Kern der bärischen Logik nächste WocheKern der bärischen Logik nächste Woche
1. Die restriktiven Aussagen in Jackson Hole werten das Risiko von Zinserhöhungen neu ein, was aktuell der Hauptgrund für den Abwärtstrend ist.
Wash stellte klar, dass das Inflationsproblem nicht gelöst sei und weitere Zinserhöhungen weiterhin möglich seien. Das CME FedWatch Tool erhöhte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September deutlich, und die Realrenditen von US-Staatsanleihen stiegen. Da Gold keine Zinsen abwirft, wird es in einem Hochzinsumfeld mit höheren Opportunitätskosten konfrontiert sein, was potenziell zu weiteren Zinserhöhungen und damit zu einem Preisverfall führen kann. Spekulative Gelder fließen weiterhin aus dem Edelmetallmarkt ab, und kurzfristig dominieren bärische Kräfte.
2. Aufgrund von Gewinnmitnahmen und Stop-Loss-Orders wurden zahlreiche Long-Positionen liquidiert, und die Abwärtsdynamik ist noch nicht vollständig abgeklungen.
Der starke Preisanstieg bei Gold im August führte zu einer Anhäufung zahlreicher Long-Positionen. Der starke Kursverfall am vergangenen Freitag löste eine große Anzahl von Stop-Loss-Orders aus und führte zu einem Long-Squeeze. Der 4-Stunden-MACD ist nach unten gekreuzt, und der RSI ist zurückgegangen, hat aber noch keine stark überverkaufte Zone erreicht. Dies deutet darauf hin, dass kurzfristig noch Spielraum für eine Abwärtsbewegung besteht. Erholungen werden voraussichtlich auf Widerstand stoßen und wieder fallen, wobei auf höheren Niveaus starker Verkaufsdruck zu erwarten ist.
3. Mehrere Widerstandsniveaus haben sich darüber gebildet, was eine Erholung erschwert.
Die Niveaus von 4500, 4550 und 4600, die zuvor wichtige Unterstützungsniveaus darstellten, sind nach ihrem Durchbruch nun zu starken Widerständen geworden. Ohne einen signifikanten positiven Impuls wird jede Kurserholung auf diese Niveaus wahrscheinlich auf konzentrierte Verkäufe von Anlegern stoßen, die zu niedrigeren Preisen gekauft oder Gewinne realisiert haben, was das Erholungspotenzial begrenzt. Um den kurzfristigen Abwärtstrend umzukehren, ist ein stabiles Halten über 4600 erforderlich, was kurzfristig unwahrscheinlich ist.
4. Der US-Dollar-Index wird durch die Erwartungen an die Geldpolitik gestützt.
Steigende Erwartungen an Zinserhöhungen stützen einen stärkeren US-Dollar und setzen damit den Goldpreis, der in US-Dollar gehandelt wird, direkt unter Druck. Solange der Markt mit anhaltend hohen Zinsen rechnet, dürfte der US-Dollar eher steigen als fallen, was das Aufwärtspotenzial von Gold kontinuierlich dämpft.
Harmonisches Muster
Wochenausblick KW36–Fundamental,Makro und technischer Ausblick!Fundamental, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW 36
Willkommen zum Wochenausblick für die Handelswoche KW 36.
Nach einer ereignisreichen vergangenen Handelswoche richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer nun auf eine Vielzahl wichtiger Konjunkturdaten und geldpolitischer Signale. Besonders im Mittelpunkt stehen in dieser Woche die Inflationsdaten aus Europa, zahlreiche US-Konjunkturdaten sowie am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten mit den Nonfarm Payrolls.
Zusätzlich wirkt das Jackson-Hole-Symposium vom vergangenen Freitag weiter nach. Die Aussagen von Fed Chair Kevin Warsh haben die Erwartungen der Marktteilnehmer an die zukünftige Zinspolitik deutlich verändert. Während zuvor noch stärker auf gleichbleibende Zinsen gesetzt wurde, hat sich das Bild inzwischen deutlich verschoben. An den Zinsmärkten wird mittlerweile wieder eine Zinserhöhung im September mit einer erheblichen Wahrscheinlichkeit eingepreist.
Gleichzeitig beginnt am Dienstag mit September der letzte Handelsmonat des dritten Quartals. Zuvor ist Montag der letzte Handelstag im August. Damit stehen sowohl der Monats- als auch der Quartalsabschluss zunehmend im Fokus institutioneller Marktteilnehmer.
Agenda
* Geopolitische Lage
* Earnings
* Fundamentale Wirtschaftsdaten vom 28.08.
* Fundamentale Wirtschaftsdaten KW 36
* Fed- und EZB-Zinspolitik
* Märkte und Korrelationen im Überblick
* Risk Assets im Überblick
* DAX – technischer Ausblick
* Fazit
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Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch in KW 36 ein wesentlicher Einflussfaktor für die Finanzmärkte. Besonders relevant sind weiterhin die Entwicklungen rund um den Iran, Israel, die USA sowie die strategisch wichtigen Handels- und Energierouten.
Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem die Straße von Hormus. Die Meerenge ist für den globalen Energiemarkt von herausragender Bedeutung. Eine tatsächliche oder auch nur drohende Störung des Schiffsverkehrs könnte erhebliche Auswirkungen auf die Ölpreise und damit auf die globale Inflation haben.
Am vergangenen Freitag gab es gleichzeitig widersprüchliche Signale aus dem Iran. Präsident Pezeshkian sprach von der Bereitschaft zu Kooperation und Verständigung mit regionalen Staaten wie Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Gleichzeitig wurde betont, dass der Iran bestimmte Voraussetzungen für eine weitere Öffnung der entsprechenden Routen sieht. Die geopolitische Situation bleibt damit äußerst fragil.
Für die Märkte ist insbesondere die Entwicklung des Ölpreises entscheidend. Ein nachhaltiger Anstieg des Ölpreises über die Marke von 90 US-Dollar je Barrel würde den Inflationsdruck erneut erhöhen und könnte damit die Zinspolitik von Fed und EZB erheblich erschweren.
Auch der Russland-Ukraine-Konflikt bleibt relevant. Meldungen über mögliche großflächige Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur sowie Einschränkungen im Schwarzmeerraum können insbesondere die Energie- und Agrarmärkte beeinflussen. Gleichzeitig zeigen Meldungen über steigende Getreideexporte aus der Ukraine, dass der Handelsfluss trotz der geopolitischen Risiken weiterhin funktioniert.
Zusätzlich bleibt die Entwicklung zwischen Russland, China, Iran und weiteren Staaten wichtig. Putin wird am 31. August beziehungsweise 1. September am SCO-Gipfel teilnehmen und dort unter anderem mit Chinas Präsident Xi, Indiens Premierminister Modi und Irans Präsident Pezeshkian zusammentreffen. Auch Gespräche mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan stehen im Fokus.
Damit bleibt die geopolitische Lage ein erheblicher Risikofaktor für die kommende Handelswoche. Besonders Öl, US-Dollar, Staatsanleihen und die europäischen Aktienmärkte können auf neue Eskalationen sehr schnell reagieren.
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Earnings
Auch wenn die Berichtssaison mittlerweile deutlich an Dynamik verloren hat, stehen in KW 36 noch einige interessante Quartalszahlen auf der Agenda.
Dienstag, 01.09.:
* Palo Alto Networks
* Dell Technologies
* Medtronic
Mittwoch, 02.09.:
* Broadcom
* Hewlett-Packard
* NetApp
* Brown-Forman
Donnerstag, 03.09.:
* Lululemon Athletica
* Campbell’s
Besonders interessant dürfte dabei Broadcom sein. Das Unternehmen ist eng mit dem aktuellen KI-Investmentzyklus verbunden. Neben den reinen Quartalszahlen wird daher insbesondere die Guidance für das weitere Wachstum und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur entscheidend sein.
Auch bei Dell Technologies bleibt die Entwicklung der Nachfrage nach Rechenzentren und KI-Infrastruktur relevant. Palo Alto Networks wiederum liefert wichtige Informationen über die Entwicklung des Cybersecurity-Marktes.
Die Earnings dürften insgesamt allerdings nicht den gleichen übergeordneten Einfluss haben wie die Makrodaten. In dieser Woche steht der Markt eindeutig stärker unter dem Einfluss der Zinserwartungen und insbesondere der US-Arbeitsmarktdaten.
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Fundamentale Wirtschaftsdaten vom 28.08.
Der vergangene Freitag war für die Märkte außergewöhnlich wichtig. Neben zahlreichen Konjunkturdaten stand insbesondere das Jackson-Hole-Symposium im Fokus.
In Deutschland zeigte sich ein gemischtes Bild. Die Arbeitslosenquote blieb bei 6,4 Prozent und entsprach damit der Erwartung. Gleichzeitig lag die Veränderung der Arbeitslosenzahl bei lediglich 4.000 gegenüber einer Prognose von 4.800. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei rund 2,996 Millionen.
Deutlich wichtiger für die globale Marktbewegung waren jedoch die Aussagen aus Jackson Hole.
Kevin Warsh betonte, dass die Inflationsdaten des Sommers zwar besser als erwartet ausgefallen seien, daraus aber nicht geschlossen werden könne, dass sich die zugrunde liegenden Inflationstrends bereits nachhaltig verbessert hätten. Genau diese Aussage ist für die weitere Geldpolitik entscheidend.
Warsh stellte außerdem klar, dass die Fed weiterhin erhebliche Arbeit vor sich habe, wenn sich die Inflation nicht schnell genug in Richtung des 2-Prozent-Ziels bewegt. Gleichzeitig bezeichnete er die Arbeitsmärkte als mit Vollbeschäftigung vereinbar.
Besonders relevant waren zudem seine Aussagen zu den finanziellen Bedingungen. Warsh sah wenig Hinweise auf restriktive Finanzierungsbedingungen und betonte, dass die Fed insbesondere auf die Preisstabilität achten müsse.
Die Aussagen wurden vom Markt entsprechend hawkisch interpretiert. Die Erwartungen an eine schnelle Lockerung der Geldpolitik gingen zurück beziehungsweise wurden teilweise durch Erwartungen zukünftiger Zinserhöhungen ersetzt.
Auch Fed-Gouverneur Goolsbee unterstrich später, dass die Inflation weiterhin das zentrale Problem der Fed sei und dass es keineswegs so aussehe, als sei man bei der Inflation bereits „aus dem Gröbsten heraus“.
Die University-of-Michigan-Daten zeigten gleichzeitig eine finale Inflationserwartung von 4,0 Prozent auf Sicht eines Jahres und 3,3 Prozent auf Sicht von fünf Jahren. Das Verbrauchervertrauen lag bei 51,7 Punkten.
Zusätzlich enttäuschte der Chicago PMI deutlich mit 47,1 Punkten gegenüber einer Prognose von 57,9. Damit liegt der Index wieder unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten.
Die Kombination aus schwächerem Wachstum und weiterhin hartnäckigen Inflationserwartungen beschreibt damit ziemlich genau das schwierige Umfeld, in dem sich die Fed derzeit befindet.
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Fundamentale Wirtschaftsdaten KW 36
Montag
Am Montag stehen unter anderem deutsche Inflationsdaten im Fokus. Am Nachmittag folgt der Chicago PMI.
Für den Chicago PMI liegt die Prognose bei 57,8 Punkten, nach 57,6 Punkten zuvor. Der Index gibt Hinweise auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Aktivität im Großraum Chicago und kann als zusätzlicher Frühindikator für die US-Wirtschaft interpretiert werden.
Dienstag
Der Dienstag dürfte insbesondere für Europa entscheidend werden.
Im Mittelpunkt stehen die Inflationsdaten der Eurozone, darunter:
* CPI YoY
* Core CPI
* CPI
* Arbeitslosenquote
Für den europäischen Verbraucherpreisindex auf Jahresbasis liegt die Prognose bei 3,3 Prozent, nach 2,9 Prozent zuvor.
Damit kommt den Daten eine enorme Bedeutung für die Erwartungen an die EZB-Sitzung im September zu. Sollte die Inflation stärker als erwartet ausfallen, dürfte der Druck auf die EZB steigen, ihre Geldpolitik restriktiver auszurichten.
Am Nachmittag folgen unter anderem:
* Fed Waller / Supervision Barr
* S&P Global Manufacturing PMI
* ISM Manufacturing PMI
* ISM Manufacturing Prices
* JOLTS Job Openings
Vor allem die JOLTS-Daten sind im Hinblick auf den US-Arbeitsmarkt wichtig. Sie liefern einen zusätzlichen Einblick in die Nachfrage nach Arbeitskräften und können Hinweise darauf geben, wie angespannt der Arbeitsmarkt tatsächlich ist.
Mittwoch
Am Mittwoch steht mit dem ADP Nonfarm Employment Change ein weiterer wichtiger US-Arbeitsmarktindikator auf der Agenda.
Daneben werden die Crude Oil Inventories veröffentlicht. Diese sind für den Ölmarkt besonders relevant, da Veränderungen der US-Rohöllagerbestände unmittelbare Auswirkungen auf Angebotserwartungen und damit auf den Ölpreis haben können.
Donnerstag
Am Donnerstag folgen erneut wichtige Daten aus Europa und den USA.
Auf der Agenda stehen unter anderem:
* HCOB-Daten
* Initial Jobless Claims
* S&P Global Services PMI
* S&P Global Composite PMI
* ISM Non-Manufacturing Prices
* ISM Non-Manufacturing PMI
Die Initial Jobless Claims liefern wichtige Informationen über die kurzfristige Entwicklung des US-Arbeitsmarktes. Zusammen mit ADP, JOLTS und schließlich den offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag entsteht damit im Laufe der Woche ein immer klareres Bild.
Bei den ISM-Daten wird besonders interessant sein, ob die Dienstleistungswirtschaft weiterhin robust bleibt und ob gleichzeitig der Preisdruck zunimmt oder nachlässt.
Freitag – der absolute Fokus der Woche
Der Freitag ist eindeutig der wichtigste Handelstag.
Nach einem EZB-Lane-Speaker am Vormittag richtet sich der gesamte Fokus am Nachmittag auf den US-Arbeitsmarkt.
Besonders wichtig werden die Average Hourly Earnings MoM. Die Prognose liegt bei +0,3 Prozent, nach +0,1 Prozent zuvor.
Ein stärker als erwarteter Anstieg der Löhne könnte die Inflationserwartungen erhöhen und damit die hawkische Interpretation der Fed-Politik verstärken.
Noch wichtiger sind die Nonfarm Payrolls.
Die Prognose liegt bei lediglich 58.000 neuen Stellen, nachdem der vorherige Wert bei -23.000 lag.
Das zeigt bereits, wie schwach die Ausgangslage ist. Sollte der Arbeitsmarkt erneut deutlich schwächer ausfallen, könnte der Markt wieder stärker über eine Lockerung der Geldpolitik diskutieren. Sollte der Wert dagegen deutlich über den Erwartungen liegen, könnte sich die aktuelle hawkische Neubewertung der Fed weiter verstärken.
Ebenfalls entscheidend wird die US-Arbeitslosenquote sein.
Damit ergibt sich für Freitag ein klassisches Spannungsfeld zwischen Arbeitsmarkt und Inflation: Ein schwacher Arbeitsmarkt würde die Argumente für eine Lockerung stärken, während gleichzeitig hohe Löhne oder eine steigende Inflation gegen eine schnelle Lockerung sprechen könnten.
Am Sonntag, dem 6. September, folgt schließlich noch ein OPEC-Meeting, das für den Ölmarkt und damit indirekt auch für die globalen Inflationserwartungen relevant sein dürfte.
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Fed- und EZB-Zinspolitik
Die größte Veränderung der vergangenen Woche findet eindeutig bei den Zinserwartungen statt.
Nach den Aussagen aus Jackson Hole hat sich die Marktpreisbildung für die Fed deutlich in Richtung eines restriktiveren Szenarios verschoben.
Fed – September
* 43,0 %: keine Änderung
* 57,0 %: +25 Basispunkte
Damit sieht der Markt mittlerweile sogar eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung als für einen unveränderten Leitzins.
Fed – Oktober
* 29,7 %: keine Änderung
* 52,7 %: +25 Basispunkte
* 17,7 %: +50 Basispunkte
Fed – Dezember
* 11,1 %: keine Änderung
* 38,3 %: +25 Basispunkte
* 39,5 %: +50 Basispunkte
* 11,0 %: +75 Basispunkte
Das ist eine massive Verschiebung der Zinserwartungen.
Noch hawkischer wirkt das Bild bei der EZB.
EZB – September
* 2,25 %: keine Änderung
* 98,0 %: +25 Basispunkte
EZB – Oktober
* 1,6 %: keine Änderung
* 79,8 %: +25 Basispunkte
* 18,6 %: +50 Basispunkte
EZB – Dezember
* 0,7 %: keine Änderung
* 33,7 %: +25 Basispunkte
* 54,7 %: +50 Basispunkte
* 11,0 %: +75 Basispunkte
Damit wird auch klar, warum die europäischen Inflationsdaten am Dienstag so wichtig sind.
Sollte die Inflation tatsächlich in Richtung oder sogar über die Erwartungen steigen, könnte die aktuell eingepreiste restriktivere EZB-Politik weiter bestätigt werden. Umgekehrt könnten deutlich schwächere Inflationsdaten die hohen Zinserhöhungserwartungen wieder zurückdrängen.
Für Aktienmärkte bedeutet das insgesamt ein schwierigeres Umfeld. Höhere erwartete Zinsen erhöhen den Diskontierungsfaktor für zukünftige Gewinne und können insbesondere hoch bewertete Growth- und Technologiewerte belasten.
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Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil hat eine schwache Woche hinter sich.
Auf Monatsbasis liegt der Markt weiterhin rund 3,87 Prozent im Minus, auf Wochenbasis beträgt das Minus 3,62 Prozent.
Die geopolitische Situation bleibt der entscheidende Faktor.
Bullisch wäre für mich ein nachhaltiger Break über 84,39 US-Dollar. Danach rücken 86,33, 87,74, 90,00 und perspektivisch 93,61 US-Dollar in den Fokus.
Auf der Unterseite würde ich einen Bruch unter 80,58 US-Dollar beobachten. Darunter liegen 79,59, 79,00, 77,00 und anschließend 75,00 US-Dollar als relevante Unterstützungsbereiche.
