Nas100 4 h
Trend: Kurzfristig bullish Reversal nach starkem Abverkauf (V-förmige Erholung).
Struktur: Höheres Tief gebildet → möglicher Trendwechsel, aber noch nicht bestätigt.
EMA 200: Preis kommt von unten und reagiert → wichtiger Widerstand.
Trendlinie Wird aktuell von oben getestet → möglicher Retest.
Widerstandszone: ~24.300–24.350 → mehrfach getestet
EMA 200: wirkt als dynamischer Widerstand
RSI (14): nahe überkauft (~60+) → mögliche Umkehr Starke impulsive Kerze nach oben: könnte Exhaustion sein
Supply-Zone äRejection wahrscheinlich
Entry 24000
Sl 24250
1. TP1: ~23550
TP2: ~23.400 (Range Mitte)
TP3: ~22730 (starker Support )
Marktindizes
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Donnerstag, den 02.04.2026Zum Mittwoch hat unser Dax zwar steil begonnen, aber dann doch wieder sichtlich an Dynamik verloren, ganz wie als wolle man vorm Osterwochenende keine neuen Baustellen aufreißen. In diesem Sinne schon mal schöne Ostern allen!
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: unter 23000 negativ
Tendenz: abwärts unter 23000, über 23200 Erholungsfortsetzung bis 23500 und 23960
Grundstimmung: leicht negativ
Zum Mittwoch sollte nun interessant werden, wie oft olle Trump da noch nachlegen kann, oder ob sich der Markt nun auch mal aus eigener Kraft weiter vorgekämpft bekommt. Sollte der nämlich über 23000 weiter nach oben schieben, wären dann 23200 und 23300 eher vielleicht sogar 23450 / 23500 als nächstes dann anzupeilen gewesen. Sollte der sich aber schon schwerfällig dabei zeigen sich nur über 23000 zu halten und dann doch nur wieder darunter runter tauchen hätte ich eher 22900 / 22860 angezählt und drunter auch 22650 / 22620. So die Zusammenfassung von gestern.
Und unser Dax konnte sich über 23000 behaupten und das auch recht kompromisslos. Sogar per Pullback holte er nach Erreichen der 23300 nochmal von oben kommend auf dem Vortageshoch Schwung und verteidigte seine Kursgewinne bis in den Abend um die Fahne weiter oben zu halten, ganz als wolle man hier wenigstens bis Ostern erst einmal die Kursstellung versöhnlich halten. Sollte unser Dax also auch zum Donnerstag die Stellung halten und einen Druckaufbau unter 23200 verhindern, wäre auch nicht verwunderlich wenn er über die Hochs vom Mittwoch nochmal drüber setzt und sich versucht zur 23450 / 23500 weiter vorzuarbeiten. Oberhalb davon wären dann auch 23600 und dann erst wieder 23900 / 23960 interessant.
Sollte unser Dax aber doch nochmal schlechte Laune vor den Feiertagen bekommen und unter 23200 Druck nach unten aufbauen, wären 23009 / 23000 nochmal anzusteuern. Dort kann er sich noch versuchen aufzurichten. Sollte das aber scheitern, folgen drunter dann 22850 und 22665 / 22620 als nächste Stationen. Und überlegt dann auch was ihr mit in die Feiertage nehmt, bei Trump kann man sich aktuell nie sicher sein, ob der nicht doch morgen wieder seine Meinung ändert und anders als Europa hat die USA Montag keinen Feiertag und darf schon wieder ohne uns handeln. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Zum Mittwoch hat sich unser Dax zwar nochmal kräftig präsentiert und doch an Dynamik sichtlich nachgelassen. Sollte er nun zum Donnerstag nicht wieder neue Hochs über 23380 verweigern, wären dann auch 23450, 23500, 23565 / 23600 und darüber dann sogar bis zu 23900 / 23960 machbar. Bockt der aber weiter an den Hochs oder bringt gar unter 23200 wieder sichtlich Abwärtsdruck in den Markt, wären nochmal 23009 / 23000 dran von wo er gut verteidigt werden kann. Tiefer müsste man sonst aber wieder 22850 und 22665 / 22620 anzählen.
DAX Tagesausblick – Bullisches Momentum hält an-23.500 im FokusFundamentale Lage
Die geopolitische Lage rund um den Iran bleibt weiterhin angespannt. Gleichzeitig sorgten Aussagen von Donald Trump, wonach ein Ende des Konflikts zeitnah möglich sei, notfalls auch ohne Zustimmung Irans, gestern für einen deutlichen Risk On Impuls an den Märkten. Der DAX reagierte entsprechend mit einem starken Aufwärtsmove von über 500 Punkten (+2,5%).
Heute stehen zudem mehrere wichtige Wirtschaftsdaten an, die das Momentum beeinflussen könnten:
* EU Arbeitslosenquote (eher sekundär, außer bei starken Abweichungen)
* US ADP Non-Farm Employment Change (wichtig für Arbeitsmarkt und NFP am Freitag)
* Retail Sales & Core Retail Sales (Konsumentennachfrage / Wirtschaftslage)
* S&P Manufacturing PMI
* ISM Manufacturing PMI
Diese Daten geben Hinweise darauf, ob Zinssenkungen weiter nach hinten verschoben werden oder ob steigende Ölpreise und Inflationsrisiken sogar wieder Zinserhöhungs Szenarien wahrscheinlicher machen.
Charttechnische Lage
Der DAX schloss gestern knapp um die 23.000 Punkte, mit einer sehr starken bullischen Tageskerze und kaum Rejection. Insgesamt legte der Markt rund 500 Punkte bzw. 2,5% zu.
Auch heute setzt sich das Momentum fort:
* 23.000 wurde klar gebrochen
* Wochenhoch der Vorwoche wurde überwunden
* gestriges Daily High wurde durchbrochen
* H4 Struktur weiterhin bullisch
Bereits vor der London-Session konnte der DAX rund 270 Punkte (+1,2%) zulegen.
Das Momentum bleibt damit eindeutig auf der Oberseite.
Bullishes Szenario
Bevorzugt sehe ich aktuell eine Fortsetzung der Bewegung Richtung:
* 23.300
* 23.500 (entscheidende Schlüsselzone)
Die 23.500 stellt die nächste wichtige Widerstandszone dar. Sollte das Momentum anhalten, könnte der Markt diese Zone direkt anlaufen oder zuvor noch einen kleineren Rücksetzer in Richtung 23.100 – 23.000 einbauen, um Liquidität für den nächsten Push zu sammeln.
Wichtig zu beachten:
Seit Montagmorgen ist der DAX bereits rund 1.350 Punkte bzw. 6,2% ohne nennenswertes Retracement gestiegen. Ein kurzfristiger Rücksetzer wäre daher technisch gesund und nicht ungewöhnlich.
Bearishes Szenario
Shorts werden für mich erst wieder interessant bei:
* klarer Ablehnung oberhalb 23.000
* Rücklauf unter 23.000
* H4-Schluss zurück in die Range
In diesem Fall wären folgende Ziele möglich:
* 22.800
* 22.500 (nächste Schlüsselzone)
Ein solcher Move würde das aktuelle Breakout-Szenario als mögliches Fakeout einordnen.
Wochen- und Gesamtbild
Auf Wochenbasis wurde bereits zur Wochenmitte die komplette Range der Vorwoche nach oben aufgelöst. Die Daily-Kerzen werden größer und zeigen zunehmendes bullisches Momentum.
Sollte das fundamentale Umfeld stabil bleiben, sind in den kommenden Tagen sogar Bewegungen Richtung 24.000 nicht auszuschließen.
Fazit
* Präferenz aktuell: Long
* Schlüsselzone oben: 23.500
* Entscheidende Unterstützung: 23.000
* Unter 23.000: Short-Momentum möglich Richtung 22.500
Die Lage bleibt jedoch datenabhängig.
Heute stehen mehrere wichtige Wirtschaftsdaten an, zudem richtet sich der Blick bereits auf die NFP-Zahlen am Freitag sowie auf die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten.
Volatilität bleibt hoch.
Ich wünsche allen einen erfolgreichen Trading Tag.
Weitere Updates folgen im Tagesverlauf und im Abend-Recap auf X/Twitter.
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Mittwoch, den 01.04.2026Da verhalf Trump am Dienstag aber so einigen Bären zurück in die Baumkrone.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: unter 23000 negativ
Tendenz: abwärts unter 2300, über 23200 Erholungsfortsetzung bis 23500
Grundstimmung: leicht negativ
Nach dem Überwinden von 22600 am Montag, sollte unser Dax nun dranbleiben um sich weiteren Erholungsspielraum zur 22800 und 23000 zu öffnen. Sollte der aber einfach nur unter 22350 wieder in die Tiefe trödeln hätte ich 22235 / 22200 erwartet und darunter dann auch schon wieder 22100 / 22060 wie auch 21920 / 21860. Wobei ich denke, dass wir ohne neue Dummheiten von Trump dort dann auch einfach einen Doppelboden reinstellen könnten. So die Zusammenfassung von gestern.
Doch Trump zeigte sich weiter willig dem Markt etwas unter die Arme zu greifen und presste ihn gleich mit drei News-Kerzen über der 22600 noch in die 22800 und 23000 rein. Dabei schien sich die Abfolge der wir-haben-bald-Frieden Post schon fast einem Höhepunkt nahe zu kommen mit nun drei Posts an einem Tag alleine, als wolle er um jeden Preis die Monatsschlusskurse wieder hoch bekommen. Nimmt der Markt die Motivation am Mittwoch mit und schiebt sich weiter über 23000 raus, wären als nächstes dann wieder 23200, darüber dann 23300 und insbesondere auch 23450 / 23500 dann erreichbar.
Sollte sich unser Freund nun aber nach den News-Kerzen wieder nur abflachen und eindrehen und sichtlich zeigen, dass er sich nicht mal über 23000 gehalten bekommt, würde ich ihn unterhalb von 23000 dann erstmal wieder auf 22900 / 22860 anzählen und fällt die auch, müsste man sogar wieder 22650 / 22620 anpeilen. Alles was da dann drunter geht wäre dann wieder klar negativ in der Chartlage. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Zum Dienstag musste Trump gleich 3x nachhelfen um den Dax oberhalb der 22600 zu halten und weiter zur 23000 zu befördern. Da dürfte interessant werden, wie oft er da noch nachlegen kann, oder ob sich der Markt nun auch mal aus eigener Kraft weiter vorgekämpft bekommt. Schiebt er über 23000 weiter, wären dann 23200 und 23300 eher vielleicht sogar 23450 / 23500 als nächstes dann anzupeilen. Sollte der sich aber schon schwerfällig dabei zeigen sich nur über 23000 zu halten und dann doch nur wieder darunter runter tauchen würde ich 22900 / 22860 anzählen und fällt die auch, weiter zur 22650 / 22620 und darunter gehen die Lichter dann wieder auf Dunkelrot.
Warum der Dollar ALLES kontrolliert – und 99% es nicht sehenMoin zusammen, willkommen zu Tag 10.
Bis hierhin haben wir die komplette Makro-Maschine auseinandergenommen. Wachstum als Motor. Inflation als Überhitzung. Liquidität als Schmieröl. Zinsen als Bremse. An Tag 9 haben wir gelernt, wie die Maschine euch den Informationsvorsprung stiehlt und warum ihr in Szenarien denken müsst.
