EURUSD H1: Höhere Kursziele rücken in Reichweite?Nach der Trendwende vom jüngsten Tief hat EURUSD eine bullische Marktstruktur mit einer Serie von Higher Lows und Higher Highs aufgebaut. Obwohl nach dem neuen Hoch Gewinnmitnahmen eingesetzt haben, hält sich der Kurs weiterhin über der kurzfristigen Unterstützung – ein Zeichen dafür, dass die Käufer den Markt noch nicht aufgegeben haben.
Bleibt die aktuelle Konsolidierungszone intakt, dürfte es sich lediglich um eine Verschnaufpause handeln, bevor EURUSD seinen Anstieg in Richtung des letzten Hochs fortsetzt.
Einstiegsfokus: Bevorzugt BUY im Bereich 1,1375–1,1380, sobald eine bullische Bestätigungskerze erscheint. SL: unter 1,1360. TP: 1,1435.
Ungültigkeit des Szenarios: Das bullische Szenario wird ungültig, wenn der Kurs unter 1,1360 schließt.
Harmonisches Muster
XAUUSD: Gold stabilisiert sich um 4.050Gold erholt sich von unter 4.000 USD und versucht nun, über 4.050–4.060 USD zu bleiben. Das zeigt eine bessere Reaktion der Käufer nach dem starken Rückgang.
Im H2-Chart ist der größere Trend noch nicht vollständig gedreht. Der Widerstand liegt weiter bei 4.110–4.120 USD. Hält 4.050–4.040 USD, bleibt eine Erholung dorthin möglich.
Gold (XAUUSD): Double-Bottom-Breakout bis 4.130Nachdem Gold im Bereich der tieferen Unterstützungszone ein klares Double-Bottom-Muster gebildet hatte, stieg der Preis wieder an und brach über die Neckline aus. Damit wurde eine kurzfristige Strukturveränderung in Richtung eines bullischen Szenarios bestätigt.
Der wichtigste Punkt liegt hier in der Position des Preises. Nach dem Breakout korrigierte der Markt kontrolliert zurück und hält sich aktuell weiterhin oberhalb der durchbrochenen Neckline. Dadurch könnte sich der frühere Widerstand nun in eine potenzielle neue Unterstützung verwandeln.
Solange diese Zone gehalten wird, bleiben die Käufer weiterhin im Vorteil. Der nächste wichtige Bereich auf der Oberseite liegt bei etwa 4.130, wo der Preis auf kurzfristigen Widerstand treffen könnte.
Dies ist ein ziemlich klassisches bullisches Erholungs-Setup: Double-Bottom-Formation, Breakout über die Neckline, leichter Retest und klarer Kaufdruck. Das bullische Szenario bleibt gültig, solange der Preis über der Neckline-Unterstützung bleibt.
Goldanalyse für den nächsten MontagDer Goldpreis stieg am späten Freitagabend an. Dies ist lediglich eine technische Korrektur durch Short-Covering nach anhaltenden Kursverlusten und einer Überverkaufssituation – es bedeutet keine Umkehr des Abwärtstrends, sondern nur eine erholende Gegenbewegung innerhalb des Abwärtstrends. Das grundsätzlich bärische Umfeld ist unverändert; der Goldpreis wird durch die Erwartungen bezüglich der Geldpolitik der Federal Reserve gedrückt. Der Markt rechnet derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von über siebzig Prozent für eine Zinserhöhung der Fed im September. Hinzu kommen die zuletzt durchgängig starken US-Daten zur Fertigungsindustrie, während die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stabil über der Marke von 4,5 % verharrt.
Zwei Faktoren stützen den Goldpreis: Erstens kaufen Zentralbanken weltweit weiterhin große Goldmengen bei günstigen Kursen. Um die runde Marke von 4000 gibt es dauernde Stützungskäufe durch Institutionen und physische Nachfrage. Zweitens tauchen immer wieder geopolitische Konflikte im Nahen Osten auf, die jederzeit kurzfristige Sicherheitskäufe auslösen können.
Der entscheidende Datenpunkt am nächsten Montag ist der US-ISM-Einkaufsmanagerindex für die Fertigungsindustrie, wobei der Wert 50 die Trennlinie darstellt. Liegt der Wert über 50 und übertrifft die Markterwartungen, stärkt dies die Einschätzung einer robusten US-Wirtschaft, treibt die Renditen von US-Staatsanleihen sowie den US-Dollar nach oben und belastet gleichzeitig den Goldpreis mit fallenden Kursen. Fällt der Wert unter 50 und bleibt hinter den Erwartungen zurück, spekuliert der Markt auf eine verzögerte Straffung der Fed-Geldpolitik. Der US-Dollar schwächt sich ab, sodass der Goldpreis seine Tageserholung fortsetzen kann. Dieser Datensatz stellt den zentralen Wendepunkt für die Kursbewegungen im späten US-Handel dar.
Der unmittelbare Widerstand nach oben liegt bei 4100 bis 4110. Sobald der Preis diesen Bereich erreicht, realisieren Long-Positionen ihre Gewinne, während neue Short-Positionen eröffnet werden. Daraus resultieren häufig starke Kursrückgänge nach vorangegangenen Anstiegen. Der mittelfristige Trennbereich zwischen Bullen und Bären liegt bei 4130 bis 4150. Erst ein stabiler Tagesschlusskurs oberhalb dieses Bereichs kann die kurzfristige Schwächephase vorläufig aufheben. Andernfalls stellen alle Kursanstiege Gelegenheiten dar, bei Erholungen Short zu gehen.
Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 4040 bis 4050. Ein Bruch unter diesen Bereich hebt die gesamte Tageserholungslogik auf. Die Marke von 4000 ist eine wichtige psychologische Schwelle sowie der Bereich mit konzentrierten Käufen durch Zentralbanken. Ein Bruch hierunter lässt den Goldpreis direkt zu tieferen Unterstützungsniveaus fallen. Der mittelfristige starke Unterstützungsbereich von 3970 bis 3980 entspricht den Tiefstwerten dieser Woche, an denen Institutionen massiv kaufen. Ein nachhaltiger Bruch unter 3950 eröffnet den Bären einen neuen Abwärtstrend mit weiterem Abwärtspotenzial.
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Der Goldpreis verzeichnete am Montag erhebliche Schwankungen.28. Juni – Der Goldpreis verzeichnete am Montag erhebliche Schwankungen.
Die Lage spitzte sich am Wochenende dramatisch zu, als der Konflikt zwischen den USA und dem Iran deutlich eskalierte und damit das Worst-Case-Szenario für den Markt auslöste.
Innerhalb der letzten 48 Stunden kippte die Situation zwischen den USA und dem Iran abrupt von „Deeskalation“ zu „Konflikteskalation“:
Samstag: Der Iran startete Vergeltungsangriffe mit Drohnen gegen Einrichtungen in Bahrain und griff ein zweites Handelsschiff an.
Samstag: Die USA starteten eine zweite Runde von Luftangriffen gegen den Iran; Vergeltungsaktionen beider Seiten dürften anhalten.
Der entscheidende Aspekt dieser Eskalation ist, dass sie die optimistischste Markterwartung der letzten zwei Wochen – einen „Waffenstillstand und die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus“ – zunichtemachte.
Infolgedessen stiegen die Ölpreise nach Handelsschluss am Freitag sprunghaft an, während US-Aktienfutures fielen.
Die Übertragungslogik am Goldmarkt:
Positive Faktoren: Eine plötzliche Eskalation geopolitischer Risiken führt zu einer Erholung der Nachfrage nach sicheren Anlagen.
Belastende Risiken: Konflikt zwischen den USA und dem Iran → Steigende Ölpreise → Erhöhte Inflationserwartungen → Verstärkte Erwartungen einer Zinserhöhung der US-Notenbank. Dies übt indirekt Abwärtsdruck auf den Goldpreis aus; die Erholung der Ölpreise von den überverkauften Niveaus vom vergangenen Freitag hat bereits begonnen, die Goldpreise zu drücken. Der positive Effekt geopolitischer Ereignisse wird durch den negativen Effekt der steigenden Zinserhöhungserwartungen kompensiert, da die makroökonomischen Belastungen noch nicht nachgelassen haben.
Vorschau auf wichtige Ereignisse dieser Woche: „Datenflut“
Montag: Rede des Präsidenten der Federal Reserve Bank von Richmond, Barkin.
Dienstag: US Conference Board Consumer Confidence Index (Juni).
Mittwoch: Eurozonen-Verbraucherpreisindex (vorläufig, Juni); US-ADP-Arbeitsmarktdaten (Juni). Gemeinsame Veranstaltung/Rede von vier Zentralbankvertretern (Warsh, Lagarde, Bailey, Macklem).
Donnerstag (vorzeitig): US-Arbeitsmarktdaten (Non-Farm Payrolls, NFP), Arbeitslosenquote und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Juni).
Freitag: Börsenschluss aufgrund des US-Unabhängigkeitstags.
⚠️ Aufgrund des Feiertags wird der US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls, NFP) am Donnerstag früher veröffentlicht. Dies ist das wichtigste Risikoereignis der Woche, und die Stärke oder Schwäche der Daten wird die Richtung der Zinserhöhungserwartungen der Fed direkt bestimmen. Technische Analyse
Kurzfristiger Widerstand: 4120–4140
Weiterer Widerstand: 4170–4250
Kurzfristige Unterstützung: 4060–4065
Starke Unterstützung: 4040–4020 / 4000
Technischer Ausblick: Der Goldpreis befindet sich weiterhin in einem signifikanten Abwärtskanal. Erholungen sind begrenzt, und die gleitenden Tagesdurchschnitte weisen weiterhin eine bärische Tendenz auf.
Strategie für die Eröffnung am Montag: Aufgrund der eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende ist ein Kursanstieg bei der Eröffnung im asiatischen Handel sehr wahrscheinlich (getrieben durch eine verstärkte Nachfrage nach sicheren Anlagen). Ein Rücksetzer nach dem anfänglichen Anstieg ist jedoch ebenfalls möglich (da steigende Ölpreise die Erwartungen an Zinserhöhungen verstärken).
In den ersten 15 Minuten nach der Eröffnung kann es zu erheblicher Volatilität kommen; es wird nicht empfohlen, direkt nach der Eröffnung Höchst- oder Tiefststände zu verfolgen.
Handelshinweise:
Kursanstieg bei der Eröffnung im Bereich von 4120–4140: Beobachten Sie, ob diese Widerstandszone effektiv durchbrochen wurde. Hält der Widerstand, erwägen Sie eine Short-Position; setzen Sie einen Stop-Loss über 4155 mit einem Kursziel von 4080–4060.
Ein flacher oder leicht höherer Eröffnungskurs im Bereich von 4090–4100: Bleiben Sie abwartend; warten Sie auf einen Rücksetzer zur Bestätigung der Unterstützung.
Ein Rücksetzer auf 4060–4065 und anschließende Stabilisierung: Eine kleine Long-Position eröffnen; Stop-Loss unter 4040 setzen, Kursziel 4100–4120.
Ein erneuter Durchbruch unter 4040: Käufer sollten abwarten; Unterstützung im Bereich von 4000–3970 beobachten.
Zusammenfassung: Das Niveau von 4088 liegt genau zwischen dem technischen Widerstand bei 4120 und der Unterstützung bei 4060.
Für Montag empfiehlt sich eine vorsichtige Abwartestrategie; ein Markteintritt erst nach Veröffentlichung der ersten Markteinschätzungen.
Die entscheidenden Faktoren für die Marktrichtung in dieser Woche sind die Rede des Zentralbankchefs am Mittwoch und die US-Arbeitsmarktdaten (NFP) am Donnerstag. Bis dahin sollten kleine Positionen und schnelles, kurzfristiges Trading Priorität haben.
Wöchentliche Auswertung XAUUSDGold verzeichnete Anfang der Woche einen starken einseitigen Abwärtstrend, gefolgt von einer korrigierenden Erholung nach Erreichen eines Tiefpunkts infolge der Datenveröffentlichungen am Donnerstag und Freitag, während der übergeordnete bärische Trend die gesamte Woche über ungebrochen blieb.
1. Montag bis Mittwoch: Anhaltender Abwärtstrend durch Short-Positionen getrieben
Der Markt preiste im Vorfeld hawkishe Erwartungen der Federal Reserve ein, da ein Anstieg der Kern-PCE-Inflation sowie Aufwärtskorrekturen des BIP des ersten Quartals erwartet wurden. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen verblieb auf hohem Niveau, wodurch die Haltekosten für zinsloses Gold stiegen und anhaltende Kapitalabflüsse aus Gold-ETFs ausgelöst wurden. Der Goldpreis sank stetig von über 4180 zu Wochenbeginn, durchbrach die wichtigen Marken bei 4100 und 4000 und erreichte ein Tief nahe 3960. Es bildeten sich aufeinanderfolgende große bärische Kerzen mit kaum Kaufinteresse; jede kleine Erholung geriet rasch unter Verkaufsdruck und erlosch schnell.