Besonders wichtig bleibt die Inflationskomponente. Ein Ölpreis um 83 US-Dollar ist für die Märkte zwar noch kein extremes Niveau, dauerhaft steigende Preise und insbesondere ein Anstieg über 90 US-Dollar wären für die Inflationsentwicklung problematisch.
US Bonds
Die US-Staatsanleihen zeigten nach den Aussagen aus Jackson Hole eine bemerkenswerte Bewegung.
Am Freitag lagen die Bewegungen unter anderem bei:
* 3-jährige Staatsanleihen: rund +2,6 %
* 5-jährige Staatsanleihen: rund +2,07 %
* 10-jährige Staatsanleihen: rund +1,15 %
* 30-jährige Staatsanleihen: rund +0,35 %
Die starke Bewegung lässt sich vor allem vor dem Hintergrund der Neubewertung der Zinspolitik verstehen. Die Aussagen aus Jackson Hole haben die Erwartungen an zukünftige Zinsentscheidungen deutlich verändert.
Gleichzeitig zeigen die Bewegungen, dass der Anleihemarkt sehr sensibel auf die Kommunikation der Fed reagiert.
DXY
Der US-Dollar zeigte am Freitag deutliche Stärke und legte rund 0,55 Prozent zu.
Technisch bleibt für mich die Zone um 99,50 entscheidend.
Solange der DXY darüber bleibt, sehe ich perspektivisch Potenzial in Richtung 100,00. Sollte 99,50 dagegen gebrochen werden, wäre ein Rücklauf in Richtung 99,00 denkbar.
Die veränderte Zinserwartung spricht kurzfristig grundsätzlich für weitere Dollarstärke.
VIX
Der VIX steht bei rund 14,42 Punkten und damit weiterhin auf einem relativ niedrigen Niveau.
Das zeigt, dass trotz der deutlichen Verschiebung bei den Zinserwartungen aktuell noch keine ausgeprägte Risikoaversion an den Aktienmärkten vorhanden ist.
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Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia verlor am Freitag trotz sehr starker Quartalszahlen und einer überzeugenden Guidance rund 4,57 Prozent.
Auf Wochenbasis bleibt die Aktie dennoch leicht im Plus.
Jetzt wird entscheidend sein, wie der Markt die veränderte Zinslandschaft verarbeitet. Die Kombination aus starken KI-Wachstumserwartungen, hoher Bewertung und steigenden Zinserwartungen kann kurzfristig zu erhöhter Volatilität führen.
Wichtige Unterstützungen liegen bei:
* 217 US-Dollar
* 213 US-Dollar
* 212 US-Dollar
Sollten diese Bereiche nicht halten, würde ich bei Long-Positionen vorsichtiger werden. Dann rücken 198 US-Dollar und 195 US-Dollar in den Fokus.
Bitcoin
Bei Bitcoin bleibe ich zunächst an der Seitenlinie.
Für mich ist die aktuelle Struktur weder eindeutig bullish noch bearish genug für einen sauberen Trade.
Interessant wird es insbesondere, wenn Bitcoin ein neues Tageshoch innerhalb der größeren Struktur ausbildet und anschließend einen kontrollierten Rücksetzer zeigt. Erst dann wäre für mich ein sinnvoller Einstieg in eine mögliche Long-Struktur interessanter.
S&P 500
Der S&P 500 verlor am Freitag rund 0,27 Prozent, bleibt auf Wochenbasis jedoch leicht positiv.
Unterhalb von 7.655 Punkten würde sich das kurzfristige Bild für mich eintrüben. Dann wären 7.550, 7.522 und anschließend 7.500 Punkte mögliche Ziele.
Solange dieser Bereich hält, würde ich dagegen nicht aggressiv versuchen, den Markt zu shorten.
Nasdaq 100
Der Nasdaq 100 verlor am Freitag rund 0,42 Prozent und schloss unter 29.500 Punkten.
Damit ist diese Marke kurzfristig besonders relevant.
Ein Daily Close zurück über 29.500 würde wieder Raum in Richtung 29.760 und anschließend 30.000 Punkte eröffnen.
Bleibt der Index dagegen unter 29.500, liegen die nächsten relevanten Bereiche bei 29.200, 29.000 und perspektivisch 28.500 Punkten.
Dow Jones
Der US 30 zeigte sich deutlich stabiler und verlor am Freitag lediglich rund 0,01 Prozent. Der Schlusskurs lag bei 53.553 Punkten und damit weiterhin oberhalb der wichtigen Marke von 53.500.
Ein Bruch unter 53.500 und das Daily Low würde zunächst 53.300 aktivieren. Darunter wären 53.000 und anschließend 52.500 Punkte mögliche Ziele.
Für neue Longs wäre für mich ein Daily Close über 54.000 Punkten deutlich interessanter.
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DAX – technischer Ausblick
Der DAX war einer der stärksten Märkte der vergangenen Woche.
Am Freitag gewann der Index rund 0,75 Prozent. Auf Wochenbasis lag das Plus bei beeindruckenden 1,86 Prozent, während auf Monatsbasis ein Plus von rund 3,62 Prozent zu Buche steht.
Dabei wurden in KW 35 neue Allzeithochs erreicht.
Der DAX schloss bei 26.570 Punkten und damit oberhalb der psychologisch und technisch wichtigen Marke von 26.500 Punkten.
Der Long von der Zone um 26.000 bis in Richtung 26.500 beziehungsweise auf neue Allzeithochs hat hervorragend funktioniert. Nach dieser starken Bewegung würde ich nun allerdings nicht mehr versuchen, blind neue Longs hinterherzulaufen.
Stattdessen würde ich eher nach einer Reaktion an den Hochs suchen.
Ein möglicher Short-Ansatz wäre ein erneuter Abgriff der Bereiche um 26.600 bis 26.700 Punkte, gefolgt von einem Rückfall unter 26.500 Punkte.
Sollte dieser Bereich anschließend bestätigt gebrochen werden, wären zunächst 26.300 Punkte und anschließend 26.000 Punkte mögliche Ziele.
Gerade im Zusammenspiel mit einer möglichen Schwäche der US-Indizes könnte der DAX nach seiner starken Outperformance anfällig für eine Korrektur werden.
Auf der anderen Seite sollte man nicht vergessen, dass der übergeordnete Trend weiterhin sehr stark ist. Ein Short gegen neue Allzeithochs bleibt deshalb ein Trade gegen das Momentum und sollte entsprechend sauber bestätigt werden.
Besonders wichtig werden hier die europäischen Inflationsdaten am Dienstag. Sollten die CPI-Daten höher als erwartet ausfallen und dadurch die ohnehin bereits hohen Erwartungen an eine restriktivere EZB weiter steigen, könnte dies zusätzlichen Druck auf europäische Aktien ausüben.
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Fazit
KW 36 wird eine ausgesprochen wichtige Handelswoche. Mit dem Monatswechsel von August auf September, dem Beginn des letzten Handelsmonats des dritten Quartals, den europäischen Inflationsdaten, zahlreichen US-Konjunkturdaten und schließlich den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag stehen zahlreiche potenzielle Marktbewegungen bevor.
Der entscheidende Faktor bleibt dabei die Geldpolitik.
Nach den Aussagen aus Jackson Hole hat sich das Bild bei der Fed deutlich verändert. Die Marktteilnehmer preisen mittlerweile eine erhebliche Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen ein. Gleichzeitig zeigt sich bei der EZB ein noch restriktiveres Bild.
Damit befinden sich die Aktienmärkte in einem interessanten Spannungsfeld: Auf der einen Seite stehen weiterhin starke Unternehmensgewinne und hohe Wachstumserwartungen, insbesondere im KI-Sektor. Auf der anderen Seite steigen die Erwartungen an höhere Zinsen, während die Inflation weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle ist.
Für mich bleibt deshalb insbesondere die Reaktion der Märkte auf die Daten entscheidend. Nicht nur die Daten selbst, sondern vor allem die Frage, wie der Markt die Abweichung vom Konsens interpretiert, dürfte die Richtung bestimmen.
Beim DAX bleibe ich nach der starken Rallye vorsichtig und suche eher nach bestätigten Short-Setups an den Allzeithochs. Beim Nasdaq und S&P 500 sind die genannten Unterstützungszonen entscheidend. Der DXY könnte von der veränderten Zinserwartung profitieren, während US Oil weiterhin stark von der geopolitischen Entwicklung abhängig bleibt.
Der absolute Höhepunkt der Woche wird jedoch der Freitag mit den US-Arbeitsmarktdaten. Nach dem schwachen vorherigen Ergebnis von -23.000 Nonfarm Payrolls und einer aktuellen Prognose von lediglich 58.000 Stellen könnte bereits eine moderate Abweichung erhebliche Auswirkungen auf die Zinserwartungen und damit auf sämtliche großen Assetklassen haben.
Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Handelswoche und vor allem stabile Trades.
Keine Anlageberatung. Dies ist ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung und stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
Goldpreisausblick für die kommende Woche Nach einer Phase anhalGoldpreisausblick für die kommende Woche
Nach einer Phase anhaltender Kursgewinne stieß Gold nahe 4700 US-Dollar auf starken Widerstand und gab anschließend rasch nach. Der aktuelle Preis liegt bei rund 4450 US-Dollar. Die Chartanalyse zeigt, dass mehrere Ausbruchsversuche nach oben scheiterten und der Preis anschließend wiederholt unter die Unterstützungsniveaus fiel. Der gleichzeitige Rückgang der kurzfristigen Höchst- und Tiefststände deutet auf eine deutliche Abschwächung der Aufwärtsdynamik hin, wobei die Bären kurzfristig wieder die Kontrolle über den Markt erlangen.
Fundamental betrachtet hat der Markt die Erwartungen hinsichtlich künftiger Zinsentwicklungen deutlich neu eingepreist. Jüngste Nachrichten deuten darauf hin, dass die Inflation weiterhin über dem Zielwert liegt, was die Markterwartungen auf eine weitere geldpolitische Straffung verstärkt. Daher belasten der stärkere Dollar und die steigenden Renditen von US-Staatsanleihen den Goldpreis. Der Rückgang des Goldpreises um über 3 % am Freitag lässt vermuten, dass sich die Marktstimmung von der Jagd nach Kursgewinnen hin zur Suche nach sicheren Anlagen verlagert hat.
🔎 Wichtige technische Punkte:
Der Kurs ist nun schnell in den wichtigen Unterstützungsbereich um 4450 $ zurückgefallen. Dieser Bereich liegt nahe der vorherigen Aufwärtstrendlinie und stellt eine wichtige strukturelle Unterstützung dar.
4450–4400: Kernunterstützungsbereich
4480–4525: Kurzfristiger Widerstandsbereich
Über 4550: Bereich, in dem beobachtet werden sollte, ob sich der Kurs wieder verstärkt
Durchbruch unter 4400: Weiteres Abwärtspotenzial besteht mit einem nächsten Kursziel um 4300.
Daher rät die Strategie für nächste Woche davon ab, blindlings auf niedrigem Niveau Short-Positionen einzugehen oder bei Kursrückgängen übereilt zu kaufen, nur weil die Kurse stark gefallen sind.
👉 Meine Einschätzung: Der kurzfristige Trend ist überwiegend bärisch, und ich erwarte weitere Kursrückgänge nach Aufwärtsbewegungen.
Sollte der Kurs in den Bereich von 4480–4525 zurückfallen, beobachten Sie bitte die Stärke der Erholung genau. Sollten erneut Widerstandssignale auftreten, suchen Sie weiterhin nach Short-Möglichkeiten. Die erste zu beachtende Unterstützung liegt bei 4450–4400. Erst wenn sich der Kurs stabil über 4550 hält, wird sich der kurzfristige Abwärtstrend deutlich abschwächen.
Ich hoffe, dass alle jetzt vorsichtiger und besonnener handeln. Je schneller der Markt fällt, desto weniger sollten Sie sich von Emotionen leiten lassen und den Höchst- und Tiefstständen hinterherjagen. Eine wirklich gute Handelsstrategie ist es, mit Gewinnmitnahmen zu warten, bis der Kurs wichtige Kursmarken erreicht hat.
📌 Kernstrategie für nächste Woche: Bei Kursanstiegen verkaufen, Unterstützungsniveaus genau beobachten und nicht dem Markt hinterherjagen. 4400 ist ein wichtiger Wendepunkt für die weitere Bestätigung der bullischen und bärischen Marktstimmung.
Wenn Sie die Goldpreisentwicklung in Echtzeit verfolgen, werde ich weiterhin Intraday-Updates bereitstellen und mich dabei auf wichtige Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, Einstiegspunkte und Risikomanagement konzentrieren.
XAUUSD – Marktanalyse für Montag, 31. August 2026
Gold beendet die Handelswoche in einer ausgesprochen angespannten technischen Situation. Nach einem Wochenhoch bei 4.631 fiel XAUUSD bis auf 4.445 zurück und schloss bei 4.454. Damit verlor der Markt allein am Freitag rund 3,2 %. Der Abverkauf hat die kurzfristige Marktstruktur deutlich beschädigt und Gold gleichzeitig in einen statistisch extrem überdehnten Bereich geführt.
Aus quantitativer Sicht befindet sich der Markt inzwischen unterhalb der −3σ-Zone der kurzfristigen Verteilung. Gleichzeitig liegt der Kurs deutlich unter den relevanten gleitenden Durchschnitten. Der kurzfristige Trend ist damit eindeutig bearish. Allerdings ist die Abwärtsbewegung mittlerweile so stark ausgedehnt, dass eine technische Gegenbewegung jederzeit möglich ist. Entscheidend wird deshalb am Montag die Reaktion auf das Freitagstief bei 4.445 sein.
Das Hawkes-Modell bestätigt die außergewöhnliche Marktaktivität. Die aktuelle Ereignisintensität liegt mehr als elfmal über ihrem langfristigen Basisniveau. Gleichzeitig beträgt die geschätzte Halbwertszeit des Impulses etwa 7,5 Stunden. Sollte am Montag kein neuer starker Abwärtsimpuls entstehen, dürfte die außergewöhnlich hohe Ereignisintensität im Tagesverlauf deutlich zurückgehen. Dadurch steigt nach einer möglichen ersten Fortsetzung des Abverkaufs das Potenzial für eine Mean-Reversion.
Entscheidende Marke: 4.445
Ein nachhaltiger Bruch des Freitagstiefs würde die bestehende Abwärtsbewegung bestätigen. Unterhalb von 4.445 rückt zunächst der Bereich um 4.400–4.390 in den Fokus . Dieser Bereich entspricht ungefähr der 1-%- bis 1,5-%-Ausdehnung vom Freitagsschluss und ist deshalb für die Beurteilung eines möglichen Retests besonders relevant. Sollte auch diese Zone ohne Gegenreaktion gebrochen werden, liegen die nächsten statistischen Unterstützungsbereiche bei etwa 4.340 und anschließend 4.280.
Entscheidend ist dabei nicht nur, ob diese Marken intraday erreicht werden, sondern wie der Markt auf Schlusskursbasis darauf reagiert. Ein kurzer Spike unter 4.445 mit anschließender Rückeroberung wäre wesentlich weniger bearish zu bewerten als ein stabiler H1-Schluss unter diesem Niveau.
Reversal-Szenario
Auf der anderen Seite bietet die extreme statistische Überdehnung die Grundlage für ein mögliches Reversal. Ein besonders interessantes Muster wäre ein neues Tief unter 4.445, gefolgt von einer schnellen Rückkehr über 4.464. Gleichzeitig müsste die Hawkes-Intensität beginnen abzunehmen. Dieses Zusammenspiel aus neuem Tief, nachlassender Ereignisintensität und Rückeroberung der −3σ-Zone wäre ein erstes quantitatives Signal für eine mögliche Erschöpfung des Verkaufsdrucks.
Eine Rückkehr über 4.510 würde dieses Szenario weiter stärken. Oberhalb von 4.555 würde sich die kurzfristige Struktur nochmals deutlich verbessern und die Wahrscheinlichkeit einer größeren Erholungsbewegung steigen.
Fazit
Für Montag bleibt der Primärtrend bearish, aber der Markt ist gleichzeitig außergewöhnlich stark überdehnt. Deshalb sollte zwischen einer echten Fortsetzung des Abwärtstrends und einer kurzfristigen Panik-/Exhaustion-Phase unterschieden werden.
Das zentrale Szenario lautet:
Unter 4.445: erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung Richtung 4.400–4.380.
Spike unter 4.445 + Rückeroberung von 4.464: möglicher Exhaustion-/Reversal-Trigger.
Über 4.510: Erholung gewinnt an Bedeutung.
Über 4.555: kurzfristiges bearish Szenario beginnt deutlich an Stärke zu verlieren.
Damit könnte der Montag ein entscheidender Entscheidungstag zwischen weiterer Abwärtsbeschleunigung und einer statistischen Gegenbewegung werden. Der erste Kursausschlag sollte deshalb nicht isoliert interpretiert werden. Entscheidend sind Schlusskurse, Hawkes-Intensität und die Reaktion an 4.445 / 4.464 / 4.510.
Haftungsausschluss
Wichtiger Hinweis: Die vorliegende Marktanalyse dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung, Finanzberatung, Handelsempfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar.
Alle genannten Kursmarken, Szenarien, Wahrscheinlichkeiten, statistischen Modelle und Prognosen basieren auf historischen Marktdaten und mathematischen bzw. statistischen Verfahren. Sie stellen keine Garantie für zukünftige Kursentwicklungen dar. Märkte können sich jederzeit anders entwickeln als in dieser Analyse beschrieben.
Insbesondere bei Gold, CFDs, Futures, Optionen, Forex und anderen gehebelten Finanzinstrumenten besteht ein erhebliches Verlustrisiko. Der Einsatz von Hebel kann sowohl Gewinne als auch Verluste erheblich verstärken. Es besteht die Möglichkeit, einen wesentlichen Teil oder das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren.
Statistische Modelle wie Monte-Carlo-Simulationen, Hawkes-Prozesse, Standardabweichungs-/STDV-Modelle, Timing-Modelle oder Backtests sind modellabhängig und unterliegen unter anderem Modellrisiko, Datenrisiko, Overfitting, Look-ahead Bias und historischen Regimeänderungen. Auch ein statistisch signifikantes Ergebnis garantiert keinen zukünftigen Anlageerfolg.
