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DAX Tagesausblick 10.Juli - Nahost bleibt im Fokus!

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Nahost bleibt im Fokus – Inflation, Öl und FED bestimmen weiter die Richtung

Die Märkte bleiben auch zum Wochenausklang vollständig von zwei Themen dominiert: Zum einen entwickelt sich der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran weiter dynamisch, wodurch insbesondere der Ölmarkt jederzeit neue Impulse erhalten kann. Zum anderen richten Anleger den Blick zunehmend wieder auf makroökonomische Daten und die bevorstehende Earnings Season. Obwohl geopolitisch weiterhin erhebliche Risiken bestehen, zeigen sich Aktienmärkte bislang erstaunlich robust und konnten die Rücksetzer der vergangenen Tage bereits wieder größtenteils aufholen.

Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
• Märkte & Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit


Geopolitische Lage

Die geopolitische Situation im Nahen Osten bleibt unverändert der wichtigste makroökonomische Risikofaktor für die Finanzmärkte.

Gestern setzte sich die Eskalation zwischen den USA und dem Iran weiter fort. Nachdem die USA nach eigenen Angaben rund 90 iranische militärische Ziele angegriffen hatten, reagierte der Iran mit Angriffen auf amerikanische Militärstandorte in Bahrain, Kuwait sowie Katar. Mehrere Raketen und Drohnen konnten zwar abgefangen werden, dennoch zeigt sich deutlich, dass die fragile Waffenruhe inzwischen praktisch als beendet angesehen wird.

Parallel dazu fanden im Iran die Beisetzungszeremonien für den getöteten Revolutionsführer Ali Khamenei statt. Die politischen Aussagen beider Seiten bleiben äußerst aggressiv. Donald Trump erklärte erneut, dass weitere iranische Angriffe eine deutlich härtere amerikanische Antwort nach sich ziehen würden. Gleichzeitig betonte Washington jedoch, dass die technischen Gespräche mit Teheran fortgesetzt werden und weiterhin eine diplomatische Lösung angestrebt werde.

Besonders relevant bleibt die Situation rund um die Straße von Hormus.

Die USA haben zuletzt ihre temporäre Ausnahmeregelung für iranische Ölexporte widerrufen und die Sanktionen wieder vollständig aktiviert. Gleichzeitig zeigen aktuelle Schifffahrtsdaten, dass mehrere iranische Tanker ihre AIS-Signale deaktiviert haben und sich im Bereich der Vereinigten Arabischen Emirate bewegen. Weitere Tanker wurden beim Umladen von Öl für chinesische Abnehmer identifiziert.

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus läuft aktuell zwar weiter, allerdings unter deutlich höheren Sicherheitsmaßnahmen. Die Zahl sogenannter “Dark Ships”, also Schiffe ohne aktive Positionsübertragung, bleibt erhöht. Gleichzeitig stauen sich Tanker vor der Insel Kharg, einem der wichtigsten iranischen Exportterminals.

Für die Märkte bleibt der Zusammenhang unverändert:

Weitere militärische Eskalationen oder Einschränkungen der Ölversorgung würden den Ölpreis erneut deutlich steigen lassen. Höhere Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck weltweit, erschweren der FED Zinssenkungen beziehungsweise erhöhen sogar die Wahrscheinlichkeit weiterer restriktiver Maßnahmen und belasten damit klassische Risk Assets wie Aktien oder Kryptowährungen.

Sollte dagegen eine diplomatische Lösung gefunden werden und sich die Lage im Nahen Osten beruhigen, dürfte insbesondere der Ölpreis deutlich nachgeben. Dadurch würde auch der Inflationsdruck sinken und den Zentralbanken wieder mehr Spielraum für eine lockerere Geldpolitik verschaffen. Dieses Szenario wäre grundsätzlich positiv für Aktienmärkte, Kryptowährungen und andere Risikoanlagen.

Der Markt scheint aktuell trotz der Eskalation davon auszugehen, dass es kurzfristig nicht zu einer vollständigen Unterbrechung der Ölversorgung kommt. Genau deshalb konnten die großen US-Indizes bereits wieder deutlich zulegen. Dieses Vertrauen bleibt jedoch äußerst fragil und kann sich jederzeit durch neue Schlagzeilen ändern.


Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern

Gestern standen sowohl Europa als auch die USA im Fokus.

Bereits am Nachmittag veröffentlichte die EZB das Protokoll ihrer letzten geldpolitischen Sitzung. Insgesamt bestätigte sich erneut ein eher neutral bis leicht restriktiver Grundton. Die Währungshüter sehen zwar Fortschritte bei der Inflation, gleichzeitig bestehen jedoch weiterhin erhebliche Unsicherheiten durch Energiepreise, geopolitische Risiken sowie den weiterhin robusten Arbeitsmarkt.

Eine schnelle Serie an Zinssenkungen bleibt damit vorerst unwahrscheinlich. Für europäische Aktien bedeutet dies kurzfristig leicht belastende Rahmenbedingungen, gleichzeitig unterstützt die insgesamt rückläufige Inflation weiterhin die Hoffnung auf weitere Lockerungen im Jahresverlauf.

Aus den USA standen anschließend die Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt.

Die Initial Jobless Claims messen die Anzahl der Personen, die erstmals Arbeitslosenunterstützung beantragen und gelten als einer der frühesten Indikatoren für die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes.

Veröffentlicht wurden:
• Actual: 215.000
• Forecast: 218.000
• Previous: 217.000

Damit lagen die Erstanträge sowohl unter den Erwartungen als auch unter dem Vorwochenwert. Der amerikanische Arbeitsmarkt präsentiert sich damit weiterhin robust, diese Daten sind sehr wichtig, auf Grund der zuletzt sehr schwachen NFP Daten.

Auch die Continuing Jobless Claims entwickelten sich insgesamt solide.
• Actual: 1,814 Mio.
• Forecast: 1,820 Mio.
• Previous: 1,806 Mio.

Zwar stieg die Zahl der Personen, die dauerhaft Arbeitslosenhilfe beziehen, leicht gegenüber der Vorwoche an, insgesamt fiel der Wert jedoch geringer aus als von den Analysten erwartet. Reuters verweist hierbei zusätzlich auf saisonale Effekte rund um die Sommerferien und den Bildungssektor. Insgesamt bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin stabil.

FED-Mitglied John Williams äußerte sich anschließend ebenfalls zur wirtschaftlichen Entwicklung. Seine Aussagen bestätigten weitgehend das bekannte Bild der US-Notenbank. Inflation und geopolitische Risiken bleiben die größten Unsicherheitsfaktoren, während der Arbeitsmarkt bislang weiterhin Stärke signalisiert. Insgesamt wurden seine Aussagen vom Markt eher als neutral interpretiert.

Für Aufmerksamkeit sorgten anschließend die Existing Home Sales.

Veröffentlicht wurden:
• Actual: 4,09 Mio.
• Forecast: 4,19 Mio.
• Previous: 4,19 Mio.

Damit fielen die Verkäufe bestehender Häuser überraschend schwächer aus als erwartet.

Reuters führt dies vor allem auf weiterhin hohe Hypothekenzinsen sowie die angespannte Erschwinglichkeit am US-Immobilienmarkt zurück. Gleichzeitig erreichten die durchschnittlichen Hauspreise erneut ein Rekordniveau. Obwohl der Immobiliensektor kurzfristig schwächelt, erwarten viele Volkswirte weiterhin einen positiven Beitrag zum US-Wachstum im zweiten Quartal.

Abgerundet wurde der Tag durch die Auktion der 30-jährigen US-Staatsanleihen.

Die Rendite lag bei 5,058 % nach zuvor 5,050 %.

Die Auktion dient dazu, die Nachfrage institutioneller Investoren nach langfristigen US-Staatsanleihen einzuschätzen. Höhere Renditen bedeuten grundsätzlich sinkende Anleihekurse und können insbesondere wachstumsorientierte Aktien kurzfristig belasten, da zukünftige Unternehmensgewinne stärker abdiskontiert werden.

Fundamentale Wirtschaftsdaten heute

Heute stehen zwar deutlich weniger Konjunkturdaten auf dem Kalender als noch gestern, dennoch könnten insbesondere die Inflationsdaten aus Deutschland sowie zwei wichtige Rohstoffberichte nochmals Bewegung in die Märkte bringen.

Bereits am Morgen wurden die deutschen Verbraucherpreisdaten veröffentlicht.

