XAU/USD 45M — Widerstandszone und mögliches AbwärtsszenarioGold ist nach einer starken Aufwärtsbewegung in eine zuvor beachtete Widerstandszone bei etwa 4.390–4.410 zurückgekehrt. Der Kurs testet derzeit diesen Bereich.
Im Chart sind folgende Bereiche markiert:
Einstiegsbereich: ca. 4.394
Ungültigkeitsbereich: ca. 4.438
Zielbereich: ca. 4.252
Zeiteinheit: 45 Minuten
Schlüsselzone: 4.390–4.410
Die Idee basiert auf der möglichen Reaktion des Preises an dieser Widerstandszone und einer möglichen Bewegung zurück in Richtung der unteren Unterstützungsbereiche. Eine Bestätigung der Kursstruktur sollte abgewartet werden.
Harmonisches Muster
DAX Tagesausblick 18.09.– Entspannung bei Öl - Bären holen LuftGuten Morgen zusammen,
Während die Fed mit ihrem hawkishen Zinsschritt und dem Dot Plot weiterhin für Gegenwind sorgt, kommen heute vor allem vom Ölmarkt und den nachgebenden Treasury-Renditen positive Impulse. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage der entscheidende Unsicherheitsfaktor. Zusätzlich sollte heute der große Verfallstag beachtet werden. Durch den gleichzeitigen Verfall von Index-Futures und -Optionen kann es insbesondere rund um die relevanten Abrechnungszeiten zu erhöhter Volatilität und kurzfristig verzerrten Kursbewegungen kommen. Entsprechend sollten einzelne Bewegungen heute nicht zwangsläufig als neues technisches Signal interpretiert werden.
Agenda:
* Geopolitische Lage
* Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
* Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
* Märkte und Korrelationen im Überblick
* Risk Assets im Überblick
* DAX Tagesausblick
* Fazit
Geopolitische Lage
Im Nahen Osten bleibt die Situation weiterhin hochdynamisch. Neben dem Konflikt zwischen Iran, Israel und den USA hat sich zuletzt insbesondere die Lage zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen verschärft. Saudi-Arabien und die vom Iran unterstützten Huthi haben erneut gegenseitige Angriffe gemeldet, während die Huthi ihre Aktivitäten entlang der Red-Sea-Küste und in Richtung Bab el-Mandeb ausweiten. Reuters berichtet zudem, dass China nach einem Hilfegesuch Saudi-Arabiens Iran aufgefordert haben soll, seinen Einfluss auf die Huthi zu nutzen, um die Eskalation einzudämmen.
Genau diese Entwicklungen sind für den Ölmarkt aktuell entscheidend. Nachdem die geopolitischen Risiken den Ölpreis zunächst massiv nach oben getrieben hatten, sehen wir mittlerweile eine deutliche Gegenbewegung. Saudi-Arabien arbeitet daran, einen Teil der durch die Angriffe beeinträchtigten East-West-Pipeline-Kapazität wiederherzustellen und bietet zusätzliche Ölmengen über alternative Transportwege an. Dadurch haben sich die unmittelbaren Sorgen um die globale Versorgung etwas reduziert.
Gleichzeitig darf man die geopolitische Lage nicht unterschätzen. Auch im Bereich der Straße von Hormus bleibt die Situation angespannt. Iran meldete zuletzt den Angriff auf einen unter Togo-Flagge fahrenden Tanker. Damit bleibt das Risiko einer erneuten Eskalation bestehen.
Für die Märkte bedeutet das aktuell einen sehr interessanten Gegensatz: Sollte sich die geopolitische Lage weiter stabilisieren, könnte der Ölpreis deutlich stärker zurückkommen. Genau das wäre wiederum positiv für die Inflationserwartungen und damit perspektivisch auch für die Zinserwartungen und Risk Assets.
Auch die Bank of Japan hat heute geliefert und den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 % angehoben. Die Entscheidung fiel mit 7 zu 2 Stimmen. Der Yen reagierte allerdings schwächer, da zwei Mitglieder gegen den Schritt stimmten und die Kommunikation nicht ausreichend hawkish aufgenommen wurde.
Der Yen bleibt als klassische Safe-Haven-Währung für die globalen Märkte interessant. Gleichzeitig zeigt die Reaktion heute aber auch, dass ein Zinsschritt alleine nicht zwangsläufig zu einer Aufwertung des Yen führen muss.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Bei den europäischen Inflationsdaten lag die Headline-Inflation im Euroraum im Jahresvergleich bei 3,2 %. Erwartet wurden 3,3 %, zuvor waren es 2,9 %. Damit lag die Inflation zwar über dem Vormonat, gleichzeitig aber leicht unter den Erwartungen.
Besonders interessant war die Kerninflation. Diese lag bei 2,4 %, genau im Rahmen der Erwartungen und unter den vorherigen 2,5 %. Damit sehen wir bei der Kerninflation zumindest eine leichte Entspannung. Die monatliche Inflation lag bei 0,4 % nach zuvor 0,2 %.
Aus den USA kamen anschließend erneut robuste Konjunkturdaten. Der Philadelphia Manufacturing Index lag bei 37,8 Punkten und damit deutlich über den erwarteten 31,4 Punkten. Zwar ist der Wert gegenüber den vorherigen 47,4 Punkten gefallen, er signalisiert aber weiterhin eine solide Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes.
Noch wichtiger waren die Initial Jobless Claims. Diese lagen bei lediglich 196.000, erwartet wurden 207.000, nach 206.000 in der Vorwoche. Auch der Vier-Wochen-Durchschnitt fiel auf 203.250. Damit zeigt der US-Arbeitsmarkt weiterhin keine deutliche Schwäche. 20261529.pdf
Für die Wirtschaft ist das zunächst positiv. Für die Fed ist ein stabiler Arbeitsmarkt allerdings ein weiterer Grund, bei der restriktiven Geldpolitik zu bleiben. Genau deshalb sind diese Daten für das aktuelle hawkishe Bild eher Gegenwind für die Risk Assets.
Die Bank of England hielt ihren Leitzins gestern bei 3,75 %, allerdings stimmten drei Mitglieder für eine Anhebung. Gleichzeitig wurden die Inflationsrisiken stärker nach oben eingeschätzt.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute steht weniger die klassische Makroseite im Vordergrund. Relevant sind vor allem die Aussagen von EZB-Präsidentin Lagarde sowie später FOMC-Mitglied Bowman.
Der eigentliche Fokus bleibt aus meiner Sicht aber klar auf der geopolitischen Entwicklung und dem Ölpreis . Genau hier entscheidet sich momentan, ob der Markt die hawkishe Fed-Kommunikation weiter einpreisen muss oder ob ein deutlich fallender Ölpreis wieder für Entspannung bei den Inflationserwartungen sorgt.
Gleichzeitig nähern wir uns in der kommenden Woche dem Ende des dritten Quartals. Dadurch können Rebalancing, Gewinnmitnahmen und entsprechende Quartalsflows zusätzlich an Bedeutung gewinnen. Dem stehen allerdings auch mögliche saisonale Unterstützungsfaktoren zum Jahresende gegenüber. Die Ausgangslage bleibt damit alles andere als eindeutig.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Beim US Oil sehen wir aktuell einen massiven Rückgang von rund 5,8 %. Der Preis ist damit wieder deutlich unter die 100-Dollar-Marke gefallen.
Für mich sind jetzt zwei Zonen entscheidend. Zunächst die 93,50 USD, das Monatshoch aus Juli, und darunter die 91,64 USD. Sollte auch diese Zone nachhaltig brechen, sehe ich die nächsten relevanten Unterstützungen erst wieder bei 87,80 USD und anschließend bei 86,34 USD, dem Monatshoch aus August beziehungsweise dem bisherigen Monatstief im September.
Hier wäre ich aktuell besonders vorsichtig mit Long-Positionen. Sollte sich die geopolitische Lage weiter deeskalieren, kann der Ölpreis sehr schnell weiter unter Druck geraten. Und genau das könnte den Risk Assets wiederum erheblichen Rückenwind geben.
US Bonds
Bei den US-Staatsanleihen ergibt sich auf Wochenbasis ein gemischtes Bild. Bei den von mir beobachteten Laufzeiten liegen wir aktuell bei rund +0,69 % bei den 3-Jährigen, -0,60 % bei den 5-Jährigen, +0,41 % bei den 10-Jährigen und -1,41 % bei den 30-Jährigen.
Interessant ist dabei vor allem, dass die länger laufenden Renditen zuletzt wieder etwas zurückgekommen sind. Genau diese Bewegung hat den Aktienmärkten nach dem Fed-Entscheid zusätzlichen Spielraum gegeben. Auch Reuters führte den gestrigen Rebound an der Wall Street unter anderem auf fallende Ölpreise und nachgebende Treasury-Renditen zurück.
DXY
Der DXY hält sich weiterhin sehr stabil. Auf Wochenbasis liegen wir aktuell rund 1,2 % im Plus und konnten uns oberhalb der 100er-Marke etablieren.
Die nächsten Ziele bleiben für mich 100,50 und anschließend 100,65. Sollten wir uns nachhaltig darüber stabilisieren, befinden wir uns wieder am oberen Ende der großen Jahresrange. Dann wird entscheidend, ob daraus tatsächlich ein nachhaltiger Ausbruch entsteht. Solange wir von mindestens einem weiteren Zinsschritt nach oben seitens der FED ausgehen können, sehe ich den Dollar weiterhin Bullisch.
VIX
Auch beim VIX sehen wir wieder eine deutliche Entspannung. Aktuell stehen wir bei etwa 15,04. Rund um den FOMC-Entscheid konnte der VIX zwar kurzzeitig bis knapp 18,9 steigen, die Marke von 20 wurde jedoch nicht erreicht.
Damit bleibt die eingepreiste Volatilität im S&P 500 weiterhin vergleichsweise überschaubar.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia notiert vorbörslich bei rund 221 USD. Die relevanten Supports haben weiterhin gehalten.
Solange wir über 217 USD bleiben, bin ich weiterhin bullish und sehe die nächsten Ziele bei 230 USD und anschließend 236 USD.
Bitcoin
Auch Bitcoin scheint trotz des hawkishen FOMC zunächst leichten Support gefunden zu haben. Für mich gibt es hier allerdings weiterhin keine saubere Struktur.
Wir befinden uns innerhalb einer Range, gleichzeitig bleibt das Risiko von Liquiditätsabholungen hoch. Dementsprechend sehe ich aktuell keine attraktiven Setups und bleibe hier außen vor.
S&P 500
Beim S&P 500 haben wir gestern einen starken Rebound von rund 1,1 % gesehen. Heute liegen wir bereits weitere 0,37 % im Plus.
Für mich bleibt die Marke bei 7.729 Punkten, dem Wochenhoch der KW 37, entscheidend. Sollten wir uns darüber halten, wäre das nächste Ziel das September-Monatshoch bei 7.778 Punkten, direkt gefolgt vom Wochenhoch der KW 35 bei 7.781 Punkten.
Sollten wir dagegen wieder unter den August-Monatsschlusskurs beziehungsweise das aktuelle Tageslow bei 7.700 Punkten fallen, würde sich für mich wieder die Zone zwischen 7.605 und 7.551 Punkten anbieten.
Wichtig bleibt aber: Eine erneute Eskalation im Nahen Osten kann diese technischen Szenarien jederzeit überschreiben.
Nasdaq 100
Auch beim Nasdaq sehen wir seit zwei Tagen wieder deutlich mehr Stärke. Gestern ging es um 1,24 % nach oben, heute liegen wir bereits weitere 0,88 % im Plus.
Wir konnten uns wieder oberhalb der 29.500er-Marke etablieren. Solange wir darüber bleiben, ist für mich die nächste entscheidende Zone das September-Monatshoch beziehungsweise die Wochenhochs der KW 37 und KW 35 bei 29.750 Punkten.
Ein nachhaltiger Ausbruch darüber würde die 30.000er-Marke in den Fokus rücken.
Sollten wir dagegen wieder unter 29.500 fallen, trübt sich das Bild zunächst wieder in Richtung 29.000 ein. Unterhalb von 29.000 würde sich das technische Bild nochmals deutlich verschlechtern.
US30
Auch der US30 zeigt aktuell eine leichte Erholung und konnte sich wieder oberhalb der 52.000er-Marke etablieren.
Sollten wir hier Support finden, wären die nächsten Ziele 52.350 und 52.500 Punkte.
Bei einer erneuten Rejection würde ich dagegen wieder die 51.500 und darunter die 51.000 Punkte beobachten.
DAX Tagesausblick
Beim DAX hat sich an meiner grundsätzlichen Einschätzung nicht allzu viel verändert. Gestern konnten wir zwar eine Erholung von rund 0,6 % sehen, trotzdem bleibe ich zunächst vorsichtig.
Ich rechne weiterhin damit, dass wir zunächst noch einmal den Bereich um 26.000 Punkte anlaufen beziehungsweise dort Liquidität abholen, bevor die nächste größere Bewegung entsteht.
Darunter wird für mich die Zone zwischen 25.500 und 25.440 Punkten entscheidend. Hier liegt eine relevante Unterstützungszone, wobei insbesondere das gestrige Daily Low eine Rolle spielt.
Sollten wir diese Zone nachhaltig nach unten brechen, würde sich das technische Bild wieder deutlich eintrüben. Unterhalb von 25.000-25.440 Punkten wäre für mich eine erneute Bewegung in Richtung der tieferen Unterstützungsbereiche wahrscheinlich.
Solange wir uns allerdings oberhalb der genannten Unterstützungen halten, bin ich zunächst vorsichtig bullish und würde den Bereich um 26.000 als erstes Ziel auf der Oberseite beobachten.
Sollte sich die geopolitische Lage weiter stabilisieren und der Ölpreis nachhaltig weiter fallen, würde ich entsprechend auch nicht mehr aktiv nach Shorts suchen. Genau diese Entwicklung könnte momentan der entscheidende Katalysator für eine weitere Erholung der Risk Assets sein.
