XAUUSD H1: Wird die BOS-Zone zum letzten Mal getestet?Nachdem XAUUSD eine wichtige Unterstützung verloren hat, kehrt der Preis nun zurück, um den zuvor gebrochenen Bereich zu testen. Diese Phase entscheidet häufig darüber, ob der vorherige Breakout tatsächlich bestätigt wird.
Bleibt die BOS-Zone (Break of Structure) als Widerstand bestehen, könnte der Verkaufsdruck erneut zunehmen und den Abwärtstrend fortsetzen. Da die Marktstruktur weiterhin durch Lower Highs und Lower Lows geprägt ist, behalten die Verkäufer derzeit den Vorteil.
Alternatives Szenario: Gelingt dem Preis ein Ausbruch über die BOS-Zone und kann er sich darüber behaupten, verliert das bärische Breakout-Signal an Bedeutung. In diesem Fall könnte eine deutlichere Erholung folgen.
Viel Erfolg beim Trading!
Harmonisches Muster
XAUUSD H1: Was verbirgt die aktuelle Erholung?Der starke Abverkauf zuvor hat die kurzfristige Marktstruktur klar zugunsten der Verkäufer verschoben. Obwohl sich der Preis aktuell vom jüngsten Tief erholt, reicht diese Aufwärtsbewegung bislang nicht aus, um den vorherigen Trendbruch zu negieren.
Auffällig ist, dass die Erholung nur langsam verläuft, während der vorherige Verkaufsdruck sehr dynamisch war. Das deutet darauf hin, dass die Käufer derzeit eher defensiv agieren, anstatt den Markt aktiv zu führen. Sollte die Erholung an Schwung verlieren, könnte XAUUSD schnell wieder in den Abwärtstrend übergehen und die nächste Unterstützungszone anlaufen.
Sollte es den Käufern hingegen gelingen, den letzten Erholungshochpunkt zu überwinden, würde der Verkaufsdruck deutlich nachlassen und der Markt könnte in eine stärkere Erholungsphase eintreten.
Viel Erfolg beim Trading!
XAUUSD H1: Lass dich nicht von der Erholung täuschenNach einem starken Rückgang hoffen viele Trader auf eine Trendwende, sobald der Preis wieder steigt. Ein genauer Blick auf die Marktstruktur zeigt jedoch, dass die aufeinanderfolgenden Hochs weiterhin tiefer liegen als zuvor – ein klares Zeichen dafür, dass der Abwärtstrend noch nicht beendet ist.
Die aktuelle Aufwärtsbewegung sollte daher eher als Korrektur innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends betrachtet werden. Solange die Käufer kein neues Higher High bilden können, bleibt ein erneuter Rückgang in Richtung der Unterstützung bei 3.975 USD das wahrscheinlichere Szenario.
Alternatives Szenario: Sollte der Preis das jüngste Hoch durchbrechen und sich oberhalb des Widerstands etablieren, wäre die bärische Struktur aufgehoben und eine kurzfristige Erholung könnte sich entwickeln.
Viel Erfolg beim Trading!
Goldpreise passen sich nach Datenschock anGoldpreise passen sich nach Datenschock an
Erstes wichtiges Ereignis: Die US-Verbraucherpreisdaten für Juni blieben durchweg hinter den Erwartungen zurück.
Zweites wichtiges Ereignis: Eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran – die USA kündigten die Schließung der Straße von Hormus an und führten Durchfahrtsgebühren ein, was die Pattsituation verschärfte und zu einem Anstieg der Ölpreise führte.
Begrenzt durch den Widerstand um 4200 US-Dollar und die Sorge, dass die Lage im Nahen Osten die Inflation anheizen könnte, ist das Aufwärtspotenzial der Goldpreise kurzfristig begrenzt.
Erster Widerstand | 4100–4120 US-Dollar |
Mittelfristige kritische Marke | 4200 US-Dollar | Nur wenn die Goldpreise diese Marke halten, kann der schwache Trend umgekehrt werden.
Kurzfristige Unterstützung | Ca. 4045 US-Dollar |
Starke Unterstützung | 3980–3950 US-Dollar | Gleichzeitig eine wichtige „Verteidigungslinie“.
Der Druck durch die restriktive Geldpolitik der Fed und die Inflationsrisiken im Nahen Osten bleibt bestehen, und Gold hat noch keinen nachhaltigen Aufwärtstrend erreicht.
Wir verzichten auf die komplexe makroökonomische Analyse und kommen direkt zum Punkt.
In den hart umkämpften Finanzmärkten gibt es keine absoluten Vorhersagen, nur absolute Reaktionen. Bleiben Sie objektiv – achten Sie auf Kapitalflüsse und Marktsignale.
Derzeit notiert Gold bei 4052 US-Dollar pro Unze. Trotz der gestrigen starken Aufwärtsbewegung der Verbraucherpreisdaten fiel der Goldpreis von seinen Höchstständen zurück und schloss bei etwa 4050 US-Dollar, was auf erheblichen Verkaufsdruck darüber hindeutet.
Die Unterstützung bei 3980 US-Dollar bleibt jedoch stabil.
Daher ist unsere heutige Kernstrategie einfach:
Grundlegende Logik: Trotz der gestrigen starken Verbraucherpreisdaten konnte sich Gold nicht über 4100 US-Dollar halten, was auf die Befürchtung des Marktes hindeutet, dass die Lage im Nahen Osten zu einem erneuten Anstieg der Inflation führen könnte.
Der Goldpreis könnte sich aufgrund seiner begrenzten Aufwärtsbewegung zunächst konsolidieren müssen, bevor er wieder ansteigt.
Einstiegspunkt: Ungefähr 4090–4100 $.
Sollte der Goldpreis im Laufe des heutigen europäischen oder frühen US-Handels auf dieses Niveau steigen und deutliche Anzeichen einer Aufwärtsschwäche zeigen (z. B. ein großes bärisches Engulfing-Muster im 1-Stunden-Chart), zögern Sie nicht, sofort eine Short-Position einzugehen.
Aufstockung der Short-Position (Bestätigung): Sollte der Goldpreis unter die Intraday-Unterstützung bei 4050 $ fallen, stocken Sie Ihre Short-Position auf, um einen schnelleren Rückgang zu erwarten.
Kursziel (Gewinnmitnahme): Erstes Kursziel: 4045 $ (Intraday-Unterstützung); zweites Kursziel: 3980–4000 $ (starke Unterstützungszone).
Bei etwa 3980 $ sollten Sie Gewinne realisieren, unabhängig davon, ob Sie aktuell im Plus sind, da Leerverkäufer den Preis auf diesem Niveau voraussichtlich nicht weiter drücken werden.
