XAUUSD: Konsolidierung oberhalb der UnterstützungDer aktuelle Chart zeigt, dass sich der Goldpreis nach einem kräftigen Anstieg in einer engen Spanne konsolidiert. Obwohl der Kurs im Bereich von 4.166 Anzeichen einer Stagnation zeigt, bleibt das technische Bild intakt, solange die Unterstützung bei 4.137 hält.
Angesichts des positiven Nachrichtenumfelds könnte ein Rücksetzer auf 4.137 die Gelegenheit bieten, das Kaufinteresse zu testen, bevor der Preis seinen Anstieg in Richtung der Zone 4.191–4.200 fortsetzt. Hierbei handelt es sich um eine „Buy-on-Support“-Strategie (Kauf an der Unterstützung), anstatt dem aktuellen Trend hinterherzulaufen.
Einstiegspunkt: Warten Sie ab, bis der Kurs die Zone 4.137–4.145 testet und eine bullische Umkehrkerze ausbildet.
Ungültigkeit: Ein Tagesschlusskurs unter 4.120 würde das bullische Szenario hinfällig machen.
Harmonisches Muster
USDAUD vor dem nächsten Schub?USDAUD hat gerade eine recht starke Aufwärtsbewegung gezeigt, nachdem der Kurs die vorherige Abwärtszone verlassen hat. Nach diesem schnellen Anstieg ist der Preis jedoch nicht sofort weitergelaufen, sondern hat begonnen, sich zu verlangsamen und um den aktuellen Bereich zu konsolidieren.
Für mich ist das noch kein negatives Zeichen. Nach einem Breakout braucht der Markt oft eine kurze Pause, um Gewinnmitnahmen zu verarbeiten und zu prüfen, ob die Käufer ihren Vorteil weiterhin halten können.
Solange der Preis stabil über der Breakout-Zone bleibt, haben die Käufer weiterhin die Oberhand. Worauf ich jetzt warte, ist ein klarer Ausbruch über die kurzfristige Konsolidierungszone. Wenn das passiert, könnte USDAUD die Aufwärtsbewegung weiter ausbauen und in Richtung 1,48000 laufen.
Fällt der Preis dagegen wieder unter die Breakout-Zone zurück, verliert dieses bullische Szenario deutlich an Überzeugungskraft.
CADJPYWas wir bei CAD/JPY beobachten, ist, dass der Preis gerade einen starken bärischen Impuls erlebt hat, mit einem ziemlich klaren bärischen Momentum, da die Verkäufer den Preis in kurzer Zeit schnell nach unten gedrückt haben. Allerdings führt diese Abwärtsbewegung den Preis nun in Richtung eines wichtigen Unterstützungsniveaus, genau der Art von Zone, die ich für eine mögliche kurzfristige bullische Reaktion beobachten möchte.
Der Grund, warum diese Zone interessant ist, liegt darin, dass der Preis bereits zuvor in diesem Bereich reagiert hat. Wenn eine starke Verkaufsbewegung auf eine relevante Unterstützungszone trifft, kann der Markt oft langsamer werden, den Verkaufsdruck absorbieren und eine Erholung bilden, falls die Käufer wieder zurückkommen.
Wenn der Preis das Signal bestätigt, indem er sich über der Unterstützungszone hält, eine Ablehnungsdocht-Kerze bildet oder eine klare Umkehrstruktur bei den Kerzen zeigt, könnte ich ein KAUF-Szenario in diesem Bereich in Betracht ziehen. Das nächste Ziel, das ich beobachte, liegt bei etwa 114.000, einem Niveau, das der Preis nach dem jüngsten starken Rückgang erneut testen könnte.
Dieses Niveau bleibt ein logisches Ziel für eine kurzfristige Erholung, besonders wenn die Verkäufer an der aktuellen Unterstützung an Kraft verlieren. Wenn der Preis jedoch klar unter die Unterstützungszone bricht, wird das Kaufszenario schwächer und die Abwärtsbewegung könnte sich weiter ausdehnen.
Bis dahin werde ich mich nicht beeilen, eine Position einzugehen. Ich werde auf die Reaktion des Preises an der Unterstützungszone warten und erst handeln, wenn ein klares Bestätigungssignal erscheint.
USDJPYUSDJPY kehrt nach dem starken Rückgang vom oberen Bereich des Aufwärtstrendkanals in eine wichtige Unterstützungszone zurück.
Dieser Bereich fällt mit der aufwärtsgerichteten Trendlinie sowie der vorherigen Nachfragezone zusammen, sodass die Wahrscheinlichkeit für aufkommenden Kaufdruck relativ hoch ist.
Sollten die Käufer diese Unterstützungszone erfolgreich verteidigen, könnte sich USDJPY erholen und den Anstieg in Richtung 162,00 fortsetzen.
Derzeit ist es sinnvoll, abzuwarten, bis der Kurs eine Bestätigung an der Unterstützungszone liefert, bevor ein Einstieg in den Markt in Betracht gezogen wird.
DAX Tagesausblick 06. Juli - Ruhiger Wochenstart in KW28Nach einer äußerst starken Vorwoche mit neuen Allzeithochs im DAX beginnt die neue Handelswoche bislang vergleichsweise ruhig. Die Aufmerksamkeit richtet sich heute vor allem auf wichtige US-Konjunkturdaten aus dem Dienstleistungssektor sowie mehrere Reden hochrangiger Notenbankvertreter von FED und EZB. Gleichzeitig rücken mit dem Start der Berichtssaison und dem morgigen Nasdaq-Einzug von SpaceX zwei weitere potenzielle Kurstreiber immer stärker in den Fokus der Märkte.
Agenda
• Geopolitische Lage
• China & Asien
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
• Märkte & Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX – Charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Im Nahen Osten bleibt die Lage weiterhin angespannt, auch wenn die Finanzmärkte derzeit deutlich gelassener reagieren als noch vor wenigen Wochen.
Die Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran besteht weiterhin. Gleichzeitig pausieren die Gespräche zwischen Washington und Teheran vorübergehend aufgrund der mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ali Khamenei. Nach Angaben von Reuters soll der diplomatische Austausch nach Abschluss der Zeremonien wieder aufgenommen werden.
Für den Ölmarkt besonders wichtig bleibt die Straße von Hormus. Der Schiffsverkehr normalisiert sich zunehmend, wodurch zuletzt wieder deutlich mehr Ölexporte aus der Golfregion möglich wurden. Genau diese Entwicklung trägt aktuell maßgeblich dazu bei, dass die Energiepreise unter Druck bleiben.
Parallel dazu dauern die russischen Angriffe auf die Ukraine an. Donald Trump plant im Rahmen des NATO-Gipfels Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Für die Finanzmärkte besitzen diese Entwicklungen aktuell jedoch nur begrenzte Relevanz.
China & Asien
Auch aus Asien kamen über das Wochenende einige interessante Meldungen.
China führte einen strategischen Raketentest im Pazifik durch und wird gemeinsam mit Russland im Juli weitere Marineübungen durchführen. Gleichzeitig bereitet sich der Markt auf die morgigen Quartalszahlen von Samsung vor. Diese gelten als erster wichtiger Gradmesser für die Nachfrage im weltweiten KI- und Halbleitersektor und könnten bereits morgen Einfluss auf den Technologiesektor nehmen.
An den asiatischen Börsen zeigte sich zum Wochenstart insgesamt ein gemischtes Bild. Besonders Halbleiterwerte standen vor Beginn der Berichtssaison unter leichtem Verkaufsdruck.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Der heutige Handelstag wird vor allem von den US-Konjunkturdaten am Nachmittag geprägt.
Bereits heute Morgen konnten die deutschen Industrieaufträge positiv überraschen. Die Auftragseingänge stiegen im Mai um 1,9 % gegenüber dem Vormonat und lagen damit deutlich über den Erwartungen von 1,1 %, nachdem im April noch ein Rückgang von 3,2 % verzeichnet worden war. Für den DAX stellen diese Daten zunächst einen positiven Impuls dar., sind aber nicht zu stark zu Bewerten.
Ab 16:45 Uhr folgen dann die ersten wichtigen US-Daten.
S&P Global Services PMI
Der Services PMI misst die wirtschaftliche Aktivität im US-Dienstleistungssektor. Grundlage bilden monatliche Befragungen von mehreren hundert Unternehmen. Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum, während Werte unter 50 auf eine schrumpfende Wirtschaft hindeuten.
S&P Global Composite PMI
Der Composite PMI kombiniert den Industrie- und Dienstleistungssektor zu einem Gesamtbild der wirtschaftlichen Entwicklung. Gerade institutionelle Anleger nutzen diesen Indikator häufig zur Einschätzung der kurzfristigen Konjunkturdynamik.
Anschließend folgt um 17:00 Uhr der wichtigste Datenblock des Tages.
ISM Non-Manufacturing PMI
Der ISM-Dienstleistungsindex zählt zu den wichtigsten Frühindikatoren für die US-Wirtschaft. Da der Dienstleistungssektor rund 70 % der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, besitzt dieser Bericht häufig erheblichen Einfluss auf Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkte.
ISM Non-Manufacturing Prices
Besonders interessant wird heute die Preiskomponente. Sie liefert Hinweise darauf, ob der Inflationsdruck im Dienstleistungssektor weiter nachlässt oder erneut zunimmt. Entsprechend könnten die Daten direkte Auswirkungen auf die Zinserwartungen der FED haben.
Im Anschluss richtet sich der Blick auf mehrere Reden hochrangiger Notenbankvertreter.
Heute sprechen unter anderem:
• FED-Gouverneur Christopher Waller
• EZB-Präsidentin Christine Lagarde
• Isabel Schnabel
• Philip Lane
Der eigentliche Fokus der Woche bleibt allerdings auf dem Mittwoch mit der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls sowie auf dem morgigen Nasdaq-Einzug von SpaceX gerichtet.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölpreis startet ohne größere Überraschungen in die neue Woche. Aktuell notiert WTI im Bereich von 68,77 US-Dollar und damit weiterhin deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 70 Dollar.
Belastend wirken vor allem die Entscheidung der OPEC+, ihre Fördermenge ab August erneut um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben, sowie die zunehmende Normalisierung der Ölexporte aus der Golfregion.
Charttechnisch bleibt meine Einschätzung unverändert.
Sollten wir uns nachhaltig über 69,30 Dollar etablieren können, sehe ich zunächst Potenzial bis 72 Dollar. Gelingt dort ebenfalls ein Ausbruch, wären anschließend sogar Bereiche um 77 Dollar denkbar. Dafür wären allerdings neue geopolitische Spannungen oder eine Eskalation im Nahen Osten notwendig.
Scheitert der Markt dagegen erneut unterhalb von 69,30 Dollar und fällt anschließend unter 67 Dollar, öffnet sich aus meiner Sicht der Weg zunächst in Richtung 65 Dollar und anschließend sogar bis 64 Dollar.
Insgesamt bleibt Öl damit weiterhin ein eher disinflationärer Faktor und unterstützt aktuell das Risk-On-Umfeld.
US-Staatsanleihen
Auch bei den US-Staatsanleihen bestätigt sich heute das Bild der vergangenen Handelstage.
Nach den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten gingen die Renditen leicht zurück.
• 3 Jahre: -0,36 %
• 5 Jahre: -0,45 %
• 10 Jahre: -0,36 %
• 30 Jahre: -0,18 %
Der Markt preist damit kurzfristig weniger Zinserhöhungsrisiken ein. Genau diese Entwicklung unterstützt aktuell insbesondere Wachstums- und Technologieaktien.
US-Dollar (DXY)
Der Dollar zeigt zum Wochenstart wieder leichte Stärke.
Der Bereich zwischen 100,50 und 100,60 Punkten konnte erfolgreich verteidigt werden. Gleichzeitig wurde bereits das Tageshoch vom vergangenen Freitag überschritten und der Index notiert wieder oberhalb der psychologisch wichtigen 101-Punkte-Marke.
Entscheidend wird nun sein, ob sich der Dollar nachhaltig über 101 Punkten etablieren kann. Gelingt dies, dürfte die nächste Zielzone bei 101,50 Punkten liegen.
Sollte der Ausbruch dagegen scheitern, rückt erneut der Unterstützungsbereich um 100,60 Punkte in den Fokus.
Risk Assets im Überblick
Bitcoin
Bitcoin konnte den Wochenabschluss mit rund 7 % Wochenplus deutlich positiv gestalten.
Kurzfristig bleibt die Erholung zwar intakt, übergeordnet hat sich an meiner Einschätzung allerdings nichts geändert.
Solange die Zone zwischen 65.000 und 67.000 US-Dollar nicht nachhaltig zurückerobert wird, bleibt die übergeordnete Marktstruktur für mich weiterhin bearish.
Die ersten Widerstände liegen bei:
• 64.000 Dollar
• 65.000 Dollar
• 65.700 Dollar
• 67.000 Dollar
Auf der Unterseite bleibt besonders wichtig, dass die Bereiche zwischen 60.000 und 61.000 Dollar verteidigt werden.
S&P 500
Der S&P startet äußerst ruhig in die neue Woche.
Für mich bleibt die Long-Struktur vollständig intakt.
Solange wir uns oberhalb von 7.500 Punkten halten können, rechne ich weiterhin mit einem Angriff auf neue Allzeithochs.
Sollte diese Unterstützung allerdings verloren gehen, könnte zunächst eine Korrektur bis in den Bereich um 7.400 Punkte folgen.
Die heutigen Wirtschaftsdaten dürften hier den entscheidenden Impuls liefern.
Nasdaq
Auch der Nasdaq zeigt bislang einen ruhigen Wochenauftakt.
Die wichtigste Zone bleibt für mich unverändert der Bereich zwischen 29.500 und 30.000 Punkten.
Ein nachhaltiger Ausbruch über 30.000 Punkte dürfte den Weg in Richtung neuer Allzeithochs ebnen.
Sollte dagegen die Unterstützung bei 29.500 Punkten verloren gehen, wären Rücksetzer in Richtung 29.000, 28.500 oder sogar 28.200 Punkten denkbar.
US30
Der Dow Jones notiert weiterhin unmittelbar unter seinen Rekordständen.
Ein nachhaltiger Ausbruch über 53.000 Punkte würde die Tür für weitere Allzeithochs öffnen.
Fällt der Index dagegen unter 52.800 Punkte, wäre zunächst ein Rücklauf bis etwa 52.500 Punkte denkbar, bevor der übergeordnete Aufwärtstrend erneut aufgenommen werden könnte.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX startet ebenfalls äußerst ruhig in die neue Handelswoche und konnte am Morgen sogar kurzzeitig ein weiteres Allzeithoch bei rund 25.893 Punkten markieren.
