Wall Street Wochenausblick KW30 2026 + Wall Street Fokusthemen📊 Wall Street Wochenausblick KW30 2026
+ Wall Street Fokusthemen💡
👉 Auf geht's: Euer Wochenausblick für die KW30 2026:
📈 3 Bereiche können zu erhöhter Vola an den Märkten führen:
Als Trader & Investor ist es essenziell die folgenden 3 Bereich ständig im Auge zu behalten. Bis Ende Juli fokussiert sich die Wall Street auf die Quartalsberichte der großen US-Unternehmen. Quartalszahlen sind einer von 3 Bereichen, die historisch zu stärkeren Bewegungen an den Aktien- aber auch anderen Märkten (wie Gold, Forex, Krypto) und Co. geführt haben:
⏰ Die Fokus-Unternehmen der kommenden Woche:
Alphabet, Tesla und Intel werden besondere Aufmerksamkeit erhalten, denn die Tech-getriebene Rallye scheint ins Wanken zu geraten.
🔔 Diese Zahlen sind besonders wichtige, denn der Nasdaq tradet an einer charttechnisch wichtigen Zielmarke:
Die Juni-Tiefs haben am Freitag gehalten. Ein Bruch könnte eine größere Korrektur einleiten.
📊 Und Analystenerwartungen sind so wie hoch wie nie zuvor:
Liegt die Messlatte zu Hoch für weitere Kursanstiege? Zumindest kurzfristig könnte dies der Fall sein.
⚡ Einer der Hauptauslöser für den aktuellen Tech-Abverkauf:
Starke TSCM Quartalszahlen letzte Woche führten nicht zu einem weiteren Kursanstieg. Statdessen fiel die Aktie um knapp 7%. Dies zeigt, dass "solide Zahlen" allein nicht mehr ausreichen, um weitere Kaufwellen auszulösen:
📉 Die Reaktion der Netflix-Aktie zeigen die "TSMC-Story" auch im US-Markt:
Ein 15%-Rückgang von post-Earnings Hoch und Tief bei nur knapper Verfehlung der Aussichten für das nächste Quartal spricht Bände...
⚖️ Sind einmalige Investment-Markups wirklich nachhaltig?
Investments in Anthropic and SpaceX werden zukünftig keinen großen Anteil der Gesamteinkommens der Hyperscaler ausmachen. Aktuell machen diese Investment-Gewinne bei einigen Unternehmen über 50% der Profite aus:
🐻 Wie sehr diese Investment-Gewinne einbrechen könnten sieht man am Verlauf der SpaceX-Aktie:
Wir stehen nun 45% unter den post-IPO-Hoch. Ich glaube langfristig an eine starke Investment-Story, aber kurzfristig sitzen die meisten Investoren auf Verlusten.
🔥 Goldman Sachs zeigt: Privatanleger-Favoriten fallen in diesem Monat so stark wie seit 2022 nicht mehr:
... und von Ende 2021 bis Mitte 2022 fiel der NAS100 um ca. 28%. Ist dies ein erstes Vorzeichen eines Bärenmarktes?
📅 Auch auf der Makro-Ebene stehen einige wichtige Daten an:
Für Forextrader sind regionale Daten potenzielle Vola-Faktoren. Insbesondere Inflationsdaten und der EZB-Zinsentscheid stehen im Fokus.
Ausführliche Analysen und Kommentare zu all diesen Themen + Mean-Reversion-Tradingchancen in Eurem wöchentlich Wall Street Wochenausblick.
Allen Tradern & Investoren einen erfolgreichen Start in die neue Tradingwoche!
📈💼🌍🚀
– Euer Meikel
Ideen der Community
Silberpreis: Unterstützung im FokusAnalyse bei einem Silberkurs von $55,91
Die folgenden Szenarien basieren auf meiner Einschätzung und skizzieren die wahrscheinlichste Kursspanne.
Kurze Einordnung im Rückblick
Nach dem Ausbruch auf sein Allzeithoch im Januar bei $121 musste der Silberkurs den Abstand zur Durchschnittsbewertung sowie aufgelaufene Gewinne zunächst korrigieren. Das März-Tief bildete für 64 Handelstage das letzte lokale Tief, welches jedoch Ende Juni mit einem neuen Wert von $55,62 unterschritten wurde. Die anschließende Erholung reichte nicht aus, um über dem GD 20 Fuß zu fassen, und der Kurs rutschte zum Ende der vergangenen Woche bis an einen neuen Tiefstwert bei $54,77 ab.
Silberpreis Prognose für diese Woche
Der 20-Tage-Durchschnitt begleitet die Abwärtstendenz seit Juni als Widerstand. Das neue Tief testet die untere Begrenzung des blau markierten Abwärtstrendkanals, wodurch dieser Bereich ein weiteres Mal auf die Probe gestellt wird.
Hält diese Unterstützung, würde ein Ausbruch über die rote Widerstandslinie Spielraum für eine Erholung bis in den $70er-Bereich eröffnen. Dort könnte der 200-Tage-Durchschnitt die nächste Grenze aufzeigen.
Gelingt den Bären dagegen ein nachhaltiger Bruch unter $54, dürfte der Kurs das Ausbruchslevel am Hoch aus 2011 anvisieren.
Mögliche Wochenspanne Bullen: $54,50 bis $65,90
Alternative Kursspanne Bären: $49,30 bis $60,10
Nächste Widerstände: $61,02 | $71,80 | $83,75 = Vorjahreshoch
Wichtige Unterstützungen: $54,77 = Vorwochentief | $49,83
Silber Prognose für nächste Woche
In dem durch die rote Widerstandslinie definierten Dreieck, das der Kurs jetzt im Juli gebildet hat, dürfte sich Druck für eine Ausbruchsbewegung angestaut haben. In Kombination mit einer Rückeroberung des GD 20 wäre das ein starkes Signal für eine ausgedehntere Erholung bis in den Bereich des Mai-Tiefs, wo sich in Verbindung mit den länger laufenden Durchschnitten ein Widerstandscluster befindet.
Entscheidet sich der Silberpreis dagegen für den Bruch der Unterstützungszone im $55er-Bereich und wird auch das 2011er-Hoch bei $49,83 unterschritten, dürften eher stufenartige Verlustschübe mit Zielen bei $45, $40 und $35 den Kursverlauf bestimmen.
Mögliche Wochenspanne: $61,90 bis $72,20 alternativ $44,80 bis $56,10
Beste Grüße und gute Trades,
Christian Möhrer
Kagels-Trading
SP500🇺🇸 - Ausblick KW30/2025Hallo Trader,
beginnen wir mit dem fundamentalen Ausblick für die kommende Handelswoche.
📊 Fundamentaler Ausblick KW30 (20.07. – 24.07.2026)
In KW30 richtet sich der Blick der Märkte vor allem nach Europa. Mit der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank🇪🇺 am Donnerstag sowie den Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA am Freitag stehen wichtige Impulse für die weitere Entwicklung von Euro, Anleiherenditen und Aktienmärkten bevor.
Der Wochenstart dürfte zunächst ruhig verlaufen, da die japanischen Märkte am Montag aufgrund eines Feiertags geschlossen bleiben. Am Dienstag liefern die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen🇩🇪 einen ersten Hinweis darauf, wie Finanzexperten die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden Monaten einschätzen. Nach den zuletzt gemischten Signalen aus der deutschen Wirtschaft könnte eine positive Überraschung den DAX und den Euro kurzfristig unterstützen. Eine erneute Eintrübung würde dagegen zeigen, dass die wirtschaftliche Erholung weiterhin auf unsicheren Beinen steht.
Am Mittwoch folgen die britischen Verbraucherpreise🇬🇧. Die Inflationsentwicklung in Großbritannien bleibt entscheidend für den weiteren Kurs der Bank of England. Parallel dazu könnten die amerikanischen Rohöllagerbestände 🇺🇸für Bewegung beim Ölpreis sorgen.
Der klare Höhepunkt der Woche ist jedoch die Sitzung der EZB 🇪🇺am Donnerstag. Bei ihrer vorherigen Sitzung hatte die Zentralbank die drei Leitzinsen überraschend um jeweils 25 Basispunkte angehoben. Für die kommende Entscheidung erwartet der Markt laut Kalender unveränderte Zinssätze. Gleichzeitig ist die Inflation im Euroraum im Juni von 3,2 auf 2,8 Prozent zurückgegangen. Damit hat sich der Preisdruck zwar abgeschwächt, liegt aber weiterhin oberhalb des mittelfristigen Zwei-Prozent-Ziels der EZB.
Entscheidend dürfte deshalb weniger der eigentliche Zinsentscheid als die Pressekonferenz von Christine Lagarde werden. Anleger werden genau darauf achten, ob die Zinserhöhung aus dem Juni als einmalige Reaktion eingeordnet wird oder ob die EZB bei anhaltendem Inflationsdruck weitere Schritte nach oben offenhält. Signale für eine längere Phase hoher Zinsen könnten den Euro und die europäischen Anleiherenditen stärken, gleichzeitig aber zinssensitive Aktien und den Immobiliensektor belasten. Eine deutlich vorsichtigere Tonlage könnte dagegen für Erleichterung an den Aktienmärkten sorgen. Die geldpolitische Sitzung und die anschließende Pressekonferenz sind offiziell für den 23. Juli angesetzt.
Am Freitag folgt ein umfangreicher Block an Einkaufsmanagerindizes. Die deutschen PMIs für Industrie und Dienstleistungen 🇩🇪zeigen, ob die europäische Konjunktur zum Start des dritten Quartals wieder an Dynamik gewinnt. Besonders der Dienstleistungssektor bleibt wichtig, da die deutsche Industrie weiterhin mit strukturellen und globalen Belastungen kämpft.
Am Nachmittag werden anschließend die US-PMIs 🇺🇸veröffentlicht. Robuste Zahlen würden erneut für eine widerstandsfähige US-Wirtschaft sprechen, könnten aber gleichzeitig die Erwartungen an baldige Zinssenkungen durch die FED dämpfen. Schwache Daten würden dagegen Konjunktursorgen verstärken, gleichzeitig jedoch neue Spekulationen über eine lockerere US-Geldpolitik auslösen. Zusätzlich geben die Verkäufe neuer Häuser Hinweise darauf, wie stark das hohe Zinsniveau weiterhin auf dem amerikanischen Immobilienmarkt lastet.
Die wichtigsten Termine der Woche:
🔹 Dienstag, 11:00 Uhr – ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland 🇩🇪
🔹 Mittwoch, 08:00 Uhr – Verbraucherpreise Großbritannien 🇬🇧
🔹 Mittwoch, 16:30 Uhr – US-Rohöllagerbestände🇺🇸
🔹 Donnerstag, 14:15 Uhr – EZB-Zinsentscheidung 🇪🇺
🔹 Donnerstag, 14:30 Uhr – US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe🇺🇸
🔹 Donnerstag, 14:45 Uhr – Pressekonferenz der EZB 🇪🇺
🔹 Freitag, 09:30 Uhr – Einkaufsmanagerindizes Deutschland 🇩🇪
🔹 Freitag, 15:45 Uhr – Einkaufsmanagerindizes USA 🇺🇸
🔹 Freitag, 16:00 Uhr – Verkäufe neuer Häuser in den USA 🇺🇸
Fazit:
KW30 wird vor allem durch die EZB geprägt. Nach der Zinserhöhung im Juni muss Christine Lagarde erklären, ob Europa vor einer längeren Phase restriktiver Geldpolitik steht oder ob der jüngste Rückgang der Inflation bereits wieder mehr Spielraum schafft. Die anschließenden PMI-Daten werden zeigen, wie gut die Wirtschaft das erhöhte Zinsniveau verkraftet. Für Trader dürfte besonders das Zusammenspiel aus EZB-Kommunikation, Euro-Bewegung und Konjunkturdaten relevant werden. Rund um Donnerstag und Freitag ist daher mit deutlich erhöhter Volatilität zu rechnen.
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Chart SP500🇺🇸
Trotz der extrem positiven Inflationsdaten aus den USA (Werte deutlich niedriger als erwartet), konnte der Markt kein neues ATH ausbilden. Das ist für mich dann erstmal ein negatives Signal - zumal wir auf H1 Basis einen Trendbruch des Long Trends (tieferes Tief) gesehen haben.
Gerade auch im Hinblick auf die nun wieder stark anziehende Ölpreise (Irankonflikt eskaliert wieder), könnten Investoren nun Gewinne vom Tisch nehmen. Ergo würde mich eine Korrektur Richtung Supportzone nicht wundern.
Widerstände
- ATH bei 7600 Punkte
Unterstützungen:
- Tief bei 7240 Punkte
- Zone ums ATH bei ca 7000 Punkten
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
EURUSD unter Druck. Relevante Supports ab 1,1295 USD.Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zu einem weiteren Update zum EURUSD von Pepperstone. Ich analysiere den Kontrakt erneut im Wochenchart.
Der EURO brach zuletzt unter die Nackenlinie einer potenziellen SKS-Umkehrformation. Darüber hinaus liegt nun eine Serie sinkender Hoch- und Tiefpunkte im Wochenchart vor.
Wir schärfen nach, da nun eine wichtige Support-Kombo bei den Basisindikatoren unter Druck steht.
Charttechnische Einordnung Wochenchart (Chart oben)
Der EURUSD kann auf Sicht der kommenden Wochen weiter abwärts laufen und die horizontalen Supports bei 1,1275 und 1,1213 USD erreichen. Auf der Oberseite hat die Gemeinschaftswährung im Weekly viel Platz bis zu den relevanten Widerständen.
Diese warten bei 1,1829 US-Dollar. Ein Anstieg über die angeführte Abwärtslinie bei 1,1567 USD würde den Euro stützen.
Markttechnische Einordnung (Chart unten)
Die Basisindikatoren driften abwärts, positive Divergenzen liegen weder im MACD noch im RSI vor. Strukturell liegt daher die Vermutung nahe, dass wir die Tiefpunkte des laufenden Rücksetzers noch nicht gesehen haben.
Sehr wichtig ist aktuell, dass der Euro die Support-Kombo um 1,1340 USD verteidigt. Die Verbindung aus 89-Wochenlinie und dem unteren Bollingerband nutze ich sehr gern. Die Kombo funktioniert auch auf anderen Zeitebenen sehr gut.
Volumentechnische Einordnung (Chart unten)
Die Value Area, die seit dem Frühsommer 2025 gebildet wurde, ist nach unten unterschritten worden. Dieser Nackenschlag kann dazu führen, dass die untere VWAP-Projektion bei 1,1195 USD angelaufen werden kann. Hier entsteht m.E. eine Drucksituation, die wir im Auge halten müssen.
Auf der Oberseite wäre eine klare und nachhaltige Rückeroberung der lower rejection #1 bei 1,1501 US-Dollar ein erster guter Schritt.
Quick Learn SKS-Formation
Im Fazit...
...steht der EURUSD im Moment unter Druck, ohne wirklich eine rasante Talfahrt aufs Parkett zu legen. Achten Sie auf die Unterstützungen um 1,1250 USD.
Die große Show wird im Währungspaar EURUSD auf den großen Zeitebenen im Moment nicht geboten. Intraday bieten sich viele Chancen.
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen die Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße,
Thomas Jansen
XPeng: Die Trendwende beginnt. Welle 2 beendet?Die Aktie von XPeng ist nicht nur aufgrund der E-Autos, Flugtaxis und humanoiden Roboter interessant. Auch charttechnisch sehen wir gerade beim Wert aus China eine klare Bodenbildung der Welle 2. Die Aktie hat gerade kaum jemand auf dem Schirm, doch wenn man sich die Elliott-Wellen anschaut und das sehr tiefe Niveau, wo sich die Aktie bewegt, dann handelt es sich hier sehr wahrscheinlich um eine große Chance, die viele Anleger verpassen werden. Eine Welle 3 ist fast immer die stärkste und stabilste Aufwärtsbewegung, und die Aktie ist kurz davor genau diese Bewegung zu beginnen.
Keine Anlageberatung.
Wochenausblick KW29–Fundamental,Makro und technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW29
Die Märkte starten in eine der fundamental spannendsten Handelswochen der vergangenen Monate. Während S&P 500 und Nasdaq weiterhin in unmittelbarer Nähe ihrer Allzeithochs notieren, bleiben die geopolitischen Risiken im Nahen Osten hoch und der Ölmarkt reagiert zunehmend sensibel auf jede neue Entwicklung rund um Iran und die Straße von Hormuz.
Gleichzeitig startet die Q2-Earnings-Season mit den großen US-Banken, ASML und Netflix in ihre erste wichtige Phase. Auf der makroökonomischen Seite stehen mit den US-Verbraucherpreisen, den Produzentenpreisen, den Einzelhandelsumsätzen und den Inflationserwartungen der US-Verbraucher gleich mehrere potenzielle Markttrigger an.
Der aktuelle Monetary Policy Report der Federal Reserve bestätigt zudem, dass die Inflation weiterhin das zentrale Risiko für die US-Notenbank bleibt. Parallel zeigt der aktuelle WASDE-Report zunehmende Angebotsrisiken bei mehreren wichtigen Agrarrohstoffen.
Damit treffen in KW29 geopolitische Risiken, Inflationsdaten, Fed-Kommunikation und Unternehmenszahlen unmittelbar auf historisch hoch bewertete Aktienmärkte.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Earnings Season Q2
• Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW29 im Überblick
• Fed Monetary Policy Report und WASDE
• Märkte und Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch in KW29 einer der wichtigsten externen Risikofaktoren für die Finanzmärkte.
Im Mittelpunkt steht weiterhin der Konflikt im Nahen Osten und insbesondere die Situation zwischen Iran, den USA und Israel. Nach dem zwischenzeitlichen Interim-Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran hatte sich die Lage am Ölmarkt zunächst deutlich entspannt. Die Ölströme durch die Straße von Hormuz konnten sich teilweise erholen und die Risikoprämie im Ölpreis wurde erheblich reduziert.
Die erneuten Feindseligkeiten und Angriffe vom 7. und 8. Juli zeigen jedoch, wie fragil diese Stabilisierung weiterhin ist.
Die Straße von Hormuz bleibt dabei der zentrale geopolitische Risikofaktor für den globalen Energiemarkt. Rund 25 % des weltweiten seegestützten Ölhandels liefen 2025 durch diese Meerenge. Gleichzeitig passierten mehr als 110 Milliarden Kubikmeter LNG die Straße von Hormuz.
