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Generalstreik und Proteste für höhere Löhne in Frankreich

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PARIS (dpa-AFX) - Mit Massenprotesten auf den Straßen und einem Generalstreik wollen Frankreichs Gewerkschaften die Regierung zu einer kräftigen Erhöhung des Mindestlohns treiben. Während sich an einem landesweiten Protesttag in etlichen Großstädten bereits Demonstrationszüge formierten, forderte die Chefin der Gewerkschaft CFDT, Marylise Léon, im Interview des Senders BFMTV eine Erhöhung um 100 Euro netto pro Monat. Die Menschen müssten von ihrer Arbeit würdig leben können.

Die Generalsekretärin der Gewerkschaft CGT, Sophie Binet, lobte zwar die Ankündigung der Regierung, den Mindestlohn über die im Januar 2027 ohnehin anstehende Erhöhung weiter anheben zu wollen. Allerdings sei es nicht mit einer zusätzlichen Erhöhung um 0,5 oder 0,6 Prozent getan. "Frankreich ist das europäische Land, in dem der Mindestlohn in den letzten zehn Jahren am wenigsten gestiegen ist. Wir sind mittlerweile ein Niedriglohnland", sagte Binet dem Sender LCI. Auch die übrigen Löhne müssten angehoben werden.

Der Chef der Gewerkschaft Force ouvrière (FO), Frédéric Souilllot, hatte im Interview der Zeitung "La Tribune" am Sonntag bereits eine Anhebung des Mindestlohns auf 2.000 Euro brutto im Monat gefordert.

Der Mindestlohn pro Stunde liegt in Frankreich derzeit bei 12,31 Euro brutto. In Deutschland sind es derzeit 13,90 Euro und von Januar an 14,60 Euro. Ein zum Mindestlohn Beschäftigter in Frankreich kommt bei einer 35-Stunden-Woche auf rund 1.867 Euro brutto, in Deutschland sind es etwa 2.343 Euro brutto.

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