Staatsanleihen
Der FED-Pivot ist ganz nahFED-Chef Powell hat im Rahmen des gestrigen FED-Termins konkrete Aussagen zur weiteren Zinspolitik vermieden.
Weitere Zinserhöhungen möglich, eine Zinserhöhungspause ist möglich. Man schaue auf die Daten und reagiere angemessen. Verständlich. Was soll er auch sagen.
Der Markt hat derweil eine ganz klare Meinung: Wir haben im aktuellen Zyklus die letzte Zinserhöhung gesehen.
Und nicht nur das: wir werden auch kein richtiges Zinsplateau sehen.
Das FED-Watch-Tool zeigt die größte Wahrscheinlichkeit dafür an, die bei den nächsten beiden FED-Terminen die Zinsen unverändert bleiben und danach Zinssenkungen um jeweils 0,25%.
Bis Jahresende werden laut FED-Watch-Tool bereits 3 kleine Zinssenkungen eingepreist.
Nach der Achterbahnfahrt am Anleihemarkt in den letzten Wochen könnte man ja meinen, dass das nur eine Momentaufnahme ist und der Markt genauso schnell wieder umschwenken kann.
Hier hilft der historische Vergleich.
War in der Vergangenheit der Spread aus Marktrendite und Leitzins so deutlich negativ wie aktuell, dann gab es anschließend keine Zinserhöhungen mehr, sondern immer Zinssenkungen. Und in allen 5 Fällen sogar unmittelbar.
Wenn man auf den historischen Vergleich was gibt und sich Geschichte wiederholt, dann wird die laut FED-Watch-Tool eingepreiste erste kleine Zinssenkung für August sogar noch schneller kommen.
Möglicherweise hat der Anleihemarkt aufgrund der Bankenkrise auch einfach zu schnell und zu heftig reagiert, korrigiert die Übertreibung wieder und die Renditen steigen wieder deutlich.
Möglich ist das. Wie immer keine Garantie für nix, sondern nur Wahrscheinlichkeiten:-)
Zyklenvergleich 2023 vs. 2008Die letzten Tage haben vieles verändert. Der Kollaps der Silicon Valley Bank und der Signature Bank haben den Markt zu einer Neubewertung gezwungen.
Auch wenn der Aktienmarkt heute nach oben geschossen ist, werden durch die Ereignisse der letzten Tage direkt wieder Erinnerungen an das Jahr 2008 wach.
Ich sehe den Artikel als Fortsetzung vom letzten Beitrag .
Vor wenigen Wochen dominierte am Markt noch die Hoffnung, dass die Wirtschaft ein Soft-Landing hinlegen und sich die Inflation schnell wieder auf Normalmaß einpendeln könnte.
Am meisten vernachlässigt wurde und wird aus meiner Sicht weiterhin wie viel Zeit es braucht bis Zinserhöhungen in der Wirtschaft ankommen. In der Wirtschaft dominieren langfristige Verträge die Geschäftswelt.
US-Zinsen aktuell bei 4,75% sind bei den meisten noch gar nicht angekommen. Dass jetzt schon die ersten Banken kippen, ist in dem Kontext kein gutes Zeichen.
Um die Ereignisse innerhalb bestimmter Zyklen sichtbarer zu machen, hab ich mal in 2008 etwas reingezoomt und mit 2023 verglichen.
Das funktioniert auch mit früheren Konjunkturzyklen ähnlich gut und ähnelt sich fast immer.
Im Nachhinein kann man natürlich immer alles schön erklären.
Wofür ich selbst aber keine gute Erklärung habe (also ich hab eine, aber keine gute), warum der komplette Anleihemarkt solange gepennt hat.
Die Notenbanken werden zurecht ja heftig dafür kritisiert, dass sie viel spät auf die Inflation reagiert haben. Jetzt überschlagen sie sich mit Zinserhöhungen und stecken in einem gruseligen Dilemma.
Viel besser war der Anleihemarkt aber auch nicht. Die Renditen US02 waren nur wenige Monate und vergleichsweise wenige Basispunkte vor der Zinskurve der FED.
Dem Anleihemarkt muss man eigentlich genauso attestieren auf beiden Augen blind gewesen zu sein.
Wie meine ich das?
Im Februar 2021 stieg die US-Inflation im laufenden Zyklus erstmals über die Zielmarke von 2%. Im März über 3% und im April bereits über 4%.
Die FED braucht natürlich eine gewisse statistische Signifikanz und blieb erst einmal beim "the inflation is transitory".
Und der Markt hat der FED aus der Hand gefressen.
Die Renditen der Bonds US02 stiegen erst ab September/Oktober deutlich an und die FED reagiert gar erst 2022.
Sicherlich wollte die FED im Frühling 2021 mitten in der Pandemie das zarte Pflänzchen Wirtschaft nicht mit Zinserhöhungen konfrontieren; die Wirtschaft hatte einen Sack voll Probleme.
Aber die aufkommende Inflation war zu der Zeit bereits deutlich sichtbar. Der Anleihemarkt war also nur 2-3 Monate vor Zinskurve der FED, hätte aber locker 9 Monate vor der Kurve sein können.
