Der heutige Handelstag steht vollständig im Zeichen der US-Notenbank. Während sich die Märkte weiterhin zwischen geopolitischer Unsicherheit, steigenden Energiepreisen und geldpolitischer Unsicherheit bewegen, richtet sich heute Abend der komplette Fokus auf die FED. Die FOMC-Sitzung dürfte den entscheidenden Impuls für den weiteren Wochenverlauf liefern, nicht nur für den DAX, sondern für sämtliche Risk Assets.
Fundamental bleibt die Lage im Nahen Osten weiterhin der zentrale Treiber für Energiepreise und damit indirekt für Inflation, Zinserwartungen und Marktstimmung. Die Spannungen rund um Iran und die Straße von Hormus bleiben hoch. Aus den jüngsten Meldungen geht hervor, dass Trump seine Berater auf eine mögliche prolongierte Iran-Blockade vorbereitet, während Iran gleichzeitig eine überarbeitete Friedensinitiative vorbereiten soll. Parallel dazu wurden weitere Sanktionen gegen iranische Institutionen und Einzelpersonen angekündigt, inklusive massiver OFAC-Warnungen gegen Firmen, die Zahlungen für Passagen durch die Straße von Hormus leisten. Das zeigt klar: Die Unsicherheit bleibt bestehen und genau diese Unsicherheit hält den Ölpreis hoch.
Zusätzlich kommt nun ein weiterer geopolitischer Faktor hinzu: Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen OPEC und OPEC+ verlassen. Das ist eine äußerst relevante Entwicklung für den globalen Energiemarkt. OPEC – also die Organisation erdölexportierender Länder – besteht aus Staaten wie Saudi-Arabien, Irak, Iran, Kuwait, Venezuela, den UAE und weiteren großen Produzenten. Ziel dieses Kartells ist es, durch koordinierte Fördermengen den globalen Ölpreis zu stabilisieren beziehungsweise aktiv zu steuern. OPEC+ erweitert diesen Kreis zusätzlich um Produzenten wie Russland.
Wenn sich die UAE nun aus diesem System lösen, bedeutet das: deutlich mehr eigene Flexibilität bei Produktionsentscheidungen. Sie könnten ihre Förderung unabhängig steigern, ohne sich an Förderquoten halten zu müssen. Genau das wurde auch in den Statements betont – die UAE argumentieren, dass die aktuelle Lage rund um Hormus und die Marktstruktur diesen Schritt zulassen würden, ohne den Markt massiv zu destabilisieren. Gleichzeitig betonte der Energieminister, dass dies ein souveräner strategischer Schritt sei, um zukünftige globale Energienachfrage besser bedienen zu können.
Die Reaktion aus Iran kam unmittelbar: deutliche Drohungen gegen die Emirate, verbunden mit Aussagen, dass man dies als Annäherung an die USA interpretiere. Das erhöht das geopolitische Risiko zusätzlich.
Markttechnisch ist das ein zweischneidiges Schwert: Kurzfristig könnte eine freiere Produktion der UAE theoretisch preisdämpfend auf Öl wirken, mittelfristig erhöht der politische Konflikt jedoch eher das Risiko von Angebotsstörungen. Genau deshalb bleibt Öl aktuell extrem sensibel. Und steigende Energiepreise bedeuten am Ende immer dasselbe: höhere Inflationsgefahr und damit weniger Spielraum für Zinssenkungen.
Gestern kamen zusätzlich die US Consumer Confidence Daten stärker als erwartet rein. Aktuell lag bei 92,8, Prognose bei 89,0, Zuletzt bei 92,2. Das zeigt weiterhin robuste Konsumentenstimmung, steigendes Vertrauen und stabile Konsumbereitschaft. Gerade in den USA ist das ein sehr wichtiger Indikator für wirtschaftliche Gesundheit. Eine starke Konsumentenseite bedeutet gleichzeitig aber auch: weniger Druck auf die FED, kurzfristig Zinssenkungen vorzunehmen. Das ist tendenziell eher bearisch für Risk Assets, weil „higher for longer“ wahrscheinlicher bleibt.
Heute beginnt der Datenkalender zunächst mit den deutschen CPI-Zahlen. Prognose liegt bei 0,7 %, Zuletzt bei 1,1 %, also wird ein leichter Rückgang der Inflation erwartet. Sollte die Inflation höher als erwartet ausfallen, wäre das kurzfristig negativ für den DAX, da sich damit Zinssenkungshoffnungen für die EZB weiter nach hinten verschieben würden. Gerade Deutschland als stärkste Volkswirtschaft der Eurozone spielt hier eine zentrale Rolle. Besonders relevant vor dem Hintergrund, dass zuletzt bereits über deutlich restriktivere EZB-Pfade gesprochen wurde und Trader sogar zusätzliche Zinserhöhungen eingepreist haben.
