Kurze bärische GoldanalyseRückblick auf die Wochenverkäufe
Wir sind die gesamte Woche konsequent an unserer bärischen Einschätzung festgehalten und konnten bei jedem Zwischenanstieg stetige Gewinne mit Short-Positionen erzielen. Wir haben Verkaufsaufträge bei 4100, 4080 und 4065 platziert, sobald Gold in Widerstandszonen gestiegen war. Nachdem Gold die wichtige Unterstützung bei 4000 durchbrochen und bis auf ein Tief von 3970 eingebrochen war, erreichten alle unsere Short-Positionen die gestaffelten Gewinnmitnahmen, wodurch sich ein hoher Gesamtgewinn ergab. Alle Trades folgten dem vorherrschenden Abwärtstrend und belegen, dass das Verkaufen bei Gegenbewegungen unsere erfolgreichste Strategie mit hoher Trefferquote in dieser Woche ist.
Aktuelle Marktlage
Nach dem Absturz bis 3970 erholte sich Gold leicht auf rund 4012. Es handelt sich hierbei lediglich um eine schwache Überverkaufskorrektur, keine Trendwende. Starke US-Wirtschaftsdaten stützen die restriktive Erwartung an die Fed, der US-Dollar-Index sowie die Realrenditen zehnjähriger US-Staatsanleihen bleiben hoch und belasten das zinslose Gold. Das durchbrochene Niveau von 4000 dient als kurzfristiger Widerstand, die zentrale obere Widerstandszone liegt bei 4080–4100. Die Kaufkraft ist gering, die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte zeigen weiterhin eine bärische Struktur.
Handelsstrategie
-Verkaufsbereich: 4010–4050, zusätzliche Short-Positionen bei 4080–4100
-Gewinnziele: 3980 → 3960 → 3930
Harmonisches Muster
DieGoldpreise haben sich erholt,aber hat sich derTrend umgekehrtDie Goldpreise haben sich erholt, aber hat sich der Trend umgekehrt?
Die Goldpreise fielen diese Woche um 2,6 % und verzeichneten damit den größten wöchentlichen Rückgang seit sechs Wochen.
Die Erholung ist real, aber hat sich der Trend umgekehrt? Es ist noch zu früh für Schlussfolgerungen.
Wie die Grafik zeigt: Wir bleiben pessimistisch, was die Goldpreise angeht.
Die USA haben die siebte Nacht in Folge Luftangriffe gegen den Iran geflogen, wobei beide Seiten das Ausmaß ihrer Angriffe ausweiteten. Die USA griffen Brücken im Iran an, während der Iran Kraftwerke und Entsalzungsanlagen in Kuwait attackierte.
Konflikt USA-Iran → Steigende Ölpreise → Steigende Inflation → Zunehmende Erwartungen an Zinserhöhungen → Fallende Goldpreise
Obwohl die Goldpreise fast 30 % von ihren Höchstständen korrigiert haben, befinden sich die Netto-Long-Positionen am Markt weiterhin nahe historischer Höchststände, und institutionelle Long-Positionen sind stark konzentriert.
Was bedeutet das?
Der Markt ist gut finanziert, und das Risiko einer Entkopplung von Long-Positionen bleibt bestehen. Sollte der Markt weiter korrigieren, könnten diese Fonds ihre Positionen weiter liquidieren und den Markt verlassen, was die Marktvolatilität verstärken würde.
4.000 US-Dollar stellen eine wichtige psychologische Marke dar. Sollten die Goldpreise unter diese Marke fallen und weiter sinken, könnte sich der kurzfristige Abwärtsdruck verstärken.
Umgekehrt deutet dies auch auf eine starke Unterstützung darunter hin.
Technische Analyse: Die kurzfristige Erholung ist eine Korrektur, keine Trendumkehr.
Das größte Problem für Gold ist nicht die Frage, ob der Preisrückgang ausreichend ist, sondern ob die Korrekturperiode zu kurz ist.
Vorheriger Aufwärtszyklus: 121 Wochen
Bisherige Korrektur: Nur 24 Wochen
Historisch gesehen muss eine Korrektur mindestens 38,2 % eines anhaltenden Aufwärtszyklus, also etwa 46 Wochen, umfassen, um als ausreichend zu gelten.
Anders ausgedrückt: Der Goldpreis könnte sich über sechs Monate hinweg in einer Spanne von 3.600 bis 4.400 US-Dollar bewegen.
Erwartete Spanne: 3.300–3.500 US-Dollar: Eine echte „Goldene Gelegenheit“
Erster Widerstand: 4.030–4.040 US-Dollar
Starker Widerstand darüber: 4.080–4.130 US-Dollar
Erste Unterstützung darunter: 3.960–3.980 US-Dollar
Starke Unterstützung darunter: 3.940–3.950 US-Dollar
Einschätzung der Spanne: 3.950–4.200 US-Dollar – Ein Ausbruch über 4.200 US-Dollar würde den Käufern die Kontrolle zurückgeben; ein Ausbruch unter 3.950 US-Dollar würde den Verkaufsdruck der Verkäufer verstärken.
Strategie: Die primäre Strategie besteht darin, bei Kursanstiegen zu verkaufen (im Einklang mit dem mittelfristigen Trend).
Angesichts des unveränderten Abwärtstrends ist der Verkauf bei Kursanstiegen bis zu Widerstandsniveaus eine Strategie mit relativ hoher Erfolgswahrscheinlichkeit.
Einstiegsbereich: Wenn der Wochenchart zeigt, dass der Goldpreis höher bei etwa 4.030–4.040 $ eröffnet, anschließend aber auf Widerstand stößt, kann eine kleine Short-Position eröffnet werden.
Empfehlung zum Positionsausbau: Erwägen Sie einen Positionsausbau, falls der Goldpreis über 4.080 $ steigt und dann wieder fällt.
Erstes Kursziel: 4.000–3.980 $
Zweites Kursziel: 3.960–3.940 $
Stop-Loss: Über 4.050 $
Diese Woche hat uns der Markt eine wichtige Lektion gelehrt: In einer Zeit, in der sogar Ölpreise den Goldpreis beeinflussen können, werden sowohl eingefleischte Optimisten als auch Pessimisten vom Markt hart getroffen.
Gold ist nun von der US-Notenbank abhängig; ein einziger Anstieg des Ölpreises kann Gold in eine schwierige Lage bringen.
Bei 4000 $ herrscht ein erbitterter Kampf zwischen Bullen und Bären. Wir sollten nicht zu den Ersten gehören, die sich Hals über Kopf in die Position stürzen und dabei untergehen, und wir sollten auch nicht zu den Letzten gehören, die die Flucht ergreifen. Die Strategie für Montag lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Jagen Sie nicht dem Kurs über 4030 $ hinterher und jagen Sie nicht dem Kurs unter 3960 $ hinterher. Kaufen Sie günstig und verkaufen Sie teuer, realisieren Sie einen kleinen Gewinn und gehen Sie dann.
In dieser Korrekturrunde geht es nicht um Mut, sondern um Geduld.
Die wahre „goldene Gelegenheit“ kommt weder heute noch morgen; sie kommt vielleicht erst dann, wenn niemand mehr durchhalten kann.
GBPUSDGBPUSD hat den langfristigen fallenden Kanal nach oben verlassen und damit die bisherige Abwärtsstruktur deutlich geschwächt. Der anschließende Anstieg verlief impulsiv, doch nach diesem schnellen Schub beginnt der Markt nun zu korrigieren. Genau dieser Rücklauf wird zeigen, ob der Ausbruch wirklich von nachhaltigem Kaufinteresse getragen wird.
Mein Fokus liegt auf dem Fibonacci-Bereich zwischen 1,3400 und 1,3350. Sollte der Kurs dort Unterstützung finden und eine klare bullische Reaktion zeigen, könnte sich ein höheres Tief bilden – eine solide Grundlage für die nächste Aufwärtswelle. In diesem Fall bleibt 1,3600 das Ziel, das ich im aktuellen Chart besonders aufmerksam beobachte.
Ein deutlicher Schlusskurs unter 1,3350 würde das bullische Szenario jedoch erheblich schwächen. Dann wäre der Rücklauf nicht mehr nur eine gesunde Korrektur, sondern könnte auf einen gescheiterten Ausbruch hindeuten.
Dies ist lediglich meine persönliche Einschätzung der aktuellen Kursstruktur und keine Anlageberatung. Ich warte auf eine klare Bestätigung im Rücklaufbereich und stelle konsequentes Risikomanagement an erste Stelle.
XAUUSD: Die Verkäufer greifen am Schlüsselwiderstand erneut anWenn ich mir den XAUUSD-Chart ansehe, denke ich, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle haben.
Der Kurs bewegt sich nach wie vor innerhalb eines klar definierten Abwärtskanals und bildet dabei eine Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs. Jeder Erholungsversuch scheitert bislang am oberen Rand des Kanals, was die intakte bärische Marktstruktur bestätigt.
Besonders interessant finde ich, dass Gold nach dem jüngsten Swing-Tief zwar eine Erholung versucht, diese jedoch direkt auf eine wichtige Konfluenzzone trifft. Dort überschneiden sich der Widerstand des Abwärtskanals und das Fibonacci-Retracement zwischen 0,5 und 0,618. Genau in diesem Bereich haben die Verkäufer in der Vergangenheit mehrfach wieder die Kontrolle übernommen.
Sollte der Kurs in dieser Widerstandszone erneut deutlich abgewiesen werden, würde das bärische Szenario weiter an Wahrscheinlichkeit gewinnen. In diesem Fall beobachte ich eine mögliche Fortsetzung der Abwärtsbewegung in Richtung 3.950, was zugleich mit der unteren Begrenzung des Kanals übereinstimmt.