Heute zeige ich euch etwas, das 99% aller Retail-Trader nie sehen werden. Wir reden über die unsichtbare Architektur des Dollar-Systems – darüber, wie der Dollar die ganze Welt am Laufen hält, was passiert wenn er knapp wird, und wie das 2008 fast alles zum Einsturz gebracht hat.
Kein trockener Uni-Kram. Versprochen. Aber das hier ist der Stoff, der den Unterschied macht zwischen "ich trade Charts" und "ich verstehe, was hinter den Charts passiert".
Der Dollar ist nicht einfach eine Währung – er ist das Betriebssystem der Welt
Stellt euch das globale Finanzsystem wie ein riesiges Netzwerk vor. Milliarden von Transaktionen pro Tag. Öl wird gehandelt, Weizen wird verschifft, Autos werden exportiert, Kredite werden vergeben. Und fast alles davon läuft über eine einzige Währung: den US-Dollar.
Egal ob Saudi-Arabien Öl an China verkauft, ob Taiwan Chips an Deutschland liefert oder ob eine japanische Bank einem brasilianischen Unternehmen einen Kredit gibt – irgendwo in der Kette taucht der Dollar auf. Er ist die Sprache, die alle sprechen. Die Währung, in der die Welt denkt.
Die Notenbanken der Welt horten Dollar als Reserve. Der größte Markt für kurzfristige Kredite zwischen Banken läuft auf Dollar. Der größte Markt für Währungs-Tauschgeschäfte der Welt läuft auf Dollar.
Und jetzt kommt der Punkt, der alles verändert:
Wenn der Dollar knapp wird, bricht nicht EIN Markt zusammen. Dann brechen ALLE Märkte zusammen. Gleichzeitig. Weltweit.
Das klingt dramatisch? Genau das ist 2007–2008 passiert. Und genau darum geht es heute
Die Vorgeschichte: Wie europäische Banken ein Billionen-Dollar-Problem bauten
Um die Krise zu verstehen, müssen wir erst verstehen, was in den Jahren davor passiert ist. Denn die Krise kam nicht aus dem Nichts. Sie wurde über sieben Jahre aufgebaut.
Stellt euch das so vor: Zwischen 2000 und 2007 haben die großen Banken der Welt ihre internationalen Geschäfte wie verrückt ausgebaut. Die Summe aller Auslandskredite und Investments stieg von 10 Billionen Dollar auf 34 Billionen Dollar. Mehr als verdreifacht. In nur sieben Jahren.
Und die Weltwirtschaft? Die ist in der gleichen Zeit vielleicht um 50% gewachsen. Die Banken sind also *viel* schneller gewachsen als die echte Wirtschaft. Das allein ist schon ein Warnsignal.
Aber wer hat am meisten aufgedreht? Die europäischen Banken.
Deutsche Banken. Schweizer Banken. Britische Banken. Französische Banken. Niederländische Banken. Die haben alle wie wild expandiert. Schweizer Banken hatten am Ende Auslandsgeschäfte im Wert von fast dem Achtfachen der gesamten Schweizer Wirtschaftsleistung. Das ist, als würde euer Konto achtmal so groß sein wie euer Jahresgehalt – nur aus Schulden und Investments.
Und worin haben sie investiert? In Dollar-Anlagen. US-Hypothekenprodukte (die später giftig wurden). Kredite an amerikanische Unternehmen. Kredite an Hedgefonds. US-Staatsanleihen. Alles in Dollar.
Warum? Weil das die fettesten Renditen versprach. Die Ratings sahen gut aus, die Renditen waren attraktiv, und alle anderen machten es ja auch.
Aber jetzt kommt das Problem: Die Banken hatten Euro-Kunden, Euro-Ersparnisse, Euro-Kapital – aber Dollar-Investments.
Sie hatten Dollar-Anlagen gekauft, aber sie mit Euro bezahlt.
Und genau hier beginnt die Zeitbombe zu ticken.
Das Euro-Dollar-Problem
Okay, stellt euch das ganz simpel vor
Ihr seid eine große europäische Bank. Eure Kunden in Deutschland, Frankreich oder der Schweiz bringen euch ihre Ersparnisse – in Euro, Pfund oder Franken. So weit, so normal. Das ist euer Geld, mit dem ihr arbeiten könnt.
Jetzt seht ihr in den USA ein richtig gutes Investment. Sagen wir, ein Paket aus US-Hypotheken, das 6% Rendite bringt bei einem Top-Rating. Klingt super. Aber das Investment kostet Dollar. Ihr habt aber nur Euro.
Wie kommt ihr an Dollar? Drei Möglichkeiten:
Möglichkeit 1: Einfach tauschen. Ihr nehmt eure Euro, tauscht sie in Dollar und kauft das Investment. Problem: Wenn der Dollarkurs fällt, verliert ihr Geld – nicht weil das Investment schlecht ist, sondern weil die Währung gegen euch läuft. Zu riskant für eine Bank.
Möglichkeit 2: Tauschen mit Rücktausch-Garantie (Swaps). Ihr macht einen Deal: "Ich gebe dir jetzt Euro, du gibst mir dafür Dollar. In einer Woche tauschen wir wieder zurück, zu einem heute festgelegten Kurs." Das nennt sich FX-Swap – im Grunde ein kurzfristiger Kredit in Dollar, abgesichert durch eure Euro. Kein Währungsrisiko, weil der Rücktauschkurs von Anfang an feststeht.
Möglichkeit 3: Dollar direkt leihen. Ihr leiht euch Dollar von anderen Banken, von großen Fonds oder von Notenbanken, die Dollar-Reserven haben.
Die meisten europäischen Banken haben eine Mischung aus Möglichkeit 2 und 3 genutzt. Und das hat erstmal super funktioniert – solange alles ruhig blieb. Aber jetzt kommt der Haken. Und der ist riesig.
Der tödliche Haken: Kurzfristig borgen, langfristig investieren – in einer FREMDEN Währung
Stellt euch vor, ihr kauft ein Haus mit einem Kredit, der jede Woche verlängert werden muss (So wie die Swaps sie haben eine Laufzeit von einer Woche)
Jede Woche geht ihr zur Bank und sagt: "Hey, kann ich den Kredit nochmal eine Woche haben?" Und die Bank sagt jede Woche "Ja, klar."
Das funktioniert. Solange die Bank "Ja" sagt.
Aber was passiert, wenn die Bank eines Tages "Nein" sagt? Dann müsst ihr das Haus *sofort* verkaufen. Egal zu welchem Preis. Egal ob gerade Krise ist und niemand kaufen will.
Genau das haben europäische Banken gemacht – aber in einer noch viel gefährlicheren Version:
- Sie haben **langfristige Dollar-Anlagen** gekauft (Hypothekenprodukte mit 10–30 Jahren Laufzeit, Firmenkredite mit 3–7 Jahren).
- Diese haben sie bezahlt mit ultra-kurzfristigen Dollar-Krediten und Tauschgeschäften, die alle paar TAGE erneuert werden mussten. 78% aller FX-Swaps laufen weniger als 7 Tage!
Und das Ganze nicht in der eigenen Währung – wo die eigene Notenbank im Notfall helfen kann – sondern in **Dollar**. Einer Währung, die nur die amerikanische Notenbank erschaffen kann
Die EZB kann Euro drucken. Die Schweizer Nationalbank kann Franken drucken. Die Bank of England kann Pfund drucken. Aber keine von ihnen kann Dollar drucken. Das kann nur die Fed.
Stellt euch das nochmal bildlich vor:
- Ihr habt ein Haus gekauft (langfristige Dollar-Anlage).
- Euer Kredit muss jede Woche verlängert werden (kurzfristige Dollar-Finanzierung).
- Und die Bank, bei der ihr den Kredit habt, spricht eine andere Sprache als ihr (fremde Währung) – und eure eigene Hausbank kann euch nicht helfen, weil sie die Sprache auch nicht spricht.
Das ist die Situation, in der sich europäische Banken befanden. Und sie waren nicht allein – sie haben das alle gleichzeitig gemacht.
Warum "viel Dollar investiert" automatisch "viel Euro geschuldet" heißt
Hier ein simpler aber wichtiger Gedanke
Jede Bank hat zwei Seiten. Auf der einen Seite steht: Was besitze ich? Auf der anderen: Woher kommt das Geld dafür? Diese beiden Seiten müssen immer gleich groß sein. Was reinkommt, muss irgendwo herkommen.
Wenn eine Bank jetzt mehr Dollar-Investments hat als sie sich in Dollar geliehen hat, dann fehlt Dollar-Geld. Woher kommt der Rest? Aus der Heimatwährung. Die Bank hat sich mehr Euro von ihren Sparern und am heimischen Markt geholt, als sie in Euro investiert hat. Den Überschuss hat sie in Dollar getauscht.
Mehr Dollar investiert = mehr Euro geschuldet. Immer. Die Rechnung muss aufgehen.
Mitte 2007 hatten die europäischen Banken zusammen etwa **700 Milliarden Dollar** mehr in Dollar investiert als sie sich in Dollar geliehen hatten. Das heißt: 700 Milliarden, die sie über Tauschgeschäfte und kurzfristige Kredite ständig neu beschaffen und erneuern mussten.
Das war kein kleiner Betrag am Rande. Das war ein riesiger, dauerhafter Geldbedarf Das führte zu einem kleinen Problem
Die Finanzierungslücke: 1,2 Billionen Dollar – BEVOR die Krise überhaupt begann
Bis Mitte 2007, also **bevor** die Krise richtig losging, hatten die großen europäischen Banken eine Dollar-Lücke von mindestens 1,0 bis 1,2 Billionen Dollar.
Was heißt "Lücke"? Ganz einfach: So viel Geld in Dollar mussten diese Banken sich *ständig neu borgen*, um ihre langfristigen Dollar-Anlagen zu behalten. Jede Woche, jeden Monat. Immer wieder. Wenn sie das nicht mehr konnten, hätten sie ihre Anlagen verkaufen müssen – mitten in einem panischen Markt.
1,2 Billionen Dollar. Das sind 1.200 Milliarden. An kurzfristigen Krediten die alle paar Tage bis Wochen erneuert werden müssen.
Zum Vergleich: Die gesamten Dollar-Reserven aller europäischen Notenbanken zusammen? 294 Milliarden. Viermal weniger als die Lücke.
Und das war nur die untere Schätzung. Mit Geldmarktfonds zusammen lag die Lücke eher bei 2 Billionen. Im schlimmsten Fall sogar bei 6,5 Billionen.
Stellt euch ein Gebäude vor, das auf Stelzen steht. Und jeden Tag muss jemand kommen und die Stelzen erneuern, sonst fällt das Gebäude um. So sah die Finanzierung der europäischen Banken aus.
Ab August 2007 begannen die ersten Risse. Ab September 2008 – dem Zusammenbruch von Lehman Brothers – wurde es zur Katastrophe
Akt 1: Banken hören auf, sich gegenseitig Geld zu leihen
Das Vertrauen zwischen Banken verdampfte über Nacht. Niemand wusste, welche andere Bank auf einem Berg fauler US-Hypotheken saß. Also hörten alle auf, sich gegenseitig Geld zu leihen.
Der LIBOR – der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen – schoss in die Höhe. Das ist so, als würde euer Kumpel, der euch normalerweise gerne 100€ leiht, plötzlich sagen: "Klar, aber ich will 50% Zinsen. Oder eigentlich: Nein."
