DAX Tagesausblick 10.Juli - Nahost bleibt im Fokus!Nahost bleibt im Fokus – Inflation, Öl und FED bestimmen weiter die Richtung
Die Märkte bleiben auch zum Wochenausklang vollständig von zwei Themen dominiert: Zum einen entwickelt sich der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran weiter dynamisch, wodurch insbesondere der Ölmarkt jederzeit neue Impulse erhalten kann. Zum anderen richten Anleger den Blick zunehmend wieder auf makroökonomische Daten und die bevorstehende Earnings Season. Obwohl geopolitisch weiterhin erhebliche Risiken bestehen, zeigen sich Aktienmärkte bislang erstaunlich robust und konnten die Rücksetzer der vergangenen Tage bereits wieder größtenteils aufholen.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
• Märkte & Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Die geopolitische Situation im Nahen Osten bleibt unverändert der wichtigste makroökonomische Risikofaktor für die Finanzmärkte.
Gestern setzte sich die Eskalation zwischen den USA und dem Iran weiter fort. Nachdem die USA nach eigenen Angaben rund 90 iranische militärische Ziele angegriffen hatten, reagierte der Iran mit Angriffen auf amerikanische Militärstandorte in Bahrain, Kuwait sowie Katar. Mehrere Raketen und Drohnen konnten zwar abgefangen werden, dennoch zeigt sich deutlich, dass die fragile Waffenruhe inzwischen praktisch als beendet angesehen wird.
Parallel dazu fanden im Iran die Beisetzungszeremonien für den getöteten Revolutionsführer Ali Khamenei statt. Die politischen Aussagen beider Seiten bleiben äußerst aggressiv. Donald Trump erklärte erneut, dass weitere iranische Angriffe eine deutlich härtere amerikanische Antwort nach sich ziehen würden. Gleichzeitig betonte Washington jedoch, dass die technischen Gespräche mit Teheran fortgesetzt werden und weiterhin eine diplomatische Lösung angestrebt werde.
Besonders relevant bleibt die Situation rund um die Straße von Hormus.
Die USA haben zuletzt ihre temporäre Ausnahmeregelung für iranische Ölexporte widerrufen und die Sanktionen wieder vollständig aktiviert. Gleichzeitig zeigen aktuelle Schifffahrtsdaten, dass mehrere iranische Tanker ihre AIS-Signale deaktiviert haben und sich im Bereich der Vereinigten Arabischen Emirate bewegen. Weitere Tanker wurden beim Umladen von Öl für chinesische Abnehmer identifiziert.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus läuft aktuell zwar weiter, allerdings unter deutlich höheren Sicherheitsmaßnahmen. Die Zahl sogenannter “Dark Ships”, also Schiffe ohne aktive Positionsübertragung, bleibt erhöht. Gleichzeitig stauen sich Tanker vor der Insel Kharg, einem der wichtigsten iranischen Exportterminals.
Für die Märkte bleibt der Zusammenhang unverändert:
Weitere militärische Eskalationen oder Einschränkungen der Ölversorgung würden den Ölpreis erneut deutlich steigen lassen. Höhere Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck weltweit, erschweren der FED Zinssenkungen beziehungsweise erhöhen sogar die Wahrscheinlichkeit weiterer restriktiver Maßnahmen und belasten damit klassische Risk Assets wie Aktien oder Kryptowährungen.
Sollte dagegen eine diplomatische Lösung gefunden werden und sich die Lage im Nahen Osten beruhigen, dürfte insbesondere der Ölpreis deutlich nachgeben. Dadurch würde auch der Inflationsdruck sinken und den Zentralbanken wieder mehr Spielraum für eine lockerere Geldpolitik verschaffen. Dieses Szenario wäre grundsätzlich positiv für Aktienmärkte, Kryptowährungen und andere Risikoanlagen.
Der Markt scheint aktuell trotz der Eskalation davon auszugehen, dass es kurzfristig nicht zu einer vollständigen Unterbrechung der Ölversorgung kommt. Genau deshalb konnten die großen US-Indizes bereits wieder deutlich zulegen. Dieses Vertrauen bleibt jedoch äußerst fragil und kann sich jederzeit durch neue Schlagzeilen ändern.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Gestern standen sowohl Europa als auch die USA im Fokus.
Bereits am Nachmittag veröffentlichte die EZB das Protokoll ihrer letzten geldpolitischen Sitzung. Insgesamt bestätigte sich erneut ein eher neutral bis leicht restriktiver Grundton. Die Währungshüter sehen zwar Fortschritte bei der Inflation, gleichzeitig bestehen jedoch weiterhin erhebliche Unsicherheiten durch Energiepreise, geopolitische Risiken sowie den weiterhin robusten Arbeitsmarkt.
Eine schnelle Serie an Zinssenkungen bleibt damit vorerst unwahrscheinlich. Für europäische Aktien bedeutet dies kurzfristig leicht belastende Rahmenbedingungen, gleichzeitig unterstützt die insgesamt rückläufige Inflation weiterhin die Hoffnung auf weitere Lockerungen im Jahresverlauf.
Aus den USA standen anschließend die Arbeitsmarktdaten im Mittelpunkt.
Die Initial Jobless Claims messen die Anzahl der Personen, die erstmals Arbeitslosenunterstützung beantragen und gelten als einer der frühesten Indikatoren für die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes.
Veröffentlicht wurden:
• Actual: 215.000
• Forecast: 218.000
• Previous: 217.000
Damit lagen die Erstanträge sowohl unter den Erwartungen als auch unter dem Vorwochenwert. Der amerikanische Arbeitsmarkt präsentiert sich damit weiterhin robust, diese Daten sind sehr wichtig, auf Grund der zuletzt sehr schwachen NFP Daten.
Auch die Continuing Jobless Claims entwickelten sich insgesamt solide.
• Actual: 1,814 Mio.
• Forecast: 1,820 Mio.
• Previous: 1,806 Mio.
Zwar stieg die Zahl der Personen, die dauerhaft Arbeitslosenhilfe beziehen, leicht gegenüber der Vorwoche an, insgesamt fiel der Wert jedoch geringer aus als von den Analysten erwartet. Reuters verweist hierbei zusätzlich auf saisonale Effekte rund um die Sommerferien und den Bildungssektor. Insgesamt bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin stabil.
FED-Mitglied John Williams äußerte sich anschließend ebenfalls zur wirtschaftlichen Entwicklung. Seine Aussagen bestätigten weitgehend das bekannte Bild der US-Notenbank. Inflation und geopolitische Risiken bleiben die größten Unsicherheitsfaktoren, während der Arbeitsmarkt bislang weiterhin Stärke signalisiert. Insgesamt wurden seine Aussagen vom Markt eher als neutral interpretiert.
Für Aufmerksamkeit sorgten anschließend die Existing Home Sales.
Veröffentlicht wurden:
• Actual: 4,09 Mio.
• Forecast: 4,19 Mio.
• Previous: 4,19 Mio.
Damit fielen die Verkäufe bestehender Häuser überraschend schwächer aus als erwartet.
Reuters führt dies vor allem auf weiterhin hohe Hypothekenzinsen sowie die angespannte Erschwinglichkeit am US-Immobilienmarkt zurück. Gleichzeitig erreichten die durchschnittlichen Hauspreise erneut ein Rekordniveau. Obwohl der Immobiliensektor kurzfristig schwächelt, erwarten viele Volkswirte weiterhin einen positiven Beitrag zum US-Wachstum im zweiten Quartal.
Abgerundet wurde der Tag durch die Auktion der 30-jährigen US-Staatsanleihen.
Die Rendite lag bei 5,058 % nach zuvor 5,050 %.
Die Auktion dient dazu, die Nachfrage institutioneller Investoren nach langfristigen US-Staatsanleihen einzuschätzen. Höhere Renditen bedeuten grundsätzlich sinkende Anleihekurse und können insbesondere wachstumsorientierte Aktien kurzfristig belasten, da zukünftige Unternehmensgewinne stärker abdiskontiert werden.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute stehen zwar deutlich weniger Konjunkturdaten auf dem Kalender als noch gestern, dennoch könnten insbesondere die Inflationsdaten aus Deutschland sowie zwei wichtige Rohstoffberichte nochmals Bewegung in die Märkte bringen.
Bereits am Morgen wurden die deutschen Verbraucherpreisdaten veröffentlicht.
Der German CPI (MoM) misst die monatliche Veränderung der Verbraucherpreise und gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Inflation innerhalb der Eurozone.
Veröffentlicht wurden:
• Actual: -0,3 %
• Forecast: -0,3 %
• Previous: -0,2 %
Damit entsprach die Inflation exakt den Erwartungen und zeigt erneut einen rückläufigen Preisdruck gegenüber dem Vormonat. Für die EZB ist dies grundsätzlich positiv, da sich der Inflationspfad weiter normalisiert. Kurzfristig ist diese Entwicklung leicht unterstützend für europäische Risk Assets, da sie den Spielraum für weitere Zinssenkungen im späteren Jahresverlauf erhöht.
Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Fokus auf den IEA Monthly Oil Market Report.
