Wichtige kurzfristige positive FaktorenWichtige kurzfristige positive Faktoren
🎤1. Die Rede von Fed-Chef Warsh am 1. Juli war neutral bis leicht zurückhaltend und dämpfte damit die Erwartungen an eine Straffung der Geldpolitik im Vorfeld. Warsh erklärte auf dem EZB-Forum deutlich, dass sich die Inflationsrisiken in den letzten Wochen deutlich abgeschwächt hätten und er sich nicht voreilig auf Zinserhöhungen im zweiten Halbjahr festlegen werde. Die geldpolitische Sitzung im Juli wird alle Arbeitsmarkt- und Preisdaten berücksichtigen, bevor sie eine Entscheidung trifft. Dabei werden starke Formulierungen zur Straffung der Geldpolitik vermieden und keine Andeutungen auf eine Zinserhöhung im September gemacht. In Verbindung mit den enttäuschenden Daten zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft spekuliert der Markt weiter darauf, dass die Fed in diesem Jahr von Zinserhöhungen absehen wird. Dies übt weiterhin Druck auf die Renditen von US-Staatsanleihen aus und stützt den Goldpreis.
🛢2. Die indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Doha nehmen weiter Fahrt auf, der Rohölpreis schwankt auf niedrigem Niveau, und die Risiken einer Energieinflation haben sich vorübergehend abgeschwächt. Die USA bestätigten Mitte Juli die Wiederaufnahme der indirekten Verhandlungen mit dem Iran in Doha. Beide Seiten haben eine Sonderarbeitsgruppe eingerichtet, um die Freigabe von Auslandsvermögen und die Schifffahrtsregeln in der Straße von Hormus zu erörtern. Das Risiko einer vollständigen Blockade der Straße hat sich deutlich verringert. Brent-Rohöl notiert bei 71,80 US-Dollar und WTI-Rohöl bei 68,46 US-Dollar, und der geopolitische Ölpreisaufschlag ist weitgehend verschwunden.
Die zentrale Argumentation, die zuvor den Goldpreis gedrückt hatte – „Geopolitische Konflikte treiben die Ölpreise in die Höhe → steigende Energieinflation → Zinserhöhungen der US-Notenbank → negativ für Gold“ – hat sich vorerst als falsch erwiesen. Die anhaltende Schwäche der Rohölpreise hat die extreme Inflationsangst beseitigt und damit indirekt die Erholung des Goldpreises begünstigt.
Harmonisches Muster
USDCAD: Dreieck verengt sich, Rückfall auf 1,4170 drohtUSDCAD bewegt sich innerhalb eines konvergierenden Dreiecks, das durch eine fallende Widerstandslinie (oben) und eine steigende Unterstützungslinie (unten) begrenzt wird. Der Kurs notiert derzeit im Bereich von 1,4180 – nahe der Unterstützung –, doch die Dynamik der Erholungsbewegung reichte nicht aus, um den darüber liegenden Widerstand zu durchbrechen.
Die Marke von 1,4230 ist entscheidend. Sollte der Kurs in diesen Bereich steigen, dort jedoch abgewiesen werden, könnten Verkäufer die Situation nutzen, um USDCAD wieder auf 1,4170 zu drücken. Dies ist eine im Chart klar definierte kurzfristige Unterstützungszone und ein Schlüsselbereich, um zu bestimmen, ob die Konsolidierungsformation nach unten hin aufgelöst wird.
Fokus auf den Einstieg: Ziehen Sie Verkäufe (SELL) im Bereich 1,4210–1,4230 in Betracht, falls der Kurs an der oberen Begrenzung des Dreiecks eine schwache Reaktion zeigt.
Ziel: 1,4170
Ungültigkeitsmarke: Das bärische Szenario ist hinfällig, wenn der Kurs eine H4-Kerze oberhalb von 1,4250 schließt.
Frag nicht, wohin der Preis geht – frag, wer gerade gefangen istEine der häufigsten Fehleinschätzungen von Tradern ist der Glaube, der Markt müsse „unrecht haben“, damit man verliert. Doch in der Realität muss der Markt nicht unrecht haben. Er muss dich nur zum falschen Zeitpunkt in den Trade locken.
Viele Trader lassen sich von Setups mitreißen, die perfekt aussehen: ein klarer Breakout, starke Kerzen, gutes Momentum, eine saubere Marktstruktur – es fühlt sich an, als würde der Markt gleich explodieren. Genau in diesem Moment setzt die FOMO (Fear of Missing Out) ein. Trader haben Angst, die Gelegenheit zu verpassen, Angst, dass der Preis ohne sie davonläuft, und Angst, an der Seitenlinie zu stehen, während andere Gewinne machen. Also steigen sie ein.
Doch was passiert meistens danach? Der Markt holt zuerst den Stop-Loss ab und läuft dann erst in die richtige Richtung. Oder noch schlimmer: Der Preis dreht sofort um, nachdem der Trader die Position eröffnet hat. Wenn das zum ersten Mal passiert, denken viele an Pech. Aber wenn es sich immer wieder wiederholt, ist es kein Zufall mehr – es ist ein Problem der Marktanalyse.
Man muss verstehen, dass die „zu offensichtlichen“ Einstiegspunkte oft genau die Bereiche sind, die alle anderen Trader auch im Blick haben. Wenn die Masse gemeinsam bei einem Breakout kauft oder bei einem Breakdown verkauft, nutzt der Markt genau diesen Konsens, um Liquidität zu generieren. Die Stop-Losses der Trader, die zu spät einsteigen, werden zu einer attraktiven Liquiditätszone. Der Preis fegt oft erst durch diese Zone (Liquidity Sweep), bevor die eigentliche Bewegung startet.
Deshalb sollten Trader aufhören, nur zu fragen: „Wohin geht der Preis?“ Man muss lernen, tiefgründiger zu fragen:
„Wer sitzt in dieser Zone gerade in der Falle?“
„Wo liegt die Liquidität?“
„Wie reagiert die Masse?“
„Steige ich ein, weil das Setup wirklich gut ist, oder nur aus Angst, etwas zu verpassen?“
Der Unterschied liegt im Mindset. Emotionale Trader jagen den oberflächlichen Signalen hinterher: starke Kerzen, schöne Breakouts, klares Momentum. Erfahrene Trader hingegen beobachten den Kontext dahinter: Liquiditätszonen, die Stop-Loss-Punkte der Masse, die Preisreaktion nach einem Liquidity Sweep und die echte Bestätigung der Marktstruktur.
Das bedeutet nicht, dass jeder Breakout eine Falle ist. Aber ein Breakout ist umso zuverlässiger, wenn er eine klare Bestätigung liefert, einen vernünftigen Retest hat, ein definiertes Risikomanagement bietet und nicht aus FOMO entsteht. Wenn du nur aus „Angst vor einer verpassten Chance“ handelst, tradest du höchstwahrscheinlich emotional und nicht nach System.
Fazit:
Trading bedeutet nicht nur, die nächste Richtung des Preises vorherzusagen. Es geht darum zu verstehen, wer in der Falle sitzt, wo die Liquidität liegt und aus welchem Grund man selbst reagiert. Wenn du aufhörst, perfekten Setups hinterherzurennen, und anfängst, den Markt durch die Brille der Liquidität zu lesen, wirst du seltener in die Falle tappen, gelassener bleiben und deine Trades selektiver auswählen.
Trading-Einstieg: Erst überleben, dann gewinnenWer neu mit dem Trading beginnt, sollte sich nicht primär darauf konzentrieren, eine Strategie für schnelle Gewinne zu finden. Viel wichtiger ist es, das richtige Fundament zu bauen, um langfristig am Markt bestehen zu können. Trading bedeutet nicht bloß, Charts zu lesen, Kauf- oder Verkaufsaufträge zu platzieren oder nach dem perfekten Einstieg zu suchen; es ist ein Prozess des mentalen Trainings, der Disziplin und des Risikomanagements.
Einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für Trader ist die Trading-Psychologie. Viele Menschen erleiden Verluste nicht etwa, weil sie überhaupt nicht analysieren können, sondern weil sie ihre Emotionen bei Marktschwankungen nicht kontrollieren können. Sie steigen zu früh ein, steigen zu spät aus, verschieben ihren Stop-Loss, nehmen Gewinne zu früh mit oder versuchen krampfhaft, Verluste nach einem Fehltrade direkt wieder auszugleichen. Wenn die Psychologie außer Kontrolle gerät, wird selbst der beste Plan hinfällig.