Für europäische Banken war das brutal. Rund 432 Milliarden Dollar hatten sie sich von anderen Banken geliehen. Von einem Tag auf den anderen: weg. Oder nur noch zu irrsinnigen Preisen verfügbar.
Akt 2: Der Tausch-Markt bricht zusammen
Erinnert ihr euch an die FX-Swaps? "Ich gebe dir Euro, du gibst mir Dollar, in einer Woche tauschen wir zurück." Das war die Hauptmethode, mit der europäische Banken an Dollar kamen.
Jetzt versuchten plötzlich ALLE europäischen Banken gleichzeitig, Euro in Dollar zu tauschen. Alle wollten Dollar. Niemand wollte Euro nehmen. Die Nachfrage war gigantisch, das Angebot schrumpfte. Wegen den hohen Zinsen niemand wollte seine Dollar verleihen
Die Kosten für Dollar-Tauschgeschäfte explodierten. Es wurde absurd teuer, Dollar zu bekommen – und teilweise schlicht unmöglich. Der Tausch-Markt, der normalerweise leise und unsichtbar im Hintergrund funktioniert, war kaputtgegangen.
Das ist so, als ob der Geldautomat plötzlich kein Geld mehr ausspuckt. Nicht weil ihr pleite seid – sondern weil das System dahinter nicht mehr funktioniert.
Akt 3: Auch alle anderen Dollar-Quellen versiegen
Geldmarktfonds in den USA, die riesige Summen an europäische Banken verliehen hatten (geschätzt 1 Billion Dollar!), zogen sich zurück. Nach dem Lehman-Crash gab es einen regelrechten Ansturm auf diese Fonds – Investoren wollten ihr Geld zurück, und die Fonds konnten keine neuen Kredite mehr vergeben.
Gleichzeitig zogen Notenbanken aus Schwellenländern ihre Dollar-Einlagen ab, die sie bei europäischen Banken geparkt hatten. Die brauchten das Geld selbst, um ihre eigenen Wirtschaften zu stützen.
Zwischen Mitte 2007 und Ende 2008 verschwanden 257 Milliarden Dollar an Notenbank-Einlagen aus dem System.
Akt 4: Die Anlagen werden unverkäuflich
Und hier wird es endgültig zum Albtraum. Normalerweise könnte eine Bank, die Geldprobleme hat, einfach ein paar Anlagen verkaufen und sich Bargeld beschaffen. Aber die Dollar-Anlagen, die europäische Banken hielten – vor allem die berüchtigten Hypothekenprodukte – waren plötzlich **unverkäuflich**. Niemand wollte sie haben. Der Markt dafür war komplett ausgetrocknet.
Das bedeutet: Die Anlagen klebten auf den Büchern fest und konnten nicht in Geld verwandelt werden. Gleichzeitig wurde die Finanzierung dahinter immer kurzfristiger, weil niemand mehr längerfristig Geld verleihen wollte.
Die Schere zwischen "wie lange sitze ich auf meinen Anlagen" und "wie lange habe ich mein Geld gesichert" wurde immer größer. Und genau diese wachsende Schere IST die Dollar-Knappheit.
Zusammengefasst: Die Banken brauchten Dollar. Sie konnten sie nicht mehr von anderen Banken bekommen. Sie konnten sie nicht mehr über Tauschgeschäfte bekommen. Geldmarktfonds gaben kein Geld mehr. Notenbanken zogen Geld ab. Und die Anlagen, die sie hätten verkaufen können, wollte niemand kaufen.
Das System stand am Abgrund. Nur der Dollar alleine hat die gesamte Welt gebrochen
Was auf den Bilanzen passierte
Das Verrückte: Obwohl alles brannte, *stiegen* die Dollar-Investments der europäischen Banken zwischen Mitte 2007 und Herbst 2008 sogar leicht – um 248 Milliarden Dollar.
Warum konnten sie nicht einfach verkaufen und runterfahren? Drei Gründe:
1. Versteckte Geschäfte kamen zurück auf die Bücher. Viele Banken hatten riskante Geschäfte in Nebenfirmen ausgelagert. Als diese Nebenfirmen keine Finanzierung mehr bekamen, mussten die Banken alles wieder auf die eigene Rechnung nehmen.
2. Kunden riefen ihre Kreditzusagen ab. Wenn ihr jemandem versprochen habt "Du kannst dir jederzeit Geld bei mir leihen" und der ruft das in der Krise ab – dann müsst ihr liefern. 657 Milliarden Dollar an Kreditversprechen wurden zwischen 2007 und 2009 eingelöst.
3. Abschreibungen fraßen Kapital, aber die Positionen blieben. Nur weil ein Investment weniger wert ist, heißt das nicht, dass es von eurer Rechnung verschwindet. Es klebt da weiter – nur mit einem niedrigeren Preisschild.
Erst nach dem Lehman-Crash Ende 2008 begann das echte Abbauen. Bis Anfang 2009 sanken die Dollar-Investments um 1,5 Billionen Dollar (17%). Aber da war der Schaden schon angerichtet
Die Rettung: Wie die Fed zum Feuerwehrmann der Welt wurde
Die europäischen Notenbanken standen vor einem Problem, das sie nicht alleine lösen konnten. Sie konnten Euro, Pfund und Franken drucken – aber ihre Banken brauchten Dollar. Und Dollar kann nur die Federal Reserve erschaffen.
Also passierte etwas Historisches. Die Fed öffnete sogenannte "Swap Lines" – direkte Dollar-Pipelines zu anderen Notenbanken weltweit.
Der Ablauf war simpel aber genial:
1. Die Fed leiht der EZB Dollar.
2. Die EZB gibt der Fed dafür Euro als Pfand.
3. Die EZB verteilt die Dollar über Auktionen an europäische Geschäftsbanken.
4. Die Banken bekommen die Dollar, die sie brauchen.
5. Wenn alles vorbei ist, zahlen die Banken die Dollar zurück, die EZB gibt sie der Fed zurück, die Fed gibt die Euro zurück.
Die Fed hat also nicht direkt an europäische Banken verliehen – das wäre politisch unmöglich gewesen. Stattdessen hat sie das Geld über andere Notenbanken weitergereicht. Smart
Die Timeline zeigt, wie schnell es eskalierte:
- Dezember 2007: Erste Swap Lines mit der EZB und der Schweizer Nationalbank. Noch begrenzt.
- September 2008: Lehman geht pleite. Die Swap Lines werden verdoppelt. Neue Lines mit Kanada, England und Japan. 247 Milliarden Dollar insgesamt.
- Oktober 2008: Krise wird global. Swap Lines mit Australien, Neuseeland, Skandinavien, Asien und Lateinamerika.
- 13. Oktober 2008: Die Swap Lines werden UNLIMITIER*. Die Fed sagt: "Ihr könnt so viele Dollar haben wie ihr wollt. Ohne Obergrenze."
Lest das nochmal. Die mächtigste Notenbank der Welt sagte: "Unbegrenzte Dollar für die ganze Welt." Das hatte es noch nie gegeben. Das ist, als ob euer Vermieter sagt: "Die Miete ist ab jetzt egal, zahlt wann ihr könnt." Nur auf globaler Ebene.
Auf dem Höhepunkt im Dezember 2008 waren 583 Milliarden Dollar über Swap Lines ausgeliehen. Über 80% davon gingen nach Europa. Weil das Problem eben ein europäisches war.
Und es hat funktioniert. Die Panik ließ nach. Die Zinsen zwischen Banken gingen wieder runter. Der Dollar-Markt normalisierte sich langsam. Die Welt ging nicht unter.
Aber – und das ist wichtig – die Tatsache, dass die Notenbanken bereitstanden, hat möglicherweise dazu geführt, dass Banken sich weniger Mühe gaben, ihre Bücher aufzuräumen. Warum aufräumen, wenn Papa Fed im Notfall immer einspringt?
Die wichtigste Erkenntnis: Der "Crowded Trade"
Was das System an den Rand brachte, war nicht die Währungsfinanzierung an sich, sondern dass zu viele große Banken gleichzeitig dieselbe Strategie fuhren – das Finanzierungs-Äquivalent eines 'überfüllten Trades'.
Denkt an Tag 9 zurück. Wir haben über die Herde gesprochen. Über Crowded Trades. Hier ist der Beweis, dass das nicht nur für Aktien gilt – es gilt für das gesamte Bankensystem.
Wenn ALLE großen europäischen Banken gleichzeitig:
- Euro in Dollar tauschen wollen
- sich bei denselben Stellen Dollar leihen
- von denselben Geldmarktfonds abhängen
...dann ist das exakt dasselbe wie wenn alle Hedgefonds im selben Trade stecken. Solange es gutgeht, verdienen alle. Aber wenn es kippt, wollen alle gleichzeitig raus – und niemand kann.
Die Falle: Jede einzelne Bank konnte für sich sagen: "Meine Strategie ist solide." Stimmt. Für sich genommen war sie das. Aber wenn man alle zusammennimmt, war es eine tickende Zeitbombe. Das Problem war nur sichtbar, wenn man einen Schritt zurücktrat und das Gesamtbild betrachtete.
Merkt euch das: Die gefährlichsten Risiken sind die, die man nur sieht, wenn man rauszoomt und das gesamte System betrachtet. Nicht die einzelne Bank. Nicht den einzelnen Trade. Sondern: Was machen ALLE gleichzeitig?
Warum Länderdaten euch anlügen
Noch ein Punkt, der euer Denken verändern wird:
Wenn Analysten Länder bewerten, schauen sie auf Dinge wie: Wie viel schuldet dieses Land dem Ausland? Wie groß sind seine Reserven? Was ist seine Finanzposition nach außen?
Das Problem: Banken sind heute so international aufgestellt, dass die "Länderzahlen" fast nichts mehr aussagen.
Beispiel: Schweizer Banken hatten 2007 über 3 Billionen Dollar an Auslandsgeschäften. Aber nur 18% davon liefen tatsächlich über Büros in der Schweiz. 30% liefen über London. 23% über die USA. 21% über Steueroasen.
Wenn ihr euch also nur die "Schweizer" Daten anschaut, seht ihr einen Bruchteil des Problems. Die echte Verwundbarkeit der Schweizer Banken war über die halbe Welt verteilt.
Oder England: Fast 40% aller britischen Auslandswerte gehörten gar nicht britischen Banken – sondern den Londoner Büros von deutschen, schweizerischen und anderen ausländischen Banken. Die "britische Position" war also zu einem großen Teil gar nicht britisch.
Die Lektion für euch: Wenn ihr Makro-Analysen macht und auf Länderdaten schaut, fragt immer: Wem gehören diese Zahlen eigentlich? Wo sitzt das echte Risiko?
Warum das immer wieder passieren wird
Die Dollar-Knappheit von 2008 war kein Einzelfall. Sie ist ein wiederkehrendes Muster, weil die Grundstruktur nie wirklich repariert wurde.
Das Muster ist immer dasselbe:
1. In ruhigen Zeiten bauen Banken außerhalb der USA riesige Dollar-Positionen auf.
2. Sie finanzieren diese kurzfristig – weil es billiger ist.
3. Es funktioniert jahrelang.
4. Dann kommt ein Schock – und plötzlich brauchen alle gleichzeitig Dollar.
5. Der Dollar wird knapp, die Preise schießen hoch, Panik bricht aus.
Das ist passiert in der Asien-Krise 1997, in der Finanzkrise 2008, und sogar im März 2020 zu Beginn von COVID. Jedes Mal musste die Fed mit Dollar-Swap-Lines einspringen.