Die International Energy Agency veröffentlicht darin ihre Einschätzung zur weltweiten Ölproduktion, Nachfrageentwicklung sowie zu den globalen Lagerbeständen. Aufgrund der angespannten geopolitischen Lage im Nahen Osten dürfte dieser Bericht heute besonders aufmerksam verfolgt werden. Jede Anpassung der Nachfrage- oder Angebotsprognosen könnte unmittelbar Einfluss auf den Ölpreis und damit auf Inflationserwartungen sowie Zinserwartungen haben.
Am Abend folgt zusätzlich der WASDE Report des US-Landwirtschaftsministeriums. Dieser Bericht analysiert Angebot und Nachfrage wichtiger Agrarrohstoffe weltweit und liefert wichtige Hinweise auf die Entwicklung der Lebensmittelpreise. Auch wenn der direkte Einfluss auf die Aktienmärkte meist begrenzt ist, kann der Bericht Auswirkungen auf die Inflationserwartungen und Rohstoffmärkte haben.
Bei den Unternehmenszahlen bleibt der heutige Tag noch vergleichsweise ruhig. Gestern legte PepsiCo Zahlen vor, die insgesamt leicht unter den Erwartungen lagen. Heute richtet sich der Blick unter anderem auf Delta Air Lines. Insgesamt bleibt dies jedoch lediglich der Auftakt, bevor ab kommender Woche mit den großen US-Banken die eigentliche Earnings Season beginnt.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt bleibt weiterhin der wichtigste geopolitische Indikator.
Nachdem US Oil im Zuge der erneuten Eskalation kurzfristig bis an die Marke von 76 US-Dollar ansteigen konnte, folgte gestern eine deutliche Gegenbewegung. Der Markt wurde im Bereich der Hochs massiv verkauft und schloss letztlich mit einem Minus von rund 4,18 % wieder knapp oberhalb von 72 US-Dollar.
Charttechnisch bleibt die Lage damit spannend.
Das Tagestief vom Donnerstag wurde bereits unterschritten. Entscheidend wird nun sein, ob sich der Markt nachhaltig unterhalb von 72 US-Dollar etablieren kann. Gelingt dies, öffnet sich aus meiner Sicht weiteres Potenzial bis in den Bereich von 69 beziehungsweise 68,50 US-Dollar, wo sich die markanten Monatstiefs aus März und Juni befinden.
Sollte sich die geopolitische Lage dagegen erneut verschärfen und der Ölpreis wieder über 72 beziehungsweise anschließend über 76 bis 77 US-Dollar ansteigen, wäre jederzeit eine neue Aufwärtsdynamik möglich. Gerade im Ölmarkt können Schlagzeilen aktuell innerhalb weniger Minuten erhebliche Kursbewegungen auslösen.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt setzte sich zuletzt die Schwäche fort.
Seit Mittwoch verzeichnen wir:
• 3-jährige Staatsanleihen: -1,60 %
• 5-jährige Staatsanleihen: -1,56 %
• 10-jährige Staatsanleihen: -1,16 %
• 30-jährige Staatsanleihen: -0,56 %
Fallende Anleihekurse bedeuten gleichzeitig steigende Renditen. Ursache hierfür bleiben vor allem die höheren Inflationserwartungen infolge steigender Energiepreise sowie die weiterhin robuste Entwicklung des US-Arbeitsmarktes.
Steigende Renditen wirken grundsätzlich belastend auf Wachstumswerte und erhöhen die Finanzierungskosten für Unternehmen. Gleichzeitig stützen sie den US-Dollar und sprechen eher für eine restriktive Geldpolitik der FED.
US-Dollar (DXY)
Beim US-Dollar zeigte sich dagegen erneut relative Schwäche.
Der DXY konnte sich gestern nicht nachhaltig oberhalb der Marke von 101 Punkten etablieren und schloss erneut darunter. Auch heute wurde das gestrige Tagestief bereits unterschritten und der Bereich um 100,60 Punkte angelaufen.
Charttechnisch bleibt das Bild unverändert.
Solange sich der Dollar oberhalb von 100,50 bis 100,60 stabilisieren kann, besteht weiterhin die Chance auf eine Erholung in Richtung 101 beziehungsweise 101,50 Punkte.
Sollte diese Unterstützungszone jedoch nachhaltig aufgegeben werden, öffnet sich aus meiner Sicht weiteres Potenzial bis zur psychologisch wichtigen Marke von 100 Punkten.
Ein schwächerer Dollar wirkt grundsätzlich unterstützend für Rohstoffe, Gold, Bitcoin sowie internationale Aktienmärkte.
Volatilitätsindex (VIX)
Der VIX setzte seine Korrektur ebenfalls fort und verlor gestern rund 6,16 %.
Mit einem Schlusskurs bei 15,85 Punkten notiert der Volatilitätsindex weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau.
Das zeigt, dass institutionelle Marktteilnehmer aktuell trotz der geopolitischen Risiken keine nachhaltige Panik einpreisen. Solange der VIX unterhalb von 20 Punkten bleibt, spricht dies grundsätzlich für ein weiterhin konstruktives Umfeld an den Aktienmärkten.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia verzeichnete gestern zwar einen leichten Rückgang von rund 0,69 %, allerdings wurden sämtliche Abgaben erneut sehr konsequent gekauft.
Besonders wichtig bleibt dabei die Marke von 200 US-Dollar, welche erneut erfolgreich verteidigt werden konnte.
Solange Nvidia oberhalb dieser Zone notiert, bleibt mein kurzfristiger Bias bullisch. Die nächsten Zielbereiche liegen für mich bei 208 bis 212 US-Dollar.
Sollte die Aktie dagegen wieder nachhaltig unter 200 US-Dollar zurückfallen, würden für mich zunächst die Bereiche um 198, 195 sowie 190 US-Dollar interessant werden.
Bitcoin
Auch Bitcoin präsentierte sich zuletzt deutlich stabiler.
Das Tagestief vom Dienstag konnte erfolgreich verteidigt werden. Bereits gestern entstand eine bullische Tageskerze mit einem Plus von rund 1,56 %. Heute wurden zusätzlich die Hochs vom Mittwoch und Donnerstag überschritten.
Kurzfristig bleibt der Fokus nun auf folgenden Widerständen:
• 65.000 US-Dollar
• 65.700 US-Dollar
• 67.000 US-Dollar
Bis in diese Bereiche hinein bleibe ich kurzfristig konstruktiv eingestellt.
Mittel- und langfristig befindet sich Bitcoin aus meiner Sicht jedoch weiterhin in einem übergeordneten Abwärtstrend. Erst oberhalb der genannten Widerstände würde sich das technische Bild deutlich verbessern.
S&P 500
Der S&P 500 zeigte gestern erneut enorme Stärke.
Die wichtige Unterstützung bei 7.500 Punkten hielt souverän und der Index konnte den Handel mit einem Plus von rund 0,8 % bei etwa 7.588 Punkten beenden.
Sollte heute das gestrige Tageshoch überwunden werden, sehe ich weiteres Potenzial bis in den Bereich von 7.630 Punkten sowie anschließend an das bisherige Allzeithoch im Bereich von 7.650 Punkten.
Nasdaq
Auch der Nasdaq setzte seine beeindruckende Aufwärtsbewegung fort.
Nach den geopolitisch bedingten Rücksetzern zu Wochenbeginn wurde der Markt erneut aggressiv gekauft. Gestern schloss der Nasdaq mit einem Plus von rund 1,73 %.
Kurzfristig bleiben folgende Marken entscheidend:
• Retest 29.500 Punkte
• Break über 29.790 Punkte
• Psychologische Marke bei 30.000 Punkten
Erst oberhalb von 30.000 Punkten würde sich weiteres Potenzial bis an das Juli-Hoch bei rund 30.240 Punkten eröffnen.
Dow Jones (US30)
Auch der Dow Jones konnte sich nach den Rücksetzern stabilisieren.
Mit einem Tagesplus von rund 0,33 % gelang erneut ein Schlusskurs oberhalb von 52.500 Punkten.
Solange diese Zone verteidigt wird, bleibt für mich ein Anstieg bis in den Bereich von 53.000 Punkten möglich.
Sollte dagegen das gestrige Tagestief unterschritten werden, rücken zunächst 52.278 sowie anschließend 52.113 Punkte wieder in den Fokus.
DAX charttechnischer Ausblick
Auch der DAX zeigte gestern erneut relative Stärke.
Nach dem erfolgreichen Test des Mittwoch-Tiefs konnte sich der Index wieder oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten etablieren und schloss den Handel mit einem Plus von rund 0,51 %.
Heute richtet sich der Fokus zunächst auf das gestrige Tageshoch.
Kann dieses überwunden werden, sehe ich als erstes Kursziel den Bereich um 25.185 Punkte. Wird auch dieser Widerstand überwunden, eröffnet sich weiteres Potenzial bis in den Bereich von 25.500 Punkten.
Dort dürfte aus meiner Sicht zunächst wieder verstärkt Verkaufsinteresse auftreten.
Sollte der Markt dagegen an den aktuellen Widerständen scheitern, halte ich einen erneuten Rücksetzer auf 25.000 Punkte für das wahrscheinlichste Szenario.
