Warum die meisten Trader Trends falsch handeln„The trend is your friend“ gehört zu den bekanntesten Börsenweisheiten. Trotzdem verlieren viele Trader gerade dann Geld, wenn sie versuchen, einem Trend zu folgen.
Der Grund: Es reicht nicht, nur die richtige Richtung zu erkennen. Entscheidend ist, an welcher Stelle innerhalb des Trends du einsteigst.
Ein Trend braucht einen klaren Zeitrahmen
Ein Markt kann auf dem Tageschart bullisch sein, während er auf dem 1-Stunden-Chart fällt. Beide Beobachtungen können gleichzeitig richtig sein.
Deshalb muss vor jedem Trade feststehen, welcher Zeitrahmen die Richtung vorgibt.
Für einen Swingtrade könnte der Prozess beispielsweise so aussehen:
Wochen- und Tageschart bestimmen die übergeordnete Richtung.
Der 4-Stunden-Chart zeigt eine Veränderung der Preisbewegung.
Der 1-Stunden-Chart dient zur Planung von Einstieg, Stop-Loss und Ziel.
Der höhere Zeitrahmen liefert den Kontext, der niedrigere das Timing.
Der häufigste Fehler beim Trendhandel
Viele Trader erkennen einen Aufwärtstrend erst, nachdem der Markt bereits stark gestiegen ist. Aus Angst, die Bewegung zu verpassen, kaufen sie nahe eines kurzfristigen Hochs.
Beginnt anschließend ein normaler Rücksetzer, entsteht Unsicherheit. Die Position wird geschlossen – häufig genau dort, wo ein besser vorbereiteter Trader erst nach einem Einstieg sucht.
Der unerfahrene Trader:
1. kauft nach einer starken Ausdehnung,
2. verkauft während des Rücksetzers,
3. und handelt möglicherweise sogar anschließend gegen den weiterhin intakten Trend.
Die Trendrichtung war richtig. Der Zeitpunkt des Einstiegs war falsch.
Nicht die Bewegung jagen – den Rücksetzer handeln
Ein guter Trendtrade entsteht nicht automatisch dadurch, dass du in Richtung des Trends handelst.
In einem Aufwärtstrend möchte ich nicht nach mehreren starken bullischen Kerzen kaufen. Ich warte darauf, dass der Preis in einen relevanten Bereich zurückkehrt.
Das kann beispielsweise sein:
ein Fair Value Gap,
ein Orderblock,
ein vorheriges Ausbruchsniveau,
ein Discount-Bereich,
oder eine Zone mit Sell-Side-Liquidität.
Eine interessante Preiszone allein ist allerdings noch kein Einstieg. Auf dem untergeordneten Zeitrahmen möchte ich erkennen, dass Käufer tatsächlich wieder Kontrolle übernehmen.
Eine mögliche Bestätigung wäre:
1. Sell-Side-Liquidität wird abgeholt.
2. Die Abwärtsbewegung verliert an Stärke.
3. Ein bearishes Fair Value Gap wird nach oben gebrochen.
4. Es entsteht ein bullischer Market Structure Shift.
5. Der Rücksetzer bietet einen klar definierten Einstieg.
Damit versuche ich nicht, das absolute Tief zu treffen. Ich warte, bis der Markt meine Annahme bestätigt.
Wann endet der Trend?
Nicht jeder Rücksetzer bedeutet, dass der Trend vorbei ist.
Bereits vor dem Einstieg muss daher feststehen, was die Handelsidee tatsächlich ungültig macht. Das könnte der Schlusskurs unter einem relevanten höheren Tief, der Bruch der übergeordneten Marktstruktur oder eine starke Reaktion aus einer gegensätzlichen Higher-Timeframe-Zone sein.
Wichtig ist außerdem: Das Ende eines Aufwärtstrends bedeutet nicht automatisch den Beginn eines Abwärtstrends.
Der Markt kann auch in eine neutrale Seitwärtsphase übergehen. Wenn keine klare Struktur vorhanden ist, muss kein Trade erzwungen werden.
Das wichtigste Learning
Ein Trendtrade ist nicht gut, nur weil er in die richtige Richtung zeigt.
Die Qualität entsteht aus der Kombination von:
einer eindeutig definierten Richtung,
einem Rücksetzer in eine relevante Preiszone,
einer bestätigten Veränderung der Preisbewegung,
und einem ausreichenden Chance-Risiko-Verhältnis.
Je weiter der Markt bereits in Trendrichtung gelaufen ist, desto vorsichtiger solltest du werden. Je näher der Preis innerhalb eines intakten Trends an eine relevante Einstiegszone zurückkehrt, desto interessanter kann ein neues Setup werden.
Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht:
„Steigt oder fällt der Markt?“
Sondern:
„Wo befindet sich der Preis innerhalb des Trends – und wird mein Einstieg durch die Marktstruktur bestätigt?“
Wer diese Frage konsequent beantwortet, hört auf, Bewegungen hinterherzulaufen, und beginnt, Trends strukturiert zu handeln.
Wie bestimmst du deine Trendrichtung: über die Marktstruktur, gleitende Durchschnitte oder eine Kombination mehrerer Faktoren? Schreib es gerne in die Kommentare.
Ideen der Community
Fibonacci-Gewinnplan – HandelsstrategieDie meisten Trader nutzen Fibonacci, um den „perfekten Einstieg“ zu finden. Ich gehe anders vor: Ich plane den gesamten Trade, noch bevor ich ihn eingehe.
1. Identifizierung der Hauptbewegung
Beginnen Sie mit einem klaren Impuls von einem Swing-Low zu einem Swing-High in einem Aufwärtstrend. Warten Sie anschließend auf einen Rücksetzer (Pullback), anstatt der Bewegung hinterherzulaufen. Je sauberer der Impuls, desto aussagekräftiger ist das Retracement.
2. Festlegung der Einstiegszone
Der Bereich zwischen 0,50 und 0,618 ist eine der Zonen, die ich besonders genau beobachte. Doch eine bloße Berührung der Fibonacci-Marke reicht nicht aus. Vor dem Einstieg benötige ich eine Bestätigung durch Preisbewegung (Price Action), Unterstützung, Marktstruktur oder ein anderes Signal.
Stellen Sie sich den Ablauf so vor:
Impuls → Rücksetzer → 0,50–0,618-Zone → Bestätigung → Einstieg
3. Definition des Ungültigkeitspunkts (Invalidation)
Bevor Sie über Gewinne nachdenken, müssen Sie festlegen, wann das Szenario hinfällig ist. Wenn der Kurs die Struktur durchbricht, die eigentlich halten sollte, handelt es sich bei dem Setup nicht mehr um denselben Trade.
Dies ist einer der größten Vorteile der korrekten Anwendung von Fibonacci: Es ermöglicht die Planung eines Trades mit klarem Einstieg, definiertem Risiko und messbarem Kursziel – anstatt erst einzusteigen und Entscheidungen später zu treffen.
4. Festlegung der Gewinnziele
Wenn der Kurs das Retracement respektiert und der Trend sich fortsetzt, können Fibonacci-Extensions (wie 1,272 und 1,618) als potenzielle Bereiche für die Gewinnmitnahme dienen.
Daraus ergibt sich ein vollständiger Plan:
Einstiegszone → Ungültigkeitspunkt → Ziel 1 → Ziel 2
Entscheidend ist nicht, ob der Kurs tatsächlich jedes Ziel erreicht. Der Vorteil liegt darin, dass Sie Ihren Plan kennen, bevor der Trade emotional wird.
AURICVERSE-Fazit:
Fibonacci generiert nicht von selbst Gewinne.
Das Werkzeug ist dann nützlich, wenn es Ihnen hilft, Einstiegslage, Bestätigung, Risiko und Ziele zu einer strukturierten Entscheidung zu verknüpfen.
Nutzen Sie Fibonacci nicht zur Vorhersage, sondern zur Planung.
USA/JAPAN/FRANKREICH, die Herausforderung der StaatsverschuldungDer Anstieg der langfristigen Anleiherenditen stellt derzeit eine große fundamentale Herausforderung für die westliche Welt dar. Die jährliche Aufsummierung der Haushaltsdefizite treibt die Staatsverschuldung in die Höhe, die inzwischen in den meisten großen westlichen Volkswirtschaften mehr als 100 % des BIP beträgt.
Diese Staatsverschuldung verursacht jedes Jahr eine Zinslast, die einen immer größeren Teil der Staatsausgaben beansprucht und damit die für die Realwirtschaft verfügbaren Finanzierungsmittel reduziert.
In den Vereinigten Staaten beispielsweise macht der jährliche Schuldendienst im Zusammenhang mit den Zinszahlungen 18 % des Bundeshaushalts aus.
Im Wesentlichen aufgrund dieser Entwicklung der Staatsverschuldung befinden sich die langfristigen Renditen in einem strukturellen Aufwärtstrend, wodurch der Druck auf den Staat und damit auch auf die Unternehmen zunimmt.
Die Situation der Staatsverschuldung und die Belastung durch den Schuldendienst unterscheiden sich jedoch von Volkswirtschaft zu Volkswirtschaft.
Daher habe ich die Situation in den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich miteinander verglichen. Beim Thema Staatsverschuldung weist jedes dieser drei Länder sowohl Schwächen als auch Stärken auf.
Frankreich weist eine Staatsverschuldung von rund 117 % des BIP auf, wobei die Zinslast etwa 13 % des Staatshaushalts ausmacht. Das französische Problem besteht vor allem in der Kombination aus einem hohen Haushaltsdefizit, einem schwachen Wirtschaftswachstum und steigenden Zinsen. Die Dynamik der Verschuldung ist daher ohne eine Verringerung des Defizits besonders schwer zu stabilisieren.
Die nachstehende Tabelle zeigt die wichtigsten Informationen zum Schuldendienst in drei großen westlichen Ländern: den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich.
Die Vereinigten Staaten weisen eine andere Situation auf. Bei einer Staatsverschuldung von rund 125 % des BIP ist der Verschuldungsgrad hoch, doch vor allem bleibt das Haushaltsdefizit extrem groß. Die Zinslast erreicht bereits etwa 18 % des Bundeshaushalts und stellt damit ein echtes Risiko für die fiskalische Glaubwürdigkeit der USA dar. Die Vereinigten Staaten verfügen jedoch weiterhin über einen erheblichen Vorteil: Der Dollar ist die wichtigste Reservewährung der Welt, und der Treasury-Markt ist nach wie vor äußerst tief und liquide.
Japan stellt wiederum einen anderen Fall dar. Die Staatsverschuldung erreicht etwa 245 % des BIP und liegt damit mit großem Abstand am höchsten unter den drei Ländern. Dennoch macht die Zinslast nur rund 10,5 % des Haushalts aus, insbesondere dank der weiterhin relativ niedrigen Zinsen. Das japanische Risiko besteht daher weniger in der derzeitigen Höhe der Zinslast als vielmehr in der Geschwindigkeit ihres Anstiegs, falls die langfristigen Renditen weiter steigen.
Schließlich ist der Anteil ausländischer Gläubiger ein weiterer wichtiger Faktor. Er ist in Frankreich mit rund 56 % deutlich höher als in den Vereinigten Staaten mit etwa 30 % und in Japan mit rund 12,5 %. Eine starke Abhängigkeit von ausländischen Investoren kann die Finanzierung der Staatsschulden anfälliger für einen Vertrauensverlust machen.
Letztlich weist Japan die höchste Verschuldung auf, die Vereinigten Staaten die höchste Zinslast, während Frankreich derzeit besonders anfällig für die Kombination aus hohem Defizit, schwachem Wachstum und Abhängigkeit von ausländischen Investoren erscheint.
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Die Nutzung internetbasierter Systeme kann erhebliche Risiken bergen, darunter Betrug, Cyberangriffe, Netzwerkausfälle, Kommunikationsprobleme sowie Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten.
Die 5 Schritte zu einem Trading-System das wirklich funktioniert
Viele Trader besitzen eine Strategie – aber noch lange kein funktionierendes Trading-System.
Sie kennen Orderblocks, Fair Value Gaps, Trendlinien, Indikatoren oder bestimmte Candlestick-Muster. Trotzdem wechseln sie ständig zwischen verschiedenen Setups, verändern nach einigen Verlusten ihre Regeln oder riskieren je nach „Gefühl“ unterschiedlich viel.
Das Problem ist häufig nicht fehlendes Wissen. Es fehlt eine klare Struktur, die aus einzelnen Analysewerkzeugen einen wiederholbaren Prozess macht.
Ein vollständiges Trading-System beantwortet deshalb nicht nur die Frage, wann ein Trade eröffnet wird. Es legt auch fest:
welche Märkte und Zeiteinheiten gehandelt werden,
unter welchen Bedingungen überhaupt ein Vorteil vorhanden ist,
wie viel pro Trade riskiert wird,
wann ein Setup ungültig ist,
wie Positionen gemanagt werden,
wie die Ergebnisse ausgewertet werden und
wann das Risiko erhöht werden darf.
Die folgenden fünf Schritte bilden dafür einen praktikablen Rahmen.
1. Definiere zuerst dein Ziel und deine Rahmenbedingungen
Bevor du Einstiegsregeln formulierst, solltest du klären, welche Aufgabe Trading in deinem Leben erfüllen soll.
Möchtest du nebenberuflich ein zusätzliches Einkommen aufbauen? Soll Trading langfristig zu deiner Haupteinnahmequelle werden? Wie viel Zeit kannst du tatsächlich für Analyse und Ausführung aufbringen?
Diese Fragen entscheiden maßgeblich darüber, welches System überhaupt zu dir passt.
Wer berufstätig ist und den Markt nur morgens und abends prüfen kann, benötigt einen anderen Ansatz als jemand, der täglich mehrere Stunden während der London- oder New-York-Session vor dem Bildschirm sitzt. Ein System ist nicht gut, weil es möglichst viele Trades erzeugt. Es ist gut, wenn es zuverlässig ausführbar ist.
Auch die Renditeerwartung muss realistisch bleiben. Ein starres Monatsziel kann dazu führen, dass Trades erzwungen oder Positionsgrößen erhöht werden, obwohl der Markt gerade keine passenden Chancen bietet. Sinnvoller ist es, den Fokus auf kontrollierbare Größen zu legen:
Habe ich nur Setups gehandelt, die meinem Plan entsprechen?
Habe ich mein Risiko eingehalten?
Habe ich schwache Marktbedingungen erkannt und ausgelassen?
Habe ich jeden Trade sauber dokumentiert?
Die Rendite ist das Ergebnis eines Prozesses. Sie lässt sich nicht für jeden Monat bestellen.
Ergebnis dieses Schrittes:
Du kennst deinen Zeithorizont, deine verfügbare Bildschirmzeit, dein maximales Risiko und die realistische Aufgabe deines Tradings.
2. Wähle einen Handelsstil und definiere deinen statistischen Vorteil
Der nächste Schritt ist Spezialisierung.
Daytrading, Swingtrading, Forex, Futures, Aktien, Indizes und Kryptowährungen stellen unterschiedliche Anforderungen. Wer gleichzeitig fünf Märkte, mehrere Sessions und zahlreiche Setups handeln möchte, sammelt oft viele Eindrücke – aber keine vergleichbare Daten.
Für den Aufbau eines Systems ist es meist sinnvoller, zunächst Folgendes festzulegen:
ein klarer Handelsstil,
eine begrenzte Auswahl an Märkten,
ein festes Analyse- und Entry-Zeitfenster,
ein eindeutig beschriebenes Setup.
Entscheidend ist anschließend die im englischen sogenannte Edge: ein wiederholbarer statistischer Vorteil über eine größere Anzahl von Trades.
Ein einzelner Gewinner beweist nichts. Ebenso widerlegt eine kleine Verlustserie nicht automatisch das System. Entscheidend ist, ob dieselben Bedingungen über viele vergleichbare Trades hinweg einen positiven Erwartungswert erzeugen.
Dieser lässt sich vereinfacht so ausdrücken:
Erwartungswert = Trefferquote × durchschnittlicher Gewinn – Verlustquote × durchschnittlicher Verlust
Beispiel: Ein System gewinnt nur 50 % seiner Trades, erzielt bei Gewinnern aber durchschnittlich 2R und verliert bei Fehltrades 1R.
0,50 × 2R – 0,50 × 1R = 1 - 0,5 = +0,5R pro Trade
Trotz einer Trefferquote von 50 % besitzt dieses System einen positiven Erwartungswert.
Für einen regelbasierten Smart-Money-Ansatz könnte das Setup beispielsweise aus fünf Prüfpunkten bestehen:
Marktkontext: Ist die übergeordnete Richtung auf Wochen-, Tages- oder 4-Stunden-Chart klar?
Relevante Zone: Befindet sich der Preis an einem nachvollziehbaren Orderblock, einer Ineffizienz oder einem bedeutenden Hoch bzw. Tief?
Liquidität: Wurde auf der Gegenseite erkennbare Liquidität abgeholt?
Bestätigung: Zeigt die niedrigere Zeiteinheit einen Strukturwechsel, eine deutliche Verdrängung oder eine andere exakt definierte Reaktion?
Trade-Struktur: Liegen Stop-Loss und Kursziel an logisch begründeten Punkten und ergibt sich ein ausreichendes Chance-Risiko-Verhältnis?
Wichtig ist nicht, genau diese Kriterien zu verwenden. Wichtig ist, dass jedes Kriterium so präzise formuliert ist, dass du im Nachhinein eindeutig beurteilen kannst, ob es erfüllt war.
„Der Markt sah bullisch aus“ ist keine Regel. „Nach dem Sweep des Vortagestiefs entsteht im 1H-Chart ein bullischer Strukturwechsel mit FVG“ ist deutlich besser prüfbar.
3. Verknüpfe Risikomanagement und Tradingpsychologie
Viele psychologische Probleme beginnen nicht im Kopf, sondern bei der Positionsgröße.
Ist das Risiko zu hoch, bekommt jeder Tick plötzlich emotionale Bedeutung. Der Stop-Loss wird verschoben, Gewinne werden zu früh geschlossen und nach einem Verlust entsteht der Drang, das Geld sofort zurückzugewinnen.
Deshalb sollte man solange im Demomodus handeln bis diese Fehler nicht mehr passieren und man sich, zumindest in diesem Risikofreiem Umfeld, selbst bewiesen hat, dass man eine Strategie konstant und erfolgreich umsetzen kann.
Ein robuster Risikoplan definiert mindestens:
das maximale Risiko pro Trade,
das maximale Gesamtrisiko bei mehreren korrelierten Positionen,
eine Verlustgrenze pro Tag oder Woche,
Regeln für Nachrichtenereignisse,
die Berechnung der Positionsgröße,
den Umgang mit Teilgewinnen und Break-even,
Situationen, in denen nicht gehandelt wird.
Ein Risiko von beispielsweise 0,5 % oder 1 % pro Trade kann emotional wesentlich leichter umzusetzen sein als 2 % oder mehr. Der richtige Wert hängt jedoch von der getesteten Verlustserie, dem Drawdown, dem Handelsstil, dem CRV und der persönlichen Risikotoleranz ab.
Besonders wichtig: Mehrere ähnliche Positionen sind nicht automatisch mehrere unabhängige Trades. Wer gleichzeitig EURUSD long, GBPUSD long und USDCHF short handelt, kann faktisch dreimal auf dieselbe USD-Schwäche setzen. Das Gesamtrisiko muss diese Korrelation berücksichtigen.
Gute Psychologie bedeutet daher nicht, niemals Angst oder Zweifel zu verspüren. Sie bedeutet, dass die Regeln auch dann noch ausführbar bleiben, wenn mehrere Trades hintereinander verlieren.
4. Dokumentiere, überprüfe und verbessere dein System
Ohne Daten bleibt jede Optimierung subjektiv.
Nach einem Gewinn erinnert man sich gerne an die perfekte Analyse. Nach einem Verlust wird dagegen schnell der Markt, der Broker oder ein Nachrichtenereignis verantwortlich gemacht. Ein Journal ersetzt diese verzerrte Erinnerung durch überprüfbare Informationen.
Für jeden Trade sollten zumindest folgende Punkte festgehalten werden:
Markt, Datum und Uhrzeit,
Long oder Short,
Screenshot vor und nach dem Trade,
übergeordneter Bias,
genutztes Setup,
erfüllte und nicht erfüllte Kriterien,
Entry, Stop-Loss und Ziel,
geplantes und tatsächliches Ergebnis in R,
Regelkonformität,
kurze Anmerkung zur Ausführung.
Die wichtigste Kennzahl ist zunächst nicht der Gewinn, sondern die Regelkonformität. Ein regelkonformer Verlust ist Teil des Systems. Ein impulsiver Gewinner außerhalb des Plans ist dagegen ein gefährlicher Fehler, weil er schlechtes Verhalten belohnt.
Nach jeweils 20 bis 50 vergleichbaren Trades können Muster ausgewertet werden:
Welches Setup erzeugt den höchsten Erwartungswert?
In welcher Session entstehen die besten Ergebnisse?
Welche Marktphase verursacht die meisten Verluste?
Verbessert eine zusätzliche Bestätigung tatsächlich das Ergebnis?
Werden Gewinne durch das Trade-Management unnötig begrenzt?
Welche Fehler wiederholen sich?
Dabei sollte immer nur eine Variable zur gleichen Zeit verändert werden. Wer gleichzeitig Entry, Stop-Loss, Ziel, Markt und Zeiteinheit austauscht, weiß später nicht, welche Änderung für das Ergebnis verantwortlich war.
Backtesting zeigt, ob eine Idee historisch Potenzial besitzt. Forwardtesting zeigt, ob sie unter aktuellen Bedingungen und mit der eigenen Ausführung funktioniert. Erst beide Perspektiven zusammen liefern eine belastbare Grundlage.
5. Skaliere erst die Ausführung – dann das Kapital
Viele Trader denken beim Skalieren ausschließlich an eine größere Positionsgröße. Tatsächlich sollte zuerst die Qualität des Prozesses skaliert werden.
Bevor das Risiko erhöht wird, sollten drei Voraussetzungen erfüllt sein:
Das Setup besitzt über eine ausreichend große Stichprobe einen positiven Erwartungswert.
Die Verlustserien und der maximale Drawdown sind bekannt und akzeptabel.
Die Regeln wurden über einen längeren Zeitraum konsequent umgesetzt.
Erst danach kann die Kontogröße schrittweise wachsen – durch erwirtschaftete Gewinne, oder gegebenenfalls externes Handelskapital.
Das Ziel ist nicht, möglichst schnell groß zu handeln. Das Ziel ist, mit wachsendem Kapital genau denselben guten Prozess auszuführen.
FAZIT:
Ein Trading-System ist mehr als ein Entry
Ein funktionierendes System besteht nicht aus dem einen perfekten Signal. Es verbindet fünf Bereiche miteinander:
realistische Ziele und passende Rahmenbedingungen,
einen klar definierten Handelsstil mit statistischem Vorteil,
kontrolliertes Risiko und ausführbare psychologische Anforderungen,
konsequente Dokumentation und datenbasierte Verbesserung,
langsame, nachvollziehbare Skalierung.