Deshalb müssen Anfänger verstehen, dass Risikomanagement die oberste Priorität hat. Der Markt garantiert niemals Gewinne, aber Sie können Ihren maximalen Verlust immer selbst kontrollieren. Stop-Loss, Positionsgröße und das Risk-Reward-Verhältnis müssen vor dem Einstieg feststehen. Ein professioneller Trader versucht nicht, jeden Verlust zu vermeiden. Er weiß vielmehr, wann er Verluste rechtzeitig begrenzen und Gewinnen genügend Raum zur Entfaltung geben muss, wenn der Markt in die richtige Richtung läuft.
Auch das Demo-Konto ist in der Anfangsphase ein extrem wichtiger Schritt. Es hilft Tradern, sich mit der Handelsplattform vertraut zu machen, das Order-Management zu verstehen, Strategien zu testen und Geduld zu trainieren – und das ganz ohne den Druck von echtem Geld. Diesen Schritt sollte man keineswegs unterschätzen; er ist eine notwendige Phase, um die richtigen Gewohnheiten aufzubauen, bevor man den realen Markt betritt.
Schließlich dreht sich effektives Trading immer um drei Kernsäulen: Geduld, Disziplin und Plan. Geduld, um auf die richtige Gelegenheit zu warten. Disziplin, um die Regeln einzuhalten. Und ein Plan, um zu wissen, was bei jedem Marktszenario zu tun ist.
Fazit:
Trading beginnt nicht mit dem Wunsch nach schnellem Geld, sondern mit der Fähigkeit, Kapital zu schützen, Emotionen zu kontrollieren und systematisch zu handeln. Erst wenn Sie lernen, das Risiko zuerst zu managen, haben Gewinne die Chance, sich nachhaltig einzustellen.
EUR/USD – Vorbereitung auf die zweite PositionVorangegangene Analysen...
Alte Börsenweisheiten „The trend is your friend“
Der vollständige Spruch lautet "The trend is your friend until the end when it bends"
Ihr könnt hier gut erkennen, dass man auch gegen den Haupttrend handeln kann – vorausgesetzt, man verfügt über ein sauberes Setup und eine klare Strategie.
Oben seht ihr die Korrektur vom 08.06. bis 15.06., deren Kursverlauf der aktuellen möglichen Korrektur erstaunlich ähnelt. Ich gehe davon aus, dass wir heute, am Freitag, erneut in einem ähnlichen Barriere-Dreieck stecken wie damals am Freitag, den 12.06.. Damals bildete sich daraus am Ende ein ZigZag als Y-Welle einer WXY-Korrektur.
Der Haupttrend ist aktuell weiterhin abwärtsgerichtet, während der kurzfristige Subtrend aufwärts verläuft. Der aktuelle Anstieg kann daher entweder lediglich eine weitere Korrektur innerhalb des Abwärtstrends sein oder bereits den Beginn einer echten Trendwende darstellen. Diese müsste sich allerdings erst durch einen Rücksetzer bestätigen, der kein neues Tief bildet. Erst dann wäre für mich eine längerfristige Long-Position mit einer Haltedauer von mehr als ein bis zwei Tagen interessant.
Bis dahin nutzen wir die kurzfristigen Bewegungen, um unser Basiskapital für zukünftige Trades weiter auszubauen.
Ich beobachte heute daher genau, ob sich erneut ein Barriere-Dreieck ausbildet. Sollte das der Fall sein, werde ich meine zweite Position eröffnen. Im historischen Beispiel entstand am darauffolgenden Montag ein Aufwärts-Gap, wodurch kein attraktiver Einstieg mehr möglich war. Das Kursziel einer vergleichbaren Bewegung könnte im Bereich von 1,15000 liegen.
Der aktuelle Anstieg könnte bereits die Welle 1 der C in der Y-Welle sein.
Der Zinseszinseffekt ist einer der größten Vorteile eines erfolgreichen Traders – allerdings nur, wenn Gewinne konsequent auf das gesamte Kapital weiter gehandelt werden.
EUR/USD - erste Position steht schon
EUR/USD - zweite Position steht auch schon
EUR/USD - beide Positionen geschlossen
EUR/USD - Neue Position eröffnet
BTCUSD H1: Die Serie höherer Hochs setzt sich fortBitcoin hält weiterhin eine klar bullische Marktstruktur mit einer Folge von Higher Highs aufrecht. Jede Korrektur wird rasch gekauft, wodurch sich der Kurs weiter dem Zielbereich um 63.000 USD nähert.
Solange diese Aufwärtsstruktur intakt bleibt, behalten die Käufer die Oberhand. Kurzfristige Rücksetzer können weiterhin als Chancen für eine Fortsetzung des Trends gesehen werden, während 63.000 USD das nächste wichtige Kursziel bleibt.
Viel Erfolg beim Trading!
BTCUSD H1: Nur noch ein Schritt bis zum großen WiderstandBitcoin hat die kurzfristige Trendwende bestätigt und bildet inzwischen eine Serie von höheren Hochs und höheren Tiefs. Nach dem kräftigen Anstieg konsolidiert der Kurs nun direkt unter dem wichtigen Widerstand bei 62.200 USD.
Eine Konsolidierung unmittelbar unter einem Widerstand deutet häufig darauf hin, dass die Käufer den Verkaufsdruck absorbieren. Gelingt der Ausbruch über diese Zone, könnte BTC seinen Anstieg in Richtung höherer Kursziele fortsetzen, anstatt in eine tiefere Korrektur überzugehen.
Viel Erfolg beim Trading!
BTCUSD H3: Der Abwärtskanal ist durchbrochenNach mehreren Handelstagen innerhalb eines fallenden Kanals hat Bitcoin die Struktur schließlich nach oben verlassen und die Trendlinie durchbrochen. Das ist oft das erste Signal dafür, dass der Abwärtstrend an Stärke verliert.
Der Kurs hält sich derzeit oberhalb der Ausbruchszone und bewegt sich in Richtung des Widerstands bei 62.000 USD. Bleibt die Kaufdynamik bestehen, dürfte BTC seine Erholung in den kommenden Sitzungen weiter ausbauen.
Viel Erfolg beim Trading!
BTCUSD H1: Nach dem Double Bottom wartet der WiderstandBitcoin hat das Double-Bottom-Muster mit einem Ausbruch über die Nackenlinie bestätigt und hält sich weiterhin oberhalb dieser Bestätigungszone. Das zeigt, dass die Käufer nach der Konsolidierungsphase die Kontrolle übernommen haben.
Bleibt BTC über dem Bereich von 61.500–61.700 USD, stehen die Chancen gut, dass sich die Aufwärtsbewegung bis zur Widerstandszone bei 62.200–62.500 USD fortsetzt. Derzeit ist es sinnvoller, auf kleine Rücksetzer zu warten und dem Trend zu folgen, anstatt steigenden Kursen hinterherzulaufen.
Viel Erfolg beim Trading!
DAX Tagesausblick 03.Juli- NFP-Auswertung,Geopolitik&Risk AssetsDer gestrige Handelstag stand vollständig im Zeichen des US-Arbeitsmarktberichts (Non-Farm Payrolls). Die Daten fielen auf den ersten Blick gemischt aus, unter dem Strich überwog jedoch ein leicht bullisches Signal für die Finanzmärkte. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage angespannt – sowohl im Nahen Osten als auch rund um Taiwan. Im heutigen Ausblick werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen und analysieren, welche Auswirkungen sie auf den DAX und die internationalen Märkte haben könnten.
Agenda
* Geopolitische Lage
* Fundamentaldaten gestern – NFP im Fokus
* Was bedeuten die Daten für die Fed?
* Heute im Fokus
* Märkte & Korrelationen
* Risk Assets im Überblick
* Charttechnischer DAX-Ausblick
* Fazit
Geopolitische Lage
Naher Osten
Die Lage zwischen Iran, Israel und den USA bleibt trotz ausbleibender neuer militärischer Eskalationen äußerst angespannt.
Im Mittelpunkt steht derzeit die Beisetzung des iranischen Obersten Führers. Die iranische Führung nutzt die landesweiten Trauerveranstaltungen gezielt zur Demonstration von Stärke und Geschlossenheit. Millionen Menschen werden zu Prozessionen erwartet, während Sicherheitskräfte im ganzen Land massiv präsent sind.
