für jeden Monat bestellen.
Ergebnis dieses Schrittes:
Du kennst deinen Zeithorizont, deine verfügbare Bildschirmzeit, dein maximales Risiko und die realistische Aufgabe deines Tradings.
2. Wähle einen Handelsstil und definiere deinen statistischen Vorteil
Der nächste Schritt ist Spezialisierung.
Daytrading, Swingtrading, Forex, Futures, Aktien, Indizes und Kryptowährungen stellen unterschiedliche Anforderungen. Wer gleichzeitig fünf Märkte, mehrere Sessions und zahlreiche Setups handeln möchte, sammelt oft viele Eindrücke – aber keine vergleichbare Daten.
Für den Aufbau eines Systems ist es meist sinnvoller, zunächst Folgendes festzulegen:
ein klarer Handelsstil,
eine begrenzte Auswahl an Märkten,
ein festes Analyse- und Entry-Zeitfenster,
ein eindeutig beschriebenes Setup.
Entscheidend ist anschließend die im englischen sogenannte Edge: ein wiederholbarer statistischer Vorteil über eine größere Anzahl von Trades.
Ein einzelner Gewinner beweist nichts. Ebenso widerlegt eine kleine Verlustserie nicht automatisch das System. Entscheidend ist, ob dieselben Bedingungen über viele vergleichbare Trades hinweg einen positiven Erwartungswert erzeugen.
Dieser lässt sich vereinfacht so ausdrücken:
Erwartungswert = Trefferquote × durchschnittlicher Gewinn – Verlustquote × durchschnittlicher Verlust
Beispiel: Ein System gewinnt nur 50 % seiner Trades, erzielt bei Gewinnern aber durchschnittlich 2R und verliert bei Fehltrades 1R.
0,50 × 2R – 0,50 × 1R = 1 - 0,5 = +0,5R pro Trade
Trotz einer Trefferquote von 50 % besitzt dieses System einen positiven Erwartungswert.
Für einen regelbasierten Smart-Money-Ansatz könnte das Setup beispielsweise aus fünf Prüfpunkten bestehen:
Marktkontext: Ist die übergeordnete Richtung auf Wochen-, Tages- oder 4-Stunden-Chart klar?
Relevante Zone: Befindet sich der Preis an einem nachvollziehbaren Orderblock, einer Ineffizienz oder einem bedeutenden Hoch bzw. Tief?
Liquidität: Wurde auf der Gegenseite erkennbare Liquidität abgeholt?
Bestätigung: Zeigt die niedrigere Zeiteinheit einen Strukturwechsel, eine deutliche Verdrängung oder eine andere exakt definierte Reaktion?
Trade-Struktur: Liegen Stop-Loss und Kursziel an logisch begründeten Punkten und ergibt sich ein ausreichendes Chance-Risiko-Verhältnis?
Wichtig ist nicht, genau diese Kriterien zu verwenden. Wichtig ist, dass jedes Kriterium so präzise formuliert ist, dass du im Nachhinein eindeutig beurteilen kannst, ob es erfüllt war.
„Der Markt sah bullisch aus“ ist keine Regel. „Nach dem Sweep des Vortagestiefs entsteht im 1H-Chart ein bullischer Strukturwechsel mit FVG“ ist deutlich besser prüfbar.
3. Verknüpfe Risikomanagement und Tradingpsychologie
Viele psychologische Probleme beginnen nicht im Kopf, sondern bei der Positionsgröße.
Ist das Risiko zu hoch, bekommt jeder Tick plötzlich emotionale Bedeutung. Der Stop-Loss wird verschoben, Gewinne werden zu früh geschlossen und nach einem Verlust entsteht der Drang, das Geld sofort zurückzugewinnen.
Deshalb sollte man solange im Demomodus handeln bis diese Fehler nicht mehr passieren und man sich, zumindest in diesem Risikofreiem Umfeld, selbst bewiesen hat, dass man eine Strategie konstant und erfolgreich umsetzen kann.
Ein robuster Risikoplan definiert mindestens:
das maximale Risiko pro Trade,
das maximale Gesamtrisiko bei mehreren korrelierten Positionen,
eine Verlustgrenze pro Tag oder Woche,
Regeln für Nachrichtenereignisse,
die Berechnung der Positionsgröße,
den Umgang mit Teilgewinnen und Break-even,
Situationen, in denen nicht gehandelt wird.
Ein Risiko von beispielsweise 0,5 % oder 1 % pro Trade kann emotional wesentlich leichter umzusetzen sein als 2 % oder mehr. Der richtige Wert hängt jedoch von der getesteten Verlustserie, dem Drawdown, dem Handelsstil, dem CRV und der persönlichen Risikotoleranz ab.
Besonders wichtig: Mehrere ähnliche Positionen sind nicht automatisch mehrere unabhängige Trades. Wer gleichzeitig EURUSD long, GBPUSD long und USDCHF short handelt, kann faktisch dreimal auf dieselbe USD-Schwäche setzen. Das Gesamtrisiko muss diese Korrelation berücksichtigen.
Gute Psychologie bedeutet daher nicht, niemals Angst oder Zweifel zu verspüren. Sie bedeutet, dass die Regeln auch dann noch ausführbar bleiben, wenn mehrere Trades hintereinander verlieren.
4. Dokumentiere, überprüfe und verbessere dein System
Ohne Daten bleibt jede Optimierung subjektiv.
Nach einem Gewinn erinnert man sich gerne an die perfekte Analyse. Nach einem Verlust wird dagegen schnell der Markt, der Broker oder ein Nachrichtenereignis verantwortlich gemacht. Ein Journal ersetzt diese verzerrte Erinnerung durch überprüfbare Informationen.
Für jeden Trade sollten zumindest folgende Punkte festgehalten werden:
Markt, Datum und Uhrzeit,
Long oder Short,
Screenshot vor und nach dem Trade,
übergeordneter Bias,
genutztes Setup,
erfüllte und nicht erfüllte Kriterien,
Entry, Stop-Loss und Ziel,
geplantes und tatsächliches Ergebnis in R,
Regelkonformität,
kurze Anmerkung zur Ausführung.
Die wichtigste Kennzahl ist zunächst nicht der Gewinn, sondern die Regelkonformität. Ein regelkonformer Verlust ist Teil des Systems. Ein impulsiver Gewinner außerhalb des Plans ist dagegen ein gefährlicher Fehler, weil er schlechtes Verhalten belohnt.
Nach jeweils 20 bis 50 vergleichbaren Trades können Muster ausgewertet werden:
Welches Setup erzeugt den höchsten Erwartungswert?
In welcher Session entstehen die besten Ergebnisse?
Welche Marktphase verursacht die meisten Verluste?
Verbessert eine zusätzliche Bestätigung tatsächlich das Ergebnis?
Werden Gewinne durch das Trade-Management unnötig begrenzt?
Welche Fehler wiederholen sich?
Dabei sollte immer nur eine Variable zur gleichen Zeit verändert werden. Wer gleichzeitig Entry, Stop-Loss, Ziel, Markt und Zeiteinheit austauscht, weiß später nicht, welche Änderung für das Ergebnis verantwortlich war.
Backtesting zeigt, ob eine Idee historisch Potenzial besitzt. Forwardtesting zeigt, ob sie unter aktuellen Bedingungen und mit der eigenen Ausführung funktioniert. Erst beide Perspektiven zusammen liefern eine belastbare Grundlage.
5. Skaliere erst die Ausführung – dann das Kapital
Viele Trader denken beim Skalieren ausschließlich an eine größere Positionsgröße. Tatsächlich sollte zuerst die Qualität des Prozesses skaliert werden.
Bevor das Risiko erhöht wird, sollten drei Voraussetzungen erfüllt sein:
Das Setup besitzt über eine ausreichend große Stichprobe einen positiven Erwartungswert.
Die Verlustserien und der maximale Drawdown sind bekannt und akzeptabel.
