Pullback-Trading im DAX-Universum – Teil 5Erst Stärke, dann Rücksetzer: Warum der Vorlauf über die Qualität des Pullbacks entscheidet
Warum ein starker Impuls, relative Stärke und saubere Trendstruktur wichtiger sind als der perfekte Einstieg
In den ersten vier Teilen dieser Serie haben wir die wichtigsten Grundlagen gelegt.
Teil 1: Warum Pullbacks oft bessere Einstiege liefern können als Breakouts.
Teil 2: Warum der Stage-2-Aufwärtstrend die Grundvoraussetzung für hochwertige Setups ist.
Teil 3: Wie relative Stärke hilft, echte Leader von durchschnittlichen Aktien zu unterscheiden.
Teil 4: Warum deutsche Aktien eigene Pullback-Regeln brauchen.
Jetzt geht es um einen entscheidenden Punkt:
Nicht jeder Rücksetzer ist ein Pullback-Setup.
Ein Pullback ist nur dann interessant, wenn vorher echte Stärke vorhanden war.
Viele Trader schauen zuerst auf den Rücksetzer.
Ich schaue zuerst auf den Vorlauf.
Denn der Vorlauf entscheidet, ob der spätere Pullback überhaupt Qualität hat.
Die zentrale Frage lautet also nicht:
Ist die Aktie zurückgekommen?
Sondern:
Von welcher Art von Stärke kommt die Aktie zurück?
1. DER PULLBACK BEGINNT NICHT BEIM RÜCKSETZER
Ein häufiger Fehler ist, dass Trader erst aufmerksam werden, wenn eine Aktie fällt.
Die Aktie kommt 5 %, 8 % oder 10 % zurück.
Der Kurs nähert sich einer gleitenden Durchschnittslinie.
Der Chart sieht kurzfristig „günstiger“ aus.
Dann entsteht schnell der Gedanke:
Das könnte ein Pullback sein.
Aber das ist zu spät gedacht.
Ein hochwertiger Pullback beginnt nicht mit dem Rücksetzer.
Er beginnt mit dem vorherigen Trend.
Oder noch genauer:
Er beginnt mit einem starken Vorlauf innerhalb eines intakten Stage-2-Aufwärtstrends.
Ohne vorherige Stärke ist der Rücksetzer oft nur Schwäche.
Ein echter Pullback ist dagegen eine Pause nach Stärke.
Das ist ein großer Unterschied.
2. WARUM DER VORLAUF SO WICHTIG IST
Der Vorlauf zeigt uns, ob Käufer bereit waren, die Aktie aggressiv nach oben zu treiben.
Er zeigt, ob institutionelle Nachfrage vorhanden sein könnte.
Er zeigt, ob die Aktie stärker läuft als der Markt.
Er zeigt, ob die Aktie Leadership zeigt oder nur zufällig mit dem Gesamtmarkt steigt.
Ein guter Vorlauf bedeutet:
die Aktie steigt schneller als der Markt
sie erreicht neue Hochs oder Mehrmonatshochs
sie bildet höhere Hochs und höhere Tiefs
sie hält sich oberhalb wichtiger gleitender Durchschnitte
sie zeigt relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
Aufwärtstage wirken kraftvoller als Abwärtstage
Rücksetzer werden schnell gekauft
Volumen bestätigt zumindest teilweise die Bewegung
Ein schwacher Vorlauf bedeutet dagegen:
die Aktie steigt nur langsam mit dem Markt
sie bleibt unter alten Hochs hängen
sie ist weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt
sie zeigt keine relative Stärke
jeder Anstieg wird schnell verkauft
die Bewegung wirkt chaotisch
der Kurs hängt an oder unter wichtigen Durchschnitten
In beiden Fällen kann es später einen Rücksetzer geben.
Aber nur der erste Fall ist für Pullback-Trading wirklich interessant.
3. ERST STÄRKE, DANN RÜCKSETZER
Die wichtigste Regel für diesen Teil lautet:
Erst Stärke. Dann Rücksetzer. Nicht umgekehrt.
Ich möchte keine Aktie kaufen, nur weil sie gefallen ist.
Ich möchte eine Aktie beobachten, weil sie vorher stark war.
Der Rücksetzer ist dann nur der mögliche Einstiegspunkt.
Das eigentliche Setup entsteht vorher.
Ein idealer Ablauf sieht so aus:
Aktie befindet sich in Stage 2
Aktie zeigt relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
Aktie läuft dynamisch nach oben
Aktie erreicht ein neues Hoch oder Mehrmonatshoch
Danach folgt ein kontrollierter Rücksetzer
Der Verkaufsdruck bleibt begrenzt
Die Aktie hält wichtige Unterstützungsbereiche
Ein kleiner Pivot entsteht
Der Einstieg erfolgt erst bei neuer Stärke nach oben
Das ist die Logik eines hochwertigen Pullback-Trades.
Nicht billig kaufen.
Sondern Stärke kaufen, nachdem sie eine gesunde Pause gemacht hat.
4. WIE EIN GUTER VORLAUF AUSSIEHT
Ein guter Vorlauf ist nicht einfach irgendein Anstieg.
Er sollte bestimmte Qualitätsmerkmale haben.
1. Die Aktie befindet sich in Stage 2
Das ist die Grundvoraussetzung.
Der Kurs sollte idealerweise über wichtigen gleitenden Durchschnitten liegen.
Die 50-Tage-Linie sollte konstruktiv verlaufen.
Die 200-Tage-Linie sollte nicht deutlich fallen.
Die Aktie sollte näher am Hoch als am Tief handeln.
Ohne Stage-2-Struktur ist der spätere Rücksetzer für mich meistens kein A-Setup.
2. Die Aktie zeigt relative Stärke
Der Vorlauf sollte besser sein als der Gesamtmarkt.
Dafür nutze ich meinen TradingView-Indikator:
DAX Universe IBD-Style Relative Strength
Ideal ist eine Aktie, deren relative Stärke bereits vor dem Pullback positiv ist.
Noch besser ist es, wenn die RS-Linie über 0 liegt, über ihrem gleitenden Durchschnitt notiert und weiter steigt.
Das zeigt:
Die Aktie läuft nicht nur mit dem Markt.
Sie läuft besser als das DAX-Universum.
3. Der Anstieg ist sichtbar, aber nicht völlig überdehnt
Ein starker Vorlauf ist gut.
Aber ein komplett überdehnter Vorlauf kann gefährlich sein.
Wenn eine Aktie zu schnell, zu weit und ohne Pausen steigt, ist der nächste Rücksetzer oft schärfer.
Ich suche daher keine Aktie, die völlig parabolisch nach oben schießt.
Ich suche eine Aktie mit:
dynamischem Anstieg
klarer Trendstruktur
geordneten Zwischenpausen
höheren Tiefs
kontrollierten Rücksetzern
stabiler relativer Stärke
Der Vorlauf soll stark sein.
Aber nicht chaotisch.
4. Die Aktie bleibt oberhalb wichtiger Durchschnittslinien
Ein guter Vorlauf respektiert häufig wichtige gleitende Durchschnitte.
Zum Beispiel:
10-Tage-Linie
21-Tage-Linie
50-Tage-Linie
150-Tage-Linie
200-Tage-Linie
Nicht jede Aktie hält immer jede Linie perfekt.
Aber bei hochwertigen Setups sieht man oft:
Der Kurs läuft oberhalb der 50-Tage-Linie.
Rücksetzer zur 10- oder 21-Tage-Linie werden gekauft.
Die 50-Tage-Linie steigt.
Die 200-Tage-Linie ist stabil oder steigend.
Das zeigt eine gesunde Trendstruktur.
5. DER VORLAUF IM DAX-UNIVERSUM
Im DAX-Universum muss man den Vorlauf etwas differenzierter betrachten.
Eine DAX-Aktie läuft oft anders als eine SDAX- oder TecDAX-Aktie.
DAX-Werte
Bei DAX-Werten ist der Vorlauf oft etwas ruhiger.
Hier achte ich besonders auf:
relative Stärke trotz großer Indexnähe
klare Bewegung gegenüber anderen DAX-Werten
stabile Trendstruktur
saubere Reaktion auf Quartalszahlen
geringere Gap-Risiken als bei kleineren Werten
Ein DAX-Wert muss nicht extrem steigen, um interessant zu sein.
Aber er sollte besser laufen als der Markt und eine klare Führungsrolle zeigen.
MDAX-Werte
Im MDAX findet man oft sehr gute Pullback-Kandidaten.
Hier kann der Vorlauf dynamischer sein.
Wichtig sind:
ausreichende Liquidität
starke Sektorposition
relative Stärke gegenüber DAX und MDAX
keine zu wilden Gaps
saubere Konsolidierungen nach starken Bewegungen
Viele interessante deutsche Swing-Trades entstehen im MDAX.
Aber die Aktie muss handelbar bleiben.
SDAX-Werte
Im SDAX kann ein Vorlauf sehr stark aussehen.
Aber hier ist Vorsicht besonders wichtig.
Ich achte stärker auf:
Handelsvolumen
Spread
Gap-Verhalten
Nachrichtenrisiken
saubere Kerzenstruktur
verlässliche Stop-Marken
Ein schöner Chart reicht nicht.
Wenn die Aktie zu illiquide ist, kann der Pullback praktisch schwer handelbar sein.
TecDAX-Werte
Im TecDAX können starke Trends entstehen.
Gleichzeitig reagieren viele Werte empfindlich auf:
Nasdaq-Bewegungen
Zinsen
Bewertung
Quartalszahlen
internationale Tech-Sektorrotation
Ein guter Vorlauf im TecDAX sollte daher nicht nur stark aussehen.
Er sollte auch relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum und idealerweise gegenüber internationalen Tech-Werten zeigen.
6. STARKER VORLAUF ODER NUR ERHOLUNG?
Ein wichtiger Unterschied:
Nicht jeder Anstieg ist ein starker Vorlauf.
Manchmal erholt sich eine Aktie nur nach einem vorherigen Einbruch.
Das kann optisch beeindruckend aussehen.
Aber es ist nicht automatisch ein Leader-Setup.
Eine Aktie, die von 100 auf 50 gefallen ist und danach auf 60 steigt, hat zwar 20 % gewonnen.
Aber sie ist möglicherweise weiterhin in einer schwachen Struktur.
Eine Aktie, die von 80 auf 100 steigt und nahe am Hoch konsolidiert, zeigt oft eine deutlich bessere Qualität.
Deshalb frage ich:
Kommt der Anstieg aus einer starken Struktur?
Oder ist es nur eine Erholung nach starkem Kursverlust?
Liegt die Aktie über der 200-Tage-Linie?
Ist die relative Stärke positiv?
Gibt es höhere Hochs und höhere Tiefs?
Ist der Kurs nahe am 52-Wochen-Hoch?
Wird der Anstieg durch Volumen bestätigt?
Ein Rebound ist nicht dasselbe wie Leadership.
Für Pullback-Trading suche ich Leadership.
7. DER IDEALE VORLAUF VOR EINEM PULLBACK
Ein idealer Vorlauf hat für mich mehrere Bausteine.
Er muss nicht perfekt sein.
Aber je mehr Punkte erfüllt sind, desto besser.
Ein starker Vorlauf zeigt idealerweise:
Stage-2-Struktur
Kurs über 50- und 200-Tage-Linie
steigende 50-Tage-Linie
stabile oder steigende 200-Tage-Linie
Nähe zum 52-Wochen-Hoch
positive relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
RS-Linie über ihrem gleitenden Durchschnitt
dynamische Aufwärtsbewegung
höhere Hochs und höhere Tiefs
Rücksetzer werden schnell gekauft
kein unmittelbares negatives Nachrichtenrisiko
ausreichende Liquidität
kein völlig parabolischer Kursverlauf
Wenn danach ein kontrollierter Rücksetzer entsteht, wird die Aktie interessant.
Nicht vorher.
Und auch nicht automatisch.
Erst wenn der Pullback selbst konstruktiv ist und ein Pivot entsteht, kann daraus ein Trade werden.
8. VORLAUF UND VOLUMEN
Volumen ist ein wichtiger Hinweis, aber nicht immer perfekt zu interpretieren.
Ein guter Vorlauf zeigt häufig:
erhöhte Umsätze an starken Aufwärtstagen
geringeres Volumen an schwächeren Tagen
keine massiven Verkaufsvolumen direkt nach Ausbrüchen
steigende Aktivität bei neuen Hochs
schnelle Erholung nach Rücksetzern
Besonders interessant ist es, wenn ein starker Impuls mit erhöhtem Volumen beginnt.
Das kann zeigen, dass größere Marktteilnehmer aktiv werden.
Aber man sollte Volumen nicht isoliert betrachten.
Ein einzelner starker Volumentag macht noch keinen Leader.
Wichtiger ist das Zusammenspiel:
Preis steigt.
Volumen bestätigt.
Relative Stärke verbessert sich.
Trendstruktur bleibt intakt.
Dann wird der Vorlauf interessant.
9. DER VORLAUF SOLLTE NICHT ZU ALT SEIN
Ein weiterer Fehler ist, alte Stärke zu kaufen.
Eine Aktie war vielleicht vor sechs oder zwölf Monaten stark.
Aber heute ist sie nur noch seitwärts oder schwach.
Das reicht nicht.
Für Pullback-Trading interessiert mich aktuelle Stärke.
Deshalb ist die IBD-inspirierte Gewichtung der relativen Stärke so hilfreich.
Sie legt mehr Gewicht auf die jüngere Entwicklung, ohne die längere Entwicklung komplett zu ignorieren.
Ich möchte sehen:
Stärke über die letzten Wochen
Stärke über die letzten Monate
keine starke Verschlechterung der RS-Linie
keine klare Distribution
kein Bruch wichtiger Trendlinien
kein Übergang in Stage 3 oder Stage 4
Alte Gewinner können gefährlich sein, wenn sie bereits gebrochen sind.
Ein ehemaliger Leader ist nicht automatisch ein aktueller Leader.
10. VORLAUF UND 52-WOCHEN-HOCH
Viele Trader haben Angst, Aktien nahe am Hoch zu kaufen.
Sie denken:
Die Aktie ist schon zu weit gelaufen.
Sie ist teuer.
Sie muss doch bald fallen.
Aber starke Aktien handeln oft nahe an ihren Hochs.
Das ist kein Warnsignal an sich.
Es kann sogar ein Qualitätsmerkmal sein.
Eine Aktie nahe am 52-Wochen-Hoch zeigt:
Käufer akzeptieren höhere Preise
Verkäufer dominieren nicht
die Aktie hat eine starke Struktur
sie läuft besser als viele schwächere Werte
sie könnte Leadership zeigen
Natürlich darf man nicht blind jedes Hoch kaufen.
Aber für Pullback-Trading ist Nähe zum Hoch oft besser als Nähe zum Tief.
Ein Pullback nahe am Hoch ist häufig konstruktiver als ein Rücksetzer in einer Aktie, die weit unter alten Hochs notiert.
11. DER VORLAUF DARF NICHT ZU CHAOTISCH SEIN
Ein starker Vorlauf ist gut.
Aber ein chaotischer Vorlauf ist problematisch.
Warnsignale sind:
extreme Tagesausschläge
viele große Gaps
lange obere Dochte
starke Abverkäufe direkt nach neuen Hochs
sehr unregelmäßiges Volumen
fehlende Unterstützung an gleitenden Durchschnitten
wilde Nachrichtenbewegungen
ständige Richtungswechsel
Solche Aktien können zwar spannend aussehen.
Aber sie sind oft schwer zu handeln.
Ein Pullback-Setup braucht Kontrolle.
Wenn bereits der Vorlauf unkontrolliert ist, wird auch der Rücksetzer oft schwer planbar.
Ich bevorzuge daher Aktien, die stark, aber geordnet steigen.
12. BEISPIEL: ZWEI UNTERSCHIEDLICHE VORLÄUFE
Stellen wir uns zwei Aktien aus dem DAX-Universum vor.
Aktie A
Kurs über 50- und 200-Tage-Linie
Stage-2-Struktur
steigende 50-Tage-Linie
Aktie nahe am 52-Wochen-Hoch
relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum positiv
RS-Linie steigt
vorheriger Anstieg war dynamisch
Rücksetzer im Vorlauf wurden schnell gekauft
Volumen an Aufwärtstagen war konstruktiv
Sektor ebenfalls stark
Wenn diese Aktie jetzt 4 % bis 8 % kontrolliert zurückkommt, bleibt sie interessant.
Der Pullback entsteht nach Stärke.
Aktie B
Kurs unter der 200-Tage-Linie
Aktie weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt
relative Stärke negativ
vorheriger Anstieg war nur eine Erholung nach starkem Kursverlust
50-Tage-Linie flach oder fallend
Volumen zeigt keine klare Nachfrage
Aktie scheitert mehrfach an Widerständen
Sektor ist schwach
Wenn diese Aktie jetzt 4 % bis 8 % zurückkommt, ist das kein hochwertiger Pullback.
Es ist eher ein Rücksetzer in einer schwachen Struktur.
Der Unterschied liegt nicht im Rücksetzer.
Der Unterschied liegt im Vorlauf.
13. DER VORLAUF ALS FILTER GEGEN SCHLECHTE TRADES
Wenn man den Vorlauf konsequent prüft, vermeidet man viele schlechte Trades.
Man kauft weniger Aktien, die nur optisch günstig aussehen.
Man handelt weniger Turnaround-Hoffnungen.
Man reduziert Einstiege in schwache Strukturen.
Man konzentriert sich stärker auf Aktien, die bereits Leadership zeigen.
Der Vorlauf ist deshalb ein Filter.
Er schützt vor der Frage:
Wie tief ist die Aktie gefallen?
Und lenkt den Fokus auf die bessere Frage:
Wie stark war die Aktie, bevor sie zurückkam?
Das ist eine völlig andere Denkweise.
14. MEINE PRAKTISCHE VORLAUF-CHECKLISTE
Bevor ich einen Pullback überhaupt weiter analysiere, prüfe ich den Vorlauf.
Meine Fragen:
Befindet sich die Aktie in Stage 2?
Liegt der Kurs über der 50-Tage-Linie?
Liegt der Kurs über der 200-Tage-Linie?
Steigt die 50-Tage-Linie?
Ist die 200-Tage-Linie stabil oder steigend?
Ist die Aktie näher am 52-Wochen-Hoch als am 52-Wochen-Tief?
Zeigt die Aktie relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum?
Liegt die RS-Linie über 0?
Liegt die RS-Linie über ihrem gleitenden Durchschnitt?
War der vorherige Impuls dynamisch?
Gab es höhere Hochs und höhere Tiefs?
Wurden frühere Rücksetzer schnell gekauft?
Gab es konstruktives Volumen an Aufwärtstagen?
Ist der Sektor ebenfalls stark oder zumindest neutral?
Ist die Aktie ausreichend liquide?
Ist der Spread akzeptabel?
Ist der Vorlauf nicht völlig überdehnt?
Gibt es keine unmittelbaren Quartalszahlen oder Event-Risiken?
Ist die Bewegung geordnet und nicht chaotisch?
Würde ich die Aktie auch ohne aktuellen Rücksetzer auf die Watchlist nehmen?
Die letzte Frage ist besonders wichtig.
Wenn ich eine Aktie nur interessant finde, weil sie gefallen ist, ist das meistens kein A-Setup.
Wenn ich sie schon vor dem Rücksetzer interessant fand, wird der Pullback relevant.
15. WIE ICH DEN VORLAUF MIT MEINEN INDIKATOREN PRÜFE
Für meine Analyse nutze ich zwei eigene TradingView-Indikatoren.
Stock Stage Analysis
Dieser Indikator hilft mir zu erkennen, ob sich die Aktie in einer konstruktiven Stage-2-Struktur befindet.
Ich möchte vor allem wissen:
Ist die Aktie in Stage 2?
Oder befindet sie sich bereits in Stage 3?
Ist die Struktur noch sauber?
Oder beginnt der Trend zu kippen?
Stage 2 ist die Grundvoraussetzung.
Ohne Stage 2 ist der Pullback meistens nicht interessant.
DAX Universe IBD-Style Relative Strength
Dieser Indikator hilft mir zu prüfen, ob die Aktie stärker läuft als das breite deutsche Aktienuniversum.