Gleichzeitig bekräftigte Teheran erneut, auf mögliche weitere Angriffe der USA oder Israels entschlossen reagieren zu wollen. Damit bleibt das Risiko einer erneuten Eskalation bestehen.
Auch die Straße von Hormus bleibt einer der wichtigsten Unsicherheitsfaktoren für den Ölmarkt. Bislang gibt es jedoch keinerlei Hinweise auf eine Blockade oder Einschränkungen des Schiffsverkehrs. Entsprechend blieb auch die Reaktion am Ölmarkt zuletzt vergleichsweise ruhig. Mehrere Europäische Nationen sehen zukünftig kein Ausweg mehr, an Iran und den Oman Zoll ähnliche Gebühren für den Transport der Tanker durch die Straße von Hormus zu bezahlen.
Für die Märkte bedeutet dies, dass die geopolitische Risikoprämie bestehen bleibt, aktuell jedoch nicht weiter zunimmt.
China & Taiwan
Auch in Asien bleiben die Spannungen hoch.
Taiwan führte in dieser Woche groß angelegte Zivilschutz- und Verteidigungsübungen durch. Erstmals wurden dabei nicht nur militärische Szenarien, sondern auch Cyberangriffe, Sabotage kritischer Infrastruktur, Desinformation sowie wirtschaftliche Krisenszenarien simuliert.
Parallel dazu setzte China seine Militärpräsenz rund um Taiwan fort und entsandte erneut Kriegsschiffe sowie Kampfflugzeuge in die Region.
Kurzfristig bleibt die Lage zwar stabil, dennoch zeigt sich immer deutlicher, dass beide Seiten ihre Vorbereitungen auf einen möglichen Krisenfall weiter intensivieren.
Für die Finanzmärkte ist dies vor allem hinsichtlich der globalen Halbleiterindustrie und internationaler Lieferketten ein wichtiger Risikofaktor.
Fundamentaldaten gestern – NFP im Fokus
Der gestrige US-Arbeitsmarktbericht lieferte insgesamt ein gemischtes Bild.
Non-Farm Payrolls
57.000
(Erwartung: 114.000 | Vormonat: 172.000 → auf 129.000 nach unten revidiert)
Die Beschäftigung fiel damit deutlich schwächer aus als erwartet.
Besonders wichtig war jedoch die Revision der Vormonate. Zusammen wurden April und Mai um insgesamt 74.000 Stellen nach unten korrigiert, wodurch sich das Bild eines sich weiter abschwächenden US-Arbeitsmarktes nochmals bestätigt.
Arbeitslosenquote
4,2 %
(Erwartung: 4,3 % | Vormonat: 4,3 %)
Auf den ersten Blick wirkt dieser Wert überraschend stark.
Allerdings sank gleichzeitig die Erwerbsquote (Participation Rate) von 61,8 % auf 61,5 %. Weniger Menschen nehmen aktuell am Arbeitsmarkt teil, wodurch die Arbeitslosenquote trotz schwächerer Beschäftigung sinken kann. Das relativiert den positiven Eindruck deutlich.
Durchschnittliche Stundenlöhne
+0,3 %
(genau im Rahmen der Erwartungen)
Die Lohnentwicklung bleibt stabil und signalisiert aktuell keinen neuen Inflationsdruck über den Arbeitsmarkt.
Initial Jobless Claims
215.000
(Erwartung: 219.000 | Vorwoche: 216.000)
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen leicht zurück und bestätigen weiterhin keinen abrupten Einbruch des Arbeitsmarktes.
Was bedeuten die Daten für die Fed?
Unter dem Strich ergibt sich ein insgesamt leicht dovishes Bild.
Der Arbeitsmarkt verliert weiter an Dynamik, gleichzeitig bleibt der Lohndruck unter Kontrolle. Genau diese Kombination interpretierten die Märkte letztlich positiv.
Besonders interessant war die Reaktion der Zinserwartungen. Nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten verschoben Marktteilnehmer den nächsten erwarteten Zinsschritt der Fed leicht nach hinten. Während zuvor ein weiterer Zinsschritt bereits verstärkt für September diskutiert wurde, verlagerte sich diese Erwartung nach den Daten auf einen späteren Zeitpunkt. Damit nahm der kurzfristige Zinserhöhungsdruck etwas ab.
Insgesamt bestätigen die Daten somit eher eine graduelle Abschwächung des Arbeitsmarktes, ohne gleichzeitig neuen Inflationsdruck entstehen zu lassen.
Rückblick auf meine NFP-Szenarien
Im gestrigen Spezialvideo hatte ich drei mögliche Szenarien vorgestellt.
Eingetreten ist letztlich überwiegend das bullische Szenario.
Zwar fiel die Arbeitslosenquote überraschend auf 4,2 %, allerdings wurden die schwachen Non-Farm Payrolls, die deutlichen Abwärtsrevisionen sowie die stabile Lohnentwicklung vom Markt insgesamt stärker gewichtet.
Genau deshalb konnten sich Risk Assets nach der ersten Reaktion stabilisieren und die Zinserwartungen verschoben sich leicht nach hinten.
Heute im Fokus
Nach den gestrigen NFP-Daten steht heute ein deutlich ruhigerer Handelstag bevor.
In den USA wird aufgrund des Independence Day kaum regulär gehandelt. Entsprechend dürfte das Handelsvolumen insbesondere am Nachmittag deutlich geringer ausfallen.
Fundamental stehen heute lediglich die europäischen Einkaufsmanagerindizes (PMIs) sowie einige Reden von Notenbankvertretern im Fokus. Insgesamt dürfte der gestrige Arbeitsmarktbericht jedoch das wichtigste Ereignis dieser Handelswoche bleiben.
Märkte & Korrelationen
US Oil
Am Ölmarkt kam es gestern zunächst zu einem deutlichen Abverkauf bis auf rund 67 US-Dollar je Barrel. Dieses Niveau wurde jedoch konsequent gekauft, wodurch Öl den Handelstag sogar leicht mit rund 0,55 % im Plus beenden konnte.
Heute wurde bereits das Tageshoch überschritten und der Markt testet aktuell den Bereich um 69 US-Dollar.
Aus charttechnischer Sicht bleibt diese Marke kurzfristig entscheidend. Erst oberhalb von 69 US-Dollar würde sich weiteres Potenzial in Richtung 72 US-Dollar eröffnen.
Sollte sich der Markt hingegen erneut unterhalb dieser Zone etablieren, halte ich weiterhin einen Rücksetzer bis in den Bereich um 65 US-Dollar für möglich.
Grundsätzlich bleibt Öl trotz der geopolitischen Risiken weiterhin unter der psychologisch wichtigen Marke von 70 US-Dollar. Damit haben sich die Energiepreise zuletzt deutlich entspannt, was auch aus Sicht der zukünftigen Inflation zunächst ein positives Signal darstellt.
Gleichzeitig bleibe ich jedoch dabei: Sollte sich die geopolitische Lage kurzfristig wieder verschärfen, kann es aufgrund der aktuell eingepreisten Deeskalation jederzeit zu einem sehr dynamischen Short Squeeze am Ölmarkt kommen.
US-Staatsanleihen
Am US-Anleihemarkt kam es nach den NFP-Daten zunächst zu fallenden Renditen. Ein Großteil dieser Bewegung wurde jedoch im weiteren Handelsverlauf bereits wieder ausgeglichen.
Da der US-Anleihemarkt aufgrund des heutigen Feiertages bereits seit gestern Abend geschlossen ist, lassen sich daraus aktuell nur begrenzt neue Rückschlüsse ziehen.
Unter dem Strich notieren die Renditen nahezu auf dem Niveau vor Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten.
US-Dollar (DXY)
Auch beim US-Dollar ist das im gestrigen Video beschriebene Szenario eingetreten.
Der Dollar-Index ist unter die Marke von 101 Punkten gefallen und testet aktuell den wichtigen Unterstützungsbereich um 100,5 bis 100,6 Punkte.
Hier dürfte sich in den kommenden Tagen entscheiden, ob der Dollar wieder innerhalb seiner langfristigen Jahresrange Stärke aufbauen kann oder ob der Ausbruch nach unten Bestand hat.
