Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Donnerstag, den 25.06.2026
Da hat unser Dax am Mittwoch unten rum aber gut sauber gemacht und so einiges an Gaps vom Tisch gewischt, ob er damit nun oben fortfahren will am Donnerstag?!
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24700 abwärts, darüber aufwärts
Grundstimmung: neutral
Sollte unser Dax zum Mittwoch nochmal über 24900 nach oben Anlauf nehmen, sollten 25000 / 25030 auf dem Programm stehen und eben die Gaps bei 25100 / 25135 und dann aber vermutlich von dort auch direkt schon wieder ab in den Rückwärtsgang. Würde es ihm aber gelingen unter 24900 auf Zug nach unten zu bleiben, vorbei an der 24800, wäre unterhalb noch 24700 / 24670 und das andere Xetra-Gap bei 24615 ganz interessant für Gegenwehr. So die Gegenwehr.
Und recht steil startete unser Dax schon kurz vor der Xetra-Eröffnung nach unten an und arbeitete sich akribisch bis zur 24700 / 24670 und sogar noch bis zur 24615 gleich vor bevor er in die Gegenwehr ging. Viel erreicht hat er dabei aber noch nicht, sodass man ihm definitiv noch Anschlussziele für die Erholung mitgeben darf. Vor allem 24800 und 24880 / 24900 sind dabei nun interessant, auch um sich nochmal nach unten von wegzudrehen dann. Kommt er aber durch dürfte man dann sogar noch mit 25000 / 25030 und 25100 / 25135 fantasieren.
Aber Vorsicht, auf den Donnerstag würde ich da oben rote Stundenkerzen dann durchaus ernst nehmen, die könnten ihm dann schnell auch wieder versuchen die Tagesgewinne wegzunehmen. Und sollte er gar von Beginn an weiter Erholungsversuche über 24700 verweigern und weiter in die Tiefe tauchen, wären dann 24500 und 24430 noch wichtige Zwischenziele auf dem Weg zur nächst größeren Station bei 24325. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Unser Dax hat am Mittwoch nun die Gaps bei 24670 und 24615 geschlossen, ist von dort in der Erholung aber noch nicht weit gekommen. Drückt er die zum Donnerstag weiter an, wären auch 24800 und besonders 24880 / 24900 noch erreichbar. Das wäre dann auch eine schöne Stelle um sich wieder richtig saftig nach unten wegzudrehen. Sollte er aber durchkommen, wäre noch Anschlusspotential bis 25000 / 25030 und 25100 / 25130 ableitbar. Verweigert er aber jegliche Erholungsversuche oberhalb der 24700 und drückt stattdessen nach unten weiter an, sind unter 24615 dann 24500 und 24430 die nächsten Zwischenziele auf dem Weg zur nächst größeren Station bei 24325.
Marktindizes
DAX Tagesausblick 24.Juni–Risk Assets hartnäckiger als gedacht!Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin das dominierende Thema an den Finanzmärkten.
Neu hinzugekommen sind vor allem weitere Details zu den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Beide Seiten bestätigen Fortschritte, gleichzeitig zeigen sich aber weiterhin erhebliche Differenzen bei den zentralen Streitpunkten. Besonders bei den Themen Nuklearprogramm, internationale Inspektionen, eingefrorene Vermögenswerte sowie dem iranischen Raketenprogramm bestehen weiterhin große Meinungsverschiedenheiten.
US-Präsident Donald Trump erklärte in seiner gestrigen Rede erneut, dass die Verhandlungen positiv verlaufen würden und man auf einem guten Weg sei. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass die USA keine dauerhafte Einschränkung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus akzeptieren würden. Laut mehreren Berichten fließt der Schiffsverkehr mittlerweile wieder weitgehend normal durch die Meerenge, nachdem zuvor erhebliche Störungen und Unsicherheiten bestanden hatten.
Auch zwischen Oman und dem Iran wurden neue Vereinbarungen zur Verwaltung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus getroffen. Beide Staaten betonten ihre Zusammenarbeit bei der Sicherstellung eines sicheren und offenen Schifffahrtsweges für den internationalen Handel. Damit verschwindet das Risiko einer unmittelbaren Blockade vorerst deutlich aus dem Fokus der Märkte.
Gleichzeitig bleibt die Situation im Libanon angespannt. Zwar hält der Waffenstillstand zwischen Israel und der Hisbollah grundsätzlich weiter an, dennoch kam es erneut zu gegenseitigen Vorwürfen über Verstöße gegen die Vereinbarungen. Die Hisbollah wirft Israel Angriffe auf Zivilisten im Süden des Landes vor, während Israel weiterhin auf Sicherheitsoperationen entlang der Grenze verweist.
Unterm Strich bewertet der Markt die aktuelle Nachrichtenlage jedoch deutlich positiver als noch vor wenigen Tagen. Das erklärt auch die massive Entspannung am Ölmarkt und den Rückgang vieler geopolitischer Risikoprämien.
Fundamentale Lage
Neben den geopolitischen Entwicklungen standen gestern vor allem die US-Konjunkturdaten im Fokus.
Der S&P Global Services PMI für Juni wurde mit 51,3 Punkten veröffentlicht. Die Erwartungen lagen bei 51,1 Punkten, der vorherige Wert bei 50,7 Punkten. Damit zeigt sich der Dienstleistungssektor weiterhin in Expansion und konnte seine Dynamik sogar leicht ausbauen.
Auch der S&P Global Manufacturing PMI überraschte positiv. Hier wurden 55,7 Punkte gemeldet, während der Konsens lediglich bei 54,6 Punkten lag. Der vorherige Wert lag bei 55,1 Punkten.