Ich achte besonders auf:
RS-Linie über 0
RS-Linie über ihrem gleitenden Durchschnitt
steigende RS-Struktur
stabile relative Stärke während Marktschwäche
Wenn eine Aktie vor dem Pullback relative Stärke zeigt, steigt die Qualität des Setups deutlich.
16. WAS KEIN GUTER VORLAUF IST
Ein Vorlauf ist für mich nicht attraktiv, wenn mehrere dieser Punkte auftreten:
Aktie kommt aus einem starken Abwärtstrend
Kurs liegt unter der 200-Tage-Linie
50-Tage-Linie fällt
relative Stärke ist negativ
Aktie ist weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt
Anstieg ist nur eine technische Erholung
Volumen bestätigt die Bewegung nicht
Aktie scheitert an alten Widerständen
Sektor ist schwach
Chart zeigt viele Gaps und unruhige Kerzen
der Kurs ist extrem überdehnt
die Aktie reagiert fast nur auf Nachrichten
Quartalszahlen stehen unmittelbar bevor
Solche Aktien können irgendwann interessant werden.
Aber meistens nicht als klassisches Pullback-Setup.
17. DER BESTE PULLBACK ENTSTEHT OFT NACH EINEM QUALITÄTSTEST
Ein starker Vorlauf bringt die Aktie auf die Watchlist.
Der Pullback testet dann die Qualität dieser Stärke.
Während des Pullbacks frage ich:
Bleibt die Aktie oberhalb wichtiger Durchschnitte?
Bleibt die relative Stärke stabil?
Nimmt das Volumen im Rücksetzer ab?
Werden die Tagesranges enger?
Vermeidet die Aktie große rote Kerzen?
Hält sie frühere Unterstützungsbereiche?
Entsteht ein klarer Pivot?
Wenn ja, wird der Pullback interessant.
Wenn nein, wird die Aktie gestrichen oder weiter beobachtet.
Der Rücksetzer ist also kein Grund zum Kaufen.
Er ist ein Test.
Nur wenn die Aktie diesen Test besteht, entsteht ein mögliches Setup.
18. FAZIT
Der wichtigste Punkt dieses Artikels lautet:
Die Qualität eines Pullbacks wird vor dem Pullback entschieden.
Ein Rücksetzer allein ist kein Setup.
Ein hochwertiger Pullback braucht vorherige Stärke.
Für das DAX-Universum bedeutet das:
erst Stage 2
dann relative Stärke
dann dynamischer Vorlauf
dann kontrollierter Rücksetzer
dann Pivot
dann Einstieg mit definiertem Risiko
Wer nur auf den Rücksetzer schaut, kauft oft Schwäche.
Wer zuerst den Vorlauf analysiert, findet eher echte Leader.
Der beste Pullback entsteht nicht in einer Aktie, die einfach nur gefallen ist.
Er entsteht in einer Aktie, die vorher stark war, sich besser als der Markt gehalten hat und nach einer gesunden Pause wieder Stärke zeigt.
Der wichtigste Satz für Blog 5 ist deshalb:
Erst Stärke. Dann Rücksetzer. Dann Pivot.
Im nächsten Teil geht es um die Anatomie eines konstruktiven Pullbacks:
Wie tief darf ein Rücksetzer sein? Welche Rolle spielen Volumen, Tagesranges, gleitende Durchschnitte und Unterstützungsbereiche? Und woran erkennt man, ob ein Pullback gesund ist oder bereits kippt?
HILFREICHE TOOLS AUF TRADINGVIEW
Für diese Serie nutze ich unter anderem meine eigenen TradingView-Indikatoren:
Stock Stage Analysis
zur Einordnung der Marktphase in Stage 1, Stage 2, Stage 3 oder Stage 4.
DAX Universe Relative Strength & Volume Quality
zur Messung relativer Stärke gegenüber einem gleichgewichteten Benchmark aus DAX, MDAX, SDAX und TecDAX.
Wichtig:
Diese Indikatoren sind keine Kaufsignale.
Sie sind Filter.
Der eigentliche Einstieg entsteht erst durch Pullback, Pivot und definiertes Risiko.
DISCLAIMER
Diese Analyse dient ausschließlich der Weiterbildung und stellt keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Trader ist für seine eigenen Entscheidungen, sein Risikomanagement und seine Positionsgröße selbst verantwortlich.
Marktindizes
DAX Tagesausblick 08. Juli - SpaceX im Fokus vor FOMC Minutes!Der heutige Tagesausblick erscheint ausnahmsweise mit leichter Verspätung. An der Ausgangslage hat sich bislang jedoch nur wenig verändert. Nach neuen Allzeithochs im DAX und einer starken Vorwoche richtet sich der Fokus der Märkte nun auf die morgigen FOMC Meeting Minutes sowie auf die heutige Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq. Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern & heute
• Märkte & Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Im Nahen Osten bleibt die Lage insgesamt angespannt, ohne dass es bislang zu einer erneuten Eskalation gekommen ist. Nachdem zuletzt zwei Handelsschiffe nahe der Straße von Hormus beschädigt wurden, notiert Öl zwar wieder etwas fester, der Markt geht aktuell jedoch weiterhin von einer stabilen Waffenruhe zwischen Israel/USA und dem Iran aus.
Gleichzeitig kündigte Saudi-Arabien an, alternative Exportkapazitäten weiter auszubauen, um langfristig unabhängiger von der Straße von Hormus zu werden. Insgesamt bleibt der geopolitische Risikoaufschlag damit überschaubar, auch wenn jederzeit neue Schlagzeilen für kurzfristige Volatilität sorgen können.
Auch aus Asien gab es keine größeren Überraschungen. Der Fokus lag vielmehr auf dem Technologiesektor, nachdem Samsung trotz starker Quartalszahlen deutlich unter Druck geriet und damit den gesamten Halbleitersektor belastete. Gleichzeitig richtet sich der Blick heute auf die Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq, wodurch insbesondere KI- und Technologiewerte im Mittelpunkt stehen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten
Die gestrigen Konjunkturdaten zeichneten insgesamt ein gemischtes Bild.
Der S&P Global Services PMI fiel mit 51,2 Punkten leicht unter die Erwartungen und signalisiert weiterhin moderates Wachstum im US-Dienstleistungssektor.
Auch der ISM Non-Manufacturing PMI blieb mit 54,0 Punkten leicht unter den Erwartungen, befindet sich jedoch weiterhin klar oberhalb der 50-Punkte-Marke und signalisiert damit Expansion der US-Wirtschaft.
Positiv für die Inflationsentwicklung war der ISM Prices Index, der mit 67,7 Punkten deutlich unter dem Vormonat von 71,3 Punkten lag. Der Preisdruck nimmt somit weiter leicht ab, was grundsätzlich positiv für die Federal Reserve ist.
Von Seiten der Notenbanken blieb der Tenor ebenfalls unverändert. EZB-Präsidentin Lagarde sowie Schnabel und Lane betonten erneut den datenabhängigen Kurs der EZB. FED-Mitglied Waller erklärte ebenfalls, dass die kommenden Inflations- und Arbeitsmarktdaten entscheidend für den weiteren Zinspfad bleiben.
Der Fokus verschiebt sich damit vollständig auf die morgigen FOMC Meeting Minutes, welche neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick liefern dürften.
Heute selbst stehen lediglich einige Reden von Notenbankvertretern auf der Agenda. Der eigentliche Schwerpunkt liegt jedoch klar auf der heutigen SpaceX-Aufnahme in den Nasdaq sowie den morgigen FOMC Minutes.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Öl konnte sich heute Morgen leicht erholen und notiert aktuell im Bereich von 69 Dollar. Damit testen wir erneut die entscheidende Widerstandszone zwischen 69,0 und 69,3 Dollar.
Sollte sich der Ölpreis nachhaltig darüber etablieren, sehe ich kurzfristig Potenzial bis 72 Dollar, wo sowohl das Jahres-Open als auch das Wochenhoch der Vorwoche verlaufen. Sollte sich die geopolitische Lage erneut verschärfen, wäre anschließend sogar ein Anstieg bis 77 Dollar denkbar.
Scheitert der Ausbruch erneut und fällt Öl wieder unter 68 Dollar, bleibt mein bearishes Szenario mit Zielen bei 65 beziehungsweise 64 Dollar bestehen.
US-Staatsanleihen
Nach den schwächeren Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche zeigen die Staatsanleihen heute wieder leichte Stärke. Die Renditen steigen über nahezu alle Laufzeiten moderat an. Der Markt wartet offensichtlich auf neue Impulse durch die morgigen FOMC Minutes.
US-Dollar
Der Dollar konnte sich ebenfalls stabilisieren. Die Zone zwischen 100,5 und 100,6 Punkten hielt wie erwartet und aktuell notiert der DXY wieder oberhalb der 101-Punkte-Marke.
Gelingt nun der nachhaltige Ausbruch über 101 Punkte, bleibt für mich 101,5 Punkte das nächste Ziel. Scheitert dieser Versuch erneut, rückt der Bereich um 100,5 Punkte wieder in den Fokus.
Volatilität
Der VIX fiel gestern erneut auf 15,8 Punkte und signalisiert weiterhin ein sehr entspanntes Marktumfeld. Von erhöhter Angst oder Risikoaversion ist aktuell wenig zu erkennen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia konnte gestern leicht zulegen, notiert mit rund 195 Dollar jedoch weiterhin unter der entscheidenden 200-Dollar-Marke.
Solange diese Zone nicht zurückerobert wird, bleibt mein kurzfristiger Fokus auf den Unterstützungen bei 190 und anschließend 186 Dollar.
Bitcoin
Bitcoin verteidigte erneut erfolgreich die 61.000-Dollar-Marke.
Kurzfristig bleibt das Bild dadurch konstruktiv. Übergeordnet bleibt die Abwärtsstruktur jedoch bestehen, solange die Widerstände bei 65.000, 65.700 und schließlich 67.000 Dollar nicht überwunden werden.
S&P 500
Der S&P 500 schloss gestern knapp 0,85 % im Plus und notiert weiterhin unmittelbar unter seinen Allzeithochs.
Solange wir oberhalb von 7.500 Punkten bleiben, bleibt mein bullisches Szenario mit neuen Allzeithochs vollständig intakt. Ein Ausbruch über das gestrige Tageshoch könnte kurzfristig den Weg Richtung 7.650 bis 7.700 Punkte freimachen.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigt aktuell etwas mehr Schwäche als die übrigen US-Indizes. Verantwortlich hierfür sind vor allem Gewinnmitnahmen im Halbleitersektor vor der heutigen SpaceX-Aufnahme.
Solange wir unter 29.500 Punkten handeln, bleibe ich kurzfristig vorsichtig und sehe weiteres Potenzial bis 29.000 Punkte. Dort beziehungsweise am Wochentief der KW26 bei rund 28.880 Punkten erwarte ich erneut verstärkt Käufer.
US30
Der Dow Jones bleibt dagegen einer der stärksten US-Indizes.
Mit neuen Allzeithochs oberhalb von 53.000 Punkten bleibt der Aufwärtstrend vollständig intakt. Die nächste Zielzone liegt aus meiner Sicht im Bereich von 53.500 Punkten, solange keine stärkeren Gewinnmitnahmen einsetzen.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Auch der DAX bleibt grundsätzlich sehr bullish.
Gestern wurde erneut ein Allzeithoch markiert, gleichzeitig entstand jedoch eine Doji-Kerze, welche auf erste Unsicherheit nach dem starken Anstieg hindeutet.
Heute Morgen testen wir bereits das gestrige Tagestief. Gelingt hier kein nachhaltiger Rebound, rückt zunächst die Zone zwischen 25.600 und 25.630 Punkten in den Fokus.
Die aus meiner Sicht interessanteste Unterstützungszone liegt jedoch weiterhin zwischen 25.500 und 25.375 Punkten. Ein erfolgreicher Retest dieses Bereichs könnte die Grundlage für den nächsten Aufwärtsimpuls bilden.
Übergeordnet bleibt das Bild bullish. Kurzfristige Gewinnmitnahmen nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Tage wären jedoch keineswegs überraschend.
Fazit
Die Märkte befinden sich weiterhin in einem konstruktiven Umfeld. Die Inflation zeigt erste Entspannungstendenzen, die Wirtschaft bleibt robust und die Zentralbanken verfolgen weiterhin einen datenabhängigen Kurs.
Heute richtet sich der Fokus vor allem auf die Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq, während morgen mit den FOMC Meeting Minutes das wichtigste Makroereignis der Woche ansteht.
Charttechnisch bleibt der DAX oberhalb der Unterstützungszonen bullish, kurzfristige Konsolidierungen sollten nach den jüngsten Allzeithochs jedoch einkalkuliert werden.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Handelstag und wie immer stabile Trades.
Keine Anlageberatung – ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
DAX mit neuem Allzeithoch – wie geht es weiter?Analyse beim Stand des DAX-Index (Kassa) von 25.797 Punkten
Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Szenarien aus meiner persönlichen Einschätzung und Erfahrung entstehen und eine Zusammenfassung der wahrscheinlichsten Kursspanne für die jeweilige Zeiteinheit darstellen.
DAX Index Prognose für Montag
An seine bemerkenswerte 2025er-Rallye hat der DAX im Januar 2026 mit einem neuen Rekordwert angeknüpft. Danach ist der Kurs zunächst in eine seitwärts laufende Korrekturphase übergegangen. Diese wurde im März kurzfristig nach unten verlassen und setzte das letzte lokale Tief bei 21.863 Punkten. Dort konnte der Markt den Verkaufsdruck abfangen und in eine Erholungstendenz drehen.
Korrekturimpulse haben sich zuletzt im Bereich der 24.000er-Marke gestützt und den Kurs in Reichweite zu neuen Rekordwerten gehalten. Zunächst fehlte es für weitere Zugewinne jedoch deutlich an Nachfrage. Erst mit dem Start in den Juli gab es zur Mitte der vergangenen Woche neue Impulse. Die dynamische Reaktion hat sogar gereicht, um das Januarhoch herauszunehmen und bei 25.826 Punkten ein neues Allzeithoch zu setzen. Mit dem Wochenschlusskurs direkt am Hoch könnte sich für den Wochenstart am Montag weiterer Kaufdruck ankündigen. Lediglich ein Rückfall unter 25.000 Zähler würde auf einen Fehlausbruch hindeuten.
Erwartete Tagesspanne: 25.460 bis 25.970
Nächste Widerstände: 25.826 = Allzeithoch & Vorwochenhoch
Wichtige Unterstützungen: 25.507 | 24.771 | 24.556 = Vorwochentief
DAX Index Prognose für Dienstag
Abhängig vom Wochenstart könnte der DAX seinen Ausbruch mit einem festen Wochenstart bestätigen und am Dienstag bereits Werte über 26.000 Punkten erreichen. Sollte sich der Kursverlauf weniger stabil zeigen, wäre eher Druck auf den 25.300er-Bereich zu erwarten.
Erwartete Tagesspanne: 25.660 bis 26.080 alternativ 25.260 bis 25.630
DAX Prognose für diese Woche
Ergänzend zum Stundenchart schafft der DAX-Index in der Erholungsphase vom 50-Tage-Durchschnitt einen Ausbruch auf neue Rekordwerte. Ein Pullback dürfte zumindest den Re-Test des 25.300er-Bereichs anvisieren, würde jedoch die Ausbruchsphase aktiv halten. Bei anhaltender Dynamik sind im Wochenverlauf Werte bei 26.500 zu erwarten.
Erwartete Wochenspanne: 25.240 bis 26.520
Die DAX Prognose für nächste Woche:
Abhängig von der Entwicklung der Ausbruchsdynamik und einer fortschreitenden Entspannung der geopolitischen Konfliktlage könnte sich die Marktstimmung stark positiv präsentieren. Die 20-Tage-Linie dürfte nächste Rücksetzer abfangen und den Anlauf von Zielen im 26.800er-Bereich fördern. Daraus lässt sich eine mögliche Wochenspanne zwischen
25.420
und
26.810
Punkten ableiten.
Beste Grüße und gute Trades,
Christian Möhrer
Kagels-Trading
US100 zieht sich langsam in einem symmetrical triangle zusammenHallo liebe TradingView-Community,
der Nasdaq 100 (US100) zeigt auf dem 4H-Chart aktuell ein technisch reifes Konsolidierungsbild. Nach den mehrfachen Anläufen an die ATH-Zone bei rund 30.700 Punkten zieht sich der Kurs zunehmend in einer sich verengenden Struktur zusammen, die einem symmetrischen Triangle ähnelt – auch wenn für ein technisch vollständig sauberes Pattern die klare impulsive Eingangsbewegung von oben oder unten fehlt.
Aktuell notiert der Nasdaq bei 29.400 Punkten und damit im mittleren bis unteren Bereich der Konsolidierungsstruktur. Die obere Begrenzung bildet eine fallende dynamische Trendlinie, die aus dem ATH-Bereich kommt und die letzten niedrigeren Hochs sauber verbindet. Die untere Begrenzung verläuft als steigende Trendlinie, die die zunehmend höheren Tiefs einfängt – zusammen ergibt sich das klassische Bild einer sich zusammenziehenden Range.
Die entscheidende Verteidigungslinie auf der Unterseite bleibt die Supportzone bei 28.900–29.000 Punkten. Eine Zone, die mehrfach getestet wurde und im VRVP eine solide Volumenbasis aufweist. Diese Zone begrenzt das Pattern nach unten und ist die letzte Auffangebene, bevor sich das Bild strukturell eintrübt. Ein Bruch hier würde die Bullen deutlich schwächen und den Weg zur nächsten Supportbox bei rund 28.300–28.500 Punkten freilegen.
Auf der Oberseite kämpft der Kurs aktuell mit dem dicht gestaffelten EMA-Band bei 29.600–29.700 Punkten. Solange der Nasdaq es nicht schafft, diese Konfluenz aus 20er, 50er und 100er EMA nachhaltig zurückzuerobern, bleibt der Aufwärtsdruck gebremst. Wahrscheinliches Szenario in den nächsten 4H-Kerzen: Der Kurs wird an dieser dynamischen Widerstandszone erneut abgewiesen und läuft die Supportzone bei 28.900–29.000 Punkten ein weiteres Mal an.
Die Indikatoren spiegeln die Unentschlossenheit wider. Der MACD (4H) notiert nahe der Nulllinie ohne klares Signal – das Momentum ist aktuell nicht auf einer Seite dominant.
Der RSI bewegt sich im leicht schwachen Bereich um die 45er-Marke, ohne jedoch ein akutes Warnsignal auszusenden. Beides zusammen zeigt: Der Markt wartet auf den nächsten Impuls.
Viel Erfolg beim Traden
Euer Bitbull-Team
SPX500 H4: Wenn die Käufer das Steuer nicht aus der Hand gebenDer SPX500 etzt seine positive Erholungsphase fort, nachdem er im Bereich um 7.300 einen Boden gebildet hat. Der Kurs notiert aktuell bei rund 7.520 und folgt einer kurzfristigen Aufwärtstrendlinie, was zeigt, dass die Käufer nach den Korrekturen weiterhin die Kontrolle behalten.
Besonders hervorzuheben ist, dass sich der Kurs der Marke von 7.523 nähert. Wenn sich der SPX500 stabil über diesem Bereich hält und weiter nach oben ausbricht, könnte sich die Aufwärtsdynamik bis in den Bereich von 7.681 ausweiten. Dies ist der nächste wichtige Widerstand, den es im aktuellen bullischen Szenario zu beachten gilt.
Handelsplan:
Einstieg (Entry): Fokus auf BUY (Kauf), solange sich der Kurs über 7.523 hält und ein Bestätigungssignal für den Anstieg zeigt.
Kursziel (Take Profit): 7.681.
Invalidierung des Szenarios: Wenn der SPX500 den H4-Chart unter 7.450 schließt, schwächt sich die kurzfristige Aufwärtsdynamik ab.
Dies ist eine persönliche Markteinschätzung und keine Anlageberatung. Lasst uns gemeinsam eine starke Trading-Community aufbauen!
Der S&P 500 ist auf Basis des Forward-KGV nicht teuerDie Berichtssaison für das zweite Quartal 2026 beginnt im Juli 2026, und erneut stehen der Technologiesektor sowie der Halbleitersektor besonders im Fokus.
Der S&P 500 bewegt sich weiterhin nahe seinem Allzeithoch, und ich lade dich ein, die folgende Analyse zu lesen, um das technische und fundamentale Potenzial bis zum Jahresende für den S&P 500 zu beurteilen.