Kurzfristig befindet sich der Markt allerdings bereits wieder in einer kleineren Konsolidierung.
Die erste interessante Unterstützungszone liegt für mich bei 25.620 Punkten.
Noch spannender wäre aus charttechnischer Sicht allerdings ein Rücksetzer in den Bereich zwischen 25.500 und 25.375 Punkten. Dort könnte ein sauberer Retest des vorherigen Ausbruchs stattfinden und gleichzeitig neues Kaufinteresse entstehen.
Übergeordnet bleibt der Trend klar aufwärtsgerichtet.
Dennoch bin ich auf dem aktuell hohen Kursniveau etwas vorsichtiger geworden. Nach den starken Kursgewinnen der vergangenen Wochen steigt das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen deutlich an – insbesondere dann, wenn die heutigen US-Daten oder die Aussagen der FED- und EZB-Vertreter die aktuellen Zinshoffnungen enttäuschen sollten.
Fazit
Der Wochenstart verläuft bislang ausgesprochen ruhig. Fundamentale Überraschungen blieben bislang aus, während die deutschen Industrieaufträge einen ersten positiven Impuls für den DAX lieferten.
Der Fokus richtet sich nun vollständig auf die heutigen US-Dienstleistungsdaten sowie die anschließenden Reden mehrerer Notenbankvertreter. Diese könnten den Märkten bereits heute Nachmittag die Richtung für den weiteren Wochenverlauf vorgeben.
Charttechnisch bleibt das übergeordnete Bild sowohl im DAX als auch in den US-Indizes weiterhin konstruktiv. Dennoch dürfte es nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Wochen zunehmend wichtiger werden, ob die anstehenden Makrodaten die aktuellen Zinshoffnungen bestätigen können.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Handelstag, einen guten Start in die neue Handelswoche und vor allem stabile Trades!
Keine Anlageberatung. Alle genannten Inhalte stellen ausschließlich meine persönliche Marktmeinung und keine Handelsempfehlung dar.
SPX500 H2: Wird die Konsolidierung erneut nach unten aufgelöst? Der SPX500 bewegt sich nach der jüngsten Aufwärtsbewegung seitwärts innerhalb einer Konsolidierungszone. Solche Phasen dienen häufig dazu, Gewinnmitnahmen zu absorbieren, können aber auch den Ausgangspunkt für einen neuen Ausbruch bilden, wenn die Käufer an Stärke verlieren.
Der untere Bereich dieser Handelsspanne verdient jetzt besondere Aufmerksamkeit. Sollte der Kurs nach unten ausbrechen, könnte sich die Korrektur rasch in Richtung 7.440–7.425 ausweiten.
Das bevorzugte Szenario bleibt daher eine kurzfristige Abwärtsbewegung, falls die Käufer ihre Dynamik nicht schnell zurückgewinnen. In dieser Phase ist Vorsicht angebracht – Euphorie nach der vorherigen Rally kann teuer werden.
Viel Erfolg beim Trading!
SPX500 H1: Der Aufwärtskanal steht auf dem PrüfstandDer SPX500 bewegt sich weiterhin innerhalb eines kurzfristigen Aufwärtskanals, doch die aktuelle Zone wird zunehmend kritisch. Der Kurs hat bereits mehrfach an der unteren Kanalbegrenzung reagiert – ein Bereich, den die Käufer verteidigen müssen, um den Aufwärtstrend aufrechtzuerhalten.
Fällt der Kurs unter diese dynamische Unterstützung, könnte sich die Korrektur bis 7.440 oder sogar tiefer ausweiten. Gelingt dagegen erneut eine Aufwärtsreaktion, bleibt die bullische Struktur intakt.
In diesem Chart geht es nicht darum, steigenden Kursen hinterherzulaufen, sondern die Kursreaktion an der unteren Kanalbegrenzung genau zu beobachten.
Viel Erfolg beim Trading!
SPX500 H4: Breakout ebnet den Weg für den AufwärtstrendDer SPX500 hat den vorherigen Abwärtskanal nach oben verlassen und eine saubere kurzfristige Aufwärtsstruktur aufgebaut. Nach dem Ausbruch wurde der Kurs nicht stark zurückgedrückt, sondern konnte höhere Tiefs etablieren – ein Zeichen dafür, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle behalten.
Der Bereich um 7.460–7.480 dient aktuell als wichtige Unterstützung. Solange diese Zone hält, dürfte der Index seine Aufwärtsbewegung in Richtung 7.560–7.600 fortsetzen, wo erneut Verkaufsdruck auftreten könnte.
Besonders positiv ist, dass der Anstieg nicht überhastet verläuft, sondern durch mehrere bestätigte Aufwärtswellen unterstützt wird. Das macht das bullische Szenario deutlich überzeugender.
Viel Erfolg beim Trading!
SPX500 H6: Können die Käufer den Widerstand überwinden?Der SPX500 erholt sich deutlich von der Unterstützungszone bei 7.260 Punkten und nähert sich nun dem Widerstand bei 7.560. Auffällig ist, dass die jüngste Aufwärtsbewegung deutlich stabiler wirkt als die vorherigen – der Kurs steigt kontinuierlich und hält sich oberhalb der Zwischenunterstützung.
Bleibt der Index über dem Bereich von 7.440–7.460, haben die Käufer gute Chancen, den Widerstand bei 7.560 erneut zu testen. Ein Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg für eine Ausweitung der Erholung auf höhere Kursziele ebnen.
Das bevorzugte Szenario bleibt bullish. Sinnvoller ist es, auf einen kurzen Rücksetzer zu warten und anschließend dem Aufwärtstrend zu folgen.
Viel Erfolg beim Trading!
XAUUSD H1: Abrundende Bodenformation aktiviert KaufkraftEntwicklung:
XAUUSD H1 hat sich nach dem vorangegangenen Rückgang von der Tiefpreiszone um 3.960 kräftig erholt. Derzeit bildet der Kurs eine abrundende Bodenformation (Rounded Bottom) und bleibt über der kurzfristigen aufsteigenden Unterstützungslinie, was darauf hindeutet, dass die Käufer die Kontrolle wieder deutlicher übernehmen.
(Aktueller Kurs: 4.182)
Orientierung:
Priorität gilt dem BUY-Szenario, solange sich XAUUSD über der Zone von 4.160 – 4.180 hält. Wenn der Kurs die aktuelle Erholungsstruktur beibehält und nicht unter die nahe Unterstützung fällt, könnte sich die Aufwärtsbewegung bis in den Bereich von 4.240 ausweiten.
Der Kurs muss über der Zone von 4.160 bleiben, damit das Aufwärtsszenario gültig bleibt. Sollte XAUUSD auf H1-Basis unter 4.150 schließen, wird sich die kurzfristige Erholung abschwächen und die Struktur muss neu bewertet werden.
TSLA: Trendlinie gebrochen, Hinweis auf eine AbwärtskorrekturDie Kursbewegung bei TSLA zeigt eine potenzielle strukturelle Veränderung nach einer starken bullischen Phase. Die vorherige aufsteigende Trendlinie fungierte als dynamische Unterstützung und half dabei, den Preis mit solider Dynamik nach oben zu treiben. Jede Reaktion an dieser Struktur zeigte, dass die Käufer während der vorherigen Bewegung die Kontrolle hatten.
Die jüngste Preisbewegung deutet jedoch darauf hin, dass diese bullische Struktur begonnen hat, schwächer zu werden. Der Preis ist bereits unter die aufsteigende Trendlinie gebrochen, was auf einen Übergang von bullischem Momentum in eine breitere Korrekturphase hindeuten könnte.
Aktuell testet TSLA eine wichtige Fibonacci-Retracement-Zone zwischen 0.5 und 0.618, etwa im Bereich 406–416. Diese Zone stimmt auch mit einem kurzfristigen Widerstandsbereich überein und ist daher ein wichtiger Bereich, um auf mögliche Ablehnung zu achten.
Ich werde beobachten, wie der Preis um diese Fibonacci-Zone reagiert. Wenn die Verkäufer diesen Bereich weiterhin verteidigen und der Preis nicht klar darüber ausbrechen kann, wird das bearishe Szenario stärker.
Ausgehend von dieser Struktur erwarte ich eine mögliche Abwärtsbewegung in Richtung der nächsten Unterstützungszone um 375.
Die Fibonacci-Reaktion hier ist nicht nur ein einfacher Pullback. Sie erzählt eine Geschichte von nachlassendem bullischem Momentum, einer gebrochenen Trendlinie und einer möglichen Fortsetzung in eine tiefere Korrektur, wenn Struktur und Timing weiterhin zusammenpassen.
EURUSDEURUSD wird auf dem 1H-Chart weiterhin innerhalb eines klaren aufsteigenden Kanals gehandelt.
Nach dem jüngsten bullischen Ausbruch zeigt der Preis nun einen kurzfristigen Pullback in Richtung des Fibonacci-Bereichs von 0,5–0,618, etwa bei 1,1417–1,1430. Diese Zone stimmt auch mit der Unterstützung in der Mitte des Kanals überein, was sie zu einem wichtigen Bereich macht, den man beobachten sollte.
Wenn die Käufer diese Zone verteidigen und der Preis eine bullische Bestätigung zeigt, könnte EURUSD weiter in Richtung des nächsten Ziels bei etwa 1,1480 steigen, nahe der oberen Begrenzung des Kanals.
Derzeit würde ich vermeiden, der Bewegung direkt hinterherzulaufen. Darauf zu warten, dass der Pullback hält und eine Bestätigung durch die Käufer erfolgt, würde ein saubereres Setup mit einem besseren Risiko-Rendite-Verhältnis bieten.
GBPUSDGBPUSD erholt sich derzeit nach dem starken Rückgang und nähert sich nun einem wichtigen Widerstandsbereich.
Dieser Bereich stellt das Zusammentreffen des vorherigen Widerstands mit dem Fibonacci-Retracement von 50 % bis 61,8 % dar, wodurch die Wahrscheinlichkeit für zunehmenden Verkaufsdruck relativ hoch ist.
Sollten die Verkäufer diesen Bereich erfolgreich verteidigen, könnte GBPUSD eine Korrektur ausbilden und den Abwärtstrend in Richtung 1,3270 fortsetzen.
Derzeit ist es sinnvoll, abzuwarten, bis der Kurs den Widerstandsbereich testet und ein Bestätigungssignal liefert, bevor ein Einstieg in den Markt in Betracht gezogen wird.
Prognose zur Goldkursentwicklung am MontagGold wird am Montag generell seitwärts mit leicht bullischer Tendenz handeln, gestützt von der bullischen Stimmung nach den positiven NFP-Daten. Allerdings hat der Kurs zuletzt stark zugelegt, wodurch die Stundenindikatoren sich im überkauften Bereich befinden. Der Kurs wird zunächst ansteigen, anschließend zurückfallen, um die Indikatoren zu korrigieren; anhaltende einseitige Aufwärtsbewegungen sind unwahrscheinlich.
Der zentrale Handelsbereich des Tages liegt bei 4140–4195. Zwischen 4180 und 4195 herrscht starker Verkaufsdruck; der Kurs gerät bei Erreichen dieser Zone unter Druck und sinkt. Dies eignet sich für kurzfristige Short-Positionen mit Zielen bei 4160 und 4140. Der Bereich 4140–4150 stellt eine wichtige Kaufunterstützung dar, an der bei Rückgängen Long-Positionen eröffnet werden können.
4200–4220 bildet eine starke mittelfristige Widerstandszone, die Gold am Montag kaum durchbrechen und darüber halten kann. 4100 ist die zentrale Trennlinie zwischen Bullen und Bären auf kurze Sicht. Solange dieses Niveau nicht nachhaltig unterschritten wird, bleibt die Struktur der Erholungsbewegung intakt.
Für den Montag sind keine wichtigen Wirtschaftsdaten vorgesehen. Der Markt verarbeitet lediglich die nachhaltige bullische Dynamik der NFP-Daten, es fehlen neue Treiber für weitere Kurssteigerungen. Ein Kauf bei hohen Kursen wird nicht empfohlen; ein Kauf bei Rückgängen an Unterstützungsbereichen ist die vorsichtigere Vorgehensweise.
Risikohinweis: Sollten der US-Dollar-Index und die Treasury-Renditen kurzfristig ansteigen, erfährt Gold stärkere Rückgänge und testet voraussichtlich das wichtige Unterstützungsniveau bei 4100.
Goldmarkt-Analyse für den nächsten MontagAufgrund des amerikanischen Unabhängigkeitstags bleiben die US-Märkte den gesamten Tag geschlossen. Die gesamte bullische Stimmung durch die enttäuschenden Non-Farm-Payrolls wird sich am Montag gebündelt auswirken. Im Juni wurden nur 57.000 neue Arbeitsplätze geschaffen – deutlich unter den Markterwartungen. Zusätzlich wurden die Beschäftigungsdaten der beiden Vormonate nach unten korrigiert. Dadurch sanken die Marktwetten auf Zinserhöhungen der Fed in diesem Jahr deutlich, US-Dollar und US-Staatsanleiherenditen fielen gleichzeitig. Dies ist der zentrale Treiber für die Erholung des Goldpreises.
Dennoch gibt es klare Obergrenzen für diese positiven Impulse. Die Inflation liegt nach wie vor über dem 2-Prozent-Ziel der Fed, die Notenbankvertreter haben keine Signale für Zinssenkungen gesendet, sondern lediglich den Zeitpunkt möglicher Zinserhöhungen verschoben. Das Umfeld hoher Zinsen hat sich nicht grundlegend geändert. Der aktuelle Anstieg ist lediglich eine korrektive Erholung nach vorherigen Kursverlusten und keine Umkehr des mittelfristigen Trends.
Für den nächsten Montag sind keine wichtigen US-Wirtschaftsdaten vorgesehen, es finden lediglich wenige Reden von Fed-Vertretern statt. Der Handel wird technisch geprägte Seitwärtsbewegungen dominieren, Bullen und Bären zeigen starke Abwartestimmung. Kapital geht keine aggressiven einseitigen Positionen ein, alle Marktteilnehmer warten auf die US-CPI-Inflationsdaten vom 10. Juli, um die weitere Richtung zu bestimmen.
Geopolitisch bleibt die Lage im Nahen Osten ruhig, es gibt keine plötzlichen risikobedingten Verkaufswellen oder starken bullischen Impulse, die den Goldpreis nennenswert beeinflussen könnten. Daher ist ein starker einseitiger Kurssprung am Montag unwahrscheinlich. Der Goldpreis bewegt sich insgesamt seitwärts mit leicht bullischer Tendenz – eine Konsolidierung nach dem durch die Arbeitsmarktdaten ausgelösten Anstieg.
