9 Gründe, schrittweise in Anleihen zurückzukehrenNach mehreren Jahren, die von der Dominanz der Aktienmärkte und der Volatilität der Zinssätze geprägt waren, könnte das Jahr 2026 für Anleihen günstiger verlaufen. Ohne von einer spektakulären Wende zu sprechen, deuten mehrere wirtschaftliche und strukturelle Faktoren darauf hin, dass eine relative Aufholbewegung des Anleihemarkts nicht ausgeschlossen ist.
Zunächst stellt die hohe Bewertung der US-Aktien einen Vorsichtsgrund dar. Indizes wie der S&P 500 befinden sich auf historisch angespannten technischen Niveaus, nach einer langen Phase des Wachstums, die durch Liquidität und Unternehmensgewinne gestützt wurde. In diesem Umfeld ist eine Konsolidierungs- oder Gewinnmitnahmephase nicht unwahrscheinlich, was Investoren dazu veranlassen kann, ihr Engagement zugunsten weniger riskanter Anlagen wie Anleihen umzuschichten.
Auch der US-Präsidentschaftszyklus könnte eine Rolle spielen. 2026 ist das zweite Jahr des Präsidentschaftszyklus und historisch gesehen das schwächste Jahr für den S&P 500. Dies könnte zu einer teilweisen Umschichtung von Kapital in Anleihen führen, die als stabiler gelten.
Auf makroökonomischer Ebene ist die Aussicht auf Zinssenkungen durch die Zentralbanken ein weiterer zu beobachtender Faktor. Angesichts hoher Verschuldung und einer möglichen Abschwächung des Arbeitsmarktes könnten die US-Notenbank und die EZB eine lockerere Geldpolitik verfolgen. Ein Rückgang der Zinssätze würde den Wert bereits ausgegebener Anleihen mechanisch unterstützen.
Gleichzeitig schafft die allmähliche Normalisierung der Inflation ein vorhersehbareres Umfeld für Anleiheinvestoren. In den kommenden Monaten dürfte der Effekt der Zölle nachlassen, und eine moderatere Inflation würde reale Renditen stabilisieren und die Attraktivität von festverzinslichen Anlagen erhöhen.
Die relativen Renditen von Anleihen sind im Vergleich zu Aktien wieder wettbewerbsfähig geworden, da die Gewinnrendite des S&P 500 nun unter der Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe liegt. Für institutionelle Anleger, insbesondere Pensionsfonds und Versicherungen, bieten diese Niveaus eine Gelegenheit zur vorsichtigen Diversifizierung – insbesondere, wenn sich die Aktienmärkte stabilisieren oder korrigieren.
Hinzu kommen fiskalische Zwänge in mehreren Industrieländern, die Konjunkturprogramme begrenzen und zu größerer Vorsicht an den Märkten führen könnten.
Kurz gesagt, ohne eine Rallye des Anleihemarktes vorherzusagen, deuten mehrere Faktoren – relative Bewertungen, Geldpolitik, Inflation und Konjunkturzyklus – darauf hin, dass 2026 eine Phase besserer relativer Performance für Anleihen markieren könnte.
Grafik mit den monatlichen Candlesticks des 20-jährigen US-Anleihekontrakts:
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ETF-Markt
GBTC – Konsolidiert bei wichtigen Levels, Bitcoin doch Bullish? Beim Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) sehen wir aktuell eine Konsolidierung an wichtigen Levels. Nachdem wir unser 1,618 Fibonacci-Retracement erreicht haben, bewegt sich der Kurs stabil seitwärts.
Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass sich im Hintergrund Kraft sammelt. Bitcoin zeigt ein ähnliches Verhalten – was die Sache noch spannender macht.
👉 Was meint ihr – ist GBTC bereit für den nächsten Schub nach oben oder doch nur eine Verschnaufpause?
Meine persönliche Meinung – keine Finanzberatung
IEUS - Die Lage bei den europäischen Small Caps -> Neuer Impuls?Der iShares MSCI Small Cap ETF (IEUS) bildet die Wertentwicklung einiger europäischer Small-Cap-Unternehmen ab.
Hintergrund:
In einem Umfeld, in dem mit niedrigen Kreditzinsen zu rechnen ist, können Small Caps in der Regel gut performen. Denn die häufig defizitären Unternehmen können so die Kreditkosten für notwendige Investitionen senken und somit schneller wachsen.
Häufig geht eine solche Marktphase auch mit Bubble-Tendenzen, also Exzessen, einher und es ergeben sich im noch extremeren Fall im Micro-Cap-Bereich regelmäßig exponentielle Kursraketen.
Daher ist eine Lageeinschätzung, beispielsweise über Sektor-ETFs, sehr interessant, um einzuschätzen, wo im Zyklus wir uns gerade befinden.
Meine Sicht auf den Monatschart:
Der Monatschart soll die allgemeine Tendenz des Marktes zum Steigen oder Fallen anzeigen.
Der ETF ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und hat im Zuge der letzten Übertreibung 2021 ein neues Allzeithoch erreicht.
Im Chart des IEUS lassen sich zwei harmonische Muster erkennen: ein ABCD-Muster und ein Butterfly-Muster.
Diese Muster wurden im Zuge des Covid-Crashs geformt und könnten jetzt dazu beitragen, dass sich der Kurs nach dem jüngsten Retracement weiter fortsetzt.
Das Kursziel dieser Muster, das aus der 1,618er Projektion der Harmonics resultiert, läge bei 80 - 81,3 $.
Die dünne Preisaktion über dem derzeitigen Kurs lässt aber darauf schließen, dass es hier zur Konsolidierung kommen könnte.
Längerfristig gehe ich hier allerdings davon aus, dass der Kurs weiter Richtung Kursziel gehen wird.
SPDR S&P Biotech ETF (XBI) im Fokus: Chancen und Risiken 2025SPDR S&P Biotech ETF (XBI): Chancenreiches Investment mit erhöhtem Risiko im Biotechnologie-Sektor
Der SPDR S&P Biotech ETF (XBI) zählt zu den bekanntesten börsengehandelten Fonds im Bereich der Biotechnologie.
Er bildet die Performance des S&P Biotechnology Select Industry Index ab, der gleichgewichtet ist – das heißt: kleinere Unternehmen haben hier denselben Einfluss wie größere, was den Fonds besonders exponiert gegenüber dynamischen Entwicklungen im Small- und Mid-Cap-Bereich des Biotech-Sektors macht.
Diese Struktur spricht insbesondere risikofreudige Anleger an, die auf disruptive Innovationen und langfristige Wachstumstreiber setzen.
Gerade in volatilen Marktphasen bietet XBI ein differenziertes Exposure, das nicht primär von einzelnen Großkonzernen abhängig ist, sondern die Breite der Branche abbildet.
Marktlage Ende 2025: Optimismus mit Vorbehalt
Zum Ende des Jahres 2025 ist die Stimmung unter Investoren verhalten positiv.
Die Branche steht vor bedeutenden wissenschaftlichen Durchbrüchen, gleichzeitig bleibt die makroökonomische und regulatorische Unsicherheit bestehen – etwa im Hinblick auf Zinspolitik, politische Eingriffe in das Gesundheitssystem oder Zulassungsverfahren für neue Therapien.
Analysten prognostizieren ein 12-Monats-Kursziel für XBI von 141,31 US-Dollar, was einem potenziellen Kursanstieg von etwa 48 % gegenüber dem aktuellen Preis von rund 95 US-Dollar entspricht (Stand: September 2025).