Danach folgen aus den USA die Durable Goods Orders. Diese Daten geben Hinweise auf Investitionsbereitschaft und industrielle Nachfrage, also wie stark Unternehmen und Konsumenten größere langlebige Wirtschaftsgüter nachfragen. Auch das ist ein guter Frühindikator für wirtschaftliche Stärke. Starke Daten bedeuten erneut: robustes Wachstum, weniger Zinssenkungsdruck.
Anschließend kommen noch die Crude Oil Inventories. Hier geht es um die US-Lagerbestände von Rohöl. Gerade in Verbindung mit der aktuellen geopolitischen Lage sind diese Zahlen kurzfristig extrem relevant für den Ölpreis. Sinkende Lagerbestände bei gleichzeitigem geopolitischem Risiko können Öl weiter nach oben treiben und damit erneut Inflationsdruck erzeugen.
Das absolute Hauptevent kommt dann heute Abend um 20:00 Uhr mit der FED Interest Rate Decision. Die Prognose liegt bei 3,75 %, zuletzt ebenfalls bei 3,75 %. Der Markt erwartet also keinen Zinsschritt. Ein Hold wäre keine Überraschung. Entscheidend wird nicht die Entscheidung selbst sein, sondern alles, was danach kommt.
Das FOMC Statement ist heute deutlich wichtiger als die Zinsentscheidung selbst. Hier wird der Markt genau lesen, wie die FED den weiteren Fahrplan einschätzt: Wo sehen die Mitglieder die Zinsen in den kommenden Monaten? Wie bewertet man Inflation, Arbeitsmarkt und Wachstum? Welche Roadmap signalisiert die FED für H2 2026?
Noch wichtiger wird dann um 20:30 Uhr die Pressekonferenz von Powell. Hier entscheidet sich letztlich das Sentiment. Es gibt im Kern drei Szenarien:
Ein neutraler Ton wäre marktneutral – FED bleibt datenabhängig, keine großen Überraschungen.
Ein hawkisher Ton wäre Risk-Off. Powell würde betonen, dass Arbeitsmarkt und Wirtschaft weiterhin robust sind, Inflation noch nicht ausreichend zurückkommt und Zinssenkungen erstmal nicht nötig sind.
Ein dovisher Ton wäre klar bullish für Risk Assets. Hier würde Powell Zinssenkungen stärker in Aussicht stellen und das Inflationsproblem defensiver einordnen.
Ich persönlich rechne eher mit einem kontrollierten, souveränen Abschluss ohne große Überraschungen. Keine wilden Aussagen, eher Stabilität. Das würde zu Powell passen. Größere strategische Richtungswechsel dürften eher seinem Nachfolger überlassen werden. Trotzdem ist genau diese Pressekonferenz heute der Volatilitäts-Trigger der Woche.
Die Gesamtmärkte bleiben entsprechend angespannt, aber noch kontrolliert. Öl notiert aktuell bei 100,27 USD und bleibt damit über der psychologisch extrem wichtigen 100-Dollar-Marke. Für mich entscheidend ist, ob wir auf Monatsbasis über 100 USD schließen können. Das wäre ein starkes Signal für persistente Inflationsrisiken. Gerade mit Monatsende ab heute wird das relevant: Rebalancing, Gewinnmitnahmen und institutionelle Umschichtungen können zusätzlich für aggressive Bewegungen sorgen.
Der VIX hat sich bei 17,84 eingependelt und bleibt damit klar unter 20. Das signalisiert weiterhin keine akute Panik oder größere Hedging-Wellen der Market Maker. Auch der DXY bei 98,71 bleibt relativ ruhig – keine extremen Dollarbewegungen, kein Stresssignal.
US30 und SPX befinden sich weiterhin eher in kleineren Ranges nahe oder im ATH. Gestern wurden etwas Gewinne abgegeben, aber nichts Strukturelles. Der Markt wartet schlicht auf Powell.
Charttechnisch bleibt der DAX spannend. Gestern sahen wir erneut einen eher bearishen Handelstag. Morgens wurde die 24.000 zur London Open kurz abgegriffen und stark gekauft, dieses Momentum konnte jedoch nicht gehalten werden. Danach kam deutlicher Verkaufsdruck zurück und wir näherten uns erneut stark dem Bereich um 23.900 beziehungsweise fast dem Wochenlow bei 23.840.