Vergangene Wertentwicklungen und historische Wahrscheinlichkeiten sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Die in der Analyse dargestellten Szenarien sind daher als mögliche Marktpfade und nicht als sichere Prognosen zu verstehen.
Jede Handels- oder Anlageentscheidung erfolgt eigenverantwortlich. Vor einer tatsächlichen Investitionsentscheidung sollte eine qualifizierte, unabhängige Finanz- oder Anlageberatung in Anspruch genommen und die persönliche Risikotragfähigkeit berücksichtigt werden.
Der Autor bzw. Herausgeber übernimmt keine Haftung für direkte oder indirekte Verluste, Schäden oder entgangene Gewinne, die aus der Nutzung oder Interpretation dieser Analyse entstehen.
Wichtige Spanne für nächste Woche: 4435–4365Wichtige Spanne für nächste Woche: 4435–4365
29. August
Die Erwartungen an eine Zinserhöhung stiegen sprunghaft an, über 100.000 Long-Positionen wurden liquidiert.
Das Jackson Hole Symposium löste Marktvolatilität aus; die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) sendete deutliche Signale für eine restriktive Geldpolitik und beharrte kompromisslos auf ihrem Inflationsziel von 2 % (PCE).
Infolgedessen stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September deutlich. Der US-Dollar und US-Staatsanleihen legten zu; der Dollar-Index schloss die Woche höher, während die Renditen kurzfristiger US-Staatsanleihen ein neues Monatshoch erreichten.
Zusätzlich übten anhaltend höhere US-Inflationszahlen als erwartet und eine Abwärtskorrektur der US-Arbeitsmarktdaten erheblichen Abwärtsdruck auf den Goldpreis aus.
Am Montag (31. August) stehen zwei Punkte im Fokus: die Reaktion des Marktes auf den durch Warshs restriktive Äußerungen ausgelösten starken Kursrückgang und der Monatsschlusskurs.
Händler sollten die bisherige „Buy-the-Dip“-Mentalität aufgeben und stattdessen eine neutrale Strategie verfolgen, die auf eine Seitwärtskonsolidierung abzielt und sich auf verschiedene mögliche Szenarien vorbereitet.
Die restriktive Stimmung hält an: Kurzfristig sollten Sie Kursanstiegen nicht hinterherjagen. Der starke Kursrückgang vom Freitag durchbrach die wichtige Marke von 4.500 US-Dollar; der Kurs notiert aktuell bei etwa 4.454 US-Dollar, nachdem er den vorherigen Aufwärtskanal verlassen hat.
Mögliche konträre technische Entwicklung: Der starke Kursrückgang muss nicht zwangsläufig zu einem anhaltenden, „momentumgetriebenen“ Rückgang führen.
Um einen wünschenswerten Monatsschlusskurs zu erreichen, könnte der Goldpreis wieder über 4.500 US-Dollar steigen oder sogar nahe 4.520 US-Dollar schließen.
Handelsstrategie: Angesichts des jüngsten starken Kursrückgangs und des Monatsschlusskurses empfiehlt sich für Montag, solange der Kurs in der Spanne von 4.448 bis 4.530 US-Dollar bleibt, eine „Buy-low, sell-high“-Strategie.
Erster Rückgang, dann Anstieg (bevorzugtes Szenario für Montag)
Wichtige Unterstützungsniveaus: ca. 4.435 $ (wichtige kurzfristige Unterstützung) und ca. 4.365 $ (stärkere Unterstützung). Handelstipp:
Fällt der Kurs zurück in den Bereich von 4.435 $ bis 4.445 $ und zeigt Anzeichen einer Stabilisierung, sollten Sie eine kleine Position eröffnen, um von einer möglichen Erholung zu profitieren. Wird das Niveau von 4.435 $ unterschritten, liegt das nächste wichtige Niveau bei ca. 4.365 $.
Die Kernaussichten für Montag sind kurzfristig bärisch, obwohl der Monatsschluss eine Erholung auslösen könnte.
Trendanalyse: Nach einem starken Rückgang hat sich das kurzfristige technische Bild abgeschwächt; jegliche Erholungen werden primär als Korrekturen betrachtet.
Eine starke Trendwende ist erst zu erwarten, wenn die Kurse wieder über 4.600 $ steigen.
Wichtige Spanne: Die wichtige Spanne für Montag liegt zwischen 4.435 $ und 4.365 $.
Goldpreisanalyse (Freitag) | Schwächung der Hochstruktur, KonsolGoldpreisanalyse (Freitag) | Schwächung der Hochstruktur, Konsolidierungszone um 4600 $
Der Goldpreis stieg diese Woche auf rund 4696 $, bevor er rasch wieder auf ein Tief von etwa 4565 $ fiel – ein maximaler Rückgang von ca. 131 $.
Der aktuelle Chart zeigt, dass der Goldpreis den vorherigen einseitigen Aufwärtstrend deutlich durchbrochen hat und sich nun von einer starken Aufwärtsphase in eine Konsolidierungsphase auf hohem Niveau begibt.
Aktuell notiert der Goldpreis bei rund 4600 $. Betrachtet man den 1-Stunden-Chart, so haben sich die Höchststände schrittweise nach unten verschoben:
4696 $ → 4640 $ → rund 4620 $
Wichtige Unterstützungsniveaus liegen bei:
4560 $–4570 $
Es hat sich eine Unterstützungszone gebildet.
Dies deutet darauf hin, dass weiterhin eine deutliche Divergenz zwischen bullischen und bärischen Kräften am Markt besteht, kurzfristig jedoch die Bären die Oberhand gewonnen haben.
🔎 Technische Struktur: Kurzfristig bärisch, mittelfristiger Fokus weiterhin auf 4560
Im 4-Stunden-Chart stieß Gold nahe 4696 auf Widerstand und konsolidierte sich. Aktuell bewegt sich der Kurs in einer Konsolidierungszone.
Die gleitenden Durchschnitte nähern sich an, und die Preisvolatilität hat sich deutlich verlangsamt. Dies deutet darauf hin, dass die Dynamik des vorangegangenen rasanten Anstiegs nachlässt.
Im 1-Stunden-Chart wird dies noch deutlicher.
Nach dem Abprallen in den Bereich von 4610–4620 stieß der Kurs mehrfach auf Widerstand, bildete niedrigere Hochs und deutet auf eine klare kurzfristige bärische Struktur hin.
Daher ist die Interpretation, Gold sei nun vollständig bärisch, unzutreffend.
Eine präzisere Einschätzung lautet:
Der kurzfristige Trend ist bärisch. Ob sich der mittelfristige Aufwärtstrend umkehrt, muss im Bereich von 4560 endgültig bestätigt werden.
Dies ist aktuell der wichtigste technische Indikator.
📌 Wichtige Widerstandsniveaus: 4610–4620
Die erste Widerstandszone konzentriert sich aktuell auf:
4610–4620
Dieser Kursbereich stellt sowohl ein wichtiges Widerstandsniveau für die aktuelle kurzfristige Erholung dar als auch einen Bereich, in dem jüngste Erholungsversuche wiederholt gescheitert sind.
Sollte der Kurs in diesen Bereich zurückfallen, deutet dies auf weiterhin starken Verkaufsdruck darüber hin.
Erst wenn der Kurs die Marke von 4620 nachhaltig durchbricht und sich darüber hält, wird sich die kurzfristige Abwärtsstruktur deutlich abschwächen.
Weitere Ausbrüche führen zu einer Kurskorrektur auf:
4640 → 4660 → ca. 4690.
Daher ist es nicht ratsam, den aktuellen kurzfristigen Trend voreilig als starken Aufwärtstrend einzustufen, solange der Kurs nicht wieder über 4620 Fuß fasst.
🛡️ Wichtige Unterstützungsniveaus: 4560–4570
Die wichtigste Unterstützungszone bleibt:
4560–4570.
Dieser Bereich liegt nicht nur nahe am Tiefpunkt dieser Korrektur, sondern stellt auch eine wichtige Unterstützung nahe der aktuellen Aufwärtstrendlinie dar. Aus technischer Sicht deutet die starke Erholung nach dem Testen dieses Bereichs darauf hin, dass weiterhin Kaufdruck vorhanden ist.
Daher:
Hält die Marke von 4560, bleibt die Gesamtstruktur eine Konsolidierung auf hohem Niveau.
Sollte die Marke von 4560 jedoch effektiv durchbrochen werden und die Erholung ausbleiben,
bedeutet dies, dass die aktuelle Korrektur länger andauern könnte.
Zu diesem Zeitpunkt muss das Abwärtspotenzial neu bewertet werden:
4540 → 4520 → 4500.
Der entscheidende Faktor für einen möglichen weiteren Goldpreisrückgang kurzfristig ist daher nicht die Marke von 4600, sondern ein erfolgreicher Durchbruch unter 4560.
🌎 Fundamentaldaten: Der Markt wartet auf geldpolitische Signale zur Neubewertung.
Gold befindet sich aktuell in einer kritischen Phase.
Laut den jüngsten US-Inflationsdaten stiegen die privaten Konsumausgaben (PCE) im Juli im Jahresvergleich um 3,7 %, der Kern-PCE um etwa 3,3 % und liegt damit weiterhin deutlich über dem Inflationsziel von 2 %.
Gleichzeitig zeigen die neuesten Daten, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf rund 203.000 gesunken sind und damit unter den Markterwartungen lagen. Dies deutet darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt noch nicht wesentlich verschlechtert hat. Daraus folgt:
Die Inflation bleibt kurzfristig stabil, und die Beschäftigungslage ist weiterhin robust.
Für Gold ist diese Konstellation kurzfristig nicht uneingeschränkt günstig.
Der Markt wartet derzeit auf die Stellungnahmen der Zentralbanken auf ihren Jahrestagungen, um die künftige Zinsentwicklung neu zu bewerten.
Der jüngste rasche Kursrückgang des Goldpreises nach dem Anstieg auf fast 4.700 US-Dollar deutet zudem darauf hin, dass:
Gewinnmitnahmen auf höheren Niveaus zunehmen und der Markt weiteren Kursgewinnen mit Vorsicht begegnet.
Gleichzeitig stützen die US-Fiskalpolitik, der Anleihenmarkt und die weltweite Nachfrage nach sicheren Anlagen den Goldpreis mittel- bis langfristig. Daher ist folgende Definition präziser:
Es handelt sich um eine kurzfristige Korrektur, der mittelfristige Trend hat sich jedoch nicht grundlegend geändert.
Anstatt dies direkt als Trendumkehr zu klassifizieren.
Diskussion und Austausch sind willkommen.
Heutige bullische Kernlogik:Heutige bullische Kernlogik:
1. Die zugrundeliegende mittel- bis langfristige Unterstützungslogik bleibt intakt.
Die anhaltende Ausweitung der US-Staatsverschuldung und die fortbestehenden Marktsorgen um die Kreditwürdigkeit des US-Dollars; die kontinuierliche Aufstockung der Goldreserven durch Zentralbanken weltweit zur Diversifizierung der Risiken von Dollar-Anlagen und das anhaltende Kaufinteresse an physischen Goldanlagen. Selbst bei einem kurzfristigen Rücksetzer wird die langfristige Nachfrage nach Käufen bei Kursrückgängen nicht verschwinden, und die Bedingungen für einen tiefen, anhaltenden Rückgang sind nicht gegeben. Dieser Rücksetzer ist eher eine technische Korrektur innerhalb eines Aufwärtstrends und keine grundlegende Trendwende.
2. Die Kaufunterstützung an wichtigen Niveaus wurde bestätigt.
Diese Woche testete der Kurs wiederholt die Marke von 4580 und erholte sich schnell, was auf eine signifikante Kaufunterstützung in diesem Bereich hindeutet. Solange der stark unterstützte Bereich von 4550-4580 nicht effektiv durchbrochen wird, wird die wöchentliche Aufwärtsstruktur nicht zusammenbrechen, und es besteht weiterhin Dynamik für eine Erholung nach einem Rücksetzer und einer Stabilisierung.
3. Der Markt erwartet eine neutrale Rede.
Der Markt geht davon aus, dass Warsh seinen datenbasierten, neutralen Kommunikationsstil fortsetzen wird, ohne starke Signale für Zinserhöhungen auszusprechen oder die Zinserwartungen weiter zu verschärfen. Sollte die Rede einen neutralen Ton beibehalten, könnten sich die zuvor gedämpften Goldkäufer erholen und einen Aufschwung erleben. Der Goldpreis könnte dann die Widerstandszone von 4640–4660 erneut testen.
4. Die Inflation ist lediglich hartnäckig, nicht völlig außer Kontrolle.
Der PCE liegt nur über den optimistischen Erwartungen; es gab keinen signifikanten Wiederanstieg der Inflation, und der Markt hat die Erwartungen an Zinssenkungen nicht vollständig aufgegeben. Sollten die nachfolgenden US-Konsum- und Beschäftigungsdaten weiter schwächer ausfallen, werden die Erwartungen an Zinssenkungen zurückkehren, was zu einem Rückgang der realen Renditen von US-Staatsanleihen und einer erneuten Aufwärtsdynamik des Goldpreises führen wird.
DAX Tagesausblick 28.08.–Jackson Hole, EZB und Kampf um 26.500Guten Morgen zusammen,
wir stehen heute vor den letzten beiden Handelstagen des Monats August . Damit befinden wir uns nicht nur kurz vor dem Wochenschluss, sondern gleichzeitig auch unmittelbar vor dem Monatsschluss. Gerade diese Kombination kann zum Monatsende noch einmal für erhöhte Volatilität sorgen. Gleichzeitig richtet sich der Fokus heute klar auf das Jackson Hole Symposium und insbesondere auf die Rede von Fed-Chairman Kevin Warsh. Dazu kommen weiterhin erhöhte geopolitische Risiken, ein sehr spannender Ölmarkt und zunehmend restriktive Zinserwartungen für Fed und EZB.
Agenda
1. Geopolitische Lage
2. Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
3. Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
4. Earnings im Überblick
5. Fed und EZB
6. Märkte und Korrelationen im Überblick
7. Risk Assets im Überblick
8. DAX Tagesausblick
9. Fazit
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1. Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage rund um den Iran, Israel und die USA bleibt weiterhin angespannt. Aktuell konzentriert sich ein wesentlicher Teil der diplomatischen Bemühungen auf die Situation rund um die Straße von Hormus. Iran hat zuletzt Bedingungen für eine Öffnung beziehungsweise eine kontrollierte Passage formuliert. Gleichzeitig bleibt der tatsächliche Schiffsverkehr deutlich eingeschränkt.
Für mich ist dabei vor allem der zeitliche Faktor interessant. Der Konflikt zieht sich mittlerweile seit rund sechs Monaten und eine nachhaltige Lösung ist weiterhin nicht in Sicht. Damit steigt auch das Risiko, dass aus einem zunächst geopolitischen Problem zunehmend ein wirtschaftliches und inflationäres Problem wird.
Besonders interessant wird dabei die Entwicklung in den kommenden Monaten. Wir bewegen uns jetzt in Richtung September, Oktober und anschließend in die Herbst- und Wintermonate. Sollte sich die Situation im Nahen Osten nicht nachhaltig beruhigen und sollten insbesondere Öl- und Gaspreise erhöht bleiben, könnte die saisonal steigende Energienachfrage in Europa und den USA auf ein gleichzeitig eingeschränktes Angebot treffen.
Das wäre ein potenziell problematisches Szenario: Ein geringeres Energieangebot trifft auf eine steigende Nachfrage, wodurch die Energiepreise erneut deutlich steigen könnten. Daraus würde wiederum zusätzlicher Inflationsdruck entstehen. Für die Zentralbanken wäre das ein schwieriges Umfeld, da steigende Energiepreise die Disinflation verlangsamen oder sogar umkehren könnten.
Das ist ausdrücklich mein persönliches Risikoszenario und kein Basisszenario. Trotzdem halte ich es aktuell für wichtig, diese Entwicklung im Auge zu behalten. Sollte der Ölpreis im Herbst erneut deutlich steigen, könnte das die Zinspolitik von Fed und EZB erheblich beeinflussen.
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2. Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Gestern stand insbesondere der veröffentlichte Account of the Monetary Policy Meeting der EZB im Fokus. Der Bericht hat noch einmal verdeutlicht, dass die EZB keineswegs davon ausgeht, dass der Inflationskampf bereits vollständig abgeschlossen ist.
Die Inflationsentwicklung hat sich zwar verbessert, gleichzeitig bestehen aber weiterhin erhebliche Risiken. Insbesondere Energiepreise, Gaspreise, geopolitische Entwicklungen und mögliche Zweitrundeneffekte bleiben für die EZB relevante Faktoren.
Damit wird auch die aktuell sehr restriktive Markterwartung für die EZB nachvollziehbarer. Die Notenbank möchte weiterhin datenabhängig von Sitzung zu Sitzung entscheiden, schließt weitere Zinserhöhungen aber keineswegs aus. Genau diese Kombination aus weiterhin erhöhten Inflationsrisiken und einer sehr restriktiven Kommunikation ist aktuell für den europäischen Aktienmarkt relevant.
Auf US-Seite waren die Initial Jobless Claims besonders interessant. Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung lagen bei 203.000 gegenüber erwarteten 208.000. Der vorherige Wert wurde von 207.000 auf 206.000 revidiert.
Damit fielen die Claims sowohl niedriger als erwartet als auch niedriger als der revidierte Vorwert aus. Grundsätzlich signalisiert eine niedrigere Zahl an Erstanträgen einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt. Für die Fed ist das relevant, weil ein stabiler Arbeitsmarkt weniger Druck erzeugt, die Geldpolitik schnell zu lockern.
Zusätzlich standen gestern bereits zahlreiche Aussagen verschiedener Fed-Mitglieder im Mittelpunkt. Insgesamt war dabei kein klarer dovisher Kurswechsel zu erkennen. Vielmehr bleibt die Botschaft bestehen, dass die weitere Entwicklung von Inflation, Arbeitsmarkt und Wirtschaftsdaten entscheidend sein wird.
Das Jackson Hole Symposium hat gestern ebenfalls begonnen. Der für die Märkte wahrscheinlich wichtigste Auftritt steht allerdings erst heute mit Kevin Warsh an.