Fazit
Fundamental bleibt das Bild zunächst schwierig. Die Fed hat den Leitzins auf 3,75–4,00 % angehoben und der aktuelle Dot Plot signalisiert weiterhin einen restriktiven Zinspfad. 16 von 18 Fed-Mitgliedern sehen mindestens eine weitere Anhebung in diesem Jahr.
Gleichzeitig bleibt der US-Arbeitsmarkt stabil, wie die aktuellen Initial Jobless Claims erneut gezeigt haben. Das spricht momentan nicht für eine schnelle Abkehr der Fed von ihrer restriktiven Haltung.
Der entscheidende Faktor für die kommenden Tage könnte deshalb der Ölpreis sein.
Sollte sich die geopolitische Situation weiter entspannen und Öl nachhaltig unter die 90-Dollar-Marke fallen, könnte das ein erheblicher Entlastungsfaktor für die Märkte werden. Denn die Märkte handeln die Zukunft: Ein dauerhaft niedrigerer Ölpreis würde den Inflationsdruck reduzieren und damit perspektivisch auch wieder mehr Spielraum für eine dovishere Geldpolitik schaffen.
Genau diese Kombination aus fallendem Ölpreis, sinkenden Renditen und stabilen Risk Assets sehen wir aktuell bereits ansatzweise. Die gestrige Erholung an der Wall Street erfolgte entsprechend trotz des hawkishen Fed-Entscheids.
Für den DAX bleibe ich deshalb kurzfristig vorsichtig bullish, solange die genannten Unterstützungen halten. Gleichzeitig gilt: Eine erneute geopolitische Eskalation kann dieses Szenario jederzeit verändern.
Die konkreten FOMC-Szenarien sowie die Entwicklung von NFP, PPI, CPI und PCE habe ich im aktuellen Wochenausblick und im Video bereits ausführlich dargestellt – schaut dort gerne noch einmal rein.
Das stellt wie immer keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung dar.
Ich wünsche allen stabile Trades und schon einmal ein schönes Wochenende.
XAU/USD — 45-Minuten-Chart📊 Marktstruktur & wichtige Zonen
Gold notiert aktuell im Bereich von 4.390–4.395, wo sich auf dem Chart eine markierte Angebots-/Widerstandszone befindet.
Der Kurs ist aus den unteren Nachfragebereichen deutlich nach oben gelaufen und testet nun diesen wichtigen Bereich. Die Reaktion an dieser Zone kann entscheidend dafür sein, ob der aktuelle Anstieg weitergeführt wird oder eine Korrektur beginnt.
Wichtige Bereiche:
🔴 Widerstand / Angebotszone: 4.425–4.440
🟣 Aktuelle Reaktionszone: ca. 4.380–4.395
🟣 Mittlere Nachfragezone: 4.305–4.320
🟣 Stärkere Nachfragezone: 4.250–4.265
🎯 Markierter Zielbereich: ca. 4.252
⚠️ Ungültigkeitsbereich: oberhalb von etwa 4.427
🔎 Möglicher Verlauf
Der Chart zeigt ein mögliches Abwärts-Szenario ab der aktuellen Widerstandszone. Sollte der Kurs den aktuellen Bereich nicht halten und eine klare Ablehnung zeigen, könnte sich der Fokus zunächst auf 4.305–4.320 verschieben.
Wochenausblick KW39–Fundamental,Makro und Technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW39.
Willkommen zum Wochenausblick für die Handelswoche KW39.
Die Ausgangslage für die kommende Handelswoche bleibt außergewöhnlich spannend. Der Ölpreis notiert trotz des starken Rückgangs am Freitag weiterhin auf einem extrem hohen Niveau. US Oil verlor am Freitag rund 5,67 Prozent und schloss im Bereich von 95,50 US-Dollar. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten hochdynamisch und damit der wichtigste kurzfristige Einflussfaktor für die Märkte.
Auf der geldpolitischen Seite haben wir in der vergangenen Woche eine weiterhin sehr restriktive Federal Reserve gesehen. Die Fed erhöhte den Leitzins am Mittwoch um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent und signalisierte zugleich weitere mögliche Zinserhöhungen. 16 von 18 Mitgliedern des FOMC sehen laut aktuellem Dot Plot mindestens eine weitere Erhöhung im Jahr 2026.
Damit befinden wir uns aktuell in einem Umfeld aus hohen Energiepreisen, erhöhten Inflationserwartungen, steigenden beziehungsweise hohen Anleiherenditen und einer weiterhin restriktiven Fed.
Gleichzeitig befinden wir uns bereits am Ende des dritten Quartals. Ende September bedeutet traditionell, dass zusätzlich zu den fundamentalen Faktoren auch Rebalancing, institutionelle Orderflows, Portfolioanpassungen und Gewinnmitnahmen eine größere Rolle spielen können. Dadurch kann der Markt kurzfristig deutlich stärker von Flows als von klassischen technischen Setups bewegt werden.
Agenda
Geopolitische Lage
Fundamentale Wirtschaftsdaten für die Woche KW39
Fed und EZB im Überblick
Märkte und Korrelationen im Überblick
Risk Assets im Überblick
Fazit
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Geopolitische Lage
Naher Osten
Der wichtigste Faktor für die kommende Handelswoche bleibt eindeutig der Nahostkonflikt.
Dabei müssen wir aktuell mehrere Konfliktlinien gleichzeitig betrachten: den Krieg zwischen den USA und Iran, die Auseinandersetzung zwischen Israel und Iran sowie die zunehmende Eskalation zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen.
Gerade die Entwicklung zwischen Saudi-Arabien und den Huthi hat in den vergangenen Tagen deutlich an Bedeutung gewonnen. Die Huthi haben erneut Ziele in Saudi-Arabien mit Raketen und Drohnen angegriffen und nach eigenen Angaben unter anderem sensible Ziele in Riad sowie eine Aramco-Anlage in Yanbu ins Visier genommen. Saudi-Arabien beziehungsweise die saudisch geführte Koalition meldete wiederum, mehrere Angriffe abgefangen zu haben.
Das ist für den Ölmarkt von enormer Bedeutung, weil Saudi-Arabien gleichzeitig versucht, durch alternative Exportwege die Auswirkungen der Störungen zu begrenzen. Über den Hafen Sohar im Oman wurden zusätzliche Ölmengen umgeleitet, um einen Teil der beeinträchtigten Exportkapazität zu kompensieren. Genau diese Entwicklung war einer der Gründe dafür, dass der Ölpreis zuletzt trotz der geopolitischen Eskalation deutlich zurückgekommen ist.
Noch entscheidender bleibt allerdings die Straße von Hormus.
Die Schiffsbewegungen durch Hormus liegen weiterhin massiv unter dem normalen Niveau. Am Mittwoch wurden laut vorläufigen Tracking-Daten lediglich drei kommerzielle Schiffe registriert, nachdem es am Vortag noch zwölf gewesen waren. Am Donnerstag waren es vier Commodity-Vessels. Zum Vergleich: D er langfristige Verkehr liegt deutlich höher; Reuters berichtet von einem Vorkriegsniveau von rund 125 täglichen Transits.
Damit bleibt die Situation für die globale Ölversorgung extrem angespannt. Hormus ist eine der wichtigsten Energieverkehrsrouten der Welt. Gleichzeitig gibt es weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen den Angaben der verschiedenen Seiten darüber, wie viele Schiffe tatsächlich passieren.
Für den Markt bedeutet das vor allem eines: Der Ölpreis bleibt unmittelbar an geopolitische Schlagzeilen gekoppelt.
Und genau hier wird es für die kommende Woche besonders interessant.
Auf der einen Seite sehen wir weiterhin Angriffe der Huthi auf Saudi-Arabien und eine extrem eingeschränkte Schifffahrt durch Hormus. Auf der anderen Seite gibt es erstmals wieder deutlichere diplomatische Signale.
Iran hat am Wochenende über seinen Sicherheitschef Bedingungen für eine erneute Aufnahme von Verhandlungen mit den USA übermittelt. Genannt wurden unter anderem ein Ende des Krieges an allen Fronten, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und ein Ende der US-Seeblockade. Gleichzeitig laufen laut iranischen Angaben Gespräche über Vermittler aus Katar und Pakistan, während Teheran auf eine Reaktion von Donald Trump wartet.
Auch Donald Trump hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, dass er auf ein baldiges Ende des Krieges hoffe.
Das ist für die Märkte deshalb interessant, weil eine tatsächliche diplomatische Entspannung einen sehr starken Effekt auf den Ölpreis haben könnte. Sollte sich die Situation in Richtung einer belastbaren Vereinbarung bewegen und gleichzeitig der Schiffsverkehr durch Hormus wieder deutlich zunehmen, könnte der Markt einen erheblichen Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem Ölpreis herausnehmen.
Das wäre wiederum potenziell positiv für Risk Assets: Sinkende Energiepreise würden den Inflationsdruck reduzieren und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit weiterer geldpolitischer Straffung verringern.
Allerdings sind wir davon aktuell noch weit entfernt. Die Huthi greifen weiterhin Saudi-Arabien an, Hormus bleibt massiv eingeschränkt und auch der Konflikt zwischen Israel, Iran und den USA ist nicht beendet.
Daher würde ich die aktuellen diplomatischen Signale noch nicht als Deeskalation bezeichnen. Vielmehr handelt es sich um einen ersten möglichen Ansatzpunkt für Verhandlungen, während gleichzeitig die militärische Eskalation weiterläuft.
Für mich bleibt deshalb die wichtigste Frage der kommenden Woche:
Fällt Öl weiter, weil sich die geopolitische Situation tatsächlich entspannt, oder sehen wir lediglich eine kurzfristige Korrektur innerhalb eines weiterhin extrem angespannten Umfelds?
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Russland und Ukraine
Auch zwischen Russland und der Ukraine bleibt die Lage angespannt.
Besonders relevant war am Wochenende der groß angelegte ukrainische Drohnenangriff auf die Region Moskau. Reuters berichtet von dem bislang größten gemeldeten ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau. Russische Behörden meldeten mehr als 1.600 abgefangene Drohnen, darunter rund 450 im Raum Moskau. Zudem wurde eine Ölraffinerie beschädigt und es gab Todesopfer in der Region.
Zeitgleich fanden in Russland die Parlamentswahlen statt. Die russischen Behörden meldeten zudem Angriffe auf Wahlsysteme und Kommunikationsinfrastruktur.
Damit bleibt auch dieser Konflikt ein potenzieller Risikofaktor für die europäischen Märkte. Besonders relevant ist dabei weniger die kurzfristige Reaktion einzelner Aktienindizes als die mögliche Auswirkung auf Energiepreise, Infrastruktur und die europäische Risikowahrnehmung.
Sollten wir hier in den kommenden Tagen weitere Eskalationen sehen, könnte das insbesondere den europäischen Aktienmarkt stärker belasten.
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USA und China
Auch zwischen den USA und China steht eine interessante Woche bevor.
US-Finanzminister Scott Bessent und der chinesische Vizepremier He Lifeng sollen sich zu Gesprächen treffen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Handel, künstliche Intelligenz und weitere wirtschaftspolitische Themen. Kurz darauf soll Donald Trump den chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington empfangen.
Besonders interessant sind dabei die möglichen Vereinbarungen im Energiebereich. Die USA und China diskutieren über eine Reduzierung beziehungsweise Abschaffung des chinesischen 15-Prozent-Zolls auf US-LNG. Teil eines größeren Pakets könnten außerdem weitere Zollsenkungen im Umfang von rund 30 Milliarden US-Dollar sowie Vereinbarungen zu Energie und Landwirtschaft sein.
Darüber hinaus spielen kritische Rohstoffe beziehungsweise Rare Earths eine wichtige Rolle. Gerade bei diesen Materialien besteht weiterhin eine hohe strategische Abhängigkeit der USA von China.
Auch das Thema KI rückt immer stärker in den Mittelpunkt der amerikanisch-chinesischen Beziehungen. Trump kündigte zuletzt zudem die Einrichtung einer neuen AI-Force beziehungsweise die Ernennung eines sogenannten „AI Czar“ an.
Damit haben wir für diese Woche neben der Geopolitik im Nahen Osten einen weiteren potenziell marktbewegenden Faktor: USA-China-Verhandlungen mit den Themen Handel, Energie, KI und kritische Rohstoffe.
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Fundamentale Wirtschaftsdaten für die Woche KW39
Fundamental ist die kommende Woche im Vergleich zu den vergangenen Wochen deutlich ruhiger.
Wir hatten zuletzt PPI, CPI, NFP und das FOMC-Meeting. Diese Woche fehlen dagegen die ganz großen Inflations- und Arbeitsmarktdaten.
Montag
Zum Wochenstart ist der Kalender relativ leer. Im Fokus steht vor allem eine Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Insgesamt erwarte ich deshalb einen eher ruhigen Wochenstart, sofern uns keine geopolitische Überraschung erreicht.
Dienstag
Auch am Dienstag bleibt der Kalender überschaubar.
Auf der Agenda stehen unter anderem der ADP Employment Change, wöchentliche Arbeitsmarktdaten sowie eine Rede von FOMC-Mitglied Williams.
Der ADP-Bericht liefert einen privaten Indikator für die Entwicklung der Beschäftigung in den USA. Er ist allerdings nicht mit dem offiziellen NFP-Bericht gleichzusetzen und dürfte diese Woche entsprechend nicht die gleiche Marktrelevanz besitzen wie die großen Arbeitsmarktdaten der vergangenen Wochen.
Mittwoch
Am Mittwoch wird es etwas interessanter.
Aus Europa kommen die HCOB Eurozone Manufacturing und Services PMIs. Die Einkaufsmanagerindizes liefern einen relativ zeitnahen Einblick in die wirtschaftliche Aktivität. Werte über 50 signalisieren dabei grundsätzlich eine Expansion, Werte unter 50 eine Kontraktion.
Aus den USA folgen die S&P Global Manufacturing und Services PMIs.
Zusätzlich stehen die US-Rohöllagerbestände auf der Agenda. Gerade aufgrund der aktuellen geopolitischen Situation können die Crude Oil Inventories für den Ölpreis interessant werden.