Ok, hilft ja nix. Warum auch immer. Chance verpasst.
Nach Adam Riese geht in der Wirtschaft einfach mehr kaputt, wenn der Zinszyklus weiter fortgeschritten ist und der höhere Zins in den meisten Winkeln der Wirtschaft angekommen ist.
Habs mal versucht in Bild3 unten links zu zeigen, was ich meine.
Und....tja, wir haben beim aktuellen Zyklus noch kein Bergfest.
Die Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik!Liebe Community,
in jüngster Zeit hat sich die Finanzlage dramatisch verändert und die Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik werden spürbar. Banken geraten zunehmend unter Druck, was dazu führte, dass am vergangenen Sonntag beschlossen wurde, spontan Einlagen zu sichern. Die Federal Reserve (FED) wird daher erneut das notwendige Geld drucken und den Banken eine Bail-out-Garantie gewähren, was jedoch eine riskantere Finanzpolitik fördert und somit nicht positiv zu bewerten ist. Ebenso ist nun auch eine 0,5%-Zinserhöhung komplett ausgeschlossen, welche ich in den letzten Artikeln angesprochen hatte. Da wir also kurz vor dem Zinspivot stehen, ist es auch wichtig zu wissen wann die Zinsen wieder fallen. Sollten die Zinsen nach dem Pivot erstmal stagnieren hat das dramatische Folgen. Darüber werden wir jedoch erst am 22. März beim Zinsentscheid mehr erfahren. In der nachfolgenden Grafik ist der Marktzins (US02Y) und der Leitzins (USINTR) zu sehen. Momentan steht der Marktzins tiefer wie der Leitzins, was in der Vergangenheit immer auf ein Fedpivot deutete.
Wichtiger ist, dass wir historisch gesehen nach Zinserhöhungszyklen realativ bald in eine Rezession schlittern, was sehr disinflationär wäre. Daher bin ich auch weiterhin sehr bärish auf den Aktienmarkt und möchte heute einige Updates zu meinen vergangenen Analysen geben.
Beginnen wir mit dem Vergleich des Anleihenmarktes und des Aktienmarktes in meinem letzten Artikel. Wie vermutet, lag der Anleihenmarkt richtig und der Aktienmarkt folgte nach. Der Vix konnte gestern in der Spitze auf über 30$ steigen. Ich hatte den Vix bereits am 15. Februar vorgestellt, als er noch bei 18,6$ lag. Das Momentum zeigt einen klaren Ausbruch, was meine bärishe Haltung zum US-Aktienmarkt bestätigt.
Des weiteren hatte ich in einem Artikel am 7. Februar den Gold/Kupfer-Spread vorgestellt, dieser steht nun kurz vor einem Ausbruch und würde ebenfalls für eine abkühlende Wirtschaft sprechen.
Über Bitcoin habe ich schon öfters gesprochen, hier bleibt es spannend ob wir wirklich die Schulter-Kopf-Schulter-Formation ausbauen und in Richtung der 30000$ Marke laufen oder ob wir, wie in älteren Analysen vorgestellt, erst in einer Welle C sind und nochmal in Richtung des letzten Tiefs laufen.
Im Momentum konnten wir kurzfristig an der unteren Roten Trendkanallinie eine schöne Reaktion ausbauen, den ersten Widerstand haben wir bereits angelaufen. Der 2. wartet bei 29369$.
Falls euch solche kurzen Updates gefallen, würde ich mich über einen Like/Rakete freuen oder/und über einen Kommentar. Ansonsten wünsche ich noch einen schönen Abend.
Profitables investieren und bis zum nächsten Mal.
Euer CryptoRaphael
10jährige BRD Anleihen - 11 1/2 Jahreshoch #DE10Y, Siehe Link unten drunter zu verwandten Ideen vom 13.11.2020!
Die Implosion der Anleihen geht munter weiter und das konnte ja auch niemand erahnen, dass es so kommen könnte wird wie es kaum einer erwartet hatte.
Nunja, das Märchen wird definitiv nicht gut ausgehen aber noch kann jeder sein Geld ins Ausland schaffen um nicht ganz bei Null anzufangen, denn es werden bei der Geschwindigkeit der Kapitalflucht mit hoher Wahrscheinlichkeit Kapitalverkehrskontrollen eingeführt und Anleihen nicht mehr in vollem Umfang bedient werden können.
Aber alles zu seiner Zeit und wer die deutlichen Zeichen nicht sehen will, der wird sie dennoch zu spüren bekommen.
Gruß aus Hannover
Stefan Bode
P.S. Siehe Link zu verwandten Ideen vom 13.11.2020!
Dantenanalyse für die Inflations-Zahlen Die CPI-Zahlen aus den USA sind ein wichtiger Faktor für die Börsenentwicklung diese Woche. Die FED hat bei ihrer letzten Sitzung deutlich darauf hingewiesen, dass sie vollständig: „datenabhängig“ reagiert und die Inflationszahlen auch deswegen heute eine besondere Bedeutung haben. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell hat dies in der vergangenen Woche als Reaktion auf die Stärke des Arbeitsmarktes gesagt und die Rentenmärkte fassen diese Botschaft anders auf als die Aktienmärkte.
