Monatsrückblick Mai 2026
Noch zu Monatsbeginn dominierten Sorgen über steigende Inflation, hohe Ölpreise, geopolitische Eskalationen im Nahen Osten und erneut steigende Anleiherenditen die Schlagzeilen. Viele Marktteilnehmer befürchteten eine stärkere Korrekturbewegung und größere Gewinnmitnahmen in Risk Assets.
Vier Wochen später präsentiert sich ein völlig anderes Bild.
Der Ölpreis ist massiv eingebrochen, die Volatilität hat deutlich nachgelassen, die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen wurden wieder zurückgekauft und die großen US-Indizes konnten neue Allzeithochs markieren. Auch der DAX etablierte sich erneut oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000 Punkte Marke.
Der Mai war damit nicht einfach nur ein weiterer positiver Börsenmonat.
Vielmehr war es der Monat, in dem die Märkte trotz zahlreicher Belastungsfaktoren bemerkenswerte Stärke zeigten und eine deutliche Neubewertung der makroökonomischen Lage vorgenommen haben.
Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen vier Wochen.
Geopolitische Lage – Der wichtigste Markttreiber des Monats
Die geopolitische Lage war im Mai erneut ohne Zweifel der dominierende Faktor an den Finanzmärkten.
Im Mittelpunkt standen weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere die Beziehungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Zu Monatsbeginn waren die Märkte noch stark von Eskalationssorgen geprägt. Die Sorge vor einer Ausweitung militärischer Konflikte sowie möglichen Störungen wichtiger Öltransportrouten führte zeitweise zu einem Anstieg des Ölpreises auf über 107 Dollar.
Insbesondere die Straße von Hormus rückte erneut in den Fokus der Anleger. Jede potenzielle Beeinträchtigung dieser zentralen Handelsroute hätte erhebliche Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und damit auf die Inflationserwartungen gehabt.
Im Verlauf des Monats änderte sich das Bild jedoch zunehmend.
Die Märkte begannen immer stärker eine diplomatische Lösung zwischen den USA und dem Iran einzupreisen. Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen, mögliche Verlängerungen bestehender Waffenstillstände sowie Signale einer Deeskalation sorgten zunehmend für Entspannung.
Besonders in den letzten beiden Maiwochen nahm die Hoffnung auf einen möglichen Deal deutlich zu. Während es weiterhin Sanktionen, politische Spannungen und militärische Aktivitäten in der Region gab, rückte für die Märkte zunehmend die Wahrscheinlichkeit einer diplomatischen Lösung in den Vordergrund.
Diese Neubewertung war einer der Hauptgründe für die massive Schwäche im Ölpreis sowie die starke Entwicklung vieler Risk Assets.
Auch außerhalb des Nahen Ostens blieb die geopolitische Lage angespannt.
Die Beziehungen zwischen den USA und China standen erneut im Fokus. Insbesondere die Situation rund um Taiwan sowie die fortgesetzten Spannungen im Bereich Technologie, Handel und Halbleiterproduktion sorgten weiterhin für Unsicherheit.
Dennoch gelang es den Märkten, diese Risiken weitgehend auszublenden. Anleger konzentrierten sich zunehmend auf die unmittelbaren Auswirkungen für Inflation, Energiepreise und Wachstum.
Die wichtigste Erkenntnis des Monats lautet daher:
Nicht die geopolitischen Risiken verschwanden, vielmehr verringerte sich die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Eskalation deutlich.
FED, EZB und die Entwicklung der Geldpolitik
Neben der Geopolitik standen auch die Zentralbanken im Mittelpunkt.
Die US-Notenbank FED bewegte sich im Mai weiterhin auf einem schmalen Grat zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsunterstützung.
Die veröffentlichten FOMC-Protokolle machten deutlich, dass innerhalb der FED weiterhin große Vorsicht herrscht.
Zwar wurden Fortschritte bei der Inflation anerkannt, gleichzeitig betonten zahlreiche Mitglieder jedoch, dass weitere Beweise für einen nachhaltigen Rückgang erforderlich seien, bevor größere Zinssenkungen gerechtfertigt wären.
Mehrere FED-Mitglieder äußerten sich im Monatsverlauf weiterhin vergleichsweise hawkish.
Insbesondere Williams und Musalem machten deutlich, dass Zinssenkungen keineswegs garantiert seien und bei einer erneuten Beschleunigung der Inflation sogar weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion um Kevin Warsh.
Sein Name wurde im Mai verstärkt im Zusammenhang mit zukünftigen Führungsrollen innerhalb der US-Geldpolitik genannt. Da Warsh traditionell eher als geldpolitisch Dovish wahrgenommen wird, verfolgten die Märkte diese Entwicklung aufmerksam.