Die Regeln wurden über einen längeren Zeitraum konsequent umgesetzt.
Erst danach kann die Kontogröße schrittweise wachsen – durch erwirtschaftete Gewinne, oder gegebenenfalls externes Handelskapital.
Das Ziel ist nicht, möglichst schnell groß zu handeln. Das Ziel ist, mit wachsendem Kapital genau denselben guten Prozess auszuführen.
FAZIT:
Ein Trading-System ist mehr als ein Entry
Ein funktionierendes System besteht nicht aus dem einen perfekten Signal. Es verbindet fünf Bereiche miteinander:
realistische Ziele und passende Rahmenbedingungen,
einen klar definierten Handelsstil mit statistischem Vorteil,
kontrolliertes Risiko und ausführbare psychologische Anforderungen,
konsequente Dokumentation und datenbasierte Verbesserung,
langsame, nachvollziehbare Skalierung.
Fehlt nur einer dieser Bereiche, entstehen typische Probleme: Ein guter Entry wird durch zu hohes Risiko zerstört. Ein positiver Edge bleibt wegen inkonsequenter Ausführung unsichtbar. Eine profitable Phase führt zu aggressiver Skalierung – und der nächste Drawdown gibt alles wieder ab.
Die eigentliche Stärke eines Trading-Systems liegt deshalb nicht darin, jeden Trade vorherzusagen. Sie liegt darin, Unsicherheit in einen wiederholbaren Entscheidungsprozess zu übersetzen.
Welcher dieser fünf Bereiche ist in deinem aktuellen Trading bereits klar definiert – und an welchem musst du noch am meisten arbeiten? Schreib es in die Kommentare und hinterlasse ein 🚀 wenn du in Zukunft mehr solche Artikel lesen möchtest!
Oklo (OKLO): Könnte hier bald die nächste große Rally starten?Ausgangssituation:
Oklo konnte im Jahr 2025 von April bis Oktober unglaubliche 1.000 % in 6 Monaten zulegen. Seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 bei 194 $ setzte eine größere Korrektur ein, die im Tief bis 36 $ reichte und ca. -81 % betrug.
Oklo konnte in den vergangenen Wochen den rapiden Abverkauf stoppen und zeigt eine erste Stabilisierung. Oklo befindet sich momentan an einem charttechnisch interessanten Niveau.
Charttechnische Lage:
Übergeordnet könnte die aktuelle Korrekturphase sich als bulllisches Strukturmuster, in Form eines Fallenden Keils, herausstellen. Der Kurs notiert aktuell noch knapp über dem SMA 200 im Wochen-Chart, was ebenfalls stützend wirkt.
Ein erstes wichtiges und starkes Signal wäre ein Wochenschlusskurs oberhalb der 50 $ Marke. Dies würde auch einen Ausbruch aus dem Fallenden Keil bedeuten, was positiv zu werten wäre. Sollte eine Überwindung der Widerstandszone bei 48 - 55 $ gelingen, könnte der Weg in Richtung 75 $ frei sein.
Invalidierung des Setups:
Sollte ein Ausbruch aus dem Fallenden Keil und ein Wochenschlusskurs über 50 $ nicht gelingen, wird das Tief bei 36 $ entscheidend. Sollte es einen Wochenschlusskurs unter dem Tief bei 36 $ geben, dann ist damit zu rechnen, dass die Supportzone bei 25 - 29 $ getestet werden kann.
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Montag, den 07.09.2026Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 26670, 26440, 26200, 25800, 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600
Chartlage: positiv
Tendenz: unter 26000 abwärts, darüber aufwärts
Grundstimmung: neutral
Zum Freitag sollte nun wichtig werden ob unser Dax den sehr vorsichtigen Feldgewinn über der 26000 verteidigen und halten kann. Sollte er das stehen, sind oben 26080 / 26120 und auch 26200 / 26250 ohne Probleme erreichbar gewesen. würde er aber unter der 26000 weg trudeln, sollten dann nochmal 25920 folgen. Und alles was tiefer geht, sollte dann schon wieder zur 25800 und 25720 / 25700 zeigen. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Gesehen haben wir am Freitag dann einen Dax der sich zwar noch verweigerte unter der 26000 nach unten richtig anzustarten, war allerdings auf den Hochs nun noch vorsichtiger als schon am Donnerstag, was ihn auch von jedem neuen Hoch immer nur wieder zurückzucken ließ. Damit ist doch wieder ein etwas unsicherer Eindruck zurückgeblieben, der auch zum Montag nun unter 26000 nochmal eine Flanke aufreißen könnte. Insbesondere unter 25950 / 25920 könnte sich unser Dax dann wieder gut Luft machen und versuchen erneut zur 25800 anzustarten. Gelingt das ist dann im Wochenverlauf auch wieder tieferes machbar.
Sollte der aber ganz unbehelligt einfach weiter über der 26120 raustreiben, müsste man wieder 26200 und 26250 anzählen, und darüber werden dann auch wieder 26344 und höheres ein Thema. Er müsste dafür allerdings sich klar und stabil über der 26120 halten und sich stetig durch neue Tageshochs nach 09.30 Uhr oberhalb der 26120 behaupten. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21365 und für Abwärtsstrecken der GV1VTU KO 27835.
Fazit: Nachdem unser Dax am Freitag erneute Schwierigkeiten hatte seine Hochs zu stehen, sollte man genauer hinschauen, wenn unser nochmal unter die 26000 abtaucht. Das würde ihm nämlich insbesondere dann unter 25950 / 25920 wieder Raum öffnen für 25800 und Tieferes. Ich will dafür aber dann auch wirklich mal Action nach unten sehen und vor allem neue Tagestiefs nach 9.30 Uhr. Sollte er stattdessen das Gegenteil machen und uns dann stetig neue Tageshochs über der 26120 reindrücken, würde ich mich erstmal weiter drauf einstellen, dass er 26200 und 26250 erreichen kann. Darüber wären dann 26344 und 26500 wieder anzuzählen.
HOOD– Nach dem 17-%-Impuls am alten Hoch: Weiter oder Pullback?NASDAQ:HOOD Market Structure – Nach dem 17-%-Impuls am alten Hoch: Fortsetzung oder Pullback?
HOOD verzeichnete gestern eine aussergewöhnlich starke Aufwärtsbewegung von rund 16,6 %. Dabei wurde das letzte interne H4-Hoch bei ungefähr 119–120 USD per Schlusskurs überwunden und damit ein weiterer bullisher H4-i-BOS bestätigt.
Nach den heutigen US-Arbeitsmarktdaten folgte jedoch eine deutliche Reaktion am Vortageshoch und ehemaligen H4-Hoch um 124–125 USD. Von dort fiel der Kurs vorbörslich zurück an den gerade erst überwundenen i-BOS-Bereich.
Strukturelle Ausgangslage
Die übergeordnete H4-Swingstruktur bleibt bearish. Der aktuelle Anstieg bewegt sich weiterhin zwischen dem H4 Strong High bei ungefähr 153 USD und dem H4 Weak Low um 64 USD.
Innerhalb dieser grossen Swingbewegung verläuft die interne H4-Struktur jedoch bullish. Der gestrige Impuls hat diese interne Stärke nochmals bestätigt.
Der Kurs befindet sich mittlerweile oberhalb des 50-%-Retracements der übergeordneten Swingbewegung und reagiert aktuell im Bereich des 61,8-%-Retracements. Damit handelt HOOD innerhalb der bearishen Swingstruktur bereits im Premium-Bereich.
Aktueller Entscheidungsbereich
Der Bereich um 119–120 USD ist kurzfristig besonders relevant:
- ehemaliges internes H4-Hoch
- zuletzt bestätigter H4-i-BOS
- 61,8-%-Retracement der übergeordneten Swingbewegung
- erster Rücklauf nach dem starken Ausbruch
Die laufende Reaktion zeigt noch nicht, ob lediglich Gewinne mitgenommen werden oder ob am alten Hoch eine grössere Abwärtsbewegung beginnt. Dafür ist entscheidend, ob der i-BOS-Bereich auf H4-Basis verteidigt wird.