Im Januar wurden 517.000 neue Stellen geschaffen. Die Inflationszahlen heute werden für den Monat entscheidend sein und bestimmen, was mit der US-Börse geschieht. Deswegen sollten sich die Trends nach 14.30 Uhr heute eher vorsetzten.
Powell sagte, dass der disinflationäre Prozess begonnen habe. Ökonomen erwarten, dass die jährliche Inflationsrate von 6,5 Prozent im Dezember auf 6,2 Prozent im Januar fallen wird. Die große Frage wird sein, ob sich die Inflation weiter verlangsamt, obwohl sich der Arbeitsmarkt deutlich verbessert hat.
Dazu kommt, dass die US-Inflationsprognosen für Januar aus mehreren Gründen von größerer Unsicherheit als sonst umgeben. Erstens basieren die Januar-Zahlen auf einem den neuen Verbrauchsgewohnheiten angepassten Warenkorb. Zweitens passten die Statistiker die Saisonfaktoren an, mit denen jahreszeitliche Schwankungen herausgerechnet werden.
Hat die inverse Zinsstrukturkurve ihre Prognosekraft verloren?Wenn man die Börsen- und Wirtschaftsnachrichten so liest, könnte man fast den Eindruck gewinnen als ob die Wirtschaft die Rekordinflation mitsamt ihren Widrigkeiten ohne Rezession übersteht.
Das US-Wirtschaft wächst im 4. Quartal um 2,9% und trotzt damit allen Erwartungen. Verkehrte Welt?
Selbst der Erfinder der Zinsstrukturkurve Campbell Harvey glaubt, dass die negative Zinskurve dieses Mal ein Fehlsignal liefert, obwohl sie bisher 8 Rezessionen treffersicher angekündigt hat.
Er sagte lediglich, dass die inverse Zinsstrukturkurve mittlerweile zu bekannt sei. In jedem Wirtschaftsteil würde darüber geschrieben. Jeder kennt sie, jeder weiß es.
Frei nach dem Motto: was jeder kommen sieht; dem kann man ja ausweichen und Unternehmen würden sich schnell anpassen.
Der Argumentation kann ich nicht ganz folgen und ich bin mir nicht ganz sicher ob er diese Aussage tatsächlch ernst gemeint hat oder obs doch eher ein politisch motivierte Aussage war.
Ich hab mir die Zinskurve und den Leitzins im Kontext mit den Rezessionen der Historie mal angeguckt.
Es folgt immer einer gewissen Chronologie (Ausnahme Pandemie-bedingte Rezession).
Die Chronologie die Ereignisse:
-Zinserhöhungsphase
-Zinsplateau
-Zinssenkungen
-Die Phase des Zinsplateaus entspricht in der Regel der Dauer der inversen Zinskurve.
-Zeitgleich mit dem Beginn der Zinsenkungen springt der FED Rezessionsindikator an (Sahm Rule). Eine sich anbahnende Rezession war in der Vergangenheit fast immer der Grund für Zinssenkungen der FED.
Aktuell haben wir weder das Zinsplateau erreicht noch das Ende der inversen Zinskurve.
Eine Entwarung, dass die breit erwartete Rezession vielleicht doch ausbleibt, ist aus meiner Sicht verfrüht und sogar ein Fehlschluss.
Man muss sich dazu nur die Dauer der inversen Zinskurve vergangener Zyklen angucken.
Auch haben die Zinserhöhungen ihre Wirkung in der Wirtschaft noch gar nicht voll entfaltet. Hier muss man mit mindestens 6-12 Monaten rechnen.
Ich hoffe der gute Campbell Harvey hat recht und vielleicht ist dieses Mal wirklich alles anders. Aber überzeugen konnte er mich nicht.
Die Antwort auf die Headline kann aus meiner Sicht nur lauten: Nein!
BUND - Long IdeeDer Euro-Bund-Future hat in den letzten Monaten einen bullischen Keil ausgebildet. Aus diesem ist der Kurs in diesem Monat nach oben ausgebrochen. Mit dem jüngsten Aufsetzer auf die obere Begrenzung gibt es nun Chance, dass sich der Preis in Richtung des SMA200 bewegt. Für einen Einstieg bietet sich aus meiner Sicht der Bruch der Marke von 139.50 EUR an. Damit wäre die derzeitige Korrektur beendet. Außerdem würde ein Überschreiten von ~143,30 EUR den übergeordneten Abwärtstrend charttechnisch ebenfalls beenden oder zumindest unterbrechen.
Viel Erfolg!
Zinsschlacht zwischen Scalable Capital und Trade Republic Du hast mehr als 10.000 Euro auf Deinem Girokonto? Dann nimm Dir jetzt unbedingt kurz Zeit und sehe Dir das Video an. Es geht darum, wie Du mehr Ertrag bei sogar weniger Risiko bekommst und Deine Liquidität optimal anlegst. Scalable Capital und Trade Republic bieten gerade gute Alternativen zu den 0% bei den meisten Girokonten aber es gibt auch noch bessere Alternativen.