Damit senden sowohl der Dienstleistungssektor als auch das verarbeitende Gewerbe weiterhin Signale einer stabilen US-Wirtschaft. Für die Federal Reserve bedeutet dies gleichzeitig, dass der unmittelbare Druck für Zinssenkungen weiter sinkt. Die Daten bestätigen erneut das Bild einer widerstandsfähigen US-Konjunktur, obwohl die Zinsen weiterhin auf historisch hohen Niveaus notieren.
Heute rücken die New Home Sales in den Fokus. Erwartet werden 638.000 neu verkaufte Einfamilienhäuser nach zuvor 622.000. Dieser Indikator gilt als wichtiger Frühindikator für die Entwicklung des US-Immobilienmarktes und besitzt insbesondere dann Relevanz, wenn er vor den bestehenden Hausverkäufen veröffentlicht wird.
Ebenfalls im Blick stehen heute die US-Rohöllagerbestände. Nachdem zuletzt ein massiver Rückgang von 8,263 Millionen Barrel gemeldet wurde, erwartet der Markt nun einen deutlich moderateren Rückgang von 3,9 Millionen Barrel. Sollten die Lagerbestände tatsächlich weniger stark sinken als zuletzt, würde dies die aktuelle Entspannung am Ölmarkt zusätzlich unterstützen.
Hinzu kommt die zunehmende Bedeutung der bevorstehenden Quartalszahlen für Q2. Gerade im Technologie- und KI-Sektor liegen die Erwartungen mittlerweile auf einem extrem hohen Niveau. Nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Monate reichen gute Zahlen alleine oftmals nicht mehr aus. Viele Unternehmen müssen die hohen Erwartungen deutlich übertreffen, um weitere Kurssteigerungen zu rechtfertigen.
Zusätzlich sorgte die Meldung über neue Finanzierungsmaßnahmen bei SpaceX für Aufmerksamkeit. Der Markt beobachtet derzeit sehr genau, wie stark Unternehmen im KI- und Technologiesektor ihre Expansion weiterhin über Fremdkapital finanzieren und ob sich diese Investitionen langfristig in entsprechende Gewinne umwandeln lassen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Am Ölmarkt setzt sich die Entspannung fort. Seit Wochenbeginn notiert US Oil rund 4,2 Prozent im Minus und handelt aktuell im Bereich von 72,3 US-Dollar.
Gestern wurde erneut eine bärische Tageskerze von rund 1,4 Prozent ausgebildet. Zudem wurde das Tief des Vortages unterschritten, wodurch die übergeordnete Abwärtsstruktur intakt bleibt.
Aus technischer Sicht bleibt für mich weiterhin die psychologisch wichtige Marke von 70 US-Dollar das nächste übergeordnete Ziel.
Allerdings nimmt das Momentum auf der Unterseite zunehmend ab. Die Wahrscheinlichkeit eines kurzfristigen Squeeze nach oben steigt mit jedem weiteren Abverkauf. Sollte es erneut zu geopolitischen Spannungen rund um die Straße von Hormus kommen, könnte der Markt sehr schnell einen Teil der aktuellen Verluste korrigieren.
US-Staatsanleihen
Bei den US-Renditen sehen wir weiterhin leichte Entspannungstendenzen.
Aktuell notieren die Veränderungen bei:
• 3 Jahre: -0,315 %
• 5 Jahre: -0,33 %
• 10 Jahre: -0,40 %
• 30 Jahre: -0,40 %
Die Renditen bleiben zwar historisch betrachtet weiterhin hoch, dennoch zeigt sich kurzfristig wieder etwas Nachfrage nach Anleihen. Dies unterstützt die These, dass Investoren aktuell vorsichtiger werden und zunehmend auf die Bewertungen bei Risk Assets achten.
US-Dollar Index (DXY)
Der Dollar bleibt einer der stärksten Märkte dieser Woche.
Seit Wochenbeginn konnte der DXY rund 0,8 Prozent zulegen und hat die wichtige Widerstandszone um 101,5 Punkte erfolgreich attackiert.
Damit rückt für mich nun die Zone um 102 Punkte in den Fokus. Diese stellt ein bedeutendes Hoch aus dem Mai 2025 dar. Auf Monatsbasis notiert der Dollar mittlerweile rund 2,6 Prozent im Plus. Das spricht dafür, dass wieder verstärkt Kapital in den US-Dollar fließt. Die Dollar-Dominanz nimmt zu, während viele andere Major-Währungen weiter unter Druck geraten.
Volatilitätsindex (VIX)
Der VIX konnte gestern erneut ansteigen und notiert aktuell bei 19,14 Punkten.
Zwar befindet sich der Index weiterhin unter der wichtigen Marke von 20 Punkten, dennoch zeigt die Entwicklung der vergangenen Tage, dass die Marktteilnehmer wieder verstärkt Absicherungen aufbauen.
Die Wahrscheinlichkeit erhöhter Volatilität bleibt damit für die kommenden Handelstage bestehen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia stand gestern erneut massiv unter Druck und verlor 4,18 Prozent.
Die Aktie notiert aktuell im Bereich von 200 US-Dollar und befindet sich damit an einer technisch sehr wichtigen Unterstützungszone. Entscheidend wird nun sein, ob die Zone zwischen 198 und 200 Dollar verteidigt werden kann. Sollte dieser Bereich brechen, rückt zunächst das Monatstief aus dem Mai bei 194,5 Dollar in den Fokus.
Darunter würde sich die nächste größere Zielzone im Bereich von 190 Dollar eröffnen.
Die aktuelle Schwäche bei Nvidia belastet gleichzeitig den gesamten Technologie- und KI-Sektor sowie die großen US-Indizes aufgrund der enormen Gewichtung der Aktie.