Bullishes Szenario
Hält der Bereich um 119–120 USD und gelingt anschliessend die Rückeroberung des Vortageshochs bei ungefähr 124–125 USD, bleibt eine Fortsetzung der internen bullishen Struktur möglich.
Ein bestätigter H4-Schluss über dem alten Hoch würde den Weg in Richtung der offenen H4-Supply zwischen ungefähr 132 und 137 USD öffnen. Dort trifft die interne Aufwärtsbewegung auf den nächsten markanten Widerstand innerhalb der weiterhin bearishen Swingstruktur.
Bearishes Szenario
Wird der aktuelle i-BOS-Bereich per H4-Schluss verloren, wäre das ein erstes Zeichen dafür, dass der gestrige Impuls zunächst korrigiert wird.
Mögliche Unterstützungen liegen danach bei:
- PDL um ungefähr 112 USD
- 50-%-Retracement der übergeordneten Swingbewegung um 109 USD
- obere H4-i-Demand bei etwa 102–105 USD
- Daily EMA 20 bei rund 104,24 USD
- 50-%-Pullback der internen bullishen Bewegung
Gerade die obere H4-i-Demand bildet damit einen interessanten Support-Cluster. Bei einem tieferen Rücklauf bleibt zusätzlich die H4-i-Demand um 94–96 USD relevant.
Erst ein H4-Schluss unter dem internen Strong Low bei ungefähr 83 USD würde die bullishe interne Struktur vollständig brechen. Bis dahin bleibt eine Abwärtsbewegung grundsätzlich ein Pullback innerhalb der internen Aufwärtsstruktur.
Fazit
HOOD steht nach dem massiven Impuls an einem technisch anspruchsvollen Punkt: Die interne H4-Struktur ist bullish, während die übergeordnete Swingstruktur bearish bleibt und der Kurs an einem alten Hoch im Premium-Bereich reagiert.
Der Bereich um 119–120 USD liefert nun die erste wichtige Information. Eine Verteidigung mit anschliessender Rückeroberung des PDH spricht für Fortsetzung. Ein bestätigter Verlust öffnet Raum für einen geordneten Pullback in Richtung PDL und der Konfluenz aus H4-i-Demand, internem 50-%-Retracement und Daily EMA 20.
Vestara-Gedanke:
Nach einem aussergewöhnlichen Impuls entsteht der Vorteil nicht durch Hinterherspringen, sondern durch das geduldige Beobachten der ersten Verteidigung.
Vestara - Stability Under Pressure
Sucht jemand eine Birkin Bag?RMS | Hermès International S.A.
📊 Anlageklasse: Aktie / Konsumgüter & Luxusindustrie (Frankreich – Euronext Paris in EUR)
🔄 Status: Laufende Korrekturwelle (Y) / Test des primären Fibonacci-Netzes
📖 Marktlage & Technische Ausgangslage
Hermès International ( EURONEXT:RMS ) steht stellvertretend für den gesamten Luxussektor, welcher derzeit deutliche Ermüdungserscheinungen der globalen Konjunktur widerspiegelt. Die Aktie befindet sich nach dem Erreichen des Allzeithochs in einer ausgedehnten übergeordneten Korrekturstruktur.
Technisch unterscheiden wir zwei Fahrpläne: Das primäre rote Szenario steuert auf direktem Weg das 61.80 % Fibonacci-Retracement bei 1130 EUR an. Das sekundäre orange Szenario gestattet dem Kurs eine vorgeschaltete Gegenbewegung im Rahmen einer komplexen Welle (X), bevor die nächste Abwärtswelle einsetzt. Da die übergeordneten Trendfolge-Indikatoren im Monatschart noch keine Divergenzen oder Bodenbildungssignale aufweisen, bleibt Zurückhaltung geboten.
Ein Einstieg oberhalb der Marke von 1130 EUR ist aus Risikogesichtspunkten nicht attraktiv. Wir warten auf das saubere Anlaufen des Unterstützungsclusters und die Bestätigung durch die Indikatoren.
📍 Akkumulationszone (Grüner Bereich): 1478.50 bis 632.80 EUR (50 % bis 78.60 % Retracement)
🎯 Zielzone Welle (2): 5'914 bis 7'044 EUR (über 420% Potential)
📈 Indikatoren-Status (1M): Zeigen die langfristigen Indikatoren noch keinerlei Bodenbildung
#RMS #Hermes #Luxury #ElliottWave #TradingView #TechnicalAnalysis
(Keine Anlageberatung)
$BE | BloomEnergy Corp.# 📊 Bloom Energy Corp. | Swing- & Positiontrading-Analyse
**Ticker: BE | Zeithorizont: kurz- bis mittelfristig**
Bloom Energy befindet sich aus meiner technischen Sicht weiterhin in einer **übergeordneten mittelfristig bullischen Struktur**. Die Aktie wird an der NYSE unter dem Kürzel **BE** gehandelt. ( )
Seit dem **26. Februar 2024** ist im Wochenchart ein klarer mittelfristiger Aufwärtstrend erkennbar. Die anschließende Korrektur seit dem **22. Juni 2026** interpretiere ich nicht als bestätigte Trendwende, sondern zunächst als **Korrektur innerhalb der übergeordneten Aufwärtsstruktur**.
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## 📈 Übergeordnete Struktur
**26.02.2024 → Start des mittelfristigen Aufwärtstrends**
Der Wochenchart zeigt seit diesem Zeitpunkt eine übergeordnete Aufwärtsbewegung.
Am **22.06.2026** begann anschließend eine deutlichere Korrektur.
Im Tageschart lässt sich diese Bewegung für mich als **dreiteilige ABC-Korrektur** einordnen:
🔴 **A → Abwärtsbewegung**
🔴 **B → Gegenbewegung**
🔴 **C → abschließender Abverkauf**
Besonders interessant wurde dabei die technische Korrekturzone zwischen **147 und 181 USD**.
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# 🟢 Korrekturzone | 147–181 USD
Die Zone basiert nicht auf einem einzelnen technischen Faktor, sondern auf dem **Zusammentreffen mehrerer relevanter Unterstützungen**:
🟢 **Supportzone**
🟣 **Fibonacci Retracement**
🟡 **Fibonacci Extension**
📊 **Volumenprofil**
Gerade die Kombination dieser Faktoren macht den Bereich für mich technisch interessant.
Noch wichtiger ist dabei das **Volumenprofil**.
Im Bereich der Korrekturzone ist ein deutlicher Ausschlag des Volumens zu erkennen. Für mich spricht das für eine **starke historische Akzeptanz bzw. Unterstützung** in diesem Preisbereich.
Damit entsteht eine Zone, in der mehrere technische Faktoren zusammenlaufen und in der sich das Verhältnis zwischen möglichem Risiko und potenziellem Ertrag aus meiner Sicht interessant gestaltet.
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# 🟢 1st Buy Signal | ~181 USD
Der erste Einstieg erfolgte bei ungefähr **181 USD**.
Seit dem Erreichen dieser Zone konnte Bloom Energy anschließend eine **starke Aufwärtsbewegung** starten.
Entscheidend ist dabei für mich nicht nur die reine Kursbewegung, sondern vor allem der anschließende **Bruch der kurzfristigen Abwärtsstruktur**.
Damit wurde die zuvor laufende ABC-Korrektur im Tageschart aus meiner Sicht gebrochen.
### ➡️ Das verändert die Ausgangslage.
Die mittelfristige Korrektur scheint damit **vorerst abgeschlossen** zu sein.
Solange die Aktie die entstandene Struktur bestätigt und keine neue bearishe Struktur etabliert, sehe ich die aktuelle Bewegung daher als potenziellen Übergang zurück in die übergeordnete Aufwärtsbewegung.
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# 🟢 2nd Buy Signal | ~197 USD
Nach dem starken Anstieg folgte anschließend eine kleinere kurzfristige Korrektur.