Insgesamt beziffert sich das Geldvermögen der Deutschen schätzungsweise auf 6,2 Billionen Euro. Davon liegen ca. 1.000 Mrd. Euro unverzinst auf Girokonten! Renditen gibt es dabei nur für Deine Bank! Richtig, Dein Geld arbeitet nicht für Dich, sondern für jemand anderen.
Bildhaft gesprochen nimmt die Bank das Geld von all ihren Kunden, nutzt die Chancen am Kapitalmarkt aus und profitiert vom sogenannten Zinsertrag, indem sie die vom Kunden nicht benötigte Liquidität kurzfristig am Kapitalmarkt anlegt. Sie verdient damit Geld auf Deine Kosten. Das muss aber nicht sein, wenn Du die bestehenden Alternativen ausnutzt!
Wenn Du Deine Bank darauf ansprichst, wirst Du wahrscheinlich ein Angebot für Tages- oder Festgeld erhalten. Dort gibt es in der der Regel minimal positive Zinsen und die Marge für Deine Bank sinkt leicht.
Bei einem Anbieterwechsel und bestimmten Spezialbanken gibt es auch schon wieder bis zu 1,2% für Festgeld. Aber Vorsicht vor „Lockzinsen“! Hier besteht ein gewisses Risiko, was die Kreditwürdigkeit der Bank angeht.
Mein Tipp:
Mache es so, wie die Banken und lege Dein Geld selbst am Kapitalmarkt an. Sehr gut dafür geeignet sind: Staatsanleihen oder Geldmarkt-ETFs. Das Einzige, was Du dafür brauchst, ist ein Depot.
Viele Europäer gehen diesen Weg und nutzen nicht die Bank als Zwischenhändler, sondern legen überschüssige Liquidität direkt am Kapitalmarkt an und kaufen Staatsanleihen.
Was sind Staatsanleihen?
Staatsanleihen sind Wertpapiere, mit denen die Staaten ihre Staatsschuld finanzieren. Sie nehmen einen Kredit auf und zahlen den Anlegern dafür einen Zins. Die Höhe des Zinses hängt von der Kreditwürdigkeit und der Laufzeit der Anleihe ab. Am Ende der Laufzeit wird die Anleihe zurückgezahlt.
Dein Vorteil:
Du musst Dir keine Gedanken um die Sicherheit der Bank machen. Es gibt zwar die Einlagensicherung. Diese gilt aber nicht unbegrenzt, sondern nur bis zu einem Höchstbetrag von derzeit 100.000 Euro je Bank und Kunde. Im Ernstfall ist jedoch nicht vorhersehbar, ob sie wirklich in allen beteiligten Ländern und Banken funktioniert. Deshalb solltest Du Dir gut überlegen, wieviel Prozent Deines Geldes Du der Bank anvertraust.
Durch den Erwerb von deutschen Staatsanleihen ist Dein Schuldner nicht mehr die Bank, sondern der deutsche Staat. Dieser genießt mit einem Rating von AAA die bestmögliche Bonität. Banken haben eine schlechtere Kreditwürdigkeit und damit ein höheres Ausfallrisiko.
Was kannst Du tun?
Schau Dir das Video an!
*Keine Anlageberatung oder Kaufempfehlung, sondern nur eine exemplarische Nennung!
Fazit:
Zu viel Liquidität auf dem Girokonto lohnt sich nicht und nur die Bank profitiert. Eine einfache Alternative sind Tages- oder Festgeld-Konten. Wenn Du es so machen willst wie Deine Bank, dann nutze Staatsanleihen, um nicht benötigte Liquidität bei Staaten mit guter Bonität, sehr sicher und mit zumindest ein wenig Ertrag anzulegen. Ein großer Vorteil ist, dass Du auch über die Einlagensicherung hinaus, Geld mit der bestmöglichen Bonität parken kannst. Um Zinsänderungsrisiken zu vermeiden, bieten sich insbesondere Staatsanleihen mit einer kürzeren Laufzeit an.
US-Anleihemarkt zu optimistisch, Achtung Fettnäpfchen!....anders als in allen früheren Zinserhöhungszyklen ist die FED aktuell nicht hinter, sondern vor der Zinskurve.
Aktuell ganze 27 Basispunkte. Hört sich nach nicht viel an. Aber es kommen wahrscheinlich noch mindestens 50 Basispunkte dazu, denn das Ende des Zinserhöhungszyklus ist noch nicht erreicht.
In früheren Zyklen sanken die Renditen immer erst nach dem FED-Pivot. Den sehen wir frühestens im März bei der übernächsten FED-Sitzung.
Das kann aus meiner Sicht nur bedeuten, dass der Anleihemarktmarkt derzeit schlicht zu optimistisch ist und zu niedrige Renditen einpreist.
Die Renditen für US02Y müssten kurzfristig nochmal auf oder zumindest in Richtung 5% laufen. An den Aktienmärkten dürfte das eher weniger gut ankommen.