Fehlt nur einer dieser Bereiche, entstehen typische Probleme: Ein guter Entry wird durch zu hohes Risiko zerstört. Ein positiver Edge bleibt wegen inkonsequenter Ausführung unsichtbar. Eine profitable Phase führt zu aggressiver Skalierung – und der nächste Drawdown gibt alles wieder ab.
Die eigentliche Stärke eines Trading-Systems liegt deshalb nicht darin, jeden Trade vorherzusagen. Sie liegt darin, Unsicherheit in einen wiederholbaren Entscheidungsprozess zu übersetzen.
Welcher dieser fünf Bereiche ist in deinem aktuellen Trading bereits klar definiert – und an welchem musst du noch am meisten arbeiten? Schreib es in die Kommentare und hinterlasse ein 🚀 wenn du in Zukunft mehr solche Artikel lesen möchtest!
5 Warnsignale|Solltest du mit Trading aufhören oder weitermachenWann solltest du mit Trading aufhören – und wann auf keinen Fall?
Viele Trader stellen sich nach einer Verlustserie dieselbe Frage: Soll ich weitermachen oder ist es vernünftiger, aufzuhören?
Die meisten versuchen, diese Entscheidung anhand ihres aktuellen Kontostands zu treffen. Genau das ist jedoch problematisch. Ein positiver Monat kann durch Glück entstehen. Eine schlechte Phase kann trotz sauberer Ausführung Teil einer statistisch normalen Verlustphase sein.
Der kurzfristige Gewinn oder Verlust ist deshalb kein zuverlässiges Urteil über die langfristige Entwicklung eines Traders.
Daher halte ich eine andere Frage für wesentlich hilfreicher:
> Entwickelt sich dein Prozess in die richtige Richtung – oder wiederholst du lediglich dieselben Fehler immer wieder?<
Trading sollte weder romantisiert noch vorschnell aufgegeben werden. Es ist eine leistungsorientierte Tätigkeit. Fortschritt verläuft selten linear und zeigt sich häufig zuerst im Verhalten, bevor er auf dem Konto sichtbar wird.
Warum der Kontostand allein wenig aussagt
Das Ergebnis eines einzelnen Trades besteht immer aus zwei Komponenten:
Ergebnis = Qualität der Entscheidung + kurzfristiger Zufall
Ein regelwidriger Trade kann gewinnen. Ein hervorragend vorbereiteter Trade kann den Stop-Loss erreichen. Wer nur das Resultat bewertet, belohnt daher manchmal schlechte Entscheidungen und bestraft gute.
Erst über eine ausreichend große Stichprobe verliert der Zufall an Bedeutung. Davor sollte ein Trader vor allem beobachten, ob sich seine Entscheidungsqualität verbessert:
* Werden die Setups klarer definiert?
* Werden weniger spontane Trades eröffnet?
* Wird das Risiko konsequenter begrenzt?
* Werden Marktstruktur, Liquidität und Kontext sauberer gelesen?
* Werden Fehler schneller erkannt und dauerhaft korrigiert?
Diese Entwicklung nenne ich die *Prozesskurve*. Sie ist in der Lernphase häufig wichtiger als die Kapitalkurve.
🚨5 Warnsignale, bei denen eine Pause oder ein Ausstieg sinnvoll sein kann
1. Trading schadet dauerhaft deiner Gesundheit oder deinem Umfeld
Ein gewisses Maß an Anspannung gehört zu jeder anspruchsvollen Tätigkeit. Dauerhafte Schlafprobleme, Angstzustände, aggressive Stimmung, Kontrollverlust oder schwere Konflikte mit der Familie sind jedoch keine normale „Lehrzeit“.
Wenn Trading dein Leben zunehmend verschlechtert, muss zuerst das Risiko reduziert werden. Das kann eine Pause, der Wechsel auf ein Demokonto oder auch ein vollständiger Ausstieg bedeuten. Kein Setup rechtfertigt gesundheitliche oder familiäre Schäden.
2. Du willst professionelle Ergebnisse ohne professionellen Prozess
Viele Trader möchten vom Markt bezahlt werden, behandeln Trading aber wie ein Glücksspiel am Feierabend. Sie führen kein Journal, testen ihre Setups nicht, überprüfen keine Trades und können ihre Regeln nicht eindeutig formulieren.
Ohne einen wiederholbaren Prozess lässt sich weder beurteilen, ob eine Strategie funktioniert, noch ob sie korrekt umgesetzt wurde. Wer über längere Zeit nicht bereit ist, regelmäßig zu analysieren, zu dokumentieren und zu üben, verfolgt eher eine Hoffnung als ein professionelles Vorhaben.
3. Du kannst selbst einfache Risikoregeln nicht einhalten
Eine Strategie benötigt Spielraum. Das Risikomanagement nicht.
Wer Stop-Losses verschiebt, Verluste durch größere Positionen zurückholen möchte oder nach einem Regelverstoß sofort den nächsten Trade eröffnet, hat nicht primär ein Analyseproblem. Er hat ein Ausführungsproblem.
Bevor deshalb die nächste Strategie gesucht wird, sollte die Positionsgröße so weit reduziert werden, dass regelkonformes Handeln überhaupt möglich wird. Gelingt es auch mit sehr kleinem Risiko oder im Demokonto dauerhaft nicht, Regeln einzuhalten, ist eine ernsthafte Neubewertung notwendig.
4. Die Bereitschaft zu lernen ist über Monate verschwunden
Motivation schwankt. Nach einer schwierigen Woche muss niemand begeistert vor dem Chart sitzen. Kritisch wird es, wenn über mehrere Monate weder Neugier noch Lernbereitschaft vorhanden sind und nur noch die Hoffnung auf schnelles Geld bleibt.
Trading besteht zu einem großen Teil aus Wiederholung: vorbereiten, warten, ausführen, dokumentieren und verbessern. Wer ausschließlich das Ergebnis will, aber den Prozess dauerhaft ablehnt, wird kaum die nötige Beständigkeit entwickeln.
5. Deine Erwartungen passen nicht zur Realität
Trading wird häufig mit Freiheit, schnellen Gewinnen und einem luxuriösen Lebensstil beworben. Die Realität besteht zunächst aus Unsicherheit, Fehlern, Wiederholungen und konstanter Entwicklung.
Wer mit dringend benötigtem Geld handelt, feste Tagesgewinne erzwingen will oder den Markt als schnelle Lösung für finanzielle Probleme betrachtet, schafft Bedingungen, unter denen rationale Entscheidungen kaum möglich sind.
In diesem Fall ist nicht mehr Motivation nötig, sondern eine Korrektur der Erwartungen und des finanziellen Rahmens.
🟢 Fünf Zeichen, dass du möglicherweise nicht aufgeben solltest
1. Deine Fähigkeiten verbessern sich, obwohl die Gewinn- und Verlustkurve noch nicht folgt
Vielleicht bist du noch nicht konstant profitabel, erkennst deine Setups aber schneller, vermeidest schlechte Marktphasen und reduzierst impulsive Trades. Das sind reale Fortschritte. Um emotionale Fehler anfangs zu Vermeiden empfiehlt sich daher ein Demokonto.
Der Gewinn reagiert oft verzögert, weil alte Fehler zunächst weiter nachwirken und eine Strategie Zeit benötigt, ihren Erwartungswert auszuspielen. Entscheidend ist, ob sich die Qualität deiner Entscheidungen messbar verbessert.
2. Du verstehst die Konzepte, aber die Echtzeit-Ausführung hinkt hinterher
Zwischen dem Erkennen eines Setups im Backtesting und seiner Umsetzung unter Zeitdruck liegt ein großer Unterschied. Marktstruktur im Nachhinein zu markieren ist einfacher, als während einer laufenden Kerze geduldig auf Bestätigung zu warten.
Diese Lücke ist nicht automatisch ein Beweis dafür, dass die Methode ungeeignet ist. Häufig fehlen lediglich Wiederholungen. Screenshot-Reviews, Demo-Training und eine klare Checkliste können aus theoretischem Wissen schrittweise eine ausführbare Fähigkeit machen.
3. Trading macht dich strukturierter statt impulsiver
Ein gesunder Entwicklungsprozess wirkt häufig über den Chart hinaus. Gute Trader lernen zu warten, Wahrscheinlichkeiten zu akzeptieren, Risiken zu begrenzen und Entscheidungen nicht von einzelnen Ergebnissen abhängig zu machen.
Wenn du dadurch disziplinierter, reflektierter und verantwortungsbewusster wirst, ist das ein positives Signal. Trading sollte deine Selbstkontrolle langfristig stärken – nicht zerstören.
4. Rückschläge führen zu Analyse statt zu Ausreden
Die entscheidende Eigenschaft ist nicht, keine Fehler zu machen. Entscheidend ist die Geschwindigkeit, mit der ein Fehler in eine konkrete Regel übersetzt wird.
Ein produktiver Ablauf sieht so aus:
1. Fehler eindeutig benennen.
2. Ursache vom bloßen Ergebnis trennen.
3. Eine konkrete Gegenmaßnahme definieren.
4. Diese Maßnahme in Checkliste oder Routine integrieren.
5. Über die nächsten Trades überprüfen, ob sie wirkt.
Wer diesen Kreislauf konsequent schließt, entwickelt sich. Wer dieselben Fehler Woche für Woche wiederholt, stagniert.
5. Du besitzt einen klaren Lern- und Verbesserungsprozess
Ein Trader mit System kann jederzeit beantworten:
* Welche Setups trade ich genau?
* Unter welchen Marktbedingungen funktionieren sie?
* Was ist mein maximal erlaubtes Risiko?
* Welche Fehler treten am häufigsten auf?
* An welcher einzigen Verbesserung arbeite ich aktuell?
Diese Klarheit schützt vor dem typischen Kreislauf aus Strategie-Hopping, Überoptimierung und emotionalem Aktionismus.
Ein objektiver Monatscheck für Trader
Statt nur Gewinn oder Verlust zu notieren, bewerte am Monatsende fünf Bereiche jeweils von 1 bis 5:
| Bereich | Leitfrage
| ----------- | ----------------------------------------------------------------------
| Strategie | Habe ich ausschließlich klar definierte Setups gehandelt?
| Risiko | Habe ich Positionsgröße, Stop-Loss und Tagesverlustgrenze eingehalten?
| Ausführung | Habe ich auf meine Bestätigung gewartet?
| Review | Habe ich Trades dokumentiert und wiederkehrende Fehler erkannt?
| Entwicklung | Habe ich mindestens eine Schwäche nachweisbar verbessert?
Ein profitabler Monat mit niedriger Prozessbewertung ist ein Warnsignal. Ein negativer Monat mit deutlich verbesserter Prozessbewertung kann dagegen ein konstruktiver Entwicklungsschritt sein.
Natürlich darf man schwache Ergebnisse nicht unbegrenzt schönreden. Bleibt der Gewinn trotz sauberer Ausführung über eine aussagekräftige Stichprobe negativ, muss die Strategie selbst überprüft werden:
* Hat sie nach Kosten tatsächlich einen positiven Erwartungswert?
* Sind die Regeln eindeutig?
* Passen Markt, Zeiteinheit und Handelszeit zur getesteten Methode?
* Wurde das Setup über unterschiedliche Marktphasen untersucht?
# Fazit
Die Frage „Soll ich mit Trading aufhören?“ lässt sich nicht mit einem einzelnen Gewinnmonat, einer Verlustserie oder einer pauschalen Zeitangabe beantworten.
Entscheidend ist die Richtung deiner Entwicklung:
* Werden deine Regeln klarer?
* Wird dein Risiko kontrollierter?
* Werden deine Fehler kleiner und seltener?
* Wird dein Review konkreter?
* Wird dein Verhalten professioneller?
Wenn diese Kurve steigt, kann Aufgeben zu früh sein – selbst wenn die Kapitalkurve noch hinterherhinkt.
Wenn dagegen Gesundheit, Beziehungen und finanzielle Stabilität leiden, während dieselben Regelverstöße unverändert bleiben, ist Durchhalten nicht automatisch Disziplin.
Professionelles Trading beginnt nicht mit der Suche nach dem nächsten Einstieg. Es beginnt mit einem strukturierten Lernprozess, klaren Regeln und der Fähigkeit, die eigene Entwicklung ehrlich zu messen. Daher empfehle ich immer im Demo bzw. Papertrading zu starten, bis erstmal für konstante Umsetzung gesorgt wurde.
Genau darin liegt langfristig der Unterschied zwischen bloßer Marktteilnahme und einem belastbaren Tradingprozess.
Woran erkennst du, ob du gerade nur eine schwierige Phase durchmachst oder deinen Tradingprozess grundsätzlich verändern musst?
Schreib es in die Kommentare. ⬇️
*Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Weiterbildung und stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments dar. Trading ist mit erheblichen Risiken verbunden; vergangene Ergebnisse erlauben keine Rückschlüsse auf zukünftige Entwicklungen.*
Broad Dollar Index – der Index der Fed, der echte US-Dollar!Wie lässt sich der grundlegende Trend des US-Dollars am Devisenmarkt richtig verfolgen? Die bekannteste und traditionell in den Handelssälen am häufigsten beobachtete Darstellung des US-Dollars ist der Dollar-Index mit dem Ticker DXY. Den DXY finden Sie auf TradingView.
Das Problem bei dieser Darstellung des US-Dollars besteht jedoch darin, dass der Euro ein zu hohes Gewicht erhält und zahlreiche Handelspartner der Vereinigten Staaten, insbesondere China, nicht berücksichtigt werden.
Aus diesem Grund verwendet die Fed ihren Broad Dollar Index, um den Trend des US-Dollars zu analysieren. Der entsprechende TradingView-Ticker lautet DTWEXBGS.
Schauen wir uns die Unterschiede zwischen dem DXY und dem Broad Dollar Index der Fed genauer an, wobei eine gute Analyse darin besteht, beide Indizes zu verwenden und auf Konvergenzen oder Divergenzen ihrer Trends zu achten.
Der DXY besteht nur aus sechs Währungen. Sein wesentlichstes Merkmal ist das extrem hohe Gewicht des Euro, der 57,6 % des Index ausmacht. Der japanische Yen kommt auf 13,6 %, das britische Pfund auf 11,9 %, der kanadische Dollar auf 9,1 %, die schwedische Krone auf 4,2 % und der Schweizer Franken auf 3,6 %. Mit anderen Worten: Mehr als 83 % des DXY hängen vom Euro, Yen und britischen Pfund ab.
Der Broad Dollar Index der Fed verfolgt einen völlig anderen Ansatz. Er versucht, den Wert des US-Dollars gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner der Vereinigten Staaten zu messen, wobei die Gewichtungen auf den Handelsströmen basieren. Die Fed aktualisiert diese Gewichtungen regelmäßig. Für 2026 macht der Euro somit rund 21 % des Währungskorbs aus, der mexikanische Peso 14,8 %, der kanadische Dollar 12,8 % und der chinesische Yuan 10,9 %.
Die folgende Tabelle vergleicht die beiden Darstellungen des US-Dollars am Devisenmarkt: den sehr bekannten US-Dollar-Index (DXY), der in den Handelssälen verfolgt wird, und den Broad Dollar Index der Fed.
Der Broad Dollar Index ist inzwischen wahrscheinlich die bessere Wahl, um den grundlegenden Trend des US-Dollars gegenüber einem Korb wichtiger Währungen zu verfolgen.
Dieser Unterschied ist fundamental. Der DXY reagiert letztlich sehr stark auf den Euro, während der Broad Dollar Index eine deutlich diversifiziertere Darstellung der Stärke des US-Dollars in der Weltwirtschaft liefert. Er berücksichtigt unter anderem China, Mexiko, Südkorea, Indien, Taiwan, Vietnam und Brasilien, die im DXY nicht enthalten sind.
Darüber hinaus ist zu beachten, dass der Broad Dollar Index ein nach dem Handel mit Waren und Dienstleistungen gewichteter Index ist. Er eignet sich daher besser für eine makroökonomische Analyse des Außenwerts des US-Dollars, während der DXY weiterhin äußerst nützlich ist, um Bewegungen am Devisenmarkt zu verfolgen.
Auf TradingView entspricht DTWEXBGS dem nominalen Broad Dollar Index der Fed, mit einer Basis von 100 im Januar 2006 und täglichen Daten.
In der Praxis empfehle ich daher, beide Indizes zu verfolgen. Wenn der DXY fällt, der Broad Dollar Index jedoch stabil bleibt, kann die Schwäche des US-Dollars hauptsächlich auf den Euro zurückzuführen sein. Wenn dagegen beide Indizes gleichzeitig fallen, wird das Signal deutlich stärker: Die Schwäche des US-Dollars ist dann tatsächlich breit angelegt.
Der folgende Chart zeigt den wöchentlichen Schlusskurs des Broad Dollar Index der Fed mit dem Ichimoku-System. Der Trend bleibt bearish, solange sich der Dollar innerhalb der wöchentlichen Ichimoku-Wolke bewegt.
Sein TradingView-Ticker lautet DTWEXBGS.
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Dieser Inhalt richtet sich an Personen, die mit Finanzmärkten und Finanzinstrumenten vertraut sind, und dient ausschließlich Informationszwecken. Die präsentierte Idee (einschließlich Marktkommentare, Marktdaten und Beobachtungen) ist kein Produkt einer Research-Abteilung von Swissquote oder einer ihrer Tochtergesellschaften. Dieses Material soll Marktbewegungen veranschaulichen und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Wenn Sie ein Privatanleger sind oder keine Erfahrung mit dem Handel komplexer Finanzprodukte haben, sollten Sie vor finanziellen Entscheidungen einen lizenzierten Berater konsultieren.
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Digitale Vermögenswerte sind in den meisten Ländern nicht reguliert und es gelten möglicherweise keine Verbraucherschutzvorschriften. Aufgrund ihrer hohen Volatilität und spekulativen Natur sind sie für risikoscheue Anleger ungeeignet. Vergewissern Sie sich, dass Sie jeden digitalen Vermögenswert verstehen, bevor Sie handeln.
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Langfristige Zinsen – wie kann der Anstieg gestoppt werden?Der Aufwärtstrend bei den langfristigen US-Staatsanleiherenditen ist derzeit eines der wichtigsten grundlegenden Sorgenkinder. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe erreichte während der Börsensitzung am 18. August 5,33 %, ein Niveau, das zuletzt im Jahr 2007 erreicht wurde – also ein 19-Jahres-Hoch!
Die langfristigen Finanzierungskosten für die US-Bundesregierung und für alle Akteure der Wirtschaft steigen weiter und nähern sich Schwellenwerten, die für Staat und Unternehmen erheblichen finanziellen Stress bedeuten könnten.
Die angekündigte Verdopplung der Rückkäufe von US-Schuldtiteln am Anleihemarkt durch das US-Finanzministerium ab Mittwoch, dem 9. September, wird daran nichts ändern, da es sich angesichts der mittlerweile erreichten Höhe der US-Staatsverschuldung nicht um eine strukturelle Maßnahme handelt. Die öffentliche Verschuldung der USA liegt inzwischen bei mehr als 40 Billionen US-Dollar und entspricht 130 % des US-BIP.
Der folgende Chart zeigt die monatlichen japanischen Candlesticks der Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe. Diese bewegt sich derzeit auf dem Niveau von 2007 und damit auf einem 19-Jahres-Hoch.
Wie kann dieser grundlegende Aufwärtstrend bei den langfristigen Anleiherenditen gebrochen werden?
Es geht nicht nur darum, Maßnahmen zu finden, die den Markt stabilisieren können, sondern um Maßnahmen, die in der Lage sind, diesen Aufwärtstrend umzukehren, der auch aus Sicht der technischen Analyse zunehmend beunruhigend wird.
Drei Faktoren erscheinen mir notwendig, um den Anstieg der langfristigen US-Zinsen und allgemein der langfristigen Zinsen im Westen zu beenden.
Der folgende Chart stammt von Bloomberg und zeigt die sehr langfristigen Staatsanleiherenditen der USA, Japans, Großbritanniens und Deutschlands. Der grundlegende Aufwärtstrend ist allgemein zu beobachten.
Diese drei Faktoren sind:
· Die Rückkehr der fiskalischen Glaubwürdigkeit der USA
· Eine nachhaltige Disinflation in den USA, damit die Fed wieder einen expansiveren geldpolitischen Kurs einschlagen kann
· Eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes/eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, wobei dies für den Markt ebenfalls negativ wäre, sollte die Arbeitslosenquote stark ansteigen
Der erste Faktor ist langfristig wahrscheinlich der wichtigste: die fiskalische Glaubwürdigkeit der USA. Solange Investoren davon ausgehen, dass die Defizite dauerhaft hoch bleiben und die Verschuldung weiterhin schneller wächst als die Fähigkeit der Wirtschaft, sie zu tragen, kann eine hohe Laufzeitprämie in den langfristigen Renditen enthalten bleiben. Mit anderen Worten: Selbst wenn die Fed ihre Leitzinsen senkt, garantiert dies keineswegs einen Rückgang der 30-jährigen Rendite.
Es wäre daher eine glaubwürdige Änderung des fiskalischen Kurses erforderlich: eine Verringerung des Primärdefizits, eine Kontrolle der Ausgaben und vor allem die Wahrnehmung des Marktes, dass der Entwicklungspfad der Staatsverschuldung tragfähig ist. Diese Glaubwürdigkeit könnte es ermöglichen, dass Investoren eine geringere Rendite für das Halten sehr langfristiger US-Staatsanleihen verlangen.
Der folgende Chart zeigt die Entwicklung der US-Staatsverschuldung, die gerade die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten hat.
Der zweite Faktor ist eine nachhaltige Disinflation. Wenn die US-Inflation eindeutig in Richtung des 2%-Ziels zurückkehren würde und die langfristigen Inflationserwartungen fest verankert blieben, hätte die Fed mehr Spielraum für Leitzinssenkungen. Ein Rückgang der kurzfristigen Zinsen würde dann letztlich Druck auf die gesamte Zinskurve ausüben, auch wenn die Bewegung bei mittleren Laufzeiten wahrscheinlich deutlich stärker ausfallen würde als bei der 30-jährigen Laufzeit.
Das folgende Histogramm zeigt die US-Inflation anhand des Core PCE.
Der dritte Faktor wäre schließlich eine wirtschaftliche Abschwächung und eine Verschlechterung des Arbeitsmarktes. Historisch führt eine starke Verlangsamung der US-Wirtschaft zu niedrigeren Erwartungen hinsichtlich der Leitzinsen und damit zu einer stärkeren Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen. Dies kann zu sinkenden Renditen führen.
Das ideale Szenario für die Märkte wäre daher eine weiche Landung, die Disinflation, eine moderate Abschwächung des Arbeitsmarktes und eine Verbesserung der fiskalischen Glaubwürdigkeit miteinander verbindet. Wahrscheinlich ist es die Kombination dieser drei Faktoren und nicht eine einfache punktuelle Intervention des US-Finanzministeriums, die den Aufwärtstrend der langfristigen Zinsen tatsächlich umkehren könnte.