Fällt anschließend auch das gestrige Tagestief bei rund 24.865 Punkten, würde sich das kurzfristige Chartbild deutlich eintrüben. In diesem Fall könnte sich weiteres Short-Momentum bis in den Bereich von 24.800 Punkten entwickeln.
Insgesamt bleibe ich kurzfristig leicht bullisch für die großen Aktienindizes. Trotz der geopolitischen Unsicherheiten wurden sämtliche Rücksetzer der vergangenen Tage bislang konsequent gekauft. Entscheidend wird nun sein, ob die Märkte auch auf weitere Schlagzeilen aus dem Nahen Osten mit derselben Gelassenheit reagieren oder ob eine erneute Eskalation zu einer zweiten Verkaufswelle führt.
Fazit
Der Wochenausklang steht weiterhin vollständig im Zeichen des Nahen Ostens. Die geopolitische Lage bleibt angespannt und kann jederzeit zu erhöhter Volatilität führen. Gleichzeitig zeigen die Finanzmärkte bislang eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Der Ölpreis hat einen Großteil seines jüngsten Anstiegs bereits wieder abgegeben, der VIX bleibt niedrig und die großen US-Indizes notieren erneut in unmittelbarer Nähe ihrer Allzeithochs.
Fundamental sprechen die robusten US-Arbeitsmarktdaten weiterhin gegen eine schnelle Lockerung der Geldpolitik, während die rückläufige Inflation in Deutschland den EZB-Mitgliedern etwas mehr Spielraum verschafft. Mit dem IEA-Report, dem WASDE-Bericht und dem Beginn der Earnings Season rücken nun wieder verstärkt klassische makroökonomische Themen in den Vordergrund.
Kurzfristig bleibe ich daher vorsichtig optimistisch für die Aktienmärkte. Solange keine weitere deutliche Eskalation im Nahen Osten erfolgt und die Unterstützungszonen in den großen Indizes verteidigt werden, spricht das aktuelle Momentum weiterhin eher für steigende Kurse als für eine nachhaltige Trendwende. Das Wochenende war in der Vergangenheit immer wichtig, hier hat sich entschieden, ob es zu weiteren Eskalationen im Nahen Osten kommt, oder ob es diplomatische Bemühungen gibt
Keine Anlageberatung. Alle dargestellten Szenarien spiegeln ausschließlich meine persönliche Marktanalyse wider und dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Ich wünsche euch allen einen erfolgreichen Handelstag und stets diszipliniertes Risikomanagement
Wünsche euch stabile Trades und ein schönes Wochenende!
Harmonisches Muster
Bitcoin vor weiterem Anstieg?Bitcoin bildet nach dem starken Rückgang weiterhin höhere Tiefs, was darauf hindeutet, dass der Kaufdruck allmählich in den Markt zurückkehrt. Gleichzeitig lässt der Verkaufsdruck nach, da die fallende Trendlinie mehrfach getestet wurde und den Kurs nicht mehr so stark zurückhalten kann wie zuvor.
Schließlich gelang den Käufern ein klarer Ausbruch über die fallende Trendlinie, was auf eine deutliche Verbesserung des Aufwärtsmomentums hinweist. Dieser Ausbruch zeigt, dass die Käufer zunehmend wieder die Kontrolle übernehmen, und eröffnet Bitcoin die Möglichkeit, den Anstieg in Richtung 80.500 USD fortzusetzen, sofern das aktuelle Momentum anhält.
USDJPY H2: Der Widerstand übt weiterhin Druck ausUSDJPY reagiert aktuell direkt unter der Widerstandszone bei 162.70–162.80, wo der Kurs in den letzten Sitzungen mehrfach abgewiesen wurde. Obwohl die Käufer die Erholung noch halten, verliert das Aufwärtsmomentum beim Anlaufen dieser Angebotszone an Stärke.
Wenn der Widerstand weiterhin respektiert wird, könnte USDJPY in Richtung 162.00 korrigieren. Dieser Bereich entspricht einer kurzfristigen Unterstützung und zugleich dem Ziel der aktuellen Abwärtsbewegung. Erst ein klarer Schlusskurs über 162.80 würde den Verkaufsdruck abschwächen.
Aktuell bevorzuge ich weiterhin das Szenario einer Abwärtskorrektur von dieser Widerstandszone aus.
EURUSD H2: Priorität für SELL im AbwärtstrendMarktentwicklung:
Der EURUSD verzeichnete zuvor einen starken Rückgang und etablierte einen klaren Abwärtstrend mit einer Reihe von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Nach dieser aggressiven Verkaufswelle hat sich der Verkaufsdruck vorübergehend abgeschwächt. Der Kurs ist in eine Seitwärtskonsolidierung innerhalb einer engen Spanne direkt unter den EMA-Linien übergegangen. Dies deutet darauf hin, dass die Käuferseite noch nicht stark genug ist, um den Trend umzukehren, während die Verkäufer auf eine Gelegenheit warten, die Kontrolle wieder zu übernehmen.
(Aktueller Kurs: 1.1437)
Handelsausrichtung:
Es wird empfohlen, Short-Positionen (SELL) in Richtung des Haupttrends zu suchen, sobald der Kurs die Unterstützung der Konsolidierungsbox um 1.1410 – 1.1420 nachhaltig nach unten durchbricht. Wird dieses Breakout-Signal bestätigt, könnte der EURUSD seine Abwärtsbewegung bis in den Bereich von 1.1330 ausweiten.
Das bärische Szenario bleibt intakt, solange der Kurs unterhalb der Widerstandszone von 1.1455 – 1.1460 handelt. In der aktuellen Konsolidierungsphase ist es ratsam, geduldig auf ein Bestätigungssignal zu warten, anstatt vorzeitig Positionen zu eröffnen, um das Risiko von Fehlausbrüchen (Fakeouts) zu minimieren.
XAUUSD: Gold erholt sich, aber der Abwärtstrend bleibt aktivGold erholt sich nach dem starken Rückgang, doch 4.120–4.130 USD bleibt auf H4 eine wichtige Widerstandszone.
Solange der Preis darunter bleibt, wirkt die aktuelle Bewegung eher wie eine technische Erholung. Das bevorzugte Szenario bleibt eine Ablehnung in diesem Bereich und ein Rücklauf Richtung 4.000 USD.
DAX Tagesausblick 09. Juli – Öl fällt trotz Nahost-Eskalationder gestrige Handelstag stand nahezu vollständig im Zeichen der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Während sich die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran weiter verschärfte, veröffentlichten die US-Notenbank gestern Abend zusätzlich die FOMC Meeting Minutes. Gleichzeitig überraschten deutlich gestiegene US-Rohöllagerbestände und sorgten dafür, dass der Ölpreis trotz der geopolitischen Risiken wieder einen Teil seiner Gewinne abgab.
Heute richtet sich der Fokus neben der weiteren Entwicklung im Nahen Osten vor allem auf die US-Arbeitsmarktdaten sowie das EZB-Sitzungsprotokoll.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
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• Fazit
Geopolitische Lage
Die geopolitische Situation bleibt aktuell der wichtigste Einflussfaktor für die Finanzmärkte.
Nach den Angriffen auf mehrere Handelsschiffe in der Straße von Hormus führten die USA gestern weitere Luftangriffe auf iranische Ziele entlang der Südküste durch. Ziel war laut US-Regierung die Sicherung der internationalen Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus.
Der Iran reagierte darauf mit weiteren Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Militärbasen in Bahrain und Kuwait. Gleichzeitig kündigte Teheran an, dass eine dauerhafte Öffnung der Straße von Hormus künftig nur noch unter iranischen Bedingungen erfolgen könne. Donald Trump erklärte parallel, dass das zwischenzeitliche Waffenstillstandsabkommen faktisch beendet sei.
Besonders wichtig bleibt die Situation rund um die Straße von Hormus. Mehrere Tanker wurden in den vergangenen Tagen beschädigt, Schiffe weichen teilweise auf alternative Routen aus und die Unsicherheit für den weltweiten Energiehandel bleibt hoch. Zwar läuft der Schiffsverkehr aktuell weiter, allerdings mit reduzierter Auslastung und deutlich erhöhtem Risiko.
Für die Märkte bleibt der Zusammenhang unverändert:
Weitere Eskalation → steigende Ölpreise → höhere Inflation → restriktivere Geldpolitik → Risk-Off.
Kommt es dagegen kurzfristig wieder zu diplomatischen Gesprächen oder einer Waffenruhe, dürfte insbesondere der Ölpreis deutlich nachgeben und den Risikoanlagen wieder Auftrieb verleihen.
Die geopolitische Entwicklung bleibt damit aktuell der mit Abstand wichtigste Kurstreiber.
Fundamentale Wirtschaftsdaten – Gestern
US Rohöllagerbestände
Die größte Überraschung lieferten gestern die US-Rohöllagerbestände.
Actual: +2,998 Mio. Barrel
Forecast: -1,900 Mio.
Previous: -3,775 Mio.
Damit stiegen die Lagerbestände deutlich stärker als erwartet und verzeichneten erstmals seit Monaten wieder einen klar positiven Aufbau.