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3. Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute beginnt der Tag zunächst mit europäischen Konjunkturdaten. Unter anderem steht die deutsche Arbeitslosenquote auf der Agenda. Deutschland bleibt die wichtigste Volkswirtschaft der Eurozone, weshalb Entwicklungen am deutschen Arbeitsmarkt auch für die Einschätzung der europäischen Konjunktur relevant bleiben.
Der wichtigste US-Konjunkturindikator am heutigen Tag dürfte anschließend der Chicago PMI werden. Die Erwartungen liegen bei 57,9 Punkten, nachdem der vorherige Wert bei 57,6 lag.
Ein Wert oberhalb der Erwartungen würde auf eine weiterhin robuste wirtschaftliche Aktivität hindeuten und könnte damit tendenziell die restriktivere Seite der Fed unterstützen. Ein deutlich schwächerer Wert würde dagegen auf eine stärkere Abkühlung der Wirtschaft hindeuten und könnte entsprechend die Erwartungen an eine spätere Lockerung der Geldpolitik erhöhen.
Nachmittags folgt dann der wohl wichtigste Termin des Tages: Kevin Warsh spricht beim Jackson Hole Symposium.
Warsh gilt als Vertreter eines stark datenabhängigen Ansatzes und legt großen Wert darauf, dass die tatsächlichen Wirtschaftsdaten die geldpolitischen Entscheidungen bestimmen. Dementsprechend dürfte heute weniger eine klassische Forward Guidance als vielmehr seine Einschätzung zu Inflation, Arbeitsmarkt und den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Fokus stehen.
Zusätzlich werden am Nachmittag die Michigan Inflation Expectations veröffentlicht. Sowohl die einjährigen als auch die fünfjährigen Inflationserwartungen sind vor dem Hintergrund der weiterhin erhöhten Energiepreise interessant.
Am Abend folgt dann noch eine Rede von EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel. Nach dem gestern veröffentlichten EZB-Bericht dürfte auch ihre Einschätzung genau beobachtet werden.
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4. Earnings im Überblick
Der absolute Fokus der vergangenen Tage lag natürlich auf Nvidia. Die Zahlen und insbesondere die Guidance waren außergewöhnlich stark und haben dem gesamten Technologiesektor einen deutlichen Schub gegeben.
Gestern standen unter anderem Marvell, Autodesk und Best Buy im Mittelpunkt. Der Earnings-Kalender ist heute dagegen vergleichsweise ruhig.
Damit verschiebt sich der Fokus zum Wochenschluss eindeutig wieder auf die Makroseite. Jackson Hole, die Aussagen von Kevin Warsh, die US-Konjunkturdaten und die Inflationserwartungen dürften heute deutlich wichtiger sein als einzelne Unternehmenszahlen.
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5. Fed und EZB
Federal Reserve
Bei den Zinserwartungen sehen wir aktuell nahezu täglich Verschiebungen. Nach den aktuellen Fed-Watch-Daten wird für die kommenden Sitzungen weiterhin mindestens eine Zinserhöhung in diesem Jahr eingepreist.
Für September liegt die Wahrscheinlichkeit eines unveränderten Zinssatzes aktuell bei 66,3 Prozent, während eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte mit 33,7 Prozent eingepreist wird.
Für das Oktober-Meeting sieht die Verteilung bereits deutlich aggressiver aus: 47,2 Prozent für unveränderte Zinsen, 43,1 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte und weitere 9,7 Prozent für eine Erhöhung um 50 Basispunkte.
Noch interessanter wird der Dezember. Hier liegen die Erwartungen bei lediglich 25,8 Prozent für unveränderte Zinsen. Eine Erhöhung um 25 Basispunkte wird mit 45 Prozent eingepreist, 50 Basispunkte mit 24,8 Prozent und sogar 75 Basispunkte mit 4,4 Prozent.
Damit ist klar: Der Markt rechnet weiterhin mit mindestens einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr.
Genau deshalb ist Jackson Hole heute so wichtig. Die zuletzt veröffentlichten PCE-Daten waren nicht schwach genug, um die Inflationssorgen vollständig aus dem Markt zu nehmen. Gleichzeitig bleiben die Ölpreise erhöht und der Arbeitsmarkt zeigt weiterhin Stabilität.
Die heutige Rede von Warsh kann deshalb durchaus für Bewegung bei Renditen, Dollar und Risk Assets sorgen.
Europäische Zentralbank
Noch auffälliger ist derzeit allerdings das Bild bei der EZB.
Für das September-Meeting werden aktuell nur 2,0 Prozent Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen eingepreist. Demgegenüber stehen 98,0 Prozent für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte.
Für Oktober liegen die Erwartungen bei 1,6 Prozent für unveränderte Zinsen, 80,7 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte und 17,6 Prozent für eine Erhöhung um 50 Basispunkte.
Für Dezember wird das Bild noch aggressiver. Nur 0,8 Prozent entfallen auf unveränderte Zinsen, während 38 Prozent eine Erhöhung um 25 Basispunkte, 51,7 Prozent eine Erhöhung um 50 Basispunkte und 9,5 Prozent sogar eine Erhöhung um 75 Basispunkte einpreisen.
Damit ist die EZB aktuell deutlich restriktiver eingepreist als die Fed.
Für den DAX ist das ein wichtiger Punkt. Der deutsche Aktienmarkt notiert gleichzeitig nahe seiner Allzeithochs, während die Zinserwartungen für die europäische Geldpolitik zunehmend aggressiv werden. Das muss nicht unmittelbar zu einer Korrektur führen, erhöht für mich aber das Risiko, dass ein weiterer Anstieg zunächst von einem tieferen Retest begleitet wird.
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6. Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Beim Ölmarkt haben wir gestern erneut einen deutlichen Anstieg gesehen. US Oil konnte rund 2,07 Prozent zulegen und notiert aktuell vor dem London Open bei etwa 82,87 Dollar.
Trotz des gestrigen Anstiegs ist die Wochenstruktur für mich weiterhin bearish. Genau deshalb ist heute der Weekly Close entscheidend.
Das Wochentief der Vorwoche aus KW34 liegt bei 81,44 Dollar. Sollte es uns gelingen, heute auf Wochenbasis darunter zu schließen, wäre das charttechnisch für mich ein sehr wichtiger Schritt und ein gutes Signal für die Short-Seite.
In diesem Fall liegen meine nächsten Ziele bei etwa 80 Dollar, anschließend 79 Dollar und darunter bereits der Bereich um 77 Dollar.
Sollten wir dagegen nicht unter 81,44 Dollar schließen und stattdessen das gestrige Daily High überwinden, bleiben auf der Oberseite zunächst 86,40 Dollar und anschließend 87,75 Dollar relevant. Übergeordnet wäre dann auch wieder die 90-Dollar-Marke interessant.
Dabei darf man nicht vergessen, dass wir gleichzeitig am Monatsende stehen. Die letzten Handelstage des Monats können gerade bei einem Markt wie Öl noch einmal für erhebliche Bewegungen sorgen.
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US Bonds
Bei den US-Staatsanleihen konnten wir nach der stärkeren Schwäche zuletzt wieder etwas Stabilität sehen.
Auf Wochenbasis liegen die Veränderungen aktuell ungefähr bei minus 0,28 Prozent für die dreijährigen, minus 0,70 Prozent für die fünfjährigen, minus 1,11 Prozent für die zehnjährigen und minus 1,45 Prozent für die 30-jährigen Staatsanleihen.
Damit bleibt der Bondmarkt weiterhin ein wichtiger Indikator für die Erwartungen an Inflation und Geldpolitik. Gerade heute dürfte die Reaktion der Renditen auf die Aussagen aus Jackson Hole interessant werden.
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DXY
Beim Dollar sehen wir weiterhin keine klare Trendbewegung. Der DXY hat gestern erneut versucht, nach oben auszubrechen, wurde dort aber wieder stärker abgewiesen.
Übergeordnet bleibt mein Long-Szenario weiterhin bestehen. Solange wir oberhalb von 99 bleiben, kann ich mir einen Anstieg in Richtung 99,50 vorstellen.
Sollten wir dagegen unter das Daily Low von gestern und anschließend unter 99 fallen, würde sich mein Szenario wieder in Richtung 98,50 verschieben.
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VIX
Der VIX hat erneut deutlich nachgegeben und notiert aktuell bei etwa 14,5.
Damit befindet sich die implizite Volatilität weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau. Der Markt preist momentan entsprechend wenig kurzfristiges Risiko ein.
Gerade deshalb sollte man die heutige Reaktion auf Jackson Hole beobachten. Ein hawkisher Ton von Warsh könnte relativ schnell zu einer Neubewertung der aktuell sehr niedrigen Volatilität führen.
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7. Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia bleibt nach den außergewöhnlich starken Earnings der absolute Fokus im Technologiesektor.
Die Aktie konnte rund 8,8 Prozent zulegen und notiert vorbörslich bei etwa 226,40 Dollar.
Ich bleibe hier weiterhin bullish. Auf der Oberseite liegen meine nächsten Ziele bei 232,40 Dollar und anschließend bei den bisherigen Allzeithochs um 236,50 Dollar.
Natürlich wäre zwischenzeitlich auch ein Gap Close möglich. Grundsätzlich bleibt meine Einschätzung aber bullish, solange Nvidia oberhalb von 217 Dollar und insbesondere oberhalb des Bereichs von 212 bis 213 Dollar bleibt.
Gerade dieser Bereich wäre für mich bei einem sauberen Retest interessant, um erneut nach Longs Ausschau zu halten.
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Bitcoin
Bei Bitcoin hat sich im Vergleich zu den vergangenen Tagen relativ wenig verändert. Der Markt bewegt sich aktuell eher seitwärts, während die kurzfristige Struktur weiterhin bullish bleibt.
Nach der sehr starken Bewegung der vergangenen Woche ist die aktuelle Konsolidierung für mich zunächst nicht ungewöhnlich.
Ich bleibe trotzdem an der Seitenlinie.
Entscheidend ist für mich weiterhin die Marke von 82.500 Dollar. Sollte Bitcoin dieses Hoch nachhaltig herausnehmen und anschließend einen sauberen Retest ausbilden, würde ich mich wieder gezielter nach Long-Setups umschauen.
Bis dahin sehe ich keinen Grund, hier einem Trade hinterherzulaufen.
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S&P 500
Beim S&P 500 sieht es weiterhin danach aus, als hätten wir einen Boden gefunden. Den von mir erwarteten tieferen Retest in Richtung 7.650 haben wir nicht bekommen. Stattdessen wurde der Bereich der vorherigen Hochs getestet.
Jetzt ist für mich die Marke von 7.756 entscheidend.
Sollten wir uns oberhalb des Daily Highs des Vortages etablieren, wäre mein erstes Ziel 7.776. Sollte auch dieser Bereich gebrochen werden, könnte anschließend erneut ein Angriff auf die Allzeithochs folgen.
Auf der Unterseite bleibt der Bereich zwischen 7.700 und 7.690 eine interessante Supportzone.
Shorts wären für mich erst wieder deutlich interessanter, wenn wir das Weekly Low bei 7.652,7 brechen.
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Nasdaq
Auch der Nasdaq konnte sich oberhalb von 29.500 stabilisieren.
Solange diese Marke hält, bleibt die Long-Seite für mich interessant. Das heutige beziehungsweise jüngste Hoch bei 29.667 stellt dabei den nächsten Trigger dar.
Sollten wir diesen Bereich nachhaltig überwinden, wäre zunächst die 30.000-Marke das nächste Ziel.
Voraussetzung bleibt für mich allerdings, dass wir über 29.500 bleiben und idealerweise auch den Weekly Close oberhalb dieser Marke bekommen.
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US30
Auch beim US30 haben wir es wieder geschafft, oberhalb von 53.500 zu handeln.
Solange diese Marke hält, kann ich mir weitere Longs vorstellen. Auf der Oberseite bleibt zunächst der Bereich um 54.000 interessant.
Sollten wir dagegen wieder unter 53.500 fallen, wären 53.320 und anschließend 53.000 meine nächsten Ziele.
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8. DAX Tagesausblick
Kommen wir damit zum DAX.
Der DAX hat mittlerweile sechs grüne Tageskerzen in Folge ausgebildet. Die Stärke des Marktes ist weiterhin beeindruckend. Auf Wochenbasis haben wir die vorherige rote Kerze mittlerweile nahezu vollständig negiert.
Jetzt kommt es für mich auf die 26.500 an.
Sollten wir heute einen erneuten Angriff auf diese Marke sehen und dort keine deutliche Rejection bekommen, könnte der nächste Angriff auf die Allzeithochs relativ schnell folgen.
Oberhalb der 26.500 würde ich zunächst mit einem Angriff auf das Allzeithoch rechnen. Darüber wäre ich dann extrem Vorsichtig mit weiteren Longs.
Das bullishe Szenario wäre damit relativ klar:
26.500 überwinden, oberhalb etablieren, Allzeithoch angreifen und anschließend Richtung 26.600 laufen.
Trotzdem möchte ich an dieser Stelle nicht einfach blind bullish werden.
Der DAX hat bereits sechs grüne Tageskerzen hinter sich. Gleichzeitig befinden wir uns am Monatsende, die EZB ist aktuell keineswegs dovish und auch geopolitisch bestehen weiterhin erhebliche Unsicherheiten.
Deshalb halte ich es durchaus für möglich, dass wir vor einem nachhaltigen Ausbruch auf neue Allzeithochs noch einmal einen etwas tieferen Retest sehen.
Der bisherige Retest war zwar sehr sauber und technisch absolut überzeugend. Trotzdem könnte der Markt zum Monatsende noch einmal Gewinnmitnahmen sehen.
Für mich bedeutet das aktuell: Der übergeordnete Trend bleibt bullish, aber ich möchte nicht unbedingt jedem Anstieg hinterherlaufen. Ein sauberer Rücksetzer beziehungsweise Retest wäre für mich wesentlich interessanter, um neue Long-Positionen aufzubauen.
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9. Fazit
Wir stehen vor einem ausgesprochen wichtigen Handelstag.
Auf der einen Seite bleiben die Risk Assets klar stabil und der DAX befindet sich unmittelbar vor der 26.500. Nvidia hat mit seinen Earnings den Technologiesektor erneut deutlich nach oben getrieben, während auch S&P 500, Nasdaq und US30 weiterhin relativ konstruktiv aussehen.
Auf der anderen Seite nehmen die makroökonomischen Risiken wieder etwas zu.
Die Fed wird zunehmend mit einer möglichen weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr gehandelt, während die EZB aktuell sogar deutlich aggressiver eingepreist wird. Gleichzeitig bleiben Inflation, Energiepreise und die geopolitische Situation wichtige Unsicherheitsfaktoren.
Für mich ist deshalb heute insbesondere die Kombination aus Jackson Hole, Kevin Warsh, US-Konjunkturdaten, Inflationserwartungen, Ölpreis und den bevorstehenden Wochen- und Monatsschlüssen entscheidend.
Beim DAX bleibt die 26.500 die zentrale Marke. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte den Weg zu den Allzeithochs und anschließend in Richtung 26.600 öffnen. Eine erneute Rejection an diesem Bereich würde dagegen für mich das Risiko eines erneuten Retests erhöhen.
Beim Ölmarkt bleibt der Weekly Close unter 81,44 Dollar entscheidend. Sollte das passieren, würde sich das kurzfristige Bild deutlich zugunsten der Short-Seite verschieben.
Insgesamt bleibe ich für den DAX kurzfristig bullish, werde aber gerade aufgrund der aktuellen Ausgangslage nicht versuchen, jeden Punkt nach oben mitzunehmen. Entscheidend ist für mich, welche Reaktion wir an den relevanten Marken bekommen.
Keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markt- und Szenarioeinschätzung.
Ich wünsche allen einen erfolgreichen letzten Handelstag der Woche, ein schönes Wochenende und stabile Trades.
Die Goldpreise stiegen zunächst stark an und gaben dann nach, woDie Goldpreise stiegen zunächst stark an und gaben dann nach, wodurch eine Korrekturphase eintrat; die Marke von 4600 US-Dollar hat sich zu einer wichtigen kurzfristigen Unterstützungs-/Widerstandsmarke entwickelt.
Kürzlich stießen die Goldpreise nahe 4700 US-Dollar auf Widerstand und verzeichneten einen deutlichen Rückgang. Der rasche Rückgang vom Höchststand deutet auf eine Abschwächung der kurzfristigen Aufwärtsdynamik hin.
Insgesamt erscheint dieser Rückgang eher wie eine technische Anpassung nach dem jüngsten Anstieg als eine vollständige Trendumkehr.
Zuvor befanden sich die Goldpreise in einem starken Aufwärtstrend, beeinflusst durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen, Schwankungen der Renditen von US-Staatsanleihen und veränderte Markterwartungen hinsichtlich der Geldpolitik. Trotz des kurzfristigen Rückgangs bleibt der mittel- bis langfristige Aufwärtstrend solide, und die Marktnachfrage nach Gold hat sich nicht wesentlich abgeschwächt.
Aktuelle US-Wirtschaftsdaten haben den Markt veranlasst, den Zinspfad neu zu bewerten, was zu einer vorübergehenden Stärkung des US-Dollars und einem gewissen Abwärtsdruck auf die Goldpreise führte. Gleichzeitig stützen globale geopolitische Risiken und die Goldankaufprogramme der Zentralbanken weiterhin die Goldpreise. Die aktuelle Marktsituation ist daher kein einfacher Wechsel zwischen Aufwärts- und Abwärtstrend, sondern eine entscheidende Richtungswahl.
📌 Technische Analyse
Chartstrukturell betrachtet:
Der Goldpreis ist seit dem Erreichen des Widerstands nahe 4700 $ gefallen, und der kurzfristige Trend schwächt sich allmählich ab.
Aktuell:
🔹 Wichtiges Widerstandsniveau: 4630–4640 $
Dies ist ein wichtiges Widerstandsniveau für eine kurzfristige Erholung.
Sollte sich der Preis über 4635 $ stabilisieren, deutet dies darauf hin, dass die Käufer die Kontrolle über den Markt zurückgewonnen haben und die Chance besteht, den Bereich von 4650–4670 $ erneut zu testen.