Aus Sicht der technischen Analyse der 30-jährigen US-Staatsanleiherendite müsste der Markt unter die Schwelle von 5,17 % zurückkehren, bevor von einer beginnenden Beruhigung bei der 30-jährigen Laufzeit gesprochen werden könnte. Ab 5,50 % würde die Rendite in eine Zone finanziellen Stresses für die US-Wirtschaft eintreten.
Der folgende Chart zeigt die wöchentlichen japanischen Candlesticks der 30-jährigen US-Staatsanleiherendite.
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Die 3 wahren Gründe, warum die meisten Trader scheiternViele Menschen starten mit großen Erwartungen ins Trading: ein paar Trades pro Woche, schnelle Gewinne und möglichst bald finanzielle Freiheit. Doch genau diese Vorstellung führt häufig dazu, dass sie bereits nach kurzer Zeit wieder aufgeben – oder durch unnötig hohe Risiken ihr Konto verlieren.
Oft heißt es, dass 95 % aller Trader scheitern. Ob diese Zahl im Detail stimmt, ist dabei gar nicht der entscheidende Punkt. Entscheidend ist: Die meisten scheitern nicht, weil profitables Trading grundsätzlich unmöglich wäre. Sie scheitern, weil sie sich selbst nie eine realistische Chance geben, die notwendigen Fähigkeiten zu entwickeln.
Meiner Erfahrung nach liegen dahinter vor allem drei Gründe.
## 1. Sie unterschätzen, wie lange die Entwicklung dauert
Trading wird häufig so vermarktet, als könne man innerhalb weniger Wochen ein dauerhaft profitables Nebeneinkommen aufbauen. Ein Smartphone und ein paar Indikatoren sollen angeblich ausreichen.
Die Realität sieht anders aus.
Trading ist eine professionelle Fähigkeit. Und wie jede anspruchsvolle Fähigkeit benötigt es Zeit, Struktur und sehr viel praktische Erfahrung.
Niemand würde erwarten, nach wenigen Monaten auf professionellem Niveau Fußball zu spielen, ein Unternehmen erfolgreich zu führen oder als Arzt arbeiten zu können. Beim Trading glauben dagegen viele, nach einigen erfolgreichen Trades bereits verstanden zu haben, wie der Markt funktioniert.
Ein Gewinntrade ist jedoch noch kein Beweis für eine profitable Strategie. Selbst mehrere Gewinne hintereinander können schlicht das Ergebnis einer günstigen Marktphase oder des Zufalls sein.
Entscheidend ist, ob ein klar definierter Handelsansatz über eine ausreichend große Anzahl von Trades und unter unterschiedlichen Marktbedingungen einen positiven Erwartungswert besitzt.
Dafür braucht es unter anderem:
* eine klar definierte Strategie,
* feste Regeln für Einstieg, Stop-Loss und Gewinnmitnahme,
* konsequentes Risikomanagement,
* umfangreiches Backtesting,
* dokumentierte Forward-Tests und
* regelmäßige Auswertungen der eigenen Trades.
Das größte Problem sind deshalb oft nicht mangelnde Intelligenz oder fehlendes Talent, sondern falsche Erwartungen. Viele grundsätzlich geeignete Trader geben auf, weil sie glauben, ihre Entwicklung dauere zu lange.
Dabei befinden sie sich möglicherweise genau in jener Lernphase, die jeder langfristig erfolgreiche Trader durchlaufen muss.
## 2. Sie haben kein starkes persönliches „Warum“
Trading wirkt von außen attraktiv: freie Zeiteinteilung, Unabhängigkeit und theoretisch unbegrenztes Einkommenspotenzial.
Diese Ziele können ein guter Ausgangspunkt sein. Sie reichen aber häufig nicht aus, um die schwierigen Phasen zu überstehen.
Denn Trading wird niemals vollkommen leicht.
Auch eine profitable Strategie produziert Verlusttrades. Es wird Drawdowns, verpasste Chancen und Phasen geben, in denen der Markt scheinbar nicht zum eigenen Ansatz passt.
Selbst wenn man alles korrekt umsetzt, kann ein Trade mit einem Verlust enden. Genau diese Unsicherheit macht Trading psychologisch so anspruchsvoll.
Wer nur von schnellen Gewinnen motiviert wird, verliert häufig das Interesse, sobald diese Gewinne ausbleiben. Dann beginnt die Suche nach einer neuen Strategie, einem anderen Markt oder einem vermeintlich besseren Indikator.
Das Ergebnis ist ein ständiger Neustart, ohne einen Ansatz lange genug getestet und gemeistert zu haben.
Ein starkes „Warum“ hilft dabei, diese Phasen auszuhalten. Es beantwortet Fragen wie:
* Warum möchte ich Trading wirklich lernen?
* Was soll sich dadurch langfristig in meinem Leben verändern?
* Bin ich bereit, auch dann an meinem Prozess zu arbeiten, wenn ich gerade keine Ergebnisse sehe?
* Welche Opfer bin ich bereit zu bringen – und welche nicht?
Dabei gibt es keine allgemein richtige Antwort.
Für den einen ist es finanzielle Unabhängigkeit, für den anderen mehr Zeit mit der Familie oder schlicht die Begeisterung für Märkte und persönliche Weiterentwicklung.
Wichtig ist nur, dass der Grund stark genug ist, um auch durch unvermeidbare Rückschläge zu tragen.
## 3. Trader suchen Abkürzungen, anstatt die notwendige Arbeit zu leisten
Der dritte Grund ist wahrscheinlich der häufigste: Viele Trader suchen nach der einen Abkürzung, die ihnen konstantes lernen, testen und Rückschläge erspart.
Sie hoffen auf den perfekten Indikator, ein geheimes Setup oder ein einzelnes Video, nach dem plötzlich alles funktioniert. Sobald eine Strategie einige Verluste produziert, wird sie ersetzt.
Dann beginnt der gleiche Kreislauf mit dem nächsten System.
Doch eine Strategie zu kennen bedeutet noch lange nicht, sie wirklich handeln zu können.
Der entscheidende Fortschritt entsteht meist durch jene Arbeit, die nach außen wenig spektakulär wirkt:
* Backtesting: Hunderte historische Situationen untersuchen,
* ein Setup eindeutig definieren,
* Daten und Screenshots sammeln,
* Ergebnisse in R statt nur in Euro bewerten,
* Fehler kategorisieren,
* Verlusttrades ohne Ausreden analysieren und
* die Ausführung Woche für Woche verbessern.
Besonders wertvoll ist ein Trading-Journal, das nicht nur Gewinn und Verlust dokumentiert. Es sollte auch festhalten, ob der Trade regelkonform war, wie die Marktbedingungen aussahen und welche Emotionen die Entscheidung beeinflusst haben.
Nach jedem Trade sollte man sich beispielsweise fragen:
* War mein Einstieg vollständig durch meine Regeln gedeckt?
* Habe ich meinen Stop-Loss aus Angst oder Hoffnung verändert?
* Habe ich tatsächlich mein Setup gesehen oder wollte ich unbedingt einen Trade finden?
* War das Risiko angemessen?
* Was würde ich beim nächsten vergleichbaren Setup genauso oder anders machen?
Diese ehrliche Reflexion ist unangenehm, aber genau hier entsteht Entwicklung.
Ein Verlusttrade, der perfekt nach Plan ausgeführt wurde, kann ein guter Trade sein. Ein Gewinntrade, der auf einem Regelbruch basiert, kann dagegen gefährlich sein, weil er falsches Verhalten belohnt.
## So gibst du dir eine echte Chance
Wenn du langfristig erfolgreich traden möchtest, konzentriere dich nicht auf schnelle Ergebnisse, sondern auf einen wiederholbaren Prozess.
Ein sinnvoller Weg könnte so aussehen:
1. Wähle zunächst einen klar definierten Handelsansatz.
2. Formuliere objektive Regeln für Analyse, Einstieg, Risiko und Ausstieg.
3. Teste diese Regeln über eine aussagekräftige Anzahl historischer Trades.
4. Handle die Strategie anschließend im Demokonto oder mit sehr kleinem Risiko.
5. Dokumentiere jeden Trade und werte deine Ergebnisse regelmäßig aus.
6. Verändere Regeln nur auf Basis von Daten – nicht wegen einzelner Verluste.
7. Erhöhe das Risiko erst, wenn Strategie und Ausführung über längere Zeit stabil sind.
Mentoring, strukturierte Lerninhalte und der Austausch mit anderen Tradern können diesen Prozess deutlich effizienter machen.
Sie ersetzen die eigene Arbeit jedoch nicht. Kein Mentor und kein Kurs kann das Backtesting, die Bildschirmzeit und die ehrliche Auseinandersetzung mit den eigenen Fehlern für dich übernehmen.
## Fazit
Die meisten Trader scheitern nicht zwangsläufig daran, dass sie ungeeignet sind. Sie scheitern, weil sie mit einem unrealistischen Zeitplan starten, kein starkes persönliches „Warum“ besitzen und ihre Energie in die Suche nach Abkürzungen stecken.
Wer dagegen akzeptiert, dass Trading eine anspruchsvolle Fähigkeit ist, verschafft sich einen entscheidenden Vorteil:
Realistische Erwartungen verhindern, dass du zu früh aufgibst. Ein starkes Warum trägt dich durch schwierige Phasen. Und konsequente, datenbasierte Arbeit sorgt dafür, dass du dich tatsächlich weiterentwickelst.
Es gibt keine Garantie, im Trading erfolgreich zu werden. Aber du kannst deine Chancen erheblich verbessern, wenn du aufhörst, nach dem schnellen Durchbruch zu suchen, und beginnst, wie ein professioneller Trader zu arbeiten.
**Wie sieht es bei dir aus? Welcher dieser drei Punkte war oder ist aktuell deine größte Herausforderung?**
Der wahre Trading-Edge beginnt dort, wo das Lehrbuch endet !Bestätigung kostet Geld – und der wahre Heilige Gral lässt sich nicht verkaufen
Nach vielen Jahren intensiven Tradings kommt irgendwann ein merkwürdiger Punkt.
Du sitzt vor deinen Charts und stellst fest:
Eigentlich weiß ich genug.
Du kennst Unterstützungen und Widerstände, Fibonacci, Pivots, VWAP, Volumen, Divergenzen, Marktstruktur und Liquidität.
Vielleicht Elliott Waves, Harmonics, Sequential, Orderflow oder noch zwanzig andere Methoden.
Du hast Bücher gelesen, Videos geschaut, Analysten verfolgt und Indikatoren ausprobiert.
Vielleicht hast du sogar eigene entwickelt.
Du kannst einen Chart analysieren.
Du kannst Marken finden.
Du kannst erklären, warum der Markt an einer bestimmten Stelle reagieren könnte.
Und trotzdem passiert etwas Absurdes:
Du erkennst einen hervorragenden Trade – und kannst ihn nicht handeln.
Oder du handelst ihn richtig, bist im Gewinn und steigst viel zu früh wieder aus.
Der Markt läuft anschließend exakt in dein ursprüngliches Ziel.
Und du sitzt davor und fragst dich:
Warum habe ich das schon wieder gemacht?
Irgendwann beginnt man zu verstehen:
Mein größtes Problem ist nicht mehr mein Wissen.
Mein größtes Problem sitzt vor dem Bildschirm.
„Warte auf Bestätigung“
Fast jeder Anfänger bekommt irgendwann diesen Satz beigebracht:
„Warte auf Bestätigung.“
Klingt vernünftig.
Klingt professionell.
Und vor allem klingt es sicher.
Das Problem ist nur:
Der Markt bezahlt dich nicht dafür, dass du dich sicher fühlst.
Sehr häufig bezahlst du für dieses Gefühl.
Mit einem schlechteren Entry.
Mit einem schlechteren CRV.
Mit weniger Abstand zum nächsten Widerstand.
Und manchmal damit, dass du dem Markt 100 Punkte hinterherläufst und genau dort kaufst, wo diejenigen bereits anfangen zu verkaufen, die die Formation früher erkannt haben.
Was kostet eine Bestätigung?
Nehmen wir einen DAX, der gerade 300 Punkte gefallen ist.
Du hast vorher eine wichtige Zone markiert.
Dort treffen vielleicht Marktstruktur, Liquidität, Divergenz, Sequential-Erschöpfung und eine mögliche Bodenformation zusammen.
Der DAX erreicht deine Zone.
Du kaufst nicht.
Warum?
„Ich brauche noch Bestätigung.“
Also wartest du.
+20 Punkte.
Noch nicht.
+40 Punkte.
Ein Higher Low entsteht.
Interessant.
+60 Punkte.
VWAP wird zurückerobert.
Jetzt?
Lieber noch den Bruch des letzten Hochs abwarten.
+90 Punkte.
Jetzt sieht der Chart plötzlich schön aus.
Jetzt fühlt sich Long vernünftig an.
Jetzt hast du deine Bestätigung.
Das Problem?
Jetzt sieht sie jeder.
Und genau das muss man verstehen:
Deine Bestätigung ist häufig auch die Bestätigung der Masse.
Du kaufst nicht mehr dort, wo das Verhältnis zwischen Risiko und möglicher Bewegung besonders interessant war.
Du kaufst dort, wo es sich emotional angenehm anfühlt.
Das ist nicht dasselbe.
Ich bin nicht gegen Bestätigung
Das möchte ich klarstellen.
Ich bin nicht gegen Bestätigung.
Ich bin gegen eine Bestätigung, die erst dann entsteht, wenn mein ursprünglicher Edge bereits für jeden sichtbar geworden ist.
Natürlich kann Bestätigung gerade am Anfang helfen, nicht blind in einen fallenden Markt zu greifen.
Aber problematisch wird die Gleichung:
Mehr Bestätigung = mehr Sicherheit.
So funktioniert der Markt nicht.
Während du auf immer mehr Bestätigungen wartest, verändert sich dein Trade.
Der Entry wird schlechter.
Der Stop bleibt möglicherweise ähnlich weit entfernt.
Das nächste Ziel kommt näher.
Das CRV schrumpft.
Und immer mehr Marktteilnehmer sehen genau dasselbe wie du.
Du kaufst Sicherheit mit Edge.
Und manchmal ist dieser Preis verdammt hoch.
Ein Level ist noch kein Trade
Mit genügend Erfahrung bekommt fast jeder seine Marken in den Chart.
PDH. PDL. Pivots. VWAP. Support. Resistance. Supply. Demand. Fibonacci.
Oder man macht es sich noch einfacher und übernimmt die Marken eines guten Analysten.
Aber eine gute Marke macht noch keinen guten Trader.
Denn offensichtliche Marken sehen nicht nur du und ich.
Viele andere Marktteilnehmer beobachten sie ebenfalls.
Und genau deshalb werden diese Bereiche interessant:
Dort konzentriert sich häufig Liquidität.
Die wichtigere Frage lautet deshalb nicht:
„Wo ist die Marke?“
Sondern:
„Was passiert an dieser Marke?“
Wer steigt dort ein?
Wer sitzt anschließend falsch?
Wo liegen offensichtliche Stops?
Wird Liquidität abgeholt?
Folgt danach tatsächlich Preisfortschritt?
Oder kehrt der Markt sofort zurück?
Scheitert die Fortsetzung?
Entsteht eine Divergenz?
Beginnt sich eine Boden- oder Topformation zu entwickeln?
Das ist etwas völlig anderes, als einfach eine horizontale Linie zu handeln.
Struktur ist ebenfalls Bestätigung
Mit Erfahrung verändert sich deine Definition von Bestätigung.
Du brauchst irgendwann nicht mehr fünf grüne Lämpchen.
Du beobachtest die Entstehung der Struktur selbst.
Der Markt macht ein neues Tief – kommt aber plötzlich nicht mehr richtig weiter.
Verkäufer drücken – erzeugen aber kaum noch Fortschritt.
Liquidität unter einem Tief wird abgeholt – und der Markt kehrt zurück.
Momentum divergiert.
Eine Sequential-Struktur erschöpft sich.
Eine Bodenformation beginnt sich aufzubauen.
Die nächste Fortsetzung scheitert.
Jetzt stimmt etwas nicht mehr mit der bisherigen Bewegung.
Das ist bereits Information.
Und damit ist es ebenfalls eine Form von Bestätigung.
Nur früher.
Der Anfänger wartet häufig auf die:
Bestätigung des Ergebnisses.
Der erfahrene Trader versucht, die:
Entstehung der Struktur
zu erkennen.
Die Kunst besteht dabei nicht darin, grundsätzlich früher als alle anderen einzusteigen.
Die Kunst besteht darin, früher zu wissen, wo du falschliegst.
Denn ein früher Entry ohne definierte Invalidation ist kein Edge.
Er ist eine Wette.
Gute Entries fühlen sich selten perfekt an
Das ist eine der unangenehmsten Wahrheiten im Trading.
Wenn wirklich alles bullish aussieht, bekommst du meistens keinen außergewöhnlich guten Long-Entry mehr.
Und wenn wirklich alles bearish aussieht, ist möglicherweise bereits ein großer Teil der Bewegung vorbei.
Der interessante Entry liegt deshalb häufig dort, wo dein Kopf noch genügend Argumente dagegen findet.
Die Kerzen sind tiefrot.
Die Nachrichten schlecht.
Öl steigt.
Die Wirtschaft schwächelt.
Geopolitisch brennt irgendwo wieder etwas.
Im Forum werden bereits weitere 500 Punkte nach unten ausgerufen.
Fundamental findest du zehn Gründe, warum du auf keinen Fall kaufen solltest.
Und technisch beginnt genau dort möglicherweise eine Formation.
Ein guter Trader könnte neben dir sitzen und sagen:
„Hier ist deine Zone. Hier entsteht deine Struktur. Dort liegt deine Invalidation. Wenn du dieses Setup handeln möchtest, dann ist das dein Bereich.“
Und trotzdem kannst du den Knopf nicht drücken.
Nicht weil du die Analyse nicht verstanden hast.
Dein Kopf blockiert dich.
Und genau hier endet irgendwann das Lehrbuch.
Du kannst wissen, was richtig wäre – und es trotzdem nicht tun
Das wird massiv unterschätzt.
Du kannst einen hervorragenden Lehrer haben.
Du kannst die richtigen Marken bekommen.
Du kannst Entry, Stop und Ziel kennen.
Du kannst sogar verstehen, warum die Formation funktionieren könnte.
Und trotzdem:
Du steigst zu spät ein.
Du gehst zu früh raus.
Du ziehst deinen Stop falsch nach.
Du sicherst aus Angst.
Du nimmst den kleinen Gewinn.
Dafür gibst du dem Verlust immer mehr Raum.
Technisch weißt du, was du machen solltest.
Mental kannst du es in diesem Moment nicht umsetzen.
Das ist Trading.
Nicht der perfekte Chart am Sonntagabend.
Sondern die Entscheidung mit echtem Geld und einer offenen Position.
H1-Analyse – M1-Panik
Ein Klassiker.
Du erkennst auf H1 eine Formation mit vielleicht 300 oder 500 Punkten Potenzial.
Du steigst ein.
Und danach beobachtest du deine Position auf M1.
Perfekt.
Jetzt analysierst du plötzlich jede 8-Punkte-Bewegung innerhalb eines 400-Punkte-Setups.
Eine rote Kerze.
Ein Docht.
Zehn Punkte runter.
Wieder hoch.
Ein kleines Lower High.
Deine ursprüngliche H1-Formation hat sich überhaupt nicht verändert.
Aber dein emotionaler Zustand fünfmal.
Irgendwann hältst du es nicht mehr aus.
Position schließen.
+300 Euro.
Geschafft.
Und dann kommt einer meiner Lieblingssätze:
„Was ich im Sack habe, kann mir keiner mehr nehmen.“
Stimmt.
Aber wenn du jeden Gewinner aus Angst bei +300 Euro abschneidest, während deine Verlusttrades deutlich mehr Raum bekommen, bist du nicht automatisch ein vorsichtiger Trader.
Dann hast du möglicherweise ein Erwartungswertproblem.
Der professionelle Trader stellt andere Fragen
Mit Erfahrung verändert sich die Denkweise.
Nicht:
„Wie viel Gewinn habe ich gerade?“
Sondern:
„Ist meine Formation noch intakt?“
Nicht:
„Die letzte Kerze ist rot.“
Sondern:
„Ist meine Struktur invalidiert?“
Nicht:
„Ich möchte meinen Gewinn nicht wieder verlieren.“
Sondern:
„Hat sich der ursprüngliche Grund für meinen Trade verändert?“
Natürlich sichert auch ein professioneller Trader Gewinne.
Aber möglichst aufgrund seines Plans.
Nicht aufgrund seines aktuellen Pulses.
Er beginnt länger, größer und struktureller zu denken.
Nicht weil er keine Emotionen mehr hat.
Sondern weil er gelernt hat, welche Informationen für seinen Trade relevant sind – und welche nur Lärm sind.
Ich habe dazu einen einfachen Versuch gemacht
Keine wissenschaftliche Studie.
Keine große Statistik.
Nur ein persönlicher Versuch, der mir trotzdem etwas Interessantes gezeigt hat.
Ich gab zwei Personen ungefähr einen Monat lang dieselben Analysen und denselben übergeordneten Handelsplan.
Klare Bereiche.
Entries.
Stops.
Ziele.
Und genügend Raum, damit sich die Formation entwickeln konnte.
Mit dem Plan waren in diesem Zeitraum ungefähr 800 Punkte möglich.
Die beiden Personen hätten unterschiedlicher kaum sein können.
Trader Nummer eins: der Erfahrene
Der erste war ein erfahrener Trader.
Er war ständig am Markt.
Charts.
News.
Fundamentaldaten.
Wirtschaft.
N-TV.
WELT.
Neue Meldung.
Neue Krise.
Neue Meinung.
Er beschäftigte sich intensiv mit allem.
Und natürlich fand er während des laufenden Trades ständig neue Informationen.
Hier ein Widerstand.
Dort schlechte Nachrichten.
Dann fundamentale Unsicherheit.
Eine Kerze, die ihm nicht gefiel.
Ein Rücksetzer, der gefährlich aussah.
Er wusste viel.
Am Ende nahm er aus der Bewegung ungefähr:
300 Punkte
mit.
Er war zufrieden.
Als ich ihn fragte, warum er früher ausgestiegen war, konnte er mir sehr viele vernünftige Gründe nennen.
Technische Gründe.
Fundamentale Gründe.
Nachrichten.
Risiken.
Alles nachvollziehbar.
Nur ein Problem:
Der ursprüngliche Plan war noch intakt.
Trader Nummer zwei: der Anfänger
Der zweite war Anfänger.
Er bekam genau denselben Plan.
Aber danach?
Er lebte sein Leben.
Er spielte lieber PlayStation.
Ging angeln.
Schaute sich lustige Sachen an.
Keine stundenlangen Wirtschaftssendungen.
Keine permanente Suche nach der nächsten Katastrophe.
Keine zehn Analysten gleichzeitig.
Einfach gesagt:
Er kümmerte sich kaum um das tägliche Börsenrauschen.
Und dieser Anfänger nahm ungefähr:
910 Punkte
aus der Bewegung mit.