Das spricht kurzfristig für eine etwas entspanntere Versorgungslage und erklärt, weshalb der Ölpreis trotz der geopolitischen Eskalation im weiteren Handelsverlauf wieder deutlich zurückkam.
10-Year Treasury Auction
Die Auktion der zehnjährigen US-Staatsanleihen lag bei 4,580 % nach zuvor 4,538 %.
Die Nachfrage fiel damit etwas schwächer aus, wodurch die Renditen leicht anzogen.
EZB-Mitglied Schnabel
EZB-Direktorin Isabel Schnabel betonte erneut, dass die Inflation zwar zurückgegangen sei, die EZB jedoch weiterhin vorsichtig bleiben müsse. Aussagen über einen schnellen Zinssenkungszyklus blieben aus.
FOMC Meeting Minutes
Im Mittelpunkt stand gestern Abend eindeutig das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank.
Die Minutes zeigten insgesamt einen eher restriktiven Grundton .
Mehrere Mitglieder verwiesen weiterhin auf erhöhte Inflationsrisiken. Einige Teilnehmer hätten bereits auf der Juni-Sitzung eine weitere Zinserhöhung befürworten können, während andere betonten, dass zusätzliche Zinsschritte notwendig werden könnten, falls sich die Inflation erneut beschleunigt. Gleichzeitig wurden steigende Energiepreise, geopolitische Risiken sowie anhaltend robuste Investitionen im KI-Sektor als mögliche Inflationsrisiken genannt.
Die Minutes waren damit insgesamt keineswegs klar dovish, sondern unterstreichen, dass die Fed derzeit weiter datenabhängig agiert und bei einem erneuten Inflationsanstieg durchaus bereit wäre, die Geldpolitik erneut zu verschärfen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten – Heute
Heute stehen erneut mehrere wichtige Termine auf der Agenda.
Deutschland Handelsbilanz
Die deutsche Handelsbilanz überraschte positiv.
Actual: 19,1 Mrd. Euro
Forecast: 14,9 Mrd.
Previous: 14,7 Mrd.
Auch die Exporte entwickelten sich besser als erwartet und liefern damit ein positives Signal für die deutsche Wirtschaft.
Eurogruppe
Heute treffen sich die Finanzminister der Eurozone.
Neue Aussagen zur europäischen Fiskalpolitik oder zur wirtschaftlichen Entwicklung könnten insbesondere den Euro bewegen.
EZB Sitzungsprotokoll
Am Nachmittag veröffentlicht die EZB das Protokoll ihrer letzten Zinssitzung.
Hier achten Marktteilnehmer insbesondere auf Hinweise, wie geschlossen der EZB-Rat aktuell hinsichtlich möglicher weiterer Zinsschritte beziehungsweise Zinssenkungen ist.
US Arbeitsmarkt
Hier stehen die Initial Jobless Claims im Fokus.
Forecast:
• Initial Claims: 218.000
• Continuing Claims: 1,820 Mio.
Da der US-Arbeitsmarkt aktuell einer der wichtigsten Faktoren für die Fed bleibt, dürfte dieser Termin entsprechend hohe Marktbewegungen auslösen.
FOMC Mitglied Williams
Ebenfalls am Nachmittag spricht New York Fed Präsident John Williams.
Nach Veröffentlichung der FOMC Minutes könnten Aussagen zur weiteren Zinspolitik heute zusätzlich für Volatilität sorgen.
Existing Home Sales
Abgerundet wird der Nachmittag durch die Verkäufe bestehender Häuser.
Der Immobilienmarkt bleibt ein wichtiger Frühindikator für die US-Konjunktur.
Märkte & Korrelationen
US Oil
Der Ölpreis bleibt derzeit der wichtigste Marktindikator.
Seit Wochenbeginn stieg WTI zeitweise um rund 11 % bis in den Bereich um 76 Dollar.
Aktuell handelt Öl allerdings bereits wieder deutlich tiefer bei rund 73,4 Dollar.
Der Rückgang dürfte vor allem auf die überraschend hohen US-Rohöllagerbestände zurückzuführen sein sowie auf die Hoffnung, dass sich die geopolitische Lage kurzfristig wieder etwas beruhigen könnte.
Charttechnisch bleibt für mich entscheidend:
• Unter 71,70 Dollar würde sich das kurzfristige Bild wieder deutlich eintrüben.
• Oberhalb bleiben 77 Dollar und anschließend 79 Dollar die nächsten Ziele, sofern sich die Lage im Nahen Osten weiter verschärft.
US Staatsanleihen
Gestern stiegen sämtliche Laufzeiten.
• 2Y: +1,15 %
• 5Y: +0,94 %
• 10Y: +0,66 %
• 30Y: +0,39 %
Heute Morgen geben die Renditen bereits wieder leicht nach.
Sollte Öl weiter fallen und sich die geopolitische Lage entspannen, dürfte sich dieser Rückgang fortsetzen.
US-Dollar Index (DXY)
Der Dollar konnte gestern zunächst über die Marke von 101 Punkten ansteigen.
Heute Morgen sehen wir allerdings bereits deutliche Gewinnmitnahmen.
Für mich bleibt die Zone um 100,5 bis 100,6 Punkte entscheidend.
Hält dieser Bereich als Unterstützung, bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend intakt.
Ein Bruch darunter würde dagegen weiteres Abwärtspotenzial bis rund 100 Punkte eröffnen.
VIX
Der Volatilitätsindex sprang gestern zeitweise bis auf 18,85 Punkte, beruhigte sich im weiteren Verlauf jedoch schnell wieder und schloss bei rund 16,9 Punkten.
Damit signalisiert der Markt aktuell zwar erhöhte Unsicherheit, aber noch keine ausgeprägte Panik.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia zeigte erneut enorme relative Stärke.
Mit einem Schlusskurs oberhalb der wichtigen 200-Dollar-Marke bleibt das technische Bild klar bullisch.
Oberhalb von 200 Dollar bleiben für mich die Bereiche um 208 Dollar und anschließend 212 Dollar die nächsten Ziele.
Unterhalb von 200 Dollar würden zunächst wieder 197 bis 195 Dollar interessant werden.
Bitcoin
Bitcoin zeigte gestern erneut Schwäche.
Kurzfristig bleibt die Seitwärtsrange bestehen.
Nach oben bleiben für mich:
• 65.000 Dollar
• 65.700 Dollar
• 67.000 Dollar
die entscheidenden Widerstände.
Unterhalb von 60.000 Dollar würde sich das Bild dagegen deutlich eintrüben und Raum bis etwa 55.000 Dollar eröffnen.
S&P 500
Nach den Gewinnmitnahmen vom Dienstag stabilisierte sich der Index gestern deutlich.
Trotz zwischenzeitlicher Schwäche blieb der Bereich um 7.500 Punkte verteidigt.
Oberhalb von 7.565 Punkten sehe ich weiterhin Chancen auf einen erneuten Angriff Richtung 7.600 bis 7.650 Punkte.
Unterhalb von 7.500 steigt dagegen das Risiko einer Ausweitung der Korrektur.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigte erneut enorme relative Stärke.
Nach zwischenzeitlichen Verlusten wurde der gesamte Rücksetzer fast vollständig zurückgekauft.
Solange der Bereich um 29.000 Punkte hält, bleibt der Aufwärtstrend aus meiner Sicht vollständig intakt.
Ein Ausbruch über 29.500 Punkte könnte den Weg Richtung 30.000 Punkte freimachen.
Unterhalb von 29.000 würden dagegen 28.500 beziehungsweise 28.200 Punkte wieder in den Fokus rücken.
Dow Jones
Der Dow Jones bleibt aktuell der schwächste der großen US-Indizes.
Nach dem gestrigen Rückgang um rund 1,16 % rückt nun die Zone um 52.500 Punkte in den Mittelpunkt.
Ein Anstieg darüber könnte nochmals Potenzial Richtung 53.000 Punkte eröffnen.
Bleibt der Index darunter, steigt das Risiko einer Ausweitung der Korrektur bis 52.000 beziehungsweise 51.500 Punkte.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX verlor gestern 1,87 % und notiert damit seit Wochenbeginn bereits rund 3,3 % im Minus.
Dabei wurde die Unterstützung bei 25.500 Punkten dynamisch unterschritten.
Im Anschluss testete der Markt den Bereich um 24.800 Punkte, welcher gleichzeitig das ehemalige Jahreshoch 2025 sowie ein wichtiges Cluster darstellt.
Von dort setzte unmittelbar eine technische Gegenbewegung ein.
Heute Morgen notiert der DAX bereits wieder etwas fester.
Für den heutigen Handel bleibt entscheidend:
Bullishes Szenario
• Verteidigung der 25.000 Punkte
• Ausbruch über 25.185 Punkte
• Anschließend Potenzial bis 25.500 Punkte
Bearishes Szenario
Fällt der DAX erneut unter 24.800 Punkte, rückt für mich die Zone um 24.500 Punkte als nächstes größeres Unterstützungsniveau in den Fokus.
Übergeordnet bleibe ich trotz der laufenden Korrektur weiterhin konstruktiv. Solange der Bereich um 24.500 Punkte hält, werte ich die aktuelle Bewegung zunächst als gesunde Korrektur innerhalb eines weiterhin intakten Aufwärtstrends.