Ein kurzfristiger Aufwärtskanal hat sich ausgebildet: Die 4-Stunden-Durchschnittskurven zeigen eine bullische Ausrichtung, am unteren Ende des Tagescharts hat sich eine Doppelboden-Unterstützung gebildet, kurzfristig haben die Bullen die Oberhand. Dennoch begrenzen übereinanderliegende Verkaufsaufträge aus verlorenen Positionen dauerhaft das Aufwärtspotenzial.
Der erste wichtige Widerstand liegt bei 4200, der zentrale Widerstandsbereich dieser Erholung. Sollte der Kurs am Montag bis zu dieser Marke steigen, wird er höchstwahrscheinlich ins Stocken geraten und zurückfallen. Falls die bullische Kraft über die Erwartungen hinaus ausreicht, um dauerhaft über 4200 zu bleiben, liegt der nächste Widerstandsbereich zwischen 4250 und 4275.
Die zentrale Unterstützungsmarke nach unten ist 4100, der Ausgangspunkt des durch die Arbeitsmarktdaten getriebenen Anstiegs. Solange diese Marke am Montag nicht nachhaltig durchbrochen wird, bleibt die kurzfristige bullische These gültig. Die sekundäre Unterstützungsmarke bei Rückgängen liegt bei 4070 – der Hauptbereich für Käufe bei Tagesrückgängen.
🎯 Ich teile täglich Handelsstrategien
Goldprognose für MontagGold wird am Montag in einem breiten Seitwärtsbereich mit leicht bullischer Tendenz gehandelt, dauernde einseitige Aufwärtsbewegungen sind unwahrscheinlich. Die positive Stimmung nach den NFP-Daten stützt den Kurs, jedoch befinden sich die Stundenindikatoren stark im überkauften Bereich. Der Kurs steigt zunächst bis zum Widerstand und fällt anschließend für eine technische Korrektur zurück. Es sind keine datenrelevanten Veröffentlichungen geplant, daher fehlen neue bullische Treiber.
Der tägliche Handelsbereich liegt bei 4140–4195. Zwischen 4180 und 4195 entsteht starker Verkaufsdruck, dieser Bereich eignet sich für Short-Positionen mit Zielen bei 4160 und 4140. Rückgänge bis 4140–4150 bieten gute Einstiegsmöglichkeiten für Käufe. Der Bereich 4200–4220 stellt einen starken mittelfristigen Widerstand dar, den Gold am Montag kaum durchbrechen und darüber halten kann. 4100 ist die kurzfristige Trennlinie zwischen Bullen und Bären; die Struktur der Erholungsbewegung bleibt intakt, solange dieses Niveau nicht nachhaltig unterschritten wird.
Ein Kauf bei hohen Kursen wird nicht empfohlen. Es ist vorsichtiger, auf Rückgänge an Unterstützungsbereichen zu warten, bevor Long-Positionen eröffnet werden. Sollten der US-Dollar-Index und die Treasury-Renditen ansteigen, vertieft sich die Korrektur des Goldkurses, wodurch voraussichtlich das wichtige Unterstützungsniveau bei 4100 getestet wird. Jeder plötzliche Aufwärtsschub durch Flucht in sichere Anlagen ist nur vorläufig und kann keine dauerhaften Hochkurse halten.
Vollständige bärische Logik für nächste Woche📉Vollständige bärische Logik für nächste Woche
(Unterdrückung der Erholungshöhe, mittelfristige Marktfaktoren)
💲1. Langfristige makroökonomische Zinslogik: Ein anhaltend hohes Zinsumfeld wird naturgemäß Druck auf den Goldpreis ausüben.
Der zentrale Preisanker für den mittel- bis langfristigen Markt ist die Annahme, dass die hohen Zinsen bis Anfang 2027 beibehalten werden, wobei die Option einer Zinserhöhung noch in diesem Jahr besteht. Da Gold keine Zinsen abwirft, werden Fonds bei hohen Realrenditen von US-Staatsanleihen vorrangig in verzinsliche US-Staatsanleihen investieren, was zu einem kontinuierlichen Abfluss langfristiger Gelder aus Edelmetallen führt.
Ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht korrigiert die Erwartungen an eine Zinserhöhung lediglich kurzfristig und ändert nichts am zentralen Ziel der Fed, die Inflation zu bekämpfen. Mittelfristig stehen die Goldpreise weiterhin unter Bewertungsdruck, und alle Erholungshochs zwischen 4190 und 4230 bieten hervorragende Short-Möglichkeiten.
🚩2. Logik der Fondsstruktur: Langfristiger Verkaufsdruck im ETF, die Auflösung von Yen-Carry-Trades und hohe Gewinnmitnahmen erzeugen einen dreifachen Verkaufsdruck, was zu einem Mangel an langfristigen zusätzlichen Mitteln für die Erholung führt.
Der SPDR Gold ETF befindet sich weiterhin in einem kontinuierlichen Abflusskanal, wobei lediglich ein geringer täglicher Anstieg auf eine kurzfristige Sondierungsbewegung hindeutet. Gehebelte Fonds mit Yen-Carry-Trades verkaufen weiterhin Gold-Long-Positionen während der Erholungen. Oberhalb von 4190 hat sich eine große Menge historisch gebundenen Kapitals angesammelt. Unter diesem dreifachen Verkaufsdruck schrumpft das Erholungsvolumen weiter, und eine Erholung ohne Volumenunterstützung ist äußerst schlecht nachhaltig. Gewinnmitnahmen nach einem Anstieg könnten leicht zu einem schnellen Rücksetzer führen.
🚀3. Technische Analyse: Langfristige bärische Struktur: Der Tageschart zeigt einen intakten, vollständigen Abwärtstrendkanal. Die Erholung ist lediglich eine Fortsetzung des Abwärtstrends.
Tageschart: Der mittelfristige Abwärtstrendkanal, der bei 5600 begann, ist weiterhin intakt. Der Kurs ist unter die 5-, 10- und 20-Tage-Durchschnitte gefallen, und das gleitende Durchschnittssystem ist generell bärisch. Das MACD-Histogramm kontrahiert leicht, hat aber kein gültiges Golden-Cross-Umkehrsignal gebildet. Der RSI hat sich von stark überverkauften Bereichen in die neutrale Zone erholt. Starke Widerstandsniveaus liegen bei 4190, 4230 und 4260, wobei die mittelfristige Abwärtstrendlinie bei 4260 einen extremen Widerstand darstellt.
4-Stunden-Chart: Es hat sich ein typischer gestufter Abwärtstrendkanal gebildet, dessen Hochs weiter fallen. 4190 ist das erste starke Widerstandsniveau für diese Erholung, und 4230 ist ein wichtiges Widerstandsniveau, das sich vom vorherigen Konsolidierungstief entwickelt hat. Der aktuelle Kurs von 4175 notiert knapp unter dem ersten Widerstandsniveau, was auf konzentrierten Verkaufsdruck nach jeder Aufwärtsbewegung hindeutet.
1-Stunden-Chart: Nachdem die US-Arbeitsmarktdaten eine einseitige Rallye ausgelöst hatten, schwächt sich die kurzfristige Aufwärtsdynamik allmählich ab. Die kurzfristigen gleitenden Durchschnitte steigen zwar an, die mittel- und langfristigen jedoch weiterhin abwärtsgerichtet. Die Marken von 4190 und 4230 bilden einen gestuften Widerstand. Sollte der Verbraucherpreisindex (VPI) nach der Konsolidierung und der Realisierung der Gewinne stärker als erwartet ausfallen, dürfte eine deutliche Kurskorrektur einsetzen.
EUR/USD - zweite Position gesetztVorangegangene Analysen...
Zitat
Ich beobachte heute daher genau, ob sich erneut ein Barriere-Dreieck ausbildet. Sollte das der Fall sein, werde ich meine zweite Position eröffnen. Im historischen Beispiel entstand am darauffolgenden Montag ein Aufwärts-Gap, wodurch kein attraktiver Einstieg mehr möglich war. Das Kursziel einer vergleichbaren Bewegung könnte im Bereich von 1,15000 liegen.
Wir haben damit nahezu die gleichen Voraussetzungen wie am Freitag, den 12.06.2026: ein kleiner Doji innerhalb eines Barriere-Dreiecks.
Die Wahrscheinlichkeit ist daher erhöht, dass der Doji zunächst nach oben hin abgekauft wird.
Ob sich anschließend auch der weitere Verlauf des kleinen AB=CD-Patterns als mögliche Y-Welle zeitlich und strukturell ähnlich entwickelt wie damals, bleibt abzuwarten.
Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) beträgt 1:4 und liegt damit über meinem Mindestwert von 1:3, ab dem ich überhaupt eine Position eröffne
Viel Erfolg für die kommende Woche🍀
Wochenausblick KW28–Fundamental,Makro und Technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW28
Nach einer äußerst starken Handelswoche mit neuen Allzeithochs im DAX, einer deutlichen Risk-on-Bewegung in den US-Indizes und einer spürbaren Neubewertung der Zinserwartungen nach den US-Arbeitsmarktdaten startet der Markt in eine der spannendsten Wochen des bisherigen Quartals. Neben den FOMC-Protokollen rücken die ersten wichtigen Quartalszahlen der US-Berichtssaison, zahlreiche Konjunkturdaten sowie geopolitische Entwicklungen erneut in den Fokus. Gerade nach der dynamischen Rally der vergangenen Wochen dürfte nun entscheidend werden, ob die fundamentalen Daten die aktuellen Bewertungen bestätigen können oder erste Zweifel am positiven Marktsentiment aufkommen.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW28 im Überblick
• Märkte und Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX – charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Naher Osten – Iran, Israel und die Straße von Hormus bleiben der wichtigste geopolitische Risikofaktor
Auch wenn sich die Lage gegenüber den dramatischen Ereignissen der vergangenen Wochen zunächst beruhigt hat, bleibt der Konflikt im Nahen Osten der größte geopolitische Unsicherheitsfaktor für die Finanzmärkte.
Nach den gegenseitigen Angriffen zwischen Israel und dem Iran sowie der direkten Beteiligung der USA befindet sich die Region zwar aktuell in einer Phase relativer Deeskalation. Dennoch bleibt das Risiko einer erneuten Eskalation jederzeit bestehen. Besonders die Straße von Hormus steht dabei weiterhin im Mittelpunkt. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls passiert täglich diese Meerenge. Bereits kleinere militärische Zwischenfälle könnten deshalb erhebliche Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt haben.
Der Markt hat den geopolitischen Risikoaufschlag auf den Ölpreis zuletzt nahezu vollständig wieder abgebaut. WTI notiert inzwischen wieder in der Nähe der Vorkriegsniveaus. Genau darin liegt allerdings auch ein Risiko: Sollten sich die Spannungen erneut verschärfen, dürfte der Markt aufgrund der aktuell sehr einseitigen Positionierung ausgesprochen anfällig für einen kurzfristigen Short Squeeze sein.
Zusätzlich richtet sich der Blick weiterhin auf die Reaktionen der OPEC+ und insbesondere auf Saudi-Arabien. Die Förderpolitik der kommenden Monate dürfte entscheidend dafür sein, ob ein möglicher Angebotsausfall kurzfristig kompensiert werden kann oder ob der Ölmarkt erneut unter Druck gerät.
Für Anleger bedeutet dies: Die Lage wirkt momentan zwar deutlich entspannter als noch vor wenigen Wochen, geopolitisch bleibt sie jedoch äußerst fragil. Gerade Öl-, Inflations- und Zinserwartungen können sich innerhalb weniger Stunden deutlich verändern.
Iran – politische Entwicklungen weiterhin beobachten
Auch innerhalb des Irans bleibt die politische Situation angespannt. Nach den militärischen Auseinandersetzungen sowie den jüngsten innenpolitischen Entwicklungen beobachten Investoren weiterhin sehr genau, wie sich die Stabilität der iranischen Führung entwickelt.
Kurzfristig besitzt dieses Thema zwar aktuell keinen unmittelbaren Einfluss auf die Aktienmärkte. Sollte es jedoch zu einer erneuten Eskalation oder politischen Instabilität kommen, könnte dies den gesamten Nahost-Konflikt erneut anheizen und damit unmittelbar Auswirkungen auf Energiepreise, Inflationserwartungen sowie die globale Risikobereitschaft der Investoren haben.
China und Taiwan bleiben das größte strukturelle Langfrist-Risiko
Neben dem Nahen Osten bleibt die Situation zwischen China und Taiwan eines der bedeutendsten geopolitischen Risiken überhaupt.
In den vergangenen Tagen berichteten mehrere internationale Medien erneut über verstärkte chinesische Militäraktivitäten rund um Taiwan. Zwar kam es bislang zu keiner unmittelbaren Eskalation, dennoch verdeutlichen diese Entwicklungen, dass das Thema keineswegs vom Tisch ist.
Für die Finanzmärkte wäre eine militärische Eskalation kaum mit den Ereignissen im Nahen Osten vergleichbar. Taiwan besitzt eine Schlüsselrolle innerhalb der weltweiten Halbleiterproduktion. Ein erheblicher Teil der modernsten Chips wird dort produziert und bildet die Grundlage für nahezu sämtliche Zukunftsbranchen – von Künstlicher Intelligenz über Cloud-Infrastruktur bis hin zur Automobilindustrie.
Eine Eskalation hätte daher nicht nur Auswirkungen auf einzelne Technologieunternehmen, sondern könnte globale Lieferketten massiv beeinträchtigen und weltweit Produktionsausfälle verursachen.
Aktuell bleibt die Lage zwar stabil. Dennoch gehört dieses Thema weiterhin auf jede makroökonomische Watchlist.
Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union
Trotz der anhaltenden Diskussionen rund um mögliche neue Handelszölle entwickelt sich der Handel zwischen den USA und der Europäischen Union weiterhin überraschend robust.
Die jüngsten Handelsdaten zeigen, dass das gegenseitige Handelsvolumen zuletzt sogar neue Rekordstände erreicht hat. Damit bestätigen die Fundamentaldaten bislang, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Regionen deutlich stabiler verläuft, als es viele politische Schlagzeilen vermuten lassen.
Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, wäre dies insbesondere für exportorientierte europäische Unternehmen positiv zu bewerten. Gleichzeitig bleibt das Thema möglicher neuer Zölle unter einer veränderten US-Handelspolitik weiterhin ein Risiko, welches Investoren im weiteren Jahresverlauf aufmerksam verfolgen sollten.