Die weitere Entwicklung dürfte maßgeblich von den kommenden Inflations- und Arbeitsmarktdaten sowie der Kommunikation der Federal Reserve abhängen.
Volatilitätsindex (VIX)
Auch der Volatilitätsindex setzte seine Abwärtsbewegung fort.
Mit aktuell rund 16 Punkten bleibt die implizite Volatilität auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Der Markt preist derzeit keine außergewöhnlichen kurzfristigen Risiken ein und signalisiert weiterhin ein konstruktives Umfeld für Risk Assets.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia verlor gestern weitere 1,48 % und schloss bei 194,83 US-Dollar.
Das technische Bild bleibt kurzfristig angeschlagen.
Solange der Bereich um 200 US-Dollar nicht nachhaltig überwunden wird, halte ich einen Rücksetzer in Richtung 189 bis 186 US-Dollar weiterhin für wahrscheinlicher.
Erst oberhalb von 200 US-Dollar würde sich das Chartbild wieder deutlich aufhellen und Potenzial bis in den Bereich um 208 US-Dollar eröffnen.
Bitcoin
Bitcoin zeigte gestern erneut relative Stärke.
Mit einem Tagesplus von rund 2,6 % konnten erstmals seit längerer Zeit wieder zwei starke Tageskerzen in Folge ausgebildet werden.
Besonders wichtig war dabei der Schlusskurs oberhalb der entscheidenden Unterstützung von 61.000$.
Solange Bitcoin nun oberhalb dieses Bereiches bleibt und zusätzlich das gestrige Tageshoch überschreiten kann, sehe ich kurzfristig weiteres Potenzial in Richtung 63.000 bis 64.000 US-Dollar.
S&P 500
Der S&P 500 verlor nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten zunächst deutlich an Wert, konnte sich im Bereich um 7.500 Punkte jedoch stabilisieren.
Das Tagestief vom Dienstag wurde erfolgreich verteidigt.
Bereits heute Morgen notieren die Futures wieder freundlich und bestätigen damit, dass die NFP-Daten vom Markt insgesamt positiv interpretiert wurden.
Aufgrund des heutigen US-Feiertages rechne ich allerdings mit einem sehr ruhigen Handelsverlauf.
Das übergeordnete bullische Marktumfeld bleibt für mich unverändert intakt.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigte sich gestern deutlich schwächer als die übrigen US-Indizes.
Mit einem Minus von rund 1,64 % wurde der Bereich um 30.000 Punkte erneut klar abverkauft.
Der Index schloss unterhalb von 29.500 Punkten und testet aktuell erneut die Unterstützung im Bereich um 29.000 Punkte.
Entscheidend wird nun sein, ob sich diese Zone erneut als Unterstützung behaupten kann oder ob die 29.500 Punkte künftig als Widerstand fungieren.
Kurzfristig bleibt der Nasdaq damit der technisch schwächste der großen US-Indizes.
KI/Tech-Werte geraten aktuell weiter unter Druck und ziehen den Nasdaq mit sich nach unten.
US30 (Dow Jones)
Der Dow Jones präsentierte sich dagegen erneut äußerst stark.
Mit einem Tagesplus von über 1 % wurden neue Allzeithochs markiert und erstmals auch die Marke von 53.000 Punkten überschritten.
Bereits im gestrigen Video hatte ich oberhalb von 52.500 Punkten weiteres Potenzial in Richtung 53.000 Punkte angesprochen.
Kurzfristig bleibe ich hier konstruktiv und rechne weiterhin mit neuen Allzeithochs.
Nichtsdestotrotz sind nach einem derart dynamischen Anstieg jederzeit kurzfristige Gewinnmitnahmen möglich. Genau diese Rücksetzer werde ich kommende Woche gezielt nach neuen Long-Setups beobachten.
Charttechnischer DAX-Ausblick
Der DAX zeigte gestern erneut enorme Stärke.
Mit einem Tagesplus von rund 2,35 % wurde nahezu der gesamte Widerstandsbereich inklusive der Marke von 25.500 Punkten sowie sämtlicher Allzeithochs dynamisch überschritten.
Besonders beeindruckend war dabei das Momentum. Ohne nennenswerte Schwäche setzte sich der Markt direkt über alle relevanten Widerstände hinweg und markierte sowohl auf Monats- als auch auf Quartalsbasis neue Rekordstände.
Genau dieses starke Momentum spricht zunächst für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends.
Dennoch sollte man an dieser Stelle vorsichtig bleiben.
Historisch kam es nach neuen Allzeithochs im DAX häufig zu schnellen und teilweise sehr deutlichen Gewinnmitnahmen. Das muss sich dieses Mal selbstverständlich nicht wiederholen, dennoch sollte dieses Risiko aktuell jedem Marktteilnehmer bewusst sein.
Ich persönlich warte nun bevorzugt auf einen Rücklauf an die ehemaligen Allzeithochs beziehungsweise an den Bereich um 25.500 Punkte. Gelingt dort eine erfolgreiche Stabilisierung, würde dies den Ausbruch zusätzlich bestätigen.
Insgesamt überwiegt für mich aufgrund des starken Momentums aktuell jedoch weiterhin das bullische Szenario.
Fazit
Die gestrigen Arbeitsmarktdaten zeigen eine weitere Abschwächung des US-Arbeitsmarktes, ohne dass gleichzeitig neuer Inflationsdruck entsteht. Genau diese Kombination wurde von den Märkten insgesamt positiv aufgenommen.
Auch geopolitisch bleibt die Lage sowohl im Nahen Osten als auch rund um Taiwan angespannt. Solange es jedoch zu keiner weiteren Eskalation kommt, dürfte der Fokus der Märkte zunächst wieder stärker auf Konjunktur- und Notenbankdaten liegen.
Mit dem heutigen US-Feiertag rechne ich insgesamt mit einem sehr ruhigen Handelstag und entsprechend geringer Volatilität. Nach einer ereignisreichen Woche steht für mich heute deshalb klar der Kapitalerhalt im Vordergrund.
Ich wünsche euch allen bereits jetzt ein schönes und erholsames Wochenende. Nutzt die Zeit, um die vergangene Handelswoche aufzuarbeiten und mit voller Konzentration in die kommende Woche zu starten.
Keine Anlageberatung – ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
XAUUSD H1: Aufwärtsmomentum kehrt zurück, Ziel bei 4.320Der XAUUSD H1 zeigt nach dem vorangegangenen starken Rückgang ein klares Erholungssignal. Der Preis hat eine Rounded Bottom-Struktur (rundes Bodenmuster) im Bereich von 3.900 – 4.000 gebildet und ist nun in den Bereich von 4.170 gesprungen, was darauf hindeutet, dass die Käufer mit mehr Kraft zurückkehren.
Bemerkenswert ist, dass der Preis nach einer Phase der Bodenbildung nach oben ausgebrochen ist, während der Verkaufsdruck aus dem vorherigen Breakdown nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. Wenn sich XAUUSD über dem Bereich von 4.120 – 4.150 halten kann, könnte sich die Aufwärtsbewegung weiter in Richtung 4.280 – 4.320 ausdehnen.
Setup Focus:
Entry Focus (Einstieg): Priorität für BUY (KAUF), wenn der Preis in den Bereich von 4.120 – 4.150 korrigiert und ein bullisches Bestätigungssignal zeigt.
Target (Ziel): 4.280 – 4.320.
Invalidation (Ungültigkeit): Das bullische Szenario ist hinfällig, wenn XAUUSD auf H1-Basis unter 4.080 schließt.
XAGUSD: Kurzfristiger Aufwärtskanal bleibt intaktXAGUSD bewegt sich innerhalb eines klar definierten, kurzfristigen Aufwärtskanals. Der Kurs notiert aktuell im Bereich von 62,39, hält sich über dem EMA und verbleibt innerhalb der Kanalgrenzen. Diese Struktur deutet darauf hin, dass die Käufer weiterhin die kurzfristige Dynamik bestimmen.
Das Niveau bei 61,590 fungiert als unmittelbare Unterstützung. Sollte der Kurs in diesen Bereich zurückfallen und dort abprallen, könnte XAGUSD seine Aufwärtsbewegung innerhalb des Kanals in Richtung der Marke von 63,307 fortsetzen. Angesichts der USD-Schwäche nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten wird dieser Aufwärtstrend gut untermauert.