Besonders problematisch ist, dass es nur begrenzte alternative Transportwege gibt. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen zwar über Pipelines, mit denen Teile der Ölströme umgeleitet werden können. Die verfügbaren Kapazitäten von schätzungsweise 3,5 bis 5,5 Millionen Barrel pro Tag reichen jedoch nicht aus, um die regulären Transporte durch die Straße von Hormuz vollständig zu ersetzen.
Für Länder wie Iran, Irak, Kuwait, Katar und Bahrain ist die Meerenge weiterhin von zentraler Bedeutung.
Die IEA bezeichnete die Auswirkungen des Konflikts bereits als eine der größten Bedrohungen für die globale Energiesicherheit ihrer Geschichte. Die ursprünglichen Störungen führten zur größten Angebotsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarktes.
Als Reaktion darauf stellten die 32 Mitgliedstaaten der IEA insgesamt 400 Millionen Barrel aus strategischen Notfallreserven zur Verfügung – die größte koordinierte Freigabe in der Geschichte der Organisation.
Diese Maßnahmen haben gemeinsam mit einer teilweisen Erholung der Transporte durch Hormuz erheblich dazu beigetragen, den Ölpreis zu stabilisieren.
Die globale Ölversorgung erholte sich im Juni um rund 4,1 Millionen Barrel pro Tag auf 98,8 Millionen Barrel. Gleichzeitig lagen die weltweiten Produktionsmengen allerdings weiterhin rund 9,4 Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorkriegsniveau.
Die Exporte aus der Golfregion stiegen im Juni um rund 6,5 Millionen Barrel pro Tag auf 16,1 Millionen Barrel. Vor Beginn des Konflikts lagen sie jedoch bei durchschnittlich rund 24 Millionen Barrel pro Tag.
Genau hier liegt das Risiko für die kommende Handelswoche.
Der aktuelle Ausblick auf den Ölmarkt basiert maßgeblich auf der Annahme, dass sich die Transporte durch die Straße von Hormuz weiter normalisieren und Produzenten sowie Raffinerien ihre Produktion wieder hochfahren können.
Eine erneute militärische Eskalation würde dieses Basisszenario unmittelbar infrage stellen.
Besonders interessant ist aktuell die Diskrepanz zwischen dem Rohölmarkt und den Märkten für raffinierte Ölprodukte. Während sich die Versorgung mit Rohöl teilweise verbessert hat, bleiben Diesel, Benzin und andere raffinierte Produkte knapp.
Raffineriemargen erreichten Anfang Juli den höchsten Stand seit vier Jahren.
Der Grund dafür ist relativ einfach: Rohöl kann wieder verstärkt transportiert werden, die Raffineriekapazitäten in der Golfregion sind jedoch weiterhin erheblich eingeschränkt. Fast drei Millionen Barrel Raffineriekapazität pro Tag waren aufgrund von Angriffen und fehlenden Exportmöglichkeiten zeitweise nicht verfügbar.
Zusätzlich belasten ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien und Energieinfrastruktur die globalen Produktmärkte.
Damit bleibt der Energiemarkt ein potenzieller Inflationstreiber.
Das gilt nicht nur für Öl.
Auch der globale Gasmarkt bleibt angespannt. Rund 20 % des weltweiten LNG-Angebots liefen 2025 durch die Straße von Hormuz. Die Einschränkungen bei Lieferungen aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten haben die verfügbaren LNG-Mengen deutlich reduziert.
Der niederländische TTF-Gaspreis notierte zuletzt rund 35 % über seinem Vorkriegsniveau.
Für Europa ist diese Entwicklung besonders relevant.
Steigende Energiepreise könnten den europäischen Inflationsprozess erneut verlangsamen und gleichzeitig die ohnehin schwächere europäische Konjunktur belasten.
Mein Fokus liegt deshalb in KW29 weiterhin ganz klar auf Iran, Israel, den USA und der Straße von Hormuz.
Eine weitere Eskalation wäre kurzfristig bullish für Öl und Gas, gleichzeitig aber potenziell bearish für Risk Assets. Eine nachhaltige Deeskalation würde dagegen die Risikoprämie im Ölpreis weiter reduzieren und könnte insbesondere Aktienmärkte unterstützen.
China und Taiwan
Auch die Situation zwischen China und Taiwan bleibt ein geopolitischer Risikofaktor.
Hier gab es zuletzt keine vergleichbare Eskalation wie im Nahen Osten. Trotzdem bleiben die militärischen Aktivitäten Chinas rund um Taiwan und die strategischen Spannungen zwischen China und den USA ein Thema für die Märkte.
Besonders relevant ist dabei weiterhin der globale Halbleitermarkt.
Taiwan bleibt ein zentraler Standort für die Produktion modernster Halbleiter. Eine Eskalation hätte deshalb unmittelbare Auswirkungen auf globale Lieferketten, KI-Infrastruktur und große US-Technologiekonzerne.
Genau deshalb bleiben sämtliche Entwicklungen rund um China, Taiwan und mögliche Exportbeschränkungen für Chips relevant.
Auch Apple steht dabei im Fokus.
Der Konzern ist weiterhin stark von asiatischen Produktions- und Lieferketten abhängig. Gleichzeitig bleiben Zölle und Handelsbeschränkungen ein wichtiger Faktor für Importpreise in den USA.
Der aktuelle Monetary Policy Report der Fed verweist ausdrücklich darauf, dass frühere Zollerhöhungen auf Importgüter zu den bestehenden Inflationsrisiken beigetragen haben.
Damit ist der Handelskonflikt längst nicht nur ein geopolitisches Thema.
Zölle, Halbleiterrestriktionen und gestörte Lieferketten können direkt auf die Inflation wirken – und damit indirekt die Geldpolitik der Federal Reserve beeinflussen.
Earnings Season Q2
Neben den Inflationsdaten steht in KW29 vor allem der Start der Q2-Earnings-Season im Fokus.
Die Aktienmärkte befinden sich auf historisch hohen Bewertungsniveaus. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Monetary Policy Report der Fed, dass ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Stärke weiterhin durch Unternehmensinvestitionen und insbesondere durch den Technologiesektor getragen wird.
Die Earnings müssen diese Erwartungen jetzt bestätigen.
Am Montag stehen unter anderem Progressive und Fastenal im Kalender.
Das eigentliche Highlight beginnt jedoch am Dienstag mit den großen US-Banken.
JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup veröffentlichen ihre Quartalszahlen.
Damit erhalten wir einen sehr frühen Einblick in den Zustand des amerikanischen Finanzsystems und der US-Wirtschaft.
Im Fokus stehen die Entwicklung der Nettozinserträge, Kreditnachfrage, Kreditqualität und mögliche Veränderungen bei Kreditausfällen. Gleichzeitig dürften die Kapitalmarktaktivitäten und das Investmentbanking insbesondere bei JPMorgan und Goldman Sachs interessant werden.
Der Monetary Policy Report beschreibt das US-Finanzsystem grundsätzlich als stabil und widerstandsfähig.
Die Bankzahlen werden zeigen, ob sich dieses Bild auch in den Unternehmensdaten widerspiegelt.
Am Mittwoch folgen unter anderem ASML, Johnson & Johnson, Morgan Stanley, BlackRock und Bank of New York Mellon.
ASML dürfte dabei eine der wichtigsten Veröffentlichungen der gesamten Woche werden.
Der globale Technologiesektor wird aktuell massiv durch Investitionen in KI-Infrastruktur getragen. Die Nachfrage nach modernsten Chips und Produktionskapazitäten ist ein zentraler Bestandteil der aktuellen Investmentstory.
ASML steht mit seinen Lithografiesystemen direkt im Zentrum dieser Entwicklung.
Für mich wird deshalb weniger das vergangene Quartal entscheidend sein, sondern der Ausblick des Unternehmens.
Wie entwickelt sich die Nachfrage?
Wie sehen die Auftragseingänge aus?
Bleiben Investitionen in modernste Chipproduktion hoch?
Und gibt es Auswirkungen durch Exportbeschränkungen gegenüber China?
Diese Aussagen könnten unmittelbar auf den gesamten Halbleitersektor und damit auch auf Nvidia wirken.
Am Donnerstag folgen UnitedHealth, GE Aerospace, Netflix, Seagate, Abbott Laboratories und Intuitive Surgical.
Netflix dürfte dabei insbesondere für den Nasdaq und den Kommunikationssektor interessant werden.
Auch hier steht die Guidance im Mittelpunkt.
Die Märkte haben in den vergangenen Monaten bereits sehr viel positives Wachstum eingepreist. Gute Zahlen allein könnten deshalb teilweise nicht mehr ausreichen.
Entscheidend ist, ob Unternehmen ihre Prognosen bestätigen oder erhöhen können.
Genau das ist für mich das zentrale Thema dieser Earnings Season:
Die Erwartungen sind hoch.
Der S&P 500 notiert nahe seinem Allzeithoch. Nvidia hat eine extrem starke Woche hinter sich. Der Technologiesektor bleibt strukturell bullish.
Damit steigt gleichzeitig die Fallhöhe.
Schwächere Guidance, sinkende Margen oder Hinweise auf nachlassende Nachfrage könnten bei einzelnen Unternehmen zu erheblichen Gewinnmitnahmen führen.
Für KW29 bleiben deshalb die großen US-Banken, ASML und Netflix meine wichtigsten Earnings.
Aus dem DAX selbst stehen in KW29 keine großen Quartalsberichte an. Der Fokus liegt daher klar auf den internationalen Earnings, insbesondere den US-Banken, ASML und Netflix. Die deutsche Berichtssaison nimmt erst ab der folgenden Woche deutlich Fahrt auf.
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW29 im Überblick
Die kommende Woche ist aus makroökonomischer Sicht extrem stark gefüllt.
Montag – OPEC und Notenbanksprecher
Bereits am Montag steht das OPEC-Meeting im Fokus.
Aufgrund der aktuellen Situation am Ölmarkt bekommt dieses Treffen eine deutlich höhere Bedeutung.
Im Mittelpunkt stehen die Produktionspolitik und die Frage, wie die OPEC auf die weiterhin eingeschränkten Fördermengen und die geopolitischen Risiken reagieren wird.
Die OPEC+-Produktion lag im Juni weiterhin deutlich unter den implizierten Zielmengen. Besonders Saudi-Arabien, Irak und Kuwait produzierten erheblich unter den entsprechenden Zielwerten.
Gleichzeitig bleibt die verfügbare kurzfristige Reservekapazität begrenzt.
Damit dürfte jede Aussage zur Produktionsentwicklung, zu möglichen Förderanpassungen und zur Situation am globalen Ölmarkt genau beobachtet werden.
Zusätzlich sprechen FOMC-Mitglied Bowman, Fed-Mitglied Waller, EZB-Direktorin Isabel Schnabel und EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Nach dem aktuellen Monetary Policy Report dürfte insbesondere die Kommunikation der Fed interessant werden.
Die zentrale Frage lautet:
Bleibt die Fed klar restriktiv oder öffnen einzelne Mitglieder langsam die Tür für eine spätere Lockerung?
Dienstag – CPI als Highlight der Woche
Am Dienstag folgen die wichtigsten Wirtschaftsdaten der KW29.
Die US-Verbraucherpreise stehen im Fokus.
Für den CPI auf Monatsbasis wird aktuell ein Rückgang von 0,1 % erwartet. Im Vormonat lag die Inflation noch bei +0,5 %.
Das wäre eine erhebliche Verlangsamung.
Bei der Kerninflation wird dagegen ein Anstieg von 0,3 % erwartet. Im Vormonat lag der Core CPI bei +0,2 %.
Die jährliche Gesamtinflation lag zuletzt bei 4,2 %. Bei der Kerninflation werden erneut 2,9 % erwartet.
Warum sind diese Zahlen aktuell so wichtig?
Der Monetary Policy Report der Fed zeigt deutlich, dass die Inflation weiterhin das zentrale geldpolitische Problem ist.
Die PCE-Gesamtinflation liegt aktuell bei 4,1 %, die Kerninflation bei 3,4 %.
Beide Werte liegen weiterhin deutlich über dem Inflationsziel von 2 %.
Die Fed führt die höheren Inflationsrisiken insbesondere auf gestiegene Energiepreise, frühere Zollerhöhungen und die starke Nachfrage im Technologiesektor zurück.
Gleichzeitig bleiben die langfristigen Inflationserwartungen bislang stabil.
Genau deshalb besitzt die Fed aktuell noch Zeit.
Der Arbeitsmarkt ist robust, die Wirtschaft wächst und die Inflationserwartungen sind nicht entankert.
Die Fed muss die Zinsen aktuell nicht senken.
Für die Aktienmärkte wäre deshalb ein deutlich schwächerer Inflationsbericht positiv.
Besonders wichtig ist die Kerninflation.
Ein niedrigerer Core CPI würde die Hoffnung stärken, dass der zugrunde liegende Inflationsdruck tatsächlich nachlässt.
In diesem Szenario könnten die Renditen der US-Staatsanleihen sinken, der Dollar schwächer reagieren und Risk Assets weiter steigen.
Ein deutlich höherer CPI wäre dagegen problematisch.
Steigende Inflation in Verbindung mit einem robusten Arbeitsmarkt und einer weiterhin soliden Wirtschaft würde der Fed kaum Spielraum für Zinssenkungen geben.
Im Gegenteil:
Der Markt könnte erneut ein noch länger erhöhtes Zinsniveau oder weitere restriktive Maßnahmen einpreisen.
Das wäre grundsätzlich positiv für den Dollar und potenziell negativ für hoch bewertete Risk Assets.
Nach den CPI-Daten spricht erneut EZB-Präsidentin Lagarde.
Zusätzlich stehen Reden von Fed Vice Chair for Supervision Barr und FOMC-Mitglied Bowman an.
Auch die TIC Net Long-Term Transactions werden veröffentlicht.
Diese Daten zeigen die langfristigen Kapitalströme in US-Wertpapiere. Vereinfacht gesagt sehen wir hier, wie stark ausländische Investoren langfristig Kapital in US-Aktien und US-Anleihen investieren oder Kapital abziehen.
Gerade in einem Umfeld hoher Staatsverschuldung und hoher Treasury-Renditen können diese Kapitalströme interessant werden.
Mittwoch – PPI und Beige Book
Am Mittwoch folgen direkt die nächsten Inflationsdaten.
Der US Producer Price Index steht an.
Für den PPI auf Monatsbasis wird aktuell ein Wert von 0,0 % erwartet. Im Vormonat lag der Anstieg noch bei 1,1 %.
Beim Core PPI wird ein Anstieg von 0,3 % erwartet, nach 0,4 % im Vormonat.
Der PPI misst die Preisentwicklung auf Produzentenebene.
Damit kann er Hinweise darauf liefern, welcher Kostendruck innerhalb der Unternehmen besteht und möglicherweise später an Verbraucher weitergegeben wird.
Ein deutlich höherer PPI könnte deshalb die Inflationssorgen erneut verstärken.
Neben den Produzentenpreisen sprechen FOMC-Mitglied Williams und Bundesbankpräsident Nagel.
Zusätzlich werden die US-Rohöllagerbestände veröffentlicht.
Am Abend folgt das Beige Book der Federal Reserve.
Das Beige Book wird achtmal pro Jahr veröffentlicht und fasst die aktuelle wirtschaftliche Lage in den zwölf Federal-Reserve-Distrikten zusammen.
Der Bericht erscheint üblicherweise rund zwei Wochen vor einer FOMC-Sitzung.
Im Fokus stehen wirtschaftliche Aktivität, Arbeitsmarkt, Preise und regionale Entwicklungen.
Nach dem aktuellen Monetary Policy Report wird besonders interessant, ob sich die robuste Wirtschaft weiterhin bestätigt.
Die Fed sieht den Arbeitsmarkt aktuell weder als inflationstreibende Gefahr noch als konjunkturelle Schwachstelle.
Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,2 %. Entlassungen bleiben gering und die Zahl offener Stellen stabil.
Gleichzeitig wird das Lohnwachstum zunehmend durch Produktivitätssteigerungen begleitet.
Sollte das Beige Book dieses Bild bestätigen, hätte die Fed weiterhin wenig Druck, kurzfristig die Zinsen zu senken.
Donnerstag – Retail Sales und Arbeitsmarkt
Am Donnerstag folgen die US-Einzelhandelsumsätze.
Für die Retail Sales wird ein Anstieg von 0,3 % erwartet. Im Vormonat lagen die Umsätze bei +0,9 %.
Bei den Core Retail Sales wird dagegen ein Rückgang von 0,1 % erwartet, nach +0,8 % im Vormonat.
Die Daten sind besonders interessant, weil der Monetary Policy Report bereits auf ein moderateres Konsumwachstum hinweist.
Die US-Wirtschaft wuchs im ersten Quartal annualisiert um 2,1 %.
Unternehmensinvestitionen entwickelten sich stark, insbesondere im Technologiesektor und bei KI-Infrastruktur.
Der private Konsum wächst dagegen nur moderat.
Schwächere Retail Sales würden dieses Bild bestätigen.
Das wäre allerdings nicht automatisch negativ für die Aktienmärkte.
Eine moderate Abkühlung des Konsums könnte den Inflationsdruck reduzieren und damit langfristig die Fed entlasten.
Ein massiver Einbruch wäre dagegen ein Konjunkturrisiko.
Zusätzlich wird der Philadelphia Fed Manufacturing Index veröffentlicht.
Der Index misst die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe im Fed-Distrikt Philadelphia und liefert einen frühen Hinweis auf die Entwicklung des US-Industriesektors.
Erwartet wird aktuell ein Wert von 12,1 nach 10,3.
Auch die Initial Jobless Claims stehen an.
Hier werden erneut rund 215.000 Erstanträge erwartet.
Der Arbeitsmarkt bleibt damit ein zentraler Bestandteil des Fed-Mandats.
Solange die Arbeitslosigkeit niedrig bleibt und Entlassungen nicht deutlich zunehmen, kann sich die Federal Reserve weiterhin primär auf die Inflation konzentrieren.
Freitag – Eurozone CPI und Michigan-Daten
Am Freitag richtet sich der Blick zunächst nach Europa.