Vor diesem Hintergrund stellt sich Anfang Juli, im Vorfeld der Quartalszahlen, erneut die Frage: Ist der S&P 500 aus Bewertungssicht zu teuer?
Der Aktienmarkt antizipiert stets die Zukunft, weshalb das Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis (Forward KGV) das relevanteste Bewertungsmaß ist, um festzustellen, ob der S&P 500 überbewertet oder noch relativ günstig ist.
Die gute Nachricht: Das Forward-KGV liegt derzeit auf seinem 5-Jahres-Durchschnitt, sodass der S&P 500 im Verhältnis zu den erwarteten Gewinnen nicht überbewertet ist.
Zunächst sollte erklärt werden, was das Forward-KGV bedeutet.
Das Forward-Kurs-Gewinn-Verhältnis misst das Verhältnis zwischen dem aktuellen Indexstand und den erwarteten Unternehmensgewinnen pro Aktie in den kommenden zwölf Monaten. Im Gegensatz zum klassischen KGV, das auf vergangenen Gewinnen basiert, spiegelt das Forward-KGV die Gewinnerwartungen der Analysten wider und ist daher ein sehr guter Indikator für die zukünftige Bewertung des Marktes.
Die folgende Grafik (Quelle: FactSet) zeigt die Entwicklung des Forward-KGV des S&P 500. Trotz neuer Rekordstände ist der S&P 500 im Verhältnis zu den erwarteten Gewinnen für die nächsten zwölf Monate nicht teuer. Das Forward-KGV liegt derzeit auf seinem 5-Jahres-Durchschnitt und deutlich unter seinem Rekordniveau von 23,5.
Wie die obige Grafik zeigt, liegt das Forward-KGV des S&P 500 aktuell bei etwa 20-fachen erwarteten Gewinnen, ein Niveau, das nahezu identisch mit dem 5-Jahres-Durchschnitt ist. Es liegt zwar leicht über dem 10-Jahres-Durchschnitt von rund 19-fachen Gewinnen, doch dieser Abstand ist begrenzt und deutet nicht auf eine extreme Überbewertung hin.
Diese Einschätzung ist umso wichtiger, da die Gewinnerwartungen der US-Unternehmen weiterhin nach oben revidiert werden, insbesondere in den Bereichen Künstliche Intelligenz, digitale Infrastruktur und Halbleiter. Sollten die Quartalsergebnisse diese Erwartungen bestätigen, könnte das Gewinnwachstum einen Teil des jüngsten Kursanstiegs absorbieren und das Forward-KGV auf einem angemessenen Niveau halten.
Mit anderen Worten: Der US-Aktienmarkt bleibt anspruchsvoll, ist jedoch im Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum nicht überbewertet. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein: Besser als erwartete Ergebnisse würden das Szenario eines anhaltenden Aufwärtstrends beim S&P 500 bis Jahresende unterstützen, während Enttäuschungen bei Gewinnen oder Ausblicken eine Konsolidierungsphase auslösen könnten, ohne den übergeordneten Aufwärtstrend infrage zu stellen, solange die Gewinnerwartungen solide bleiben.
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Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Dienstag, den 07.07.2026Da hat wohl unser Dax schon etwas zu viel gefeiert gehabt oder was war los am Montag?! Ging ja gar nichts...
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: positiv
Tendenz: über 25800 weiter aufwärts, unterhalb Rücklauf
Grundstimmung: neutral
Sollte sich unser Dax zum Montag über 25800 halten, wären noch 25860 und 26935 / 25950 nachzulegen gewesen. Und packt er die ohne hart umzukippen wäre dann auf dem Weg zur 26200 sogar auch schon die 26000 greifbar gewesen. Sollte er uns aber wegdrehen und unter der 25800 in die Tiefe tauchen blieb die 25635 / 25600 weiterhin enorm wichtig als Signalgeber Richtung 25470 und tiefer. So die Zusammenfassung von gestern.
Zwar probierte sich unser Dax oberhalb der 25800 kam allerdings dann nur 100p weit bis zur 25900, ging dann wieder unter die 25800 zurück, legte aber dort auch nur 100p zurück bevor er sich zurück an die 25800 legte. Damit gingen wir nun recht ergebnisarm aus dem Handel und hinterlassen einen eher irritierenden Handelstag, denn nach dem langen Wochenende der US-Amerikaner war da gewiss mehr zu erwarten gewesen. Insofern müssen wir die Analyse zu Dienstag nun einfach nochmal mitnehmen, aber durch das Doji im Tageschart etwas mehr Gehör drauf geben, sollte unser Dax unter der 25700 abtauchen.
Macht er das nämlich wären dann schon 25600 und auch gleich 25470 anzusteuern, ohne große Gegenwehr um 25600. Oberhalb würde ich wegen des weggezogenen neuen Hochs nun ebenso kritisch bei weiteren Hochs mit umgehen. Zwar sehe ich ihn über 25800 schon nach oben orientiert. Könnte mir aber vorstellen, dass er dann schon von 25935 / 25950 deutlicher zurück zuckt. Da müsste er schon gut durchziehen um sich dann 26000 und 26200 frei zu machen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Unser Dax hat am Montag erstmal ein paar Runden um die 25800 gedreht. Das ist erstmal noch keine Umkehr, sollte aber zur Vorsicht mahnen, wenn er nun auch am Dienstag wieder unter der 25800 abtaucht und erneute unter 25700 zurückfällt, denn dann könnten sich nicht nur 25600 sondern auch gleich wieder 25470 öffnen. Solange er aber über der 25800 bleibt, bleiben auch seine Chancen es nochmal zu probieren. Kommt er dann oben durch sind 26000 und 26200 seine nächsten Ziele. Verkommt er aber wieder nur eine verpasst würde er wohl im Bereich um 25935 / 25950 dann eine auf die Mütze bekommen.
Pullback-Trading im DAX-Universum – Teil 4Warum deutsche Aktien eigene Pullback-Regeln brauchen
Liquidität, Sektorrotation, Gaps und Nachrichtenrisiken im deutschen Aktienmarkt verstehen
In den ersten drei Teilen dieser Serie haben wir die Grundlagen gelegt.
Teil 1:
Warum Pullbacks oft bessere Einstiege liefern können als klassische Breakouts.
Teil 2:
Warum der Stage-2-Aufwärtstrend die Grundlage für hochwertige Pullback-Setups ist.
Teil 3:
Warum relative Stärke hilft, echte Leader von durchschnittlichen Aktien zu unterscheiden.
Jetzt geht es um einen wichtigen Punkt:
Diese Logik darf man nicht blind vom US-Momentum-Markt auf deutsche Aktien übertragen.
Das DAX-Universum – also DAX, MDAX, SDAX und TecDAX – funktioniert in vielen Bereichen anders als der US-Markt.
Deutsche Aktien können sehr gute Pullback-Setups liefern.
Aber sie haben eigene Besonderheiten:
weniger echte High-Growth-Leader
mehr zyklische Geschäftsmodelle
stärkere Abhängigkeit von Konjunktur und Zinsen
teilweise geringere Liquidität
stärkere Gap-Risiken
hohe Bedeutung von Quartalszahlen
starke Sektorrotation
deutlicher Einfluss der US-Märkte
Deshalb brauchen wir für deutsche Aktien eigene Pullback-Regeln.
Die Grundidee bleibt gleich:
Stärke kaufen.
Nicht Schwäche.
Pullback nur in Stage 2.
Einstieg nur mit definiertem Risiko.
Aber die Umsetzung muss an das DAX-Universum angepasst werden.
1. WARUM DAS DAX-UNIVERSUM ANDERS IST
Wenn man über Pullback-Trading nach Minervini-inspirierter Logik spricht, denken viele sofort an US-Momentum-Aktien.
Dort gibt es häufig starke Wachstumswerte, neue Geschäftsmodelle, junge Branchenführer und Aktien, die über Monate oder Jahre sehr dynamisch steigen.
Im deutschen Aktienmarkt ist das anders.
Das DAX-Universum besteht aus sehr unterschiedlichen Unternehmen:
große Industrieunternehmen
Autobauer
Chemiewerte
Versicherungen
Banken
Softwareunternehmen
Halbleiterwerte
Medizintechnik
Maschinenbau
Konsumwerte
Rüstungswerte
Energie- und Infrastrukturwerte
kleinere Spezialwerte
zyklische Nebenwerte
Viele dieser Aktien können starke Trends bilden.
Aber sie bewegen sich oft anders als klassische US-Growth-Leader.
Manche laufen sehr trendstark.
Andere laufen langsam und zyklisch.
Einige reagieren stark auf Makrodaten.
Andere springen vor allem durch Nachrichten, Analystenkommentare oder Quartalszahlen.
Deshalb reicht es nicht, einfach zu fragen:
Sieht der Chart nach einem Pullback aus?
Die bessere Frage lautet:
Passt dieser Pullback zur Struktur, Liquidität und Nachrichtenlage dieser Aktie?
2. DAX, MDAX, SDAX UND TECDAX: EIN UNIVERSUM, ABER VIER UNTERSCHIEDE
Das DAX-Universum ist kein homogener Markt.
Jeder Index hat seine eigenen Eigenschaften.
DAX
Der DAX enthält die größten und liquidesten deutschen Aktien.
Vorteile:
hohe Liquidität
enge Spreads
gute Handelbarkeit
viele institutionelle Marktteilnehmer
meist bessere Chartqualität
Nachteile:
viele Werte sind stark makrogetrieben
große Abhängigkeit von Zinsen, Konjunktur, Währungen und Weltwirtschaft
viele Aktien bewegen sich mit dem Gesamtmarkt
nicht jede DAX-Aktie ist ein echter Leader
DAX-Werte eignen sich gut für Pullback-Trading, wenn sie echte relative Stärke zeigen.
Aber bekannte Namen allein reichen nicht.
MDAX
Der MDAX enthält viele mittelgroße deutsche Unternehmen.
Hier findet man oft interessante Trend- und Momentum-Kandidaten.
Vorteile:
mehr Wachstums- und Spezialwerte als im DAX
oft stärkere Einzeltiteltrends
gute Mischung aus Qualität, Zyklik und Momentum
häufig bessere Chancen auf überdurchschnittliche Bewegungen
Nachteile:
teilweise stärker zyklisch
höhere Abhängigkeit von Konjunktur und Sektorstimmung
teils größere Gaps
Liquidität nicht immer so gut wie im DAX
Viele interessante Pullback-Setups entstehen im MDAX.
Aber hier muss man stärker auf Volumen, Spreads und Nachrichtenrisiken achten.
SDAX
Der SDAX enthält kleinere Unternehmen.
Hier können sehr starke Trends entstehen, aber auch deutlich höhere Risiken.
Vorteile:
mehr Spezialwerte
teilweise starke Trends bei Nebenwerten
Chancen auf frühe Leadership
weniger Aufmerksamkeit als bei DAX-Werten
Nachteile:
geringere Liquidität
größere Spreads
stärkere Kursausschläge
höhere Gap-Risiken
einzelne Nachrichten können den Chart stark verändern
Bei SDAX-Werten muss das Risikomanagement besonders sauber sein.
Ein Pullback kann gut aussehen, aber ein einzelner schwacher Handelstag oder eine Unternehmensmeldung kann das Setup schnell zerstören.
TecDAX
Der TecDAX ist für Momentum-Trader oft besonders interessant.
Hier findet man mehr Technologie-, Software-, Halbleiter- und Wachstumswerte.
Vorteile:
oft trendstärkere Aktien
bessere Momentum-Strukturen
stärkere Reaktion auf Wachstum, Innovation und Sektortrends
häufig klare Leader-Laggard-Unterschiede
Nachteile:
teilweise hohe Bewertung
stärkere Reaktion auf Zinsen
starke Abhängigkeit vom Nasdaq-Umfeld
höhere Volatilität
größere Gaps nach Quartalszahlen
Der TecDAX kann sehr gute Pullback-Kandidaten liefern.
Aber hier muss man besonders darauf achten, ob die relative Stärke stabil bleibt oder nur kurzfristig durch einen Hype entstanden ist.
3. LIQUIDITÄT: WARUM NICHT JEDER SCHÖNE CHART HANDELBAR IST
Ein Chart kann technisch sehr gut aussehen.
Aber wenn die Aktie schlecht handelbar ist, wird das Setup schwieriger.
Gerade im SDAX und bei kleineren TecDAX- oder Nebenwerten können Spreads und Handelsvolumen ein Problem sein.
Ein Pullback-Setup ist weniger attraktiv, wenn:
der Spread sehr groß ist
das tägliche Handelsvolumen niedrig ist
einzelne Orders den Kurs stark bewegen
die Aktie stark springt
Kerzen viele Lücken und Dochte zeigen
Stop-Loss-Marken technisch sauber aussehen, aber praktisch schwer handelbar sind
Bei Pullback-Trading ist ein enger Stop wichtig.
Aber ein enger Stop funktioniert nur, wenn der Markt auch sauber handelbar ist.
Wenn der Spread bereits 1 % oder mehr beträgt, wird ein 4 %-Stop schnell unattraktiv.
Dann ist der reale Risikoabstand größer als der theoretische Risikoabstand im Chart.
Deshalb ist mein erster Anpassungspunkt für das DAX-Universum:
Nur Setups handeln, die ausreichend liquide sind.
Besonders bei SDAX-Werten ist das entscheidend.
4. GAPS: DAS UNTERSCHÄTZTE RISIKO BEI DEUTSCHEN AKTIEN
Ein weiterer wichtiger Punkt sind Gaps.
Deutsche Aktien eröffnen oft mit deutlichen Kurslücken.
Gründe können sein:
US-Marktbewegungen nach Xetra-Schluss
Nasdaq-Entwicklung am Abend
asiatische Märkte über Nacht
Unternehmensnachrichten
Analystenkommentare
Quartalszahlen
Gewinnwarnungen
politische Nachrichten
Zins- oder Konjunkturdaten
Das Problem:
Ein Stop-Loss schützt nicht immer exakt dort, wo er im Chart liegt.
Wenn eine Aktie mit einem Gap unter dem Stop eröffnet, wird der reale Verlust größer als geplant.
Das ist besonders wichtig bei:
Nebenwerten
Quartalszahlen
Aktien mit geringer Liquidität
stark newsgetriebenen Branchen
volatilen TecDAX-Werten
zyklischen Aktien
Deshalb gilt für deutsche Pullback-Trades:
Vor dem Einstieg immer prüfen, ob kurzfristig wichtige Termine anstehen.
Dazu gehören vor allem:
Quartalszahlen
Kapitalmarkttage
Hauptversammlungen
wichtige Unternehmensmeldungen
größere Analysten- oder Branchenereignisse
relevante Makrodaten bei zyklischen Werten
Ein Setup kann technisch gut aussehen.
Aber wenn am nächsten Morgen Zahlen kommen, ist der Trade eher ein Event-Trade als ein sauberer Pullback-Trade.
5. QUARTALSZAHLEN: CHANCE UND RISIKO ZUGLEICH
Quartalszahlen können starke Trends auslösen.
Sie können aber auch gute Setups zerstören.
Eine Aktie kann vor den Zahlen perfekt aussehen:
Stage 2
relative Stärke
enger Pullback
Volumen trocknet aus
klarer Pivot
Dann kommen Zahlen.
Die Aktie eröffnet 8 % tiefer.
Der schöne Pullback ist weg.
Deshalb würde ich vor Quartalszahlen sehr vorsichtig sein.
Meine Regel:
Ich kaufe Pullbacks nicht blind kurz vor Quartalszahlen.
Es gibt Ausnahmen.
Aber grundsätzlich möchte ich nicht, dass mein Trade direkt von einem einzelnen Event abhängt.
Besser ist oft:
Zahlen abwarten
Reaktion beobachten
prüfen, ob die Aktie Stärke zeigt
nach einem neuen Setup suchen
erst bei bestätigtem Verhalten handeln
Besonders interessant sind Aktien, die nach Zahlen stark steigen und danach einen kontrollierten Pullback bilden.
Dann hat der Markt die neue Information bereits verarbeitet.
Der Pullback entsteht nicht vor dem Event, sondern nach dem bestätigten Impuls.
Das ist oft die bessere Situation.
6. SEKTORROTATION: WARUM EIN STARKER CHART PLÖTZLICH SCHWACH WERDEN KANN
Im DAX-Universum spielt Sektorrotation eine große Rolle.
Kapital wandert häufig von einem Bereich in einen anderen.
Zum Beispiel:
von Technologie in Banken
von Zyklikern in defensive Werte
von Industrie in Rüstung
von Nebenwerten in Large Caps
von Growth in Value
von zinssensitiven Aktien in defensive Dividendenwerte
Eine Aktie kann gut aussehen, aber wenn der gesamte Sektor plötzlich unter Druck kommt, verliert das Setup an Qualität.
Deshalb betrachte ich nicht nur die Einzelaktie.
Ich frage auch:
Ist der Sektor stark?
Laufen vergleichbare Aktien ebenfalls gut?
Gibt es mehrere Leader in der Gruppe?
Oder ist die Aktie nur eine Ausnahme?
Wird der Sektor gerade gekauft oder verkauft?
Hält die relative Stärke auch gegen den Sektor?
Ein Pullback in einer starken Aktie ist besser, wenn auch die Gruppe stark ist.
Ein Pullback in einer starken Aktie innerhalb eines schwachen Sektors ist schwieriger.
Die Aktie kann trotzdem steigen.
Aber das Setup hat weniger Rückenwind.
7. MAKROFAKTOREN: DER DEUTSCHE MARKT IST STARK KONJUNKTURABHÄNGIG
Viele deutsche Aktien sind zyklisch.
Das bedeutet:
Sie reagieren stark auf die wirtschaftliche Entwicklung.
Wichtige Einflussfaktoren sind:
Zinsen
Inflation
Euro-Dollar-Wechselkurs
Energiepreise
China-Nachfrage
globale Industrieproduktion
Exportnachfrage
politische Entscheidungen
Lieferketten
Rohstoffpreise
Das betrifft besonders:
Autobauer
Chemiewerte
Maschinenbau
Industrieausrüster
Banken
Versicherungen
Halbleiterwerte
Konsumzykliker
Ein Pullback in einer zyklischen Aktie kann technisch gut aussehen.
Aber wenn der makroökonomische Gegenwind zunimmt, kann der Trade schwieriger werden.
Deshalb gilt:
Bei zyklischen Aktien muss der Gesamtmarkt- und Sektorkontext besonders beachtet werden.
Nicht jede zyklische Aktie mit einem Rücksetzer ist ein Leader.
Manche sind nur optisch günstig.
Und genau das wollen wir vermeiden.
8. US-MÄRKTE: WARUM DEUTSCHE AKTIEN OFT NICHT ALLEIN LAUFEN
Viele deutsche Aktien werden stark von den US-Märkten beeinflusst.
Besonders wichtig sind:
S&P 500
Nasdaq 100
US-Zinsen
US-Futures
US-Technologiesektor
US-Sektorrotation
Das gilt vor allem für TecDAX- und wachstumsorientierte Werte.
Wenn der Nasdaq stark fällt, geraten oft auch deutsche Technologieaktien unter Druck.
Selbst wenn der lokale Chart vorher gut aussah.
Deshalb sollte man bei Pullback-Setups im TecDAX zusätzlich prüfen:
Wie verhält sich der Nasdaq?
Sind US-Tech-Aktien stark oder schwach?
Steigen oder fallen die US-Zinsen?
Zeigt der Sektor international relative Stärke?
Entstehen Gaps durch US-Bewegungen nach Xetra-Schluss?
Das bedeutet nicht, dass man deutsche Aktien nur wegen des US-Marktes handeln sollte.
Aber man sollte den US-Einfluss nicht ignorieren.
9. WARUM BREAKOUTS IM DAX-UNIVERSUM OFT RÜCKSETZER PRODUZIEREN
Ein wichtiger Grund für diese Blogserie ist:
Viele Breakouts im DAX-Universum funktionieren nicht sofort sauber.
Häufig sieht man folgendes Muster:
Aktie bricht über ein Hoch aus
Trader springen auf
Kurs läuft kurz weiter
Aktie zieht zurück
Breakout-Käufer werden verunsichert
Aktie testet den Ausbruchsbereich
Erst danach entscheidet sich, ob der Trend wirklich hält
Das ist einer der Gründe, warum Pullback-Trading so interessant ist.