Fokus auf den Einstieg: Kaufgelegenheit im Bereich 61,59 – 61,90 in Betracht ziehen, sofern der Aufwärtskanal Bestand hat.
Ziel: 63,307
Ungültigkeit: Das bullishe Szenario ist hinfällig, wenn die H1-Kerze unter 61,59 schließt.
NVDA: Weiteres Abwärtspotenzial nach Kopf-Schulter-FormationNVDA zeigt derzeit, dass der vorherige Aufwärtstrend nach der Ausbildung einer Kopf-Schulter-Formation deutlich an Stärke verloren hat. Der Kopf markierte das höchste Hoch, während die rechte Schulter den vorherigen Hochbereich nicht mehr zurückerobern konnte. Das zeigt klar, dass die Kaufkraft spürbar nachgelassen hat.
Schließlich wurde die Nackenlinie nach unten durchbrochen, wodurch die frühere Unterstützung nun zu einem neuen Widerstand geworden ist.
Solange der Kurs diesen Bereich nicht zurückerobern kann, könnte sich der Verkaufsdruck weiter ausweiten. Daher bleibt das Ziel bei 170 USD ein plausibles Szenario, basierend auf der technischen Projektion der Formation.
BTCUSD H4: Bitcoin gewinnt wieder MomentumBitcoin erholte sich stark von 58.000 USD und nähert sich nun dem wichtigen Widerstand bei 61.800–62.000 USD. Positiv ist, dass der Kurs nach dem Anstieg nicht stark abverkauft wurde, sondern nahe der Hochs konsolidiert.
Wenn BTC über 61.300 USD bleibt und 62.000 USD klar durchbricht, könnte sich die Erholung in Richtung 64.000 USD und später 65.000 USD ausweiten.
USOIL H4: Verkaufsdruck bleibt unterhalb der Trendlinie bestehenDer USOIL H4-Chart bewegt sich weiterhin in einer klaren Abwärtsstruktur. Der Preis wird kontinuierlich unter die absteigende Trendlinie gedrückt und es gibt noch kein ausreichend starkes Signal, um eine Trendwende zu bestätigen – trotz einer leichten aktuellen Erholung um den Bereich von 68.65 – 68.85.
Aus technischer Sicht ist die Zone um 68.65 ein entscheidender Bereich, den es zu beobachten gilt. Sollte der Preis diese Marke nicht halten können oder bei einer Erholung nach oben abgewiesen werden, könnte der Verkaufsdruck USOIL weiter in Richtung der 60.00-Marke drücken. Der Haupttrend tendiert weiterhin zugunsten der Bären (Verkäufer), solange der Preis innerhalb des großen Abwärtskanals bleibt.
Entry Focus (Einstiegsfokus): Bevorzugt SELL, wenn der Preis um 68.65 – 70.00 abgewiesen wird.
Invalidation (Ungültigkeit): Das Abwärtsszenario wird ungültig, wenn USOIL auf dem H4-Chart über 75.00 schließt.
Viel Erfolg beim Trading!
NFP heute-Entscheidet der US-Arbeitsmarkt über DAX & Nasdaq?Heute stehen die US-Non-Farm Payrolls (NFP) im Mittelpunkt und könnten die Richtung der Märkte für die kommenden Tage vorgeben.
In diesem Video erkläre ich zunächst, warum die heutigen Arbeitsmarktdaten aktuell so wichtig sind, weshalb die Federal Reserve weiterhin einen hawkishen Kurs verfolgt und warum der Markt derzeit mit einer hohen Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis September rechnet.
Anschließend gehen wir gemeinsam die drei entscheidenden Kennzahlen durch:
• Non-Farm Payrolls
• Arbeitslosenquote
• Average Hourly Earnings
Außerdem bespreche ich die möglichen bullischen, neutralen und bearischen Szenarien für DAX, Nasdaq und weitere Risk Assets, bevor wir uns die wichtigsten charttechnischen Marken für den heutigen Handel ansehen.
Im zweiten Teil des Videos:
• DXY
• Nasdaq
• S&P 500
• Dow Jones
• DAX
Keine Anlageberatung. Alle Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und spiegeln meine persönliche Markteinschätzung wider.
Wünsche euch viel Erfolg und stabile Trades!
CADJPY: Verkäufer behalten die Oberhand?CADJPY bewegt sich gerade in einen sehr interessanten Bereich hinein.
Der Preis befindet sich weiterhin in einem Descending Channel, während die aktuelle Erholung sich der wichtigen Widerstandszone um 114,25 – 114,40 nähert. Dies könnte der Bereich sein, in dem die Verkäufer wieder in den Markt zurückkehren, falls die Kaufkraft nicht stark genug ist, um die bärische Struktur zu durchbrechen.
Ich verkaufe nicht sofort. Das Wichtigste ist, die Reaktion des Preises in dieser Zone abzuwarten.
Wenn der Preis dort abgewiesen wird, liegt das nächste Ziel, das ich beobachte, bei 113,700. Solange der Channel nicht klar nach oben durchbrochen wird, bleiben die Verkäufer weiterhin im Vorteil.
EUR/USD - Neue Position eröffnetVorangegangene Analysen...
Ich sehe erneut ein mögliches AB=CD-Pattern und habe lediglich auf den Rücksetzer sowie das Verhalten des Marktes innerhalb der Range gewartet.
Die Kerze am Mittwoch um 12:00 Uhr hat jedoch gezeigt, wie zögerlich der Markt an der Unterseite der Range reagiert hat. Hätte sich der Abverkauf fortgesetzt, wäre dort eine Wide Range Candle (WRC) bzw. eine Kerze mit deutlich größerer Handelsspanne als die vorherigen zu erwarten gewesen. Genau das ist jedoch ausgeblieben, was eher für nachlassenden Verkaufsdruck spricht.
Die Regel des möglichen AB=CD-Patterns lautet erneut:
Ein Retracement von 0,618 an Punkt C führt zu einer BC-Projektion von 1,618, während ein Retracement von 0,786 an Punkt C eine Projektion von 1,27 ergibt.
Range
Viel Erfolg 🍀
DAX Tagesausblick 02.Juni- Non-Farm Payrolls im Fokus!Nach dem starken ersten Halbjahr richtet sich der Blick der Märkte heute vollständig auf den US-Arbeitsmarkt. Die heutigen Non-Farm Payrolls (NFP) könnten darüber entscheiden, ob die aktuell eingepreisten Zinserhöhungswahrscheinlichkeiten der Fed bestätigt oder wieder zurückgenommen werden. Entsprechend dürfte heute vor allem ab 14:30 Uhr mit erhöhter Volatilität in nahezu allen Assetklassen zu rechnen sein.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentaldaten & Fed-/EZB-Speaker
• Wirtschaftsdaten heute (NFP)
• Bullishes / neutrales / bearishes Szenario
• Märkte & Korrelationen
• Risk Assets im Überblick
• Charttechnischer DAX-Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Geopolitisch bleibt die Lage angespannt, allerdings setzt sich aktuell die Entspannung der vergangenen Tage weiter fort.
Die indirekten Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Doha wurden beendet. Im Mittelpunkt standen erneut die Sicherheit der Schifffahrt durch die Straße von Hormus, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie weitere technische Punkte des Waffenstillstands. Ein endgültiger Durchbruch wurde zwar nicht erzielt, beide Seiten bezeichneten die Gespräche jedoch als konstruktiv und wollen den Dialog nach den offiziellen Trauerzeremonien im Iran fortsetzen.
Auch Donald Trump sprach zuletzt von “guten Fortschritten” und stellte erneut klar, dass derzeit keine Rückkehr zu einer großflächigen militärischen Eskalation erwartet werde. Entsprechend bleibt auch der Ölmarkt deutlich entspannter als noch vor wenigen Wochen.
Trotzdem bestehen weiterhin Risiken. Iran verfolgt nach wie vor das Ziel, seine Kontrolle über die Straße von Hormus international stärker durchzusetzen. Zudem beobachten Marktteilnehmer weiterhin erhöhte Aktivitäten sanktionierter Tanker sowie vereinzelte Zwischenfälle im Schiffsverkehr. Eine kurzfristige Eskalation scheint aktuell zwar weniger wahrscheinlich, geopolitische Risiken bleiben jedoch jederzeit ein potenzieller Volatilitätsfaktor.
Fundamentaldaten gestern
Gestern standen erneut zahlreiche wichtige Konjunkturdaten sowie mehrere Notenbankauftritte auf der Agenda.
