H1-Nachfragezone hält trotz anhaltenden Abwärtsdrucks

Fundamentalanalyse
Gold bleibt weiterhin unter Druck, da steigende Energiepreise die Inflationssorgen aufrechterhalten. Rohöl der Sorte Brent wird bei über 110 USD gehandelt, während die Märkte weiterhin davon ausgehen, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinssätze bei ihrer Sitzung im Oktober unverändert lässt. Gleichzeitig besteht weiterhin eine bedeutende Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Dezember.
Die hohen Verbraucher- und Erzeugerpreisindexdaten (CPI und PPI) für September haben die Erwartungen einer länger anhaltenden restriktiven Geldpolitik verstärkt. Gleichzeitig bleibt der US-Dollar im Bereich von 101–102 stabil und begrenzt damit das Erholungspotenzial von Gold.
Der Markt richtet seinen Fokus nun zunehmend auf die bevorstehenden PCE-Inflationsdaten, um weitere Hinweise auf den zukünftigen geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten.
Technische Analyse
Auf dem H1-Chart befindet sich Gold weiterhin in einer korrektiven Abwärtsstruktur, nachdem der Kurs im Bereich von 4.185–4.190 gescheitert ist und die vorherige CHoCH/BOS-Struktur nach unten durchbrochen hat.
Aktuell konsolidiert der Preis im Bereich von 4.110–4.123, der als kurzfristige Nachfragezone / FVG-Nachfragezone (Near-Term Demand / FVG Demand Zone) gekennzeichnet ist.
Diese Zone liegt zudem nahe einer aufsteigenden Trendlinie, wodurch die aktuelle Kursreaktion technisch besonders wichtig wird.
Die entscheidende Frage ist, ob die Käufer diese Nachfragezone verteidigen und eine korrektive Erholung in Richtung der fallenden Trendlinie auslösen können.
Ein nachhaltiger Bruch unter diese Zone würde hingegen den Weg zur wichtigen Nachfragezone bei 4.085–4.095 (Major Demand) öffnen.
Wichtige Kursniveaus
- 4.185–4.195: Wichtige Angebotszone / Widerstand (Major Supply)
- 4.140–4.150: Ablehnungszone / Struktureller Widerstand (Rejection Zone)
- 4.110–4.123: Kurzfristige Nachfragezone / FVG-Zone
- 4.085–4.095: Wichtige Nachfragezone (Major Demand)
- 4.074: Bedeutende strukturelle Unterstützung
Handelsszenario
Das bevorzugte Szenario ist eine bedingte Kurserholung aus der Zone 4.110–4.123.
Sollten die Käufer diese Nachfragezone erfolgreich verteidigen und der Kurs den Bereich von 4.123–4.130 zurückerobern, könnte Gold eine Erholung in Richtung 4.140–4.150 einleiten.
Dort treffen die fallende Trendlinie und die vorherige Marktstruktur aufeinander und bilden den nächsten entscheidenden Widerstandsbereich.
Gelingt es dem Kurs, 4.150 nachhaltig zu durchbrechen und sich darüber zu halten, könnte sich die Erholung bis zur wichtigen Angebotszone bei 4.185–4.195 ausweiten.
Das alternative Szenario wäre ein deutlicher H1-Durchbruch unter 4.110. Dies würde das unmittelbare Erholungsszenario entkräften und die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs in Richtung 4.085–4.095 erhöhen.
Kaufbedingungen (Buy Condition)
Das bullische Erholungsszenario gewinnt an Stärke, wenn Gold die Nachfragezone bei 4.110–4.123 verteidigt, eine klare Zurückweisung tieferer Kurse auf dem H1-Chart zeigt und anschließend den Bereich von 4.123–4.130 zurückerobert.
Ein nachhaltiger Kursrückgang unter die Nachfragezone würde das Kaufszenario hingegen abschwächen.
Gesamteinschätzung (Overall View)
Gold befindet sich nach mehreren Handelssitzungen mit anhaltendem Verkaufsdruck an einer entscheidenden H1-Nachfragezone.
Das makroökonomische Umfeld bleibt herausfordernd, da höhere Ölpreise und anhaltender Inflationsdruck die Erwartungen weiterer geldpolitischer Straffungsmaßnahmen durch die Fed aufrechterhalten.
Aus technischer Sicht ist jedoch die Zone zwischen 4.110 und 4.123 der entscheidende Bereich für die nächste Marktbewegung.
Sollte diese Zone halten, könnte eine korrektive Erholung in Richtung 4.140–4.150 und möglicherweise bis zur fallenden Trendlinie folgen.
Ein Bruch unter diese Unterstützung würde den Fokus dagegen unmittelbar auf die wichtige Nachfragezone bei 4.085–4.095 verlagern.
Die Kursreaktion im Bereich von 4.110–4.123 wird nun entscheidend dafür sein, ob Gold eine Erholung einleiten kann oder seine Abwärtskorrektur weiter fortsetzt.
Dagangan aktif
Plan weiterhin auf Kurs
Gold bewegt sich im Einklang mit dem Handelsplan. Nachdem es dem Kurs nicht gelungen ist, die Ablehnungszone bei 4.140–4.150 zurückzuerobern, setzte sich die Abwärtsbewegung fort. Inzwischen hat der Preis die kurzfristige Nachfragezone bei 4.110–4.123 erreicht – genau den Bereich, in dem laut Chart eine Reaktion der Käufer erwartet wurde.
Das makroökonomische Umfeld bleibt uneinheitlich: Die Märkte rechnen weiterhin damit, dass die Fed die Zinsen nächste Woche unverändert lässt, während die Erwartungen an eine weitere Straffung im Dezember erhöht bleiben. Gleichzeitig haben erneute Spannungen im Nahen Osten den Brent-Ölpreis über 110 US-Dollar getrieben und damit die Inflations- und Zinsrisiken weiter verstärkt.
Entscheidend ist nun die Reaktion im Bereich 4.110–4.123. Hält diese Zone, könnte sich eine Erholung in Richtung 4.140–4.150 entwickeln. Wird sie hingegen durchbrochen, rückt die nächste Unterstützungszone bei 4.085–4.095 in den Fokus.
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