Bitcoin
Auch Bitcoin zeigt weiterhin Schwäche.
Der gestrige Handelstag endete mit einem deutlichen bearishen Close, während gleichzeitig die Tiefs der Vorwoche erneut unterschritten wurden.
Solange Bitcoin unterhalb von 62.000 US-Dollar notiert, bleibt für mich die Unterseite interessant. Das nächste Ziel liegt im Bereich von 60.700 US-Dollar.
Long-Setups bleiben für mich aktuell unattraktiv, da die übergeordnete Marktstruktur weiterhin klar bärisch bleibt.
S&P 500
Der S&P 500 verlor gestern 1,42 Prozent und schloss sowohl unter dem Wochentief der KW24 als auch unter der wichtigen Marke von 7.500 Punkten.
Solange wir nicht nachhaltig über 7.500 Punkte zurückkehren, bleibt die Unterseite favorisiert.
Die nächsten Ziele liegen für mich bei:
• 7.360 Punkten
• 7.250 Punkten
Nasdaq
Der Nasdaq verzeichnete gestern einen der schwächsten Handelstage der vergangenen Wochen.
Mit rund 3 Prozent Verlust wurde nicht nur die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Punkten unterschritten, sondern auch mehrere relevante Wochentiefs.
Kurzfristig bleibt für mich entscheidend, ob wir im Bereich von 29.500 bis 29.600 Punkten erneut Verkäufer finden oder ob es zunächst zu einem technischen Pullback in Richtung 30.000 Punkte kommt.
Unterhalb des gestrigen Tagestiefs sehe ich weiteres Potenzial in Richtung 29.000 Punkte.
US30
Der Dow Jones zeigt sich weiterhin deutlich robuster als Nasdaq und S&P 500.
Sowohl am Montag als auch am Dienstag wurde das Wochentief im Bereich von 51.420 Punkten erfolgreich verteidigt.
Damit befindet sich der Markt weiterhin in einer Range.
Bullishes Szenario:
• Ausbruch über 52.000 Punkte
• Ziel 52.500 Punkte
Bearishes Szenario:
• Bruch von 51.420 Punkten
• Ziel 51.180 Punkte
• anschließend 51.000 Punkte
DAX Tagesausblick
Auch der DAX testete gestern erneut das Wochentief der KW25 bei 24.730 Punkten.
Die Käufer konnten diesen Bereich zunächst verteidigen, allerdings gelang es dem Markt nicht mehr, oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten zu schließen.
Der heutige Handelsstart zeigt bereits wieder deutliche Schwäche.
Für die Unterseite bleibt entscheidend:
• Bruch des gestrigen Tagestiefs bei 24.730 Punkten
• Bruch des Wochentiefs KW25 bei 24.715 Punkten
Sollte dieser Bereich aufgegeben werden, sehe ich zunächst Potenzial bis 24.500 Punkte.
Darunter würden sich weitere Ziele bei:
• 24.400 Punkten
• 24.300 Punkten
eröffnen.
Für die Bullen bleibt entscheidend, dass der Markt wieder über 24.900 Punkte zurückkehrt und idealerweise die Marke von 25.000 Punkten zurückerobert.
Solange dies nicht gelingt, bleibt die kurzfristige Marktstruktur für mich bearish.
Fazit
Durch die deutliche Entspannung im Nahen Osten fallen die Märkte bislang nicht in einen klassischen Flash-Crash-Modus. Stattdessen sehen wir kontrollierte und geordnete Abverkäufe, insbesondere im Technologie- und KI-Sektor.
Die Kombination aus:
• weiterhin hawkischer Federal Reserve,
• starken US-Wirtschaftsdaten,
• hohen Bewertungen im Technologiesektor,
• Quartalsende,
• Monatsende,
• Rebalancing institutioneller Investoren
führt aktuell zu einem Umfeld, in dem Gewinne mitgenommen werden, ohne dass gleichzeitig Panik entsteht.
Kurzfristig bleibe ich daher weiterhin vorsichtig gegenüber Risk Assets positioniert. Besonders Nasdaq, Nvidia und Bitcoin wirken aktuell anfälliger als die klassischen Value-Indizes.
Für den DAX bleibt die Zone um 24.715 bis 24.730 Punkte heute die entscheidende Unterstützung. Solange diese fällt und 25.000 Punkte nicht zurückerobert werden, bleibt für mich die Unterseite das wahrscheinlichere Szenario.
Keine Anlageberatung – lediglich meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch stabile Trades und einen erfolgreichen Handelstag.
Die 3 am meisten erwarteten Börsengänge (IPOs) von InvestorenWährend die SpaceX-Aktie gerade an die Börse gebracht wurde und Analysten derzeit darüber diskutieren, ob die Bewertung bereits zu hoch ist, werfe ich heute einen Blick auf die nächsten großen Börsengänge, die bis Ende des Jahres an der Wall Street erwartet werden.
Was man beobachten kann: Nach mehreren Jahren mit einer Abschwächung der IPO-Aktivität sorgen bestimmte private Unternehmen aufgrund ihrer Größe, ihres Wachstums und ihrer strategischen Position in Zukunftsbranchen für außergewöhnliches Interesse. Der IPO von SpaceX hat dies gezeigt. Die Aktie liegt zwar unter ihrem jüngsten Hoch, doch das ist häufig in den Wochen nach einem Börsengang zu beobachten.