Positiv überraschten zunächst die europäischen Inflationsdaten.
Der CPI der Eurozone fiel sowohl auf Monats- als auch auf Jahresbasis niedriger aus als erwartet. Auch der Core CPI, der die Kerninflation ohne Energie- und Lebensmittelpreise misst, kühlte weiter ab. Für die EZB ist das grundsätzlich ein positives Signal, da der Inflationsdruck weiter nachlässt und zusätzlicher Zinserhöhungsdruck dadurch abnimmt.
Aus den USA kamen dagegen gemischte Signale.
Die ADP Employment Change, welche als früher Indikator für den privaten Arbeitsmarkt gilt, lag mit 98.000 neuen Stellen deutlich unter den Erwartungen von 118.000. Zwar unterscheiden sich ADP und die offiziellen Non-Farm Payrolls häufig, dennoch deutet der Bericht auf eine gewisse Abschwächung des Arbeitsmarktes hin.
Auch die Einkaufsmanagerindizes zeigten weitere Schwäche.
Der S&P Global Manufacturing PMI sowie der ISM Manufacturing PMI lagen beide unter den Erwartungen. Diese Indikatoren messen die wirtschaftliche Aktivität im verarbeitenden Gewerbe. Werte oberhalb von 50 signalisieren Wachstum, schwächere Werte deuten jedoch auf eine nachlassende Dynamik der Industrie hin.
Zusätzlich fielen die ISM Prices Paid erneut deutlich zurück. Dieser Index misst den Preisdruck bei den Unternehmen und gilt als wichtiger Frühindikator für zukünftige Inflation. Sinkende Werte sprechen grundsätzlich für nachlassenden Inflationsdruck und reduzieren langfristig den Handlungsdruck der Fed.
Bei den US-Rohöllagerbeständen wurden erneut rückläufige Lagerbestände gemeldet. Mit -3,78 Mio. Barrel lagen diese zwar weiterhin deutlich im negativen Bereich, fielen aber weniger stark aus als in den Vorwochen. Insgesamt deutet dies auf eine langsame Stabilisierung der Ölversorgung hin.
Neben den Konjunkturdaten standen außerdem mehrere Reden von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, EZB-Chefvolkswirt Lane, Fed-Mitglied Daly sowie Fed-Chef Kevin Warsh im Fokus. Warsh betonte erneut, dass die Inflation zwar zuletzt nachgelassen habe, die Fed jedoch weiterhin konsequent am Inflationsziel von 2 % festhalte. Die Terminmärkte preisen inzwischen rund 80 % Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September ein.
Heute im Fokus – Non-Farm Payrolls
Der heutige Handel wird nahezu vollständig von den US-Arbeitsmarktdaten bestimmt.
14:30 Uhr:
• Non-Farm Payrolls: 114.000 erwartet (Vorher: 172.000)
• Arbeitslosenquote: 4,3 % erwartet
• Average Hourly Earnings (MoM): 0,3 % erwartet
• Initial Jobless Claims: 219.000 erwartet
Diese Daten gehören zu den wichtigsten makroökonomischen Veröffentlichungen des Monats und beeinflussen unmittelbar die Zinserwartungen der Fed.
Bullishes Szenario
Sollten die Non-Farm Payrolls deutlich unter den Erwartungen liegen, die Arbeitslosenquote leicht steigen und das Lohnwachstum moderat bleiben, dürfte der Druck auf die Fed zunehmen. Der Markt könnte Zinserhöhungen wieder teilweise auspreisen – ein grundsätzlich positives Umfeld für Aktien und andere Risk Assets.
Neutrales Szenario
Liegen sämtliche Daten ungefähr im Bereich der Erwartungen, dürfte zunächst wenig Veränderung bei den Zinserwartungen entstehen. In diesem Fall wären eher technische Bewegungen und kurzfristige Volatilität zu erwarten.
Bearishes Szenario
Fallen die Beschäftigungszahlen deutlich stärker aus als erwartet und steigen gleichzeitig die Löhne kräftiger, würde dies die Erwartung weiterer Zinserhöhungen untermauern. Höhere Renditen und ein stärkerer US-Dollar könnten Risk Assets kurzfristig unter Druck setzen.
Märkte & Korrelationen
US Oil
Öl bleibt technisch angeschlagen. Gestern verlor WTI weitere knapp 3 % und fiel zeitweise bis in den Bereich von 67,40 USD. Solange wir unter 69 USD handeln, bleibt der kurzfristige Trend für mich abwärtsgerichtet. Unterhalb dieser Zone halte ich weiterhin einen Rücklauf in Richtung 65 USD für möglich. Dennoch sollte aufgrund der geopolitischen Lage jederzeit mit kurzfristigen Short-Squeezes gerechnet werden.
US-Staatsanleihen
Die Renditen legten gestern leicht zu. Größere Bewegungen erwarte ich allerdings erst nach den heutigen Arbeitsmarktdaten.
US-Dollar (DXY)
Der Dollar konnte sich gestern zunächst stabilisieren, scheiterte jedoch erneut am Bereich um 101,50 Punkte. Solange diese Zone nicht nachhaltig überwunden wird, bleibt für mich eine Ausweitung der Korrektur in Richtung 100,60 möglich.
VIX
Der Volatilitätsindex notiert weiterhin unter 20 Punkten und signalisiert damit unverändert ein ruhiges Marktumfeld.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia verlor gestern rund 1,3 %. Belastet wurde der Technologiesektor unter anderem durch Berichte über neue chinesische KI-Modelle, die sich hinsichtlich Leistung zunehmend an westliche Anbieter wie OpenAI oder Anthropic annähern und gleichzeitig deutlich günstiger angeboten werden. Kurzfristig erhöht dies den Wettbewerbsdruck innerhalb des KI-Sektors.
Charttechnisch bleibt für mich die Zone um 200 USD entscheidend. Darüber bleibt die Chance auf eine Fortsetzung in Richtung 208 USD bestehen. Unterhalb davon rücken 190 bis 186 USD wieder in den Fokus.
Bitcoin
Bitcoin zeigte trotz zwischenzeitlicher Schwäche relative Stärke und konnte sich wieder oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 60.000 USD stabilisieren. Für eine nachhaltige Aufhellung des kurzfristigen Bildes wäre allerdings ein Schlusskurs oberhalb von 61.000 USD notwendig.
US-Indizes
S&P 500 und Nasdaq zeigten gestern leichte Gewinnmitnahmen, während der Dow Jones erneut neue Allzeithochs markierte, diese jedoch nicht halten konnte.
Heute dürfte nahezu ausschließlich der Arbeitsmarktbericht darüber entscheiden, ob die laufende Korrektur beendet wird oder sich kurzfristig ausweitet.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX präsentierte sich gestern erneut robust und konnte trotz zwischenzeitlicher Schwäche oberhalb der wichtigen Marke von 25.000 Punkten schließen. Bereits zur heutigen London-Session setzte sich das bullische Momentum fort und das gestrige Tageshoch wurde überschritten.
Gelingt nun auch der nachhaltige Ausbruch über das Wochenhoch im Bereich von 25.185 Punkten, rückt für mich zunächst das Monatshoch bei rund 25.365 Punkten in den Fokus. Darüber wären auch 25.400 bis 25.500 Punkte kurzfristig erreichbar.
Auf der Unterseite bleibt der Bereich um 25.000 Punkte die erste wichtige Unterstützung. Sollte diese Marke zusammen mit dem gestrigen Tagestief aufgegeben werden, dürfte eine Ausweitung der Korrektur zunächst bis 24.800 Punkte möglich werden. Entscheidend wird dabei vor allem die Reaktion des Marktes auf die heutigen Non-Farm Payrolls sein.
Fazit
Der heutige Handel steht vollständig im Zeichen der US-Arbeitsmarktdaten. Nach den zuletzt schwächeren ADP-Zahlen sowie den rückläufigen Inflationsindikatoren richtet sich nun der gesamte Fokus auf die offiziellen Non-Farm Payrolls.
Persönlich bleibe ich für Risk Assets konstruktiv eingestellt, sofern sich heute eine weitere leichte Abschwächung des Arbeitsmarktes bestätigt und gleichzeitig kein neuer Inflationsdruck über die Lohnentwicklung entsteht. In diesem Fall dürfte der Druck auf die Fed weiter steigen und den Märkten zusätzlichen Rückenwind verleihen. Ich rechne mit dem Bullischen Szenario für Risk Assets, also schwächeren NFP Daten!