Stop-Loss-Punkt: Setzen Sie den Stop-Loss über 4120 $. Steigt der Kurs entgegen dem Trend und ignoriert negative Nachrichten, deutet dies darauf hin, dass unsere Einschätzung falsch war und ein starker Aufwärtstrend unmittelbar bevorsteht.
Unsere Kernstrategie lautet: „Günstig kaufen, teuer verkaufen; nicht versuchen, Höchststände zu jagen.“
Aktuelle XAUUSD-Analyse für heuteXAUUSD bewegt sich innerhalb eines symmetrischen Dreiecks und testet derzeit die untere Begrenzung des Musters.
Dieser Bereich ist wichtig, da die Käufer versuchen, die Struktur zu halten.
Fällt der Preis unter die untere Linie, könnte der Verkaufsdruck deutlich zunehmen.
In diesem Fall könnte sich der Rückgang bis auf 3.930 fortsetzen.
BTCUSD - Retest nach dem Ausbruch aus dem fallenden KeilBitcoin ist aus dem fallenden Keil nach oben ausgebrochen und anschließend deutlich gestiegen. Das zeigt, dass das zuvor bärische Muster den Preis nicht mehr kontrolliert.
Nach dem Anstieg bis zum jüngsten Hoch zieht sich BTCUSD nun in Richtung des Ausbruchsbereichs und der darunterliegenden Unterstützungszone zurück.
Wenn die Käufer diesen Bereich verteidigen, könnte sich der Rücksetzer als erfolgreicher Retest erweisen.
Eine klare Erholung könnte den Preis anschließend wieder in Richtung 63.500 führen.
XAUUSD: Klare Zone erreicht, mögliche Umkehr im BlickGold nähert sich derzeit einer wichtigen Angebots- bzw. Widerstandszone, nachdem es sich stark von der unteren Nachfragezone erholt hat.
Der Preis ist bereits deutlich gestiegen, aber der Bereich um 4.180–4.220 könnte als wichtige Widerstandszone wirken. Wenn die Kaufkraft hier nachlässt und der Preis Anzeichen einer Ablehnung zeigt, könnte sich daraus eine kurzfristige Verkaufschance ergeben.
Ich würde es bevorzugen, vor dem Einstieg auf eine Bestätigung zu warten, zum Beispiel auf eine bärische Rejection-Kerze oder einen fehlgeschlagenen Ausbruch über die Angebotszone. Wenn die Ablehnung bestätigt wird, könnte Gold in Richtung 4.100 korrigieren.
Im Moment ist Geduld wichtig. Direkt in eine starke bullische Bewegung hinein zu verkaufen, ist ziemlich riskant. Deshalb ist eine Bestätigung an der Widerstandszone erforderlich, bevor ein Sell-Setup in Betracht gezogen wird.
GBPUSD nähert sich der Unterstützung – Die Kaufchance nimmt zuGBPUSD hat die langfristige Abwärtstrendlinie durchbrochen, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck allmählich nachlässt.
Der Kurs korrigiert derzeit zurück in Richtung des Ausbruchsbereichs und der darunterliegenden Unterstützungszone.
Diese Zone könnte darüber entscheiden, ob die Käufer bereit sind, wieder die Kontrolle zu übernehmen.
Wenn sich der Kurs über der Unterstützung hält und eine klare Reaktion zeigt, könnte sich die Erholung in Richtung 1,34350 fortsetzen.
EUR/USD 2h – mögliches AB=CD PatternVorangegangene Analysen...
Wie immer gilt:
Die Elliott-Wellen-Theorie arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und nicht mit Gewissheiten.
Der Markt entscheidet letztendlich selbst, welches Szenario er bevorzugt. Bis dahin heißt es, geduldig auf die Bestätigung zu warten und sich nicht von jeder kleineren Bewegung aus der Ruhe bringen zu lassen.
Der Chart zeigt lediglich die Bereiche, an denen sich die Wahrscheinlichkeiten zugunsten der Bullen oder Bären verschieben könnten.
SPX500 H1: Die Verkäufer zielen auf den Bereich von 7.420Der SPX500-Chart im H1-Zeitrahmen zeigt, dass die kurzfristige Aufwärtsstruktur nachgelassen hat, nachdem der Kurs unter den aufsteigenden Trendkanal gefallen ist. Die aktuelle Erholung im Bereich von 7.500–7.520 reicht bislang nicht aus, um die vorherige Struktur zurückzuerobern, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle behalten.
Einstiegspunkt:
Bevorzugt wird ein Short-Szenario, wenn der Kurs im Bereich von 7.510–7.525 erneut zurückgewiesen wird. In diesem Fall könnte der SPX500 seine Korrektur bis zur wichtigen Unterstützungszone bei 7.420 ausweiten.
Ungültigkeit des Szenarios:
Das bärische Szenario verliert an Gültigkeit, wenn der Kurs wieder über 7.550 steigt und eine H1-Kerze oberhalb dieses Bereichs schließt. In diesem Fall könnten die Käufer wieder die Kontrolle übernehmen und den Index zurück in Richtung des jüngsten Hochs treiben.
Lasst uns gemeinsam eine starke Trading-Community aufbauen!
DAX Tagesausblick 14. Juli – All Eyes on CPI in den USA!Der heutige Handelstag dürfte einer der volatilsten der bisherigen Woche werden. Neben der weiter eskalierenden Lage im Nahen Osten steht vor allem der große US-CPI-Datenblock im Fokus, der die Zinserwartungen für die kommenden Fed-Meetings massiv verschieben könnte. Gleichzeitig startet die US-Berichtssaison mit den großen Banken in die heiße Phase.
Die Kombination aus Geopolitik, Ölpreisen, Inflation, Fed-Erwartungen und Earnings bietet heute enormes Bewegungspotenzial. Besonders ab 14:15 Uhr und rund um 14:30 Uhr sollte mit deutlich erhöhter Volatilität gerechnet werden.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
• CPI-Spezial: Warum die heutigen Daten entscheidend sind
• Earnings im Überblick
• Märkte und Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Die Lage im Nahen Osten bleibt einer der größten Unsicherheitsfaktoren für die globalen Finanzmärkte.
Nach mittlerweile drei aufeinanderfolgenden Nächten mit US-Angriffen auf den Iran hat sich das Eskalationsniveau erneut deutlich erhöht. Gleichzeitig greift der Iran US-Stützpunkte in mehreren Ländern der Region an.
Besonders kritisch bleibt die Straße von Hormus.
Vor Beginn des Konflikts liefen täglich rund 20 % des weltweiten Öl- und Gasverkehrs durch diese Meerenge. Mehr als 15 Millionen Barrel Treibstoff pro Tag wurden durch die Region transportiert – mit einem täglichen Marktwert von mindestens 1,2 Milliarden US-Dollar.