Die FED hat damit auch ein kleines Glaubwürdigkeitsproblem. Die Erwartungshaltung des Anleihemarktes signaliert derzeit etwas anderes als die FED kommuniziert und man darf gespannt sein wie sich diese Diskrepanz auflöst.
Es bleibt spannend.
FED-Pivot traden: Nobrainer des Jahres 2023?ich weiß, man sollte vorsichtig mit solchen Aussagen bzw. mit solchen Titeln sein, denn sichere Gewinne gibt es an der Börse nicht.
Dafür aber Trades mit einem ausgezeichneten CRV (Chance-Risiko-Verhältnis).
Ein kurzer Abriss worum es gibt:
Wenn der letzte Zinserhöhungsschritt in einem laufen Zyklus gemacht ist, dann wird einigermaßen klar sein, dass es der letzte Zinsschritt war.
Die FED kommuniziert in der Regel seeeeeehr marktfreundlich und wird in den nächsten Monaten klarer Stellung beziehen wo der Zinsgipfel liegen wird.
Die grundsätzliche Annahme ist also, dass der letzte Zinsschritt von der FED direkt kommuniziert wird oder der Markt den letzten Zinsschritt mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt antizipiert.
Zum Chart:
-US-Leitzins
-2-Jährige US-Bonds (US02Y)
->Am Ende eines Zinserhöhungszyklus sinken die Renditen und triggern den Leitzins.
Die Idee:
Die Regel "FED-Privot = Peak Rendite" funktioniert mit einigen Tagen Toleranz um den Tag der Zinserhöhung herum. Im Jahr 2018 waren es aber sogar mal 6 Wochen.
Um solche Risiken beim Timing zu eleminieren (denn man weiß ja erst hinterher, dass ein Peak ein Peak ist), wird ein Trade auf Anleihen Long (also fallende Renditen) genau am Tag der letzten Zinserhöhung eröffnet.
Da der Tag des letzten Zinserhöhungsschrittes bekannt sein sollte, bleibt nur noch ein Restrisiko für Zinserhöhungen. Der Markt switcht auf den kommenden Zinssenkungszyklus und die Renditen sollten fortan entsprechend fallen.
Die Rechnung zur Idee:
Es gilt der Wochenschlusskurs jener Woche, in der der Zinserhöhungszyklus abgeschlossen wurde.
Beispiel: FED Pivot 2018
-Zinserhöhung am 19.12.2018 um 0,25% von 2,25% auf 2,5%
-Position wird eröffnet: Anleihen Long zum Wochenschlusskurs mit Einstieg bei 2,67%
-in keiner der folgenden Wochen stieg die Rendite über 2,67%. Die Renditen sanken danach stetig.
-Das Risiko auf Wochenschlusskursbasis liegt hier also bei 0,00% bzw. 0 Basispunkte (BP).
-CRV siehe Chart:
-Upside-Risk: 0 Basispunkte
-Downside-Chance: > 200 Basispunkte
Risiken:
-Die Verwendung von Wochenschlusskursen ist eine Vereinfachung. Man kann natürlich intraday oder intraweek ausgestoppt werden.
-Überaschungen bei der Zinspolitik. Überraschungen seitens der FED sind selten, aber möglich. Ein antizipierter FED Pivot muss nicht zwingend der tatsächliche FED-Pivot sein.
-Ein längere Seitwärtsphase bei den Renditen. Seitwärts ist auch eine Richtung. Im Durchschnitt vergehen 11 Monate zwischen letzter Zinserhöhung und erster Zinssenkung. Dauert die Plateaubildung länger, können auch die Renditen länger seitwärts notieren.
(Die Vereinfachung mit Wochenschlusskursen war hier aus Darstellungsgründen nötig, da die komplette Kurshistorie seit 1989 hier nicht als Tageschart angezeigt wird)
Übersicht FED-Pivots mit CVR:
2018/12
Leitzins: 2,50%
Einstieg: 2,67%
Höchstkurs nach Einstieg: 2,67%
Upside: 0 Basispunkte
Downside: >200 Basispunkte
2006/06
Leitzins: 5,25%
Einstieg: 5,20%
Höchstkurs nach Einstieg: 5,22%
Upside: 2 Basispunkte
Downside: >500 Basispunkte
2000/05
Leitzins: 6,50%
Einstieg: 6,92%
Höchstkurs nach Einstieg: 6,92%
Upside: 0 Basispunkte
Downside: >500 Basispunkte
Restliche CRV siehe Chart.
Da sollte doch was gehen.
#DE30Y - Nach 33 Monaten wieder über +0,5% p.a. #bund Nach 33 Monaten erreicht die 30-jährige Deutsche Staatsanleihe wieder ein Niveau von oberhalb von +0,5%.
Wohlgemerkt liegt die Betonung auf PLUS.
Damit scheint der Markt entscheiden zu haben und nach 40 Jahren stetig fallender Zinsen könnte das nun die langfristige Änderung des Zinsniveaus eingeläutet haben. Es muss dabei leider unterschieden werden zwischen Zinsen der Zentralbank und den Marktzinsen. Für 0,5% p.a. wird wohl kein klar denkender Investor Geld raus rücken, wenn die offizielle Teuerungsrate schon bei 4,9% liegt.