US-Ölindustrie und Donald Trump
Ebenfalls interessant bleibt die Entwicklung innerhalb der amerikanischen Ölindustrie.
Mehrere große US-Ölkonzerne konnten zuletzt deutliche Gewinnsteigerungen verzeichnen. Gleichzeitig wächst jedoch der politische Druck auf die Branche, nachdem Donald Trump erneut eine stärkere Senkung der Kraftstoffpreise gefordert hat.
Hier entsteht zunehmend ein Spannungsfeld zwischen Unternehmensgewinnen, politischem Einfluss und Verbraucherinteressen.
Sollte sich der politische Druck auf die Ölkonzerne weiter erhöhen oder neue regulatorische Maßnahmen diskutiert werden, könnte dies insbesondere für den amerikanischen Energiesektor kurzfristig zu erhöhter Volatilität führen.
Beginn der US-Berichtssaison
Mit der kommenden Handelswoche richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer zunehmend auf die anlaufende Berichtssaison.
Den Auftakt bilden unter anderem:
• PepsiCo (9. Juli) als wichtiger Indikator für den Konsumsektor.
• Delta Air Lines (10. Juli) als wichtiger Gradmesser für Reiseverhalten, Konsumnachfrage und Unternehmensausgaben.
Gerade nach den zuletzt sehr starken Kursanstiegen dürfte die Berichtssaison nun darüber entscheiden, ob die hohen Bewertungen fundamental bestätigt werden können.
Besonders interessant wird sein, ob Unternehmen ihre Gewinnprognosen weiter anheben oder erstmals vorsichtiger auf die zweite Jahreshälfte blicken.
SpaceX rückt in den Fokus der Kapitalmärkte
Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq.
Mit der Indexaufnahme dürfte in den kommenden Wochen erhebliche Nachfrage durch ETFs, Indexfonds und institutionelle Anleger entstehen. Gleichzeitig stehen jedoch auch Lock-up-Fristen sowie mögliche Verkäufe früher Investoren und Mitarbeiter im Fokus.
Kurzfristig könnten dadurch erhöhte Kursschwankungen entstehen.
Langfristig bleibt SpaceX jedoch eines der spannendsten Unternehmen überhaupt. Die Kombination aus Raumfahrt, Starlink, Verteidigungstechnologie und künstlicher Intelligenz sorgt dafür, dass das Unternehmen weiterhin im Mittelpunkt institutioneller Kapitalströme stehen dürfte.
Gerade deshalb dürfte die Entwicklung rund um SpaceX in den kommenden Wochen weit über die Raumfahrtbranche hinaus Einfluss auf den Technologiesektor und den Nasdaq besitzen
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW28 im Überblick
Nach der starken Marktreaktion auf die zuletzt veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten richtet sich der Blick der Anleger in dieser Woche vollständig auf die nächsten makroökonomischen Impulse. Vor allem die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls am Mittwoch dürfte entscheidend dafür sein, ob die Marktteilnehmer ihre Zinserwartungen erneut anpassen oder die aktuelle Risk-on-Bewegung bestätigt wird.
Neben den geldpolitischen Aussagen stehen zahlreiche Einkaufsmanagerindizes, Inflationsdaten, Arbeitsmarktdaten sowie erste Unternehmenszahlen der Berichtssaison im Fokus. Insgesamt dürfte die Handelswoche damit einen ersten wichtigen Ausblick darauf liefern, wie die zweite Jahreshälfte 2026 fundamental startet.
Montag – Dienstleistungen und Konjunktur im Mittelpunkt
Zum Wochenauftakt richtet sich der Fokus vor allem auf den Dienstleistungssektor.
Veröffentlicht werden unter anderem:
• S&P Global Services PMI
• S&P Global Composite PMI
• ISM Non-Manufacturing PMI
• ISM Non-Manufacturing Prices
Gerade der ISM Services Index besitzt für die Finanzmärkte traditionell eine hohe Bedeutung, da der Dienstleistungssektor den größten Teil der US-Wirtschaft ausmacht. Sollten die Daten erneut Stärke signalisieren, würde dies die robuste Konjunktur bestätigen. Schwächere Werte hingegen könnten die Diskussion über zukünftige Zinssenkungen erneut verstärken.
Zusätzlich stehen mehrere Reden hochrangiger Notenbankvertreter auf der Agenda.
Unter anderem äußern sich:
• EZB-Präsidentin Christine Lagarde
• EZB-Direktor Philip Lane
• Fed-Gouverneur Christopher Waller
• weitere Vertreter der Europäischen Zentralbank
Gerade nach der Verschiebung der Zinserwartungen infolge der jüngsten Arbeitsmarktdaten dürfte jedes neue Signal der Notenbanken vom Markt genau analysiert werden.
Auch Unternehmensseitig beginnt die Woche bereits mit mehreren wichtigen Vorabinformationen.
Unter anderem stehen Pre-Close-Calls beziehungsweise Umsatzupdates von:
• Porsche AG
• Gea Group
• Aumovio
• Repsol
auf der Agenda und liefern erste Hinweise auf die Entwicklung des zweiten Quartals.
Dienstag – SpaceX und Arbeitsmarkt rücken in den Mittelpunkt
Makroökonomisch fällt der Dienstag zunächst etwas ruhiger aus.
Dennoch stehen zwei Themen besonders im Fokus.
Zum einen wird der ADP Employment Report veröffentlicht.
Nachdem die offiziellen Arbeitsmarktdaten zuletzt schwächer als erwartet ausgefallen sind, dürfte der Markt nun sehr genau beobachten, ob sich auch im privaten Arbeitsmarkt erste Abschwächungstendenzen zeigen.
Der ADP-Bericht gilt zwar nicht als exakter Vorläufer der offiziellen Non-Farm Payrolls, liefert aber dennoch wichtige Hinweise auf die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes.
Zusätzlich werden die Inflationserwartungen der New York Fed veröffentlicht.
Gerade diese Daten geben Aufschluss darüber, wie amerikanische Verbraucher die zukünftige Preisentwicklung einschätzen – ein wichtiger Faktor für die zukünftige Geldpolitik der Federal Reserve.
Abseits der klassischen Wirtschaftsdaten richtet sich der Fokus vieler Anleger jedoch vor allem auf die Entwicklung rund um SpaceX beziehungsweise dessen Aufnahme in den Nasdaq.
Sollte es dadurch zu den erwarteten Kapitalzuflüssen institutioneller Investoren kommen, könnte dieses Thema den Technologiesektor über die gesamte Woche hinweg maßgeblich beeinflussen.
Mittwoch – Das wichtigste Ereignis der Woche
Der Mittwoch dürfte ohne Zweifel der entscheidende Handelstag der gesamten Woche werden.
Im Mittelpunkt stehen die Veröffentlichung der FOMC Meeting Minutes.
Das Sitzungsprotokoll liefert deutlich tiefere Einblicke in die Diskussionen innerhalb der US-Notenbank als das eigentliche Zinsstatement.
Besonders interessant wird sein,
• wie die einzelnen Mitglieder den zukünftigen Zinspfad einschätzen,
• ob sich Hinweise auf eine lockerere oder restriktivere Geldpolitik ergeben,
• wie die Inflation bewertet wird,
• welche Risiken für den Arbeitsmarkt gesehen werden,
• und ob innerhalb der Fed bereits größere Meinungsunterschiede entstehen.
Gerade nachdem der Markt zuletzt einen Teil seiner Zinserwartungen erneut angepasst hat, könnten bereits kleine Formulierungsänderungen größere Bewegungen an den Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten auslösen.
Neben den FOMC-Protokollen erscheinen außerdem:
• EIA Rohöllagerbestände
• 10-jährige US-Staatsanleiheauktion
Vor allem die Ölbestände könnten nach den jüngsten geopolitischen Entwicklungen erneut für erhöhte Volatilität am Energiemarkt sorgen.
Donnerstag – EZB, Arbeitsmarkt und Immobilienmarkt
Auch der Donnerstag besitzt erhebliches Marktpotenzial.
Veröffentlicht wird zunächst das Sitzungsprotokoll der Europäischen Zentralbank.
Hier erhalten Anleger einen deutlich tieferen Einblick in die Diskussionen innerhalb des EZB-Rates und können besser einschätzen, wie die europäische Notenbank die weitere Inflationsentwicklung bewertet.
Zusätzlich erscheinen:
• US Initial Jobless Claims
• Existing Home Sales
• 30-jährige US-Staatsanleiheauktion
Gerade die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe besitzen nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten nochmals deutlich höhere Relevanz als gewöhnlich.
Sollten die Anträge überraschend stark steigen, könnte dies die Diskussion über zukünftige Zinssenkungen erneut beschleunigen.
Zusätzlich spricht Fed-Mitglied Christopher Waller erneut, wodurch zusätzliche Impulse für die Zinserwartungen entstehen könnten.
Unternehmensseitig beginnt außerdem die eigentliche Berichtssaison.
Besonders im Fokus stehen:
• PepsiCo mit den Quartalszahlen als wichtiger Indikator für den weltweiten Konsum.
• Südzucker.
• Barry Callebaut.
• OMV.
Gerade PepsiCo dürfte den ersten größeren Einblick in die Konsumstimmung der Verbraucher liefern und besitzt deshalb häufig Signalwirkung für viele weitere Unternehmen der Branche.
Freitag – Inflation und erste Unternehmenssignale
Zum Wochenausklang richtet sich der Blick erneut auf Inflationsdaten sowie erste größere Unternehmensberichte.
Veröffentlicht werden unter anderem:
• Deutsche Verbraucherpreise (CPI)
• weitere europäische Inflationsdaten
• Industrieproduktionszahlen
Unternehmensseitig steht insbesondere Delta Air Lines im Mittelpunkt.
Die Fluggesellschaft gilt traditionell als wichtiger Frühindikator für:
• Reiseaktivität,
• Konsumverhalten,
• Unternehmensreisen,
• allgemeine wirtschaftliche Dynamik.
Starke Zahlen könnten die aktuelle Risk-on-Stimmung zusätzlich unterstützen. Schwächere Ergebnisse würden dagegen erste Zweifel an der Robustheit der US-Konjunktur aufkommen lassen.
Einordnung der Handelswoche
Insgesamt könnte die KW28 eine Richtungsweisende Handelswoche des dritten Quartals werden.
Während die Märkte zuletzt nahezu ausschließlich von sinkenden Zinserwartungen, KI-Euphorie und neuen Allzeithochs getragen wurden, beginnt nun die Phase, in der die Fundamentaldaten diese Bewertungen bestätigen müssen.
Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem drei Fragen:
• Liefert das FOMC-Protokoll neue Hinweise auf den weiteren Zinspfad der US-Notenbank?
• Bestätigen die ersten Quartalszahlen die hohen Gewinnerwartungen des Marktes?
• Bleiben Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten robust genug, um die aktuelle Risk-on-Bewegung zu rechtfertigen?
Sollten diese drei Faktoren positiv ausfallen, könnte die laufende Aufwärtsbewegung in den Aktienmärkten weiter an Dynamik gewinnen. Enttäuschungen hingegen hätten aufgrund der inzwischen sehr ambitionierten Bewertungen das Potenzial, kurzfristig deutlich stärkere Gewinnmitnahmen auszulösen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil verlor in der vergangenen Woche rund 2,66 % und schloss damit erneut schwächer. Besonders wichtig ist dabei, dass Öl unter dem Quartalstief von Q2 geschlossen hat. Aus charttechnischer Sicht ist das zunächst ein klares bearishes Signal.
Für die neue Handelswoche bleibt für mich deshalb vor allem die Zone um 69,30 US-Dollar entscheidend. Dort liegt das Monatstief aus März. Erst wenn Öl diese Marke nachhaltig zurückerobern kann, würde sich das kurzfristige Bild wieder etwas aufhellen. In diesem Fall wären zunächst die Zone um 72 US-Dollar und darüber der Bereich um 77 US-Dollar mögliche nächste Ziele.
Auf der Unterseite bleibt der Bereich um 66 US-Dollar entscheidend. Sollte Öl darunter erneut Schwäche zeigen, rückt aus meiner Sicht die Zone um 65 bis 64 US-Dollar in den Fokus.
Fundamental hängt die weitere Entwicklung fast vollständig an der geopolitischen Lage. Der Markt preist aktuell eine deutliche Entspannung im Nahen Osten ein. Öl notiert wieder nahe der Vorkriegs- beziehungsweise Voreskalationsniveaus. Genau darin liegt jedoch auch das Risiko.
Sollte es erneut zu militärischen Zwischenfällen rund um den Iran, Israel oder die Straße von Hormus kommen, könnte sich die geopolitische Risikoprämie sehr schnell wieder aufbauen. Aufgrund der zuletzt deutlich abgebauten Risikoaufschläge halte ich einen kurzfristigen Squeeze bei der kleinsten fundamentalen Begründung weiterhin für möglich.
Solange die Lage dagegen ruhig bleibt und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus weiter normalisiert verläuft, bleibt der Druck auf Öl zunächst bestehen.
US-Staatsanleihen
Auch die US-Staatsanleihen bleiben in dieser Woche ein zentraler Faktor für die Aktienmärkte.
In der vergangenen Woche konnten US-Staatsanleihen über nahezu alle Laufzeiten zulegen, obwohl die Arbeitsmarktdaten schwächer ausgefallen sind und sich die Zinserhöhungserwartungen etwas nach hinten verschoben haben.
Wichtig ist jedoch: Die US-Märkte waren am Freitag aufgrund des Independence Day geschlossen. Dadurch ist das Bild zum Wochenschluss nicht vollständig unverfälscht. Entscheidend wird deshalb sein, wie die US-Anleihemärkte am Montag eröffnen.
Sollten die Renditen trotz schwächerer Arbeitsmarktdaten weiterhin erhöht bleiben, wäre das ein Warnsignal. In diesem Fall könnte der Markt signalisieren, dass die Zinserhöhungsängste doch nicht vollständig ausgepreist wurden.
Sollten die Renditen dagegen deutlich fallen, würde dies bestätigen, dass der Markt die schwächeren Arbeitsmarktdaten zunehmend als Entlastung für Risk Assets interpretiert.
Für Technologie- und Wachstumswerte bleibt diese Entwicklung besonders wichtig. Sinkende Renditen unterstützen in der Regel höher bewertete Growth-Titel, während steigende Renditen gerade Nasdaq, Nvidia, Bitcoin und andere Risk Assets kurzfristig belasten können.