Donald Trump hat nun angekündigt, die Blockade iranischer Schifffahrt wieder einzuführen. Zusätzlich steht eine mögliche Gebühr von 20 % für Frachtschiffe im Raum, die die Straße von Hormus passieren wollen.
Der Iran wiederum stellt klar, dass die USA aus iranischer Sicht keinerlei Rolle bei der zukünftigen Kontrolle der Wasserstraße spielen werden.
Damit haben wir aktuell mehrere potenzielle Eskalationstrigger:
• Weitere direkte US-Angriffe auf iranische Ziele
• Iranische Angriffe auf US-Stützpunkte
• Angriffe auf Tanker und Frachtschiffe
• Eine stärkere Einschränkung des Verkehrs durch die Straße von Hormus
• Eine vollständige oder teilweise Blockade der Wasserstraße
• Weitere Eingriffe der USA in den Schiffsverkehr
• Eine Ausweitung des Konflikts auf weitere Staaten der Region
Genau deshalb reagiert der Ölmarkt aktuell so sensibel.
Die geopolitische Situation ist längst nicht mehr nur ein isoliertes militärisches Thema. Höhere Ölpreise erhöhen Transport-, Produktions- und teilweise Lebensmittelkosten. Gleichzeitig können steigende Energiepreise die Inflation erneut anheizen.
Und genau hier schließt sich heute der Kreis zu den US-CPI-Daten.
Geopolitische Eskalation → höherer Ölpreis → steigender Inflationsdruck → hawkishere Fed → steigende Zinserwartungen → Druck auf Risk Assets.
Das ist aktuell eine der wichtigsten Korrelationen am Markt.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Der gestrige Montag war von mehreren wichtigen Notenbankauftritten geprägt.
FOMC Member Bowman Speaks
Bowman bleibt für den Markt vor allem hinsichtlich der zukünftigen Fed-Politik relevant. In der aktuellen Situation achten Marktteilnehmer auf jedes Signal bezüglich Inflation, Ölpreisen und möglicher weiterer Zinsschritte.
OPEC Meeting
Das OPEC-Meeting war aufgrund der massiven geopolitischen Unsicherheit besonders relevant.
Der Ölmarkt wird momentan zwar primär von der Eskalation im Nahen Osten getrieben, dennoch bleibt die Angebotsseite entscheidend. Jede Veränderung der Förderpolitik kann die ohnehin hohe Volatilität weiter verstärken.
Fed Waller Speaks
Für mich einer der wichtigsten fundamentalen Punkte des gestrigen Tages.
Die hawkischen Aussagen haben die Zinserwartungen des Marktes erneut verschoben. Mittlerweile wird eine weitere Zinserhöhung der Fed deutlich stärker eingepreist.
Das sehen wir sowohl im FedWatch Tool als auch in der Entwicklung der US-Staatsanleihen und des US-Dollars.
EZB Schnabel Speaks
Auch Isabel Schnabel stand gestern im Fokus. Für den europäischen Markt bleibt entscheidend, wie die EZB mit möglichen neuen Inflationsrisiken durch Energiepreise und geopolitische Spannungen umgeht.
EZB-Präsidentin Lagarde Speaks
Lagarde rundete den gestrigen Notenbanktag ab.
Auch für die EZB wird die Situation zunehmend komplexer. Höhere Energiepreise könnten den Inflationsdruck erneut erhöhen, während gleichzeitig geopolitische Unsicherheiten das Wachstum belasten.
Die Notenbanken bewegen sich damit weiterhin in einem schwierigen Spannungsfeld.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute wird es fundamental deutlich explosiver.
14:15 Uhr – ADP Employment Change Weekly
Der Arbeitsmarkt bleibt einer der wichtigsten Faktoren für die Fed.
Ein weiterhin robuster Arbeitsmarkt gibt der Fed grundsätzlich mehr Spielraum für eine restriktive Geldpolitik. Schwache Arbeitsmarktdaten könnten dagegen die hawkischen Zinserwartungen zumindest etwas dämpfen.
14:30 Uhr – CPI MoM Juni
Forecast: -0,1 %
Vorher: +0,5 %
Der Markt erwartet damit den ersten monatlichen Rückgang der Verbraucherpreise seit Mai 2020.
14:30 Uhr – Core CPI MoM Juni
Forecast: +0,2 %
Vorher: +0,2 %
Für mich heute eine der wichtigsten Zahlen überhaupt.
Die Kerninflation blendet die volatilen Komponenten Energie und Lebensmittel aus und ist deshalb für die Fed besonders relevant.
14:30 Uhr – CPI YoY Juni
Forecast: 3,8 %
Vorher: 4,2 %
Hier wird eine deutliche Abkühlung der Headline-Inflation erwartet.
14:30 Uhr – Core CPI YoY Juni
Forecast: 2,8 %
Vorher: 2,9 %
Auch hier erwartet der Markt eine leichte Entspannung.
15:00 Uhr – EZB-Präsidentin Lagarde Speaks
Direkt nach den US-Inflationsdaten folgt Lagarde.
Gerade mit Blick auf die Energiepreise und den Nahost-Konflikt könnten Aussagen zu Inflationsrisiken relevant werden.
Fed Vice Chair for Supervision Barr Speaks
Ein weiterer Fed-Auftritt, der nach den CPI-Daten zusätzliche Volatilität erzeugen könnte.
FOMC Member Bowman Speaks
Auch Bowman tritt erneut auf.
Besonders interessant wird sein, wie die Fed-Mitglieder die frischen CPI-Daten interpretieren.
Zusätzlich steht Fed-Chair Kevin Warsh im Fokus. Warsh wird vor dem US-Kongress aussagen und dürfte sich unter anderem Fragen zur Fed-Bilanz und zur zukünftigen Geldpolitik stellen müssen.
TIC Net Long-Term Transactions
Die TIC-Daten zeigen vereinfacht gesagt die langfristigen Kapitalströme in US-Wertpapiere.
Sie geben einen Einblick, wie stark ausländische Investoren langfristig US-Aktien, Staatsanleihen und andere US-Wertpapiere kaufen oder verkaufen.
In der aktuellen Situation mit starken Bewegungen im Dollar und bei US-Staatsanleihen definitiv einen Blick wert.
CPI-Spezial – Warum die heutigen Daten so entscheidend sind
Ich habe die Bedeutung der heutigen CPI-Daten bereits ausführlicher im gestrigen Video besprochen.
Kurz zusammengefasst:
Der Markt befindet sich aktuell in einer extrem schwierigen Situation.
Auf der einen Seite erwartet man für Juni eine deutliche Entspannung der Headline-Inflation. Der CPI soll von 4,2 % auf 3,8 % fallen.