2. Donnerstagabend: Technische Erholungsrallye nach Einpreisung bärischer Nachrichten
Der um 20:30 veröffentlichte Jahreswert der Kern-PCE für Mai belief sich auf 3,4 %, entsprach der Marktkonsensprognose und erreichte einen Zweijahreshöchstwert, zusammen mit einer nach oben revidierten endgültigen BIP-Zahl des ersten Quartals von 2,1 %. Da keine schlechter als erwarteten Daten veröffentlicht wurden, entwickelte sich am Markt das Muster „Kaufe die Gerüchte, verkaufe die Fakten“. Der US-Dollar und die Staatsanleiherenditen gaben gemeinsam geringfügig nach, während umfangreiches Schließen von Short-Positionen den Goldpreis vom Tief bei 3978 auf etwa 4022 anhob.
3. Kursverlauf zum Wochenende
Zwischen 4025 und 4050 sammelte sich während der europäischen Handelsstunden umfangreiche gebundene Verkaufsliquidität. Mehrere Versuche, die Widerstandszone 4045 bis 4050 zu durchbrechen, scheiterten an einem dauerhaften Halten oberhalb dieser Marke. Auf Tagescharts entstanden lediglich kleine korrigierende bullische Kerzen, bärische gleitende Durchschnitte und der übergeordnete Abwärtskanal blieben vollständig intakt. Die Erholung stellte lediglich eine kurzfristige Gegenbewegung nach überverkauften Zuständen dar, ohne Anzeichen einer vollständigen Trendwende. Der Markt befindet sich somit in einer Kombination aus langfristig bärischer Ausrichtung und kurzfristiger Seitwärtskonsolidierung auf niedrigeren Niveaus.
Wochenausblick KW27– Fundamental,Makro und technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW 27.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die neue Handelswoche startet mit einem spannenden, aber gleichzeitig fragilen Marktumfeld. Während sich die Finanzmärkte in den vergangenen Tagen deutlich von den Höchstständen entfernt haben, bleibt die Kombination aus Geopolitik, Inflation und Geldpolitik der entscheidende Treiber für Risk Assets. Besonders der Nahe Osten dürfte auch in dieser Woche das größte kurzfristige Risiko bleiben.
Zwar konnten sich die USA und der Iran zuletzt auf ein zunächst 60 Tage umfassendes Übergangsabkommen einigen, dennoch kam es bereits kurz darauf erneut zu militärischen Zwischenfällen und gegenseitigen Vorwürfen. Auch die Lage zwischen Israel und dem Libanon bleibt angespannt. Die Straße von Hormus steht dabei weiterhin im Mittelpunkt. Laut aktuellen Schifffahrtsdaten normalisiert sich der Tankerverkehr zwar schrittweise wieder und zahlreiche Frachter passieren die Meerenge erneut, dennoch bleibt die Gefahr weiterer Störungen bestehen. Genau dieser Optimismus wurde zuletzt massiv in den Ölpreis eingepreist.
US Oil notiert mittlerweile wieder nahezu auf dem Niveau vor Beginn der Eskalation im Nahen Osten. Damit geht der Markt aktuell davon aus, dass es zu keiner nachhaltigen Unterbrechung der globalen Energieversorgung kommt. Sollte sich diese Annahme jedoch als falsch herausstellen und es erneut zu einer Eskalation oder Einschränkung des Schiffsverkehrs kommen, könnte sich die geopolitische Risikoprämie im Ölpreis sehr schnell wieder aufbauen. Höhere Energiepreise würden gleichzeitig neuen Inflationsdruck erzeugen und damit den Spielraum der Notenbanken weiter einschränken.
Neben der Geopolitik rückt langsam auch wieder die Berichtssaison in den Fokus. In dieser Woche stehen zwar noch keine marktbewegenden Mega-Cap-Earnings an, dennoch beginnt nun die Phase, in der Investoren ihre Erwartungen für die großen Technologieunternehmen zunehmend anpassen. Gerade Nvidia, Microsoft, Apple, Meta und Co. werden in wenigen Wochen erneut außergewöhnlich hohe Erwartungen erfüllen müssen. Nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Quartale dürfte die Messlatte entsprechend hoch liegen.
Zusätzlich bleibt SpaceX eines der spannendsten Themen. Nach der Aufnahme in die Russell-Indizes folgt in der kommenden Woche die Aufnahme in den Nasdaq-100. Dadurch werden Milliardenbeträge passiver ETF-Zuflüsse erwartet. Auch wenn dieses Ereignis erst nächste Woche ansteht, dürfte der Markt dieses Thema bereits in KW27 zunehmend einpreisen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Monats- und Quartalsende. Montag und Dienstag markieren die letzten beiden Handelstage des Monats Juni sowie des zweiten Quartals. Erfahrungsgemäß kommt es in dieser Phase häufig zu institutionellen Umschichtungen, Rebalancing und Window Dressing. Gerade nach den starken Quartalen vieler Risk Assets wären weitere Gewinnmitnahmen daher keineswegs überraschend.
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW27 im Überblick
Makroökonomisch startet die Woche zunächst noch vergleichsweise ruhig, nimmt ab Dienstag jedoch deutlich an Dynamik auf.
Am Montag stehen hauptsächlich Reden von EZB-Präsidentin Christine Lagarde im Fokus. Marktbewegende Konjunkturdaten bleiben zunächst aus, wodurch institutionelle Umschichtungen zum Quartalsende wahrscheinlich den größten Einfluss auf die Kursentwicklung haben dürften.
Am Dienstag rücken mit dem Chicago PMI, den JOLTS Job Openings sowie dem US Consumer Confidence Index bereits die ersten wichtigen US-Daten in den Mittelpunkt. Während beim Chicago PMI ein leichter Rückgang erwartet wird, dürften insbesondere die JOLTS-Daten erste Hinweise auf die Verfassung des US-Arbeitsmarktes liefern. Gleichzeitig wird beim Verbrauchervertrauen ein leichter Anstieg erwartet, was erneut die Robustheit der US-Konjunktur unterstreichen würde.
Am Mittwoch richtet sich der Blick zunächst auf die europäischen Inflationsdaten. Während bei der Gesamtinflation ein leichter Rückgang erwartet wird, dürfte die Kerninflation weitgehend stabil bleiben. Zusätzlich stehen mehrere Reden hochrangiger Notenbankvertreter auf dem Programm, darunter Philip Lane, Christine Lagarde sowie Fed-Chef Kevin Warsh. Ergänzt wird der Handelstag durch den ISM Manufacturing PMI, den S&P Global Manufacturing PMI sowie die US-Rohöllagerbestände.
Der absolute Höhepunkt der Woche folgt am Donnerstag. Aufgrund des Independence Day am Freitag werden die US-Arbeitsmarktdaten bereits einen Tag früher veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen die Nonfarm Payrolls, die Arbeitslosenquote, die durchschnittlichen Stundenlöhne sowie die Initial Jobless Claims. Nach den zuletzt überraschend starken BIP- und Inflationsdaten könnten robuste Arbeitsmarktzahlen den restriktiven Kurs der Federal Reserve erneut bestätigen und den US-Dollar weiter stärken. Schwächere Daten würden dagegen kurzfristig für Entlastung bei Risk Assets sorgen, gleichzeitig aber Fragen hinsichtlich der weiteren Konjunkturdynamik aufwerfen.
Der Freitag dürfte aufgrund des US-Feiertags deutlich ruhiger verlaufen. Zwar stehen noch einige europäische PMI-Daten sowie weitere EZB-Statements auf dem Kalender, insgesamt dürfte das Handelsvolumen jedoch deutlich geringer ausfallen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil verlor in der vergangenen Woche rund sieben Prozent und schloss bei 70,25 US-Dollar. Damit wurden nahezu sämtliche geopolitischen Risikoaufschläge der vergangenen Wochen vollständig wieder abgebaut. Für die neue Woche bleibt die Zone zwischen 68 und 72 US-Dollar entscheidend. Kann sich Öl oberhalb dieses Bereichs stabilisieren und verschärft sich die Lage im Nahen Osten erneut, wäre eine Erholung in Richtung 77 bis 80 US-Dollar durchaus denkbar. Bleibt die geopolitische Entspannung dagegen bestehen, könnten sogar Kurse im Bereich von 65 US-Dollar möglich werden. Aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage wäre ich allerdings vorsichtig, die zuletzt stark gefallenen Ölpreise als selbstverständlich anzusehen.
US-Staatsanleihen
Auch bei den US-Staatsanleihen kam es zuletzt zu deutlichen Rückgängen. Trotz hawkischer Fed, robuster Wirtschaftsdaten und steigender Inflation gingen die Renditen über die gesamte Laufzeitenstruktur zurück. Nun wird entscheidend sein, ob sich dieser Trend fortsetzt oder die Renditen nach den wichtigen US-Arbeitsmarktdaten wieder anziehen. Höhere Renditen würden insbesondere Technologie- und Wachstumswerte erneut unter Druck setzen.
DXY/USD
Der US-Dollar bleibt weiterhin einer der stärksten Märkte. Nach einem Monatsplus von rund 2,5 Prozent befindet sich der DXY weiterhin klar im Aufwärtstrend. Solange der Dollar oberhalb der 101-Punkte-Marke notiert, bleibt die Dollar-Dominanz intakt. Ein Ausbruch über 101,50 Punkte könnte den Weg in Richtung 102 Punkte freimachen. Erst ein nachhaltiger Rückfall unter 101 würde das kurzfristig bullische Bild leicht eintrüben.
VIX
Der Volatilitätsindex VIX notiert mit rund 18 Punkten weiterhin unter der wichtigen 20er-Marke. Die Volatilität bleibt damit kontrolliert, erste Warnsignale sind jedoch erkennbar. Gerade im Zusammenhang mit Quartalsende, NFP-Daten und geopolitischen Risiken dürfte der VIX in dieser Woche besonders interessant bleiben.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia setzte sich die Korrektur in der vergangenen Woche fort. Die Aktie verlor knapp neun Prozent im Monatsvergleich und schloss erstmals wieder klar unter der wichtigen Unterstützungszone zwischen 198 und 200 US-Dollar. Der nächste relevante Support befindet sich nun im Bereich von 190 bis 187 US-Dollar. Solange Nvidia diese Zone nicht nachhaltig zurückerobert, bleibt das kurzfristige Risiko weiterer Gewinnmitnahmen bestehen. Langfristig bleibt der KI-Trend zwar vollkommen intakt, kurzfristig könnten jedoch Bewertungsanpassungen und Quartalsumschichtungen weiterhin Druck ausüben.
Bitcoin
Bitcoin zeigte ebenfalls einen schwachen Monatsverlauf und notiert weiterhin im Bereich der 60.000 US-Dollar. Entscheidend bleibt nun die Unterstützung zwischen 58.000 und 60.000 US-Dollar. Sollte diese Zone nachhaltig brechen, rückt der Bereich um 57.000 US-Dollar als nächstes Ziel in den Fokus. Erst eine Rückeroberung der 61.000 US-Dollar würde das kurzfristige Bild wieder etwas aufhellen.
SPX
Im S&P 500 wurden in der vergangenen Woche erstmals seit längerer Zeit keine neuen Hochs mehr erreicht. Die Korrektur wirkt bislang gesund, dennoch bleibt die Zone um 7.350 Punkte kurzfristig entscheidend. Fällt der Index darunter, könnte sich die Bewegung bis in den Bereich von 7.250 Punkten ausweiten. Erst oberhalb von 7.500 Punkten würde sich das technische Bild wieder deutlich verbessern.
NASDAQ
Der Nasdaq bleibt aufgrund seiner hohen Gewichtung im Technologiesektor weiterhin der schwächste der großen US-Indizes. Nach den deutlichen Gewinnmitnahmen im KI-Sektor und den Rückgängen bei Nvidia steht nun die Unterstützung im Bereich von 28.800 bis 28.500 Punkten im Mittelpunkt. Sollte diese brechen, rückt das Monatstief sowie der Bereich um 27.500 Punkte in den Fokus. Eine nachhaltige Stabilisierung sehe ich erst wieder oberhalb der 30.000-Punkte-Marke.
US30
Der Dow Jones zeigte sich zuletzt deutlich robuster. Zwar wurde in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch markiert, dieses konnte jedoch nicht verteidigt werden. Solange der Index unter 52.000 Punkten handelt, bleibt das kurzfristige Chancen-Risiko-Verhältnis eher auf der Short-Seite. Unterstützungen liegen zunächst bei 51.500 sowie anschließend im Bereich von 51.000 Punkten.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Auch der DAX beendete die vergangene Woche schwächer und schloss klar unter der wichtigen 25.000-Punkte-Marke sowie unter dem Jahreshoch 2025 und dem Monatshoch April im Bereich von 24.800 Punkten. Damit hat sich das kurzfristige Chartbild spürbar eingetrübt.
Für die neue Woche bleibt zunächst das Wochentief der Vorwoche im Bereich von 24.540 Punkten entscheidend. Sollte diese Unterstützung brechen, rückt die Zone um 24.500 Punkte unmittelbar in den Fokus. Gelingt dort keine Stabilisierung, sehe ich gute Chancen auf eine Ausweitung der Korrektur in Richtung 24.000 Punkte.
Bullisch würde sich das Bild erst wieder aufhellen, wenn der DAX zunächst die 24.800 Punkte zurückerobert und sich anschließend wieder oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke etablieren kann. Erst dann wären erneut Angriffe auf die bisherigen Jahreshochs realistisch.