Solange dieser Abwärtskanal intakt bleibt, sehe ich den Weg des geringsten Widerstands weiterhin auf der Unterseite. Gegen den vorherrschenden Trend Long-Positionen einzugehen, ist derzeit deutlich risikoreicher, als dem bestehenden Trend zu folgen.
Wie siehst du das? Erwartest du eine weitere Abweisung am Kanalwiderstand oder bereitet sich Gold diesmal auf einen Ausbruch nach oben vor?
Das ist lediglich meine persönliche Einschätzung auf Basis der Kursentwicklung und stellt keine Finanzberatung dar. Handle stets mit einem angemessenen Risikomanagement!
BTCUSD H1: Fall vom Widerstand Richtung UnterstützungBitcoin ist nach einer Zurückweisung an der Widerstandszone 63.850–64.100 deutlich gefallen und bewegt sich nun direkt auf die breite Unterstützungszone bei 61.600–62.000 darunter zu. Die noch relativ große Distanz zeigt, dass der aktuelle Abwärtstrend den Markt weiterhin stark dominiert.
Ich bevorzuge Verkäufe, wenn der Kurs erneut die Widerstandszone 63.850–64.100 testet, mit einem Stop-Loss über 64.300, einem ersten Ziel bei 62.400 und einem weiteren Ziel bei 61.800, falls die Unterstützungszone noch nicht rechtzeitig reagiert.
Das Szenario wäre ungültig, wenn der Kurs stabil über 64.300 schließt, was zeigen würde, dass die Käufer die Kontrolle zurückerobert haben — dann würde ich abwarten und beobachten, anstatt die bärische Ausrichtung beizubehalten.
Viel Erfolg beim Handeln.
BTCUSD H1: Die Trendlinie führt den Kurs direkt in die NachfrageBitcoin wurde wiederholt an derselben Abwärtstrendlinie seit dem Hoch bei 65.700 zurückgewiesen, und die aktuelle Abwärtsbewegung führt direkt in die wichtige Nachfragezone bei 62.300–62.600. Dieser Bereich ist bemerkenswert, da der Kurs ihn seit dem vorherigen starken Anstieg noch nicht erneut getestet hat.
Ich bevorzuge Käufe, wenn der Preis in der Nachfragezone 62.300–62.600 reagiert, mit einem Stop-Loss unter 62.100, einem ersten Ziel bei 63.200 und einem weiteren Ziel bei 63.800, sollte die Kaufkraft stark genug sein, um die Abwärtstrendlinie zu durchbrechen.
Das Szenario wäre ungültig, wenn der Kurs unter 62.100 durchbricht und schließt — dann gilt die Nachfragezone als gebrochen, und ich würde die bullische Ausrichtung für diese Idee nicht mehr beibehalten.
Viel Erfolg beim Handeln.
BTCUSD H1: Kann die Nachfragezone den Widerstand erobern?Bitcoin ist stark gefallen und hat genau die Nachfragezone bei 62.400–62.800 erreicht, die zuvor der Ausgangspunkt für den starken Anstieg auf 65.700 war. Direkt darüber liegt die alte BOS-Strukturzone bei 63.750–64.000, die als natürliches Erholungsziel dient, falls dort Kaufinteresse aufkommt.
Ich bevorzuge Käufe, wenn der Preis in der Demand Zone 62.400–62.800 reagiert, mit einem Stop-Loss unter 62.200, einem ersten Ziel bei 63.399 und einem weiteren Ziel bei 63.752, sollte die Kaufkraft ausreichen, um die BOS-Zone erneut zu erreichen.
Das Szenario wäre ungültig, wenn der Kurs unter 62.200 durchbricht und schließt — dann gilt die Nachfragezone als gebrochen, und ich würde die bullische Ausrichtung für diese Idee nicht mehr beibehalten.
Viel Erfolg beim Handeln.
Kerntreiber für KursrückgängeKerntreiber für Kursrückgänge
(Dominante bärische Faktoren, die den Kursrückgang im Tagesverlauf auslösen)
🌐1. Gewinnmitnahmen nach kurzfristigen Erholungen; Kapitalabfluss
Nach der Erholung von einem Tiefstand von 59.100 auf 65.500 – ein kumulierter Gewinn von über 10 % in zwei Wellen – besteht ein signifikantes Volumen an profitablen kurzfristigen Positionen. ETF-Zuflüsse beschränkten sich auf einen einzigen Tag und boten nicht die Dynamik für eine nachhaltige Akkumulation; institutionelle Anleger realisieren vorwiegend Gewinne und reduzieren ihre Positionen. Die Kaufkraft ist nicht ausreichend, und das Fehlen von frischem Kapital, das nach Kursspitzen einspringen könnte, macht den Vermögenswert sehr anfällig für Kursrückgänge.
🔷2. Kurzfristige Erholung des US-Dollars und der Renditen von Staatsanleihen belastet die Kryptobewertungen
Die US-Konjunkturdaten übertrafen die Erwartungen, was den Markt veranlasste, die Erwartungen an eine Straffung der Geldpolitik durch die Federal Reserve neu zu bewerten. Die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen stieg leicht an und der US-Dollar-Index erholte sich, wodurch die Haltekosten von zinslosen digitalen Vermögenswerten stiegen. Kapital hat sich leicht vom Kryptomarkt in festverzinsliche Wertpapiere verlagert, was das Aufwärtspotenzial von Bitcoin direkt begrenzt.
💎3. Starker Widerstand durch Long-Positionen; wichtige Widerstandsniveaus wurden wiederholt getestet, konnten aber nicht durchbrochen werden.
Der Bereich von 64.400–64.700 Punkten deckt sich mit dem 50-Tage-Durchschnitt und der oberen Begrenzung der vorherigen Konsolidierungszone, während 65.300–65.500 Punkte das jüngste Hoch der Erholung markieren. Wiederholte Aufwärtsversuche wurden durch bärischen Verkaufsdruck zurückgedrängt, wodurch ein Ausbruch bei geringem Volumen höchst unwahrscheinlich ist. Ein Rücksetzer folgte einer bärischen Divergenz im Stundenchart, was darauf hindeutet, dass kurzfristige bärische Kräfte derzeit den Markt dominieren.
Logik der umfassenden Bärenmarkt-DominanzLogik der umfassenden Bärenmarkt-Dominanz
(Absolute Marktkontrolle am Freitag; „Sell-the-Rally“-Strategie)
📶 1. Die Zinspreisbildung auf Makroebene ist eindeutig wieder in ein bärisches Szenario zurückgefallen.
Die zentrale Logik, die diese Rallye zuvor stützte, lautete: „Sinkende Inflation → steigende Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen der Fed“. Daten zu Einzelhandelsumsätzen und Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe haben jedoch die enorme Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft bestätigt und darauf hingewiesen, dass der Inflationsrückgang lediglich eine vorübergehende Schwankung war. Ohne eine Rezession, die eine geldpolitische Lockerung erforderlich machen würde, fehlt es an einer fundamentalen Basis für Zinssenkungen der Fed. An der Wall Street herrscht wieder weitgehend Einigkeit darüber, dass die hohen Zinsen langfristig bestehen bleiben werden. Als Anlage ohne laufende Erträge (Zinsen/Dividenden) steht Gold in einem Umfeld steigender Realrenditen für US-Staatsanleihen weiterhin unter Abwertungsdruck; es gibt keine Grundlage für eine Umkehr des mittelfristigen Abwärtstrends.
🚀 2. Ein dreifacher Belastungszyklus aus anhaltendem Verkaufsdruck lässt Rallyes ohne Käuferunterstützung zurück.
① Programmierte Verkäufe aus Yen-Carry-Trades: Die große Zinsdifferenz zwischen USD und JPY veranlasst automatisierte Handelssysteme von Carry-Trade-Fonds dazu, Gold zu verkaufen – um Dollar zur Rückzahlung von auf Yen lautenden Schulden zu repatriieren –, sobald der Preis leicht ansteigt; dies deckelt effektiv jede Erholung.
② Kaskadenartiger Ausverkauf durch Stop-Loss-Orders: Nach dem Unterschreiten wichtiger Unterstützungsniveaus bei 4000 und 4020 wurde eine Welle von Stop-Loss-Orders für Long-Positionen ausgelöst, was eine negative Rückkopplungsschleife erzeugte; es fehlt an aktivem Kaufinteresse, um das Preisniveau nach unten abzusichern.
③ Anhaltender Kapitalabfluss bei institutionellen Anlegern: Der SPDR Gold ETF hat seine Bestände erneut deutlich reduziert, und spekulative Long-Positionen an der Wall Street werden aktiv aufgelöst; da kein neues langfristiges Kapital für Käufe bei Kursrücksetzern („Buy the Dip“) in den Markt fließt, handelt es sich bei jeglichen Preisanstiegen lediglich um „Bullenfallen“.
🌐 3. Bärische Struktur über mehrere Zeitebenen hinweg bestätigt; Erholungsmuster eindeutig durchbrochen.
Wochenbasis: Nach Erreichen eines Hochs bei 4202 (Bildung eines Doppeltops) zu Wochenbeginn ist der Preis stetig gefallen; aktuell erfolgt ein erneuter Test des unteren Bandes im Wochenchart. Die Woche wird höchstwahrscheinlich mit einer ausgeprägten „Bearish Engulfing“-Kerze schließen, was den bärischen Trend auf Wochenbasis weiter untermauert; dabei fungiert der gleitende 5-Wochen-Durchschnitt bei 4160 als starker mittel- bis langfristiger Widerstand.