DXY / US-Dollar
Der US-Dollar zeigte in der vergangenen Woche Schwäche und verlor rund 0,5 %. Der DXY schloss unter der wichtigen 101-Punkte-Marke.
Aus charttechnischer Sicht bleibt nun entscheidend, ob sich der Dollar direkt wieder über 101 Punkte stabilisieren kann. Gelingt dies, wäre zunächst eine Bewegung in Richtung 101,50 Punkte möglich. Darüber würde sich die Dollar-Dominanz erneut bestätigen und auch ein Anstieg in Richtung 102 Punkte wäre denkbar.
Sollte der DXY hingegen unter 100,60 beziehungsweise 100,50 Punkte zurückfallen, würde sich das Bild weiter eintrüben. In diesem Fall wäre aus meiner Sicht ein erneuter Test der 100-Punkte-Marke realistisch.
Fundamental hängt der Dollar in dieser Woche stark an den FOMC Minutes. Sollte das Protokoll restriktiver ausfallen als erwartet, könnte der Dollar wieder Stärke aufbauen. Sollten die Minutes dagegen bestätigen, dass die Fed aufgrund schwächerer Arbeitsmarktdaten vorsichtiger wird, könnte der Dollar weiter unter Druck geraten.
Gerade für Gold, Bitcoin, Rohstoffe und US-Indizes dürfte die Entwicklung des DXY in dieser Woche deshalb besonders wichtig bleiben.
VIX
Der Volatilitätsindex ist in der vergangenen Woche erneut deutlich gefallen. Auf Wochenbasis verlor der VIX rund 12 % und notiert aktuell im Bereich um 16 Punkte.
Damit bleibt die Volatilität weiterhin sehr kontrolliert. Der Markt signalisiert aktuell keine unmittelbare Stressphase. Das passt grundsätzlich zum aktuellen Risk-on-Umfeld und den neuen Allzeithochs in mehreren großen Indizes.
Gleichzeitig sollte man niedrige Volatilität nicht automatisch als Entwarnung interpretieren. Gerade wenn Märkte nahe Allzeithochs stehen, Bewertungen hoch sind und wichtige Ereignisse wie FOMC Minutes, erste Earnings und geopolitische Risiken gleichzeitig auf dem Kalender stehen, kann niedrige Volatilität auch ein Zeichen von zu viel Sorglosigkeit sein.
Solange der VIX unter 18 bis 20 Punkten bleibt, ist das Umfeld grundsätzlich konstruktiv. Ein nachhaltiger Anstieg über diesen Bereich wäre dagegen ein erstes Warnsignal für zunehmende Absicherungsnachfrage und mögliche Gewinnmitnahmen in Risk Assets.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia konnte die vergangene Handelswoche zwar mit einem leichten Plus von rund 1,2 % abschließen, dennoch bleibt das Chartbild für mich kurzfristig unverändert.
Entscheidend ist weiterhin die psychologisch und charttechnisch wichtige Marke von 200 US-Dollar. Es ist der Aktie erneut nicht gelungen, sich nachhaltig über diesem Bereich zu etablieren. Solange Nvidia unterhalb dieser Marke notiert, sehe ich kurzfristig weiterhin das Risiko einer gesunden Konsolidierung.
Die nächsten relevanten Unterstützungen liegen für mich im Bereich um 190 US-Dollar sowie anschließend bei rund 186 US-Dollar. Dort befinden sich unter anderem wichtige Quartals- und Jahresschlusskurse aus dem Jahr 2025, weshalb diese Zone technisch eine hohe Bedeutung besitzt.
Erst ein nachhaltiger Tagesschlusskurs oberhalb von 200 US-Dollar würde das kurzfristige Chartbild für mich wieder deutlich aufhellen. In diesem Fall rückt zunächst die Zone um 208 US-Dollar als nächstes Kursziel in den Fokus.
Fundamental bleibt Nvidia selbstverständlich eines der stärksten Unternehmen am gesamten Aktienmarkt. Kurzfristig dürfte die Aktie jedoch vor allem durch das Zinsumfeld, die Entwicklung der US-Renditen sowie den allgemeinen Risk-on- beziehungsweise Risk-off-Modus beeinflusst werden.
Bitcoin
Bitcoin zeigte sich in der vergangenen Woche deutlich freundlicher und konnte sich spürbar von den jüngsten Tiefs lösen. Nachdem der Bereich um 60.000 US-Dollar mehrfach erfolgreich verteidigt wurde, notiert Bitcoin aktuell wieder im Bereich um 63.000 US-Dollar.
Besonders positiv ist dabei, dass in den vergangenen Handelstagen mehrere aufeinanderfolgende bullische Tageskerzen ausgebildet wurden. Gleichzeitig lässt sich jedoch erkennen, dass das Momentum der Aufwärtsbewegung langsam nachlässt. Die Kerzenkörper werden kleiner und die Dynamik flacht zunehmend ab.
Aus charttechnischer Sicht bleibt daher entscheidend, ob Bitcoin die Zone zwischen 65.000 und 66.000 US-Dollar nachhaltig überwinden kann.
Hier treffen gleich mehrere wichtige Widerstände aufeinander:
• Monatstief März
• Monatstief April
• kurzfristige Abwärtstrendlinie
• jüngstes Verlaufshoch
Solange diese Zone nicht überwunden wird und das Hoch im Bereich zwischen 66.000 und 67.300 US-Dollar bestehen bleibt, befindet sich Bitcoin für mich weiterhin innerhalb einer übergeordneten Abwärtsstruktur.
Kurzfristig hat sich das Bild zwar deutlich verbessert, mittel- und langfristig bleibe ich jedoch vorsichtig, solange kein nachhaltiger Ausbruch über diese Widerstandszone gelingt.
S&P 500
Der S&P 500 präsentiert sich weiterhin äußerst robust und bleibt aus meiner Sicht klar in einem intakten Aufwärtstrend.
Nach den positiven Reaktionen auf die jüngsten Arbeitsmarktdaten sowie der weiterhin hohen Risikobereitschaft der Anleger konnten die Bullen ihre dominante Marktstruktur verteidigen.
Entscheidend wird nun sein, dass sich der Index weiterhin oberhalb der Marke von 7.500 Punkten etablieren kann. Solange dies gelingt, bleibt der übergeordnete Trend für mich eindeutig bullish.
Der nächste wichtige Schritt besteht darin, die Zone um 7.600 Punkte nachhaltig zu überwinden. Gelingt dies, dürfte ein erneuter Angriff auf die bisherigen Allzeithochs im Bereich um 7.650 Punkte wahrscheinlich werden.
Erst ein Rückfall unter 7.500 Punkte würde das kurzfristige Bild etwas eintrüben. Wirklich kritisch würde die Situation für mich jedoch erst werden, wenn der Bereich um 7.350 Punkte nachhaltig unterschritten wird. Erst dann würde sich die Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur in Richtung 7.250 Punkte deutlich erhöhen.
Nasdaq
Auch der Nasdaq bleibt für mich trotz der zuletzt etwas schwächeren Entwicklung gegenüber dem Dow Jones weiterhin konstruktiv.
Die kommende Woche dürfte hier besonders spannend werden.
Neben den FOMC Minutes rücken mit der Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq sowie den ersten wichtigen Quartalszahlen gleich mehrere potenzielle Kurstreiber in den Mittelpunkt.
Charttechnisch bleibt für mich vor allem die Marke von 30.000 Punkten entscheidend.
Gelingt es dem Nasdaq, diese Zone nachhaltig zurückzuerobern und sich darüber zu etablieren, dürfte ein erneuter Angriff auf die bisherigen Allzeithochs im Bereich um 30.700 Punkte folgen. Anschließend wäre auch die psychologisch wichtige Marke von 31.000 Punkten erreichbar.
Sollte der Index dagegen erneut Schwäche zeigen und unter das Wochentief der KW26 im Bereich um 28.860 Punkte zurückfallen, würde sich das kurzfristige Bild deutlich verschlechtern. In diesem Fall wären zunächst 28.500 beziehungsweise 28.180 Punkte die nächsten relevanten Unterstützungen.
Übergeordnet bleibt meine Einschätzung jedoch unverändert bullish.
Dow Jones
Der Dow Jones gehörte in der vergangenen Woche zu den stärksten großen US-Indizes und legte rund 1,85 % zu.
Mit einem Schlusskurs nahe 53.000 Punkten bewegt sich der Index inzwischen auf neuen historischen Höchstständen.
Natürlich steigt mit jedem weiteren Allzeithoch auch das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen. Gleichzeitig liefert die starke Wochenkerze jedoch bislang keinerlei Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende.
Im Idealfall würde ich mir einen geordneten Rücksetzer in Richtung 52.500 Punkte wünschen. Ein solcher Retest könnte die Grundlage für eine weitere Aufwärtsbewegung bilden.
Sollte der Markt dagegen bereits zum Wochenbeginn die Marke von 53.000 Punkten nachhaltig überwinden, wären auch unmittelbar weitere Allzeithochs denkbar.
Insgesamt bleibt der Dow Jones aktuell der technisch stärkste der großen amerikanischen Indizes.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX hat in der vergangenen Woche eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie stark das aktuelle Marktumfeld weiterhin ist.
Mit einem Wochenplus von rund 4,85 % verzeichnete der deutsche Leitindex seine stärkste Handelswoche seit mehreren Monaten und schloss gleichzeitig auf einem neuen historischen Allzeithoch bei rund 25.814 Punkten.
Damit bestätigt der DAX eindrucksvoll den weiterhin intakten übergeordneten Aufwärtstrend.
Für die kommende Handelswoche richtet sich der Blick zunächst auf die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten. Diese dürfte kurzfristig sowohl aus charttechnischer als auch aus psychologischer Sicht eine entscheidende Rolle spielen.
Sollte der DAX seine Dynamik direkt fortsetzen und diese Marke nachhaltig überwinden, wären weitere Allzeithochs das wahrscheinlichste Szenario.
Aus technischer Sicht würde ich mir jedoch einen etwas ruhigeren Verlauf wünschen.
Ein Rücksetzer in den Bereich zwischen 25.375 und 25.500 Punkten wäre aus meiner Sicht sogar ausgesprochen gesund. Diese Zone könnte als neue Unterstützung dienen und anschließend die Grundlage für die nächste Aufwärtsbewegung bilden.
Solange der DAX oberhalb dieser Unterstützungszone handelt, bleibt mein übergeordnetes Bild eindeutig bullish.
Die Kombination aus weiterhin robuster Marktstimmung, neuen Allzeithochs sowie einer bislang sehr stabilen Marktstruktur spricht aktuell klar für die Käuferseite. Gleichzeitig sollten Anleger nach der außergewöhnlich starken Vorwoche kurzfristige Gewinnmitnahmen jederzeit einkalkulieren.
Fazit
Die Handelswoche KW28 dürfte eine der spannendsten Wochen des bisherigen dritten Quartals werden. Nachdem die Märkte in den vergangenen Tagen vor allem von den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten, sinkenden Zinserwartungen und einer ausgeprägten Risk-on-Stimmung profitiert haben, richtet sich der Blick nun wieder verstärkt auf die Fundamentaldaten.
Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar das am Mittwoch veröffentlichte FOMC-Protokoll. Die Minutes werden einen deutlich tieferen Einblick in die Diskussionen innerhalb der US-Notenbank geben und könnten entscheidend dafür sein, ob der Markt seine aktuellen Zinserwartungen bestätigt oder erneut anpasst. Gerade nach den zuletzt veröffentlichten Arbeitsmarktdaten dürfte jede Formulierung zur Inflation, zum Arbeitsmarkt und zum zukünftigen Zinspfad genau analysiert werden.
Parallel dazu beginnt mit PepsiCo und Delta Air Lines die US-Berichtssaison. Auch wenn diese Unternehmen noch nicht zu den großen Technologieunternehmen gehören, liefern sie wichtige Hinweise auf die Entwicklung des Konsumverhaltens sowie der Reisebranche. Sollten die ersten Quartalszahlen positiv überraschen, könnte dies die aktuell sehr konstruktive Marktstimmung zusätzlich unterstützen. Enttäuschende Ergebnisse würden dagegen erste Zweifel an den hohen Gewinnerwartungen für das zweite Quartal aufkommen lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in dieser Woche auf der Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq. Die damit verbundenen Umschichtungen institutioneller Anleger sowie passiver Indexfonds dürften kurzfristig für deutlich erhöhtes Handelsvolumen und zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen. Gleichzeitig sollte jedoch nicht vergessen werden, dass solche Indexaufnahmen historisch häufig nur kurzfristige Nachfrage erzeugen. Mittel- und langfristig werden erneut die fundamentalen Unternehmensdaten über die weitere Kursentwicklung entscheiden.
Auch geopolitisch bleibt die Lage aufmerksam zu beobachten. Zwar hat sich die Situation im Nahen Osten gegenüber den vergangenen Wochen deutlich beruhigt und der Ölpreis notiert mittlerweile wieder in der Nähe seiner Voreskalationsniveaus, dennoch bleibt das Risiko einer erneuten Eskalation jederzeit bestehen. Gleiches gilt für die Spannungen zwischen China und Taiwan. Zwar gibt es aktuell keine unmittelbaren Hinweise auf eine weitere Zuspitzung, die Entwicklungen sollten jedoch insbesondere aufgrund der enormen Bedeutung Taiwans für die weltweite Halbleiterindustrie weiterhin genau beobachtet werden.
Charttechnisch bleibt das Gesamtbild aus meiner Sicht weiterhin konstruktiv. Der DAX notiert auf neuen Allzeithochs, auch der Dow Jones befindet sich in einem intakten Aufwärtstrend und der S&P 500 handelt weiterhin nahe seiner Rekordstände. Gleichzeitig befinden sich viele Märkte inzwischen in Bereichen, in denen kurzfristige Gewinnmitnahmen jederzeit möglich sind. Entscheidend wird deshalb sein, ob Rücksetzer erneut gekauft werden oder ob die Marktteilnehmer beginnen, Gewinne mitzunehmen.
Besonders aufmerksam werde ich in dieser Woche deshalb folgende Faktoren verfolgen:
• Die Reaktion der Märkte auf die FOMC Minutes am Mittwoch.
• Die Entwicklung der US-Staatsanleiherenditen und des US-Dollars.
• Die ersten Quartalszahlen der Berichtssaison.
• Die Auswirkungen der SpaceX-Aufnahme in den Nasdaq.
• Die Entwicklung des Ölpreises im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage.
• Die Reaktion der Aktienmärkte auf mögliche Überraschungen bei den anstehenden Wirtschaftsdaten.