Mehr als mein ursprüngliches Hauptziel.
Natürlich wollte ich wissen, wie das passieren konnte.
Also fragte ich ihn:
„Hast du die Nachrichten nicht verfolgt? Hast du den Chart überhaupt angeschaut?“
Seine Antwort war herrlich einfach.
Sinngemäß sagte er:
„Doch. Aber die erzählen doch sowieso immer etwas. Du hast gesagt, dass der Markt dort hochlaufen kann und vielleicht sogar noch höher. Also habe ich mich an den Plan gehalten.“
Als die Bewegung bereits weit gelaufen war, zog er seinen Stop entsprechend nach.
Bei ungefähr 910 Punkten schloss er schließlich selbst.
Warum?
Sinngemäß:
„Dein Ziel war erreicht, wir waren sogar darüber und das Momentum war für mich weit genug gelaufen. Also habe ich geschlossen.“
Fertig.
Keine Doktorarbeit.
Keine Breaking News.
Keine 37 Gründe, warum der Markt eigentlich fallen müsste.
Primarschüler gegen Gymnasiast
Ich nenne dieses Beispiel manchmal etwas provokativ:
Primarschüler gegen Gymnasiast.
Wer wusste mehr?
Natürlich der erfahrene Trader.
Wer konnte den Markt besser erklären?
Der erfahrene Trader.
Wer verstand die fundamentalen Zusammenhänge besser?
Der erfahrene Trader.
Wer hätte wahrscheinlich den besseren Fachvortrag über den DAX gehalten?
Wieder der erfahrene Trader.
Und trotzdem:
300 Punkte gegen 910 Punkte.
Warum?
Ganz sicher nicht, weil Anfänger grundsätzlich bessere Trader wären.
Und auch nicht, weil Unwissenheit ein Edge wäre.
Die Lektion ist eine andere:
Der Anfänger gewann nicht, weil er weniger wusste.
Er gewann, weil er weniger Gründe erfand, einen noch intakten Plan zu sabotieren.
Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Information ist nicht automatisch Edge
Je mehr du weißt, desto mehr Argumente kannst du finden.
Für Long.
Für Short.
Für Halten.
Für Verkaufen.
Für Inflation.
Für Rezession.
Für Zinssenkungen.
Für Risk-on.
Für Risk-off.
Wenn du möchtest, findest du fast immer einen intelligent klingenden Grund, einen guten Trade zu schließen.
Mehr Information bedeutet nicht automatisch mehr Edge.
Information, die für deine Formation und deine Zeiteinheit keine Bedeutung hat, ist keine zusätzliche Sicherheit.
Sie ist möglicherweise einfach:
Lärm.
Der erfahrene Trader verarbeitete permanent neue Informationen.
Der Anfänger hatte im Wesentlichen vier Dinge:
Plan.
Risiko.
Vertrauen.
Geduld.
Und ausgerechnet derjenige mit weniger Wissen gab der Formation mehr Zeit.
Die falsche Schlussfolgerung wäre: „Dann muss ich nichts wissen“
Natürlich nicht.
Der Anfänger konnte diesen Trade nur deshalb so laufen lassen, weil jemand anderes vorher die Analyse gemacht hatte.
Das langfristige Ziel kann niemals sein, blind einem Analysten zu folgen.
Das wäre genau das Gegenteil meiner Botschaft.
Du musst irgendwann selbst verstehen:
Warum ist das meine Zone?
Wo liegt relevante Liquidität?
Wo ist meine Invalidation?
Wie groß darf mein Risiko sein?
Was ist Plan B?
Und wann ist meine ursprüngliche Idee tatsächlich falsch?
Das Experiment zeigt etwas anderes:
Manchmal besteht deine nächste Entwicklungsstufe nicht darin, noch mehr zu lernen.
Sondern darin, endlich aufzuhören, ständig in das einzugreifen, was du bereits gelernt hast.
Ernst nehmen – und locker lassen
Vielleicht ist das eine der schwierigsten Kombinationen im Trading.
Du musst Trading verdammt ernst nehmen.
Dein Risiko.
Deine Vorbereitung.
Deine Positionsgröße.
Deine Invalidation.
Deine Fehler.
Dein Verhalten.
Aber gleichzeitig musst du lernen:
locker zu lassen.
Nicht jede Kerze kontrollieren.
Nicht jede Nachricht interpretieren.
Nicht jeden Analysten lesen.
Nicht alle fünf Minuten deine Meinung ändern.
Nicht permanent nach einem Grund suchen, warum dein Trade jetzt doch scheitern könnte.
Ich würde es so formulieren:
Vor dem Trade musst du streng sein.
Im Trade musst du deinem Plan Raum geben.
Einfach gesagt.
Verdammt schwer umgesetzt.
Irgendwann ist Wissen nicht mehr dein Problem
Wenn du viele Jahre intensiv handelst, Fehler machst, Verluste überstehst, weiterlernst und vor allem durchhältst, passiert irgendwann etwas.
Du stellst fest:
Ich brauche nicht den 47. Indikator.
Nicht noch zehn Chartmuster.
Nicht das nächste Trading-Buch.
Mein technisches Wissen reicht längst aus, um vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Jetzt beginnt die schwierigere Ausbildung.
Kannst du dein Wissen unter Druck anwenden?
Kannst du frei denken?
Kannst du deine Analyse hinterfragen, ohne sie bei jeder Gegenkerze wegzuwerfen?
Kannst du einen Verlust akzeptieren, ohne sofort zurückschlagen zu wollen?
Kannst du einen Gewinn laufen lassen?
Kannst du falschliegen, ohne dass dein Ego daraus einen persönlichen Krieg macht?
Das ist eine andere Liga des Lernens.
Freies Denken beginnt dort, wo das Lehrbuch endet
Viele klassische Trading-Techniken sind nicht falsch.
Aber sie können problematisch werden, wenn man sie mechanisch anwendet.
„Kaufe den bestätigten Ausbruch.“
„Warte auf den Retest.“
„Stop unter das letzte Tief.“
„Kaufe das Higher High.“
„Verkaufe das Lower Low.“
Sauber.
Einfach.
Perfekt für ein Lehrbuch.
Und deshalb für viele Marktteilnehmer gleichzeitig sichtbar.
Wenn sehr viele Trader dieselbe offensichtliche Formation handeln und ihre Stops an ähnlichen Stellen platzieren, können dort Liquiditätscluster entstehen.
Deshalb bedeutet freies Denken nicht, Regeln wegzuwerfen.
Es bedeutet, eine Ebene tiefer zu gehen:
Warum existiert diese Regel?
Wer sieht dasselbe?
Wo steigen diese Trader ein?
Wo werden sie nervös?
Wo müssen sie raus?
Wo dürften sich Stops konzentrieren?
Und vor allem:
Wie reagiert der Markt tatsächlich an dieser Liquidität?
Jetzt liest du nicht mehr nur das Muster.
Du beginnst, die:
Mechanik hinter dem Muster
zu verstehen.
Trading ist irgendwann wie Kampfsport
Im Kampfsport kannst du eine Technik tausendmal am Sandsack trainieren.
Sie sieht perfekt aus.
Schnell.
Sauber.
Präzise.
Dann steht plötzlich jemand vor dir, der zurückschlägt.
Und jetzt merkst du:
Eine Technik zu kennen und sie unter Druck zu beherrschen sind zwei vollkommen verschiedene Dinge.
Trading ist ähnlich.
Ein Chart im Nachhinein ist der Sandsack.
Eine offene Position mit echtem Geld ist der Gegner, der zurückschlägt.
Jetzt kommen Angst, Zweifel, Gier, Hoffnung und Schmerz hinzu.
Und genau wie im Kampfsport kannst du mentale Widerstandsfähigkeit nicht vollständig aus einem Buch lernen.
Sie entsteht durch kontrollierte Erfahrung unter Druck.
Immer wieder.
Aber mit einem Risiko, das klein genug ist, damit ein Fehler dich nicht aus dem Spiel nimmt.
Denn mentale Stärke bedeutet nicht, Schmerzen durch immer größere Positionen auszuhalten.
Sie bedeutet, unter Unsicherheit weiterhin vernünftige Entscheidungen treffen zu können.
Zeit ist ein Teil deines Edge
Das ist vielleicht der Teil, den man am schlechtesten verkaufen kann.
Trading lässt sich nicht beliebig beschleunigen.
Du musst erleben, wie sich ein guter Trade zunächst falsch anfühlt.
Du musst erleben, wie ein perfektes Setup trotzdem scheitert.
Du musst erleben, wie du einen Gewinner viel zu früh schließt.
Du musst erleben, wie du einen Verlust aus Ego zu lange hältst.
Du wirst Euphorie erleben.
Panik.
FOMO.
Zweifel.
Und danach musst du ehrlich genug sein, nicht nur deinen Chart, sondern dich selbst zu analysieren.
Nicht nur:
„War meine Analyse richtig?“
Sondern:
„Wie habe ich mich verhalten?“
„Wie habe ich mich gefühlt?“
„Warum habe ich eingegriffen?“
„War mein Eingriff technisch begründet oder emotional?“
„Würde ich denselben Trade noch einmal genauso handeln?“
Denn:
Zeit + Wiederholung + Fehler + Reflexion + Durchhaltevermögen = Erfahrung.
Und Erfahrung verändert irgendwann nicht mehr nur deinen Blick auf den Chart.
Sie verändert dich vor dem Chart.
Und dann kommt die größte Ironie
Nach vielen Jahren intensiven Tradings stellst du irgendwann fest:
Das Wertvollste, was du gelernt hast, lässt sich am schlechtesten verkaufen.
Einen Indikator kann man verkaufen.
Eine Strategie kann man verkaufen.
Signale kann man verkaufen.
VIP-Gruppen kann man verkaufen.
Ein System kann man wunderschön verpacken.
Und natürlich kann man jederzeit den nächsten:
„Heiligen Gral“
erfinden.
Aber wie verkauft man zehn Jahre Erfahrung?
Wie verkauft man Timing?
Wie verkauft man die Fähigkeit, eine Formation zu erkennen, bevor sie für die Masse offensichtlich wird?
Wie verkauft man die Ruhe, einen guten Trade laufen zu lassen?
Wie verkauft man Hunderte eigene Fehler?
Wie verkauft man die Erfahrung, zu wissen, wann eine Information wichtig ist – und wann sie nur Lärm ist?
Wie verkauft man mentale Widerstandsfähigkeit?
Gar nicht.
Man kann sie erklären.
Man kann darüber schreiben.
Man kann jemanden begleiten.
Ein guter Trader kann dir sogar sagen, was du machen solltest.
Aber er kann dir nicht die Erfahrung übertragen, die notwendig ist, um es unter echtem Druck tatsächlich zu tun.
Vielleicht verkauft sich deshalb der Heilige Gral so gut
Denn:
„Kaufe diesen Indikator und er zeigt dir den perfekten Entry.“
verkauft sich wesentlich leichter als:
„Verbringe Jahre damit, Marktmechanik, Liquidität, Risiko und dich selbst zu verstehen.“
Das eine verspricht eine Abkürzung.
Das andere verlangt:
Zeit. Fehler. Disziplin. Verluste. Geduld. Selbstkritik. Durchhaltevermögen. Verantwortung.
Nicht besonders sexy.
Schlecht für Werbung.
Aber verdammt nah an der Realität.
Was profitables Trading irgendwann wirklich bedeutet
Profitables Trading bedeutet nicht, jeden Trade zu gewinnen.
Es bedeutet nicht, immer zu wissen, wohin der Markt läuft.
Es bedeutet nicht, keine Angst mehr zu haben.
Und schon gar nicht, den perfekten Indikator gefunden zu haben.
Für mich bedeutet es irgendwann:
Eine Struktur früh zu erkennen.
Das Risiko zu definieren.
Eine Invalidation festzulegen.
Die Positionsgröße daran anzupassen.
Den Trade auszuführen.
Und anschließend lange genug nicht selbst im Weg zu stehen, damit der eigene Edge überhaupt wirken kann.
Du willst nicht mehr nur wissen:
Wo kauft die Masse?
Du möchtest verstehen:
Warum kauft sie dort?
Du willst nicht nur wissen:
Wo liegen die Stops?
Sondern:
Warum liegen sie wahrscheinlich genau dort?
Du willst nicht auf Bestätigung warten, nur weil du Angst hast.
Du willst Struktur erkennen, damit du dein Risiko definieren kannst.
Das sind zwei vollkommen verschiedene Denkweisen.
Vielleicht ist das der einzige Heilige Gral
Nach all diesen Jahren glaube ich immer weniger daran, dass der entscheidende Edge irgendwo geheim auf einem Chart versteckt liegt.
Er entsteht aus einer Kombination:
Wissen + Erfahrung + Timing + Risiko + freies Denken + mentale Stabilität.
Und ausgerechnet diesen Teil kannst du nicht fertig kaufen.
Du kannst Wissen kaufen.
Du kannst Werkzeuge kaufen.
Du kannst Unterricht kaufen.
Du kannst Daten kaufen.
Aber Erfahrung musst du dir erarbeiten.
Und die Fähigkeit, dein Wissen unter echtem Druck umzusetzen, musst du selbst entwickeln.
Vielleicht ist das die größte Ironie dieser ganzen Branche:
Alle suchen nach dem Heiligen Gral, weil sich die Wahrheit so schlecht verkaufen lässt.
Der Anfänger sucht Bestätigung, damit er sich sicher fühlt.
Der erfahrene Trader sucht Struktur, damit er sein Risiko definieren kann.
Der Anfänger fragt:
„Wo geht der Markt hin?“
Der erfahrene Trader fragt:
„Wo bin ich falsch – und was mache ich dann?“
Am Anfang suchst du jemanden, der dir den Markt erklärt.
Später lernst du, den Markt selbst zu lesen.
Und irgendwann lernst du das Schwierigste:
Dir selbst nicht mehr im Weg zu stehen.
Du nimmst Trading ernst.
Aber du lernst gleichzeitig, locker zu lassen.
Vielleicht ist genau das der Moment, in dem aus technischem Wissen echtes Trading wird.
WERKTrader
VIX Chart - Das EKG der Wall Street! Börsen-Barometer!PART II / TEIL 2
Die wichtigsten Charts, die du zwingend auf deinem Radar haben musst!
Was dich hier erwartet: (Inhaltsverzeichnis)
Platz 1 - DXY der 🟢HULK🟢 der Börse
Heute geht es um Platz 2 - ⚡Das EKG der Wall Street!⚡
Visuelles Ampelsystem🟢🔵⚪🟡🟠🔴
VIX 1M Chart & Dow Jones
VIX 1M Chart & FED Zinsentscheidungen/Phasen
Der historische Detail-Teil, für die echten Nerds.
(Der Teil der am Ende nicht mehr von jedem gelesen wird)
Der Schnell-Trip durch die Geschichte (Highs & Lows seit 1998 Dow+Fed+Vix)
Eine 🐯Tiger Prophezeiung🔮
Weitere Alternativen für ein Pulverfass💣
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Wir springen diesmal wieder direkt in die Zeitmaschine und ballern durch die verrückteste Finanz-Achterbahn der Geschichte – den VIX Chart – (CBOE Volatility Index)
AKA - Das EKG der Wall Street!
AKA - Das Barometer der Börse!
Es wartet ein Blockbuster auf dich – wild & wahnsinnig!🤪
Hol dir 'n großes Getränk! 🍺
Es ist wieder eine epische Deep-Dive-Reise durch die Google-Archive gewesen.
Ich habe die nackten Zahlen und historischen Fakten für dich in lebendige Bilder verwandelt und die trockene Finanzwelt in eine verständliche Metaphern-Story verpackt.
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Vom letzten Mal - PART I / TEIL 1
Platz 1: DXY – US-Dollar Index – „Die Sixtinische Kapelle der Finanzwelt“ 🏛️
Der Greenback/USD ist die Weltleitwährung und diktiert damit die weltweite Liquidität.
Er bestimmt den gesamten Rohstoffmarkt und entscheidet, wohin das weltweite Kapital überhaupt strömen darf.
Er ist der Alpha an der Börse – Ich bezeichne den Greenback in meinen Analysen als den HULK an der Börse.
Er ist wie ein grüner, unersättlicher Liquiditäts-King-Kong-Vampir, der der Weltwirtschaft die Liquidität aus der Halsschlagader saugt sobald er an stärke gewinnt.🟢💪
Wenn der US-Dollar an stärke gewinnt gehen Alle anderen Märkte in die Knie.
Der DXY stellt die weltweite Kaufkraft und Liquidität dar, er ist der Kompass, das Fundament und zeigt wo das weltweite Geld hinfließt.
👉 Du hast Part 1 verpasst? DXY - „Die Sixtinische Kapelle der Finanzwelt“
Heute ist Platz 2 dran.
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Platz 2: VIX – (CBOE Volatility Index) – ⚡Das EKG der Wall Street!⚡
Hauptchart hier runter geholt:
Der VIX ist das Börsen-Barometer und misst den Puls aller Anleger wie ein EKG.
Befinden wir uns im Normalzustand, ist der Puls unten und ausgeruht oder steigt der Puls gerade? Es ist wie eine 🚨Alarmanlage und zeigt wie viel Angst oder Gier im System steckt.
Wenn der DXY der 🟢HULK der Börse ist, dann ist VIX eher unser 🕷️Spider-Man mit geschärftem Supersinn. (wie ein "🚨Gefahren-Radar"). Sobald er ausschlägt, kribbelt der Nacken.
Mit diesem Wissen bist du 90% der Anleger Lichtjahre voraus! 🚀
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Visuelle Ampelsystem erklärt sich fast von selbst.🟢🔵⚪🟡🟠🔴
Wie du diesen Chart liest – Das Zonen-Raster des VIX : 📊👇
🟢Grüner Bereich – Die Gier-Zone! (< 12 Pkt):
Status: Blinde Euphorie & maximale Sorglosigkeit.
Bedeutung: Hier wiegen sich Anleger in trügerischer Sicherheit. Keine Sau sichert mehr ab – und genau in diesem Bereich markieren Bullenmärkte historisch ihre finalen Tops! Aktuell schläft das Barometer noch nicht ganz so tief.
🔵Blauer Bereich – Die Komfortzone (12 – 15 Pkt):
Status: Entspannung & verhaltene Gier.
Bedeutung: In diesen Bereich haben wir uns in den letzten Monaten immer wieder kurz hineingetraut. Zusammen mit der grünen Zone bildet dieser Korridor die Startrampe für plötzliche Marktumkehren.
⚪Weißer Bereich – Normalzustand (15 – 20 Pkt):
Status: Das historische Gleichgewicht.
Bedeutung: Der langjährige Schnitt der Wall Street. Der Markt atmet ruhig, weder Hysterie noch wilde Sorglosigkeit dominieren das Bild.
🟡Gelber Bereich – Erhöhte Nervosität (20 – 30 Pkt):
Status: Stürmische See & zittrige Hände.
Bedeutung: Erste Korrekturen laufen an. Anleger greifen hastig nach Absicherungen. Dieses Jahr waren wir durch die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten bereits öfter in dieser Unruhe-Zone unterwegs.
🟠Oranger Bereich – Panik-Party / Die „Oh-Shit“-Zone (30 – 40 Pkt):
Status: Akute Angst & Sell-Offs.
Bedeutung: Wenn der Spinnensinn in diesen Bereich ausschlägt, fliegen die Aktien aus den Depots. Der Clou für Contrarians: In genau diesem Bereich bilden viele reguläre Bärenmärkte bereits ihren finalen Boden!
🔴Roter Bereich – Absolute Kapitulation (40 – 50+ Pkt):
Status: Systemischer Notfall & Blutbad.
Bedeutung: Hier brennt die Hütte lichterloh! Die historischen Spikes bis tief in die rote Box hinein markierten ausnahmslos die ultimativen Panik-Tiefs der größten Bärenmärkte unserer Zeit.
🐯Tiger-Fazit für dich:
Kaufe, wenn Blut fließt (Rot/Orange) – schütze dich, wenn alle feiern (Grün/Blau)!
Der VIX ist kein Timing-Werkzeug für den nächsten Tag, sondern dein Kompass für die Stimmungsextreme: In den grünen/blauen Zonen keimt das Risiko eines harten Eintrags, während in den orangen/roten Panik-Spikes die besten Kaufchancen der Dekade geboren werden!
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VIX 1M Chart – Das Angst-Barometer anhand des Dow Jones & der globalen Ereignisse seit 1998 (Dotcom-Bubble als Benchmark):
VIX Chart ganz unten dargestellt = 1M
DOW in Rot dargestellt.
🔴Rote Bubbles = Der Auslöser für das Crash-Ereignis.
🟢Grüne Bubbles = Der Treibstoff für den nächsten Run.
Logik: Von Rot zu Grün läuft der Bullrun. Von Grün zu Rot krallt sich der Bär den Markt!
Die Makro-Ebene (Fed-Zinszyklus in Blau & Orange):
Zinsschritte passieren selten über Nacht, sondern laufen in Wellen:
🔵Blau = Ende der Zinssenkungs-Phase (Zinstiefstand).
🟠Orange = Ende der Zinserhöhungs-Phase (Zinshöchststand).
Der Weg dazwischen:
Von Blau nach Orange schraubt die Fed die Daumenschrauben an.
Von Orange zurück nach Blau werden die Schleusen wieder geöffnet.
⚠️Die aktuelle Lage:
Wir befinden uns auf dem Weg von Blau nach Orange – weg von den gesenkten Zinsen, hin zur spürbaren Wahrscheinlichkeit erneuter Anhebungen. Und unser Spinnensinn (VIX)? Der schläft tief und fest im Normalzustand mit Tendenz zur Wohlfühl-Sorglosigkeit. Eine trügerische "Alles ist gut"-Stimmung – und genau diese Gier ist historisch der Nährboden für den nächsten Schock!
Kleines Mahnmal zur Zins-Dynamik:
Als Corona 2020 einschlug, drückte die Fed die Zinsen in zwei Notfall-Sitzungen schlagartig von 2,5 % auf 0,00 % – 0,25 % und schwemmte die Märkte mit Billionen an Not-Liquidität.
Was folgte, war der härteste Zins-Hammer seit den 80er-Jahren:
Die Zinsen peitschten im Eiltempo von 0,25 % auf 5,50 % hoch!
Derselbe Chart mit Fokus auf Fed-Zinsentscheidungen:
Hier filtern wir den Lärm heraus und zoomen exakt auf die Extrem-Ereignisse, die schlimmer als die Dotcom-Blase (roter Kasten als Benchmark) waren – sprich: Die historischen Momente, in denen der VIX völlig ausgetickt ist! 📈💥
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Der historische Detail-Teil, für die echten Nerds.
(Der Teil der am Ende nicht mehr von jedem gelesen wird)
Der Schnell-Trip durch die Geschichte (Highs & Lows seit 1998):
Aug ’98 – Rubel-Krise & LTCM-Kollaps💣
Russland "pleite"& der gigantische Hedgefonds LTCM droht das Finanzsystem mitzureißen.