Besonders relevant: Der DAX hat den Tag leicht unterhalb der 24.000er Marke geschlossen. Das ist charttechnisch nicht ideal für mein bullisches Szenario.
Für mich bleibt heute alles an dieser Zone hängen. Die 24.000 ist die entscheidende Marke.
Bullishes Szenario: Wir respektieren die 24.000er Marke weiterhin, verteidigen sie nachhaltig und brechen über das gestrige Tageshoch. Dafür muss vor allem die Zone um 24.170 sauber zurückerobert werden. Gelingt das, halte ich einen erneuten Push Richtung 24.380 bis 24.500 für absolut realistisch, noch vor FOMC.
Bearishes Szenario: Erst wenn wir das gestrige Tagestief bei 23.890 brechen und idealerweise direkt das Wochenlow bei 23.840 mitnehmen, wird es deutlich schwächer. Wirklich short-bearish wäre ich jedoch erst bei einem nachhaltigen Break unter 23.830. Erst dann öffnet sich strukturell Raum für eine tiefere Korrektur.
Bis dahin kann ich mir sehr gut vorstellen, dass wir zunächst in einer Range bleiben. Gerade vor FOMC positionieren sich Algos, Institutionelle und Market Maker häufig eher defensiv, bevor dann abends der echte Move kommt.
Zusätzlich beginnt heute faktisch bereits das Monatsende. Ab jetzt können Rebalancing-Effekte, aggressive Umschichtungen und institutionelle Flows deutlich zunehmen. In Kombination mit FOMC ist das ein Setup für erhöhte Volatilität und hohes Volumen.
Mein Fazit bleibt deshalb klar:
Alles entscheidet sich an der 24.000er Marke.
Kann der DAX diese Zone nachhaltig verteidigen und darüber Momentum aufbauen, bleibt weiteres Long-Potenzial absolut intakt.
Verliert der Markt diese Zone hingegen sauber, steigt die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Korrektur deutlich.
Heute wird nicht der Vormittag entscheiden – heute Abend entscheidet Powell.
Wie seht ihr den DAX heute?
Glaubt ihr Powell sorgt heute Abend für Überraschungen oder eher ein souveränes Ende seiner Amtszeit?
Schreib mir gerne in die Kommentare was du denkst!
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch gute Trades und speziell für heute nicht vergessen:
Regel Nr. 1 ist immer, schütz dein Kapital! Risikomanagement bleibt der Schlüssel.
Fundamental bleibt die Lage im Nahen Osten weiterhin der zentrale Treiber für Energiepreise und damit indirekt für Inflation, Zinserwartungen und Marktstimmung. Die Spannungen rund um Iran und die Straße von Hormus bleiben hoch. Aus den jüngsten Meldungen geht hervor, dass Trump seine Berater auf eine mögliche prolongierte Iran-Blockade vorbereitet, während Iran gleichzeitig eine überarbeitete Friedensinitiative vorbereiten soll. Parallel dazu wurden weitere Sanktionen gegen iranische Institutionen und Einzelpersonen angekündigt, inklusive massiver OFAC-Warnungen gegen Firmen, die Zahlungen für Passagen durch die Straße von Hormus leisten. Das zeigt klar: Die Unsicherheit bleibt bestehen und genau diese Unsicherheit hält den Ölpreis hoch.
Zusätzlich kommt nun ein weiterer geopolitischer Faktor hinzu: Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen OPEC und OPEC+ verlassen. Das ist eine äußerst relevante Entwicklung für den globalen Energiemarkt. OPEC – also die Organisation erdölexportierender Länder – besteht aus Staaten wie Saudi-Arabien, Irak, Iran, Kuwait, Venezuela, den UAE und weiteren großen Produzenten. Ziel dieses Kartells ist es, durch koordinierte Fördermengen den globalen Ölpreis zu stabilisieren beziehungsweise aktiv zu steuern. OPEC+ erweitert diesen Kreis zusätzlich um Produzenten wie Russland.
Wenn sich die UAE nun aus diesem System lösen, bedeutet das: deutlich mehr eigene Flexibilität bei Produktionsentscheidungen. Sie könnten ihre Förderung unabhängig steigern, ohne sich an Förderquoten halten zu müssen. Genau das wurde auch in den Statements betont – die UAE argumentieren, dass die aktuelle Lage rund um Hormus und die Marktstruktur diesen Schritt zulassen würden, ohne den Markt massiv zu destabilisieren. Gleichzeitig betonte der Energieminister, dass dies ein souveräner strategischer Schritt sei, um zukünftige globale Energienachfrage besser bedienen zu können.