Genau diese Bewegung konnte für mich eine weitere interessante Möglichkeit für einen zweiten Einstieg darstellen.
Meine entsprechende Zone lag bei ungefähr:
### **186–197 USD**
📌 **1st Buy:** ~181 USD
📌 **2nd Buy:** ~197 USD
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# 🎯 Nächste Ziele
Sollte sich die bullische Struktur fortsetzen, liegt das erste große Ziel für mich zunächst sehr klar auf der Oberseite:
### 🎯 ATH | ~351 USD
Das bisherige Allzeithoch bei ungefähr **351 USD** stellt dabei den nächsten übergeordneten Widerstandsbereich dar.
Der Weg dorthin wäre allerdings keineswegs zwingend linear. Zwischen der aktuellen Zone und dem ATH können sich jederzeit kleinere Korrekturen und neue kurzfristige Marktstrukturen bilden.
Genau diese untergeordneten Strukturen wären für mich später relevant, um mögliche Zwischenziele und neue Einstiegsbereiche genauer zu bestimmen.
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# 🚀 Mittelfristige Zielzone | 437–627 USD+
Sollte Bloom Energy das ATH nachhaltig überwinden und die übergeordnete bullische Marktstruktur bestätigen, wird es aus meiner Sicht richtig interessant.
Meine **mittelfristige Zielzone beginnt bei ca. 437 USD und reicht zunächst bis etwa 627 USD**.
### 💰 Zielzone: **437–627 USD**
Dabei verstehe ich **437 USD ausdrücklich als Mindestziel innerhalb dieser Projektion**, nicht als zwingenden Endpunkt der Bewegung.
Je nachdem, wie sich die Aktie auf dem Weg nach oben entwickelt, können sich durch neue Hochs, Korrekturen und entstehende Marktstrukturen später noch präzisere Zielbereiche ableiten lassen.
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# 🧭 Zusammenfassung meines Setups
| Bereich | Zone / Bedeutung |
| --------------------------- | ----------------------: |
| 🟢 Übergeordneter Trend | Bullish seit 26.02.2024 |
| 🔴 Mittelfristige Korrektur | Seit 22.06.2026 |
| 🟢 Korrekturzone | **147–181 USD** |
| 🟢 1st Buy | **~181 USD** |
| 🟢 2nd Buy | **197 USD** |
| 🎯 Erstes großes Ziel | **~351 USD ATH** |
| 🚀 Mittelfristige Zielzone | **437–627 USD+** |
### Mein Szenario:
**ABC-Korrektur → Korrekturzone erreicht → 1st Buy → Aufwärtsbewegung → Bruch der kurzfristigen Abwärtsstruktur → kleinere Korrektur → 2nd Buy → ATH bei ~351 USD → bei Breakout mögliche Ausweitung in Richtung 437–627 USD+.**
Für mich ist aktuell besonders wichtig, dass die **mittelfristige Korrektur offenbar abgeschlossen sein könnte**, während die Aktie gleichzeitig noch genügend Raum besitzt, um zunächst die kleineren kurzfristigen Strukturen abzuarbeiten.
Das Setup bleibt damit für mich **bullish**, solange die übergeordnete Struktur intakt bleibt.
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### ⚠️ Risikohinweis
**Keine Anlageberatung und keine Anlageempfehlung.**
Diese Analyse stellt ausschließlich meine persönliche **technische Einschätzung** der Aktie dar und dient dem Austausch von Trading-Ideen. Die dargestellten Einstiegsbereiche, Kursziele und Szenarien sind **hypothetisch** und keine Garantie für zukünftige Kursentwicklungen.
Marktstrukturen können sich jederzeit verändern und ein bullishes Szenario kann durch neue Kursbewegungen oder fundamentale Ereignisse ungültig werden. **Jede Investitions- und Tradingentscheidung erfolgt auf eigenes Risiko.**
BROADCOM muss liefern. Am besten gestern... Vorsicht!Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zu einem kompakten Update zur BROADCOM Ltd (AVGO.US_24 CFD) von Pepperstone. Ich analysiere den Kontrakt, der 24/5 handelbar ist, auf Wochenbasis.
BROADCOM ist mit 1.75T USD ein Schwergewicht und ein zentraler Player im KI-Kosmos...
Seit dem letzten strukturell bedeutsamen Tief Ende 2022 hat sich die Aktie mehr als verzehnfacht. Dieser Schub, der im Herbst 2022 gestartet war, steht nun auf dem Prüfstand. Die Aktie korrigiert und hat bereits die ersten 30 % verloren.
Charttechnische Einordnung Wochenchart (Chart oben)
AVGO testet im Moment die 2025er-Aufwärtstrendlinie. Dabei wurde bereits das Tief bei 356,40 USD unterschritten, womit formal eine Sequenz sinkender Hoch- und Tiefpunkte vorhanden ist. Weiteren Support sehe ich bei 313,75 USD. Darunter trübt sich die Charttechnik weiter ein.
Damit Broadcom etwas stabiler wird, muss ein Anstieg über 432,51 USD gelingen. Das ist die Mindestanforderung, damit die Aktie nicht erheblicher unter Druck gerät.
Markttechnische Einordnung Wochenchart (Chart unten)
Die Basisindikatoren im Wochenchart zeigen ein korrektives Short-Setup an. RSI und MACD zeigen abwärts. Der RSI hatte zudem das letzte Rekordhoch mit einer dicken negativen Divergenz quittiert. Perspektivisch darf es nicht überraschen, wenn AVGO in Richtung der 89-Wochenlinie runter kommt. Diese wartet aktuell bei 311 USD.
Volumentechnische Einordnung Wochenchart (Chart unten)
Im Volumenchart sind die Fronten klar abgesteckt. Die obere Widerstandszone muss on close weekly überwunden werden. Gelingt das nicht, rechne ich mit weiteren Enttäuschungen. Ein mehrwöchiger Test der beiden VWAPs (blau) wäre dann noch das konstruktive Szenario. Wenn diese Unterstützungsbastion ebenfalls nicht gehalten werden kann, plane ich mit Kurse um 200 US-Dollar.
Im Fazit...
...muss Broadcom schnellstmöglich den Kopf aus der Schlinge ziehen. In den verschiedenen Analysemethoden zeigen sich Risse, die nicht unerheblich sind. Dabei verfügt die AVGO über eine beträchtliche Fallhöhe, wie bereits die ersten Abverkäufe gezeigt haben.
Vorsichtig agieren!
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen die Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße,
Thomas Jansen
Wall Street Wochenausblick KW36 2026📊 Wall Street Wochenausblick KW36 2026
Wall Street Fokusthemen + Spezial Roadmap für Trader
👉 Auf geht's: Euer Wochenausblick für die KW36 2026:
📊 Die Schlüsselthemen findet Ihr wie immer in der folgenden Chart-Serie und genauer erklärt im obigen Video 📊
🏛️ DER Treiber schlechthin für die Märkte ist aktuell die Haltung von Kevin Warsh
Aus diesem Grund ist es als Trader und Investor essenziell zu verstehen, was genau am Freitag in Jacksonhole gesagt wurde und wie sich dies ins duale Mandat der FED einordnet:
💵 Warsh bestone expliziert: Das 2%-Ziel der FED wird am PCE-Preis-Index gemessen
Ein Blick auf die aktuellen Werte zeigt, dass wir mit +3.3% weit vom Ziel der FED entfernt sind:
📈 Aus diesem Grund explodierten die Zinsanhebungswahrscheinlichkeiten der FED von ca. 30% vor Jacksonhole auf ca. 60% nach Jacksonhole:
🟢 Wo stand der USD-Index das letzte Mal, also wir bei einer 60%-Chance standen?