Für die jährliche Inflation in der Eurozone werden 2,8 % erwartet.
Die Kerninflation soll bei 2,4 % bleiben.
Auf Monatsbasis wird ein Rückgang der Verbraucherpreise von 0,1 % erwartet, nach +0,1 % im Vormonat.
Für die EZB bleibt die Situation damit kompliziert.
Die Inflation liegt weiterhin über dem Zielbereich. Gleichzeitig ist die europäische Wirtschaft deutlich anfälliger für hohe Energiepreise als die US-Wirtschaft.
Die Entwicklungen am Gas- und Ölmarkt bekommen deshalb zusätzliche Bedeutung.
Sollten die Energiepreise aufgrund einer erneuten Eskalation im Nahen Osten steigen, könnte sich der europäische Inflationsprozess erneut verzögern.
Am Nachmittag folgen die Michigan-Daten aus den USA.
Im Fokus stehen das Consumer Sentiment, die Consumer Expectations sowie die einjährigen und fünfjährigen Inflationserwartungen.
Besonders die Inflationserwartungen sind aktuell extrem wichtig.
Die Fed betont im Monetary Policy Report ausdrücklich, dass die langfristigen Inflationserwartungen bislang stabil geblieben sind.
Genau das stärkt die Glaubwürdigkeit der Notenbank.
Sollten die langfristigen Inflationserwartungen deutlich steigen, wäre das ein Warnsignal.
In diesem Fall könnte die Fed gezwungen sein, noch länger restriktiv zu bleiben.
Monetary Policy Report und WASDE – Was sagen die Berichte?
Die beiden am Freitag veröffentlichten Berichte liefern für mich ein sehr interessantes Gesamtbild.
Die US-Wirtschaft bleibt widerstandsfähig.
Das reale BIP wuchs im ersten Quartal annualisiert um 2,1 %. Der Arbeitsmarkt bleibt robust und die Arbeitslosenquote liegt bei 4,2 %.
Gleichzeitig bleiben Unternehmensinvestitionen stark.
Besonders der Ausbau der KI-Infrastruktur sorgt weiterhin für hohe Investitionen im Technologiesektor.
Das erklärt teilweise, warum sich die Aktienmärkte trotz hoher Renditen so robust entwickeln.
Das Problem bleibt die Inflation.
Mit einer PCE-Inflation von 4,1 % und einer Kerninflation von 3,4 % ist die Fed weiterhin deutlich von ihrem Inflationsziel entfernt.
Deshalb bleibt der Leitzinskorridor bei 3,50 % bis 3,75 %.
Der Bericht signalisiert keine unmittelbare Eile für Zinssenkungen.
Die Fed kann abwarten.
Das ist für die Märkte entscheidend.
Wir befinden uns aktuell nicht in einem klassischen Umfeld, in dem die Wirtschaft einbricht und die Fed schnell mit Zinssenkungen reagieren muss.
Die Wirtschaft wächst.
Der Arbeitsmarkt funktioniert.
Das Finanzsystem ist stabil.
Damit bleibt Preisstabilität die oberste Priorität.
Parallel zeigt der WASDE-Report neue Risiken auf der Rohstoffseite.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Weizen.
Die US-Weizenernte fällt auf den niedrigsten Stand seit der Saison 1970/71. Gleichzeitig sinken die Lagerbestände in den USA und weltweit, während der globale Verbrauch steigt.
Auch bei Mais fallen die US-Vorräte niedriger aus als erwartet.
Die Exportprognosen steigen aufgrund der starken globalen Nachfrage und die Endbestände werden reduziert.
Weltweit werden die Maisbestände ebenfalls nach unten korrigiert, unter anderem aufgrund schwächerer Ernten in Europa.
Bei Reis sorgen geringere US-Anbauflächen für niedrigere Ernten, sinkende Lagerbestände und höhere Preisprognosen.
Der globale Reisverbrauch steigt gleichzeitig auf ein Rekordniveau.
Bei Sojabohnen bleibt die Situation ausgeglichener.
Die US-Produktion steigt leicht, gleichzeitig bleiben die Exportaussichten aufgrund der starken chinesischen Nachfrage robust.
Warum ist der WASDE für die allgemeine Marktanalyse relevant?
Weil Energie nicht das einzige Inflationsrisiko ist.
Wenn Öl und Gas aufgrund geopolitischer Risiken steigen und gleichzeitig wichtige Agrarrohstoffe aufgrund sinkender Lagerbestände teurer werden, könnte der Disinflationsprozess erneut erschwert werden.
Genau deshalb sind die CPI- und PPI-Daten in KW29 so wichtig.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Öl konnte die vergangene Woche mit einem Plus von rund 4,5 % abschließen und notiert aktuell bei rund 71,50 US-Dollar.
Damit befinden wir uns erneut unmittelbar unter dem wichtigen Key Level bei 72 US-Dollar.
Aufgrund der erneuten Eskalation im Nahen Osten rechne ich zum Wochenstart grundsätzlich mit einem erhöhten Gap-Risiko.
Sollte sich die Situation weiter verschärfen und Öl die 72 US-Dollar nachhaltig überwinden, liegt mein nächster Zielbereich bei 77 US-Dollar.
Darüber folgen 79 US-Dollar.
Bei einer stärkeren Eskalation rund um Iran und die Straße von Hormuz halte ich diese Bereiche für realistisch.
Sollte dagegen erneut eine Deeskalation einsetzen und Öl unter 72 US-Dollar bleiben, sehe ich zunächst 69 US-Dollar.
Darunter folgen 68 bis 68,60 US-Dollar mit dem Juni- beziehungsweise Q2-Tief.
Bei einer nachhaltigen politischen Entspannung wären anschließend auch 65 und 64 US-Dollar wieder mögliche Ziele.
US-Staatsanleihen
US-Staatsanleihen zeigten eine starke Woche.
Die dreijährigen Anleihen stiegen rund 2 %, die fünfjährigen rund 1,71 %, die zehnjährigen rund 1,72 % und die 30-jährigen rund 1,49 %.
Die Renditen bleiben insgesamt auf einem hohen Niveau.
Für Risk Assets ist das grundsätzlich ein Belastungsfaktor.
Hohe risikofreie Renditen erhöhen die Opportunitätskosten für Aktieninvestments. Gleichzeitig werden zukünftige Unternehmensgewinne mit einem höheren Zinssatz diskontiert.
Besonders hoch bewertete Wachstumsunternehmen reagieren deshalb sensibel auf steigende Renditen.
Dass die Aktienmärkte trotzdem nahe ihren Allzeithochs notieren, zeigt die aktuelle Stärke des Marktes.
Es erhöht aber gleichzeitig die Bedeutung der CPI-Daten.
DXY
Der US-Dollar-Index beendete die Woche mit einem kleinen Plus von rund 0,08 % nahezu am Wocheneröffnungskurs.
Der Bereich um 100,50 bis 100,60 konnte erneut verteidigt werden.
Ein nachhaltiger Anstieg über 101 würde für mich zunächst das Vorwochenhoch bei 101,28 aktivieren.
Darüber folgen 101,50 und anschließend 102.
Ein höherer CPI und eine restriktivere Fed-Kommunikation könnten den Dollar unterstützen.
Sollten die Inflationsdaten dagegen deutlich schwächer ausfallen und die Fed dovisher kommunizieren, sehe ich unterhalb von 100,50 zunächst die 100 und anschließend 99,50.
VIX
Der VIX ist in der vergangenen Woche erneut deutlich gefallen.
Nach einem kurzfristigen Anstieg in Richtung 19 aufgrund der Eskalation im Nahen Osten notiert der Volatilitätsindex aktuell wieder bei rund 15.
Auf Wochenbasis entspricht das einem Rückgang von etwa 7 %.
Damit befindet sich die implizite Volatilität weiterhin in einem normalen bis niedrigen Bereich.
Der Markt preist aktuell keine unmittelbare Panik ein.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia zeigte eine extrem starke Woche und legte rund 8,5 % zu.
Allein am Freitag stieg die Aktie rund 4 %.
Aktuell notiert Nvidia bei knapp 211 US-Dollar.
Der Bereich um 200 US-Dollar wurde damit erneut als wichtige Unterstützung bestätigt.
Mein nächster Fokus liegt auf 212 bis 214 US-Dollar.
Kann Nvidia diesen Bereich nachhaltig überwinden, folgt für mich 217 US-Dollar.
Darüber wären erneut neue Allzeithochs das primäre Szenario.
Fundamental bleibt die KI-Story intakt.
Der Monetary Policy Report zeigt ausdrücklich die Stärke der Investitionen in KI-Infrastruktur.
Gleichzeitig werden die ASML-Zahlen in dieser Woche einen wichtigen Einblick in die globale Chipnachfrage liefern.
Solange Nvidia über 200 US-Dollar bleibt, bleibt mein übergeordnetes Bild bullish.
Bitcoin
Bitcoin zeigte ebenfalls relative Stärke.
Nach einem erneuten Test des Bereichs um 61.300 US-Dollar notiert Bitcoin aktuell bei knapp 64.000 US-Dollar.
Entscheidend bleibt für mich zunächst die Zone um 65.000 bis 65.700 US-Dollar.
Dort liegen wichtige technische Referenzbereiche aus März und April.
Kann Bitcoin diese Zone überwinden, folgt die 67.000.
Erst oberhalb dieser Bereiche würde sich das mittelfristige technische Bild für mich deutlich verbessern.
Solange das nicht gelingt, bleibt der übergeordnete Abwärtstrend bestehen und ein erneuter Test der 60.000 US-Dollar möglich.
S&P 500
Der S&P 500 konnte rund 1,3 % zulegen und bei etwa 7.620 Punkten schließen.
Die 7.500 wurden erneut als Unterstützung bestätigt.
Der Markt notiert damit unmittelbar an seinen Allzeithochs.
Für die kommende Woche liegt mein erster Fokus auf dem Vorwochenhoch um 7.630.
Darüber folgt das Allzeithoch bei rund 7.651 Punkten.
Grundsätzlich bleibt mein Bild bullish.
Allerdings sehe ich bei höher als erwarteten Inflationsdaten ein erhebliches Risiko für Gewinnmitnahmen.
Der Markt ist hoch bewertet und die Renditen bleiben hoch.
Ein CPI-Schock könnte deshalb eine stärkere Reaktion auslösen.
Solange die 7.500 halten, bleibt mein übergeordnetes Sentiment jedoch long.
Nasdaq
Der Nasdaq legte in der vergangenen Woche rund 0,47 % zu.
Interessant war insbesondere der starke Abgriff im Bereich um 28.700 Punkte, der vollständig aufgekauft wurde.
Aktuell notiert der Markt bei rund 29.851 Punkten.
Für KW29 bleibt die 30.000 die erste wichtige Marke.
Darüber folgen das Strukturhoch bei 30.255 und anschließend die Allzeithochbereiche bei 30.500 und 30.770.
Unterhalb von 29.000 würde sich das technische Bild für mich deutlich verschlechtern.
Solange der Markt darüber bleibt und die 30.000 zurückerobern kann, bleibt mein Szenario bullish.
Die Earnings von ASML und Netflix sowie die CPI-Daten dürften hier die wichtigsten Trigger darstellen.
US30
Der Dow Jones beziehungsweise US30 beendete die Woche mit einem Minus von rund 0,35 %.
Nach neuen Allzeithochs am Dienstag folgten zunächst Gewinnmitnahmen.
Ein Teil dieser Verluste wurde im weiteren Wochenverlauf wieder aufgekauft.
Der Schlusskurs lag bei rund 52.758 Punkten.
Für mich bleibt die 52.500 entscheidend.
Unterhalb dieser Marke sehe ich zunächst 52.000 und anschließend 51.500 als mögliche Unterstützungen.
Kann sich der Markt dagegen oberhalb von 52.500 stabilisieren, bleiben 53.000 und 53.500 meine nächsten Ziele.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX zeigte im Vergleich zu den US-Indizes eine deutlich schwächere Woche.
Nach den neuen Allzeithochs der Vorwoche folgte ein Wochenverlust von rund 2,8 %.
Der DAX schloss bei 25.114 Punkten.
Besonders seit Dienstag entwickelte sich ein starkes Abwärtsmomentum. Auch zum Ende der Woche gelang keine nachhaltige Erholung.
Trotzdem notiert der Markt weiterhin oberhalb der psychologisch und charttechnisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke.
Genau diese Zone bleibt für mich in KW29 entscheidend.
Solange sich der DAX oberhalb von 25.000 Punkten halten kann, bleibe ich zunächst bullish.
In diesem Szenario sehe ich zunächst die 25.500 und anschließend erneut die Allzeithochbereiche als mögliche Ziele.
Bricht der DAX dagegen nachhaltig unter 25.000 Punkte, rückt die Zone um 24.800 in den Fokus.
Dieser Bereich besitzt aufgrund mehrerer technischer Referenzpunkte eine hohe Relevanz.
Dort befinden sich wichtige Tiefbereiche aus der Vergangenheit sowie das Vorwochentief der KW28.
Sollten auch die 24.800 brechen, sehe ich die nächste größere Unterstützung im Bereich um 24.500 Punkte.
Grundsätzlich bleibt mein übergeordnetes Bild im DAX weiterhin bullish.
Die Gewinnmitnahmen der vergangenen Woche kommen für mich nicht vollständig überraschend.
Nach starken Anstiegen und neuen Allzeithochs sind technische Korrekturen grundsätzlich normal.
Entscheidend ist jetzt, ob Käufer im Bereich um 25.000 beziehungsweise 24.800 erneut in den Markt kommen.
Fundamental besitzt der DAX allerdings zusätzliche Risiken.
Steigende Öl- und Gaspreise treffen die europäische Wirtschaft stärker als die USA. Gleichzeitig bleibt die europäische Inflation mit erwarteten 2,8 % erhöht.
Die Entwicklungen im Nahen Osten und die europäischen Inflationsdaten dürften deshalb neben der allgemeinen Risk-on-/Risk-off-Stimmung wichtige Treiber für den DAX bleiben.
Fazit
Die KW29 bringt aus meiner Sicht eine außergewöhnlich hohe Dichte an potenziellen Markttriggern.
Geopolitisch bleibt die Straße von Hormuz das zentrale Risiko. Eine weitere Eskalation zwischen Iran, Israel und den USA könnte Öl und Gas erneut deutlich nach oben treiben und damit die globalen Inflationsrisiken erhöhen.
Gleichzeitig zeigt der aktuelle WASDE-Report Angebotsrisiken bei Weizen, Mais und Reis.
Damit kommen mögliche Inflationsimpulse aktuell sowohl vom Energie- als auch vom Agrarrohstoffmarkt.
Die Federal Reserve befindet sich deshalb weiterhin in einer schwierigen Situation.
Die US-Wirtschaft wächst, der Arbeitsmarkt bleibt robust und Unternehmensinvestitionen entwickeln sich insbesondere im Technologiesektor stark.
Die Fed besitzt aktuell keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Zwang, die Zinsen zu senken.
Mit einer PCE-Inflation von 4,1 % und einer Kerninflation von 3,4 % bleibt die Preisstabilität das zentrale Thema.
Genau deshalb werden die CPI-Daten am Dienstag zum wichtigsten Makroereignis der Woche.
Ein deutlich schwächerer Inflationsbericht könnte die Renditen belasten, den Dollar schwächen und Risk Assets weiter in Richtung neuer Allzeithochs treiben.
Ein höher als erwarteter CPI würde dagegen das Higher-for-Longer-Szenario bestätigen und könnte gerade bei den aktuell hohen Aktienbewertungen stärkere Gewinnmitnahmen auslösen.
Parallel startet die Q2-Earnings-Season.
JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs, Wells Fargo und Citigroup liefern einen ersten Einblick in den US-Finanzsektor.
ASML wird für die Halbleiter- und KI-Story extrem wichtig.
Netflix liefert einen weiteren wichtigen Test für die hohen Erwartungen an US-Growth-Aktien.
Für mich ist die Ausgangslage damit relativ klar:
Das übergeordnete Sentiment in den Risk Assets bleibt bullish.
S&P 500 und Nasdaq notieren nahe ihren Allzeithochs. Nvidia zeigt enorme relative Stärke. Der VIX notiert bei rund 15 und der Markt kauft Rücksetzer weiterhin aggressiv auf.
Gleichzeitig steigt jedoch die fundamentale Fallhöhe.
Hohe Inflation, hohe Treasury-Renditen, geopolitische Risiken und hohe Aktienbewertungen treffen jetzt auf eine entscheidende Woche für Wirtschaftsdaten und Unternehmenszahlen.
Im DAX bleibt die 25.000-Punkte-Marke meine zentrale Schlüsselzone.
Oberhalb davon sehe ich weiterhin Potenzial in Richtung 25.500 und anschließend erneut in Richtung der Allzeithochs.
Unterhalb von 25.000 rücken 24.800 und anschließend 24.500 in den Fokus.
Für KW29 gilt deshalb mehr denn je:
Inflation, Öl und Earnings werden die Richtung bestimmen.
Die technische Struktur der großen Aktienindizes bleibt bullish – fundamental steht diese Struktur in der kommenden Woche jedoch vor einem der wichtigsten Tests des Sommers.
Ich wünsche euch einen guten Start in die kommende Woche und stabile Trades.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
SPX / S&P 500 - The end is near, friends...Meines Erachtens ist die Luft bei den amerikanischen Indizes aktuell dünn. Ich persönlich baue genau deshalb meine Positionen ab und halte mein Cash bereit, um weiter unten wieder einzusteigen. Wieso? Because I love to buy great stocks for a great price!
Meine analytische Einschätzung zur Lage:
Das Risiko-Profil: Eine grosse Korrektur ist jederzeit möglich. Wir befinden uns in einer Marktposition, in der das Abwärtspotenzial das verbleibende Aufwärtspotenzial bei Weitem übersteigt.
Der Blick aus der Praxis: Rein aus meinen rund 12 Jahren Börsenerfahrung vermute ich, dass es ein unvorhersehbares „Black Swan Event“ geben wird. Etwas, das aktuell noch absolut niemand auf dem Schirm hat und den Markt mit Wucht nach unten reissen könnte.
Passt gut auf euch auf, schützt euer Kapital und macht euch immer ein eigenes Bild über die gesamte Lage.