Der German CPI (MoM) misst die monatliche Veränderung der Verbraucherpreise und gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Inflation innerhalb der Eurozone.

Veröffentlicht wurden:
• Actual: -0,3 %
• Forecast: -0,3 %
• Previous: -0,2 %

Damit entsprach die Inflation exakt den Erwartungen und zeigt erneut einen rückläufigen Preisdruck gegenüber dem Vormonat. Für die EZB ist dies grundsätzlich positiv, da sich der Inflationspfad weiter normalisiert. Kurzfristig ist diese Entwicklung leicht unterstützend für europäische Risk Assets, da sie den Spielraum für weitere Zinssenkungen im späteren Jahresverlauf erhöht.

Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Fokus auf den IEA Monthly Oil Market Report.

Die International Energy Agency veröffentlicht darin ihre Einschätzung zur weltweiten Ölproduktion, Nachfrageentwicklung sowie zu den globalen Lagerbeständen. Aufgrund der angespannten geopolitischen Lage im Nahen Osten dürfte dieser Bericht heute besonders aufmerksam verfolgt werden. Jede Anpassung der Nachfrage- oder Angebotsprognosen könnte unmittelbar Einfluss auf den Ölpreis und damit auf Inflationserwartungen sowie Zinserwartungen haben.

Am Abend folgt zusätzlich der WASDE Report des US-Landwirtschaftsministeriums. Dieser Bericht analysiert Angebot und Nachfrage wichtiger Agrarrohstoffe weltweit und liefert wichtige Hinweise auf die Entwicklung der Lebensmittelpreise. Auch wenn der direkte Einfluss auf die Aktienmärkte meist begrenzt ist, kann der Bericht Auswirkungen auf die Inflationserwartungen und Rohstoffmärkte haben.

Bei den Unternehmenszahlen bleibt der heutige Tag noch vergleichsweise ruhig. Gestern legte PepsiCo Zahlen vor, die insgesamt leicht unter den Erwartungen lagen. Heute richtet sich der Blick unter anderem auf Delta Air Lines. Insgesamt bleibt dies jedoch lediglich der Auftakt, bevor ab kommender Woche mit den großen US-Banken die eigentliche Earnings Season beginnt.

Märkte & Korrelationen im Überblick

US Oil

Der Ölmarkt bleibt weiterhin der wichtigste geopolitische Indikator.

Nachdem US Oil im Zuge der erneuten Eskalation kurzfristig bis an die Marke von 76 US-Dollar ansteigen konnte, folgte gestern eine deutliche Gegenbewegung. Der Markt wurde im Bereich der Hochs massiv verkauft und schloss letztlich mit einem Minus von rund 4,18 % wieder knapp oberhalb von 72 US-Dollar.

Charttechnisch bleibt die Lage damit spannend.

Das Tagestief vom Donnerstag wurde bereits unterschritten. Entscheidend wird nun sein, ob sich der Markt nachhaltig unterhalb von 72 US-Dollar etablieren kann. Gelingt dies, öffnet sich aus meiner Sicht weiteres Potenzial bis in den Bereich von 69 beziehungsweise 68,50 US-Dollar, wo sich die markanten Monatstiefs aus März und Juni befinden.

Sollte sich die geopolitische Lage dagegen erneut verschärfen und der Ölpreis wieder über 72 beziehungsweise anschließend über 76 bis 77 US-Dollar ansteigen, wäre jederzeit eine neue Aufwärtsdynamik möglich. Gerade im Ölmarkt können Schlagzeilen aktuell innerhalb weniger Minuten erhebliche Kursbewegungen auslösen.

US-Staatsanleihen

Auch am Anleihemarkt setzte sich zuletzt die Schwäche fort.

Seit Mittwoch verzeichnen wir:
• 3-jährige Staatsanleihen: -1,60 %
• 5-jährige Staatsanleihen: -1,56 %
• 10-jährige Staatsanleihen: -1,16 %
• 30-jährige Staatsanleihen: -0,56 %

Fallende Anleihekurse bedeuten gleichzeitig steigende Renditen. Ursache hierfür bleiben vor allem die höheren Inflationserwartungen infolge steigender Energiepreise sowie die weiterhin robuste Entwicklung des US-Arbeitsmarktes.