Diese Prognose wird auch technisch gestützt: 12 von 17 technischen Indikatoren signalisieren derzeit ein Kaufsignal, während kein einziger ein Verkaufssignal ausgibt – ein klar bullischer Impuls aus Sicht der Charttechnik.
Chancen durch fundamentale Trends
Die langfristigen Aussichten für den Biotechnologiesektor – und damit auch für XBI – sind robust:
Demografischer Wandel: Die alternde Bevölkerung in Industrieländern führt zu wachsender Nachfrage nach innovativen Therapien.
Gesundheitsausgaben: Global steigen die Pro-Kopf-Ausgaben für Gesundheit weiter an.
Personalisierte Medizin: Fortschritte in Genomik, Diagnostik und künstlicher Intelligenz ermöglichen maßgeschneiderte Therapien, z. B. in der Onkologie.
Gen- und Zelltherapien: Technologien wie CRISPR/Cas9 oder CAR-T-Zelltherapien gelten als revolutionär und stehen im Fokus zahlreicher Biotech-Unternehmen.
Seltene Erkrankungen: Die Orphan-Drug-Pipeline wächst rasant, nicht zuletzt aufgrund regulatorischer Anreize und hoher Gewinnmargen.
All diese Entwicklungen fließen direkt oder indirekt in das Portfolio des XBI ein – durch Beteiligungen an Unternehmen, die an vorderster Front dieser Innovationswelle stehen.
Risiken und Herausforderungen
Trotz der vielversprechenden Perspektiven ist XBI kein Selbstläufer. Anleger sollten sich der Risiken bewusst sein:
Abhängigkeit von klinischen Studien: Ein Großteil der im Fonds enthaltenen Unternehmen generiert (noch) keine Gewinne und hängt vom erfolgreichen Verlauf – und der Zulassung – klinischer Studien ab.
Negative Studienergebnisse können zu massiven Kurseinbrüchen führen.
Volatilität: Aufgrund der hohen Gewichtung kleinerer Unternehmen ist XBI deutlich volatiler als viele andere ETFs. Tagesbewegungen von mehreren Prozent sind keine Seltenheit.
Regulatorische Unsicherheit: Die Zulassung neuer Therapien unterliegt strengen Vorgaben. Änderungen im FDA-Zulassungsprozess oder Preiskontrollen durch Regierungen können die Branche empfindlich treffen.
Marktpsychologie: Biotech bleibt ein spekulatives Segment. Euphorie-Phasen und Korrekturen wechseln sich häufig ab – teils unabhängig von den Fundamentaldaten.
Fazit: XBI als langfristiger Wachstumsbaustein mit Risiko
Der SPDR S&P Biotech ETF bietet eine breite, gleichgewichtete Abbildung des Biotech-Sektors und ermöglicht Anlegern den Zugang zu einem der innovativsten und wachstumsstärksten Bereiche der Weltwirtschaft.
Mit einem möglichen Kurspotenzial von knapp 50 % laut Analystenschätzungen und einer Vielzahl an technischen Kaufsignalen scheint XBI derzeit attraktiv bewertet.
Allerdings ist das Investment nichts für schwache Nerven: Hohe Schwankungen, zahlreiche Unbekannte und die Abhängigkeit von regulatorischen Rahmenbedingungen machen eine aktive Beobachtung und strategisches Risikomanagement unerlässlich.
Für langfristig orientierte Investoren mit einer hohen Risikotoleranz kann XBI jedoch ein spannender Bestandteil im Portfolio sein – insbesondere als Satellitenposition zur Diversifikation oder als gezielter Wachstumsbaustein.
Beste Grüße, euer Michael alias SwingMann
Chartanalyse Kold - UpdateAnalyse-Update KOLD
Im aktuellen Chart zeigt sich eine mögliche ABC- bzw. WXY-Korrektur, die noch bestätigt werden muss. Solange der Bereich um 44 USD nicht überschritten wird, bleibt das Szenario intakt. Ein Anstieg darüber wäre hingegen ein starkes Signal und würde das Shortszenario für Natural Gas klar stützen. Übergeordnet haben wir vielleicht ein Leading Diagonal, was die ABC Wellen und die falsche Annahme einer Korrekturbewegung erklären würde. Näheres dazu, wenn 44 USD durchbrochen wird.
Auf der Unterseite liegt mit ~13,8 USD eine markante Zielzone, die als mögliches Ende einer größeren (C) bzw. (5) Welle dient. Die Indikatoren (MACD, RSI, Divergenzen) zeigen derzeit noch ein gemischtes Bild, was gut zur offenen Struktur passt.
Wichtig ist: KOLD wird hier nicht als Investment genutzt, sondern als „Indikator“ für die Zählung von Natgas.
Solar ETF (TAN)– Rally im Anmarsch?⚠️ Dies ist keine Finanzberatung sondern meine Meinung.
Für alle ETF-liebhaber: der TAN Chart sieht aktuell richtig spannend aus!
nach unserem Bearish bat Pattern sind wir ca 75 % nach unten gefallen 📉
jetzt hat sich ein Bullishes bat Pattern gebildet 🦇 – mögliche Trendwende
📌 Setup:
Einstieg: 38 USD
Stoploss: 29 USD
Zielzone: 66–88 USD 🚀
❓ Frage an die Community:
Seht ihr das auch so, dass wir jetzt langsam in die Rally starten, oder denkt ihr, wir brauchen noch einen weiteren Pullback?
Chartanalyse Kold - UpdateNach der Anpassung meiner Natgas-Analyse habe ich mir KOLD erneut angesehen und im Tageschart eine klare Struktur herausgearbeitet. Ab September 2022 zeigt sich ein Leading Diagonal , bei dem sowohl die Fibos als auch die enthaltenen ABC-Wellen stimmig verlaufen.
Im Anschluss bildet sich eine ABC-Korrektur , die einen kleinen „tricky“ Moment enthält: In der Welle 2 der Welle C wird das 61er Fibo exakt erreicht, gleichzeitig bildet sich dort innerhalb in Blau eine ABC-Struktur mit einer überschießenden Welle A. Die vorhergehende Welle 1 werte ich ebenfalls als Leading Diagonal. Beides zusammen weicht vom Standard ab und erschwert die Zählung.
Geht man von dieser eingezeichneten Welle 2 aus und betrachtet die Welle 3 als abgeschlossen, dann bietet sich für die Welle 4 der 50er Fibo an – exakt dort verläuft auch ein wichtiger Moving Average. Dieses Niveau (ca. 44 USD) fällt zusätzlich mit dem Zielbereich des lila Keils zusammen. Von hier aus wäre ein erneuter Abpraller nach unten plausibel.
Das übergeordnete Ziel der großen ABC-Korrektur liegt im Bereich von 14 USD , wo dann das Fibo-Level für die Welle 5 der C als eine wichtige Überschneidung zusammentreffen. Damit würde sich das Setup bei KOLD im Einklang mit meiner letzten Natgas-Zählung bewegen.
Ob Natgas tatsächlich mal bis 9 USD ansteigt, bleibt offen – für KOLD würde das jedoch bedeuten, dass vom aktuellen Kursniveau langfristig nicht mehr viel übrigbleibt.