Auf Monatsbasis wird sogar ein Rückgang von 0,1 % erwartet.
Der Hauptgrund dafür sind die zuvor gesunkenen Benzinpreise.
Auf der anderen Seite hat sich das fundamentale Umfeld mittlerweile wieder verändert.
Der Nahost-Konflikt hat den Ölpreis massiv nach oben gedrückt. Düngemittelpreise und Distributionskosten steigen und auch bei den Lebensmittelpreisen werden für die kommenden Monate neue Aufwärtsrisiken gesehen.
Die heutigen CPI-Daten sind also teilweise ein Blick in den Rückspiegel.
Der Markt muss gleichzeitig die Frage beantworten:
Wie stark war die Inflation im Juni und wie stark könnte sie durch die aktuelle Eskalation in den kommenden Monaten wieder steigen?
Szenario 1: CPI deutlich höher als erwartet
Das wäre für Risk Assets mein klar bearishstes Szenario.
Besonders kritisch wäre:
• Headline CPI über 3,8 %
• Core CPI über 2,8 %
• Core CPI MoM über 0,2 %
In diesem Fall dürften weitere Zinserhöhungen deutlich stärker eingepreist werden.
Dollar bullish.
US-Renditen beziehungsweise Zinserwartungen hawkish.
Aktien bearish.
Bitcoin bearish.
Tech besonders anfällig.
Szenario 2: CPI im Rahmen der Erwartungen
Dann dürfte die erste Reaktion deutlich schwieriger werden.
Der Markt würde sich vermutlich sehr schnell auf die Details der Daten konzentrieren.
Besonders Core CPI und die einzelnen Komponenten wären entscheidend.
In diesem Szenario erwarte ich erhöhte Volatilität und möglicherweise mehrere Richtungswechsel.
Szenario 3: CPI deutlich niedriger als erwartet
Das wäre grundsätzlich bullish für Risk Assets.
Die aktuell sehr hawkischen Zinserwartungen könnten teilweise zurückgenommen werden.
Dollar bearish.
Risk Assets bullish.
Tech bullish.
Bitcoin könnte profitieren.
Aber:
Die geopolitische Lage bleibt ein zusätzlicher Faktor.
Selbst sehr gute CPI-Daten könnten bei einer neuen massiven Eskalation im Nahen Osten schnell in den Hintergrund rücken.
Earnings im Überblick
Heute beginnt die Berichtssaison der großen US-Banken.
Im Fokus stehen:
• JPMorgan
• Bank of America
• Goldman Sachs
• Wells Fargo
• Citigroup
• Fastenal
Besonders die Banken dürften einen wichtigen Einblick in die aktuelle Lage der US-Wirtschaft geben.
Entscheidend sind für mich weniger nur EPS und Umsatz.
Ich achte vor allem auf den Ausblick, Kreditqualität, Rückstellungen, Konsumentenverhalten und Aussagen zum zukünftigen Zinsumfeld.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Brutaler Anstieg im Öl.
Wie bereits im Wochenausblick angesprochen, war der Öl-Squeeze für mich eines der klarsten Szenarien.
US Oil notiert aktuell bei rund 80,40 US-Dollar.
Auf Wochenbasis stehen wir bereits ungefähr 12,3 % im Plus.
Solange wir uns über 79 US-Dollar halten können, bleiben meine nächsten Ziele:
84 Dollar → 86 Dollar → 88 Dollar
Bei einer fortschreitenden Eskalation im Nahen Osten halte ich diese Marken für absolut realistisch.
Sollte dagegen eine geopolitische Deeskalation kommen und Öl unter 76 Dollar brechen, wäre eine stärkere Korrektur in Richtung 72 Dollar möglich.
Aktuell bleibt der Ölpreis aber ganz klar eskalationsgetrieben.
US Bonds und Zinserwartungen
Auch bei den US-Staatsanleihen sehen wir diese Woche massive Bewegungen.
Die dreijährigen US-Staatsanleihen markieren neue Wochenhochs und liegen knapp 2 % im Plus.
Fünfjährige Staatsanleihen liegen rund 2,1 % im Plus.
Zehnjährige Staatsanleihen rund 1,56 % im Plus.
30-jährige Staatsanleihen ungefähr 1 % im Plus.
Gleichzeitig hat sich das Bild im FedWatch Tool deutlich hawkischer entwickelt.
Für das Juli-Meeting rechnen nur noch 56,7 % der Marktteilnehmer mit gleichbleibenden Zinsen.
Am Wochenende waren es noch 65,8 %.
Mittlerweile rechnen 43,3 % mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte. Am Sonntag waren es lediglich 34,2 %.
Noch extremer wird das Bild mit Blick auf September.
Nur noch rund 22 % erwarten unveränderte Zinsen. Am Wochenende waren es noch 30,4 %.
51,5 % rechnen mit einem 25-Basispunkte-Schritt.
Besonders auffällig:
Die Wahrscheinlichkeit für insgesamt 50 oder sogar 75 Basispunkte an zusätzlichen Zinsschritten bis September ist auf rund 26,5 % gestiegen.
Zuvor waren es lediglich 18,4 %.
Der Markt wird klar hawkischer.
US-Dollar
Der Dollar konnte gestern deutlich über 101 schließen.
Solange wir über 101 handeln, bleiben meine nächsten Ziele:
101,50 → 102,00
Besonders höhere CPI-Daten und eine weitere Eskalation im Nahen Osten könnten den Dollar weiter stützen.
Bei deutlich niedrigeren CPI-Daten sehe ich dagegen zunächst einen Test von 100,60 bis 100,50.
Fällt diese Zone, wäre die 100er-Marke mein nächstes Ziel.
Volatilitätsindex
Der VIX ist gestern erneut stark angesprungen und stieg rund 14,18 %.
Aktuell notiert der Index bei ungefähr 17,15.
Damit befinden wir uns noch nicht in einem extremen Panikbereich.
Die Volatilität zieht aber klar an.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia verlor gestern 3,52 %.
Mein charttechnisches Bild bleibt unverändert.
Solange wir über 200 Dollar handeln, bleiben die nächsten relevanten Marken:
213 Dollar → 217 Dollar
Brechen wir dagegen wieder nachhaltig unter 200 Dollar, sehe ich:
198 Dollar → 195 Dollar → 190 Dollar
Gerade bei hawkischen CPI-Daten bleibt Nvidia aufgrund der hohen Tech-Sensitivität besonders interessant.
Bitcoin
Auch Bitcoin zeigt relative Schwäche.
Im Daily hat sich für mich ein mögliches Doppeltop gebildet. Die 65.000-Dollar-Marke konnte nicht gebrochen und nicht einmal sauber getestet werden.