Fazit
Die heutige Richtung der Märkte dürfte erneut maßgeblich von der geopolitischen Entwicklung im Nahen Osten abhängen.
Die militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran überschattet derzeit nahezu alle fundamentalen Daten. Gleichzeitig zeigen die überraschend gestiegenen US-Rohöllagerbestände, dass kurzfristig auch Angebots- und Nachfrageseite Einfluss auf den Ölpreis nehmen können.
Aus fundamentaler Sicht rücken heute insbesondere die US-Arbeitsmarktdaten, das EZB-Sitzungsprotokoll sowie die Rede von Fed-Präsident Williams in den Fokus.
Charttechnisch bleibt der DAX oberhalb von 25.000 Punkten kurzfristig stabil. Ein nachhaltiger Bruch der 24.800 Punkte würde dagegen das Korrekturrisiko deutlich erhöhen. Entscheidend bleibt jedoch die Entwicklung im Nahen Osten – denn sie beeinflusst derzeit Ölpreis, Inflationserwartungen, Geldpolitik und damit letztlich die Richtung nahezu aller Risikoanlagen.
Keine Anlageberatung, nur meine Persönliche Markteinschätzung!
Wüsche euch stabile Trades!
Goldanalyse und StrategieViele Beamte erklärten im Protokoll der Fed-Sitzung, dass weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr nicht ausgeschlossen sind. Dadurch wurden die Markterwartungen auf rasche Zinssenkungen deutlich gedämpft. Infolgedessen stieg der US-Dollar-Index, die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg ebenfalls an, der Goldpreis fiel stark zurück und befindet sich kurzfristig in einer korrigierenden Konsolidierungsphase.
Jeder geringfügige Aufwärtstrend des Goldpreises stößt auf Verkaufsdruck der Bären, es handelt sich um eine zwischenzeitliche Erholung im Abwärtstrend. Solange der Preis dauerhaft unter 4200 notiert, bleibt die bärische Marktlage erhalten.
Kurzfristige Handelsstrategie
Verkauf bei Erholung zwischen 4090 und 4110
Stop-Loss oberhalb von 4120
Zielkurse: 4050 sowie 4030
GBPUSD H4: Widerstand bei 1.3400 sorgt erneut für VerkaufsdruckGBPUSD notiert derzeit um 1.3393, nach einer starken Erholung vom Tiefststand bei 1.3150. Der Kurs hat nun jedoch eine wichtige Widerstandszone zwischen 1.3370 und 1.3400 erreicht, an der zuvor bereits mehrfach deutlicher Verkaufsdruck aufkam.
Technisch gesehen hat eine Rounded Bottom-Erholung (rundes Tief) dazu geführt, dass GBPUSD den Großteil der vorherigen Verluste wieder wettmachen konnte. Dennoch steht ein nachhaltiger Ausbruch über den oberen Widerstand noch aus. Sollte die Kaufkraft in diesem Bereich weiter nachlassen, könnte ein Korrekturdrang einsetzen und den Kurs zurück in Richtung 1.3300 drücken – das nächste Ziel gemäß der aktuellen Chartstruktur.
Einstiegsfokus (Entry Focus):
Priorität für VERKAUF (SELL), wenn GBPUSD im Bereich von 1.3370 – 1.3400 abgelehnt wird und sich ein bärisches Bestätigungssignal formiert.
Kursziel (Take Profit): 1.3300.
Ungültigkeit (Invalidation):
Das bärische Szenario wird hinfällig, wenn GBPUSD auf dem H4-Chart über 1.3440 schließt.
Viel Erfolg bei Ihren Trades!
AUDUSDAUDUSD bewegt sich aktuell in einer kurzen Erholungsphase nach dem vorherigen starken Abwärtstrend. Die derzeitige Struktur zeigt jedoch noch kein klares Signal für eine Trendumkehr, sondern ähnelt eher einem Bearish-Flag-Muster — der Kurs steigt leicht innerhalb eines kleinen Kanals, bleibt aber weiterhin unter starkem Verkaufsdruck.
Wenn der Preis weiter schwächer wird und die untere Begrenzung des Musters nach unten durchbricht, könnte der Abwärtsdruck erneut aktiviert werden. In diesem Fall hätte AUDUSD die Möglichkeit, den übergeordneten Abwärtstrend fortzusetzen, mit einem wichtigen Zielbereich um 0,68500.
Der entscheidende Punkt ist, dass Trader auf ein klares Breakout-Signal warten sollten, anstatt dem Kurs innerhalb der Konsolidierungszone hinterher zu verkaufen. Ein Durchbruch mit anschließendem fehlgeschlagenem Retest an der unteren Begrenzung der Flagge würde das bärische Szenario deutlich zuverlässiger machen.
Risikomanagement bleibt weiterhin sehr wichtig, denn wenn der Preis wieder in das Muster zurückkehrt und über den kurzfristigen Widerstandsbereich steigt, könnte das bärische Signal an Stärke verlieren.
XAUUSD: Abwärtskanal bleibt intaktDer Kurs bewegt sich innerhalb eines Abwärtskanals, der durch eine Reihe tieferer Hochs gekennzeichnet ist. Nachdem der Ausbruch über die obere Begrenzung des Kanals misslungen ist, hat XAUUSD nachgegeben und steuert nun auf die untere Begrenzung im Bereich von 3.935 $ zu.
Solange der Kurs unter der dynamischen Widerstandslinie verbleibt, ist das bärische Szenario das bevorzugte. Etwaige technische Erholungen dürften Verkäufern lediglich die Gelegenheit bieten, erneut in den Markt einzusteigen.
Einstieg: Verkauf bei einer Erholung.
TP (Take Profit): 3.935 $.
SL (Stop-Loss): Oberhalb des jüngsten Hochs.
USDJPY: Käufer schaffen den Ausbruch, 163,00 rückt in den FokusHallo zusammen, was denkt ihr über USDJPY?
USDJPY wird aktuell im Bereich von 162,23 gehandelt, nachdem der Kurs eine starke Erholung aus der unteren Unterstützungszone gezeigt hat. Der US-Dollar behält weiterhin einen relativen Vorteil, da der Markt die geldpolitische Differenz zwischen der Fed und der BoJ aufmerksam verfolgt. Gleichzeitig fehlt dem japanischen Yen bislang die nötige Stärke, um klar zurückzukommen. Dadurch kann USDJPY seinen kurzfristigen Aufwärtstrend weiter behaupten, auch wenn der Kurs nun in eine Zone läuft, die genauer beobachtet werden sollte.
Aus technischer Sicht zeigt der H1-Chart, dass sich der Preis weiterhin innerhalb eines aufsteigenden Kanals bewegt. Die Reaktion von der unteren Kanalbegrenzung war deutlich, und besonders wichtig ist der Ausbruch über die kurzfristige fallende Trendlinie. Das deutet darauf hin, dass die Käufer wieder aktiver werden. Solange der Kurs über der Breakout-Zone bleibt und nicht unter 162,00 zurückfällt, bleibt eine Fortsetzung in Richtung 163,00 das bevorzugte Szenario.
Stimmt ihr dieser Einschätzung zu?
XAGUSD: Steht der nächste Ausbruch bevor?XAGUSD wurde seit einiger Zeit auf höheren Niveaus gehandelt und respektierte dabei kontinuierlich die Aufwärtstrendlinie. Danach ging der Preis in eine kurzfristige Korrektur innerhalb eines fallenden Kanals über, doch bemerkenswert ist, dass diese Abwärtsbewegung die wichtige Unterstützungszone nicht durchbrechen konnte.
Achten Sie darauf, wie der Preis in diese Unterstützungszone zurückkehrt und relativ schnell reagiert. Die Abwärtsdynamik scheint nachzulassen, während Kaufdruck genau im Bereich der Überschneidung zwischen Unterstützung und langfristiger Aufwärtstrendlinie aufkommt.
Aus meiner Sicht bleibt die Tendenz weiterhin bullisch. Wenn XAGUSD stark über den kurzfristigen fallenden Kanal ausbricht, könnte der Preis weiter in Richtung 65,00 steigen.
Sollte der Preis jedoch unter die aktuelle Unterstützungszone fallen und die Aufwärtstrendlinie brechen, wäre diese Idee ungültig.
XAUUSD H1: Gold hält den Ausbruch – Kommt jetzt 4.200?Gold ist klar aus der vorherigen Range ausgebrochen und hat die alte Widerstandszone erfolgreich als Unterstützung verteidigt. Die schnelle Reaktion der Käufer zeigt, dass der Markt höhere Preise akzeptiert.
Solange diese Breakout-Zone hält, bleibt das bullische Szenario im Vorteil. Das nächste Ziel liegt bei 4.200.