Fazit
Die KW27 dürfte eine erneut sehr spannende Börsenwoche werden. Monats- und Quartalsende treffen auf eine weiterhin fragile geopolitische Lage, eine hawkische Federal Reserve sowie einen der wichtigsten US-Arbeitsmarktberichte des Quartals. Gleichzeitig befinden sich viele Risk Assets nach den starken Anstiegen der vergangenen Monate erstmals wieder in einer technischen Korrektur.
Ich bleibe deshalb kurzfristig eher defensiv eingestellt und achte insbesondere auf die Reaktion der Märkte auf die NFP-Daten sowie die Entwicklung im Nahen Osten. Sollten sich geopolitische Risiken erneut verschärfen oder die US-Daten stärker als erwartet ausfallen, könnte sich die aktuelle Korrektur zunächst weiter ausdehnen. Gleichzeitig bleiben Rücksetzer innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends aus meiner Sicht interessante Bereiche, um mittelfristig wieder nach Long-Setups Ausschau zu halten.
Im Laufe der Woche werde ich zusätzlich eine ausführliche NFP-Vorbereitung mit den wichtigsten Szenarien veröffentlichen. Außerdem folgen ein Monatsrückblick für Juni sowie ein neuer Monatsausblick für Juli.
Keine Anlageberatung – lediglich meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche und wie immer: stabile Trades!
Die Gesamtaussichten für Gold bleiben bärisch.Die Gesamtaussichten für Gold bleiben bärisch.
Die Goldpreise setzten ihren Abwärtstrend fort und fielen die vierte Woche in Folge mit einem kumulativen Rückgang von 1,79 %.
Anfang dieser Woche erlebten die Goldpreise einen starken Ausverkauf und fielen kurzzeitig unter die Marke von 4.000 US-Dollar auf ein Tief von 3.959 US-Dollar pro Unze – ein neuer Tiefststand seit über sieben Monaten.
Nach der Veröffentlichung der US-Kerndaten zum PCE für Mai am Donnerstag, die eine Inflation im Rahmen der Erwartungen zeigten, gab der Dollar nach, und die Goldpreise stabilisierten sich allmählich.
Am Freitag stieg die Marktstimmung sprunghaft an, und die Goldpreise erholten sich um mehr als 1 % an einem einzigen Tag und schlossen bei etwa 4.081–4.088 US-Dollar.
Aktuelle Marktmerkmale: Erholung nach überverkauftem Markt, keine Trendwende.
Die Erholung am Freitag ist eine technische Korrektur. Die Marke von 4.350–4.400 US-Dollar bleibt ein wichtiges Umkehrsignal. Solange kein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau gelingt, werden die Goldpreise ihren Abwärtstrend langfristig fortsetzen.
Aktuell notieren die Goldpreise unter dem 200-Tage-Durchschnitt, und das wöchentliche Abwärtsmuster bleibt unverändert.
Marktprognose und wichtige Kursniveaus für Montag:
Basierend auf dem Schlusskurshoch vom Freitag könnte Gold am Montag weitere höhere Niveaus testen. Dabei sollte jedoch auf Momentumveränderungen geachtet werden: Derzeit befindet sich der Goldpreis in einer Erholungsphase. Einstiegspunkte sollten an Unterstützungsniveaus und Ausstiegspunkte an Widerstandsniveaus liegen – genau umgekehrt zur Strategie in einem Abwärtstrend.
Eine wichtige Unterstützung liegt im Bereich von 4050 bis 4030 US-Dollar, einem Bereich, der zuvor als Widerstand fungierte. Ein Rücksetzer in diesen Bereich bietet eine kurzfristige Kaufgelegenheit.
Das Verteidigungsniveau liegt bei 3980 US-Dollar. Ein Durchbruch unter dieses Niveau würde die kurzfristige Erholung beenden.
Das erste Widerstandsniveau liegt bei 4100 US-Dollar (Hoch vom Freitag). Ein erfolgreicher Ausbruch über dieses Niveau könnte zu weiteren Kursgewinnen in Richtung 4140–4150 $ führen.
Sollte im Bereich von 4100–4150 $ auf starken Widerstand gestoßen werden, bieten sich Short-Möglichkeiten.
Grundlegende Logik: Zunehmende Divergenz zwischen Bullen und Bären
Meine Einschätzung:
Die Erholung am Freitag war eher eine Verschnaufpause nach dem starken Kursverfall als ein Umkehrsignal.
Beobachten Sie am Montag genau, ob die Marke von 4100 $ durchbrochen wird. Falls sie nicht hält, ist die Erholung beendet; hält sie, liegt das Kursziel bei 4140–4150 $.
Bezüglich der Handelsstrategie: Erwägen Sie den Aufbau einer kleinen Long-Position im Bereich von 4050–4060 $ mit einem Stop-Loss unter 4030 $ und einem Kursziel von 4100–4140 $.
Sollte im Bereich von 4100–4105 $ starker Widerstand auftreten, empfiehlt sich der Aufbau einer kleinen Short-Position mit einem Stop-Loss über 4120 $ und einem Kursziel von 4070–4050 $.
Der Gesamttrend bleibt bärisch. Die kurzfristige Erholung bietet lediglich günstigere Einstiegspunkte.
DAX Wochenrückblick KW26-Die wichtigsten Erkenntnisse!Zwischen geopolitischer Entspannung und wachsender Unsicherheit – erste Risse im Bullenmarkt?
Die Kalenderwoche 26 stand ganz im Zeichen eines spürbaren Stimmungswechsels an den Finanzmärkten. Während sich die geopolitische Lage im Nahen Osten zunächst deutlich entspannte und die Ölpreise massiv unter Druck gerieten, verschlechterte sich das technische Bild an den Aktienmärkten zunehmend. Gleichzeitig bestätigten die jüngsten US-Konjunkturdaten erneut eine robuste Wirtschaft, eine weiterhin erhöhte Inflation sowie eine Federal Reserve, die keinen unmittelbaren Grund für Zinssenkungen hat.
Besonders auffällig war die zunehmende Divergenz zwischen den einzelnen Assetklassen: Der US-Dollar setzte seinen Aufwärtstrend fort, Staatsanleiherenditen gaben trotz der hawkishen Fed nach, Öl korrigierte den gesamten geopolitischen Risikoaufschlag der vergangenen Wochen und insbesondere der Technologiesektor geriet zunehmend unter Verkaufsdruck.
Auch fundamental war die Woche geprägt von zahlreichen wichtigen Entwicklungen. Die USA lockerten ihre Restriktionen gegenüber Anthropic teilweise wieder, SpaceX wurde offiziell in den Nasdaq-100 aufgenommen, Micron überzeugte operativ, während gleichzeitig die Spannungen zwischen den USA und dem Iran gegen Wochenschluss wieder zunahmen und erste Zweifel an der Stabilität der Waffenruhe aufkamen.
Geopolitik
Neue Spannungen zwischen den USA und dem Iran
Nachdem sich die Lage im Nahen Osten zunächst deutlich beruhigt hatte, verschärfte sich die Situation gegen Ende der Woche erneut.
Auslöser war ein Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus, den die USA iranischen Kräften zuschreiben. Daraufhin reagierten die Vereinigten Staaten mit Luftangriffen auf mehrere militärische Ziele im Süden Irans.
Teheran erklärte im Anschluss, US-Ziele in der Region angegriffen zu haben, während beide Seiten sich gegenseitig Verstöße gegen die erst kürzlich vereinbarte Waffenruhe vorwerfen.
Besonders kritisch bleibt dabei die Situation rund um die Straße von Hormus. Obwohl sich der Schiffsverkehr zuletzt deutlich normalisiert hatte und der Ölpreis entsprechend stark zurückkam, zeigt die aktuelle Entwicklung erneut, wie fragil die Lage weiterhin ist.
J ede weitere Eskalation könnte den Ölmarkt innerhalb kürzester Zeit erneut massiv bewegen und damit unmittelbare Auswirkungen auf Inflation, Energiepreise und die Geldpolitik haben.
Fundamentale Entwicklungen der Woche
US-Wirtschaft bleibt überraschend robust
Auch auf der makroökonomischen Seite lieferte die Kalenderwoche 26 zahlreiche wichtige Daten, die das Bild der vergangenen Wochen weiter bestätigten. Die US-Wirtschaft präsentiert sich trotz des historisch hohen Zinsniveaus weiterhin äußerst widerstandsfähig. Gleichzeitig bleibt die Inflation hartnäckig oberhalb des Zielwertes der Federal Reserve.
Diese Kombination erschwert der Fed weiterhin den Spielraum für kurzfristige Zinssenkungen und bestätigt insgesamt den hawkishen Kurs, den die Notenbank zuletzt eingeschlagen hat.
Besonders die Einkaufsmanagerindizes überraschten erneut positiv.
Der S&P Global Services PMI stieg auf 51,3 Punkte und lag damit leicht über den Erwartungen von 51,1 Punkten. Bereits der Vormonat wurde mit 50,7 Punkten solide bestätigt.
Noch stärker fiel der Manufacturing PMI aus. Mit 55,7 Punkten wurde sowohl der Forecast von 54,6 Punkten als auch der Vormonat von 55,1 Punkten übertroffen.
Damit zeigt sich weiterhin ein überraschend robuster Industriesektor, obwohl sich die Finanzierungskosten nach wie vor auf einem historisch hohen Niveau befinden.
Etwas schwächer entwickelten sich dagegen die New Home Sales. Mit 580.000 verkauften Häusern blieb der Wert klar unter den Erwartungen von 638.000 sowie unter dem Vormonat von 626.000. Der Immobiliensektor bleibt damit einer der wenigen Bereiche, die weiterhin unter dem hohen Zinsniveau leiden.
Inflation bleibt erhöht – Zinssenkungen rücken weiter in die Ferne
Besonders aufmerksam verfolgten Marktteilnehmer in dieser Woche die Veröffentlichung des bevorzugten Inflationsindikators der Federal Reserve.
Der Core PCE Price Index stieg im Jahresvergleich auf 3,4 % und lag damit leicht über dem Vormonat von 3,3 %. Gleichzeitig entsprach der Wert exakt den Erwartungen der Analysten.
Auch auf Monatsbasis blieb der Core-PCE mit 0,3 % unverändert hoch. Zusätzlich wurde der Vormonat nachträglich von 0,2 % auf ebenfalls 0,3 % nach oben revidiert.
Von einer nachhaltigen Entspannung beim Inflationsdruck kann somit weiterhin keine Rede sein.
Gleichzeitig überraschte das US-BIP für das erste Quartal deutlich positiv. Mit einem Wachstum von 2,1 % lag der Wert klar über den erwarteten 1,6 % und weit über der vorherigen Schätzung von lediglich 0,5 %.
Auch der Arbeitsmarkt sendet bislang keine Rezessionssignale.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen bei rund 215.000 und damit erneut auf einem historisch niedrigen Niveau. Zwar wurden einzelne Arbeitsmarktdaten im Wochenverlauf unterschiedlich interpretiert, insgesamt bleibt das Bild jedoch eindeutig: Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin äußerst robust.
Zusammenfassend ergibt sich damit weiterhin folgendes Gesamtbild:
• robuste Konjunktur
• widerstandsfähiger Arbeitsmarkt
• steigendes Wirtschaftswachstum
• hartnäckige Inflation
• hawkishe Federal Reserve
Genau diese Kombination erklärt auch, weshalb der US-Dollar weiter aufwerten konnte und die Erwartungen an baldige Zinssenkungen erneut zurückgingen.
Rohöllagerbestände bleiben angespannt
Auch die US-Rohöllagerbestände standen in dieser Woche erneut im Fokus.
Die Lagerbestände gingen um 6,088 Millionen Barrel zurück und lagen damit erneut deutlich unter dem Durchschnitt. Zwar fiel der Rückgang etwas geringer aus als in der Vorwoche (-8,263 Mio.), dennoch bleibt das Angebotsumfeld weiterhin angespannt.
Fundamental hätte dieser Rückgang eigentlich unterstützend für den Ölpreis wirken müssen.
Der Markt konzentrierte sich jedoch fast ausschließlich auf die Entspannung im Nahen Osten und den wieder zunehmenden Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus. Dadurch überwogen letztlich die geopolitischen Faktoren deutlich gegenüber den eigentlichen Fundamentaldaten.
Unternehmensnews
SpaceX wird in den Nasdaq 100 aufgenommen
Eine der wichtigsten Unternehmensmeldungen der Woche kam aus dem Technologiesektor.
Nasdaq bestätigte offiziell, dass SpaceX bereits zum 7. Juli in den Nasdaq 100 aufgenommen wird.
Damit beginnt eine neue Phase für die Aktie.
Durch die Indexaufnahme müssen zahlreiche ETFs und passive Fonds automatisch SpaceX kaufen, um den Index korrekt abzubilden. Analysten von J.P. Morgan rechnen allein dadurch mit passiven Mittelzuflüssen von rund 4,3 Milliarden US-Dollar.
Kurzfristig dürfte dies die Nachfrage zusätzlich stützen.
