DAX🇩🇪 - Ausblick KW44/2026

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Hallo Trader,

Der DAX steht vor einer richtungsweisenden Handelswoche. Nach dem Scheitern an der Widerstandszone um 25.800 Punkte geriet der deutsche Leitindex erneut unter Verkaufsdruck. Mit einem Kurs von rund 25.135 Punkten notiert der DAX im vorliegenden Chart unterhalb des EMA 50 bei 25.457 Punkten, allerdings weiterhin knapp oberhalb des langfristig wichtigen EMA 200 bei 24.945 Punkten.

Damit bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend zwar noch intakt, kurzfristig hat sich das technische Bild aber deutlich eingetrübt. Besonders auffällig ist, dass der jüngste Versuch, die kurzfristige Abwärtstrendlinie zu überwinden, nicht zu einer nachhaltigen Erholung führte.

Auch der Stoch RSI liefert ein Warnsignal: Nach einem Anstieg in den überkauften Bereich haben sich die Linien wieder nach unten gedreht. Das spricht für nachlassendes Aufwärtsmomentum und erhöht das Risiko eines erneuten Tests der Unterstützungen.

Bullisches Szenario – Rückkehr zum Aufwärtstrend
Kann sich der DAX oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke und des EMA 200 stabilisieren, wäre zunächst eine technische Erholung in Richtung 25.450 Punkte denkbar. Gelingt anschließend die Rückeroberung der Widerstandszone bei 25.800 Punkten, könnte der Index wieder Kurs auf 26.400 Punkte nehmen.

Fundamental würde dieses Szenario durch eine Entspannung im Iran-Konflikt, sinkende Ölpreise und nachlassenden Inflationsdruck unterstützt. Eine dovishere Fed und eine EZB, die geldpolitische Lockerungen wieder stärker in Betracht zieht, könnten die Aktienmärkte zusätzlich stabilisieren.

Bärisches Szenario – Bruch des langfristigen Trends
Fällt der DAX nachhaltig unter den EMA 200 bei 24.945 Punkten, würde sich das technische Bild erheblich verschlechtern. Ein anschließender Bruch der Unterstützungszone bei 24.650–24.800 Punkten könnte eine beschleunigte Korrektur in Richtung 24.000 und später 23.600 Punkte auslösen.

Eine hawkishere Fed, steigende Anleiherenditen und eine weitere Eskalation im Iran wären mögliche Auslöser. Insbesondere ein länger anhaltender Ölpreisschock könnte die exportorientierte und energieabhängige deutsche Wirtschaft zusätzlich belasten und die geldpolitischen Handlungsspielräume der EZB einschränken.


Fazit und Ausblick auf KW44
Die technische Ausgangslage spricht momentan für Vorsicht. Der DAX hat den EMA 50 nicht zurückerobern können, und die kurzfristige Aufwärtsdynamik lässt nach. Gleichzeitig steht mit dem EMA 200 bei rund 24.945 Punkten eine entscheidende Unterstützung unmittelbar bevor.

Solange der DAX unter 25.800 Punkten handelt, bleibt das Risiko weiterer Kursverluste erhöht. Ein nachhaltiger Bruch der 25.000-Punkte-Marke könnte die nächste Verkaufswelle auslösen.
Eine Entspannung im Iran-Konflikt in Verbindung mit einer weniger restriktiven Kommunikation der Notenbanken könnte hingegen eine kräftige technische Gegenbewegung begünstigen.

Mein Basisszenario für den Wochenstart ist deshalb eine zunächst defensive Marktentwicklung mit einem möglichen Test der 25.000-Punkte-Zone. Ob daraus eine Erholung oder eine größere Korrektur wird, dürfte maßgeblich von den geopolitischen Nachrichten sowie der Kommunikation von Fed und EZB abhängen.

Gerade wegen der möglichen Entwicklungen im Iran ist mit erhöhten Gap-Risiken zum Handelsstart am Montag zu rechnen.

Widerstände
-Zone bei 26.550 - 26.600
- Zone bei 25.750

Unterstützungen:

- 200-Tages Linie
- Bereich um 24.700
- Tief bei 23.950 - 24.000
- Zone bei 23.000 - 23.100



Happy Pips,
Michael - Team PimYourTrading

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