GAS wird wieder teurer... UNGUNG zeigt jedes mal nach positiven Divergenzen im RSI eine Aufwärtsbewegegung, die teils heftig verlief. So auch kann man jetzt erwarten, d. die nächsten Tage / Wochen von steigenden Kursen geprägt sein wird.
Die Gaps sind logische Anlaufbereiche.
Käufer sind akt. klar im Vorteil :)
Kann es nochmal ein neues Tief geben? Möglich. ja. Aber selbst wenn, wird es dieses mal zügiger nach oben laufen.
Akt. Trade long in.
Send it!Sehen wir den Beginn einer neuen Rally im S&P 500?
Oben im Chart sehen wir einen Ratiochart, den XLY gegen den XLP, also die zyklischen Konsumgüter gegen die Basis Konsumgüter. Wenn der Chart steigt, performen die Zyklischen Konsumgüter besser als die Basis Konsumgüter.Fällt die Linie ist es umgekehrt. Da Basis Konsumgüter als defensive Werte gelten, deutet es auf ein erhöhtes Konsumverhalten hin wenn der XLY besser performt.
In der Mitte sehen wir den SPY, den größten ETF der den S&P 500 nachbildet.
Ganz unten sehen wir den S5TH. Dieser Indikator zeigt uns an wie viele der Unternehmen im S&P 500 über ihrem 200er MA sind.
Was wir sehen können ist wenn der S5TH deutlich über die 50% Grenze steigt, haben wir kurz darauf eine Rally gesehen.
Was sind eure Kursziele für den S&P 500?
US-Aktien bauen wieder Outperformance gegenüber deutschen aufAnleger scheinen sich wieder für US-Aktien zu erwärmen. Die großen Indizes stehen kurz vor neuen Rekorden. Wenn die Kurse jetzt weiter steigen, dann heißt das auch, dass die Anleger darauf spekulieren, dass US-Präsident Trump vor dem 9. Juli wieder kneift und es zu keiner Rückkehr der reziproken Zölle kommt.
Der Chart zeigt deutsche Aktien relativ zu US-Aktien, beides auf USD-Basis. Steigt die Kurve, entwickeln sich US-Aktien besser, sinkt sie, schlägt das Barometer zugunsten von deutschen Aktien aus. Wir sehen eine Unterstützung, die rot im Chart eingezeichnet ist. Diese scheint nun zu halten. Die vergangenen drei Wochen führten bereits zu einer besseren Entwicklung von US-Aktien gegenüber europäischen Titeln.
Jochen Stanzl
Chefmarktanalyst CMC Markets
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Der MSCI World Index erreicht einen neuen historischen Rekord!Der Aktienindex MSCI World erreichte in der Börsensitzung am Montag, den 2. Juni, ein neues Allzeithoch und löschte damit den gesamten Börsenschock vom Februar/März aus, bei dem der globale Aktienmarkt 20% verloren hatte. Dieses technische Signal muss am Ende der Woche beim nächsten technischen Wochenschluss noch bestätigt werden. Sollte sich der technische Ausbruch nach oben bestätigen, wäre dies ein sehr positives Signal für den globalen Aktienmarkt, der immer noch darauf hofft, dass die Handelsdiplomatie zu soliden Handelsvereinbarungen zwischen den USA und ihren wichtigsten Handelspartnern (China und EU) führen wird.
Die folgende Grafik zeigt die japanischen Wochenkerzen des MSCI World Index.
1) Zusammensetzung und Berechnung des MSCI World Index.
Der MSCI World Index (für Morgan Stanley Capital International World Index) ist ein Referenz-Aktienindex, der die Wertentwicklung von Aktien mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung in den Industrieländern misst. Hier sind die wichtigsten Elemente seiner Zusammensetzung:
Der MSCI World Index ist ein globaler Referenz-Aktienindex, der die Wertentwicklung von Aktien mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung in den 23 Industrieländern misst.
Er wurde von der Firma Morgan Stanley Capital International erstellt und bietet einen umfassenden Überblick über die Aktienmärkte der am weitesten entwickelten Volkswirtschaften. Zu den enthaltenen Ländern gehören die USA, Japan, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Deutschland, Kanada oder Australien. Der Index umfasst rund 1 600 Unternehmen, wobei die USA mit fast 70 % der Gesamtgewichtung stark dominieren. Die am stärksten vertretenen Sektoren sind Informationstechnologie, Gesundheit, Finanzdienstleistungen und Konsumgüter.
Der MSCI World wird nach einer Gewichtungsmethode berechnet, die auf der Freefloat-Marktkapitalisierung beruht, d.h. es werden nur die Aktien berücksichtigt, die tatsächlich auf den Märkten zum Kauf angeboten werden. Auf diese Weise haben Unternehmen mit einem höheren Marktwert und einem großen Streubesitz einen größeren Einfluss auf die Wertentwicklung des Index. Der MSCI World wird regelmäßig aktualisiert, um Marktentwicklungen und die Aufnahme oder den Ausstieg von Unternehmen widerzuspiegeln.
Obwohl er eine breite geografische Diversifizierung bietet, enthält er keine Schwellenländer; diese werden durch den MSCI ACWI Index abgedeckt, der ebenfalls kurz vor einem neuen Allzeithoch steht und zu 13 % aus Schwellenländern (China, Indien usw.) besteht.
2) Die Handelsdiplomatie und die geldpolitischen Aussichten der FED sind der Schlüssel dafür, dass der globale Aktienmarkt in den nächsten Monaten bullish bleibt.
Handelsdiplomatie und die Aussichten für die Geldpolitik der FED sind stark miteinander verbundene fundamentale Faktoren, die sich direkt auf die Tendenz des globalen Aktienmarkts auswirken.
Während sich die US-Inflationsrate weiter in Richtung des 2%-Ziels der FED bewegt, wartet die FED auf die Unterzeichnung von Handelsabkommen, um sicherzugehen, dass das Risiko einer zweiten Inflationswelle gebannt ist und sie somit die Senkung der US-Zinsen für die Federal Funds wieder aufnehmen kann.
Diese beiden grundlegenden Bedingungen sind notwendig, damit der globale Aktienmarkt in den nächsten Monaten seine neuen Rekorde bestätigen kann.
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Chartanalyse Kold - UpdateStrukturanalyse im Weekly als Leading Expanding Diagonal.
Die rote Impulswelle (links von oben kommend) (1)-(5) nach unten wirkt abgeschlossen.
Anschließend beginnt eine mögliche expansive Korrektur oder neuer Impuls nach oben.
(1)-(2)-(3)-(4)-(5) in rot zeigt potenzielle neue Aufwärtsbewegung.
Aktuell befinden wir uns offenbar in der frühen Phase von Welle 5, basierend auf Projektion und Volumenanstieg.
Indikatoren im Weekly
1. MFI (Money Flow Index)
Aktuell bei ~57, in neutralem Terrain, aber steigend → spricht für zunehmenden Kaufdruck.
2. Stochastic RSI
Bullischer Cross über 60, beide Linien steigen → starker Momentumaufbau.
3. SMI (Stochastic Momentum Index)
Steht bei ~14, ebenfalls mit bullischer Neigung, aber noch kein Extremniveau erreicht.
4. WT CROSS (WaveTrend)
Grüner Cross aktiv, über dem neutralen Bereich → spricht für mittelfristigen Long-Trend.
5. WaveTrend CB (unterste Zeile)
Kombination aus "Bull"-Signalen und Cross bestätigt Trendwende.