Tagesbasis: Die vorangegangene V-förmige Erholungsbewegung (3983–4202) ist vollständig beendet. Der Kurs ist unter die kritische doppelte Unterstützung durch die gleitenden 5-Tage- und 10-Tage-Durchschnitte gefallen; das System der gleitenden Durchschnitte ist nach unten gekippt und weist nun eine bärische Konstellation auf.
Das bärische (grüne) MACD-Histogramm hat sich erneut ausgeweitet und signalisiert damit die offizielle Ausbildung eines Abwärtskanals.
Kurzfristige Zeitebenen (1-Stunden-/4-Stunden-Chart): Es hat sich ein gestufter Abwärtskanal voll ausgebildet. Die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte drücken den Kurs beständig nach unten; bei jeder Berührung des durch die gleitenden Durchschnitte gebildeten Widerstands dreht der Kurs ab – ein typisches Muster für eine bärische Trendfortsetzung.
DAX Tagesausblick 17. Juli – Nächste Schwäche bei Risk AssetsDie Märkte starten mit deutlich mehr Unsicherheit in den letzten Handelstag der Woche. Während die Inflationsdaten in den USA zuletzt für Entspannung sorgten, belasten die Eskalation im Nahen Osten, steigende Ölpreise sowie erste Gewinnmitnahmen im Technologiesektor zunehmend die Risk Assets. Besonders der Halbleitersektor gerät unter Druck und auch die großen US-Indizes zeigen erste Schwächesignale. Heute richtet sich der Fokus vor allem auf die europäischen Inflationsdaten sowie die Inflationserwartungen der University of Michigan, bevor die Märkte ins Wochenende gehen.
Agenda
* Geopolitische Lage Nahost
* Fundamentale Wirtschaftsdaten von gestern
* Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
* Earnings im Überblick
* Märkte & Korrelationen
* Risk Assets im Überblick
* DAX charttechnischer Ausblick
* Fazit
Geopolitische Lage Nahost
Die Lage im Nahen Osten bleibt äußerst angespannt. Die USA und der Iran setzen ihre gegenseitigen Angriffe fort, während die Straße von Hormus weiterhin erheblich beeinträchtigt bleibt. Der Öltransport durch die wichtigste Handelsroute der Welt läuft nur eingeschränkt, wodurch die Sorgen über mögliche Lieferengpässe und steigende Energiepreise weiter zunehmen.
Zusätzlich droht Iran weiterhin indirekt mit einer Ausweitung des Konflikts über seine regionalen Verbündeten. Damit bleibt das geopolitische Risiko der wichtigste Unsicherheitsfaktor für die Finanzmärkte. Jede weitere Eskalation dürfte insbesondere den Ölpreis, die Inflationserwartungen und damit auch die Zinserwartungen der Notenbanken beeinflussen.
Hier wird entscheidend, was am Wochenende passiert!
Fundamentale Wirtschaftsdaten von gestern
Die gestrigen US-Konjunkturdaten lieferten erneut ein gemischtes Bild.
Die Retail Sales (MoM) lagen mit 0,2 % exakt auf den Erwartungen, fielen gegenüber dem Vormonat jedoch deutlich schwächer aus.
Noch schwächer präsentierten sich die Core Retail Sales, welche mit -0,2 % unter der Erwartung von 0,0 % veröffentlicht wurden. Da diese Kennzahl den privaten Konsum ohne Automobile misst, gilt sie als wichtiger Frühindikator für die Stärke der US-Wirtschaft. Schwächere Konsumausgaben sprechen grundsätzlich für eine nachlassende Konjunkturdynamik und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer lockereren Geldpolitik.
In Kombination mit den zuletzt ebenfalls schwächeren CPI- und PPI-Daten zeichnet sich damit ein Bild einer nachlassenden Inflation bei gleichzeitig etwas schwächerem Konsum. Für die Federal Reserve bedeutet dies grundsätzlich mehr Spielraum für zukünftige Zinssenkungen.
Dem gegenüber stand jedoch ein überraschend starker Philadelphia Fed Manufacturing Index, der mit 41,4 Punkten die Erwartungen von 12,7 deutlich übertraf. Auch die Initial Jobless Claims fielen mit 208.000 besser aus als erwartet und zeigen weiterhin einen robusten Arbeitsmarkt.
Insgesamt bleibt das Bild daher gemischt: Die Inflation entspannt sich zunehmend, der Konsum verliert leicht an Dynamik, gleichzeitig präsentiert sich der Arbeitsmarkt weiterhin stabil.
Auch mehrere Fed-Mitglieder betonten gestern erneut, dass einzelne Inflationsberichte noch nicht ausreichen, um den geldpolitischen Kurs kurzfristig deutlich zu verändern.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute richtet sich der Fokus zunächst auf die Inflationsdaten der Eurozone.
Im Mittelpunkt stehen:
* CPI (YoY)
* Core CPI (YoY)
* CPI (MoM)
Nach den zuletzt rückläufigen Inflationsdaten aus den USA dürfte besonders interessant werden, ob sich nun auch in Europa eine ähnliche Entspannung zeigt. Sollte die Inflation stärker als erwartet zurückgehen, könnte dies die Erwartungen an zukünftige Zinssenkungen der EZB unterstützen und das Umfeld für den DAX Stärken.
Am Nachmittag folgen anschließend:
* Export- und Importpreise
* Housing Starts
* Building Permits
* Industrial Production
Besondere Aufmerksamkeit erhalten heute außerdem die Michigan Inflation Expectations (1 Year & 5 Year). Gerade diese langfristigen Inflationserwartungen werden von der Fed sehr genau beobachtet, da sie Hinweise liefern, ob sich die Inflationserwartungen der Verbraucher nachhaltig verändern.
Damit endet eine insgesamt sehr datenreiche Handelswoche.
Earnings im Überblick
Auch die Berichtssaison liefert weiterhin starke Impulse.
Positiv überraschten unter anderem:
* TSMC
* UnitedHealth
* General Electric
* Abbott Laboratories
* U.S. Bancorp
* State Street
Etwas schwächer fielen dagegen die Zahlen von Netflix aus.
Insgesamt bestätigt sich weiterhin ein solides Bild der Unternehmensgewinne. Dennoch konzentrieren sich die Märkte aktuell stärker auf Bewertung, Geldpolitik und Geopolitik als auf einzelne Quartalszahlen.
Märkte & Korrelationen
US Oil
Nach dem starken Anstieg infolge der Eskalation im Nahen Osten zeigt Öl zum Wochenschluss erste Schwäche. Die wichtige Zone um 79 USD wurde kurzfristig unterschritten.
Entscheidend bleibt nun der Weekly Close.
* Unter 76 USD rückt ein Rücklauf in Richtung 72 USD in den Fokus.
* Über 79 USD bleiben die Ziele bei 84 USD, 86 USD und anschließend 88 USD bestehen.
Ein dauerhaft hoher Ölpreis erhöht den Inflationsdruck, erschwert zukünftige Zinssenkungen und belastet insbesondere Risk Assets.
Dollar Index (DXY)
Der Dollar konnte sich gestern wieder oberhalb der wichtigen 100,5er Marke stabilisieren.
Jetzt wird entscheidend sein, wo der Wochenabschluss erfolgt.
* Unter 100,5 wären 100,0 und anschließend 99,5 die nächsten Ziele.
* Über 100,6 könnte sich die Erholung in Richtung 101 fortsetzen.
US-Staatsanleihen
Nach den schwächeren Inflationsdaten sowie den rückläufigen Core Retail Sales fielen die Renditen über nahezu die gesamte Laufzeitenkurve erneut.
Aktuell:
* 3Y: -0,67 %
* 5Y: -0,66 %
* 10Y: -0,53 %
* 30Y: -0,29 %
Die Renditen liegen zwar weiterhin auf vergleichsweise hohen Niveaus, zeigen aber seit Veröffentlichung der CPI- und PPI-Daten eine klare Entspannung.
VIX
Der Volatilitätsindex notiert aktuell bei rund 16,7 Punkten.
Damit bleibt die Marktvolatilität zwar erhöht, bewegt sich jedoch weiterhin unter der wichtigen Marke von 20 Punkten. Eine nachhaltige Eskalation im Nahen Osten könnte den VIX jedoch jederzeit wieder deutlich ansteigen lassen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia wurde erneut an der Zone zwischen 212 und 213 USD abgewiesen und verlor gestern rund 2,5 %.
Entscheidend bleibt nun der Weekly Close oberhalb der psychologisch wichtigen 200 USD.
Support:
* 198 USD
* 195 USD
* 190 USD
Resistance:
* 212–213 USD
* 217 USD
* 232 USD
Bitcoin
Bitcoin wurde erneut an der Widerstandszone der Monatstiefs April und März abgewiesen und setzt seine kurzfristige Abwärtsbewegung fort, ich sag es schon seit einigen Wochen, BTC bleibt für mich Short.
Aktuell notiert der Kurs bei rund 63.000 USD.
Für mich bleibt das kurzfristige Bild weiterhin bearish.
Sollte die Zone zwischen 61.000 und 62.000 USD nicht halten, rückt anschließend die Marke von 60.000 USD in den Fokus.
S&P 500
Der S&P 500 konnte die Allzeithochs erneut nicht verteidigen und zeigt erste Schwächesignale.
Die wichtigste Unterstützung liegt nun bei 7.500 Punkten.
Hält diese Zone, bleiben neue Allzeithochs in der kommenden Woche möglich.
Fällt der Index darunter, rücken 7.466, 7.400 und anschließend 7.350 Punkte in den Fokus.
Nasdaq
Der Nasdaq setzte seine Korrektur fort und schloss unter der wichtigen Marke von 29.000 Punkten.
Bereits zur Asien-Session wurden weitere Verluste verzeichnet.
