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BTC- Nur Erholung in Richtung 100k oder doch Start des BR ???

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Schönen guten Tag, liebe Trader und Marktbeobachter,

Bitcoin hat in den vergangenen Wochen eine deutliche Erholung vollzogen und dabei mehr als 50 % zugelegt. Damit stellt sich zunehmend die Frage, ob wir lediglich eine stärkere Gegenbewegung innerhalb des übergeordneten Bärenmarktes sehen oder bereits den Beginn eines neuen Aufwärtszyklus.

Nach meiner bisherigen Einordnung befindet sich Bitcoin seit etwa einem Jahr in einer übergeordneten Korrekturphase. Ob diese bereits abgeschlossen ist, muss die weitere Kursentwicklung zeigen. Für das kurz- bis mittelfristige Handeln ist eine abschließende Antwort darauf jedoch nicht zwingend erforderlich. Entscheidend sind nachvollziehbare Szenarien, die dazugehörigen Bestätigungssignale und ein konsequentes Positions- und Risikomanagement.

Im Folgenden möchte ich euch meine beiden wesentlichen Szenarien vorstellen. Der Schwerpunkt liegt auf der nächsten Korrekturbewegung und dem anschließenden Aufwärtspotenzial.

Übergeordnete Betrachtung

Nach meiner Zählung wurde mit dem Hoch im Bereich von rund 126.000 US-Dollar eine übergeordnete fünfteilige Aufwärtsbewegung abgeschlossen. Der anschließende Rückgang führte Bitcoin zwischenzeitlich mehr als 50 % unter dieses Hoch.

Ergänzend zur Elliott-Wellen-Zählung betrachte ich die Fibonacci-Verhältnisse vollständiger Kursbewegungen. In der hier verwendeten Verhältnisbetrachtung liegt das Tief der damaligen Welle 4 knapp unter dem eingezeichneten 61,8%-Niveau. Solche Übereinstimmungen dienen mir als zusätzliche Orientierung. Sie sind jedoch keine eigenständige Bestätigung einer Zählung und ersetzen nicht die verbindlichen Strukturregeln der Elliott-Wellen-Theorie.

Auch die Indikatorenlage ist aus meiner Sicht beachtenswert. Im Vergleich mit früheren Bärenmarktphasen lassen sich Parallelen erkennen, die einen bereits erfolgten Korrekturabschluss grundsätzlich möglich erscheinen lassen. Die jüngste fünfteilige Aufwärtsbewegung könnte demnach den ersten Abschnitt eines neuen Aufwärtszyklus darstellen.

Allerdings ist ein fünfteiliger Anstieg allein noch kein ausreichender Nachweis für einen neuen Bullenmarkt. Eine solche Struktur kann ebenso als Welle A innerhalb einer größeren korrektiven Erholung auftreten. Genau daraus ergeben sich die beiden nachfolgenden Szenarien.

Szenario 1 – Die Bären behalten übergeordnet die Kontrolle

Mein bevorzugtes Szenario bleibt vorerst die bärische Variante. Die aktuelle Aufwärtsbewegung ordne ich dabei als Erholung innerhalb einer noch nicht abgeschlossenen übergeordneten Korrektur ein.

Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass die bislang erreichte Korrekturtiefe hinter den von mir bevorzugten Fibonacci-Zielbereichen für eine übergeordnete Welle II zurückbleibt. Das ist eine Gewichtung innerhalb meiner Analyse, keine zwingende Vorgabe des Regelwerks: Eine Welle II muss kein bestimmtes Fibonacci-Retracement erreichen, um als abgeschlossen gelten zu können.

Zusätzlich berücksichtige ich das aus meiner Sicht weiterhin unsichere makroökonomische Umfeld, insbesondere in den USA. Wie in meinen bisherigen Analysen beschrieben, sehe ich bei den Aktienindizes trotz möglichen weiteren Aufwärtspotenzials das Risiko einer größeren Korrektur. In meinem übergeordneten Risikoszenario würde eine solche Entwicklung auch Bitcoin erneut unter Druck setzen. Einen zwingenden Gleichlauf oder einen identischen zeitlichen Verlauf unterstelle ich dabei jedoch nicht.