Die oberen blauen Linie
Die Neigung ist sehr steil, d. h.:
Sie impliziert ein sehr schnelles Zeitfenster für starke Kursanstiege (z. B. von ~23 USD auf >150 USD in <1 Jahr).
Solche Bewegungen sind im Indexbereich selten stabil ohne exogene Ereignisse oder extreme Spekulation (z. B. Short Squeeze, politische Eingriffe etc.).
Aber, es ist nicht zwingend erforderlich, dass Welle 1 und Welle 3 exakt mit einer Linie verbunden werden müssen, um ein Leading Diagonal gültig zu machen ;) viel wichtiger ist, dass die Wellenstruktur selbst den Elliott-Kriterien entspricht – das tut sie hier.
Aktien VS Anleihen, warum gibt es derzeit eine solche Divergenz?Einleitung: Sollten wir bei Anleihen endlich wieder kaufen? Während sich der Aktienmarkt seit Mitte April und dem Beginn einer Phase der Handelsdiplomatie zwischen den USA und ihren wichtigsten Handelspartnern vertikal erholt hat, verharrten die Anleihenkurse auf einem niedrigen Niveau.
Die realisierte und die implizite Volatilität sind in den letzten Wochen am Markt stark zurückgegangen (siehe unsere bärische Analyse des VIX Ende April). Wie lässt sich diese Diskrepanz zwischen dem Anstieg der US-Aktienkurse und den nach wie vor niedrigen Anleihekursen erklären?
Handelt es sich bei den Anleihen um eine Gelegenheit, sich zu einem attraktiven Preis zu positionieren?
1) Zunächst können Sie in den beiden folgenden Grafiken den grundlegenden und den jüngsten Trend des S&P 500 (für den Aktienmarkt) und des 20-jährigen US-Zinskontrakts (zur Darstellung des Anleihenmarkts) betrachten
Grafik, die die japanischen Kerzen in den Wochendaten des S&P 500-Future-Kontrakts zeigt
Grafik, die die monatlichen japanischen Kerzen des 20-jährigen US-Rentenkontrakts darstellt
2) Die Gründe für die Outperformance von Aktien gegenüber Anleihen sind zahlreich und fundamental
Die Underperformance von Anleihen gegenüber dem Aktienmarkt beruht auf einer Kombination von fundamentalen Faktoren :
- Erstens bleiben die Gewinnaussichten der Unternehmen für die nächsten 12 Monate optimistisch, was zu einer Arbitrage zugunsten des Aktienmarkts führt (siehe unsere frühere Analyse des S&P 500 Index).
- Die Unnachgiebigkeit der Federal Reserve (FED) angesichts der Gefahr eines Inflationsanstiegs vor dem Hintergrund des Handelskriegs. Der Markt rechnet nicht mit einer Wiederaufnahme der Zinssenkung der US Federal Funds Rate vor der geldpolitischen Entscheidung am Mittwoch, den 17. September. Die umgekehrte Korrelation zwischen Zinssätzen und Anleihekursen ist daher ein Faktor, der die Kurse unter Druck setzt.
- Neben der Geldpolitik spielt auch der Haushaltskurs der USA eine Rolle in der Debatte. Der Gesetzentwurf der Republikaner für massive Steuersenkungen könnte das Bundesdefizit weiter erhöhen und die ohnehin schon gigantische Staatsverschuldung noch weiter steigern, was die langfristigen Zinssätze auf einem hohen Niveau hält. Zumal laut der Peterson Foundation in den nächsten 12 Monaten Schulden in Höhe von fast 9,3 Billionen US-Dollar fällig werden, zusätzlich zu dem auf 2 Billionen US-Dollar geschätzten Bedarf zur Finanzierung des Defizits.
- Der neue historische Höchststand der globalen Liquidität, der aufgrund der langfristigen positiven Korrelation zwischen dem S&P 500 Index und der globalen Liquidität eine günstige Arbitrage für riskante Anlagen an der Börse schafft
3) Trotz allem befinden sich die aktuellen Anleihekurse in einer langfristigen zinstechnischen Zone und die prospektiven Fundamentaldaten könnten in den nächsten Monaten eine Erholung der Anleihen ermöglichen
Die jüngsten makroökonomischen Indikatoren bestätigen eine nachlassende Wirtschaftsdynamik in den USA. Im April gingen die Erzeugerpreise so stark zurück wie seit fünf Jahren nicht mehr, was darauf hindeutet, dass die Unternehmen einen Teil des Kostenanstiegs aufgrund der Handelsspannungen auffangen. Gleichzeitig blieben die Einzelhandelsumsätze zurück, da die Verbraucher angesichts der anhaltenden Inflation bei importierten Gütern ihre Einkäufe einschränkten. Sollten sich diese Anzeichen für eine Verlangsamung bestätigen, könnte es in den kommenden Monaten zu einem „flight to quality“-Phänomen kommen, d.h. zu einer Arbitrage zugunsten des Anleihenmarktes.
Die folgende Grafik erinnert schließlich daran, dass sich der US-Anleihenmarkt derzeit auf einem wichtigen technischen Unterstützungsniveau befindet.
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Digitale Vermögenswerte sind in den meisten Ländern nicht reguliert und es gelten möglicherweise keine Verbraucherschutzvorschriften. Aufgrund ihrer hohen Volatilität und spekulativen Natur sind sie für risikoscheue Anleger ungeeignet. Vergewissern Sie sich, dass Sie jeden digitalen Vermögenswert verstehen, bevor Sie handeln.
Kryptowährungen gelten in einigen Ländern nicht als gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegen regulatorischen Unsicherheiten.
Die Nutzung internetbasierter Systeme kann erhebliche Risiken bergen, darunter Betrug, Cyberangriffe, Netzwerkausfälle, Kommunikationsprobleme sowie Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten.
Start einer neuen Rally?Sehen wir den Beginn einer neuen Rally im S&P 500?
Oben im Chart sehen wir einen Ratiochart, den XLY gegen den XLP, also die zyklischen Konsumgüter gegen die Basis Konsumgüter. Wenn der Chart steigt, performen die Zyklischen Konsumgüter besser als die Basis Konsumgüter.Fällt die Linie ist es umgekehrt. Da Basis Konsumgüter als defensive Werte gelten, deutet es auf ein erhöhtes Konsumverhalten hin wenn der XLY besser performt.
In der Mitte sehen wir den SPY, den größten ETF der den S&P 500 nachbildet.
Ganz unten sehen wir den S5TH. Dieser Indikator zeigt uns an wie viele der Unternehmen im S&P 500 über ihrem 200er MA sind.
Was wir sehen können ist wenn der S5TH deutlich über die 50% Grenze steigt, haben wir kurz darauf eine Rally gesehen. Darauf folgten neue 52 Wochenhochs und bald auch neue All Zeit Hochs. Sehen wir den Beginn einer erneuten Rally im S&P?
Chartanalyse KOLD - UpdateLeading Diagonal in KOLD (1W)
Im Wochenchart von KOLD zeigt sich eine potenzielle Leading Diagonal-Struktur, die sich als Welle (1) innerhalb eines neuen langfristigen Aufwärtstrends formt. Anders als ein Ending Diagonal, tritt die Leading Diagonal typischerweise in der ersten Impulswelle auf – und genau das spiegelt sich hier wider.
Die Wellenstruktur im Überblick:
Welle (1): Dynamischer Auftakt nach massiver Abwärtsphase.