👇 Was denkt ihr: Seid ihr aktuell noch optimistisch gestimmt oder agiert ihr auch eher vorsichtig?
(Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Marktmeinung)
GER40 muss jetzt stabil bleiben. Keil in Ausbildung.Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zu einem weiteren Update zum DAX (GER40 CFD) von Pepperstone. Ich analysiere den CFD auf Tagesbasis.
Seit meinem letzten Update hier konnte sich der Leitindex unter Schwankungen behaupten. Obwohl einige Schwergewichte (Telekom, SAP, VW etc..) in größeren Rücksetzern steckte, blieb der DAX stabil.
Im Moment muss der DAX ein neues Rekordhoch verdauen. Dabei kommt es auch aufgrund neuer geopolitischer Entwicklungen zu etwas höherer Volatilität.
Charttechnische Einordnung Tageschart (Chart oben)
Der DAX / GER40 konnte ein neues Rekordhoch erzielen. Damit hat sich der Leitindex weiteres Aufwärtspotenzial freigeklemmt, das bis vorerst 26.200 bzw. 26.400 Punkte reicht. Ein doppelter Linienwiderstand wartet bei 26.436 Punkten und stellt die Oberkante zweier Keilformationen dar.
Jeglicher Block in dieser Region kann das Ende der Rally bedeuten. Auf der Unterseite muss der GER40 den Bereich zwischen 24.741 und rund 24.000 Zählern halten.
Im Vorfeld war ein schönes Dreieck nach oben getriggert worden. Achten Sie auf den aktuell laufenden Re-Test dieser Formation.
Markttechnische Einordnung (Chart unten)
Bei den Basisindikatoren im Daily ist die Lage gemischt. In Summe verlaufen die meisten Indikatoren eher „flat" ohne klare Impulsivität zu zeigen. Negative Divergenzen sind nicht stark ausgeprägt.
Solange die beiden Glättungslinien um 24.300 Punkte verteidigt werden können, sehe ich den Markt als stabil an.
Volumentechnische Einordnung (Chart unten)
Haben wir es dieses Mal mit einem nachhaltigen Ausbruch aus der Range zu tun? Das ist die Gretchenfrage! Denn de facto handelt der Index seit Frühjahr 2025 weitestgehend in der bekannten Handelsspanne zwischen 24.926 (oben) und 23.241 (unten).
Sollte der GER40 jetzt oberhalb der upper rejection area (24.648 - 24.926) stabil bleiben, werte ich das auf jeden Fall als Stärkebeweis.
Auf der Oberseite bleiben meine beiden roten VWAP-Projektionen weiter Trumpf. Hier ist der jüngste Rallyschub ausgelaufen.
Im Fazit...
...muss der DAX / GER40 jetzt zeigen, was Sache ist. Die Verteidigung der Zone 25.200 bis 25.000 Punkte ist enorm wichtig. Nur wenn der DAX oberhalb dieser Rangeoberkante verbleibt, sind weitere Rallyversuche über den Sommer möglich.
Jeden Rückgang unter 24.000 Punkte werte ich daher sehr kritisch.
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen die Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße,
Thomas Jansen
$MSFT – Nicht nur bei der Xbox kann man sich verzockenDie Microsoft-Aktie hat vom Top weg bereits ordentliche Einbussen hinnehmen müssen. Wer jetzt allerdings blind den Dip kauft, könnte zu früh dran sein.
Wenn ich mir die übergeordnete Struktur anschaue, gehe ich aktuell primär von einer korrektiven Aufwärtsbewegung (Welle B) aus, die uns im Anschluss noch ein finales Mal tiefer tragen sollte.
Erst im Bereich unter 212.- USD (exakt am 61,80% Fibonacci-Retracement der Welle 2) wird Microsoft technisch wieder interessant. Dort unten wartet das ideale Sprungbrett, um in den nächsten, extrem profitablen Aufwärtstrend überzugehen.
#Microsoft #ElliottWave #TradingView #ValueInvesting
(Keine Anlageberatung)
Pullback-Trading im DAX-Universum – Teil 5Erst Stärke, dann Rücksetzer: Warum der Vorlauf über die Qualität des Pullbacks entscheidet
Warum ein starker Impuls, relative Stärke und saubere Trendstruktur wichtiger sind als der perfekte Einstieg
In den ersten vier Teilen dieser Serie haben wir die wichtigsten Grundlagen gelegt.
Teil 1: Warum Pullbacks oft bessere Einstiege liefern können als Breakouts.
Teil 2: Warum der Stage-2-Aufwärtstrend die Grundvoraussetzung für hochwertige Setups ist.
Teil 3: Wie relative Stärke hilft, echte Leader von durchschnittlichen Aktien zu unterscheiden.
Teil 4: Warum deutsche Aktien eigene Pullback-Regeln brauchen.
Jetzt geht es um einen entscheidenden Punkt:
Nicht jeder Rücksetzer ist ein Pullback-Setup.
Ein Pullback ist nur dann interessant, wenn vorher echte Stärke vorhanden war.
Viele Trader schauen zuerst auf den Rücksetzer.
Ich schaue zuerst auf den Vorlauf.
Denn der Vorlauf entscheidet, ob der spätere Pullback überhaupt Qualität hat.
Die zentrale Frage lautet also nicht:
Ist die Aktie zurückgekommen?
Sondern:
Von welcher Art von Stärke kommt die Aktie zurück?
1. DER PULLBACK BEGINNT NICHT BEIM RÜCKSETZER
Ein häufiger Fehler ist, dass Trader erst aufmerksam werden, wenn eine Aktie fällt.
Die Aktie kommt 5 %, 8 % oder 10 % zurück.
Der Kurs nähert sich einer gleitenden Durchschnittslinie.
Der Chart sieht kurzfristig „günstiger“ aus.
Dann entsteht schnell der Gedanke:
Das könnte ein Pullback sein.
Aber das ist zu spät gedacht.
Ein hochwertiger Pullback beginnt nicht mit dem Rücksetzer.
Er beginnt mit dem vorherigen Trend.
Oder noch genauer:
Er beginnt mit einem starken Vorlauf innerhalb eines intakten Stage-2-Aufwärtstrends.
Ohne vorherige Stärke ist der Rücksetzer oft nur Schwäche.
Ein echter Pullback ist dagegen eine Pause nach Stärke.
Das ist ein großer Unterschied.
2. WARUM DER VORLAUF SO WICHTIG IST
Der Vorlauf zeigt uns, ob Käufer bereit waren, die Aktie aggressiv nach oben zu treiben.
Er zeigt, ob institutionelle Nachfrage vorhanden sein könnte.
Er zeigt, ob die Aktie stärker läuft als der Markt.
Er zeigt, ob die Aktie Leadership zeigt oder nur zufällig mit dem Gesamtmarkt steigt.
Ein guter Vorlauf bedeutet:
die Aktie steigt schneller als der Markt
sie erreicht neue Hochs oder Mehrmonatshochs
sie bildet höhere Hochs und höhere Tiefs
sie hält sich oberhalb wichtiger gleitender Durchschnitte
sie zeigt relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
Aufwärtstage wirken kraftvoller als Abwärtstage
Rücksetzer werden schnell gekauft
Volumen bestätigt zumindest teilweise die Bewegung
Ein schwacher Vorlauf bedeutet dagegen:
die Aktie steigt nur langsam mit dem Markt
sie bleibt unter alten Hochs hängen
sie ist weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt
sie zeigt keine relative Stärke
jeder Anstieg wird schnell verkauft
die Bewegung wirkt chaotisch
der Kurs hängt an oder unter wichtigen Durchschnitten
In beiden Fällen kann es später einen Rücksetzer geben.
Aber nur der erste Fall ist für Pullback-Trading wirklich interessant.
3. ERST STÄRKE, DANN RÜCKSETZER
Die wichtigste Regel für diesen Teil lautet:
Erst Stärke. Dann Rücksetzer. Nicht umgekehrt.
Ich möchte keine Aktie kaufen, nur weil sie gefallen ist.
Ich möchte eine Aktie beobachten, weil sie vorher stark war.
Der Rücksetzer ist dann nur der mögliche Einstiegspunkt.
Das eigentliche Setup entsteht vorher.
Ein idealer Ablauf sieht so aus:
Aktie befindet sich in Stage 2
Aktie zeigt relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
Aktie läuft dynamisch nach oben
Aktie erreicht ein neues Hoch oder Mehrmonatshoch
Danach folgt ein kontrollierter Rücksetzer
Der Verkaufsdruck bleibt begrenzt
Die Aktie hält wichtige Unterstützungsbereiche
Ein kleiner Pivot entsteht
Der Einstieg erfolgt erst bei neuer Stärke nach oben
Das ist die Logik eines hochwertigen Pullback-Trades.
Nicht billig kaufen.
Sondern Stärke kaufen, nachdem sie eine gesunde Pause gemacht hat.
4. WIE EIN GUTER VORLAUF AUSSIEHT
Ein guter Vorlauf ist nicht einfach irgendein Anstieg.
Er sollte bestimmte Qualitätsmerkmale haben.
1. Die Aktie befindet sich in Stage 2
Das ist die Grundvoraussetzung.
Der Kurs sollte idealerweise über wichtigen gleitenden Durchschnitten liegen.
Die 50-Tage-Linie sollte konstruktiv verlaufen.
Die 200-Tage-Linie sollte nicht deutlich fallen.
Die Aktie sollte näher am Hoch als am Tief handeln.
Ohne Stage-2-Struktur ist der spätere Rücksetzer für mich meistens kein A-Setup.
2. Die Aktie zeigt relative Stärke
Der Vorlauf sollte besser sein als der Gesamtmarkt.
Dafür nutze ich meinen TradingView-Indikator:
DAX Universe IBD-Style Relative Strength
Ideal ist eine Aktie, deren relative Stärke bereits vor dem Pullback positiv ist.
Noch besser ist es, wenn die RS-Linie über 0 liegt, über ihrem gleitenden Durchschnitt notiert und weiter steigt.
Das zeigt:
Die Aktie läuft nicht nur mit dem Markt.
Sie läuft besser als das DAX-Universum.
3. Der Anstieg ist sichtbar, aber nicht völlig überdehnt
Ein starker Vorlauf ist gut.
Aber ein komplett überdehnter Vorlauf kann gefährlich sein.
Wenn eine Aktie zu schnell, zu weit und ohne Pausen steigt, ist der nächste Rücksetzer oft schärfer.
Ich suche daher keine Aktie, die völlig parabolisch nach oben schießt.
Ich suche eine Aktie mit:
dynamischem Anstieg
klarer Trendstruktur
geordneten Zwischenpausen
höheren Tiefs
kontrollierten Rücksetzern
stabiler relativer Stärke
Der Vorlauf soll stark sein.
Aber nicht chaotisch.
4. Die Aktie bleibt oberhalb wichtiger Durchschnittslinien
Ein guter Vorlauf respektiert häufig wichtige gleitende Durchschnitte.
Zum Beispiel:
10-Tage-Linie
21-Tage-Linie
50-Tage-Linie
150-Tage-Linie
200-Tage-Linie
Nicht jede Aktie hält immer jede Linie perfekt.
Aber bei hochwertigen Setups sieht man oft:
Der Kurs läuft oberhalb der 50-Tage-Linie.
Rücksetzer zur 10- oder 21-Tage-Linie werden gekauft.
Die 50-Tage-Linie steigt.
Die 200-Tage-Linie ist stabil oder steigend.
Das zeigt eine gesunde Trendstruktur.
5. DER VORLAUF IM DAX-UNIVERSUM
Im DAX-Universum muss man den Vorlauf etwas differenzierter betrachten.
Eine DAX-Aktie läuft oft anders als eine SDAX- oder TecDAX-Aktie.
DAX-Werte
Bei DAX-Werten ist der Vorlauf oft etwas ruhiger.
Hier achte ich besonders auf:
relative Stärke trotz großer Indexnähe
klare Bewegung gegenüber anderen DAX-Werten
stabile Trendstruktur
saubere Reaktion auf Quartalszahlen
geringere Gap-Risiken als bei kleineren Werten
Ein DAX-Wert muss nicht extrem steigen, um interessant zu sein.
Aber er sollte besser laufen als der Markt und eine klare Führungsrolle zeigen.
MDAX-Werte
Im MDAX findet man oft sehr gute Pullback-Kandidaten.
Hier kann der Vorlauf dynamischer sein.
Wichtig sind:
ausreichende Liquidität
starke Sektorposition
relative Stärke gegenüber DAX und MDAX
keine zu wilden Gaps
saubere Konsolidierungen nach starken Bewegungen
Viele interessante deutsche Swing-Trades entstehen im MDAX.
Aber die Aktie muss handelbar bleiben.
SDAX-Werte
Im SDAX kann ein Vorlauf sehr stark aussehen.
Aber hier ist Vorsicht besonders wichtig.
Ich achte stärker auf:
Handelsvolumen
Spread
Gap-Verhalten
Nachrichtenrisiken
saubere Kerzenstruktur
verlässliche Stop-Marken
Ein schöner Chart reicht nicht.
Wenn die Aktie zu illiquide ist, kann der Pullback praktisch schwer handelbar sein.
TecDAX-Werte
Im TecDAX können starke Trends entstehen.
Gleichzeitig reagieren viele Werte empfindlich auf:
Nasdaq-Bewegungen
Zinsen
Bewertung
Quartalszahlen
internationale Tech-Sektorrotation
Ein guter Vorlauf im TecDAX sollte daher nicht nur stark aussehen.
Er sollte auch relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum und idealerweise gegenüber internationalen Tech-Werten zeigen.
6. STARKER VORLAUF ODER NUR ERHOLUNG?
Ein wichtiger Unterschied:
Nicht jeder Anstieg ist ein starker Vorlauf.
Manchmal erholt sich eine Aktie nur nach einem vorherigen Einbruch.
Das kann optisch beeindruckend aussehen.
Aber es ist nicht automatisch ein Leader-Setup.
Eine Aktie, die von 100 auf 50 gefallen ist und danach auf 60 steigt, hat zwar 20 % gewonnen.
Aber sie ist möglicherweise weiterhin in einer schwachen Struktur.
Eine Aktie, die von 80 auf 100 steigt und nahe am Hoch konsolidiert, zeigt oft eine deutlich bessere Qualität.
Deshalb frage ich:
Kommt der Anstieg aus einer starken Struktur?
Oder ist es nur eine Erholung nach starkem Kursverlust?
Liegt die Aktie über der 200-Tage-Linie?
Ist die relative Stärke positiv?
Gibt es höhere Hochs und höhere Tiefs?
Ist der Kurs nahe am 52-Wochen-Hoch?
Wird der Anstieg durch Volumen bestätigt?
Ein Rebound ist nicht dasselbe wie Leadership.
Für Pullback-Trading suche ich Leadership.
7. DER IDEALE VORLAUF VOR EINEM PULLBACK
Ein idealer Vorlauf hat für mich mehrere Bausteine.
Er muss nicht perfekt sein.
Aber je mehr Punkte erfüllt sind, desto besser.
Ein starker Vorlauf zeigt idealerweise:
Stage-2-Struktur
Kurs über 50- und 200-Tage-Linie
steigende 50-Tage-Linie
stabile oder steigende 200-Tage-Linie
Nähe zum 52-Wochen-Hoch
positive relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
RS-Linie über ihrem gleitenden Durchschnitt
dynamische Aufwärtsbewegung
höhere Hochs und höhere Tiefs
Rücksetzer werden schnell gekauft
kein unmittelbares negatives Nachrichtenrisiko
ausreichende Liquidität
kein völlig parabolischer Kursverlauf
Wenn danach ein kontrollierter Rücksetzer entsteht, wird die Aktie interessant.
Nicht vorher.
Und auch nicht automatisch.
Erst wenn der Pullback selbst konstruktiv ist und ein Pivot entsteht, kann daraus ein Trade werden.
8. VORLAUF UND VOLUMEN
Volumen ist ein wichtiger Hinweis, aber nicht immer perfekt zu interpretieren.
Ein guter Vorlauf zeigt häufig:
erhöhte Umsätze an starken Aufwärtstagen
geringeres Volumen an schwächeren Tagen
keine massiven Verkaufsvolumen direkt nach Ausbrüchen
steigende Aktivität bei neuen Hochs
schnelle Erholung nach Rücksetzern
Besonders interessant ist es, wenn ein starker Impuls mit erhöhtem Volumen beginnt.
Das kann zeigen, dass größere Marktteilnehmer aktiv werden.
Aber man sollte Volumen nicht isoliert betrachten.
Ein einzelner starker Volumentag macht noch keinen Leader.
Wichtiger ist das Zusammenspiel:
Preis steigt.
Volumen bestätigt.
Relative Stärke verbessert sich.
Trendstruktur bleibt intakt.
Dann wird der Vorlauf interessant.
9. DER VORLAUF SOLLTE NICHT ZU ALT SEIN
Ein weiterer Fehler ist, alte Stärke zu kaufen.
Eine Aktie war vielleicht vor sechs oder zwölf Monaten stark.
Aber heute ist sie nur noch seitwärts oder schwach.
Das reicht nicht.
Für Pullback-Trading interessiert mich aktuelle Stärke.
Deshalb ist die IBD-inspirierte Gewichtung der relativen Stärke so hilfreich.
Sie legt mehr Gewicht auf die jüngere Entwicklung, ohne die längere Entwicklung komplett zu ignorieren.
Ich möchte sehen:
Stärke über die letzten Wochen
Stärke über die letzten Monate
keine starke Verschlechterung der RS-Linie
keine klare Distribution
kein Bruch wichtiger Trendlinien
kein Übergang in Stage 3 oder Stage 4
Alte Gewinner können gefährlich sein, wenn sie bereits gebrochen sind.
Ein ehemaliger Leader ist nicht automatisch ein aktueller Leader.
10. VORLAUF UND 52-WOCHEN-HOCH
Viele Trader haben Angst, Aktien nahe am Hoch zu kaufen.
Sie denken:
Die Aktie ist schon zu weit gelaufen.
Sie ist teuer.
Sie muss doch bald fallen.
Aber starke Aktien handeln oft nahe an ihren Hochs.
Das ist kein Warnsignal an sich.
Es kann sogar ein Qualitätsmerkmal sein.