Langfristig bleibt die Bewertung jedoch anspruchsvoll. Mehrere Analysten, darunter Morningstar, sehen die Aktie inzwischen als ambitioniert bewertet und rechnen nach dem ersten passiven Kaufdruck eher mit einer Normalisierung.
Nichtsdestotrotz bleibt SpaceX eines der spannendsten Unternehmen im gesamten KI- und Raumfahrtsektor und dürfte in den kommenden Quartalen weiterhin im Fokus institutioneller Investoren stehen.
Anthropic erhält wieder eingeschränkten Zugang
Auch im Bereich Künstliche Intelligenz gab es eine bedeutende Entwicklung.
Die US-Regierung lockerte ihre erst vor wenigen Wochen eingeführten Exportbeschränkungen gegenüber Anthropic teilweise wieder.
Das Unternehmen darf sein leistungsstärkstes KI-Modell Mythos 5 künftig erneut ausgewählten, vertrauenswürdigen US-Unternehmen sowie kritischen Infrastrukturbetreibern zur Verfügung stellen.
Die vollständige öffentliche Freigabe bleibt jedoch weiterhin aus.
Parallel bestätigte OpenAI, dass die öffentliche Einführung von GPT-5.6 auf Wunsch der US-Regierung zunächst verschoben wird. Hintergrund bleiben nationale Sicherheitsbedenken rund um besonders leistungsfähige Frontier-Modelle.
Die aktuelle Entwicklung zeigt eindrucksvoll, welche strategische Bedeutung moderne KI inzwischen für geopolitische Machtverhältnisse besitzt. Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend zu einem sicherheitspolitischen Thema und nicht mehr ausschließlich zu einem wirtschaftlichen Wettbewerb.
Micron bestätigt den KI-Boom
Auch Micron stand in dieser Woche im Mittelpunkt.
Das Unternehmen überzeugte mit starken Zahlen und bestätigte erneut die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Rechenzentren.
Vor allem die Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory (HBM) bleibt unverändert hoch.
Gleichzeitig mahnten viele Marktteilnehmer jedoch zur Vorsicht. Nach den enormen Kursanstiegen vieler KI-Aktien in den vergangenen Monaten nehmen Gewinnmitnahmen mittlerweile deutlich zu. Die operativen Entwicklungen bleiben zwar ausgesprochen stark, kurzfristig dürfte jedoch zunehmend die Bewertung in den Vordergrund rücken.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt gehörte in dieser Woche erneut zu den volatilsten Assetklassen. Nach dem deutlichen Gap-Up zu Wochenbeginn infolge der geopolitischen Unsicherheit konnte sich der Markt nicht nachhaltig oberhalb der wichtigen Widerstandszone etablieren. Bereits zum Wochenstart setzte massiver Verkaufsdruck ein, wodurch sämtliche Gewinne innerhalb weniger Handelstage wieder vollständig abgegeben wurden.
US Oil verlor in der Kalenderwoche 26 knapp 7 % und schloss bei rund 70,25 USD. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der Markt mittlerweile wieder auf dem Preisniveau notiert, das vor der gesamten Nahost-Eskalation gehandelt wurde.
Damit wurde nicht nur der geopolitische Risikoaufschlag vollständig ausgepreist, sondern gleichzeitig wichtige technische Unterstützungen unterschritten.
Besonders relevant:
• Schlusskurs unter dem Jahreseröffnungskurs 2025
• Schlusskurs unter dem Jahresclose 2024
• nachhaltiger Bruch der Schlüsselzone um 72 USD
• Wochenschluss nahe der psychologisch wichtigen 70-Dollar-Marke
Auf Monatssicht summiert sich der Rückgang inzwischen auf rund 20 %, womit Juni zu den schwächsten Ölmonaten der vergangenen Jahre zählt.
Fundamental beruhigte sich die Situation im Nahen Osten zunächst deutlich. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus normalisierte sich zunehmend und auch Saudi Aramco nahm seine Verladungen wieder auf. Dennoch zeigt der Freitagabend bereits, wie fragil diese Entspannung bleibt. Neue militärische Zwischenfälle zwischen den USA und dem Iran könnten bereits zum Wochenstart erneut für erhöhte Volatilität sorgen.
Die kommenden Handelstage werden entscheidend sein, ob sich US Oil oberhalb der 70-Dollar-Zone stabilisieren kann oder ob eine Fortsetzung der Korrektur in Richtung der nächsten Unterstützungen folgt.
US-Staatsanleihen
Nach der hawkishen FOMC-Sitzung blieb das Renditeniveau insgesamt weiterhin hoch. Im Wochenverlauf setzte jedoch eine moderate Entspannung ein.
Veränderung der Renditen:
• 3-jährige US-Treasuries: -2,39 %
• 5-jährige US-Treasuries: -2,30 %
• 10-jährige US-Treasuries: -1,80 %
• 30-jährige US-Treasuries: -0,68 %
Obwohl sämtliche Laufzeiten rückläufig waren, befinden sich die Renditen historisch weiterhin auf einem hohen Niveau.
Interessant ist hierbei vor allem die Marktreaktion:
Normalerweise würden fallende Renditen den Aktienmarkt zusätzlich unterstützen. Genau das blieb diese Woche jedoch aus. Stattdessen gerieten insbesondere Wachstumswerte und Technologietitel zunehmend unter Druck.
Dies deutet darauf hin, dass Anleger aktuell verstärkt Gewinne realisieren und das Marktumfeld deutlich vorsichtiger einschätzen als noch vor wenigen Wochen.
Gleichzeitig bleibt die Fed aufgrund der weiterhin robusten Konjunkturdaten in einer komfortablen Position, sodass kurzfristige Zinssenkungen zunehmend unwahrscheinlich erscheinen.
US-Dollar (DXY)
Der US-Dollar setzte seine beeindruckende Erholung auch in dieser Woche fort.
Der Dollar-Index legte rund 0,6 % zu und schloss bei 101,366 Punkten. Nachdem der Markt den Bereich um 101 Punkte nochmals erfolgreich getestet hatte, konnte sich der DXY erneut stabilisieren und den übergeordneten Aufwärtstrend bestätigen. Besonders bemerkenswert ist hierbei die Entwicklung im Juni:
Der Dollar gewinnt aktuell rund 2,4 % im Monatsvergleich und konnte damit aus seiner monatelangen Seitwärtsrange nach oben ausbrechen.
Fundamental bleibt das Umfeld für den Dollar ausgesprochen konstruktiv.
Die Kombination aus
• robuster US-Wirtschaft,
• steigender Inflation,
• höheren Wachstumserwartungen,
• einer weiterhin restriktiven Federal Reserve
• sowie anhaltender Safe-Haven-Nachfrage
spricht aktuell klar für den Greenback.
Bemerkenswert bleibt zudem, dass der Dollar trotz fallender Staatsanleiherenditen weiter zulegen konnte – ein weiteres Zeichen dafür, dass derzeit weniger die Zinsspreads, sondern vielmehr die Suche nach Sicherheit den Markt dominiert.
Volatilitätsindex (VIX)
Auch wenn die Aktienmärkte im Wochenverlauf deutlicher unter Druck gerieten, blieb der Volatilitätsindex insgesamt auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Der VIX stieg in dieser Woche um rund 13 % auf 18,4 Punkte.
Damit bewegt sich die implizite Volatilität weiterhin unter der wichtigen Marke von 20 Punkten, welche häufig als Grenze zwischen einem ruhigen Marktumfeld und einer echten Risikoaversion angesehen wird.
Von einer breiten Marktpanik kann derzeit also keine Rede sein. Vielmehr deutet die Entwicklung darauf hin, dass institutionelle Anleger ihre Risiken langsam reduzieren und erste Absicherungen aufbauen, ohne jedoch bereits in einen klassischen Risk-Off-Modus überzugehen.
Die kommenden beiden Handelstage zum Monats- und Quartalsende könnten hier nochmals deutlich mehr Bewegung bringen, insbesondere wenn institutionelle Portfolios im Zuge des Quartalsabschlusses umgeschichtet werden.
Risk Assets im Überblick
Bitcoin
Auch der Kryptomarkt stand in der vergangenen Handelswoche weiter unter deutlichem Verkaufsdruck. Bitcoin setzte die bereits in der Vorwoche begonnene Korrektur fort und verlor auf Wochensicht rund 4,6 %. Damit notiert die Kryptowährung aktuell wieder knapp oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 60.000 USD, nachdem zwischenzeitlich sogar das Wochentief sowie das bisherige Monatstief unterschritten wurden.
Im Tief fiel Bitcoin bis auf rund 58.140 USD zurück und testete damit die zentrale Unterstützungszone erneut. Zwar konnte sich der Markt von dort zunächst etwas stabilisieren, ein nachhaltiger Befreiungsschlag blieb bislang jedoch aus.
Noch deutlicher wird die Schwäche auf Monatssicht. Im Juni summiert sich das Minus inzwischen auf rund 18 %, womit Bitcoin den schwächsten Monatsverlauf seit längerer Zeit verzeichnet.
Charttechnisch bleibt die Lage daher angespannt. Solange sich Bitcoin nicht nachhaltig oberhalb der Marke von 60.000 USD etablieren kann, bleibt das Risiko weiterer Abgaben in Richtung 57.600 USD bestehen.
S&P 500
Während der Gesamtmarkt in den vergangenen Wochen noch von wenigen Schwergewichten getragen wurde, zeigten sich in KW26 erstmals deutlichere Ermüdungserscheinungen.
Der S&P 500 verlor auf Wochensicht rund 2,25 %, während sich das Minus im laufenden Monat inzwischen auf rund 2,5 % ausweitet.
Technisch besonders interessant ist hierbei die Struktur der vergangenen Wochen.
Bereits in der Vorwoche hatte sich erstmals eine größere bearish geprägte Wochenkerze gebildet. In dieser Woche gelang es den Käufern nicht mehr, neue Hochs auszubauen. Stattdessen entstand zunehmend der Eindruck einer möglichen Doppeltop-Formation.
Besonders relevant ist der Wochenschluss:
• Schlusskurs unter 7.500 Punkten
• Schlusskurs unter der wichtigen 7.401er Zone
• Schlusskurs unter den Tiefs der Vorwoche
Damit verschlechtert sich das kurzfristige technische Bild deutlich.
Für die kommende Woche rückt nun vor allem die Unterstützungszone um 7.250 Punkte in den Fokus. Sollte diese ebenfalls aufgegeben werden, dürfte sich die laufende Korrektur erheblich ausweiten.
Noch handelt es sich lediglich um Gewinnmitnahmen innerhalb eines übergeordnet intakten Aufwärtstrends. Dennoch zeigen sich erstmals seit längerer Zeit wieder klare Warnsignale im Chartbild.
Nasdaq 100
Noch deutlicher fiel die Schwäche im Technologiesektor aus.
Der Nasdaq verlor in KW26 knapp 4 % und steht im laufenden Monat inzwischen bei einem Minus von rund 4,7 %. Die gesamte Handelswoche verlief dabei nahezu ausschließlich in Richtung Süden.
Zwar gelang zu Wochenbeginn nochmals ein kurzfristiger Erholungsversuch, dieser wurde jedoch konsequent verkauft. Im weiteren Wochenverlauf dominierten nahezu ausschließlich die Verkäufer.
Besonders kritisch ist dabei der Wochenschluss.
Der Nasdaq schloss:
• unter der wichtigen 29.000-Punkte-Marke
• unter den Tagestiefs von Mittwoch und Donnerstag
• deutlich unter den kurzfristigen Unterstützungen
Auch auf Tagesbasis gelang es den Käufern nicht mehr, neue Hochs auszubauen.
Damit rücken nun die Tiefs im Bereich von 28.200 Punkten zunehmend in den Fokus. Sollte diese Zone unterschritten werden, würde sich das technische Bild nochmals deutlich eintrüben und eine größere Korrektur bestätigen.
Gerade vor dem Hintergrund der hohen Bewertungen vieler KI- und Technologiewerte bleiben kurzfristige Gewinnmitnahmen weiterhin absolut möglich.
US30 (Dow Jones)
Der Dow Jones präsentierte sich erneut deutlich robuster als die großen Technologieindizes.
Auf Monatssicht notiert der US30 weiterhin rund 1,8 % im Plus, während auf Wochensicht sogar ein leichtes Plus von rund 0,7 % erzielt werden konnte.
Der Grund hierfür bleibt unverändert:
Der Dow weist eine deutlich geringere Gewichtung großer Technologieunternehmen auf und profitierte stattdessen weiterhin von klassischen Industrie-, Finanz- und Value-Titeln.
Technisch verlief die Woche allerdings ebenfalls interessant.
Zum Wochenbeginn wurden nochmals die Tiefs der Vorwoche erfolgreich verteidigt. Anschließend gelang sogar ein Anstieg auf ein neues Allzeithoch im Bereich von rund 52.800 Punkten.
Allerdings blieb dieser Ausbruch nicht nachhaltig. Die Käufer konnten das neue Hoch nicht halten und wurden im weiteren Wochenverlauf konsequent abverkauft.
Besonders wichtig:
• Schlusskurs wieder unter 52.000 Punkten
• Schlusskurs nahezu auf Höhe des Donnerstag-Tiefs
• neues Hoch lediglich als Docht ausgebildet
• keine neuen Hochs auf Schlusskursbasis
Damit verschlechtert sich auch hier das kurzfristige Chartbild leicht.