Welle (2): Korrektur bis in den Bereich der vorherigen Unterstützungszone.
Welle (3): Deutlich verlängerte Bewegung mit kräftigem Ausbruch – typisch für eine Diagonalwelle.
Welle (4): Seitliche oder leicht abfallende Konsolidierung, die nicht in den Bereich von Welle (1) zurückfällt → Regelkonform.
Der Kurs befindet sich nun am Anfang von Welle (5) – typischerweise der letzten Phase innerhalb eines Leading Diagonals, die oft schnell und dynamisch verläuft und über das Hoch von Welle (3) hinausgeht.
Die Diagonalstruktur ist von einem sich öffnenden Keil geprägt – was zusätzlich die Annahme eines Leading (nicht Ending) Diagonals stützt.
RSI-Analyse mit Divergenz
Besonders aufschlussreich ist der Relative Strength Index (RSI) im Wochenchart:
Während der Kurs in der laufenden Korrektur (Welle 4) ein tieferes Tief gebildet hat (bzw. auf gleichem Niveau wie Welle 2 konsolidierte), hat der RSI jedoch ein höheres Tief gezeigt.
Diese bullische Divergenz zwischen fallendem Kurs und steigendem RSI-Tief signalisiert, dass der Verkaufsdruck abnimmt, obwohl die Preisstruktur das noch nicht vollständig widerspiegelt.
Diese RSI-Divergenz ist ein klassisches Frühwarnsignal für eine Wende, häufig zu beobachten vor Start von Welle (5) – und bestätigt somit die übergeordnete Zählung.
MFI (~51) Neutral → Raum nach oben.
Stoch RSI (~88) Stark überkauft, aber mit Momentum → typischer Trendaufbau.
SMI (~+16) Frühphase positiver Dynamik → bestärkt Welle (5) Start.
WT_CROSS Linien kreuzen bullisch, Histogramm positiv.
WTWS „Bull“-Kreuz aktiv, Histogramm beginnt anzusteigen → bestätigend.
Ein Bruch über die Hochs von Welle (3) könnte die Welle (5) bestätigen – mit Zielen für die Welle 5 bis 124–154 USD (Fiboprojektionen).
Ende jahrzehntelanger Outperformance von US-Aktien voraus?Anfänglich herrschte an den Börsen große Begeisterung für Donald Trumps Pläne, und viele Investoren waren bullisch für US-Aktien. Doch als er im Februar und März Stück für Stück offenlegte, was er vorhat, änderte sich die Stimmung schlagartig: Statt auf tägliche verbale Einlassungen zu reagieren, konzentriert man sich nun ausschließlich auf konkrete Gesetze und Anordnungen, während man das übliche Tagesrauschen weitgehend ignoriert. Das „Smart Money“ setzt mittlerweile auf Short-Positionen in US-Aktien, während Privatanleger den Rücksetzer zum Einstieg nutzten. Gleichzeitig fließt Kapital vermehrt nach Europa und Japan.
US-Titel gelten inzwischen aus drei Gründen als unattraktiv: Erstens schadet die handelspolitische Agenda dem Wachstum, zweitens schwindet das Interesse von Investoren an US-Assets, und drittens sorgt die erhöhte politische Unsicherheit für zusätzliche Skepsis. Im Gegensatz dazu bieten deutsche und europäische Aktien gleich drei attraktive Ansatzpunkte: Die ersten hundert Tage der neuen Regierung wecken Hoffnungen auf eine wachstumsfreundliche Dynamik, das Sondervermögen schafft fiskalischen Spielraum für Investitionen in Energie, Verteidigung und Infrastruktur, und das Interesse internationaler Investoren steigt spürbar.
Hinzu kommt, dass die Gewinnerwartungen für US-Unternehmen 2025 durch die neue Unsicherheit komplett ins Wanken geraten sind: Analysten wissen kaum noch, wie sie ihre Schätzungen anpassen sollen, Unternehmensausblicke werden massenhaft zurückgezogen, und niemand kann verlässlich prognostizieren, wie sich die Lage weiterentwickelt.
US-Aktien haben über Jahrzehnte die europäischen deutlich outperformt, doch die Trendumkehr könnte sich noch verstärken, wenn sich Investoren dauerhaft auf die europäische Seite schlagen. Ohne eine echte Kehrtwende in der US-Politik ist davon auszugehen, dass dieser Anpassungsprozess weiter anhält.
Angehängt ist ein Chart, der den ETF-CFD auf den S&P 500 Index ins Verhältnis gesetzt zum ETF-CFD auf den MSCI Germany. Es deutet sich ein großes Doppeltop an, das einen weiteren Schub zu Gunsten deutscher Aktien relativ zu US-Aktien bringen könnte.
Jochen Stanzl
Chefmarktanalyst CMC Markets
CFDs sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 73% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: cmcmarkets.com.
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BlackRock kauft wieder Bitcoin?Hallo!
Ich habe eine interessante Analyse zu IBIT erstellt.
Was ist IBIT?
Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) ist ein ETF von BlackRock, der die Preisentwicklung von Bitcoin nachbildet. Er bietet eine einfache Möglichkeit, in Bitcoin zu investieren, ohne die Kryptowährung direkt kaufen oder verwahren zu müssen. Mit einer jährlichen Gebühr von 0,25% und hoher Liquidität ist IBIT besonders für Anleger attraktiv, die Bitcoin-Exposure über traditionelle Börsen suchen. Allerdings unterliegt der Fonds nicht denselben Regeln wie klassische ETFs und ist genauso volatil wie Bitcoin selbst.
Der IBIT-Chart zeigt einen klar definierten Kurskanal, der einer 5-Wellen-Struktur folgt. Alle relevanten Retracements und Imbalances wurden ausgeglichen. Auf dem 2D Chart MACD signalisiert eine bullische Divergenz in Kombination mit einem MA-Cross eine potenzielle Aufwärtsbewegung. Dieser Chart spiegelt indirekt die Akkumulations- bzw. Distributionsaktivitäten von BlackRock wider.
BorTrade
Ist der Weltaktienmarkt jetzt ein Schnäppchen?Nach einem Rücksetzer von etwa 12% in den letzten Monaten bietet der Weltaktienmarkt, abgebildet durch den MSCI ACWI IMI, nun eine interessante Gelegenheit für Investoren. Mit einer breiten Streuung über entwickelte und Schwellenländer sowie Unternehmen aller Größenordnungen könnte der aktuelle Zeitpunkt als günstiger Einstiegspunkt angesehen werden. Aber ist jetzt wirklich der Moment, um zugreifen?
Was ist der MSCI ACWI IMI?
Der MSCI ACWI IMI (All Country World Index Investable Market Index) ist ein Aktienindex, der die Entwicklung von Aktienmärkten in Ländern weltweit abbildet. Er umfasst sowohl entwickelte Märkte (wie die USA, Japan und viele europäische Länder) als auch Schwellenländer (wie China, Indien oder Brasilien). Der IMI-Teil (Investable Market Index) bedeutet, dass der Index nicht nur die großen und mittelgroßen Unternehmen berücksichtigt, sondern auch kleinere Unternehmen aus verschiedenen Märkten weltweit.