Gruß aus Hannover
Stefan Bode
Höheres Hoch bei 30-jährigen #deutschen #Staatsanleihen800 Milliarden Haftung für die EU haben ihren Preis.
Das wird nun in den nächsten Jahren eingepreist werden.
Erst langsam, dann immer schneller.
Das Rentensystem nebst den Versicherungen hält das nicht mehr lange aus!
Aber noch ist alles schick in der schönen neuen Welt.
Gruß und bleibt wachsam.
Stefan Bode
Trading mithilfe der Zinssätze verbessern: Teil 4Hallo zusammen! 👋
Diesen Monat wollen wir uns mit dem Thema Zinsen beschäftigen: Was sie sind, warum sie wichtig sind und wie ihr Zinsinformationen für euer Trading nutzen könnt. Dies ist ein Thema, das besonders neue Trader in der Regel gerne übersehen. Wir hoffen also, dass diese Serie für Neueinsteiger, die mehr über Makroökonomie und Fundamentalanalyse erfahren möchten, hilfreich und umsetzbar sein wird!
Sie können sich die Zinsmärkte in drei Dimensionen vorstellen.
1.) Absolut
2.) Relativ
3.) Durch die Zeit
Mit anderen Worten;
1.) Wie werden die Zinssätze auf absoluter Basis gehandelt? Bieten sie ein attraktives Risiko-/Ertragsverhältnis für Anleger?
2.) Wie werden die Zinssätze auf relativer Basis gehandelt? AKA, was unterscheidet die Anleihekurse zwischen verschiedenen Ländern?
3.) Wie werden die Zinssätze im Laufe der Zeit gehandelt? AKA, was ist die "Zinskurve"?
In unserem ersten Beitrag haben wir uns angesehen, wie man auf TradingView Informationen über Zinssätze findet und wie die Zinssätze auf dem offenen Markt schwanken. In unserem zweiten Beitrag haben wir einen Blick auf einige der Entscheidungen geworfen, die Anleger treffen müssen, wenn es um Investitionen in Anleihen (Zinsen) im Vergleich zu anderen Vermögenswerten geht. In unserem dritten Beitrag haben wir uns die Zinssätze in den einzelnen Ländern angesehen.
Im letzten Beitrag des heutigen Tages werden wir uns ansehen, wie die Zinssätze im Laufe der Zeit gehandelt werden - mit anderen Worten, die Zinskurve. Welche Informationen können Sie aus einem Blick auf die Renditekurve ableiten? Wie kann sie Ihren Trading-Plan unterstützen? Lassen Sie uns einsteigen und es herausfinden!
Werfen wir zunächst einen Blick auf die Zinskurve:
Dieser Chart enthält mehrere verschiedene Vermögenswerte, die wir kurz aufschlüsseln wollen.
Der weiß/blaue Bereich ist der Zinssatz, den Sie für 2-jährige Anleihen erhalten, wenn Sie diese kaufen
Die orangefarbene Linie ist der Zinssatz, den Sie für 5-jährige Staatsanleihen erhalten, wenn Sie diese kaufen
Die türkisfarbene Linie ist der Zinssatz, den Sie für 7-jährige Staatsanleihen erhalten, wenn Sie diese kaufen
Die gelbe Linie ist der Zinssatz, den Sie für 10-jährige Staatsanleihen erhalten, wenn Sie diese kaufen
Die violette Linie ist der Zinssatz, den Sie für 30-jährige Staatsanleihen erhalten, wenn Sie diese kaufen
Wie Sie sehen können, werden für Anleihen mit unterschiedlichen Laufzeiten im Laufe der Zeit unterschiedliche Renditen gezahlt.
Wenn Sie Anfang 2021 eine Anleihe mit einer Laufzeit von 2 Jahren gekauft hätten, hätten Sie eine Rendite von 0,15 % PRO JAHR erzielt.
Wenn Sie Anfang 2021 eine Anleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren gekauft hätten, hätten Sie eine Rendite von 1,85 % PRO JAHR erzielt.
Seitdem hat sich die Situation geändert. Derzeit:
Wenn Sie eine Anleihe mit einer Laufzeit von 2 Jahren kaufen, erhalten Sie eine Rendite von 3,56 % PRO JAHR.
Wenn Sie eine Anleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren kaufen, erzielen Sie eine Rendite von 3,45 % PRO JAHR.
Mit anderen Worten: Die Situation hat sich komplett gedreht.
Wie kam es dazu?
Dafür gibt es einige Gründe, die mit vielen der Themen zusammenhängen, die wir in den letzten Beiträgen besprochen haben. Schauen wir sie uns an.
1.) Risiko der Zinssätze der Zentralbank
2.) Inflationsrisiko
3.) Kreditrisiko
4.) Marktrisiko
Zunächst hat die Zentralbank von Anfang 2021 bis heute den Leitzins deutlich angehoben. Das bedeutet, dass die Rendite von Staatsanleihen steigen muss. Warum sollte man dem Staat Geld leihen, wenn man mehr bekommt, wenn man sein Geld auf einem Sparkonto behält?