Zunächst Rücksetzer, anschließend erneutes Aufwärtspotenzial

Trotz dieser übergeordnet vorsichtigen Einschätzung sehe ich im weiteren Jahresverlauf Potenzial für einen Anstieg in Richtung 100.000 US-Dollar.

Die seit dem Julitief bei rund 58.000 US-Dollar entstandene fünfteilige Aufwärtsbewegung lässt sich in diesem Szenario als untergeordnete Welle (A) einer größeren Erholung zählen. Darauf würde eine korrektive Welle (B) folgen, bevor eine weitere Aufwärtsbewegung als Welle (C) die Erholungsstruktur vervollständigt. Dies entspräche dem Grundaufbau eines aufwärtsgerichteten Zigzags mit einer 5–3–5-Unterteilung.

Für die Welle (B) liegt mein bevorzugter Rücklaufbereich zwischen dem 50%- und dem 61,8%-Retracement der jüngsten Aufwärtsbewegung. Daraus ergibt sich die eingezeichnete Zielzone von ungefähr 69.000 bis 72.500 US-Dollar.

Sollte sich dort eine tragfähige Stabilisierung mit anschließender impulsiver Aufwärtsbewegung entwickeln, wäre dies eine mögliche Ausgangsbasis für die erwartete Welle (C). Ein Anstieg aus dieser Zone bis rund 100.000 US-Dollar entspräche einem Kurspotenzial von etwa 38 bis 45 %.

Warum der Bereich um 100.000 US-Dollar relevant ist

Im Bereich von 100.000 US-Dollar treffen in meiner Betrachtung mehrere Orientierungsmarken zusammen.

Neben der runden Kursmarke befindet sich dort das 61,8%-Retracement der übergeordneten Abwärtsbewegung von ungefähr 126.000 auf 58.000 US-Dollar.

Hinzu kommt eine mögliche 100%-Projektion der Welle (A), angesetzt am späteren Tief der Welle (B). Dabei wird für Welle (C) dieselbe absolute Kursstrecke wie für Welle (A) angenommen. Unter der Voraussetzung, dass Welle (B) im erwarteten Rücklaufbereich endet, ergibt sich ebenfalls ein Ziel in der Nähe von 100.000 US-Dollar. Die genaue Projektion lässt sich deshalb erst nach Ausbildung des tatsächlichen B-Wellen-Tiefs festlegen.

Die bisherige Reaktion am 38,2%-Niveau in meiner Verhältnisbetrachtung fügt sich in dieses Bild ein. Im Anschluss bleibt das Risiko einer größeren Abwärtsbewegung
Übergeordnet würde die beschriebene Struktur eine größere Welle B abschließen. Auf diese sollte anschließend eine abwärtsgerichtete Welle C folgen, die Bitcoin erneut unter das bisherige Korrekturtief führt.

In diesem Szenario bleiben Kurse deutlich unter 50.000 US-Dollar Bestandteil meiner Risikobetrachtung. Auch ein Rückgang unter 40.000 US-Dollar wäre bei einer entsprechend ausgeprägten Abwärtsbewegung realistisch.

Diese weiter entfernten Bereiche sind jedoch vorläufige Szenarioziele. Eine belastbarere Eingrenzung wäre erst möglich, wenn sich das Ende der übergeordneten Welle B und die anschließende Abwärtsstruktur deutlicher abzeichnen.

Szenario 2 – Die Bullen übernehmen wieder die Kontrolle

In der bullischen Alternative wäre die übergeordnete Korrektur bereits mit dem Tief bei rund 58.000 US-Dollar abgeschlossen worden. Die jüngste fünfteilige Aufwärtsbewegung würde dann den ersten Impuls eines neuen Aufwärtszyklus bilden.

Auf der hier betrachteten Wellenebene ließe sich dieser Anstieg als Welle I und der nächste Rücksetzer als Welle II einordnen. Die anschließende Welle III wäre in diesem Szenario der nächste größere Aufwärtsabschnitt.