Auch die Europäische Zentralbank stand im Fokus.
Die EZB-Protokolle sowie Aussagen von Lagarde und Lane zeigten, dass die Inflationsbekämpfung weiterhin oberste Priorität besitzt.
Gleichzeitig wurden jedoch zunehmend Hinweise sichtbar, dass die europäische Inflation langsam unter Kontrolle kommt. Vor allem gegen Monatsende sorgten mehrere Inflationsdaten aus Europa für positive Überraschungen und stärkten die Erwartung, dass die EZB in den kommenden Monaten zusätzlichen Spielraum für eine lockerere Geldpolitik erhalten könnte und es bei einer Zinserhöhung im Juni bleibt.
Insgesamt blieb die Kommunikation sowohl der FED als auch der EZB vorsichtig.
Die Märkte interpretierten die Datenlage jedoch zunehmend als Zeichen dafür, dass der Höhepunkt der restriktiven Geldpolitik hinter uns liegen könnte.
Wirtschaftsdaten und Fundamentallage
Die fundamentalen Wirtschaftsdaten zeichneten im Mai ein überraschend robustes Bild.
Während viele Marktteilnehmer zu Jahresbeginn noch mit einer deutlichen Abschwächung der Wirtschaft gerechnet hatten, bestätigten zahlreiche Daten die Widerstandsfähigkeit der Konjunktur.
Besonders bemerkenswert war die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes.
Die Non-Farm Payrolls lagen bei 115.000 neu geschaffenen Stellen und damit deutlich über den Erwartungen. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent.
Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bewegten sich über weite Strecken des Monats auf einem Niveau, das weiterhin einen robusten Arbeitsmarkt signalisiert.
Auf der Inflationsseite zeigte sich ein gemischtes, insgesamt jedoch konstruktives Bild.
Der US-Verbraucherpreisindex lag im Jahresvergleich bei 3,8 Prozent. Die Core CPI Daten sowie später die Core PCE Daten bestätigten, dass die Inflation zwar weiterhin oberhalb des FED Ziels liegt, der übergeordnete Trend jedoch zunehmend nach unten zeigt, wenn eine Entspannung rund um die Straße von Hormus bald einsetzt.
Besonders positiv wurde die Veröffentlichung des Core PCE zum Monatsende aufgenommen.
Mit einem Monatswert von 0,2 Prozent fiel die Entwicklung etwas besser aus als erwartet und unterstützte die Hoffnung auf eine langfristige Entspannung des Inflationsdrucks.
Auch die Wirtschaftsdaten selbst blieben erstaunlich stabil.
Die Durable Goods Orders überraschten mit einem Anstieg von 7,9 Prozent massiv positiv und signalisierten weiterhin hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen.
Der Chicago PMI sprang auf 62,7 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit längerer Zeit. Werte oberhalb von 50 signalisieren eine Expansion der wirtschaftlichen Aktivität.
Gleichzeitig gab es auch einige Schwachstellen.
Der Immobilienmarkt zeigte sich weiterhin verhalten. Die Verkäufe neuer Häuser blieben hinter den Erwartungen zurück.
Trotzdem ergibt sich für den Mai insgesamt folgendes Bild:
Die Inflation sinkt langsam.
Die Wirtschaft wächst weiter.
Der Arbeitsmarkt bleibt robust.
Eine Rezession ist aktuell nicht erkennbar.
Genau dieses Umfeld erwies sich als ideal für die Aktienmärkte.
Dazu kommen starke Earnings und Quartalsberichte der großen Tech und KI Firmen. Die Euphorie rund um KI wird nach wie vor von realen starken Umsatzzahlen getragen. Auf Grund der mittlerweile extrem hohen Gewichtung von Tech Unternehmen in den Indizes, beflügelt dieser sehr stark performende Sektor die größeren Indizes wie SPX und NASDAQ massiv.
Charttechnik und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt war einer der auffälligsten Märkte des Monats.
Zu Beginn des Mai stieg US Oil noch auf über 107 Dollar und erreichte damit neue Mehrmonatshochs.
Anschließend folgte jedoch eine massive Trendwende.
Über den gesamten Monat hinweg wurden zunehmend geopolitische Risiken ausgepreist. Gleichzeitig sorgten sinkende Inflationserwartungen und eine verbesserte Nachrichtenlage im Nahen Osten für starke Kapitalabflüsse aus dem Energiesektor.
Am Monatsende notiert US Oil bei rund 87,75 Dollar und damit mehr als 16 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Besonders bemerkenswert ist der Schlusskurs unterhalb der psychologisch wichtigen 90 Dollar Marke.