Im Detail umfasst der MSCI ACWI IMI Unternehmen in verschiedenen Größenkategorien:
Large Caps (große Unternehmen)
Mid Caps (mittlere Unternehmen)
Small Caps (kleine Unternehmen)
Der Index gilt daher als sehr breit aufgestellt und bietet eine vollständige Abbildung des globalen Aktienmarktes. Investoren, die in den MSCI ACWI IMI investieren, haben eine breite Diversifikation über verschiedene Märkte und Unternehmensgrößen hinweg.
Wie kann man von einer Krise/ einem Crash profitieren?
Antizyklisches Handeln bedeutet, gegen den Strom der Marktstimmung zu investieren – also in Phasen von Marktrückgängen zu kaufen und in Phasen von Überhitzung zu verkaufen. Der Grund, warum viele erfolgreiche Investoren antizyklisch agieren, liegt darin, dass Märkte oft von Emotionen wie Angst und Gier getrieben sind, was zu übertriebenen Kursbewegungen führt. Wenn der Markt panisch fällt, sind Aktien häufig unterbewertet und bieten langfristig Potenzial. Umgekehrt können in Zeiten übermäßiger Euphorie Aktien überbewertet sein, was die Chancen auf künftige Gewinne verringert.
Antizyklisches Handeln basiert auf der Überzeugung, dass der Markt nicht immer rational ist, und dass es langfristig vorteilhaft sein kann, in schwierigen Zeiten zu kaufen, wenn die Preise niedrig sind, und in boomenden Zeiten zu verkaufen, wenn die Bewertungen hoch sind.
Befinden wir uns in einer Krise?
Dr. Andreas Beck, ein Mathematiker und Portfoliomanager, hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie man die richtige Zeit zum Nachkaufen von Investments ermitteln kann. Dabei stützt er sich auf verschiedene mathematische und statistische Modelle sowie psychologische Aspekte der Marktentwicklung.
Ein wichtiger Ansatz von Beck ist die Blickrichtung auf Bewertungen und Marktrisiken, insbesondere durch die Nutzung von Marktzyklusindikatoren und Bewertungskennzahlen. Einige wichtige Faktoren, die er dabei berücksichtigt, sind:
Bewertungskennzahlen:
Beck nutzt oft Bewertungsindikatoren wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) oder den Shiller-Cape (eine zyklisch bereinigte KGV-Metrik), um festzustellen, ob der Markt über- oder unterbewertet ist. Wenn diese Kennzahlen auf niedrige Bewertungen hindeuten, kann es ein Signal für einen günstigen Nachkaufzeitpunkt sein.
Marktpsychologie und -stimmung:
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Marktpsychologie. Dr. Beck betont, dass Marktteilnehmer oft emotional reagieren, insbesondere in Zeiten hoher Volatilität. Wenn der Markt aufgrund von Angst oder Panik fällt, können attraktive Einstiegsmöglichkeiten entstehen, da die Kurse kurzfristig übertrieben negativ beeinflusst werden.
Momentum und Marktzyklen:
Dr. Beck schaut auch auf den Marktzyklus und das Momentum. In Phasen von starkem Rückgang oder Korrektur kann das Nachkaufen sinnvoll sein, wenn das Momentum auf einen möglichen Wendepunkt hindeutet. Wichtige technische Indikatoren, wie gleitende Durchschnitte oder der Relative-Stärke-Index (RSI), werden oft verwendet, um Überverkaufszonen zu erkennen.
Langfristige Perspektive:
Eine weitere zentrale Erkenntnis von Dr. Beck ist, dass der langfristige Anlagehorizont und eine klare Anlagestrategie entscheidend sind. Er empfiehlt, sich nicht von kurzfristigen Schwankungen leiten zu lassen, sondern systematisch und langfristig in unterbewertete Märkte zu investieren.
Zusammengefasst, misst Dr. Andreas Beck günstige Nachkaufzeitpunkte durch eine Kombination von fundamentalen Bewertungskennzahlen, Marktpsychologie und technischen Indikatoren, wobei der Fokus auf einer langfristigen, antizyklischen Anlagestrategie liegt.
20% Rücksetzer – Korrekturmarkt: Ein Rückgang von 20% oder mehr von den Höchstständen wird oft als Marktkorrektur bezeichnet. Dies ist ein klassischer Schwellenwert, der darauf hinweist, dass der Markt signifikant gefallen ist, aber noch nicht in einen Bärenmarkt übergegangen ist. Investoren, die antizyklisch agieren, könnten in diesem Fall überlegen, nachzukaufen, da solche Rücksetzer oft auf vorübergehende, fundamentale oder emotionale Marktprobleme zurückzuführen sind, die langfristig wieder aufgeholt werden können.
30% Rücksetzer – Bärenmarktgrenze: Ein Rückgang von 30% wird häufig als Grenze für einen Bärenmarkt angesehen. In dieser Phase könnte der Markt von Pessimismus oder Überreaktionen geprägt sein. Ein antizyklischer Investor könnte in Erwägung ziehen, bei einem solchen Rücksetzer nachzukaufen, vor allem, wenn die Fundamentaldaten der Unternehmen oder des Marktes insgesamt stark bleiben. Dies könnte eine Gelegenheit sein, Aktien oder Vermögenswerte zu einem besonders günstigen Preis zu erwerben.
40% Rücksetzer – Tiefpunkte: Ein Rückgang von 40% oder mehr gilt oft als sehr tiefer Marktabschwung. In solchen Phasen könnten Anleger, die antizyklisch investieren, versuchen, am "Tiefpunkt" einzukaufen. Allerdings ist dies auch die Phase, in der Angst und Panik den Markt dominieren und viele Anleger die Nerven verlieren. Investoren, die das Risiko und die potenziellen Chancen richtig abschätzen können, könnten von solchen Rücksetzern profitieren, wenn sie davon ausgehen, dass sich der Markt langfristig erholen wird.
Zusätzliche Indikatoren:
Bewertungen: In Verbindung mit diesen Rücksetzern sollte die Bewertung der Märkte berücksichtigt werden. Wenn der MSCI ACWI IMI oder ähnliche Indizes nach einem Rückgang von beispielsweise 30–40% sehr niedrige Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) oder andere Bewertungskennzahlen aufweisen, könnte dies die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Erholung erhöhen.
Psychologie des Marktes: Wenn der Markt stark gefallen ist und die Stimmung extrem negativ ist, könnte dies ebenfalls ein Signal für antizyklisches Handeln sein. Solche Rücksetzer bieten die Möglichkeit, Aktien zu kaufen, wenn viele andere Anleger von Panik getrieben verkaufen.
Fazit:
Ein Rückgang von etwa 20% wird oft als "günstiger" Zeitpunkt für eine erste antizyklische Investition betrachtet, während 30% und 40% tiefere Rücksetzer darstellen, die größere Chancen bieten könnten, aber auch mit höherem Risiko verbunden sind. Diese Werte dienen als grobe Orientierung, aber es ist immer wichtig, den aktuellen Markt, die Fundamentaldaten und das persönliche Risikoempfinden zu berücksichtigen.
Der Vollständigkeit halber möchte ich noch eine weitere Meinung der Finanzwissenschaft mit einbringen. Es gibt niemals die ultimative Wahrheit. Durch wissenschaftliches Arbeiten kommt der Wahrheit lediglich ein Stück weiter.