Auf TradingView lautet das Ticker-Symbol der SpaceX-Aktie SPCX.
www.tradingview.com
Aktuell stechen drei Namen bei den IPO-Erwartungen besonders hervor: OpenAI, Stripe und Databricks. Beachten Sie, dass ich Anthropic (den KI-Assistenten Claude) nicht aufgenommen habe, da dessen möglicher Börsengang eher für 2027 oder 2028 erwartet wird.
Das erste Unternehmen, über das alle sprechen, ist OpenAI. Dank des weltweiten Erfolgs von ChatGPT ist das Unternehmen zu einem zentralen Akteur der künstlichen Intelligenz geworden und gilt heute als führend in der Revolution der generativen KI. Sein Einfluss reicht weit über den Technologiesektor hinaus und betrifft Unternehmen, Bildung, Forschung und sogar öffentliche Verwaltungen. Ein möglicher Börsengang von OpenAI könnte eines der bedeutendsten Finanzereignisse des Jahrzehnts werden und enormes Interesse bei Investoren weltweit auslösen.
Stripe gehört ebenfalls zu den am meisten erwarteten IPOs. Das 2010 gegründete Unternehmen hat sich als eine der führenden globalen Online-Zahlungsplattformen etabliert. Seine Lösungen ermöglichen Millionen von Unternehmen die einfache Abwicklung digitaler Transaktionen. Dank kontinuierlichen Wachstums und starker internationaler Präsenz gilt Stripe als eines der bestpositionierten privaten Unternehmen für einen erfolgreichen Börsengang an der Wall Street. Der IPO könnte einer der größten im Fintech-Sektor überhaupt werden.
Die folgende Grafik zeigt die 3 am meisten erwarteten Börsengänge an der Wall Street im Vergleich zum kürzlichen IPO von SpaceX.
Schließlich rundet Databricks dieses stark beobachtete Trio ab. Das Unternehmen ist auf Datenanalyse und Infrastruktur für künstliche Intelligenz spezialisiert und profitiert von der steigenden Nachfrage nach Technologien zur Verarbeitung und Nutzung riesiger Datenmengen. Databricks nimmt eine strategische Position im Zentrum des KI-Ökosystems ein und arbeitet mit zahlreichen großen Unternehmen weltweit zusammen.
Diese drei Unternehmen verkörpern die wichtigsten aktuellen Technologietrends: künstliche Intelligenz, digitale Zahlungen und die Nutzung von Daten. Ihre möglichen Börsengänge könnten nicht nur Milliarden an Kapital anziehen, sondern auch den nächsten großen Trend im S&P-500-Index prägen.
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Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Mittwoch, den 24.06.2026Zum Dienstag hat sich unser Dax nun einen kleinen Spaß erlaubt und ein dynamisches Auflösen der Anspannung per Gap angetäuscht, um letztendlich doch nur wieder den ganzen Tag zur Seite dann wegzuschieben.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24900 abwärts, darüber aufwärts
Grundstimmung: neutral
Sollte unser Dax zum Dienstag nun mal anfangen sein Bewegungsverhalten zu ändern und nochmal unter der 25000 wegtauchen, könnte er durchaus versuchen nochmal 24900 anzugehen und anschließend auch weiter zur 24800 / 24760 vorzuarbeiten. Und wenn er richtig Lust hätte, auch gleich noch bis zur 24700 / 24670 und 24615. Doch sollte man sich dessen noch nicht zu sicher sein, so wie der Kräpel hier nun immer hin und her trottet. Sollte der sich nun nämlich doch einfach nur wieder über der 24144 raus wagen, würde ich auch wieder die 24200 / 24240 anvisieren und darüber dann auch 24300 / 24330 und 24405, so die Zusammenfassung von gestern.
Und etwas gemein drückte sich unser Dax schon direkt per Gap an die 24900, sodass die meisten wohl das Abtauchen unter 25000 gar nicht begleiten konnten, arbeitete dann auch direkt gleich am Morgen fix noch die 24800 / 24760 ab und dann wars das auch schon. Den Rest des Tages beehrte der Herr uns wieder mit Geschiebe zur Seite zwischen groß 25000 und 24850. So stehen wir nun erstmal wieder etwas tiefer, was uns im Tageschart wieder tiefere Ziele öffnet, allerdings auch mit einem so ziemlich verpufftem Versuch da unterhalb von 25000 auch nur irgendwie in etwas dynamisches nach unten überzugehen. Sollte der also auch am Mittwoch kein Feuer fangen, würde er wohl oberhalb der 24900 dann doch einfach nur wieder zur 25000 / 25030 zurück pilgern, oben die Gaps bei 25100 / 25135 schließen und dann von dort vermutlich auch nur wieder zurück kullern.
Sollte er aber unter der 24900 Feuer nach unten fangen und schön mit Druck wieder rauf auf die 24800 und dann dran vorbei, weiter hin zur 24700 / 24670, wäre dort dann die nächste Station, die aber sicher nur als Zwischenziel dient, da die 24615 darunter dann noch deutlich interessanter werden wird als Xetra-Gapclose zu vorletzte Woche Freitag. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Dienstag hat unser Dax sich die 24900 und 24800 zur Brust genommen und beide abgearbeitet. Doch so richtig Trenddynamik nach unten wollte dabei nicht aufkommen und so trudelte unser Dax doch nur wieder zurück Richtung 25000, ließ sein Gap zum Vortag dabei aber noch offen. Ich denke genau das kann man zum Mittwoch nun anpeilen, sollte er über 24900 nochmal nach oben Anlauf nehmen, dann dürften 25000 / 25030 im Programm stehen und eben die Gaps bei 25100 / 25135 und dann aber vermutlich von dort auch direkt schon wieder ab in den Rückwärtsgang. Gelingt es ihm aber unter 24900 auf Zug nach unten zu bleiben, vorbei an der 24800, wäre unterhalb noch 24700 / 24670 und das andere Xetra-Gap bei 24615 ganz interessant für Gegenwehr.
