Gold
שורט

H1-Bearish-Retest in Richtung der tieferen Nachfragezone

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Gold notiert aktuell bei etwa 4.143, nachdem ein heftiger Abverkauf den Preis bis in den Bereich von 4.080 gedrückt hatte, gefolgt von einer starken Erholung. Im H1-Chart hat sich bereits eine bärische MSS/BOS-Sequenz gebildet. Trotz der Erholung notiert der Preis weiterhin unterhalb der fallenden Trendlinie.

Auch das makroökonomische Umfeld bleibt für Gold schwierig. Der US-Verbraucherpreisindex (CPI) für September stieg um 0,6 % gegenüber dem Vormonat und 3,7 % gegenüber dem Vorjahr und lag damit über dem Vormonatswert. Gleichzeitig sprangen die Benzinpreise um 9,1 % nach oben. Die Veröffentlichung ließ zunächst den US-Dollar und die Treasury-Renditen steigen und drückte den Spot-Goldpreis zeitweise um bis zu 1,8 % nach unten.

Fed-Vertreter haben inzwischen signalisiert, dass weitere geldpolitische Straffungen weiterhin erforderlich sein könnten, auch wenn eine Zinserhöhung im Oktober derzeit nicht als dringend angesehen wird.

Technischer Ausblick

Die H1-Struktur steht weiterhin unter bärischem Druck.

Gold wurde an der bärischen Order-Block-Zone (OB) im Bereich 4.19x unterhalb der fallenden Trendlinie abgewiesen. Anschließend durchbrach der Preis mit einer starken impulsiven Bewegung die Struktur bei 4.150. Die Abwärtsbewegung erreichte schließlich die tiefere Nachfragezone, bevor Käufer die aktuelle Erholung auslösten.

Der Preis liegt nun wieder bei etwa 4.143, oberhalb der primären Nachfragezone, aber weiterhin unterhalb der wichtigsten Widerstandsstruktur.

Entscheidend ist jetzt, ob diese Erholung die unmittelbare Widerstandszone bei 4.161–4.171 zurückerobern kann. Diese Zone liegt direkt unterhalb der fallenden Trendlinie und stellt den nächstgelegenen wichtigen Bereich dar, an dem Verkäufer erneut die Kontrolle übernehmen könnten.

Wichtige Zonen

4.206–4.217 — Angebotszone (Supply Zone)

4.190–4.198 — Bärischer Order Block (OB)

4.161–4.171 — Unmittelbarer Widerstand (Immediate Resistance)

4.118–4.133 — Primäre Nachfragezone (Primary Demand Zone)

4.068–4.081 — Tiefere Nachfragezone (Deeper Demand Zone)

4.066,456 — Wichtiges strukturelles Tief (Major Structural Low)

Handelsplan

Das Hauptszenario besteht darin, abzuwarten, ob sich die aktuelle Erholung bis zur unmittelbaren Widerstandszone bei 4.161–4.171 ausdehnt.

Erreicht der Preis diesen Bereich, kann sich dort aber nicht nachhaltig auf H1 oberhalb der Zone und der fallenden Trendlinie etablieren, bevorzuge ich eine erneute Abwärtsbewegung.

Die erste Reaktion sollte den Preis zurück in Richtung der primären Nachfragezone bei 4.118–4.133 führen.

Sollten die Verkäufer diese Nachfragezone anschließend mit einer klaren impulsiven Bewegung durchbrechen, liegt das nächste größere Abwärtsziel bei der tieferen Nachfragezone zwischen 4.068 und 4.081.

Das Setup basiert darauf, einen Rücklauf in den Widerstand zu verkaufen, statt der Bewegung auf dem aktuellen Kursniveau hinterherzulaufen.

Wichtiger Hinweis

Heute stehen weitere wichtige US-Wirtschaftsdaten an. Der US-Erzeugerpreisindex (PPI) für September und die Einzelhandelsumsätze sollen veröffentlicht werden. Dadurch könnte die Volatilität rund um die markierten Zonen deutlich zunehmen.

Ein nachhaltiger Anstieg auf H1 über 4.161–4.171 würde die unmittelbare bärische Fortsetzungsstruktur schwächen und eine Neubewertung erforderlich machen.

Verkaufsszenario

Das Verkaufsszenario bleibt bevorzugt, solange Gold unterhalb von 4.161–4.171 und der fallenden Trendlinie notiert.

Das sauberere Setup wäre eine bestätigte Zurückweisung am Widerstand, gefolgt von einer erneuten bärischen Struktur.

Fazit

Gold hat sich vom jüngsten Tief kräftig erholt, doch der H1-Trend hat bislang noch nicht auf bullisch gedreht.

Die Zone 4.161–4.171 ist der entscheidende Widerstand, den die Verkäufer verteidigen müssen. Entwickelt sich dort eine klare Zurückweisung, spricht die Chartstruktur weiterhin für eine Bewegung zurück in Richtung 4.118–4.133 und möglicherweise weiter bis zur tieferen Nachfragezone bei 4.068–4.081.

כתב ויתור

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