Daneben sprechen mehrere EZB-Vertreter, unter anderem Philip Lane.
Donnerstag
Am Donnerstag stehen unter anderem eine Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel und das Economic Bulletin der EZB auf der Agenda.
Für die USA kommen die Initial Jobless Claims sowie die New Home Sales.
Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bleiben insbesondere deshalb interessant, weil der US-Arbeitsmarkt momentan einer der zentralen Faktoren für den weiteren Fed-Zinspfad ist.
Freitag
Zum Wochenschluss stehen die Durable Goods Orders sowie die Michigan Inflation Expectations für ein und fünf Jahre auf der Agenda.
Gerade die Inflationserwartungen können für die Fed relevant sein, da eine Entankerung der Inflationserwartungen den Druck auf die Notenbank erhöhen würde, länger restriktiv zu bleiben.
Insgesamt bleibt aber festzuhalten:
Diese Woche haben wir fundamental keinen Termin, der von seiner Bedeutung mit CPI, PCE, NFP oder FOMC vergleichbar wäre.
Die größere Volatilität dürfte daher eher durch geopolitische Headlines, Ölpreisbewegungen, Renditen und den Monats- beziehungsweise Quartalsultimo entstehen.
Nächste Woche wird es dagegen wieder deutlich interessanter. Dann stehen unter anderem die PCE-Preisdaten, insbesondere Core PCE, sowie anschließend die NFP-Daten im Fokus. Diese Daten dürften für den weiteren Fed-Zinspfad deutlich wichtiger werden.
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Fed und EZB im Überblick
Beginnen wir mit der Federal Reserve.
Das FOMC-Meeting der vergangenen Woche war aus meiner Sicht klar restriktiv. Die Fed erhöhte den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Gleichzeitig signalisiert der aktuelle Dot Plot, dass 16 von 18 FOMC-Mitgliedern mindestens eine weitere Zinserhöhung im Jahr 2026 erwarten.
Das ist natürlich ein schwieriges Umfeld für Risk Assets.
Nach den aktuellen von mir beobachteten FedWatch-Wahrscheinlichkeiten wird für Oktober derzeit mit rund 42,4 Prozent Wahrscheinlichkeit ein unveränderter Zinssatz und mit 57,6 Prozent Wahrscheinlichkeit eine weitere Zinserhöhung eingepreist.
Für Dezember liegen die Wahrscheinlichkeiten bei etwa 9,9 Prozent für einen unveränderten Zinssatz, 46,0 Prozent für weitere 25 Basispunkte und 44,1 Prozent für sogar 50 Basispunkte.
Damit wird aus Marktsicht weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit für mindestens eine weitere Zinserhöhung bis Jahresende eingepreist.
Bei der EZB ergibt sich nach den aktuellen von mir beobachteten Markterwartungen ein ähnliches Bild.
Für Oktober werden derzeit rund 33 Prozent Wahrscheinlichkeit für einen unveränderten Zinssatz und 67 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.
Für Dezember liegen die Erwartungen bei rund 3,3 Prozent für einen unveränderten Zinssatz, 36,4 Prozent für 25 Basispunkte und 60,3 Prozent für 50 Basispunkte.
Damit wird auch bei der EZB derzeit eine weitere Straffung bis zum Jahresende in erheblichem Umfang eingepreist.
Der entscheidende Punkt bleibt für mich aber die Verbindung zwischen Öl und Geldpolitik.
Solange Öl in der Nähe von 100 US-Dollar bleibt, bleibt die Inflationsproblematik bestehen. Sollte sich die geopolitische Situation dagegen tatsächlich entspannen und Öl nachhaltig deutlich zurückfallen, könnte der Markt sehr schnell beginnen, eine weniger restriktive Geldpolitik einzupreisen.
Genau deshalb ist der Ölpreis aktuell wahrscheinlich der wichtigste externe Faktor für die Bewertung von Aktien.
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Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil hatte am Freitag einen sehr starken Rückgang von rund 5,67 Prozent und schloss im Bereich von 95,50 US-Dollar.
Für die kommende Woche bleibt die geopolitische Lage der entscheidende Treiber.
Sollten wir weitere Entspannungssignale sehen, würde ich auf der Short-Seite zunächst folgende Bereiche beobachten:
99,00 US-Dollar
98,70 US-Dollar
97,20 US-Dollar
Das sind für mich die relevanten Bereiche für mögliche Reaktionen beziehungsweise Retests nach oben.
Auf der Unterseite liegen die ersten wichtigen Unterstützungen bei:
93,64 US-Dollar
und
91,70 US-Dollar.
Unterhalb dieser Bereiche würden für mich anschließend die 87,80 US-Dollar und 86,35 US-Dollar interessant werden.
Dabei gilt weiterhin: Diese Levels funktionieren nur in Verbindung mit der geopolitischen Situation. Eine neue Eskalation kann den gesamten technischen Aufbau innerhalb weniger Stunden über den Haufen werfen.
Sollte es dagegen zu einer tatsächlichen Entspannung im Nahen Osten kommen und der Ölpreis nachhaltig unter 90 US-Dollar fallen, wäre das für mich einer der wichtigsten potenziellen positiven Katalysatoren für die Aktienmärkte.
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Staatsanleihen
Bei den Staatsanleihen sehen wir im September weiterhin ein sehr interessantes Bild:
* 3-jährige Staatsanleihen: rund +10 Prozent
* 5-jährige Staatsanleihen: rund +8,7 Prozent
* 10-jährige Staatsanleihen: rund +5 Prozent
* 30-jährige Staatsanleihen: rund +1,6 Prozent
Der Hintergrund liegt für mich vor allem in der Neubewertung des zukünftigen Zinspfades nach dem FOMC.
Die Fed signalisiert weiterhin eine restriktive Geldpolitik, während gleichzeitig die Inflation durch Energiepreise und andere Faktoren erhöht bleibt.
Das erklärt auch, warum insbesondere der US-Dollar und die Renditen zuletzt deutlich stärker geworden sind.
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DXY
Beim DXY hatten wir auf Wochenbasis ebenfalls ein sehr starkes Bild.
Der Dollar konnte rund 1,14 Prozent zulegen und zeitweise die 100,50 testen.
Dort kam es zunächst zu einer stärkeren Ablehnung.
Für mich bleibt in der kommenden Woche deshalb entscheidend, ob der DXY seine Stärke oberhalb der psychologisch wichtigen 100er-Marke verteidigen kann.
Sollten wir signifikant unter 100 fallen, wäre zunächst der Bereich um 99,50 interessant.
Bleibt der DXY dagegen über 100 und kann erneut in Richtung 100,50 bis 100,60 laufen, würde das die aktuelle Dollarstärke bestätigen.
Solange sich geopolitisch nichts Extremes verändert, bleibt der hawkische Fed-Ausblick dabei der wichtigste fundamentale Rückenwind für den Dollar.
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VIX
Beim VIX sehen wir dagegen weiterhin ein relativ entspanntes Bild.
Auf Wochenbasis hatten wir eine deutliche Schwankungsbreite zwischen ungefähr 19 und 14,8 Punkten.
Aktuell notieren wir wieder bei rund 14,8 und damit deutlich unter der Marke von 20.
Das zeigt für mich, dass trotz der geopolitischen Risiken aktuell keine außergewöhnliche Stressphase im US-Aktienmarkt eingepreist wird.
Natürlich kann sich das bei einer geopolitischen Eskalation sehr schnell ändern.
Aktuell bleibt der Volatilitätsindex aber vergleichsweise ruhig.
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Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia hatten wir ebenfalls eine freundliche Woche.
Auf Wochenbasis konnten wir rund 1,85 Prozent zulegen und das wichtige Tief im Bereich von 208 US-Dollar erfolgreich verteidigen.
Mein Bias bleibt deshalb unverändert.
Solange Nvidia oberhalb von 217 US-Dollar bleibt, sehe ich weiterhin Potenzial in Richtung:
230 US-Dollar
und anschließend
236 US-Dollar.
Das wären für mich die nächsten relevanten Bereiche auf der Oberseite beziehungsweise der Weg zurück in Richtung neuer Allzeithochs.
Ich bleibe hier entsprechend long orientiert.
Erst ein signifikanter Bruch unter die 207 US-Dollar würde dieses Szenario für mich verändern.
In diesem Fall würden anschließend die Bereiche um 200 und 198 US-Dollar wieder interessant werden.
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Bitcoin
Bei Bitcoin hatten wir am Freitag ebenfalls eine sehr starke Bewegung nach oben. Der Anstieg stand dabei auch im Zusammenhang mit dem weiterhin starken institutionellen Interesse und dem Thema Tokenisierung digitaler Assets.
Trotz der starken Bewegung konnte Bitcoin allerdings das relevante Hoch nicht nachhaltig herausnehmen.
Und genau deshalb bleibe ich hier weiterhin an der Seitenlinie.
Auf Wochenbasis haben wir für meinen Trading-Stil weiterhin eine relativ unsaubere Struktur. Hochs und Tiefs werden immer wieder abgeholt, ohne dass sich daraus ein klarer Trend entwickelt.
Für mich sind deshalb momentan zwei Bereiche besonders interessant:
Auf der Oberseite der Bereich um 83.000 bis 84.000 US-Dollar.
Auf der Unterseite ein möglicher Retest in Richtung 74.600 US-Dollar.
Dazwischen sehe ich aktuell keinen besonders attraktiven Bereich für mich.
Ich bleibe deshalb geduldig und warte lieber auf eine klare Reaktion an einem dieser Preisbereiche.
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S&P 500
Beim S&P 500 hatten wir ebenfalls eine gemischte Woche.
Zwischendurch gab es deutliche Abgaben, trotzdem konnte der Index die Woche mit einem Plus von rund 0,7 Prozent beenden. Vor allem Donnerstag und Freitag konnten den Markt wieder stabilisieren.
Für mich ist jetzt zunächst die 7.700er-Marke entscheidend.
Sollten wir uns oberhalb von 7.700 etablieren und das Momentum beibehalten, bleibe ich zunächst long orientiert.
Die nächsten Ziele liegen dann bei:
7.767
und
7.781 Punkten.
Sollten wir dagegen wieder unter 7.700 fallen, liegt der nächste relevante Support zunächst bei 7.675 und anschließend bei 7.650 Punkten.
Grundsätzlich wäre ich beim S&P 500 in der kommenden Woche aber vorsichtig mit zu aggressiven Trendannahmen.
Wir haben keinen großen CPI-, PCE-, NFP- oder FOMC-Termin vor uns. Dadurch besteht durchaus die Gefahr eines klassischen Ranging Markets.
Gleichzeitig befinden wir uns am Monats- und Quartalsende, wodurch zusätzliche Rebalancing-Flows entstehen können.
Geopolitische Headlines bleiben dabei natürlich der große Unsicherheitsfaktor.
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Nasdaq 100
Beim Nasdaq 100 konnten wir auf Wochenbasis rund 0,32 Prozent zulegen.
Vor allem Donnerstag und Freitag konnten die Käufer den Markt wieder stabilisieren.
Der Nasdaq schloss zuletzt im Bereich von 29.654 Punkten.
Für mich bleibt die 29.500er-Marke entscheidend.
Solange wir darüber bleiben und anschließend das September-Hoch bei ungefähr 29.755 Punkten herausnehmen, liegt das nächste Ziel bei:
30.000 Punkten
und anschließend
30.250 Punkten.
Sollten wir dagegen wieder unter 29.500 fallen, wäre zunächst die 29.000er-Marke interessant.
Darunter würde ich anschließend auch den Bereich um 28.700 Punkte beobachten.
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US30
Der US30 war unter den großen US-Indizes in der vergangenen Woche mit Abstand der schwächste.
Auf Wochenbasis verloren wir rund 1,43 Prozent.
Aktuell befinden wir uns allerdings an einem für mich interessanten Preisbereich.
Ich würde hier trotzdem nicht blind Long gehen.
Vielmehr würde ich zunächst tiefere Retests abwarten.
Sollten wir nochmals unter 51.500 Punkte fallen, sehe ich einen möglichen Retest in Richtung:
51.000
und im Idealfall sogar
50.500 Punkte.
Gerade der Bereich zwischen 50.000 und 50.500 Punkten wäre für mich langfristig interessant, um wieder stärker auf der Käuferseite aktiv zu werden.
Dafür möchte ich allerdings zunächst eine klare Reaktion sehen.
Idealerweise eine starke bullische Wochenkerze beziehungsweise einen klaren Weekly Close, der zeigt, dass die Käufer tatsächlich wieder in den Markt zurückkehren.
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DAX
Kommen wir abschließend zu unserem DAX.
Hier hatten wir am Freitag einen ausgesprochen schwachen Handelstag.
Der DAX verlor rund 1,19 Prozent beziehungsweise knapp 300 Punkte und schloss bei ungefähr 25.327 Punkten.
Damit haben wir nicht nur unterhalb der 25.500er-Marke geschlossen, sondern auch eine bearishe Wochenkerze ausgebildet.
Vom Allzeithoch sind wir mittlerweile rund 5,5 Prozent gefallen.
Und genau deshalb wird der DAX für mich jetzt zunehmend interessant.
Ich hatte bereits in den vergangenen Ausblicken darauf hingewiesen, dass wir nach einer Korrektur von rund fünf bis sechs Prozent langsam wieder in einen Bereich kommen, in dem ich verstärkt nach langfristig interessanten Long-Setups Ausschau halte.
Dabei sind für mich zunächst zwei Preisbereiche entscheidend.
Der erste Bereich liegt ungefähr bei 25.170 bis 25.140 Punkten.
Hier treffen mehrere technische Faktoren aufeinander, unter anderem das aktuelle Wochentief der KW38 sowie ein historisch relevanter Schlusskursbereich.
Darunter wird für mich erst die 25.000er-Marke interessant.
Das ist eine psychologisch wichtige runde Marke und gleichzeitig ein Bereich, in dem ich mir eine stärkere Reaktion der Käufer vorstellen kann.
Sollten beide Bereiche nicht halten, würde ich mit Long-Einstiegen zunächst vorsichtiger werden.