Eine Aktie nahe am 52-Wochen-Hoch zeigt:
Käufer akzeptieren höhere Preise
Verkäufer dominieren nicht
die Aktie hat eine starke Struktur
sie läuft besser als viele schwächere Werte
sie könnte Leadership zeigen
Natürlich darf man nicht blind jedes Hoch kaufen.
Aber für Pullback-Trading ist Nähe zum Hoch oft besser als Nähe zum Tief.
Ein Pullback nahe am Hoch ist häufig konstruktiver als ein Rücksetzer in einer Aktie, die weit unter alten Hochs notiert.
11. DER VORLAUF DARF NICHT ZU CHAOTISCH SEIN
Ein starker Vorlauf ist gut.
Aber ein chaotischer Vorlauf ist problematisch.
Warnsignale sind:
extreme Tagesausschläge
viele große Gaps
lange obere Dochte
starke Abverkäufe direkt nach neuen Hochs
sehr unregelmäßiges Volumen
fehlende Unterstützung an gleitenden Durchschnitten
wilde Nachrichtenbewegungen
ständige Richtungswechsel
Solche Aktien können zwar spannend aussehen.
Aber sie sind oft schwer zu handeln.
Ein Pullback-Setup braucht Kontrolle.
Wenn bereits der Vorlauf unkontrolliert ist, wird auch der Rücksetzer oft schwer planbar.
Ich bevorzuge daher Aktien, die stark, aber geordnet steigen.
12. BEISPIEL: ZWEI UNTERSCHIEDLICHE VORLÄUFE
Stellen wir uns zwei Aktien aus dem DAX-Universum vor.
Aktie A
Kurs über 50- und 200-Tage-Linie
Stage-2-Struktur
steigende 50-Tage-Linie
Aktie nahe am 52-Wochen-Hoch
relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum positiv
RS-Linie steigt
vorheriger Anstieg war dynamisch
Rücksetzer im Vorlauf wurden schnell gekauft
Volumen an Aufwärtstagen war konstruktiv
Sektor ebenfalls stark
Wenn diese Aktie jetzt 4 % bis 8 % kontrolliert zurückkommt, bleibt sie interessant.
Der Pullback entsteht nach Stärke.
Aktie B
Kurs unter der 200-Tage-Linie
Aktie weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt
relative Stärke negativ
vorheriger Anstieg war nur eine Erholung nach starkem Kursverlust
50-Tage-Linie flach oder fallend
Volumen zeigt keine klare Nachfrage
Aktie scheitert mehrfach an Widerständen
Sektor ist schwach
Wenn diese Aktie jetzt 4 % bis 8 % zurückkommt, ist das kein hochwertiger Pullback.
Es ist eher ein Rücksetzer in einer schwachen Struktur.
Der Unterschied liegt nicht im Rücksetzer.
Der Unterschied liegt im Vorlauf.
13. DER VORLAUF ALS FILTER GEGEN SCHLECHTE TRADES
Wenn man den Vorlauf konsequent prüft, vermeidet man viele schlechte Trades.
Man kauft weniger Aktien, die nur optisch günstig aussehen.
Man handelt weniger Turnaround-Hoffnungen.
Man reduziert Einstiege in schwache Strukturen.
Man konzentriert sich stärker auf Aktien, die bereits Leadership zeigen.
Der Vorlauf ist deshalb ein Filter.
Er schützt vor der Frage:
Wie tief ist die Aktie gefallen?
Und lenkt den Fokus auf die bessere Frage:
Wie stark war die Aktie, bevor sie zurückkam?
Das ist eine völlig andere Denkweise.
14. MEINE PRAKTISCHE VORLAUF-CHECKLISTE
Bevor ich einen Pullback überhaupt weiter analysiere, prüfe ich den Vorlauf.
Meine Fragen:
Befindet sich die Aktie in Stage 2?
Liegt der Kurs über der 50-Tage-Linie?
Liegt der Kurs über der 200-Tage-Linie?
Steigt die 50-Tage-Linie?
Ist die 200-Tage-Linie stabil oder steigend?
Ist die Aktie näher am 52-Wochen-Hoch als am 52-Wochen-Tief?
Zeigt die Aktie relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum?
Liegt die RS-Linie über 0?
Liegt die RS-Linie über ihrem gleitenden Durchschnitt?
War der vorherige Impuls dynamisch?
Gab es höhere Hochs und höhere Tiefs?
Wurden frühere Rücksetzer schnell gekauft?
Gab es konstruktives Volumen an Aufwärtstagen?
Ist der Sektor ebenfalls stark oder zumindest neutral?
Ist die Aktie ausreichend liquide?
Ist der Spread akzeptabel?
Ist der Vorlauf nicht völlig überdehnt?
Gibt es keine unmittelbaren Quartalszahlen oder Event-Risiken?
Ist die Bewegung geordnet und nicht chaotisch?
Würde ich die Aktie auch ohne aktuellen Rücksetzer auf die Watchlist nehmen?
Die letzte Frage ist besonders wichtig.
Wenn ich eine Aktie nur interessant finde, weil sie gefallen ist, ist das meistens kein A-Setup.
Wenn ich sie schon vor dem Rücksetzer interessant fand, wird der Pullback relevant.
15. WIE ICH DEN VORLAUF MIT MEINEN INDIKATOREN PRÜFE
Für meine Analyse nutze ich zwei eigene TradingView-Indikatoren.
Stock Stage Analysis
Dieser Indikator hilft mir zu erkennen, ob sich die Aktie in einer konstruktiven Stage-2-Struktur befindet.
Ich möchte vor allem wissen:
Ist die Aktie in Stage 2?
Oder befindet sie sich bereits in Stage 3?
Ist die Struktur noch sauber?
Oder beginnt der Trend zu kippen?
Stage 2 ist die Grundvoraussetzung.
Ohne Stage 2 ist der Pullback meistens nicht interessant.
DAX Universe IBD-Style Relative Strength
Dieser Indikator hilft mir zu prüfen, ob die Aktie stärker läuft als das breite deutsche Aktienuniversum.
Ich achte besonders auf:
RS-Linie über 0
RS-Linie über ihrem gleitenden Durchschnitt
steigende RS-Struktur
stabile relative Stärke während Marktschwäche
Wenn eine Aktie vor dem Pullback relative Stärke zeigt, steigt die Qualität des Setups deutlich.
16. WAS KEIN GUTER VORLAUF IST
Ein Vorlauf ist für mich nicht attraktiv, wenn mehrere dieser Punkte auftreten:
Aktie kommt aus einem starken Abwärtstrend
Kurs liegt unter der 200-Tage-Linie
50-Tage-Linie fällt
relative Stärke ist negativ
Aktie ist weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt
Anstieg ist nur eine technische Erholung
Volumen bestätigt die Bewegung nicht
Aktie scheitert an alten Widerständen
Sektor ist schwach
Chart zeigt viele Gaps und unruhige Kerzen
der Kurs ist extrem überdehnt
die Aktie reagiert fast nur auf Nachrichten
Quartalszahlen stehen unmittelbar bevor
Solche Aktien können irgendwann interessant werden.
Aber meistens nicht als klassisches Pullback-Setup.
17. DER BESTE PULLBACK ENTSTEHT OFT NACH EINEM QUALITÄTSTEST
Ein starker Vorlauf bringt die Aktie auf die Watchlist.
Der Pullback testet dann die Qualität dieser Stärke.
Während des Pullbacks frage ich:
Bleibt die Aktie oberhalb wichtiger Durchschnitte?
Bleibt die relative Stärke stabil?
Nimmt das Volumen im Rücksetzer ab?
Werden die Tagesranges enger?
Vermeidet die Aktie große rote Kerzen?
Hält sie frühere Unterstützungsbereiche?
Entsteht ein klarer Pivot?
Wenn ja, wird der Pullback interessant.
Wenn nein, wird die Aktie gestrichen oder weiter beobachtet.
Der Rücksetzer ist also kein Grund zum Kaufen.
Er ist ein Test.
Nur wenn die Aktie diesen Test besteht, entsteht ein mögliches Setup.
18. FAZIT
Der wichtigste Punkt dieses Artikels lautet:
Die Qualität eines Pullbacks wird vor dem Pullback entschieden.
Ein Rücksetzer allein ist kein Setup.
Ein hochwertiger Pullback braucht vorherige Stärke.
Für das DAX-Universum bedeutet das:
erst Stage 2
dann relative Stärke
dann dynamischer Vorlauf
dann kontrollierter Rücksetzer
dann Pivot
dann Einstieg mit definiertem Risiko
Wer nur auf den Rücksetzer schaut, kauft oft Schwäche.
Wer zuerst den Vorlauf analysiert, findet eher echte Leader.
Der beste Pullback entsteht nicht in einer Aktie, die einfach nur gefallen ist.
Er entsteht in einer Aktie, die vorher stark war, sich besser als der Markt gehalten hat und nach einer gesunden Pause wieder Stärke zeigt.
Der wichtigste Satz für Blog 5 ist deshalb:
Erst Stärke. Dann Rücksetzer. Dann Pivot.
Im nächsten Teil geht es um die Anatomie eines konstruktiven Pullbacks:
Wie tief darf ein Rücksetzer sein? Welche Rolle spielen Volumen, Tagesranges, gleitende Durchschnitte und Unterstützungsbereiche? Und woran erkennt man, ob ein Pullback gesund ist oder bereits kippt?
HILFREICHE TOOLS AUF TRADINGVIEW
Für diese Serie nutze ich unter anderem meine eigenen TradingView-Indikatoren:
Stock Stage Analysis
zur Einordnung der Marktphase in Stage 1, Stage 2, Stage 3 oder Stage 4.
DAX Universe Relative Strength & Volume Quality
zur Messung relativer Stärke gegenüber einem gleichgewichteten Benchmark aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX.
Wichtig:
Diese Indikatoren sind keine Kaufsignale.
Sie sind Filter.
Der eigentliche Einstieg entsteht erst durch Pullback, Pivot und definiertes Risiko.
DISCLAIMER
Diese Analyse dient ausschließlich der Weiterbildung und stellt keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Trader ist für seine eigenen Entscheidungen, sein Risikomanagement und seine Positionsgröße selbst verantwortlich.
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Mittwoch, den 08.07.2026Nach der Katerstimmung vom Montag, lösten sich im Dax nun schon die ersten Brocken unten raus. Darf man halt nicht so feste feiern, wenn man nichts verträgt...
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: positiv
Tendenz: unter 25470 weiter abwärts, oberhalb Erholungsspielraum
Grundstimmung: neutral
Das Rundendrehen vom Montag um der 25800 war zwar noch keine Umkehr, sollte aber zur Vorsicht mahnen, wenn er sich am Dienstag wieder unter der 25800 abgleiten lässt und erneut unter 25700 zurückfällt. Dann sollten nämlich nicht nur 25600 sondern auch gleich wieder 25470 folgen können. Solange er aber über der 25800 bleiben würde, wären seine Chancen es nochmal oben zu probieren weiter gültig und aktiv gewesen. Wäre er dann oben sogar durch gekommen waren 26000 und 26200 seine nächsten Ziele. So die Zusammenfassung von gestern.
Eröffnet hatte unser Dax dann direkt gleich unter der 25800 und scheiterte gleich mehrfach dabei sich über die 25800 zurück zu kämpfen. Als er es dann aufgab und mit Druck runter ging, folgten dann 25635 / 25600 und wie schon vermutet auch die 25470 wo er dann erstmal ein markierte und in die Stabilisierung ging, die aber so nicht richtig fruchten konnte. Damit können wir ihn zum Mittwoch eigentlich weiter nach unten anzählen, solange er unter der 25470 bleibt. Die darf man nun wie gestern die 25800 als Richtungsweiser heranziehen. Arbeitet er darunter weiter in die Tiefe folgen 25400 / 25380, dann 25325 bis nachher hin zur 25200 / 25160 und selbst der 25080 die so nun auch schon wieder erreichbar wäre.
Will er das verhindern muss er sich zum Mittwoch standhaft über 25470 präsentieren und sich über die 25550 zurück kämpfen. Das würde ihm dann zumindest mal ein Fenster zur 25635 öffnen, die allerdings dann auch nochmal gut nach unten den Erholungsversuch umschubsen kann. Bekommt er die 25365 aber nach oben raus, darf man dann auch wieder über 25700 und darüber über 25815 reden. Muss er dann aber auch erstmal hinbekommen, sind ja einige Stellen an denen ein solches Unterfangen schon vorzeitig scheitern kann. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Dienstag hat sich unser Dax wieder zur 25470 zurück fallen lassen und damit das Doji vom Dienstag im Tageschart nun zur Umkehr genutzt. Arbeitet er unter der 25470 nun weiter raus, wären auch 25200 / 25160 und 25000 dadurch nun wieder ableitbar mit Zwischenstationen bei 25400 / 25380, 25325 und 25080. Alles was er dafür tun müsste, wäre weiter unter der 25470 in die Tiefe auszustrahlen. Sollte der sich aber eher standhaft oberhalb der 25470 präsentieren müsste er über die 25550 wieder drüber um sich die 25635 erneut vorzulegen. Die kann ihn allerdings auch nochmal ordentlich nach unten einpeitschen. Kommt er aber durch und kämpft sich auch über die hinweg, sind 25700 und 25815 wieder auf den Plan zu ziehen.
DXY - USDollar - Die Sixtinische Kapelle der FinanzweltIch habe den DXY🟢 aufgeschnitten wie einen fetten Biologie-Frosch🐸 in der 8. Klasse und ihm alle Geheimnisse rausgequetscht!
Wir springen direkt in die Zeitmaschine und ballern durch die verrückteste Finanz-Achterbahn der Geschichte – den US-Dollar, diese Sixtinische Kapelle der Finanzwelt.
Es wartet eine Blockbuster-Trilogie auf dich – wild & wahnsinnig!
Zeilen aus Jalapeños🌶️ für deine Augen, oder du starrst einfach nur auf den Chart wie 'n gelangweilter Hamster. (Wie laaaangweilig!)
Für diese Zeitreise und den ultimativen Geschichtsunterricht: Hol dir 'n großes Getränk! 🍺
Für mich war das eine epische Deep-Dive-Reise durch die Google-Archive. Ich habe die nackten Zahlen und historischen Fakten für dich in lebendige Bilder verwandelt und die trockene Finanzwelt in eine verständliche Metaphern-Story verpackt.
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Der Inhalt:
Teil 1: Die wilden 70er bis Mitte der 90er Jahre
"WTF happened in 1971" - "Volcker-Shock" - "Das Plaza-Abkommen" - "Bond Massacre"
Teil 2: Tech-Blasen & Die totale Kernschmelze Mitte 90er bis 2009
"Dotcom-Blase" - "9/11 Terroranschläge" - "Lehman-Brothers-Pleite" / "Finanzkrise"
Teil 3: Druckerpressen, Viren, Zölle & Geopolitisches Chaos (2015 bis heute)
"0% Zinspolitik" - "Corona" - "Ukraine" - "Trumps Zollspiele" - "Irankonflikt"
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"Die Fed als die Feuerwehr, welches den Brand selber legt und mit einem Flammenwerfer (Zinsen) bekämpft."🔥
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Grobes zum Chart: (auf die Schnelle)
Die Fed wartet immer, bis der Markt komplett überhitzt ist (Inflation frisst uns auf), dann kommt die Fed panisch mit der Zins-Schaufel und haut drauf (rote Sprechblasen) – und wenn dann alles in Schutt und Asche liegt, flutet sie den Raum mit billigem Geld (Blau Sprechblasen).
Wenn ich mir den Chart so anschaue und überfliege, dann stell ich folgendes fest:
Sobald die Zinsen kommen und hoch geschraubt werden, wertet das den US-Dollar auf.
Siehe dazu die roten Sprechblasen.
"America First" 💪📈
Aktuell eher eine Tendenz nach oben, was weitere Zinserhöhungen angeht.
Sechs der Währungshüter stellten zuletzt zwei oder mehr Zinserhöhungen noch für 2026 in Aussicht, um der hartnäckigen Inflation (unter anderem getrieben durch globale Konflikte und Energiepreise) entgegenzuwirken.
Das Pondon dazu sind die blauen Sprechblasen, da wird die Droge „mehr billiges Geld“ verteilt, um die Wirtschaft wieder aufzumotzen.
Orange Sprechblasen = hier haben andere unfreiwillig dazu beigetragen, dass der Dollar an stärke gewonnen hat.
🔎Der Fed Chart 1Monat - Seit 1970 :
Man sieht klar und deutlich, wie aggressiv die Zinsen kürzlich angehoben wurden. Und man rechnet eher mit weiteren Erhöhungen, da die Inflation immer noch als hartnäckig gilt.
Das wirft meine Analysen ein bisschen auf den Kopf und zwingt mich, den ein oder anderen Chart nochmal durch den Reißwolf zu jagen.
Was bedeutet überhaupt ein starker Dollar für uns?
Rohstoffe & Forex haben alle den USD als Tracker.
Wenn der Dollar 📈💪Muskeln zeigt:
📉XAU/USD → runter
📉BTC/USD → runter
📉EUR/USD, GBP/USD → runter
📉Rohstoffe → runter
📉Aktien (Indizes) → 80% runter
Im Gegenzug:
📈US10Y - rauf (weiter rauf)
📈USD/CHF - rauf
📈USD/JPY - rauf
📈USD/CAD - rauf
In meiner letzten EUR/USD Analyse schon erwähnt:
Wenn die Fed die Daumenschrauben anzieht, mutiert der Greenback zum unersättlichen Liquiditäts-🦍King-Kong-Vampir🧛♂️ und saugt der Weltwirtschaft das Geld direkt aus der Halsschlagader!
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TEIL 1
Bereit für den Wahnsinn?
Zur Dollar-Geschichte! Die Sixtinische Kapelle der Finanzwelt!
Teil 1: Die wilden 70er bis Mitte der 90er Jahre
"WTF happened in 1971" - "Volcker-Shock" - "Das Plaza-Abkommen" - "Bond Massacre"
Akt 1
WTF happened in 1971?! (Der Nixon-Schock) 🤯
Dafür müssen wir der wichtigkeitshalber noch etwas weiter zurück vor diesem Fall, damit man versteht warum Nixon das überhaupt gemacht hat.
