Was über Nacht passiert ist
Wieder zwei Konzerne, wieder in entgegengesetzte Richtungen.
Amazon plus 9,4 Prozent nach Handelsschluss. Die Cloud-Sparte AWS
wuchs so schnell wie seit 18 Quartalen nicht mehr, dazu Fortschritte
bei eigenen KI-Chips.
Apple minus gut 6 Prozent. Schwache Verkäufe in China und ein
lahmendes Servicegeschäft überlagerten starke iPhone-Zahlen.
Dasselbe Bild wie vorgestern bei Microsoft und Meta. Und wieder
heben sich die beiden im Index weitgehend auf.
In Asien war es dagegen eindeutig: Der südkoreanische Kospi stieg
über 13 Prozent und musste den Handel unterbrechen – nachdem er am
Dienstag wegen über 10 Prozent Minus unterbrochen worden war. Der
Nikkei legte über 3 Prozent zu.
Wo wir stehen
7509,50, also 37 Punkte über dem gestrigen Schluss von 7472,50.
Plus 0,5 Prozent, und damit am oberen Ende der Nacht.
Die Übernacht-Spanne war 7467,75 bis 7511,00. Enge 43 Punkte, und
der Kurs steht ganz oben drin.
Die Zone, die diese Analyse trägt
Das Auffälligste am heutigen Chart liegt unter uns, und es ist
kein Level, sondern ein Stapel aus vier verschiedenen Quellen:
7472,50 Schlusskurs von gestern
7471,67 200-Perioden-Durchschnitt auf dem Stundenchart
7469,39 50-Perioden-Durchschnitt auf dem 4-Stunden-Chart
7468,25 Widerstands-/Unterstützungslevel aus 1H und 4H
7467,75 Tief der heutigen Nacht
Das sind 4,75 Punkte. Vier Berechnungsarten, die nichts miteinander
zu tun haben, landen an derselben Stelle.
Für Einsteiger: Man nennt das Zusammenfall oder Konfluenz. Es ist
kein Zauber – es heisst nur, dass viele Marktteilnehmer aus
verschiedenen Gründen auf denselben Preis schauen. Und genau
deshalb liegen dort mehr Aufträge als anderswo.
Praktisch: Beim Micro-S&P ist ein Punkt 5 Dollar wert. 4,75 Punkte
sind 24 Dollar. Ein Ziel innerhalb der Zone lohnt sich nicht. Die
Zone ist die Schwelle, nicht das Ziel.
Alle Zeitebenen zeigen dasselbe
Das gab es in dieser Reihe noch nicht.
Tageschart: Kurs über dem 50er (7451,97) und weit über dem
200er (7063,71)
4-Stunden: über dem 200er (7493,19), dem 50er (7469,39) und
dem 20er (7448,05)
Stunde: über allen dreien
Vor drei Tagen lag der Kurs auf jeder Ebene darunter. Was seit
Montag lief, war ein Rücksetzer – und auf dem Tageschart ist der
grosse Aufwärtstrend seit 2023 nie unterbrochen worden.
Ich schreibe das als Beschreibung, nicht als Prognose. Es sagt, wo
wir stehen, nicht wohin wir gehen.
Wenn es nach oben geht
Über dem Nachthoch bei 7511,00 liegt bis 7524,50 nichts. Das sind
13 Punkte offener Raum.
7524,50 ist dann der eigentliche Test – ein Level aus 15-Minuten-,
30-Minuten- und Stundenebene. Bestätigung: zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart darüber.
Erst dahinter wird es wieder weit: der nächste Widerstand liegt bei
7563,00, rund 39 Punkte höher.
Ungültig: Rückfall unter 7496,25, den 50er Durchschnitt im
5-Minuten-Chart.
Wenn es nach unten geht
Die Zone 7472,50 bis 7467,75 muss ganz durch. Bestätigung: zwei
Schlusskurse unter 7467,75 – nicht unter 7472,50.
Darunter kommt bei 7451,97 der 50er des Tagescharts, dicht gefolgt
von 7448,05 und 7445,12. Wieder ein Stapel, diesmal auf rund
7 Punkten.
Erst wenn auch der fällt, wird der Chart leer: bis 7418,50 liegt
dann nichts mehr.
Bis zur ersten Zone sind es von hier aus rund 42 Punkte.
Ungültig: Rückkehr über 7472,50.
Und jetzt ehrlich
Ich habe in der gestrigen Auswertung geschrieben, dass ich nicht
mehr dazuschreibe, wie wahrscheinlich ich etwas halte. Der Grund:
Diese Einschätzung hat mir in drei Tagen zweimal geschadet und nie
geholfen. Einmal habe ich auf den näheren Auslöser gezeigt, gelaufen
ist der weitere. Einmal habe ich einen ruhigen Tag angesagt, es kam
ein 108-Punkte-Trendtag.
Deshalb steht hier heute keine Einschätzung. Nur die Auslöser und
was dahinter liegt. Was der Markt daraus macht, sehen wir morgen.