Dann würde für mich erst wieder der Bereich um 24.500 Punkte interessant werden.
Das wäre bereits eine deutlich größere Korrektur und würde das kurzfristige Marktbild entsprechend weiter eintrüben.
Auf der anderen Seite bleibt das übergeordnete bullishe Szenario für mich weiterhin intakt, sofern der DAX relativ schnell wieder Stabilität zurückgewinnt.
S ollten wir zu Beginn der Woche wieder deutlich über 25.500 Punkte steigen und uns dort stabilisieren, bleibt für mich die 26.000er-Marke weiterhin das übergeordnete Ziel.
Damit ist der DAX aktuell für mich an einem wirklich interessanten Punkt.
Wir haben einerseits eine deutliche Korrektur vom Allzeithoch und damit eine zunehmend interessante Bewertungszone.
Auf der anderen Seite haben wir eine weiterhin restriktive Fed, hohe Ölpreise, steigende Renditen und geopolitische Risiken.
Deshalb möchte ich hier nicht einfach blind in fallende Kurse kaufen.
Ich möchte eine Reaktion an den genannten Levels sehen.
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Fazit
Lange Rede, kurzer Sinn: Die Ausgangslage für die KW39 ist aus meiner Sicht extrem interessant, gleichzeitig aber auch schwer zu handeln.
Auf der einen Seite haben wir eine weiterhin sehr restriktive Federal Reserve. Das FOMC hat die Zinsen in der vergangenen Woche erhöht und signalisiert weitere mögliche Zinsschritte. Gleichzeitig bleiben die Renditen hoch und der Dollar konnte deutlich an Stärke gewinnen.
Auf der anderen Seite haben wir den Ölpreis als entscheidenden Joker.
Sollte sich die geopolitische Situation im Nahen Osten tatsächlich weiter entspannen, könnten wir bei Öl eine deutlich stärkere Abwärtsbewegung sehen. Das würde den Inflationsdruck reduzieren und könnte mittel- bis langfristig auch den Zinspfad der Notenbanken verändern.
Genau deshalb ist die Entwicklung im Nahen Osten für mich aktuell wichtiger als nahezu jeder andere kurzfristige fundamentale Faktor.
Die diplomatischen Signale zwischen Iran, den USA, Katar und Pakistan sind dabei interessant. Gleichzeitig greifen die Huthi weiterhin Saudi-Arabien an und der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus liegt weiterhin massiv unter dem normalen Niveau.
Sollte hier tatsächlich eine nachhaltige Lösung entstehen, könnte das für Risk Assets ein erhebliches Entlastungssignal darstellen.
Bleibt die geopolitische Lage dagegen angespannt oder eskaliert sie weiter, könnte Öl erneut deutlich steigen und damit genau den gegenteiligen Effekt auf Inflation, Renditen und Aktienmärkte ausüben.
Für die Aktienmärkte selbst erwarte ich in dieser Woche grundsätzlich eher ein Umfeld, in dem wir stärker auf technische Levels und kurzfristige Headlines achten müssen. Die ganz großen fundamentalen Volatilitätstreiber wie CPI, PCE, NFP oder FOMC fehlen in dieser Woche.
Zusätzlich befinden wir uns am Ende des dritten Quartals. Rebalancing, institutionelle Orderflows und Gewinnmitnahmen können deshalb ebenfalls eine größere Rolle spielen.
Beim DAX bin ich nach dem Rückgang von rund 5,5 Prozent vom Allzeithoch langsam wieder deutlich interessierter an der Long-Seite. Entscheidend ist für mich aber die Reaktion im Bereich von 25.170 bis 25.000 Punkten. Hält dieser Bereich und kommen Käufer zurück, bleibt für mich die 26.000er-Marke als übergeordnetes Ziel bestehen.
Sollte dagegen auch dieser Bereich brechen, würde ich mich zunächst zurückhalten und erst im Bereich um 24.500 Punkte wieder nach einem größeren Long-Setup Ausschau halten.
Die konkreten FOMC-Szenarien sowie die Entwicklung von NFP, PPI, CPI und PCE habe ich im aktuellen Wochenausblick bereits ausführlich dargestellt und ein separates Video aufgenommen – schaut dort gerne noch einmal rein.
Damit wünsche ich allen einen erfolgreichen und vor allem strukturierten Start in die neue Handelswoche.
Das stellt wie immer keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung dar.
Ich wünsche allen stabile Trades und einen guten Start in die neue Handelswoche.
XAUUSD — 4400 ist die Falle Zone XAUUSD — 4400 ist die Falle Zone
Gold hat uns eine chaotische Woche beschert, aber die Geschichte ist eigentlich ziemlich klar.
Früher in der Woche hatten die Verkäufer die Kontrolle, nachdem der Preis es nicht geschafft hatte, die höhere Spanne zu halten. Jeder Aufschwung wurde verkauft, und Gold driftete weiter in Richtung des Rabattbereichs. Dann sahen wir, wie der Markt die Zone 4.235 - 4.280 verteidigte, was zu einer kurzfristigen Erholung gegen Ende der Woche führte.
Aber hier ist der Teil, den ich nicht ignorieren möchte.
Diese Erholung drängt nun direkt in einen bärischen Milderungsbereich um 4.390 - 4.410. Dort könnten gefangene Käufer aus dem vorherigen Zusammenbruch wieder auf Verkäufer treffen. Darüber liegt die stärkere HTF-Versorgungszone um 4.445 - 4.465. Obwohl Gold sich gut von den Tiefs erholt hat, ist die größere Struktur noch nicht vollständig repariert.
In einfacher SMC-Sprache: Gold hat niedrigere Liquidität durchbrochen, sich vom Rabatt erholt und testet nun eine Zone, in der Verkäufer den Trend verteidigen könnten.
Der aktuelle Preis um 4.378 liegt in der Mitte. Nicht günstig genug, um zu kaufen. Nicht hoch genug, um blind zu verkaufen. Deshalb ist Geduld hier wichtig.
Meine Hauptansicht bleibt bärisch, solange Gold unter 4.410 - 4.465 bleibt.
Wenn der Preis von der bärischen Milderungszone abgelehnt wird, erwarte ich einen Rückzug in Richtung des Bullish OB um 4.295 - 4.310. Diese Zone ist wichtig. Wenn Käufer sie verteidigen, kann Gold einen weiteren Aufschwung aufbauen. Aber wenn der Preis unter dieses OB fällt, wird die nächste Verkaufsseite-Liquidität um 4.260 - 4.235 wieder freigelegt.
Damit Bullen die wirkliche Kontrolle übernehmen, muss Gold über 4.465 brechen und halten. Ohne das sieht jede Bewegung in die Versorgung immer noch wie eine mögliche Falle aus.
Wichtige Preiszonen zum Beobachten
Aktueller Preisbereich: 4.378
Bärische Milderungszone: 4.390 - 4.410
HTF-Versorgungszone: 4.445 - 4.465
Hauptreaktionsunterstützung: 4.295 - 4.310
Niedrigere Verkaufsseite-Liquidität: 4.260 - 4.235
Bullische Bestätigung: sauberer Bruch über 4.465
Ungültigkeit für bärische Sicht: starker Schluss über 4.465
Im Moment lese ich dies als eine Erholung in den Widerstand, noch keine saubere bullische Umkehr.
Glauben Sie, dass Gold zuerst von 4.400 abgelehnt wird oder in die HTF-Versorgung drängt, bevor es fällt?
XAUUSD 45M | Bullishe Struktur in Richtung oberer WiderstandszonGold zeigt im 45-Minuten-Chart eine konstruktive Struktur, nachdem der Kurs aus der unteren Unterstützungszone zurückgekommen ist. Dabei wurden höhere Tiefs gebildet, während der Kurs weiterhin oberhalb der markierten Unterstützungsbereiche liegt.
Der Chart zeigt einen möglichen weiteren Anstieg in Richtung der oberen Widerstandszone bei etwa 4.505–4.516.
Wichtige Bereiche:
Einstiegsbereich: 4.382
Ungültigkeitsbereich: unter 4.354
Zielzone: 4.505–4.516
Zwischenwiderstand: 4.405–4.420
Unterstützungszone: 4.315–4.335
Die dargestellte Struktur bleibt intakt, solange der Kurs die markierte Unterstützung hält. Ein nachhaltiger Rückgang unter 4.354 würde das aktuelle Szenario abschwächen.
Heute wird ein vollständiger Test der Marke von 4350 erwartet.Heute wird ein vollständiger Test der Marke von 4350 erwartet.
Gold durchlief gestern zwei deutlich unterschiedliche Marktphasen.
Die heutige Erholung sieht eher nach einer kurzfristigen Kursbewegung als nach einer Trendwende aus.
Solange der Kurs nicht dauerhaft über 4350 liegt, sollten Sie der Rallye nicht hinterherjagen.
Warsh wies deutlich darauf hin, dass die Inflation zu hoch und zu lang anhält. Dies signalisiert dem Markt, dass die Inflation weit verbreitet und endogen ist – das Problem lässt sich also nicht über Nacht lösen.
Technische Analyse:
Der Bereich von 4234 bis 4250 stellt die letzte Verteidigungslinie für die Bullen dar.
Die heutige Kursentwicklung entspricht weitgehend der im gestrigen Artikel beschriebenen Handelsstrategie: Warten Sie, bis sich der Kurs um 4270–4280 stabilisiert hat, bevor Sie Long-Positionen eingehen, und setzen Sie einen Stop-Loss unter 4250.
Gold erlebt aktuell eine starke Erholung, und die Logik für den Intraday-Handel ist klar:
1: Warten Sie, bis der Kurs wieder auf ein niedrigeres Niveau fällt, bevor Sie Long-Positionen eingehen.
2. Solange der Kurs über 4300 bleibt, sollten Sie eine Long-Position halten.
3. Auf der Unterseite gilt der Bereich von 4239–4250 technisch gesehen als letzte Verteidigungslinie der Bullen.
4. Der entscheidende Wendepunkt liegt im Bereich von 4340–4360. Nur ein deutlicher Schlusskurs über diesem Bereich kann die kurzfristige Abwärtsbewegung durchbrechen; andernfalls handelt es sich bei der heutigen Erholung lediglich um eine „Bullenfalle“.
Bärenstrategie: Sollte der Kurs im Bereich von 4360–4380 wiederholt auf Widerstand stoßen und diesen nicht effektiv durchbrechen, erwägen Sie den Aufbau einer kleinen Short-Position: Stop-Loss über 4390, Kursziel 4320–4300.
Diese Strategie spekuliert auf das Ende der Erholung und eine Rückkehr zu einem schwächeren Markt.
Die heutige Erholung sieht eher nach einer kurzfristigen Kursbewegung als nach einer Trendumkehr aus.
Solange der Kurs nicht dauerhaft über 4350 liegt, sollte man der Rallye nicht hinterherjagen.
Gold gewinnt wichtige Unterstützung zurück – Aufwärtsstruktur imGold zeigt im 45-Minuten-Chart eine konstruktive Struktur. Der Kurs hat auf den unteren Unterstützungsbereich reagiert und bewegt sich aktuell um 4.346.
Die markierte Zone bei 4.325–4.350 ist der wichtige Bereich, den es zu beobachten gilt. Solange diese Zone gehalten wird, bleibt die dargestellte Aufwärtsstruktur intakt. Der nächste größere Widerstandsbereich liegt bei 4.430–4.450.
Wichtige Bereiche:
Einstiegs-/Reaktionszone: 4.325–4.350
Zielbereich: 4.493
Risikoniveau / Ungültigkeitsbereich: unter 4.297
Zwischenwiderstand: 4.430–4.450
Die Analyse basiert auf der Reaktion an der Unterstützung, der Marktstruktur und dem im Chart eingezeichneten Kursverlauf. Ein nachhaltiger Rückgang unter das markierte Risikoniveau würde dieses Szenario abschwächen.
Gold Spot / US-Dollar — 45-Minuten-ChartXAU/USD zeigt eine Erholung aus dem unteren Nachfragebereich und bewegt sich wieder über die jüngste Konsolidierungszone.
📌 Chart-Struktur
Einstiegsbereich: 4.286,143
Stop-Level: 4.247,667
Zielbereich: 4.466,095
Risikobereich: ca. 38,5 Punkte
Potenzielle Bewegung: ca. 180 Punkte
Der Kurs hat im Bereich von 4.270–4.285 reagiert und bewegt sich nun zurück in Richtung 4.330–4.350, wo zuvor mehrere Preisreaktionen zu sehen waren.
Solange sich der Kurs oberhalb des Einstiegsbereichs stabil hält, liegt der nächste wichtige Beobachtungsbereich bei 4.466 und anschließend bei der oberen Angebotszone um 4.470–4.485.
XAUUSD 45M – Ablehnung an der WiderstandszoneGold notiert aktuell im Bereich von 4.326 auf dem 45-Minuten-Chart. Die markierte Widerstandszone bei 4.390–4.400 wurde mehrfach getestet, während der Bereich um 4.275–4.290 als wichtige Unterstützungszone erkennbar ist.
Nach der jüngsten Bewegung in den oberen Bereich kam es zu einer Ablehnung und anschließend zu einer Rückbewegung. Die eingezeichnete Struktur zeigt weiterhin eine mögliche Folge von tieferen Hochs, solange der Kurs unter dem nahen Widerstandsbereich bleibt.
Sollte die Zone 4.275–4.290 nachhaltig unterschritten werden, liegt die nächste wichtige Unterstützungszone im Bereich von 4.200–4.215.
Wichtige Bereiche:
Widerstand: 4.390–4.400
Aktueller Bereich: 4.326
Unterstützung: 4.275–4.290
Untere Unterstützungszone: 4.200–4.215
Die eingezeichnete Struktur dient als technisches Szenario. Die Reaktion des Preises an den markierten Zonen bleibt für die weitere Entwicklung entscheidend.