Die Monatskerze zählt damit zu den bearishsten Kerzen der vergangenen Monate.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt sahen wir im Mai enorme Schwankungen.
Vor allem in den ersten beiden Maiwochen stiegen die Renditen deutlich an.
Die Renditen der 3-jährigen, 5-jährigen, 10-jährigen sowie 30-jährigen US-Staatsanleihen erreichten zeitweise neue Mehrmonatshochs.
Mit zunehmender Entspannung im Nahen Osten sowie rückläufigen Inflationssorgen wurden diese Bewegungen jedoch größtenteils wieder zurückgenommen. Insbesondere die langfristigen Renditen konnten ihre Hochs nicht verteidigen und wurden zum Monatsende deutlich zurückgekauft.
Dies reduzierte den Druck auf die Aktienmärkte erheblich.
DXY
Der US Dollar zeigte sich im Mai vergleichsweise stabil.
Mit einem Monatsplus von rund 0,87 Prozent schloss der DXY bei 98,94 Punkten.
Trotz der Erholung bleibt der Dollar damit weiterhin innerhalb seiner großen Seitwärtsrange, die bereits seit rund einem Jahr Bestand hat. Aus Sicht der Aktienmärkte sorgte der stabile Dollar für keine größeren Belastungen.
VIX
Der Volatilitätsindex zeigte im Mai eine deutliche Entspannung.
Zwischenzeitlich stieg der VIX im Zuge der geopolitischen Unsicherheit nochmals in Richtung 20 Punkte. Mit zunehmender Deeskalation sank die Volatilität jedoch wieder deutlich. Der Monat endet bei rund 15,3 Punkten und damit etwa 10 Prozent unter dem Vormonat. Dies bestätigt die aktuell hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia blieb auch im Mai einer der wichtigsten Einzelwerte des gesamten Marktes.
Die veröffentlichten Quartalszahlen fielen erneut stark aus und bestätigten die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Trotz hervorragender Zahlen und positiver Prognosen kam es nach den Earnings zu ersten Gewinnmitnahmen. Auf Monatssicht verbleibt dennoch ein Plus von rund 5,6 Prozent. Die langfristige Aufwärtsstruktur bleibt vollständig intakt, gleichzeitig zeigen sich erstmals seit längerer Zeit leichte Ermüdungserscheinungen.
Bitcoin
Bitcoin gehörte zu den schwächsten großen Risk Assets des Monats. Nach einem starken Start in den Mai scheiterte die Kryptowährung im Bereich von 82.500 Dollar. Anschließend dominierte Verkaufsdruck. Während Aktien neue Rekordstände markierten, verlor Bitcoin auf Monatssicht rund 3,5 Prozent. Die relative Schwäche gegenüber den Aktienmärkten bleibt damit bestehen.
S&P 500
Der S&P 500 setzte seine beeindruckende Rally fort.
Mit einem Monatsplus von rund 5 Prozent markierte der Index neue Allzeithochs bei rund 7.580 Punkten. Sinkende Ölpreise, stabile Wirtschaftsdaten, positive Performance des hochgewichteten Tech Sektors und rückläufige Renditen sorgten für ideale Rahmenbedingungen. Besonders bemerkenswert bleibt die Tatsache, dass seit Anfang April keine einzige bearishe Wochenkerze entstanden ist.
Nasdaq
Der Nasdaq war erneut der stärkste große Aktienindex.
Mit einem Monatsgewinn von rund 10,5 Prozent zählt der Mai zu den stärksten Monaten der vergangenen Jahre. Die KI-Dynamik bleibt ungebrochen. Die Kombination aus Nvidia, Halbleitern, Softwareunternehmen und KI-Infrastruktur sorgt weiterhin für starke Kapitalzuflüsse. Der Monat endet oberhalb von 30.000 Punkten und damit auf neuen Rekordständen.
Dow Jones (US30)
Auch der Dow Jones konnte neue Höchststände markieren.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Bereich der 50.000 Punkte Marke gelang schließlich der Ausbruch. Mit einem Monatsplus von rund 2,5 Prozent schloss der Index bei rund 51.018 Punkten. Damit bestätigt auch der Dow Jones die aktuell hohe Risikobereitschaft der Anleger, dieser ist sehr viel weniger Tech lastig wie SPX und NASDAQ.
DAX – Monatsrückblick Mai
Auch der DAX blickt auf einen starken Mai zurück.
Der Monatsverlauf war dabei deutlich volatiler, als es das finale Ergebnis vermuten lässt.