Wir müssen nicht jedem Breakout hinterherlaufen.
Wir können warten.
Ein guter Pullback nach einem Breakout zeigt uns:
ob Käufer wirklich verteidigen
ob Verkaufsdruck gering bleibt
ob Volumen austrocknet
ob die Aktie oberhalb wichtiger Linien bleibt
ob relative Stärke erhalten bleibt
ob ein neuer Pivot entsteht
Der Pullback ist damit ein Qualitätstest.
Nicht jeder Breakout besteht diesen Test.
Und genau deshalb ist Geduld im DAX-Universum besonders wichtig.
10. DIE ANGEPASSTEN PULLBACK-REGELN FÜR DAS DAX-UNIVERSUM
Für deutsche Aktien würde ich meine Pullback-Regeln etwas strenger formulieren.
Ein gutes Setup sollte idealerweise mehrere dieser Kriterien erfüllen:
1. Stage-2-Struktur
Die Aktie sollte sich in einem klaren Aufwärtstrend befinden.
Keine fallenden Messer.
Keine Aktien unter wichtigen Durchschnitten.
Keine Stage-4-Strukturen.
2. Relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
Die Aktie sollte stärker laufen als der breite deutsche Markt.
Hierfür nutze ich meinen Indikator:
DAX Universe IBD-Style Relative Strength
Idealerweise liegt die RS-Linie über 0 und über ihrem gleitenden Durchschnitt.
3. Ausreichende Liquidität
Der Chart sollte handelbar sein.
Ich möchte keine Aktie handeln, bei der Spread, Volumen oder Gaps das Risiko unkontrollierbar machen.
4. Kein direkter Einstieg vor Quartalszahlen
Kurz vor wichtigen Unternehmenszahlen bin ich vorsichtig.
Ein technisches Setup kann durch ein Event komplett verändert werden.
5. Kontrollierter Pullback
Der Rücksetzer sollte geordnet sein.
Gute Zeichen:
moderate Tiefe
kleinere Tagesranges
abnehmendes Volumen
keine Panikverkäufe
Aktie bleibt oberhalb wichtiger Durchschnitte
relative Stärke bleibt stabil
6. Klarer Pivot
Der Einstieg sollte nicht aus Langeweile erfolgen.
Ich möchte einen klaren Trigger sehen:
Break über kleinen Pivot
Rückeroberung einer kurzfristigen Linie
Reversal nach engem Pullback
Ausbruch aus kleiner Konsolidierung
7. Definierter Stop
Vor dem Einstieg muss klar sein, wo die Idee falsch ist.
Mögliche Stop-Bereiche:
unter dem Pullback-Tief
unter einer engen Konsolidierung
unter dem letzten höheren Tief
unter einer wichtigen gleitenden Durchschnittslinie
unter einem technischen Invalidation-Level
8. Positionsgröße an Gap-Risiko anpassen
Bei deutschen Aktien ist das besonders wichtig.
Je höher das Gap-Risiko, desto kleiner sollte die Positionsgröße sein.
Ein enger Stop nützt wenig, wenn die Aktie am nächsten Morgen deutlich darunter eröffnet.
11. DAX-UNIVERSUM: WAS EIN A-SETUP BRAUCHT
Ein A-Setup im DAX-Universum sieht für mich ungefähr so aus:
Aktie in Stage 2
Kurs über 50- und 200-Tage-Linie
50-Tage-Linie steigend
Aktie nahe am 52-Wochen-Hoch
positive relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
starker Sektor oder zumindest kein klarer Sektorgegenwind
vorheriger dynamischer Impuls
kontrollierter Pullback
Volumen nimmt im Rücksetzer ab
Tagesranges werden enger
kein unmittelbares Event-Risiko
ausreichende Liquidität
klarer Pivot
sinnvoller Stop
attraktives Chance-Risiko-Verhältnis
Je mehr dieser Punkte erfüllt sind, desto interessanter ist die Aktie.
Wenn viele Punkte fehlen, ist der Trade meistens kein A-Setup.
Dann ist Geduld die bessere Entscheidung.
12. BEISPIEL: WARUM ZWEI ÄHNLICHE PULLBACKS UNTERSCHIEDLICH SIND
Stellen wir uns zwei Aktien aus dem DAX-Universum vor.
Aktie A
MDAX-Aktie
Stage-2-Aufwärtstrend
Kurs über 50- und 200-Tage-Linie
relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum
Sektor ebenfalls stark
Pullback zur 21-Tage-Linie
Volumen nimmt ab
enger Pivot entsteht
keine Quartalszahlen in den nächsten Tagen
Spread ist eng
Stop ist sauber definierbar
Diese Aktie ist ein potenzielles A-Setup.
Aktie B
SDAX-Aktie
optisch ähnlicher Pullback
Kurs aber nahe der 200-Tage-Linie
relative Stärke schwach
Sektor unter Druck
nächster Quartalsbericht steht kurz bevor
Spread ist groß
mehrere Gaps im Chart
Volumen unregelmäßig
Stop wäre schwer sauber umzusetzen
Diese Aktie ist deutlich weniger attraktiv.
Auf den ersten Blick sehen beide Charts vielleicht ähnlich aus.
Aber die Qualität des Setups ist komplett unterschiedlich.
Das zeigt:
Ein Pullback ist nicht nur eine Chartform.
Ein Pullback ist ein Zusammenspiel aus Trend, Stärke, Liquidität, Risiko und Timing.
13. WANN ICH BEI DEUTSCHEN AKTIEN BESONDERS VORSICHTIG BIN
Bei Pullback-Setups im DAX-Universum werde ich besonders vorsichtig, wenn mehrere dieser Punkte auftreten:
Aktie unter der 50-Tage-Linie
Aktie unter der 200-Tage-Linie
fallende 50-Tage-Linie
negative relative Stärke
schwacher Sektor
hohes Verkaufsvolumen im Pullback
große rote Tageskerzen
viele Gaps
sehr geringer Umsatz
großer Spread
Quartalszahlen stehen unmittelbar bevor
Aktie fällt stärker als der Markt
Pullback kehrt direkt in die alte Base zurück
Ausbruch ist bereits mehrfach gescheitert
Ein einzelnes Warnsignal ist nicht immer entscheidend.
Aber mehrere Warnsignale zusammen machen das Setup deutlich schwächer.
Dann lautet meine Entscheidung oft:
Nicht handeln.
Weiter beobachten.
Auf ein besseres Setup warten.
14. WARUM GEDULD IM DAX-UNIVERSUM EIN VORTEIL IST
Viele Trader handeln zu früh.
Sie sehen einen Rücksetzer und wollen sofort kaufen.
Im DAX-Universum ist Geduld besonders wertvoll.
Warum?
Weil viele Aktien nach dem ersten Pullback noch nicht bereit sind.
Sie brauchen oft:
mehr Zeit
engere Struktur
bessere Bestätigung
neue relative Stärke
einen klareren Pivot
ein stabileres Marktumfeld
Der beste Einstieg ist selten der tiefste Punkt.
Der beste Einstieg ist oft der Punkt, an dem die Aktie wieder Stärke zeigt und das Risiko klar begrenzt werden kann.
Deshalb lautet die Reihenfolge:
Stage 2 erkennen
relative Stärke prüfen
Pullback beobachten
Volumen analysieren
Event-Risiken prüfen
Pivot abwarten
Risiko definieren
erst dann handeln
Wer diese Reihenfolge einhält, reduziert viele unnötige Trades.
15. PRAKTISCHE CHECKLISTE FÜR DEUTSCHE PULLBACK-SETUPS
Bevor ich einen Pullback im DAX-Universum plane, stelle ich mir folgende Fragen:
Befindet sich die Aktie in Stage 2?
Liegt der Kurs über der 50-Tage-Linie?
Liegt der Kurs über der 200-Tage-Linie?
Steigt die 50-Tage-Linie?
Zeigt die Aktie relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum?
Ist die RS-Linie positiv oder verbessert sie sich?
Ist der Sektor konstruktiv?
War der vorherige Anstieg dynamisch?
Ist der Pullback kontrolliert?
Nimmt das Volumen im Rücksetzer ab?
Werden die Tagesranges enger?
Gibt es einen klaren Pivot?
Ist der Stop logisch definierbar?
Ist die Aktie liquide genug?
Ist der Spread akzeptabel?
Gibt es kurzfristige Quartalszahlen oder Event-Risiken?
Ist das Gap-Risiko vertretbar?
Passt die Positionsgröße zum Risiko?
Ist das Chance-Risiko-Verhältnis attraktiv?
Ist das Marktumfeld zumindest neutral bis konstruktiv?
Wenn viele dieser Fragen mit Nein beantwortet werden, ist es wahrscheinlich kein A-Setup.
16. MEINE ANGEPASSTE KERNREGEL
Für Pullback-Trading im DAX-Universum würde ich die zentrale Regel so formulieren:
Nur weil eine deutsche Aktie zurückkommt, ist sie noch kein Pullback-Setup.
Ein hochwertiger Pullback braucht:
vorherige Stärke
Stage-2-Struktur
relative Stärke
ausreichende Liquidität
kontrollierte Korrektur
keine unmittelbaren Event-Risiken
klaren Pivot
definiertes Risiko
Der Pullback allein reicht nicht.
Er ist nur ein möglicher Einstiegspunkt innerhalb eines stärkeren Gesamtkontextes.
17. FAZIT
Deutsche Aktien können sehr gute Pullback-Setups liefern.
Aber das DAX-Universum funktioniert anders als der US-Momentum-Markt.
DAX, MDAX, SDAX und TecDAX haben eigene Besonderheiten:
unterschiedliche Liquidität
mehr zyklische Geschäftsmodelle
stärkere Sektorrotation
höhere Gap-Risiken
große Bedeutung von Quartalszahlen
starker Einfluss von Makrodaten
deutlicher Einfluss der US-Märkte
weniger echte High-Growth-Leader
Deshalb müssen Pullback-Setups bei deutschen Aktien selektiver bewertet werden.
Die wichtigsten Anpassungen sind:
Stage-2-Filter konsequent nutzen
relative Stärke gegenüber dem DAX-Universum prüfen
Liquidität und Spread beachten
keine blinden Einstiege vor Quartalszahlen
Gap-Risiko in der Positionsgröße berücksichtigen
Sektorrotation beobachten
Pivot und Stop klar definieren
Der wichtigste Satz dieses Artikels lautet:
Ein Pullback im DAX-Universum ist nur dann interessant, wenn Trend, relative Stärke, Liquidität und Risiko zusammenpassen.
Im nächsten Teil geht es um den idealen Trend vor dem Pullback – und warum ein starker Vorlauf oft wichtiger ist als der Rücksetzer selbst.
DISCLAIMER
Diese Analyse dient ausschließlich der Weiterbildung und stellt keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Trader ist für seine eigenen Entscheidungen, sein Risiko-Management und seine Positionsgröße selbst verantwortlich.
Taeglicher Artikel - LuftfahrtEigentümerwechsel bei Easyjet und Condor: Europas Luftfahrtbranche bleibt in Bewegung
Die Suche nach neuen Eigentümern bei Easyjet und Condor unterstreicht den tiefgreifenden Wandel im europäischen Luftverkehr. Für Investoren bleiben Fluggesellschaften mit etablierten Marken, attraktiven Streckennetzen und wertvollen Start- und Landerechten interessante Beteiligungsziele. Entscheidend wird jedoch sein, dass potenzielle Käufer nicht nur ausreichend Kapital mitbringen, sondern auch eine langfristige Wachstumsstrategie verfolgen, von der Unternehmen, Beschäftigte und Kunden gleichermaßen profitieren.
Beim deutschen Ferienflieger Condor läuft die Investorensuche bereits. Als mögliche Interessenten gelten neben Finanzinvestoren auch Fluggesellschaften aus dem arabischen Raum sowie der Türkei, wie Condor-Chef Peter Gerber erklärte. Hintergrund ist der bevorstehende Ausstieg des Bundes aus dem Unternehmen. Im Herbst kann der Finanzinvestor Attestor die bislang vom Bund gehaltenen 49 Prozent übernehmen. Der Staat war 2019 nach der Insolvenz des damaligen Mutterkonzerns Thomas Cook bei Condor eingestiegen und hatte die Airline während der Corona-Pandemie mit weiteren Hilfen stabilisiert. Bereits im vergangenen Jahr hatte Attestor angekündigt, strategische Optionen für die Zukunft der Fluggesellschaft zu prüfen.
Die Lufthansa gilt aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht als möglicher Käufer. Dabei präsentiert sich Condor wirtschaftlich in guter Verfassung: Dank einer anhaltend hohen Reiselust und einer erweiterten Flotte erzielte die Airline im vergangenen Geschäftsjahr einen operativen Rekordgewinn. Die Zahl der Passagiere stieg um 13 Prozent auf 9,6 Millionen, während der Umsatz um elf Prozent auf 2,35 Milliarden Euro zulegte.
Auch bei Easyjet zeichnet sich eine bedeutende Veränderung ab. Die britische Billigfluggesellschaft hat dem Übernahmeinteresse des US-Investors Castlelake grundsätzlich zugestimmt. Nach mehreren Anläufen legte Castlelake ein fünftes Angebot über 6,90 britische Pfund je Aktie vor, was einer Unternehmensbewertung von rund 6,1 Milliarden Euro entspricht.
Die Börse reagierte positiv: Die Easyjet-Aktie erreichte den höchsten Stand seit 2022 und gewann zeitweise rund zehn Prozent. Bereits in den vergangenen drei Monaten hatte das Papier deutlich zugelegt. Gleichzeitig steht die Airline operativ vor Herausforderungen. Steigende Kerosinpreise infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie schwächere Sommerbuchungen belasteten das erste Halbjahr, in dem Easyjet einen Verlust ausweisen musste.
Die Entwicklung bei beiden Airlines zeigt, dass der Konsolidierungsprozess in der europäischen Luftfahrt weiter anhält. Strategische Investoren suchen nach Wachstumsmöglichkeiten, während sich Fluggesellschaften angesichts steigender Kosten und eines intensiven Wettbewerbs zunehmend neu aufstellen müssen.
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SPX500 H1: Konsolidierung am Ende der ErholungsphaseDer SPX500 im H1-Chart behält nach der Erholung von der 7.300er-Marke eine recht stabile Aufwärtsstruktur bei. Der Preis pendelt derzeit um 7.506 und hält sich weiterhin über der nahen Unterstützung bei 7.468. Dies zeigt, dass die Kaufkraft trotz einiger kurzfristiger Marktschwankungen intakt bleibt.
Bemerkenswert ist, dass der Preis direkt unter der Zone von 7.510 konsolidiert. Wenn der SPX500 über 7.468 bleibt und die 7.510er-Marke klar durchbricht, könnte sich die Aufwärtsbewegung bis in den Bereich von 7.560 ausdehnen. Dies ist das nahe Kursziel basierend auf der aktuellen bullischen Struktur.
Einstieg (Entry): Bevorzugt BUY (Kauf), wenn der Preis über der Zone von 7.468 – 7.510 bleibt und sich ein bullisches Bestätigungssignal zeigt.
Kursziel (Take Profit): 7.560.
Szenario ungültig (Stop-Kriterium): Wenn der SPX500 auf H1-Basis unter 7.468 schließt, schwächt sich das kurzfristige Aufwärtspotenzial ab.
DAX Tagesausblick 06. Juli - Ruhiger Wochenstart in KW28Nach einer äußerst starken Vorwoche mit neuen Allzeithochs im DAX beginnt die neue Handelswoche bislang vergleichsweise ruhig. Die Aufmerksamkeit richtet sich heute vor allem auf wichtige US-Konjunkturdaten aus dem Dienstleistungssektor sowie mehrere Reden hochrangiger Notenbankvertreter von FED und EZB. Gleichzeitig rücken mit dem Start der Berichtssaison und dem morgigen Nasdaq-Einzug von SpaceX zwei weitere potenzielle Kurstreiber immer stärker in den Fokus der Märkte.
Agenda
• Geopolitische Lage
• China & Asien
• Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
• Märkte & Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX – Charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Im Nahen Osten bleibt die Lage weiterhin angespannt, auch wenn die Finanzmärkte derzeit deutlich gelassener reagieren als noch vor wenigen Wochen.
Die Waffenruhe zwischen den USA, Israel und dem Iran besteht weiterhin. Gleichzeitig pausieren die Gespräche zwischen Washington und Teheran vorübergehend aufgrund der mehrtägigen Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen iranischen Revolutionsführer Ali Khamenei. Nach Angaben von Reuters soll der diplomatische Austausch nach Abschluss der Zeremonien wieder aufgenommen werden.
Für den Ölmarkt besonders wichtig bleibt die Straße von Hormus. Der Schiffsverkehr normalisiert sich zunehmend, wodurch zuletzt wieder deutlich mehr Ölexporte aus der Golfregion möglich wurden. Genau diese Entwicklung trägt aktuell maßgeblich dazu bei, dass die Energiepreise unter Druck bleiben.
Parallel dazu dauern die russischen Angriffe auf die Ukraine an. Donald Trump plant im Rahmen des NATO-Gipfels Gespräche mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Für die Finanzmärkte besitzen diese Entwicklungen aktuell jedoch nur begrenzte Relevanz.
China & Asien
Auch aus Asien kamen über das Wochenende einige interessante Meldungen.
China führte einen strategischen Raketentest im Pazifik durch und wird gemeinsam mit Russland im Juli weitere Marineübungen durchführen. Gleichzeitig bereitet sich der Markt auf die morgigen Quartalszahlen von Samsung vor. Diese gelten als erster wichtiger Gradmesser für die Nachfrage im weltweiten KI- und Halbleitersektor und könnten bereits morgen Einfluss auf den Technologiesektor nehmen.
An den asiatischen Börsen zeigte sich zum Wochenstart insgesamt ein gemischtes Bild. Besonders Halbleiterwerte standen vor Beginn der Berichtssaison unter leichtem Verkaufsdruck.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Der heutige Handelstag wird vor allem von den US-Konjunkturdaten am Nachmittag geprägt.
Bereits heute Morgen konnten die deutschen Industrieaufträge positiv überraschen. Die Auftragseingänge stiegen im Mai um 1,9 % gegenüber dem Vormonat und lagen damit deutlich über den Erwartungen von 1,1 %, nachdem im April noch ein Rückgang von 3,2 % verzeichnet worden war. Für den DAX stellen diese Daten zunächst einen positiven Impuls dar., sind aber nicht zu stark zu Bewerten.
Ab 16:45 Uhr folgen dann die ersten wichtigen US-Daten.
S&P Global Services PMI
Der Services PMI misst die wirtschaftliche Aktivität im US-Dienstleistungssektor. Grundlage bilden monatliche Befragungen von mehreren hundert Unternehmen. Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum, während Werte unter 50 auf eine schrumpfende Wirtschaft hindeuten.
S&P Global Composite PMI
Der Composite PMI kombiniert den Industrie- und Dienstleistungssektor zu einem Gesamtbild der wirtschaftlichen Entwicklung. Gerade institutionelle Anleger nutzen diesen Indikator häufig zur Einschätzung der kurzfristigen Konjunkturdynamik.
Anschließend folgt um 17:00 Uhr der wichtigste Datenblock des Tages.
ISM Non-Manufacturing PMI
Der ISM-Dienstleistungsindex zählt zu den wichtigsten Frühindikatoren für die US-Wirtschaft. Da der Dienstleistungssektor rund 70 % der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, besitzt dieser Bericht häufig erheblichen Einfluss auf Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkte.
ISM Non-Manufacturing Prices
Besonders interessant wird heute die Preiskomponente. Sie liefert Hinweise darauf, ob der Inflationsdruck im Dienstleistungssektor weiter nachlässt oder erneut zunimmt. Entsprechend könnten die Daten direkte Auswirkungen auf die Zinserwartungen der FED haben.
Im Anschluss richtet sich der Blick auf mehrere Reden hochrangiger Notenbankvertreter.