Steigende Renditen wirken grundsätzlich belastend auf Wachstumswerte und erhöhen die Finanzierungskosten für Unternehmen. Gleichzeitig stützen sie den US-Dollar und sprechen eher für eine restriktive Geldpolitik der FED.


US-Dollar (DXY)

Beim US-Dollar zeigte sich dagegen erneut relative Schwäche.

Der DXY konnte sich gestern nicht nachhaltig oberhalb der Marke von 101 Punkten etablieren und schloss erneut darunter. Auch heute wurde das gestrige Tagestief bereits unterschritten und der Bereich um 100,60 Punkte angelaufen.

Charttechnisch bleibt das Bild unverändert.

Solange sich der Dollar oberhalb von 100,50 bis 100,60 stabilisieren kann, besteht weiterhin die Chance auf eine Erholung in Richtung 101 beziehungsweise 101,50 Punkte.

Sollte diese Unterstützungszone jedoch nachhaltig aufgegeben werden, öffnet sich aus meiner Sicht weiteres Potenzial bis zur psychologisch wichtigen Marke von 100 Punkten.

Ein schwächerer Dollar wirkt grundsätzlich unterstützend für Rohstoffe, Gold, Bitcoin sowie internationale Aktienmärkte.

Volatilitätsindex (VIX)

Der VIX setzte seine Korrektur ebenfalls fort und verlor gestern rund 6,16 %.

Mit einem Schlusskurs bei 15,85 Punkten notiert der Volatilitätsindex weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau.

Das zeigt, dass institutionelle Marktteilnehmer aktuell trotz der geopolitischen Risiken keine nachhaltige Panik einpreisen. Solange der VIX unterhalb von 20 Punkten bleibt, spricht dies grundsätzlich für ein weiterhin konstruktives Umfeld an den Aktienmärkten.


Risk Assets im Überblick

Nvidia

Nvidia verzeichnete gestern zwar einen leichten Rückgang von rund 0,69 %, allerdings wurden sämtliche Abgaben erneut sehr konsequent gekauft.

Besonders wichtig bleibt dabei die Marke von 200 US-Dollar, welche erneut erfolgreich verteidigt werden konnte.

Solange Nvidia oberhalb dieser Zone notiert, bleibt mein kurzfristiger Bias bullisch. Die nächsten Zielbereiche liegen für mich bei 208 bis 212 US-Dollar.

Sollte die Aktie dagegen wieder nachhaltig unter 200 US-Dollar zurückfallen, würden für mich zunächst die Bereiche um 198, 195 sowie 190 US-Dollar interessant werden.


Bitcoin

Auch Bitcoin präsentierte sich zuletzt deutlich stabiler.

Das Tagestief vom Dienstag konnte erfolgreich verteidigt werden. Bereits gestern entstand eine bullische Tageskerze mit einem Plus von rund 1,56 %. Heute wurden zusätzlich die Hochs vom Mittwoch und Donnerstag überschritten.

Kurzfristig bleibt der Fokus nun auf folgenden Widerständen:
• 65.000 US-Dollar
• 65.700 US-Dollar
• 67.000 US-Dollar

Bis in diese Bereiche hinein bleibe ich kurzfristig konstruktiv eingestellt.

Mittel- und langfristig befindet sich Bitcoin aus meiner Sicht jedoch weiterhin in einem übergeordneten Abwärtstrend. Erst oberhalb der genannten Widerstände würde sich das technische Bild deutlich verbessern.

S&P 500

Der S&P 500 zeigte gestern erneut enorme Stärke.

Die wichtige Unterstützung bei 7.500 Punkten hielt souverän und der Index konnte den Handel mit einem Plus von rund 0,8 % bei etwa 7.588 Punkten beenden.

Sollte heute das gestrige Tageshoch überwunden werden, sehe ich weiteres Potenzial bis in den Bereich von 7.630 Punkten sowie anschließend an das bisherige Allzeithoch im Bereich von 7.650 Punkten.

Nasdaq

Auch der Nasdaq setzte seine beeindruckende Aufwärtsbewegung fort.

Nach den geopolitisch bedingten Rücksetzern zu Wochenbeginn wurde der Markt erneut aggressiv gekauft. Gestern schloss der Nasdaq mit einem Plus von rund 1,73 %.