Bis 14:30 Uhr dürfte der Handel jedoch von Zurückhaltung geprägt sein. Die eigentliche Richtung des Tages wird voraussichtlich erst nach Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten festgelegt.
Keine Anlageberatung. Alle Analysen und Einschätzungen dienen ausschließlich Informationszwecken.
Ich wünsche euch stabile Trades und bleibt diszipliniert bei den Daten heute!
LOCK IN: Der Sommer, der dein Trading neu aufbautDie Sommermonate können für Trader eine gefährliche Phase sein.
Nicht, weil der Markt plötzlich unmöglich wird. Der eigentliche Grund ist, dass viele Trader in dieser Zeit ihre Struktur verlieren. Sie eröffnen Trades aus Langeweile. Sie jagen Bewegungen hinterher. Sie springen von einem Setup zum nächsten. Sie sagen sich selbst: „Ich bleibe aktiv“, aber in Wirklichkeit schwächen sie langsam ihre Disziplin.
Dein Ziel in diesem Sommer sollte nicht sein, mehr Trades zu eröffnen.
Dein Ziel sollte sein, den Trader hinter den Trades neu aufzubauen.
Die meisten Trader scheitern nicht, weil sie kein gutes Setup finden. Das eigentliche Scheitern entsteht, weil sie einem Setup nicht lange genug treu bleiben können, damit die Daten sprechen. Nach ein paar Verlusten wechseln sie die Strategie. Wenn sie frustriert sind, erhöhen sie das Risiko. Sie schließen Gewinne zu früh, halten Verluste zu lange und fragen sich dann, warum das Konto nicht wächst.
Vielleicht ist dieser Sommer genau die Zeit, aufzuhören, nach dem perfekten Indikator zu suchen, und stattdessen das aufzubauen, was wirklich zählt: Konstanz.
Ein wirklich fokussierter Trader braucht keine zehn verschiedenen Strategien. Ein einziges sauberes Setup, mit Geduld und richtigem Risikomanagement umgesetzt, kann bereits genug sein, um Fortschritt zu schaffen. Das Problem ist, dass die meisten Menschen einer Methode nicht genug Zeit geben. Sie testen ein System drei Tage lang, verlieren zwei Trades und suchen sofort nach dem nächsten System.
Das ist kein Trading. Das ist emotionales Einkaufen.
Wenn du dich diesen Sommer wirklich verbessern willst, vereinfache alles.
Wähle ein Haupt-Setup. Definiere klar, was passieren muss, bevor du in einen Trade einsteigst. Wisse, wo deine Trade-Idee ungültig wird. Wisse, wo dein Ziel liegt. Bestimme dein Risiko, bevor du in den Trade gehst, nicht erst dann, wenn du schon emotional bist. Danach nimm nur die Trades, die zu deinem Plan passen.
Keine zufälligen Einstiege.
Keine Rache-Trades.
Keine Positionen nach dem Motto: „Ich fühle einfach, dass es so läuft.“
Jeder Trade sollte einen Grund haben, der so klar ist, dass du ihn einem anderen Trader in einer Minute erklären könntest.
Das Zweite, was du brauchst, ist ein Trading-Journal. Es muss nicht kompliziert sein. Es muss nicht schön aussehen. Schreib einfach auf, warum du eingestiegen bist, wo du eingestiegen bist, wo dein Stop Loss lag, wo dein Ziel lag und vor allem, wie du dich während des Trades verhalten hast.
Denn das Ergebnis eines einzelnen Trades erzählt nicht die ganze Geschichte.
Wenn du deine Regeln gebrochen hast, kann sogar ein Gewinn-Trade ein schlechter Trade sein. Wenn du deinem Plan perfekt gefolgt bist, kann sogar ein Verlust-Trade ein guter Trade sein. Das ist eine der wichtigsten mentalen Veränderungen, die ein Trader machen kann.
Bewerte dich nicht nur nach Gewinn und Verlust.
Bewerte dich nach der Qualität deiner Ausführung.
Wenn du lange genug sauber ausführst, werden die Ergebnisse viel leichter zu verstehen. Wenn du zufällig tradest, kann dir sogar eine profitable Woche die falsche Lektion beibringen.
Deine Aufgabe in diesem Sommer ist es, Beweise zu sammeln.
Beweise über dein Setup. Beweise über deine Disziplin. Beweise darüber, welche Marktbedingungen am besten zu dir passen. Beweise darüber, in welchen Momenten du emotionale Fehler machst. Du versuchst nicht nur, Geld zu verdienen. Du versuchst, dich selbst als Trader zu verstehen.
So wird echtes Selbstvertrauen aufgebaut.
Nicht durch Hype. Nicht durch Motivationsvideos. Nicht durch einen einzigen glücklichen Trade.
Selbstvertrauen entsteht, wenn du siehst, dass du denselben Prozess immer wieder umsetzt, selbst wenn der Markt deine Geduld testet.
Die Wahrheit ist: Trading belohnt nicht die Person, die einen Tag lang begeistert ist. Trading belohnt die Person, die fokussiert bleiben kann, wenn nichts passiert. Es belohnt die Person, die warten kann. Es belohnt die Person, die einen Verlust akzeptieren kann, ohne ihn in eine Katastrophe zu verwandeln.
Sich zu fokussieren bedeutet nicht, den ganzen Tag auf Charts zu starren.
Es bedeutet, selektiver zu werden.
Es bedeutet, deine Energie zu schützen.
Es bedeutet, Nein zu Trades zu sagen, die nicht zu deinem Plan passen.
Es bedeutet zu akzeptieren, dass es besser ist, eine Bewegung zu verpassen, als sich in eine schlechte Position zu zwingen.
Dieser Sommer könnte die Phase sein, in der dein Trading sauberer wird. Nicht, weil du ein magisches Setup gefunden hast, sondern weil du aufgehört hast, das Setup zu sabotieren, das du bereits hattest.
Hier ist die Herausforderung:
Trade in den nächsten Wochen nach klaren Regeln. Kontrolliere dein Risiko. Schreib alles in dein Journal. Überprüfe deine Fehler, ohne dich selbst zu belügen. Mach weniger, aber mach es besser.
Du musst diesen Sommer kein perfekter Trader werden.
Es reicht, wenn du ein ehrlicherer Trader wirst.
Denn sobald du aufhörst, aus Emotionen zu traden, und anfängst, mit klarer Struktur zu handeln, verändert sich alles.
Fokussiere dich.
Baue deinen Prozess neu auf.
Lass diesen Sommer die Phase sein, in der dein Trading wirklich beginnt, professioneller zu werden.
Dies ist keine Finanzberatung. Verwalte dein Risiko immer selbst.
Sie nennen dich realitätsfern, aber was, wenn es funktioniert?Bleib einen Moment bei diesem Gedanken. Nicht bei der Fantasieversion, sondern bei der echten. Was, wenn diese Sache, an der du still arbeitest, diese Sache, die du dich kaum traust laut auszusprechen, tatsächlich aufgeht? Niemand schuldet dir das. Aber vielleicht passiert es, weil du immer wieder aufgetaucht bist, drangeblieben bist und wirklich gut geworden bist.
Das ist kein Tagtraum. Das ist ein Plan, den du noch nicht zu Ende gebracht hast.
🧪 Du hast den ersten Test bereits bestanden
Die meisten Menschen, die anfangen, kommen nie über die ersten Schritte hinaus. Sie geben in den ersten Wochen auf, wenn alles verwirrend, undankbar und noch ohne Beweis ist, dass sich all die Mühe irgendwann auszahlen wird. Wenn du noch hier bist, noch lernst, noch vor den Charts sitzt, noch fragst, wie du besser werden kannst, dann hast du bereits das getan, was die meisten Menschen nicht geschafft haben. Du bist geblieben, als es langweilig und entmutigend war. Das ist nicht nichts. Das ist sogar der seltenste Teil.
Erkenne dir das also an. Und dann mach weiter.
🧪 Du musst nicht die ganze Treppe sehen
Das sagt dir am Anfang niemand: Du musst noch nicht wissen, wie alles ausgehen wird. Niemand weiß das. Die Menschen, die du bewunderst, hatten auch keine vollständige Karte. Sie hatten den ersten Schritt, dann gingen sie den nächsten, und der Weg zeigte sich erst, während sie ihn gingen.