Dow:
Macht einen plötzlichen Rücksetzer nach unten (Panik durch Russland-Krise & LTCM-Kollaps).
Fed:
Die Fed gerät in Notfallstimmung und senkt die Zinsen schlagartig in drei Schritten
(von ca. 5,50 % auf 4,75 %).
VIX:
Explodiert nach oben in deine rote 😱Panik-Zone.
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1999 – August 2000: Der Rausch der Dotcom-Blase 🌐💸
Alles, was ein .com im Namen trägt, wird blind gekauft.
Die Börse feiert eine Party ohne Morgen.
Dow:
Pumpte nach der Zinssenkung von 1998 massiv nach oben und steuerte auf historische Höchststände zu (Gipfel der Dotcom-Euphorie).
Fed:
Weil der Markt und die Wirtschaft komplett überhitzen, schlägt die Fed Alarm und erhöht die Zinsen schrittweise und aggressiv von 4,75 % auf 6,50 % (Mai 2000).
Sie dreht dem Markt den Geldhahn zu/enger.
VIX:
Ignorierte die Zins-Warnsignale komplett.
Das Barometer döste tiefenentspannt in der grünen Komfortzone vor sich hin (August 2000) – das Lehrbuch-Beispiel für maximale Sorglosigkeit direkt vor dem großen Einschlag! 😴💥
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2002 / 2003 – Das blutige Finale: Dotcom-Kollaps & 9/11 📉💥
Die Trümmer der Platzer-Blase, Bilanzskandale (Enron, WorldCom) und der Schock von 9/11 drücken die Märkte an den Boden.
Dow:
Erreicht im Spätsommer/Herbst 2002 seinen finalen Bärenmarkt-Boden.
Fed:
Panik-Cut! Die Fed drückt die Zinsen von 6,50 % aggressiv bis Mitte 2003 auf den damaligen Rekordtiefstand von 1,00 %.
VIX:
Explodiert direkt in die rote 😱Panik-Zone – Kapitulation pur!
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2004 – 2007: Immobilienboom, Gratiskredite & die nächste Saat 🏠 💸
Da Aktien nach der Dotcom-Blase out waren, suchte dieses billige Geld ein neues Zuhause.
Und wo fand es das? Auf dem Immobilienmarkt! Der Subprime-Irrsinn war geboren.
Dow:
Reitet die Welle im gigantischen Bullenrun und klettert bis 2007 auf ein neues Allzeithoch.
Fed:
Um die kochende Wirtschaft abzukühlen, schaltet die Fed ab Juni 2004 in den Bremser-Modus: Sie schraubt die Zinsen in 17 Schritten in Folge von 1,00 % auf 5,25 % (Mitte 2006) hoch.
VIX:
Der Markt schert sich kein Stück um die Zins-Daumenschrauben! Der VIX fällt im Frühjahr 2007 tief in deine grüne Gier-/Komfortzone – blinde Sorglosigkeit direkt vor dem größten Finanzkollaps seit 1929. 😴💣
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2007 – März 2009: Die Weltfinanzkrise & Lehman-Kollaps 🏦💣
Das Subprime-Kartenhaus bricht durch die hohen Zinsen zusammen.
Die US-Investmentbank Lehman Brothers kollabiert im September 2008 – die Weltwirtschaft steht am Rande des Abgrunds.
Dow:
Freier Fall! Der Index stürzt bis März 2009 auf das tiefste Niveau seit über 10 Jahren ab.
Fed:
Feuerwehr-Großeinsatz!
Die Notenbank ballert die Zinsen im Notfall-Tempo von 5,25 % auf 0,00 % – 0,25 % (Dezember 2008) herunter und startet die Notfall-Gelddruckmaschine (QE1) mit Milliarden-Spritzen.
VIX:
Absoluter Rekord-Ausbruch!
Der Spinnensinn schlägt durch die Decke: Der VIX schnellt im Herbst 2008 auf das Allzeithoch von über 80 Punkten und krallt sich bis ins Frühjahr 2009 tief in der roten 😱Panik-Zone fest.
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2009 – Sep ’11: 🌎US-Schulden-Drama & Euro-Krise🌍
Die USA verlieren durch politisches Tauziehen um die Schuldenobergrenze ihr perfektes AAA-Kreditrating (S&P stuft auf AA+ ab). Parallel droht die Europäische Schuldenkrise (Griechenland-Drama) die Eurozone zu zerreißen.
Dow:
Zieht nach dem Tief von 2009 stark an, gerät im Sommer/Herbst 2011 aber erneut mächtig ins Wanken.
Fed:
Zinsen verharren festgenagelt an der Nulllinie (0,00 % – 0,25 %).
Weil tiefer nicht mehr geht, greift die Fed zu neuen Sonderwaffen: QE2 und im September 2011 die legendäre Operation Twist, um die langfristigen Zinsen künstlich zu drücken.
VIX:
Taucht nach der ersten Erholung😴 im Frühjahr 2011 entspannt Richtung grüne Zone ab, nur um im August/September 2011 wie aus dem Nichts zurück in die rote 😱Panik-Zone (~48 Punkte) zu schießen!
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2012 – Nov ’14 / Aug ’15: Die Goldilocks-Wirtschaft (Die Bären im Tiefschlaf) 🐻💤
Das perfekte Goldilocks-Szenario – die Wirtschaft wächst solide, wird aber nicht zu heiß, während die Geldschleusen der Fed sperrweit offen stehen.
Dow:
Pumpt wie auf Schienen von einem Allzeithoch zum nächsten.
Fed:
Nullzins-Garantie! Die Zinsen kleben ununterbrochen bei 0,00 % – 0,25 %. Erst Ende 2015 wagt die Notenbank nach gefühlten Ewigkeiten den allerersten homöopathischen Zins-Schritt um winzige +0,25 %.
VIX:
Blinde Sorglosigkeit!😴 Der Spinnensinn döst tiefenentspannt und fällt Ende 2014 sowie Mitte 2015 tief zurück in die grüne Komfort- / Gier-Zone.
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Jan ’18 – Ende 2018: „Volmageddon“ & Powells Zins-Würgegriff ⚡📉
Ein historisches Zins-Tauziehen!
Jerome Powell übernimmt das Fed-Ruder und will die Märkte aus der Nullzins-Sucht entwöhnen.
Dow:
Schießt nach einem parabelförmigen Anstieg Anfang 2018 abrupt in einen brutalen Flash-Crash und gerät Ende 2018 durch den Zins-Entzug schwer ins Trudeln.
Fed:
Powell zieht die Daumenschrauben an: Die Fed schraubt die Zinsen von 2016 bis Ende 2018 kontinuierlich und kompromisslos von 0,25 % auf 2,50 % hoch.
VIX:
Erst im Januar 2018 extreme Wohlfühl-Gier 😴(grüne Zone), dann die Implosion! Im Februar 2018 kollabieren gehebelte Short-Volatilitäts-ETFs am berüchtigten "Volmageddon-Tag". Im Dezember 2018 feuert der VIX durch die finale 😱Zins-Panik erneut steil hoch in die rote Zone.
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2019 – März ’20: Der historische Corona-Einschlag 🦠📉
Ein weltweiter, synchroner Shutdown zieht der Weltwirtschaft von heute auf morgen den Stecker.
Dow:
Markiert im Februar 2020 noch sein Allzeithoch, bevor im März der schnellste und heftigste Einsturz der modernen Börsengeschichte folgt!
Fed:
Erst knickt die Notenbank 2019 vor jammernden Märkten ein (Kürzung von 2,50 % auf 1,75 %). Im März 2020 folgt die pure Notfall-Panik:
In zwei Blitz-Sitzungen werden die Zinsen auf 0,00 % – 0,25 % zersägt und
die Märkte mit Not-Billionen überschwemmt.
VIX:
😱Explodiert im März 2020 auf fast 85 Punkte – das absolute Maximum deiner roten Kapitulations-Zone (Gleichstand mit dem Lehman-Crash von 2008!).
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Ende 2020 – Aug ’21: Der Stimulus-Rausch 💸🚀
Getrieben von Gratisgeld, Tech-Boom und Reopening-Fantasien feiert die Wall Street eine gigantische Party.
Dow:
Eilt von einem Allzeithoch zum nächsten.
Fed:
Nullzins-Garantie am Anschlag!
Fed-Chef Powell stuft die aufkeimende Inflation starrköpfig als "vorübergehend" ein und lässt die Geldschleusen sperrangelweit offen.
VIX:
Die Panik verdampft komplett.
Das Barometer kühlt im Sommer/August '21 stark ab und taucht tief in deine grüne Komfortzone ab – die trügerische Ruhe vor dem nächsten Sturm. 😴
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Sep ’22: Der Zins-Hammer trifft die Post-Corona-Inflation 🔨🔥
Die Inflation entgleist völlig (über 9 % in den USA), verschärft durch den Ukraine-Krieg.
Die Märkte wachen schmerzhaft aus dem Traumland auf.
Dow:
Rauscht unter heftigem Abgabedruck tief in den Bärenmarkt
(Low im Spätsommer/Herbst 2022).
Fed:
Die brutalste Notbremsung seit den 80er-Jahren! Die Notenbank peitscht die Zinsen im Rekordtempo von 0,25 % auf über 5,50 % hoch.
VIX:
Schießt im September '22 wieder feurig hoch in deine rote 😱Panik-Zone
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Nov ’24 bis heute:
KI-Rausch, Zinswende & die neue Sorglosigkeit 🤖 Euphorie!
Sobald der Zinsgipfel eingepreist war und der gigantische KI-Hype die Börsen überflutete, startete die nächste monumentale Rallye auf immer neue Rekordstände und läuft derweil immer noch...
Dow:
Wächst weiter in Richtung neue AllTimeHighs
Fed:
Nach einem langen Hochplateau bei 5,25 % – 5,50 % leitete die Fed bei schrumpfender Inflation schrittweise die Zinswende ein, um das angestrebte "Soft Landing" hinzubekommen.
Von 5,50 % auf 3,50 %
VIX:
Die Blinde Sorglosigkeit ist zurück!😴
Bei Marken wie Nov '24 und in den Phasen von 2025/2026 taucht der Spinnensinn immer wieder tief in die grüne Gier-Zone ab. Die Anleger wiegen sich erneut in absoluter Sicherheit – historisch das klassische Setup für ein reifes Bullenmarkt-Top oder einen bevorstehenden Schock-Rücksetzer! ⚠️
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Eine 🐯Tiger Prophezeiung🔮
Dominokette - makroökonomische Kette
Die größten Crashes entstehen nie aus einer bestehenden Panik heraus, sondern wenn der VIX im grünen/blauen Bereich schlummert und die Anleger völlig auf dem falschen Fuß erwischt werden.
Ist das hier möglicherweise das Drehbuch für den nächsten Schock? 🔮📉
Die Dominokette, die sich vor uns aufbauen könnte:
🔥Der Funke (Geopolitik & Öl):
Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu.
Wenn das flüssige schwarze Gold – das Lebensblut der globalen Industrie – durch Lieferengpässe oder Konflikte auf neue Allzeithochs (ATH) schießt, brennt die Lunge der Weltwirtschaft.
🏛️Die Fed-Reaktionskette:
Ein Ölpreisschock ist pure zweitrunden-Inflation!
Die Fed wird gezwungen, ihren Senkungspfad schlagartig abzubrechen und die Zinsen erneut anzuheben (von z. B. 3,50 % wieder spürbar nach oben).
📈Das Markt-Top:
Der Dow Jones pumpt getrieben von der letzten gierigen Kaufwelle bis Ende des Jahres auf sein finales Bullenmarkt-Top.
😴Die VIX-Falle:
Während der Markt sein Top ausbildet, döst der VIX tiefenentspannt in deiner grünen oder blauen Sorglos-Zone. Niemand sichert sich ab, Put-Optionen sind spottbillig, die Party läuft auf Hochtouren.
Das Ergebnis:
Genau diese Konstellation – ein schlafender VIX kombiniert mit einem erneuten Zins-Schock durch explodierende Rohstoffpreise – ist der historische Nährboden für eine massive Trendwende. Der Markt könnte Ende diesen Jahres das Top markieren und für 2027 eine saftige Bereinigung (Crash/Bärenmarkt) einpreisen! 📉💥💣⚡🐻
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Weitere Alternativen für ein Pulverfass💣
Das ist aber nicht das einzige Pulverfass das wir haben:
Der "Zins-Schock 2.0" trifft auf historische Schuldenberge:
Beim ersten Zinsanstieg ab 2022 profitierten viele Unternehmen noch von alt-refinanzierten, spottbilligen Krediten. Wenn die Fed jetzt gezwungen wäre, die Zinsen nach einer kurzen Atempause erneut anzuheben, trifft das die Wirtschaft und US-Staatsverschuldung mitten in die Magengrube. Die Refinanzierungswelle würde viele Unternehmens-Bilanzen schlicht zerschmettern.
Oder...
Die VIX-Explosion durch gehebelte Produkte:
Weil der VIX aktuell in den Komfortzonen liegt, sind extrem viele Marktteilnehmer wieder in "Yield-Seeking"-Strategien unterwegs (z. B. Short-Volatility-Covered-Call-ETFs). Wenn der Markt kippt und der VIX schlagartig aus der grünen Zone in die orange/rote Panik-Zone schießt, müssen diese Strategien schlagartig aufgelöst werden. Das wirkt wie ein Brandbeschleuniger – ähnlich wie beim Volmageddon 2018!
Oder...
Die Sentiment-Falle (Die "Soft Landing"-Illusion):
Der Markt liebt die Erzählung einer "sanften Landung".
Sobald alle Analysten auf denselben Zug aufspringen und schwören, dass ein Crash unmöglich ist, ist das Top meistens nicht mehr weit.
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Wir leben heute in einer Welt mit spürbar höheren Zinsen, teurerer Energie und permanentem geopolitischem Herzklopfen.
Da die Zinsen aggressiv angehoben wurden und wohl auch noch weiter steigen sollen, rechne ich mit einer ähnlichen Situation wie in den 80ern. Gepaart mit der Dotcom Bubble aus den 90ern. Ein Cocktail des Grauens braut sich zusammen.
Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit! Ich hoffe, dieser wilde Ritt durch die Dekaden war für dich alles andere als trocken.
Wie sieht du das? Kommt hier was gefährliches für die Märkte und unsere Depots zu?
Dein Tiger🐯
S&P 500 und der Präsidentschaftszyklus: Ein bullishes Jahr 2027?Der S&P 500 befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend, und Korrekturen dauern nur selten länger als einige Handelstage, schlimmstenfalls einige Wochen. Kann diese übergeordnete Aufwärtsdynamik noch mehrere Monate oder sogar das gesamte Jahr 2027 anhalten?
Um diese Frage zu beantworten, besteht der gängigste Ansatz darin, eine Kombination aus fundamentalen und technischen Faktoren zu verwenden. So zeige ich beispielsweise in meinen Marktanalysen auf TradingView häufig, dass sich der übergeordnete Aufwärtstrend fortsetzen dürfte, solange der US-Aktienmarkt keine übermäßige Bewertungsblase erreicht.
Es gibt jedoch einen weiteren Ansatz, den man nicht unterschätzen sollte: den zyklischen Ansatz. Mehrere Zyklen können den Trend des S&P 500 beeinflussen, doch der sogenannte „Präsidentschaftszyklus“ ist mit Abstand der stärkste und statistisch am besten dokumentierte.
Permabullen und Permabären haben eine klare Meinung zum Markt, allerdings ist diese häufig ideologisch geprägt. Statistiken hingegen lügen nicht und sind objektiv.
Schauen wir uns nun an, was der US-Präsidentschaftszyklus ist und warum das dritte Jahr des Präsidentschaftszyklus – also das Jahr 2027 – historisch gesehen das stärkste von allen vier Jahren ist.
Der Präsidentschaftszyklus basiert auf einer einfachen Feststellung: Die Performance des US-Aktienmarktes verteilt sich nicht gleichmäßig auf die vier Jahre einer Amtszeit. Seit 1928 zeigen die historischen Daten des S&P 500, dass das dritte Jahr einer Präsidentschaft die beste durchschnittliche Performance aufweist. Umgekehrt ist das zweite Jahr historisch gesehen das schwierigste, während das erste und vierte Jahr eine mittlere Performance aufweisen.
Die folgende Tabelle zeigt die Statistiken des Präsidentschaftszyklus und verdeutlicht die Stärke des dritten Jahres – also unseres bevorstehenden Jahres 2027. (Quelle: gurufocus.com).
Warum kommt es zu diesem Phänomen? Die am häufigsten genannte Erklärung lautet, dass US-Regierungen in der Regel versuchen, die wirtschaftliche Aktivität im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen zu unterstützen. Fiskalische Maßnahmen, Konjunkturprogramme, öffentliche Ausgaben oder ein für die Finanzmärkte günstigeres politisches Umfeld entfalten ihre Wirkung häufig im dritten Jahr der Amtszeit.
Natürlich ist dieser Zyklus kein unveränderliches Gesetz und kann durch außergewöhnliche Ereignisse wie eine Finanzkrise, eine Pandemie oder einen schweren geopolitischen Schock gestört werden. Über einen Zeitraum von fast einem Jahrhundert hat sich diese Saisonalität jedoch als bemerkenswert robust erwiesen.
Die Zahlen sind in der Tat beeindruckend. Seit 1928 weist das dritte Jahr des Präsidentschaftszyklus eine durchschnittliche Jahresperformance von nahezu 14 % auf und liegt damit deutlich über der historischen durchschnittlichen Jahresrendite des S&P 500 von rund 8 %. Noch interessanter ist, dass diese statistische Outperformance sowohl unter demokratischen als auch unter republikanischen Präsidenten zu beobachten ist. Mit anderen Worten: Der politische Faktor scheint weniger wichtig zu sein als die Position innerhalb des Präsidentschaftszyklus selbst.
Die Geschichte wiederholt sich zwar nie exakt, aber sie reimt sich oft. Der Präsidentschaftszyklus garantiert selbstverständlich keinen Anstieg der Märkte im Jahr 2027. Er stellt jedoch ein zusätzliches statistisches Argument für ein bullishes Szenario auf mittlere Sicht dar.
ALLGEMEINER HAFTUNGSAUSSCHLUSS:
Dieser Inhalt richtet sich an Personen, die mit Finanzmärkten und Finanzinstrumenten vertraut sind, und dient ausschließlich Informationszwecken. Die präsentierte Idee (einschließlich Marktkommentare, Marktdaten und Beobachtungen) ist kein Produkt einer Research-Abteilung von Swissquote oder einer ihrer Tochtergesellschaften. Dieses Material soll Marktbewegungen veranschaulichen und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Wenn Sie ein Privatanleger sind oder keine Erfahrung mit dem Handel komplexer Finanzprodukte haben, sollten Sie vor finanziellen Entscheidungen einen lizenzierten Berater konsultieren.
Dieser Inhalt zielt nicht darauf ab, den Markt zu manipulees oder ein bestimmtes finanzielles Verhalten zu fördern.
Swissquote übernimmt keine Gewähr für die Qualität, Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit oder Rechtmäßigkeit dieses Inhalts. Die geäußerten Meinungen stammen vom Berater und dienen ausschließlich zu Bildungszwecken. Alle Informationen zu einem Produkt oder Markt stellen keine Empfehlung einer Anlagestrategie oder Transaktion dar. Frühere Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
Swissquote sowie deren Mitarbeiter und Vertreter haften in keinem Fall für Schäden oder Verluste, die direkt oder indirekt auf Entscheidungen basieren, die aufgrund dieses Inhalts getroffen wurden.
Die Verwendung von Marken oder Logos Dritter dient nur zu Informationszwecken und impliziert keine Billigung durch Swissquote oder eine Genehmigung durch den Markeninhaber zur Förderung seiner Produkte oder Dienstleistungen.
Swissquote ist die Marketingmarke der folgenden Unternehmen: Swissquote Bank Ltd (Schweiz) reguliert durch FINMA, Swissquote Capital Markets Limited reguliert durch CySEC (Zypern), Swissquote Bank Europe SA (Luxemburg) reguliert durch die CSSF, Swissquote Ltd (UK) reguliert durch die FCA, Swissquote Financial Services (Malta) Ltd reguliert durch die MFSA, Swissquote MEA Ltd. (VAE) reguliert durch die DFSA, Swissquote Pte Ltd (Singapur) reguliert durch die MAS, Swissquote Asia Limited (Hongkong) lizenziert durch die SFC und Swissquote South Africa (Pty) Ltd überwacht durch die FSCA.
Produkte und Dienstleistungen von Swissquote sind nur für Personen bestimmt, die diese gemäß den lokalen Gesetzen erhalten dürfen.
Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden. Der Handel oder Besitz von Finanzinstrumenten kann mit erheblichen Verlusten einhergehen. Der Wert von Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Kryptowährungen und anderen Vermögenswerten kann steigen oder fallen. Es besteht ein erhebliches Risiko finanzieller Verluste beim Kauf, Verkauf, Halten, Staken oder Investieren in diese Instrumente. SQBE spricht keine Empfehlungen zu bestimmten Investitionen, Transaktionen oder Anlagestrategien aus.
CFDs sind komplexe Instrumente mit hohem Verlustrisiko aufgrund von Hebeleffekten. Die Mehrheit der Privatanlegerkonten erleidet Verluste beim Handel mit CFDs. Sie sollten prüfen, ob Sie die Funktionsweise von CFDs verstehen und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen.
Digitale Vermögenswerte sind in den meisten Ländern nicht reguliert und es gelten möglicherweise keine Verbraucherschutzvorschriften. Aufgrund ihrer hohen Volatilität und spekulativen Natur sind sie für risikoscheue Anleger ungeeignet. Vergewissern Sie sich, dass Sie jeden digitalen Vermögenswert verstehen, bevor Sie handeln.
Kryptowährungen gelten in einigen Ländern nicht als gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegen regulatorischen Unsicherheiten.
Die Nutzung internetbasierter Systeme kann erhebliche Risiken bergen, darunter Betrug, Cyberangriffe, Netzwerkausfälle, Kommunikationsprobleme sowie Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten.
Der Markt ist nicht dein Feind – deine Emotionen sind es Jeder Trader kennt diesen Moment.
Dein Trade liegt im Gewinn. Plötzlich beginnt der Kurs zurückzulaufen. Sofort fangen die Gedanken an zu kreisen.
„Jetzt nimmt er mir den ganzen Gewinn wieder weg.“
„Das habe ich schon so oft erlebt.“
„Lieber nehme ich einen kleinen Gewinn mit, bevor am Ende wieder alles weg ist.“
Also greifst du ein.
Nicht, weil deine Analyse ungültig geworden ist – sondern weil die Angst die Kontrolle übernommen hat.
Ein paar Minuten später setzt der Markt seine ursprüngliche Bewegung fort und erreicht genau das Ziel, das du von Anfang an geplant hattest.
Kommt dir das bekannt vor?
Dann lag das Problem wahrscheinlich nicht an deiner Analyse.
Sondern an deiner Psychologie.
