MGC Review 18.08.2026 – Zone fiel, zweites Ziel blieb fern

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Gestern früh habe ich eine enge Übernacht-Range beschrieben: 4.440,80
bis 4.493,60, 52,8 Punkte breit.

Der Kurs hat unten angeklopft, ist glatt durchgefallen – und dann
früher gebremst, als ich dachte.


Was ich geschrieben hatte

Kurs bei 4.448,0, 7,2 Punkte über dem Übernacht-Tief.

Nach unten: "Bestätigung: zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart unter
4.440,80. Erstes Ziel die enge Zone bei 4.433,4 / 4.422,3 – die kann
schnell durchlaufen sein. Bricht die auch, wird's bis 4.280,8 dünn,
und darunter beginnt der grosse leere Bereich bis 4.076,5: über 200
Punkte bzw. gut 2.000 Dollar je Kontrakt ohne ein einziges Level."

Nach oben: "Bestätigung: zwei Schlusskurse im 2-Minuten-Chart über
4.493,60. Erstes Ziel 4.502,4 / 4.509,2 – ebenfalls eine enge Zone,
keine 7 Punkte breit. Nachhaltiger wird's erst über 4.509,2, dann
öffnet sich der Weg Richtung 4.627,3."


Was passiert ist

Der Bruch kam früh. Schon im europäischen Morgenhandel stand der
Kurs unter 4.400 – die Zone 4.440,80 / 4.433,4 / 4.422,3 hat kaum
gebremst.

Im Tagesverlauf, als am Nachmittag die Rendite der 30-jährigen
US-Anleihe auf 5,31 Prozent kletterte, ging es weiter runter bis
zum Tagestief bei 4.376,5.

Damit war das erste Ziel klar durchbrochen. Das zweite – 4.280,8 und
der leere Bereich dahinter – wurde nie angetestet. Der Kurs drehte
gut 100 Punkte davor.

In der Nacht dann die Überraschung: keine Fortsetzung nach unten.
Der Kurs stabilisierte sich und kam bis zum Morgen wieder auf
4.396,8 – eine Erholung von gut 20 Punkten vom Tief.

Vom Auslöser bei 4.440,80 bis zum Tagestief sind das 64,3 Punkte
oder 643 Dollar je Kontrakt.

Die Tagesspanne: rund 87 Punkte, nach einer Nacht mit 52,8.

Das Aufwärts-Szenario war nie im Spiel. Das Tageshoch lag bei rund
4.460 bis 4.464 – gut 30 Punkte unter dem Auslöser bei 4.493,60.


Was gut lief, was nicht

Gut lief die Richtung und das erste Ziel. Auch die Einschätzung,
dass 4.493,60 an dem Tag unrealistisch weit weg war, hat sich
bestätigt. Und der Hinweis von gestern – dass eine Zone aus drei
Leveln nicht automatisch hält, nur weil mehrere Zeitebenen
draufzeigen – hat sich bewahrheitet: Die Zone fiel ohne nennenswerten
Widerstand.

Nicht so gut: Ziel 2 und der leere Bereich bis 4.076,5 waren zu weit
gedacht. Der Kurs hatte bei 4.376,5 genug – gut 100 Punkte vor
dieser Zone. Wer stur auf das zweite Ziel gewartet hat, wurde von der
nächtlichen Erholung wieder eingeholt.


Was den Markt bewegt hat

Gold fiel unter die runde 4.400er-Marke, nachdem die Rendite der
30-jährigen US-Staatsanleihe auf 5,31 Prozent kletterte – höchster
Stand seit 2007. Barclays-Analyst Anshul Pradhan nennt drei Gründe:
die Sorge um das US-Haushaltsdefizit, KI-getriebene Firmenanleihen,
die Kapital abziehen, und eine schrumpfende ausländische Nachfrage
nach US-Staatsanleihen.

Dazu kam Nahost: Die im Juni unterschriebene Übereinkunft lief am
Montag aus, der Friedensprozess steckt fest – das trieb aber vor
allem den Dollar als sicheren Hafen, nicht Gold selbst.

Die Einordnung von Strategin Nicky Shiels trifft es: Der Druck durch
die Renditen sei für Gold ein Gegenwind, "aber es hängt von der
Dauer ab" – ein einzelner Renditeschub ist noch keine Trendwende.


Dumme Sprüche für Gescheite

Der Boden von gestern war 64 Punkte unter dem Auslöser entfernt –
nicht die über 200, die im schlimmsten Fall auf dem Zettel standen.

Der Markt schuldet einem nie das volle Ziel, nur weil der Chart
dahinter leer aussieht. Er nimmt sich, was er braucht, und hört
dann einfach auf.

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