XAUUSD 1-Stunden-Chart | Trend · Historie · VerlängerungXAUUSD 1-Stunden-Chart | Trend · Historie · Verlängerung
📊 Die aktuelle Struktur des 1-Stunden-Charts bleibt bärisch. Nach einem Hoch nahe 4360 geriet der Kurs unter Abwärtsdruck, fiel anschließend unter 4250 und testete die Marke von 4235, bevor er sich rasch auf etwa 4270 erholte. Die jüngste Erholung wird hauptsächlich als Korrektur nach dem vorherigen Rückgang interpretiert und hat den schwachen Trend nicht verändert.
Details zur Kursbewegung: Widerstand bei 4360 → Durchbruch unter 4250 → Tief bei 4235 → Erholung auf 4270, aktuell Test des vorherigen Widerstands. Kurzfristig liegt der Fokus auf dem Bereich zwischen 4270 und 4300.
Sollte die Erholung den Durchbruch über die Marke von 4300 nicht schaffen und der Kurs erneut auf Widerstand stoßen, sollten die Unterstützungsmarken bei 4250 und 4235 genau beobachtet werden. Fällt der Kurs erneut unter 4250, könnte sich der Abwärtstrend fortsetzen. Sollte der Preis die Marke von 4300 $ durchbrechen und sich darüber halten, ist der Bereich zwischen 4310 $ und 4330 $ genau zu beobachten. Erst ein weiterer Ausbruch über das vorherige Hoch von 4360 $ würde eine Neubewertung des aktuellen Abwärtstrends erforderlich machen.
📌 Das vorherige Hoch lag bei 4360 $, das vorherige Tief bei 4235 $, und das aktuelle Erholungsniveau liegt bei etwa 4270 $. Das Tief von 4235 $ deutet klar darauf hin, dass sich der Goldpreis nach dem Rückgang aktuell in einer Erholungsphase befindet.
Widerstandsniveaus: 4300–4330 $, 4360 $
Unterstützungsniveaus: 4250 $, 4235 $
Makroökonomische Faktoren: Die Geldpolitik der US-Notenbank, der Dollar-Wechselkurs und die Renditen von US-Staatsanleihen werden die kurzfristigen Goldpreisschwankungen weiterhin beeinflussen. Gleichzeitig könnten geopolitische Spannungen und die Nachfrage nach sicheren Anlagen zu einer raschen Erholung des Goldpreises führen. Daher sollten Marktanalysen weiterhin primär auf wichtigen strukturellen Ausbrüchen basieren.
Analyseansatz: Zuerst den Trend, dann die Kursentwicklung betrachten. Steigen die Kurse, suchen Sie nach Widerstandsniveaus; fallen die Kurse, suchen Sie nach Unterstützungsniveaus. Werden die Widerstandsniveaus nicht durchbrochen, ist mit weiteren Kursrückgängen zu rechnen. Werden die Unterstützungsniveaus durchbrochen, kann sich der Abwärtstrend fortsetzen. Fallen die Kurse unter die vorherigen Höchststände, sollte der Trend neu bewertet werden.
DAX Tagesausblick 17.09.– FOMC liefert hawkishes Signal-Wo ShortFOMC liefert hawkishes Signal, Risk Assets bleiben trotzdem stabil
Guten Morgen zusammen,
der große Unsicherheitsfaktor der vergangenen Tage ist vorbei: Die Fed hat gestern die Zinsen wie erwartet um 25 Basispunkte angehoben. Überraschend war weniger der Zinsschritt selbst, sondern vielmehr die Kombination aus den neuen Projektionen, dem Dot Plot und der weiterhin klaren Fokussierung auf die Inflationsbekämpfung.
Fundamental ist das Umfeld damit zunächst deutlich restriktiver geworden. Gleichzeitig zeigen die Risk Assets bislang eine erstaunliche Stabilität. Genau diese Diskrepanz zwischen einem hawkisheren Zinsumfeld und der relativ robusten Marktreaktion wird heute für mich entscheidend sein.
Agenda:
* Geopolitische Lage
* Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
* FOMC – Zinsentscheidung, Projektionen, Dot Plot und Pressekonferenz
* Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
* EZB Watch & Fed Watch
* Märkte und Korrelationen im Überblick
* Risk Assets im Überblick
* DAX Tagesausblick
* Fazit
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Geopolitische Lage
Naher Osten
Im Nahen Osten bleibt die Lage weiterhin angespannt. Neben dem Konflikt zwischen Israel, Iran und den USA rückt insbesondere die erneute Eskalation zwischen Saudi-Arabien und den Houthis in den Fokus.
Reuters berichtet über weitere Drohnen- und Raketenangriffe der Houthis auf saudisches Gebiet sowie über saudische Luftangriffe im Jemen. Gleichzeitig bleibt die Situation rund um die Öl-Infrastruktur und die Transportwege im Nahen Osten ein wesentlicher Faktor für den Ölpreis.
Auf der anderen Seite gibt es erste Signale, die zumindest kurzfristig für eine Entspannung beim Öl sprechen. Saudi-Arabien bietet zusätzliche Öllieferungen über Oman an, wodurch sich die unmittelbaren Sorgen über eine Angebotsverknappung etwas reduziert haben. Brent ist entsprechend deutlich von den jüngsten Hochs zurückgekommen.
Für die Märkte bleibt damit die entscheidende Frage: Entwickelt sich aus den geopolitischen Spannungen ein längerfristiger Angebotsschock beim Öl oder gelingt eine Stabilisierung der Versorgungslage? Genau das dürfte auch für die weitere Inflationsentwicklung und damit für die Notenbanken relevant bleiben.
USA und China
Daneben bleibt auch das Verhältnis zwischen den USA und China ein geopolitischer Risikofaktor. Im Mittelpunkt stehen die bevorstehenden Gespräche zwischen Donald Trump und Xi Jinping sowie insbesondere die Taiwan-Frage. Reuters berichtet, dass US-Verbündete in Asien mit Blick auf die anstehenden Gespräche genau beobachten, welche Position die US-Regierung hierzu einnehmen wird.
Für den heutigen DAX sehe ich dieses Thema allerdings eher als übergeordneten Risikofaktor und nicht als den entscheidenden Intraday-Treiber.
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Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Neben dem FOMC hatten wir gestern einige sehr relevante US-Konjunkturdaten.
Bei den Core Retail Sales kamen wir auf +1,4 % gegenüber erwarteten +0,6 % und zuvor -0,2 %.
Die Retail Sales MoM lagen bei +1,2 % gegenüber erwarteten +0,8 % und zuvor -0,5 %.
Das ist zunächst einmal ein sehr starkes Signal für die US-Konjunktur. Der private Konsum zeigt sich wesentlich robuster als erwartet. Reuters berichtet entsprechend, dass mehrere Ökonomen ihre Wachstumserwartungen für das dritte Quartal nach oben angepasst haben.
Für Risk Assets ist das allerdings nicht ganz so eindeutig positiv, wie es auf den ersten Blick wirkt.
Eine starke US-Wirtschaft ist grundsätzlich positiv für Unternehmensgewinne und Wachstum. Gleichzeitig bedeutet eine robuste Nachfrage bei weiterhin hoher Inflation aber auch: Die Fed bekommt weniger Spielraum für schnelle Zinssenkungen.
Und genau das war gestern das zentrale Thema.
Zusätzlich stiegen die US-Importpreise um 0,7 % im Monatsvergleich und 7,0 % auf Jahressicht. Damit kommt von der Inflationsseite ebenfalls kein Signal für eine schnelle Lockerung.
Bei den Crude Oil Inventories lag der Rückgang bei rund -0,64 Mio. Barrel, während -1,6 Mio. Barrel erwartet wurden. Damit fiel der Abbau der Lagerbestände schwächer aus als erwartet. Auch das hat kurzfristig zusätzlichen Druck auf den Ölpreis erzeugt.
Daneben standen unter anderem Aussagen von EZB-Vertretern und Christine Lagarde auf der Agenda. Insgesamt bleibt auch bei der EZB das Thema Inflation relevant. Die EZB hatte erst in der vergangenen Woche die Zinsen um 25 Basispunkte angehoben und dabei auf die anhaltenden Inflationsrisiken durch die Energiepreise verwiesen.
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FOMC
Und damit kommen wir zum absoluten Main Part des gestrigen Tages.
Interest Rate Decision
Die Fed hat den Leitzins wie erwartet um 25 Basispunkte auf 3,75–4,00 % angehoben.
Die Entscheidung erfolgte einstimmig mit 12 zu 0 Stimmen. Es war gleichzeitig die erste Zinserhöhung der Fed seit 2023.
Der Zinsschritt selbst war also keine Überraschung. Genau deshalb war für mich – wie bereits im Wochenausblick beschrieben – viel wichtiger, was danach kommt.
Und hier wurde es deutlich interessanter.
FOMC Economic Projections
Bei den neuen Projektionen hat sich das Bild gegenüber Juni deutlich verändert.
Die Median-Projektion für die Federal Funds Rate liegt jetzt bei:
* 2026: 4,1 %
* 2027: 4,1 %
* 2028: 3,9 %
* 2029: 3,6 %
* langfristig: 3,2 %
Zum Vergleich: Im Juni lag die Median-Projektion für 2026 noch bei 3,8 %, für 2027 bei 3,6 % und für 2028 bei 3,4 %.
Das ist für mich einer der wichtigsten Punkte des gesamten Meetings.
Die Fed signalisiert damit nicht nur einen weiteren möglichen Zinsschritt im Jahr 2026. Noch wichtiger ist, dass die Zinsen anschließend länger auf erhöhtem Niveau bleiben könnten.
Für 2027 liegt die Median-Projektion weiterhin bei 4,1 %. Das bedeutet vereinfacht gesagt: Der Markt bekommt hier nicht das klassische Signal „wir erhöhen einmal und senken danach schnell wieder“, sondern vielmehr ein Szenario mit länger restriktiver Geldpolitik.
Auch die Inflationsprojektionen wurden angehoben:
Die Fed sieht die PCE-Inflation 2026 bei 3,7 %, nach 3,6 % in der Juni-Projektion.
Die Core-PCE-Inflation wird für 2026 jetzt bei 3,4 % gesehen, nach 3,3 % im Juni.
Damit bleibt die Inflation deutlich über dem 2-%-Ziel.
Gleichzeitig ist interessant, dass die Fed ihre Wachstumserwartungen für 2026 auf 2,3 % angehoben hat, während die Arbeitslosenquote bei 4,1 % gesehen wird.
Wir haben also gleichzeitig:
robustes Wachstum + niedrige Arbeitslosigkeit + hartnäckige Inflation.
Und genau diese Kombination erklärt, warum die Fed aktuell überhaupt die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen aufrechterhält.
Dot Plot
Beim Dot Plot bleibt der zentrale Punkt: Die Median-Projektion signalisiert noch eine weitere Zinserhöhung 2026.
Damit wurde mein ursprünglich dargestelltes Szenario teilweise bestätigt.
Ich hatte im Vorfeld drei mögliche Szenarien dargestellt. Das tatsächlich eingetretene Ergebnis liegt klar näher an meinem bearishen FOMC-Szenario: 25 Basispunkte wurden geliefert und gleichzeitig wurden weitere Zinserhöhungen signalisiert.
Was allerdings nicht eingetreten ist, war die entsprechend starke negative Reaktion der Risk Assets.
Und genau das finde ich für heute besonders interessant.
Denn fundamental haben wir das hawkishere Szenario bekommen, aber der Markt hat daraus bislang keinen massiven Risk-Off-Move gemacht.
Reuters berichtet ebenfalls, dass die Futures inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von ungefähr 53 % für einen weiteren Zinsschritt bereits im Oktober einpreisen. Goldman Sachs hat seine Erwartung inzwischen ebenfalls angepasst und rechnet mit einer weiteren Erhöhung im Oktober.
Statement und Pressekonferenz
Auch das Statement selbst war relativ eindeutig.
Die Fed beschreibt die wirtschaftliche Aktivität weiterhin als solide, die privaten Ausgaben als robust und die Inflation als erhöht. Gleichzeitig wurde betont, dass die aktuelle Maßnahme eine schnellere Rückkehr zur 2-%-Inflation unterstützen soll.
In der Pressekonferenz wurde zudem keine klassische Forward Guidance für einen festen Zinspfad gegeben. Der weitere Kurs bleibt datenabhängig.
Für mich ist deshalb heute entscheidend, dass wir nicht nur auf die einzelne Zinserhöhung schauen.
Der Markt muss jetzt vielmehr eine neue Frage beantworten:
Wie viele Zinserhöhungen kommen tatsächlich noch und wie lange bleibt das Zinsniveau anschließend hoch?
Genau deshalb reagieren insbesondere 2-jährige Treasury-Renditen, Dollar und zinssensitive Aktien so stark.
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Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute geht es direkt spannend weiter.
Auf der Agenda stehen unter anderem:
* EZB Lane Speaks
* Eurozone CPI YoY
* Eurozone Core CPI YoY
* Philadelphia Fed Manufacturing Index
* Initial Jobless Claims
* Continuing Jobless Claims
* Housing Starts
* Building Permits
* Pending Home Sales
Insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten und der Philly Fed Index können heute relevant werden.
Nach dem gestrigen FOMC dürfte der Markt auf jedes weitere Konjunktursignal besonders sensibel reagieren: starke Daten könnten weitere Zinserhöhungen wahrscheinlicher machen, schwächere Daten könnten dagegen wieder etwas Druck aus den Zinserwartungen nehmen.
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EZB Watch & Fed Watch
Auch hier hat sich das Bild nach dem gestrigen FOMC deutlich verändert.
Fed Watch
Für das Oktober-Meeting liegen die aktuellen Erwartungen bei:
46,9 % Hold
gegenüber
53,1 % für +25 Basispunkte.
Damit ist eine weitere Zinserhöhung im Oktober mittlerweile wahrscheinlicher als ein unveränderter Zinssatz.
Für Dezember sehen wir:
11,9 % Hold
48,4 % +25 Basispunkte
39,7 % +50 Basispunkte
Damit ist auch für Dezember ein ausgesprochen restriktives Szenario eingepreist.
Wichtig ist allerdings: Das sind Markterwartungen und keine Zusage der Fed. Genau deshalb können die heutigen und kommenden Konjunkturdaten die Wahrscheinlichkeiten jederzeit wieder verschieben.