Zu Beginn des Monats stand die wichtige 24.000 Punkte Marke im Fokus. Nach den Belastungen aus dem April gelang es den Käufern zunächst, diese Zone erfolgreich als Unterstützung zu verteidigen. Von dort aus setzte eine erste starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index wieder in Richtung 25.000 Punkte führte.
Im Bereich der 25.000er-Marke kam es jedoch zunächst zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Der Markt wurde erneut abverkauft und fiel im weiteren Verlauf sogar nochmals bis in den Bereich der Monatstiefs zurück. Zwischenzeitlich wurden dabei Kurse um 23.600 Punkte getestet.
Diese erneute Schwächephase fiel zeitlich mit den Sorgen über steigende Renditen, hohe Ölpreise sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten zusammen. Die entscheidende Wende erfolgte anschließend in der zweiten Monatshälfte.
Mit der zunehmenden Entspannung im Nahen Osten, dem deutlichen Rückgang der Ölpreise sowie wieder fallenden Renditen verbesserte sich das Umfeld für europäische Aktien spürbar.
Der DAX konnte die 24.000 Punkte Marke nachhaltig zurückerobern und etablierte sich erneut oberhalb dieses Bereichs. In den letzten beiden Maiwochen setzte daraufhin eine starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index erstmals seit längerer Zeit wieder klar über die psychologisch wichtige 25.000 Punkte Marke führte.
Das Monatshoch wurde bei rund 25.442 Punkten markiert.
Dort kam es erneut zu Gewinnmitnahmen, sodass der DAX zum Monatsende etwas unterhalb der Höchststände notierte.
Mit einem Monatsschlusskurs von rund 25.038 Punkten beendet der deutsche Leitindex den Mai dennoch oberhalb der wichtigen 25.000er Zone und verzeichnet gegenüber dem Vormonat einen Zugewinn von rund 3 %.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der DAX über dem Hoch des Vormonats schließen konnte und sich damit wieder in unmittelbarer Nähe seiner Allzeithochs befindet. Aktuell beträgt der Abstand zum Rekordhoch lediglich rund 1,9 %. Auch wenn die Dynamik zuletzt etwas hinter Nasdaq und S&P 500 zurückblieb, bleibt die technische Struktur des DAX weiterhin klar konstruktiv. Die Käufer konnten sowohl die 24.000er Zone als auch die 25.000er Marke zurückerobern und verteidigen.
Aus charttechnischer Sicht bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend damit vollständig intakt.
Wichtigste Erkenntnisse des Monats Mai
* Die Märkte preisen zunehmend eine Deeskalation im Nahen Osten ein.
* Der Ölpreis verliert über 16 Prozent und wirkt klar disinflationär.
* Langfristige Anleiherenditen können ihre Hochs nicht verteidigen.
* Der VIX fällt deutlich zurück und signalisiert ein Risk-On-Umfeld.
* Die Inflationsdaten zeigen insgesamt sehr leichte Fortschritte.
* Die US-Wirtschaft bleibt überraschend robust.
* Der Arbeitsmarkt zeigt weiterhin Stabilität.
* Die KI-Story bleibt der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber.
* S&P 500, Nasdaq und Dow Jones markieren neue Allzeithochs.
* Bitcoin zeigt deutliche relative Schwäche.
* Der DAX etabliert sich erneut oberhalb von 25.000 Punkten.
Fazit
Der Mai 2026 war der Monat, in dem die Märkte mehrere potenzielle Belastungsfaktoren absorbierten und trotzdem neue Höchststände erreichten. Geopolitische Risiken, hohe Ölpreise, steigende Renditen und eine weiterhin vorsichtige FED konnten die Aufwärtsbewegung letztlich nicht stoppen. Stattdessen dominierten sinkende Energiepreise, robuste Wirtschaftsdaten, stabile Arbeitsmärkte und die ungebrochene Dynamik im KI-Sektor.
Besonders bemerkenswert bleibt dabei die starke Divergenz zwischen Aktienmärkten und Bitcoin sowie die zunehmende Konzentration der Rally auf Technologie- und KI-Werte. Ob sich diese Entwicklung auch im Juni fortsetzen kann, bleibt eine der spannendsten Fragen für die kommenden Wochen.
Keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
Wie hat euch dieses neue Format mit Tagesausblicken, Wochenrückblicken und nun auch Monatsrückblicken gefallen?
Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
Morgen folgt zunächst der Wochenausblick für die KW23. Anschließend veröffentliche ich den ausführlichen Monatsausblick Juni mit allen relevanten Entwicklungen, Chancen und Risiken für die kommenden Wochen.