Handelsstrategie für Gold in der SeitwärtsrangeGold befindet sich derzeit in einer korrigierenden Konsolidierung nach dem vorherigen Aufwärtstrend. Vor einigen Tagen haben die schlechter als erwarteten Nonfarm-Payroll-Daten den Preis bis rund 4200 hochgetrieben, woraufhin viele Bullen ihre Positionen schlossen und Gewinne realisierten. In den letzten zwei Tagen schwächt sich der Kurs ab, der übergeordnete Trend ist jedoch nicht sofort bärisch geworden. Der Aufwärtsschwung ist kurzfristig lediglich ins Stocken geraten, sodass eine unruhige Seitwärtsbewegung mit Marktbereinigungen entstanden ist.
Auf der Tageskerze entstand nach dem Hochlauf ein langer oberer Schatten, was eine deutliche Abnahme der bullischen Kraft zeigt. Trotzdem zeigen die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte noch nach oben – es handelt sich also nur um eine Korrektur im Aufwärtstrend und keine umgekehrte Abwärtsbewegung. Der wichtigste kurzfristige Widerstandsbereich liegt bei 4170–4180; wenn der Kurs bis in diesen Bereich steigt, gerät er in der Regel unter Verkaufsdruck und fällt zurück. Sobald der Kurs auf diesem Niveau stabilisiert ist, können Short-Positionen eröffnet werden.
Die Marke 4200 stellt eine entscheidende Trennlinie dar. Der vorherige Aufwärtstrend kann nur weiterlaufen, wenn dieser Wert nachhaltig gehalten wird. Andernfalls bleibt der Kurs in einer schwächeren Seitwärtsbewegung gefangen.
Der kurzfristige Intraday-Unterstützungsbereich liegt bei 4120–4100. Hält dieser Bereich stand, bewegt sich der Kurs hin und her innerhalb der Range. Der starke Unterstützungsbereich 4090–4080 ist eine wichtige Kaufzone für Bullen. Sobald der Kurs auf diesem Niveau stabilisiert ist, können Long-Positionen eröffnet werden.
Seitmärkte strapazieren die Geduld der Händler stark. Warten Sie unbedingt auf passende Einstiegsbereiche, bevor Sie Positionen eröffnen – sonst riskieren Sie, mitten in der Range festzusitzen. Ich veröffentliche täglich vollständige Marktausblicke, die Ihnen als Orientierung für Ihre Handelsrichtungen dienen.
AUDUSD: Angebotszone bei 0,6960 bleibt eine wichtige HürdeAUDUSD zeigt zwar Anzeichen einer Erholung, konnte jedoch noch nicht aus seiner übergeordneten Abwärtsstruktur ausbrechen. Im H3-Chart ist der Kurs wiederholt an einer kurzfristigen Unterstützungstrendlinie abgeprallt; allerdings liegt darüber die Angebotszone zwischen 0,6960 und 0,6975 – ein Bereich, in dem Verkäufer massiv in den Markt zurückkehren könnten.
Sollte der Kurs bis in diesen Bereich steigen und dort abgewiesen werden, dürfte AUDUSD wieder in Richtung der Unterstützungstrendlinie bei etwa 0,6920 zurückfallen. Dieses Szenario deckt sich mit der derzeitigen Zurückhaltung des Marktes gegenüber risikobehafteten Währungen, während man auf neue Signale der Fed wartet.
Einstieg: Verkauf im Bereich 0,6955–0,6965
TP (Take Profit): 0,6920
SL (Stop-Loss): Über 0,6980
EURUSD H1: Der Abwärtskanal Bleibt IntaktEURUSD bewegt sich weiterhin innerhalb eines fallenden Kanals. Die jüngsten Erholungen wurden jeweils im Bereich der Mittellinie des Kanals gestoppt. Das deutet darauf hin, dass die Käufer bislang nur kurzfristig aktiv sind und den übergeordneten Trend noch nicht verändern konnten.
Wird der Kurs erneut an der aktuellen Zone abgewiesen, dürfte EURUSD in den kommenden Sitzungen die Unterkante des Kanals testen. Dieser Bereich wird entscheidend sein, um die Stärke der Verkäufer zu beurteilen.
Gelingt dagegen ein Ausbruch über die obere Kanalbegrenzung mit anschließendem Halten oberhalb dieser Zone, wäre das bärische Szenario nicht länger das bevorzugte.
TP: 1,1390
SL: 1,1445
Viel Erfolg beim Trading!
EURUSD H1: Double Top Verstärkt Den AbwärtsdruckDas Double-Top-Muster wurde bestätigt, nachdem der Kurs die Neckline unterschritten hat und anschließend weiter nachgab. Die aktuelle Erholung führte den Preis lediglich zurück an die ehemalige Neckline, ohne ein überzeugendes Umkehrsignal zu liefern.
Bleibt der Verkaufsdruck bestehen, könnte EURUSD zunächst bis zur Unterstützung bei 1,1400 fallen und anschließend die Abwärtsbewegung fortsetzen. Dieses Szenario passt weiterhin zur aktuellen Marktstruktur.
Sollte der Kurs jedoch die Neckline zurückerobern und sich darüber behaupten, würde das Double-Top-Muster zunehmend an Aussagekraft verlieren und der Verkaufsdruck deutlich nachlassen.
TP: 1,1400
SL: 1,1445
Viel Erfolg beim Trading!
EURUSD H1: Verkaufsdruck Kehrt ZurückEURUSD hat sich bis zur fallenden Trendlinie erholt, konnte diese jedoch nicht überwinden. Dass der Kurs direkt unter der Trendlinie wieder auf Widerstand stößt, zeigt, dass die Verkäufer diesen Bereich weiterhin gut verteidigen, während die Käufer noch nicht genügend Stärke besitzen, um die kurzfristige Struktur zu verändern.
Wird die Trendlinie erneut bestätigt, dürfte sich die Abwärtsbewegung bis in den Unterstützungsbereich 1,1370–1,1380 ausweiten. Dort könnte wieder Kaufinteresse aufkommen.
Gelingt EURUSD hingegen ein klarer Schlusskurs oberhalb der fallenden Trendlinie, würde der Verkaufsdruck nachlassen und eine stärkere Erholung wahrscheinlicher werden.
TP: 1,1375
SL: 1,1445
Viel Erfolg beim Trading!
DAX Tagesausblick 09.Juli-Neue Eskalation im Iran- Risk Off?Nach den starken US-Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche verschiebt sich der Fokus der Marktteilnehmer nun vollständig auf die Geopolitik und die Geldpolitik. Die erneute Eskalation im Nahen Osten hat den Ölpreis innerhalb kürzester Zeit wieder deutlich ansteigen lassen und sorgt für neue Inflationssorgen. Gleichzeitig richtet sich heute Abend der Blick auf die FOMC Meeting Minutes, die Hinweise auf den weiteren Zinspfad der US-Notenbank liefern könnten. Die Kombination aus steigenden Energiepreisen, robustem Arbeitsmarkt und einer weiterhin restriktiven Federal Reserve könnte den Druck auf Risk Assets kurzfristig deutlich erhöhen.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern und heute
• Märkte und Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Nachdem sich die Lage zwischen den USA und dem Iran in den vergangenen Wochen zunächst deutlich entspannt hatte, ist die Situation innerhalb weniger Stunden erneut eskaliert.
Auslöser waren mehrere Angriffe auf kommerzielle Tanker in der Straße von Hormus. Nach Angaben westlicher Sicherheitsbehörden wurden mindestens drei Schiffe beschädigt. Besonders brisant ist dabei, dass auch ein großer LNG-Tanker betroffen gewesen sein soll. Die USA machen den Iran für die Angriffe verantwortlich.
Washington reagierte darauf unmittelbar. Die zuvor erteilte Sondergenehmigung, welche dem Iran trotz Sanktionen den Verkauf von Rohöl auf den Weltmarkt erlaubte, wurde wieder aufgehoben. Zusätzlich wurden erneut militärische Angriffe auf iranische Ziele durchgeführt. Der Iran wiederum sprach von einem Bruch der bisherigen Waffenstillstandsvereinbarung und kündigte an, alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz seiner nationalen Interessen zu ergreifen.
Damit gerät der erst vor wenigen Wochen vereinbarte Waffenstillstand massiv unter Druck.
Besonders kritisch bleibt dabei die Straße von Hormus. Rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels sowie ein erheblicher Teil des globalen LNG-Transports laufen täglich durch diese Meerenge. Bereits kleinere militärische Zwischenfälle reichen aus, um die Risikoaufschläge am Energiemarkt deutlich steigen zu lassen.
Genau das sehen wir aktuell.
Der Ölpreis konnte innerhalb kürzester Zeit wieder deutlich zulegen und preist erneut geopolitische Risiken ein. Sollte sich die Lage weiter verschärfen oder sogar die Schifffahrt beeinträchtigt werden, dürfte sich dieser Aufwärtsdruck fortsetzen.
Für die Finanzmärkte entsteht daraus ein sehr problematisches Szenario.
Steigende Energiepreise wirken direkt inflationstreibend. Genau in einer Phase, in der sich die Inflation zuletzt langsam stabilisierte und viele Marktteilnehmer wieder auf eine dovishere Fed und keine Zinserhöhungen hofften.
Hinzu kommt der überraschend schwache US-Arbeitsmarktbericht (NFP) aus der vergangenen Woche.
Genau deshalb rückt der heutige Abend so stark in den Fokus.