Wesentlich höher... Hier scheint also noch Luft für einen Anstieg zu sein:
🧐 Dennoch macht es aktuell wenig Sinn sich für die nächsten 2-3 Wochen auf eine konkrete Richtung im USD und Gold festzulegen, denn FED-Wahrscheinlichkeiten schwanken stark von Woche zu Woche. Diese Schwankungen waren historisch selten so hoch:
🚨 Ein Blick auf die Fokus-Events der nächsten Wochen
Umso wichtiger ist es für alle Trader und Investoren sich 3 Daten vorzumerken:
⚠️ 1) NFP am 04.09.
⚠️ 2) Inflation am 11.09
⚠️ 3) FED-Zinsentscheid am 16.09.
⚡ Dies werden die Tage erhöhter Volatiltät sein, insbesondere der 11.09. wird ein absoluter Schlüsseltag:
🏆 Charttechnisch bleibt Gold aktuell noch bullish
Der Fokus liegt auf dem Bereich um das letzte steigende Tief:
🐻 EUR/USD hat seine SKS-Formation gehalten und scheint Raum gen Süden zu haben
🐻 Ähnlich sieht es bei GBP/USD aus - auch hier sehen wir eine übergeordnete SKS-Formation
🐂Und im USD/CHF haben wir dementsprechend eine i-SKS. Auch hier scheint Potenziel gen Norden zu bestehen:
📅 Zum Abschluss ein Blick auf die Events der kommenden Woche
NFP am Freitag ist mal wieder der Fokus der Märkte. Aber auch 2 Zinsentscheide sollten beachtet werden: die RBNZ (NZD-Paare) und die BOC (CAD-Paare) können für Wirbel an den Forexmärkten sorgen:
🎯+ Mean-Reversion Tradingchancen und weitere Einblicke im Video
📈 Allen Tradern & Investoren eine erfolgreiche Handelswoche! 🚀
Beste Grüße
Euer Meikel 👋
Wochenausblick KW36–Fundamental,Makro und technischer Ausblick!Fundamental, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW 36
Willkommen zum Wochenausblick für die Handelswoche KW 36.
Nach einer ereignisreichen vergangenen Handelswoche richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer nun auf eine Vielzahl wichtiger Konjunkturdaten und geldpolitischer Signale. Besonders im Mittelpunkt stehen in dieser Woche die Inflationsdaten aus Europa, zahlreiche US-Konjunkturdaten sowie am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten mit den Nonfarm Payrolls.
Zusätzlich wirkt das Jackson-Hole-Symposium vom vergangenen Freitag weiter nach. Die Aussagen von Fed Chair Kevin Warsh haben die Erwartungen der Marktteilnehmer an die zukünftige Zinspolitik deutlich verändert. Während zuvor noch stärker auf gleichbleibende Zinsen gesetzt wurde, hat sich das Bild inzwischen deutlich verschoben. An den Zinsmärkten wird mittlerweile wieder eine Zinserhöhung im September mit einer erheblichen Wahrscheinlichkeit eingepreist.
Gleichzeitig beginnt am Dienstag mit September der letzte Handelsmonat des dritten Quartals. Zuvor ist Montag der letzte Handelstag im August. Damit stehen sowohl der Monats- als auch der Quartalsabschluss zunehmend im Fokus institutioneller Marktteilnehmer.
Agenda
* Geopolitische Lage
* Earnings
* Fundamentale Wirtschaftsdaten vom 28.08.
* Fundamentale Wirtschaftsdaten KW 36
* Fed- und EZB-Zinspolitik
* Märkte und Korrelationen im Überblick
* Risk Assets im Überblick
* DAX – technischer Ausblick
* Fazit
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Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch in KW 36 ein wesentlicher Einflussfaktor für die Finanzmärkte. Besonders relevant sind weiterhin die Entwicklungen rund um den Iran, Israel, die USA sowie die strategisch wichtigen Handels- und Energierouten.
Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem die Straße von Hormus. Die Meerenge ist für den globalen Energiemarkt von herausragender Bedeutung. Eine tatsächliche oder auch nur drohende Störung des Schiffsverkehrs könnte erhebliche Auswirkungen auf die Ölpreise und damit auf die globale Inflation haben.
Am vergangenen Freitag gab es gleichzeitig widersprüchliche Signale aus dem Iran. Präsident Pezeshkian sprach von der Bereitschaft zu Kooperation und Verständigung mit regionalen Staaten wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gleichzeitig wurde betont, dass der Iran bestimmte Voraussetzungen für eine weitere Öffnung der entsprechenden Routen sieht. Die geopolitische Situation bleibt damit äußerst fragil.
Für die Märkte ist insbesondere die Entwicklung des Ölpreises entscheidend. Ein nachhaltiger Anstieg des Ölpreises über die Marke von 90 US-Dollar je Barrel würde den Inflationsdruck erneut erhöhen und könnte damit die Zinspolitik von Fed und EZB erheblich erschweren.
Auch der Russland-Ukraine-Konflikt bleibt relevant. Meldungen über mögliche großflächige Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur sowie Einschränkungen im Schwarzmeerraum können insbesondere die Energie- und Agrarmärkte beeinflussen. Gleichzeitig zeigen Meldungen über steigende Getreideexporte aus der Ukraine, dass der Handelsfluss trotz der geopolitischen Risiken weiterhin funktioniert.
Zusätzlich bleibt die Entwicklung zwischen Russland, China, Iran und weiteren Staaten wichtig. Putin wird am 31. August beziehungsweise 1. September am SCO-Gipfel teilnehmen und dort unter anderem mit Chinas Präsident Xi, Indiens Premierminister Modi und Irans Präsident Pezeshkian zusammentreffen. Auch Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan stehen im Fokus.
Damit bleibt die geopolitische Lage ein erheblicher Risikofaktor für die kommende Handelswoche. Besonders Öl, US-Dollar, Staatsanleihen und die europäischen Aktienmärkte können auf neue Eskalationen sehr schnell reagieren.
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Earnings
Auch wenn die Berichtssaison mittlerweile deutlich an Dynamik verloren hat, stehen in KW 36 noch einige interessante Quartalszahlen auf der Agenda.
Dienstag, 01.09.:
* Palo Alto Networks
* Dell Technologies
* Medtronic
Mittwoch, 02.09.:
* Broadcom
* Hewlett-Packard
* NetApp
* Brown-Forman
Donnerstag, 03.09.:
* Lululemon Athletica
* Campbell’s
Besonders interessant dürfte dabei Broadcom sein. Das Unternehmen ist eng mit dem aktuellen KI-Investmentzyklus verbunden. Neben den reinen Quartalszahlen wird daher insbesondere die Guidance für das weitere Wachstum und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur entscheidend sein.
Auch bei Dell Technologies bleibt die Entwicklung der Nachfrage nach Rechenzentren und KI-Infrastruktur relevant. Palo Alto Networks wiederum liefert wichtige Informationen über die Entwicklung des Cybersecurity-Marktes.
Die Earnings dürften insgesamt allerdings nicht den gleichen übergeordneten Einfluss haben wie die Makrodaten. In dieser Woche steht der Markt eindeutig stärker unter dem Einfluss der Zinserwartungen und insbesondere der US-Arbeitsmarktdaten.
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Fundamentale Wirtschaftsdaten vom 28.08.
Der vergangene Freitag war für die Märkte außergewöhnlich wichtig. Neben zahlreichen Konjunkturdaten stand insbesondere das Jackson-Hole-Symposium im Fokus.
In Deutschland zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Arbeitslosenquote blieb bei 6,4 Prozent und entsprach damit der Erwartung. Gleichzeitig lag die Veränderung der Arbeitslosenzahl bei lediglich 4.000 gegenüber einer Prognose von 4.800. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei rund 2,996 Millionen.
Deutlich wichtiger für die globale Marktbewegung waren jedoch die Aussagen aus Jackson Hole.
Kevin Warsh betonte, dass die Inflationsdaten des Sommers zwar besser als erwartet ausgefallen seien, daraus aber nicht geschlossen werden könne, dass sich die zugrunde liegenden Inflationstrends bereits nachhaltig verbessert hätten. Genau diese Aussage ist für die weitere Geldpolitik entscheidend.