Solange keine Stabilisierung oberhalb von 29.000 Punkten erfolgt, bleibt das kurzfristige Momentum klar abwärtsgerichtet.
Nächste Unterstützungen:
* 28.500
* 28.200
* 28.000 Punkte
US30
Auch der Dow Jones zeigt relative Schwäche.
Die wichtigste Unterstützung liegt weiterhin bei 52.000 Punkten.
Darunter rückt die Zone um 51.500 Punkte in den Fokus.
Erst oberhalb von 52.500 Punkten verbessert sich das kurzfristige Chartbild wieder deutlich.
DAX charttechnischer Ausblick
Der DAX konnte die Marke von 25.000 Punkten gestern wieder nicht verteidigen und schloss unterhalb dieses wichtigen Preisbereichs.
Während der Asien-Session wurde die bisherige Range schließlich nach unten verlassen. Aktuell testet der Markt die Zone um 24.800 Punkte.
Für den heutigen Handel bleibt dieses Level entscheidend.
Schafft es der DAX, zurück in die alte Range zu laufen, dürfte zunächst erneut die Marke von 25.000 Punkten angelaufen werden.
Sollte dagegen die Zone um 24.800 Punkte nicht verteidigt werden können, rückt als nächstes Ziel 24.500 Punkte in den Fokus.
Für Long-Positionen bleibe ich zunächst vorsichtig. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 25.200 Punkte würde das kurzfristige Chartbild wieder deutlich aufhellen.
Fazit
Die Märkte zeigen zum Wochenschluss erste sichtbare Ermüdungserscheinungen. Während sich die Inflationsdaten zuletzt verbessert haben, sorgen die geopolitische Lage im Nahen Osten, steigende Ölpreise und erste Gewinnmitnahmen im Technologiesektor für zunehmenden Gegenwind bei Risk Assets.
Heute dürften insbesondere die europäischen Inflationsdaten sowie die Inflationserwartungen der University of Michigan den Wochenausklang bestimmen. Gleichzeitig bleibt der Ölpreis über das Wochenende der wohl wichtigste Indikator für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte.
Der heutige Weekly Close dürfte deshalb für die Richtung der kommenden Handelswoche von besonderer Bedeutung sein.
Keine Anlageberatung.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und wie immer stabile Trades.
XAGUSD H1: Technische Erholung am KanaltiefEntwicklung:
XAGUSD bewegt sich auf dem H1-Chart weiterhin innerhalb eines fallenden Trendkanals und ist soeben nahe an dessen untere Begrenzung zurückgefallen. Nach einer Reihe von tieferen Hochs und tieferen Tiefs zeigt der Verkaufsdruck Anzeichen von Schwäche, da der Kurs direkt an der Unterstützungszone reagiert. Dies eröffnet die Möglichkeit einer technischen Erholung.
Szenario/Ausrichtung:
Priorisiert wird ein Kaufszenario (Long), sofern der Kurs die aktuelle Unterstützungszone verteidigen kann und von der unteren Grenze des Abwärtstrendkanals nach oben abprallt. In diesem Fall liegt das nahegelegene Ziel im Bereich von 58,00 USD, während ein weiteres Ziel bei 59,00 USD liegt, wo sich wichtige Widerstandszonen konzentrieren.
Das Aufwärtsszenario ist hinfällig, falls der Kurs die untere Grenze des Kanals nachhaltig nach unten durchbricht und ein neues Tief ausbildet.
NZDUSD: Hält der Retest – und folgt jetzt der Anstieg auf 0,5915OANDA:NZDUSD bewegt sich innerhalb eines klar definierten Aufwärtskanals, wobei der Kurs sowohl die obere als auch die untere Begrenzung der Struktur respektiert. Der Preis hat kürzlich einen wichtigen Widerstandsbereich nach oben durchbrochen und ist nun für einen möglichen Retest zurückgekehrt. Dieser Bereich diente zuvor als Widerstand und könnte nun als Unterstützung fungieren, was für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends spricht.
Sollten die Käufer diese Unterstützungszone bestätigen, dürfte der Kurs in Richtung des Ziels bei 0,59150 steigen, das mit der oberen Begrenzung des Aufwärtskanals zusammenfällt. Ein deutlicher Bruch unter die Unterstützungszone würde das bullische Szenario jedoch entkräften und den Weg für eine tiefere Korrektur öffnen.
Denke daran, deine Setups immer zu bestätigen und konsequent auf ein solides Risikomanagement zu achten. Viel Erfolg beim Trading!
XAGUSD an kritischer Unterstützung: Ist 72,00 das nächste Ziel?Silber hat eine wichtige Unterstützungszone erreicht, an der es in der Vergangenheit bereits deutliche Kursreaktionen und starkes Kaufinteresse gab. Dadurch gilt dieser Bereich als entscheidende Nachfragezone, was die Wahrscheinlichkeit einer bullischen Erholung erhöht, sofern die Käufer erneut aktiv werden.
Die aktuelle Marktstruktur deutet darauf hin, dass eine Bestätigung in diesem Bereich den Weg für eine größere Aufwärtsbewegung ebnen könnte. Stabilisiert sich der Preis oberhalb der Unterstützung und zeigt eine überzeugende bullische Reaktion, liegt mein nächstes Kursziel bei 72,00.
Dennoch muss sich diese Unterstützungszone erst noch beweisen. Sollte der Kurs klar unter die Unterstützung fallen und es nicht schaffen, sie zurückzuerobern, würde das bullische Szenario deutlich an Stärke verlieren und Raum für weitere Kursverluste schaffen.
Im Moment konzentriere ich mich daher auf die Reaktion des Marktes an dieser Zone, anstatt den exakten Tiefpunkt vorhersagen zu wollen. Eine Unterstützung schafft zwar Chancen, doch erst eine Bestätigung macht das Setup wirklich interessant.
Dies ist lediglich meine persönliche Einschätzung auf Basis von Unterstützungs- und Widerstandszonen und stellt keine Finanzberatung dar. Warte immer auf eine Bestätigung und achte auf ein konsequentes Risikomanagement.
Viel Erfolg beim Trading!
XAUUSD H1: Das Dreieck zieht sich um die Zone 4.030 zusammenGold bildet aktuell eine ziemlich klare fallende Dreiecksformation, wobei die obere Trendlinie seit dem Hoch bei 4.145 fallende Hochs miteinander verbindet, während die untere Begrenzung des Dreiecks nahezu horizontal um die Zone 4.000–4.010 verläuft. Solche Muster neigen in der Regel dazu, in Richtung des übergeordneten Trends aufzulösen – hier also eher abwärts, je enger sich das Dreieck zusammenzieht.
Ich bevorzuge einen Verkauf, sobald der Preis in Richtung der oberen Trendlinie zurückläuft und diese im Bereich 4.060–4.080 erneut testet, mit Stop-Loss über 4.100. Erstes Ziel liegt bei 4.000, ein weiter gefasstes Ziel bei 3.960, sollte die untere Dreiecksgrenze klar durchbrochen werden.
Das Szenario wäre ungültig, falls der Preis über die obere Trendlinie des Dreiecks ausbricht und sich dort auch schließt – in diesem Fall wäre die bärische Struktur gebrochen, und ich würde den Verkaufsbias für diese Idee nicht mehr beibehalten.
Viel Erfolg beim Trading!
GBPUSD: Die aktuelle Rally muss jetzt ihre Stärke beweisenGBPUSD erreicht nun einen Punkt, an dem die laufende Aufwärtsbewegung ihre Stärke unter Beweis stellen muss. Nach einer kräftigen Erholung aus den tieferen Kursbereichen ist der Preis in eine markante Widerstandszone vorgestoßen, die im Chart deutlich zu erkennen ist. Genau hier werde ich vorsichtiger, denn schnelle Anstiege verlieren häufig an Dynamik, sobald sie auf einen Bereich treffen, in dem zuvor starker Verkaufsdruck herrschte.
Allein das Erreichen des Widerstands ist für mich noch kein Verkaufssignal. Entscheidend ist vielmehr, wie der Markt darauf reagiert. Sollte der Kurs nur leicht weiter steigen und anschließend deutliche Ablehnung zeigen, die Kerzen kleiner werden oder es den Käufern nicht gelingen, sich oberhalb dieser Zone zu etablieren, wäre das ein Hinweis darauf, dass die Kaufkraft nachlässt. In diesem Fall könnte die aktuelle Rally lediglich in eine kurzfristige Distributionsphase übergehen, bevor die Verkäufer wieder die Kontrolle übernehmen.
Tritt dieses Szenario ein, werde ich eine Korrektur in Richtung 1,33850 beobachten. Dieses Ziel gewinnt deutlich an Wahrscheinlichkeit, wenn der Kurs die Widerstandszone mit erkennbar zunehmendem Verkaufsdruck verlässt. Gelingt hingegen ein klarer Ausbruch mit anschließendem Halten oberhalb des Widerstands, wäre das bärische Szenario für mich nicht mehr gültig.
Diese Analyse spiegelt lediglich meine persönliche Interpretation der aktuellen Marktstruktur wider und stellt keine Anlageberatung dar. Ich bevorzuge es, auf eine Bestätigung des Marktes zu warten, anstatt voreilig zu handeln, und stelle ein konsequentes Risikomanagement stets an erste Stelle.
XAUUSD H1: Preis eingeklemmt zwischen zwei wichtigen ZonenGold notiert derzeit zwischen der Widerstandszone 4.085–4.100 oberhalb und der Unterstützungszone 4.015–4.030 unterhalb, nach einer deutlichen Abwärtsbewegung vom Hoch der vergangenen Woche. Der Preis befindet sich relativ nah an der Unterstützung, und genau hier dürfte sich entscheiden, ob die Abwärtsbewegung fortgesetzt wird oder eine kurzfristige Erholung einsetzt.