Ich bleibe hier aktuell eher short gerichtet.
Sollten wir erneut unter 60.000 Dollar brechen, kann ich mir bei erhöhten CPI-Daten und einer weiteren geopolitischen Eskalation massives Short-Momentum vorstellen.
Im Extremfall wäre für mich sogar die 50.000-Dollar-Zone wieder denkbar.
S&P 500
Der SPX verlor gestern rund 0,78 %.
Heute wurden bereits die Daily Lows von Freitag und Montag unterschritten.
Für mich bleibt die 7.500er-Zone entscheidend.
Brechen wir diese Zone mit hohen CPI-Daten, sehe ich zunächst einen Retest des KW27-Wochentiefs bei 7.400.
Darunter wäre sogar die 7.350 möglich.
Bei positiven Inflationsdaten und geopolitischer Deeskalation wären dagegen neue Allzeithochs und ein Angriff auf 7.630 bis 7.650 denkbar.
Schlüsselzone: 7.500.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigte gestern einen stärkeren Abverkauf von rund 1,7 %.
Aktuell testen wir erneut den Bereich um 29.500.
Hier wird sich zeigen, ob eine Stabilisierung gelingt und wir erneut die 30.000er-Zone anlaufen.
Auch hier hängt heute extrem viel von den CPI-Daten und der Nahost-Thematik ab.
Die Zonen 30.000 und 29.500 bleiben für mich extrem relevant.
Brechen wir unter 29.000 und nehmen anschließend das KW28-Wochentief bei 28.689 heraus, bin ich klar short gerichtet.
Mein nächstes Ziel wäre dann die 28.200.
US30
Der US30 versuchte gestern erneut nach oben auszubrechen, wurde allerdings rejected.
Der Schlusskurs lag rund 0,48 % im Minus, aber weiterhin über 52.500.
Heute wurde das gestrige Daily Low bereits gebrochen.
Unter 52.500 und insbesondere bei einem Bruch der Daily Lows von Donnerstag und Freitag der Vorwoche bei rund 52.250 sehe ich weiteres Korrekturpotenzial.
Meine Ziele:
52.000 → 51.500
Die Stärke der Bewegung dürfte erneut davon abhängen, wie hawkish die CPI-Daten vom Markt interpretiert werden.
DAX charttechnischer Ausblick
Auch im DAX sahen wir gestern einen schwächeren Daily-Verlauf.
Der Index verlor rund 0,61 % und schloss sogar unter der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke.
Damit bleibt das kurzfristige Bild für mich fragil.
Heute stehen zwei klare Szenarien im Fokus.
Bearishes Szenario
Fallen die CPI-Daten höher als erwartet aus und werden damit negativ für Risk Assets interpretiert, fokussiere ich mich auf die 24.770.
Bei einem nachhaltigen Bruch dieser Zone bin ich short gerichtet.
Mein erstes Ziel liegt bei:
24.500
Sollten die CPI-Daten deutlich hawkisher ausfallen und gleichzeitig die geopolitische Eskalation weiter zunehmen, halte ich auch eine größere Korrektur für möglich.
Weitere Ziele:
24.200 → 24.000
Bullishes Szenario
Bullish werde ich heute erst bei deutlich positiven CPI-Daten und einem anschließenden Bruch über 25.315.
Gelingt die Rückeroberung dieser Zone, wäre für mich ein erneuter Angriff auf die 25.500er-Marke möglich.
Der DAX befindet sich heute damit zwischen zwei klaren Triggerzonen.
Unter 24.770 bearish.
Über 25.215 bullish.
Dazwischen ist für mich gerade rund um die CPI-Veröffentlichung kein Bereich, in dem ich aggressiv eine Richtung erzwingen möchte.
Fazit
Der heutige Dienstag hat fundamental alles, was es für einen hochvolatilen Handelstag braucht.
Die Lage im Nahen Osten eskaliert weiter. Der Ölpreis steigt massiv. Die Zinserwartungen werden hawkischer. Der Dollar zeigt Stärke. Gleichzeitig beginnt die große US-Banken-Berichtssaison.
Und um 14:30 Uhr bekommen wir den kompletten US-CPI-Datenblock.
Für mich ist heute besonders die Kombination aus Headline CPI, Core CPI und der anschließenden Marktreaktion bei Dollar und US-Staatsanleihen entscheidend.
Nicht nur auf den ersten Spike schauen.
Gerade bei CPI sehen wir regelmäßig starke erste Bewegungen, die wenige Minuten später vollständig gedreht werden.
Im DAX bleiben für mich die 24.770 auf der Unterseite und die 25.315 auf der Oberseite die entscheidenden Trigger.
Ich wünsche allen viel Erfolg für die CPI-Daten und einen erfolgreichen Handelstag!
Keine Anlageberatung. Alle genannten Szenarien und Marken stellen ausschließlich meine persönliche Marktmeinung dar.
Kurzanalyse zum fallenden GoldpreisFundamentale Faktoren
Zunehmende geopolitische Spannungen im Nahen Osten treiben die Rohölpreise nach oben und schüren erneut Sorgen um anhaltenden Inflationsdruck. Dadurch verstärken sich die hawkishen Erwartungen an die Geldpolitik der Fed: Händler senken ihre Wetten auf Zinssenkungen in diesem Jahr und kalkulieren sogar weitere Zinserhöhungen ein. Gleichzeitig erholt sich der US-Dollar-Index deutlich, während die Realrenditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen steigen. Da Gold keine Zinsen generiert, verteuert sich seine Opportunitätskosten bei steigenden Renditen und verliert dadurch an Attraktivität als Anlage. Risikoscheues Kapital fließt vor allem in dollarbasierte Wertpapiere statt in Gold. Zudem verzeichnen goldgedeckte ETFs dauernde Abflüsse, da Marktteilnehmer ihre Long-Positionen auflösen – das übt weiteren Abwärtsdruck auf den Goldpreis aus.
Technische Auswertung
Gold konnte in letzter Zeit keine nennenswerten Korrekturaufschwünge halten und wird ständig durch alle kurzfristigen gleitenden Durchschnitte gedrückt, was ein klares bärisches Druckmuster auf dem Tageschart ergibt. Der starke Widerstandsbereich liegt zwischen 4120 und 4140; jeder Anstieg in diese Zone löste bisher starke Verkaufsorders aus. Auf der Unterseite liegt die zentrale Unterstützung bei 4000. Ein nachhaltiger Bruch unter diesen Wert löst massive Stop-Loss-Verkäufe aus und eröffnet weiteren Abwärtstrend. Momentum-Indikatoren befinden sich durchgehend im bärischen Bereich, was auf schwache Erholungskräfte hindeutet.