Noch bleibt der Dow Jones im Vergleich zu Nasdaq und S&P 500 der stärkste US-Index. Dennoch zeigen sich auch hier erste Ermüdungserscheinungen.
DAX
Auch der DAX musste in dieser Woche erneut deutlich Federn lassen.
Auf Wochensicht verlor der deutsche Leitindex rund 1,44 %, während sich das Minus im laufenden Monat inzwischen auf rund 1,65 % beläuft.
Dabei verlief der Wochenstart zunächst durchaus konstruktiv.
Die Käufer versuchten mehrfach, die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten zurückzuerobern. Gleichzeitig wurde nochmals das Wochenhoch der Vorwoche angelaufen. Ein nachhaltiger Ausbruch gelang jedoch nicht. Stattdessen übernahmen im weiteren Wochenverlauf zunehmend die Verkäufer das Kommando.
Der Freitag brachte schließlich den entscheidenden Abverkauf.
Besonders kritisch ist hierbei der Wochenschluss.
Der DAX schloss nicht nur:
• unter der Marke von 25.000 Punkten
• unter dem Wochentief der Vorwoche
• sondern gleichzeitig auch unter der zentralen Unterstützungszone um 24.800 Punkte
Gerade dieser Bereich besitzt aus technischer Sicht enorme Bedeutung.
Hier verlaufen unter anderem:
• das Jahreshoch 2025,
• das Monatshoch aus April,
• sowie eine mehrfach getestete Unterstützungszone.
Mit dem Bruch dieser Marke trübt sich das kurzfristige Chartbild deutlich ein.
Für die kommende Woche richtet sich der Fokus nun klar auf die 24.500-Punkte-Zone. Sollte auch diese Unterstützung aufgegeben werden, dürfte sich die Korrektur nochmals deutlich beschleunigen.
Noch handelt es sich hierbei ausdrücklich nicht um einen Trendwechsel, sondern zunächst um eine technische Korrektur innerhalb des langfristigen Aufwärtstrends. Dennoch zeigen inzwischen nahezu alle großen Aktienindizes erste Schwächesignale.
Aus Sicht meiner persönlichen Markteinschätzung wird entscheidend sein, ob die Käufer in der kommenden Woche die genannten Unterstützungen verteidigen können oder ob die laufenden Gewinnmitnahmen in eine größere Korrektur übergehen.
Fazit der Woche
Die Kalenderwoche 26 markierte aus meiner Sicht einen wichtigen Wendepunkt.
Während die geopolitischen Risiken zunächst deutlich zurückgingen und der Ölpreis nahezu den gesamten Risikoaufschlag wieder abgab, zeigen sich an den Aktienmärkten zunehmend erste Ermüdungserscheinungen. Vor allem der Technologiesektor gerät nach den starken Anstiegen der vergangenen Monate verstärkt unter Verkaufsdruck.
Fundamental bleibt das Umfeld anspruchsvoll. Die US-Wirtschaft wächst stärker als erwartet, der Arbeitsmarkt präsentiert sich weiterhin robust und auch die Inflation bleibt hartnäckig hoch. Gleichzeitig hält die Federal Reserve an ihrem restriktiven Kurs fest, wodurch die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen weiter nach hinten verschoben wird.
Hinzu kommt, dass die geopolitische Lage im Nahen Osten trotz zwischenzeitlicher Entspannung alles andere als gelöst ist. Die jüngsten Zwischenfälle zwischen den USA und dem Iran zeigen eindrucksvoll, wie schnell sich das Sentiment wieder drehen kann.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind die kommenden beiden Handelstage. Mit dem Monats-, Quartals- und Halbjahresende stehen institutionelle Rebalancings an, die erfahrungsgemäß nochmals für erhöhte Volatilität sorgen können.
Aus meiner persönlichen Sicht beginnt die Fassade an den Märkten langsam zu bröckeln. Noch befinden wir uns nicht in einem bestätigten Abwärtstrend, allerdings nehmen die technischen Warnsignale mittlerweile deutlich zu. Die kommenden Handelstage dürften daher richtungsweisend für den weiteren Verlauf des Sommers werden.
Keine Anlageberatung – lediglich meine persönliche Markteinschätzung.
Den ausführlichen Wochenausblick inklusive aller relevanten Chartmarken, Makrodaten und Szenarien für die kommende Handelswoche veröffentliche ich morgen wie gewohnt in einem separaten Beitrag inklusive Video.
Ich wünsche euch allen ein erholsames Wochenende und einen guten Start in die letzte Handelswoche des Monats sowie des zweiten Quartals!
XAUUSD H1: Die Käufer gewinnen wieder die KontrolleGold zeigt derzeit positive Signale, nachdem sich seit dem starken Anstieg von der Unterstützung bei 3.970 USD eine Serie von höheren Hochs (Higher Highs) und höheren Tiefs (Higher Lows) gebildet hat. Dies deutet darauf hin, dass die Käufer kurzfristig weiterhin die Kontrolle über den Markt behalten.
Der Supertrend hat inzwischen auf ein bullisches Signal gewechselt. Nach einer leichten Korrektur im Bereich von 4.080 USD versuchen die Käufer nun, neue Dynamik aufzubauen, um den Kurs in Richtung 4.120–4.150 USD zu treiben.
Entry Focus:
Bevorzugt BUY, wenn der Preis den Bereich 4.075–4.080 USD verteidigt oder ein bullisches Bestätigungssignal liefert. SL: unter 4.040 USD. TP: 4.150 USD.
Invalidation:
Das bullische Szenario verliert seine Gültigkeit, wenn der Preis unter 4.040 USD fällt und die Struktur der Higher Lows durchbricht.
Dieses Szenario stellt lediglich eine persönliche Einschätzung dar. Bitte treffen Sie Ihre Handelsentscheidungen auf Grundlage Ihrer eigenen Analyse.
XAUUSDHallo Trader!
Was ist eure aktuelle Meinung zu GOLD?
Gold versucht nach einer längeren Abwärtsbewegung, sich wieder über der wichtigen Nachfragezone bei 4.000 US-Dollar zu stabilisieren. Dieses Niveau hat bereits mehrfach als starke Unterstützungszone funktioniert und stimmt zudem mit der unteren Begrenzung der übergeordneten bärischen Struktur überein. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen bullischen Erholung.
Vor Kurzem konnte der Preis die kurzfristige fallende Trendlinie nach oben durchbrechen und hält sich nun über der wichtigen Unterstützungszone. Solange dieser Breakout gültig bleibt, könnte Gold seine Erholung in Richtung des 50%-Fibonacci-Retracements bei etwa 4.170 US-Dollar fortsetzen.
Wenn die Käufer die Kontrolle behalten und das Momentum weiter zunimmt, könnte das nächste bullische Ziel im Bereich des 61,8%-Fibonacci-Retracements nahe 4.220 US-Dollar liegen. Diese Zone stellt zugleich einen wichtigen Widerstandsbereich dar, den man im Blick behalten sollte.
Dennoch bleibt die mittelfristige Marktstruktur weiterhin bärisch. Daher sollte diese Aufwärtsbewegung vorerst eher als korrektive Rally innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends betrachtet werden und nicht als vollständige Trendumkehr. Ein klarer Bruch unter die Nachfragezone bei 4.000 US-Dollar würde das bullische Szenario ungültig machen und könnte den Weg für eine weitere Abwärtsbewegung öffnen.
Was denkt ihr über dieses Setup?
Wenn euch diese Analyse geholfen hat, unterstützt sie gerne mit einem Like und teilt eure Meinung in den Kommentaren. Viel Erfolg und handelt vorsichtig!
Volatile Seitwärtsbewegung und bärische MarktstrukturGold zeigte im gesamten Handelsverlauf eine typische volatile Seitwärtsbewegung mit häufigen Intraday-Schwankungen, die innerhalb der etablierten Handelsspanne klare strukturelle Short-Chancen boten.
Der Preis stieß bei einem erneuten Test der zentralen Widerstandszone zwischen 4000 und 3990 auf anhaltenden Verkaufsdruck, was eine stetige Abwärtsbewegung in Richtung Niveau 3980 auslöste. Nach Erreichen der nahen Unterstützung um 3970 kam es zu einer bullischen technischen Korrektur, die einen leichten Preisanstieg und eine vorübergehende Seitwärtsbewegung verursachte.
Im Anschluss an die intraday Rückbewegung erholte sich der Preis erneut bis zur kritischen Widerstandszone 4020–4030, wo sich bärische Dynamik deutlich durchsetzte. Diese wichtige Angebotszone begrenzte weitere Aufwärtsversuche wirkungsvoll und führte zu einer deutlichen Abwärtsreaktion, wodurch der intraday Kurszyklus abgeschlossen wurde.
Aktuelle Marktaussicht
Die aktuelle Erholung stellt lediglich eine kurzfristige technische Korrektur innerhalb des übergeordneten Abwärtstrends dar und keine vollständige Trendwende. Die allgemeine Marktstruktur bleibt auf höheren Zeitfenstern eindeutig bärisch, während die Aufwärtsdynamik keine nachhaltige Stärke aufweist.
Zukünftige kurzfristige Erholungen in Richtung wichtiger Widerstandszonen bieten weiterhin hochwahrscheinliche bärische Handelsgelegenheiten. Die grundlegende Marktausrichtung bleibt weiterhin „Verkaufen bei Anstiegen“. Diese bärische Einschätzung behält ihre Gültigkeit, solange der Preis keinen nachhaltigen und entschlossenen Ausbruch über die zentrale obere Widerstandszone vollzieht.
- Sell: 4040 - 4030
- TP: 4000 - 3980 - 3960
XAUUSDDie gestern Abend veröffentlichte Kern-PCE-Jahresrate belief sich auf 3,4 %, entsprach den Markterwartungen und erreichte einen Zweijahreshöchstwert. Zusammen mit der deutlichen Aufwärtskorrektur des endgültigen BIP-Werts des ersten Quartals auf 2,1 % stärken die robuste US-Wirtschaftsleistung in Kombination mit einer hartnäckigen Inflation gemeinsam die hawkishe Haltung der Federal Reserve. Der CME-Markt preist weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von 70 % für eine Zinserhöhung im September ein, während die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf hohem Niveau verbleibt. Dadurch steigen die Haltekosten für zinsloses Gold an, was zu anhaltenden Kapitalabflüssen aus Gold-ETFs führt. Nach der Veröffentlichung der Daten folgte der Markt dem Muster „Kaufe die Gerüchte, verkaufe die Fakten“. Der US-Dollar und die Staatsanleiherenditen gaben geringfügig nach, wodurch der Goldpreis vom Tief von 3978 auf etwa 4022 anstieg. Diese Bewegung stellt lediglich eine technische Korrektur durch das Schließen von Short-Positionen dar und keine vollständige Trendwende.
Die gesamte Marktstruktur zeichnet sich durch einen langfristigen bärischen Trend in Kombination mit einer kurzfristigen Seitwärtskonsolidierung auf niedrigerem Niveau aus. Alle Erholungen sind vorläufige Entspannungen innerhalb eines breiteren Abwärtstrends mit begrenztem Aufwärtspotenzial. Die zentrale Handelsstrategie besteht darin, bei jeder Erholung zu verkaufen. Lediglich sehr kleine Positionsgrößen dürfen für kurzfristige korrigierende Aufwärtsbewegungen eingesetzt werden; große Käufe am Tiefpunkt mit der Wette auf eine Trendwende sind streng verboten.
4050 stellt die starke Widerstandszone für die aktuelle Erholung dar. Anhaltende Kursgewinne bei Nasdaq-Futures begrenzen das Aufwärtspotenzial von Gold. Sobald der Preis an dieser Widerstandsebene abgelehnt wird, wird Gold seinen Abwärtstrend wieder aufnehmen, was der mittelfristigen bärischen Ausrichtung entspricht.
Handelsstrategie:
Verkaufen 4045 - 4050
Stop-Loss 4075
Take-Profit 4020 - 3990 - 3960
Tagesanalyse zum GoldmarktDer US-Dollar und die US-Staatsanleihen belasten das unverzinsliche Gold, sodass die generelle bärische Grundtendenz unverändert bleibt. Gold verzeichnete heute eine Erholungsbewegung, die lediglich eine technische Korrektur nach dem vorherigen Abwärtstrend darstellt – keine vollständige Umkehr des Abwärtstrends.
Auf dem Tageschart befindet sich der wichtige Widerstand bei rund 4100; Preise geraten an dieser Zone schnell ins Stocken und fallen wieder zurück. Der mittelfristige starke Widerstand liegt zwischen 4150 und 4200. Hier haben sich zahlreiche alte gefangene Positionen angesammelt, ein Durchbruch ist kurzfristig unwahrscheinlich.
Der kurzfristige Unterstützungsbereich liegt bei 4050 bis 4030, bei Rückläufen entstehen hier Kaufinteressen. Die entscheidende untere Basisunterstützung liegt bei 4000–3980, dem Tiefpunkt dieser aktuellen Abwärtsbewegung. Ein nachhaltiger Bruch unter diesen Bereich eröffnet weitreichendere Abwärtspotenziale.