Pullback-Trading nach Minervini #1Viele Trader kaufen Aktien genau dann, wenn sie auf ein neues Hoch ausbrechen. Das kann funktionieren – aber oft ist der Breakout bereits sehr offensichtlich, emotional aufgeladen und kurzfristig anfällig für Fehlsignale.
Gerade bei DAX- und TecDAX-Aktien sieht man häufig folgendes Muster:
Eine Aktie bricht über ein wichtiges Hoch aus, viele Trader springen gleichzeitig auf, der Kurs läuft noch ein paar Prozent weiter – und fällt anschließend wieder zurück. Wer zu spät gekauft hat, sitzt sofort im Minus oder wird ausgestoppt.
Eine mögliche Alternative ist der Pullback-Einstieg.
Dabei kaufen wir nicht blind den ersten Ausbruch, sondern warten auf einen kontrollierten Rücksetzer nach vorheriger Stärke.
Die Grundidee lautet:
Nicht Schwäche kaufen.
Sondern Stärke nach einer gesunden Pause kaufen.
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1. WAS IST EIN MINERVINI-INSPIRIERTER PULLBACK?
Ein guter Pullback entsteht nicht in einer schwachen Aktie, sondern in einer Aktie, die vorher bereits Stärke gezeigt hat.
Idealerweise sehen wir vorher:
- einen klaren Aufwärtstrend
- Kurs oberhalb wichtiger gleitender Durchschnitte
- relative Stärke gegenüber DAX, TecDAX oder Sektor
- einen dynamischen Impuls nach oben
- idealerweise erhöhtes Volumen beim Anstieg
- danach einen kontrollierten Rücksetzer
Der Pullback ist dann keine Schwäche im großen Bild, sondern eine Verschnaufpause innerhalb eines intakten Trends.
Anders gesagt:
Wir kaufen keinen Absturz.
Wir kaufen eine kontrollierte Reaktion in einer starken Aktie.
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2. WARUM PULLBACKS OFT BESSERES RISIKO BIETEN
Beim klassischen Breakout liegt der Stop häufig relativ weit entfernt. Wenn man dem Ausbruch hinterherläuft, kann das Chance-Risiko-Verhältnis schnell unattraktiv werden.
Beim Pullback ist das oft besser.
Die Aktie hat bereits Stärke gezeigt, kommt anschließend zurück und bildet idealerweise einen engeren Bereich. Dadurch lässt sich der Stop häufig näher setzen.
Mögliche Stop-Bereiche:
- unter dem Pullback-Tief
- unter einer engen Konsolidierung
- unter der 10- oder 21-Tage-Linie
- unter der 50-Tage-Linie, falls der Trade längerfristiger geplant ist
- unter einem klaren technischen Invalidation-Level
Das Ziel ist ein Einstieg nahe am sogenannten Danger Point.
Der Danger Point ist der Bereich, an dem relativ schnell klar wird, ob die Trade-Idee funktioniert oder falsch ist.
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3. SO SIEHT EIN KONSTRUKTIVER PULLBACK AUS
Ein guter Pullback hat meistens mehrere dieser Merkmale:
- Rücksetzer nach vorherigem Aufwärtsimpuls
- Kurs bleibt oberhalb der 50-Tage-Linie
- Pullback ist moderat, nicht panisch
- Volumen nimmt während des Rücksetzers ab
- Tageskerzen werden enger
- Aktie hält sich besser als der Gesamtmarkt
- keine massiven roten Volumenkerzen
- keine sofortige Rückkehr in die alte Base
- neuer kleiner Pivot entsteht
- Ausbruch über diesen Pivot liefert den möglichen Einstieg
Besonders interessant wird es, wenn der Pullback zur 10- oder 21-Tage-Linie läuft und dort Käufer auftauchen.
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4. DER UNTERSCHIED ZWISCHEN PULLBACK UND FALLENDEM MESSER
Nicht jeder Rücksetzer ist kaufbar.
Ein guter Pullback ist kontrolliert.
Ein schlechter Pullback ist chaotisch.
Guter Pullback:
- kommt nach Stärke
- Volumen trocknet aus
- Rücksetzer bleibt geordnet
- Aktie hält wichtige Durchschnitte
- relative Stärke bleibt stabil
- Stop ist klar definierbar
Schlechter Pullback:
- kommt aus einem Abwärtstrend
- hohes Verkaufsvolumen
- Bruch der 50- oder 200-Tage-Linie
- weite, wilde Tageskerzen
- Aktie fällt stärker als der Markt
- kein klarer Invalidation-Punkt
Die wichtigste Frage lautet:
Sieht der Rücksetzer wie eine gesunde Pause aus – oder wie der Beginn eines neuen Abwärtstrends?
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5. WARUM DAS BEI DAX- UND TECDAX-AKTIEN WICHTIG IST
DAX- und TecDAX-Aktien laufen häufig anders als viele US-Momentum-Aktien.
Viele deutsche Aktien sind stärker beeinflusst durch:
- Gesamtmarkt
- Zinsen
- Konjunktur
- Währungen
- politische Nachrichten
- US-Vorgaben
- Sektorrotation
- Quartalszahlen
Deshalb ist Geduld besonders wichtig.
Nicht jeder Breakout muss gekauft werden.
Nicht jeder Rücksetzer ist eine Chance.
Der Pullback-Ansatz hilft dabei, weniger emotional zu handeln und auf Setups mit klarerem Risiko zu warten.