Das Muster wiederholt sich, weil die Grundstruktur gleich geblieben ist: Die Welt ist abhängig vom Dollar, Banken außerhalb der USA brauchen ständig frische Dollar, und diese Dollar fließen über kurzfristige Kanäle, die in einer Krise sofort austrocknen.
Was ihr daraus mitnehmen müsst – die Warnsignale
Als Macro-Trader müsst ihr nicht jedes Detail kennen. Aber ihr müsst die Warnsignale erkennen, die zeigen: Dollar werden knapp. Hier sind die wichtigsten
Der Preis für Dollar-Tauschgeschäfte steigt
Wenn es teurer wird, Dollar über FX-Swaps zu bekommen, heißt das: Dollar sind knapp. Das ist das früheste Signal. Es kommt oft Wochen oder Monate, bevor Aktienmärkte reagieren. Konkret: Schaut auf die sogenannte "Cross-Currency Basis" – wenn die ins Negative rutscht und sich ausweitet, braut sich was zusammen
Banken verlangen mehr Zinsen untereinander.
Wenn der Unterschied zwischen dem, was Banken sich gegenseitig berechnen (LIBOR), und dem "risikofreien" Zinssatz (OIS) steigt – dann misstrauen sich die Banken. Das war 2008 eines der deutlichsten Signale. Der Fachbegriff dafür: LIBOR-OIS Spread. ;)
Die Fed aktiviert Swap Lines.
Wenn die Fed anfängt, Dollar über Swap Lines an andere Notenbanken zu verteilen, ist das kein normaler Markt mehr. Das ist Krisenmanagement. Und wenn die Swap Lines *unlimitiert* werden? Alarmstufe Rot.
Geldmarktfonds ziehen sich zurück
Wenn Investoren Geld aus großen Dollar-Geldmarktfonds abziehen, ist das ein Frühwarnsignal dafür, dass die Finanzierung im Bankensystem unter Druck gerät.
Der Dollar steigt, wenn alles andere fällt
Das klingt komisch – Amerika steckt in der Krise, aber der Dollar steigt? Das passiert, weil alle gleichzeitig Dollar BRAUCHEN, um ihre Schulden zu bedienen. Mehr Nachfrage = höherer Preis. Das ist kein Paradox, das ist Mechanik.
Das Trading-Playbook für Tag 10
In jeder Krise steigt der Dollar – weil alle gleichzeitig Dollar brauchen
Ob 1997, 2008 oder 2020 – wenn das System unter Stress gerät, ist der Dollar King. Nicht weil Amerika stark ist, sondern weil die Welt Dollar-Schulden hat und die bedienen muss. Merkt euch das für eure Szenarien: Risk-Off = Dollar rauf.
Beobachtet die Tausch-Preise (Cross-Currency Basis).
Das ist euer Geheimindikator. Wenn Dollar-Tauschgeschäfte teurer werden, braut sich was zusammen – oft bevor die Aktienmärkte es merken. Das ist wie ein Rauchmelder, der anspringt, bevor ihr das Feuer seht.
Wenn die Fed Swap Lines öffnet, ändern sich die Regeln
Swap Lines = Die Notenbanken sind im Panikmodus. In solchen Phasen funktionieren normale Zusammenhänge nicht mehr. Seid vorsichtig mit euren gewohnten Modellen
Fragt euch immer: "Was machen alle anderen gleichzeitig?"
Der Crowded Trade ist das gefährlichste Risiko im System. Nicht der offensichtliche Verlust, sondern die Tatsache, dass alle im selben Boot sitzen und gleichzeitig rauswollen. Gilt für Trades, gilt für Bankstrategien, gilt für alles.
Schaut hinter die Länderdaten
Wenn ihr lest: "Das UK hat Auslandsschulden von X" – fragt euch: Wie viel davon sind eigentlich deutsche oder schweizerische Banken, die zufällig über London buchen? Die Zahlen lügen nicht, aber sie erzählen nicht die ganze Geschichte
Finanzierungsrisiko ist das Risiko, das alles killt
Bear Stearns ist nicht an schlechten Investments gestorben. Bear Stearns ist daran gestorben, dass eines Morgens niemand mehr bereit war, ihnen über Nacht Geld zu leihen. Nicht weil sie pleite waren – sondern weil alle dachten, sie könnten es sein. Und wenn dich niemand mehr finanziert, bist du tot. Egal wie gut deine Anlagen sind.
Hausaufgabe Tag 10
1. Recherchiert: Was sind Swap Lines genau und wann hat die Fed sie zuletzt aktiviert? Was war der Auslöser?
2. Denkt nach: Warum steigt der Dollar in Krisen, obwohl die Krise oft in den USA beginnt? Schreibt die Antwort in eigenen Worten auf – max. 5 Sätze.
3. Szenario-Übung: Stellt euch vor, morgen frieren die Dollar-Märkte ein wie 2008. Was passiert mit Gold? Was passiert mit dem Euro? Was passiert mit US-Aktien? Schreibt für jede Anlageklasse 2–3 Sätze.
4. Verbindung zu Tag 8: Wir haben an Tag 8 über den Zinskanal gesprochen. Was passiert mit der Dollar-Knappheit, wenn die Fed die Zinsen erhöht UND gleichzeitig ihre Bilanz schrumpft? (Tipp: Weniger Dollar im System = ...?)
5. Beobachtet diese Woche: Schaut euch an, wie der DXY (Dollar-Index) sich an Tagen mit schlechten Nachrichten verhält. Steigt er? Fällt er? Was sagt euch das über die aktuelle Marktstruktur?
Ihr seid nicht mehr der Trader, der nur auf Charts und Nachrichten schaut.
Ihr seid der Trader, der versteht, was **unter der Oberfläche** passiert – die Rohrleitungen, durch die Billionen Dollar jeden Tag fließen. Und der weiß, was passiert, wenn diese Rohrleitungen verstopfen.
Willkommen in Tag 10. Willkommen in der Architektur des Dollar-Systems.
DAX / Tageschart / Nur ein kurzes Aufatmen!Moin,
ich sehe den heutigen Tag nur als sehr kurzfristige Erholung ( 22680 ). In den nächsten Tagen sollte er wohl wieder weiter nach unten rauschen. Ich selbst habe viel Geld am Seitenrand geparkt und warte jetzt auf gute Einstiegssignale.
Ich habe drei Ziele:
Ziel 1: 21180
Ziel 2: 20265 ( Mein Favorit! )
Ziel 3: 18465 ( Eher unwahrscheinlich! )
Wann gehe ich wieder rein:
Den Fibo immer wieder nachziehen und auf einen Wert von 0.5 warten. Der RSI und der CCI sollte dann auch die 100 erreicht haben. Evtl. noch ein Trendlinienbruch. Das wäre ein Signal für mich.
Trade carefully! Keine Anlageberatung! Reine charttechnische Betrachtung!
Dollar Index vor neuem Hoch, steigender Druck auf den Markt!Hallo liebe TradingView-Community,
werfen wir heute Morgen einen strukturierten Blick auf den US Dollar Index, denn dieser spielt aktuell eine entscheidende Rolle für die weitere Entwicklung im Markt.
Der Dollar Index zeigt sich weiterhin äußerst stabil und konstruktiv für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Und genau das ist ein Faktor, den man nicht unterschätzen darf, denn ein stärkerer Dollar wirkt in der Regel belastend auf Risiko-Assets wie Bitcoin.
Schauen wir auf die technische Struktur:
Die 800er Weekly EMA wurde mittlerweile drei Mal angelaufen, ohne nach unten durchbrochen zu werden. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass sich in diesem Bereich ein starker Support gebildet hat. Solche mehrfach getesteten Zonen gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie zeigen, dass Käufer bereit sind, den Markt dort zu verteidigen.
Ausgehend von diesem Support hat der Index erneut nach oben gedreht und es beim dritten Anlauf geschafft, die 50er Weekly EMA zurückzuerobern. Diese Bewegung ist technisch relevant, da sie oft den Übergang von einer neutralen Phase in eine neue Aufwärtsstruktur signalisiert.
Aktuell rückt nun die 200er Weekly EMA in den Fokus. Hier entscheidet sich, ob die Bewegung lediglich eine Zwischenrallye bleibt oder ob sich ein nachhaltiger Aufwärtstrend etabliert.
Ein besonders spannendes Szenario ergibt sich, wenn der Index an der 200er Weekly EMA zunächst auf Widerstand trifft und kurzfristig zurücksetzt. Sollte in diesem Fall die 50er Weekly EMA als Support fungieren und den Kurs erneut nach oben tragen, wäre das eine klassische Bestätigung für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.
Ein weiterer Schlüsselbereich liegt im Bereich um 101 Punkte. Wird dieser Widerstand nach oben durchbrochen, eröffnet sich aus technischer Sicht Raum bis in den Bereich um 104.
Und hier kommt der entscheidende Zusammenhang:
Steigt der Dollar-Index weiter an, geraten alle Assets unter Druck, die gegen den Dollar gehandelt werden. Das betrifft insbesondere Risiko Assets wie Bitcoin. Ein stärkerer Dollar entzieht dem Markt Liquidität und macht Kapital teurer, ein Umfeld, das für steigende Kurse bei BTC eher ungünstig ist.
Der Dollar-Index befindet sich technisch in einer potenziell sehr starken Ausgangslage. Sollte sich die aktuelle Struktur bestätigen, könnte dies in den kommenden Tagen und Wochen zusätzlichen Druck auf den Kryptomarkt ausüben.
Viel Erfolg beim Analysieren – und bleiben Sie strukturiert.
Think beyond the chart – lesen Sie, was die Kerzen wirklich erzählen.
MoonClub Team 🚀
DAX Tagesausblick-Ausbruch Richtung 23.000 punkte oder Ablehnung📊 DAX Tagesausblick – Entscheidungsbereich vor wichtigen Wirtschaftsdaten
Die Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt, eine klare Deeskalation ist bislang nicht in Sicht. Entsprechend bleibt auch der Markt weiterhin fundamental sensibel gegenüber geopolitischen Entwicklungen.
Der Ölpreis konnte zwar einen leichten Rücksetzer verzeichnen, notiert aktuell jedoch weiterhin bei rund 102$. Ein signifikanter Rückgang ist bislang nicht zu erkennen, wodurch das Inflationsrisiko weiterhin bestehen bleibt. Steigende oder stabil hohe Energiepreise könnten den Spielraum für Zinssenkungen weiterhin begrenzen, ein Faktor, der insbesondere für den DAX relevant bleibt.
📅 Wichtige Daten heute
Heute stehen mehrere wichtige Wirtschaftsdaten an, die für zusätzliche Volatilität sorgen könnten:
Europa – 11:00 Uhr
- CPI Inflationsdaten Eurozone
USA – New York Session
- Chicago PMI
- Consumer Confidence
- JOLTS Job Openings (Arbeitsmarkt)
Diese Daten haben nicht nur Einfluss auf die US-Märkte, sondern bewegen in der Regel auch den DAX deutlich mit.