Dr. Gerd Kommer vertritt die Ansicht, dass es langfristig vorteilhafter ist, eine Buy-and-Hold-Strategie zu verfolgen, anstatt auf den „perfekten Moment“ zu warten, um von einem Rücksetzer oder Crash zu profitieren. Seine Argumentation basiert auf mehreren wichtigen Prinzipien der Finanz- und Anlagestrategie:
1. Markttiming ist extrem schwierig
Dr. Kommer betont immer wieder, dass es nahezu unmöglich ist, den Markt exakt zu timen – also den besten Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf von Vermögenswerten zu finden. Selbst erfahrene Investoren und Fondsmanager scheitern oft daran, genau vorherzusagen, wann ein Markt seinen Tiefpunkt erreicht oder wann er sich wieder erholen wird. Diejenigen, die versuchen, den Markt nach einem Rücksetzer zu timen, riskieren, zu früh oder zu spät zu handeln und somit keine optimalen Ergebnisse zu erzielen.
2. Langfristige Erholung der Märkte
Laut Dr. Kommer gibt es einen klaren historischen Trend: Die Märkte erholen sich langfristig immer wieder. Auch wenn es vorübergehend dramatische Rücksetzer oder Krisen gibt, haben sich Aktienmärkte im Laufe der Geschichte immer wieder erholt und sind langfristig gestiegen. Wenn man sich darauf konzentriert, regelmäßig zu investieren und die Anlagen langfristig zu halten, profitiert man von diesem langfristigen Wachstum und dem Zinseszinseffekt.
3. Kosten des Markttimings
Ein weiterer wichtiger Punkt, den Dr. Kommer anspricht, sind die Kosten des Markttimings. Wer regelmäßig versucht, den Markt zu timen, kann dabei hohe Transaktionskosten, Steuern und Gebühren in Kauf nehmen. Außerdem kann es zu verpassten Chancen kommen, wenn man aufgrund von Marktschwankungen oder Rücksetzern gezögert hat, zu investieren. In der Praxis zeigt sich oft, dass diejenigen, die einfach langfristig investieren und ihre Investitionen halten, langfristig besser abschneiden.
4. Rendite aus kontinuierlichem Investieren
Dr. Kommer verweist auch auf das kontinuierliche Investieren (Dollar-Cost-Averaging), bei dem regelmäßig feste Beträge in den Markt investiert werden, unabhängig von den aktuellen Marktentwicklungen. Diese Methode reduziert das Risiko, einen schlechten Zeitpunkt für den Einstieg zu erwischen, und sorgt dafür, dass der Investor von der langfristigen Aufwärtsentwicklung des Marktes profitiert.
5. Emotionen und Verhaltensfehler
Ein weiterer Aspekt, den Dr. Kommer anspricht, ist die emotionale Seite des Investierens. Der Versuch, den besten Zeitpunkt für den Kauf zu finden, kann dazu führen, dass Anleger von Ängsten (z. B. Panik während eines Crashs) oder Gier (z. B. das Streben nach kurzfristigen Gewinnen) getrieben werden. Dies führt oft zu suboptimalen Entscheidungen. Der langfristige Ansatz, bei dem man sich nicht durch kurzfristige Schwankungen aus der Ruhe bringen lässt, ist nicht nur mathematisch, sondern auch psychologisch sinnvoller.
Fazit der konträren Meinung:
Dr. Gerd Kommer ist überzeugt, dass eine langfristige Buy-and-Hold-Strategie ohne den Versuch, den Markt zu timen, der effektivste Weg ist, um von den langfristigen Wachstumschancen der Finanzmärkte zu profitieren. Anstatt auf den „perfekten“ Rücksetzer zu warten, sollten Investoren regelmäßig investieren und ihre Positionen langfristig halten, um vom globalen Wirtschaftswachstum und den potenziellen Erholungen nach Krisen zu profitieren.
Zum Chartbild:
Die TMA (Triangular Moving Average) und der RSI (Relative Strength Index) sind zwei technische Indikatoren, die verwendet werden können, um eine Krise oder einen Marktabschwung zu messen oder zu erkennen. Sie liefern wichtige Hinweise auf Übertreibungen und mögliche Wendepunkte im Markt. Hier ist, wie man diese beiden Indikatoren einsetzen kann, um eine Krise zu bewerten oder eine mögliche Erholungsphase zu identifizieren:
1. TMA (Triangular Moving Average)
Die TMA ist ein gleitender Durchschnitt, der die Daten über eine symmetrische Zeitspanne gewichtet, d. h. die Werte am Anfang und Ende des Zeitraums haben geringere Gewichtungen als die Werte in der Mitte. Dies führt zu einer sanfteren und weniger anfälligen Kurve für kurzfristige Marktschwankungen im Vergleich zu anderen gleitenden Durchschnitten (z. B. dem einfachen gleitenden Durchschnitt, SMA).
Einsatz der TMA zur Krisenerkennung:
Langfristiger Trend: Die TMA kann helfen, den übergeordneten Langfristtrend des Marktes zu visualisieren. Wenn der Preis über der TMA liegt, zeigt dies einen aufwärtsgerichteten Markt an. Wenn der Preis jedoch unter die TMA fällt, könnte dies auf einen Abwärtstrend hindeuten, was ein erstes Anzeichen für eine Krise oder einen Marktrückgang sein kann.
Signale bei Durchbrüchen:
Ein Durchbruch nach unten der TMA könnte auf den Beginn eines stärkeren Abwärtstrends hinweisen, was während einer Krise ein Warnsignal sein könnte.
Ein Durchbruch nach oben von unten (insbesondere nach einer längeren Abwärtsbewegung) kann auf eine mögliche Erholung und einen Wendepunkt hindeuten.
Beispiel:
Wenn der Kurs stark unter die TMA fällt und dann erneut darunter bleibt, könnte dies ein Indikator für die Vertiefung einer Krise sein.
Wenn der Kurs die TMA von unten nach oben schneidet, könnte dies ein Anzeichen für eine Stabilisierung oder eine beginnende Erholung sein.
2. RSI (Relative Strength Index)
Der RSI misst die Stärke und Geschwindigkeit von Kursbewegungen, indem er den Anteil der gewinnten und verlorenen Tage in einem bestimmten Zeitraum vergleicht. Der RSI bewegt sich zwischen 0 und 100, wobei Werte über 70 typischerweise auf Überkauftheit und Werte unter 30 auf Überverkauftheit hinweisen.
Einsatz des RSI zur Krisenerkennung:
Überverkaufte Marktbedingungen (RSI < 30): Ein RSI-Wert unter 30 deutet darauf hin, dass der Markt überverkauft ist und möglicherweise eine Erholung bevorsteht. In Krisenzeiten könnte der RSI regelmäßig in den überverkauften Bereich fallen, was darauf hinweist, dass die Marktteilnehmer panisch verkaufen.
Überkaufte Marktbedingungen (RSI > 70): Ein RSI-Wert über 70 deutet darauf hin, dass der Markt überkauft ist und eine Korrektur oder ein Rückgang bevorstehen könnte. Während einer Krise oder in einem starken Abwärtstrend können jedoch auch extreme Überverkaufsbedingungen auftreten, die darauf hinweisen, dass der Markt zu stark gefallen ist und eine Erholung wahrscheinlicher wird.
Divergenzen:
Eine bullische Divergenz tritt auf, wenn der Kurs fällt, aber der RSI einen höheren Wert erreicht (d. h. der RSI zeigt Schwäche des Abwärtstrends an), was auf eine mögliche Erholung hinweisen kann.