🔹 Wichtiges Unterstützungsniveau: 4595–4600 $
Dieser Bereich stellt aktuell ein wichtiges Unterstützungsniveau und ein Schlachtfeld zwischen Käufern und Verkäufern dar.
Sollte die Marke von 4600 $ halten, ist eine Markterholung weiterhin möglich.
Sollte der Kurs unter 4600 $ fallen, ist folgender Bereich besonders zu beachten:
➡️ Bereich 4560–4565 $
Dies ist eine wichtige Unterstützung für die nächste Phase und ein Bereich, den Käufer verteidigen müssen.
📊 Umfassende Analyse
Gold befindet sich aktuell in:
einem allgemeinen Aufwärtstrend mit einer kurzfristigen Korrekturphase.
Unüberlegtes Shorten oder das Jagen von Höchstständen wird nicht empfohlen.
Eine rationalere Strategie:
✅ Achten Sie auf Kaufgelegenheiten, wenn die Kurse auf wichtige Unterstützungsniveaus zurückfallen;
✅ Erwägen Sie Short-Positionen nur, wenn die Kurse bei einer Erholung auf Widerstand stoßen;
✅ Beobachten Sie Ausbrüche an den wichtigen Kursmarken von 4600 $ und 4635 $ genau.
Der Markt bietet ständig Chancen; die wahre Herausforderung liegt in Geduld und der richtigen Umsetzung angesichts der Volatilität.
Viele Händler neigen dazu, bei schnellen Kursanstiegen oder -korrekturen Höchst- und Tiefstständen hinterherzujagen und verpassen dadurch letztendlich Chancen oder erleiden sogar Verluste. Meine Handelsphilosophie war schon immer:
Risikokontrolle steht an erster Stelle, erst dann Gewinnmaximierung.
Jeder Trade erfordert eine klare Positionsgröße, Richtung und einen soliden Plan – keine gefühlsbetonten Entscheidungen.
Falls Ihr Handelsrhythmus in letzter Zeit unruhig war oder Sie Verluste erlitten haben und Ihre Strategie überdenken möchten, kontaktieren Sie mich gerne für ein Gespräch.
Ich nutze Echtzeit-Marktdaten, um Sie bei der Trendanalyse zu unterstützen, wichtige Kursniveaus zu identifizieren, den optimalen Einstiegszeitpunkt zu finden und Ihren Handel wieder auf einen geplanten und logischen Ansatz zurückzuführen.
Angesichts der bevorstehenden Marktbewegungen: Bleiben wir ruhig und nutzen wir die Chancen, die uns zustehen.
DAX Tagesausblick 27.08.–NVDA Earnings / Nahost / Core PCE & FedGuten Morgen zusammen,
nachdem ich gestern aus persönlichen Gründen leider nicht dazu gekommen bin, einen Tagesausblick zu veröffentlichen, bin ich heute wieder am Start.
Und der heutige Handelstag bringt direkt mehrere sehr relevante Themen mit sich. Neben der weiterhin angespannten geopolitischen Lage rund um die Straße von Hormus standen gestern vor allem die US-Inflationsdaten, das BIP für das zweite Quartal und die daraus resultierenden Veränderungen bei den Zinserwartungen im Fokus. Dazu kommen heute das Jackson-Hole-Symposium und die US-Arbeitsmarktdaten.
Das absolute Highlight liegt allerdings bei den Earnings: Nvidia hat nachbörslich erneut extrem starke Zahlen und einen starken Ausblick geliefert. Die Reaktion der Märkte fällt entsprechend deutlich aus und dürfte heute auch den DAX maßgeblich beeinflussen.
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Agenda
1. Geopolitische Lage
2. Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
3. Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
4. Earnings im Überblick
5. Märkte & Korrelationen im Überblick
6. Risk Assets im Überblick
7. DAX Tagesausblick
8. Fazit
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1. Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt insbesondere mit Blick auf die Straße von Hormus ein entscheidender Faktor für die Märkte.
Zwischen Iran und Oman laufen weiterhin Gespräche über einen möglichen Rahmen, um den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder zu normalisieren. Dabei wurden laut den vorliegenden Meldungen bereits Vereinbarungen über die Aufteilung von Einnahmen aus der Straße diskutiert. Gleichzeitig wurde aber ausdrücklich klargestellt, dass noch keine endgültige Vereinbarung erzielt wurde.
Iran macht weiterhin deutlich, dass eine Öffnung beziehungsweise eine vollständige Normalisierung des Verkehrs an Bedingungen geknüpft ist. Die USA wiederum sehen ihre Blockadepolitik als wirksam an. Trump erklärte, dass die Straße von Hormus funktioniere und dass weiterhin erhebliche Mengen Öl durch die Meerenge fließen würden.
Genau hier liegt aktuell der entscheidende Punkt für den Ölmarkt: Die Aussicht auf eine zumindest teilweise Normalisierung des Schiffsverkehrs nimmt einen Teil der geopolitischen Risikoprämie aus dem Ölpreis. Brent hat entsprechend deutlich nachgegeben und liegt auf Wochenbasis mittlerweile rund 9 % im Minus. Gleichzeitig bleiben die tatsächlichen Risiken bestehen, da einzelne Tanker weiterhin Probleme beim Transit haben.
Für die Märkte bedeutet das: Solange sich die Situation weiter entspannt, bleibt das grundsätzlich positiv für Inflationserwartungen und Anleihen und reduziert den kurzfristigen Druck auf die Risk Assets. Eine erneute Eskalation oder eine tatsächliche Blockade des Schiffsverkehrs könnte diese Entwicklung allerdings sehr schnell umkehren.
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2. Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute richtet sich der Blick insbesondere auf drei Themen.
EZB – Account of the Monetary Policy Meeting
Die Veröffentlichung des Accounts der letzten EZB-Sitzung liefert weitere Hinweise darauf, wie die EZB die Entwicklung von Inflation, Wachstum und Geldpolitik bewertet.
Für den DAX ist das grundsätzlich relevant, allerdings dürfte die Aufmerksamkeit heute klar stärker auf den US-Daten und Jackson Hole liegen.
Jackson Hole Symposium
Das Jackson-Hole-Symposium ist heute eines der wichtigsten makroökonomischen Events.
Besonders relevant wird sein, welche Signale vonseiten der US-Notenbank hinsichtlich der weiteren Zinspolitik kommen. Nach den gestrigen Inflations- und Wachstumsdaten ist der Markt deutlich sensibler für eine mögliche restriktivere Fed.
Sollten die Aussagen hawkisher ausfallen als erwartet, könnte das insbesondere die Anleiherenditen und den Dollar weiter stützen und gleichzeitig Druck auf die Aktienmärkte ausüben.
Sollte hingegen ein gemäßigter Ton angeschlagen werden, könnte das die aktuelle Risk-on-Bewegung nach den Nvidia-Zahlen zusätzlich unterstützen.
Initial Jobless Claims
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind ebenfalls relevant.
Nach den gestrigen starken Konsum- und Konjunkturdaten liefern die Jobless Claims zusätzliche Informationen darüber, wie robust der US-Arbeitsmarkt aktuell noch ist.
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3. Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Der gestrige Tag hatte es makroökonomisch ordentlich in sich.
US Core PCE – Inflation bleibt erhöht
Der wichtigste Datenpunkt war zweifellos der Core PCE Price Index.
Der Core PCE lag im Jahresvergleich bei:
Actual: 3,3 %
Forecast: 3,3 %
Previous: 3,3 %
Damit kam es zu keiner weiteren Abkühlung der Kerninflation.
Noch wichtiger ist der Monatswert:
Core PCE MoM: 0,2 %
Forecast: 0,2 %
Previous: 0,1 %
Damit hat sich die monatliche Dynamik gegenüber dem Vormonat wieder beschleunigt.
Auch der allgemeine PCE-Preisindex lag mit 3,7 % YoY über der erwarteten Rate von 3,6 %. Auf Monatsbasis kamen ebenfalls 0,2 % heraus.
Das ist für die Fed ein durchaus unangenehmes Bild: Die Inflation fällt nicht weiter in Richtung 2 %, während gleichzeitig die Wirtschaft weiterhin relativ robust bleibt.
Damit entsteht genau das Szenario, das der Markt eigentlich nicht möchte: weniger Spielraum für eine schnelle Lockerung der Geldpolitik bei gleichzeitig weiterhin solidem Wachstum.
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US GDP Q2 2026
Das US-BIP für das zweite Quartal lag bei:
Actual: 1,5 %
Forecast: 1,5 %
Previous: 2,1 %
Damit hat sich das Wirtschaftswachstum gegenüber dem ersten Quartal deutlich abgeschwächt.
Die Entwicklung ist allerdings differenzierter zu betrachten. Die zweite Schätzung bestätigte zwar die 1,5 %, gleichzeitig wurden die zugrunde liegenden Komponenten teilweise angepasst.
Insbesondere die Konsumausgaben wurden nach oben revidiert. Die realen finalen Verkäufe an private inländische Käufer stiegen im zweiten Quartal um 4,2 %.
Damit zeigt sich: Die Gesamtwirtschaft wächst langsamer, aber die private Nachfrage ist weiterhin relativ robust.
Für die Fed entsteht somit ein schwieriges Bild:
Wachstum schwächt sich ab + Inflation bleibt hoch = stagflationärer Druck.
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Durable Goods Orders
Bei den langlebigen Wirtschaftsgütern gab es dagegen eine positive Überraschung:
Actual: +1,1 %
Forecast: +0,4 %
Previous: +0,3 %
Die Auftragseingänge lagen damit deutlich über den Erwartungen.
Das spricht zunächst für eine weiterhin robuste Investitions- und Unternehmensaktivität in den USA und wirkt damit eher hawkish für die Fed.
Zusammen mit dem weiterhin starken Konsum ergibt sich somit ein Bild einer US-Wirtschaft, die trotz der Wachstumsabkühlung noch nicht wirklich schwach ist.
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US Crude Oil Inventories
Bei den Rohöllagerbeständen gab es ebenfalls eine deutliche Überraschung.
Actual: +0,095 Mio. Barrel
Forecast: +1,58 Mio. Barrel
Previous: +4,405 Mio. Barrel
Statt eines deutlichen Lageraufbaus stiegen die Bestände praktisch kaum.
Noch stärker fielen die Benzinbestände:
Gasoline Inventories: -2,536 Mio. Barrel
Forecast: -1,1 Mio.
Previous: +0,688 Mio.
Auch die Destillatbestände gingen mit -2,228 Mio. Barrel stärker zurück als erwartet.
Fundamental ist das eigentlich ein eher bullisches Signal für Öl. Der Markt wird momentan allerdings stärker von der geopolitischen Entwicklung rund um die Straße von Hormus und der Aussicht auf eine Normalisierung der Ölströme dominiert.
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Fed Watch – Zinserwartungen
Besonders interessant ist die erneute Verschiebung der Zinserwartungen.
Für das September-Meeting liegt die Wahrscheinlichkeit aktuell bei:
* 63,9 % – keine Veränderung
* 36,1 % – +25 Basispunkte
Damit ist eine Zinserhöhung im September weiterhin nicht das Basisszenario.
Interessanter wird es bei den darauffolgenden Meetings.
Für Oktober liegt die Wahrscheinlichkeit laut deinem aktuellen FedWatch-Stand bei:
* 48,3 % – keine Veränderung
* 42,9 % – +25 Basispunkte
* 8,8 % – +50 Basispunkte
Damit liegt die Wahrscheinlichkeit für irgendeine Zinserhöhung bis Oktober bereits bei 51,7 %.
Noch deutlicher wird das Bild für Dezember. Hier geht der Markt aktuell nur noch von rund 27,8 % für einen unveränderten Zinssatz aus, während rund 72,2 % bereits eine oder mehrere Zinserhöhungen einpreisen.
Das ist ein wichtiger Punkt für die Märkte:
Der Markt preist aktuell nicht einfach eine schnelle Rückkehr zu niedrigeren Zinsen ein. Stattdessen wird zunehmend das Risiko einer restriktiveren Fed eingepreist.
Die Kombination aus hartnäckiger Kerninflation und weiterhin robusten Konjunkturdaten liefert dafür die fundamentale Grundlage.
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4. Earnings im Überblick
Nvidia – der absolute Fokus
Der mit Abstand wichtigste Earnings-Report kam von Nvidia.
Und die Zahlen waren erneut extrem stark.
Q2:
Adjusted EPS: 2,22 USD
Revenue: 46,2 Mrd. USD
Erwartung: 45,6 Mrd. USD
Besonders stark war erneut das Data-Center-Geschäft:
Data Center Revenue: 39,0 Mrd. USD
Auch die Bruttomarge lag mit rund 75 % sehr hoch.
Noch wichtiger als die bereits gelieferten Zahlen ist allerdings die Guidance.
Q3 Guidance
Nvidia erwartet für das dritte Quartal einen Umsatz von:
105,84–110,16 Mrd. USD
Der Mittelpunkt liegt damit bei rund:
108 Mrd. USD
Das liegt erneut über den bisherigen Erwartungen.
Auch die erwartete Adjusted Gross Margin liegt bei ungefähr:
73,5–74,5 %
Damit bleibt Nvidia trotz der enormen Größenordnung des Geschäfts weiterhin extrem profitabel.
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Blackwell und Rubin
Besonders wichtig für die langfristige Story ist die Aussage, dass Nvidia künftig sowohl Blackwell als auch Rubin ausliefern wird.
Nvidia befindet sich laut den Angaben bereits in der Vollproduktion von Rubin und arbeitet gleichzeitig mit seinen Lieferanten daran, kritische Komponenten langfristig abzusichern.
Die Lieferantenverpflichtungen wurden dabei deutlich erhöht:
279 Mrd. USD gegenüber 119 Mrd. USD im Vorquartal.
Das zeigt, wie massiv Nvidia die zukünftige Nachfrage erwartet.
Gleichzeitig gibt es weiterhin Supply Constraints.
Nvidia musste außerdem aufgrund überschüssiger H200-Bestände eine Belastung von rund 400 Mio. USD verbuchen.
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AI Infrastructure
Besonders interessant ist die Aussage von Jensen Huang:
„Now, compute is revenue.“
Die Botschaft dahinter ist klar: KI-Rechenleistung entwickelt sich zunehmend von einer reinen Investitionsphase zu einem tatsächlichen Umsatztreiber innerhalb der gesamten Tech-Industrie.
Auch die Aussagen rund um die geplanten Rechenzentren und die enormen GPU-Kapazitäten unterstreichen diese Entwicklung.
Allein die Infrastruktur am Standort Ports-Pike könnte laut den Angaben zwischen 150 und 200 Mrd. USD Umsatz repräsentieren und etwa 1,5 Millionen GPUs umfassen.
Damit bleibt die AI-Capex-Story weiterhin der zentrale Treiber für Nvidia und einen großen Teil des US-Tech-Sektors.
Die Marktreaktion ist entsprechend deutlich:
Nvidia notiert vorbörslich rund 6 % höher und wieder im Bereich von 222 USD.
Für mich sind jetzt insbesondere 228 USD, danach 232 USD bzw. neue Allzeithochs, relevant.
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Weitere Earnings
Neben Nvidia standen unter anderem noch Salesforce, CrowdStrike und HP im Fokus.
Bei Salesforce waren die Zahlen ebenfalls stark:
Adjusted EPS: 5,90 USD
Revenue: 11,35 Mrd. USD
Adjusted Operating Margin: 34,1 %
Besonders interessant ist die neue Kooperation mit Anthropic rund um ClaudeForce.
Bei Nvidia bleibt die Bedeutung für den Gesamtmarkt allerdings deutlich größer.
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5. Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil bleibt einer der wichtigsten Märkte für die geopolitische Situation.
Auf Wochenbasis liegen wir mittlerweile rund 6,5 % im Minus.
Gestern gab es am Wochentief der KW 34 zunächst eine bullische Reaktion.
Ich hatte bereits gesagt: Sollte dieses Niveau nachhaltig gebrochen werden, wäre perspektivisch die 79-Dollar-Marke interessant.
Aktuell haben wir uns allerdings wieder oberhalb dieses Bereichs stabilisiert.
Daher für mich zunächst:
Füße stillhalten.
Sollten wir unter das gestrige Daily Low brechen, wären zunächst 86,30 USD und anschließend 87,75 USD interessant.
Sollten wir dagegen heute unter dem Wochentief der KW 34 bei 81,47 USD schließen, wären perspektivisch wieder 79 USD und anschließend 77 USD relevant.
Hier bleibt allerdings die geopolitische Entwicklung der entscheidende Faktor.
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US Bonds / Staatsanleihen
Bei den US-Staatsanleihen sehen wir trotz der hohen Inflationsdaten ebenfalls eine schwache Woche.
Auf Wochenbasis:
* 3Y: -1,11 %
* 5Y: -1,35 %
* 10Y: -1,92 %
* 30Y: -2,17 %
Der entscheidende Punkt: Fallende Anleihekurse bedeuten steigende Renditen.
Die hohe Kerninflation, die robusten Konsumausgaben, die starken Durable Goods Orders und die Verschiebung der Fed-Erwartungen sorgen dafür, dass der Markt weniger stark auf eine schnelle Lockerung der Geldpolitik setzt.
Das belastet insbesondere die kürzeren Laufzeiten, während gleichzeitig die hohen langfristigen Fiskal- und Inflationsrisiken die langen Laufzeiten belasten.
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DXY
Der Dollar konnte sich auf Wochenbasis weiter stabilisieren.
Besonders wichtig: Der DXY hat sich erneut oberhalb von 99 stabilisiert.
Die Kombination aus höheren Zinserwartungen, der robusten US-Konjunktur und der aktuellen Unsicherheit an den internationalen Märkten unterstützt den Dollar.
Für mich ist daher zunächst 99 die entscheidende Unterstützung.
Sollten wir das gestrige Daily Low brechen, wäre 99,50 das nächste interessante Ziel.
Solange wir über 99 bleiben, bleibt dieses Szenario für mich aktiv.
Sollte 99 dagegen wieder verloren gehen, wäre perspektivisch erneut 98,50 interessant.
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VIX
Der VIX notiert weiterhin lediglich bei rund:
14,91
Damit befindet sich die implizierte Volatilität weiterhin auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau.