Heute sprechen unter anderem:
• FED-Gouverneur Christopher Waller
• EZB-Präsidentin Christine Lagarde
• Isabel Schnabel
• Philip Lane
Der eigentliche Fokus der Woche bleibt allerdings auf dem Mittwoch mit der Veröffentlichung des FOMC-Protokolls sowie auf dem morgigen Nasdaq-Einzug von SpaceX gerichtet.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölpreis startet ohne größere Überraschungen in die neue Woche. Aktuell notiert WTI im Bereich von 68,77 US-Dollar und damit weiterhin deutlich unter der psychologisch wichtigen Marke von 70 Dollar.
Belastend wirken vor allem die Entscheidung der OPEC+, ihre Fördermenge ab August erneut um 188.000 Barrel pro Tag anzuheben, sowie die zunehmende Normalisierung der Ölexporte aus der Golfregion.
Charttechnisch bleibt meine Einschätzung unverändert.
Sollten wir uns nachhaltig über 69,30 Dollar etablieren können, sehe ich zunächst Potenzial bis 72 Dollar. Gelingt dort ebenfalls ein Ausbruch, wären anschließend sogar Bereiche um 77 Dollar denkbar. Dafür wären allerdings neue geopolitische Spannungen oder eine Eskalation im Nahen Osten notwendig.
Scheitert der Markt dagegen erneut unterhalb von 69,30 Dollar und fällt anschließend unter 67 Dollar, öffnet sich aus meiner Sicht der Weg zunächst in Richtung 65 Dollar und anschließend sogar bis 64 Dollar.
Insgesamt bleibt Öl damit weiterhin ein eher disinflationärer Faktor und unterstützt aktuell das Risk-On-Umfeld.
US-Staatsanleihen
Auch bei den US-Staatsanleihen bestätigt sich heute das Bild der vergangenen Handelstage.
Nach den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten gingen die Renditen leicht zurück.
• 3 Jahre: -0,36 %
• 5 Jahre: -0,45 %
• 10 Jahre: -0,36 %
• 30 Jahre: -0,18 %
Der Markt preist damit kurzfristig weniger Zinserhöhungsrisiken ein. Genau diese Entwicklung unterstützt aktuell insbesondere Wachstums- und Technologieaktien.
US-Dollar (DXY)
Der Dollar zeigt zum Wochenstart wieder leichte Stärke.
Der Bereich zwischen 100,50 und 100,60 Punkten konnte erfolgreich verteidigt werden. Gleichzeitig wurde bereits das Tageshoch vom vergangenen Freitag überschritten und der Index notiert wieder oberhalb der psychologisch wichtigen 101-Punkte-Marke.
Entscheidend wird nun sein, ob sich der Dollar nachhaltig über 101 Punkten etablieren kann. Gelingt dies, dürfte die nächste Zielzone bei 101,50 Punkten liegen.
Sollte der Ausbruch dagegen scheitern, rückt erneut der Unterstützungsbereich um 100,60 Punkte in den Fokus.
Risk Assets im Überblick
Bitcoin
Bitcoin konnte den Wochenabschluss mit rund 7 % Wochenplus deutlich positiv gestalten.
Kurzfristig bleibt die Erholung zwar intakt, übergeordnet hat sich an meiner Einschätzung allerdings nichts geändert.
Solange die Zone zwischen 65.000 und 67.000 US-Dollar nicht nachhaltig zurückerobert wird, bleibt die übergeordnete Marktstruktur für mich weiterhin bearish.
Die ersten Widerstände liegen bei:
• 64.000 Dollar
• 65.000 Dollar
• 65.700 Dollar
• 67.000 Dollar
Auf der Unterseite bleibt besonders wichtig, dass die Bereiche zwischen 60.000 und 61.000 Dollar verteidigt werden.
S&P 500
Der S&P startet äußerst ruhig in die neue Woche.
Für mich bleibt die Long-Struktur vollständig intakt.
Solange wir uns oberhalb von 7.500 Punkten halten können, rechne ich weiterhin mit einem Angriff auf neue Allzeithochs.
Sollte diese Unterstützung allerdings verloren gehen, könnte zunächst eine Korrektur bis in den Bereich um 7.400 Punkte folgen.
Die heutigen Wirtschaftsdaten dürften hier den entscheidenden Impuls liefern.
Nasdaq
Auch der Nasdaq zeigt bislang einen ruhigen Wochenauftakt.
Die wichtigste Zone bleibt für mich unverändert der Bereich zwischen 29.500 und 30.000 Punkten.
Ein nachhaltiger Ausbruch über 30.000 Punkte dürfte den Weg in Richtung neuer Allzeithochs ebnen.
Sollte dagegen die Unterstützung bei 29.500 Punkten verloren gehen, wären Rücksetzer in Richtung 29.000, 28.500 oder sogar 28.200 Punkten denkbar.
US30
Der Dow Jones notiert weiterhin unmittelbar unter seinen Rekordständen.
Ein nachhaltiger Ausbruch über 53.000 Punkte würde die Tür für weitere Allzeithochs öffnen.
Fällt der Index dagegen unter 52.800 Punkte, wäre zunächst ein Rücklauf bis etwa 52.500 Punkte denkbar, bevor der übergeordnete Aufwärtstrend erneut aufgenommen werden könnte.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX startet ebenfalls äußerst ruhig in die neue Handelswoche und konnte am Morgen sogar kurzzeitig ein weiteres Allzeithoch bei rund 25.893 Punkten markieren.
Kurzfristig befindet sich der Markt allerdings bereits wieder in einer kleineren Konsolidierung.
Die erste interessante Unterstützungszone liegt für mich bei 25.620 Punkten.
Noch spannender wäre aus charttechnischer Sicht allerdings ein Rücksetzer in den Bereich zwischen 25.500 und 25.375 Punkten. Dort könnte ein sauberer Retest des vorherigen Ausbruchs stattfinden und gleichzeitig neues Kaufinteresse entstehen.
Übergeordnet bleibt der Trend klar aufwärtsgerichtet.
Dennoch bin ich auf dem aktuell hohen Kursniveau etwas vorsichtiger geworden. Nach den starken Kursgewinnen der vergangenen Wochen steigt das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen deutlich an – insbesondere dann, wenn die heutigen US-Daten oder die Aussagen der FED- und EZB-Vertreter die aktuellen Zinshoffnungen enttäuschen sollten.
Fazit
Der Wochenstart verläuft bislang ausgesprochen ruhig. Fundamentale Überraschungen blieben bislang aus, während die deutschen Industrieaufträge einen ersten positiven Impuls für den DAX lieferten.
Der Fokus richtet sich nun vollständig auf die heutigen US-Dienstleistungsdaten sowie die anschließenden Reden mehrerer Notenbankvertreter. Diese könnten den Märkten bereits heute Nachmittag die Richtung für den weiteren Wochenverlauf vorgeben.
Charttechnisch bleibt das übergeordnete Bild sowohl im DAX als auch in den US-Indizes weiterhin konstruktiv. Dennoch dürfte es nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Wochen zunehmend wichtiger werden, ob die anstehenden Makrodaten die aktuellen Zinshoffnungen bestätigen können.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Handelstag, einen guten Start in die neue Handelswoche und vor allem stabile Trades!
Keine Anlageberatung. Alle genannten Inhalte stellen ausschließlich meine persönliche Marktmeinung und keine Handelsempfehlung dar.
NAS100 Ausblick📉 NAS100 Ausblick – Bullische Korrektur vor dem nächsten Anstieg 🚀
Der 2H-Chart zeigt, dass NAS100 trotz des jüngsten Rücksetzers bullisch bleibt. Der Kurs respektiert weiterhin die aufwärtsgerichtete Marktstruktur nach der Ablehnung an der markierten Widerstandszone.
🔍 Wichtige technische Punkte
🟢 Höhere Tiefs bleiben intakt und bestätigen den Aufwärtstrend.
📊 Die aktuelle Bewegung wirkt wie eine gesunde Korrektur vor dem nächsten Impuls.
💥 Der vorherige Break of Structure (BOS) signalisiert, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle haben.
🎯 Ein bullischer Rebound aus der aktuellen Unterstützungszone könnte den Kurs in Richtung 30.200 → 30.400 → 30.700 treiben.
⚠️ Ein Bruch unter das letzte Swing-Tief würde das bullische Szenario abschwächen.
📌 Handelsbias
Bias: 🟢 Bullisch
Einstieg: Kauf nach bullischer Bestätigung im Unterstützungsbereich.
Ziele: 🎯 30.200 → 30.400 → 30.700
Invalidierung: ❌ Nachhaltiger Bruch unter das jüngste höhere Tief.
SPX500 H2: Wird die Konsolidierung erneut nach unten aufgelöst? Der SPX500 bewegt sich nach der jüngsten Aufwärtsbewegung seitwärts innerhalb einer Konsolidierungszone. Solche Phasen dienen häufig dazu, Gewinnmitnahmen zu absorbieren, können aber auch den Ausgangspunkt für einen neuen Ausbruch bilden, wenn die Käufer an Stärke verlieren.
Der untere Bereich dieser Handelsspanne verdient jetzt besondere Aufmerksamkeit. Sollte der Kurs nach unten ausbrechen, könnte sich die Korrektur rasch in Richtung 7.440–7.425 ausweiten.
Das bevorzugte Szenario bleibt daher eine kurzfristige Abwärtsbewegung, falls die Käufer ihre Dynamik nicht schnell zurückgewinnen. In dieser Phase ist Vorsicht angebracht – Euphorie nach der vorherigen Rally kann teuer werden.
Viel Erfolg beim Trading!
SPX500 H1: Der Aufwärtskanal steht auf dem PrüfstandDer SPX500 bewegt sich weiterhin innerhalb eines kurzfristigen Aufwärtskanals, doch die aktuelle Zone wird zunehmend kritisch. Der Kurs hat bereits mehrfach an der unteren Kanalbegrenzung reagiert – ein Bereich, den die Käufer verteidigen müssen, um den Aufwärtstrend aufrechtzuerhalten.
Fällt der Kurs unter diese dynamische Unterstützung, könnte sich die Korrektur bis 7.440 oder sogar tiefer ausweiten. Gelingt dagegen erneut eine Aufwärtsreaktion, bleibt die bullische Struktur intakt.
In diesem Chart geht es nicht darum, steigenden Kursen hinterherzulaufen, sondern die Kursreaktion an der unteren Kanalbegrenzung genau zu beobachten.
Viel Erfolg beim Trading!
SPX500 H4: Breakout ebnet den Weg für den AufwärtstrendDer SPX500 hat den vorherigen Abwärtskanal nach oben verlassen und eine saubere kurzfristige Aufwärtsstruktur aufgebaut. Nach dem Ausbruch wurde der Kurs nicht stark zurückgedrückt, sondern konnte höhere Tiefs etablieren – ein Zeichen dafür, dass die Käufer weiterhin die Kontrolle behalten.
Der Bereich um 7.460–7.480 dient aktuell als wichtige Unterstützung. Solange diese Zone hält, dürfte der Index seine Aufwärtsbewegung in Richtung 7.560–7.600 fortsetzen, wo erneut Verkaufsdruck auftreten könnte.
Besonders positiv ist, dass der Anstieg nicht überhastet verläuft, sondern durch mehrere bestätigte Aufwärtswellen unterstützt wird. Das macht das bullische Szenario deutlich überzeugender.
Viel Erfolg beim Trading!
SPX500 H6: Können die Käufer den Widerstand überwinden?Der SPX500 erholt sich deutlich von der Unterstützungszone bei 7.260 Punkten und nähert sich nun dem Widerstand bei 7.560. Auffällig ist, dass die jüngste Aufwärtsbewegung deutlich stabiler wirkt als die vorherigen – der Kurs steigt kontinuierlich und hält sich oberhalb der Zwischenunterstützung.
Bleibt der Index über dem Bereich von 7.440–7.460, haben die Käufer gute Chancen, den Widerstand bei 7.560 erneut zu testen. Ein Ausbruch über dieses Niveau könnte den Weg für eine Ausweitung der Erholung auf höhere Kursziele ebnen.
Das bevorzugte Szenario bleibt bullish. Sinnvoller ist es, auf einen kurzen Rücksetzer zu warten und anschließend dem Aufwärtstrend zu folgen.
Viel Erfolg beim Trading!
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Montag, den 06.07.2026Unser Dax hatte zum Freitag ja auch einen regelrechten FEIER-Tag...
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: über 25800 weiter aufwärts, unterhalb Rücklauf
Grundstimmung: neutral
Zum Freitag sollte unser Dax beweisen, ob er die neuen Allzeithochs auch per Wochenschluss verteidigt bekommt. Ist er gut drauf und arbeitet über der 25630 fleißig weiter in die Höhe, waren als nächstes 25700, 25760, 25800 und 25950 dann interessant auf dem Weg zur 26200. Sollte der aber unter der 25600 in den Rückwärtsgang gehen, sollte man ihm nach einem Tag komplettem Kursanstieg besser auch den ganzen Tag Zeit geben, die Nummer auszukorrigieren. Er sollte dann bestimmt dann unter 25600 nochmal die 25470 aufsuchen und darunter dann 25350 / 25330 und 25230 / 25200 anpeilen. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Doch unter die 25600 wollte unser Dax zum Freitag nicht und kämpfte sich oberhalb der 25635 weiter vor bis zur 25800. Damit sind am Montag nun dann 25860 und 25935 / 25950 als nächstes auf der Liste wenn er weiter auf der 25800 aufbauen kann. Sogar 26000 wären eigentlich nicht schwer zu erreichen um ein paar weitere Meilensteine auf dem Weg zur 26200 zu bewältigen.
Sollte unser Dax am Montag aber Schwierigkeiten bekommen sich über 25800 zu halten und er segelt uns unterhalb davon wieder in die Tiefe würde ich dann mein Hauptaugenmerk auf der 25600 belassen. Klappt er uns die weg würde das auch wieder 25470 und Tieferes ermöglichen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Freitag hat unser Dax trotz US-Feiertag weitere Allzeithochs gestellt bekommen. Kann er sich zum Montag nun über 25800 halten könnte er noch zur 25860 und 26935 / 25950 leicht nachlegen. Und packt er die ohne hart umzukippen wäre dann auf dem Weg zur 26200 sogar auch schon die 26000 greifbar. Dreht er uns aber weg und taucht unter der 25800 in die Tiefe bleibt die 25635 / 25600 weiterhin enorm wichtig als Signalgeber Richtung 25470 und tiefer.
Der starke Dollar als Belastung für die Finanzmärkte !Hallo liebe TradingView-Community 👋
Werfen wir heute einen Blick auf den DXY 🚨(US-Dollar-Index), denn dieser könnte in den kommenden Wochen eine entscheidende Rolle für den gesamten Finanzmarkt und insbesondere für den Kryptomarkt spielen.
Betrachtet man den Weekly Chart, erkennt man sehr gut, dass sich der DXY über mehr als ein Jahr in einer ausgedehnten Seitwärtsphase bewegt hat. Während dieser Zeit wurde die psychologisch wichtige 100-Punkte-Markemehrfach angelaufen. Jeder Ausbruchsversuch scheiterte zunächst, wodurch sich ein klar definierter Widerstandsbereich etablierte.
Im Juni gelang dem DXY schließlich der entscheidende Ausbruch über diesen Widerstand. Gleichzeitig konnte der Kurs auch die 50 Wochen EMA zurückerobern, was aus technischer Sicht als deutlich positives Signal zu werten ist.
Aktuell sehen wir eine leichte Konsolidierung nach diesem Ausbruch. Genau diese Bewegung sorgt momentan dafür, dass die Finanzmärkte und insbesondere Bitcoin sowie der gesamte Kryptomarkt etwas Luft zum Atmen bekommen. Das überrascht nicht, denn historisch betrachtet gilt ein stärker werdender US-Dollar häufig als Gegenwind für risikoreiche Anlageklassen wie Aktien und Kryptowährungen. Steigt der Dollar deutlich an, geraten diese Märkte oftmals unter Druck.
Aus charttechnischer Sicht spricht jedoch weiterhin vieles dafür, dass der DXY seinen übergeordneten Aufwärtstrend fortsetzen könnte. Ein Markt konsolidiert nicht über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr, bricht anschließend dynamisch nach oben aus und entwickelt sich dann in den meisten Fällen nicht einfach zu einem bedeutungslosen Fehlausbruch. Solche langen Akkumulations- beziehungsweise Konsolidierungsphasen dienen häufig als Grundlage für größere Trendbewegungen.
Daher wäre es aus meiner Sicht sogar vollkommen gesund, wenn der DXY die 50 Wochen EMA noch einmal testet. Solange diese Durchschnittslinie als Unterstützung verteidigt wird, würde dies den Ausbruch technisch bestätigen und gleichzeitig ein weiteres bullisches Signal liefern. Genau ein solcher erfolgreicher Retest wäre aus Sicht der Charttechnik häufig der Ausgangspunkt für die nächste Aufwärtsbewegung.
Das nächste wichtige Kursziel beziehungsweise der nächste größere Widerstandsbereich liegt anschließend bei rund 104,4 Punkten, welcher im Chart durch die erste rote Widerstandslinie markiert wird.
Sollte sich dieses Szenario tatsächlich entfalten und der US Dollar seine Stärke weiter ausbauen, dürfte dies den Risikoanlagen erneut erheblichen Gegenwind bescheren. Davon wären nicht nur Bitcoin, sondern der gesamte Kryptomarkt sowie viele wachstumsorientierte Aktien betroffen.
Wie immer gilt:
Kein Szenario ist garantiert. Die Charttechnik arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten und nicht mit Gewissheiten. Dennoch liefert der aktuelle Chart des DXY derzeit mehrere technische Signale, die für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends sprechen. Aus diesem Grund lohnt es sich, den Dollar in den kommenden Wochen besonders aufmerksam zu beobachten.
„Disziplin schlägt Emotionen. Gemeinsam Kapital schützen und langfristig profitabel bleiben.“
Wer viel Geld hat, kann spekulieren.
Wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren.
Wer kein Geld hat, muss spekulieren.
Mit freundlichen Grüßen
ANDO & LetzCrypto ❤️🔥
Geht es endlich meiner Nase nach ?nur wenn das tatsächlich ein Fake out war worüber wir von dem Markt eventuell bereits am Montag informiert werden. Wie schauen uns einfach die Kerzen an und das Treiben dieses GDL. Ihr wißt ja das ist der BOSS-Chart. Wenn der mal drückt werden swingtrader und scalper bald zu Lemmingen werden und dann kann es schnell gehen. Ein Fakeausbruch mit 200 Punkten sind für die Ami Kinkerlitzchen und gerade gut genug um Fomo Stimmung zu erzeugen und die retailer in die Falle zu locken. War das wirklich ein Fake dann sind 52.000 schnell wieder da.
Bin ich jetzt endlich dran ?mit meinen Plänen dass ich einen langen Kanal nach unten traden kann. 😂 oben wartet auf jeden Fall ein dickes Brett und ich glaube nicht das Sie dort ein Loch bohren können vor JE.
Aber bitte denkt dran nichts ist unmöglich und das Brett ist 1000 Punkte weg. Da läßt sich mit einem long noch ausgiebig Zaster schneiden. Ich will bei einer roten Kerze unter dem GDL und der Kanalobergrenze short sein für die nächsten 1.500 Punkte, also bis zur untersten Linie
Wochenausblick KW28–Fundamental,Makro und Technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die Handelswoche KW28
Nach einer äußerst starken Handelswoche mit neuen Allzeithochs im DAX, einer deutlichen Risk-on-Bewegung in den US-Indizes und einer spürbaren Neubewertung der Zinserwartungen nach den US-Arbeitsmarktdaten startet der Markt in eine der spannendsten Wochen des bisherigen Quartals. Neben den FOMC-Protokollen rücken die ersten wichtigen Quartalszahlen der US-Berichtssaison, zahlreiche Konjunkturdaten sowie geopolitische Entwicklungen erneut in den Fokus. Gerade nach der dynamischen Rally der vergangenen Wochen dürfte nun entscheidend werden, ob die fundamentalen Daten die aktuellen Bewertungen bestätigen können oder erste Zweifel am positiven Marktsentiment aufkommen.
Agenda
• Geopolitische Lage
• Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW28 im Überblick
• Märkte und Korrelationen im Überblick
• Risk Assets im Überblick
• DAX – charttechnischer Ausblick
• Fazit
Geopolitische Lage
Naher Osten – Iran, Israel und die Straße von Hormus bleiben der wichtigste geopolitische Risikofaktor
Auch wenn sich die Lage gegenüber den dramatischen Ereignissen der vergangenen Wochen zunächst beruhigt hat, bleibt der Konflikt im Nahen Osten der größte geopolitische Unsicherheitsfaktor für die Finanzmärkte.