Ich bevorzuge einen Verkauf, sobald der Preis in die Widerstandszone 4.085–4.100 zurückläuft, mit Stop-Loss über 4.110. Erstes Ziel bei 4.015, ein weiteres Ziel bei 3.980, sollte die Unterstützungszone klar durchbrochen werden.
Das Szenario wäre ungültig, falls sich der Preis stabil über 4.110 schließt – das würde zeigen, dass die Käufer wieder die Kontrolle übernommen haben, und ich würde in diesem Fall abwarten, statt am Verkaufsbias festzuhalten.
Viel Erfolg beim Trading!
EURUSD: Steht die Rally vor ihrem Wendepunkt?EURUSD hat zuletzt eine sehr starke Aufwärtsbewegung gezeigt. Ich glaube jedoch, dass der Markt nun einen entscheidenden Punkt erreicht. Nach einem derart dynamischen Anstieg ist eine Korrektur durchaus wahrscheinlich, besonders da der Kurs in einer wichtigen Widerstandszone erste Anzeichen von nachlassendem Kaufdruck zeigt.
Mein mögliches Abwärtsziel liegt bei etwa 1,14300. Zuvor möchte ich jedoch klare Hinweise darauf sehen, dass die Verkäufer tatsächlich in den Markt zurückkehren. Eine deutliche Zurückweisung an der aktuellen Widerstandszone, schwächere bullische Kerzen oder ein gescheiterter Ausbruchsversuch würden das bärische Szenario deutlich überzeugender machen.
Das alternative Szenario wäre eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Dafür müssten die Käufer allerdings deutlich mehr Stärke zeigen, die Widerstandszone klar durchbrechen und den Kurs anschließend darüber halten.
Wie siehst du EURUSD: Bereitet sich der Markt auf eine Korrektur vor oder ist die Rally noch nicht beendet?
XAUUSD H1: Die fallende Trendlinie zeigt bislang keine SchwächeGold wurde bereits dreimal an ein und derselben fallenden Trendlinie seit dem Hoch bei 4.145 zurückgewiesen, was zeigt, dass die Verkäufer die Erholungsbewegungen bislang fest im Griff haben. Darunter fungiert die Marke 4.015 als nächstgelegene Unterstützung, und der Preis nähert sich dieser Zone nach der jüngsten Zurückweisung an der Trendlinie erneut an.
Ich bevorzuge einen Verkauf, sobald der Preis die Trendlinie im Bereich 4.050–4.070 erneut testet, mit Stop-Loss über 4.090. Erstes Ziel bei 4.015, ein weiteres Ziel bei 3.980, falls diese Unterstützung bricht.
Das Szenario wäre ungültig, falls der Preis über die fallende Trendlinie ausbricht und sich dort auch schließt, begleitet von einem höheren Hoch als zuvor – in diesem Fall würde sich die Struktur neutral oder bullisch verschieben, und ich würde den Verkauf nicht mehr priorisieren.
Viel Erfolg beim Trading!
Kernargumente für ein bärisches SzenarioKernargumente für ein bärisches Szenario
(Begrenzung von Kursgewinnen und Auslösung von Rücksetzern)
🔆1. Die Fed hat keinen Kurswechsel hin zu einer lockeren Geldpolitik vollzogen; sie hat lediglich eine Pause bei den Zinserhöhungen eingelegt.
Fed-Chef Warsh hat ausdrücklich erklärt, dass der Kampf gegen die Inflation nicht allein aufgrund der Verbraucherpreisdaten (CPI) eines einzigen Monats für beendet erklärt wird. Er verfolgt weiterhin eine Null-Toleranz-Politik gegenüber hoher Inflation und hält sich die Option für weitere Zinserhöhungen im weiteren Jahresverlauf offen. Dies zerstreut die Marktfantasien einer umfassenden geldpolitischen Lockerung, macht die Bullen vorsichtig, blind neuen Höchstständen hinterherzujagen, und sorgt für anhaltenden Verkaufsdruck aus den darüber liegenden Kursbereichen.
🚀2. Starker Widerstand durch „gefangene“ Positionen; Ausbrüche ohne Handelsvolumen führen unweigerlich zu Rückschlägen.
Der Bereich zwischen 65.300 und 65.600 US-Dollar markiert das Intraday-Hoch der aktuellen Erholungsbewegung und fällt mit jener Zone hohen Handelsvolumens zusammen, in der der vorangegangene Abwärtstrend begann; dort wartet ein großes Volumen an „gefangenen“ Positionen (die bei höheren Kursen eingegangen wurden) auf eine Ausstiegsmöglichkeit. In höheren Kursregionen – zwischen 66.000 und 66.900 US-Dollar – liegt ein noch größeres Volumen an Positionen, deren Inhaber auf eine Gelegenheit warten, ihre Verluste zu begrenzen. Ohne anhaltende, massive ETF-Zuflüsse ist ein Durchbruch durch diese Widerstandszone in einem einzigen Schritt höchst unwahrscheinlich.
🏴3. ETF-Kapitalflüsse sind volatil; ein einzelner Tag mit Zuflüssen signalisiert noch kein nachhaltiges Kaufinteresse.
Es gab bereits Fälle, in denen auf einen Tag mit ETF-Zuflüssen am nächsten Tag massive Abflüsse (Rücknahmen) folgten. Die Aktivitäten institutioneller Anleger beschränkten sich weitgehend darauf, die Verlustrealisierung zu stoppen, anstatt aktiv und in großem Stil Bestände aufzubauen. Der Erholungsbewegung fehlt die Dynamik nachhaltigen, langfristigen Kapitals, wodurch sie anfällig für Kapitalabflüsse und daraus resultierende Rücksetzer auf hohem Niveau ist.
Argumente für eine umfassende Dominanz der Bären Argumente für eine umfassende Dominanz der Bären (Begrenzung des Erholungspotenzials; Bevorzugung von Short-Positionen bei Höchstständen)
🌎1. Keine grundlegende Änderung der geldpolitischen Ausrichtung der Fed; „Higher for Longer“ bleibt das Basisszenario.
Während seiner Anhörung zur Bestätigung im Amt lehnte Warsh die Idee ausdrücklich ab, den Zyklus zur Inflationsbekämpfung auf der Grundlage von Inflationsdaten eines einzigen Monats zu beenden; zudem hob die Hälfte der FOMC-Mitglieder im „Dot Plot“ vom Juni ihre Zinsprognosen für Ende 2026 an. Somit bleibt „Higher for Longer“ der geldpolitische Basiskurs der Federal Reserve. Als unverzinslicher Vermögenswert fehlt Gold die makroökonomische Grundlage für einen nachhaltigen Bullenmarkt in einem Umfeld, in dem die Realrenditen US-amerikanischer Staatsanleihen langfristig relativ hoch bleiben. Folglich sind aktuelle Kursanstiege lediglich als vorübergehende Erholungen innerhalb eines Abwärtstrends zu werten; die Voraussetzungen für eine Umkehr des vorherrschenden mittelfristigen Abwärtstrends (Bear-Trend) sind nicht gegeben.
🔷2. Anhaltender Verkaufsdruck aus drei Quellen bremst jede Erholung konsequent ab.
① Programmierte Verkäufe im Zusammenhang mit der Hebelwirkung von Yen-Carry-Trades: Da sich die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan nicht wesentlich verringert hat und die Bank of Japan die Zinsen bei 1 % belässt, verkaufen algorithmische Handelssysteme von Hedgefonds automatisch Gold – um Dollar zur Rückzahlung von auf Yen lautenden Verbindlichkeiten zu repatriieren –, sobald der Preis steigt; dies begrenzt das Ausmaß von Kursanstiegen kontinuierlich.
② Verkaufsdruck durch „unter Wasser“ liegende Positionen (Verlustpositionen), die bei historischen Höchstständen eingegangen wurden: Ein großes Volumen an Long-Positionen (sowohl Spot- als auch Futures-Kontrakte) aus dem Bereich von 4.400 bis 4.500 US-Dollar ist weiterhin „gefangen“; sobald die Preise die Zone von 4.100 bis 4.202 US-Dollar berühren, lösen diese Positionen massenhafte Liquidationen (Stop-Loss-Verkäufe) aus, was zu konzentriertem Verkaufsdruck führt.
③ Bärische Haltung bei langfristigem institutionellem Kapital: Der SPDR-Fonds verzeichnete nur geringfügige, eintägige Bestandszunahmen, ohne nachhaltige, umfangreiche Nettozuflüsse zu generieren; große nordamerikanische Vermögensverwalter reduzieren weiterhin ihr Engagement im Edelmetallsektor. Dies bedeutet, dass Kursanstiege ohne Volumenunterstützung nach anfänglichen Spitzenwerten sehr anfällig für starke Rückschläge sind.
🌐3. Die geopolitische Risikoprämie bei Rohöl birgt latente Risiken für die künftige Inflation. Angesichts der ausbleibenden wesentlichen Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sowie der anhaltenden Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormus bewegen sich die Ölpreise auf hohem Niveau. Die Märkte sind weiterhin besorgt, dass ein erneuter Anstieg der Energiepreise die Inflation wieder anheizen könnte; da die US-Notenbank Zinserhöhungen nicht dauerhaft ausgeschlossen hat, scheuen sich auf steigende Kurse setzende Anleger davor, die Preise aggressiv nach oben zu treiben. Folglich ist die Aufwärtsdynamik von Natur aus begrenzt, was dazu führt, dass die Preise zwar zu Anstiegen neigen, sich aber gegen einen Rückgang sträuben.