Kurzfristige Handelsstrategie
- Verkaufsbereich: 4020 – 4000
- Gewinnziele: 3970 – 3950 – 3930
Die Logik hinter der bärischen Dominanz Die Logik hinter der bärischen Dominanz (Faktoren, die das Intraday-Geschehen bestimmen)
🔻1. Die bärische Struktur im Tageschart bleibt im Wesentlichen unverändert
Die Kurse notieren deutlich unter den gleitenden Durchschnitten der letzten 20 Tage (62.980) und 50 Tage (65.195), die eine bärische Konfiguration aufweisen. Die ETF-Zuflüsse dieser Woche konnten nur 3 % der vorangegangenen Abflüsse ausgleichen; insgesamt verbleibt für die erste Jahreshälfte 2026 ein Nettoabfluss von 5,4 Milliarden US-Dollar. Institutionelle Anleger zeigen keine Bereitschaft, ihre Positionen in großem Stil aufzustocken – die Aktivitäten beschränken sich darauf, weitere Verkäufe zur Verlustbegrenzung zu stoppen –, wodurch das bullische fundamentale Szenario schwach bleibt.
🔷2. Doppelter Druck durch Inflation und Geopolitik
Ein kurzfristiger Anstieg der internationalen Ölpreise hat die Sorgen vor einer hartnäckigen Inflation neu entfacht, während sich die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen über 4,5 % stabilisiert hat, was die Haltekosten für nicht renditeträchtige Krypto-Assets erhöht. Eskalierende geopolitische Spannungen zwischen den USA und dem Iran lenken Kapital in „sichere Häfen“ wie den US-Dollar und Gold, entziehen dem Kryptomarkt potenzielle Zuflüsse und dämpfen die Risikobereitschaft.
🌐3. Starker Widerstand durch „gefangene“ Positionen; volumenarme Erholungen sind anfällig für Rücksetzer
Der Bereich um 63.250–63.300 fungiert als Intraday-Pivot-Punkt und Widerstandsniveau, während die Zone zwischen 64.000 und 64.200 eine hohe Konzentration an „gefangenen“ Positionen (aus früheren Ausverkäufen) aufweist. Jede leichte Erholung löst Gewinnmitnahmen und Verkaufsdruck aus; ohne signifikante Kapitalzuflüsse ist ein Durchbruch durch diese Widerstandszone in einem Zug schwierig. Zudem macht der hohe Anteil an Short-Positionen am 24-Stunden-Futures-Markt den Kurs anfällig für „Bullenfallen“ – Situationen, in denen ein Kursanstieg Käufer anlockt, bevor der Preis seinen Abwärtstrend wieder aufnimmt.
EURUSD H4: Käufer verteidigen den AufwärtskanalNach dem vorangegangenen starken Rückgang hat sich der EURUSD allmählich wieder stabilisiert und einen Aufwärtstrendkanal im H4-Chart gebildet. Derzeit zeigt der Kurs eine positive Reaktion an der unteren Begrenzung des Kanals, was darauf hindeutet, dass die Käufer die kurzfristige bullische Struktur weiterhin verteidigen.
Das nächste Ziel liegt bei ca. 1.1435, wo der Kurs auf erste Gewinnmitnahmen stoßen könnte. Sollten die Käufer das Momentum aufrechterhalten und diesen Widerstand durchbrechen, besteht für den EURUSD die Chance, die Rallye bis auf 1.1520 auszuweiten, was der übergeordneten wichtigen Widerstandszone entspricht.
Handelsplan:
Einstieg (Entry): Bevorzugt Kaufen (Buy), solange sich der Kurs über der unteren Begrenzung des Aufwärtskanals hält.
Stop-Loss: Unter dem letzten Tief und außerhalb des Aufwärtskanals.
Take-Profit: 1.1435, ferner 1.1520.
Dieser Beitrag dient nur zu Informationszwecken. Handeln Sie immer auf Grundlage Ihrer eigenen Analyse.
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Goldanalyse und HandelsstrategieDer Goldpreis fiel intraday bis auf ein Tief von 3.983 US-Dollar und markierte damit ein jüngstes Tief. Den gesamten Tag über bewegte sich der Kurs in einem engen Band auf niedrigem Niveau. Die COMEX-Goldfutures schwächten sich parallel ab. An der psychologischen Marke von 4.000 US-Dollar findet ein ständiger Kampf zwischen Käufern und Verkäufern statt. Oben ist der Verkaufsdruck deutlich spürbar, unten stützt eine geringe physische Nachfrage den Kurs. Die Gesamtentwicklung bleibt schwach, die Bullen haben vorläufig die Oberhand verloren.
Die CPI-Inflationsdaten für Juni sowie die Anhörung des Fed-Vertreters Walsh stellen kurzfristige Wendepunkte für den Kursverlauf dar. Der gesamte Markt wartet im Vorfeld auf die Veröffentlichung dieser beiden Nachrichten, wodurch eine ausgeprägte Zurückhaltung bei den Kapitalströmen herrscht. Liegt der Inflationswert über den Erwartungen, verstärkt dies die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch die Fed und der Goldpreis gerät weiter unter Druck. Fällt die Inflation deutlich geringer als erwartet aus, kehren die Zinssenkungserwartungen zurück und Gold erlebt eine korrigierende Erholungsbewegung.
Die erste Unterstützung bildet die psychologische Marke von 4.000 US-Dollar, derzeit zentraler Kampfpunkt von Bullen und Bären. Die zweite starke Unterstützung liegt im Bereich des jüngsten Tiefs von 3.970 bis 3.983 US-Dollar. Bei einem nachhaltigen Bruch unter dieses Niveau öffnet sich das gesamte Abwärtspotenzial.
Der erste Widerstand liegt bei 4.050 bis 4.060 US-Dollar, dem Bereich, an dem gestern der Abwärtstrend begann. Der zweite Widerstand ist die frühere starke Widerstandszone von 4.090 bis 4.100 US-Dollar. Der entscheidende Wendebereich beträgt 4.130 bis 4.135 US-Dollar; nur ein dauerhafter Stand oberhalb dieses Bereichs beendet den kurzfristigen Abwärtstrend.
Handelsstrategie
Priorisiert Short-Positionen bei korrigierenden Gegenbewegungen, setzen Sie jederzeit strenge Stop-Loss-Marken. Reduzieren Sie vor der Veröffentlichung der CPI-Daten Ihre Positionen oder schließen Sie diese vollständig, um sich vor starker Kursschwankungen abzusichern.