Du brauchst keine absolute Sicherheit, um anzufangen. Du brauchst eine Richtung und die Bereitschaft, dich zu bewegen. Das „Wie“ entsteht unterwegs, durch Wiederholungen, Fehler und Aufmerksamkeit. Darauf zu warten, dass du dich bereit fühlst, ist nur eine langsamere Art, niemals anzufangen.
🧪 Disziplin ist die Superkraft
Hier kommt der wirklich wahre Teil, der Teil, den man sich fast in den Kopf eingravieren sollte: Sobald du eine Methode hast, die tatsächlich funktioniert, wirst du selbst zum entscheidenden Faktor. Dasselbe System, zwei verschiedene Menschen. Einer ruhig und konsequent, der andere ängstlich, ständig improvisierend, und die Ergebnisse trennen sich komplett.
Der Vorteil in diesem Spiel liegt nicht in irgendeinem geheimen Indikator. Er liegt in deiner Fähigkeit, deinem eigenen Plan zu folgen, wenn es unangenehm wird. Einen Verlust zu akzeptieren, ohne Rachetrades zu machen. Den Trade auszulassen, der nicht zu deinem Setup passt. An einem Gewinntag dieselbe Person zu bleiben wie an einem Verlusttag. Das ist keine Schwäche und kein weiches Selbstentwicklungs-Klischee. Das ist die ganze Fähigkeit. Beherrsche dich selbst, und du beherrschst die einzige Variable, die du wirklich kontrollieren kannst.
🧪 Bleib ehrlich, nicht illusionär
Du wirst Leute hören, die dir sagen, du müsstest nur daran glauben, und der Glaube allein würde die Ergebnisse bringen. Sei vorsichtig damit. Nicht der Glaube macht eine Methode effektiv; Tests machen sie solide, und Disziplin macht sie profitabel.
Die Denkweise, die wirklich gewinnt, ist härter und verlässlicher als blinder Glaube. Sie klingt so: Ich werde weiterarbeiten, weiter messen und ehrlich zu mir selbst bleiben, was die Beweise zeigen. Diese Art von Glauben kann dir eine schlechte Woche nicht nehmen. Sie entsteht daraus, dass du die Wiederholungen machst und die Ergebnisse beobachtest. Vertrauen, das so verdient wurde, ist unerschütterlich. Vertrauen, das aus Motivationsvideos geliehen wurde, verdampft, sobald die Realität Widerstand leistet.
Glaube also an deine Fähigkeit zu lernen. Glaube an deine Bereitschaft, die Arbeit zu machen. Aber halte dabei die Augen offen.
🧪 Der Schmerz gehört zum Prozess
Du wirst Verluste erleben. Du wirst Phasen haben, in denen es sich anfühlt, als würdest du rückwärtsgehen. Das ist kein Zeichen dafür, dass du scheiterst; das ist die echte Struktur von Fortschritt in etwas Schwierigem. Jeder, der es geschafft hat, ist durch genau dieses Tal gegangen. Der Unterschied zwischen ihnen und denen, die aufgegeben haben, war nicht Talent. Es war, dass sie immer wieder aufgestanden sind, ihre Methode weiter verfeinert haben und eine schwere Phase nicht mit einem endgültigen Urteil verwechselt haben.
Was würdest du tun, wenn du wüsstest, dass der Durchbruch nur hundert Wiederholungen entfernt ist? Du würdest nicht bei neunzig aufhören. Behandle also jeden Verlust wie Lehrgeld, lerne die Lektion, für die du gerade bezahlt hast, und mach den nächsten Schritt.
🧪 Mach es aus den richtigen Gründen
Du musst niemandem etwas beweisen. Du schuldest den Zweiflern keine Rede, und du brauchst keinen Applaus, um weiterzugehen. Lass die Arbeit still bleiben, wenn du willst, dass sie still bleibt. Aber bleib offen für Menschen, die dir die Wahrheit sagen: einen guten Mentor, einen ehrlichen Freund, die Daten in deinem eigenen Journal. Entschlossenheit und Offenheit sind keine Gegensätze. Die stärksten Menschen sind unerbittlich, aber sie können auch zuhören, wenn sich etwas ändern muss.
🧪 Und was, wenn es funktioniert?
Wach auf und stell dir diese Frage, als würdest du sie wirklich meinen. Dann geh und mach die Wiederholung, die diese Möglichkeit ein kleines Stück realer macht als gestern.
Es gibt Menschen, die nicht talentierter waren als du und es einfach geschafft haben, weil sie sich geweigert haben aufzuhören und ehrlich genug geblieben sind, um sich weiter zu verbessern. Du kannst einer von ihnen sein. Nicht nur durch Hoffnung. Sondern indem du heute die Arbeit machst, und morgen wieder.
Du hast das Feuer in dir. Richte es auf die Arbeit. Los.
Der Trend verrät dich nicht – nur dein Einstieg Im Trading gibt es einen bekannten Satz: „Trend is your friend.“
Doch in der Praxis ist der Trend nur dann dein Freund, wenn du weißt, wie du ihm folgst. Wer aus FOMO handelt, zu spät einsteigt oder zu früh eine Trendwende erwartet, kämpft oft gegen den Markt – und zahlt dafür.
Ein Trend bedeutet nicht einfach, dass der Preis steigt oder fällt. Entscheidend ist die Marktstruktur.
In einem Aufwärtstrend entstehen höhere Hochs und höhere Tiefs. Das zeigt, dass Käufer nach jeder Korrektur auf einem höheren Preisniveau wieder einsteigen. Die Nachfrage bleibt stark.
In einem Abwärtstrend entstehen tiefere Hochs und tiefere Tiefs. Jede Erholung wird früher verkauft als die vorherige – ein klares Zeichen dafür, dass die Verkäufer die Kontrolle behalten.
Viele Trader machen denselben Fehler: Sie stellen sich zu früh gegen den Trend. Steigt der Markt stark, erwarten sie sofort eine Umkehr. Fällt er kräftig, glauben sie, tiefer könne es nicht mehr gehen. Doch der Markt dreht nicht, nur weil er bereits weit gelaufen ist.
Ein starker Trend kann deutlich länger anhalten, als viele Trader erwarten.
Dem Trend zu folgen bedeutet auch nicht, jeder großen Kerze hinterherzulaufen. Oft ist es sinnvoller, auf eine Korrektur zu warten und erst dann nach einer guten Gelegenheit zu suchen.
In einem Aufwärtstrend ist es häufig besser, auf einen Pullback zu einer Unterstützungszone, einer Trendlinie oder einem früheren Ausbruchsniveau zu warten. Hält der Preis dort und zeigt ein klares Kaufsignal, entsteht oft ein Einstieg mit einem besseren Chancen-Risiko-Verhältnis.
Dasselbe gilt für einen Abwärtstrend. Statt einem bereits stark gefallenen Markt hinterherzuverkaufen, lohnt es sich, auf eine Erholung bis zu einer Widerstandszone oder einer zuvor gebrochenen Unterstützung zu warten. Wird der Preis dort erneut abgewiesen, kann sich der Abwärtstrend fortsetzen.
Der wichtigste Punkt ist: Mit dem Trend zu handeln bedeutet nicht, jederzeit in Trendrichtung einzusteigen.
Es bedeutet, sich auf die Seite der dominierenden Marktteilnehmer zu stellen – und geduldig auf einen hochwertigen Einstieg zu warten.
Ein erfahrener Trader stellt sich deshalb immer diese Fragen:
Befindet sich der Markt in einem Aufwärts-, Abwärts- oder Seitwärtstrend?
Ist die aktuelle Marktstruktur noch intakt?
Zu welcher wichtigen Zone korrigiert der Preis gerade?
Gibt es bereits eine Bestätigung für den Einstieg?
Wo ist das Szenario ungültig, falls der Markt doch anders läuft?
Wer diese Fragen beantworten kann, handelt deutlich seltener aus Emotionen.
Der Trend ist ein starker Begleiter – aber kein Retter. Wer zu spät einsteigt, den Stop-Loss unlogisch setzt oder trotz einer gebrochenen Marktstruktur stur an einer Position festhält, wird auch vom stärksten Trend nicht gerettet.






