Die Reaktion aus Iran kam unmittelbar: deutliche Drohungen gegen die Emirate, verbunden mit Aussagen, dass man dies als Annäherung an die USA interpretiere. Das erhöht das geopolitische Risiko zusätzlich.
Markttechnisch ist das ein zweischneidiges Schwert: Kurzfristig könnte eine freiere Produktion der UAE theoretisch preisdämpfend auf Öl wirken, mittelfristig erhöht der politische Konflikt jedoch eher das Risiko von Angebotsstörungen. Genau deshalb bleibt Öl aktuell extrem sensibel. Und steigende Energiepreise bedeuten am Ende immer dasselbe: höhere Inflationsgefahr und damit weniger Spielraum für Zinssenkungen.
Gestern kamen zusätzlich die US Consumer Confidence Daten stärker als erwartet rein. Aktuell lag bei 92,8, Prognose bei 89,0, Zuletzt bei 92,2. Das zeigt weiterhin robuste Konsumentenstimmung, steigendes Vertrauen und stabile Konsumbereitschaft. Gerade in den USA ist das ein sehr wichtiger Indikator für wirtschaftliche Gesundheit. Eine starke Konsumentenseite bedeutet gleichzeitig aber auch: weniger Druck auf die FED, kurzfristig Zinssenkungen vorzunehmen. Das ist tendenziell eher bearisch für Risk Assets, weil „higher for longer“ wahrscheinlicher bleibt.
Heute beginnt der Datenkalender zunächst mit den deutschen CPI-Zahlen. Prognose liegt bei 0,7 %, Zuletzt bei 1,1 %, also wird ein leichter Rückgang der Inflation erwartet. Sollte die Inflation höher als erwartet ausfallen, wäre das kurzfristig negativ für den DAX, da sich damit Zinssenkungshoffnungen für die EZB weiter nach hinten verschieben würden. Gerade Deutschland als stärkste Volkswirtschaft der Eurozone spielt hier eine zentrale Rolle. Besonders relevant vor dem Hintergrund, dass zuletzt bereits über deutlich restriktivere EZB-Pfade gesprochen wurde und Trader sogar zusätzliche Zinserhöhungen eingepreist haben.
Danach folgen aus den USA die Durable Goods Orders. Diese Daten geben Hinweise auf Investitionsbereitschaft und industrielle Nachfrage, also wie stark Unternehmen und Konsumenten größere langlebige Wirtschaftsgüter nachfragen. Auch das ist ein guter Frühindikator für wirtschaftliche Stärke. Starke Daten bedeuten erneut: robustes Wachstum, weniger Zinssenkungsdruck.
Anschließend kommen noch die Crude Oil Inventories. Hier geht es um die US-Lagerbestände von Rohöl. Gerade in Verbindung mit der aktuellen geopolitischen Lage sind diese Zahlen kurzfristig extrem relevant für den Ölpreis. Sinkende Lagerbestände bei gleichzeitigem geopolitischem Risiko können Öl weiter nach oben treiben und damit erneut Inflationsdruck erzeugen.
Das absolute Hauptevent kommt dann heute Abend um 20:00 Uhr mit der FED Interest Rate Decision. Die Prognose liegt bei 3,75 %, zuletzt ebenfalls bei 3,75 %. Der Markt erwartet also keinen Zinsschritt. Ein Hold wäre keine Überraschung. Entscheidend wird nicht die Entscheidung selbst sein, sondern alles, was danach kommt.
Das FOMC Statement ist heute deutlich wichtiger als die Zinsentscheidung selbst. Hier wird der Markt genau lesen, wie die FED den weiteren Fahrplan einschätzt: Wo sehen die Mitglieder die Zinsen in den kommenden Monaten? Wie bewertet man Inflation, Arbeitsmarkt und Wachstum? Welche Roadmap signalisiert die FED für H2 2026?
Noch wichtiger wird dann um 20:30 Uhr die Pressekonferenz von Powell. Hier entscheidet sich letztlich das Sentiment. Es gibt im Kern drei Szenarien:
Ein neutraler Ton wäre marktneutral – FED bleibt datenabhängig, keine großen Überraschungen.