Zusätzlich erscheint auf YouTube ein ausführlicher Marktüberblick inklusive konkreter Handelsideen für die KW23.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
Noch zu Monatsbeginn dominierten Sorgen über steigende Inflation, hohe Ölpreise, geopolitische Eskalationen im Nahen Osten und erneut steigende Anleiherenditen die Schlagzeilen. Viele Marktteilnehmer befürchteten eine stärkere Korrekturbewegung und größere Gewinnmitnahmen in Risk Assets.
Vier Wochen später präsentiert sich ein völlig anderes Bild.
Der Ölpreis ist massiv eingebrochen, die Volatilität hat deutlich nachgelassen, die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen wurden wieder zurückgekauft und die großen US-Indizes konnten neue Allzeithochs markieren. Auch der DAX etablierte sich erneut oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000 Punkte Marke.
Der Mai war damit nicht einfach nur ein weiterer positiver Börsenmonat.
Vielmehr war es der Monat, in dem die Märkte trotz zahlreicher Belastungsfaktoren bemerkenswerte Stärke zeigten und eine deutliche Neubewertung der makroökonomischen Lage vorgenommen haben.
Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen vier Wochen.
Geopolitische Lage – Der wichtigste Markttreiber des Monats
Die geopolitische Lage war im Mai erneut ohne Zweifel der dominierende Faktor an den Finanzmärkten.
Im Mittelpunkt standen weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere die Beziehungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Zu Monatsbeginn waren die Märkte noch stark von Eskalationssorgen geprägt. Die Sorge vor einer Ausweitung militärischer Konflikte sowie möglichen Störungen wichtiger Öltransportrouten führte zeitweise zu einem Anstieg des Ölpreises auf über 107 Dollar.
Insbesondere die Straße von Hormus rückte erneut in den Fokus der Anleger. Jede potenzielle Beeinträchtigung dieser zentralen Handelsroute hätte erhebliche Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und damit auf die Inflationserwartungen gehabt.
Im Verlauf des Monats änderte sich das Bild jedoch zunehmend.
Die Märkte begannen immer stärker eine diplomatische Lösung zwischen den USA und dem Iran einzupreisen. Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen, mögliche Verlängerungen bestehender Waffenstillstände sowie Signale einer Deeskalation sorgten zunehmend für Entspannung.
Besonders in den letzten beiden Maiwochen nahm die Hoffnung auf einen möglichen Deal deutlich zu. Während es weiterhin Sanktionen, politische Spannungen und militärische Aktivitäten in der Region gab, rückte für die Märkte zunehmend die Wahrscheinlichkeit einer diplomatischen Lösung in den Vordergrund.
Diese Neubewertung war einer der Hauptgründe für die massive Schwäche im Ölpreis sowie die starke Entwicklung vieler Risk Assets.
Auch außerhalb des Nahen Ostens blieb die geopolitische Lage angespannt.
Die Beziehungen zwischen den USA und China standen erneut im Fokus. Insbesondere die Situation rund um Taiwan sowie die fortgesetzten Spannungen im Bereich Technologie, Handel und Halbleiterproduktion sorgten weiterhin für Unsicherheit.
Dennoch gelang es den Märkten, diese Risiken weitgehend auszublenden. Anleger konzentrierten sich zunehmend auf die unmittelbaren Auswirkungen für Inflation, Energiepreise und Wachstum.
Die wichtigste Erkenntnis des Monats lautet daher:
Nicht die geopolitischen Risiken verschwanden, vielmehr verringerte sich die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Eskalation deutlich.
FED, EZB und die Entwicklung der Geldpolitik
Neben der Geopolitik standen auch die Zentralbanken im Mittelpunkt.
Die US-Notenbank FED bewegte sich im Mai weiterhin auf einem schmalen Grat zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsunterstützung.
Die veröffentlichten FOMC-Protokolle machten deutlich, dass innerhalb der FED weiterhin große Vorsicht herrscht.
Zwar wurden Fortschritte bei der Inflation anerkannt, gleichzeitig betonten zahlreiche Mitglieder jedoch, dass weitere Beweise für einen nachhaltigen Rückgang erforderlich seien, bevor größere Zinssenkungen gerechtfertigt wären.
Mehrere FED-Mitglieder äußerten sich im Monatsverlauf weiterhin vergleichsweise hawkish.
Insbesondere Williams und Musalem machten deutlich, dass Zinssenkungen keineswegs garantiert seien und bei einer erneuten Beschleunigung der Inflation sogar weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion um Kevin Warsh.
Sein Name wurde im Mai verstärkt im Zusammenhang mit zukünftigen Führungsrollen innerhalb der US-Geldpolitik genannt. Da Warsh traditionell eher als geldpolitisch Dovish wahrgenommen wird, verfolgten die Märkte diese Entwicklung aufmerksam.