Damit könnte dieselbe Rücklaufzone zwischen 69.000 und 72.500 US-Dollar auch in der bullischen Variante relevant werden. Der wesentliche Unterschied liegt also zunächst weniger im erwarteten Rücksetzer als in der Entwicklung der darauffolgenden Aufwärtsbewegung. Jedoch könnte Welle II bis in Richtung der 64000 US-Dollar korrigieren und auch darüber hinaus bis auf ca. 62000 US-Dollar um dort das 88,7% Fibonacci Ziel abzuholen.

Eine dynamische Fortsetzung mit tragfähigen Zwischenkorrekturen und zunehmender Aufwärtsdynamik würde diese Alternative aus meiner Sicht stützen. Im weiteren Verlauf wären dann ein Angriff auf das bisherige Allzeithoch und darüber hinausgehende Kursziele denkbar.

Auch die Marke von 200.000 US-Dollar bleibt für mich ein mögliches längerfristiges Szenarioziel eines neuen Aufwärtszyklus. Aus der bislang beschriebenen Struktur lässt sich dieses Ziel allerdings noch nicht belastbar ableiten.

Eine klare Grenze besitzt die konkrete bullische Zählung am Ausgangstief der angenommenen Welle I bei rund 58.000 US-Dollar. Wird dieses Tief unterschritten, fällt das bullische Szenario mit dem Kurs. Vorerst gewichte ich die bullische Alternative geringer. Sollte die weitere Marktstruktur jedoch zunehmend für sie sprechen, muss die Szenariogewichtung entsprechend angepasst werden.

Fazit – Entscheidend ist die Reaktion in der Zielzone

Kurzfristig bevorzuge ich zunächst eine Korrektur der jüngsten Aufwärtsbewegung. Dafür sprechen in meiner Auswertung der als vollständig gezählte Fünfteiler, das erreichte Fibonacci-Niveau der vorherigen Abwärtsbewegung sowie die von mir identifizierten bärischen Divergenzen im MACD und RSI auf Tagesbasis und in kleineren Zeiteinheiten.

Diese Divergenzen interpretiere ich als Hinweis auf nachlassendes Aufwärtsmomentum. Sie sind ein Warnsignal, bestätigen für sich genommen aber weder einen unmittelbar bevorstehenden Rückgang noch eine übergeordnete Trendwende.

Mein bevorzugter Ablauf bleibt damit: zunächst ein Rücksetzer in Richtung 64.000 bis 72.500 US-Dollar, anschließend bei entsprechender Bestätigung eine erneute Aufwärtsbewegung in Richtung 100.000 US-Dollar.

Die Rücklaufzone ist in beiden vorgestellten Szenarien ein interessanter Beobachtungsbereich für mögliche Long-Setups. Das bloße Erreichen eines Fibonacci-Niveaus reicht mir allerdings nicht als Einstiegssignal. Entscheidend sind die Struktur des Rückgangs sowie erkennbare Stabilisierungssignale.

Ebenso wichtig bleibt das Positionsmanagement während eines möglichen Anstiegs. Endet die Erholung im Bereich der erwarteten Widerstände mit deutlichen Schwächesignalen, würde dies mein bärisches Hauptszenario stützen. Entwickelt sich dagegen eine tragfähige impulsive Fortsetzung über diese Bereiche hinaus, gewinnt die bullische Alternative an Gewicht.

Die Gemeinsamkeit beider Szenarien liegt im zunächst erwarteten Rücksetzer und dem anschließenden Aufwärtspotenzial. Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob diese Aufwärtsbewegung eine größere Erholung abschließt oder einen neuen Aufwärtszyklus fortsetzt.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Ich freue mich über eure Einschätzungen, positives Feedback und konstruktive Kritik.

PS: Nicht das gewünschte Szenario entscheidet – sondern die Struktur, die uns der Markt tatsächlich zeigt.

Nicola Matteucci


Diese Analyse stellt meine persönliche Markteinschätzung dar und ist keine individuelle Anlageberatung. Alle dargestellten Szenarien und Kursziele unterliegen Unsicherheit.

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