Kurze bärische GoldanalyseFundamentale Faktoren
Steigende geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben die Rohölpreise an und wecken erneut Sorgen vor anhaltender Inflation. Dadurch verstärken sich die hawkishen Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve. Die Marktteilnehmer reduzieren ihre Erwartungen an Zinssenkungen und gehen von längerfristig hohen Zinssätzen aus. Gleichzeitig steigen der US-Dollar-Index sowie die Realrenditen zehnjähriger US-Staatsanleihen kontinuierlich. Da Gold keine Zinserträge generiert, erhöht sich seine Opportunitätskosten deutlich, wodurch seine Anlageattraktivität abnimmt. Risikoscheues Kapital bevorzugt daher dollarbasierte Vermögenswerte gegenüber Gold. Zudem verzeichnen goldgedeckte ETFs anhaltende Kapitalabflüsse, die auf eine breite Liquidation von Long-Positionen hindeuten und den bärischen Trend des Goldpreises festigen.
Technische Einschätzung
Gold durchbrach nachhaltig die wichtige Unterstützung bei 4000 und fiel bis auf ein Tief nahe 3980, wodurch die kurzfristige bärische Dynamik vollständig abgebaut wurde. Der aktuelle Anstieg auf rund 4065 stellt lediglich eine technische Korrektur durch Glattstellung von Short-Positionen dar und keine Trendwende. Die gesamte bärische Marktstruktur bleibt bestehen, wobei die durchbrochene Marke von 4000 nun als starker Widerstand fungiert. Der Preis befindet sich weiterhin unterhalb der kurzfristigen gleitenden Durchschnitte, während der Bereich von 4100 bis 4140 als zentraler oberer Widerstand wirkt. Dieser Anstieg verfügt über keine nachhaltige Kaufkraft und keine fundamentalen Unterstützungsfaktoren, zudem verbleiben die Momentum-Indikatoren klar im bärischen Bereich.
Kurzfristige Handelsneigung & Strategie
Der aktuelle Korrekturanstieg in der Zone von 4060 bis 4080 bietet eine hochwahrscheinliche und risikoarme Einstiegsmöglichkeit für Short-Positionen und entspricht dem dominierenden Abwärtstrend. Die kurzfristige bullische Dynamik ist erschöpft, der Preis hat einen wichtigen Widerstandsbereich erreicht und bietet ein günstiges Chancen-Risiko-Verhältnis für Verkaufspositionen. Händlern wird empfohlen, bei diesem Anstieg Short-Positionen zu eröffnen oder auszubauen.
- Verkaufsbereich: 4060 – 4080
- Hauptgewinnziele: 4000 – 3970 – 3950 – 3930
- Risikokontrolle: Platzieren Sie den Stop-Loss oberhalb des jüngsten Anstiegshochs, um Ausbruchsrisken zu vermeiden
Der bärische Trend ist weiterhin dominant. Unfundierte Preissteigerungen stellen lediglich technische Korrekturen und ideale Verkaufschancen dar. Es ist zu erwarten, dass Gold bald wieder nach unten dreht und seinen Abwärtstrend in Richtung der Zielmarken fortsetzt.
DAX Tagesausblick 16. Juli–Nach den überraschend schwachen US-Inflationsdaten der vergangenen beiden Tage richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer nun auf die Frage, ob sich der disinflationäre Trend tatsächlich bestätigt oder ob steigende Energiepreise und die weitere Eskalation im Nahen Osten die kommenden Inflationsberichte wieder belasten könnten. Während der CPI-Bericht am Dienstag und die gestrigen PPI-Daten den Zinserhöhungsdruck der Federal Reserve deutlich reduziert haben, mahnten zahlreiche Fed-Mitglieder wie Kevin Warsh, John Williams und Lisa Cook zur Vorsicht: Ein einzelner Inflationsbericht reicht nicht aus, um von einem nachhaltigen Trend zu sprechen.
Parallel dazu verschärft sich die geopolitische Lage zwischen den USA und Iran weiter. Die Kämpfe rund um die Straße von Hormus nehmen zu, erste Auswirkungen auf den Schiffsverkehr werden sichtbar und der Ölmarkt bleibt entsprechend im Fokus. Gleichzeitig beginnt die Berichtssaison Fahrt aufzunehmen. Besonders die heutigen Zahlen von Taiwan Semiconductor (TSMC) dürften für den gesamten Halbleiter- und KI-Sektor richtungsweisend werden.
Agenda
• Geopolitische Lage Nahost
• Fundamentale Wirtschaftsdaten von gestern
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
• Earnings im Überblick
• Märkte & Korrelationen
• Risk Assets
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Die geopolitische Situation im Nahen Osten bleibt weiterhin der größte Unsicherheitsfaktor für die Finanzmärkte.
Nachdem Iran die Straße von Hormus faktisch geschlossen beziehungsweise massiv eingeschränkt hatte, reagierten die USA mit einer weiteren Eskalationsstufe. Laut Reuters führten die US-Streitkräfte mittlerweile mehrere Angriffswellen gegen iranische Küstenverteidigung, Raketenstellungen, Drohnenkapazitäten sowie militärische Infrastruktur rund um Bandar Abbas und die Straße von Hormus durch. Ziel ist es nach Angaben des US Central Command, die iranischen Fähigkeiten zur Kontrolle der Schifffahrt deutlich einzuschränken.
Gleichzeitig meldete Iran Angriffe auf US-Militärstandorte in Bahrain, Kuwait und Jordanien und bezeichnete den Konflikt inzwischen offen als „existenziellen Krieg“ gegen die Vereinigten Staaten. Zwar sprach Donald Trump erneut davon, dass Iran grundsätzlich zu Verhandlungen bereit sei, gleichzeitig kündigte er jedoch weitere militärische Maßnahmen an, falls keine Einigung erzielt werde.
Besonders interessant sind die aktuellen Daten zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Sowohl Reuters als auch Windward Intelligence berichten inzwischen über einen deutlichen Rückgang der Schiffsbewegungen. Mehrere Tanker wurden umgeleitet, einzelne Schiffe gestoppt und die Anzahl der täglichen Durchfahrten ist bereits sichtbar zurückgegangen. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels passiert normalerweise diese Meerenge, weshalb jede weitere Eskalation unmittelbare Auswirkungen auf den Energiemarkt haben könnte.
Trotz der angespannten Lage reagierten die Finanzmärkte bislang erstaunlich ruhig. Der Ölpreis notiert zwar weiterhin auf erhöhtem Niveau, ein massiver Angebotsschock wurde bislang jedoch noch nicht eingepreist. Genau darin liegt momentan das größte Risiko: Sollte sich die Situation weiter verschärfen oder die Ölversorgung nachhaltig beeinträchtigt werden, könnten steigende Energiepreise die zuletzt positiven Inflationsdaten schnell wieder relativieren.
Auch mehrere Vertreter der Europäischen Zentralbank warnten gestern davor, dass die Aktienmärkte geopolitische Risiken derzeit möglicherweise unterschätzen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Der absolute Fokus lag gestern auf dem US Producer Price Index (PPI), also den Erzeugerpreisen.
Diese Daten gelten als wichtiger Frühindikator für die zukünftige Verbraucherpreisentwicklung, da steigende oder fallende Produktionskosten häufig zeitverzögert an die Endverbraucher weitergegeben werden.
Die Zahlen fielen erneut deutlich schwächer aus als erwartet:
• PPI (MoM): -0,3 % (Forecast: 0,0 %, Previous: +0,6 %)
• Core PPI (MoM): +0,2 % (Forecast: +0,3 %, Previous revidiert auf +0,1 %)
Damit bestätigt der PPI-Bericht den bereits am Dienstag veröffentlichten schwachen CPI-Bericht und unterstreicht den aktuell nachlassenden Inflationsdruck.
Noch wichtiger als die eigentlichen Zahlen ist jedoch der Blick in den offiziellen Bericht des Bureau of Labor Statistics. Der Rückgang der Erzeugerpreise war vor allem auf deutlich niedrigere Energiepreise zurückzuführen. Besonders Benzin, Diesel, Rohöl und Kerosin belasteten den Gesamtindex erheblich. Gleichzeitig stiegen Dienstleistungspreise zwar leicht an, konnten den kräftigen Rückgang im Güterbereich jedoch nicht ausgleichen. 
Für die Aktienmärkte sind diese Daten grundsätzlich positiv, da sinkende Inflationsraten den Druck auf die Federal Reserve reduzieren und Zinserhöhungen zunehmend unwahrscheinlicher machen.
Allerdings mahnten nahezu sämtliche Fed-Mitglieder gestern zur Vorsicht.
Kevin Warsh betonte mehrfach, dass ein einzelner Inflationsbericht keinen Trend darstellt und weitere Daten notwendig seien. John Williams verwies ebenfalls darauf, dass die Inflation zwar in die richtige Richtung gehe, die aktuelle Geldpolitik jedoch weiterhin angemessen restriktiv sei. Auch Lisa Cook erklärte, dass CPI- und PPI-Daten eines einzelnen Monats nicht ausreichen würden, um eine nachhaltige Trendwende auszurufen.
Ein weiterer positiver Datenpunkt war der New York Empire State Manufacturing Index.
Mit 15,6 Punkten lag dieser deutlich über den Erwartungen von 9,3 Punkten sowie über dem Vormonatswert von 5,7 Punkten. Dies signalisiert eine überraschend robuste Entwicklung der Industrie und zeigt, dass sich die US-Wirtschaft trotz hoher Zinsen bislang weiterhin widerstandsfähig präsentiert.