Sollten die FOMC Minutes einen weiterhin restriktiven oder sogar hawkischen Ton bestätigen, könnte sich der Markt erneut auf einen längeren Zeitraum hoher Zinsen einstellen. Das wäre kurzfristig belastend für Aktien, Kryptowährungen und andere Risk Assets.
Fundamentale Wirtschaftsdaten
Rückblick auf Dienstag
Der Dienstag verlief aus makroökonomischer Sicht insgesamt vergleichsweise ruhig.
Fed-Gouverneurin Bowman sprach erneut und bekräftigte ihre grundsätzlich restriktive Haltung. Neue geldpolitische Impulse blieben allerdings aus.
Die ADP-Daten sowie die Handelsbilanz standen zwar auf der Agenda, sorgten jedoch kaum für nachhaltige Marktbewegungen.
Interessanter war dagegen die Entwicklung der Inflationserwartungen der New York Fed.
Die One-Year Consumer Inflation Expectations stiegen von 3,5 % auf 3,7 %.
Damit rechnen Verbraucher mittlerweile wieder mit einer höheren Inflation in den kommenden zwölf Monaten. In Verbindung mit den steigenden Energiepreisen ist dies ein Faktor, den die Federal Reserve sehr genau beobachten dürfte.
Auch der erfolgreiche Börsenstart von SpaceX sorgte zunächst für Aufmerksamkeit. Nach dem starken Auftakt setzten jedoch erste Gewinnmitnahmen ein. Der Nasdaq geriet dadurch zusätzlich unter Druck.
Ausblick auf Mittwoch
Heute steht deutlich mehr auf der Agenda.
Nachmittags erscheinen zunächst die US-Rohöllagerbestände.
Die Erwartungen liegen bei einem Rückgang um 1,9 Millionen Barrel nach zuletzt -3,775 Millionen Barrel.
Gerade vor dem Hintergrund der erneuten Nahost-Eskalation dürften diese Daten heute eine besonders hohe Aufmerksamkeit erhalten. Sollten die Lagerbestände erneut stärker fallen als erwartet, könnte dies die Sorge über eine knapper werdende Versorgung zusätzlich verstärken und den Ölpreis weiter antreiben.
Am frühen Abend folgt anschließend EZB-Direktorin Isabel Schnabel.
Da sich die Inflation in Europa zuletzt etwas beruhigt hatte, dürfte insbesondere interessant werden, ob die jüngsten Entwicklungen am Energiemarkt ihre Einschätzung verändern.
Später folgt die Auktion zehnjähriger US-Staatsanleihen.
Diese Auktionen liefern wichtige Hinweise auf die Nachfrage institutioneller Investoren nach langfristigen Staatsanleihen und geben Rückschlüsse auf die Einschätzung des Kapitalmarktes hinsichtlich Inflation und Zinspffad.
Das absolute Highlight des Tages folgt jedoch um 20:00 Uhr.
Mit den FOMC Meeting Minutes erhalten die Marktteilnehmer detaillierte Einblicke in die Diskussionen der letzten Sitzung der Federal Reserve.
Entscheidend wird sein, ob innerhalb des Offenmarktausschusses bereits Hinweise auf zukünftige Zinsschritte oder veränderte Inflationsrisiken diskutiert wurden.
Nach den schwachen Arbeitsmarktdaten und der neuen Eskalation im Nahen Osten besitzen diese Minutes heute erhebliches Marktpotenzial.
Zusätzlich startet heute offiziell die Berichtssaison. Nach US-Börsenschluss veröffentlicht PepsiCo seine Quartalszahlen und eröffnet damit die Earnings Season.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil konnte infolge der geopolitischen Eskalation innerhalb kurzer Zeit rund sechs Prozent zulegen.
Wie bereits mehrfach in den vergangenen Analysen angesprochen, war der Bereich um 72 US-Dollar die entscheidende Widerstandszone.
Diese wurde nun dynamisch überwunden.
Damit rücken für mich kurzfristig zunächst die Bereiche um 77 Dollar sowie anschließend das Apriltief bei rund 79 Dollar in den Fokus.
Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter verschärfen oder keine schnelle diplomatische Lösung gefunden werden, halte ich mittelfristig sogar einen erneuten Anstieg in Richtung 90 Dollar für möglich.
Erst wenn der Bereich um 72 Dollar nachhaltig zurückerobert und anschließend wieder unterschritten wird, würde sich das bullische Bild im Ölpreis vorerst wieder eintrüben.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt war die Entwicklung eindeutig.
Die Renditen stiegen über sämtliche Laufzeiten deutlich an.
Dreijährige Staatsanleihen legten knapp zwei Prozent zu.
Fünfjährige Staatsanleihen stiegen ebenfalls rund zwei Prozent.
Zehnjährige Renditen gewannen etwa 1,85 Prozent.
Selbst die 30-jährigen US-Staatsanleihen konnten nochmals rund 1,45 Prozent zulegen.
Die Erklärung bleibt dieselbe.
Steigende Energiepreise erhöhen die Inflationsrisiken.
Steigende Inflation reduziert die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger Zinssenkungen.
Damit bleiben die Finanzierungsbedingungen restriktiv und das Umfeld belastet insbesondere Wachstumswerte und andere Risk Assets.
US-Dollar (DXY)
Auch der Dollar profitierte erneut.
Der DXY konnte sich oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 101 Punkten etablieren.
Solange wir oberhalb von 100,5 bis 100,6 Punkten handeln, bleibt das kurzfristige Bild konstruktiv.
Die nächsten Zielzonen liegen für mich bei 101,5 sowie anschließend im Bereich von 102 Punkten.
Gerade in geopolitischen Unsicherheitsphasen profitiert der Dollar regelmäßig von seiner Rolle als sicherer Hafen.
Volatilitätsindex (VIX)
Der VIX stieg gestern um knapp vier Prozent an.
Mit aktuell rund 16 Punkten bleibt das Niveau allerdings weiterhin deutlich unter der kritischen Marke von 20 Punkten.
Das zeigt, dass die Marktteilnehmer zwar Risiko reduzieren, bislang aber noch keine ausgeprägte Panik eingepreist wird.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia konnte den Handelstag trotz der allgemeinen Marktschwäche leicht positiv abschließen.
Dennoch bleibt die Zone um 200 Dollar weiterhin der entscheidende Widerstand.
Solange dieser Bereich nicht nachhaltig überwunden wird, bleiben für mich zunächst die Unterstützungen bei 190 sowie anschließend 186 Dollar wahrscheinlicher.
Erst oberhalb von 200 Dollar würde sich das technische Bild wieder deutlich aufhellen und Raum bis 208 beziehungsweise 212 Dollar eröffnen.
Bitcoin
Bitcoin zeigte erneut relative Schwäche.
Nach dem starken Abverkauf am Montag konnte sich der Markt zwar kurzfristig stabilisieren.
Das gestrige Minus von rund 1,2 Prozent sowie das heutige Unterschreiten des gestrigen Tagestiefs bestätigen zunächst das bearish geprägte Gesamtbild.
Auf der Oberseite bleiben die Bereiche um 65.000, 65.700 sowie 67.000 Dollar die entscheidenden Widerstände.
Solange diese Marken nicht zurückerobert werden, bleibe ich auf der Short-Seite positioniert.
S&P 500
Der S&P 500 scheiterte erneut im Bereich der Allzeithochs.
Bereits zum dritten Mal in Folge gelang kein neues Rekordhoch.
Sollte sich die geopolitische Lage weiter verschlechtern und gleichzeitig die FOMC Minutes restriktiv ausfallen, sehe ich zunächst Potenzial bis 7.500 Punkte.
Unterhalb von 7.475 Punkten würde sich die Korrektur in Richtung 7.400 Punkte ausweiten.
Erst oberhalb von 7.600 Punkten würde sich das bullische Szenario wieder deutlich verbessern.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigte gestern ebenfalls deutliche Schwäche.
Nach dem Bruch der wichtigen Unterstützung um 29.500 Punkte fiel der Index bis in den Bereich von 29.000 Punkten zurück.
Fundamental spricht aktuell wenig für aggressive Long-Positionen.
Sollte das Wochentief bei rund 28.860 Punkten unterschritten werden, rücken 28.500 sowie anschließend 28.175 Punkte in den Fokus.
Erst oberhalb von 29.500 Punkten beziehungsweise nach einer deutlichen Stabilisierung im Bereich um 29.000 Punkte würde sich das kurzfristige Bild wieder verbessern.
Dow Jones
Auch der Dow Jones notierte nach dem neuen Allzeithoch wieder schwächer.
Kurzfristig bleibt für mich zunächst die Unterstützung bei 52.500 Punkten entscheidend.
Darunter rückt der Bereich um 52.000 Punkte in den Fokus.
Für neue Long-Positionen möchte ich zunächst wieder eine Stabilisierung oberhalb von 53.000 Punkten sehen.
DAX charttechnischer Ausblick
Auch der DAX geriet gestern massiv unter Druck.
Mit einem Tagesverlust von rund 1,4 Prozent wurde die wichtige Unterstützungszone um 25.500 Punkte dynamisch unterschritten.