Kurzfristig bleiben folgende Marken entscheidend:
• Retest 29.500 Punkte
• Break über 29.790 Punkte
• Psychologische Marke bei 30.000 Punkten

Erst oberhalb von 30.000 Punkten würde sich weiteres Potenzial bis an das Juli-Hoch bei rund 30.240 Punkten eröffnen.

Dow Jones (US30)

Auch der Dow Jones konnte sich nach den Rücksetzern stabilisieren.

Mit einem Tagesplus von rund 0,33 % gelang erneut ein Schlusskurs oberhalb von 52.500 Punkten.

Solange diese Zone verteidigt wird, bleibt für mich ein Anstieg bis in den Bereich von 53.000 Punkten möglich.

Sollte dagegen das gestrige Tagestief unterschritten werden, rücken zunächst 52.278 sowie anschließend 52.113 Punkte wieder in den Fokus.

DAX charttechnischer Ausblick

Auch der DAX zeigte gestern erneut relative Stärke.

Nach dem erfolgreichen Test des Mittwoch-Tiefs konnte sich der Index wieder oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten etablieren und schloss den Handel mit einem Plus von rund 0,51 %.

Heute richtet sich der Fokus zunächst auf das gestrige Tageshoch.

Kann dieses überwunden werden, sehe ich als erstes Kursziel den Bereich um 25.185 Punkte. Wird auch dieser Widerstand überwunden, eröffnet sich weiteres Potenzial bis in den Bereich von 25.500 Punkten.

Dort dürfte aus meiner Sicht zunächst wieder verstärkt Verkaufsinteresse auftreten.

Sollte der Markt dagegen an den aktuellen Widerständen scheitern, halte ich einen erneuten Rücksetzer auf 25.000 Punkte für das wahrscheinlichste Szenario.

Fällt anschließend auch das gestrige Tagestief bei rund 24.865 Punkten, würde sich das kurzfristige Chartbild deutlich eintrüben. In diesem Fall könnte sich weiteres Short-Momentum bis in den Bereich von 24.800 Punkten entwickeln.

Insgesamt bleibe ich kurzfristig leicht bullisch für die großen Aktienindizes. Trotz der geopolitischen Unsicherheiten wurden sämtliche Rücksetzer der vergangenen Tage bislang konsequent gekauft. Entscheidend wird nun sein, ob die Märkte auch auf weitere Schlagzeilen aus dem Nahen Osten mit derselben Gelassenheit reagieren oder ob eine erneute Eskalation zu einer zweiten Verkaufswelle führt.


Fazit


Der Wochenausklang steht weiterhin vollständig im Zeichen des Nahen Ostens. Die geopolitische Lage bleibt angespannt und kann jederzeit zu erhöhter Volatilität führen. Gleichzeitig zeigen die Finanzmärkte bislang eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Der Ölpreis hat einen Großteil seines jüngsten Anstiegs bereits wieder abgegeben, der VIX bleibt niedrig und die großen US-Indizes notieren erneut in unmittelbarer Nähe ihrer Allzeithochs.

Fundamental sprechen die robusten US-Arbeitsmarktdaten weiterhin gegen eine schnelle Lockerung der Geldpolitik, während die rückläufige Inflation in Deutschland den EZB-Mitgliedern etwas mehr Spielraum verschafft. Mit dem IEA-Report, dem WASDE-Bericht und dem Beginn der Earnings Season rücken nun wieder verstärkt klassische makroökonomische Themen in den Vordergrund.

Kurzfristig bleibe ich daher vorsichtig optimistisch für die Aktienmärkte. Solange keine weitere deutliche Eskalation im Nahen Osten erfolgt und die Unterstützungszonen in den großen Indizes verteidigt werden, spricht das aktuelle Momentum weiterhin eher für steigende Kurse als für eine nachhaltige Trendwende. Das Wochenende war in der Vergangenheit immer wichtig, hier hat sich entschieden, ob es zu weiteren Eskalationen im Nahen Osten kommt, oder ob es diplomatische Bemühungen gibt

Keine Anlageberatung. Alle dargestellten Szenarien spiegeln ausschließlich meine persönliche Marktanalyse wider und dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Ich wünsche euch allen einen erfolgreichen Handelstag und stets diszipliniertes Risikomanagement

Wünsche euch stabile Trades und ein schönes Wochenende!

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