Das ist bemerkenswert, wenn man gleichzeitig die geopolitischen Risiken, die Fed-Unsicherheit und die extrem hohe Bewertung beziehungsweise Marktkapitalisierung der großen Tech-Werte betrachtet.
Aktuell signalisiert der VIX jedoch weiterhin:
Der Markt erwartet kurzfristig keinen größeren Stress.
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6. Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia war bis zu den Earnings diese Woche ausgesprochen schwach.
Die Zahlen haben dieses Bild allerdings komplett verändert.
Nachbörslich beziehungsweise vorbörslich sehen wir aktuell rund +6 %.
Damit steht die Aktie wieder im Bereich von 222 USD.
Für mich sind jetzt folgende Marken entscheidend:
228 USD → aktuelles Hoch
232 USD → nächster Widerstand / neue ATH-Zone
Auf der Unterseite sollten insbesondere 217 USD und 212–213 USD gehalten werden.
Bleibt Nvidia darüber, bleibt die aktuelle bullische Dynamik intakt.
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Bitcoin
Bitcoin befindet sich nach dem starken Push der vergangenen Woche mittlerweile eher in einer Range.
Das Momentum hat sich damit etwas beruhigt.
Ich bleibe hier weiterhin an der Seitenlinie und beobachte insbesondere das Hoch bei 82.400 USD.
Sollte Bitcoin dieses Hoch herausnehmen und sich darüber stabilisieren, wäre für mich interessant, einen möglichen Rücksetzer beziehungsweise ein Retracement innerhalb der übergeordneten Long-Bewegung zu handeln.
Aktuell wäre ich allerdings weiterhin sehr vorsichtig mit neuen Positionen.
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S&P 500
Auch der S&P 500 profitiert heute deutlich von den Nvidia-Zahlen.
Aktuell sehen wir ein Gap von rund 0,4 % nach oben und notieren im Bereich von 7.719 Punkten.
Für mich bleibt der übergeordnete Bias bullish.
Solange wir nicht erneut unter 7.654 fallen, bleibe ich auf der Long-Seite.
Die nächsten Ziele liegen bei:
7.766 → 7.800
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Nasdaq 100
Auch im Nasdaq sehen wir aktuell ein positives Bild.
Besonders wichtig war gestern der Close oberhalb von 29.500.
Nach dem starken Push von rund 29.000 aus bleibt nun entscheidend, dass die 29.500 nachhaltig verteidigt werden.
Oberhalb von 29.676 wäre für mich anschließend die 30.000er-Marke das große Ziel.
Auf der Unterseite wäre ein Retest von 29.200 absolut denkbar.
Sollte auch dieser Bereich nicht halten, wäre erneut 29.000 relevant.
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US 30
Auch der Dow Jones präsentiert sich auf Wochenbasis relativ freundlich.
Gestern wurde sogar das Vorwochenhoch erneut angelaufen.
Für mich bleibt entscheidend, dass wir oberhalb von 53.500 bleiben.
Darüber wären zunächst 53.740 und anschließend 54.000 interessant.
Sollten wir dagegen unter 53.500 fallen, wäre zunächst 53.350 relevant.
Unterhalb davon könnte wieder die 53.000er-Marke in den Fokus rücken.
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7. DAX Tagesausblick
Kommen wir zum wichtigsten Punkt:
DAX
Der DAX hat gestern erneut versucht, die 26.000er-Marke zu erreichen.
Der Break blieb allerdings aus und wir haben dort eine deutliche Rejection gesehen.
Damit ergeben sich für mich heute zwei klare Szenarien.
Bullishes Szenario
Sollten wir das Hoch der aktuellen H4-Kerze überwinden, wäre für mich ein erneuter Long-Versuch interessant.
Das erste Ziel liegt dann wieder bei:
26.000 Punkten
Darüber wird es technisch zunehmend interessant.
Für einen möglichen Retest auf der Unterseite beobachte ich anschließend insbesondere:
26.241 – Wochentief KW 33
26.195 – gestriges Tagestief
Diese Bereiche sind für mich wichtig, um zu beurteilen, ob ein Ausbruch nachhaltig ist oder lediglich ein kurzfristiger Fakeout.
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Bearishes Szenario
Sollten wir dagegen unter das relevante H4-Level brechen und darunter schließen, würde sich das kurzfristige Bild wieder eintrüben.
Dann sehe ich zunächst die:
26.000 Punkte
als entscheidenden Supportbereich.
Sollte auch diese Zone nachhaltig verloren gehen, würde sich das technische Bild deutlich verschlechtern.
Gerade heute muss allerdings berücksichtigt werden, dass mit Jackson Hole und den US-Arbeitsmarktdaten noch potenzielle Volatilitätstreiber anstehen.
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8. Fazit
Der heutige Handelstag könnte für den DAX ausgesprochen interessant werden.
Auf der einen Seite haben wir weiterhin eine hartnäckige US-Inflation, eine sich abschwächende, aber noch robuste US-Wirtschaft und eine zunehmend restriktivere Einpreisung der Fed. Das spricht grundsätzlich nicht für eine völlig entspannte Zinssituation.
Auf der anderen Seite liefert Nvidia erneut eine extrem starke Guidance, was den gesamten AI- und Tech-Sektor stützt und bereits vorbörslich für einen deutlichen Risk-on-Impuls sorgt.
Gleichzeitig nimmt die Entspannung rund um die Straße von Hormus etwas geopolitische Risikoprämie aus dem Ölmarkt. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, wäre das wiederum positiv für die Inflationserwartungen.
Für den DAX bedeutet das heute:
Oberhalb des aktuellen H4-Hochs → Long Richtung 26.000.
Über 26.000 → Fokus auf die darüberliegenden Widerstandsbereiche.
Unter dem relevanten H4-Level → Vorsicht, 26.000 als nächste wichtige Supportzone.
Fundamental bleibt für mich heute vor allem die Kombination aus Nvidia + Jackson Hole + US-Arbeitsmarkt + geopolitischer Entwicklung rund um Hormus entscheidend.
Nach den gestrigen PCE-Daten ist insbesondere die Fed-Seite interessant: Der Markt preist mittlerweile für den weiteren Jahresverlauf eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen ein. Sollte Jackson Hole diese Erwartung weiter verstärken, könnte das trotz der starken Nvidia-Zahlen wieder Druck auf die Indizes bringen.
Mein Bias bleibt kurzfristig bullish, solange die genannten Supports halten. Gleichzeitig würde ich heute aufgrund der anstehenden Makro-Events nicht blind in Stärke hinein kaufen, sondern auf bestätigte Breakouts und Retests warten.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Wünsche euch stabile Trades wie immer!
Die Goldpreise konsolidieren sich auf hohem Niveau, wobei die MaDie Goldpreise konsolidieren sich auf hohem Niveau, wobei die Marke von 4.700 US-Dollar eine wichtige Wendemarke darstellt und eine Richtungsentscheidung in Kürze erwartet wird.
Gold hat seinen starken Aufwärtstrend zuletzt fortgesetzt, sich von Tiefstständen erholt und kontinuierlich neue Höchststände erreicht. Aktuell notiert der Goldpreis nahe der Widerstandszone von 4.700 US-Dollar, und es zeichnet sich eine deutliche Divergenz der Kräfte zwischen Käufern und Verkäufern ab.
Aus technischer Sicht konnte der Goldpreis diesen Widerstand trotz des anhaltenden Anstiegs nicht schnell durchbrechen, sondern hat stattdessen eine Konsolidierungsphase auf hohem Niveau eingeleitet. Dies deutet darauf hin, dass der Markt die vorherige Aufwärtsdynamik verarbeitet. Diese kurzfristige Korrektur ist keine Trendwende, sondern eine normale technische Anpassung innerhalb eines Aufwärtstrends.
Im Hinblick auf die Nachrichtenlage konzentriert sich der Markt derzeit auf die Erwartungen an die Geldpolitik der US-Notenbank, die Entwicklung des US-Dollars, Veränderungen der Renditen von US-Staatsanleihen und die globale Risikoaversion. Fonds konzentrieren sich weiterhin stark auf Gold.
Es ist jedoch anzumerken, dass nach dem anhaltenden Anstieg kurzfristige Indikatoren erste Schwächezeichen zeigen, was das Risiko erhöht, der Rallye hinterherzujagen. Die nächste Marktbewegung wird die wichtigen Kursniveaus stärker auf die Probe stellen.
📌 Technische Analyse:
Derzeit bleibt der Gesamttrend für Gold positiv, die Kurse notieren konstant über den wichtigsten gleitenden Durchschnitten. Der mittel- bis langfristige Aufwärtstrend ist weiterhin intakt. Kurzfristige Analyse:
🔹 Wichtige Widerstandsniveaus: 4680–4700
Sollte der Kurs die Marke von 4700 durchbrechen und sich darüber halten, könnte er weiter steigen und den Bereich von 4730–4770 testen.
🔹 Wichtige Unterstützungsniveaus: 4620–4630
Dieser Bereich stellt die jüngste Konsolidierungsphase dar und dient gleichzeitig als Verteidigungszone für die Käufer.
Sollte der Kurs in diesen Bereich zurückfallen und sich stabilisieren, deutet dies darauf hin, dass die Unterstützung für die Käufer weiterhin besteht und eine zweite Aufwärtsbewegung möglich ist.
Sollte der Kurs jedoch unter die wichtige Unterstützungsmarke von 4600 fallen, ist mit einer größeren kurzfristigen Korrektur zu rechnen, wobei die Zone zwischen 4560 und 4540 weitere Unterstützung bietet.
Zusammenfassend:
Gold befindet sich aktuell in einer Konsolidierungsphase innerhalb eines Aufwärtstrends. Vermeiden Sie es, blindlings dem Kurs hinterherzujagen, und schließen Sie nicht aus einer einzelnen Korrektur auf eine Trendumkehr.
Beim Trading sollte man abwarten, bis der Markt eine klare Richtung vorgibt:
✔ Halten die Unterstützungsmarken, suchen Sie nach Long-Positionen;
✔ Halten die Widerstandsmarken, achten Sie auf mögliche Korrekturen.
Marktbewegungen folgen nicht immer einer einzigen Erwartung; entscheidend ist ein effektives Risikomanagement und das Ergreifen wichtiger Chancen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass der Schlüssel zum Trading nicht darin liegt, die Marktdynamik am schnellsten zu erkennen, sondern darin, in komplexen Marktumgebungen Geduld und Disziplin zu bewahren.
Wenn Sie kürzlich Verluste erlitten haben oder sich in volatilen Märkten verloren fühlen, kontaktieren Sie mich gerne. Ich nutze Echtzeit-Marktdaten, um Sie bei der Überprüfung Ihrer Handelsstrategie, Einstiegspunkte, Stop-Loss-Orders und Ihres Handelsrhythmus zu unterstützen und sicherzustellen, dass jeder Trade auf Logik und Planung basiert.
Chancen gehören immer denen, die vorbereitet sind. Lassen Sie uns im kommenden Marktumfeld ein stetiges Tempo beibehalten und die uns zustehenden Chancen nutzen. 📈
Goldmarkt heuteGold konsolidiert sich heute auf hohem Niveau. Nach einer vorherigen Rally stieß der Kurs bei rund 4697 auf Widerstand und gab nach. Nach einem Hoch im asiatischen Handel bei 4673 ist der Kurs rückläufig. Der mittelfristige Haupttreiber hat sich von reinen Zinssenkungserwartungen hin zu Sorgen um die US-Staatsverschuldung und die Kreditwürdigkeit des US-Dollars verschoben. Die übergeordnete bullische Struktur ist weiterhin intakt, allerdings besteht ein starker kurzfristiger Widerstand nach oben. Da der Markt auf die PCE-Inflationsdaten und Signale vom Jackson-Hole-Symposium wartet, sind für den Tag unruhige Handelsverläufe und erhöhte Volatilität zu erwarten. Ein direktes Eingehen von Long- oder Short-Positionen ist nicht empfehlenswert.
Wichtige Kursniveaus
Widerstand: 4660–4670, Hauptwiderstand: 4690–4700
Unterstützung: 4610–4625, Hauptunterstützung: 4575–4580
Handelsstrategie:
Kauf 4610 – 4625
TP 4660 – 4680 – 4700
Verkauf 4680‑4690
TP 4650‑4625‑4615
Heutige Kernargumente für den GoldpreisanstiegHeutige Kernargumente für den Goldpreisanstieg
1. Sinkende Realzinsen und Dollar-Kreditrisiken stützen den Goldpreis mittel- bis langfristig
Die verstärkten Rückkäufe langfristiger US-Staatsanleihen durch das US-Finanzministerium haben die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen gedrückt und den Dollar-Index geschwächt. Da Gold keine Zinsen abwirft, sind die Opportunitätskosten für das Halten von Gold gesunken. Gleichzeitig hat die anhaltende Ausweitung der US-Staatsverschuldung Institutionen dazu veranlasst, Gold kontinuierlich zur Absicherung gegen das Dollar-Staatskreditrisiko zu allokieren. Dies ist die Kernargumentation für den jüngsten Anstieg der Goldpreise. Solange die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen keine nachhaltige und deutliche Erholung erfahren, wird sich das mittelfristige Aufwärtsumfeld nicht unmittelbar umkehren.
2. Fortgesetzte Goldkäufe globaler Zentralbanken begrenzen eine tiefe Korrektur
Zentralbanken weltweit bauen ihre Goldreserven weiter aus, um die Risiken von Dollar-Anlagen zu diversifizieren. Im ersten Halbjahr lagen die Netto-Goldkäufe globaler Zentralbanken über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Diese langfristigen Käufe werden die Goldpreise nachhaltig stützen. Selbst bei einem kurzfristigen, raschen Rückgang werden physische Goldkäufe die Verluste auffangen, wodurch ein plötzlicher und unvermeidlicher Einbruch unwahrscheinlich wird und sich ein mittel- bis langfristiger Boden für den Goldpreis etabliert.
3. Wichtige technische Strukturen und Kapitalflüsse bleiben bullisch.
Im Wochenchart haben sich die Goldpreise über allen mittel- und langfristigen gleitenden Durchschnitten stabilisiert, mit stetig steigenden Tiefs, was auf einen vollständigen Aufwärtstrend hindeutet. Gold-ETFs verzeichnen weiterhin Nettozuflüsse, und spekulative Long-Positionen bleiben hoch. Solange die PCE-Daten kein eindeutiges bärisches Signal liefern, bleiben die Markterwartungen auf weitere Zinssenkungen und eine Lockerung der Geldpolitik bestehen. Nach Kursrückgängen werden Schnäppchenjäger voraussichtlich in den Markt einsteigen, um weitere positive Daten zu erwarten.
Die Goldpreise konsolidieren sich auf hohem Niveau, der AufwärtsDie Goldpreise konsolidieren sich auf hohem Niveau, der Aufwärtstrend bleibt jedoch stabil und ein entscheidender Ausbruch steht bevor.
In letzter Zeit haben die Goldpreise weiter an Stärke gewonnen und wiederholt neue Höchststände erreicht. Die Aufwärtsstruktur ist weiterhin intakt. Aus technischer Sicht steigen die Tiefststände kontinuierlich an, und die Trendlinie bietet eine effektive Unterstützung. Dies deutet darauf hin, dass der Kaufdruck den Markt weiterhin dominiert.
Nach dem anhaltenden Anstieg hat der kurzfristige Preis jedoch ein hohes Niveau erreicht, und die Divergenz zwischen Käufern und Verkäufern hat sich verstärkt. Derzeit wartet der Markt auf wichtige Nachrichten, und die Anlegerstimmung wird vorsichtiger. Daher dürfte sich die Konsolidierung auf hohem Niveau fortsetzen.
📌 Technische Analyse:
Gold notiert aktuell innerhalb eines Aufwärtskanals. Der kurzfristige Aufwärtstrend bleibt unverändert, die Aufwärtsdynamik hat sich jedoch nach mehreren Versuchen, die Höchststände zu durchbrechen, verlangsamt.
Wichtige Widerstandsniveaus:
🔸 Widerstand um 4700
Sollte der Kurs die Marke von 4700 durchbrechen und sich darüber halten, könnte er den Bereich um 4730–4770 weiter testen.
Wenn mehrere Ausbruchsversuche scheitern, ist mit kurzfristigen Gewinnmitnahmen zu rechnen.
Wichtige Kursniveaus:
🔹 Unterstützungszone 4630–4600
Dies ist ein wichtiges Unterstützungsniveau für die Bullen. Solange der Kurs dieses Niveau hält, bleibt der Aufwärtstrend bestehen.
Sollte er unter 4600 fallen, ist eine kurzfristige Korrektur möglich. Der Bereich um 4560–4540 dürfte dabei weitere Unterstützung bieten.
📊 Aktuelle Handelsstrategie:
Der aktuelle Markt eignet sich nicht für blindes Hinterherjagen von Kursanstiegen. Konzentrieren Sie sich auf Handelsmöglichkeiten nach Kursrückgängen.
✅ Sollte der Kurs in den Bereich von 4630–4600 zurückfallen und sich dort stabilisieren, erwägen Sie den Aufbau von Long-Positionen zu niedrigeren Kursen.
✅ Trifft der Kurs nahe 4700 auf Widerstand, sollten Sie kurzfristige Rücksetzer in Betracht ziehen.
✅ Fällt der Kurs unter 4600, reduzieren Sie vorübergehend Ihre Aufwärtserwartungen und warten Sie auf die Bestätigung eines neuen Unterstützungsniveaus.
Marktbewegungen verlaufen nicht in eine Richtung. Erfolgreiches Trading bedeutet nicht, jeden Anstieg und Fall vorherzusagen, sondern auf geeignete Einstiegschancen an wichtigen Kursniveaus zu warten.
Wenn Sie Ihre Trading-Strategie überdenken möchten, unterstütze ich Sie gerne bei der Planung von Einstiegspunkten, Risikomanagement und wichtigen Handelspunkten basierend auf den aktuellen Marktbedingungen. So stelle ich sicher, dass jede Operation auf Fakten beruht und nicht blind Trends folgt. Wenn Sie Ihr Trading schrittweise stabilisieren und Ihren Rhythmus wiederfinden möchten, können wir uns austauschen und Ideen entwickeln. Lassen Sie uns in den kommenden Marktphasen geduldig auf Chancen warten und umsichtig handeln.