Nach einer Serie von Verlusten versucht das menschliche Gehirn ganz automatisch, sich selbst zu schützen. Schmerzhafte Erfahrungen hinterlassen häufig einen stärkeren Eindruck als erfolgreiche. Dadurch fühlt sich plötzlich jeder normale Rücksetzer wie der Beginn einer großen Trendwende an.
Psychologen bezeichnen dieses Verhalten unter anderem als Verlustaversion und negative Konditionierung. Der Schmerz darüber, einen bereits gesehenen Buchgewinn wieder abzugeben, kann sich wesentlich stärker anfühlen als die Zufriedenheit darüber, einen Gewinner bis zu seinem eigentlichen Ziel laufen zu lassen.
Genau hier verlassen viele Trader ihren Plan.
Nicht mehr der Chart trifft die Entscheidung.
Die Angst tut es.
Jedes Mal, wenn wir ausschließlich aufgrund unserer Emotionen in einen Trade eingreifen, verstärken wir dieses Verhalten.
Irgendwann beginnen unsere Emotionen, unsere Analyse zu überstimmen.
Warum passiert das erfahrenen Tradern deutlich seltener?
Nicht, weil sie keine Angst mehr kennen.
Sondern weil sie gelernt haben, ihrem Tradingplan mehr zu vertrauen als ihren Emotionen.
Ein professioneller Trader denkt nicht in einem einzelnen Trade.
Er denkt in Hunderten – oder sogar Tausenden – von Trades.
Er versteht, dass Verluste Bestandteil jeder profitablen Strategie sind. Sein Ziel besteht nicht darin, jeden Verlust zu verhindern.
Sein Ziel ist es, seinen Plan konsequent und diszipliniert auszuführen.
Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, nach jedem Verlust dem Markt die Schuld zu geben.
„Der Markt ist manipuliert.“
Wir alle haben diesen Satz schon gehört.
Natürlich gibt es an den Märkten Liquidity Grabs, Stop-Loss-Sweeps und emotional getriebene Kursbewegungen. Das sind natürliche Eigenschaften liquider Märkte.
Doch mit zunehmender Erfahrung verändert sich die Art, wie du einen Chart betrachtest.
Was früher wie Manipulation aussah, erkennst du irgendwann als wiederkehrende Marktstruktur.
Du beginnst, mögliche Fallen zu erkennen, bevor sie entstehen.
Du verstehst zunehmend, wo Liquidität liegen könnte, warum der Kurs an bestimmten Bereichen reagiert und wie Wahrscheinlichkeiten zu deinem Vorteil genutzt werden können.
Der eigentliche Wendepunkt entsteht jedoch dann, wenn wir aufhören, dem Markt die Schuld zu geben.
Solange wir sagen:
„Der Markt ist schuld.“
„Mein Broker ist schuld.“
„Ich hatte einfach Pech.“
…geben wir Verantwortung ab.
Und gleichzeitig geben wir damit auch die Möglichkeit aus der Hand, uns selbst zu verbessern.
Echter Fortschritt beginnt in dem Moment, in dem wir uns selbst ehrlich sagen können:
„Der Markt ist nicht mein Feind. Ich muss an mir selbst arbeiten.“
Genau dort beginnt die eigentliche Reise.
Trading ist wesentlich mehr als Chartanalyse.
Es ist ein Prozess der persönlichen Entwicklung.
Für mich ist Trading in vieler Hinsicht wie Kung Fu.
Niemand wird innerhalb weniger Monate zum Meister.
Man trainiert dieselben Bewegungen über Jahre hinweg – nicht nur, um seine Technik zu verbessern, sondern um Geduld, Disziplin, Demut und Selbstkontrolle zu entwickeln.
Beim Trading ist es nicht anders.
Jeder Fehler lehrt dich etwas über dich selbst.
Jeder Verlust ist eine Lektion.
Und jeder Trade, den du konsequent nach deinem Plan ausführst, stärkt nicht nur deine Strategie.
Er stärkt auch deinen Charakter.
Vielleicht bedeutet wirklicher Erfolg im Trading deshalb nicht einfach nur, mehr Geld zu verdienen.
Vielleicht bedeutet Erfolg auch, zu einem Menschen zu werden, der unter Druck ruhig bleibt, Verantwortung für seine Entscheidungen übernimmt und seiner Analyse mehr vertraut als seinen Emotionen.
Denn der Markt testet nicht nur Unterstützungen und Widerstände.
Er testet jeden einzelnen Tag deinen Charakter.
Und vielleicht ist genau das die größte Lektion, die uns Trading überhaupt vermitteln kann.
Der Markt spiegelt letztlich nur wider, wer du bist.
WERKTrader
The Black Sheep of Trading.
OVX-Ölvolatilität: Was ist das?Die geopolitische Lage im Nahen Osten ist in diesem Jahr einer der wichtigsten fundamentalen Einflussfaktoren für die Finanzmärkte und wird dies voraussichtlich auch in den kommenden Monaten bleiben. Der Preis für US-Rohöl (WTI) wirkt sich direkt auf die Entwicklung der US-Gesamtinflation aus, welche wiederum die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank (Fed) zum Jahresende maßgeblich beeinflussen wird.
Je höher der Ölpreis steigt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung des Federal Funds Rate. Umgekehrt dürfte die Fed bei nachgebenden Ölpreisen in der Lage sein, ihren geldpolitischen Kurs bis zu den US-Zwischenwahlen (Midterm Elections) unverändert beizubehalten.
Zwei Instrumente sind besonders hilfreich, um den derzeitigen Druck durch den Ölpreis zu beurteilen:
• Die technische Analyse des Ölpreises
• Der OVX – der „VIX“ des US-Rohölmarktes
Die folgende Grafik zeigt die wöchentlichen japanischen Candlesticks des US-Rohöls (WTI), von dessen Preis sich der Benzinpreis in den Vereinigten Staaten direkt ableitet. Außerdem sehen Sie meine charttechnische Analyse des Ölpreises mit den wichtigsten Kursmarken und Preiszonen im Zusammenhang mit dem Inflationsdruck. Sie können den Preis für US-Rohöl auch in Echtzeit auf TradingView verfolgen (Ticker: USOIL) und dessen unmittelbaren Einfluss auf die US-Gesamtinflation beobachten.
Der OVX (Cboe Crude Oil Volatility Index) misst die vom Markt erwartete implizite Volatilität des WTI-Rohöls über einen Zeitraum von rund 30 Tagen.
Er wird anhand der Preise von Optionen auf WTI-Rohöl berechnet. Mit anderen Worten: Der OVX misst nicht die vergangenen Kursschwankungen des Ölpreises, sondern die Erwartungen des Optionsmarktes hinsichtlich der zukünftigen Bewegungen des Ölpreises in den kommenden Wochen.
Die nachfolgende Tabelle beschreibt die wichtigsten OVX-Schwellenwerte und deren Bedeutung für das zukünftige Risiko beim Preis von US-Rohöl. Der OVX ist das Pendant zum VIX für den Ölmarkt: Je höher der OVX, desto größer ist das Risiko eines Angebotsschocks am Ölmarkt.
Ein hoher OVX spiegelt somit eine erhebliche Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung des Ölpreises wider. Ein niedriger OVX hingegen deutet auf einen ruhigeren Markt hin. Besonders aussagekräftig wird dieser Indikator in Kombination mit dem WTI-Preis: Steigt der Ölpreis gleichzeitig mit einem deutlichen Anstieg des OVX, kann dies auf einen geopolitischen Schock oder auf zunehmende Sorgen über Versorgungsengpässe hindeuten.
Im aktuellen Umfeld wäre ein kräftiger Anstieg des OVX daher ein wichtiges Signal für die Aktienmärkte, die Inflationserwartungen und den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed. Sinkt der OVX dagegen bis zur Fed-Sitzung am 16. September, dürfte die US-Notenbank ihren aktuellen geldpolitischen Kurs voraussichtlich beibehalten können.
Die folgende Grafik zeigt die wöchentlichen japanischen Candlesticks des OVX, also der erwarteten impliziten Volatilität des US-Rohölmarktes.
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Swissquote übernimmt keine Gewähr für die Qualität, Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit oder Rechtmäßigkeit dieses Inhalts. Die geäußerten Meinungen stammen vom Berater und dienen ausschließlich zu Bildungszwecken. Alle Informationen zu einem Produkt oder Markt stellen keine Empfehlung einer Anlagestrategie oder Transaktion dar. Frühere Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
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Swissquote ist die Marketingmarke der folgenden Unternehmen: Swissquote Bank Ltd (Schweiz) reguliert durch FINMA, Swissquote Capital Markets Limited reguliert durch CySEC (Zypern), Swissquote Bank Europe SA (Luxemburg) reguliert durch die CSSF, Swissquote Ltd (UK) reguliert durch die FCA, Swissquote Financial Services (Malta) Ltd reguliert durch die MFSA, Swissquote MEA Ltd. (VAE) reguliert durch die DFSA, Swissquote Pte Ltd (Singapur) reguliert durch die MAS, Swissquote Asia Limited (Hongkong) lizenziert durch die SFC und Swissquote South Africa (Pty) Ltd überwacht durch die FSCA.
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Hör auf, Candlestick-Muster so zu handelnViele Trader lernen Candlestick-Muster so, als würde das Muster an sich den Trade auslösen.
Sie sehen einen „Hammer“ und denken sofort: KAUFEN.
Doch der Chart erzählt eine andere Geschichte.
Genau derselbe Hammer kann völlig unterschiedliche Ergebnisse liefern, je nachdem, wo er entsteht.
Ein Hammer, der inmitten einer willkürlichen Kursbewegung auftaucht, hat kaum Aussagekraft. Es gibt keinen klaren Grund für Käufer, dieses Niveau zu verteidigen, keine wichtige Liquiditätszone und keine strukturelle Unterstützung hinter der Kerze.
Platziere nun denselben Hammer an einer wichtigen Unterstützungszone nach einem Abverkauf.
Alles ändert sich.
Der lange untere Docht zeigt nun etwas Wichtiges: Verkäufer drückten den Kurs nach unten, doch Käufer fingen den Druck ab und zwangen den Kurs wieder über dieses Niveau. Wenn die nächsten Kerzen diese Ablehnung bestätigen, gewinnt das Setup deutlich an Bedeutung.
Was macht ein Candlestick-Muster stärker?
1. Position
Unterstützung, Widerstand, frühere Hochs/Tiefs, Trendlinien oder wichtige Zonen von Angebot und Nachfrage.
2. Marktstruktur
Ein bullisches Muster ist wertvoller, wenn es dort auftritt, wo sich ein höheres Tief bilden könnte. Ein bärisches Muster gewinnt an Stärke in der Nähe eines Widerstands bei einer sich abschwächenden Struktur.
3. Ablehnung (Rejection)
Der Docht sollte deutlich zeigen, dass der Kurs sich nicht jenseits des Schlüssel-Niveaus halten konnte.
4. Bestätigung
Handle nicht allein aufgrund der Form. Achte darauf, dass die nächste Kerze bestätigt, ob Käufer oder Verkäufer tatsächlich die Kontrolle übernehmen.
Betrachte Candlestick-Muster als Indizien, nicht als Signale.
Der Hammer sagt dir nicht, dass du kaufen sollst.
Er signalisiert dir, dass Käufer möglicherweise Gegenwehr leisten.
Die Position verrät dir, ob dieser Kampf tatsächlich von Bedeutung ist.
Hör vor deinem nächsten Trade auf zu fragen:
„Welches Kerzenmuster ist das?“
Fang an zu fragen:
„Warum bildet sich diese Kerze genau hier?“
Diese eine Frage kann überraschend viele minderwertige Setups aussortieren.
Das Muster weckt deine Aufmerksamkeit. Die Position verleiht ihm Bedeutung.
Bitcoin-Realized-Price – der perfekte Kaufpreis?Wenn Sie meine Beiträge auf TradingView regelmäßig lesen (ich betreue täglich den Swissquote-Account auf TradingView), dann wissen Sie bereits, dass sich der Bitcoin-Kurs seit seinem Rekordhoch vom 6. Oktober bei 126.000 US-Dollar innerhalb seines zyklischen Bärenmarktes bewegt, der Teil seines bekannten 4-Jahres-Zyklus ist.
Bitcoin folgt seinem eigenen Zyklus und seinen eigenen fundamentalen Faktoren, auch wenn Korrelationen am Rande eine gewisse Rolle spielen. Die gute Nachricht ist, dass der zyklische Bärenmarkt des Bitcoin-Kurses statistisch sehr gut dokumentiert ist.
Ich habe bereits viel über dieses Thema geschrieben und werde dies auch weiterhin tun. Die wichtigste Kennzahl, die man sich merken sollte, ist, dass dieser Bärenmarkt durchschnittlich ein Jahr bzw. 365 Tage dauert. Natürlich handelt es sich dabei nur um einen Durchschnitt: Der „Bear Market“ kann etwas länger oder etwas kürzer dauern.
2026 ist daher ein Bärenmarktjahr, während die kommenden 3 Jahre für Bitcoin Aufwärtsjahre sein sollten. Das ist das Grundprinzip seines sogenannten 4-Jahres-Zyklus.
365 Tage im Durchschnitt bedeuten also, dass das am 1. Juli bei 57.500 US-Dollar erreichte Tief wahrscheinlich nicht das endgültige Tief des Bärenmarktes sein wird. Es fehlt somit noch ein letztes Tief, und dieses letzte Tief dürfte zwischen Mitte August und Anfang Oktober erreicht werden.
Dieses letzte Tief könnte im Bereich des Realized Price von Bitcoin entstehen. Aber was genau ist der Realized Price bei BTC?
Der Realized Price bzw. realisierte Preis ist einer der interessantesten fundamentalen Indikatoren der On-Chain-Analyse von Bitcoin. Vereinfacht gesagt entspricht er dem durchschnittlichen Preis, zu dem alle derzeit im Umlauf befindlichen Bitcoins zuletzt auf der Blockchain bewegt wurden. Es handelt sich also nicht einfach um den auf den Kryptobörsen angezeigten Preis: Der Realized Price misst die durchschnittliche Kostenbasis des Marktes.
Die folgende Grafik, deren Quelle die Website Bitcoin Magazine Pro ist, zeigt den Realized Price von Bitcoin, also den durchschnittlichen Kaufpreis der Bitcoin-Halter – einen Preis, der historisch eine Zone für die zyklischen Bärenmarkt-Tiefs von BTC dargestellt hat.
Genau das macht diesen Indikator in einem Bärenmarkt besonders interessant. Wenn sich der Bitcoin-Kurs dem Realized Price nähert, kehrt ein bedeutender Teil des Marktes schrittweise in Richtung seines durchschnittlichen Einstiegspreises zurück. Historisch hat diese Zone häufig eine wichtige Rolle bei der Bildung großer zyklischer Tiefs gespielt.
Es muss jedoch eine wichtige Unterscheidung getroffen werden: Der Realized Price ist nicht zwangsläufig eine horizontale technische Unterstützung, die der Kurs exakt berühren muss. Vielmehr sollte er als fundamentale Bewertungszone betrachtet werden, um die herum der Verkaufsdruck und die Kapitulation allmählich auslaufen können.
Die nachfolgende Analyse erinnert daran, dass August und September aus saisonaler Sicht statistisch ungünstige Monate für den Bitcoin-Kurs sind. Diese Phase könnte daher das letzte Tief des zyklischen Bärenmarktes von Bitcoin hervorbringen.
Die folgende Grafik zeigt die Sharpe Ratio des Bitcoin-Kurses, wobei eine letzte Schwächephase unter 60.000 US-Dollar erwartet wird.
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Swissquote übernimmt keine Gewähr für die Qualität, Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit oder Rechtmäßigkeit dieses Inhalts. Die geäußerten Meinungen stammen vom Berater und dienen ausschließlich zu Bildungszwecken. Alle Informationen zu einem Produkt oder Markt stellen keine Empfehlung einer Anlagestrategie oder Transaktion dar. Frühere Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
Swissquote sowie deren Mitarbeiter und Vertreter haften in keinem Fall für Schäden oder Verluste, die direkt oder indirekt auf Entscheidungen basieren, die aufgrund dieses Inhalts getroffen wurden.
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Swissquote ist die Marketingmarke der folgenden Unternehmen: Swissquote Bank Ltd (Schweiz) reguliert durch FINMA, Swissquote Capital Markets Limited reguliert durch CySEC (Zypern), Swissquote Bank Europe SA (Luxemburg) reguliert durch die CSSF, Swissquote Ltd (UK) reguliert durch die FCA, Swissquote Financial Services (Malta) Ltd reguliert durch die MFSA, Swissquote MEA Ltd. (VAE) reguliert durch die DFSA, Swissquote Pte Ltd (Singapur) reguliert durch die MAS, Swissquote Asia Limited (Hongkong) lizenziert durch die SFC und Swissquote South Africa (Pty) Ltd überwacht durch die FSCA.
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Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden. Der Handel oder Besitz von Finanzinstrumenten kann mit erheblichen Verlusten einhergehen. Der Wert von Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Kryptowährungen und anderen Vermögenswerten kann steigen oder fallen. Es besteht ein erhebliches Risiko finanzieller Verluste beim Kauf, Verkauf, Halten, Staken oder Investieren in diese Instrumente. SQBE spricht keine Empfehlungen zu bestimmten Investitionen, Transaktionen oder Anlagestrategien aus.
CFDs sind komplexe Instrumente mit hohem Verlustrisiko aufgrund von Hebeleffekten. Die Mehrheit der Privatanlegerkonten erleidet Verluste beim Handel mit CFDs. Sie sollten prüfen, ob Sie die Funktionsweise von CFDs verstehen und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen.
Digitale Vermögenswerte sind in den meisten Ländern nicht reguliert und es gelten möglicherweise keine Verbraucherschutzvorschriften. Aufgrund ihrer hohen Volatilität und spekulativen Natur sind sie für risikoscheue Anleger ungeeignet. Vergewissern Sie sich, dass Sie jeden digitalen Vermögenswert verstehen, bevor Sie handeln.
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Wie Profis Gewinne erzielen, ohne den Handel zu zerstören!Die meisten Händler machen das Gewinnmanagement schwieriger als nötig.
Sobald sich ein Trade zu ihren Gunsten entwickelt, wählen sie normalerweise zwischen zwei Extremen: Sie schließen alles zu früh oder halten die gesamte Position und hoffen auf eine viel größere Bewegung. Beides kann manchmal funktionieren, aber keines von beiden bietet viel Flexibilität.
Ein ausgewogenerer Ansatz besteht darin, einen Teil der Position beim ersten wichtigen Ziel zu sichern und den Rest als Läufer offen zu lassen. Der erste Ausstieg verwandelt einen Teil des nicht realisierten Gewinns in echten Gewinn. Die verbleibende Position hält Sie involviert, wenn der Trend anhält.
Der Schlüssel liegt darin, dies vor dem Betreten zu planen. Entscheiden Sie, wo sich der erste Widerstand oder die erste Unterstützung befindet, wie viel von der Position Sie dort schließen und was passieren muss, bevor der Rest laufen darf. Ohne diesen Plan kann eine teilweise Gewinnmitnahme leicht zu einer emotionalen Entscheidung werden, die mitten im Handel getroffen wird.
Der Läufer braucht noch Struktur. Er kann bei einer Aufwärtsbewegung hinter einem bestätigten höheren Tief, bei einer Abwärtsbewegung über einem niedrigeren Hoch oder mit einer vordefinierten Trailing-Methode verwaltet werden. Eine zu große Annäherung an den Stopp kann einen kleinen Gewinn absichern, kann Sie aber auch während eines normalen Pullbacks entfernen.
Teilausstiege sind nicht automatisch besser als die Schließung des gesamten Handels. Sie können die Gesamtprämie reduzieren, wenn der Preis das endgültige Ziel erreicht. Ihr Wert ist sowohl psychologisch als auch praktisch: Sie verringern den Druck, sichern einen Teil des Ergebnisses und erleichtern es, bei der verbleibenden Position diszipliniert zu bleiben.
Die eigentliche Lektion ist einfach:
Nehmen Sie genügend Gewinn mit, um den Druck zu verringern, aber lassen Sie genügend Position übrig, um davon zu profitieren, wenn der Markt weiter in Bewegung bleibt.
Dies ist ein lehrreicher Beitrag. Definieren Sie vor dem Einstieg immer den Ausstiegsplan, die Ungültigkeitsstufe und die Positionsgröße.
So handeln Sie mit Stop-Loss!Viele Händler geben dem Setup die Schuld, nachdem sie ausgestoppt wurden. Dann kehrt sich der Preis um und bewegt sich genau wie erwartet.
„Das Frustrierende daran ist, dass die Analyse möglicherweise in Ordnung war.“ „Das eigentliche Problem war der Stop-Loss.“
Es erscheint logisch, einen Stopp knapp unter einem offensichtlichen Unterstützungsniveau zu platzieren, aber in diesem Bereich platzieren auch viele andere Händler ihren Stopp. Ein schneller Docht unterhalb der Unterstützung kann diese Stopps beseitigen, bevor der Preis wieder über das Niveau steigt und weiter steigt.
Das bedeutet nicht, dass jeder Docht eine „Stoppjagd“ ist. Manchmal schlägt die Einrichtung einfach fehl. Der Punkt ist, dass ein Stopp dort gesetzt werden sollte, wo die Handelsidee wirklich ungültig ist – und nicht dort, wo die Position etwas unangenehm wird.
Bei einem bullischen Setup schaue ich normalerweise über die Unterstützungslinie hinaus. Wo ist das tatsächliche Swing-Tief? Welches Tief hält die aktuelle Struktur zusammen? Ab wann würde die bullische Idee keinen Sinn mehr ergeben?
Das ist das Niveau, auf das es ankommt.
Daraus lässt sich auch eine wichtige Lektion zum Thema Risiko ableiten: Ein breiterer Stopp bedeutet nicht, dass man mehr Risiko eingeht. Es bedeutet, die Positionsgröße zu reduzieren. Der Stopp sollte zunächst auf der Struktur basieren; Die Losgröße sollte dann angepasst werden, um das Kontorisiko unter Kontrolle zu halten.
Manchmal macht der richtige Stopp das Risiko-Ertrags-Verhältnis unattraktiv. In diesem Fall besteht die Antwort nicht darin, den Anschlag näher heranzudrücken. Die bessere Entscheidung ist, den Handel zu überspringen.
Ein Stop-Loss soll nicht um jeden Preis einen kleinen Verlust garantieren. Seine Aufgabe besteht darin, den Handel zu schließen, wenn der ursprüngliche Grund für den Abschluss nicht mehr gültig ist.
Platzieren Sie den Stop jenseits der Ungültigkeitserklärung und legen Sie dann die Größe des Handels um ihn herum fest.
S&P 500 CAPE RATIO – Vorsicht!Viele Anleger sorgen sich um den langfristigen Trend des S&P 500, der sich seit Ende 2022 in einem ausgeprägten Aufwärtstrend befindet. Doch was ist ein starker Aufwärtstrend?
Es handelt sich um eine Marktdynamik, die zwischen Aufwärtsbewegungen (teilweise nahezu vertikal) und Korrekturphasen wechselt, deren Dauer auf den kurzfristigen Zeithorizont begrenzt bleibt (einige Handelstage, manchmal einige Wochen).