Eine bärische Divergenz tritt auf, wenn der Kurs steigt, aber der RSI einen tieferen Wert erreicht (d. h. der RSI zeigt Schwäche im Aufwärtstrend an), was auf einen drohenden Abwärtstrend oder eine Krise hinweisen kann.
Beispiel:
In einem abwärtstrendigen Markt könnte der RSI mehrfach unter 30 fallen. Dies könnte auf extreme Überverkauftheit hinweisen, was in Krisenzeiten typisch ist, wenn Angst und Panik die Märkte dominieren.
Ein RSI, der nach einem starken Rückgang wieder über 30 steigt, könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Markt von extremen Überverkäufen befreit ist und möglicherweise beginnt, sich zu erholen.
Kombination von TMA und RSI:
Die Kombination dieser beiden Indikatoren kann zusätzliche Sicherheit bei der Einschätzung von Krisenzeiten bieten:
TMA kann den allgemeinen Trend angeben (ob der Markt aufwärts oder abwärts tendiert).
RSI kann Hinweise auf überverkaufte oder überkaufte Zustände sowie mögliche Umkehrpunkte geben.
Beispiel einer Krisensituation:
Abwärtstrend: Wenn der Kurs den TMA-Durchschnitt von oben nach unten durchbricht und der RSI auf unter 30 fällt, deutet dies auf eine Krise hin, bei der der Markt möglicherweise überverkauft und die Panik hoch ist.
Erholung nach der Krise: Wenn der Kurs sich langsam erholt und der RSI von unter 30 auf über 30 steigt, während der Kurs sich wieder über die TMA bewegt, könnte dies ein Signal für den Beginn einer Erholungsphase nach der Krise sein.
Fazit:
Die Kombination der TMA und des RSI kann helfen, Krisen zu identifizieren, indem sie den allgemeinen Markttrend und Übertreibungen im Markt messen. Der TMA gibt Ihnen einen Überblick über die Richtung des Marktes, während der RSI Überkauftheit und Überverkauftheit anzeigen kann, was besonders in Krisenzeiten nützlich ist, um Wendepunkte oder Stabilisierung zu erkennen.
Das ist ein sehr realistischer und pragmatischer Ansatz für Investoren, die den Markt antizyklisch nutzen möchten. Der Hinweis, bereits bei kleineren Korrekturen von 10% und mehr mit dem Nachkauf zu beginnen, reflektiert die Unsicherheit des Marktes und die Tatsache, dass niemand genau vorhersagen kann, wie tief ein Rücksetzer oder ein Marktabschwung gehen wird. Hier einige Überlegungen und weitere Details zu diesem Ansatz:
1. Frühes Nachkaufen bei kleineren Korrekturen (10% und mehr)
Es ist klug, frühzeitig mit dem Nachkauf zu beginnen, wenn der Markt eine Korrektur von etwa 10% erfährt. Der Hauptvorteil dieser Strategie liegt darin, dass sie langfristig eine bessere Durchschnittskostenbasis für das Portfolio schafft. Anstatt zu warten, bis der Markt einen tieferen Rücksetzer (z. B. 30% oder 40%) erreicht, was oft zu spät ist, um von den Tiefs zu profitieren, kaufen Anleger schrittweise bei jeder Korrektur nach. Dadurch verringern sie das Risiko, den „perfekten Zeitpunkt“ zu verpassen.
Beispiel:
10% Rücksetzer: Erste kleine Nachkäufe tätigen.
20% Rücksetzer: Weitere Nachkäufe tätigen.
30–40% Rücksetzer: Größere Nachkäufe, aber auch auf eine Diversifikation achten, um das Risiko zu streuen.
Dieser schrittweise Ansatz ermöglicht es, das Risiko über mehrere Zeiträume zu verteilen und dennoch von einem möglichen langfristigen Aufschwung zu profitieren, auch wenn die genaue Tiefe des Marktrückgangs unklar ist.
2. Warum nicht warten?
Es gibt mehrere Gründe, warum es riskant ist, einfach nur abzuwarten, dass der Markt 30–40% oder mehr fällt, bevor man handelt:
Marktchancen nicht verpassen: Die größten Aufwärtsbewegungen kommen oft nach starken Rücksetzern, und wer nicht frühzeitig investiert, könnte die ersten Phasen einer Erholung verpassen. In der Vergangenheit haben Märkte oft innerhalb von kurzer Zeit eine starke Erholung erlebt, nach einem Rückgang von etwa 20–30%.
Schwankungen können schneller kommen als erwartet: Märkte können unvorhersehbar sein. Manchmal setzen die Erholungen schneller ein, als viele erwartet haben, und wer zu lange wartet, läuft Gefahr, zu hoch einzukaufen, wenn der Markt sich schon teilweise erholt hat.
Psychologische Faktoren: Viele Anleger sind emotional und reagieren nachträglich auf die großen Marktrücksetzer. Dies führt dazu, dass sie in Panik verkaufen, wenn der Markt fällt, und verpassen möglicherweise die Gelegenheit, bei niedrigeren Preisen nachzukaufen.
3. Flexibilität und Geduld
Indem man schrittweise nachkauft, bleibt der Anleger flexibel und reduziert das Risiko, zu einem ungünstigen Zeitpunkt eine große Position zu eröffnen. Anstatt auf den perfekten Einstiegspunkt zu warten, agiert man diszipliniert und systematisch.
Ein weiterer Vorteil dieser Strategie ist, dass der Investor nicht durch die Emotionen des Marktes beeinflusst wird und nicht in Panik verfällt, wenn der Markt wieder kurzfristig schwankt. Es wird eine langfristige Perspektive beibehalten, bei der der Fokus auf dem Wachstum des Marktes über Jahre hinweg liegt.
4. Verwendung der 10–30% Korrekturlevels als Orientierung
10% Korrektur: Dies ist ein typischer Rücksetzer, der nicht unbedingt eine tiefere Rezession oder Krise bedeutet. Hier kann bereits mit kleineren Beträgen nachgekauft werden, um von einer eventuellen Stabilisierung zu profitieren.
20–30% Korrektur: Diese Stufen gelten oft als bedeutendere Marktveränderungen, bei denen die Bewertungen stark gefallen sind. Das könnte eine Phase sein, in der man mehr Kapital investiert, da die Risiken und Chancen deutlicher zutage treten.
40% Rücksetzer: Ein solch großer Rückgang könnte auf einen Bärenmarkt hinweisen, in dem sich die Aktienkurse deutlich unter ihren langfristigen Durchschnittsbewertungen befinden. In einem solchen Fall bieten sich dann oft sehr attraktive Einstiegsmöglichkeiten für langfristig orientierte Investoren, die den Markt als Chance sehen.
Fazit:
Der Ansatz, schrittweise und regelmäßig zu investieren und bei Korrekturen von 10% und mehr bereits mit kleineren Nachkäufen zu beginnen, ist eine sehr pragmatische Strategie. Dieser Ansatz schützt davor, den perfekten Zeitpunkt zu suchen, was oft zu verpassten Chancen führen kann. Stattdessen nutzt der Anleger die Volatilität des Marktes und investiert systematisch über einen längeren Zeitraum, wodurch das Risiko der falschen Entscheidung reduziert wird. Es bleibt jedoch wichtig, eine klare Strategie und Risikomanagement zu verfolgen, um nicht nur von Rücksetzern zu profitieren, sondern auch die langfristige Perspektive zu wahren.






