EZB Watch
Auch bei der EZB bleibt die Situation interessant.
Für Oktober:
47,0 % Hold
53,0 % +25 Basispunkte
Für Dezember:
6,6 % Hold
47,8 % +25 Basispunkte
45,6 % +50 Basispunkte
Damit sehen wir auch in Europa ein deutlich restriktiveres Zinsumfeld.
Reuters hatte bereits vor dem FOMC darauf hingewiesen, dass der Markt weitere EZB-Zinserhöhungen einpreist, während gleichzeitig die fallenden Ölpreise kurzfristig etwas Druck aus den europäischen Inflationserwartungen nehmen.
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Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Bei US Oil hatten wir gestern einen Abverkauf von 3,36 %.
Das ist auf jeden Fall ein starkes Zeichen. Ich würde hier allerdings nicht vorschnell anfangen, Short-Positionen zu suchen.
Übergeordnet befinden wir uns weiterhin in einer sauberen Long-Struktur. Die geopolitische Entspannung beziehungsweise die verbesserte Versorgungslage bereitet allerdings fundamental den Boden für einen möglichen größeren Rücksetzer.
Auf Wochenbasis sind wir mittlerweile nur noch rund 1,22 % im Plus und haben das zuvor entstandene Gap nahezu geschlossen.
Für mich wird deshalb insbesondere die 98-Dollar-Marke interessant.
Sollten wir es schaffen, diese Woche unter 98 USD zu schließen, würde sich für mich daraus ein deutlich bearisheres Setup ergeben.
Solange das allerdings nicht passiert, würde ich hier zunächst die Finger stillhalten.
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US Bonds
Bei den US-Bonds sehen wir heute Morgen ebenfalls eine sehr interessante Bewegung.
Die von dir genannten Bondpreise stehen aktuell ungefähr bei:
* 3Y: -0,75 %
* 5Y: -0,78 %
* 10Y: -0,56 %
* 30Y: -0,43 %
Wichtig ist hier die Terminologie: Wenn wir über fallende Bondpreise sprechen, bedeutet das gleichzeitig steigende Renditen.
Und genau das passt zur Reaktion auf das hawkishe FOMC.
Der Markt preist höhere beziehungsweise länger hohe Leitzinsen ein. Dadurch werden insbesondere die kürzeren Laufzeiten unter Druck gesetzt, weil sie am direktesten auf die erwartete Geldpolitik reagieren.
Reuters berichtet entsprechend von einem deutlichen Anstieg der kurzfristigen Treasury-Renditen auf den höchsten Stand seit Mitte 2024.
Für Risk Assets ist das ein wichtiger Gegenwind.
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DXY
Beim DXY hat die Bewegung dagegen sehr gut funktioniert.
Wir hatten gestern einen Anstieg von rund 0,75 % und konnten die 100er-Marke hinter uns lassen.
Damit hat sich die von mir zuvor beschriebene Long-Idee bestätigt.
Wenn wir uns jetzt oberhalb des Monatshochs bei 100,1 und gleichzeitig oberhalb der 100er-Marke halten können, wäre für mich der nächste relevante Bereich bei 100,5 bis 100,6.
Der Dollar profitiert momentan unmittelbar von den gestiegenen Zinserwartungen.
Damit scheint die Dollar-Dominanz zumindest kurzfristig zurückzukehren.
Der VIX liegt dagegen weiterhin bei ungefähr 17,72 und damit nicht in einem Bereich, der auf eine extreme Panik im Markt hindeutet.
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Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia hält sich weiterhin relativ wacker an der Resistance im Bereich 212–213 USD.
Aktuell notieren wir bei ungefähr 215 USD.
Für mich gilt weiterhin:
Long erst wieder über 217 USD.
Entscheidend ist zunächst, dass die 212–213 USD nachhaltig verteidigt werden.
Trotz des hawkishen FOMC haben wir hier bislang keinen massiven Abverkauf gesehen. Das zeigt, dass bereits einiges an Restriktion eingepreist gewesen sein dürfte.
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Bitcoin
Beim Bitcoin hat sich ebenfalls relativ wenig verändert.
Wir haben bislang kein starkes Short-Momentum gesehen und auch hier blieb der erwartete massive Risk-Off-Abverkauf aus.
Für mich bleibt die 74.600er-Marke der zentrale Bereich.
Sollte diese brechen, würde ich allerdings nicht automatisch Short gehen.
Ich möchte zunächst sehen, ob daraus tatsächlich Momentum entsteht oder ob der Markt erneut in die Range zurückgekauft wird.
Aktuell sehe ich hier weiterhin kein sauberes Setup und bleibe entsprechend an der Seitenlinie.
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S&P 500
Beim S&P 500 ist die Reaktion auf das FOMC ebenfalls interessant.
Trotz des hawkishen Signals hatten wir gestern lediglich rund -0,44 %.
Wir sind zwar unter das September-Monatstief gebrochen und haben bei ungefähr 7.576 Punkten ein neues Tief ausgebildet, wurden dort aber wieder deutlich gekauft.
Heute Morgen starten wir bereits wieder freundlicher.
Damit ist die 7.650er-Marke für mich entscheidend.
Sollten wir uns darüber stabilisieren, wäre das nächste Ziel zunächst 7.700, anschließend das Wochenhoch der KW 37 bei 7.729.
Sollten wir dagegen unter 7.650 zurückfallen und dort keinen Halt finden, würde ich mich auf eine tiefere Korrektur einstellen.
Dann wären für mich zunächst 7.550 und anschließend 7.500 relevant.
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Nasdaq
Noch interessanter finde ich den Nasdaq.
Trotz des hawkishen FOMC hatten wir hier gestern sogar einen positiven Schluss von rund 0,3 %.
Auch hier wurde zunächst unter die Wochen- und Monatstiefs gebrochen, anschließend aber aggressiv zurückgekauft.
Wir konnten sogar wieder über 29.000 Punkten schließen.
Solange wir uns über 29.000 halten, wäre für mich zunächst 29.500 das Ziel und anschließend das September-Monatshoch bei 29.751.
Sollten wir dagegen wieder unter 29.000 fallen, wird es technisch deutlich dünner.
Dann wären 28.500 und anschließend 28.200 die nächsten Bereiche.
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US30
Der US30 war gestern der schwächste der großen US-Indizes.
Hier hatten wir einen Rückgang von 1,27 %.
Im Bereich von 51.500 wurden wir allerdings wieder gekauft.
Jetzt steht die 52.000er-Marke im Fokus.
Ich könnte mir hier durchaus noch einen Anlauf in Richtung 52.500 vorstellen.
Sollte der Markt dort allerdings klar abgewiesen werden, wäre für mich ein Short-Szenario mit einem möglichen Ziel im Bereich von 50.500 interessant.
Nicht blind Short gehen, sondern zunächst die Reaktion an den entsprechenden Widerständen abwarten.
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DAX Tagesausblick
Und damit kommen wir zum DAX.
Hier hatten wir gestern trotz des FOMC sogar einen leichten Plus-Tag von 0,22 %.
Heute Morgen geht es bereits wieder rund 0,55 % nach oben.
Damit zeigt sich auch beim DAX eine bemerkenswerte relative Stabilität.
Fundamental ist das Umfeld nach dem gestrigen FOMC sicherlich nicht einfacher geworden. Gleichzeitig sehen wir aktuell aber eben auch keinen massiven Risk-Off-Move.
Für mich bleibt deshalb die 25.500er-Marke entscheidend.
Solange wir uns darüber halten und die Tageshochs der vergangenen Tage nachhaltig überwinden können, bleibt mein nächstes Ziel der Bereich um 25.775 Punkte.
Dort würde ich die Reaktion sehr genau beobachten.
Sollte der DAX diesen Bereich erreichen, kann ich mir durchaus noch einen Abgriff der 26.000er-Marke vorstellen, bevor wir möglicherweise wieder in eine Korrektur übergehen.
Auf der Unterseite bleibt für mich dagegen insbesondere die 25.000er-Marke entscheidend.
Sollten wir dort erneut hinlaufen und keinen nachhaltigen Halt finden, würde sich das technische Bild wieder deutlich eintrüben und eine weitere Abwärtsbewegung wäre für mich wahrscheinlicher.
Entscheidend ist für mich daher heute nicht, ob der DAX nach dem FOMC „eigentlich“ steigen oder fallen müsste.
Entscheidend ist, wie der Markt an den genannten technischen Bereichen reagiert.
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Fazit
Fundamental hat sich das Bild gestern klar verändert.
Die Fed hat die erwarteten 25 Basispunkte geliefert, gleichzeitig aber mit ihren Projektionen ein restriktiveres Bild für die kommenden Jahre gezeichnet. Die Median-Projektion liegt für 2026 bei 4,1 % und auch für 2027 bei 4,1 %. Gleichzeitig bleiben die Inflationsprojektionen erhöht.
Dazu kommen starke US-Retail-Sales, steigende Importpreise, ein stärkerer Dollar und höhere kurzfristige Treasury-Renditen.
Das spricht zunächst für ein deutlich restriktiveres makroökonomisches Umfeld.
Mein im Vorfeld dargestelltes bearishes FOMC-Szenario ist damit auf der fundamentalen Seite durchaus näher an der Realität eingetreten, als es die neutrale Variante gewesen wäre. Was ich allerdings so nicht erwarten würde, ist die bisherige Stabilität der Risk Assets.
Und genau das ist für mich heute der wichtigste Punkt:
Fundamental hawkish, technisch bislang erstaunlich stabil.
Solange der DAX über 25.500 bleibt, sehe ich zunächst Raum in Richtung 25.775 und möglicherweise 26.000. Fällt der Markt dagegen wieder unter die relevanten Unterstützungen, insbesondere 25.000, würde sich das Bild entsprechend eintrüben.
Die FOMC-Szenarien habe ich im aktuellen Wochenausblick bereits ausführlicher dargestellt – schaut dort gerne noch einmal rein.
Das stellt wie immer keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung dar.
Ich wünsche allen stabile Trades.
XAUUSD Gold | Strukturanalyse in EchtzeitXAUUSD Gold | Strukturanalyse in Echtzeit
📊Gold befindet sich aktuell in einem schwachen Gesamttrend mit einer kurzfristigen Erholung im 1-Stunden-Chart. Der Kurs fiel zuvor von rund 4450 $, fand Unterstützung bei etwa 4250 $ und erholte sich schnell auf rund 4350 $. Aktuell ist der Kurs erneut auf rund 4325 $ gefallen, was auf erhöhten Kaufdruck hindeutet. Die grundlegende Abwärtstrendstruktur hat sich jedoch nicht verändert.
📌Die wichtige kurzfristige Widerstandsmarke liegt zwischen 4350 $ und 4360 $. Sollte der Kurs diese Widerstandsmarke nicht durchbrechen und sich darüber halten, ist der aktuelle Anstieg dennoch als Erholung nach dem Rückgang zu werten. Kursrückgänge sollten genau beobachtet werden, um festzustellen, ob weitere Rückgänge möglich sind. Die wichtige Unterstützungsmarke liegt zwischen 4250 $ und 4270 $. Solange die Unterstützung bei 4250 $ hält, könnte der Kurs nach einem Rücksetzer die Marke von 4350 $ oder sogar 4400 $ erneut testen.
📌Der wichtigste kurzfristige Widerstand liegt zwischen 4250 $ und 4270 $. ⚠️Sollte die Marke von 4250 $ durchbrochen werden, deutet dies darauf hin, dass die Unterstützung der aktuellen Erholung gescheitert ist und die Bären die Kontrolle über den Markt zurückgewonnen haben. Die nächsten zu beobachtenden Unterstützungsmarken sind 4200 $ und 4100 $. Die zuvor erwartete Spanne von 4000 $ bis 4100 $ sollte erst nach dem sukzessiven Durchbruch wichtiger Unterstützungsmarken in Betracht gezogen werden und nicht auf voreiligen Prognosen basieren.
🌍Makroökonomisch betrachtet werden die Geldpolitik der Fed, die Dollar-Performance, die Zinserwartungen und geopolitische Spannungen die Goldpreisvolatilität weiterhin verstärken. Der Markt befindet sich aktuell in einem kritischen geldpolitischen Fenster mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für kurzfristige Ausbrüche und Trendumkehrungen. Daher sollte die technische Analyse weiterhin die primäre Grundlage für die Bewertung bilden.
Grundlegende Logik: Hält die Marke von 4250 $, ist mit einer Fortsetzung der Erholung zu rechnen. Ein Ausbruch über 4350-4360 deutet auf weiteres Aufwärtspotenzial hin; ein Ausbruch unter 4250 deutet auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends hin.
Ungewöhnlicher Goldpreisanstieg vor der FOMC-Entscheidung?Ungewöhnlicher Goldpreisanstieg vor der FOMC-Entscheidung?
Ist der Goldpreisanstieg angesichts der bevorstehenden FOMC-Sitzung eine Falle oder eine Chance?
Gold-Echtzeitanalyse vom 16. September:
Ein ungewöhnliches Signal taucht heute auf
Gold notiert aktuell bei rund 4.340 US-Dollar, ein Plus von über 1 % im Tagesverlauf – eine deutliche Erholung vom Tiefststand des Vortages (4.275 US-Dollar).
Heute ist jedoch der Tag, an dem das FOMC seine Entscheidung bekannt gibt. Dieser „Anstieg vor der Entscheidung“ ist eine typische Anomalie – der Markt hat bereits eingepreist, dass das Schlimmste überstanden ist.
Allen ist klar, dass eine Zinserhöhung unmittelbar bevorsteht; die Zinserhöhung selbst steht außer Frage. Die eigentliche Spannung liegt im „Dot Plot“ und Warshs Aussagen.
Dies ist keine gewöhnliche Zinserhöhung.
Dies ist die erste Zinserhöhung der Fed seit 2023 und Warshs erste große Bewährungsprobe als Vorsitzender.
Der Markt will eigentlich nur eines wissen: Handelt es sich um eine einmalige „Inflationsversicherung“ oder um den Beginn eines neuen Straffungszyklus?