📈 Charttechnischer Ausblick
Charttechnisch befinden wir uns aktuell in einer entscheidenden Phase.
Wie bereits im gestrigen Recap angesprochen, hat der DAX unterhalb der 22.500 Punkte geschlossen, konnte jedoch in der Asia Session bereits weitere bullische Stärke zeigen.
Der Markt hat heute bereits das Tageshoch von Montag (gestern) überwunden und bewegt sich aktuell in Richtung des Freitagshochs, welches nun den nächsten kurzfristigen Widerstand darstellt.
Ich halte es weiterhin für wahrscheinlich, dass wir:
- das Freitagshoch anlaufen
- dort eine mögliche Rejection sehen
- und anschließend erneut die 22.500er Schlüsselzone testen
Auch wenn die 22.500 bereits angetestet wurde, bleibt entscheidend, ob sich der Markt nach einem möglichen Test des Freitagshochs über dieser Zone halten kann.
📈 Bullisches Szenario
- Stabilisierung über 22.500
- Break über das Freitagshoch
- Fortsetzung der Bewegung Richtung 23.000 Punkte
- Ziel: Oberes Ende der Range / letztes Wochenhoch
📉 Bärisches Szenario
- Rückfall unter 22.500
- Nachhaltiger Close unter der Schlüsselzone
- Aktuelle Bewegung lediglich ein Retracement
- Weitere Short-Impulse Richtung 22.000 oder darunter
📌 Fokus für die London Session
Für die London Session bleibt besonders spannend:
- Reaktion am Freitagshoch
- Verhalten rund um die 22.500er Zone
- Marktreaktion auf anstehende Wirtschaftsdaten
Vor allem in Kombination mit möglichen geopolitischen Entwicklungen könnten heute stärkere Bewegungen entstehen.
📊 Fazit
Der DAX befindet sich aktuell in einem entscheidenden Bereich.
Die 22.500 Punkte bleiben die Schlüsselzone für den weiteren Verlauf.
- Über 22.500 → Potenzial Richtung 23.000
- Unter 22.500 → Short-Momentum wahrscheinlich
Heute dürfte sich zeigen, ob der Markt weiter nach oben expandiert oder ob die aktuelle Bewegung lediglich ein Retracement innerhalb der übergeordneten Short-Struktur bleibt.
Für häufigere Updates und kurzfristige Einschätzungen zum DAX:
Folgt mir gerne auch auf X / Twitter für Intraday Updates.
S&P 500, wann wieder in den Kauf zurückkehren?Seit dem Hoch Ende Januar beträgt der Drawdown des S&P-500-Index 10 %, eine bärische Realität, die seit Beginn der von den USA und Israel geführten Militäroperationen gegen den Iran konkreter geworden ist. Risikobehaftete Anlagen an der Börse stehen unter Druck durch den starken Anstieg der Öl- und Erdgaspreise an den Märkten sowie durch die daraus resultierenden neuen Erwartungen hinsichtlich Inflation und Geldpolitik.
Doch wie bei allen Börsenabverkäufen der Vergangenheit wird auch diese Korrektur ein Ende haben, aber es müssen mehrere Bedingungen erfüllt sein, bevor man eine Rückkehr zum Kauf in Betracht ziehen kann.
Zunächst gibt es zwingende fundamentale Bedingungen:
• Wiedereröffnung der Straße von Hormus
• Wiederaufnahme des normalen Funktionierens der Öl- und Gasindustrie rund um den Persischen Golf und damit Wiederaufnahme der Energieversorgung Asiens
• Rückgang des Ölpreises unter 80 $ für WTI, Rückkehr der Inflationserwartungen unter Kontrolle und vor allem eine vorausschauende Geldpolitik, die sich nicht in Richtung einer restriktiveren Ausrichtung entwickelt
Aus technischer Sicht besteht das erste Signal vor einer ruhigen Rückkehr zum Kauf darin, dass der Preis für US-Rohöl wieder unter die Schwelle von 80 $ fällt.
Die technische Analyse des S&P 500 ermöglicht ein klares Verständnis darüber, wie frühere Abverkäufe geendet haben.
Mehrere technische Bedingungen müssen erfüllt sein:
• Rückkehr in die Nähe eines wichtigen Unterstützungsniveaus
• Überverkauftheit bei Momentum-Indikatoren (RSI und LMACD werden hier verwendet)
• Feststellung einer Überverkauftheit aus quantitativer Sicht, zum Beispiel anhand der Anzahl der S&P-500-Aktien über ihrem 50-Tage-Durchschnitt
• In Bezug auf die institutionelle Positionierung eine Rückkehr des Cash-Anteils der Fondsmanager auf ein Niveau über 5/6 %
Die folgende Grafik stammt aus der monatlichen Studie (jeweils am 15. des Monats) „BofA Global Fund Manager Survey“ und zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen Cash-Anteils institutioneller Manager. Historisch ist die Zone von 5/6 % die Zone, in der sich Bärenmarkt-Tiefs bilden. Unter 4 % hingegen kann sich der Markt in der Nähe eines mittelfristigen Hochs befinden.
Die folgende Grafik zeigt den Prozentsatz der S&P-500-Aktien über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Es handelt sich um einen quantitativen Ansatz, und in der Regel befindet sich der Markt nahe seinem Tiefpunkt, wenn weniger als 20 % der Aktien über ihrem 50-Tage-Durchschnitt liegen.
Für den S&P 500 befindet sich die offensichtlichste technische Unterstützung für eine Rückkehr zum Kauf zwischen 6000 und 6200 Punkten, was dem horizontalen Unterstützungsniveau des ehemaligen Allzeithochs entspricht.
Die folgende Grafik zeigt die japanischen Candlesticks auf Tagesbasis des Dow-Jones-Index.
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Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Dienstag, den 31.03.2026Zum Freitag hat der Bär aber gut gebrüllt im Dax.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: unter 23000 negativ
Tendenz: abwärts unter 22350, über 23600 Erholungsspielraum bis 23000
Grundstimmung: leicht negativ
Sollte sich unser Dax zum Montag noch weiter unter der 22200 in die Tiefe wühlen hätte ich das vorherige Wochentief noch erwartet bei 21920 / 21860. Sollte dem Markt nachrichtenseitig neuen Impulse fehlen, wäre sogar denkbar, dass er sich von dort dann auch erstmal wieder in den Rücklauf begibt und zur Seite auf Zeit spielt. Dabei sollten von 21920 / 21860 kommend auch ohne Probleme 22060 / 22100, 22235 und auch 22300 erreichbar sein. Auch 22450 / 22500 wäre als Rücklauf denkbar gewesen, aber nur wenn er sich nicht erst den Umweg über 21920 geht. So die Zusammenfassung von gestern.
In der Nacht war unser Dax dann sogar mal bei der 21920 anklopfen, konnte sich aber ab Handelsstart nicht für tieferes begeistern und drückt direkt nach oben über die 22200 raus hin zur 22300 und selbst 22500 waren zügig abgearbeitet, sodass er sogar noch einen extra Bogen über 22600 zog. Nun wird zum Dienstag interessant, ob das nur eine Eintagsfliege war oder ob sich unser Dax hier wirklich etwas dem geopolitischen Risiko entziehen will. Sollte der nämlich nun einfach weiter rausschieben über der 22600 würde ich den durchaus auf 22800 und 23000 dann wieder anzählen erstmal.
War das nun aber nur eine Montagsmarotte und der drückt sich am Dienstag von Start an wieder unter 22350 raus, würde ich einen erneuten Kontakt bei 22235 erwarten und alles was dann unter 22200 geht würde wieder nach 22100 / 22060 wie auch 21920 / 21860 schreien. Wobei ich weiter glaube, dass wir ohne neue Eskalation durch Trump da unten wohl tendenziell eher eine Chance auf einen kleinen Doppelboden unten hätten, als das wir direkt durchsegeln. Sowas wird ja dann doch meist immer nachrichtenseitig etwas losgetriggert. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Am Montag hat unser Dax erstmal wieder etwas vom Abwärtsdruck abgelassen und seine Erholung hoch zur 22500 und 22600 geschoben, nun muss er dranbleiben über 22600 um sich weiteren Erholungsspielraum zur 22800 und 23000 zu öffnen. Sollte der aber einfach nur unter 22350 wieder in die Tiefe trödeln würde ich 22235 / 22200 erwarten und darunter rufen dann auch schon wieder 22100 / 22060 wie auch 21920 / 21860. Wobei ich denke, dass wir ohne neue Dummheiten von Trump dort dann auch einfach einen Doppelboden reinstellen könnten.
DAX Recap & Ausblick Montag – Entscheidung an der 22.500er Marke📊 DAX Recap & Ausblick – Entscheidung an der 22.500er Marke
Nachdem der DAX die 22.000 Punkte Marke heute nicht nachhaltig nach unten brechen konnte und kein weiterer Verkaufsdruck unterhalb dieser Zone entstand, sind im Tagesverlauf die Käufer wieder stärker zurückgekehrt.
Der DAX konnte dadurch rund 2% bzw. etwa 450 Punkte zulegen und notiert aktuell im Bereich der 22.500 Punkte, welche nun die entscheidende Schlüsselzone für den weiteren Chartverlauf darstellt.
Technisch halte ich es für realistisch, dass der Markt morgen zunächst das Tageshoch von Freitag anläuft, bevor es möglicherweise zu einem Rücksetzer in den Bereich um 22.500 Punkte kommt. Dort wird sich dann entscheiden, ob der Markt die Zone als Retest Level akzeptiert oder ob die aktuelle Bewegung lediglich ein Retracement innerhalb der übergeordneten Short Struktur bleibt.
Bullisches Szenario 📈
- Break über das Freitagshoch
- Rücksetzer zur 22.500er Zone
- Bestätigung als Unterstützung
- Fortsetzung der Bewegung Richtung 23.000 Punkte (aktuelle Range Oberkante)
Bärisches Szenario 📉
- Nachhaltiger Close unter 22.500 Punkten
- Aktuelle Bewegung bleibt ein Retracement
- Weitere Impulsbewegung Richtung 22.000 Punkte
- Im Extremfall Break unter das letzte Wochentief
📊 Fundamentaler Hintergrund
Der heutige Long-Impuls erfolgt aktuell ohne starken fundamentalen Rückenwind:
- Deutsche Inflation heute höher als erwartet
- Ölpreis bei rund 103$ (+2%)
- Charttechnisch wirkt Öl weiterhin bullisch
- Höherer Ölpreis → steigende Inflation → weniger Spielraum für Zinssenkungen
Das spricht dafür, dass die aktuelle Long Bewegung anfällig für Rücksetzer bleibt, insbesondere ohne positive Nachrichten aus geopolitischer Sicht.
🌍 Geopolitik bleibt entscheidend
Der Nahost-Konflikt bleibt weiterhin der wichtigste kurzfristige Treiber:
- Weitere Eskalationen → eher bearish für den DAX
- Verhandlungen oder Entspannung → bullish
Auch mögliche Entwicklungen rund um wichtige Handelsrouten (z.B. Öffnung des Hormus-Kanals) könnten kurzfristig starke Marktreaktionen auslösen.
📅 Wichtige Daten morgen
- Europa CPI
- PMI Daten US
- JOLTS Job Openings (US-Arbeitsmarkt)
Diese Daten könnten zusätzliche Volatilität bringen und den entscheidenden Impuls an der 22.500er Zone liefern.