Ebenfalls veröffentlicht wurde gestern das Beige Book der Federal Reserve. Dieses erscheint achtmal jährlich und fasst qualitative Rückmeldungen aus sämtlichen Fed-Distrikten zusammen. Laut dem aktuellen Bericht wuchs die US-Wirtschaft zuletzt insgesamt leicht bis moderat. Der Arbeitsmarkt bleibt robust, die Beschäftigung steigt in vielen Regionen weiter an und die Unternehmen berichten weiterhin über moderate Preissteigerungen. Gleichzeitig verwiesen zahlreiche Distrikte auf erhöhte Unsicherheit durch steigende Energiepreise, Lieferkettenprobleme und den Konflikt im Nahen Osten.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Nachdem die Inflationsdaten in dieser Woche den Takt vorgegeben haben, richtet sich der Fokus heute vollständig auf die Entwicklung des US-Konsums sowie des Arbeitsmarktes.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Retail Sales.
Die Einzelhandelsumsätze gelten als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Konsumnachfrage in den USA. Da der private Konsum rund zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, besitzen diese Daten eine enorme Bedeutung für die zukünftige Geldpolitik der Federal Reserve.
Erwartet wird:
• Retail Sales (MoM): +0,2 % (Previous: +0,9 %)
Sollten die Daten deutlich über den Erwartungen liegen, würde dies zeigen, dass die Konsumnachfrage trotz hoher Zinsen weiterhin robust bleibt. Das würde zwar kurzfristig für eine starke Wirtschaft sprechen, gleichzeitig aber auch den Inflationsdruck wieder erhöhen und mögliche Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben.
Fallen die Daten hingegen schwächer aus als erwartet, würde dies den zuletzt veröffentlichten CPI- und PPI-Bericht bestätigen und den Markt in seiner Erwartung unterstützen, dass die Federal Reserve künftig einen weniger restriktiven Kurs einschlagen könnte.
Fast noch wichtiger dürften heute jedoch die Core Retail Sales werden.
Hier liegt die Erwartung bei:
• Core Retail Sales (MoM): 0,0 %
• Previous: +0,8 %
Da hier besonders volatile Komponenten herausgerechnet werden, liefert dieser Bericht ein deutlich besseres Bild über die tatsächliche Stärke des privaten Konsums. Vor allem institutionelle Investoren achten häufig stärker auf diesen Wert als auf den Gesamtindex.
Ebenfalls veröffentlicht wird heute der Philadelphia Fed Manufacturing Index.
Erwartet werden:
• 12,7 Punkte
• Previous: 10,3 Punkte
Dieser Index misst die Stimmung der Industrieunternehmen im Raum Philadelphia und gilt häufig als guter Frühindikator für die landesweite Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes. Werte oberhalb der Erwartungen sprechen für eine robuste Industrie und damit für eine insgesamt widerstandsfähige Wirtschaft.
Abgerundet wird der Nachmittag durch die Initial Jobless Claims.
Hier werden erstmals gestellte Arbeitslosenhilfen veröffentlicht.
Erwartung:
• 216.000
• Previous: 215.000
Der Arbeitsmarkt bleibt weiterhin einer der wichtigsten Faktoren für die Federal Reserve. Steigende Erstanträge würden auf eine erste Abschwächung des Arbeitsmarktes hindeuten und könnten die Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik zusätzlich unterstützen.
Earnings im Überblick
Mit dem Start der Berichtssaison nimmt auch die Unternehmensseite zunehmend Einfluss auf die Märkte.
Gestern konnten bereits zahlreiche Unternehmen positiv überraschen.
Besonders hervorzuheben sind:
• ASML, das sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich über den Erwartungen veröffentlichte und gleichzeitig einen positiven Ausblick für die weitere Nachfrage im Halbleiterbereich präsentierte. Das Unternehmen bestätigte erneut den anhaltenden Investitionsboom rund um künstliche Intelligenz.
• Johnson & Johnson
• Morgan Stanley
• BlackRock
• Progressive
• Bank of New York Mellon
• PNC Financial
• United Airlines
• Cintas
• M&T Bank
Die Mehrzahl der Unternehmen konnte sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz positiv überraschen und lieferte damit einen konstruktiven Start in die Berichtssaison.
Heute richtet sich der Blick insbesondere auf:
• Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) ⭐
• Netflix
• GE Aerospace
• UnitedHealth
• Abbott Laboratories
• State Street
• U.S. Bancorp
Vor allem TSMC dürfte heute die wichtigste Unternehmensmeldung des Tages werden.
Als weltweit größter Auftragsfertiger moderner Halbleiter liefert das Unternehmen praktisch den gesamten KI-Sektor mit den modernsten Chips und gilt deshalb als wichtiger Indikator für die weltweite Nachfrage nach AI-Hardware.
Reuters weist heute Morgen ausdrücklich darauf hin, dass die Erwartungen extrem hoch sind. Analysten rechnen mit einem Gewinnanstieg von rund 60–77 %. Gleichzeitig dürfte jedoch selbst ein starkes Quartal allein nicht ausreichen. Entscheidend wird vor allem der Ausblick für die kommenden Quartale sein.
Genau hier beginnt aktuell die größte Diskussion an den Märkten.
Während die fundamentale Entwicklung im KI-Sektor weiterhin ausgesprochen stark bleibt, stellen Investoren zunehmend die Frage, ob die enormen Investitionen in Rechenzentren und AI-Infrastruktur langfristig tatsächlich ausreichend Gewinne erwirtschaften können.
Diese Unsicherheit spiegelte sich bereits gestern in deutlichen Gewinnmitnahmen bei mehreren asiatischen Halbleiterwerten wie SK Hynix oder Samsung wider.
Auch Reuters griff dieses Thema heute Morgen mit der provokanten Überschrift auf:
“This AI, it will make a profit, right?”
Damit rückt die Diskussion zunehmend von der reinen Wachstumsstory hin zur Frage, ob die aktuellen Bewertungen langfristig tatsächlich gerechtfertigt sind.
Gleichzeitig bleiben Unternehmen wie Nvidia, TSMC, ASML und zahlreiche Softwareunternehmen fundamental hervorragend positioniert.
Für den Technologiesektor dürfte daher in den kommenden Wochen nicht mehr allein entscheidend sein, ob die Unternehmen wachsen, sondern vielmehr wie stark sie wachsen und ob ihre Ausblicke die aktuell sehr hohen Erwartungen weiterhin rechtfertigen können.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Am Ölmarkt ließ die Dynamik gestern etwas nach. Nachdem der Markt in den vergangenen Tagen deutlich von der Eskalation im Nahen Osten profitiert hatte, kam es gestern zunächst zu einer leichten Konsolidierung. US Oil notiert aktuell bei rund 79,30 US-Dollar, was einem Tagesplus von rund 0,53 % entspricht.
An der grundsätzlichen Einschätzung hat sich jedoch nichts verändert.
Solange die geopolitische Lage zwischen den USA und Iran angespannt bleibt und insbesondere die Situation rund um die Straße von Hormus ungelöst ist, bleibt das Aufwärtspotenzial bestehen.
Sollte sich die Eskalation weiter verschärfen oder der Schiffsverkehr nachhaltig beeinträchtigt werden, bleiben für mich die nächsten Zielzonen bei 84 US-Dollar, anschließend 86 US-Dollar sowie 88 US-Dollar.
Kommt es dagegen zu einer diplomatischen Entspannung und fällt der Ölpreis wieder nachhaltig unter die Zone um 79 US-Dollar, rücken zunächst die 77 US-Dollar und anschließend sogar wieder der Bereich um 72 US-Dollar in den Fokus.
Damit bleibt der Ölmarkt momentan der wahrscheinlich wichtigste Inflationsfaktor der kommenden Wochen.
Staatsanleihen
Die US-Staatsanleihen konnten auch gestern erneut zulegen.
Damit gingen die Renditen bereits den zweiten Handelstag in Folge zurück.
Die Kursentwicklung der wichtigsten Laufzeiten:
• 2-jährige Staatsanleihen: +1,40 %
• 5-jährige Staatsanleihen: +1,24 %
• 10-jährige Staatsanleihen: +0,85 %
• 30-jährige Staatsanleihen: +0,36 %
Diese Entwicklung zeigt sehr deutlich, dass der Markt sowohl die CPI- als auch die gestrigen PPI-Daten insgesamt positiv aufgenommen hat.
Gleichzeitig fallen die Bewegungen deutlich kleiner aus als nach früheren Inflationsüberraschungen.
Der Grund liegt auf der Hand:
Die Marktteilnehmer wissen aktuell noch nicht, ob sich dieser disinflationäre Trend tatsächlich fortsetzen wird oder ob die gestiegenen Energiepreise infolge der Nahost-Eskalation bereits in den kommenden Monaten wieder für höhere Verbraucherpreise sorgen werden.
Deshalb bleibt der Bondmarkt derzeit zwar konstruktiv, reagiert jedoch deutlich vorsichtiger als noch vor einigen Monaten.
US-Dollar Index (DXY)
Der Dollar verlor gestern erneut deutlich an Stärke.
Mit einem Tagesverlust von rund 0,44 % fiel der DXY erneut unter die wichtige Unterstützungszone bei 100,50 Punkten.
Damit bleibt das technische Bild zunächst angeschlagen.
Solange der Dollar unter 100,50 bis 100,60 Punkten notiert, sehe ich als nächste Zielbereiche zunächst die psychologisch wichtige Marke von 100 Punkten, anschließend den Bereich um 99,50 Punkte.
Erst wenn sich der Dollar wieder nachhaltig oberhalb von 101 Punkten etablieren kann, würden für mich wieder die Bereiche um 101,50 beziehungsweise 102 Punkte in den Fokus rücken.
Ein stärkerer Dollar würde vor allem dann wahrscheinlich werden, wenn sich die geopolitische Lage deutlich verschärft oder sich erneut Zinserhöhungsfantasien aufgrund steigender Inflation entwickeln.