Auch die Europäische Zentralbank stand im Fokus.
Die EZB-Protokolle sowie Aussagen von Lagarde und Lane zeigten, dass die Inflationsbekämpfung weiterhin oberste Priorität besitzt.
Gleichzeitig wurden jedoch zunehmend Hinweise sichtbar, dass die europäische Inflation langsam unter Kontrolle kommt. Vor allem gegen Monatsende sorgten mehrere Inflationsdaten aus Europa für positive Überraschungen und stärkten die Erwartung, dass die EZB in den kommenden Monaten zusätzlichen Spielraum für eine lockerere Geldpolitik erhalten könnte und es bei einer Zinserhöhung im Juni bleibt.
Insgesamt blieb die Kommunikation sowohl der FED als auch der EZB vorsichtig.
Die Märkte interpretierten die Datenlage jedoch zunehmend als Zeichen dafür, dass der Höhepunkt der restriktiven Geldpolitik hinter uns liegen könnte.
Wirtschaftsdaten und Fundamentallage
Die fundamentalen Wirtschaftsdaten zeichneten im Mai ein überraschend robustes Bild.
Während viele Marktteilnehmer zu Jahresbeginn noch mit einer deutlichen Abschwächung der Wirtschaft gerechnet hatten, bestätigten zahlreiche Daten die Widerstandsfähigkeit der Konjunktur.
Besonders bemerkenswert war die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes.
Die Non-Farm Payrolls lagen bei 115.000 neu geschaffenen Stellen und damit deutlich über den Erwartungen. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent.
Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bewegten sich über weite Strecken des Monats auf einem Niveau, das weiterhin einen robusten Arbeitsmarkt signalisiert.
Auf der Inflationsseite zeigte sich ein gemischtes, insgesamt jedoch konstruktives Bild.
Der US-Verbraucherpreisindex lag im Jahresvergleich bei 3,8 Prozent. Die Core CPI Daten sowie später die Core PCE Daten bestätigten, dass die Inflation zwar weiterhin oberhalb des FED Ziels liegt, der übergeordnete Trend jedoch zunehmend nach unten zeigt, wenn eine Entspannung rund um die Straße von Hormus bald einsetzt.
Besonders positiv wurde die Veröffentlichung des Core PCE zum Monatsende aufgenommen.
Mit einem Monatswert von 0,2 Prozent fiel die Entwicklung etwas besser aus als erwartet und unterstützte die Hoffnung auf eine langfristige Entspannung des Inflationsdrucks.
Auch die Wirtschaftsdaten selbst blieben erstaunlich stabil.
Die Durable Goods Orders überraschten mit einem Anstieg von 7,9 Prozent massiv positiv und signalisierten weiterhin hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen.
Der Chicago PMI sprang auf 62,7 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit längerer Zeit. Werte oberhalb von 50 signalisieren eine Expansion der wirtschaftlichen Aktivität.
Gleichzeitig gab es auch einige Schwachstellen.
Der Immobilienmarkt zeigte sich weiterhin verhalten. Die Verkäufe neuer Häuser blieben hinter den Erwartungen zurück.
Trotzdem ergibt sich für den Mai insgesamt folgendes Bild:
Die Inflation sinkt langsam.
Die Wirtschaft wächst weiter.
Der Arbeitsmarkt bleibt robust.
Eine Rezession ist aktuell nicht erkennbar.
Genau dieses Umfeld erwies sich als ideal für die Aktienmärkte.
Dazu kommen starke Earnings und Quartalsberichte der großen Tech und KI Firmen. Die Euphorie rund um KI wird nach wie vor von realen starken Umsatzzahlen getragen. Auf Grund der mittlerweile extrem hohen Gewichtung von Tech Unternehmen in den Indizes, beflügelt dieser sehr stark performende Sektor die größeren Indizes wie SPX und NASDAQ massiv.
Charttechnik und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt war einer der auffälligsten Märkte des Monats.
Zu Beginn des Mai stieg US Oil noch auf über 107 Dollar und erreichte damit neue Mehrmonatshochs.
Anschließend folgte jedoch eine massive Trendwende.
Über den gesamten Monat hinweg wurden zunehmend geopolitische Risiken ausgepreist. Gleichzeitig sorgten sinkende Inflationserwartungen und eine verbesserte Nachrichtenlage im Nahen Osten für starke Kapitalabflüsse aus dem Energiesektor.