Insgesamt bleibt das übergeordnete Bild für mich weiterhin positiv. Die Marktstruktur der großen Indizes ist intakt und das aktuelle Risk-on-Umfeld spricht zunächst für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Gleichzeitig steigen mit jedem weiteren Allzeithoch auch die Erwartungen der Marktteilnehmer. Genau deshalb dürfte die kommende Handelswoche zeigen, ob die Fundamentaldaten diese Bewertungen weiterhin rechtfertigen oder ob erste Zweifel aufkommen.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch eine erfolgreiche Handelswoche und wie immer viel Erfolg an den Märkten und stabile Trades.
Starker Widerstand für Gold im Bereich der Marke von 4200Starker Widerstand für Gold im Bereich der Marke von 4200
„Überraschende“ US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) verändern den kurzfristigen Ausblick für den Goldpreis grundlegend
Der Hauptauslöser für diese Erholung war der am 2. Juli veröffentlichte US-Arbeitsmarktbericht für Juni.
Marktreaktion: Nach der Veröffentlichung der Daten sanken die Markterwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve im September drastisch von 66 % auf rund 54 %. Der US-Dollar-Index verzeichnete seinen stärksten Wochenrückgang seit April (-0,47 %), und die Realrenditen für US-Staatsanleihen gaben nach, was den direktesten Impuls für die Erholung des Goldpreises lieferte.
Zusammentreffen von Ereignissen: Geopolitische Spannungen ließen nach, und ein Rückgang der Ölpreise dämpfte die Inflationssorgen. Faktoren, die zuvor auf den Goldpreis gedrückt hatten – steigende Ölkosten und geopolitische Unruhen –, haben sich allmählich abgeschwächt, wodurch die Inflationsängste zurückgingen. In Kombination mit Short-Eindeckungen und Kapitalzuflüssen von Anlegern, die unter der Marke von 4.000 $ auf Schnäppchenjagd („Bottom-Fishing“) gingen, sorgten diese vielfältigen positiven Faktoren für eine Stabilisierung und Erholung des Goldpreises.
Aktuelle Markteinschätzung: Eine Erholung, keine Trendwende. Zahlreiche Institute bewerten das aktuelle Marktgeschehen eher als korrigierende Erholung nach einer überverkauften Marktlage denn als Trendumkehr.
Auf Wochenbasis bewegt sich der Preis weiterhin innerhalb eines mittelfristigen Abwärtskanals und trifft auf Widerstand durch mehrere gleitende Durchschnitte.
Technische Analyse:
Kurzfristige Unterstützung: 4160–4170
Wichtige Unterstützungszone: 4090–4120
Kurzfristiger Widerstand: 4185–4195
Weiterer Widerstand: 4220–4260
Zielbereich für starken Widerstand: 4260–4285
Technische Einschätzung: Nach der Bodenbildung im Bereich von 3964 erholte sich der Goldpreis bis auf 4175. Im Tageschart hat er sich über den kurzfristigen gleitenden Durchschnitten stabilisiert; die Tiefststände steigen allmählich an, was auf ein anhaltendes kurzfristiges bullisches Momentum hindeutet.
Im 4-Stunden-Chart liegt der RSI jedoch bei etwa 43, und der MACD befindet sich nach einem „Death Cross“ in einer Erholungsphase, was darauf hindeutet, dass sich das Momentum noch nicht vollständig gefestigt hat. Der Bereich von 4200–4250 $ stellt die erste wichtige Widerstandszone dar; gelingt kein wirksamer Durchbruch, könnte die Erholungsbewegung ins Stocken geraten und zu einem Rücksetzer führen.
Strategie für die Markteröffnung am Montag (6. Juli)
Da es am Wochenende keine größeren unerwarteten Ereignisse gab, wird für den Markt am Montag während der asiatischen Handelszeit eine stabile Eröffnung ohne nennenswerte Kurslücken erwartet. Das aktuelle Kursniveau hat sich von den Tiefstständen unter 4000 entfernt, wodurch das Risiko steigt, einer Rallye hinterherzulaufen.
Kurzfristige Strategie:
Sollte sich der Kurs nach der Eröffnung und einem Rücksetzer in den Bereich 4160–4170 stabilisieren, kommt eine vorsichtige Long-Position in Betracht (Stop-Loss unter 4140, Kursziel 4195–4200).
Stößt der Kurs im Bereich 4195–4200 auf Widerstand, sollten bei kurzfristigen Long-Positionen Teilgewinne realisiert und beobachtet werden, ob ein entschiedener Durchbruch über die Marke von 4200 gelingt.
Bricht der Kurs über 4200 aus und hält sich dort, sollten Long-Positionen mit Blick auf den Bereich 4220–4260 gehalten werden.
Fällt der Kurs unter 4150, empfiehlt es sich, zunächst abzuwarten; man sollte auf einen Rücksetzer in die Unterstützungszone 4120–4090 warten, bevor neue Positionen in Erwägung gezogen werden.
Wichtige Punkte für diese Woche:
Reden von Fed-Vertretern: Eine „hawkish“ (auf Zinserhöhungen ausgerichtete) Rhetorik mehrerer Vertreter könnte die Erholung bremsen, während Signale für sinkende Inflationserwartungen positiv (bullisch) für Gold wären.
US-Wirtschaftsdaten: In dieser Woche werden der Verbraucherpreisindex (CPI) für Juni sowie weitere Inflationsdaten veröffentlicht. Eine anhaltende Disinflation würde die Erwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen weiter dämpfen und Gold möglicherweise in Richtung 4200–4300 treiben; umgekehrt würde eine höher als erwartet ausfallende Inflation die Wahrscheinlichkeit von Zinserhöhungen erhöhen und die Erholungsbewegung womöglich vorzeitig beenden.
Zusammenfassung: Mit 4175 $ bewegt sich Gold im mittleren bis oberen Bereich seiner Erholung nach der vorangegangenen Überverkauft-Phase; obwohl die kurzfristige Tendenz bullisch ist, besteht bei 4200 ein starker Widerstand.
Es handelt sich hierbei eher um eine korrigierende Erholung als um eine Trendwende. Die Handelsstrategie sollte sich darauf konzentrieren, Kursrücksetzer an Unterstützungsniveaus zu kaufen, anstatt Höchstkursen hinterherzulaufen, während gleichzeitig der Ausbruch bei 4200 sowie die Signale aus den Inflationsdaten dieser Woche genau beobachtet werden.
Wöchentliche Zusammenfassung der GoldstrategieDiese Woche haben wir die Goldentwicklungen aus vier Perspektiven genau eingeschätzt: makroökonomische Grundlagen, technische Niveaus, Long-Short-Handelsstrategien und Marktverlauf. Alle Prognosen sind nacheinander eingetroffen. Sowohl Long- als auch Short-Strategien passten perfekt zu den Marktbewegungen, und wir haben den gesamten Handelsrhythmus dieser Woche vollständig erfasst.
1. Alle makroökonomischen Prognosen erfüllt
-Wir hatten diese Woche im Voraus als entscheidende Arbeitsmarktwoche eingestuft, in der die ADP- und NFP-Daten die Goldkurse bestimmen würden. Schwache Arbeitsmarktzahlen würden den US-Dollar sowie die Treasury-Renditen belasten und die Markterwartungen an Zinserhöhungen der Fed deutlich dämpfen.
-Nach den schwächer als erwarteten ADP-Daten haben wir mit einem enttäuschenden NFP-Ergebnis gerechnet. Nach Veröffentlichung der Daten fiel der US-Dollar-Index unter 101, kurz- und langfristige Treasury-Renditen brachen flächendeckend ein, und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September sank von 80 % auf 51 %. Die Marktbewegungen stimmten vollständig mit unserer Prognose überein.
-Wir haben die Art dieser Aufwärtsbewegung genau charakterisiert: Es handelt sich nicht um einen langfristigen Bullenmarkt, sondern nur um eine mittelfristige korrigierende Erholung nach vorherigen Kursrückgängen. Wochencharts stehen weiterhin unter Abwärtsdruck, nach dem starken Anstieg waren Gewinnmitnahme-Rückgänge zu erwarten. Die aktuelle Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau bestätigt diese Einschätzung vollständig.
-Die Kapitalflusslogik war klar beschrieben: Schwache Arbeitsmarktdaten schwächten die Erwartungen an Zinserhöhungen, Kapital strömte in Gold als sicherer Hafen und Inflationsschutz, wodurch der Goldkurs kurzfristig um mehr als 2 % stieg – dies entspricht der tatsächlichen Marktentwicklung.
2. Alle Prognosen zu technischen Formationen und Schlüsselkursen korrekt
-Prognose zur Bodenformation: Der Doppelboden bei 3960 stellte eine stabile wirksame Unterstützung dar. Jedes Mal, wenn der Goldkurs diese Zone diese Woche testete, erholte er sich schnell, wodurch die Zuverlässigkeit der Unterstützung bestätigt wurde.
-Prognose zur zentralen Trennlinie: 4100 fungiert als Wasserscheide zwischen Bullen und Bären. Der Goldkurs erlebte einen starken Ausbruch und hielt sich stabil über diesem Niveau, wodurch wie prognostiziert ein kurzfristiger Aufwärtstrend etabliert wurde.
-Prognose zu Widerstandszonen: Das vorherige Hoch bei 4115 bildete den unmittelbaren kurzfristigen Widerstand, den der Goldkurs mühelos durchbrach. Die mittelfristige Abwärtstrendlinie im Bereich von 4200–4220 stellt den zentralen starken Widerstand dar. Nach dem Anstieg geriet der Goldkurs um 4180 unter Verkaufsdruck und geriet in eine Seitwärtsbewegung – unsere Einschätzung der Widerstandszone war korrekt.
-Prognose zum Indikatorverlauf: Nach dem starken Anstieg gerieten die Stundenindikatoren in den überkauften Bereich, was einen technischen Rückgang erwarten ließ. In der zweiten Wochenhälfte bewegte sich Gold seitwärts auf hohem Niveau mit leichten Rückgängen zur Korrektur der Indikatoren; die Entwicklung stimmte vollständig mit unserer Analyse überein.
3. Long-Short-Bereichsstrategien passten zu den Marktbewegungen
-Long-Einstiegsbereich 4100–4110 mit gestaffelten Zielen 4140, 4160, 4180. Der Goldkurs fand mehrfach Unterstützung nahe 4100 und stieg anschließend an, alle Gewinnmitnahmeziele wurden erreicht.
-Short-Einstiegsbereiche 4175–4185 sowie 4180–4195 mit Zielen 4160, 4150. Bei Erreichen dieser Zonen geriet der Kurs unter Widerstand und fiel zurück, alle Short-Gewinnziele wurden berührt.
4. Genaue Prognosen zum Marktverlauf
-Prognose zum Trendwechsel: Zuerst bewegte sich der Markt in einer bärischen Seitwärtsspanne. Nach den zwei bullischen Auslösern ADP und NFP wechselte der Markt zu einem kurzfristig bullisch dominierten Verlauf, die Kursentwicklung drehte sich wie erwartet.
-Prognose zur Marktphase: Unmittelbar nach Veröffentlichung der Daten gab es einen starken einseitigen Anstieg, anschließend folgte eine Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau statt eines dauerhaften vertikalen Anstiegs. Die aktuelle Kursentwicklung stimmt vollständig mit dieser Einschätzung zum Marktverlauf überein.
Goldpreis am Montag: Widerstand im Bereich von 4200-4220Goldpreis am Montag: Widerstand im Bereich von 4200-4220
Schaut euch unsere Prognose aus dem vorherigen Artikel an: Von 4040 auf 4170! Wir haben satte 130 $ Gewinn gemacht!
Hier ist die Handelsstrategie für Montag:
Schönes Wochenende!
Der Markt dieser Woche ist einen Blick wert.
Von 4040 auf 4196, ein Gewinn von über 150 $ – das ist die Stärke des US-Arbeitsmarktberichts, gepaart mit der durch den Warsh-Bericht ausgelösten positiven Stimmung.
Wie viele haben gezögert, als ich Long-Positionen nahe 4040 empfohlen habe?
Wie viele dachten, der Kurs würde unter 4000 fallen?
Rückblickend war der Bereich von 4020-4040 der Tiefpunkt dieser Woche.
Jetzt, da wir einen Gewinn erzielt haben, ist es Zeit, die Gewinne zu sichern und sich auf die nächste Woche vorzubereiten.
Marktüberblick dieser Woche: Drei Faktoren beflügelten den Aufwärtstrend
Erstens waren die US-Arbeitsmarktdaten ein Desaster. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im Juni lediglich um 57.000, weit unter den erwarteten 110.000. Die kombinierten Zahlen für April und Mai wurden um 74.000 nach unten korrigiert. Dies ist der niedrigste Stand seit fast vier Monaten und wirkte sich direkt auf den Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen aus. Zweitens lockerte Warsh seine Haltung. Auf dem Sintra Forum räumte er ein, dass sich die jüngsten Inflationsrisiken abgeschwächt hätten, und verzichtete auf eine Prognose für die Zukunft. Der Markt interpretierte dies als „Abschwächung seiner restriktiven Haltung“, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von 65 % auf 53,5 % sank.
Drittens erlebten die Goldpreise eine dramatische Trendwende. Der Goldpreis erholte sich kräftig von einem Tiefststand von 3.943 US-Dollar pro Unze und stieg innerhalb von zwei Tagen um mehr als 150 US-Dollar auf ein Hoch von 4.195,93 US-Dollar pro Unze. Dies entspricht einem Wochengewinn von rund 2,3 % und beendete eine vierwöchige Verlustserie.
Wichtige Preisniveaus:
Widerstandsniveaus: 4200 (Psychologisches Niveau) → 4220–4260 (Wichtige Widerstandszone) → 4330 (Wichtiges wöchentliches Widerstandsniveau)
Unterstützungsniveaus: 4150–4155 (Kurzfristige Unterstützung) → 4120–4130 (Unterstützung durch den 4-Stunden-Durchschnitt) → 4080–4100 (Markt-Pivot-Punkt)
Kurz gesagt: Es zeichnet sich ein klarer kurzfristiger Aufwärtstrend ab, doch das Preisniveau von 4200–4220 ist schwer zu durchbrechen, und ein einmaliger Ausbruch ist unwahrscheinlich.
Die positiven Daten zu den US-Arbeitsmarktdaten sind bereits vollständig eingepreist; vermeiden Sie es, blindlings Höchstständen hinterherzujagen.
Kernlogik: Wie weit können die Kurse sowohl von Bullen als auch von Bären steigen?