🎯 Ich teile täglich meine Handelsstrategien mit.
GBPUSD H1: Warten auf den H1-Ausbruch über die Marke von 1.3250Aktueller Kontext:
Der GBPUSD befindet sich in einer Erholungsphase, nachdem er im Bereich der Demand Zone (Nachfragezone) von 1.3160 – 1.3190 einen Boden gebildet hat. Der Kaufdruck ist deutlicher geworden, da sich der Kurs kontinuierlich über der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie hält und beginnt, sich der nahegelegenen Widerstandszone zu nähern.
Wichtige Zone:
Die Marke von 1.3250 ist der entscheidende Bereich, den es genau zu beobachten gilt. Hier wird sich zeigen, ob die Käufer genug Kraft haben, um die Erholung auszuweiten. Wenn der Kurs diese Zone durchbricht, wird sich die kurzfristige Aufwärtsstruktur deutlicher bestätigen.
Hauptszenario:
Wenn die H1-Kerze über 1.3250 schließt, wird das Buy-Setup (Kaufsignal) aktiviert. In diesem Fall liegt das nächste Ziel bei 1.3300.
Risikoszenario:
Sollte der Kurs bei 1.3250 abgewiesen werden, könnte sich die Erholung abschwächen. In diesem Fall könnte der GBPUSD zurückkehren, um die Zone von 1.3190 – 1.3160 erneut zu testen.
Handelsplan:
Entry (Einstieg): Buy über 1.3250 nach Bestätigung durch die H1-Kerze
SL (Stop Loss): Unter 1.3190
TP1 (Take Profit 1): 1.3300
Risikomanagement hat nach wie vor oberste Priorität.
Lassen Sie uns gemeinsam eine starke Trading-Community aufbauen!
DAS RICHTIGE DENKEN ÜBER DAS TRIPLE TOP MUSTERHallo, Trader! 👋
Die meisten Menschen schauen auf das Triple Top Muster und sehen nur ein Verkaufssignal. Aber Trader, die den Markt wirklich verstehen, sehen etwas ganz anderes — sie sehen drei Chancen, die der Markt ihnen bietet, bevor der Preis zusammenbricht.
Heute werde ich für immer verändern, wie du dieses Muster siehst.
🔵 Was ist ein Triple Top — und warum entsteht es?
Das Triple Top ist ein Umkehrmuster, das sich bildet, wenn der Preis dreimal hintereinander dieselbe Widerstandszone testet, aber jedes Mal scheitert. Mit jedem Berühren der Spitze werden die Käufer schwächer — und die Verkäufer werden stärker, geduldiger und selbstsicherer.
Aber hier ist, was dir kaum jemand sagt: Dieses Muster bildet sich nicht an einem einzigen Tag. Es erzählt eine Geschichte — und du hast drei Chancen, diese Geschichte zu lesen, bevor sie endet.
🔴 Warum verpassen die meisten Trader dieses Muster?
Weil sie das Triple Top erst erkennen, nachdem die Nackenlinie bereits gebrochen wurde. Zu diesem Zeitpunkt hat der Markt bereits 70–80% der gesamten Bewegung zurückgelegt — und sie steigen spät ein, mit hohem Risiko und instabiler Psychologie.
Erfahrene Trader warten nicht auf späte Bestätigungen. Sie lesen die Signale frühzeitig und handeln schrittweise.
✅ Die drei echten Chancen im Triple Top Muster
1️⃣ Erster Gipfel — Identifikation der Widerstandszone
Wenn der Preis zum ersten Mal eine starke Widerstandszone berührt und nach unten abprallt — ist das noch kein sofortiges Verkaufssignal. Aber genau jetzt musst du diese Zone in deinem Chart markieren. Die erste starke Ablehnung vom Widerstand ist das Fundament der gesamten Geschichte, die sich danach entfalten wird.
Erste Chance: merken und beobachten.
2️⃣ Zweiter Gipfel — Bestätigung der Widerstandszone
Wenn der Preis sich erholt und dieselbe Zone erneut testet, aber wieder abgewiesen wird — ist es Zeit, ernsthaft aufzupassen. Zwei Ablehnungen in derselben Zone sind kein Zufall. Das ist Smart Money, das Positionen verkauft.
Zweite Chance: vorsichtiger Short-Einstieg mit Stop-Loss knapp über der Widerstandszone, Ziel ist die Nackenlinie darunter. Niedriges Risiko, angemessenes Chance-Risiko-Verhältnis.
3️⃣ Dritter Gipfel — Die finale Bestätigung
Der Preis testet die Zone ein drittes Mal — und scheitert erneut. In diesem Moment sind die Käufer vollständig erschöpft. Der Schwung lässt nach, das Volumen sinkt, Ablehnungskerzen erscheinen. Dies ist der dritte Einstiegspunkt und gleichzeitig derjenige, bei dem die meisten Trader am zuversichtlichsten sind.
Dritte Chance: Short-Einstieg mit höchster Erfolgswahrscheinlichkeit — warte auf eine bestätigende Ablehnungskerze am dritten Gipfel, bevor du handelst.
💡 Nackenlinie-Ausbruch — kein Einstiegspunkt, sondern ein Bestätigungspunkt
Viele glauben, der Ausbruch der Nackenlinie sei der beste Einstiegspunkt. In Wirklichkeit ist es der sicherste Einstiegspunkt — aber nicht der beste in Bezug auf das Chance-Risiko-Verhältnis. Trader, die die drei Gipfel frühzeitig erkannt haben, halten bereits profitable Positionen, bevor die Nackenlinie gebrochen wird.
Wenn die Nackenlinie bricht, nutze das um: zur Position hinzuzufügen, den Stop-Loss auf Break-Even zu verschieben oder einfach zu bestätigen, dass dein Szenario richtig ist.
⚠️ Fallen, die es zu vermeiden gilt
Nicht jede Formation mit drei Hochpunkten ist ein Triple Top. Versuche nicht, das Muster in einen Chart zu zwingen, wenn es dort nicht wirklich vorhanden ist. Ein echtes Triple Top erfordert drei annähernd gleich hohe Gipfel, eine klar erkennbare Nackenlinie, und in der Regel wird jeder folgende Gipfel bei geringerem Volumen gebildet — das ist das Zeichen dafür, dass die Käufer allmählich erschöpfen.
💬 Zusammenfassend
Der Markt verbirgt nichts. Er erzählt seine Geschichte offen — durch jeden Gipfel, jedes Tief, jede Kerze. Das Triple Top ist nicht nur ein technisches Muster. Es ist die Geschichte eines Kampfes zwischen Käufern und Verkäufern, bei dem die Verkäufer Schritt für Schritt gewinnen.
Und wenn du zuhören kannst, wird dir der Markt nicht eine — sondern drei Chancen geben, auf der richtigen Seite einzusteigen.
NASDAQ: Doppeltop, Nackenlinie im FokusDer Preis hat im Hochbereich eine Double-Top- / M-Pattern-Struktur abgeschlossen. Die letzten beiden Swings wurden erneut an derselben Widerstandszone zurückgewiesen, was zeigt, dass die Käufer im oberen Bereich zunehmend an Kontrolle verlieren.
Aktuell befindet sich der Preis direkt über der Neckline-Support-Zone bei 28.200 – 28.500. Das ist das entscheidende Level, das bestimmt, ob das bearishe Muster wirklich gültig wird oder nicht.
Wichtig ist jetzt ein klarer Break und Close unterhalb der Neckline. Wenn diese Bestätigung erscheint, könnte sich weiterer Verkaufsdruck in Richtung 26.000 öffnen. Solange die Neckline jedoch nicht gebrochen ist, bleibt dieses Muster nur ein potenzielles Setup und noch kein bestätigtes Signal. Geduld bleibt hier daher der wichtigste Faktor.
DAX Tagesausblick 26.Juni-25.000 Punkte Marke schwerer Gegner!Der gestrige Handelstag hatte es fundamental erneut in sich. Während die US-Konjunkturdaten insgesamt deutlich robuster ausfielen als erwartet und eigentlich für weiteren Druck auf Risk Assets hätten sorgen müssen, blieb die große Verkaufswelle aus. Stattdessen zeigten sich die Märkte erstaunlich widerstandsfähig. Genau diese Diskrepanz zwischen Fundamentaldaten und Marktreaktion dürfte heute sowie vor allem in den letzten Handelstagen des Monats und Quartals eine entscheidende Rolle spielen.
Neben den Konjunkturdaten rückte erneut die geopolitische Lage im Nahen Osten in den Fokus. Gleichzeitig sorgten Micron mit überragenden Quartalszahlen sowie zahlreiche Analysten-Upgrades im KI-Sektor für Rückenwind im Technologiesektor. Auf der anderen Seite mehren sich jedoch die Hinweise, dass die Bewertung vieler KI-Unternehmen inzwischen extrem ambitioniert geworden ist und die Erwartungen entsprechend hoch liegen.
Vor dem Wochenende treffen damit mehrere Faktoren aufeinander: eine weiterhin restriktive Geldpolitik, robuste US-Wirtschaftsdaten, fragile geopolitische Entwicklungen sowie mögliche Gewinnmitnahmen zum Monats- und Quartalsende.
Geopolitische Lage
Die Lage im Nahen Osten bleibt trotz des jüngsten Waffenstillstands zwischen Iran und Israel weiterhin angespannt. Zwar hat sich die unmittelbare militärische Eskalation deutlich beruhigt, von einer nachhaltigen Entspannung kann jedoch noch keine Rede sein.
Besonders im Fokus bleibt weiterhin die Straße von Hormus. Nachdem in den vergangenen Tagen Sorgen über eine mögliche Blockade oder massive Einschränkungen bestanden hatten, zeigen aktuelle Schifffahrtsdaten inzwischen wieder eine deutliche Normalisierung des Verkehrs. Zahlreiche Tanker passieren die Meerenge wieder regulär und der Schiffsverkehr bewegt sich inzwischen teilweise sogar wieder auf oder leicht über dem langfristigen Durchschnitt. Damit fällt ein erheblicher Teil der zuvor eingepreisten geopolitischen Risikoprämie im Ölmarkt zunächst wieder weg.
Dennoch bleibt die Situation fragil. Die Versicherungsprämien für Tanker befinden sich weiterhin auf außergewöhnlich hohen Niveaus und liegen um ein Vielfaches über den üblichen Kosten vor Beginn der Eskalation. Zudem wurden zuletzt erneut Zwischenfälle mit Handelsschiffen in der Region gemeldet, weshalb das Risiko weiterer Störungen keineswegs vollständig verschwunden ist.
Auch diplomatisch laufen die Gespräche weiter. Zwischen den USA und Iran werden die technischen Verhandlungen nach dem jüngsten Waffenstillstand fortgesetzt. Beide Seiten arbeiten derzeit an mehreren Arbeitsgruppen, die sich unter anderem mit Sanktionen, der zukünftigen nuklearen Überwachung sowie Sicherheitsfragen in der Region beschäftigen. Eine endgültige Einigung steht allerdings weiterhin aus.
Iran betonte zuletzt erneut, dass sämtliche Schiffsbewegungen in der Straße von Hormus unter eigener Kontrolle stünden und sämtliche Regelungen eingehalten werden müssten. Gleichzeitig machten die USA deutlich, dass man keinerlei Gebühren oder Einschränkungen für den internationalen Schiffsverkehr akzeptieren werde.
Auch die Lage zwischen Israel und der Hisbollah bleibt weiterhin angespannt. Zwar kam es zuletzt zu deutlich weniger Angriffen als noch vor wenigen Wochen, eine politische Lösung ist allerdings weiterhin nicht in Sicht. Israel besteht auf Sicherheitsgarantien entlang der Grenze zum Libanon, während Iran einen vollständigen Rückzug israelischer Truppen als Voraussetzung für weitere Fortschritte betrachtet.
Insgesamt bleibt die geopolitische Situation daher zwar deutlich entspannter als noch vor einer Woche, jedoch keineswegs gelöst. Für die Finanzmärkte bedeutet dies, dass die unmittelbare Öl-Risikoprämie weiter zurückgeht, geopolitische Überraschungen jedoch jederzeit wieder zu erhöhter Volatilität führen können.
KI-Sektor bleibt der wichtigste Treiber
Während geopolitisch vor allem die Risikoprämie zurückgeht, richtet sich der Fokus der Anleger zunehmend wieder auf die laufende Berichtssaison der Technologieunternehmen.
Der klare Gewinner des gestrigen Handelstages war Micron.
Der Speicherhersteller präsentierte Quartalszahlen, welche die ohnehin bereits sehr hohen Erwartungen deutlich übertrafen. Sowohl Umsatz als auch Gewinn lagen klar über den Analystenschätzungen. Besonders positiv wurde jedoch erneut der Ausblick aufgenommen.
Micron rechnet weiterhin mit einer außergewöhnlich starken Nachfrage nach High-Bandwidth-Memory (HBM), welche insbesondere für KI-Beschleuniger von Nvidia, AMD sowie weiteren Rechenzentrumsanwendungen benötigt werden.