Am Ende setzt sich der langfristige Aufwärtstrend nach jeder kurzfristigen Korrektur erneut durch.
„Ein Trend setzt sich viele Male fort, dreht aber nur ein einziges Mal.“
Ich, Vincent Ganne, habe diesen Satz geprägt. Er bedeutet, dass ein langfristiger Aufwärtstrend immer wieder aufgenommen wird, solange die fundamentalen Daten positiv bleiben. (Folgen Sie dem Swissquote-Konto auf TradingView, um täglich meine Marktanalysen zu lesen.)
ABER irgendwann wird der Aktienmarkt zu teuer sein. Selbst wenn die Zukunftsaussichten hervorragend bleiben, kann ein überbewerteter Markt mehrere Monate lang fallen. Man denke nur an den Bärenmarkt des Jahres 2022.
Unter allen Bewertungsindikatoren nähert sich einer der von institutionellen Anlegern am stärksten beobachteten Indikatoren seinem historischen Höchststand. Dieses Hoch aus dem Jahr 1999 könnte als Widerstand wirken und den langfristigen Aufwärtstrend stoppen.
Dieser Indikator ist das Shiller-KGV, auch CAPE Ratio genannt. Was misst er?
Die folgenden Grafiken zeigen das Shiller-KGV des S&P 500 in der klassischen Version (oben) und in der normalisierten Version (unten).
Das CAPE Ratio (Cyclically Adjusted Price-to-Earnings) vergleicht den Stand des S&P 500 mit dem inflationsbereinigten Durchschnittsgewinn der Unternehmen der vergangenen zehn Jahre. Im Gegensatz zum klassischen KGV glättet es die Schwankungen des Konjunkturzyklus und bietet einen langfristigen Blick auf die Bewertung des US-Aktienmarktes.
Historisch betrachtet waren die Börsenrenditen der folgenden Jahre häufig schwächer, wenn das CAPE Ratio extreme Werte erreichte. Das bedeutet nicht, dass ein Börsencrash unmittelbar bevorsteht, sondern dass das Aufwärtspotenzial zunehmend begrenzt wird, während das Risiko einer stärkeren Korrektur steigt.
Derzeit notiert das CAPE Ratio nahe seinem historischen Höchststand aus der Technologieblase von 1999–2000. Gleichzeitig nähert sich auch sein normalisierter Z-Score, der die Abweichung der Bewertung vom historischen Durchschnitt misst, einem Extrembereich, der in den vergangenen fünfzig Jahren nur selten erreicht wurde.
Dies ist für sich genommen kein Verkaufssignal. Die Märkte können über längere Zeit überbewertet bleiben, wenn die Unternehmensgewinne steigen, ausreichend Liquidität vorhanden ist und Anleger weiterhin Aktien bevorzugen. Dennoch ist dies ein Warnsignal: Schon eine wirtschaftliche Abschwächung, enttäuschende Unternehmensgewinne oder ein geldpolitischer Schock können die ohnehin geringe Sicherheitsmarge rasch verschwinden lassen.
ALLGEMEINER HAFTUNGSAUSSCHLUSS:
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Dieser Inhalt zielt nicht darauf ab, den Markt zu manipulees oder ein bestimmtes finanzielles Verhalten zu fördern.
Swissquote übernimmt keine Gewähr für die Qualität, Vollständigkeit, Richtigkeit, Genauigkeit oder Rechtmäßigkeit dieses Inhalts. Die geäußerten Meinungen stammen vom Berater und dienen ausschließlich zu Bildungszwecken. Alle Informationen zu einem Produkt oder Markt stellen keine Empfehlung einer Anlagestrategie oder Transaktion dar. Frühere Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.
Swissquote sowie deren Mitarbeiter und Vertreter haften in keinem Fall für Schäden oder Verluste, die direkt oder indirekt auf Entscheidungen basieren, die aufgrund dieses Inhalts getroffen wurden.
Die Verwendung von Marken oder Logos Dritter dient nur zu Informationszwecken und impliziert keine Billigung durch Swissquote oder eine Genehmigung durch den Markeninhaber zur Förderung seiner Produkte oder Dienstleistungen.
Swissquote ist die Marketingmarke der folgenden Unternehmen: Swissquote Bank Ltd (Schweiz) reguliert durch FINMA, Swissquote Capital Markets Limited reguliert durch CySEC (Zypern), Swissquote Bank Europe SA (Luxemburg) reguliert durch die CSSF, Swissquote Ltd (UK) reguliert durch die FCA, Swissquote Financial Services (Malta) Ltd reguliert durch die MFSA, Swissquote MEA Ltd. (VAE) reguliert durch die DFSA, Swissquote Pte Ltd (Singapur) reguliert durch die MAS, Swissquote Asia Limited (Hongkong) lizenziert durch die SFC und Swissquote South Africa (Pty) Ltd überwacht durch die FSCA.
Produkte und Dienstleistungen von Swissquote sind nur für Personen bestimmt, die diese gemäß den lokalen Gesetzen erhalten dürfen.
Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden. Der Handel oder Besitz von Finanzinstrumenten kann mit erheblichen Verlusten einhergehen. Der Wert von Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Kryptowährungen und anderen Vermögenswerten kann steigen oder fallen. Es besteht ein erhebliches Risiko finanzieller Verluste beim Kauf, Verkauf, Halten, Staken oder Investieren in diese Instrumente. SQBE spricht keine Empfehlungen zu bestimmten Investitionen, Transaktionen oder Anlagestrategien aus.
CFDs sind komplexe Instrumente mit hohem Verlustrisiko aufgrund von Hebeleffekten. Die Mehrheit der Privatanlegerkonten erleidet Verluste beim Handel mit CFDs. Sie sollten prüfen, ob Sie die Funktionsweise von CFDs verstehen und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen.
Digitale Vermögenswerte sind in den meisten Ländern nicht reguliert und es gelten möglicherweise keine Verbraucherschutzvorschriften. Aufgrund ihrer hohen Volatilität und spekulativen Natur sind sie für risikoscheue Anleger ungeeignet. Vergewissern Sie sich, dass Sie jeden digitalen Vermögenswert verstehen, bevor Sie handeln.
Kryptowährungen gelten in einigen Ländern nicht als gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegen regulatorischen Unsicherheiten.
Die Nutzung internetbasierter Systeme kann erhebliche Risiken bergen, darunter Betrug, Cyberangriffe, Netzwerkausfälle, Kommunikationsprobleme sowie Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten.
So schützen Sie den Gewinn für Händler!Gewinne zu erzielen ist nur die halbe Miete. Die nächste Herausforderung besteht darin, diesen Gewinn zu schützen, ohne den Stop-Loss so aggressiv zu verschieben, dass normale Marktgeräusche den Handel zu früh schließen.
Ein häufiger Fehler besteht darin, den Stop direkt hinter den Preis zu ziehen, sobald die Position grün wird. Das fühlt sich zwar sicher an, setzt den Stopp aber oft innerhalb der aktuellen Struktur. Ein normaler Pullback entfernt dann den Händler, bevor der Trend anhält.
Ein besserer Ansatz besteht darin, den Stop entsprechend der Marktstruktur zu verschieben. Warten Sie bei einem bullischen Trade, bis der Preis ein deutlich höheres Hoch und dann ein bestätigtes höheres Tief bildet. Sobald Käufer dieses neue höhere Tief verteidigen und der Preis weiter steigt, kann der Stop darunter verschoben werden. Bei einem bärischen Trade ist die gleiche Logik umgekehrt: Verfolgen Sie den Stop über jedem bestätigten niedrigeren Hoch.
Das Schlüsselwort ist bestätigt. Bewegen Sie den Stopper nicht bei jeder kleinen Kerze oder vorübergehenden Pause. Das neue Niveau sollte einen bedeutenden Schwung darstellen, der die Fortsetzung des Trends unterstützt. Dies gibt der Position genügend Raum zum Atmen und verringert gleichzeitig das ursprüngliche Risiko schrittweise.
Das Verschieben des Stops auf die Gewinnschwelle kann ebenfalls nützlich sein, sollte aber eher dem Handelsplan als den Emotionen folgen. Wenn die Gewinnschwelle innerhalb einer wahrscheinlichen Retest-Zone liegt, kann ein zu frühes Vorgehen dazu führen, dass ein gut geplanter Trade zu einem unnötigen Ausstieg wird.
Manchmal besteht die professionelle Entscheidung darin, den ursprünglichen Stopp beizubehalten, bis der Preis genügend Struktur geschaffen hat, um eine Anpassung zu rechtfertigen.
Entscheiden Sie vor dem Einstieg, wie der Handel abgewickelt werden soll: Wo befindet sich die ursprüngliche Ungültigmachung, welche Preisbewegung ermöglicht die Bewegung des Stops und wann können Teilgewinne mitgenommen werden? Dies verhindert, dass Angst und Gier den Plan ändern, während der Handel aktiv ist.
Ein Stop-Loss sollte nicht dem Preis hinterherlaufen. Es sollte der Struktur folgen, die die Handelsidee gültig hält.
IonQ: Interessieren Sie sich für die Quanten-Asymmetrie ?Wenn Sie sich für langfristige Investmentthemen interessieren, lade ich Sie ein, mir auf TradingView über das Swissquote-Konto zu folgen. Dort teile ich regelmäßig meine Analysen zum globalen Aktienmarkt.
Die besten langfristigen Anlagestrategien beruhen auf einer strukturellen Asymmetrie – also einer deutlichen Diskrepanz zwischen künftigem Angebot und zukünftiger Nachfrage. Quantencomputing gehört zu diesen langfristigen, vielleicht sogar sehr langfristigen Asymmetrien, denn Quantenchips befinden sich derzeit noch im experimentellen Stadium.
Der Quantenchip könnte die nächste große technologische Revolution nach der künstlichen Intelligenz werden. Die entscheidende Frage lautet lediglich: Wann?
Einige Experten gehen davon aus, dass Quantencomputer innerhalb von fünf Jahren wirtschaftlich nutzbar sein werden. Andere sprechen von zehn oder sogar zwanzig Jahren. Sicher ist jedoch, dass bereits heute mehrere Unternehmen Dutzende Milliarden Dollar in die Quantenforschung investieren, obwohl diese Aktivitäten derzeit praktisch keine Gewinne erwirtschaften.
Man stelle sich jedoch vor, dass sich Quantencomputing heute dort befindet, wo künstliche Intelligenz vor zehn Jahren stand. Dann könnten Quantenchips innerhalb des nächsten Jahrzehnts zur nächsten großen technologischen und wirtschaftlichen Revolution werden.
1) Wo stehen wir heute?
Das Herzstück eines Quantenchips ist das Qubit. Klassische Computer arbeiten mit dem bekannten Bit, während das Qubit die Rechenleistung um ein Vielfaches steigert.
Langfristig sollen Quantencomputer tausendfach leistungsfähiger werden als die modernsten KI-GPUs. Damit sie jedoch wirtschaftlich nutzbar werden, müssten sie Millionen von Qubits enthalten. Heute verfügen die leistungsfähigsten Systeme lediglich über einige Tausend.
Bit vs. Qubit – Erklärung:
2) Unternehmen, die Milliarden in Quantencomputing investieren
Zu den großen Technologieunternehmen gehören IBM, Google und Microsoft. Die reinen Quantenunternehmen sind IonQ, Rigetti Computing und D-Wave Quantum. Diese Unternehmen konzentrieren sich vollständig auf die Entwicklung von Quantenprozessoren und Qubits.
Ihre Maschinen befinden sich bislang noch im experimentellen Stadium. Langfristig könnten sie jedoch die nächste große technologische Revolution nach der künstlichen Intelligenz einleiten.
Wenn Sie diese Asymmetrie zwischen dem heutigen Experimentierstadium und dem möglichen technologischen Durchbruch der Zukunft interessiert, sollten Sie sich die Pure-Play-Unternehmen der Quantenbranche genauer ansehen.
Unter diesen Aktien weist IonQ derzeit eine interessante technische Konstellation mit einer bedeutenden langfristigen Unterstützungszone auf.
Das folgende Chart zeigt die wöchentlichen japanischen Kerzen der IonQ-Aktie.
ALLGEMEINER HAFTUNGSAUSSCHLUSS:
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Swissquote sowie deren Mitarbeiter und Vertreter haften in keinem Fall für Schäden oder Verluste, die direkt oder indirekt auf Entscheidungen basieren, die aufgrund dieses Inhalts getroffen wurden.
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Swissquote ist die Marketingmarke der folgenden Unternehmen: Swissquote Bank Ltd (Schweiz) reguliert durch FINMA, Swissquote Capital Markets Limited reguliert durch CySEC (Zypern), Swissquote Bank Europe SA (Luxemburg) reguliert durch die CSSF, Swissquote Ltd (UK) reguliert durch die FCA, Swissquote Financial Services (Malta) Ltd reguliert durch die MFSA, Swissquote MEA Ltd. (VAE) reguliert durch die DFSA, Swissquote Pte Ltd (Singapur) reguliert durch die MAS, Swissquote Asia Limited (Hongkong) lizenziert durch die SFC und Swissquote South Africa (Pty) Ltd überwacht durch die FSCA.
Produkte und Dienstleistungen von Swissquote sind nur für Personen bestimmt, die diese gemäß den lokalen Gesetzen erhalten dürfen.
Alle Investitionen sind mit Risiken verbunden. Der Handel oder Besitz von Finanzinstrumenten kann mit erheblichen Verlusten einhergehen. Der Wert von Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Kryptowährungen und anderen Vermögenswerten kann steigen oder fallen. Es besteht ein erhebliches Risiko finanzieller Verluste beim Kauf, Verkauf, Halten, Staken oder Investieren in diese Instrumente. SQBE spricht keine Empfehlungen zu bestimmten Investitionen, Transaktionen oder Anlagestrategien aus.
CFDs sind komplexe Instrumente mit hohem Verlustrisiko aufgrund von Hebeleffekten. Die Mehrheit der Privatanlegerkonten erleidet Verluste beim Handel mit CFDs. Sie sollten prüfen, ob Sie die Funktionsweise von CFDs verstehen und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen.
Digitale Vermögenswerte sind in den meisten Ländern nicht reguliert und es gelten möglicherweise keine Verbraucherschutzvorschriften. Aufgrund ihrer hohen Volatilität und spekulativen Natur sind sie für risikoscheue Anleger ungeeignet. Vergewissern Sie sich, dass Sie jeden digitalen Vermögenswert verstehen, bevor Sie handeln.
Kryptowährungen gelten in einigen Ländern nicht als gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegen regulatorischen Unsicherheiten.
Die Nutzung internetbasierter Systeme kann erhebliche Risiken bergen, darunter Betrug, Cyberangriffe, Netzwerkausfälle, Kommunikationsprobleme sowie Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten.
Pullback-Trading im DAX-Universum – Teil 7Trocknendes Angebot: Wie Volumen die Qualität eines Pullbacks verrät
Warum starke Aktien im Rücksetzer oft ruhiger werden, bevor sie wieder nach oben drehen
In Teil 6 dieser Serie ging es um die Anatomie eines gesunden Pullbacks.
Die wichtigste Aussage war:
Der Pullback ist ein Qualitätstest. Nicht jeder Rücksetzer besteht diesen Test.
Ein gesunder Pullback bleibt kontrolliert.
Ein schwacher Pullback zeigt zunehmenden Verkaufsdruck.
Heute gehen wir tiefer in einen der wichtigsten Bestandteile dieser Analyse:
Volumen.
Denn der Kurs allein erzählt nicht die ganze Geschichte.
Eine Aktie kann 5 % fallen und trotzdem konstruktiv aussehen.
Eine andere Aktie kann ebenfalls 5 % fallen und bereits echte Schwäche zeigen.
Der Unterschied liegt oft im Volumen.
Oder einfacher gesagt:
Wird die Aktie aktiv verkauft – oder trocknet das Angebot aus?
Genau darum geht es in diesem Teil.
1. WARUM VOLUMEN IM PULLBACK SO WICHTIG IST
Ein Pullback entsteht, weil eine Aktie nach einem starken Vorlauf pausiert.
Das ist normal.
Nach einer dynamischen Aufwärtsbewegung nehmen kurzfristige Trader Gewinne mit.
Einige Käufer warten ab.
Der Kurs kommt zurück.
Die Aktie testet Unterstützungen, gleitende Durchschnitte oder alte Ausbruchszonen.
Die entscheidende Frage lautet:
Wie aggressiv wird verkauft?
Wenn eine Aktie im Pullback stark fällt und das Volumen deutlich steigt, kann das ein Warnsignal sein.
Wenn eine Aktie dagegen moderat zurückkommt und das Volumen abnimmt, ist das oft konstruktiv.
Dann sieht es eher so aus, als ob der Verkaufsdruck nachlässt.
Das ist der Kern der Idee vom trocknenden Angebot.
Die Aktie wird nicht mehr aggressiv verkauft.
Die Verkäufer verlieren Druck.
Der Kurs wird ruhiger.
Die Handelsspannen werden enger.
Ein neuer Pivot kann entstehen.
Das ist genau die Art von Verhalten, die ich bei hochwertigen Pullbacks sehen möchte.
2. WAS BEDEUTET „TROCKNENDES ANGEBOT“?
Trocknendes Angebot bedeutet:
Immer weniger Marktteilnehmer sind bereit, die Aktie zu niedrigeren Preisen zu verkaufen.
Das zeigt sich im Chart häufig durch:
fallendes Volumen im Rücksetzer
kleinere rote Kerzen
engere Tagesranges
weniger aggressive Abverkäufe
Stabilisierung an einer Unterstützungszone
keine großen Verkaufstage
schnelle Rückeroberung kleiner Schwächephasen
relative Stärke bleibt stabil
Die Aktie wirkt nicht mehr schwer.
Sie wirkt eher so, als ob sie eine Pause macht.
Das ist wichtig, weil ein Pullback nicht nur eine Frage des Preises ist.
Ein guter Pullback ist eine Kombination aus:
vorheriger Stärke
kontrolliertem Rücksetzer
abnehmendem Verkaufsdruck
stabiler relativer Stärke
enger werdender Struktur
klarem Pivot
definierbarem Risiko
Volumen hilft uns, diesen Unterschied besser zu erkennen.
3. PREIS UND VOLUMEN GEHÖREN ZUSAMMEN
Viele Trader betrachten nur den Kurs.
Sie fragen:
Wie weit ist die Aktie gefallen?
Wo liegt die 50-Tage-Linie?
Ist der Kurs nahe einer Unterstützung?
Wie weit ist der Abstand zum Stop?
Das ist wichtig.
Aber ohne Volumen fehlt ein zentraler Teil der Analyse.
Denn Preis ohne Volumen zeigt nur das Ergebnis.
Volumen zeigt, wie viel Beteiligung hinter dieser Bewegung steht.
Ein Rücksetzer mit hohem Volumen bedeutet:
Viele Aktien wechseln den Besitzer.
Es gibt aktiven Verkaufsdruck.
Möglicherweise steigen größere Marktteilnehmer aus.
Ein Rücksetzer mit geringem Volumen bedeutet:
Die Aktie kommt zurück, aber ohne aggressive Abgabe.
Verkäufer wirken weniger entschlossen.
Der Markt testet niedrigere Kurse, aber Angebot bleibt begrenzt.
Für Pullback-Trading ist der zweite Fall deutlich interessanter.
4. WIE EIN KONSTRUKTIVER VOLUMENVERLAUF AUSSIEHT
Ein idealer Pullback zeigt häufig folgenden Ablauf:
Vorheriger Anstieg mit erhöhtem oder zumindest solidem Volumen
Aktie erreicht ein neues Hoch oder Mehrmonatshoch
Rücksetzer beginnt
Volumen nimmt im Rücksetzer ab
Tagesranges werden kleiner
Aktie hält oberhalb wichtiger Unterstützungen
Relative Stärke bleibt stabil
Kurz vor dem Pivot ist die Aktivität oft sehr ruhig
Beim Ausbruch über den Pivot nimmt das Volumen wieder zu
Das ist ein sehr konstruktives Muster.
Es zeigt:
Beim Anstieg war Nachfrage vorhanden.
Im Rücksetzer nimmt das Angebot ab.
Beim neuen Ausbruch kommt Nachfrage zurück.
Genau diese Kombination ist interessant.
Nicht nur fallendes Volumen allein.
Sondern:
Starkes Volumen beim Impuls.
Nachlassendes Volumen im Pullback.
Wieder anziehendes Volumen beim Pivot.
5. WAS EIN SCHWACHER VOLUMENVERLAUF ZEIGT
Ein schwacher Pullback sieht oft anders aus.
Typische Warnsignale sind:
hohes Volumen an roten Tagen
mehrere große rote Kerzen
Volumen steigt, während der Kurs fällt
Erholungen erfolgen nur mit schwachem Volumen
Aktie verliert wichtige gleitende Durchschnitte
alte Ausbruchszonen werden klar unterschritten
relative Stärke kippt
Sektor wird ebenfalls verkauft
Das zeigt:
Der Rücksetzer ist nicht nur eine Pause.
Es kommt echter Verkaufsdruck in den Markt.
In solchen Situationen möchte ich vorsichtig sein.
Denn ein Pullback mit zunehmendem Verkaufsdruck ist oft kein Pullback mehr.
Er kann der Beginn einer größeren Korrektur sein.
Oder der Übergang von Stage 2 in Stage 3.
6. VOLUMEN IM DAX-UNIVERSUM RICHTIG EINORDNEN
Im DAX-Universum muss man Volumen etwas differenziert betrachten.
Nicht jede Aktie verhält sich gleich.
DAX-Werte
DAX-Aktien sind meist liquide.
Volumensignale sind hier oft besser interpretierbar, weil viele Marktteilnehmer aktiv sind.
Bei DAX-Werten achte ich besonders darauf:
ob rote Tage deutlich überdurchschnittliches Volumen zeigen
ob Ausbrüche von Volumen begleitet werden
ob Rücksetzer zur 21- oder 50-Tage-Linie ruhiger werden
ob die Aktie trotz Marktstress stabil bleibt
Bei sehr liquiden Werten ist ein einzelner Volumentag aber nicht immer entscheidend.
Wichtiger ist die Serie mehrerer Tage.
MDAX-Werte
Im MDAX findet man viele gute Pullback-Kandidaten.
Hier ist Volumen oft besonders hilfreich.
Ich achte auf:
klare Volumenanstiege bei Impulsen
sinkendes Volumen im Pullback
keine auffälligen Verkaufsblöcke
saubere Reaktion an Unterstützungen
ausreichende Liquidität für den geplanten Stop
Ein MDAX-Wert mit starkem Trend und trocknendem Volumen im Pullback kann sehr interessant sein.
SDAX-Werte
Bei SDAX-Werten ist Vorsicht wichtiger.
Das Volumen kann unregelmäßig sein.
Einzelne Orders können den Chart stärker beeinflussen.
Deshalb bewerte ich SDAX-Volumen nicht nur absolut, sondern im Kontext:
Ist das Handelsvolumen regelmäßig genug?