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6. DAS EINFACHE PULLBACK-REGELWERK
Für meine Minervini-inspirierte Pullback-Analyse nutze ich folgende Mindestkriterien:
Trend:
Die Aktie sollte sich in einem klaren Aufwärtstrend befinden.
50-Tage-Linie:
Der Kurs sollte idealerweise oberhalb der 50-Tage-Linie liegen.
200-Tage-Linie:
Der Kurs sollte klar oberhalb der 200-Tage-Linie notieren.
Relative Stärke:
Die Aktie sollte stärker laufen als DAX, TecDAX oder ihr Sektor.
Pullback-Tiefe:
Der Rücksetzer sollte kontrolliert bleiben.
Volumen:
Das Volumen sollte im Pullback eher abnehmen.
Entry:
Der Einstieg erfolgt erst bei Bestätigung nach oben.
Stop:
Der Stop wird vor dem Einstieg definiert.
Risiko:
Pro Trade sollte nur ein kleiner Teil des Depots riskiert werden.
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7. BEISPIEL FÜR EINEN TRADE-PLAN
Angenommen, eine Aktie steigt stark von 45 auf 52 Euro.
Danach zieht sie kontrolliert auf 49 Euro zurück und bildet dort mehrere enge Tage. Ein kleiner Pivot entsteht bei 51 Euro.
Möglicher Plan:
Einstieg:
Über 51,00 Euro
Stop:
Unter dem Pullback-Tief, zum Beispiel bei 48,80 Euro
Risiko je Aktie:
2,20 Euro
Erstes Ziel:
55,50 bis 57,00 Euro
Chance/Risiko:
Etwa 2:1 bis 3:1
Invalidation:
Schlusskurs unter 48,80 Euro oder hohes Verkaufsvolumen zurück in die alte Struktur
Wichtig:
Der Kauf erfolgt nicht bei 49 Euro, nur weil die Aktie gefallen ist.
Der Kauf erfolgt erst, wenn sie wieder Stärke zeigt.
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8. TYPISCHE FEHLER BEIM PULLBACK-TRADING
Die häufigsten Fehler sind:
- zu früh kaufen
- fallende Messer mit Pullbacks verwechseln
- schwache Aktien kaufen
- den Gesamtmarkt ignorieren
- Stop zu weit setzen
- Stop nach unten verschieben
- vor Quartalszahlen blind einsteigen
- Pullbacks kaufen, obwohl die Aktie keine relative Stärke zeigt
- Aktien kaufen, die bereits unter der 50- oder 200-Tage-Linie handeln
Der wichtigste Satz:
Ein Pullback ist nur dann interessant, wenn die Aktie vorher stark war.
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9. CHECKLISTE FÜR DEN CHART
Bevor ich einen Pullback-Trade plane, stelle ich mir diese Fragen:
1. Befindet sich die Aktie in einem Stage-2-Aufwärtstrend?
2. Liegt der Kurs über der 50- und 200-Tage-Linie?
3. Ist die 50-Tage-Linie steigend?
4. Läuft die Aktie stärker als DAX oder TecDAX?
5. Kam der Pullback nach einem echten Impuls?
6. Trocknet das Volumen im Rücksetzer aus?
7. Werden die Tagesranges enger?
8. Gibt es einen klaren Pivot?
9. Ist der Stop logisch und eng genug?
10. Bietet der Trade mindestens ein vernünftiges Chance-Risiko-Verhältnis?
Wenn mehrere dieser Punkte fehlen, ist es kein A-Setup.
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10. FAZIT
Pullback-Trading nach Minervini-Logik bedeutet nicht, billige Aktien zu kaufen.
Es bedeutet, starke Aktien nach einer kontrollierten Pause zu kaufen – idealerweise mit engem Risiko, klarer Entry-Zone und eindeutigem Stop.
Für DAX- und TecDAX-Aktien ist dieser Ansatz besonders hilfreich, weil viele Breakouts kurzfristig anfällig für Rücksetzer sind.
Statt jedem Ausbruch hinterherzulaufen, warten wir auf eine zweite Chance:
den Rücksetzer zur Stärke.
Ein gutes Pullback-Setup zeigt:
- intakten Aufwärtstrend
- relative Stärke
- kontrollierte Korrektur
- abnehmendes Volumen
- enge Preisstruktur
- klaren Pivot
- sinnvollen Stop
- gutes Chance-Risiko-Verhältnis
Im nächsten Teil geht es um den Stage-2-Aufwärtstrend und warum dieser Trendfilter die Grundlage für fast alle hochwertigen Pullback-Setups ist.
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DISCLAIMER:
Diese Analyse dient ausschließlich der Weiterbildung und stellt keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Trader ist für seine eigenen Entscheidungen, sein Risiko-Management und seine Positionsgröße selbst verantwortlich.
DAX Tagesausblick 23. Juni – Kommt jetzt der große Short?Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt das dominierende Thema an den Märkten, allerdings verschiebt sich der Fokus zunehmend von der Eskalation hin zur Frage, wie nachhaltig die jüngsten Fortschritte tatsächlich sind. Nach den Verhandlungen in der Schweiz wurde eine Roadmap für ein dauerhaftes Abkommen zwischen den USA und dem Iran innerhalb der nächsten 60 Tage vereinbart. Gleichzeitig wurden die US-Sanktionen gegenüber dem Iran vorübergehend gelockert, wodurch iranische Öl- und Petrochemieexporte wieder möglich werden.
Zusätzlich wurde eine direkte Kommunikationslinie eingerichtet, um die sichere Passage von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus sicherzustellen. Auch zwischen Israel und dem Libanon laufen weitere Gespräche, während die Waffenruhe bislang Bestand hat.