Nach den gegenseitigen Angriffen zwischen Israel und dem Iran sowie der direkten Beteiligung der USA befindet sich die Region zwar aktuell in einer Phase relativer Deeskalation. Dennoch bleibt das Risiko einer erneuten Eskalation jederzeit bestehen. Besonders die Straße von Hormus steht dabei weiterhin im Mittelpunkt. Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls passiert täglich diese Meerenge. Bereits kleinere militärische Zwischenfälle könnten deshalb erhebliche Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt haben.
Der Markt hat den geopolitischen Risikoaufschlag auf den Ölpreis zuletzt nahezu vollständig wieder abgebaut. WTI notiert inzwischen wieder in der Nähe der Vorkriegsniveaus. Genau darin liegt allerdings auch ein Risiko: Sollten sich die Spannungen erneut verschärfen, dürfte der Markt aufgrund der aktuell sehr einseitigen Positionierung ausgesprochen anfällig für einen kurzfristigen Short Squeeze sein.
Zusätzlich richtet sich der Blick weiterhin auf die Reaktionen der OPEC+ und insbesondere auf Saudi-Arabien. Die Förderpolitik der kommenden Monate dürfte entscheidend dafür sein, ob ein möglicher Angebotsausfall kurzfristig kompensiert werden kann oder ob der Ölmarkt erneut unter Druck gerät.
Für Anleger bedeutet dies: Die Lage wirkt momentan zwar deutlich entspannter als noch vor wenigen Wochen, geopolitisch bleibt sie jedoch äußerst fragil. Gerade Öl-, Inflations- und Zinserwartungen können sich innerhalb weniger Stunden deutlich verändern.
Iran – politische Entwicklungen weiterhin beobachten
Auch innerhalb des Irans bleibt die politische Situation angespannt. Nach den militärischen Auseinandersetzungen sowie den jüngsten innenpolitischen Entwicklungen beobachten Investoren weiterhin sehr genau, wie sich die Stabilität der iranischen Führung entwickelt.
Kurzfristig besitzt dieses Thema zwar aktuell keinen unmittelbaren Einfluss auf die Aktienmärkte. Sollte es jedoch zu einer erneuten Eskalation oder politischen Instabilität kommen, könnte dies den gesamten Nahost-Konflikt erneut anheizen und damit unmittelbar Auswirkungen auf Energiepreise, Inflationserwartungen sowie die globale Risikobereitschaft der Investoren haben.
China und Taiwan bleiben das größte strukturelle Langfrist-Risiko
Neben dem Nahen Osten bleibt die Situation zwischen China und Taiwan eines der bedeutendsten geopolitischen Risiken überhaupt.
In den vergangenen Tagen berichteten mehrere internationale Medien erneut über verstärkte chinesische Militäraktivitäten rund um Taiwan. Zwar kam es bislang zu keiner unmittelbaren Eskalation, dennoch verdeutlichen diese Entwicklungen, dass das Thema keineswegs vom Tisch ist.
Für die Finanzmärkte wäre eine militärische Eskalation kaum mit den Ereignissen im Nahen Osten vergleichbar. Taiwan besitzt eine Schlüsselrolle innerhalb der weltweiten Halbleiterproduktion. Ein erheblicher Teil der modernsten Chips wird dort produziert und bildet die Grundlage für nahezu sämtliche Zukunftsbranchen – von Künstlicher Intelligenz über Cloud-Infrastruktur bis hin zur Automobilindustrie.
Eine Eskalation hätte daher nicht nur Auswirkungen auf einzelne Technologieunternehmen, sondern könnte globale Lieferketten massiv beeinträchtigen und weltweit Produktionsausfälle verursachen.
Aktuell bleibt die Lage zwar stabil. Dennoch gehört dieses Thema weiterhin auf jede makroökonomische Watchlist.
Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Europäischen Union
Trotz der anhaltenden Diskussionen rund um mögliche neue Handelszölle entwickelt sich der Handel zwischen den USA und der Europäischen Union weiterhin überraschend robust.
Die jüngsten Handelsdaten zeigen, dass das gegenseitige Handelsvolumen zuletzt sogar neue Rekordstände erreicht hat. Damit bestätigen die Fundamentaldaten bislang, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Regionen deutlich stabiler verläuft, als es viele politische Schlagzeilen vermuten lassen.
Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, wäre dies insbesondere für exportorientierte europäische Unternehmen positiv zu bewerten. Gleichzeitig bleibt das Thema möglicher neuer Zölle unter einer veränderten US-Handelspolitik weiterhin ein Risiko, welches Investoren im weiteren Jahresverlauf aufmerksam verfolgen sollten.
US-Ölindustrie und Donald Trump
Ebenfalls interessant bleibt die Entwicklung innerhalb der amerikanischen Ölindustrie.
Mehrere große US-Ölkonzerne konnten zuletzt deutliche Gewinnsteigerungen verzeichnen. Gleichzeitig wächst jedoch der politische Druck auf die Branche, nachdem Donald Trump erneut eine stärkere Senkung der Kraftstoffpreise gefordert hat.
Hier entsteht zunehmend ein Spannungsfeld zwischen Unternehmensgewinnen, politischem Einfluss und Verbraucherinteressen.
Sollte sich der politische Druck auf die Ölkonzerne weiter erhöhen oder neue regulatorische Maßnahmen diskutiert werden, könnte dies insbesondere für den amerikanischen Energiesektor kurzfristig zu erhöhter Volatilität führen.
Beginn der US-Berichtssaison
Mit der kommenden Handelswoche richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer zunehmend auf die anlaufende Berichtssaison.
Den Auftakt bilden unter anderem:
• PepsiCo (9. Juli) als wichtiger Indikator für den Konsumsektor.
• Delta Air Lines (10. Juli) als wichtiger Gradmesser für Reiseverhalten, Konsumnachfrage und Unternehmensausgaben.
Gerade nach den zuletzt sehr starken Kursanstiegen dürfte die Berichtssaison nun darüber entscheiden, ob die hohen Bewertungen fundamental bestätigt werden können.
Besonders interessant wird sein, ob Unternehmen ihre Gewinnprognosen weiter anheben oder erstmals vorsichtiger auf die zweite Jahreshälfte blicken.
SpaceX rückt in den Fokus der Kapitalmärkte
Ein weiteres zentrales Thema bleibt die Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq.
Mit der Indexaufnahme dürfte in den kommenden Wochen erhebliche Nachfrage durch ETFs, Indexfonds und institutionelle Anleger entstehen. Gleichzeitig stehen jedoch auch Lock-up-Fristen sowie mögliche Verkäufe früher Investoren und Mitarbeiter im Fokus.
Kurzfristig könnten dadurch erhöhte Kursschwankungen entstehen.
Langfristig bleibt SpaceX jedoch eines der spannendsten Unternehmen überhaupt. Die Kombination aus Raumfahrt, Starlink, Verteidigungstechnologie und künstlicher Intelligenz sorgt dafür, dass das Unternehmen weiterhin im Mittelpunkt institutioneller Kapitalströme stehen dürfte.
Gerade deshalb dürfte die Entwicklung rund um SpaceX in den kommenden Wochen weit über die Raumfahrtbranche hinaus Einfluss auf den Technologiesektor und den Nasdaq besitzen
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW28 im Überblick
Nach der starken Marktreaktion auf die zuletzt veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten richtet sich der Blick der Anleger in dieser Woche vollständig auf die nächsten makroökonomischen Impulse. Vor allem die Veröffentlichung des FOMC-Sitzungsprotokolls am Mittwoch dürfte entscheidend dafür sein, ob die Marktteilnehmer ihre Zinserwartungen erneut anpassen oder die aktuelle Risk-on-Bewegung bestätigt wird.
Neben den geldpolitischen Aussagen stehen zahlreiche Einkaufsmanagerindizes, Inflationsdaten, Arbeitsmarktdaten sowie erste Unternehmenszahlen der Berichtssaison im Fokus. Insgesamt dürfte die Handelswoche damit einen ersten wichtigen Ausblick darauf liefern, wie die zweite Jahreshälfte 2026 fundamental startet.
Montag – Dienstleistungen und Konjunktur im Mittelpunkt
Zum Wochenauftakt richtet sich der Fokus vor allem auf den Dienstleistungssektor.
Veröffentlicht werden unter anderem:
• S&P Global Services PMI
• S&P Global Composite PMI
• ISM Non-Manufacturing PMI
• ISM Non-Manufacturing Prices
Gerade der ISM Services Index besitzt für die Finanzmärkte traditionell eine hohe Bedeutung, da der Dienstleistungssektor den größten Teil der US-Wirtschaft ausmacht. Sollten die Daten erneut Stärke signalisieren, würde dies die robuste Konjunktur bestätigen. Schwächere Werte hingegen könnten die Diskussion über zukünftige Zinssenkungen erneut verstärken.
Zusätzlich stehen mehrere Reden hochrangiger Notenbankvertreter auf der Agenda.
Unter anderem äußern sich:
• EZB-Präsidentin Christine Lagarde
• EZB-Direktor Philip Lane
• Fed-Gouverneur Christopher Waller
• weitere Vertreter der Europäischen Zentralbank
Gerade nach der Verschiebung der Zinserwartungen infolge der jüngsten Arbeitsmarktdaten dürfte jedes neue Signal der Notenbanken vom Markt genau analysiert werden.
Auch Unternehmensseitig beginnt die Woche bereits mit mehreren wichtigen Vorabinformationen.
Unter anderem stehen Pre-Close-Calls beziehungsweise Umsatzupdates von:
• Porsche AG
• Gea Group
• Aumovio
• Repsol
auf der Agenda und liefern erste Hinweise auf die Entwicklung des zweiten Quartals.
Dienstag – SpaceX und Arbeitsmarkt rücken in den Mittelpunkt
Makroökonomisch fällt der Dienstag zunächst etwas ruhiger aus.
Dennoch stehen zwei Themen besonders im Fokus.
Zum einen wird der ADP Employment Report veröffentlicht.
Nachdem die offiziellen Arbeitsmarktdaten zuletzt schwächer als erwartet ausgefallen sind, dürfte der Markt nun sehr genau beobachten, ob sich auch im privaten Arbeitsmarkt erste Abschwächungstendenzen zeigen.
Der ADP-Bericht gilt zwar nicht als exakter Vorläufer der offiziellen Non-Farm Payrolls, liefert aber dennoch wichtige Hinweise auf die Entwicklung des amerikanischen Arbeitsmarktes.
Zusätzlich werden die Inflationserwartungen der New York Fed veröffentlicht.
Gerade diese Daten geben Aufschluss darüber, wie amerikanische Verbraucher die zukünftige Preisentwicklung einschätzen – ein wichtiger Faktor für die zukünftige Geldpolitik der Federal Reserve.
Abseits der klassischen Wirtschaftsdaten richtet sich der Fokus vieler Anleger jedoch vor allem auf die Entwicklung rund um SpaceX beziehungsweise dessen Aufnahme in den Nasdaq.
Sollte es dadurch zu den erwarteten Kapitalzuflüssen institutioneller Investoren kommen, könnte dieses Thema den Technologiesektor über die gesamte Woche hinweg maßgeblich beeinflussen.
Mittwoch – Das wichtigste Ereignis der Woche
Der Mittwoch dürfte ohne Zweifel der entscheidende Handelstag der gesamten Woche werden.
Im Mittelpunkt stehen die Veröffentlichung der FOMC Meeting Minutes.
Das Sitzungsprotokoll liefert deutlich tiefere Einblicke in die Diskussionen innerhalb der US-Notenbank als das eigentliche Zinsstatement.
Besonders interessant wird sein,
• wie die einzelnen Mitglieder den zukünftigen Zinspfad einschätzen,
• ob sich Hinweise auf eine lockerere oder restriktivere Geldpolitik ergeben,
• wie die Inflation bewertet wird,
• welche Risiken für den Arbeitsmarkt gesehen werden,
• und ob innerhalb der Fed bereits größere Meinungsunterschiede entstehen.
Gerade nachdem der Markt zuletzt einen Teil seiner Zinserwartungen erneut angepasst hat, könnten bereits kleine Formulierungsänderungen größere Bewegungen an den Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten auslösen.
Neben den FOMC-Protokollen erscheinen außerdem:
• EIA Rohöllagerbestände
• 10-jährige US-Staatsanleiheauktion
Vor allem die Ölbestände könnten nach den jüngsten geopolitischen Entwicklungen erneut für erhöhte Volatilität am Energiemarkt sorgen.
Donnerstag – EZB, Arbeitsmarkt und Immobilienmarkt
Auch der Donnerstag besitzt erhebliches Marktpotenzial.
Veröffentlicht wird zunächst das Sitzungsprotokoll der Europäischen Zentralbank.
Hier erhalten Anleger einen deutlich tieferen Einblick in die Diskussionen innerhalb des EZB-Rates und können besser einschätzen, wie die europäische Notenbank die weitere Inflationsentwicklung bewertet.
Zusätzlich erscheinen:
• US Initial Jobless Claims
• Existing Home Sales
• 30-jährige US-Staatsanleiheauktion
Gerade die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe besitzen nach den jüngsten Arbeitsmarktdaten nochmals deutlich höhere Relevanz als gewöhnlich.
Sollten die Anträge überraschend stark steigen, könnte dies die Diskussion über zukünftige Zinssenkungen erneut beschleunigen.
Zusätzlich spricht Fed-Mitglied Christopher Waller erneut, wodurch zusätzliche Impulse für die Zinserwartungen entstehen könnten.
Unternehmensseitig beginnt außerdem die eigentliche Berichtssaison.
Besonders im Fokus stehen:
• PepsiCo mit den Quartalszahlen als wichtiger Indikator für den weltweiten Konsum.
• Südzucker.
• Barry Callebaut.
• OMV.
Gerade PepsiCo dürfte den ersten größeren Einblick in die Konsumstimmung der Verbraucher liefern und besitzt deshalb häufig Signalwirkung für viele weitere Unternehmen der Branche.
Freitag – Inflation und erste Unternehmenssignale
Zum Wochenausklang richtet sich der Blick erneut auf Inflationsdaten sowie erste größere Unternehmensberichte.
Veröffentlicht werden unter anderem:
• Deutsche Verbraucherpreise (CPI)
• weitere europäische Inflationsdaten
• Industrieproduktionszahlen
Unternehmensseitig steht insbesondere Delta Air Lines im Mittelpunkt.
Die Fluggesellschaft gilt traditionell als wichtiger Frühindikator für:
• Reiseaktivität,
• Konsumverhalten,
• Unternehmensreisen,
• allgemeine wirtschaftliche Dynamik.
Starke Zahlen könnten die aktuelle Risk-on-Stimmung zusätzlich unterstützen. Schwächere Ergebnisse würden dagegen erste Zweifel an der Robustheit der US-Konjunktur aufkommen lassen.
Einordnung der Handelswoche
Insgesamt könnte die KW28 eine Richtungsweisende Handelswoche des dritten Quartals werden.
Während die Märkte zuletzt nahezu ausschließlich von sinkenden Zinserwartungen, KI-Euphorie und neuen Allzeithochs getragen wurden, beginnt nun die Phase, in der die Fundamentaldaten diese Bewertungen bestätigen müssen.
Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem drei Fragen:
• Liefert das FOMC-Protokoll neue Hinweise auf den weiteren Zinspfad der US-Notenbank?
• Bestätigen die ersten Quartalszahlen die hohen Gewinnerwartungen des Marktes?
• Bleiben Konjunktur- und Arbeitsmarktdaten robust genug, um die aktuelle Risk-on-Bewegung zu rechtfertigen?
Sollten diese drei Faktoren positiv ausfallen, könnte die laufende Aufwärtsbewegung in den Aktienmärkten weiter an Dynamik gewinnen. Enttäuschungen hingegen hätten aufgrund der inzwischen sehr ambitionierten Bewertungen das Potenzial, kurzfristig deutlich stärkere Gewinnmitnahmen auszulösen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil verlor in der vergangenen Woche rund 2,66 % und schloss damit erneut schwächer. Besonders wichtig ist dabei, dass Öl unter dem Quartalstief von Q2 geschlossen hat. Aus charttechnischer Sicht ist das zunächst ein klares bearishes Signal.
Für die neue Handelswoche bleibt für mich deshalb vor allem die Zone um 69,30 US-Dollar entscheidend. Dort liegt das Monatstief aus März. Erst wenn Öl diese Marke nachhaltig zurückerobern kann, würde sich das kurzfristige Bild wieder etwas aufhellen. In diesem Fall wären zunächst die Zone um 72 US-Dollar und darüber der Bereich um 77 US-Dollar mögliche nächste Ziele.
Auf der Unterseite bleibt der Bereich um 66 US-Dollar entscheidend. Sollte Öl darunter erneut Schwäche zeigen, rückt aus meiner Sicht die Zone um 65 bis 64 US-Dollar in den Fokus.
Fundamental hängt die weitere Entwicklung fast vollständig an der geopolitischen Lage. Der Markt preist aktuell eine deutliche Entspannung im Nahen Osten ein. Öl notiert wieder nahe der Vorkriegs- beziehungsweise Voreskalationsniveaus. Genau darin liegt jedoch auch das Risiko.
Sollte es erneut zu militärischen Zwischenfällen rund um den Iran, Israel oder die Straße von Hormus kommen, könnte sich die geopolitische Risikoprämie sehr schnell wieder aufbauen. Aufgrund der zuletzt deutlich abgebauten Risikoaufschläge halte ich einen kurzfristigen Squeeze bei der kleinsten fundamentalen Begründung weiterhin für möglich.
Solange die Lage dagegen ruhig bleibt und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus weiter normalisiert verläuft, bleibt der Druck auf Öl zunächst bestehen.
US-Staatsanleihen
Auch die US-Staatsanleihen bleiben in dieser Woche ein zentraler Faktor für die Aktienmärkte.
In der vergangenen Woche konnten US-Staatsanleihen über nahezu alle Laufzeiten zulegen, obwohl die Arbeitsmarktdaten schwächer ausgefallen sind und sich die Zinserhöhungserwartungen etwas nach hinten verschoben haben.
Wichtig ist jedoch: Die US-Märkte waren am Freitag aufgrund des Independence Day geschlossen. Dadurch ist das Bild zum Wochenschluss nicht vollständig unverfälscht. Entscheidend wird deshalb sein, wie die US-Anleihemärkte am Montag eröffnen.
Sollten die Renditen trotz schwächerer Arbeitsmarktdaten weiterhin erhöht bleiben, wäre das ein Warnsignal. In diesem Fall könnte der Markt signalisieren, dass die Zinserhöhungsängste doch nicht vollständig ausgepreist wurden.
Sollten die Renditen dagegen deutlich fallen, würde dies bestätigen, dass der Markt die schwächeren Arbeitsmarktdaten zunehmend als Entlastung für Risk Assets interpretiert.
Für Technologie- und Wachstumswerte bleibt diese Entwicklung besonders wichtig. Sinkende Renditen unterstützen in der Regel höher bewertete Growth-Titel, während steigende Renditen gerade Nasdaq, Nvidia, Bitcoin und andere Risk Assets kurzfristig belasten können.
DXY / US-Dollar
Der US-Dollar zeigte in der vergangenen Woche Schwäche und verlor rund 0,5 %. Der DXY schloss unter der wichtigen 101-Punkte-Marke.
Aus charttechnischer Sicht bleibt nun entscheidend, ob sich der Dollar direkt wieder über 101 Punkte stabilisieren kann. Gelingt dies, wäre zunächst eine Bewegung in Richtung 101,50 Punkte möglich. Darüber würde sich die Dollar-Dominanz erneut bestätigen und auch ein Anstieg in Richtung 102 Punkte wäre denkbar.
Sollte der DXY hingegen unter 100,60 beziehungsweise 100,50 Punkte zurückfallen, würde sich das Bild weiter eintrüben. In diesem Fall wäre aus meiner Sicht ein erneuter Test der 100-Punkte-Marke realistisch.
Fundamental hängt der Dollar in dieser Woche stark an den FOMC Minutes. Sollte das Protokoll restriktiver ausfallen als erwartet, könnte der Dollar wieder Stärke aufbauen. Sollten die Minutes dagegen bestätigen, dass die Fed aufgrund schwächerer Arbeitsmarktdaten vorsichtiger wird, könnte der Dollar weiter unter Druck geraten.