Das "Bretton-Woods-System" war eine nach dem Zweiten Weltkrieg entworfene internationale Währungsordnung. Es band die Währungen aller Teilnehmerländer fest an den US-Dollar als Leitwährung. Der Dollar war seinerseits zum Festkurs von $35 pro Feinunze an das Gold gekoppelt. Ziel war es, den Welthandel durch feste Wechselkurse zu stabilisieren und Wirtschaftskrisen zu verhindern. Jeder wusste: Dollar = eine feste Menge Gold.
Bis dann der absolute Brandbeschleuniger für Nixons Panik-Aktion kam.
Vor den 70er pumpte die US-Regierung astronomische Summen in den Vietnamkrieg – ein absolutes finanzielles und menschliches schwarzes Loch.
Auf der anderen Seite wollten sie zu Hause den braven Bürgern riesige Sozialprogramme ( "Great Society" ) spendieren.
Das Problem? Sie hatten gar nicht das Geld dafür!
Also warfen sie die Gelddruckmaschinen an, bis diese glühten und rauchten.
Und der damalige französische Präsident Charles de Gaulle war kein Dummkopf.
Er roch den Braten, der da aus Washington rüberwehte.
Er dachte sich: "Oh, Mon Dieu, diese Amerikaner drucken mehr Konfetti-Geld, als sie Gold im Keller haben! Wenn alle gleichzeitig anklopfen, geht denen das glänzende Zeug aus!"
Also machten die Franzosen etwas unfassbar Gangster-mäßiges:
Ab 1965 tauschenten sie systematisch ihre angehäuften Dollar-Papiere bei der US-Notenbank in physisches Gold ein. Die französische Zentralbank Banque de France benutze dafür wirklich Transatlantik-Linienschiffe und Flugzeuge von Air France.
"Merci für die Papierschnipsel, wir nehmen jetzt unser Gold mit. Au revoir!"
Kein Witz! Die haben sich das Gold physisch per Schiff und Flugzeug nach Hause geholt!
Andere Länder sahen das und gerieten in Panik. Plötzlich entstand ein Bank Run der Nationen.
Nun zu US-President Nixon.
Amerikas Goldreserven bluteten aus wie ein abgestochenes Capri-Sun Trinkpäckchen.
Fort Knox drohte leer zu werden. Nixon schwitzte im Oval Office wahrscheinlich wie ein Schneemann im Solarium.
Wenn er so weitergemacht hätte, wäre den USA das Gold ausgegangen und das Land wäre de facto bankrotto gewesen.
Also was machen Sachen, wenn man beim Monopoly-Spiel am Verlieren ist?
Genau, man schmeißt das verdammte Spielbrett um! 🎲💥
WTF happened in 1971?! (Der Nixon-Schock)🤯
Nixon trat am 15. August 1971 ans Fernsehen und machte den Vorhang zu:
"Ätsch! Ab heute tauschen wir eure Dollar nicht mehr in Gold um."
Damit war der Dollar plötzlich nicht mehr durch echtes Gold gedeckt, sondern nur noch durch das Versprechen der US-Regierung ( "Ihr könnt mir Vertrau, Bro" ).
Das war die Geburtsstunde unseres heutigen, wilden "Fiat-Geld"-Systems.
Mit dem Nixon-Schock ist damit der erste Dominostein gefallen.
Der Chart nochmal für diesen Zeitraum:
Akt 2
Der Volcker-Schock (1979 - frühe 80er) – Der Zins-Vorschlaghammer
Nachdem Nixon den Dollar vom Gold befreit hatte, passierte genau das, wovor alle Angst hatten: Die Inflation geriet komplett außer Kontrolle. Gepaart mit den Ölkrise-Schocks der 70er Jahre steckte die Welt in der "Stagflation" fest – die Wirtschaft stagnierte (kein Wachstum), aber die Preise schossen trotzdem nach oben.
Das Geld verlor im Rekordtempo an Wert. Die Menschen verloren das Vertrauen.
Da betritt Paul Volcker 1979 als neuer Fed-Chef die Bühne. Ein Mann, so groß wie ein Kleiderschrank, der beschloss, dass Schluss ist mit lustig.
Er wusste: Wenn du eine Inflation von über 13 % einfangen willst, musst du der Wirtschaft die Droge "billiges Geld" komplett entziehen. Also zog er die Zügel so extrem an wie noch nie jemand zuvor:
Er hob den Leitzins in den USA in der Spitze auf unmenschliche 20 % an! (Zum Vergleich: Heute jammern wir schon bei 4 % oder 5 %). Kredite waren plötzlich so teuer wie Platin.
Das war ein brutaler Entzug für die Wirtschaft . Die USA und die Weltwirtschaft rutschten Anfang der 80er in eine schwere Rezession. Firmen gingen pleite, die Arbeitslosigkeit stieg sprunghaft an, und die Menschen gingen wütend auf die Straße.
(wieso kommt mir das gerade nur so bekannt vor...?!)
Aber der Plan ging auf: Volcker brach der Inflation das Rückgrat. Die Teuerungsrate sank drastisch. Er rettete den US-Dollar vor dem Totalabsturz. Der Preis dafür war die wirtschaftliche Vollbremsung mit quietschenden Reifen.
Akt 3
Das Plaza-Abkommen (1985) – Währungs-Kosmetik
Weil Volcker die Zinsen so hochgejagt hatte, passierte eine logische Kettenreaktion: Investoren aus aller Welt wollten ihre Kohle in den USA anlegen, um die fetten 20 % Zinsen abzugreifen. Um das zu tun, mussten sie alle ihre Währungen (Yen, D-Mark, Pfund) in Dollar umtauschen.
Die Folge: Der US-Dollar wurde extrem stark. Er war der absolute König der Währungen.
Das Problem dabei: Ein zu starker Dollar ist Gift für die heimische Wirtschaft. Amerikanische Autos, Maschinen und Textilien waren im Ausland plötzlich unbezahlbar teuer. Gleichzeitig überschwemmten billige Produkte aus Japan und Deutschland den US-Markt. Die US-Handelsbilanz rutschte tief ins Minus, und die US-Industrie drohte zu kollabieren.
Am 22. September 1985 trafen sich die Finanzminister und Notenbankchefs der G5 (USA, Japan, Deutschland, Frankreich, UK) im legendären Plaza Hotel in New York.
Sie unterschrieben ein Abkommen, das man heute als kontrollierte Währungsmanipulation bezeichnen würde:
Sie beschlossen, den Dollar künstlich abzuwerten.
Die Notenbanken warfen gemeinsam gigantische Mengen Dollar auf den Markt und kauften im Gegenzug Yen und D-Mark.
Das Ergebnis: Innerhalb von zwei Jahren verlor der Dollar gegenüber dem Yen und der D-Mark fast 50 % seines Wertes! Die amerikanische Industrie konnte wieder durchatmen, aber für Japan hatte das verheerende Spätfolgen – es legte den Grundstein für die dortige gigantische Blasenökonomie der späten 80er.
Akt 4
Das Bond Massacre (1994) – Das Blutbad auf dem Anleihenmarkt
Die wilden 70er und die volatilen 80er waren vorbei. Die Inflation war besiegt, die Zinsen waren jahrelang brav gesunken. Anleger weltweit fühlten sich extrem sicher. Sie kauften massenhaft Staatsanleihen (Bonds), weil diese als sichere, ruhige Renditebringer galten. Der Markt war träge, satt und absolut unvorbereitet auf das, was folgte.
Der neue Fed-Chef hieß mittlerweile Alan Greenspan. Er sah, dass die Wirtschaft im Aufschwung war, und bekam Angst, dass die Inflation wie ein Zombie wieder auferstehen könnte.
Im Februar 1994 tat Greenspan etwas, womit niemand an den Märkten gerechnet hatte:
Er erhöhte den Leitzins komplett ohne Vorwarnung um 0,25 % – und legte in den Monaten darauf in Rekordtempo nach, bis der Zins um insgesamt 3 % gestiegen war.
Für den Anleihenmarkt war das ein absoluter Asteroideneinschlag.
Wenn die Zinsen für neue Anleihen steigen, will niemand mehr die alten Anleihen haben, die einen niedrigeren Zins garantieren. Die Kurse der alten Anleihen stürzen ab.
Die Konsequenzen
Es kam zum "Bond Massacre" (Anleihen-Massaker). Die Kurse von Staatsanleihen weltweit brachen historisch stark ein.
Investoren, Banken und Hedgefonds, die tonnenweise auf diesen vermeintlich "sicheren" Papieren saßen, erlitten Verluste in Höhe von schätzungsweise 1.000 Milliarden Dollar weltweit. Es war die Geburtsstunde der modernen Erkenntnis, dass auch der "sicherste" Markt der Welt dich innerhalb weniger Tage in den Ruin treiben kann, wenn die Notenbank überraschend den Zinshebel umlegt.
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TEIL 2
Teil 2: Tech-Blasen & Die totale Kernschmelze Mitte 90er bis 2009
"Dotcom-Blase" - "9/11 Terroranschläge" - "Lehman-Brothers-Pleite" / "Finanzkrise"
Akt 5
Die Dotcom-Blase (Mitte 90er - 2000)
Mitte der 90er Jahre passierte etwas Magisches: Das Internet wurde massentauglich.
Und die Wall Street reagierte darauf wie Teenager auf Energy-Drinks.
Es war völlig egal, ob eine Firma Gewinn machte, ein echtes Produkt hatte oder überhaupt wusste, wie man ein Unternehmen führt. Solange eine Firma ein ".com" im Namen hatte, schossen die Aktienkurse in den Himmel. So wie es aktuell heute zu sein scheint, reichtes wenn die Firma was mit "KI" macht, hat oder sagt.
Der Nasdaq-Index stieg von 1995 bis 2000 um gigantische 400 % !
Im März 2000 ging der Party das Bier aus. Die US-Notenbank hatte die Zinsen leicht erhöht , und die ersten Investoren merkten plötzlich: "Moment mal... diese Firmen machen ja gar kein Geld!"
Es kam zur Massenpanik. Die Blase platzte. Der Nasdaq verlor rund 80 % seines Wertes und brauchte 15 Jahre, um sich davon zu erholen. Berühmte Internet-Pioniere verdampften über Nacht.
Akt 6
"9/11 Terroranschläge" – Der Schockmoment
Die Tech-Blase war gerade erst mühsam am Abklingen, da passierte das Unfassbare. Am 11. September 2001 trafen die Terroranschläge das World Trade Center im Herzen des New Yorker Finanzdistrikts.
Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg blieben die US-Börsen für fast eine Woche komplett geschlossen, um eine totale Panik-Kernschmelze zu verhindern. Als die Wall Street am 17. September wieder öffnete, erlebte der Dow Jones den bis dahin größten Punktverlust an einem einzelnen Tag seiner Geschichte.
Die Reaktion der Fed (Die Saat für die nächste Krise)
Um die geschockte Wirtschaft vor dem Kollaps zu retten, tat der damalige Fed-Chef Alan Greenspan das, was Notenbanker am besten können:
Er senkte die Zinsen radikal – bis auf 1 %.
Da Aktien nach der Dotcom-Blase out waren, suchte dieses billige Geld ein neues Zuhause. Und wo fand es das? Auf dem Immobilienmarkt. Die Saat für die nächste Megakrise von 2008 war gesät.
Akt 7
"Lehman-Brothers-Pleite" & Die große Finanzkrise (2007 - 2009) – Die totale Kernschmelze
Weil das Geld nach 9/11 so billig war, fingen US-Banken an, Immobilienkredite an absolut jeden zu verteilen. Und mit "jeden" meine ich Menschen ohne Job, ohne Einkommen und ohne Vermögen (sogenannte Subprime-Kredite). Die Banken schnürten diese Schrott-Kredite in schicke Finanzpakete, klebten ein falsches "Premium-Siegel" drauf und verkauften sie an ahnungslose Banken weltweit. Ein gigantisches Kartenhaus aus faulen Krediten.
2007 begannen die ersten Hausbesitzer, ihre Kredite nicht mehr zu bedienen. Das Kartenhaus fing an zu wackeln. Und am 15. September 2008 stürzte es komplett ein: Die traditionsreiche Investmentbank Lehman Brothers meldete Insolvenz an.
Die US-Regierung weigerte sich, Lehman zu retten. Das war der Moment, in dem das weltweite Finanzsystem einen Herzinfarkt erlitt. Das Vertrauen zwischen den Banken war komplett tot. Niemand lieh dem anderen mehr auch nur einen Cent, weil keiner wusste, welche Bank als nächstes hochgeht.
"Die Rettung im letzten Atemzug"
Die Welt stand sprichwörtlich Zentimeter vor dem Abgrund zum Tauschhandel. Die globalen Aktienmärkte halbierten sich . Um den totalen Systemkollaps zu verhindern, mussten Staaten weltweit einspringen. Sie verstaatlichten Banken und pumpten Billionen von Dollar und Euro in den Markt (das Zeitalter des "Quantitative Easing" begann) - (blaue Sprechbalsen).
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TEIL 3
Teil 3: Druckerpressen, Viren, Zölle & Geopolitisches Chaos (2015 bis heute)
"0% Zinspolitik" - "Trumps Zollspiele" - "Corona" - "Ukraine" - "Irankonflikt"
Nachdem die Finanzwelt 2008 fast an ihrer eigenen Gier erstickt wäre, betreten wir nun die Epoche, in der die Spielregeln komplett neu geschrieben wurden.
Akt 8
"0% Zinspolitik" – Die Ära des Gratis-Geldes
Um das System nach der Finanzkrise 2008 künstlich am Leben zu erhalten, griffen die Notenbanken (allen voran die EZB unter Mario "Whatever it takes" Draghi) zu einer historischen Extremmaßnahme : Sie senkten den Leitzins auf 0 % (und zeitweise sogar in den Negativbereich).
Geld hatte plötzlich keinen Preis mehr. Wer Schulden machte, wurde belohnt; wer sparte, wurde durch die schleichende Entwertung bestraft. Die Notenbanken warfen zusätzlich die Druckerpressen an und kauften Staatsanleihen für Billionen von Euro und Dollar.
Die Folgen:
Da es auf dem Sparbuch nichts mehr zu holen gab, flutete dieses "Gratis-Geld" die Märkte. Es entstand eine "Alles-Blase" (Everything Bubble):
Immobilienpreise verdoppelten sich in kürzester Zeit, Aktien jagten von einem Rekordhoch zum nächsten, und neue Vermögenswerte wie Krypto wurden für Millionen gehandelt.
Die Wirtschaft wurde regelrecht mit billiger Liquidität gemästet.
Akt 9
"Trumps Zollspiele" - 1ste Amtszeit und exzessiv in der aktuellen 2ten Amtszeit
Staffel 1
Das "Vorgeplänkel" (Erste Amtszeit: 2018) damals schon. "America First"
Er verhängte damals Zölle auf Stahl (25 %) und Aluminium (10 %) – und zwar weltweit.
Er belegte chinesische Waren im Wert von Hunderten Milliarden Dollar mit Strafzöllen.
Er zwang Kanada und Mexiko, das alte Freihandelsabkommen aufzulösen und das neue USMCA zu unterschreiben.
Staffel 2
Der totale "Zoll-Exzess"
Er verhängte gigantische "Liberation Day"-Zölle – pauschal 10 % auf fast alle US-Importe und schwindelerregende bis zu 145 % auf bestimmte Waren aus China.
Er verhängte 25 % Zölle auf alle Importe der beiden Nachbarn. Der Grenz-Krieg mit Kanada & Mexiko (Februar 2025)
Aktuell im Juli 2026 (Der Turnberry-Deal) - während der WM hinter den Kulissen. (hier passiert mehr als nur das)
Am 1. Juli 2026 ist offiziell eine Zollvereinbarung zwischen der EU und den USA in Kraft getreten. Man hat sich auf eine Obergrenze von 15 % für die meisten EU-Exporte (wie Autos und Halbleiter) geeinigt. Aber die Lage bleibt maximal angespannt.
Trump droht den Europäern schon wieder mit 100%-Zöllen, falls diese eine Digitalsteuer für US-Tech-Riesen wie Google einführen.
Akt 10
"Corona" - "Ukraine" - "Irankonflikt"
Ein Virus legte den Planeten lahm . Die Politik verordnete den weltweiten Lockdown.
Wirtschaftliche Vollbremsung.
Fabriken standen still, Flugzeuge blieben am Boden, Geschäfte schlossen. Die Wirtschaftsleistung brach im zweiten Quartal 2020 historisch stark ein – tiefer als während der Weltwirtschaftskrise 1929. Um einen totalen Kollaps und Massenarbeitslosigkeit zu verhindern, mutierten die Regierungen zu gigantischen Gelddruck-Feuerwehren.
Es wurden Rettungspakete geschnürt, die alles Dagewesene in den Schatten stellten. In den USA bekamen Bürger buchstäblich Schecks nach Hause geschickt ("Helikoptergeld"), in Europa wurden Kurzarbeitergelder in Milliardenhöhe gezahlt. Gleichzeitig kollabierte die Logistik: Containerschiffe stauten sich, Chips für Autos fehlten.
Das Ergebnis dieser Kombination aus gigantischer Geldverniedlichung und verknapptem Angebot? Das Comeback der Inflation . Nach Jahrzehnten der Ruhe schoss die Teuerungsrate 2021/2022 weltweit auf über 8 % bis 10 % hoch. Die Notenbanken mussten die Zinsen daraufhin so schnell anheben wie seit dem Volcker-Schock nicht mehr!
Der Fed Chart nochmal an dieser Stelle:
Ukraine-Krieg (2022) – Die Energie- und Geopolitik-Krise und der Irankonflikt – Das permanente Pulverfass
Die Märkte hyperventilieren bereits seit Monaten!
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Ende & Fazit:
Wenn wir einen Schritt zurücktreten und diese gewaltige Kurve von 1971 bis heute betrachten, sehen wir: Der Kreis schließt sich. Jahrzehntelang hat die Politik das System mit billigem Geld geflutet, um jedes aufkommende Feuer zu löschen. Aber die Gesetze der Ökonomie lassen sich nicht austricksen. Die Gelddruck-Exzesse entladen sich nun in einer hartnäckigen globalen Inflation.