📌 Fazit
Der DAX hat heute eine starke Gegenbewegung von über 3% (~680 Punkte vom Tief) gezeigt. Dennoch bleibt entscheidend:
22.500 Punkte = Schlüsselzone
- Über 22.500 in kombination mit dem Bruch des Tageshochs von Freitag
→ Potenzial Richtung 23.000
- Unter 22.500 → Short-Fortsetzung wahrscheinlich
Ein erster wichtiger Schritt wäre ein Break über das Freitagshoch, um den aktuellen Long Impuls zu bestätigen, jedoch nur, wenn wir dann auch über den 22.500 Punkten bleiben.
Bis dahin bleibt die aktuelle Bewegung aus meiner Sicht potenziell nur ein Retracement innerhalb der übergeordneten Short Struktur.
Für weitere Updates folge mir auf X: DaxFlows
S&P 500 Index Hi Leute,
ich habe mal angeschaut wie sich das Volumen über das letzte Jahr hinweg verändert hat. Angefangen kurz vor der Zoll Androhung von Pr. Trump. Für mich ergibt sich ein klares Bild für die nächsten Tage und Wochen. Ich denke wir werden eine Erholung auf das untere Niveau der letzten Umsätze machen, in dem Fall 6430-6460 und von dort aus die Bewegung in die 6050 sehen(ES1,6000!), mit kleinen Gewinnmitnahmen. Danach erst geh ich von einer Bullischen Bewegung aus. Die Geopolitischen Spannungen haben zwar den Index unter Druck gesetzt, aber ich erkenne keine Panik und ein Rückang auf 6600 wäre aus meiner Sicht Gesund und notwendig für einen neue Rallye nach oben.
Bin selber sehr neu im Markt und Trade seit einem halben Jahr deshalb würde ich mich über feedback freuen und wie ihr die ganze Sache seht.
Das soll keine Anlageberatung sein, sondern dient lediglich zum Austausch meiner Idee.
Vielen Dank
Nas100 4h
NAS100, 4H)
Trend: Klar bearish
Lower highs & lower lows
Kurs unter SMA 50 und EMA 200
Momentum:
Starker impulsiver Selloff
RSI nahe überverkauft (20–30) kurzfristige Rebound-Chance
Volatilität (ATR):
Hoch, aber leicht fallend
Bewegung könnte sich bald beruhigen
Wichtige Zonen
Support:
23.000
darunter: ~22.800 / 22.700
Resistance:
23.400 – 23.700 (Breakdown-Zone)
24.000 (psychologisch + Trendlinie)
RSI stark überverkauft → technischer Bounce wahrscheinlich
Reaktion an klarer Support-Zone (~23k)
Letzte Kerze zeigt Kaufreaktion
Stop 22850
Entry 23000
Teilgewinne bei ~23.400 - 23600
Rest laufen lassen falls Momentum kommt
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Montag, den 30.03.2026Zum Freitag hat der Bär aber gut gebrüllt im Dax.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: unter 22800 negativ
Tendenz: abwärts unter 22200, darüber Erholungsspielraum zur 22300 und 22450 / 22500
Grundstimmung: leicht negativ
Mit dem auffälligen Zusammenfall der Trump News-Kerze vom Donnerstag sollte man unterhalb von 22900 auch weiter erstmal den Blick nach unten richten und insbesondere unter 22650 / 22640 dann weiter 22235 / 22200 anpeilen mit Zwischenstation bei 22380 / 22350. Für bullishere Szenarien bräuchte er einfach etwas mehr Standkraft über die 22800 drüber, an der 22900 vorbei zur 23000 und die dann stehen, dann wären auch 23200 / 23300 nochmal machbar gewesen. Und abseits der News-Kerzen tat sich unser Dax dabei dann doch schwer zuletzt. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Und unser Dax blieb unter 22900, schaffte es nicht mal unter die 22800 und arbeitete sich zur 22650, 22380 und selbst noch bis zur 22200 vor um letztendlich sogar darunter noch zu schließen. Somit steht wohl zum Montag dann ein erneuter Test des Jahrestiefs an bei 21863. Denkbar wäre durchaus dort einen Doppelboden-Versuch zu starten. Sollte er also aus dem Bereich um 21900 / 21860 steil nach oben anstarten, wären von unten dann wohl 22100, 2220 / 22235, 22300 und auch 22450 / 22500 als Rücklaufmarken erstmal anzusetzen. Letztere aber eher nur, wenn er schon direkt von Start weg in den Rücklauf geht.
Sollte er aber den Versuch von 21900 / 21860 einfach nur vergeigen, direkt abflachen und weiter runter drehen oder sich gar einfach durchfallen lassen durch das bisherige Jahrestief, wären darunter dann wohl 21650 und die noch offenen Gaps bei 21440 wie auch 21300 dann anzupeilen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Zum Freitag hat sich unser Dax die Wochenkerze wieder gut zusammengefaltet aber das Wochentief noch nicht erreicht. Drückt er sich zum Montag nun noch weiter unter der 22200 in die Tiefe würde ich das vorherige Wochentief dann noch erwarten bei 21920 / 21860. Sollte der Markt nachrichtenseitig noch keine neuen Impulse bekommen, wäre sogar denkbar, dass er sich von dort dann auch erstmal wieder in den Rücklauf begibt und zur Seite auf Zeit spielt. Dabei könnte er von 21920 / 21860 auch ohne Probleme erstmal in den Rücklauf zur 22060 / 22100, 22235 und auch 22300 begeben. die 22450 / 22500 wäre als Rücklauf vermutlich nur erreichbar, wenn er den Bogen über 21920 zuvor auslässt. Hält der Bereich unten aber so gar nicht und unser Dax brasselt einfach unten durch, gehts dann zur 21650 weiter, dann zur 21440 und 21300 die beiden offenen Gaps noch schließen.
Nasdaq: Handelsmarke gebrochen, jetzt bearishGerade die beiden letzten Handelstage waren tiefrot und die Nasdaq landet zum Wochenschluss bei 23132 Punkten. In dem Zuge ist auch unsere Handelsmarke unterschritten und die Nasdaq ist ab jetzt bärisch. Die Handelsmarken wurden entsprechend neu eingestellt.
Die Intermarketindikatoren fallen gegenüber US-Bonds und EURUSD. Nur gegenüber Gold steigt der Indikator, was aber natürlich am sehr schwachen Goldpreis liegt.
Auch saisonal ist und bleibt die Nasdaq negativ.
Die Nasdaq hatte sich als letzter Markt noch recht gut halten können und rutscht jetzt in den bärischen Bereich hinein. Bis zum letzten markanten Tief aus dem April 2025 sehen wir Abwärtspotenzial.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Ihr Team der TradingBrothers
Nasdaq 100 unter Druck im restriktiveren ZinsumfeldDer Nasdaq 100 reagiert sensibel auf steigende Renditen und ein restriktiveres Finanzierungsumfeld.
Nach der Aufwärtsbewegung zeigt sich aktuell eine klare Abschwächung der Dynamik, während der Kurs sich den wichtigen gleitenden Durchschnitten annähert.
In Kombination mit steigenden Diskontierungsfaktoren geraten insbesondere wachstumsstarke und hoch bewertete Titel unter Druck.
Konsequenz:
– Momentum schwächt sich ab
– Zinssensitive Sektoren verlieren relative Stärke
DAX Wochenausblick | KW 14📊 DAX Wochenausblick | KW 14
29.03.2026 — Wochenvorbereitung
🔎 Rückblick auf die vergangene Woche:
Der DAX startete zu Wochenbeginn mit einer starken Aufwärtsbewegung und versuchte erneut, die 23.000 Punkte Marke nach oben zu durchbrechen. Treiber waren Hoffnungen auf Friedensverhandlungen im Nahost Konflikt und eine mögliche Stabilisierung der geopolitischen Lage.
Diese Hoffnungen wurden jedoch schnell widerlegt. Nachhaltige Friedensverhandlungen blieben aus, wodurch erneut Verkaufsdruck in den Markt kam.
Im weiteren Wochenverlauf testete der DAX die 23.000 Punkte erneut, wurde dort jedoch deutlich abgelehnt und fiel in der zweiten Wochenhälfte deutlich zurück.
Zum Wochenschluss notiert der DAX bei:
• Wochenschluss: 22.098 Punkte
• Wochenhoch: 23.091 Punkte
• Wochentief: 21.858 Punkte
Die Wochenkerze schloss leicht bullish, jedoch mit deutlichem bearishen Momentum zum Wochenausklang.
Am Freitag kam es zu einem starken Abverkauf von -2,24% bzw. über 500 Punkten, was kurzfristig auf zunehmenden Verkaufsdruck und ein weiterhin fragiles Marktumfeld hindeutet.
🌍 Fundamentale Lage, Fokus für diese Woche
Fundamental bleibt die Lage weiterhin angespannt.
Der Iran–USA–Israel Konflikt zeigt weiterhin keine nachhaltige Entspannung.
Neue Eskalationen, unter anderem durch Einmischung aus dem Jemen, erhöhen die Unsicherheit zusätzlich.
Auch rund um die Straße von Hormus bleibt die Situation kritisch, was sich bereits im Ölpreis widerspiegelt.
Der Ölpreis konnte diese Woche wieder bei über 100 Dollar schließen und notiert aktuell um 101 Dollar, was auf steigende Inflationsrisiken hindeutet.
Dies erhöht den Druck auf die Zentralbanken und könnte Zinssenkungshoffnungen weiter nach hinten verschieben.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass der DAX mit einem Gap nach unten in die Woche startet, abhängig von der geopolitischen Lage bis Montagmorgen.
📅 Wirtschaftsdaten im Fokus (Diese Woche)
Diese Woche steht fundamental sehr viel an:
Montag
• Deutsche CPI Daten
• Fed Chairman Powell Speech
Dienstag
• CPI Eurozone
• US PMI
• Consumer Confidence
• JOLTS Job Openings
Mittwoch
• ADP Arbeitsmarktdaten
• Retail Sales
• ISM PMI
• Crude Oil Daten
Donnerstag
• US Jobless Claims
Freitag (Höhepunkt der Woche)
• Non Farm Payrolls (NFP)
• Unemployment Rate
• PMI
Eine sehr wichtige Woche für den Markt.
Sollten:
• Arbeitsmarktdaten stabil bleiben
• Inflation durch hohen Ölpreis steigen
• Wirtschaftsdaten robust ausfallen
→ Dann könnten Zinssenkungshoffnungen weiter nach hinten verschoben werden, was zusätzlichen Abwärtsdruck auf den DAX ausüben könnte.
⚠️ Quartalsende & Monatsende – Wichtiger Faktor diese Woche
Diese Woche ist besonders wichtig, da:
• Ende des 1. Quartals 2026 und Start von Q2 2026
• Ende des Monats März
In diesen Phasen kommt es häufig zu:
• Portfolio Rebalancing großer Banken & Institutionen
• Anpassungen großer Fonds
• ETF Rebalancing
• Kapitalumschichtungen
Das führt traditionell zu:
➡️ Erhöhter Volatilität über die gesamte Woche
In Kombination mit:
• Nahost-Konflikt
• Inflationsdaten
• Arbeitsmarktdaten
• Zinserwartungen
→ Extrem volatile Marktbedingungen möglich
In solchen Marktphasen besonders wichtig fürs Trading:
• Geduld
• Diszipliniertes Risikomanagement
• Ausreichend Stop Loss einkalkulieren und Positionsgröße reduzieren
• Nicht impulsiv handeln, kein Revenge- und Overtrading
Gerade bei Indizes wie dem DAX kann es in solchen Phasen zu schnellen und starken Bewegungen in beide Richtungen kommen.