Zweitens hat die Inflation angezogen. Dies ist das Ergebnis von Angebotsschocks bei Rohstoffen und Dienstleistungen in der ganzen Welt. Da es zu Engpässen kam und die Nachfrage konstant war oder stieg, haben die Preissteigerungen bei Gütern des täglichen Bedarfs dazu geführt, dass kurzfristige Anleihen zu den Renditen von Anleihen mit längerer Laufzeit aufgeschlossen haben.
Drittens: Da das BIP in den letzten beiden Quartalen geschrumpft ist, steigt das Risiko, dass die US-Regierung nicht in der Lage sein wird, ihre Schulden durch Steuereinnahmen und die Emission von Anleihen zurückzuzahlen.
Schließlich, wie wir im zweiten Beitrag gesagt haben:
Wenn sich Aktien besser entwickeln als Anleihen, ist die institutionelle Nachfrage nach Aktien höher, was darauf hindeutet, dass die Menschen sich gut fühlen und Risiken eingehen wollen. Wenn Anleihen besser abschneiden als Aktien, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass die Menschen es vorziehen, "risikofreiere" Zinszahlungsvehikel zu halten, im Gegensatz zu Aktien von Unternehmen mit sich verschlechternden wirtschaftlichen Aussichten.
Diese Nachfrage nach Anleihen spiegelt sich in der Zinskurve wider. Die Nachfrage nach "risikofreien" Vermögenswerten steigt, wenn sich die wirtschaftlichen Aussichten verschlechtern, d.h. die Zinskurve ist ein Indikator dafür, wie die Marktteilnehmer glauben, dass sich die Marktsituation in einem bestimmten Zeitraum entwickeln wird. Wenn die Rendite für 2-jährige Anleihen höher ist als für 10-jährige Anleihen, dann bringen die Marktteilnehmer durch ihre Käufe und Verkäufe zum Ausdruck, dass sie für die nächsten zwei Jahre ein größeres wirtschaftliches Risiko erwarten als für die nächsten zehn Jahre. Mit anderen Worten: Sie erwarten eine Art Konjunkturabschwächung.
Dies ist für verschiedene Arten von Tradern äußerst nützlich:
Aktien sind an die Wirtschaft gebunden - wenn die Zinssätze etwas über die wirtschaftlichen Aussichten aussagen, ist es klug, darauf zu achten, da dies Ihren Prozess zur Auswahl von Vermögenswerten / Ihren Handelsstil beeinflussen kann.
Devisen sind eng mit den Zinssätzen verbunden - wenn sich die Zinssätze bewegen, wird sich das mit Sicherheit auf die Devisen auswirken.
Kryptowährungen haben in der Vergangenheit eine hohe umgekehrte Korrelation mit dem "Ease of money"-Index gezeigt. Wenn die Zinsen steigen, werden unverzinsliche Kryptowährungen weniger attraktiv.
Das war's dann auch schon mit unserer Serie über die Zinssätze!
Vielen Dank fürs Lesen und ein schönes restliches Wochenende.
- Team TradingView ❤️
Trading mithilfe der Zinssätze verbessern: Teil 3Hallo zusammen! 👋
Diesen Monat wollen wir uns mit dem Thema Zinsen beschäftigen: Was sie sind, warum sie wichtig sind und wie ihr Zinsinformationen für euer Trading nutzen könnt. Dies ist ein Thema, das besonders neue Trader in der Regel gerne übersehen. Wir hoffen also, dass diese Serie für Neueinsteiger, die mehr über Makroökonomie und Fundamentalanalyse erfahren möchten, hilfreich und umsetzbar sein wird!
In unserem ersten Beitrag haben wir einen Blick darauf geworfen, wie man Zinsinformationen auf TradingView findet und wie die Zinssätze auf dem offenen Markt schwanken. In unserem zweiten Beitrag haben wir einen Blick auf einige der Entscheidungen geworfen, die Anleger treffen müssen, wenn sie in Anleihen (Zinsen) im Vergleich zu anderen Anlagen investieren.
Heute werden wir uns anhand von drei konkreten Beispielen ansehen, wie die Anleger weltweit die Zinssätze verstehen.
Lasst uns eintauchen!
Wie wir bereits beim letzten Mal erwähnt haben, gibt es drei wesentliche Punkte, die man beachten muss, wenn man die Zinssätze in einer Region verstehen will:
1.) Risiko der Zinssätze der Zentralbank
2.) Inflationsrisiko
3.) Kreditrisiko
Werfen wir zunächst einen Blick auf das Kreditrisiko. 💥💥
Von einem Kreditrisiko spricht man, wenn das Risiko besteht, dass man das Geld, das man einem bestimmten Unternehmen geliehen hat, nicht zurückbekommt. Da wir uns in dieser Serie nur mit Staatsanleihen befassen, bedeutet dies das Risiko, dass der Staat euch das Geld nicht zurückzahlt.
Lektion: Je mehr ein Unternehmen oder ein Land zahlen muss, um sich Geld zu leihen, desto weniger "stabil" ist es in den Augen der Investoren.