Wir leben heute in einer Welt mit spürbar höheren Zinsen, teurerer Energie und permanentem geopolitischem Herzklopfen.
Da die Zinsen aggressiv angehoben wurden und wohl auch noch weiter steigen sollen, rechne ich mit einer ähnlichen Situation wie in den 80ern. Gepaart mit der Dotcom Bubble aus den 90ern. Ein Cocktail des Grauens braut sich zusammen.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit! Ich hoffe, dieser wilde Ritt durch die Dekaden war für dich alles andere als trocken.
Wie sieht du das? Kommt hier was gefährliches für die Märkte und unsere Depots zu?
Dein Tiger🐯
BITCOIN erreicht 61,8er Fibo Level. Jetzt eng dran bleiben.Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zu einem weiteren Update zum BITCOIN (BTCUSD CFD) von Pepperstone. Ich analysiere den CFD im Tageschart.
BTCUSD musste den steigenden Keil aus meinem letzten Update leider nach unten verlassen und setzte damit seine Korrektur fort.
Die erweiterten Ziele dieser Formation wurden jüngst erreicht, weshalb die Bären ausreichend „gefuttert" haben dürften. Kleinere Schübe bis 54.000 oder 52.000 USD sind allerdings keineswegs ausgeschlossen.
Charttechnische Einordnung Tageschart (Hauptchart oben)
BTCUSD geht momentan ein wenig in die Seite. Auch wenn die Serie sinkender Hoch- und Tiefpunkte weiter intakt ist, hat sich der Druck ein wenig reduziert. Achten Sie auf die erste Abwärtstrendlinie bei 62.874 USD (TRD-1).
Darüber kann es schnell ein paar Tausend Dollar hochgehen.
Markttechnische Einordnung Tageschart (Chart unten)
Die Basisindikatoren im Tageschart präsentieren sich ebenfalls ein wenig verbessert. Es liegen erste positive Divergenzen beim RSI und MACD vor. Der Trendfolgeindikator (MACD) zeigt zudem ein frisches Log-Setup.
Der ADX ist natürlich noch nicht im Stande, Kaufdruck zu erzeugen. Dafür war die letzte Talfahrt einfach zu dominant.
However... sollte der Bitcoin anziehen, ist ein Test der 89-Tagelinie bei 71.525 USD denkbar.
Volumentechnische Einordnung Tageschart (Chart unten)
Die Volumenanalyse zeigt nach wie vor eine Drucksituation an. Der Bruch der lower rejection #1 (69.093) sowie des VWAP waren echte Wirkungstreffer.
Eine Befestigung und Verbesserung in dieser Analysemethode kann Zeit in Anspruch nehmen.
Im Fazit...
...hat der Bitcoin aus Sicht der Technischen Analyse genau das gemacht, was er angezeigt hatte.
Der Ausbruch aus dem Keil führte den Coin exakt auf der 61,8er-Retracement bei rund 58.000 USD. Auf diesem Niveau - inklusive eines kurzen Panikschubes auf 52.204 USD - rechne ich über den Sommer mit einer Stabilisierung.
Bleiben Sie wachsam!
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen die Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße
Thomas Jansen
BTC mit erster Erholung und Chance auf ReversalHallo liebe TradingView-Community,
BTC zeigt auf dem Daily Chart nach dem heftigen Sell-Off der vergangenen Wochen erste vorsichtige Anzeichen einer Stabilisierung. Bitcoin hat seit dem Tief bei rund 58.000 USD eine erste leichte Erholungsbewegung gestartet und notiert aktuell bei 62.000 USD – direkt am 20er Daily EMA (62.134 USD), der damit die erste kurzfristige Hürde markiert.
Die aktuelle Struktur ist technisch interessant zu lesen. Der Kurs zieht sich in konvergierende Linien zusammen: Von oben drückt eine fallende Trendlinie, die sich aus den letzten niedrigeren Hochs der Abwärtsbewegung ergibt, während von unten eine leicht ansteigende Trendlinie höhere Tiefs andeutet. Streng technisch ist das kein klassisches Falling Wedge, da diese eher nach einem vorher ansteigenden Kurs valide sind, aber der entscheidende Punkt bleibt: Die Schwäche des Kurses nimmt sichtbar ab. Die Momentum-Verluste sind kleiner geworden, die Verkäufer wirken zunehmend erschöpft.
Damit ergibt sich ein klares Erwartungsszenario: Gelingt es BTC, den 20er EMA und den fallenden dynamischen Widerstand in den kommenden Tagen zu überwinden, wäre das die erste echte Reversal-Confirmation nach dem Sell-Off. Das erste realistische Ziel läge dann im Bereich um 65.900 USD, wo eine wichtige horizontale Widerstandszone wartet, zusätzlich verstärkt durch den 50er EMA (66.035 USD) und den 100er EMA (69.824 USD) darüber. Bis dorthin müssten die Bullen einiges an Arbeit leisten, aber der erste Schritt wäre gemacht.
Auf der Unterseite bleibt die Zone bei 57.500–58.000 USD die entscheidende Verteidigungslinie. Verliert BTC dieses Tief, wäre die aktuelle Bodenbildung invalidiert und ein Move in deutlich tiefere Regionen wahrscheinlich. Im VRVP zeigt sich darunter eine merkliche Volumenlücke, was schnelle Bewegungen begünstigen würde.
Die Indikatoren spiegeln die vorsichtige Wende wider. Der MACD (Daily) befindet sich noch im negativen Bereich, doch das Histogramm dreht klar nach oben – ein bullisher Crossover ist unmittelbar bevorstehend. Das ist genau das Bild, das man in einer beginnenden Bodenbildung sehen möchte. Der RSI notiert bei 45,5 und hat sich damit deutlich von den überverkauften Tiefständen erholt, ohne die neutrale 50er-Linie bereits zu überwinden. Für eine echte Trendwende auf Indikatorebene sollte der RSI nun zeitnah über 50–55 ansteigen.
Viel Erfolg beim Traden
Euer Bitbull-Team
EUR/USD – Vorbereitung auf die zweite PositionVorangegangene Analysen...
Alte Börsenweisheiten „The trend is your friend“
Der vollständige Spruch lautet "The trend is your friend until the end when it bends"
Ihr könnt hier gut erkennen, dass man auch gegen den Haupttrend handeln kann – vorausgesetzt, man verfügt über ein sauberes Setup und eine klare Strategie.
Oben seht ihr die Korrektur vom 08.06. bis 15.06., deren Kursverlauf der aktuellen möglichen Korrektur erstaunlich ähnelt. Ich gehe davon aus, dass wir heute, am Freitag, erneut in einem ähnlichen Barriere-Dreieck stecken wie damals am Freitag, den 12.06.. Damals bildete sich daraus am Ende ein ZigZag als Y-Welle einer WXY-Korrektur.
Der Haupttrend ist aktuell weiterhin abwärtsgerichtet, während der kurzfristige Subtrend aufwärts verläuft. Der aktuelle Anstieg kann daher entweder lediglich eine weitere Korrektur innerhalb des Abwärtstrends sein oder bereits den Beginn einer echten Trendwende darstellen. Diese müsste sich allerdings erst durch einen Rücksetzer bestätigen, der kein neues Tief bildet. Erst dann wäre für mich eine längerfristige Long-Position mit einer Haltedauer von mehr als ein bis zwei Tagen interessant.
Bis dahin nutzen wir die kurzfristigen Bewegungen, um unser Basiskapital für zukünftige Trades weiter auszubauen.
Ich beobachte heute daher genau, ob sich erneut ein Barriere-Dreieck ausbildet. Sollte das der Fall sein, werde ich meine zweite Position eröffnen. Im historischen Beispiel entstand am darauffolgenden Montag ein Aufwärts-Gap, wodurch kein attraktiver Einstieg mehr möglich war. Das Kursziel einer vergleichbaren Bewegung könnte im Bereich von 1,15000 liegen.
Der aktuelle Anstieg könnte bereits die Welle 1 der C in der Y-Welle sein.
Der Zinseszinseffekt ist einer der größten Vorteile eines erfolgreichen Traders – allerdings nur, wenn Gewinne konsequent auf das gesamte Kapital weiter gehandelt werden.
EUR/USD - erste Position steht schon
EUR/USD - zweite Position steht auch schon
EUR/USD - beide Positionen geschlossen
EUR/USD - Neue Position eröffnet
Ist der Rückgang des Goldpreises vorbei?Seit ihrem historischen Höchststand Ende Januar sind der Goldpreis und der Silberpreis an den Finanzmärkten deutlich gefallen. Silber (XAG/USD) hat mehr als 55 % verloren, während Gold (XAU/USD) um 30 % nachgegeben hat.
Dieser Rückgang ist umso erstaunlicher (für diejenigen, die die Fundamentaldaten der Edelmetalle nicht kennen), als er sich in einem äußerst schwierigen geopolitischen Umfeld ereignete, das die Rolle von Gold als sicherer Hafen eigentlich hätte begünstigen müssen.
Die folgende Grafik zeigt den Goldpreis als japanische Tageskerzen.
Wenn Sie jedoch meine Goldanalyse vom Anfang Juni gelesen hätten, wären Ihnen sowohl die technischen Schwächen in den langfristigen Charts als auch die Kombination fundamentaler Faktoren bekannt gewesen, die hinter diesem Rückgang des Goldpreises stehen.
Goldpreis: Könnten 5.600 US-Dollar im Januar 2026 den zyklischen Höchststand markieren? Klicken Sie auf die nachstehende Grafik, um diese auf TradingView veröffentlichte Analyse zu lesen.
Reicht dieser Rückgang des Goldpreises um 30 % aus, um wieder auf der Käuferseite aktiv zu werden? Das ist nicht die richtige Frage. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Welche fundamentalen Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit sich der Goldpreis wieder erholen kann?
Mehrere langfristige Aufwärtstreiber sind weiterhin vollständig intakt, insbesondere die Goldkäufe der Zentralbanken. Andere Faktoren, die den Anstieg zuvor unterstützt haben, sind jedoch verschwunden und müssen unbedingt zurückkehren, bevor das Ende der im vergangenen Januar begonnenen Korrektur in Betracht gezogen werden kann.
Der wichtigste dieser Faktoren ist der Trend des US-Dollars gegenüber einem Korb wichtiger Währungen und damit die Perspektive der Geldpolitik der Fed. Der US-Dollar-Index (DXY) befindet sich derzeit an einem entscheidenden technischen Wendepunkt, während die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihre Geldpolitik in diesem Jahr unverändert lässt, bei rund 50 % liegt.
Einfach ausgedrückt: Aufgrund der bestehenden Korrelationen wird sich der Goldpreis erholen, sobald der Aufwärtstrend des US-Dollars am Devisenmarkt, der seit Jahresbeginn anhält, endet. Damit sich Gold und Silber erholen können, darf die Fed den Federal Funds Rate bis Ende 2026 nicht weiter anheben.
Die folgende Grafik zeigt den Goldpreis (XAU/USD) als monatliche japanische Kerzen auf logarithmischer Skala.
Die folgende Grafik zeigt den Goldpreis als wöchentliche japanische Kerzen. Das Niveau von 3.400 US-Dollar entspricht dem inflationsbereinigten Rekordhoch von 1980.
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Nvidia - Stabiler Aufwärtstrend, jede Korrektur eine ChanceZu Nvidia kann man charttechnisch nicht viel sagen. Ihr seht in meiner langfristigen Analyse, dass Nvidia seit Jahren genau nach den Fibonacci-Zonen läuft und wenig Volatilität aufweist. Jede Korrektur von 10-30% war in den letzten Jahren eine Kaufchance. Jetzt gerade sehen wir wieder eine leichte Korrektur und den Test auf die 200MA. Von daher ist die Aktie auch jetzt wieder ein Nachkaufkandidat. Die Bewertung ist auch nicht hoch, und das Wachstum des Unternehmens ist spektakulär. Die Elliott-Wellen passen auch wie maßgeschneidert zum Chartverlauf, und die ersten Bereiche für langfristige Verkäufe könnt ihr oben am Rand bereits sehen mit dem 1.618 Fib bei etwa 297,58 USD.
Keine Anlageberatung.
Zahlt RKLB zu viel für Iridium, um zu SPCX aufzuschließen?Die Aktien von Rocket Lab legten am Montagnachmittag um fast 17 % zu, nachdem das Unternehmen bekannt gegeben hatte, dass es sich bereit erklärt hat, Iridium Communications im Rahmen einer Bar- und Aktientransaktion im Wert von 8 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Im vergangenen Jahr erzielte Iridium einen Umsatz von 872 Millionen US-Dollar und einen Nettogewinn von 114 Millionen US-Dollar. (Die Iridium-Aktie stieg um fast 25 %, als der Markt auf die Übernahmepremie reagierte).
Durch diese Transaktion erhält RKLB Zugang zu einem globalen Satellitennetzwerk, Funkfrequenzen und einem etablierten Kundenstamm – was wie ein Versuch wirkt, indirekt mit Elon Musks SpaceX zu konkurrieren.
SpaceX betreibt ein Satellitennetzwerk, das weitaus größer ist als das von Iridium, mit rund 10.000 Satelliten in der Umlaufbahn. Iridium betreibt ein Netzwerk aus 66 Satelliten in der erdnahen Umlaufbahn, schafft durch die Übernahme jedoch ein stärker vertikal integriertes Raumfahrtunternehmen in RKLB.
NASDAQ100 zappelt auf hohem Niveau. Indikatoren noch okay!Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zu einem weiteren Update zum NASDAQ100 Index CFD (NAS100 CFD) von Pepperstone. Ich analysiere den Kontrakt im Tageschart.
Der Tech Index geht seit Anfang Juni ein wenig auf die Bremse. Auch wenn die aktuellen Bewegungen eher gedämpft sind, trübt sich die Technik an der ein oder anderen Stelle deutlicher ein.
Charttechnische Einordnung Tageschart (Chart oben)
Der Tech-Index absolvierte seit Ende März eine extreme Rally und traf an zwei Linien klar auf Widerstand. Im Zuge dieser Bremsbewegung haben sich zwei Hochpunkte auf einer Ebene gebildet.
Der Support bei 28.206 Punkten ist als Trigger einer Doppeltopformation sehr wichtig.
📉 Doppeltop (Double Top) - Was ist es?
Ein Umkehrmuster, das nach einem Aufwärtstrend auftritt. Es besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Hochs auf ähnlichem Preisniveau, zwischen denen ein Zwischentief liegt.
Double Top (Doppel-Top)
Merkmale auf einen Blick
Tritt nach einem Aufwärtstrend auf
Hoch 1 → Zwischentief → Hoch 2 (ca. gleiche Höhe)
Bestätigung durch Schlusskurs unterhalb des Zwischentiefs (Nackenlinie)
Kursziel: Abstand Hoch → Zwischentief, nach unten projiziert
Aussage: Aufwärtstrend verliert Dynamik → mögliche Trendwende nach unten
Wie wird die Formation gehandelt?
Einstieg: Beim Schlusskurs unterhalb der Nackenlinie (Triggerlinie)
Kurszielberechnung: Höhe der Formation (Hoch – Zwischentief) nach unten projizieren
Ausstieg: Wenn Kursziel erreicht wird oder der Markt eine klare Gegenbewegung zeigt
Einordnung in die TMMA
Das Doppeltop gehört zur Klasse der Umkehrmuster (Reversal Patterns) und ist fester Bestandteil des TMMA-Moduls Linien & Kanäle. Es signalisiert das Ende eines Aufwärtstrends und den potenziellen Beginn eines Abwärtstrends.
Markttechnische Einordnung Tageschart (Chart unten)
Bei den Basisindikatoren ist im Tageschart noch nicht allzu viel passiert. Wir haben ein leichtes Short-Setup, nachdem der NAS100 negative Divergenzen gebildet hatte. RSI und MACD driften abwärts. Der ADX ist ebenfalls rückläufig und signalisiert im Moment ein Korrekturmuster.
Deshalb werte ich die Indikatoren im Augenblick noch konstruktiv. Der Index kann jederzeit wieder aufwärts ziehen. Unterhalb der 89-Tagelinie bei 27.181 Punkten kann sich der Verkaufsdruck allerdings verschärfen.
Volumentechnische Einordnung Tageschart (Chart unten)
Das Volumenprofil „synchronisiert" sich im Moment mit dem Doppeltop. Achten Sie dringend auf die upper rejection #1 bei 28.634 Punkten. In Kombination mit dem schwarzen VWAP (03.2026) haben wir hier zwei signifikante Volumensupports. Darunter kann es schnell und schmerzhaft abwärts gehen, da dann der gesamte Schwung seit Ende März etwas ausgiebiger korrigiert werden könnte.
Auf der Oberseite fehlen nach wie vor belastbare Anlaufmarken.
Im Fazit...
...muss der Tech-Index die potenzielle Reversalformation abfangen. Sollte das Doppeltop klar und nachhaltig getriggert werden, drohen ggf. schärfere Verluste. Auf der Oberseite sehe ich über den Sommer aufgrund der bereits extremen Überhitzungen begrenztes Potenzial.
Arbeiten Sie mit nachlaufenden Absicherungen in klaren Setups. Konsequentes Risikomanagement bleibt oberste Pflicht.
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen die Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße,
Thomas Jansen
Wall Street Wochenausblick KW27 2026 - KurzversionLiebe Trader & Investoren:
Auf geht's in eine brandneue Tradingwoche. Wir sind in einer kurzen 2-Tages-Sommerpause, dehalb heute eine Kurzversion der aktuellen Marktlage aus New York. Nächste Woche geht es dann wie gewohnt mit Eurem Wochenausblick-Video weiter. 🌍
📑 Fokusthema Nr. 1: Die Events der kommenden Woche: KW27 2026
Auf Grund des "Independence Day" Marktfeiertags in den USA am Freitag (US Märkte geschlossen) wird der US-NFP-Report diese Woche auf Donnerstag vorgezogen 🤑
FED-Chef Kevin Warsh wird seine erste Rede außerhalb der FED-Pressekonferenz halten. Diese ist für Mittwoch angesetzt - wir werden stark darauf schauen, ob er uns weitere Signale zur FED-Zinspolitik geben wird.
Ansonsten steht die Schweiz im Mittelpunkt mit Einzelhandel und Inflationsdaten. Der Financial Stability Report wird ebenfalls preis geben, ob bzw wie oft die SNB den schweizer Franken in Q1 2026 verkauft hat.