Die entscheidende Unsicherheit bleibt allerdings bestehen: Während die US-Regierung von Fortschritten bei Waffeninspektionen und einem langfristigen Friedensabkommen spricht, bestreitet der Iran weiterhin, dass bereits konkrete Verpflichtungen bezüglich seines Atomprogramms eingegangen wurden. Genau hier liegt aktuell der größte Riss im Verhandlungsprozess.
Für die Märkte bedeutet dies weiterhin eine deutliche Entspannung gegenüber der Vorwoche. Die Wahrscheinlichkeit einer unmittelbaren Eskalation im Nahen Osten ist spürbar gesunken, weshalb die geopolitische Risikoprämie insbesondere im Ölmarkt weiter abgebaut wird.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt gestern SpaceX. Die Aktie setzte ihre Korrektur nach dem IPO fort und verlor zeitweise deutlich. Gleichzeitig wurde bekannt, dass SpaceX erstmals den Anleihemarkt nutzt, um zusätzliches Kapital aufzunehmen. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass das Unternehmen trotz hoher Liquiditätsreserven diesen Schritt geht, um die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur, Rechenzentren und die nächste Starship-Generation zu finanzieren. Die Märkte interpretierten dies kurzfristig eher negativ, da die Profitabilität durch die hohen Investitionen zunehmend belastet wird.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entwicklung der US Strategic Petroleum Reserve. Die US-Ölreserven fielen zuletzt um weitere 9,1 Millionen Barrel auf lediglich 331,2 Millionen Barrel und damit auf den niedrigsten Stand seit 1983. Kurzfristig spielt dies aktuell keine Rolle, da die geopolitische Entspannung zusätzlichen Angebotsdruck erzeugt. Mittel- bis langfristig zeigt diese Entwicklung jedoch, dass die USA über deutlich weniger strategische Reserven verfügen als noch vor einigen Jahren.
Fundamentaldaten heute
Nach einem ruhigen Wochenstart rücken heute die Einkaufsmanagerindizes in den Fokus.
Im Mittelpunkt stehen:
• S&P Global Services PMI (Forecast 51,1 | Previous 50,7)
• S&P Global Manufacturing PMI (Forecast 54,6 | Previous 55,1)
Die Einkaufsmanagerindizes zählen zu den wichtigsten Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Sie basieren auf monatlichen Befragungen von mehreren hundert Unternehmen.
Der Services PMI misst die Entwicklung im Dienstleistungssektor, darunter Transport, Kommunikation, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, IT, Hotels und Gastronomie.
Der Manufacturing PMI misst die Aktivität im produzierenden Gewerbe und gibt damit wichtige Hinweise auf die industrielle Entwicklung.
Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum, während ein Wert unter 50 auf eine Schrumpfung der wirtschaftlichen Aktivität hindeutet.
Für die Märkte sind diese Daten aktuell besonders relevant, da sie direkten Einfluss auf die Zinserwartungen haben. Stärkere Daten würden die robuste US-Wirtschaft bestätigen und könnten die hawkishe Haltung der Fed weiter untermauern. Schwächere Daten würden hingegen Zinssenkungshoffnungen unterstützen und kurzfristig positiv für Risk Assets wirken.
Aktuell erwartet der Markt eine leichte Verbesserung im Dienstleistungssektor, während im verarbeitenden Gewerbe ein leichter Rückgang prognostiziert wird.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Bei US Oil sahen wir gestern zunächst ein deutliches Gap-Up und einen erneuten Test der wichtigen Widerstandszone um 78 Dollar. Gleichzeitig wurde nahezu das Monatstief aus dem Mai beziehungsweise das starke Key-Level im Bereich 77 Dollar erneut angelaufen.
Die Käufer konnten das höhere Niveau allerdings nicht verteidigen. Trotz des bullishen Starts wurde der Markt massiv abverkauft und schloss den Handelstag mit einem Minus von knapp zwei Prozent. Heute wurde bereits das gestrige Tagestief unterschritten. Gleichzeitig notiert Öl nun direkt am Tagestief vom Freitag bei rund 72,9 Dollar.
Für mich bleibt das übergeordnete Ziel weiterhin die psychologisch wichtige 70-Dollar-Marke. Erst dort sehe ich wieder größere Kaufinteressen und die Chance auf eine nachhaltigere Gegenbewegung in Richtung 80 Dollar. Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter entspannen und die Straße von Hormus vollständig in den Normalbetrieb zurückkehren, halte ich sogar tiefere Ölpreise und eine Rückkehr auf das Preisniveau vor dem Iran-USA-Konflikt für möglich.
US-Staatsanleihen
Die US-Staatsanleihen hatten gestern über alle Laufzeiten hinweg einen sehr starken Handelstag und markierten vielerorts neue Hochs.
Heute sehen wir erste Rendite Einbußen:
• 3 Jahre: -0,73 %
• 5 Jahre: -0,58 %
• 10 Jahre: -0,40 %
• 30 Jahre: -0,04 %
Die Renditen bleiben damit zwar auf erhöhtem Niveau, zeigen heute jedoch erste Anzeichen einer Entspannung.
DXY
Der US-Dollar-Index konnte gestern auf Tagesbasis über der extrem wichtigen 101er-Zone schließen.
Zusätzlich wurde heute bereits das Tageshoch vom Vortag überschritten. Sollte nun auch das Hoch vom Freitag bei rund 101,16 Punkten nachhaltig überwunden werden, sehe ich weiteres Potenzial bis 101,50 und anschließend bis in den Bereich um 102 Punkte.