Was heute besonders ist – und was mit offenen Positionen passiert
Es ist Freitag und Monatsende. Beides bringt Bewegung, die nichts
mit dem Chart zu tun hat: Grosse Fonds richten am Monatsende ihre
Bestände neu aus, oft in der letzten Handelsstunde.
Und der Freitagsschluss heisst Wochenendlücke. Zwischen Freitagabend
und Sonntagabend kann niemand handeln, aber die Welt läuft weiter.
Genau das hat diese Reihe am 27. Juli eröffnet: 42 Punkte Sprung
über ein Wochenende, ohne dass ein einziger Trade dazwischen lag.
Deshalb, nach meiner seit Mittwoch geltenden Regel: Positionen
werden vor Handelsschluss geschlossen oder halbiert, beim Rest geht
der Stopp auf den Einstieg. Über ein Wochenende halte ich nichts,
was ich nicht auch mit einem Sprung von 40 Punkten aushalten würde.
Ein Stopp schützt nur, solange der Kurs durch ihn hindurchläuft.
Über ein Wochenende springt er darüber hinweg.
Und im Hintergrund weiter da: Die USA haben erneut Angriffe gegen
Iran geflogen, der Ölpreis bleibt in Bewegung. Genau die Art
Nachricht, die am Wochenende kommt.
Für die Neuen
Heute liegen vier Marken auf 4,75 Punkten – ein Schlusskurs, zwei
gleitende Durchschnitte aus verschiedenen Zeiteinheiten und ein
Unterstützungslevel. Vier Rechenwege, ein Ergebnis.
Das ist mehr wert als vier Linien an vier verschiedenen Stellen.
Nicht weil es "stärker" wäre, sondern weil dort mehr Leute
hinschauen und deshalb mehr Aufträge liegen.
Der praktische Nutzen ist aber ein anderer, als die meisten denken:
Solche Zonen sind selten gute Ziele – man verdient nichts auf fünf
Punkten. Sie sind gute Schwellen. Man wartet, bis sie ganz
durchbrochen sind, und handelt erst danach.
Wer in eine Zone hineinhandelt, weil sie so überzeugend aussieht,
handelt gegen die Stelle mit den meisten Aufträgen. Das ist
selten eine gute Idee.
Zu den Linien im Chart
Blau ist der 20er, gelb der 50er, lila der 200er EMA – gleitende
Durchschnitte über verschieden viele Kerzen. Dünn orange und rosa
ist der VWAP mit Bändern: der volumengewichtete Durchschnittspreis
des Tages, also der Preis, den der durchschnittliche Dollar heute
bezahlt hat. Rot ist das Tageshoch, grün das Tagestief.
Der Chart hier ist 15 Minuten, damit man den Zusammenhang sieht.
Meine Bestätigungsregeln beziehen sich auf den 2-Minuten-Chart –
dieselben Level, nur feiner aufgelöst.
Zum Schluss
Das ist mein Plan, kein Signal und keine Empfehlung. Er steht
vorher da, damit man Montag nachlesen kann, ob er getaugt hat.
Auch wenn nicht.
Wieder zwei Konzerne, wieder in entgegengesetzte Richtungen.
Amazon plus 9,4 Prozent nach Handelsschluss. Die Cloud-Sparte AWS
wuchs so schnell wie seit 18 Quartalen nicht mehr, dazu Fortschritte
bei eigenen KI-Chips.
Apple minus gut 6 Prozent. Schwache Verkäufe in China und ein
lahmendes Servicegeschäft überlagerten starke iPhone-Zahlen.
Dasselbe Bild wie vorgestern bei Microsoft und Meta. Und wieder
heben sich die beiden im Index weitgehend auf.
In Asien war es dagegen eindeutig: Der südkoreanische Kospi stieg
über 13 Prozent und musste den Handel unterbrechen – nachdem er am
Dienstag wegen über 10 Prozent Minus unterbrochen worden war. Der
Nikkei legte über 3 Prozent zu.
Wo wir stehen
7509,50, also 37 Punkte über dem gestrigen Schluss von 7472,50.
Plus 0,5 Prozent, und damit am oberen Ende der Nacht.
Die Übernacht-Spanne war 7467,75 bis 7511,00. Enge 43 Punkte, und
der Kurs steht ganz oben drin.
Die Zone, die diese Analyse trägt
Das Auffälligste am heutigen Chart liegt unter uns, und es ist
kein Level, sondern ein Stapel aus vier verschiedenen Quellen:
7472,50 Schlusskurs von gestern
7471,67 200-Perioden-Durchschnitt auf dem Stundenchart
7469,39 50-Perioden-Durchschnitt auf dem 4-Stunden-Chart
7468,25 Widerstands-/Unterstützungslevel aus 1H und 4H
7467,75 Tief der heutigen Nacht
Das sind 4,75 Punkte. Vier Berechnungsarten, die nichts miteinander
zu tun haben, landen an derselben Stelle.