Gerade für Gold, Bitcoin, Rohstoffe und US-Indizes dürfte die Entwicklung des DXY in dieser Woche deshalb besonders wichtig bleiben.
VIX
Der Volatilitätsindex ist in der vergangenen Woche erneut deutlich gefallen. Auf Wochenbasis verlor der VIX rund 12 % und notiert aktuell im Bereich um 16 Punkte.
Damit bleibt die Volatilität weiterhin sehr kontrolliert. Der Markt signalisiert aktuell keine unmittelbare Stressphase. Das passt grundsätzlich zum aktuellen Risk-on-Umfeld und den neuen Allzeithochs in mehreren großen Indizes.
Gleichzeitig sollte man niedrige Volatilität nicht automatisch als Entwarnung interpretieren. Gerade wenn Märkte nahe Allzeithochs stehen, Bewertungen hoch sind und wichtige Ereignisse wie FOMC Minutes, erste Earnings und geopolitische Risiken gleichzeitig auf dem Kalender stehen, kann niedrige Volatilität auch ein Zeichen von zu viel Sorglosigkeit sein.
Solange der VIX unter 18 bis 20 Punkten bleibt, ist das Umfeld grundsätzlich konstruktiv. Ein nachhaltiger Anstieg über diesen Bereich wäre dagegen ein erstes Warnsignal für zunehmende Absicherungsnachfrage und mögliche Gewinnmitnahmen in Risk Assets.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia konnte die vergangene Handelswoche zwar mit einem leichten Plus von rund 1,2 % abschließen, dennoch bleibt das Chartbild für mich kurzfristig unverändert.
Entscheidend ist weiterhin die psychologisch und charttechnisch wichtige Marke von 200 US-Dollar. Es ist der Aktie erneut nicht gelungen, sich nachhaltig über diesem Bereich zu etablieren. Solange Nvidia unterhalb dieser Marke notiert, sehe ich kurzfristig weiterhin das Risiko einer gesunden Konsolidierung.
Die nächsten relevanten Unterstützungen liegen für mich im Bereich um 190 US-Dollar sowie anschließend bei rund 186 US-Dollar. Dort befinden sich unter anderem wichtige Quartals- und Jahresschlusskurse aus dem Jahr 2025, weshalb diese Zone technisch eine hohe Bedeutung besitzt.
Erst ein nachhaltiger Tagesschlusskurs oberhalb von 200 US-Dollar würde das kurzfristige Chartbild für mich wieder deutlich aufhellen. In diesem Fall rückt zunächst die Zone um 208 US-Dollar als nächstes Kursziel in den Fokus.
Fundamental bleibt Nvidia selbstverständlich eines der stärksten Unternehmen am gesamten Aktienmarkt. Kurzfristig dürfte die Aktie jedoch vor allem durch das Zinsumfeld, die Entwicklung der US-Renditen sowie den allgemeinen Risk-on- beziehungsweise Risk-off-Modus beeinflusst werden.
Bitcoin
Bitcoin zeigte sich in der vergangenen Woche deutlich freundlicher und konnte sich spürbar von den jüngsten Tiefs lösen. Nachdem der Bereich um 60.000 US-Dollar mehrfach erfolgreich verteidigt wurde, notiert Bitcoin aktuell wieder im Bereich um 63.000 US-Dollar.
Besonders positiv ist dabei, dass in den vergangenen Handelstagen mehrere aufeinanderfolgende bullische Tageskerzen ausgebildet wurden. Gleichzeitig lässt sich jedoch erkennen, dass das Momentum der Aufwärtsbewegung langsam nachlässt. Die Kerzenkörper werden kleiner und die Dynamik flacht zunehmend ab.
Aus charttechnischer Sicht bleibt daher entscheidend, ob Bitcoin die Zone zwischen 65.000 und 66.000 US-Dollar nachhaltig überwinden kann.
Hier treffen gleich mehrere wichtige Widerstände aufeinander:
• Monatstief März
• Monatstief April
• kurzfristige Abwärtstrendlinie
• jüngstes Verlaufshoch
Solange diese Zone nicht überwunden wird und das Hoch im Bereich zwischen 66.000 und 67.300 US-Dollar bestehen bleibt, befindet sich Bitcoin für mich weiterhin innerhalb einer übergeordneten Abwärtsstruktur.
Kurzfristig hat sich das Bild zwar deutlich verbessert, mittel- und langfristig bleibe ich jedoch vorsichtig, solange kein nachhaltiger Ausbruch über diese Widerstandszone gelingt.
S&P 500
Der S&P 500 präsentiert sich weiterhin äußerst robust und bleibt aus meiner Sicht klar in einem intakten Aufwärtstrend.
Nach den positiven Reaktionen auf die jüngsten Arbeitsmarktdaten sowie der weiterhin hohen Risikobereitschaft der Anleger konnten die Bullen ihre dominante Marktstruktur verteidigen.
Entscheidend wird nun sein, dass sich der Index weiterhin oberhalb der Marke von 7.500 Punkten etablieren kann. Solange dies gelingt, bleibt der übergeordnete Trend für mich eindeutig bullish.
Der nächste wichtige Schritt besteht darin, die Zone um 7.600 Punkte nachhaltig zu überwinden. Gelingt dies, dürfte ein erneuter Angriff auf die bisherigen Allzeithochs im Bereich um 7.650 Punkte wahrscheinlich werden.
Erst ein Rückfall unter 7.500 Punkte würde das kurzfristige Bild etwas eintrüben. Wirklich kritisch würde die Situation für mich jedoch erst werden, wenn der Bereich um 7.350 Punkte nachhaltig unterschritten wird. Erst dann würde sich die Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur in Richtung 7.250 Punkte deutlich erhöhen.
Nasdaq
Auch der Nasdaq bleibt für mich trotz der zuletzt etwas schwächeren Entwicklung gegenüber dem Dow Jones weiterhin konstruktiv.
Die kommende Woche dürfte hier besonders spannend werden.
Neben den FOMC Minutes rücken mit der Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq sowie den ersten wichtigen Quartalszahlen gleich mehrere potenzielle Kurstreiber in den Mittelpunkt.
Charttechnisch bleibt für mich vor allem die Marke von 30.000 Punkten entscheidend.
Gelingt es dem Nasdaq, diese Zone nachhaltig zurückzuerobern und sich darüber zu etablieren, dürfte ein erneuter Angriff auf die bisherigen Allzeithochs im Bereich um 30.700 Punkte folgen. Anschließend wäre auch die psychologisch wichtige Marke von 31.000 Punkten erreichbar.
Sollte der Index dagegen erneut Schwäche zeigen und unter das Wochentief der KW26 im Bereich um 28.860 Punkte zurückfallen, würde sich das kurzfristige Bild deutlich verschlechtern. In diesem Fall wären zunächst 28.500 beziehungsweise 28.180 Punkte die nächsten relevanten Unterstützungen.
Übergeordnet bleibt meine Einschätzung jedoch unverändert bullish.
Dow Jones
Der Dow Jones gehörte in der vergangenen Woche zu den stärksten großen US-Indizes und legte rund 1,85 % zu.
Mit einem Schlusskurs nahe 53.000 Punkten bewegt sich der Index inzwischen auf neuen historischen Höchstständen.
Natürlich steigt mit jedem weiteren Allzeithoch auch das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen. Gleichzeitig liefert die starke Wochenkerze jedoch bislang keinerlei Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende.
Im Idealfall würde ich mir einen geordneten Rücksetzer in Richtung 52.500 Punkte wünschen. Ein solcher Retest könnte die Grundlage für eine weitere Aufwärtsbewegung bilden.
Sollte der Markt dagegen bereits zum Wochenbeginn die Marke von 53.000 Punkten nachhaltig überwinden, wären auch unmittelbar weitere Allzeithochs denkbar.
Insgesamt bleibt der Dow Jones aktuell der technisch stärkste der großen amerikanischen Indizes.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX hat in der vergangenen Woche eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie stark das aktuelle Marktumfeld weiterhin ist.
Mit einem Wochenplus von rund 4,85 % verzeichnete der deutsche Leitindex seine stärkste Handelswoche seit mehreren Monaten und schloss gleichzeitig auf einem neuen historischen Allzeithoch bei rund 25.814 Punkten.
Damit bestätigt der DAX eindrucksvoll den weiterhin intakten übergeordneten Aufwärtstrend.
Für die kommende Handelswoche richtet sich der Blick zunächst auf die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten. Diese dürfte kurzfristig sowohl aus charttechnischer als auch aus psychologischer Sicht eine entscheidende Rolle spielen.
Sollte der DAX seine Dynamik direkt fortsetzen und diese Marke nachhaltig überwinden, wären weitere Allzeithochs das wahrscheinlichste Szenario.
Aus technischer Sicht würde ich mir jedoch einen etwas ruhigeren Verlauf wünschen.
Ein Rücksetzer in den Bereich zwischen 25.375 und 25.500 Punkten wäre aus meiner Sicht sogar ausgesprochen gesund. Diese Zone könnte als neue Unterstützung dienen und anschließend die Grundlage für die nächste Aufwärtsbewegung bilden.
Solange der DAX oberhalb dieser Unterstützungszone handelt, bleibt mein übergeordnetes Bild eindeutig bullish.
Die Kombination aus weiterhin robuster Marktstimmung, neuen Allzeithochs sowie einer bislang sehr stabilen Marktstruktur spricht aktuell klar für die Käuferseite. Gleichzeitig sollten Anleger nach der außergewöhnlich starken Vorwoche kurzfristige Gewinnmitnahmen jederzeit einkalkulieren.
Fazit
Die Handelswoche KW28 dürfte eine der spannendsten Wochen des bisherigen dritten Quartals werden. Nachdem die Märkte in den vergangenen Tagen vor allem von den schwächeren US-Arbeitsmarktdaten, sinkenden Zinserwartungen und einer ausgeprägten Risk-on-Stimmung profitiert haben, richtet sich der Blick nun wieder verstärkt auf die Fundamentaldaten.
Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar das am Mittwoch veröffentlichte FOMC-Protokoll. Die Minutes werden einen deutlich tieferen Einblick in die Diskussionen innerhalb der US-Notenbank geben und könnten entscheidend dafür sein, ob der Markt seine aktuellen Zinserwartungen bestätigt oder erneut anpasst. Gerade nach den zuletzt veröffentlichten Arbeitsmarktdaten dürfte jede Formulierung zur Inflation, zum Arbeitsmarkt und zum zukünftigen Zinspfad genau analysiert werden.
Parallel dazu beginnt mit PepsiCo und Delta Air Lines die US-Berichtssaison. Auch wenn diese Unternehmen noch nicht zu den großen Technologieunternehmen gehören, liefern sie wichtige Hinweise auf die Entwicklung des Konsumverhaltens sowie der Reisebranche. Sollten die ersten Quartalszahlen positiv überraschen, könnte dies die aktuell sehr konstruktive Marktstimmung zusätzlich unterstützen. Enttäuschende Ergebnisse würden dagegen erste Zweifel an den hohen Gewinnerwartungen für das zweite Quartal aufkommen lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in dieser Woche auf der Aufnahme von SpaceX in den Nasdaq. Die damit verbundenen Umschichtungen institutioneller Anleger sowie passiver Indexfonds dürften kurzfristig für deutlich erhöhtes Handelsvolumen und zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen. Gleichzeitig sollte jedoch nicht vergessen werden, dass solche Indexaufnahmen historisch häufig nur kurzfristige Nachfrage erzeugen. Mittel- und langfristig werden erneut die fundamentalen Unternehmensdaten über die weitere Kursentwicklung entscheiden.
Auch geopolitisch bleibt die Lage aufmerksam zu beobachten. Zwar hat sich die Situation im Nahen Osten gegenüber den vergangenen Wochen deutlich beruhigt und der Ölpreis notiert mittlerweile wieder in der Nähe seiner Voreskalationsniveaus, dennoch bleibt das Risiko einer erneuten Eskalation jederzeit bestehen. Gleiches gilt für die Spannungen zwischen China und Taiwan. Zwar gibt es aktuell keine unmittelbaren Hinweise auf eine weitere Zuspitzung, die Entwicklungen sollten jedoch insbesondere aufgrund der enormen Bedeutung Taiwans für die weltweite Halbleiterindustrie weiterhin genau beobachtet werden.
Charttechnisch bleibt das Gesamtbild aus meiner Sicht weiterhin konstruktiv. Der DAX notiert auf neuen Allzeithochs, auch der Dow Jones befindet sich in einem intakten Aufwärtstrend und der S&P 500 handelt weiterhin nahe seiner Rekordstände. Gleichzeitig befinden sich viele Märkte inzwischen in Bereichen, in denen kurzfristige Gewinnmitnahmen jederzeit möglich sind. Entscheidend wird deshalb sein, ob Rücksetzer erneut gekauft werden oder ob die Marktteilnehmer beginnen, Gewinne mitzunehmen.
Besonders aufmerksam werde ich in dieser Woche deshalb folgende Faktoren verfolgen:
• Die Reaktion der Märkte auf die FOMC Minutes am Mittwoch.
• Die Entwicklung der US-Staatsanleiherenditen und des US-Dollars.
• Die ersten Quartalszahlen der Berichtssaison.
• Die Auswirkungen der SpaceX-Aufnahme in den Nasdaq.
• Die Entwicklung des Ölpreises im Zusammenhang mit der geopolitischen Lage.
• Die Reaktion der Aktienmärkte auf mögliche Überraschungen bei den anstehenden Wirtschaftsdaten.
Insgesamt bleibt das übergeordnete Bild für mich weiterhin positiv. Die Marktstruktur der großen Indizes ist intakt und das aktuelle Risk-on-Umfeld spricht zunächst für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Gleichzeitig steigen mit jedem weiteren Allzeithoch auch die Erwartungen der Marktteilnehmer. Genau deshalb dürfte die kommende Handelswoche zeigen, ob die Fundamentaldaten diese Bewertungen weiterhin rechtfertigen oder ob erste Zweifel aufkommen.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch eine erfolgreiche Handelswoche und wie immer viel Erfolg an den Märkten und stabile Trades.
DAX – expandierendes Dreieck vor möglichem Ausbruch ?Der DAX bewegt sich seit Monaten in einer komplexen Konsolidierung, die sich sehr gut als expandierendes Dreieck im Sinne der Elliott-Wellen interpretieren lässt. Die Kursstruktur zeigt eine saubere Abfolge der Wellen A bis E, wobei die obere Begrenzung nahezu horizontal verläuft und die untere Trendlinie weiter ansteigt – ein typisches Merkmal dieser Dreiecksvariante.
Mit dem jüngsten Anstieg testet der Markt nun erneut den Widerstandsbereich um 25.400 Punkte. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone würde das Dreieck nach oben auflösen und den Weg für die nächste Impulsbewegung freimachen.
Als Kursziel dient zunächst das statistische Ziel im Bereich von 27.000–27.200 Punkten. Wird auch dieses überwunden, rückt das klassische 100 %-Measured-Move-Ziel bei rund 28.955 Punkten in den Fokus. Dieses ergibt sich aus der Höhe der Formation und stellt das maximale Projektionziel der Bewegung dar.
Trotz der bullischen Ausgangslage bleibt Vorsicht angebracht. Ein Dreieck liefert erst mit einem bestätigten Ausbruch ein belastbares Signal. Solange der DAX unterhalb des Widerstands pendelt, besteht weiterhin die Möglichkeit einer letzten Konsolidierungsbewegung innerhalb der Formation.
Fazit: Die übergeordnete Struktur spricht derzeit für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Gelingt der Ausbruch über den markierten Widerstand, wären zunächst rund 27.100 Punkte und anschließend 28.955 Punkte realistische Projektionsziele. Scheitert der Ausbruch hingegen, dürfte die Dreiecksstruktur zunächst weiter Bestand haben.
DAX Wochenrückblick KW27-Die wichtigsten Erkenntnisse! Makroökonomie & Geopolitik
Die vergangene Handelswoche stand vollständig unter dem Einfluss eines deutlichen Stimmungswechsels an den globalen Finanzmärkten. Nachdem die Märkte in den Vorwochen noch von geopolitischen Unsicherheiten, steigenden Renditen und einer zunehmenden Skepsis gegenüber dem Technologiesektor belastet wurden, sorgten in dieser Woche vor allem die US-Arbeitsmarktdaten für eine deutliche Neubewertung der geldpolitischen Erwartungen.
Insbesondere zum Wochenschluss entwickelte sich ein klares Risk-On-Umfeld. Aktien konnten weltweit zulegen, der Goldpreis profitierte von fallenden Zinserwartungen, der US-Dollar gab einen Teil seiner jüngsten Gewinne wieder ab und die Volatilität fiel auf den niedrigsten Stand seit mehreren Wochen zurück. Gleichzeitig blieb eine weitere Eskalation im Nahen Osten aus, wodurch der Ölmarkt ebenfalls deutlich an Risikoaufschlägen verlor.
US-Arbeitsmarkt verändert den Marktausblick
Das wichtigste Ereignis der Woche waren ohne Zweifel die US-Arbeitsmarktdaten.
Während die Inflation in den vergangenen Monaten das dominierende Thema war, richtet sich der Fokus der Federal Reserve zunehmend auf den Zustand des Arbeitsmarktes. Genau hier lieferte der aktuelle Bericht erste Anzeichen einer Abschwächung.
Die neu geschaffenen Stellen fielen schwächer aus als in den Vormonaten, gleichzeitig wurden die Beschäftigungszahlen der vergangenen Monate nach unten revidiert. Obwohl der Arbeitsmarkt weiterhin robust bleibt, erkennen die Märkte inzwischen erste Bremsspuren.
Für Investoren ist dies von enormer Bedeutung.
Ein etwas schwächerer Arbeitsmarkt reduziert den Lohndruck und damit langfristig auch den Inflationsdruck. Gleichzeitig sinkt der Druck auf die Federal Reserve, ihre Geldpolitik weiter zu verschärfen.
Entsprechend wurden unmittelbar nach Veröffentlichung der Daten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen deutlich zurückgenommen.
Während noch vor wenigen Tagen vereinzelt eine Zinserhöhung bereits im September diskutiert wurde, verschieben die Terminmärkte diese Wahrscheinlichkeit inzwischen deutlich weiter nach hinten. Aktuell preisen die Marktteilnehmer vielmehr ein längeres Stillhalten der Fed ein.
Diese Veränderung war letztendlich der entscheidende Auslöser für die starke Erholung an den Aktienmärkten.
Federal Reserve
An der grundsätzlichen Haltung der Federal Reserve hat sich allerdings wenig verändert.
Die Inflation liegt weiterhin oberhalb des Zielwertes von zwei Prozent und mehrere Fed-Mitglieder betonten zuletzt erneut ihre datenabhängige Vorgehensweise.
Dennoch zeigte die Reaktion der Finanzmärkte sehr deutlich, dass bereits kleine Veränderungen im Arbeitsmarkt aktuell ausreichen, um die Zinserwartungen spürbar zu verschieben.
Genau diese Entwicklung erklärt den deutlichen Rückgang des US-Dollars sowie die starke Nachfrage nach Risikoanlagen.
Eurozone
Auch aus Europa kamen überwiegend konstruktive Signale.
Die CPI Daten in Europa nahmen weiterhin ab und lagen mit 2.8% sogar unter den Erwartungen von 3%.
Durch fallende Inflation, ist die EZB zukünftig nicht gezwungen Zinserhöhungen vorzunehmen. Diese Signale sind erstmal positiv für europäische Risk Assets.
Die endgültigen Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor lagen leicht über den Erwartungen.
Besonders der Eurozonen Composite PMI konnte mit einem Wert von 50 Punkten erstmals wieder knapp in den expansiven Bereich zurückkehren.
Deutschland zeigte ebenfalls eine leichte Verbesserung gegenüber den Schätzungen.
Von Seiten der Europäischen Zentralbank gab es hingegen keine neuen Überraschungen.
Mehrere EZB-Mitglieder betonten eine ausgewogene Risikolage und signalisierten keine unmittelbar bevorstehenden geldpolitischen Änderungen.
Damit bleibt das Bild in Europa kurzfristig trotzdem unverändert.
Die Wirtschaft wächst weiterhin langsam, zeigt aktuell jedoch erste Stabilisierungstendenzen.