Am Monatsende notiert US Oil bei rund 87,75 Dollar und damit mehr als 16 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Besonders bemerkenswert ist der Schlusskurs unterhalb der psychologisch wichtigen 90 Dollar Marke.
Die Monatskerze zählt damit zu den bearishsten Kerzen der vergangenen Monate.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt sahen wir im Mai enorme Schwankungen.
Vor allem in den ersten beiden Maiwochen stiegen die Renditen deutlich an.
Die Renditen der 3-jährigen, 5-jährigen, 10-jährigen sowie 30-jährigen US-Staatsanleihen erreichten zeitweise neue Mehrmonatshochs.
Mit zunehmender Entspannung im Nahen Osten sowie rückläufigen Inflationssorgen wurden diese Bewegungen jedoch größtenteils wieder zurückgenommen. Insbesondere die langfristigen Renditen konnten ihre Hochs nicht verteidigen und wurden zum Monatsende deutlich zurückgekauft.
Dies reduzierte den Druck auf die Aktienmärkte erheblich.
DXY
Der US Dollar zeigte sich im Mai vergleichsweise stabil.
Mit einem Monatsplus von rund 0,87 Prozent schloss der DXY bei 98,94 Punkten.
Trotz der Erholung bleibt der Dollar damit weiterhin innerhalb seiner großen Seitwärtsrange, die bereits seit rund einem Jahr Bestand hat. Aus Sicht der Aktienmärkte sorgte der stabile Dollar für keine größeren Belastungen.
VIX
Der Volatilitätsindex zeigte im Mai eine deutliche Entspannung.
Zwischenzeitlich stieg der VIX im Zuge der geopolitischen Unsicherheit nochmals in Richtung 20 Punkte. Mit zunehmender Deeskalation sank die Volatilität jedoch wieder deutlich. Der Monat endet bei rund 15,3 Punkten und damit etwa 10 Prozent unter dem Vormonat. Dies bestätigt die aktuell hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia blieb auch im Mai einer der wichtigsten Einzelwerte des gesamten Marktes.
Die veröffentlichten Quartalszahlen fielen erneut stark aus und bestätigten die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Trotz hervorragender Zahlen und positiver Prognosen kam es nach den Earnings zu ersten Gewinnmitnahmen. Auf Monatssicht verbleibt dennoch ein Plus von rund 5,6 Prozent. Die langfristige Aufwärtsstruktur bleibt vollständig intakt, gleichzeitig zeigen sich erstmals seit längerer Zeit leichte Ermüdungserscheinungen.
Bitcoin
Bitcoin gehörte zu den schwächsten großen Risk Assets des Monats. Nach einem starken Start in den Mai scheiterte die Kryptowährung im Bereich von 82.500 Dollar. Anschließend dominierte Verkaufsdruck. Während Aktien neue Rekordstände markierten, verlor Bitcoin auf Monatssicht rund 3,5 Prozent. Die relative Schwäche gegenüber den Aktienmärkten bleibt damit bestehen.
S&P 500
Der S&P 500 setzte seine beeindruckende Rally fort.
Mit einem Monatsplus von rund 5 Prozent markierte der Index neue Allzeithochs bei rund 7.580 Punkten. Sinkende Ölpreise, stabile Wirtschaftsdaten, positive Performance des hochgewichteten Tech Sektors und rückläufige Renditen sorgten für ideale Rahmenbedingungen. Besonders bemerkenswert bleibt die Tatsache, dass seit Anfang April keine einzige bearishe Wochenkerze entstanden ist.
Nasdaq
Der Nasdaq war erneut der stärkste große Aktienindex.
Mit einem Monatsgewinn von rund 10,5 Prozent zählt der Mai zu den stärksten Monaten der vergangenen Jahre. Die KI-Dynamik bleibt ungebrochen. Die Kombination aus Nvidia, Halbleitern, Softwareunternehmen und KI-Infrastruktur sorgt weiterhin für starke Kapitalzuflüsse. Der Monat endet oberhalb von 30.000 Punkten und damit auf neuen Rekordständen.
Dow Jones (US30)
Auch der Dow Jones konnte neue Höchststände markieren.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Bereich der 50.000 Punkte Marke gelang schließlich der Ausbruch. Mit einem Monatsplus von rund 2,5 Prozent schloss der Index bei rund 51.018 Punkten. Damit bestätigt auch der Dow Jones die aktuell hohe Risikobereitschaft der Anleger, dieser ist sehr viel weniger Tech lastig wie SPX und NASDAQ.
DAX – Monatsrückblick Mai
Auch der DAX blickt auf einen starken Mai zurück.
Der Monatsverlauf war dabei deutlich volatiler, als es das finale Ergebnis vermuten lässt.