Warsh stellte außerdem klar, dass die Fed weiterhin erhebliche Arbeit vor sich habe, wenn sich die Inflation nicht schnell genug in Richtung des 2-Prozent-Ziels bewegt. Gleichzeitig bezeichnete er die Arbeitsmärkte als mit Vollbeschäftigung vereinbar.
Besonders relevant waren zudem seine Aussagen zu den finanziellen Bedingungen. Warsh sah wenig Hinweise auf restriktive Finanzierungsbedingungen und betonte, dass die Fed insbesondere auf die Preisstabilität achten müsse.
Die Aussagen wurden vom Markt entsprechend hawkisch interpretiert. Die Erwartungen an eine schnelle Lockerung der Geldpolitik gingen zurück beziehungsweise wurden teilweise durch Erwartungen zukünftiger Zinserhöhungen ersetzt.
Auch Fed-Gouverneur Goolsbee unterstrich später, dass die Inflation weiterhin das zentrale Problem der Fed sei und dass es keineswegs so aussehe, als sei man bei der Inflation bereits „aus dem Gröbsten heraus“.
Die University-of-Michigan-Daten zeigten gleichzeitig eine finale Inflationserwartung von 4,0 Prozent auf Sicht eines Jahres und 3,3 Prozent auf Sicht von fünf Jahren. Das Verbrauchervertrauen lag bei 51,7 Punkten.
Zusätzlich enttäuschte der Chicago PMI deutlich mit 47,1 Punkten gegenüber einer Prognose von 57,9. Damit liegt der Index wieder unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten.
Die Kombination aus schwächerem Wachstum und weiterhin hartnäckigen Inflationserwartungen beschreibt damit ziemlich genau das schwierige Umfeld, in dem sich die Fed derzeit befindet.
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Fundamentale Wirtschaftsdaten KW 36
Montag
Am Montag stehen unter anderem deutsche Inflationsdaten im Fokus. Am Nachmittag folgt der Chicago PMI.
Für den Chicago PMI liegt die Prognose bei 57,8 Punkten, nach 57,6 Punkten zuvor. Der Index gibt Hinweise auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivität im Großraum Chicago und kann als zusätzlicher Frühindikator für die US-Wirtschaft interpretiert werden.
Dienstag
Der Dienstag dürfte insbesondere für Europa entscheidend werden.
Im Mittelpunkt stehen die Inflationsdaten der Eurozone, darunter:
* CPI YoY
* Core CPI
* CPI
* Arbeitslosenquote
Für den europäischen Verbraucherpreisindex auf Jahresbasis liegt die Prognose bei 3,3 Prozent, nach 2,9 Prozent zuvor.
Damit kommt den Daten eine enorme Bedeutung für die Erwartungen an die EZB-Sitzung im September zu. Sollte die Inflation stärker als erwartet ausfallen, dürfte der Druck auf die EZB steigen, ihre Geldpolitik restriktiver auszurichten.
Am Nachmittag folgen unter anderem:
* Fed Waller / Supervision Barr
* S&P Global Manufacturing PMI
* ISM Manufacturing PMI
* ISM Manufacturing Prices
* JOLTS Job Openings
Vor allem die JOLTS-Daten sind im Hinblick auf den US-Arbeitsmarkt wichtig. Sie liefern einen zusätzlichen Einblick in die Nachfrage nach Arbeitskräften und können Hinweise darauf geben, wie angespannt der Arbeitsmarkt tatsächlich ist.
Mittwoch
Am Mittwoch steht mit dem ADP Nonfarm Employment Change ein weiterer wichtiger US-Arbeitsmarktindikator auf der Agenda.
Daneben werden die Crude Oil Inventories veröffentlicht. Diese sind für den Ölmarkt besonders relevant, da Veränderungen der US-Rohöllagerbestände unmittelbare Auswirkungen auf Angebotserwartungen und damit auf den Ölpreis haben können.
Donnerstag
Am Donnerstag folgen erneut wichtige Daten aus Europa und den USA.
Auf der Agenda stehen unter anderem:
* HCOB-Daten
* Initial Jobless Claims
* S&P Global Services PMI
* S&P Global Composite PMI
* ISM Non-Manufacturing Prices
* ISM Non-Manufacturing PMI
Die Initial Jobless Claims liefern wichtige Informationen über die kurzfristige Entwicklung des US-Arbeitsmarktes. Zusammen mit ADP, JOLTS und schließlich den offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag entsteht damit im Laufe der Woche ein immer klareres Bild.
Bei den ISM-Daten wird besonders interessant sein, ob die Dienstleistungswirtschaft weiterhin robust bleibt und ob gleichzeitig der Preisdruck zunimmt oder nachlässt.
Freitag – der absolute Fokus der Woche
Der Freitag ist eindeutig der wichtigste Handelstag.
Nach einem EZB-Lane-Speaker am Vormittag richtet sich der gesamte Fokus am Nachmittag auf den US-Arbeitsmarkt.
Besonders wichtig werden die Average Hourly Earnings MoM. Die Prognose liegt bei +0,3 Prozent, nach +0,1 Prozent zuvor.
Ein stärker als erwarteter Anstieg der Löhne könnte die Inflationserwartungen erhöhen und damit die hawkische Interpretation der Fed-Politik verstärken.
Noch wichtiger sind die Nonfarm Payrolls.
Die Prognose liegt bei lediglich 58.000 neuen Stellen, nachdem der vorherige Wert bei -23.000 lag.
Das zeigt bereits, wie schwach die Ausgangslage ist. Sollte der Arbeitsmarkt erneut deutlich schwächer ausfallen, könnte der Markt wieder stärker über eine Lockerung der Geldpolitik diskutieren. Sollte der Wert dagegen deutlich über den Erwartungen liegen, könnte sich die aktuelle hawkische Neubewertung der Fed weiter verstärken.
Ebenfalls entscheidend wird die US-Arbeitslosenquote sein.
Damit ergibt sich für Freitag ein klassisches Spannungsfeld zwischen Arbeitsmarkt und Inflation: Ein schwacher Arbeitsmarkt würde die Argumente für eine Lockerung stärken, während gleichzeitig hohe Löhne oder eine steigende Inflation gegen eine schnelle Lockerung sprechen könnten.
Am Sonntag, dem 6. September, folgt schließlich noch ein OPEC-Meeting, das für den Ölmarkt und damit indirekt auch für die globalen Inflationserwartungen relevant sein dürfte.
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Fed- und EZB-Zinspolitik
Die größte Veränderung der vergangenen Woche findet eindeutig bei den Zinserwartungen statt.
Nach den Aussagen aus Jackson Hole hat sich die Marktpreisbildung für die Fed deutlich in Richtung eines restriktiveren Szenarios verschoben.
Fed – September
* 43,0 %: keine Änderung
* 57,0 %: +25 Basispunkte
Damit sieht der Markt mittlerweile sogar eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung als für einen unveränderten Leitzins.
Fed – Oktober
* 29,7 %: keine Änderung
* 52,7 %: +25 Basispunkte
* 17,7 %: +50 Basispunkte
Fed – Dezember
* 11,1 %: keine Änderung
* 38,3 %: +25 Basispunkte
* 39,5 %: +50 Basispunkte
* 11,0 %: +75 Basispunkte
Das ist eine massive Verschiebung der Zinserwartungen.
Noch hawkischer wirkt das Bild bei der EZB.
EZB – September
* 2,25 %: keine Änderung
* 98,0 %: +25 Basispunkte
EZB – Oktober
* 1,6 %: keine Änderung
* 79,8 %: +25 Basispunkte
* 18,6 %: +50 Basispunkte
EZB – Dezember
* 0,7 %: keine Änderung
* 33,7 %: +25 Basispunkte
* 54,7 %: +50 Basispunkte
* 11,0 %: +75 Basispunkte
Damit wird auch klar, warum die europäischen Inflationsdaten am Dienstag so wichtig sind.