Sind die Spreads akzeptabel?
Gibt es viele Gaps?
Ist der Rücksetzer wirklich ruhig oder nur illiquide?
Kann ich den Stop praktisch sauber umsetzen?
Ein niedriger Volumentag ist bei illiquiden Aktien nicht automatisch konstruktiv.
Manchmal bedeutet es nur:
Es handelt kaum jemand.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
TecDAX-Werte
TecDAX-Aktien können stark auf Nachrichten, Nasdaq-Bewegungen und Zinsen reagieren.
Hier achte ich besonders auf:
Volumen nach Quartalszahlen
Reaktion auf US-Tech-Schwäche
Stabilität während Nasdaq-Korrekturen
ob Rücksetzer gekauft oder verkauft werden
ob relative Stärke trotz Volatilität stabil bleibt
Bei TecDAX-Werten kann ein hohes Volumen im Pullback ein besonders wichtiges Warnsignal sein.
Vor allem, wenn gleichzeitig der Nasdaq oder der Technologiesektor unter Druck steht.
7. EIN GUTER PULLBACK WIRD OFT LEISER
Eine einfache Beobachtung:
Gute Pullbacks werden oft leiser.
Das bedeutet:
weniger Volumen
kleinere Kerzen
weniger Drama
weniger Verkaufsdruck
weniger Volatilität
engere Struktur
Die Aktie wirkt nicht mehr hektisch.
Sie sammelt sich.
Das ist oft genau der Bereich, in dem ein Pivot entstehen kann.
Ein schlechter Pullback wird dagegen oft lauter:
größere rote Kerzen
steigendes Volumen
stärkere Intraday-Schwankungen
mehr Gaps
mehr Unsicherheit
schnellere Brüche wichtiger Marken
Für Pullback-Trading suche ich nicht den lautesten Chart.
Ich suche kontrollierte Stärke.
8. WARUM WENIG VOLUMEN ALLEIN NICHT REICHT
Wichtig ist:
Wenig Volumen allein ist kein Kaufsignal.
Ein Rücksetzer mit geringem Volumen ist nur dann interessant, wenn auch der Rest der Struktur passt.
Dazu gehören:
Stage 2
relative Stärke
starker Vorlauf
Nähe zum Hoch
kontrollierte Korrektur
wichtige Linien halten
keine klare Distribution
klarer Pivot
definierbarer Stop
Wenn eine Aktie in Stage 4 ist und mit wenig Volumen fällt, ist das nicht automatisch bullish.
Es kann einfach Desinteresse sein.
Wenn eine Aktie weit unter der 200-Tage-Linie liegt und kaum Volumen zeigt, ist das kein hochwertiger Pullback.
Das ist vielleicht nur eine schwache Aktie ohne Käufer.
Deshalb gilt:
Trocknendes Angebot ist nur in einer starken Aktie relevant.
9. DER UNTERSCHIED ZWISCHEN „WENIG ANGEBOT“ UND „KEIN INTERESSE“
Das ist besonders wichtig.
Ein niedriger Volumentag kann zwei völlig unterschiedliche Dinge bedeuten.
Fall 1: Wenig Angebot
Die Aktie ist stark.
Sie ist in Stage 2.
Sie zeigt relative Stärke.
Sie kommt kontrolliert zurück.
Volumen nimmt ab.
Der Kurs bleibt nahe am Hoch.
Das ist konstruktiv.
Hier bedeutet wenig Volumen:
Verkäufer treten nicht aggressiv auf.
Fall 2: Kein Interesse
Die Aktie ist schwach.
Sie liegt unter wichtigen Durchschnitten.
Relative Stärke ist negativ.
Der Kurs bewegt sich träge.
Volumen ist niedrig.
Erholungen scheitern.
Das ist nicht konstruktiv.
Hier bedeutet wenig Volumen:
Es fehlt Nachfrage.
Der Kontext entscheidet.
Deshalb analysiere ich Volumen nie isoliert.
10. VOLUMEN UND DER VORHERIGE IMPULS
Ein Pullback ist interessanter, wenn der vorherige Impuls von Nachfrage begleitet wurde.
Ein guter Vorlauf zeigt häufig:
steigende Kurse mit erhöhtem Volumen
große grüne Tage mit klarer Nachfrage
mehrere Aufwärtstage mit überdurchschnittlichem Volumen
Ausbruch aus einer Base mit höherem Volumen
positive Reaktion auf Nachrichten oder Zahlen
relative Stärke verbessert sich gleichzeitig
Dann kommt der Rücksetzer.
Wenn dieser Rücksetzer mit weniger Volumen läuft, ist das konstruktiv.
Warum?
Weil vorher Käufer sichtbar waren.
Und im Rücksetzer keine starke Abgabe sichtbar ist.
Das ist eine bessere Ausgangslage als eine Aktie, die ohne Volumen steigt und dann mit hohem Volumen fällt.
11. VOLUMEN BEIM TEST EINER UNTERSTÜTZUNG
Viele Pullbacks laufen zu einer Unterstützung zurück.
Zum Beispiel:
21-Tage-Linie
50-Tage-Linie
alte Ausbruchszone
vorheriges Hoch
kleines Konsolidierungstief
kurzfristige Trendlinie
An diesen Punkten ist Volumen besonders wichtig.
Konstruktiv ist:
Kurs testet die Zone
Volumen bleibt moderat
keine große rote Kerze
Käufer kommen zurück
Aktie stabilisiert sich
nächster Aufwärtstag zeigt wieder Volumen
Problematisch ist:
Kurs fällt mit hohem Volumen durch die Zone
keine schnelle Rückeroberung
Erholung bleibt schwach
Volumen steigt bei weiteren roten Tagen
die Zone wird zum Widerstand
Die Unterstützung selbst ist also nicht entscheidend.
Entscheidend ist, wie die Aktie dort reagiert.
12. VOLUMEN UND DER PIVOT
Der Pivot ist der Punkt, an dem der Pullback wieder handelbar wird.
Vorher beobachte ich nur.
Der Pivot entsteht oft, wenn:
der Rücksetzer enger wird
Volumen im Rücksetzer abnimmt
die Aktie oberhalb einer Unterstützung bleibt
ein kleines Hoch entsteht, das überwunden werden kann
Käufer wieder aktiv werden
Beim Pivot möchte ich idealerweise wieder mehr Nachfrage sehen.
Das bedeutet:
Kurs bricht über einen kleinen Widerstand
Volumen zieht an
Aktie schließt stark
relative Stärke verbessert sich
Marktumfeld ist nicht klar negativ
Nicht jeder Pivot braucht extremes Volumen.
Aber ein Pivot ohne jede Nachfrage ist weniger überzeugend.
Besonders gut ist:
Leiser Pullback.
Dann lauter Pivot.
13. WANN HOHES VOLUMEN POSITIV IST
Hohes Volumen ist nicht automatisch schlecht.
Es kommt darauf an, wann es auftritt.
Hohes Volumen ist positiv, wenn es bei Stärke erscheint:
Ausbruch aus einer Base
starker Aufwärtstag
Rückeroberung einer wichtigen Linie
positive Reaktion nach Zahlen
Pivot aus engem Pullback
neue Hochs mit Nachfrage
Hohes Volumen ist negativ, wenn es bei Schwäche erscheint:
große rote Kerze
Bruch der 50-Tage-Linie
Rückfall in alte Base
Gap nach unten
starker Abverkauf nach Zahlen
mehrere Distributionstage hintereinander
Volumen ist also nicht gut oder schlecht.
Volumen verstärkt die Bedeutung der Kursbewegung.
14. WANN NIEDRIGES VOLUMEN POSITIV IST
Niedriges Volumen ist positiv, wenn es im richtigen Kontext erscheint.
Zum Beispiel:
Aktie ist in Stage 2
vorheriger Impuls war stark
Rücksetzer ist moderat
Kurs bleibt nahe am Hoch
wichtige Linien halten
Volumen nimmt im Pullback ab
Tagesranges werden enger
relative Stärke bleibt stabil
Dann bedeutet niedriges Volumen:
Verkäufer verlieren Druck.
Das ist konstruktiv.
Niedriges Volumen ist aber nicht positiv, wenn:
die Aktie schwach ist
der Kurs unter der 200-Tage-Linie liegt
Erholungen ohne Volumen stattfinden
Käufer fehlen
der Chart träge und uninteressant wirkt
relative Stärke negativ bleibt
Dann bedeutet niedriges Volumen eher:
Es fehlt Nachfrage.
15. VOLUMEN NACH QUARTALSZAHLEN
Im DAX-Universum sind Quartalszahlen besonders wichtig.
Nach Zahlen kann Volumen stark ansteigen.
Das ist normal.
Die Frage lautet:
Wie reagiert der Kurs auf das hohe Volumen?
Konstruktiv:
Aktie steigt nach Zahlen
Volumen ist hoch
Kurs hält die Gewinne
Rücksetzer danach bleibt kontrolliert
Aktie bildet einen neuen Pivot
Problematisch:
Aktie eröffnet höher, fällt aber stark zurück
hohes Volumen ohne Kursfortschritt
langer oberer Docht
Bruch wichtiger Linien
schwache Folgetage
relative Stärke kippt
Ein hoher Volumentag nach Zahlen ist also nicht automatisch gut.
Die Reaktion danach ist entscheidend.
16. VOLUMEN UND GAPS
Gaps sind im deutschen Markt wichtig.
Eine Aktie kann mit einer Kurslücke eröffnen.
Danach ist entscheidend:
Wird das Gap gehalten?
Wird das Gap schnell verkauft?
Entsteht hohes Volumen ohne Fortschritt?
Schließt die Aktie stark oder schwach?
Wird der Gap-Bereich später verteidigt?
Ein Gap nach oben mit hohem Volumen kann stark sein, wenn der Kurs die Bewegung hält.
Ein Gap nach oben, das sofort verkauft wird, kann ein Warnsignal sein.
Ein Gap nach unten mit hohem Volumen ist meistens kritisch, vor allem wenn wichtige Linien brechen.
Für Pullback-Trading möchte ich keine Aktie kaufen, die gerade mit hohem Volumen nach unten aus der Struktur fällt.
17. MEHRERE KLEINE HINWEISE SIND WICHTIGER ALS EIN EINZELNER TAG
Ein einzelner Volumentag kann täuschen.
Deshalb schaue ich nicht nur auf einen Tag.
Ich betrachte das Muster.
Fragen:
Sind die roten Tage lauter als die grünen Tage?
Werden Rücksetzer gekauft?
Gibt es mehrere Verkaufstage mit hohem Volumen?
Nimmt Volumen im Pullback wirklich ab?
Zieht Volumen beim Pivot wieder an?
Bleibt die Aktie nahe am Hoch?
Was macht die relative Stärke?
Ein guter Pullback entsteht selten durch einen einzigen perfekten Tag.
Er entsteht durch ein Muster aus kontrolliertem Verhalten.
18. BEISPIEL FÜR EINEN KONSTRUKTIVEN VOLUMEN-PULLBACK
Stellen wir uns eine MDAX-Aktie vor.
Die Aktie ist in Stage 2.
Sie läuft stärker als das DAX-Universum.
Der Kurs liegt über der 50- und 200-Tage-Linie.
Der vorherige Impuls war dynamisch.
Jetzt kommt der Pullback.
Tag 1: leichter Rücksetzer, normales Volumen.
Tag 2: weitere kleine rote Kerze, Volumen niedriger.
Tag 3: Seitwärtsbewegung, noch weniger Volumen.
Tag 4: enger Handelstag nahe der 21-Tage-Linie.
Tag 5: Aktie bricht über das Hoch der letzten Tage, Volumen zieht an.
Das ist konstruktiv.
Nicht weil die Aktie gefallen ist.
Sondern weil der Rücksetzer kontrolliert war und das Angebot sichtbar nachgelassen hat.
19. BEISPIEL FÜR EINEN SCHWACHEN VOLUMEN-PULLBACK
Jetzt eine SDAX-Aktie.
Auch hier gab es vorher einen Anstieg.
Dann beginnt der Rücksetzer.
Tag 1: große rote Kerze mit hohem Volumen.
Tag 2: Bruch der 21-Tage-Linie.
Tag 3: Erholung mit schwachem Volumen.
Tag 4: erneuter Abverkauf mit höherem Volumen.
Tag 5: Bruch der 50-Tage-Linie.
Relative Stärke fällt deutlich.
Das ist kein gesunder Pullback.
Auch wenn der Kurs optisch „günstiger“ aussieht.
Das Volumen sagt:
Hier wird verkauft.
In solchen Situationen warte ich lieber.
20. MEINE VOLUMEN-CHECKLISTE FÜR PULLBACKS
Bevor ich einen Pullback als hochwertig einordne, stelle ich mir folgende Fragen:
War der vorherige Impuls von konstruktivem Volumen begleitet?
Nimmt das Volumen im Pullback ab?
Gibt es keine großen roten Volumentage?
Bleibt das Volumen an schwachen Tagen moderat?
Werden Unterstützungen ohne starken Verkaufsdruck getestet?
Werden Erholungen von besserem Volumen begleitet?
Werden die Tagesranges kleiner?
Bleibt die Aktie nahe am Hoch?
Bleibt relative Stärke stabil?
Hält die Aktie wichtige gleitende Durchschnitte?
Gibt es keine auffällige Distribution?
Gibt es keine starken Gaps nach unten?
Zieht das Volumen beim Pivot wieder an?
Ist die Aktie liquide genug?
Ist der Spread akzeptabel?
Ist das Volumenmuster über mehrere Tage konstruktiv?
Passt das Verhalten zum Marktumfeld?
Passt das Verhalten zum Sektor?
Ist der Stop logisch definierbar?
Ist das Chance-Risiko-Verhältnis attraktiv?
Je mehr dieser Fragen positiv beantwortet werden, desto besser ist die Qualität des Pullbacks.
21. WIE ICH MEINE INDIKATOREN DABEI NUTZE
Für diese Serie nutze ich zwei eigene TradingView-Indikatoren als Filter.
Stock Stage Analysis
Dieser Indikator hilft mir, die Marktphase einzuordnen.
Ich möchte Pullbacks vor allem in Stage 2 sehen.
Wenn eine Aktie bereits Stage 3 oder Stage 4 zeigt, wird ein Rücksetzer mit hohem Volumen besonders gefährlich.
Dann kann aus einem vermeintlichen Pullback schnell echte Schwäche werden.
DAX Universe IBD-Style Relative Strength
Dieser Indikator zeigt mir, ob die Aktie stärker oder schwächer läuft als das breite deutsche Aktienuniversum.
Während eines Pullbacks achte ich darauf:
bleibt die RS-Linie über 0?
bleibt sie über ihrem gleitenden Durchschnitt?
fällt die Aktie weniger stark als der Markt?
bleibt die relative Stärke trotz Rücksetzer stabil?
Wenn Volumen trocknet und relative Stärke stabil bleibt, ist das ein gutes Zeichen.
Wenn Volumen steigt und relative Stärke kippt, ist das ein Warnsignal.
22. DIE KERNREGEL FÜR BLOG 7
Die wichtigste Regel für diesen Teil lautet:
Ein guter Pullback zeigt nachlassenden Verkaufsdruck, bevor er wieder Stärke zeigt.
Oder noch kürzer:
Erst trocknet das Angebot. Dann entsteht der Pivot.
Das bedeutet:
Ich kaufe nicht einfach, weil der Kurs gefallen ist.
Ich warte darauf, dass der Rücksetzer ruhiger wird.
Dann warte ich auf ein Zeichen neuer Stärke.
Erst dann wird der Trade interessant.
23. FAZIT
Volumen ist einer der wichtigsten Hinweise für die Qualität eines Pullbacks.
Ein gesunder Pullback zeigt oft:
abnehmendes Volumen
kleinere Kerzen
engere Tagesranges
wenig Verkaufsdruck
stabile relative Stärke
Halten wichtiger Unterstützungen
anziehendes Volumen beim Pivot
Ein schwacher Pullback zeigt dagegen:
hohes Verkaufsvolumen
große rote Kerzen
Bruch wichtiger Linien
fallende relative Stärke
schwache Erholungen
Gaps nach unten
fehlende Stabilisierung
Die wichtigste Erkenntnis lautet:
Ein Pullback ist nicht deshalb gut, weil der Kurs gefallen ist.
Er ist gut, wenn der Verkaufsdruck nachlässt und neue Nachfrage sichtbar wird.
Für Pullback-Trading im DAX-Universum suche ich daher keine fallenden Aktien.
Ich suche starke Aktien, bei denen das Angebot im Rücksetzer trocknet.
Die Reihenfolge bleibt:
Stage 2.
Relative Stärke.
Starker Vorlauf.
Gesunder Pullback.
Trocknendes Angebot.
Pivot.
Definiertes Risiko.
Im nächsten Teil geht es um ein eng verwandtes Thema:
Volatilitätskontraktion und enge Handelsspannen.
Denn je ruhiger und enger ein Pullback wird, desto klarer lässt sich oft der Einstieg und das Risiko definieren.
HILFREICHE TOOLS AUF TRADINGVIEW
Für diese Serie nutze ich unter anderem meine eigenen TradingView-Indikatoren:
Stock Stage Analysis
zur Einordnung der Marktphase in Stage 1, Stage 2, Stage 3 oder Stage 4.
DAX Universe IBD-Style Relative Strength
zur Messung relativer Stärke gegenüber einem gleichgewichteten Benchmark aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX.
Wichtig:
Diese Indikatoren sind keine Kaufsignale.
Sie sind Filter.
Der eigentliche Einstieg entsteht erst durch Pullback, Pivot und definiertes Risiko.
DISCLAIMER
Diese Analyse dient ausschließlich der Weiterbildung und stellt keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Trader ist für seine eigenen Entscheidungen, sein Risikomanagement und seine Positionsgröße selbst verantwortlich.
Je lauter die Masse wird, desto klarer muss der Trader bleibenIm Trading beginnen nicht alle falschen Entscheidungen mit einer schlechten Analyse. Oft liegt der Fehler darin, dass Trader von der Psychologie der Masse mitgerissen werden. Wenn sie sehen, dass alle kaufen, haben sie Angst, eine Chance zu verpassen. Wenn der Markt in Panik gerät, verkaufen sie hastig mit, weil sie nicht der Letzte sein wollen, der feststeckt.
Genau hier entsteht der Herdentrieb – eine psychologische Falle, die Trader dazu bringt, der Mehrheit zu folgen, anstatt ihrem eigenen System zu vertrauen. Das Gefühl, mit der Masse zu handeln, vermittelt oft eine falsche Sicherheit. Trader denken, dass eine Entscheidung richtig sein muss, wenn viele Menschen dasselbe tun. Doch an den Finanzmärkten verliert die Mehrheit häufig gerade an extremen Punkten die Kontrolle: wenn Preise zu stark steigen oder wenn der Markt übermäßig stark fällt.
Starke FOMO-Bewegungen entstehen oft gegen Ende einer Aufwärtsbewegung, wenn jeder davon überzeugt ist, dass der Preis noch viel weiter steigen wird. Umgekehrt treten heftige Abverkäufe häufig dann auf, wenn die Angst den Markt dominiert und Trader ihre objektive Analyse verlieren. Genau in solchen Momenten entstehen oft Liquiditätsjagden, Breakout-Fallen oder plötzliche Umkehrbewegungen, nachdem die Mehrheit bereits emotional gehandelt hat.
Ein erfahrener Trader muss nicht immer gegen die Masse handeln. Viel wichtiger ist, dass er nicht zulässt, dass die Masse für ihn entscheidet. Er beobachtet, ob die Mehrheit gerade von Euphorie oder Angst getrieben wird, wo sich die Liquidität befindet, ob die Marktstruktur den aktuellen Trend weiterhin unterstützt und ob das Risiko-Rendite-Verhältnis noch sinnvoll ist.
Bevor du eine Position eröffnest, solltest du dich fragen:
„Trade ich aufgrund eines wirklich klaren Setups oder habe ich nur Angst, zurückgelassen zu werden?“
Wenn der Grund für einen Einstieg aus Ungeduld, dem Druck der Community oder FOMO entsteht, ist es keine disziplinierte Trading-Entscheidung mehr.
Fazit:
Die Masse kann Momentum erzeugen, aber sie kann auch Fallen schaffen. Professionelle Trader hören auf den Markt, aber sie laufen nicht der Lautstärke der Masse hinterher. Sie beobachten die Emotionen der Mehrheit, handeln jedoch nur dann, wenn ihre Analyse, ihr Trading-Plan und ihr Risikomanagement dies tatsächlich bestätigen.
S&P 500: Deshalb ist die Marke von 8.000 Punkten so wichtigDer langfristige Trend des S&P 500 ist weiterhin aufwärtsgerichtet. Korrekturphasen dauern in der Regel nie länger als einige Wochen, wobei sich die Rückgänge meist auf 10 % bis 20 % beschränken. Bei jeder Korrektur des S&P 500 sprechen die Pessimisten erneut von einem Börsencrash, doch bisher stellte jeder Rückgang letztlich eine Kaufgelegenheit dar, bevor sich der Aufwärtstrend fortsetzte.
Dieser Aufwärtstrend hält an, weil die fundamentalen Rahmenbedingungen solide sind und auch die langfristigen Perspektiven überzeugend bleiben.
Eines steht jedoch fest: Irgendwann wird der US-Aktienmarkt ein Bewertungsniveau erreichen, das so hoch ist, dass sich schließlich ein bedeutendes langfristiges Markthoch ausbilden wird.
Solange die Gewinnaussichten der Unternehmen – insbesondere durch die Entwicklung der künstlichen Intelligenz – außergewöhnlich stark bleiben, stellt jede Korrektur eine Chance dar.
Genau darauf habe ich bereits vergangene Woche in meiner Analyse zum Forward-KGV des S&P 500 hingewiesen.
Bei der Bewertung des Aktienmarktes ist jedoch ein ausgewogener Ansatz entscheidend. Eine sinnvolle Methode besteht darin, das Forward-KGV (die erwarteten zukünftigen Gewinne) mit dem Shiller-KGV (den inflationsbereinigten Unternehmensgewinnen der vergangenen zehn Jahre) zu kombinieren.
Die nachstehende Grafik stammt von GuruFocus und zeigt die Bewertung des S&P 500 anhand des Shiller-KGVs (auch CAPE-Ratio genannt).
Das Shiller-KGV (CAPE-Ratio) des S&P 500 liegt derzeit bei rund 40. Der historische Höchstwert wurde im Dezember 1999 mit einem Wert von 44 erreicht.
Unterstellt man eine einfache Fortschreibung, würde eine Rückkehr auf ein CAPE-Ratio von 44 einen S&P 500 zwischen etwa 8.000 und 8.200 Punkten implizieren.
Die Marke von 8.000 Punkten ist daher nicht nur aufgrund ihrer psychologischen Bedeutung als runde Zahl von besonderem Interesse. Sie sollte äußerst aufmerksam beobachtet werden, da der S&P 500 dann wieder seine historische Höchstbewertung gemessen am Shiller-KGV erreichen würde.
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