Euro-Dollar: Institutionelle Anleger bleiben auf der Käuferseite

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Der US-Dollar war 2025 die schwächste Forex-Währung, trotz des Zinsdifferenzials zwischen der Federal Reserve (Fed) und anderen westlichen Zentralbanken. Infolgedessen verzeichnete der EUR/USD-Kurs 2025 eine deutlich positive Performance und bleibt auch im ersten Quartal 2026 im Plus – trotz des wahrscheinlichen Status quo der Fed bis zur geldpolitischen Entscheidung im Juni und der Ernennung von Kevin Warsh an die Spitze der Fed.

Handelskonflikte, Haushaltsdefizite, Staatsverschuldung, Entdollarisierung und der steigende Anteil von Gold in den Währungsreserven der Staaten sind alles Faktoren, die erklären, warum der US-Dollar nicht von der geldpolitischen Divergenz zu seinen Gunsten profitiert hat.

Wie lange kann der EUR/USD-Kurs am Devisenmarkt bullisch bleiben?

Zwei technische Faktoren spielen eine dominante Rolle bei der Beantwortung dieser Frage:

• EUR/USD bleibt bullisch, solange kein bedeutendes Unterstützungsniveau unterschritten wird. Die Unterstützung bei 1,15 USD sowie der 200-Tage-Durchschnitt (der von institutionellen Händlern stark beachtet wird) spielen hierbei eine Schlüsselrolle.

• EUR/USD bleibt bullisch, solange institutionelle Anleger eine netto positive Long-Position in EUR/USD-Futures halten (CFTC-COT-Report).

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Zum Zeitpunkt der Erstellung zeigt der COT-Report der CFTC, dass die institutionelle Netto-Position auf EUR/USD weiterhin aufwärts gerichtet ist. Ebenso bleibt der Anteil institutioneller Händler mit Long-Exposure auf EUR/USD über 50 %, wie die untenstehende Grafik zeigt.
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Im Detail zeigen die neuesten verfügbaren Daten, dass Asset Manager und institutionelle Investoren ihre Long-Positionen in EUR/USD-Futures ausgebaut haben, während die Short-Positionen begrenzt bleiben. Diese Konstellation spiegelt eine weiterhin starke Überzeugung zugunsten eines strukturell unterstützten Euro gegenüber dem Dollar wider – trotz weiterhin relativ restriktiver US-Geldpolitik. Das hohe Niveau der Netto-Position deutet zudem eher auf eine schrittweise Akkumulation als auf einen abrupten spekulativen Überschuss hin, was der aktuellen Tendenz einen nachhaltigeren Charakter verleiht.

Charttechnisch bleibt die mittelfristige Aufwärtsdynamik gut konstruiert, solange die Kurse oberhalb der Zone um 1,15 USD notieren – einer Zone, die sowohl einem früheren bedeutenden Hoch entspricht, das zur Unterstützung wurde, als auch einer technischen Polaritätszone.

Ein klarer Bruch dieses Niveaus würde das übergeordnete bullische Szenario infrage stellen und den Weg für eine tiefere Korrekturphase öffnen, potenziell in Richtung der zuvor aufgebauten Zwischenunterstützungen um 1,12 USD. Umgekehrt spricht das Halten über dieser Schlüsselmarke für eine Fortsetzung der Grundbewegung zugunsten des Euro.
Die folgende Grafik zeigt die täglichen japanischen Kerzen des EUR/USD-Kurses.
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