Mehrere Analysten erhöhten daraufhin unmittelbar ihre Kursziele. Bank of America hob ihr Kursziel auf 1.550 US-Dollar an, RBC, Citi sowie zahlreiche weitere Investmentbanken bestätigten ihre Kaufempfehlungen und erwarten weiterhin zweistellige Kurspotenziale. Besonders bemerkenswert ist dabei die Aussage mehrerer Analysten, wonach Micron bereits für große Teile der Jahre 2026 und 2027 nahezu ausverkauft sei. Das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bleibe außergewöhnlich angespannt und eine deutliche Entspannung werde frühestens in sechs bis acht Quartalen erwartet.
Damit bleibt die strukturelle KI-Nachfrage weiterhin vollständig intakt.
Gleichzeitig zeigt sich jedoch auch die Kehrseite dieses Booms.
Apple kündigte deutliche Preiserhöhungen für zahlreiche Produkte an. Sowohl MacBooks als auch iPads und weitere Geräte werden teilweise um mehrere hundert US-Dollar teurer. Hintergrund sind steigende Produktionskosten sowie höhere Preise für Speicher- und Halbleiterkomponenten.
Der Begriff der sogenannten “Chipflation” gewinnt damit zunehmend an Bedeutung. Während KI-Unternehmen enorme Investitionen tätigen, steigen gleichzeitig die Hardwarekosten entlang der gesamten Lieferkette.
Auch Meta, Alphabet, Microsoft und weitere Hyperscaler investieren weiterhin Milliardenbeträge in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur. Diese Investitionen bleiben aktuell der wichtigste Wachstumstreiber für den gesamten Technologiesektor.
Für den Nasdaq bedeutet dies weiterhin Rückenwind auf fundamentaler Seite.
Gleichzeitig steigen jedoch auch die Erwartungen kontinuierlich weiter an. Nach der massiven Rally der vergangenen Monate wird es zunehmend schwieriger, diese hohen Bewertungen dauerhaft zu rechtfertigen. Jede Enttäuschung bei den kommenden Quartalszahlen könnte deshalb deutlich stärkere Kursreaktionen auslösen als noch zu Beginn des Jahres.
Fed- und EZB-Speaker im Fokus
Neben den Unternehmenszahlen standen gestern erneut zahlreiche Aussagen verschiedener Notenbankvertreter im Mittelpunkt.
EZB-Chefvolkswirt Philip Lane betonte erneut, dass die Inflation zwar Fortschritte mache, die Arbeit der Europäischen Zentralbank jedoch noch nicht vollständig abgeschlossen sei. Insgesamt wirkten seine Aussagen eher neutral bis leicht restriktiv.
Auch aus den USA kamen mehrere wichtige Kommentare.
Fed-Gouverneurin Michelle Bowman blieb ihrer zuletzt eher hawkischen Linie treu und verwies erneut auf weiterhin bestehende Inflationsrisiken. Solange die Preisentwicklung nicht nachhaltig Richtung Zwei-Prozent-Ziel zurückkehre, sei eine vorschnelle Lockerung der Geldpolitik nicht angemessen.
New-York-Fed-Präsident John Williams zeigte sich etwas ausgewogener. Er erklärte, dass sich der Inflationsdruck im weiteren Jahresverlauf voraussichtlich abschwächen dürfte. Gleichzeitig betonte er jedoch ebenfalls, dass die Inflation weiterhin zu hoch liege und die Geldpolitik deshalb restriktiv bleiben müsse.
Chicago-Fed-Präsident Austan Goolsbee sprach von einem “kleinen Hoffnungsschimmer” bei der Entwicklung der Dienstleistungsinflation. Auch er machte jedoch deutlich, dass die Preisentwicklung weiterhin oberhalb des Zielbereichs liege.
Insgesamt ergab sich aus sämtlichen Aussagen kein wirklich dovisher Impuls.
Vielmehr bestätigten die Notenbankvertreter erneut das Bild einer Federal Reserve, die sich aktuell keinerlei Druck verspürt, kurzfristig die Zinsen zu senken. Genau diese Haltung erklärt auch, weshalb Zinssenkungserwartungen zuletzt erneut zurückgenommen wurden.
Trotzdem reagierten weder Anleiherenditen noch US-Dollar mit einem nachhaltigen Ausbruch nach oben.
Der Grund dafür dürfte vor allem darin liegen, dass ein großer Teil dieser restriktiven Erwartungen bereits im Vorfeld eingepreist worden war.
Fundamentaldaten gestern
Auch die gestrigen US-Konjunkturdaten fielen insgesamt robuster aus als erwartet und bestätigten erneut, dass sich die amerikanische Wirtschaft trotz der restriktiven Geldpolitik weiterhin äußerst widerstandsfähig zeigt. Besonders das BIP für das erste Quartal überraschte positiv und wurde mit 2,1 % veröffentlicht, nachdem lediglich 1,6 % erwartet worden waren. Gleichzeitig blieb auch der Arbeitsmarkt stabil. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen mit 215.000 erneut unter den Erwartungen von 225.000, was die weiterhin robuste Beschäftigungssituation unterstreicht.
Auf der Inflationsseite blieb das Bild ebenfalls anspruchsvoll. Der Core PCE Preisindex auf Jahresbasis lag mit 3,4 % weiterhin deutlich oberhalb des Inflationsziels der Fed und auch der monatliche Anstieg bestätigte, dass sich der Preisauftrieb bislang nur langsam abschwächt. Der gesamte PCE-Preisindex stieg auf 4,1 % gegenüber dem Vorjahr und markierte damit den höchsten Wert seit April 2023. Gleichzeitig überraschten die Konsumausgaben mit einem Plus von 0,7 % ebenfalls positiv und lagen oberhalb der Markterwartungen.
Die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter fielen zwar erneut negativ aus, entwickelten sich mit -4,5 % jedoch etwas besser als prognostiziert. Auch die Kernaufträge zeigten sich robuster als erwartet. Insgesamt ergab sich damit ein nahezu geschlossenes Bild einer weiterhin starken US-Wirtschaft.
Fundamental betrachtet hätte genau diese Kombination eigentlich einen stärkeren US-Dollar, steigende Renditen und Druck auf Aktien sowie andere Risk Assets auslösen müssen. Genau dieses Szenario hatte ich bereits gestern im PCE-Video angesprochen.
Die Marktreaktion fiel jedoch deutlich moderater aus.
Der Grund dürfte vor allem darin liegen, dass ein großer Teil dieser Entwicklung bereits im Vorfeld eingepreist war. Nach den hawkishen Aussagen der Federal Reserve sowie den zuletzt gestiegenen Inflationserwartungen wartete der Markt auf einen erneuten negativen Überraschungseffekt. Dieser blieb jedoch aus. Die Daten bestätigten vielmehr das bereits bekannte Bild, ohne die Erwartungen nochmals deutlich nach oben zu verschieben. Entsprechend kam es weder zu einer erneuten Dollar-Rally noch zu einem massiven Abverkauf an den Aktienmärkten.
Fundamentaldaten heute
Der heutige Handelstag fällt fundamental deutlich ruhiger aus. Dennoch stehen einige wichtige Daten sowie mehrere Reden von Notenbankvertretern auf dem Programm.
Im Mittelpunkt stehen die finalen Michigan-Daten. Besonders relevant bleiben dabei die Inflationserwartungen der Verbraucher sowohl auf Sicht von einem Jahr als auch von fünf Jahren. Sollten diese erneut steigen, dürfte dies den restriktiven Kurs der Federal Reserve zusätzlich untermauern. Rückläufige Inflationserwartungen hingegen könnten den Märkten kurzfristig etwas Luft verschaffen.
Ebenfalls veröffentlicht wird das finale Michigan Consumer Sentiment sowie die Konsumentenerwartungen. Beide Indikatoren liefern wichtige Hinweise auf die zukünftige Konsumstimmung in den USA und damit auf die Entwicklung der größten Volkswirtschaft der Welt.
Darüber hinaus stehen mit John Williams sowie Neel Kashkari erneut zwei Fed-Mitglieder auf der Agenda. Nachdem sich die Fed in den vergangenen Tagen überwiegend restriktiv äußerte, dürfte der Markt sehr genau beobachten, ob dieser Ton bestätigt oder möglicherweise etwas abgeschwächt wird.
In Europa richtet sich der Blick zusätzlich auf Bundesbank-Präsident Joachim Nagel. Neue geldpolitische Impulse werden hier allerdings aktuell kaum erwartet.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Bereits im gestrigen Ausblick hatte ich darauf hingewiesen, dass sich im Bereich unterhalb von 70 US-Dollar eine erste technische Gegenbewegung im Ölpreis entwickeln könnte. Genau dieses Szenario ist eingetreten.
US Oil konnte sich zuletzt um rund 2,5 % erholen und schloss wieder oberhalb von 71 US-Dollar. Aus charttechnischer Sicht bleibt nun vor allem der Bereich zwischen 72,00 und 72,50 US-Dollar entscheidend. Erst wenn diese Widerstandszone nachhaltig überwunden wird, eröffnet sich weiteres Potenzial in Richtung 77 US-Dollar.
Scheitert der Ölpreis hingegen erneut an dieser Zone, bleibt ein erneuter Rückgang unter die Marke von 70 US-Dollar das wahrscheinlichere Szenario. Die nachlassende geopolitische Risikoprämie durch die wieder zunehmende Schifffahrt in der Straße von Hormus spricht aktuell eher für eine Entspannung am Ölmarkt.
US-Staatsanleihen
Auch an den Anleihemärkten setzte sich die Erholung fort.
Die Renditen der US-Staatsanleihen gaben in den vergangenen Handelstagen erneut deutlich nach. Besonders die kürzeren Laufzeiten verloren kräftig an Dynamik. Dies zeigt, dass der Markt den größten Teil des hawkishen Fed-Schocks inzwischen verarbeitet hat.
Sinkende Renditen wirken grundsätzlich unterstützend für Wachstumswerte und Technologieaktien. Gleichzeitig verdeutlichen sie aber auch, dass der Markt derzeit keine weitere Eskalation auf der Zinsseite erwartet.
US-Dollar (DXY)
Auch der US-Dollar lieferte gestern eine äußerst interessante Reaktion.
Obwohl nahezu sämtliche Fundamentaldaten eigentlich für einen stärkeren Dollar gesprochen hätten, konnte der Dollar Index diesen Vorteil nicht nutzen und schloss den Handelstag sogar schwächer.
Für mich ist das ein klassisches Zeichen dafür, dass ein Großteil der positiven Dollar-Nachrichten bereits vollständig eingepreist war. Der Markt benötigte einen neuen Überraschungseffekt, um eine weitere Aufwärtsbewegung einzuleiten. Dieser blieb jedoch aus.
Charttechnisch bleibt nun der Bereich um 101,50 Punkte entscheidend. Solange der Dollar darunter handelt und insbesondere den gestrigen Tagesschluss bei rund 101,29 Punkten unterschreitet, kann ich mir eine weitere Korrektur in Richtung 101,00 Punkte vorstellen.
Sollte der Dollar hingegen wieder über 101,50 Punkte zurückkehren, wäre ein erneuter Test der Hochs um 101,70 Punkte durchaus möglich.
VIX
Der Volatilitätsindex bleibt weiterhin ausgesprochen ruhig.
Mit einem Schlusskurs knapp unter 19 Punkten bewegt sich der VIX weiterhin auf einem Niveau, das historisch betrachtet noch keinerlei echte Stresssignale liefert. Trotz der geopolitischen Unsicherheiten bleibt die implizite Volatilität damit vergleichsweise niedrig.
Erst ein nachhaltiger Anstieg über die Marke von 20 bis 22 Punkten würde das Bild für Risk Assets deutlich eintrüben.
Risk Assets im Überblick
Bitcoin
Auch am Kryptomarkt setzte sich gestern zunächst die Schwäche fort. Bitcoin verlor auf Tagesbasis rund 2,2 % und testete erneut den Bereich um 58.000 US-Dollar. Besonders wichtig war dabei allerdings weniger das Tagestief als vielmehr der Schlusskurs. Die Daily-Kerze schloss unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 60.000 US-Dollar und lieferte damit aus technischer Sicht ein starkes bearishes Signal.
Zwar sehen wir zum Wochenschluss bereits wieder eine leichte Erholung zurück über die 60.000-Dollar-Marke, dennoch bleibt entscheidend, ob dieser Bereich nachhaltig zurückerobert werden kann oder lediglich einen kurzfristigen Rebound darstellt. Sollte das allgemeine Risk-Off-Sentiment zum Monats- und Quartalsende zunehmen, dürfte auch Bitcoin erneut unter Druck geraten.
An meiner übergeordneten Einschätzung hat sich daher nichts geändert. Solange sich das makroökonomische Umfeld nicht deutlich aufhellt, bleibe ich für Bitcoin vorsichtig. Zunächst bleibt die Zone um 57.600 US-Dollar ein realistisches Ziel. Sollte sich die Korrektur an den Aktienmärkten ausweiten und Gewinnmitnahmen einsetzen, halte ich mittelfristig sogar einen Rücklauf in Richtung 50.000 US-Dollar weiterhin für möglich.