Für Einsteiger: Man nennt das Zusammenfall oder Konfluenz. Es ist
kein Zauber – es heisst nur, dass viele Marktteilnehmer aus
verschiedenen Gründen auf denselben Preis schauen. Und genau
deshalb liegen dort mehr Aufträge als anderswo.
Praktisch: Beim Micro-S&P ist ein Punkt 5 Dollar wert. 4,75 Punkte
sind 24 Dollar. Ein Ziel innerhalb der Zone lohnt sich nicht. Die
Zone ist die Schwelle, nicht das Ziel.
Alle Zeitebenen zeigen dasselbe
Das gab es in dieser Reihe noch nicht.
Tageschart: Kurs über dem 50er (7451,97) und weit über dem
200er (7063,71)
4-Stunden: über dem 200er (7493,19), dem 50er (7469,39) und
dem 20er (7448,05)
Stunde: über allen dreien
Vor drei Tagen lag der Kurs auf jeder Ebene darunter. Was seit
Montag lief, war ein Rücksetzer – und auf dem Tageschart ist der
grosse Aufwärtstrend seit 2023 nie unterbrochen worden.
Ich schreibe das als Beschreibung, nicht als Prognose. Es sagt, wo
wir stehen, nicht wohin wir gehen.
Wenn es nach oben geht
Über dem Nachthoch bei 7511,00 liegt bis 7524,50 nichts. Das sind
13 Punkte offener Raum.
7524,50 ist dann der eigentliche Test – ein Level aus 15-Minuten-,
30-Minuten- und Stundenebene. Bestätigung: zwei Schlusskurse im
2-Minuten-Chart darüber.
Erst dahinter wird es wieder weit: der nächste Widerstand liegt bei
7563,00, rund 39 Punkte höher.
Ungültig: Rückfall unter 7496,25, den 50er Durchschnitt im
5-Minuten-Chart.
Wenn es nach unten geht
Die Zone 7472,50 bis 7467,75 muss ganz durch. Bestätigung: zwei
Schlusskurse unter 7467,75 – nicht unter 7472,50.
Darunter kommt bei 7451,97 der 50er des Tagescharts, dicht gefolgt
von 7448,05 und 7445,12. Wieder ein Stapel, diesmal auf rund
7 Punkten.
Erst wenn auch der fällt, wird der Chart leer: bis 7418,50 liegt
dann nichts mehr.
Bis zur ersten Zone sind es von hier aus rund 42 Punkte.
Ungültig: Rückkehr über 7472,50.
Und jetzt ehrlich
Ich habe in der gestrigen Auswertung geschrieben, dass ich nicht
mehr dazuschreibe, wie wahrscheinlich ich etwas halte. Der Grund:
Diese Einschätzung hat mir in drei Tagen zweimal geschadet und nie
geholfen. Einmal habe ich auf den näheren Auslöser gezeigt, gelaufen
ist der weitere. Einmal habe ich einen ruhigen Tag angesagt, es kam
ein 108-Punkte-Trendtag.
Deshalb steht hier heute keine Einschätzung. Nur die Auslöser und
was dahinter liegt. Was der Markt daraus macht, sehen wir morgen.
Was heute besonders ist – und was mit offenen Positionen passiert
Es ist Freitag und Monatsende. Beides bringt Bewegung, die nichts
mit dem Chart zu tun hat: Grosse Fonds richten am Monatsende ihre
Bestände neu aus, oft in der letzten Handelsstunde.
Und der Freitagsschluss heisst Wochenendlücke. Zwischen Freitagabend
und Sonntagabend kann niemand handeln, aber die Welt läuft weiter.
Genau das hat diese Reihe am 27. Juli eröffnet: 42 Punkte Sprung
über ein Wochenende, ohne dass ein einziger Trade dazwischen lag.
Deshalb, nach meiner seit Mittwoch geltenden Regel: Positionen
werden vor Handelsschluss geschlossen oder halbiert, beim Rest geht
der Stopp auf den Einstieg. Über ein Wochenende halte ich nichts,
was ich nicht auch mit einem Sprung von 40 Punkten aushalten würde.
Ein Stopp schützt nur, solange der Kurs durch ihn hindurchläuft.
Über ein Wochenende springt er darüber hinweg.
Und im Hintergrund weiter da: Die USA haben erneut Angriffe gegen
Iran geflogen, der Ölpreis bleibt in Bewegung. Genau die Art
Nachricht, die am Wochenende kommt.
Für die Neuen
Heute liegen vier Marken auf 4,75 Punkten – ein Schlusskurs, zwei
gleitende Durchschnitte aus verschiedenen Zeiteinheiten und ein
Unterstützungslevel. Vier Rechenwege, ein Ergebnis.
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Nicht weil es "stärker" wäre, sondern weil dort mehr Leute
hinschauen und deshalb mehr Aufträge liegen.
Der praktische Nutzen ist aber ein anderer, als die meisten denken:
Solche Zonen sind selten gute Ziele – man verdient nichts auf fünf
Punkten. Sie sind gute Schwellen. Man wartet, bis sie ganz
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