Aktuell sprechen jedoch sowohl CPI als auch PPI zunächst gegen dieses Szenario.
VIX
Der Volatilitätsindex verlor gestern erneut deutlich an Dynamik.
Mit einem Rückgang von rund 5,15 % notiert der VIX aktuell bei 15,66 Punkten.
Damit signalisiert der Markt trotz der geopolitischen Unsicherheiten weiterhin vergleichsweise geringe Angst.
Gerade das macht die aktuelle Situation allerdings interessant.
Während Öl, Nahost und Hormus täglich neue Schlagzeilen produzieren, reagieren die Aktienmärkte mittlerweile immer weniger auf einzelne Meldungen.
Sollte sich die Situation jedoch unerwartet verschärfen, könnte der VIX sehr schnell wieder deutlich ansteigen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia präsentierte sich gestern erneut stabil und schloss bei rund 212,50 US-Dollar.
Charttechnisch bleibt für mich unverändert die Zone um 213 US-Dollar entscheidend.
Gelingt hier der nachhaltige Ausbruch, rücken zunächst 217 US-Dollar und anschließend erneut der Bereich um 230 US-Dollar in den Fokus.
Fundamental bleibt Nvidia hervorragend positioniert.
Die zahlreichen Partnerschaften der vergangenen Tage sowie der weiterhin starke Ausbau der AI-Infrastruktur bestätigen die langfristige Wachstumsstory.
Kurzfristig dürfte heute jedoch insbesondere TSMC entscheidend werden.
Als wichtigster Chip-Auftragsfertiger der Welt könnten starke oder schwache Zahlen den gesamten Halbleitersektor und damit auch Nvidia maßgeblich beeinflussen.
Bitcoin
Bitcoin reagierte gestern nahezu punktgenau an den von uns identifizierten Widerstandsbereichen.
Der Bereich um die Monatstiefs aus März und April bei rund 65.000 bis 65.700 US-Dollar konnte erneut nicht nachhaltig überwunden werden.
Bereits heute wurde zudem das gestrige Tagestief unterschritten.
Für mich bleibt das übergeordnete Bild zunächst weiterhin eher bärisch.
Sollte Bitcoin erneut unter den aktuellen Widerstandsbereichen bleiben, rückt als nächstes Ziel wieder die Zone um 62.000 US-Dollar in den Fokus.
Erst ein nachhaltiger Ausbruch über das gestrige Tageshoch würde die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Anstiegs in Richtung 67.000 US-Dollar deutlich erhöhen.
S&P 500
Der S&P 500 konnte gestern erneut leicht zulegen und schloss mit einem Tagesplus von rund 0,31 % erneut unmittelbar unter seinem Allzeithoch.
Bereits heute wurde das Wochenhoch aus Kalenderwoche 29 bei rund 7.631 Punkten getestet.
Damit bleibt die Long-Seite zunächst weiterhin leicht im Vorteil.
Sollten die heutigen Retail Sales ebenfalls konstruktiv ausfallen und gleichzeitig keine weitere Eskalation im Nahen Osten erfolgen, wären neue Allzeithochs durchaus realistisch.
Fällt der Ausbruch dagegen erneut aus, dürfte die Zone um 7.590 Punkte zunächst als erster kurzfristiger Support dienen.
Nasdaq 100
Etwas schwächer präsentiert sich weiterhin der Nasdaq.
Obwohl der Index gestern oberhalb der wichtigen Marke von 29.500 Punkten schließen konnte, bleibt das technische Bild kurzfristig deutlich unentschlossener als im S&P 500.
Aktuell bildet sich zunehmend ein symmetrisches Dreieck aus.
Die Hochpunkte fallen leicht tiefer, während gleichzeitig höhere Tiefs entstehen.
Damit dürfte sich der Nasdaq auf eine größere Richtungsentscheidung vorbereiten.
Ein Ausbruch über 29.870 Punkte würde zunächst den Weg in Richtung 30.000 Punkte freimachen.
Sollte dagegen die Unterstützung bei 29.180 Punkten verloren gehen, wären Rücksetzer in Richtung 29.000 beziehungsweise 28.700 Punkte durchaus denkbar.
Heute dürfte insbesondere die Entwicklung von TSMC entscheidend für die kurzfristige Richtung werden.
Dow Jones (US30)
Der Dow Jones präsentierte sich gestern erneut freundlich und gewann rund 0,22 % hinzu.
Damit bleibt der Bereich um 52.500 Punkte weiterhin die wichtigste Unterstützung.
Solange diese Zone verteidigt werden kann, bleibt für mich ein weiterer Anstieg in Richtung 53.000 beziehungsweise 53.200 Punkte das wahrscheinlichere Szenario.
Erst unterhalb von 52.300 Punkten würde sich das kurzfristige Bild wieder eintrüben.
DAX charttechnischer Ausblick
Im DAX hat sich gegenüber gestern praktisch nichts verändert.
Seit inzwischen fast einer Woche pendelt der Index nahezu unverändert um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten.
Genau diese Seitwärtsphase zeigt sehr schön, dass dieser Bereich aktuell von Käufern und Verkäufern gleichermaßen als fair bewertet wird.
Solche Ranging-Phasen gehören im DAX vollkommen zum normalen Marktverhalten und treten regelmäßig auch über mehrere Handelstage hinweg auf.
Gerade deshalb halte ich Geduld aktuell für den wichtigsten Erfolgsfaktor.
Meine Handelsidee bleibt unverändert:
• Unterhalb von 24.770 Punkten würde sich weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 24.500 Punkte eröffnen.
• Oberhalb von 25.220 Punkten sehe ich dagegen Chancen auf einen erneuten Anstieg in Richtung 25.500 Punkte.
Ich persönlich würde aktuell insbesondere auf bestätigte Schlusskurse auf der H4- beziehungsweise Tagesbasis warten.
Gerade in solchen Seitwärtsphasen entstehen häufig Fehlausbrüche und unnötige Verlusttrades.
Lieber einige Tage keine Position eingehen als sich durch Ungeduld die eigene Statistik zu verschlechtern.
Die nächsten größeren Impulse dürften nun von den heutigen US-Einzelhandelsumsätzen, den TSMC-Zahlen sowie der weiteren geopolitischen Entwicklung im Nahen Osten ausgehen.
Fazit
Die Märkte befinden sich aktuell in einer äußerst spannenden Phase.
Auf der einen Seite sprechen sowohl CPI als auch PPI inzwischen klar für einen nachlassenden Inflationsdruck und reduzieren den Zinserhöhungsdruck der Federal Reserve deutlich.
Auf der anderen Seite mahnen nahezu sämtliche Fed-Mitglieder weiterhin zur Vorsicht und betonen, dass ein einzelner Inflationsbericht keinesfalls ausreicht, um bereits von einem nachhaltigen Trend zu sprechen.
Parallel dazu bleibt die geopolitische Lage rund um Iran, Israel und die Straße von Hormus das größte Risiko für die kommenden Wochen. Die ersten Auswirkungen auf den Schiffsverkehr sind inzwischen sichtbar, ein echter Angebotsschock am Ölmarkt ist bislang jedoch ausgeblieben.
Für die Aktienmärkte dürfte heute insbesondere die Kombination aus Retail Sales, TSMC-Earnings sowie der weiteren Nachrichtenlage aus dem Nahen Osten entscheidend werden.
Im DAX selbst bleibt die Ausgangslage unverändert. Solange die aktuelle Range nicht verlassen wird, spricht vieles weiterhin für Geduld und das Warten auf einen klaren Ausbruch.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch wie immer stabile Trades und einen erfolgreichen Handelstag!
AUDUSD: Käufer verteidigen die Marke von 0,7000Nach einer starken Rallye erlebt das Währungspaar AUDUSD einen Rücksetzer in Richtung der steigenden Trendlinie und des EMA34. Der Kurs testete den Bereich um 0,6990, doch fehlte es an ausreichendem Verkaufsdruck für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung; infolgedessen erholte sich der Kurs rasch und pendelt nun um die psychologisch wichtige Marke von 0,7000.
Die aktuelle Marktstruktur bleibt für Käufer günstig: Der EMA34 verläuft oberhalb des EMA89 – beide zeigen nach oben – und der Kurs notiert über der mittelfristigen Gleichgewichtszone. Dies deutet darauf hin, dass der Korrekturdruck den übergeordneten Trend nicht verändert hat.
Die Marke von 0,7000 fungiert als entscheidender Bestätigungspunkt. Sollte sich der Kurs oberhalb dieses Bereichs behaupten und ein höheres Tief ausbilden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass AUDUSD seine Gewinne in Richtung der Angebotszone bei 0,7020–0,7030 ausbaut. Umgekehrt ist es nicht ratsam, dem Kurs direkt nahe der Angebotszone hinterherzulaufen; ein deutlicher Retest würde ein besseres Handelssetup bieten.
Die RBA belässt die Zinssätze bei 4,35 % und signalisiert damit, dass die Zentralbank angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks keine Eile hat, eine geldpolitische Lockerung einzuleiten. Dies stützt den AUD grundsätzlich, wenngleich Risiken aus China darauf hindeuten, dass eine Aufwärtsbewegung eher schleppend verlaufen und von Korrekturen unterbrochen werden könnte.
Empfohlene Strategie: Käufe im Bereich von 0,6995–0,7000 nach einem Bestätigungssignal bevorzugen. Kursziel: 0,7030. Das Handelsszenario ist hinfällig, wenn eine H1-Kerze unterhalb des EMA89 und der steigenden Trendlinie schließt.






