Nvidia
Auch Nvidia zeigte gestern erste Ermüdungserscheinungen. Nach der außergewöhnlichen Rally der vergangenen Monate verlor die Aktie erneut rund 1,6 % und schloss unterhalb der wichtigen 200-Dollar-Marke. Gleichzeitig wurde zwischenzeitlich sogar das Monatstief aus dem Mai unterschritten.
Zwar konnte die Aktie diesen Bereich zum Handelsschluss wieder leicht zurückerobern, dennoch bleibt das Chartbild kurzfristig angeschlagen. Besonders die Unterstützungszone zwischen 189 und 186 US-Dollar rückt nun zunehmend in den Fokus. Sollte diese Zone ebenfalls aufgegeben werden, könnte sich die laufende Konsolidierung deutlich beschleunigen.
Fundamental bleibt Nvidia selbstverständlich einer der größten Gewinner des KI-Booms. Kurzfristig scheint jedoch ein erheblicher Teil dieser Entwicklung bereits eingepreist zu sein. Gerade zum Quartalsende steigt deshalb das Risiko weiterer Gewinnmitnahmen.
S&P 500
Auch der S&P 500 setzte die gestern vorgestellte Trade-Idee nahezu punktgenau um.
Nachdem der Index zunächst noch einmal die wichtige Widerstandszone um 7.500 Punkte angelaufen hatte, setzte im weiteren Handelsverlauf deutlicher Verkaufsdruck ein. Der Index verlor rund 0,35 % und schloss bei etwa 7.423 Punkten.
Besonders interessant ist dabei die heutige Entwicklung. Bereits im asiatischen Handel wurde das gestrige Tagestief unterschritten und gleichzeitig das Wochentief erneut getestet. Damit bleibt die Zone um 7.360 Punkte aktuell der zentrale Unterstützungsbereich.
Kann sich der Markt dort stabilisieren, wäre eine erneute Erholung in Richtung 7.500 Punkte durchaus denkbar. Fällt diese Unterstützung jedoch nachhaltig, dürfte die Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur deutlich zunehmen. In diesem Fall rückt die Zone um 7.250 Punkte zunehmend in den Fokus.
Gerade die letzten Handelstage eines außergewöhnlich starken Quartals sind historisch immer wieder von Gewinnmitnahmen geprägt. Dieses Risiko sollte aus meiner Sicht aktuell keinesfalls unterschätzt werden.
Nasdaq 100
Auch der Nasdaq präsentierte sich gestern deutlich schwächer.
Nach dem starken Mittwoch wurde zunächst nochmals die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Punkten angelaufen. Genau dort setzte jedoch erneut massiver Verkaufsdruck ein. Der Index schloss rund 1,3 % tiefer und fiel anschließend bereits wieder unter die Marke von 29.500 Punkten zurück.
Auch heute setzt sich diese Schwäche zunächst fort. Sowohl das gestrige Tagestief als auch mehrere kurzfristige Unterstützungen wurden bereits unterschritten. Solange der Nasdaq unterhalb des heutigen Tageshochs sowie unter dem Wochentief handelt, bleibt das kurzfristige Chartbild für mich angeschlagen.
Die nächste relevante Unterstützungszone sehe ich im Bereich um 28.500 Punkte. Erst eine nachhaltige Rückeroberung der 29.500 bis 30.000 Punkte würde dieses bearishe Szenario wieder deutlich entschärfen.
Dow Jones
Der Dow Jones bleibt aktuell weiterhin der stärkste der großen US-Indizes.
Gestern wurden erneut frische Allzeithochs markiert. Allerdings konnten diese Gewinne nicht verteidigt werden. Nach dem Ausbruch über 52.800 Punkte setzte unmittelbar Verkaufsdruck ein, sodass der Index wieder unter 52.500 Punkte zurückfiel.
Auch hier gilt für mich unverändert die Einschätzung vom gestrigen Ausblick. Solange der Dow Jones oberhalb von 52.000 Punkten handelt, bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Sollte diese Marke jedoch nachhaltig unterschritten werden, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur in Richtung 51.600 beziehungsweise 51.500 Punkte deutlich.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX zeigte sich gestern erneut deutlich robuster als viele internationale Indizes und konnte den Handel mit einem Plus von rund 0,8 % beenden. Dennoch bleibt die charttechnische Ausgangslage nahezu unverändert.
Zwar wurde im Tagesverlauf erneut die Marke von 25.000 Punkten überschritten, ein nachhaltiger Ausbruch gelang jedoch erneut nicht. Bereits zum zweiten Mal scheiterte der Markt am Bereich um 25.030 Punkte – gleichzeitig dem Monatshoch aus März – und wurde dort konsequent abverkauft.
Auch in der Nacht scheiterte ein weiterer Ausbruchsversuch. Für mich bestätigt sich damit weiterhin, dass die Zone zwischen 24.800 und 25.030 Punkten aktuell die zentrale Widerstandsregion im DAX bleibt.
Auf der Unterseite richtet sich der Fokus nun zunächst auf das gestrige Tagestief bei 24.680 Punkten. Sollte dieser Bereich unterschritten werden, rückt unmittelbar das Tief vom Mittwoch bei 24.588 Punkten in den Mittelpunkt. Darunter bleibt für mich unverändert die psychologisch wichtige Marke bei 24.500 Punkten das erste größere Kursziel.
Solange der DAX unterhalb der Zone um 24.800 Punkte handelt, bleibe ich kurzfristig eher vorsichtig. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 25.000 Punkten würde das Chartbild wieder deutlich aufhellen und Raum für neue Hochs schaffen.
Bis dahin halte ich weitere Seitwärtsbewegungen beziehungsweise kurzfristige Rücksetzer für das wahrscheinlichere Szenario.
Fazit
Die Märkte befinden sich aktuell in einer äußerst spannenden Ausgangslage. Fundamental sprechen viele Faktoren weiterhin für Vorsicht. Die US-Wirtschaft bleibt überraschend robust, die Inflation hält sich hartnäckig oberhalb des Fed-Ziels und auch die Aussagen zahlreicher Notenbankvertreter lassen bislang keinen schnellen geldpolitischen Kurswechsel erkennen.
Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten trotz der jüngsten Entspannung fragil. Zwar normalisiert sich der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zunehmend, dennoch bestehen weiterhin erhebliche politische Risiken.
Auf der Unternehmensseite liefert der KI-Sektor nach wie vor außergewöhnlich starke Fundamentaldaten. Micron hat dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gleichzeitig steigen mit jeder positiven Überraschung jedoch auch die Erwartungen an die kommenden Quartalszahlen von Nvidia, Meta, Microsoft, Alphabet und den übrigen Schwergewichten des Technologiesektors.
Charttechnisch befinden sich viele Indizes inzwischen unmittelbar an entscheidenden Widerständen oder haben erste Schwächesignale geliefert. Hinzu kommt, dass wir uns in den letzten Handelstagen des Monats sowie des Quartals befinden – eine Phase, in der institutionelle Investoren traditionell verstärkt Gewinne realisieren und Portfolios neu ausrichten.
Aus diesem Grund bleibe ich kurzfristig bei Long-Positionen eher zurückhaltend. Das Chance-Risiko-Verhältnis hat sich nach der starken Rally der vergangenen Wochen aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Rücksetzer und Gewinnmitnahmen erscheinen aktuell wahrscheinlicher als eine unmittelbare Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Handelstag, stabile Trades und bereits jetzt ein schönes Wochenende!
Morgen folgt wie gewohnt mein ausführlicher Wochenrückblick, bevor am Sonntag der Wochenausblick mit allen wichtigen makroökonomischen und charttechnischen Themen für die kommende Handelswoche erscheint!
Gewinnmitnahmen und Warten auf die PCE-Inflationsdaten!
Gold bewegte sich heute in einer engen Spanne im Bereich der Tiefststände. Nachdem mehrere Versuche, nach oben auszubrechen, gescheitert waren, wurden Short-Positionen im Bereich 3998–4000 eingegangen; der Trade verzeichnet derzeit einen kleinen Gewinn bei etwa 3983. Der Fokus liegt heute auf den PCE-Inflationsdaten: Fallen diese moderat aus, könnten die Erwartungen hinsichtlich Zinserhöhungen vorübergehend nachlassen; sind die Daten hingegen stark, wird Gold unter Druck bleiben.
Aus technischer Sicht ergeben sich keine wesentlichen Änderungen. Der Tageschart zeigt einen Ausbruch nach unten, was auf einen bärischen Trend hindeutet. Obwohl sich der Kurs im 4-Stunden-Chart im Bereich von 3960 stabilisiert, sind die Voraussetzungen für eine Trendwende noch nicht erfüllt. Daher bleibt der Ausblick bärisch; eine umsichtige Strategie besteht darin, bei Erholungen in Richtung der Widerstandsniveaus Short-Positionen einzugehen. Widerstände liegen bei 4020 und 4060, während die Unterstützung bei 3960 verläuft. Ein Unterschreiten der Marke von 3960 ebnet den Weg in Richtung 3900; jenseits dieser Marke beginnt für Bären eine Hochrisikozone – man sollte also nicht blindlings auf weitere Kursverluste setzen.
Sollte der Goldpreis steigen, bieten sich Short-Positionen im Bereich 4018–4024 an, mit Kurszielen bei 4000, 3965 und 3930. Auch ein erneuter Anstieg bis in die Widerstandszone von 4050–4060 bietet eine Gelegenheit für Short-Positionen.
USOIL H4: Suche sau kurzfristigen BUY-Chancen im AbwärtskanalUSOIL setzt seinen klaren Abwärtstrend im H4-Chart fort, nachdem der Kurs an der Swing-High-Zone abgewiesen wurde und sich kontinuierlich innerhalb eines Descending Channels (absteigenden Kanals) bewegte. Der Breakdown unter die Unterkante des Kanals zeigt, dass die Verkäufer (Bären) weiterhin die Hauptstruktur kontrollieren.
Aktuell notiert der Kurs nach einem recht tiefen Rückgang bei rund 70.44. Obwohl der übergeordnete Trend weiterhin abwärts gerichtet ist, könnte in der Zone von 68.00 – 70.00 eine technische Erholung einsetzen, sofern der Verkaufsdruck nachlässt.
Sollte USOIL die aktuelle Bodenzone halten, könnte der Kurs steigen, um den Bereich von 76.00 und darüber hinaus 80.00 erneut zu testen. Dies wäre jedoch nur eine Erholung innerhalb des Abwärtstrends, weshalb auf ein klares Bestätigungssignal gewartet werden sollte.
Einstieg (Entry): Bevorzugt kurzfristige BUY-Positionen, wenn der Kurs sich über der Zone von 68.00 – 70.00 hält und Anzeichen einer Erholung zeigt.
Gewinnziel (Take Profit): 76.00 – 80.00.
Ungültigkeitsszenario (Invalidierung): Wenn der Kurs nach unten ausbricht und der H4-Schlusskurs unter 68.00 liegt, schwächt sich das Erholungsszenario ab.
Der Beitrag dient nur zu Referenzzwecken. Handeln Sie stets nach Ihrer eigenen Analyse.
SPX500 H3: Lassen Sie sich nicht von einer Erholung täuschenEine einzelne bullische Kerze macht noch keinen neuen Trend. Entscheidend ist die Marktstruktur – und diese spricht derzeit weiterhin klar für die Verkäufer.
Der SPX500 handelt nach wie vor unter EMA34 und EMA89, während die fallende Trendlinie intakt bleibt. Nach dem jüngsten starken Rückgang nähert sich der Markt einer wichtigen Unterstützungszone. Gelingt es den Käufern nicht, in den kommenden Sitzungen die Kontrolle zurückzugewinnen, dürfte der Verkaufsdruck weiter anhalten.
Einstiegsfokus:
Bevorzugt SELL im Trend, sobald nach einer Erholung neue bärische Bestätigungssignale auftreten.
Invalidation:
Das bärische Szenario verliert seine Gültigkeit, wenn der Kurs die Abwärtstrendlinie durchbricht und sich nachhaltig darüber etabliert.
Dieses Szenario spiegelt lediglich eine persönliche Einschätzung wider. Bitte treffen Sie Ihre Handelsentscheidungen auf Grundlage Ihrer eigenen Analyse.
SPX500 H2: Der Abwärtskanal bestimmt weiterhin den TrendDer SPX500 bewegt sich auf dem H2-Chart weiterhin in einem klar definierten Abwärtskanal. Der Kurs wurde an der oberen Begrenzung des Kanals erneut abgewiesen und drehte anschließend nach unten – ein Zeichen dafür, dass die Verkäufer weiterhin die Kontrolle behalten.
Der Index nähert sich inzwischen der unteren Begrenzung des Kanals. Solange kein Ausbruch über die Oberkante gelingt, bleibt der übergeordnete Trend klar bärisch.
Einstiegsfokus:
Bevorzugt SELL im Trend, wenn innerhalb des Kanals an Erholungen neue Ablehnungssignale auftreten.
Invalidation:
Das bärische Szenario wird ungültig, wenn der Kurs die obere Begrenzung des Abwärtskanals nachhaltig durchbricht und sich darüber hält.
Dieses Szenario spiegelt lediglich eine persönliche Einschätzung wider. Bitte treffen Sie Ihre Handelsentscheidungen auf Grundlage Ihrer eigenen Analyse.






