Heute konnte der Markt diesen Bereich zwar nochmals testen, wurde dort jedoch erneut verkauft.
Aktuell notiert der DAX bereits im Bereich von rund 25.200 Punkten.
Aus technischer Sicht wird nun insbesondere die psychologisch wichtige Marke bei 25.000 Punkten entscheidend.
Sollte dort eine Stabilisierung einsetzen, könnte dies eine interessante Gelegenheit darstellen, um sich wieder in den übergeordneten Aufwärtstrend einzukaufen.
Bricht allerdings auch diese Unterstützung, dürfte sich die Korrektur zunächst weiter ausdehnen.
Für neue Long-Positionen würde ich aktuell Geduld bewahren.
Eine nachhaltige Rückeroberung der 25.500 Punkte oder eine deutliche Entspannung im Nahen Osten wären für mich die ersten Voraussetzungen, um wieder offensiver auf der Long-Seite aktiv zu werden.
Fazit
Die Märkte stehen aktuell an einem äußerst sensiblen Punkt.
Noch vor wenigen Tagen dominierte die Hoffnung auf eine allmählich lockerere Geldpolitik nach den zuletzt rückläufigen Inflationsdaten und schwachen NFP daten.
Mit der erneuten Eskalation im Nahen Osten kommt nun ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzu.
Steigende Ölpreise erhöhen das Risiko einer wieder anziehenden Inflation. Genau das wäre das ungünstigste Szenario für die Federal Reserve.
Sollte sich dieser Trend bestätigen, könnten Zinserhöhungen erneut nach vorne verschoben werden und die Notenbank einen restriktiveren Kurs beibehalten als vom Markt aktuell eingepreist wird.
Entsprechend hoch ist heute Abend die Bedeutung der FOMC Meeting Minutes.
Sollten diese einen weiterhin hawkischen Grundton erkennen lassen, während gleichzeitig die geopolitischen Spannungen bestehen bleiben, dürfte das kurzfristig zusätzlichen Druck auf Aktien, Kryptowährungen und andere Risk Assets ausüben.
Entspannt sich die Lage hingegen schnell und liefern die Minutes keine neuen restriktiven Überraschungen, könnte sich die aktuelle Korrektur ebenso schnell wieder auflösen.
Bis dahin bleibt Vorsicht jedoch das oberste Gebot. Die nächsten 24 bis 48 Stunden könnten richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Märkte in den kommenden Wochen werden.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wünsche euch stabile Trades!
EURUSD Hat Aufwärtspotenzial, Solange der Steigende Kanal HältDer EURUSD bewegt sich weiterhin innerhalb einer steigenden Kanalstruktur, auch wenn der Kurs aktuell eine kurzfristige Korrektur durchläuft. Der jüngste Rückgang hat den Preis erneut in die Nähe der unteren Kanalbegrenzung geführt, die nun als wichtige Unterstützungszone für Käufer dient.
Solange diese Unterstützungszone verteidigt wird, bleibt die Chance auf eine Erholung bestehen. Eine bullische Reaktion an der unteren Kanalbegrenzung könnte ein erstes Signal dafür sein, dass Käufer wieder in den Markt zurückkehren. Wenn sich die Erholung fortsetzt, könnte der Preis zunächst in Richtung der Kanalmitte steigen, bevor eine weitere Bewegung zur oberen Kanalbegrenzung im Bereich von 1,15300–1,15400 möglich wird.
Das bullische Szenario würde jedoch an Stärke verlieren, wenn der Kurs die Unterstützung des Kanals nicht halten kann und unter diese Struktur fällt. In diesem Fall könnte der Verkaufsdruck erneut dominieren und die aktuelle Marktstruktur verändern.
Trader sollten besonders auf Candlestick-Bestätigungen im Unterstützungsbereich sowie auf die Stärke der Käufer achten, bevor sie eine Entscheidung treffen. Risikomanagement bleibt bei einem solchen Setup entscheidend.
Hinterlassen Sie gerne einen Kommentar, wenn Sie eine zusätzliche Einschätzung zu diesem Setup haben!
Gold korrigiert fertig – Aufwärtsziel 4.250 USDGold bewegt sich weiterhin innerhalb eines klar definierten Aufwärtskanals, was zeigt, dass die Erholungsdynamik intakt bleibt. Nach der jüngsten Korrektur nähert sich der Preis einer wichtigen Nachfragezone nahe der unteren Begrenzung des Kanals.
Diese Zone könnte für Käufer entscheidend sein. Wenn sie erfolgreich verteidigt wird, könnte Gold wieder ansteigen und seine Aufwärtsbewegung in Richtung 4.250 USD fortsetzen.
Solange der Preis über dieser Nachfragezone bleibt und die Struktur des Aufwärtskanals respektiert, bleibt das bullische Szenario bevorzugt. Ein klarer Bruch unter diese Unterstützung würde die aktuelle Struktur jedoch schwächen.
Warten Sie wie immer auf eine klare Price-Action-Bestätigung, bevor Sie eine Position eröffnen, und achten Sie auf ein angemessenes Risikomanagement. Viel Erfolg beim Trading!
Goldanalyse im SeitwärtstrendNach dem kurzfristigen Anstieg beginnen Long-Investoren Gewinne mitzunehmen. Gleichzeitig haben der US-Dollar und die US-Staatsanleiherenditen leicht zugenommen, wodurch die Aufwärtsdynamik des Goldpreises nachgelassen hat und sich das Edelmetall in eine Konsolidierungsphase auf hohem Niveau begeben hat. Der Widerstandsbereich liegt zwischen 4155 und 4170; bei Kurserholungen in diesen Bereich kommt es meist zu einem Druck nach unten, sodass hier Short-Positionen eröffnet werden können. Der stärkere maßgebliche Widerstand befindet sich um 4200. Mehrere Testläufe konnten diesen Wert nicht dauerhaft überwinden – er stellt die entscheidende kurzfristige Trennlinie zwischen Bullen und Bären dar. Die Aufwärtsbewegung der Erholung setzt sich nur fort, wenn der Preis diesen Bereich dauerhaft übersteigt.
Der unmittelbare kurzfristige Support bei 4130 bildet die tägliche Trennlinie für starke und schwache Kurstendenzen. Halten die Preise diesen Wert bei Rückgängen, bleibt die Seitwärtsstruktur erhalten. Der tiefere Supportbereich von 4100 bis 4120 eignet sich zum Einstieg in Long-Positionen bei günstigen Kursen, sobald Stabilisierungssignale erkennbar sind. Ich teile täglich Handelsstrategien.
Bärische Faktoren, die den aktuellen Rücksetzer verursachen 📉 Bärische Faktoren, die den aktuellen Rücksetzer verursachen (sie begrenzen die Erholung und lösten den gestrigen starken Kurssturz aus)
🚀 1. Fed-Gouverneur Waller äußerte sich am Montag restriktiv („hawkish“) und rückte damit die Eindämmung der Inflation wieder in den Mittelpunkt der Geldpolitik.
Fed-Gouverneur Waller erklärte öffentlich, dass die Aufwärtsrisiken für die Inflation derzeit schwerer wiegen als die Abwärtsrisiken für den Arbeitsmarkt. Er betonte, dass das vorrangige Ziel der Fed weiterhin das Erreichen der Inflationsmarke von 2 % sei; die Zentralbank werde die Option auf künftige Zinserhöhungen nicht allein aufgrund schwacher Arbeitsmarktdaten eines einzigen Monats aufgeben und halte sich somit die Tür für eine Zinserhöhung im September offen.
Diese Äußerungen ließen die zu Handelsbeginn vorherrschende bullische Stimmung sofort umschlagen. Der US-Dollar-Index erholte sich von seinen Tiefstständen und stieg über die Marke von 100,85, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen wieder über 4,48 % kletterte. Da Gold keinen Zinsertrag abwirft, erhöhten die steigenden Anleiherenditen unmittelbar die Opportunitätskosten für das Halten dieses Edelmetalls. Infolgedessen sicherten sich bullisch eingestellte Händler, die vom frühen Höchststand bei 4202 profitiert hatten, rasch ihre Gewinne und stiegen aus ihren Positionen aus. Der Goldpreis brach kurzfristig um mehr als 80 Punkte ein und fiel auf ein Tief von 4127 – dies war der unmittelbare Auslöser für den Rücksetzer.
💲 2. Nachrichten über Transitgebühren in der Straße von Hormus lenkten Kapital aus „sicheren Häfen“ um und begünstigten den US-Dollar gegenüber Gold.
Der Iran schlug vor, von Handelsschiffen, die die Straße von Hormus passieren, Transitgebühren zu erheben; dies schürte am Markt Sorgen hinsichtlich der Sicherheit der Schifffahrt im Nahen Osten. Anstatt in Gold zu fließen, strömte Kapital, das traditionell in „sichere Häfen“ investiert wird, in auf US-Dollar lautende Anlagen. Es entstand ein gegenläufiger Markttrend – Kauf von Dollar bei gleichzeitigem Verkauf von Gold –, der die Aufwärtsdynamik des Goldpreises weiter dämpfte und den Rücksetzer verstärkte.






