Ein hawkisher Ton wäre Risk-Off. Powell würde betonen, dass Arbeitsmarkt und Wirtschaft weiterhin robust sind, Inflation noch nicht ausreichend zurückkommt und Zinssenkungen erstmal nicht nötig sind.
Ein dovisher Ton wäre klar bullish für Risk Assets. Hier würde Powell Zinssenkungen stärker in Aussicht stellen und das Inflationsproblem defensiver einordnen.
Ich persönlich rechne eher mit einem kontrollierten, souveränen Abschluss ohne große Überraschungen. Keine wilden Aussagen, eher Stabilität. Das würde zu Powell passen. Größere strategische Richtungswechsel dürften eher seinem Nachfolger überlassen werden. Trotzdem ist genau diese Pressekonferenz heute der Volatilitäts-Trigger der Woche.
Die Gesamtmärkte bleiben entsprechend angespannt, aber noch kontrolliert. Öl notiert aktuell bei 100,27 USD und bleibt damit über der psychologisch extrem wichtigen 100-Dollar-Marke. Für mich entscheidend ist, ob wir auf Monatsbasis über 100 USD schließen können. Das wäre ein starkes Signal für persistente Inflationsrisiken. Gerade mit Monatsende ab heute wird das relevant: Rebalancing, Gewinnmitnahmen und institutionelle Umschichtungen können zusätzlich für aggressive Bewegungen sorgen.
Der VIX hat sich bei 17,84 eingependelt und bleibt damit klar unter 20. Das signalisiert weiterhin keine akute Panik oder größere Hedging-Wellen der Market Maker. Auch der DXY bei 98,71 bleibt relativ ruhig – keine extremen Dollarbewegungen, kein Stresssignal.
US30 und SPX befinden sich weiterhin eher in kleineren Ranges nahe oder im ATH. Gestern wurden etwas Gewinne abgegeben, aber nichts Strukturelles. Der Markt wartet schlicht auf Powell.
Charttechnisch bleibt der DAX spannend. Gestern sahen wir erneut einen eher bearishen Handelstag. Morgens wurde die 24.000 zur London Open kurz abgegriffen und stark gekauft, dieses Momentum konnte jedoch nicht gehalten werden. Danach kam deutlicher Verkaufsdruck zurück und wir näherten uns erneut stark dem Bereich um 23.900 beziehungsweise fast dem Wochenlow bei 23.840.
Besonders relevant: Der DAX hat den Tag leicht unterhalb der 24.000er Marke geschlossen. Das ist charttechnisch nicht ideal für mein bullisches Szenario.
Für mich bleibt heute alles an dieser Zone hängen. Die 24.000 ist die entscheidende Marke.
Bullishes Szenario: Wir respektieren die 24.000er Marke weiterhin, verteidigen sie nachhaltig und brechen über das gestrige Tageshoch. Dafür muss vor allem die Zone um 24.170 sauber zurückerobert werden. Gelingt das, halte ich einen erneuten Push Richtung 24.380 bis 24.500 für absolut realistisch, noch vor FOMC.
Bearishes Szenario: Erst wenn wir das gestrige Tagestief bei 23.890 brechen und idealerweise direkt das Wochenlow bei 23.840 mitnehmen, wird es deutlich schwächer. Wirklich short-bearish wäre ich jedoch erst bei einem nachhaltigen Break unter 23.830. Erst dann öffnet sich strukturell Raum für eine tiefere Korrektur.
Bis dahin kann ich mir sehr gut vorstellen, dass wir zunächst in einer Range bleiben. Gerade vor FOMC positionieren sich Algos, Institutionelle und Market Maker häufig eher defensiv, bevor dann abends der echte Move kommt.
Zusätzlich beginnt heute faktisch bereits das Monatsende. Ab jetzt können Rebalancing-Effekte, aggressive Umschichtungen und institutionelle Flows deutlich zunehmen. In Kombination mit FOMC ist das ein Setup für erhöhte Volatilität und hohes Volumen.
Mein Fazit bleibt deshalb klar:
Alles entscheidet sich an der 24.000er Marke.
Kann der DAX diese Zone nachhaltig verteidigen und darüber Momentum aufbauen, bleibt weiteres Long-Potenzial absolut intakt.
Verliert der Markt diese Zone hingegen sauber, steigt die Wahrscheinlichkeit einer tieferen Korrektur deutlich.
Heute wird nicht der Vormittag entscheiden – heute Abend entscheidet Powell.
Wie seht ihr den DAX heute?
Glaubt ihr Powell sorgt heute Abend für Überraschungen oder eher ein souveränes Ende seiner Amtszeit?
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