💲 Fokusthema Nr. 2: US-Dollar nach Ausbruch weiterhin Bullish
DXY konnte sich letzte Woche über der gebrochnen WS-Zone bei 100 - 100.50 etablieren. Diese Zone agiert nun als starker Unterstützungsbereich. Ohne eine dovishe Kehrtwende der FED (welche wir aktuell für unwarscheinlich halten) sehen wir weiterhin eine bullishe Tendenz.
In diesem Sinne sieht USD/CHF (mit positivem Swap) charttechnisch bullish aus. Das Paar hat die Sequenz fallender Hochs (abfallende Nackenlinie) im Tageschart, welche seit Juni 2025 gültig waren, gen Norden gebrochen. Nach einer Konsolidierungsphase dürfte hier, rein technisch, weitere Aufwärtsdynamik möglich sein.
EUR/USD ist aktuell das Spiegelbild von DXY und USD/CHF. Die übergeordnete SKS-Struktur wurde gebrochen. Die Nackenlinie (nun WS-Zone) wird aktuell getestet. Solange diese nicht nachhaltig gen Norden gebrochen wird und das letzte fallende Hoch der Abwärtstendenz gehalten wird, liegt das nächste Ziel eher bei ca. 1.1200:
🔍 Fokusthema Nr. 3: Mean-Reversion-Setups
Innerhalb unseres Mean-Reversion-System ist NZD/CHF Long aktuell hochinteressant.
Um die letztendlich eintretende Korrektur gen Norden auszunutzen, arbeiten wir mit gestaffelten Longs im Abstand von 1 ADR, um das TP-Level an unseren Zielmarken zu halten:
Wir sind immer wieder schockiert darüber wie viele Trader weiterhin glauben, dass Tradingsysteme mit Konzepten wie "CRV" oder "Preis-SLs" funktionieren. Diese Konzepte sind der Hauptgrund für die hohe Verlustquote unter Privattradern und werden von großen Institutionen am laufenden Band dazu genutzt Euch aus dem Markt "zu kicken". Stellt Euch die Frage: Wie viel Sinn macht es eine Trade-These bei einem Punkt-genauen-Stopp-Loss Level zu invalidieren? Wie oft sind Eure Setups nach dem Auslösen Eures SLs aufgegangen?
Es ist viel sinnvoller sich an die Wellen des Marktes anzupassen und deshalb mit komplexeren Risiko-Managememt-Modellen (wie z.B. Drawdown-Grenzen) zu arbeiten, anstatt Eure Stop-Losse für Banken & Broker sichtbar in den Markt zu legen.
🔍 Fokusthema Nr. 4: Die Diskussion über Aktienmarkt-Korrekturen
Die Diskussion über eine mögliche Korrektur der Aktienmärkte scheint seit Monaten anzuhalten. Ein Blick auf den Nasdaq zeigt ein Doppeltop (nahezu ein Triple-Top) im Tageschart und ähnliches Preisverhalten im Vergleich zu den letzten beiden größeren Korrekturen.
Zeitlich könnte die aktuelle Seitwärtsphase noch anhalten, größere Verkaufswellen traten historisch eher nach 2-3 Monaten Seitswärts-Vola ein:
Interessant ist die aktuelle "Dispersion" im Tech-Bereich. Der Performance-Unterscheid zwischen den Top 20% der Aktien und unteren 20% der Aktien liegt auf Dot-Com-Niveaus. Dies bedeutet: Investoren kaufen nicht mehr "alle Aktien zusammen", sondern investieren Sektor-spezifisch. Dies sehen wir aktuell an dem Performance-Unterschied zwischen den Chip-Herstellern und den MAG7.
Historisch sahen wir die aktuellen Dispersion-Level nahe Markt-Hochs:
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... und damit wünschen wir allen Tradern & Investoren eine erfolgreiche Tradingwoche.
Marktfreundliche Grüße
Meikel & Das Team WSI
Wochenausblick KW27– Fundamental,Makro und technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW 27.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die neue Handelswoche startet mit einem spannenden, aber gleichzeitig fragilen Marktumfeld. Während sich die Finanzmärkte in den vergangenen Tagen deutlich von den Höchstständen entfernt haben, bleibt die Kombination aus Geopolitik, Inflation und Geldpolitik der entscheidende Treiber für Risk Assets. Besonders der Nahe Osten dürfte auch in dieser Woche das größte kurzfristige Risiko bleiben.
Zwar konnten sich die USA und der Iran zuletzt auf ein zunächst 60 Tage umfassendes Übergangsabkommen einigen, dennoch kam es bereits kurz darauf erneut zu militärischen Zwischenfällen und gegenseitigen Vorwürfen. Auch die Lage zwischen Israel und dem Libanon bleibt angespannt. Die Straße von Hormus steht dabei weiterhin im Mittelpunkt. Laut aktuellen Schifffahrtsdaten normalisiert sich der Tankerverkehr zwar schrittweise wieder und zahlreiche Frachter passieren die Meerenge erneut, dennoch bleibt die Gefahr weiterer Störungen bestehen. Genau dieser Optimismus wurde zuletzt massiv in den Ölpreis eingepreist.
US Oil notiert mittlerweile wieder nahezu auf dem Niveau vor Beginn der Eskalation im Nahen Osten. Damit geht der Markt aktuell davon aus, dass es zu keiner nachhaltigen Unterbrechung der globalen Energieversorgung kommt. Sollte sich diese Annahme jedoch als falsch herausstellen und es erneut zu einer Eskalation oder Einschränkung des Schiffsverkehrs kommen, könnte sich die geopolitische Risikoprämie im Ölpreis sehr schnell wieder aufbauen. Höhere Energiepreise würden gleichzeitig neuen Inflationsdruck erzeugen und damit den Spielraum der Notenbanken weiter einschränken.
Neben der Geopolitik rückt langsam auch wieder die Berichtssaison in den Fokus. In dieser Woche stehen zwar noch keine marktbewegenden Mega-Cap-Earnings an, dennoch beginnt nun die Phase, in der Investoren ihre Erwartungen für die großen Technologieunternehmen zunehmend anpassen. Gerade Nvidia, Microsoft, Apple, Meta und Co. werden in wenigen Wochen erneut außergewöhnlich hohe Erwartungen erfüllen müssen. Nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Quartale dürfte die Messlatte entsprechend hoch liegen.
Zusätzlich bleibt SpaceX eines der spannendsten Themen. Nach der Aufnahme in die Russell-Indizes folgt in der kommenden Woche die Aufnahme in den Nasdaq-100. Dadurch werden Milliardenbeträge passiver ETF-Zuflüsse erwartet. Auch wenn dieses Ereignis erst nächste Woche ansteht, dürfte der Markt dieses Thema bereits in KW27 zunehmend einpreisen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Monats- und Quartalsende. Montag und Dienstag markieren die letzten beiden Handelstage des Monats Juni sowie des zweiten Quartals. Erfahrungsgemäß kommt es in dieser Phase häufig zu institutionellen Umschichtungen, Rebalancing und Window Dressing. Gerade nach den starken Quartalen vieler Risk Assets wären weitere Gewinnmitnahmen daher keineswegs überraschend.
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW27 im Überblick
Makroökonomisch startet die Woche zunächst noch vergleichsweise ruhig, nimmt ab Dienstag jedoch deutlich an Dynamik auf.
Am Montag stehen hauptsächlich Reden von EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Fokus. Marktbewegende Konjunkturdaten bleiben zunächst aus, wodurch institutionelle Umschichtungen zum Quartalsende wahrscheinlich den größten Einfluss auf die Kursentwicklung haben dürften.
Am Dienstag rücken mit dem Chicago PMI, den JOLTS Job Openings sowie dem US Consumer Confidence Index bereits die ersten wichtigen US-Daten in den Mittelpunkt. Während beim Chicago PMI ein leichter Rückgang erwartet wird, dürften insbesondere die JOLTS-Daten erste Hinweise auf die Verfassung des US-Arbeitsmarktes liefern. Gleichzeitig wird beim Verbrauchervertrauen ein leichter Anstieg erwartet, was erneut die Robustheit der US-Konjunktur unterstreichen würde.
Am Mittwoch richtet sich der Blick zunächst auf die europäischen Inflationsdaten. Während bei der Gesamtinflation ein leichter Rückgang erwartet wird, dürfte die Kerninflation weitgehend stabil bleiben. Zusätzlich stehen mehrere Reden hochrangiger Notenbankvertreter auf dem Programm, darunter Philip Lane, Christine Lagarde sowie Fed-Chef Kevin Warsh. Ergänzt wird der Handelstag durch den ISM Manufacturing PMI, den S&P Global Manufacturing PMI sowie die US-Rohöllagerbestände.
Der absolute Höhepunkt der Woche folgt am Donnerstag. Aufgrund des Independence Day am Freitag werden die US-Arbeitsmarktdaten bereits einen Tag früher veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen die Nonfarm Payrolls, die Arbeitslosenquote, die durchschnittlichen Stundenlöhne sowie die Initial Jobless Claims. Nach den zuletzt überraschend starken BIP- und Inflationsdaten könnten robuste Arbeitsmarktzahlen den restriktiven Kurs der Federal Reserve erneut bestätigen und den US-Dollar weiter stärken. Schwächere Daten würden dagegen kurzfristig für Entlastung bei Risk Assets sorgen, gleichzeitig aber Fragen hinsichtlich der weiteren Konjunkturdynamik aufwerfen.
Der Freitag dürfte aufgrund des US-Feiertags deutlich ruhiger verlaufen. Zwar stehen noch einige europäische PMI-Daten sowie weitere EZB-Statements auf dem Kalender, insgesamt dürfte das Handelsvolumen jedoch deutlich geringer ausfallen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil verlor in der vergangenen Woche rund sieben Prozent und schloss bei 70,25 US-Dollar. Damit wurden nahezu sämtliche geopolitischen Risikoaufschläge der vergangenen Wochen vollständig wieder abgebaut. Für die neue Woche bleibt die Zone zwischen 68 und 72 US-Dollar entscheidend. Kann sich Öl oberhalb dieses Bereichs stabilisieren und verschärft sich die Lage im Nahen Osten erneut, wäre eine Erholung in Richtung 77 bis 80 US-Dollar durchaus denkbar. Bleibt die geopolitische Entspannung dagegen bestehen, könnten sogar Kurse im Bereich von 65 US-Dollar möglich werden. Aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage wäre ich allerdings vorsichtig, die zuletzt stark gefallenen Ölpreise als selbstverständlich anzusehen.
US-Staatsanleihen
Auch bei den US-Staatsanleihen kam es zuletzt zu deutlichen Rückgängen. Trotz hawkischer Fed, robuster Wirtschaftsdaten und steigender Inflation gingen die Renditen über die gesamte Laufzeitenstruktur zurück. Nun wird entscheidend sein, ob sich dieser Trend fortsetzt oder die Renditen nach den wichtigen US-Arbeitsmarktdaten wieder anziehen. Höhere Renditen würden insbesondere Technologie- und Wachstumswerte erneut unter Druck setzen.
DXY/USD
Der US-Dollar bleibt weiterhin einer der stärksten Märkte. Nach einem Monatsplus von rund 2,5 Prozent befindet sich der DXY weiterhin klar im Aufwärtstrend. Solange der Dollar oberhalb der 101-Punkte-Marke notiert, bleibt die Dollar-Dominanz intakt. Ein Ausbruch über 101,50 Punkte könnte den Weg in Richtung 102 Punkte freimachen. Erst ein nachhaltiger Rückfall unter 101 würde das kurzfristig bullische Bild leicht eintrüben.
VIX
Der Volatilitätsindex VIX notiert mit rund 18 Punkten weiterhin unter der wichtigen 20er-Marke. Die Volatilität bleibt damit kontrolliert, erste Warnsignale sind jedoch erkennbar. Gerade im Zusammenhang mit Quartalsende, NFP-Daten und geopolitischen Risiken dürfte der VIX in dieser Woche besonders interessant bleiben.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia setzte sich die Korrektur in der vergangenen Woche fort. Die Aktie verlor knapp neun Prozent im Monatsvergleich und schloss erstmals wieder klar unter der wichtigen Unterstützungszone zwischen 198 und 200 US-Dollar. Der nächste relevante Support befindet sich nun im Bereich von 190 bis 187 US-Dollar. Solange Nvidia diese Zone nicht nachhaltig zurückerobert, bleibt das kurzfristige Risiko weiterer Gewinnmitnahmen bestehen. Langfristig bleibt der KI-Trend zwar vollkommen intakt, kurzfristig könnten jedoch Bewertungsanpassungen und Quartalsumschichtungen weiterhin Druck ausüben.
Bitcoin
Bitcoin zeigte ebenfalls einen schwachen Monatsverlauf und notiert weiterhin im Bereich der 60.000 US-Dollar. Entscheidend bleibt nun die Unterstützung zwischen 58.000 und 60.000 US-Dollar. Sollte diese Zone nachhaltig brechen, rückt der Bereich um 57.000 US-Dollar als nächstes Ziel in den Fokus. Erst eine Rückeroberung der 61.000 US-Dollar würde das kurzfristige Bild wieder etwas aufhellen.
SPX
Im S&P 500 wurden in der vergangenen Woche erstmals seit längerer Zeit keine neuen Hochs mehr erreicht. Die Korrektur wirkt bislang gesund, dennoch bleibt die Zone um 7.350 Punkte kurzfristig entscheidend. Fällt der Index darunter, könnte sich die Bewegung bis in den Bereich von 7.250 Punkten ausweiten. Erst oberhalb von 7.500 Punkten würde sich das technische Bild wieder deutlich verbessern.
NASDAQ
Der Nasdaq bleibt aufgrund seiner hohen Gewichtung im Technologiesektor weiterhin der schwächste der großen US-Indizes. Nach den deutlichen Gewinnmitnahmen im KI-Sektor und den Rückgängen bei Nvidia steht nun die Unterstützung im Bereich von 28.800 bis 28.500 Punkten im Mittelpunkt. Sollte diese brechen, rückt das Monatstief sowie der Bereich um 27.500 Punkte in den Fokus. Eine nachhaltige Stabilisierung sehe ich erst wieder oberhalb der 30.000-Punkte-Marke.
US30
Der Dow Jones zeigte sich zuletzt deutlich robuster. Zwar wurde in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch markiert, dieses konnte jedoch nicht verteidigt werden. Solange der Index unter 52.000 Punkten handelt, bleibt das kurzfristige Chancen-Risiko-Verhältnis eher auf der Short-Seite. Unterstützungen liegen zunächst bei 51.500 sowie anschließend im Bereich von 51.000 Punkten.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Auch der DAX beendete die vergangene Woche schwächer und schloss klar unter der wichtigen 25.000-Punkte-Marke sowie unter dem Jahreshoch 2025 und dem Monatshoch April im Bereich von 24.800 Punkten. Damit hat sich das kurzfristige Chartbild spürbar eingetrübt.
Für die neue Woche bleibt zunächst das Wochentief der Vorwoche im Bereich von 24.540 Punkten entscheidend. Sollte diese Unterstützung brechen, rückt die Zone um 24.500 Punkte unmittelbar in den Fokus. Gelingt dort keine Stabilisierung, sehe ich gute Chancen auf eine Ausweitung der Korrektur in Richtung 24.000 Punkte.
Bullisch würde sich das Bild erst wieder aufhellen, wenn der DAX zunächst die 24.800 Punkte zurückerobert und sich anschließend wieder oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke etablieren kann. Erst dann wären erneut Angriffe auf die bisherigen Jahreshochs realistisch.
Fazit
Die KW27 dürfte eine erneut sehr spannende Börsenwoche werden. Monats- und Quartalsende treffen auf eine weiterhin fragile geopolitische Lage, eine hawkische Federal Reserve sowie einen der wichtigsten US-Arbeitsmarktberichte des Quartals. Gleichzeitig befinden sich viele Risk Assets nach den starken Anstiegen der vergangenen Monate erstmals wieder in einer technischen Korrektur.
Ich bleibe deshalb kurzfristig eher defensiv eingestellt und achte insbesondere auf die Reaktion der Märkte auf die NFP-Daten sowie die Entwicklung im Nahen Osten. Sollten sich geopolitische Risiken erneut verschärfen oder die US-Daten stärker als erwartet ausfallen, könnte sich die aktuelle Korrektur zunächst weiter ausdehnen. Gleichzeitig bleiben Rücksetzer innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends aus meiner Sicht interessante Bereiche, um mittelfristig wieder nach Long-Setups Ausschau zu halten.
Im Laufe der Woche werde ich zusätzlich eine ausführliche NFP-Vorbereitung mit den wichtigsten Szenarien veröffentlichen. Außerdem folgen ein Monatsrückblick für Juni sowie ein neuer Monatsausblick für Juli.
Keine Anlageberatung – lediglich meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche und wie immer: stabile Trades!
BTC/USD - Update 3 zum Top-MusterVorangegangene Analyse...
BTC bewegt sich aktuell in einer entscheidenden Unterstützungszone, in der mehrere technische Faktoren zusammenlaufen. Neben dem Bereich der ehemaligen Cup-and-Handle-Ausbruchszone treffen hier auch verschiedene harmonische Muster wie Hai und 5-0 Pattern aufeinander. Bat, Crab, Gartley haben haben ihre Gültigkeit mit der überschießenden B verloren.
Gleichzeitig entwickelt sich innerhalb der übergeordneten Korrektur ein mögliches Falling Wedge, während sich aus der aktuellen Struktur auch eine Wolfe Wave ableiten lässt.
Beide Formationen würden grundsätzlich für eine Bodenbildung sprechen, benötigen jedoch noch eine Bestätigung.
Diese könnte mit dem Target aus der Rising Wedge ihre Erfüllung bringen bei 44900-47500.
Solange die grün markierte Unterstützungszone verteidigt wird, bleibt die Chance auf eine größere Gegenbewegung bestehen.
Fällt dieser Bereich hingegen nachhaltig, würden die tieferen Fibonacci-Ziele um 42.000 USD und im Extremfall sogar 39.000 USD in den Fokus rücken.
Die kommenden Tage dürften daher richtungsweisend werden.






