Verkauf bei Gegenbewegung: 4.005–4.020 US-Dollar
Stop-Loss: 4.030 US-Dollar
Ziele: 3.980 / 3.970 US-Dollar
Wichtige bärische Widerstandszonen **Wichtige bärische Widerstandszonen (zentrale Risikofaktoren für die kommende Woche)**
💦 **1. Massive Anhäufung von „gefangenen“ Positionen im Bereich 64.800–65.500**
Während des jüngsten Rückgangs von 82.850 markierte die Zone zwischen 64.500 und 65.500 den Ausgangspunkt des ersten, volumenstarken Kurssturzes. Hier konzentriert sich ein großes Volumen an Positionen, die aktuell im Minus liegen („underwater“); jede Rallye mit geringem Handelsvolumen dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit massenhafte Gewinnmitnahmen und Verkäufe auslösen, was diesen Bereich zu einer kritischen Zone starken Widerstands macht.
**Druck durch Erwartungen einer restriktiven („hawkish“) Fed-Politik**
🔷 **2. Die Markterwartungen signalisieren eine Wahrscheinlichkeit von 70 % für die Beibehaltung der hohen Zinsen bei der Sitzung am 29. Juli, bei gleichzeitigem Restrisiko einer geringfügigen Zinserhöhung**
Sollten Vertreter der Notenbank im Vorfeld der Sitzung geschlossen eine restriktive Haltung signalisieren, würde ein erneuter Anstieg der US-Staatsanleiherenditen risikoreiche Anlagen wie Bitcoin direkt belasten und Kapitalabflüsse auslösen.
🔼 **3. Die Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung des Krypto-Gesetzentwurfs „CLARITY“ ist deutlich gesunken**
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz noch in diesem Jahr verabschiedet wird, ist von 74 % auf 40 % gefallen. Da bis zur Senatspause nur noch 20 Arbeitstage verbleiben, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich das Gesetzgebungsverfahren bis 2027 verzögern wird. Dies dämpft die Erwartungen hinsichtlich des einst bedeutendsten regulatorischen Rückenwinds für diesen Bullenmarkt, schwächt das mittel- bis langfristige bullische Narrativ und begrenzt das Erholungspotenzial.
🔴 **4. Die Erholung wird durch einen Short-Squeeze getrieben; die fundamentale Unterstützung bleibt schwach**
Die jüngste Rallye stützte sich maßgeblich auf passive Käufe, die durch das Eindecken von Short-Positionen seitens kurzfristiger Händler ausgelöst wurden. Während Privatanleger dem Kursanstieg hinterherlaufen, bleibt das Kaufvolumen institutioneller Investoren begrenzt. Es handelt sich hierbei um eine klassische „Dead-Cat-Bounce“-Situation (kurzzeitige Erholung im Abwärtstrend); sobald gehebelte Long-Positionen massenhaft liquidiert werden, dürfte der Markt rasch in einen schwachen Abwärtstrend zurückfallen.
Wichtige bärische Faktoren, die heute für Marktschwäche sorgen:Wichtige bärische Faktoren, die heute für Marktschwäche sorgen:
💠1. Massive Eskalation des US-iranischen Konflikts: Der Iran kündigte eine Blockade der Straße von Hormus an, wodurch der Schiffsverkehr fast zum Erliegen kam; der daraus resultierende Ölpreisanstieg verstärkte die Erwartungen hinsichtlich Inflation und Zinserhöhungen.
Am 12. Juli kündigte die iranische Revolutionsgarde offiziell die Schließung der Straße von Hormus für internationale Handelsschiffe an, bis die USA ihre Militärschläge im Nahen Osten einstellen. Da in den letzten 24 Stunden nur elf Schiffe die Meerenge passierten – eine Route, über die 30 % des weltweiten Rohöls transportiert werden –, schnellten die internationalen Ölpreise kurzfristig in die Höhe. Der Markt preiste umgehend ein Wiederaufleben der energiebedingten Inflation ein, was zu der Einschätzung führte, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik nicht vorzeitig beenden werde; die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September stieg auf 58 %.
🌎2. Als unverzinslicher Vermögenswert steht Gold aufgrund steigender Zinserwartungen unter Abwärtsdruck. Dies führte zu einer deutlichen Divergenz: Während geopolitische Krisen die Ölpreise und den US-Dollar in die Höhe trieben, drückten sie gleichzeitig den Goldpreis nach unten – der Hauptauslöser für den frühen Kurseinbruch von Gold von 4119 auf 4070. Das US-Militär erklärte daraufhin, die Meerenge sei weiterhin geöffnet; die widersprüchlichen Informationen beider Seiten verstärkten die Marktvolatilität und die Unsicherheit.
🚩3. Erwartung starker US-Verbraucherpreisdaten (CPI) für Juni vor Handelsbeginn in den USA.
Obwohl Bloomberg und Goldman Sachs einen leichten Rückgang des Gesamt-CPI gegenüber dem Vormonat prognostizierten, wurde für den Kern-CPI weiterhin ein Anstieg von 0,17 % im Monatsvergleich erwartet – womit dieser über dem Inflationsziel der Fed von 2 % bliebe. Angesichts eines Kern-CPI von 2,9 % im Jahresvergleich und eines Kern-PCE von 4,1 % im Mai erweist sich die Inflation als äußerst hartnäckig.
Sollten sowohl der Gesamt- als auch der Kern-CPI die Erwartungen übertreffen, würden der US-Dollar und die Renditen von Staatsanleihen stark ansteigen. Dies könnte dazu führen, dass der Goldpreis die Unterstützungslinie des „Doppelbodens“ bei 4021 durchbricht und die Erholungsrallye nach dem Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) beendet wird. Selbst wenn die Daten den Erwartungen entsprechen, dürften bestehende Long-Positionen zur Risikominimierung reduziert werden, was zu vorzeitigem Verkaufsdruck führt.
🔻4. Fed-Chef Warsh eröffnet heute die Anhörungen im Repräsentantenhaus; geldpolitischer Kurs stellt Inflationsbekämpfung in den Vordergrund
Heute beginnt die halbjährliche Anhörung von Fed-Chef Warsh zur Geldpolitik. Der vorab veröffentlichte geldpolitische Bericht der Fed benennt Preisstabilität und die Eindämmung der Inflation eindeutig als vorrangige Ziele; zudem hebt er die Inflationsprognosen an und senkt die Schätzungen zur Arbeitslosigkeit für 2026. Dies deutet auf eine widerstandsfähige Wirtschaft und eine Haltung hin, die keine raschen Zinssenkungen erforderlich macht.