📊 Charttechnischer Überblick
Der DAX schloss bei 22.098 Punkten und befindet sich damit direkt über der wichtigen 22.000 Punkte Schlüsselzone.
Wichtige Levels diese Woche:
🔑 Widerstände
• 22.500 Punkte
• 23.000 Punkte
🔑 Unterstützungen
• 22.000 Punkte
• 21.855 Punkte (Wochentief)
• 21.700 Punkte
• 21.500 Punkte
Sollte der DAX nachhaltig unter 22.000 / 21.855 brechen, wäre eine weitere Korrektur in Richtung:
• 21.700
• 21.500
charttechnisch möglich.
Übergeordnet befindet sich der Markt weiterhin in einer Abwärtsstruktur, da die 23.000er Marke mehrfach abgelehnt wurde.
Solange kein nachhaltiger Schlusskurs über 23.000 erfolgt, bleibt die übergeordnete Struktur bearish.
📊 Mögliches Szenario: Range-Bildung
Nach einer 14% Korrektur vom Hoch und anhaltender Unsicherheit ist auch eine Range Phase möglich.
Mögliche Range:
• Unterkante: 21.850
• Oberkante: 23.000
Das entspricht einer Range von rund 1.300 Punkten.
In solchen Marktphasen gilt besonders:
• Geduld
• Disziplin
• gutes Risikomanagement
• keine impulsiven Trades
⚠️ Volatilität bleibt hoch
Der Markt bleibt aktuell extrem sensitiv auf:
• Geopolitische Nachrichten
• Inflationsdaten
• Arbeitsmarktdaten
• Zinserwartungen
• Quartalsende & Rebalancing
Wie bereits in der letzten Woche gesehen, sind 5–6% Bewegungen innerhalb kurzer Zeit möglich, insbesondere bei positiven Nachrichten oder Hoffnungen auf Entspannung.
Viele negative Faktoren sind bereits eingepreist, weshalb auch schnelle Gegenbewegungen möglich bleiben.
📊 Mein Fokus diese Woche
Übergeordnet bleibe ich vorsichtig bearish, solange:
• 23.000 nicht zurückerobert werden
• fundamentale Lage angespannt bleibt
Ich beobachte besonders:
• Reaktionen an der 22.000 Zone
• mögliche Retracements Richtung 22.500
• Verhalten am Wochentief
Gleichzeitig bleibe ich flexibel, falls:
• sich die fundamentale Lage verbessert
• positive Zinssenkungshoffnungen entstehen
• wichtige Widerstände zurückerobert werden
⸻
📌 Fazit
• Fundamentale Lage bleibt angespannt
• Quartalsende sorgt für zusätzliche Volatilität
• Viele wichtige Wirtschaftsdaten
• 22.000 Schlüsselzone im Fokus
• Range Bildung möglich
• Sehr volatile Woche wahrscheinlich
Ich werde diese Woche tägliche Updates posten:
• Morning Prep
• Tages Updates
• Evening Recap
Folgt mir hier und auf X für weitere DAX Analysen und Updates.
No Signals. Just Edge.
Wie die Zentralbank wirklich die Märkte Manipuliert Teil 2Der Wechselkurskanal: Die globale Wippe des Geldes
Während sich die bisherigen Kanäle (Zinsen, Cashflow, Investitionen) fast ausschließlich im Inneren einer Volkswirtschaft abspielen, betreten wir jetzt die absolute Königsdisziplin für uns Makro-Trader: den **Wechselkurskanal.
Geldpolitik passiert nämlich nie isoliert in einem Vakuum. Sie findet auf einer globalen Bühne statt, auf der Billionen von Dollar, Euro und Yen jeden Tag rund um den Globus fließen. Und hier gibt es eine simple, eiserne physikalische Regel: Globales Kapital ist wie Wasser, es fließt immer dorthin, wo es den geringsten Widerstand und die höchste Rendite findet.
Die Jagd nach Rendite
Wenn die US-Notenbank (Fed) entscheidet, ihre Leitzinsen aggressiv auf 5% zu erhöhen, während die Europäische Zentralbank (EZB) bei mickrigen 2% herumdümpelt, passiert im Hintergrund sofort etwas extrem Mechanisches: Große institutionelle Investoren, Pensionskassen und Hedgefonds wollen diese höheren, risikolosen Zinsen in den USA haben.
Um aber amerikanische Staatsanleihen (Treasuries) kaufen zu können, müssen sie ihre Euros verkaufen und dafür US-Dollar kaufen. Dieser gigantische Kaufdruck führt unweigerlich zu einer **Aufwertung der Währung* Der US-Dollar wird stark.
Das klingt für das Land mit der starken Währung (in unserem Beispiel die USA) im ersten Moment wie ein absoluter Gewinn. Eine starke Währung fühlt sich an wie ein Zeichen wirtschaftlicher Stärke. Doch in Wahrheit ist dieser Kanal für eine Volkswirtschaft ein extremes, zweischneidiges Schwert:
Vorteil: Die importierte Deflation (Der Inflations-Killer)
Wenn der Dollar massiv aufwertet, wird die Kaufkraft der Amerikaner im Ausland gigantisch. Alles, was die USA importieren – sei es Elektronik aus China, Autos aus Deutschland oder Rohöl vom Weltmarkt – wird auf einen Schlag deutlich billiger, weil ein einziger starker Dollar jetzt mehr ausländische Güter kaufen kann.
Das ist eine mächtige Waffe der Zentralbank! Durch die starke Währung importiert sich das Land buchstäblich Deflation und drückt die heimische Inflation gewaltig nach unten. Man reicht das Problem der Teuerung einfach an den Rest der Welt weiter.
Nachteil: Die Export-Bremse (Der Wachstums-Killer)
Jetzt kommt die Kehrseite der Medaille. Wenn der US-Dollar für die Amerikaner extrem viel wert ist, bedeutet das im Umkehrschluss, dass amerikanische Produkte für den *Rest der Welt* unfassbar teuer geworden sind.
Wenn ein europäisches Unternehmen amerikanische Software oder Maschinen kaufen will, muss es dafür jetzt ein Vermögen in Euro hinblättern. Die logische Konsequenz? Das europäische Unternehmen kauft woanders. Die internationale Nachfrage nach US-Produkten bricht brutal ein, die heimische Export-Industrie leidet, Unternehmen machen weniger Gewinn und das Wirtschaftswachstum im eigenen Land wird massiv abgewürgt.
Das Fazit für das Trading-Playbook
Der Wechselkurskanal ist also ein makroökonomischer Hebel, der gleichzeitig auf zwei Knöpfe drückt: Er dämpft die Inflation, aber er bremst auch das Wachstum.
Für sehr geschlossene, riesige Binnenmärkte (wie die USA) ist das oft noch verkraftbar. Aber für extrem exportabhängige oder offene Volkswirtschaften wie Deutschland, Japan oder die Schweiz ist dieser Kanal absolut entscheidend. Wenn hier die Währung zu stark wird, erstickt die heimische Industrie.
Wer als Trader versucht, die Weltwirtschaft, Forex-Märkte oder globale Indizes zu handeln, aber den Wechselkurs und die Zinsdifferenzen ignoriert, der schaut nur auf die halbe Maschine. Er sieht das Gaspedal der Zentralbank, aber er übersieht die internationale Kupplung!
Der Kreditkanal: Wenn die Banken den Hahn komplett zudrehen
Wir haben bisher viel darüber gesprochen, wie Zentralbanken den absoluten *Preis* für Geld (den Zins) verändern. Aber es gibt noch eine zweite, viel dunklere Seite der Geldpolitik, die oft brutal unterschätzt wird: den Kreditkanal.
Hier geht es nicht mehr nur um die Frage, wie viel ein Kredit kostet, sondern um eine viel existenziellere Frage: Ist überhaupt noch Kredit verfügbar?
In den Wirtschaftsnachrichten wird meistens nur über Haushalte und Unternehmen geredet, die unter hohen Zinsen leiden. Aber wir dürfen die wichtigsten Akteure in diesem Spiel nicht vergessen: **Die Geschäftsbanken selbst.
Die Angst der Banken
Wenn eine Zentralbank die geldpolitischen Zügel strafft (die Zinsen erhöht und Liquidität aus dem System zieht), geraten die Geschäftsbanken unter extremen Druck. Ihre eigenen Refinanzierungskosten steigen. Gleichzeitig sehen sie, wie die Wirtschaft abkühlt, die Assetpreise (Immobilien, Aktien) fallen und die Gefahr wächst, dass bestehende Kunden ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen können. Die Bilanzrisiken der Banken schießen nach oben.
Was macht ein Banker, wenn die Zeiten gefährlich werden und die Aufsichtsbehörden strenger hinschauen? Er wird extrem konservativ. Er wird selektiv. Er fährt sein eigenes Risiko radikal herunter.
Das führt zu einem Phänomen, das wir Credit Tightening (Kreditverknappung) nennen. Die Banken vergeben einfach weniger Kredite. Und die Kredite, die sie noch vergeben, knüpfen sie an drakonische Bedingungen: Man braucht plötzlich 40% Eigenkapital statt 10% für ein Haus, oder das Unternehmen muss absurd hohe Sicherheiten hinterlegen, um überhaupt noch an frisches Geld zu kommen.
Von "teurem Geld" zu "knappem Geld"
Genau hier liegt der riesige, gefährliche Unterschied für eine Volkswirtschaft.
Eine Wirtschaft kann nämlich massiv leiden und in eine tiefe Rezession abrutschen, selbst wenn der nominelle Leitzins auf dem Papier gar nicht extrem hoch aussieht! Warum? Weil der Zins irrelevant wird, wenn dir niemand mehr Geld leiht.
Stellt euch vor, ein solides Unternehmen ist bereit, auch harte 8% Zinsen für ein neues Projekt zu zahlen, weil das Projekt so gut ist. Aber die Bank sagt: Nein, wir geben dir den Kredit trotzdem nicht, unser Risiko-Budget für dieses Quartal ist voll.
In diesem Moment wird aus Geld ist teurer geworden plötzlich *„Geld ist komplett verschwunden“ Der Hahn ist zu.
Der Kreis schließt sich: Die Verbindung zu Tag 7
Und genau an diesem Punkt schließt sich der makroökonomische Kreis und verbindet unseren heutigen Tag 8 perfekt mit dem, was wir gestern an Tag 7 (Liquidität) gelernt haben.
Wir haben gestern gesagt: Liquidität ist die potenzielle Energie in den Bilanzen, die überhaupt erst neue Kredite und neue Kaufkraft ermöglicht. Der Kreditkanal ist exakt das Ventil für diese Energie!
Wenn der Kreditkanal durch eine straffe Geldpolitik verstopft, kollabiert die Expansion der privaten Bilanzen. Ohne neue Kredite gibt es keine neuen Ausgaben. Ohne neue Ausgaben (Tag 6) gibt es keine Unternehmensgewinne, kein Wachstum (Tag 5) und vor allem keinen Treibstoff mehr für die Aktienmärkte.