Die Erholung des Goldpreises könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Markterwartungen bereits vollständig eingepreist sind.
Wichtige Kursmarken sind:
Widerstand nach oben:
4.360–4.400
4.530 (Diese Marke muss zurückerobert werden, bevor von einer Trendwende die Rede sein kann.)
Unterstützung nach unten:
4.275–4.265
4.225–4.250
Wahrscheinlichstes Szenario: Zinserhöhung um 25 Basispunkte + uneindeutige Formulierung + eher taubenhaftes Dot-Plot
Sollte die Zinserhöhung bestätigt werden, könnten die Goldpreise zunächst in den Bereich von 4.250–4.270 fallen und dann aufgrund von Short-Eindeckungen (bedingt durch die Unsicherheit über die weitere Entwicklung) wieder in den Bereich von 4.300–4.360 steigen.
Dies ist ein typisches Marktszenario, in dem die Markterwartungen die Fakten nutzen und zum Verkauf angeboten werden.
Handelsstrategie:
Fallen die Goldpreise wieder in den Bereich von 4.270–4.280 zurück, sollten Sie den Aufbau einer kleinen Long-Position mit einem Stop-Loss unterhalb von 4.260 in Erwägung ziehen.
BTC/USD — 45-Minuten-ChartBTC/USD befindet sich aktuell im Bereich einer markierten Unterstützungs- und Nachfragezone bei etwa 75.300–75.800. Nach dem deutlichen Rückgang vom oberen Bereich konsolidiert der Kurs nun nahe dieser Zone.
Die mögliche Aufwärtsstruktur sieht auf dem Chart wie folgt aus:
Aktueller Bereich: 75.300–75.800
Einstiegsbereich: etwa 75.774
Absicherungsbereich: unter 75.118
Zielbereich: etwa 79.174
Übergeordneter Widerstands-/Angebotsbereich: ca. 79.200–79.600
Solange die Nachfragezone gehalten wird und der Kurs eine klare Reaktion zeigt, könnte sich eine Bewegung zurück in Richtung des oberen Widerstandsbereichs entwickeln.
Ein nachhaltiger Rückgang unter 75.118 würde dieses Szenario abschwächen und könnte auf weiteren Abwärtsdruck hindeuten.
XAUUSD 45M: Unterstützungszone und möglicher AufwärtspfadGold (XAUUSD) bewegt sich im 45-Minuten-Chart aktuell um 4.335. Der Kurs hat zuletzt auf den unteren Unterstützungsbereich reagiert und zeigt eine Erholung aus der Zone von etwa 4.300–4.320.
Im Chart sind drei wichtige Bereiche markiert:
Unterstützung: ca. 4.300–4.320
Erster Widerstandsbereich: ca. 4.415–4.430
Oberer Widerstandsbereich: ca. 4.465–4.480
Der Kurs versucht derzeit, sich oberhalb des Bereichs von 4.330–4.340 zu stabilisieren. Sollte sich die Erholung fortsetzen und die darüberliegenden Bereiche überwunden werden, zeigt die eingezeichnete Projektion einen möglichen Weg in Richtung 4.470–4.480.
Das Szenario bleibt von der Kursreaktion an den markierten Zonen abhängig. Ein nachhaltiger Rückgang unter den unteren Unterstützungsbereich würde die eingezeichnete Struktur schwächen.
Wichtige Bereiche:
Unterstützung: 4.300–4.320
Aktueller Bereich: 4.335
Widerstand: 4.415–4.430
Obere Zone: 4.465–4.480
XAUUSD – Wichtige Widerstandszone und mögliche AbwärtsstrukturXAUUSD notiert aktuell bei etwa 4.337, nachdem der Kurs aus der unteren Unterstützungszone reagiert hat.
Im Chart sind mehrere wichtige Bereiche erkennbar:
Unterstützungszone: ca. 4.250–4.280
Aktueller Kursbereich: ca. 4.337
Widerstandszone: ca. 4.400–4.435
Ein vorheriges LH (Lower High) wurde im Bereich des oberen Widerstands gebildet.
Die Zone zwischen 4.400 und 4.435 ist besonders wichtig. Sollte der Kurs dort erneut auf Ablehnung stoßen, könnte sich die Bewegung in Richtung der unteren Unterstützungszone entwickeln. Ein nachhaltiger Anstieg oberhalb dieser Zone würde die aktuelle Struktur verändern.
Wichtige Marken:
🔹 Unterstützung: 4.250–4.280
🔹 Aktueller Bereich: 4.337
🔹 Widerstand: 4.400–4.435
🔹 Untere Referenz: ca. 4.264
Gold 45M – Erholungsstruktur in Richtung 4.450er-BereichGold zeigt nach der Bildung einer Basis im Bereich von 4.260–4.280 eine sich entwickelnde Erholungsstruktur. Der Kurs ist wieder über die wichtige Zone von 4.300–4.310 gestiegen, während die jüngste Kursstruktur auf eine zunehmende Aufwärtsdynamik hindeutet.
Wichtige Chart-Level:
Einstiegsbereich: ca. 4.336
Unterstützung / Strukturgrenze: 4.308
Erster Widerstand: 4.360
Hauptzielbereich: 4.450–4.455
Solange der Kurs die markierte Unterstützungszone hält, bleibt der Bereich um 4.450–4.455 als nächster wichtiger Widerstandsbereich im Fokus. Ein nachhaltiger Anstieg über 4.360 würde die Erholungsstruktur zusätzlich bestätigen.
Sollte der Kurs unter 4.308 fallen und sich dort halten, müsste die aktuelle Struktur neu bewertet werden.
DAX Tagesausblick 16.09. – All Eyes on FOMCGuten Morgen zusammen,
heute steht mit dem FOMC-Entscheid ohne Frage der wichtigste Termin der Woche an. Nachdem die erwartete Zinserhöhung inzwischen weitgehend eingepreist ist, dürfte weniger die eigentliche Zinsentscheidung als vielmehr die Kommunikation der Fed für die Marktbewegung entscheidend werden. Im Fokus stehen damit insbesondere die Economic Projections, der Dot Plot, das FOMC Statement und anschließend die Pressekonferenz. Gleichzeitig bleiben die geopolitischen Risiken rund um Öl, Saudi-Arabien und den Nahen Osten ein entscheidender Faktor für Inflation und damit auch für die Reaktion der Märkte auf die Fed.
Agenda:
Geopolitische Lage
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
FOMC-Szenarien
ECB Watch und Fed Watch
Märkte und Korrelationen im Überblick
Risk Assets im Überblick
DAX Tagesausblick
Fazit
Geopolitische Lage
Im Nahen Osten bleibt die Lage angespannt. Saudi-Arabien hat nach eigenen Angaben erneut eine Drohne der Huthi südlich von Mekka abgefangen; die Huthi bestreiten, Mekka als Ziel ausgewählt zu haben. Gleichzeitig bleibt die Situation rund um den saudischen East-West-Pipeline-Komplex angespannt. Die Pipeline wurde nach einem Drohnenangriff vorübergehend geschlossen, während US-Energieminister Chris Wright davon ausgeht, dass der Betrieb innerhalb weniger Tage wieder aufgenommen werden kann. Solange hier keine nachhaltige Entspannung eintritt und gleichzeitig der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus eingeschränkt bleibt, bleibt der Ölmarkt entsprechend angespannt.
Auch zwischen den USA und China gibt es neue geopolitische Spannungen. Washington hat erstmals öffentlich bestätigt, dass sich US-Waffen zur Kontrolle des Weltraums im Orbit befinden. China kritisiert diesen Schritt und warnt vor einer möglichen neuen Rüstungsspirale im Weltraum. Für die kurzfristige DAX-Bewegung ist das zwar eher zweitrangig, zeigt aber, dass die geopolitische Risikoprämie derzeit auf mehreren Ebenen erhöht bleibt.
Fundamentale Wirtschaftsdaten – gestern
Der gestrige Tag brachte im Vergleich zum heutigen FOMC-Tag keine vergleichbare marktbewegende Datenveröffentlichung. Interessanter waren vor allem die Aussagen von Treasury Secretary Scott Bessent. Er führte den starken Anstieg der Treasury-Renditen unter anderem auf globale Faktoren zurück und verwies dabei auch auf die gestiegenen Ölpreise. Gleichzeitig betonte er die weiterhin starke Rolle des US-Dollars als globale Reservewährung.
Damit bleibt das übergeordnete Bild bestehen: hohe Ölpreise, hohe Treasury-Renditen und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen bilden aktuell ein anspruchsvolles Umfeld für Risk Assets.
Fundamentale Wirtschaftsdaten – heute
Bereits bei den US-Konjunkturdaten wird es heute interessant. Den Anfang machen die Core Retail Sales mit einem Forecast von +0,6 % nach -0,3 % Previous.
Die Core Retail Sales sollen die zugrunde liegende Entwicklung des privaten Konsums besser abbilden und sind insbesondere deshalb relevant, weil sie stärker auf die tatsächliche Konsumdynamik schließen lassen. Ein deutlich stärkerer Wert als erwartet wäre zunächst positiv für die Konjunktur, könnte aber gleichzeitig aufgrund des aktuell ohnehin hohen Inflations- und Zinsumfelds die Fed in ihrer restriktiven Haltung bestätigen. Für Risk Assets wäre ein schwächerer Wert daher nicht zwingend negativ – entscheidend ist die Reaktion von Renditen und Dollar.
Anschließend folgen die Retail Sales mit einem Forecast von +0,8 % nach -0,6 % Previous. Auch hier gilt: Ein starker Wert spricht für eine robuste US-Konjunktur, kann aber gleichzeitig die Zinssenkungs- beziehungsweise Zinserhöhungserwartungen beeinflussen.
Danach kommen die Crude Oil Inventories mit einem Forecast von -1,6 Mio. Barrel nach -0,39 Mio. Barrel. Gerade im aktuellen Umfeld sind die Lagerdaten besonders interessant. Ein stärkerer Lagerabbau als erwartet könnte den Ölpreis weiter unterstützen und damit zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen. Ein überraschender Lageraufbau wäre dagegen tendenziell entlastend für den Ölmarkt und könnte damit auch für Risk Assets positiv interpretiert werden.
Zusätzlich spricht heute EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Das absolute Highlight folgt dann am Abend mit der Fed Interest Rate Decision. Die FOMC-Sitzung läuft vom 15. bis 16. September, die Pressekonferenz ist für 20:30 Uhr deutscher Zeit angesetzt.
Die Zinserhöhung selbst ist mit rund 92,7 % bereits weitgehend eingepreist. Entsprechend wird es heute weniger um die Frage gehen, ob die Fed die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht, sondern vor allem darum, was danach kommt.
Entscheidend werden damit die FOMC Economic Projections, der Dot Plot, das FOMC Statement und anschließend die Pressekonferenz mit Fed-Chair Kevin Warsh sein. Gerade weil die eigentliche Guidance im Statement begrenzt sein kann, dürfte der Dot Plot eine besonders wichtige Rolle spielen. Entscheidend wird letztlich, wie viele weitere Zinserhöhungen die Fed für 2026 und die Folgejahre signalisiert und welchen Ton Warsh in der Pressekonferenz anschlägt.
FOMC-Szenarien für Risk Assets
Ich habe die drei Szenarien bereits ausführlicher im aktuellen Wochenausblick dargestellt. Kurz zusammengefasst:
Bullishes Szenario:
Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte wird geliefert, anschließend folgt aber eine deutlich dovishe Kommunikation. Wenn der Dot Plot weniger weitere Zinserhöhungen signalisiert, die Fed stärker auf die Arbeitsmarktrisiken eingeht und keine aggressive weitere Straffung ankündigt, könnte das zu fallenden Renditen und einem schwächeren Dollar führen. Zusammen mit einer Entspannung beim Öl wäre das ein sehr konstruktives Umfeld für Aktien, Bitcoin und andere Risk Assets.
Neutrales Szenario:
Die erwarteten 25 Basispunkte werden geliefert und entsprechen weitgehend den Erwartungen. Der Dot Plot bleibt relativ nah an den bisherigen Projektionen und Warsh betont weiterhin die Datenabhängigkeit der Geldpolitik. In diesem Fall wäre für mich weniger der erste Kurssprung entscheidend, sondern vor allem die Reaktion von DAX, Bonds, Dollar und VIX.
Bearishes Szenario:
Die Fed erhöht um 25 Basispunkte und signalisiert gleichzeitig weitere Zinserhöhungen. Sollten die Projektionen nach oben angepasst werden und Warsh klarstellen, dass die Inflation weiterhin zu hoch ist und eine weitere Straffung notwendig sein könnte, wäre eine deutlich hawkishe Marktreaktion möglich. Zusammen mit einem Ölpreis von weiterhin über 100 Dollar wäre das für Risk Assets das schwierigste Szenario.
ECB Watch & Fed Watch
Beim Fed Watch Tool sehen wir aktuell:
Für heute liegen die Wahrscheinlichkeiten bei 7,3 % für einen unveränderten Zins und 92,7 % für eine Erhöhung um 25 Basispunkte.
Für Oktober sind es 4,1 % Hold, 54,9 % +25 Basispunkte und 41,1 % +50 Basispunkte.
Für Dezember liegen die Erwartungen bei 1,3 % Hold, 20,5 % +25 Basispunkte, 50,4 % +50 Basispunkte und 27,7 % +75 Basispunkte.
Damit ist insbesondere für die kommenden Sitzungen bereits eine weitere Straffung eingepreist. Genau deshalb wird heute der Dot Plot so wichtig: Die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur, ob die Fed heute erhöht, sondern wie viele weitere Schritte sie für wahrscheinlich hält.