Warum liefen europäische Aktien so stark?
Viele Marktteilnehmer stellten sich in dieser Woche genau diese Frage.
Der DAX entwickelte sich deutlich stärker als zahlreiche internationale Indizes und markierte erstmals seit Januar wieder neue Allzeithochs.
Dafür gibt es mehrere Gründe.
Erstens sorgten die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten weltweit für sinkende Zinserwartungen.
Fallende Zinserwartungen führen in der Regel zu sinkenden Diskontierungszinsen und damit zu höheren Bewertungen an den Aktienmärkten.
Dazu ist die Inflation in Europa ebenfalls gefallen und verstärkt dieses Bild damit umso mehr.
Zweitens gingen die Renditen nach Veröffentlichung der Daten leicht zurück, wodurch insbesondere europäische Standardwerte zusätzliche Unterstützung erhielten.
Drittens überraschten die europäischen Einkaufsmanagerindizes leicht positiv.
Und viertens blieb die befürchtete Eskalation im Nahen Osten erneut aus.
Gerade europäische Industrieunternehmen reagieren besonders sensibel auf steigende Energiepreise.
Da Brent und WTI in dieser Woche jedoch deutlich nachgaben, nahm auch dieser Belastungsfaktor weiter ab.
In Summe entstand dadurch ein nahezu ideales Umfeld für europäische Aktien.
Geopolitik
Auch geopolitisch blieb die Lage deutlich ruhiger als noch vor wenigen Wochen.
Der Markt beobachtet weiterhin aufmerksam die Entwicklungen zwischen Israel und dem Iran sowie die Situation rund um die Straße von Hormus.
Die tatsächlichen Schifffahrtsdaten zeigen jedoch ein deutlich entspannteres Bild als viele Schlagzeilen vermuten lassen.
Nach aktuellen Transitdaten passierten am Freitag insgesamt 39 Schiffe die Straße von Hormus.
Davon befanden sich 17 Schiffe auf dem Weg in den Persischen Golf und 22 Schiffe verließen die Region.
Besonders wichtig:
Es gab keinerlei Hinweise auf eine tatsächliche Blockade oder nennenswerte Einschränkungen des Ölverkehrs.
Auch die Verladungen an Irans wichtigstem Exportterminal auf Kharg Island laufen weiterhin nahezu unverändert.
Zwar werden weiterhin sogenannte Dark-Fleet-Tanker, AIS-Manipulationen sowie verschiedene Umgehungsstrategien westlicher Sanktionen beobachtet, diese Entwicklungen stellen mittlerweile jedoch eher den Normalzustand als eine neue Eskalation dar.
Für den Ölmarkt bedeutet dies vor allem eines:
Das globale Angebot bleibt aktuell weitgehend stabil.
Damit entfällt einer der wichtigsten Gründe für einen nachhaltigen Ölpreisanstieg.
China und Taiwan
Auch in Asien blieb die Lage vergleichsweise ruhig.
China kündigte Anpassungen bei den Steuervergünstigungen für Elektrofahrzeuge an und setzte seine Küstenwachenpatrouillen nahe Taiwan fort.
Diese Entwicklungen sorgten jedoch kaum für größere Marktbewegungen.
KI bleibt langfristig das dominierende Thema
Abseits der Makrodaten rückte erneut der KI-Sektor in den Fokus.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Meldung, dass Meta eine mögliche Produktion eigener KI-Chips bei Samsung prüfen soll.
Auch wenn bisher keine endgültige Entscheidung bekannt wurde, unterstreicht diese Nachricht erneut den anhaltenden Investitionszyklus rund um künstliche Intelligenz.
Der Markt geht weiterhin davon aus, dass die Ausgaben großer Technologiekonzerne für Rechenzentren, Halbleiter und KI-Infrastruktur in den kommenden Quartalen auf hohem Niveau bleiben werden.
Diese Entwicklung dürfte insbesondere den Halbleitersektor auch langfristig unterstützen und ist für die kommenden Earnings für Q2 umso wichtiger.
Zwischenfazit
Die Kombination aus einem leicht abkühlenden US-Arbeitsmarkt, stabileren Inflations- und Konjunkturdaten in Europa, einer weiterhin ruhigen Lage am Ölmarkt sowie einer nachlassenden Zinssorgen führte letztendlich zu einem klaren Risk-On-Umfeld.
Aktienmärkte weltweit konnten deutlich zulegen, Gold profitierte von sinkenden Zinserwartungen, während der US-Dollar einen Teil seiner jüngsten Stärke wieder abgab.
Für die kommende Handelswoche wird nun entscheidend sein, ob sich diese Entwicklung fortsetzt oder neue Inflationsdaten beziehungsweise Aussagen der Notenbanken erneut für Gegenwind sorgen.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Am Ölmarkt setzte sich die Abwärtsbewegung in dieser Woche weiter fort. WTI verlor auf Wochenbasis rund 2,7 % und schloss bei 68,4 US-Dollar. Damit notiert der Ölpreis direkt wieder unter dem Quartalstief sowie unter dem Monatstief vom Juni. Charttechnisch bleibt das Bild damit zunächst klar bearish.
Aus fundamentaler Sicht passt diese Entwicklung ebenfalls zum Gesamtbild der Woche. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben sich zwar keineswegs vollständig aufgelöst, der Markt preist aktuell jedoch eine deutlich geringere Eskalationswahrscheinlichkeit ein. Gleichzeitig bleibt die Straße von Hormus geöffnet und auch die iranischen Ölexporte laufen nahezu unverändert weiter. Dadurch verschwindet ein Großteil der zuvor eingepreisten geopolitischen Risikoprämie.
Nichtsdestotrotz bleibe ich bei meiner Einschätzung der vergangenen Wochen. Sollte sich die Situation zwischen Iran, Israel oder den USA erneut verschärfen, besitzt der Ölmarkt enormes Potenzial für einen schnellen Short Squeeze. Die aktuelle Positionierung vieler Marktteilnehmer wirkt mittlerweile sehr einseitig.
Charttechnisch bleiben für mich insbesondere drei Preisbereiche entscheidend. Zunächst das ehemalige Monatstief vom März bei rund 69,20 US-Dollar, anschließend der Bereich um 68,60 US-Dollar als Monatstief vom Juni sowie darüber die wichtige Widerstandszone um 72 US-Dollar, an welcher sowohl der Jahreseröffnungs- als auch der Jahresschlusskurs der vergangenen Jahre verläuft.
Solange Öl unterhalb dieser Marken notiert, bleibt der kurzfristige Trend klar abwärtsgerichtet.
US-Staatsanleihen
Die US-Staatsanleihen entwickelten sich in dieser Woche erneut leicht positiv.
Die Renditen stiegen über nahezu alle Laufzeiten hinweg moderat an.
• 3-jährige Staatsanleihen: +1,70 %
• 5-jährige Staatsanleihen: +2,46 %
• 10-jährige Staatsanleihen: +2,75 %
• 30-jährige Staatsanleihen: +2,53 %
Damit notieren die Renditen weiterhin auf einem historisch hohen Niveau.
Dies zeigt sehr deutlich, dass der Markt trotz der schwächeren Arbeitsmarktdaten noch immer von einer vergleichsweise restriktiven Geldpolitik ausgeht. Zwar wurden nach den NFP-Daten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen etwas zurückgenommen, dennoch bleibt das Zinsniveau insgesamt hoch.
Besonders interessant war die Marktreaktion unmittelbar nach Veröffentlichung der NFP-Daten. Kurzfristig fielen die Renditen deutlich, bevor sich der Anleihemarkt im weiteren Verlauf der Sitzung wieder stabilisierte. Insgesamt ergibt sich dadurch weiterhin das Bild einer vorsichtigen, aber keineswegs panischen Neubewertung der Zinserwartungen.
Für die kommenden Wochen bleibt der Anleihemarkt einer der wichtigsten Indikatoren überhaupt. Sollten die Renditen nachhaltig zurückkommen, dürfte dies insbesondere Wachstumswerte und den Technologiesektor weiter unterstützen.
US-Dollar (DXY)
Der US-Dollar zeigte nach mehreren starken Wochen erstmals wieder deutliche Schwäche.
Auf Wochenbasis verlor der Dollar-Index rund 0,5 % und schloss bei 100,887 Punkten.
Besonders wichtig war dabei der technische Verlauf. Der Versuch, die Marke von 101,50 Punkten nachhaltig zu überwinden, scheiterte erneut. Im Anschluss fiel der DXY sogar wieder unter die psychologisch wichtige 101-Punkte-Marke zurück.
Genau dieses Szenario hatte ich bereits im Laufe der Woche mehrfach angesprochen.
Nun entscheidet sich, ob der Bereich zwischen 100,50 und 100,65 Punkten als Unterstützung dient oder ob der Dollar erneut vollständig in seine übergeordnete Jahresrange zurückfällt.
Fundamental passt diese Entwicklung hervorragend zur Marktreaktion auf die NFP-Daten. Schwächere Beschäftigungszahlen erhöhen die Hoffnung auf eine weniger restriktive Federal Reserve. Dadurch verlieren Zinserhöhungen an Wahrscheinlichkeit, was den US-Dollar unmittelbar belastet.
Sollte sich dieses Bild in den kommenden Wochen durch weitere schwächere Konjunkturdaten bestätigen, könnte der Dollar seine Korrektur zunächst fortsetzen.
Gelingt dagegen erneut der Sprung über 101 Punkte, dürfte der Fokus wieder auf dem Bereich um 102 Punkte liegen.
Volatilitätsindex (VIX)
Auch der Volatilitätsindex bestätigte in dieser Woche das insgesamt konstruktive Marktumfeld.
Der VIX verlor auf Wochenbasis rund 13 % und schloss bei lediglich 16,15 Punkten.
Damit bleibt die implizite Volatilität weiterhin deutlich unter der wichtigen Marke von 20 Punkten.
Historisch spricht ein derart niedriger VIX für eine hohe Risikobereitschaft institutioneller Anleger und bestätigt aktuell das bestehende Risk-On-Umfeld.
Natürlich bedeutet ein niedriger VIX niemals, dass keine Korrektur eintreten kann. Dennoch zeigt er aktuell sehr deutlich, dass die Marktteilnehmer kurzfristig keine außergewöhnlichen Risiken einpreisen.
In Kombination mit den schwächeren NFP-Daten, dem nachgebenden US-Dollar sowie den weiterhin stabilen Ölpreisen ergibt sich damit ein insgesamt konstruktives Umfeld für Risikoanlagen.
Zwischenfazit
Betrachtet man Öl, Staatsanleihen, Dollar und Volatilität gemeinsam, ergibt sich aktuell ein sehr interessantes Gesamtbild.
Der Ölpreis bleibt trotz geopolitischer Risiken niedrig, der Dollar verliert nach den Arbeitsmarktdaten an Stärke, der VIX signalisiert weiterhin eine hohe Risikobereitschaft und die Renditen bewegen sich zwar auf erhöhtem Niveau, konnten ihre jüngste Dynamik jedoch nicht weiter beschleunigen.
Genau diese Kombination erklärt, weshalb sich Aktienmärkte weltweit in dieser Woche so stark entwickeln konnten. Insbesondere europäische Indizes wie der DAX profitierten von diesem Umfeld überdurchschnittlich stark.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Der KI-Sektor blieb auch in dieser Woche einer der spannendsten Bereiche am Aktienmarkt. Nvidia konnte die Handelswoche zwar mit einem leichten Plus von rund 1,15 % beenden, das kurzfristige charttechnische Bild bleibt jedoch weiterhin angeschlagen.
Seit dem Allzeithoch hat die Aktie mittlerweile rund 17,5 % korrigiert und schafft es bislang nicht, die psychologisch wichtige Marke bei 200 US-Dollar nachhaltig zurückzuerobern. Genau diese Zone bleibt kurzfristig der entscheidende Widerstand.
Auf der Unterseite richtet sich mein Fokus weiterhin auf den Bereich um 190 US-Dollar. Sollte diese Unterstützung nicht halten, öffnet sich aus meiner Sicht der Weg in Richtung 186 US-Dollar und im weiteren Verlauf sogar bis in den Bereich um 180 US-Dollar.
Nichtsdestotrotz sollte man den langfristigen Trend nicht aus den Augen verlieren. Übergeordnet befindet sich Nvidia weiterhin klar in einem intakten Aufwärtstrend. Die strukturellen Wachstumstreiber rund um künstliche Intelligenz, Rechenzentren und Halbleiter bleiben vollständig erhalten. Kurzfristig sehen wir aktuell lediglich eine gesunde Konsolidierung innerhalb dieses langfristigen Trends.
Erst ein nachhaltiger Ausbruch über 200 US-Dollar würde das technische Bild wieder deutlich aufhellen und Raum für eine Bewegung in Richtung der bisherigen Hochs schaffen.
Bitcoin
Bitcoin zeigte in dieser Woche erstmals seit längerer Zeit wieder deutliche relative Stärke.
Nachdem zu Wochenbeginn nochmals Tiefststände um 57.850 US-Dollar getestet wurden, gelang den Käufern eine schnelle Stabilisierung. Bereits zur Wochenmitte konnte sich Bitcoin wieder oberhalb von 60.000 US-Dollar etablieren und durchbrach anschließend sogar die wichtige Marke bei 61.000 US-Dollar.
Damit wurden inzwischen drei aufeinanderfolgende bullische Tageskerzen ausgebildet.
Auf Wochenbasis notiert Bitcoin aktuell rund 5 % im Plus.
Trotz dieser kurzfristigen Erholung bleibt mein übergeordnetes Bild jedoch unverändert vorsichtig. Die langfristige Marktstruktur ist erst dann wieder klar bullisch, wenn die nächsten relevanten Widerstände zurückerobert werden.
Hier stehen insbesondere folgende Marken im Fokus:
• 65.000 US-Dollar (Monatstief März)
• 65.700 US-Dollar (Monatstief April)
• 67.000 US-Dollar als nächster größerer Widerstandsbereich.
Erst oberhalb dieser Preiszonen würde sich das langfristige Chartbild wieder deutlich verbessern.
Bis dahin werte ich die aktuelle Bewegung weiterhin als technische Erholung innerhalb einer übergeordneten Konsolidierung.
S&P 500
Der S&P 500 konnte die Handelswoche trotz zwischenzeitlicher Schwankungen mit einem Wochenplus von rund 1,8 % abschließen.
Besonders positiv ist dabei, dass sich der Index oberhalb der wichtigen Unterstützung um 7.500 Punkte stabilisieren konnte.
Die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten sorgten dafür, dass sich die Zinserwartungen leicht entspannten und dadurch erneut Kapital in den breiten Aktienmarkt floss.
Das übergeordnete Bild bleibt damit weiterhin konstruktiv.
Die nächsten entscheidenden Ziele bleiben aus meiner Sicht die bisherigen Allzeithochs im Bereich um 7.600-7.700 Punkte.
Solange der Bereich um 7.400 Punkte verteidigt wird, bleibt der mittelfristige Aufwärtstrend vollständig intakt.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigte sich in dieser Woche etwas schwächer als der Dow Jones oder der DAX, konnte die Woche jedoch ebenfalls mit einem Plus von rund 1,4 % beenden.
Technisch bleibt das Bild nahezu unverändert.
Die Marke bei 30.000 Punkten stellt weiterhin den entscheidenden Widerstand dar.
Auf der Unterseite bleibt insbesondere der Bereich um 29.500 Punkte kurzfristig wichtig, während das übergeordnete Strukturtief bei rund 28.800 Punkten weiterhin als entscheidende Unterstützung dient.
Sollte der Nasdaq die Zone zwischen 30.600 und 30.700 Punkten nachhaltig überwinden, würde sich das Chartbild deutlich verbessern und neue Allzeithochs rücken wieder in den Fokus.
Bis dahin bleibt der Technologiesektor kurzfristig etwas anfälliger als die übrigen US-Indizes.
US30 (Dow Jones)
Der Dow Jones gehörte auch in dieser Woche erneut zu den stärksten großen Indizes weltweit.
Mit einem Wochenplus von rund 1,9 % wurden neue Allzeithochs erreicht und zeitweise sogar die Marke von 53.150 Punkten überschritten.
Besonders bemerkenswert war dabei die enorme relative Stärke gegenüber dem Nasdaq.
Während Technologiewerte weiterhin unter Gewinnmitnahmen litten, floss Kapital verstärkt in klassische Industrie- und Standardwerte.
Der Wochenschlusskurs bei rund 52.923 Punkten bestätigt den weiterhin intakten Aufwärtstrend.
Solange keine deutliche Schwäche unterhalb der jüngsten Ausbruchszone auftritt, bleibt der Dow Jones für mich einer der stärksten internationalen Leitindizes.
DAX – Charttechnischer Wochenrückblick
Der DAX war ohne Zweifel der stärkste große Aktienindex dieser Handelswoche.
Mit einem Wochenplus von rund 4,8 % gelang dem deutschen Leitindex der Ausbruch auf ein neues Allzeithoch – erstmals seit dem 13. Januar 2026.
Besonders beeindruckend war dabei die Dynamik des Anstiegs.
Innerhalb kurzer Zeit wurden nahezu sämtliche relevanten Widerstände überwunden.
Sowohl die Jahreshochs als auch die Quartalshochs sowie sämtliche bisherigen Allzeithochs wurden mit außergewöhnlich starkem Momentum nach oben durchbrochen.
Der Wochenschlusskurs bei rund 25.814 Punkten markiert gleichzeitig den höchsten Wochenschluss der DAX-Geschichte.
Fundamental wurde diese Bewegung gleich von mehreren Faktoren unterstützt.
Zum einen sorgten die schwächeren US-Arbeitsmarktdaten für sinkende Zinserwartungen. Zum anderen entwickelten sich die europäischen Inflationsdaten besser als erwartet und die Konjunkturdaten fielen ebenfalls leicht besser als erwartet aus. Hinzu kamen die Entspannung am Ölmarkt sowie das Ausbleiben weiterer geopolitischer Eskalationen.
Diese Kombination schuf ein nahezu ideales Umfeld für europäische Aktien.
Trotz des ausgesprochen bullischen Gesamtbildes sollte jedoch nicht vergessen werden, dass der DAX historisch betrachtet nach neuen Allzeithochs häufig zunächst deutliche Gewinnmitnahmen gesehen hat.
Das bedeutet keineswegs, dass sich dieses Szenario zwangsläufig wiederholen muss.
Dennoch werde ich in den kommenden Handelstagen genau beobachten, ob der Bereich um die ehemaligen Allzeithochs erfolgreich als neue Unterstützung bestätigt werden kann.
Gelingt dieser Retest, würde dies den Ausbruch zusätzlich bestätigen und den Weg für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends ebnen.
Aktuell spricht das außergewöhnlich starke Momentum jedoch klar für die Käuferseite.
Fazit der Woche
KW27 markierte einen wichtigen Wendepunkt für die Finanzmärkte.
Die Kombination aus einem sich leicht abschwächenden US-Arbeitsmarkt, stabilen Inflationsdaten, einer Entspannung im Nahen Osten und sinkenden Zinserwartungen führte zu einer deutlichen Verbesserung der Marktstimmung.
Besonders europäische Aktien profitierten von diesem Umfeld überdurchschnittlich stark. Der DAX erreichte neue Allzeithochs, der Dow Jones setzte seinen Aufwärtstrend fort und auch der S&P 500 bleibt konstruktiv.
Für die kommenden Wochen richtet sich der Fokus nun zunehmend auf die anstehende Q2-Earnings-Season. Vor allem die Ergebnisse der großen Technologieunternehmen dürften darüber entscheiden, ob die aktuelle Risk-On-Phase weiter Bestand hat oder ob es nach den starken Kursanstiegen zunächst zu einer größeren Konsolidierung kommt.
Insgesamt überwiegt aus meiner Sicht nach wie vor das bullische Gesamtbild. Dennoch gilt es nach den dynamischen Anstiegen insbesondere im DAX aufmerksam zu bleiben. Rücksetzer und Gewinnmitnahmen wären nach einer derart starken Woche keineswegs ungewöhnlich, würden den übergeordneten Aufwärtstrend aktuell jedoch noch nicht infrage stellen.
Keine Anlageberatung – ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
Wünsch euch ein schönes Wochenende!






