Bullische Argumentation:
Die Daten zu den US-Arbeitsmarktdaten haben die Markterwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung völlig über den Haufen geworfen und die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 53,5 % gesenkt. Dies hat den kurzfristigen Druck auf die Federal Reserve, die Zinsen zu erhöhen, deutlich verringert.
Wash erkannte den Rückgang der Inflationsrisiken an und verfolgte eine lockerere Geldpolitik.
Der Goldpreis hat sich erholt und sich über 4.000 US-Dollar stabilisiert, was die Bodenbildungssignale allmählich bestätigt.
Bärische Argumentation:
Die Arbeitslosenquote ist auf 4,2 % gesunken (aufgrund eines Rückgangs der Erwerbsbeteiligungsquote), dies ist jedoch kein Zeichen für eine echte Erholung des Arbeitsmarktes.
Die Erwartungen an eine Zinserhöhung haben sich lediglich abgeschwächt, sind aber nicht verschwunden. Sollten die nachfolgenden Wirtschaftsdaten positiv ausfallen, könnte der Markt seine Erwartungen an eine Zinserhöhung neu bewerten.
Anhaltende Abflüsse aus Gold-ETFs deuten darauf hin, dass institutionelle Anleger Zweifel an der Nachhaltigkeit der Erholung haben.
Sollten die Wirtschaftsdaten des Sommers weiterhin positiv ausfallen, könnten die Goldpreise unter 4.000 US-Dollar fallen und möglicherweise die Spanne von 3.500 bis 3.600 US-Dollar testen.
Meine Einschätzung:
Die US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls) verschafften dem Goldpreis eine Atempause, doch eine umfassende Erholung ist noch lange nicht abgeschlossen. Diese Erholung wurde eher durch Korrekturen aufgrund überverkaufter Positionen und Short-Eindeckungen als durch eine nachhaltige Verbesserung der Fundamentaldaten getrieben. Ein starker Widerstand ist im Bereich von 4.200 bis 4.220 US-Dollar wahrscheinlich.
Handelsstrategie für Montag (6. Juli):
Derzeit notiert der Goldpreis bei rund 4.175 US-Dollar, und Anleger mit Positionen haben die Oberhand.
Zuerst Gewinne realisieren und diese dann für weitere Kursgewinne nutzen.
Bei der Eröffnung am Montag ist Geduld im Bereich um 4175 gefragt:
Long-Strategie: Sollte der Goldpreis auf 4150–4155 zurückfallen und sich stabilisieren, empfiehlt sich der Aufbau einer kleinen Long-Position mit einem Stop-Loss unter 4130 und einem Kursziel von 4200–4220. Eröffnet der Goldpreis direkt über 4200, sollten Sie nicht dem Anstieg hinterherjagen, sondern eine Bestätigung durch einen Rücksetzer abwarten, bevor Sie in den Markt einsteigen. Platzieren Sie Kaufaufträge im Bereich von 4120–4130 (d. h. der Unterstützungszone des 4-Stunden-Durchschnitts). Berührt der Goldpreis diesen Bereich und stabilisiert sich dort, ist das Chance-Risiko-Verhältnis günstiger.
Short-Strategie: Sollte der Goldpreis nach der Eröffnung am Montag direkt auf 4200–4220 steigen und auf starken Widerstand stoßen, empfiehlt sich der Aufbau einer kleinen Short-Position mit einem Stop-Loss über 4250 und einem Kursziel von 4150–4160.
Risikohinweis: Sollte der Goldpreis unerwartet unter 4130 fallen, sollten Long-Positionen vorübergehend geschlossen und eine abwartende Haltung eingenommen werden, um eine Wiedereinstiegsmöglichkeit im Bereich von 4080–4100 abzuwarten.
Nächste Woche stehen keine besonders wichtigen Wirtschaftsdaten an; technische Faktoren werden den Markt dominieren. Am Montag liegt der Fokus auf dem Kampf zwischen 4200 und 4220.
Der Anstieg des Goldpreises von 4040 auf 4175 hat einen Gewinn von über 130 US-Dollar eingebracht. Ich möchte jedoch alle daran erinnern, dass diese Erholung auf mehreren günstigen Faktoren beruht: unerwartet schwachen US-Arbeitsmarktdaten, günstigen Marktbedingungen (Washingtons Lockerung der Geldpolitik) und überverkauften technischen Indikatoren. Die kombinierte Wirkung dieser drei Faktoren ist nun sichtbar, und nächste Woche wird ein neuer Katalysator benötigt, um die starke Aufwärtsdynamik aufrechtzuerhalten.
Das Verfolgen der Rallye nahe 4200 birgt ein höheres Risiko.
DAX Wochenrückblick KW27-Die wichtigsten Erkenntnisse! Makroökonomie & Geopolitik
Die vergangene Handelswoche stand vollständig unter dem Einfluss eines deutlichen Stimmungswechsels an den globalen Finanzmärkten. Nachdem die Märkte in den Vorwochen noch von geopolitischen Unsicherheiten, steigenden Renditen und einer zunehmenden Skepsis gegenüber dem Technologiesektor belastet wurden, sorgten in dieser Woche vor allem die US-Arbeitsmarktdaten für eine deutliche Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen.
Insbesondere zum Wochenschluss entwickelte sich ein klares Risk-On-Umfeld. Aktien konnten weltweit zulegen, der Goldpreis profitierte von fallenden Zinserwartungen, der US-Dollar gab einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder ab und die Volatilität fiel auf den niedrigsten Stand seit mehreren Wochen zurück. Gleichzeitig blieb eine weitere Eskalation im Nahen Osten aus, wodurch der Ölmarkt ebenfalls deutlich an Risikoaufschlägen verlor.
US-Arbeitsmarkt verändert den Marktausblick
Das wichtigste Ereignis der Woche waren ohne Zweifel die US-Arbeitsmarktdaten.
Während die Inflation in den vergangenen Monaten das dominierende Thema war, richtet sich der Fokus der Federal Reserve zunehmend auf den Zustand des Arbeitsmarktes. Genau hier lieferte der aktuelle Bericht erste Anzeichen einer Abschwächung.
Die neu geschaffenen Stellen fielen schwächer aus als in den Vormonaten, gleichzeitig wurden die Beschäftigungszahlen der vergangenen Monate nach unten revidiert. Obwohl der Arbeitsmarkt weiterhin robust bleibt, erkennen die Märkte inzwischen erste Bremsspuren.
Für Investoren ist dies von enormer Bedeutung.
Ein etwas schwächerer Arbeitsmarkt reduziert den Lohndruck und damit langfristig auch den Inflationsdruck. Gleichzeitig sinkt der Druck auf die Federal Reserve, ihre Geldpolitik weiter zu verschärfen.
Entsprechend wurden unmittelbar nach Veröffentlichung der Daten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen deutlich zurückgenommen.
Während noch vor wenigen Tagen vereinzelt eine Zinserhöhung bereits im September diskutiert wurde, verschieben die Terminmärkte diese Wahrscheinlichkeit inzwischen deutlich weiter nach hinten. Aktuell preisen die Marktteilnehmer vielmehr ein längeres Stillhalten der Fed ein.
Diese Veränderung war letztendlich der entscheidende Auslöser für die starke Erholung an den Aktienmärkten.
Federal Reserve
An der grundsätzlichen Haltung der Federal Reserve hat sich allerdings wenig verändert.
Die Inflation liegt weiterhin oberhalb des Zielwertes von zwei Prozent und mehrere Fed-Mitglieder betonten zuletzt erneut ihre datenabhängige Vorgehensweise.
Dennoch zeigte die Reaktion der Finanzmärkte sehr deutlich, dass bereits kleine Veränderungen im Arbeitsmarkt aktuell ausreichen, um die Zinserwartungen spürbar zu verschieben.
Genau diese Entwicklung erklärt den deutlichen Rückgang des US-Dollars sowie die starke Nachfrage nach Risikoanlagen.
Eurozone
Auch aus Europa kamen überwiegend konstruktive Signale.
Die CPI Daten in Europa nahmen weiterhin ab und lagen mit 2.8% sogar unter den Erwartungen von 3%.
Durch fallende Inflation, ist die EZB zukünftig nicht gezwungen Zinserhöhungen vorzunehmen. Diese Signale sind erstmal positiv für europäische Risk Assets.
Die endgültigen Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor lagen leicht über den Erwartungen.
Besonders der Eurozonen Composite PMI konnte mit einem Wert von 50 Punkten erstmals wieder knapp in den expansiven Bereich zurückkehren.
Deutschland zeigte ebenfalls eine leichte Verbesserung gegenüber den Schätzungen.
Von Seiten der Europäischen Zentralbank gab es hingegen keine neuen Überraschungen.
Mehrere EZB-Mitglieder betonten eine ausgewogene Risikolage und signalisierten keine unmittelbar bevorstehenden geldpolitischen Änderungen.
Damit bleibt das Bild in Europa kurzfristig trotzdem unverändert.
Die Wirtschaft wächst weiterhin langsam, zeigt aktuell jedoch erste Stabilisierungstendenzen.
Warum liefen europäische Aktien so stark?
Viele Marktteilnehmer stellten sich in dieser Woche genau diese Frage.
Der DAX entwickelte sich deutlich stärker als zahlreiche internationale Indizes und markierte erstmals seit Januar wieder neue Allzeithochs.
Dafür gibt es mehrere Gründe.
Erstens sorgten die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten weltweit für sinkende Zinserwartungen.
Fallende Zinserwartungen führen in der Regel zu sinkenden Diskontierungszinsen und damit zu höheren Bewertungen an den Aktienmärkten.
Dazu ist die Inflation in Europa ebenfalls gefallen und verstärkt dieses Bild damit umso mehr.
Zweitens gingen die Renditen nach Veröffentlichung der Daten leicht zurück, wodurch insbesondere europäische Standardwerte zusätzliche Unterstützung erhielten.
Drittens überraschten die europäischen Einkaufsmanagerindizes leicht positiv.
Und viertens blieb die befürchtete Eskalation im Nahen Osten erneut aus.
Gerade europäische Industrieunternehmen reagieren besonders sensibel auf steigende Energiepreise.
Da Brent und WTI in dieser Woche jedoch deutlich nachgaben, nahm auch dieser Belastungsfaktor weiter ab.
In Summe entstand dadurch ein nahezu ideales Umfeld für europäische Aktien.
Geopolitik
Auch geopolitisch blieb die Lage deutlich ruhiger als noch vor wenigen Wochen.
Der Markt beobachtet weiterhin aufmerksam die Entwicklungen zwischen Israel und dem Iran sowie die Situation rund um die Straße von Hormus.
Die tatsächlichen Schifffahrtsdaten zeigen jedoch ein deutlich entspannteres Bild als viele Schlagzeilen vermuten lassen.
Nach aktuellen Transitdaten passierten am Freitag insgesamt 39 Schiffe die Straße von Hormus.
Davon befanden sich 17 Schiffe auf dem Weg in den Persischen Golf und 22 Schiffe verließen die Region.
Besonders wichtig:
Es gab keinerlei Hinweise auf eine tatsächliche Blockade oder nennenswerte Einschränkungen des Ölverkehrs.
Auch die Verladungen an Irans wichtigstem Exportterminal auf Kharg Island laufen weiterhin nahezu unverändert.
Zwar werden weiterhin sogenannte Dark-Fleet-Tanker, AIS-Manipulationen sowie verschiedene Umgehungsstrategien westlicher Sanktionen beobachtet, diese Entwicklungen stellen mittlerweile jedoch eher den Normalzustand als eine neue Eskalation dar.
Für den Ölmarkt bedeutet dies vor allem eines:
Das globale Angebot bleibt aktuell weitgehend stabil.
Damit entfällt einer der wichtigsten Gründe für einen nachhaltigen Ölpreisanstieg.
China und Taiwan
Auch in Asien blieb die Lage vergleichsweise ruhig.
China kündigte Anpassungen bei den Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge an und setzte seine Küstenwachenpatrouillen nahe Taiwan fort.
Diese Entwicklungen sorgten jedoch kaum für größere Marktbewegungen.
KI bleibt langfristig das dominierende Thema
Abseits der Makrodaten rückte erneut der KI-Sektor in den Fokus.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Meldung, dass Meta eine mögliche Produktion eigener KI-Chips bei Samsung prüfen soll.
Auch wenn bisher keine endgültige Entscheidung bekannt wurde, unterstreicht diese Nachricht erneut den anhaltenden Investitionszyklus rund um künstliche Intelligenz.
Der Markt geht weiterhin davon aus, dass die Ausgaben großer Technologiekonzerne für Rechenzentren, Halbleiter und KI-Infrastruktur in den kommenden Quartalen auf hohem Niveau bleiben werden.
Diese Entwicklung dürfte insbesondere den Halbleitersektor auch langfristig unterstützen und ist für die kommenden Earnings für Q2 umso wichtiger.
Zwischenfazit
Die Kombination aus einem leicht abkühlenden US-Arbeitsmarkt, stabileren Inflations- und Konjunkturdaten in Europa, einer weiterhin ruhigen Lage am Ölmarkt sowie einer nachlassenden Zinssorgen führte letztendlich zu einem klaren Risk-On-Umfeld.
Aktienmärkte weltweit konnten deutlich zulegen, Gold profitierte von sinkenden Zinserwartungen, während der US-Dollar einen Teil seiner jüngsten Stärke wieder abgab.
Für die kommende Handelswoche wird nun entscheidend sein, ob sich diese Entwicklung fortsetzt oder neue Inflationsdaten beziehungsweise Aussagen der Notenbanken erneut für Gegenwind sorgen.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Am Ölmarkt setzte sich die Abwärtsbewegung in dieser Woche weiter fort. WTI verlor auf Wochenbasis rund 2,7 % und schloss bei 68,4 US-Dollar. Damit notiert der Ölpreis direkt wieder unter dem Quartalstief sowie unter dem Monatstief vom Juni. Charttechnisch bleibt das Bild damit zunächst klar bearish.
Aus fundamentaler Sicht passt diese Entwicklung ebenfalls zum Gesamtbild der Woche. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben sich zwar keineswegs vollständig aufgelöst, der Markt preist aktuell jedoch eine deutlich geringere Eskalationswahrscheinlichkeit ein. Gleichzeitig bleibt die Straße von Hormus geöffnet und auch die iranischen Ölexporte laufen nahezu unverändert weiter. Dadurch verschwindet ein Großteil der zuvor eingepreisten geopolitischen Risikoprämie.