BTC konsolidiert bullish – kommt jetzt der Move auf 87k?Ich gehe aktuell davon aus, dass Bitcoin noch bis Mitte/Ende der Woche etwas seitwärts laufen könnte.
Nach dem starken Anstieg fände ich das ehrlich gesagt auch vollkommen gesund. Der Markt könnte dadurch etwas zur Ruhe kommen, der RSI weiter abkühlen und die EMAs hätten Zeit nachzuziehen.
Kurzfristig schaue ich vor allem auf den 20er EMA im Bereich um 78k. Solange Bitcoin diesen Bereich halten kann, bleibt die kurzfristige Struktur für mich weiterhin bullish. Wenn wir dort Unterstützung bekommen und anschließend die Zone um 81–82k sauber brechen, sehe ich gute Chancen für den nächsten Anstieg Richtung 85–87k.
Gerade die 87k finde ich aktuell besonders interessant, weil dort ungefähr die Oberkante der Low-Volume-Zone im Volumenprofil liegt. Sollten wir über 82k ausbrechen und uns dort auch halten können, könnte Bitcoin meiner Meinung nach relativ schnell durch diesen volumenarmen Bereich laufen.
Falls der 20er EMA allerdings nicht hält, wäre für mich erstmal ein Rücksetzer Richtung 50er EMA bei ungefähr 74k realistisch. Das wäre für mich noch kein wirklich bearishes Signal, sondern nach dem starken Anstieg eher eine normale und wahrscheinlich sogar gesunde Korrektur.
Interessanter wird es für mich erst, wenn auch der 50er EMA klar verloren geht. Dann könnte ich mir durchaus eine stärkere Korrektur Richtung 70–71k vorstellen. Dort liegt aktuell auch der 100er EMA, weshalb dieser Bereich für mich eine wichtige nächste Unterstützung wäre.
Ich persönlich bin momentan trotzdem eher bullish. Gerade bei Bitcoin habe ich schon oft beobachtet, dass der RSI in starken bullishen Phasen deutlich länger heiß bleiben kann, als man eigentlich erwarten würde. Nur weil der RSI zwischenzeitlich überkauft ist, heißt das für mich deshalb noch lange nicht, dass direkt eine größere Gegenbewegung kommen muss.
Aktuell ist der RSI im 4H sowieso schon wieder deutlich abgekühlt und liegt nur noch im Bereich um 60–65. Gleichzeitig hält sich der Kurs weiterhin über den wichtigen EMAs. Für mich ist das momentan eher ein Zeichen von Stärke als von Schwäche.
Mein aktuelles Szenario sieht deshalb ungefähr so aus:
Bitcoin konsolidiert noch etwas im Bereich zwischen 77–82k, der RSI kühlt weiter ab und die EMAs ziehen langsam nach. Wenn anschließend die 82k sauber gebrochen werden, halte ich einen weiteren Move Richtung 85–87k für gut möglich.
Sollten wir dagegen die 77–78k verlieren, wäre mein nächster Blick auf den 50er EMA im Bereich um 74k gerichtet. Erst wenn auch dieser Bereich deutlich verloren geht, würde ich eine größere Korrektur Richtung 70k wesentlich wahrscheinlicher sehen.
Unterm Strich bleibe ich deshalb aktuell weiterhin eher bullish, solange die Marktstruktur intakt bleibt. Eine Seitwärtsphase oder auch ein kleiner Rücksetzer würde an meinem grundsätzlichen Bias erstmal nichts ändern.
Hierbei handelt es sich nur um meine persönliche Meinung. Keine Anlageberatung!
Gold: Vorrangig bei Rücksetzern kaufenGold notiert derzeit auf hohem Niveau. Letzte Woche verzeichnete Gold eine sehr starke Rally und erreichte einen Dreimonatshoch. Aufgrund des übermäßig schnellen und starken kurzfristigen Anstiegs befindet sich der Preis nun in einer Phase des Kampfes zwischen Bullen und Bären. Obwohl der langfristige Trend bullisch ist, rate ich ausdrücklich davon ab, jetzt auf dem Hoch einzusteigen. Der starke Anstieg der vergangenen Woche hat zu einer weitverbreiteten Markt‑Optimismus geführt. Eine solche einhellig bullische Stimmung birgt das Risiko einer „Gewinnmitnahme nach eingepreisten guten Nachrichten“ sowie schneller Korrekturen. Gold ist kurzfristig überkauft, es haben sich zahlreiche Gewinnpositionen aufgebaut – eine technische Rückkorrektur kann jederzeit eintreten.
Der stärkste kurzfristige Widerstand liegt bei 4700, dem jüngsten Hoch; an dieser Marke ist mit Rücksetzern und Seitwärtsbewegungen zu rechnen. Ein nachhaltiger Ausbruch über 4730‑4740 würde den Weg für das mittelfristige Ziel von 4800 ebnen.
Der unmittelbare Unterstützungsbereich liegt bei 4640‑4660, er stellt die kurzfristige Lebenslinie der Bullen dar. Solange dieser Bereich hält, bewegt sich der Kurs in einer hohen Seitwärtsbewegung mit bullischer Tendenz. Bei Stabilisierung in dieser Zone können Long‑Positionen aufgebaut werden. Bei einem deutlichen Bruch dieses Niveaus rückt die zentrale starke Unterstützung bei 4600‑4620 in den Fokus – dies ist die entscheidende Unterstützung für die aktuelle Aufwärtsbewegung. Solange dieser Bereich nicht durchbrochen wird, bleibt der mittelfristige Aufwärtstrend intakt. Dieser Bereich bietet gute Gelegenheiten für Käufe bei Rücksetzern mit Ziel 4700.
Gold ist kurzfristig in eine Phase hoher Seitwärtskonsolidierung und Marktbereinigung eingetreten. Die Volatilität wird deutlich zunehmen, der Wechsel zwischen Bullen und Bären erfolgt schnell. Der übergeordnete Trend ist bullisch, im Kurzfristbereich ist jedoch Vorsicht geboten. Keine Käufe auf hohem Niveau, vorrangig bei Rücksetzern einkaufen – Korrekturen stellen Einstiegschancen dar.
🥇 Ich liefere täglich objektive Marktanalysen.
Goldmarkt heuteDer aktuelle Goldmarkt hat die reine technische Überkauf‑Dynamik hinter sich gelassen. Die Preise befinden sich in einer Hochphasen‑Neuausgleichsphase, die von ereignisgesteuerten Faktoren bestimmt wird. Die Marktteilnehmer halten sich weitgehend zurück und warten auf politische Signale vom Jackson‑Hole‑Symposium. Kurzfristige Volatilität ergibt sich hauptsächlich aus nachrichtenbedingten Schocks, und die Aussagekraft technischer Indikatoren hat abgenommen.
Auf dem Tageschart besteht nicht mehr das einfache Risiko eines Rücksetzers nach einem Anstieg. Stattdessen bewegt sich der Preis in einer Spanne und wartet auf einen Auslöser für einen Ausbruch. Gold notiert oberhalb der wichtigsten gleitenden Durchschnitte, dennoch zeigen die Kerzen häufig lange obere und untere Schatten bei wiederholten Tests von Bullen und Bären. Falsche Ausbrüche treten häufiger auf, und technische Signale auf kleinen Zeitfenstern neigen dazu, zu versagen. Man kann sich bei Handelsentscheidungen nicht allein auf Divergenzindikatoren verlassen. Auf dem Vier‑Stunden‑Chart bewegt sich Gold innerhalb einer breiten Handelsspanne; weder Auf‑ noch Abwärtsbewegungen halten lange an. In der asiatischen Sitzung kommt es oft zu peitschenartigen Kursbewegungen, die sowohl Käufer als auch Verkäufer in die Falle locken. Eine echte Richtungsbewegung wird voraussichtlich nach den wichtigen Reden der US‑Sitzung eintreten. Der US‑Dollar zeigt eine strukturelle Stärke und keine vollständige Umkehr, sodass sein belastender Druck auf Gold begrenzt bleibt.
Handelsstrategie:
Kauf 4610‑4620
TP 4650‑4670‑4690
Verkauf 4680‑4690
TP 4650‑4625‑4615
XAUUSD: Beste Short‑GelegenheitGold behält diese Woche den Aufwärtstrend bei und bricht ständig jüngste Höchststände. Dennoch liegt ein deutlicher Widerstand im Bereich 4670‑4680, Gold benötigt eine Abwärtskorrektur. Short‑Positionen in dieser Zone bringen einfache Gewinne.
Obwohl Gold im Aufwärtstrend ist, kann der Anstieg jederzeit enden. Starke Kurseinbrüche können jederzeit eintreten und bieten größeres Gewinnpotenzial für Short‑Trades. Wir müssen aber auf passende Zeitpunkte und sichere Einstiegsniveaus warten und geduldig auf die Top‑Bildung warten. Ich werde euch zu hohen Gewinnen führen. Beobachten Sie vorerst den Ausbruch über den Widerstandsbereich 4670‑4680. Vor einem gültigen Ausbruch können Short‑Versuche fortgesetzt werden.
Der Goldhandel birgt hohe Risiken. Bitte handeln Sie unter fachkundiger Anleitung. Ich liefere weiterhin genaue Strategien.
DAX Tagesausblick 25.08.2026 –Nahost bleibt im Fokus-Sanktionen!Guten Morgen zusammen,
der gestrige Handelstag stand erneut klar im Zeichen der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Vor allem die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und Iran, die Situation rund um die Straße von Hormus sowie die angekündigten US-Sanktionen sorgen weiterhin für erhöhte Unsicherheit an den Märkten. Gleichzeitig bleibt der Fokus auf der kommenden Datenflut und insbesondere auf dem morgigen Handelstag mit Core-PCE, US-BIP, Jackson Hole und den Nvidia-Earnings.
Agenda
1. Geopolitische Lage
2. Fundamentale Wirtschaftsdaten
3. Märkte & Korrelationen im Überblick
4. Risk Assets im Überblick
5. DAX Ausblick
6. Fazit
1. Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt weiterhin der wichtigste externe Einflussfaktor. Im Zentrum steht nach wie vor der Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran sowie die Situation rund um die Straße von Hormus. Laut US CENTCOM wurden im Rahmen der Blockade bereits drei Schiffe gestoppt und zwei Schiffe geentert. Gleichzeitig ist der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus auf den niedrigsten Stand seit über drei Monaten gefallen.
Auch von US-Seite wurde der Druck auf Iran gestern nochmals deutlich erhöht. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte eine massive Ausweitung der Sanktionen an. Nahezu 60 mit Iran verbundene Unternehmen, Personen und Schiffe wurden ins Visier genommen, unter anderem aus den Bereichen Nuklear, Raketen, Cyber und Öl. Zusätzlich sollen weitere Sektoren wie digitale Assets, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt für mögliche Sekundärsanktionen betroffen sein.
Bessent stellte dabei klar, dass Iran aus US-Sicht zwei Wege habe: eine Rückkehr zur Normalität oder die vollständige wirtschaftliche Isolation. Gleichzeitig betonte er, dass kein Land – auch China nicht – außerhalb der Reichweite der US-Sanktionen stehe. Länder, die weiterhin wirtschaftliche Beziehungen mit Iran unterhalten, sollen eine definierte Frist erhalten, um diese Aktivitäten einzustellen. Andernfalls seien einseitige Maßnahmen durch das US-Finanzministerium möglich.
Auch Donald Trump erhöht den Druck und fordert andere Staaten auf, ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu Iran einzuschränken. Laut Bessent führt Trump dazu Gespräche mit verschiedenen Staats- und Regierungschefs. Gleichzeitig wurde betont, dass die USA ihre Maßnahmen nicht beenden wollen, bevor das iranische Regime isoliert beziehungsweise zu einer grundlegenden Änderung seines Verhaltens bewegt wurde.
Interessant ist allerdings die Reaktion des Ölmarktes: Trotz der zunehmenden geopolitischen Spannungen fiel WTI gestern um rund 2 %. Das zeigt, dass der Markt aktuell offenbar noch nicht von einer nachhaltigen Unterbrechung der globalen Ölversorgung ausgeht. Die Situation rund um Hormus bleibt deshalb einer der wichtigsten Faktoren, die wir beobachten müssen.
Parallel dazu sorgte Bessent mit Aussagen zum US-Treasury-Markt für Aufmerksamkeit. Die US-Regierung prüft unter anderem Treasury-Buybacks, eine stärkere Nutzung kurzfristiger Schuldtitel und möglicherweise sogar eine Abschaffung der 20-jährigen Anleihe. Bessent erklärte zudem, dass das US-Finanzministerium bisher noch keine Bonds im Rahmen eines solchen Programms gekauft habe und die nächste Operation für den 9. September geplant sei.
Für die Märkte bleibt damit entscheidend: Sollte es im Nahen Osten zu einer echten Deeskalation kommen, könnte der aktuell eingepreiste geopolitische Risikoaufschlag sehr schnell wieder herausgenommen werden. Eine tatsächliche Eskalation rund um Hormus wäre dagegen ein erheblicher Risikofaktor für Öl, Inflation und Risk Assets.
2. Fundamentale Wirtschaftsdaten
Gestern war der fundamentale Wirtschaftskalender vergleichsweise leer. Heute nimmt die Datenlage wieder etwas zu.
Bereits am Vormittag stehen mehrere deutsche Wirtschaftsdaten inklusive des deutschen BIP im Fokus. Für den DAX dürften diese Daten allerdings nur begrenzte Auswirkungen haben, solange keine deutliche Überraschung gegenüber den Erwartungen entsteht.
Der wesentlich wichtigere Teil des Tages kommt aus den USA. Im Fokus stehen vor allem das CB Consumer Confidence, mit einer Prognose von 90,3 nach 90,8 sowie die New Home Sales, für die ein Wert von 620K nach zuvor 628K erwartet wird.
Das Verbrauchervertrauen ist insbesondere deshalb relevant, weil die Konsumaktivität einen enormen Anteil an der US-Wirtschaft ausmacht. Ein deutlich schwächeres Verbrauchervertrauen könnte auf eine zunehmende Belastung der US-Konsumenten hindeuten und damit die Wachstumserwartungen drücken. Ein überraschend starker Wert würde dagegen die Erwartung einer weiterhin robusten US-Wirtschaft unterstützen.
Bei den New Home Sales gilt ein ähnliches Prinzip: Schwächere Verkaufszahlen würden auf eine Abkühlung des US-Immobilienmarktes hindeuten, während ein positiver Überraschungseffekt die Wachstumsperspektive stützen könnte.
Der wirklich entscheidende Tag dieser Woche ist allerdings morgen. Dann stehen unter anderem die Core PCE Prices, das US-BIP sowie weitere wichtige US-Daten auf der Agenda. Zusätzlich kommen die mit Spannung erwarteten Nvidia Earnings am Abend und das Jackson Hole Symposium hinzu.
Damit dürfte die Volatilität insbesondere ab morgen deutlich zunehmen.
3. Märkte & Korrelationen im Überblick
Bei den klassischen Korrelationen sehen wir weiterhin ein gemischtes Bild.
US Oil
US Oil hat gestern erstmals wieder etwas stärker korrigiert und auf Daily-Basis rund 1,87 % abgegeben. Trotz der geopolitischen Risiken bleibt der Ölmarkt damit momentan erstaunlich ruhig. Für mich bleibt das übergeordnete Setup unverändert:
Unterhalb des Wochentiefs der KW34 bei rund 81,40 USD wäre ich wieder klar Short-orientiert. Darunter liegen für mich zunächst 79 USD und anschließend 77 USD als mögliche Ziele.
Für weitere Upside müsste der Markt dagegen zunächst das aktuelle Wochenhoch bei rund 87,75 USD überwinden. Darüber wären 90 USD und anschließend 93,61 USD die nächsten relevanten Ziele.
BONDS
Bei den US-Staatsanleihen sehen wir ebenfalls wieder etwas mehr Stärke. Heute Morgen liegen die 3-jährigen Anleihen rund 0,26 %, die 5-jährigen rund 0,25 %, die 10-jährigen rund 0,34 % und die 30-jährigen rund 0,27 % im Plus. Damit bleibt die Entwicklung der Renditen ein wichtiger Faktor für die Bewertung der Risk Assets.
DXY
Der DXY konnte sich ebenfalls etwas stabilisieren und befindet sich aktuell um die 98,5. Gestern wurde erneut die Marke von 99 getestet, heute konnte das Daily High bereits überwunden werden. Sollte sich der Dollar oberhalb von 99 etablieren, wäre für mich zunächst die 99,50 das nächste realistische Ziel. Bei einem nachhaltigen Ausbruch darüber rückt wieder die 100er-Marke in den Fokus.
Trotzdem wäre ich bei schnellen Snapbacks vorsichtig. Mit den PCE-Daten, den Nvidia Earnings und Jackson Hole stehen mehrere potenzielle Volatilitätstreiber unmittelbar bevor.
VIX
Der VIX bleibt mit rund 15,84 weiterhin auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Von einem echten Panikmodus sind wir damit weiterhin weit entfernt.
4. Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia wird es zunehmend interessant. Die Aktie verzeichnet mittlerweile sieben Handelstage in Folge fallende Kurse – die längste Verlustserie seit 2022. Gestern kam nochmals ein kräftiger Rückgang von rund 3 % hinzu.
Die Supports bei 217 USD und 212–213 USD konnten nicht gehalten werden. Für mich gilt deshalb aktuell eher: abwarten.
Neue Longs wären für mich interessanter, sobald Nvidia die 212–213 USD wieder zurückerobert. Alternativ würde ich bei einer tieferen Korrektur den Bereich um 199 USD beziehungsweise 195 USD beobachten.
Die entscheidende Frage wird allerdings sein, wie der Markt auf die Earnings reagiert. Bei Nvidia sind die Erwartungen mittlerweile extrem hoch. Entsprechend kann selbst ein starkes Ergebnis zu einer negativen Reaktion führen, wenn der Ausblick oder die Erwartungen nicht ausreichend übertroffen werden.
Bitcoin
Bei Bitcoin setzt sich die Rallye weiter fort. Wir sind mittlerweile wieder im Bereich von 80.000 USD angekommen und konnten uns zuvor im Bereich um 77.000 USD stabilisieren.