Ein ausgetrockneter Kreditkanal ist der absolute Endgegner für jeden Bullenmarkt. Wenn die Banken aufhören, Geld in das System zu pumpen, verhungert die Maschine
Das Trading-Playbook: Ein Zinsentscheid ist kein Ereignis, sondern eine Welle
Für euer Trading ist der wichtigste Punkt:
Ein Zinsentscheid ist kein isolierter News-Event. Er ist der Start einer Übertragungswelle.
Diese Welle läuft zuerst durch Geldmärkte und Anleiherenditen. Dann durch Kreditspreads, Aktienbewertungen, Finanzierungsbedingungen und Wechselkurse. Danach erreicht sie Unternehmen, Haushalte, Investitionen und Konsum. Und erst mit Verzögerung taucht sie voll in Wachstum und Inflation auf.
Deshalb ist es so gefährlich, Geldpolitik nur über die Schlagzeile „Fed erhöht um 25 Basispunkte“ zu betrachten.
Die wahre Frage ist nie nur: Was hat die Zentralbank getan?
Die bessere Frage lautet:
- Welcher Übertragungskanal ist in diesem Zyklus am stärksten?
- Treffen höhere Zinsen vor allem Schuldner über Cashflows?
- Bremsen sie Investitionen?
- Drücken sie Vermögenspreise?
- Stärken sie den Wechselkurs?
- Oder zerstören sie vor allem die Kreditvergabe?
Erst wenn ihr versteht, welcher Kanal gerade dominiert versteht ihr, wie sich die Makro-Maschine wirklich weiterdreht.
Wie die Zins-Welle eure Assets trifft
Für euer Trading ist jetzt der absolut wichtigste Punkt: Ein Zinsentscheid ist kein isoliertes News-Ereignis.
Wenn die Fed die Zinsen um 25 oder 50 Basispunkte anhebt, ist das nur der Stein, der ins Wasser geworfen wird. Was danach passiert, ist eine gewaltige **Schockwelle**, die nacheinander durch alle Anlageklassen rollt. Diese Welle trifft nicht alles gleichzeitig, sondern wandert stufenweise durch das System.
Wenn ihr diese Reihenfolge und die Kanäle versteht, hört ihr auf, blind Nachrichten zu traden, und fangt an, wie ein echter institutioneller Makro-Stratege zu denken. So reagieren die einzelnen Assets, wenn die Zentralbank die Zügel anzieht:
Kurzfristige Anleihen (Das Epizentrum)
Die Welle trifft immer zuerst den Geldmarkt und die Anleihen am ganz kurzen Ende der Zinsstrukturkurve (z. B. 2-jährige Staatsanleihen). Das ist logisch, denn sie sind am engsten an den Leitzins der Zentralbank gebunden. Wenn die Fed sagt "Zinsen hoch", schießen die Renditen dieser Papiere sofort nach oben (und ihre Kurse fallen). Sie sind der Kanarienvogel in der Kohlemine.
Der Forex-Markt (Die Wippe schlägt aus)
Fast zeitgleich, im Millisekunden-Takt, reagiert der Wechselkurskanal. Das Kapital ist gierig und stürzt sich sofort auf die höheren Renditen am kurzen Ende. Wenn der Zinsvorteil in den USA wächst, wird der **US-Dollar massiv aufwerten**. Fremdwährungen wie der Euro, Yen oder auch Schwellenländer-Währungen geraten im Gegenzug stark unter Druck.
Aktien: Tech & Growth
Jetzt erreicht die Welle den Aktienmarkt – und zwar über den Vermögenskanal. Die ersten Opfer einer Zinserhöhung sind fast immer die hoch bewerteten Technologie- und Wachstumsaktien (Growth-Stocks).
Warum? Weil der Wert dieser Unternehmen auf Gewinnen basiert, die weit in der Zukunft liegen. Wenn die Zinsen steigen, werden diese zukünftigen Gewinne durch die Opportunitätskosten viel härter abdiskontiert. Ihre Bewertungen brechen ein. Defensivere Sektoren (wie Versorger oder Konsumgüter) halten sich in dieser Phase oft noch deutlich besser.
Langfristige Anleihen
Interessanterweise reagieren langfristige Anleihen (z. B. 10- oder 30-jährige Staatsanleihen) oft komplett anders, als Anfänger denken. Während die kurzen Zinsen nach oben schießen, bleiben die langen Zinsen manchmal flach oder fallen sogar!
Warum? Weil der Markt schlau ist. Der Anleihemarkt erkennt: *"Oh, die Zentralbank bremst gerade über den Investitions- und Cashflow-Kanal die ganze Maschine ab. Das wird in Zukunft zu einer Rezession und fallender Inflation führen!"* – und preist diese zukünftige Schwäche bereits ein. (Das nennt man eine inverse Zinsstrukturkurve, aber dazu kommen wir an einem anderen Tag).
Rohstoffe & Gold (Das Kollateralschaden-Szenario)
Rohstoffe wie Gold zahlen keine Zinsen. Wenn ihr sichere 5% auf Cash bekommt, wird das Halten von Gold (das 0% Zinsen abwirft) psychologisch und mathematisch extrem teuer. Gleichzeitig werden fast alle Rohstoffe weltweit in US-Dollar gehandelt. Wenn der Dollar (wie in Schritt 2) stark wird, wird Öl oder Kupfer für den Rest der Welt teurer. Die Nachfrage sinkt. Rohstoffe geraten in einer harten Straffungsphase daher massiv unter Druck.
Immobilien & Kredite (Der langsame Tod)
Ganz am Ende der Welle, oft erst Monate später, schlagen der Cashflow- und der Kreditkanal voll in der echten Welt ein. Die Hypothekenzinsen haben sich verdoppelt, die Banken drehen den Hahn zu. Der Immobilienmarkt friert ein, die Preise beginnen zu bröckeln. Unternehmenspleiten steigen an, weil Refinanzierungen scheitern. Genau jetzt bricht das Wirtschaftswachstum (Tag 5) endgültig ein.
Deshalb ist es so gefährlich, Geldpolitik nur über die simple Schlagzeile „Fed erhöht um 25 Basispunkte, das ist bearish für Aktien“ zu betrachten.
Die wahre Frage, die ihr euch vor jedem Trade stellen müsst, lautet nicht: Was hat die Zentralbank getan?
Die bessere Frage lautet: In welchem Übertragungskanal befinden wir uns gerade?
Stecken wir noch im reinen Zins-Schock (Aktien fallen, Dollar steigt)? Oder sind wir schon Monate später in der Phase angelangt, in der der Kreditkanal die Wirtschaft würgt (BIP bricht ein, Deflation droht)?
Erst wenn ihr versteht, wo genau sich die Welle gerade befindet und **welcher Kanal gerade dominiert**, wisst ihr, ob ihr Tech-Aktien shorten, Gold kaufen oder in den Dollar flüchten solltet.
Hausaufgabe
Schaut euch einen der aggressivsten Zinserhöhungszyklen der jüngeren Geschichte an: das Jahr 2022. Die Fed hat die Zinsen in einem unglaublichen Tempo nach oben geprügelt.
Fragt euch dabei nicht nur: „Die Zinsen sind gestiegen.“
Fragt euch stattdessen:
- Was passierte damals im Tech-Sektor (Nasdaq)?
- Wie hat der US-Dollar reagiert?
- Und ab wann haben die Banken angefangen, nervös zu werden?
Schreibt eure Beobachtungen in die Kommentare: **Welcher geldpolitische Kanal hat eurer Meinung nach 2022 den Märkten am meisten wehgetan?*
DAX Chartanalyse & Prognosen für die neue Woche #14Analyse beim Stand des DAX-Index (Kassa) von 22.314 Punkten
Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Szenarien aus meiner persönlichen Einschätzung und Erfahrung entstehen und eine Zusammenfassung der wahrscheinlichsten Kursspanne für die jeweilige Zeiteinheit darstellen.
DAX Index Prognose für Montag
An seine bemerkenswerte 2025er Rallye hat der DAX im Januar mit einem neuen Allzeithoch angeknüpft. Danach ist der Kurs zunächst in eine seitwärts laufende Korrekturphase übergegangen, die mit Bruch der 24.000-Punkte-Marke nach unten verlassen wurde.
In der vergangenen Woche ist der Markt mit einer Kurslücke nach unten schwach gestartet und hat sich am Widerstand im 23.000er-Bereich abgearbeitet. Die zweite Wochenhälfte war von einer Abwärtstendenz geprägt, die im Wochenschluss auf die 22.000er-Marke zielt. Mit Blick auf schwache Vorgaben der US-Indizes dürfte sich zum Wochenstart am Montag auch der heimische Aktienmarkt mit Verkaufsdruck präsentieren, wodurch das Vorwochentief im Spiel bleibt.
Erwartete Tagesspanne: 21.910 bis 22.390
Nächste Widerstände: 22.607 | 23.051 | 23.178 = Vorwochenhoch
Wichtige Unterstützungen: 21.863 = Vorwochentief | 21.800 | 21.500 = Korrekturziel (Gap)
DAX Index Prognose für Dienstag
Abhängig vom Wochenstart könnte der Kurs am Dienstag weiteren Verkaufsdruck zeigen. In diesem Fall dürfte der Zielbereich bei 21.500 in Reichweite geraten. Notierungen über 22.000 würden hingegen eine Stabilisierung innerhalb der Vorwochenspanne ermöglichen.
Erwartete Tagesspanne: 21.430 bis 22.080 alternativ 22.040 bis 22.530
DAX Prognose für diese Woche
Ergänzend zum Stundenchart ist der DAX-Index im Zuge des Iran-Konflikts bis unter die 200-Tage-Linie abgetaucht und hat seine Verluste beschleunigt. Nach Bruch naher Unterstützungen sind vorerst Ziele im Bereich von 21.500 Punkten aktiv. Dort liegen sowohl ein offenes Gap als auch die 50 %-Marke der Vorjahresspanne. Solange sich keine nachhaltige Rückkehr über 24.000 Punkte abzeichnet, die von der Nachrichtenlage gestützt wird, beherrscht Unsicherheit den Markt.
Erwartete Wochenspanne: 21.260 bis 22.670
Die DAX Prognose für nächste Woche:
Abhängig von der geopolitischen Konfliktlage und der Kursreaktion im 21.500er-Bereich erwarten wir bei Notierungen unter dem Korrekturziel noch Druck auf die 21.000-Punkte-Marke, woraus sich eine Wochenspanne zwischen
20.800
und
22.150
Punkten ergeben könnte.
Beste Grüße und gute Trades,
Christian Möhrer
Kagels-Trading
DAX🇩🇪 - Ausblick KW14/2026Hallo Trader,
beim DAX sollte man das Tief der letzten Woche im Auge behalten. Sollte dies brechen, wäre das ein möglicher Short Breakout Trade.
Ansonsten deutet aktuell wirklich noch rein garnichts auf eine Wende gen Norden hin.
Widerstände:
- Zone ums ATH
- Zone bei 24.400 - 24.200
- Zone bei 23.000 - 23.100
Unterstützungen:
- Zone rund um 22.200
- Zone bei 21.500
- Runde Marke von 20.000
Happy Pips,
Michael - Team PimYourTrading






















