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ROUNDUP: Paraguays Präsident Peña tritt in Bankenkrise zurück

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ASUNCIÓN (dpa-AFX) - Paraguays Präsident Santiago Peña hat inmitten einer schweren Bankenkrise seinen Rücktritt erklärt. Er tue dies im Interesse der Stabilität seines Landes, sagte er in einer Fernsehansprache. Ein Skandal um die Digitalbank Ueno hat das südamerikanische Land in eine politische Krise gestürzt.

Die Zentralbank leitete gegen Ueno ein Abwicklungsverfahren ein, nachdem die Eigenkapitalquote des Geldinstituts unter 50 Prozent des vorgeschriebenen Mindestwertes gefallen war. In der Folge konnten Kunden zeitweise nicht mehr auf ihre Konten zugreifen.

"Heute gibt es nur eine Priorität: Die Ruhe der Paraguayer, die ihre Ersparnisse unserem Finanzsystem anvertraut haben", sagte Peña in seiner Ansprache. Sein größter Wunsch sei, dass die Auszahlung der Gelder garantiert werde. "Ich möchte zudem das paraguayische Volk um Entschuldigung bitten, wenn ich in irgendeinem Moment einen Fehler gemacht habe."

Peña wegen Geschäftsverbindungen in der Kritik

Peña stand wegen seiner früheren geschäftlichen Verbindung zu Ueno in der Kritik. Er war bis März 2025 an der Muttergesellschaft der Bank beteiligt. Bereits zuvor hatte er Vorwürfe möglicher Interessenkonflikte zurückgewiesen. Die Opposition hatte ein laufendes Amtsenthebungsverfahren gegen Peña beantragt.

Auch Zentralbankchef Carvallo musste zuvor seinen Hut nehmen, da ihm wegen seiner früheren leitenden Tätigkeit bei der Digitalbank ein Interessenkonflikt vorgeworfen wurde.

Millionen Kunden betroffen

Die Ueno Bank hatte nach eigenen Angaben im ersten Quartal dieses Jahres 2,8 Millionen Kunden, rund 60 Prozent der erwachsenen Bevölkerung des Landes. Es handelt sich um eine der größten Banken Paraguays. Über die derzeit eingefrorenen Konten der Bank wurden auch Rentenzahlungen abgewickelt. In der Hauptstadt Asunción kam es zu Straßenprotesten.

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