Auch beim ECB Watch bleibt die Erwartung einer weiteren Straffung bestehen. Für Oktober liegen die Wahrscheinlichkeiten bei 27 % für einen unveränderten Zins von 2,5 % und 73 % für eine Erhöhung um 25 Basispunkte. Für Dezember sehen wir 2,2 % Hold, 30,7 % für +25 Basispunkte und 67,2 % für eine weitere Anhebung.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil:
Öl hatte gestern erneut einen extrem starken Tag und legte rund 3,5 % zu. Der Schlusskurs lag bei etwa 105 Dollar. Heute sehen wir zunächst eine Korrektur von rund 1,8 %, allerdings bleiben wir damit weiterhin deutlich über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Für das FOMC ist das besonders relevant, weil ein dauerhaft hoher Ölpreis den Inflationsdruck erhöht.
US Bonds:
Die US-Staatsanleihen beziehungsweise Treasury-Renditen hatten in den vergangenen zwei bis vier Wochen einen extrem starken Anstieg der Renditen gesehen. Vor dem FOMC sehen wir heute zunächst eine leichte Gegenbewegung. Die Veränderungen liegen aktuell bei etwa -0,46 % bei den 3-Jährigen, -0,41 % bei den 5-Jährigen, -0,32 % bei den 10-Jährigen und -0,19 % bei den 30-Jährigen. Entscheidend wird sein, wie der Bondmarkt nach dem FOMC reagiert.
US Dollar:
Der Dollar konnte gestern ebenfalls weiter Stärke zeigen und sich oberhalb von 99,5 etablieren. Genau diese Zone bleibt für mich entscheidend. Solange wir darüber bleiben, liegen auf der Oberseite zunächst 100,0 und anschließend 100,5 im Fokus. Sollte das FOMC hawkish ausfallen, könnte der Dollar entsprechend weiter profitieren. Kommen wir dagegen wieder unter 99,5, wären 99,0 und anschließend 98,5 die nächsten relevanten Marken.
VIX:
Der VIX steht aktuell bei 17,19 und damit weiterhin unter der psychologisch wichtigen Marke von 20. Gerade nach dem FOMC wird interessant, ob die Volatilität nachhaltig über diese Marke steigt.
Risk Assets im Überblick
Bei Nvidia haben wir gestern die erste Reaktion am 212er-Level gesehen. Die Analyse von gestern bleibt für mich unverändert – schaut euch dazu gerne noch einmal den entsprechenden Beitrag an.
Bei Bitcoin wurde das Wochentief der KW 37 bei rund 76.000 Dollar gebrochen. Die erste relevante Reaktionszone liegt für mich bei 74.600 Dollar. Auch hier wird sich heute mit den verschiedenen FOMC-Szenarien zeigen, welche Reaktion wir bekommen.
Beim S&P 500 bleibt die 7.650er-Zone absolut entscheidend. Sollte diese Marke nachhaltig brechen, rückt zunächst das September-Monatstief wieder in den Fokus. Auch hier bleibt meine Szenarioanalyse aus dem Wochenausblick unverändert.
Im Nasdaq ist weiterhin die 29.000er-Marke entscheidend.
Beim US30 bleibt für mich vor allem die 52.000er-Zone relevant.
DAX Tagesausblick
Kommen wir abschließend zum DAX.
Wir haben gestern einen tieferen Abgriff gesehen, der uns bis zum Gap Close beziehungsweise zum Wochentief der KW 30 und dem Schlusskurs vom Februar 2026 in die Zone um 25.170 geführt hat. Von dort aus kam anschließend wieder eine deutliche Reaktion, sodass wir am Ende erneut oberhalb von 25.444 schließen konnten.
Für heute sind damit insbesondere 25.500 auf der Oberseite und 25.444 auf der Unterseite entscheidend.
Sollten wir uns oberhalb von 25.500 stabilisieren, wäre für mich zunächst 25.630 das nächste Ziel. Darüber folgt 25.775 und anschließend die psychologisch wichtige 26.000er-Marke.
Sollten wir dagegen das bearishe FOMC-Szenario bekommen und 25.444 nachhaltig brechen, wäre zunächst wieder die 25.300er-Zone interessant. Darunter folgt das Wochentief der KW 30 bei rund 25.175 und anschließend die 25.000er-Marke.
Damit dürfte der heutige Handel insbesondere nach 20 Uhr extrem interessant werden. Vor dem FOMC würde ich persönlich deshalb nicht versuchen, jede kleine Bewegung zu handeln. Entscheidend wird sein, welche Richtung der Markt nach der ersten Volatilität tatsächlich bestätigt.
Fazit
Heute ist ganz klar FOMC-Day. Die 25 Basispunkte selbst sind mit rund 92,7 % Wahrscheinlichkeit bereits weitgehend eingepreist. Der eigentliche Marktimpuls dürfte deshalb über den Dot Plot, die Economic Projections, das FOMC Statement und die anschließende Pressekonferenz entstehen.
Ich selbst rechne mit dem neutralen bzw. eher hawkishen FOMC und damit Abverkäufe in Risk Assets und steigender Dollar und Bondrentiden.
Gleichzeitig haben wir mit Ölpreisen über 100 Dollar, hohen Treasury-Renditen und einem weiterhin starken Dollar ein Umfeld, das die Fed vor eine schwierige kommunikative Aufgabe stellt. Auf der anderen Seite könnte eine dovishe Kommunikation in Kombination mit einer Entspannung beim Öl einen deutlichen Risk-on-Impuls auslösen.
Die ausführlichen FOMC-Szenarien und die konkreten Trade-Ideen habe ich bereits im aktuellen Wochenausblick ausführlich dargestellt und ein extra Video aufgenommen. Schaut dort gerne noch einmal rein, wenn ihr euch auf die heutige Entscheidung vorbereiten wollt.
Ich wünsche allen heute bei FOMC viel Geduld und Disziplin und vor allem stabile Trades.
Das stellt wie immer keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung dar.
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📊 Der Goldpreis setzt seinen Abwärtstrend im 1-Stunden-Chart fort. Die Kurse schwanken weiterhin innerhalb eines Abwärtskanals. Nach einem Rückgang von einem Hoch nahe 4400 erreichten die nachfolgenden Hochs etwa 4340 und 4300. Dies deutet darauf hin, dass jegliche Aufwärtsbewegung die vorherigen Hochs nicht durchbrechen konnte und die aktuelle Abwärtstrendstruktur intakt bleibt.
Der aktuelle Kurs erholte sich von einem Tief nahe 4240-4250 auf etwa 4300, bevor er erneut zurückfiel und sich nun in einer entscheidenden Bestätigungsphase befindet. Es ist wichtig, nicht den Hochs oder Tiefs hinterherzujagen, sondern zu beobachten, ob das Niveau von 4250 halten kann.
🔴 4250-4240 ist das aktuelle wichtige Unterstützungsniveau.
Sollte diese Unterstützung halten, könnte der Rücksetzer eine neue kurzfristige Unterstützung bilden, und der Kurs hätte die Chance, erneut auf 4280-4300 zu steigen. Sollten die Goldpreise jedoch wieder über 4300–4320 US-Dollar Fuß fassen, ist der Widerstandsbereich von 4340–4360 US-Dollar genau zu beobachten, da sich der kurzfristige Abwärtstrend in diesem Bereich deutlich abschwächt.
Wird hingegen die Unterstützung bei 4240–4250 US-Dollar effektiv durchbrochen, deutet dies darauf hin, dass die jüngste Erholung keine wirksame Unterstützung bot und der Abwärtstrend sich fortsetzen wird. In diesem Fall liegt die wichtige Unterstützung bei 4200–4180 US-Dollar.
🌍 Aus makroökonomischer Sicht üben die Erwartungen hinsichtlich der Fed-Politik, der Dollar-Performance und der Renditen von US-Staatsanleihen weiterhin erheblichen Abwärtsdruck auf Gold aus. Gleichzeitig könnten geopolitische Konflikte und Energierisiken Käufe in sichere Häfen auslösen, sodass der Markt weiterhin rasche Kursrückgänge und -anstiege erleben könnte. Die technische Struktur bleibt ein Schlüsselfaktor in der kurzfristigen Analyse.
🔑 Wichtige Muster
Kontinuierlich fallende Hochs + wiederholtes Durchbrechen tieferer Tiefs = Fortsetzung des Abwärtstrends.
Halten des vorherigen Tiefs + Durchbrechen des vorherigen Rebound-Hochs + Rücksetzer ohne Durchbrechen des Hochs = Konsolidierungsphase.
Die bärische Prognose vom Dienstag setzt sich fort.Die bärische Prognose vom Dienstag setzt sich fort.
Gold-Echtzeitanalyse vom 15. September: Die Marke von 4300 $ wurde durchbrochen, was die bärische Einschätzung bestätigt. Ein wichtiges Risiko bedarf jedoch der Beachtung.
Zuallererst muss klar sein: Der Goldpreis kann nur dann wieder an Dynamik gewinnen, wenn er sich dauerhaft über der Marke von 4300 $ hält.
Aktuell notiert der Goldpreis stabil unter 4300 $, was auf einen weiterhin starken Abwärtstrend hindeutet.
Solange sich der Preis nicht über 4300 $ stabilisiert, bleibt unsere Strategie bärisch (Short).
Es wird empfohlen, Stop-Loss-Orders oberhalb von 4300 $ zu platzieren.
Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung ist auf 92 % gestiegen; der Markt hat die Erwartung einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte am kommenden Mittwoch nahezu vollständig eingepreist.
Dies bedeutet, dass die Zinserhöhung selbst keinen neuen Abwärtsdruck auslösen wird.
Das eigentliche Risiko besteht darin: Sollte die Formulierung in der Erklärung vom Mittwoch nicht restriktiv genug sein, könnten die Goldpreise schnell wieder über 4300 $ steigen.
Die Kerndynamik im aktuellen Markt ist ein abwartender Rückgang, nachdem die Erwartungen vollständig eingepreist wurden.
Sowohl Bullen als auch Bären warten auf Mittwoch.
Handelsstrategie für heute:
Bedingungen für Leerverkäufe:
Erwägen Sie einen Leerverkauf, wenn der Preis in den Bereich von 4290–4300 $ steigt und auf Widerstand stößt.
Setzen Sie einen Stop-Loss über 4310 $.
Kursziele: 4260 $ → 4250 $.
Leerverkäufe sollten jedoch in folgenden Situationen vermieden werden:
Wenn sich der Preis schnell erholt und sich über 4300 $ stabilisiert, deutet dies darauf hin, dass der Markt die negativen Nachrichten als vollständig eingepreist betrachtet (die Erwartungen wurden verarbeitet), und Leerverkaufspositionen sollten zu diesem Zeitpunkt geschlossen werden.
Fällt der Kurs direkt auf 4250 ohne anschließende Erholung, sollte die Short-Position nicht weiterverfolgt werden. Der Bereich um 4250 stellt das wöchentliche Kaufziel „Buy 2“ dar, das vom VC PMI-Indikator bestimmt wird; Leerverkäufer können an diesem Punkt Gewinne realisieren.
Vertiv (VRT): Starker KI-Player mit Rabatt - Ende der Korrektur?Ausgangssituation:
Vertiv gehört seit Jahren auch zu den ganz großen KI-Gewinnern und konnte bereits mehrere Tausend Prozent zulegen.
Seit dem Hoch im Mai 2026 setzte allerdings eine Korrekturphase ein, die bis heute andauert.
Die Frage ist, wie lange kann diese Korrektur noch dauern und wo geben sich möglicherweise gute Einstiegsgelegenheiten?
Charttechnische Lage:
Übergeordnet könnte Vertiv hier einen größeren Fallenden Keil (Falling Wedge) ausbilden, was ein bullisches Strukturmuster darstellt. Auch der übergeordnete Trend ist weiterhin intakt und bullisch.
Vertiv hat in den vergangenen Handelstagen stark korrigiert und ist ebenfalls unter den SMA 200 gefallen, was ein kurzfristig negatives Signal ist.
Die große Abwärts-Kurslücke (down gap) vom gestrigen Handelstag muss so schnell wie möglich wieder geschlossen werden und eine Stabilisierung oberhalb der Supportzone bei 251 - 263 $ ist zwingend notwendig, damit Vertiv nachhaltiges Anstiegspotenzial hat.
Sollte dies nicht gelingen, ist damit zu rechnen, dass wir mindestens nochmal das Tief bei 221 $ testen werden. Sollte es einen Schlusskurs unterhalb dieses Tiefs geben, dann rückt die große offene Kurslücke in den Fokus. Hier ist davon auszugehen, dass diese mindestens bis zur Hälfte oder gar ganz geschlossen wird und die Supportzone bei 188 - 197 $ rückt in den Fokus.
Hier sollte allerspätestens mit einer Reaktion gerechnet werden. Dieser Bereich könnte sich zudem als antizyklische Einstiegsposition eignen. Unterhalb dieser Supportzone befindet sich sehr viel Volumen, was den Kurs stabilisieren sollte.
Fazit:
Kurzfristig könnte weiteres Abwärtsmomentum drohen, sofern nicht umgehend die Abwärtslücke und die Supportzone zurückerobert wird. Die 221 $ Marke muss hier im Blick behalten werden!
Bei weiterem Abwärtsdruck könnte man sich ein Alarm bei der Supportzone 188 - 197 $ stellen, wenn man eine antizyklische Einstiegsposition bei einem starken KI-Player sucht.
Marktstruktur & wichtige ZonenGold notiert aktuell bei etwa 4.262,9 und befindet sich im markierten Nachfragebereich bei 4.250–4.265.
Seit dem oberen Bereich zeigt der Chart mehrere tiefere Hochs und tiefere Tiefs, was auf kurzfristigen Abwärtsdruck hindeutet. Jetzt wird die Reaktion an der Nachfragezone besonders wichtig.
📌 Wichtige Bereiche
Nachfragezone: 4.250–4.265
Zwischenwiderstand: 4.310–4.320
Obere Angebotszone: 4.410–4.430
Aktueller Kurs: ca. 4.262,9
🔎 Mögliche Entwicklung
Hält die Nachfragezone 4.250–4.265 und zeigt der Kurs dort eine klare Reaktion, könnte anschließend der Bereich 4.310–4.320 interessant werden.
Ein nachhaltiger Rückgang unter die Nachfragezone würde die aktuelle Struktur schwächen und könnte auf eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung hindeuten.






