Trotz der positiven Dynamik halte ich hier weiterhin die Hände still. Für mich ist der Bereich um 82.000–83.000 USD entscheidend, wo sich das Hoch von Anfang Mai befindet.
Ich möchte hier aktuell kein Late Buyer sein, der kurz vor einer größeren Korrektur in den Markt springt. Sollte es zu einem stärkeren Rücksetzer kommen, würde ich mir anschließend wieder nach geeigneten Long-Einstiegen für neue Aufwärtsimpulse suchen.
S&P 500
Auch beim S&P 500 haben wir gestern einen negativen Handelstag gesehen. Besonders wichtig: Der Index ist unter das Weekly Low der Vorwoche gebrochen.
Sollten wir morgen durch die fundamentalen Daten weiteren Risk-off-Rückenwind bekommen und anschließend auch das Niveau um 7.655 nachhaltig verlieren, wäre für mich zunächst ein Short in Richtung 7.630 interessant. Perspektivisch könnte bei einer stärkeren Korrektur auch der Bereich um 7.500 relevant werden.
Allerdings gilt auch hier: Sollten positive Meldungen aus dem Nahen Osten kommen, kann sich das Bild extrem schnell drehen. Ein Short-Squeeze zurück in Richtung neuer Allzeithochs bleibt deshalb absolut möglich.
Nasdaq
Beim Nasdaq konnten wir gestern noch oberhalb der 29.000 schließen. Diese Marke bleibt für mich kurzfristig entscheidend.
Sollten wir unter das gestrige Daily Low brechen und gleichzeitig nachhaltig unter 29.000 bleiben, wäre für mich zunächst ein Short in Richtung 28.200 beziehungsweise 28.000 denkbar.
Auf der Long-Seite würde ich dagegen erst wieder bei einer Stabilisierung oberhalb von etwa 29.500–30.000 deutlich interessierter werden.
US30
Beim US30 haben wir gestern etwas mehr Stärke gesehen. Trotzdem wäre ich auf der Long-Seite weiterhin vorsichtig.
Eine Stabilisierung oberhalb von 53.500–54.000 würde das Long-Szenario für mich verbessern. Gleichzeitig sollte man nicht ausschließen, dass wir vor einer nachhaltigen Fortsetzung der Rallye noch einmal einen tieferen Rücksetzer in Richtung 52.500–52.300 sehen.
Gerade die Core-PCE-Daten, Jackson Hole und die Nvidia Earnings könnten hier für eine deutliche Neubewertung sorgen.
5. DAX Ausblick
Kommen wir zum DAX.
Auch hier konnten wir gestern einen leicht positiven Handelstag verzeichnen, wirkliche Stärke konnte der Index allerdings nicht zeigen.
Für mich bleiben die Trade-Ideen von gestern weiterhin bestehen.
Auf der Long-Seite möchte ich zunächst einen Break über das aktuelle Daily High sehen. Entscheidend wäre anschließend, dass wir das Wochentief der KW33 bei rund 26.240 Punkten wieder zurückerobern.
Sollte dieser Bereich nachhaltig zurückgewonnen werden, könnte ich mir Longs zunächst in Richtung 26.500 und anschließend in Richtung neuer Allzeithochs vorstellen.
Gleichzeitig bleibt ein Retest der 26.000 für mich absolut realistisch, bevor wir einen neuen nachhaltigen Long-Impuls bekommen.
Auf der Unterseite wird es vor allem interessant, sollte das Wochentief der KW34 gebrochen werden. In diesem Fall würde ich zunächst mit einem Rücksetzer in Richtung 25.650 Punkte rechnen.
Damit bleibt der DAX für mich kurzfristig in einer entscheidenden Zone: Oberhalb der relevanten Supports besteht weiterhin die Chance auf eine Fortsetzung der Rallye, während ein Bruch der Wochentiefs das Korrekturszenario deutlich wahrscheinlicher machen würde.
6. Fazit
Unterm Strich bleibt der Nahe Osten der wichtigste geopolitische Risikofaktor, wobei insbesondere die Entwicklung rund um die Straße von Hormus entscheidend sein dürfte. Die USA erhöhen den wirtschaftlichen Druck auf Iran massiv, während gleichzeitig diplomatische Bemühungen – insbesondere über Pakistan – auf eine mögliche Deeskalation hindeuten.
Interessant bleibt dabei, dass der Ölpreis trotz der geopolitischen Risiken gestern deutlich korrigiert hat. Das zeigt, dass der Markt aktuell noch keine massive und nachhaltige Unterbrechung der Ölversorgung einpreist.
An den Risk Assets sehen wir dagegen erste Schwächesignale. Nvidia befindet sich in einer außergewöhnlich langen Verlustserie, der S&P 500 ist unter das Weekly Low der Vorwoche gefallen und auch der Nasdaq steht an einer wichtigen Unterstützung.
Für den DAX bedeutet das für mich weiterhin: nicht blind in die eine oder andere Richtung positionieren, sondern auf die entscheidenden Levels und Bestätigungen warten. Oberhalb von 26.240 bleibt die Tür für eine Bewegung in Richtung 26.500 und neue Allzeithochs offen. Unterhalb des Wochentiefs der KW34 würde sich dagegen das Korrekturpotenzial in Richtung 25.650 erhöhen.
Der wichtigste Punkt bleibt aber: Morgen wird wahrscheinlich deutlich mehr Bewegung in den Markt kommen. Core PCE, US-BIP, Jackson Hole und die Nvidia Earnings treffen auf einen Markt, der bereits erste Schwächesignale zeigt. Entsprechend würde ich heute eher auf saubere Setups und Bestätigung warten, statt Bewegungen hinterherzulaufen.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
wünsche euch stabile Trades!
BTC: Beste Short‑GelegenheitNach einem schnellen bullischen Ausbruch von BTC wandelte sich der Abwärtstrend in einen anhaltenden Aufwärtstrend. Dennoch zeigt BTC deutliches Abwärtspotenzial. Bei Erreichen von Widerstandszonen sollten wir weiterhin Short‑Positionen eingehen.
BTC nähert sich nun der Widerstandszone 79K‑82K. In diesem Bereich können wir langfristige Short‑Positionen eröffnen. Es wird erwartet, dass BTC mindestens bis ca. 72K korrigiert. Der vorherige Gipfel liegt bei rund 82K, oberhalb von 80K herrscht starker Widerstand. Short‑Trades widersprechen dem aktuellen Markttrend. Daher müssen wir nur in sicheren Bereichen handeln und das Kapital sinnvoll verwalten, um eine vollständige Auslöschung des Kontos zu vermeiden. Ich liefere weiterhin genaue Strategien.
Der Kryptohandel birgt enorme Risiken. Bitte handeln Sie unter fachkundiger Anleitung, um Kont Verluste zu verhindern.
Die Kernlogik hinter dem Abwärtstrend:Die Kernlogik hinter dem Abwärtstrend:
1. Kurzfristig stark überkauft, mit erheblichem Gewinnmitnahmedruck. Der Goldpreis ist kurzfristig rasant gestiegen und hat beträchtliche kurzfristige Gewinne angehäuft. Der tägliche RSI-Indikator hat den überkauften Bereich erreicht, was auf die Notwendigkeit einer technischen Korrektur hinweist, um den Indikator zu verarbeiten. Selbst ohne gravierende negative Nachrichten könnten konzentrierte Gewinnmitnahmen von Long-Positionen eine rasche Korrektur auslösen. Long-Positionen auf dem aktuellen Hochniveau zu halten, bietet ein sehr schlechtes Risiko-Rendite-Verhältnis.
Risiken vor den wichtigsten Ereignissen dieser Woche:
2. Die Veröffentlichung der PCE-Inflationsdaten am Mittwoch und die Reden von Fed-Vertretern beim Jackson Hole Symposium an diesem Wochenende stellen die größten Risikofaktoren dar. Der Markt hat bereits eine hohe Lockerung der Geldpolitik eingepreist. Sollte die PCE-Inflation höher als erwartet ausfallen oder sollten die Fed-Vertreter eine restriktive Haltung einnehmen, werden die Renditen von US-Staatsanleihen und der Dollar rasch ansteigen, was zu einem schnellen Ausverkauf des Goldpreises auf hohem Niveau führen wird. Fonds werden ihre Risikopositionen voraussichtlich am Montag im Vorfeld reduzieren und damit das Aufwärtspotenzial des Goldpreises dämpfen.
3. Starker Verkaufsdruck in der Widerstandszone
Der Bereich von 4660 bis 4680 stellt eine bedeutende Widerstandszone mit hohem Handelsvolumen dar. Hier konzentrieren sich kurzfristige Gewinnmitnahmen und anhaltender Verkaufsdruck. Für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben ist ein signifikanter, unerwartet positiver Katalysator erforderlich. Die aktuelle Marktstimmung allein dürfte keinen nachhaltigen Aufwärtstrend stützen, und die Preise werden voraussichtlich auf Widerstand stoßen und nach Erreichen dieses Bereichs wieder fallen.
4. Das Risiko von „Erwartung kaufen, Fakten verkaufen“ aufgrund des Konsenses über bullische Investitionen
Aktuell ist die Marktstimmung sehr bullisch, die meisten Händler erwarten weitere Kursgewinne bei Gold. Sobald die positiven Erwartungen jedoch vollständig eingepreist sind, könnten nachfolgende Nachrichten, die die Erwartungen nicht erfüllen, leicht zu einem „Nachrichten-Verkaufen“-Szenario führen, das einen Massenabfluss von Kapital und eine anschließende Korrektur nach dem anfänglichen Anstieg zur Folge hätte.
DAX Tagesausblick 24.08.–Keine diplomatische Lösung zum WochenstGuten Morgen zusammen,
zum Wochenstart erwartet uns zunächst ein eher ruhiger Handelstag. Weder bei den Fundamentaldaten noch bei den Earnings stehen heute größere Impulse an. Der Fokus bleibt damit vor allem auf der geopolitischen Lage und den technischen Strukturen der Märkte.
Agenda
* Geopolitische Lage
* Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
* Earnings heute
* Märkte & Korrelationen im Überblick
* Risk Assets im Überblick
* DAX Ausblick
* Fazit
Geopolitische Lage
Im Nahen Osten bleibt die Lage angespannt. Die USA bereiten neue Sanktionen gegen Iran und dessen Handelspartner vor, während Iran im Gegenzug mit einer Unterbrechung der Ölexporte aus der Golfregion droht. Damit bleibt insbesondere die Straße von Hormus ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung der Ölpreise.
Gleichzeitig gibt es weiterhin diplomatische Bemühungen in der Region. Syrien und Israel haben unter US-Vermittlung Gespräche geführt, während auch Iran seine diplomatischen Kontakte – unter anderem mit Oman und Pakistan – fortsetzt. Eine nachhaltige Deeskalation ist aktuell jedoch noch nicht erkennbar.
Auf die Themen China/Taiwan sowie den Handelskonflikt zwischen Kanada und den USA hatte ich bereits gestern im Wochenausblick hingewiesen. Beide Themen bleiben in dieser Woche relevant.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute stehen keine wirklich relevanten Konjunkturdaten auf der Agenda.
Wer einen detaillierten Überblick über die wichtigsten Termine und Events dieser Woche benötigt, findet diesen bereits im gestrigen Wochenausblick.
Earnings heute
Auch bei den Earnings ist der Kalender heute sehr ruhig. Als nennenswertes Unternehmen steht lediglich PDD Holdings auf der Agenda.
Der große Fokus liegt weiterhin auf Nvidia am Mittwoch.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Zum Wochenstart aktuell -1,07 %.
Die Analyse vom Wochenende bleibt unverändert:
Über dem Weekly High bei 87,70 $ wäre ich wieder Long. Die nächsten Ziele liegen bei 90,00 $ und anschließend perspektivisch bei 93,58–93,72 $, dem Monatshoch aus Juli.
Short wird für mich erst bei einer deutlichen geopolitischen Deeskalation interessant – beispielsweise durch Friedensverhandlungen oder einen Waffenstillstand. Bricht anschließend das Wochentief der KW 34 bei 81,45 $, wären 79 $ und 77 $ die nächsten Ziele.
US-Staatsanleihen
Auch hier sehen wir zum Wochenstart leichte Abgaben:
* 3Y: -0,39 %
* 5Y: -0,52 %
* 10Y: -0,51 %
* 30Y: -0,51 %
Die steigenden Renditen bzw. fallenden Bondpreise zeigen weiterhin einen gewissen Druck auf den Anleihemarkt und spiegeln unter anderem die Unsicherheit hinsichtlich Inflation, Fiskalpolitik und der zukünftigen Fed-Politik wider.
DXY
Der Dollar startet ebenfalls leicht schwächer. Die Analyse aus dem gestrigen Wochenausblick bleibt unverändert.
Der VIX notiert aktuell bei 15,14. Entscheidend wird sein, wie sich die Volatilität mit dem London Open entwickelt.
Risk Assets im Überblick
Nvidia:
Hier bleibt die Analyse vom gestrigen Wochenausblick unverändert. Mit Blick auf die Earnings am Mittwoch dürfte die Volatilität allerdings deutlich zunehmen.
S&P 500:
Für mich bleiben die beiden entscheidenden Trigger das Daily High für Long und das Weekly Low für Short.
Nasdaq:
Aktuell -0,41 %.
Sollte das Weekly Low dieser Woche brechen, rückt zunächst die 29.000 in den Fokus. Unterhalb der 29.000 wären anschließend 28.200 und 28.000 die nächsten größeren Ziele.
Für einen nachhaltigen Long-Impuls müssen wir uns wieder oberhalb von 29.500 stabilisieren.
US30:
Oberhalb von 53.500 wäre ich wieder vorsichtig Long in Richtung 54.000. Aktuell würde ich jedoch noch auf Bestätigung warten, da weiterhin tiefere Korrekturen in Richtung 52.500–52.350 möglich sind.
DAX Ausblick
Auch beim DAX haben wir heute bereits etwas Bewegung gesehen.
Sollten wir das heutige Hoch nachhaltig überwinden, wäre für mich zunächst ein Long-Impuls bis in Richtung des Wochentiefs interessant. Dort wird entscheidend sein, wie der Markt reagiert.
Kann sich der DAX an dieser Zone stabilisieren, rücken anschließend wieder 26.500 und perspektivisch neue Allzeithochs in den Fokus.
Übergeordnet sehe ich aktuell allerdings weiterhin eine hohe Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Test der 26.000. Genau dort entscheidet sich, ob der notwendige Support gefunden wird.
Sollte hingegen das Wochentief der Vorwoche (KW 34) gebrochen werden, wäre für mich ein weiterer Abverkauf mit Gap Close bis in den Bereich von 25.650 das wahrscheinlichste Szenario.
Fazit
Ein zunächst ruhiger Start in die neue Handelswoche, allerdings mit mehreren potenziellen geopolitischen Risikofaktoren im Hintergrund.
Besonders Iran, Öl, die US-Sanktionen sowie die anstehenden Nvidia-Earnings dürften im weiteren Wochenverlauf für deutlich mehr Volatilität sorgen.
Für heute gilt daher: Levels abwarten, nicht in die Bewegung hinein handeln und auf Bestätigung warten.
Keine Anlageberatung nur meine persönliche Markteinschätzung!
Wünsche euch stabile Trades!
Logik des Abwärtsdrucks nächste WocheLogik des Abwärtsdrucks nächste Woche
1. Kurzfristig extrem überkaufte Lage mit hohem Gewinnmitnahmerisiko: Der Goldpreis ist von seinen Tiefstständen stark gestiegen, die wöchentlichen und täglichen RSI-Indikatoren befinden sich auf hohem Niveau. Der Preis liegt weit entfernt von den kurzfristigen gleitenden Durchschnitten, was auf eine notwendige technische Korrektur hindeutet. Zahlreiche kurzfristige Long-Positionen haben auf diesem hohen Niveau unrealisierte Gewinne angehäuft. Sollte die Rede des Fed-Vorsitzenden in Jackson Hole restriktiv ausfallen oder die Wirtschaftsdaten besser als erwartet sein, wird es zu konzentrierten Gewinnmitnahmen kommen, die eine rasche Korrektur auslösen. Das Verfolgen von Long-Positionen auf diesem hohen Niveau birgt ein sehr schlechtes Risiko-Rendite-Verhältnis.
2. Risiko eines restriktiven „Schwarzen Schwans“ beim Treffen in Jackson Hole: Der Markt hat bereits Lockerungserwartungen eingepreist. Sollte die Rede des Fed-Vorsitzenden unerwartet restriktiv ausfallen und Inflationsrisiken betonen, werden die Renditen von US-Staatsanleihen rapide steigen, und Gold wird auf diesem hohen Niveau eine „Erwartungskorrektur“ erfahren, wodurch viele Long-Positionen ausgestoppt werden. Selbst bei neutralen Aussagen besteht die Gefahr, dass Gerüchte auf Fakten basieren und diese verfälscht werden, was nach einem Kursanstieg zu einer Korrektur führen kann.
3. Inflationsrisiken bei den Ölpreisen begrenzen das Aufwärtspotenzial von Gold: Die Lage im Nahen Osten treibt die Ölpreise in die Höhe. Höhere Energiepreise werden die Inflationssorgen neu entfachen, und der Markt wird die Geldpolitik der US-Notenbank neu bewerten, was weiteres Aufwärtspotenzial für Gold begrenzt. Geopolitische Konflikte sind kein einseitig positiver Faktor; steigende Ölpreise werden zu einer Begrenzung des Goldpreisanstiegs.
4. Erhöhte Volatilität und häufige Fehlausbrüche auf hohem Niveau: Die Preise haben neue Höchststände erreicht, was zu deutlich verstärkten Marktschwankungen geführt hat. Im Intraday-Handel kam es häufig zu Kursspitzen, Fehlausbrüchen und schnellen Umkehrungen mit plötzlichen Kursstürzen nach Aufwärtsbewegungen. Das Jagen nach Höchstständen und Verkaufen nach Tiefstständen kann leicht zur Auslösung von Stop-Loss-Orders führen. Ein hohes offenes Interesse an Call-Optionen mit hohem Ausübungspreis wird die Marktvolatilität zusätzlich verstärken.






