Werfen wir nun einen Blick auf das Inflationsrisiko. 💸💸
Von einem Inflationsrisiko spricht man, wenn die Gefahr besteht, dass euer Kapital aufgrund der Inflationsrate im Laufe der Zeit schneller an Kaufkraft verliert als der Zinssatz.
Seht euch zum Beispiel diesen Chart an:
In Blau/Weiß seht ihr die Renditen türkischer 1-Jahres-Anleihen. In Grün seht ihr die Renditen der 1-Jahres-Anleihen der USA. Beachtet den Unterschied in den Zinssätzen - die türkischen Anleihen werden mit 14 % verzinst, die US-Anleihen mit 3 %. Die USA sind zwar eine größere und entwickeltere Volkswirtschaft (und haben daher ein geringeres "Kreditrisiko"), aber ein Teil des Renditeunterschieds ist auf die drastisch unterschiedlichen Inflationsraten innerhalb der Wirtschaft zurückzuführen.
Im roten Bereich seht ihr die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten, im gelben Bereich die Inflationsrate in der Türkei. Geht man von einem konstanten Wechselkurs aus, so werden die Anleger, da die Türkische Lira im Laufe der Zeit immer weniger Waren und Dienstleistungen gegenüber dem US-Dollar kaufen kann, mehr Rendite verlangen, um den Kaufkraftverlust auszugleichen.
Lektion: Die Richtung der Zinssätze gibt Aufschluss darüber, wie die Anleger die Entwicklung der Inflation über einen bestimmten Zeithorizont einschätzen.
Werfen wir abschließend noch einen Blick auf das Risiko der Finanzmittel der Zentralbank. 🏦🏦
Das Risiko von Zentralbankgeldern besteht darin, dass die Zentralbank die Basiszinssätze zum Nachteil eurer Position verändern kann.
Schaut euch diesen Chart an:
Es handelt sich um dasselbe Schaubild wie beim letzten Mal, aber anstelle der Inflationsraten, die den Zinssätzen überlagert sind, haben wir die aktuellen Zinssätze der Zentralbank in das Schaubild eingefügt.
Denkt daran, dass der Zinssatz der Zentralbank derjenige ist, den ihr von der Bank erhaltet, ohne dass euer Geld in einem Darlehen an den Staat "gebunden" ist.
Das Zinsänderungsrisiko der Zentralbank spielt bei der Preisbildung von Anleihen die größte Rolle, denn wie ihr sehen könnt, bewegen sich die Zinssätze und die Renditen recht eng zusammen, zumal es sich nur um einjährige Anleihen handelt (wir werden uns nächste Woche mit der Zinskurve beschäftigen).
Da die Zentralbanken auf der ganzen Welt in der Regel den Auftrag haben, für stabile Preise für die Verbraucher zu sorgen, stehen ihre Maßnahmen oft im Kontext der Inflation. Manchmal erhöhen die Banken die Zinssätze zu stark und verursachen eine Deflation. Manchmal heben die Banken die Zinsen zu wenig an und bleiben hinter der Inflation zurück (wie es viele derzeit glauben).
Lektion: Die Zinssätze sind ein Indikator für die Politik der Zentralbank, die von mehreren Faktoren abhängt und von Region zu Region unterschiedlich ist. Mit anderen Worten: Zinssätze können die Gesundheit einer Wirtschaft beschreiben. Zu "hoch", und die Zentralbank hat möglicherweise die Kontrolle verloren. Zu "niedrig", und die Wirtschaft stagniert möglicherweise. Dies sind Verallgemeinerungen, aber sie sind ein guter Ausgangspunkt, um Regionen auf einer relativen Basis zu vergleichen .
Und da haben wir es! Einige konkrete Beispiele und Lektionen, die man aus der Beobachtung von Live-Bewegungen auf dem Markt lernen kann. Diese Dynamik zu verstehen, kann sehr hilfreich sein, um eine umfassendere Handelsstrategie zu entwickeln. Mit anderen Worten: Wenn ihr mit Devisen handelt, ist es unglaublich wichtig, die Zinsunterschiede zwischen den Ländern und die zugrunde liegenden Faktoren zu kennen. Wenn ihr in ein Unternehmen investieren möchtet, könnt ihr anhand der Anleiherenditen dieses Unternehmens feststellen, wie hoch das Risiko ist, dass das Unternehmen seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.
In der nächsten Woche werden wir einen Blick auf die Zinskurve werfen und einige weitere Lektionen darüber liefern, wie ihr diese Informationen nutzen könnt, um mit der Vorhersage von Preisen und der Wirtschaftsentwicklung insgesamt zu beginnen.
- Team TradingView ❤️❤️
10jährige BRD Anleihen #DE10Y, Trendumkehr?Schwierige Zeiten stehen bevor.
Die März Bewegung könnte ein erste Impuls gewesen sein und die laufenden Korrekturbewegung eine Welle 2. Dann dürften weiter steigende Zinssätze anstehen.
Es ist aber noch zu früh und trotzdem ist der Fahrplan schon einmal zurecht gelegt.
Jetzt heißt es abwarten und beobachten.






