Zu Beginn des Monats stand die wichtige 24.000 Punkte Marke im Fokus. Nach den Belastungen aus dem April gelang es den Käufern zunächst, diese Zone erfolgreich als Unterstützung zu verteidigen. Von dort aus setzte eine erste starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index wieder in Richtung 25.000 Punkte führte.
Im Bereich der 25.000er-Marke kam es jedoch zunächst zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Der Markt wurde erneut abverkauft und fiel im weiteren Verlauf sogar nochmals bis in den Bereich der Monatstiefs zurück. Zwischenzeitlich wurden dabei Kurse um 23.600 Punkte getestet.
Diese erneute Schwächephase fiel zeitlich mit den Sorgen über steigende Renditen, hohe Ölpreise sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten zusammen. Die entscheidende Wende erfolgte anschließend in der zweiten Monatshälfte.
Mit der zunehmenden Entspannung im Nahen Osten, dem deutlichen Rückgang der Ölpreise sowie wieder fallenden Renditen verbesserte sich das Umfeld für europäische Aktien spürbar.
Der DAX konnte die 24.000 Punkte Marke nachhaltig zurückerobern und etablierte sich erneut oberhalb dieses Bereichs. In den letzten beiden Maiwochen setzte daraufhin eine starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index erstmals seit längerer Zeit wieder klar über die psychologisch wichtige 25.000 Punkte Marke führte.
Das Monatshoch wurde bei rund 25.442 Punkten markiert.
Dort kam es erneut zu Gewinnmitnahmen, sodass der DAX zum Monatsende etwas unterhalb der Höchststände notierte.
Mit einem Monatsschlusskurs von rund 25.038 Punkten beendet der deutsche Leitindex den Mai dennoch oberhalb der wichtigen 25.000er Zone und verzeichnet gegenüber dem Vormonat einen Zugewinn von rund 3 %.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der DAX über dem Hoch des Vormonats schließen konnte und sich damit wieder in unmittelbarer Nähe seiner Allzeithochs befindet. Aktuell beträgt der Abstand zum Rekordhoch lediglich rund 1,9 %. Auch wenn die Dynamik zuletzt etwas hinter Nasdaq und S&P 500 zurückblieb, bleibt die technische Struktur des DAX weiterhin klar konstruktiv. Die Käufer konnten sowohl die 24.000er Zone als auch die 25.000er Marke zurückerobern und verteidigen.
Aus charttechnischer Sicht bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend damit vollständig intakt.
Wichtigste Erkenntnisse des Monats Mai
* Die Märkte preisen zunehmend eine Deeskalation im Nahen Osten ein.
* Der Ölpreis verliert über 16 Prozent und wirkt klar disinflationär.
* Langfristige Anleiherenditen können ihre Hochs nicht verteidigen.
* Der VIX fällt deutlich zurück und signalisiert ein Risk-On-Umfeld.
* Die Inflationsdaten zeigen insgesamt sehr leichte Fortschritte.
* Die US-Wirtschaft bleibt überraschend robust.
* Der Arbeitsmarkt zeigt weiterhin Stabilität.
* Die KI-Story bleibt der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber.
* S&P 500, Nasdaq und Dow Jones markieren neue Allzeithochs.
* Bitcoin zeigt deutliche relative Schwäche.
* Der DAX etabliert sich erneut oberhalb von 25.000 Punkten.
Fazit
Der Mai 2026 war der Monat, in dem die Märkte mehrere potenzielle Belastungsfaktoren absorbierten und trotzdem neue Höchststände erreichten. Geopolitische Risiken, hohe Ölpreise, steigende Renditen und eine weiterhin vorsichtige FED konnten die Aufwärtsbewegung letztlich nicht stoppen. Stattdessen dominierten sinkende Energiepreise, robuste Wirtschaftsdaten, stabile Arbeitsmärkte und die ungebrochene Dynamik im KI-Sektor.
Besonders bemerkenswert bleibt dabei die starke Divergenz zwischen Aktienmärkten und Bitcoin sowie die zunehmende Konzentration der Rally auf Technologie- und KI-Werte. Ob sich diese Entwicklung auch im Juni fortsetzen kann, bleibt eine der spannendsten Fragen für die kommenden Wochen.
Keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
Wie hat euch dieses neue Format mit Tagesausblicken, Wochenrückblicken und nun auch Monatsrückblicken gefallen?
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Morgen folgt zunächst der Wochenausblick für die KW23. Anschließend veröffentliche ich den ausführlichen Monatsausblick Juni mit allen relevanten Entwicklungen, Chancen und Risiken für die kommenden Wochen.
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