Sollte die Inflation tatsächlich in Richtung oder sogar über die Erwartungen steigen, könnte die aktuell eingepreiste restriktivere EZB-Politik weiter bestätigt werden. Umgekehrt könnten deutlich schwächere Inflationsdaten die hohen Zinserhöhungserwartungen wieder zurückdrängen.
Für Aktienmärkte bedeutet das insgesamt ein schwierigeres Umfeld. Höhere erwartete Zinsen erhöhen den Diskontierungsfaktor für zukünftige Gewinne und können insbesondere hoch bewertete Growth- und Technologiewerte belasten.
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Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil hat eine schwache Woche hinter sich.
Auf Monatsbasis liegt der Markt weiterhin rund 3,87 Prozent im Minus, auf Wochenbasis beträgt das Minus 3,62 Prozent.
Die geopolitische Situation bleibt der entscheidende Faktor.
Bullisch wäre für mich ein nachhaltiger Break über 84,39 US-Dollar. Danach rücken 86,33, 87,74, 90,00 und perspektivisch 93,61 US-Dollar in den Fokus.
Auf der Unterseite würde ich einen Bruch unter 80,58 US-Dollar beobachten. Darunter liegen 79,59, 79,00, 77,00 und anschließend 75,00 US-Dollar als relevante Unterstützungsbereiche.
Besonders wichtig bleibt die Inflationskomponente. Ein Ölpreis um 83 US-Dollar ist für die Märkte zwar noch kein extremes Niveau, dauerhaft steigende Preise und insbesondere ein Anstieg über 90 US-Dollar wären für die Inflationsentwicklung problematisch.
US Bonds
Die US-Staatsanleihen zeigten nach den Aussagen aus Jackson Hole eine bemerkenswerte Bewegung.
Am Freitag lagen die Bewegungen unter anderem bei:
* 3-jährige Staatsanleihen: rund +2,6 %
* 5-jährige Staatsanleihen: rund +2,07 %
* 10-jährige Staatsanleihen: rund +1,15 %
* 30-jährige Staatsanleihen: rund +0,35 %
Die starke Bewegung lässt sich vor allem vor dem Hintergrund der Neubewertung der Zinspolitik verstehen. Die Aussagen aus Jackson Hole haben die Erwartungen an zukünftige Zinsentscheidungen deutlich verändert.
Gleichzeitig zeigen die Bewegungen, dass der Anleihemarkt sehr sensibel auf die Kommunikation der Fed reagiert.
DXY
Der US-Dollar zeigte am Freitag deutliche Stärke und legte rund 0,55 Prozent zu.
Technisch bleibt für mich die Zone um 99,50 entscheidend.
Solange der DXY darüber bleibt, sehe ich perspektivisch Potenzial in Richtung 100,00. Sollte 99,50 dagegen gebrochen werden, wäre ein Rücklauf in Richtung 99,00 denkbar.
Die veränderte Zinserwartung spricht kurzfristig grundsätzlich für weitere Dollarstärke.
VIX
Der VIX steht bei rund 14,42 Punkten und damit weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau.
Das zeigt, dass trotz der deutlichen Verschiebung bei den Zinserwartungen aktuell noch keine ausgeprägte Risikoaversion an den Aktienmärkten vorhanden ist.
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Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia verlor am Freitag trotz sehr starker Quartalszahlen und einer überzeugenden Guidance rund 4,57 Prozent.
Auf Wochenbasis bleibt die Aktie dennoch leicht im Plus.
Jetzt wird entscheidend sein, wie der Markt die veränderte Zinslandschaft verarbeitet. Die Kombination aus starken KI-Wachstumserwartungen, hoher Bewertung und steigenden Zinserwartungen kann kurzfristig zu erhöhter Volatilität führen.
Wichtige Unterstützungen liegen bei:
* 217 US-Dollar
* 213 US-Dollar
* 212 US-Dollar
Sollten diese Bereiche nicht halten, würde ich bei Long-Positionen vorsichtiger werden. Dann rücken 198 US-Dollar und 195 US-Dollar in den Fokus.
Bitcoin
Bei Bitcoin bleibe ich zunächst an der Seitenlinie.
Für mich ist die aktuelle Struktur weder eindeutig bullish noch bearish genug für einen sauberen Trade.
Interessant wird es insbesondere, wenn Bitcoin ein neues Tageshoch innerhalb der größeren Struktur ausbildet und anschließend einen kontrollierten Rücksetzer zeigt. Erst dann wäre für mich ein sinnvoller Einstieg in eine mögliche Long-Struktur interessanter.
S&P 500
Der S&P 500 verlor am Freitag rund 0,27 Prozent, bleibt auf Wochenbasis jedoch leicht positiv.
Unterhalb von 7.655 Punkten würde sich das kurzfristige Bild für mich eintrüben. Dann wären 7.550, 7.522 und anschließend 7.500 Punkte mögliche Ziele.
Solange dieser Bereich hält, würde ich dagegen nicht aggressiv versuchen, den Markt zu shorten.
Nasdaq 100
Der Nasdaq 100 verlor am Freitag rund 0,42 Prozent und schloss unter 29.500 Punkten.
Damit ist diese Marke kurzfristig besonders relevant.
Ein Daily Close zurück über 29.500 würde wieder Raum in Richtung 29.760 und anschließend 30.000 Punkte eröffnen.
Bleibt der Index dagegen unter 29.500, liegen die nächsten relevanten Bereiche bei 29.200, 29.000 und perspektivisch 28.500 Punkten.
Dow Jones
Der US 30 zeigte sich deutlich stabiler und verlor am Freitag lediglich rund 0,01 Prozent. Der Schlusskurs lag bei 53.553 Punkten und damit weiterhin oberhalb der wichtigen Marke von 53.500.
Ein Bruch unter 53.500 und das Daily Low würde zunächst 53.300 aktivieren. Darunter wären 53.000 und anschließend 52.500 Punkte mögliche Ziele.
Für neue Longs wäre für mich ein Daily Close über 54.000 Punkten deutlich interessanter.
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DAX – technischer Ausblick
Der DAX war einer der stärksten Märkte der vergangenen Woche.
Am Freitag gewann der Index rund 0,75 Prozent. Auf Wochenbasis lag das Plus bei beeindruckenden 1,86 Prozent, während auf Monatsbasis ein Plus von rund 3,62 Prozent zu Buche steht.
Dabei wurden in KW 35 neue Allzeithochs erreicht.
Der DAX schloss bei 26.570 Punkten und damit oberhalb der psychologisch und technisch wichtigen Marke von 26.500 Punkten.
Der Long von der Zone um 26.000 bis in Richtung 26.500 beziehungsweise auf neue Allzeithochs hat hervorragend funktioniert. Nach dieser starken Bewegung würde ich nun allerdings nicht mehr versuchen, blind neue Longs hinterherzulaufen.
Stattdessen würde ich eher nach einer Reaktion an den Hochs suchen.
Ein möglicher Short-Ansatz wäre ein erneuter Abgriff der Bereiche um 26.600 bis 26.700 Punkte, gefolgt von einem Rückfall unter 26.500 Punkte.
Sollte dieser Bereich anschließend bestätigt gebrochen werden, wären zunächst 26.300 Punkte und anschließend 26.000 Punkte mögliche Ziele.
Gerade im Zusammenspiel mit einer möglichen Schwäche der US-Indizes könnte der DAX nach seiner starken Outperformance anfällig für eine Korrektur werden.
Auf der anderen Seite sollte man nicht vergessen, dass der übergeordnete Trend weiterhin sehr stark ist. Ein Short gegen neue Allzeithochs bleibt deshalb ein Trade gegen das Momentum und sollte entsprechend sauber bestätigt werden.
Besonders wichtig werden hier die europäischen Inflationsdaten am Dienstag. Sollten die CPI-Daten höher als erwartet ausfallen und dadurch die ohnehin bereits hohen Erwartungen an eine restriktivere EZB weiter steigen, könnte dies zusätzlichen Druck auf europäische Aktien ausüben.