Nichtsdestotrotz bleibe ich bei meiner Einschätzung der vergangenen Wochen. Sollte sich die Situation zwischen Iran, Israel oder den USA erneut verschärfen, besitzt der Ölmarkt enormes Potenzial für einen schnellen Short Squeeze. Die aktuelle Positionierung vieler Marktteilnehmer wirkt mittlerweile sehr einseitig.
Charttechnisch bleiben für mich insbesondere drei Preisbereiche entscheidend. Zunächst das ehemalige Monatstief vom März bei rund 69,20 US-Dollar, anschließend der Bereich um 68,60 US-Dollar als Monatstief vom Juni sowie darüber die wichtige Widerstandszone um 72 US-Dollar, an welcher sowohl der Jahreseröffnungs- als auch der Jahresschlusskurs der vergangenen Jahre verläuft.
Solange Öl unterhalb dieser Marken notiert, bleibt der kurzfristige Trend klar abwärtsgerichtet.
US-Staatsanleihen
Die US-Staatsanleihen entwickelten sich in dieser Woche erneut leicht positiv.
Die Renditen stiegen über nahezu alle Laufzeiten hinweg moderat an.
• 3-jährige Staatsanleihen: +1,70 %
• 5-jährige Staatsanleihen: +2,46 %
• 10-jährige Staatsanleihen: +2,75 %
• 30-jährige Staatsanleihen: +2,53 %
Damit notieren die Renditen weiterhin auf einem historisch hohen Niveau.
Dies zeigt sehr deutlich, dass der Markt trotz der schwächeren Arbeitsmarktdaten noch immer von einer vergleichsweise restriktiven Geldpolitik ausgeht. Zwar wurden nach den NFP-Daten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen etwas zurückgenommen, dennoch bleibt das Zinsniveau insgesamt hoch.
Besonders interessant war die Marktreaktion unmittelbar nach Veröffentlichung der NFP-Daten. Kurzfristig fielen die Renditen deutlich, bevor sich der Anleihemarkt im weiteren Verlauf der Sitzung wieder stabilisierte. Insgesamt ergibt sich dadurch weiterhin das Bild einer vorsichtigen, aber keineswegs panischen Neubewertung der Zinserwartungen.
Für die kommenden Wochen bleibt der Anleihemarkt einer der wichtigsten Indikatoren überhaupt. Sollten die Renditen nachhaltig zurückkommen, dürfte dies insbesondere Wachstumswerte und den Technologiesektor weiter unterstützen.
US-Dollar (DXY)
Der US-Dollar zeigte nach mehreren starken Wochen erstmals wieder deutliche Schwäche.
Auf Wochenbasis verlor der Dollar-Index rund 0,5 % und schloss bei 100,887 Punkten.
Besonders wichtig war dabei der technische Verlauf. Der Versuch, die Marke von 101,50 Punkten nachhaltig zu überwinden, scheiterte erneut. Im Anschluss fiel der DXY sogar wieder unter die psychologisch wichtige 101-Punkte-Marke zurück.
Genau dieses Szenario hatte ich bereits im Laufe der Woche mehrfach angesprochen.
Nun entscheidet sich, ob der Bereich zwischen 100,50 und 100,65 Punkten als Unterstützung dient oder ob der Dollar erneut vollständig in seine übergeordnete Jahresrange zurückfällt.
Fundamental passt diese Entwicklung hervorragend zur Marktreaktion auf die NFP-Daten. Schwächere Beschäftigungszahlen erhöhen die Hoffnung auf eine weniger restriktive Federal Reserve. Dadurch verlieren Zinserhöhungen an Wahrscheinlichkeit, was den US-Dollar unmittelbar belastet.
Sollte sich dieses Bild in den kommenden Wochen durch weitere schwächere Konjunkturdaten bestätigen, könnte der Dollar seine Korrektur zunächst fortsetzen.
Gelingt dagegen erneut der Sprung über 101 Punkte, dürfte der Fokus wieder auf dem Bereich um 102 Punkte liegen.
Volatilitätsindex (VIX)
Auch der Volatilitätsindex bestätigte in dieser Woche das insgesamt konstruktive Marktumfeld.
Der VIX verlor auf Wochenbasis rund 13 % und schloss bei lediglich 16,15 Punkten.
Damit bleibt die implizite Volatilität weiterhin deutlich unter der wichtigen Marke von 20 Punkten.
Historisch spricht ein derart niedriger VIX für eine hohe Risikobereitschaft institutioneller Anleger und bestätigt aktuell das bestehende Risk-On-Umfeld.
Natürlich bedeutet ein niedriger VIX niemals, dass keine Korrektur eintreten kann. Dennoch zeigt er aktuell sehr deutlich, dass die Marktteilnehmer kurzfristig keine außergewöhnlichen Risiken einpreisen.
In Kombination mit den schwächeren NFP-Daten, dem nachgebenden US-Dollar sowie den weiterhin stabilen Ölpreisen ergibt sich damit ein insgesamt konstruktives Umfeld für Risikoanlagen.
Zwischenfazit
Betrachtet man Öl, Staatsanleihen, Dollar und Volatilität gemeinsam, ergibt sich aktuell ein sehr interessantes Gesamtbild.
Der Ölpreis bleibt trotz geopolitischer Risiken niedrig, der Dollar verliert nach den Arbeitsmarktdaten an Stärke, der VIX signalisiert weiterhin eine hohe Risikobereitschaft und die Renditen bewegen sich zwar auf erhöhtem Niveau, konnten ihre jüngste Dynamik jedoch nicht weiter beschleunigen.
Genau diese Kombination erklärt, weshalb sich Aktienmärkte weltweit in dieser Woche so stark entwickeln konnten. Insbesondere europäische Indizes wie der DAX profitierten von diesem Umfeld überdurchschnittlich stark.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Der KI-Sektor blieb auch in dieser Woche einer der spannendsten Bereiche am Aktienmarkt. Nvidia konnte die Handelswoche zwar mit einem leichten Plus von rund 1,15 % beenden, das kurzfristige charttechnische Bild bleibt jedoch weiterhin angeschlagen.
Seit dem Allzeithoch hat die Aktie mittlerweile rund 17,5 % korrigiert und schafft es bislang nicht, die psychologisch wichtige Marke bei 200 US-Dollar nachhaltig zurückzuerobern. Genau diese Zone bleibt kurzfristig der entscheidende Widerstand.
Auf der Unterseite richtet sich mein Fokus weiterhin auf den Bereich um 190 US-Dollar. Sollte diese Unterstützung nicht halten, öffnet sich aus meiner Sicht der Weg in Richtung 186 US-Dollar und im weiteren Verlauf sogar bis in den Bereich um 180 US-Dollar.
Nichtsdestotrotz sollte man den langfristigen Trend nicht aus den Augen verlieren. Übergeordnet befindet sich Nvidia weiterhin klar in einem intakten Aufwärtstrend. Die strukturellen Wachstumstreiber rund um künstliche Intelligenz, Rechenzentren und Halbleiter bleiben vollständig erhalten. Kurzfristig sehen wir aktuell lediglich eine gesunde Konsolidierung innerhalb dieses langfristigen Trends.
Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 200 US-Dollar würde das technische Bild wieder deutlich aufhellen und Raum für eine Bewegung in Richtung der bisherigen Hochs schaffen.
Bitcoin
Bitcoin zeigte in dieser Woche erstmals seit längerer Zeit wieder deutliche relative Stärke.
Nachdem zu Wochenbeginn nochmals Tiefststände um 57.850 US-Dollar getestet wurden, gelang den Käufern eine schnelle Stabilisierung. Bereits zur Wochenmitte konnte sich Bitcoin wieder oberhalb von 60.000 US-Dollar etablieren und durchbrach anschließend sogar die wichtige Marke bei 61.000 US-Dollar.
Damit wurden inzwischen drei aufeinanderfolgende bullische Tageskerzen ausgebildet.
Auf Wochenbasis notiert Bitcoin aktuell rund 5 % im Plus.
Trotz dieser kurzfristigen Erholung bleibt mein übergeordnetes Bild jedoch unverändert vorsichtig. Die langfristige Marktstruktur ist erst dann wieder klar bullisch, wenn die nächsten relevanten Widerstände zurückerobert werden.
Hier stehen insbesondere folgende Marken im Fokus:
• 65.000 US-Dollar (Monatstief März)
• 65.700 US-Dollar (Monatstief April)
• 67.000 US-Dollar als nächster größerer Widerstandsbereich.
Erst oberhalb dieser Preiszonen würde sich das langfristige Chartbild wieder deutlich verbessern.
Bis dahin werte ich die aktuelle Bewegung weiterhin als technische Erholung innerhalb einer übergeordneten Konsolidierung.
S&P 500
Der S&P 500 konnte die Handelswoche trotz zwischenzeitlicher Schwankungen mit einem Wochenplus von rund 1,8 % abschließen.
Besonders positiv ist dabei, dass sich der Index oberhalb der wichtigen Unterstützung um 7.500 Punkte stabilisieren konnte.
Die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten sorgten dafür, dass sich die Zinserwartungen leicht entspannten und dadurch erneut Kapital in den breiten Aktienmarkt floss.
Das übergeordnete Bild bleibt damit weiterhin konstruktiv.
Die nächsten entscheidenden Ziele bleiben aus meiner Sicht die bisherigen Allzeithochs im Bereich um 7.600-7.700 Punkte.
Solange der Bereich um 7.400 Punkte verteidigt wird, bleibt der mittelfristige Aufwärtstrend vollständig intakt.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigte sich in dieser Woche etwas schwächer als der Dow Jones oder der DAX, konnte die Woche jedoch ebenfalls mit einem Plus von rund 1,4 % beenden.
Technisch bleibt das Bild nahezu unverändert.
Die Marke bei 30.000 Punkten stellt weiterhin den entscheidenden Widerstand dar.
Auf der Unterseite bleibt insbesondere der Bereich um 29.500 Punkte kurzfristig wichtig, während das übergeordnete Strukturtief bei rund 28.800 Punkten weiterhin als entscheidende Unterstützung dient.
Sollte der Nasdaq die Zone zwischen 30.600 und 30.700 Punkten nachhaltig überwinden, würde sich das Chartbild deutlich verbessern und neue Allzeithochs rücken wieder in den Fokus.
Bis dahin bleibt der Technologiesektor kurzfristig etwas anfälliger als die übrigen US-Indizes.
US30 (Dow Jones)
Der Dow Jones gehörte auch in dieser Woche erneut zu den stärksten großen Indizes weltweit.
Mit einem Wochenplus von rund 1,9 % wurden neue Allzeithochs erreicht und zeitweise sogar die Marke von 53.150 Punkten überschritten.
Besonders bemerkenswert war dabei die enorme relative Stärke gegenüber dem Nasdaq.
Während Technologiewerte weiterhin unter Gewinnmitnahmen litten, floss Kapital verstärkt in klassische Industrie- und Standardwerte.
Der Wochenschlusskurs bei rund 52.923 Punkten bestätigt den weiterhin intakten Aufwärtstrend.
Solange keine deutliche Schwäche unterhalb der jüngsten Ausbruchszone auftritt, bleibt der Dow Jones für mich einer der stärksten internationalen Leitindizes.
DAX – Charttechnischer Wochenrückblick
Der DAX war ohne Zweifel der stärkste große Aktienindex dieser Handelswoche.
Mit einem Wochenplus von rund 4,8 % gelang dem deutschen Leitindex der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch – erstmals seit dem 13. Januar 2026.
Besonders beeindruckend war dabei die Dynamik des Anstiegs.
Innerhalb kurzer Zeit wurden nahezu sämtliche relevanten Widerstände überwunden.
Sowohl die Jahreshochs als auch die Quartalshochs sowie sämtliche bisherigen Allzeithochs wurden mit außergewöhnlich starkem Momentum nach oben durchbrochen.
Der Wochenschlusskurs bei rund 25.814 Punkten markiert gleichzeitig den höchsten Wochenschluss der DAX-Geschichte.
Fundamental wurde diese Bewegung gleich von mehreren Faktoren unterstützt.
Zum einen sorgten die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten für sinkende Zinserwartungen. Zum anderen entwickelten sich die europäischen Inflationsdaten besser als erwartet und die Konjunkturdaten fielen ebenfalls leicht besser als erwartet aus. Hinzu kamen die Entspannung am Ölmarkt sowie das Ausbleiben weiterer geopolitischer Eskalationen.
Diese Kombination schuf ein nahezu ideales Umfeld für europäische Aktien.
Trotz des ausgesprochen bullischen Gesamtbildes sollte jedoch nicht vergessen werden, dass der DAX historisch betrachtet nach neuen Allzeithochs häufig zunächst deutliche Gewinnmitnahmen gesehen hat.
Das bedeutet keineswegs, dass sich dieses Szenario zwangsläufig wiederholen muss.
Dennoch werde ich in den kommenden Handelstagen genau beobachten, ob der Bereich um die ehemaligen Allzeithochs erfolgreich als neue Unterstützung bestätigt werden kann.
Gelingt dieser Retest, würde dies den Ausbruch zusätzlich bestätigen und den Weg für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends ebnen.
Aktuell spricht das außergewöhnlich starke Momentum jedoch klar für die Käuferseite.
Fazit der Woche
KW27 markierte einen wichtigen Wendepunkt für die Finanzmärkte.
Die Kombination aus einem sich leicht abschwächenden US-Arbeitsmarkt, stabilen Inflationsdaten, einer Entspannung im Nahen Osten und sinkenden Zinserwartungen führte zu einer deutlichen Verbesserung der Marktstimmung.
Besonders europäische Aktien profitierten von diesem Umfeld überdurchschnittlich stark. Der DAX erreichte neue Allzeithochs, der Dow Jones setzte seinen Aufwärtstrend fort und auch der S&P 500 bleibt konstruktiv.
Für die kommenden Wochen richtet sich der Fokus nun zunehmend auf die anstehende Q2-Earnings-Season. Vor allem die Ergebnisse der großen Technologieunternehmen dürften darüber entscheiden, ob die aktuelle Risk-On-Phase weiter Bestand hat oder ob es nach den starken Kursanstiegen zunächst zu einer größeren Konsolidierung kommt.
Insgesamt überwiegt aus meiner Sicht nach wie vor das bullische Gesamtbild. Dennoch gilt es nach den dynamischen Anstiegen insbesondere im DAX aufmerksam zu bleiben. Rücksetzer und Gewinnmitnahmen wären nach einer derart starken Woche keineswegs ungewöhnlich, würden den übergeordneten Aufwärtstrend aktuell jedoch noch nicht infrage stellen.
Keine Anlageberatung – ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
Wünsch euch ein schönes Wochenende!






