Warsh hat bereits eine Strategie der „konstruktiven Unbestimmtheit“ hinsichtlich der geldpolitischen Kommunikation signalisiert und damit zu verstehen gegeben, dass er sich nicht vorab auf einen bestimmten Zinspfad festlegen wird. Sollte sich in der Fragerunde eine restriktive Haltung („hawkish“) abzeichnen, würde dies die optimistische Stimmung für Gold weiter dämpfen. Da der Markt derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 24 % für eine Zinserhöhung im Juli einpreist, könnten restriktive Aussagen die Erwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen rasch in die Höhe treiben und somit den Goldpreis drücken.
Analyse und Strategien für eine SeitwärtsbewegungHeute werden keine bedeutenden Wirtschaftsdaten veröffentlicht. Gold ist leicht gefallen und befindet sich insgesamt in einer schwachen Konsolidierung nach einem Abwärtstrend.
Der erste wichtige Widerstandsbereich oberhalb liegt zwischen 4090 und 4110. Bei einem Kursanstieg in diesen Bereich treten starke Verkaufsaufträge auf. Der mittelfristige Wendepunkt befindet sich bei 4130 bis 4140. Die kurzfristige schwache Tendenz kann nur umgekehrt werden, wenn der Kurs diesen Bereich dauerhaft überwindet.
Die kurzfristige Unterstützung unterhalb liegt bei 4060–4070, dem heutigen Tagestief. Bei einem nachhaltigen Bruch dieses Bereichs fällt Gold direkt zur psychologischen Marke von 4000. Die Marke von 4000 stellt eine zentrale mittelfristige Absicherungslinie dar; ein Bruch öffnet weiteren Abwärtspotenzial.
Short-Strategie
Einstieg: Short gehen bei einem Rebound zwischen 4090 und 4110
Stop-Loss: Oberhalb von 4125
Ziele: 4070 – 4060 – 4040
SPX500 H1: Käufer verteidigen den AufwärtskanalMarktentwicklung:
Nach einer kurzen Korrektur hat der SPX500 positiv an der unteren Begrenzung des Aufwärtskanals reagiert, was zeigt, dass die Käufer die Trendstruktur weiterhin verteidigen. Solange der Preis diese Zone hält, bleibt der zinsbullische Ausblick (bullish outlook) intakt.
Wenn die Käufer weiterhin die Kontrolle behalten und der Preis innerhalb des Kanals bleibt, besteht für den Index das Potenzial, die Erholung bis in den Bereich von 7.625,73 auszuweiten. Umgekehrt wäre das Verlassen der unteren Kanalbegrenzung das erste Signal dafür, dass das Aufwärtsmomentum nachlässt.
Fokus Einstieg (Entry): Priorität für Buy (Long), wenn der Preis die untere Kanalbegrenzung hält und ein bullisches Bestätigungssignal auftritt.
Ziel (TP): 7.625,73.
Invalidierung: Der Preis bricht aus und schließt (per H1-Kerze) unter der unteren Begrenzung des Aufwärtskanals.
ETHUSDT: Ethereum testet eine wichtige UnterstützungszoneHallo zusammen, was denkt ihr über ETH/USDT?
Ethereum wird derzeit bei rund 1.790 USDT gehandelt, nachdem der Kurs im Zuge kurzfristiger Gewinnmitnahmen am Kryptomarkt deutlich korrigiert hat. Dennoch bleibt die allgemeine Stimmung vergleichsweise positiv, da die Erwartung einer künftig lockereren Geldpolitik der Fed weiterhin risikoreiche Anlagen unterstützt. Gleichzeitig warten Anleger auf neue US-Konjunkturdaten, um die nächste Marktrichtung besser einschätzen zu können.
Technisch reagiert ETH im H1-Chart aktuell an einer wichtigen Konfluenz aus aufsteigender Trendlinie und der horizontalen Unterstützungszone bei 1.770–1.780 USDT. Dieser Bereich hatte bereits zuvor Kaufinteresse ausgelöst und wird weiterhin verteidigt. Solange die Unterstützung hält, könnte Ethereum wieder Aufwärtsdynamik entwickeln und die Widerstandszone bei 1.850 USDT anvisieren, wo die obere Trendlinie verläuft.
Stimmt ihr dieser Einschätzung zu?
XAUUSD im ÜberblickHallo zusammen, was denkt ihr über XAU/USD?
Gold wird aktuell bei etwa 4.075 USD gehandelt, nachdem der Preis von einer kurzfristigen Unterstützungszone nach oben abgeprallt ist. Die Erholung erfolgt in einem Umfeld, in dem der Markt weiterhin auf neue US-Inflationsdaten und Aussagen von Fed-Vertretern wartet, um den möglichen Zeitpunkt künftiger Zinssenkungen besser einschätzen zu können. Solange der geldpolitische Ausblick unklar bleibt, fehlt dem US-Dollar zusätzlicher Aufwärtsdruck, was Gold nach der jüngsten Korrektur stabilisiert.
Technisch bildet sich im H1-Chart ein symmetrisches Dreieck mit steigenden Tiefs und einer fallenden Widerstandslinie. Die Handelsspanne wird damit zunehmend enger, was auf eine Konsolidierung vor einem möglichen Ausbruch hindeutet. Sollte der Kurs die obere Begrenzung durchbrechen und sich darüber halten, könnte XAU/USD zunächst die Widerstandszone bei 4.120–4.130 USD und anschließend den Bereich von 4.180–4.200 USD anvisieren.
Stimmt ihr dieser Einschätzung zu?
EUR/USD: Aufwärtstrendkanal schwächelt durch Rückkehr der VerkäuAuf den ersten Blick bewegt sich EUR/USD weiterhin innerhalb eines Aufwärtstrendkanals. Auffällig ist jedoch, dass jeder Anstieg in Richtung der oberen Kanalbegrenzung rasch abgewiesen wird; dies deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck früher einsetzt als zuvor.
Die gleitenden Durchschnitte EMA34 und EMA89 verlaufen weiterhin knapp oberhalb des Kurses, während das Niveau bei 1,1455 eine wichtige Angebotszone darstellt. Diese Konstellation spiegelt den nachlassenden Schwung der Käufer bei Annäherung an den Widerstand wider.
Auch fundamental spricht derzeit wenig für den Euro. Die Stärke des US-Dollars wird durch die Erwartung gestützt, dass die Fed die Zinsen hoch halten wird, was es für EUR/USD schwierig macht, die Erholungsdynamik aufrechtzuerhalten.
Sollte der Kurs an der aktuellen Widerstandszone weiterhin abgewiesen werden, bleibt ein Rücklauf zur unteren Kanalbegrenzung im Bereich von 1,1400 das wahrscheinlichere Szenario.
Empfohlene Strategie:
Einstieg: Verkauf im Bereich 1,1445–1,1455
Take-Profit (TP): 1,1400
Stop-Loss (SL): Über 1,1475






