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Fazit
KW 36 wird eine ausgesprochen wichtige Handelswoche. Mit dem Monatswechsel von August auf September, dem Beginn des letzten Handelsmonats des dritten Quartals, den europäischen Inflationsdaten, zahlreichen US-Konjunkturdaten und schließlich den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag stehen zahlreiche potenzielle Marktbewegungen bevor.
Der entscheidende Faktor bleibt dabei die Geldpolitik.
Nach den Aussagen aus Jackson Hole hat sich das Bild bei der Fed deutlich verändert. Die Marktteilnehmer preisen mittlerweile eine erhebliche Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen ein. Gleichzeitig zeigt sich bei der EZB ein noch restriktiveres Bild.
Damit befinden sich die Aktienmärkte in einem interessanten Spannungsfeld: Auf der einen Seite stehen weiterhin starke Unternehmensgewinne und hohe Wachstumserwartungen, insbesondere im KI-Sektor. Auf der anderen Seite steigen die Erwartungen an höhere Zinsen, während die Inflation weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle ist.
Für mich bleibt deshalb insbesondere die Reaktion der Märkte auf die Daten entscheidend. Nicht nur die Daten selbst, sondern vor allem die Frage, wie der Markt die Abweichung vom Konsens interpretiert, dürfte die Richtung bestimmen.
Beim DAX bleibe ich nach der starken Rallye vorsichtig und suche eher nach bestätigten Short-Setups an den Allzeithochs. Beim Nasdaq und S&P 500 sind die genannten Unterstützungszonen entscheidend. Der DXY könnte von der veränderten Zinserwartung profitieren, während US Oil weiterhin stark von der geopolitischen Entwicklung abhängig bleibt.
Der absolute Höhepunkt der Woche wird jedoch der Freitag mit den US-Arbeitsmarktdaten. Nach dem schwachen vorherigen Ergebnis von -23.000 Nonfarm Payrolls und einer aktuellen Prognose von lediglich 58.000 Stellen könnte bereits eine moderate Abweichung erhebliche Auswirkungen auf die Zinserwartungen und damit auf sämtliche großen Assetklassen haben.
Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Handelswoche und vor allem stabile Trades.
Keine Anlageberatung. Dies ist ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
Langfristige Zinsen – wie kann der Anstieg gestoppt werden?Der Aufwärtstrend bei den langfristigen US-Staatsanleiherenditen ist derzeit eines der wichtigsten grundlegenden Sorgenkinder. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe erreichte während der Börsensitzung am 18. August 5,33 %, ein Niveau, das zuletzt im Jahr 2007 erreicht wurde – also ein 19-Jahres-Hoch!
Die langfristigen Finanzierungskosten für die US-Bundesregierung und für alle Akteure der Wirtschaft steigen weiter und nähern sich Schwellenwerten, die für Staat und Unternehmen erheblichen finanziellen Stress bedeuten könnten.
Die angekündigte Verdopplung der Rückkäufe von US-Schuldtiteln am Anleihemarkt durch das US-Finanzministerium ab Mittwoch, dem 9. September, wird daran nichts ändern, da es sich angesichts der mittlerweile erreichten Höhe der US-Staatsverschuldung nicht um eine strukturelle Maßnahme handelt. Die öffentliche Verschuldung der USA liegt inzwischen bei mehr als 40 Billionen US-Dollar und entspricht 130 % des US-BIP.
Der folgende Chart zeigt die monatlichen japanischen Candlesticks der Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe. Diese bewegt sich derzeit auf dem Niveau von 2007 und damit auf einem 19-Jahres-Hoch.
Wie kann dieser grundlegende Aufwärtstrend bei den langfristigen Anleiherenditen gebrochen werden?
Es geht nicht nur darum, Maßnahmen zu finden, die den Markt stabilisieren können, sondern um Maßnahmen, die in der Lage sind, diesen Aufwärtstrend umzukehren, der auch aus Sicht der technischen Analyse zunehmend beunruhigend wird.
Drei Faktoren erscheinen mir notwendig, um den Anstieg der langfristigen US-Zinsen und allgemein der langfristigen Zinsen im Westen zu beenden.
Der folgende Chart stammt von Bloomberg und zeigt die sehr langfristigen Staatsanleiherenditen der USA, Japans, Großbritanniens und Deutschlands. Der grundlegende Aufwärtstrend ist allgemein zu beobachten.
Diese drei Faktoren sind:
· Die Rückkehr der fiskalischen Glaubwürdigkeit der USA
· Eine nachhaltige Disinflation in den USA, damit die Fed wieder einen expansiveren geldpolitischen Kurs einschlagen kann
· Eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes/eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, wobei dies für den Markt ebenfalls negativ wäre, sollte die Arbeitslosenquote stark ansteigen
Der erste Faktor ist langfristig wahrscheinlich der wichtigste: die fiskalische Glaubwürdigkeit der USA. Solange Investoren davon ausgehen, dass die Defizite dauerhaft hoch bleiben und die Verschuldung weiterhin schneller wächst als die Fähigkeit der Wirtschaft, sie zu tragen, kann eine hohe Laufzeitprämie in den langfristigen Renditen enthalten bleiben. Mit anderen Worten: Selbst wenn die Fed ihre Leitzinsen senkt, garantiert dies keineswegs einen Rückgang der 30-jährigen Rendite.
Es wäre daher eine glaubwürdige Änderung des fiskalischen Kurses erforderlich: eine Verringerung des Primärdefizits, eine Kontrolle der Ausgaben und vor allem die Wahrnehmung des Marktes, dass der Entwicklungspfad der Staatsverschuldung tragfähig ist. Diese Glaubwürdigkeit könnte es ermöglichen, dass Investoren eine geringere Rendite für das Halten sehr langfristiger US-Staatsanleihen verlangen.
Der folgende Chart zeigt die Entwicklung der US-Staatsverschuldung, die gerade die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten hat.
Der zweite Faktor ist eine nachhaltige Disinflation. Wenn die US-Inflation eindeutig in Richtung des 2%-Ziels zurückkehren würde und die langfristigen Inflationserwartungen fest verankert blieben, hätte die Fed mehr Spielraum für Leitzinssenkungen. Ein Rückgang der kurzfristigen Zinsen würde dann letztlich Druck auf die gesamte Zinskurve ausüben, auch wenn die Bewegung bei mittleren Laufzeiten wahrscheinlich deutlich stärker ausfallen würde als bei der 30-jährigen Laufzeit.
Das folgende Histogramm zeigt die US-Inflation anhand des Core PCE.
Der dritte Faktor wäre schließlich eine wirtschaftliche Abschwächung und eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes. Historisch führt eine starke Verlangsamung der US-Wirtschaft zu niedrigeren Erwartungen hinsichtlich der Leitzinsen und damit zu einer stärkeren Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen. Dies kann zu sinkenden Renditen führen.
Das ideale Szenario für die Märkte wäre daher eine weiche Landung, die Disinflation, eine moderate Abschwächung des Arbeitsmarktes und eine Verbesserung der fiskalischen Glaubwürdigkeit miteinander verbindet. Wahrscheinlich ist es die Kombination dieser drei Faktoren und nicht eine einfache punktuelle Intervention des US-Finanzministeriums, die den Aufwärtstrend der langfristigen Zinsen tatsächlich umkehren könnte.
Aus Sicht der technischen Analyse der 30-jährigen US-Staatsanleiherendite müsste der Markt unter die Schwelle von 5,17 % zurückkehren, bevor von einer beginnenden Beruhigung bei der 30-jährigen Laufzeit gesprochen werden könnte. Ab 5,50 % würde die Rendite in eine Zone finanziellen Stresses für die US-Wirtschaft eintreten.
Der folgende Chart zeigt die wöchentlichen japanischen Candlesticks der 30-jährigen US-Staatsanleiherendite.
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