Die Dollar-Dominanz bleibt damit weiterhin aktiv. Solange wir nicht mehr unter 100,50 Punkte zurückfallen, bleibt für mich der Ausbruch aus der großen Jahresrange gültig.
VIX
Der Volatilitätsindex VIX legte gestern rund drei Prozent zu und notiert aktuell bei 17,29 Punkten.
Damit bleibt die Volatilität weiterhin klar unter der wichtigen 20er-Marke. Panik ist aktuell nicht erkennbar, allerdings nehmen die Absicherungsaktivitäten langsam wieder zu.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia griff gestern noch einmal über das Wochenhoch der KW25 und wurde dort direkt abverkauft. Die Aktie schloss mit einem Minus von knapp einem Prozent und notiert aktuell bei 208,65 Dollar. Mein Bias bleibt unverändert mittelfristig bullish, solange das Wochentief der KW25 bei rund 203 Dollar nicht unterschritten wird.
Oberhalb dieser Marke bleibt ein erneuter Angriff auf das Wochenhoch bei 213 Dollar wahrscheinlich. Sollte hingegen das Wochentief brechen, rücken die Unterstützungen bei 200 und anschließend 198 Dollar in den Fokus und das Bild trübt sich.
Bitcoin
Beim Bitcoin wurde die im gestrigen Ausblick angesprochene Unterstützungszone nahezu punktgenau angelaufen.
Der Markt testete die Monatstiefs aus April und Mai und reagierte dort zunächst mit einer starken Gegenbewegung. Trotzdem bleibt mein übergeordnetes Ziel weiterhin die 60.000-Dollar-Marke.
Entscheidend wird nun sein, ob das Wochentief der Vorwoche bei 62.200 Dollar unterschritten wird. In diesem Fall rückt die nächste relevante Unterstützungszone bei 60.750 Dollar in den Fokus. Das übergeordnete Setup bleibt für mich weiterhin bearish.
S&P 500
Auch beim S&P 500 sehen wir zunehmend Schwäche.
Der Markt schloss gestern mit einem Minus von rund 0,5 Prozent und hat heute bereits die Tagestiefs von Freitag, Mittwoch und Montag der Vorwoche unterschritten.
Zusätzlich notiert der Index wieder unter der wichtigen 7.500-Punkte-Marke und unter dem Wochentief der KW24. Solange wir unter 7.500 Punkten handeln, bleibt mein kurzfristiges Ziel zunächst die Zone um 7.360 Punkte. Sollte auch diese Unterstützung brechen, wäre die nächste relevante Zielzone bei rund 7.250 Punkten.
Nasdaq
Auch der Nasdaq konnte das Wochenhoch der KW25 gestern nicht überwinden.
Nach einem erneuten Test der Zone um 30.660 Punkte wurde der Markt deutlich abverkauft.
Heute sehen wir bereits weitere Schwäche und einen Bruch der 30.000-Punkte-Marke. Solange wir unterhalb dieses Bereichs bleiben, sehe ich weiteres Potenzial bis zum Wochentief der KW25 bei 29.600 Punkten. Darunter rücken die Bereiche bei 29.500 und anschließend 29.000 Punkten in den Fokus.
US30
Der Dow Jones zeigte sich gestern zunächst deutlich stärker und schloss rund 0,6 Prozent im Plus.
Heute werden die Gewinne allerdings bereits wieder abgegeben. Die entscheidende Marke bleibt weiterhin der Bereich um 52.000 Punkte. Solange der Markt nicht nachhaltig über diese Zone ausbricht und stattdessen unter 51.500 Punkte zurückfällt, bleibt für mich eine Korrektur in Richtung 51.160 beziehungsweise 51.000 Punkte das wahrscheinlichere Szenario.
DAX – Charttechnischer Überblick
Auch der DAX zeigte gestern zunächst Stärke.
Nach dem Bruch des Montagstiefs konnten die Käufer den Markt wieder über die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Marke drücken. Gleichzeitig wurden die Tageshochs vom Freitag sowie die Wochenhochs im Bereich von 25.180 Punkten erneut getestet.
Diese Zone konnte allerdings nicht überwunden werden.
Für mich bleibt nun das Tagestief vom Montag bei 24.850 Punkten die entscheidende Marke.
Sollte dieser Bereich brechen, rückt zunächst die massive Unterstützungszone um 24.800 Punkte in den Fokus. Dort treffen das Wochenhoch der KW24, das Monatshoch aus April und ein bedeutendes Jahreshoch zusammen.
Fällt auch diese Zone, sehe ich weiteres Potenzial bis zum Wochentief der KW25 bei 24.720 Punkten.
Darunter wäre die nächste größere Zielzone der Bereich um 24.500 Punkte.
Fazit
Ich bleibe kurzfristig bei einer defensiven Haltung gegenüber Risk Assets.
Der Markt verarbeitet weiterhin die hawkishe Fed, robuste Wirtschaftsdaten, steigende Dollar-Stärke sowie die ersten deutlichen Gewinnmitnahmen in den großen Technologie- und KI-Werten. Gleichzeitig wird die geopolitische Entspannung im Nahen Osten zunehmend eingepreist.
Die Kombination aus höheren Zinsen, starkem Dollar, schwächerem Ölpreis und zunehmenden Gewinnmitnahmen spricht kurzfristig eher für weitere Korrekturen als für eine unmittelbare Fortsetzung der Rally.
Long-Positionen bleiben möglich, allerdings wirken Short-Setups aktuell attraktiver, da viele Märkte an wichtigen Widerständen reagieren und erste Schwächesignale zeigen. Ich bin hierauf detailliert in den Videos eingegangen, schaut diese gerne nochmal an!
Keine Anlageberatung. Alle Inhalte spiegeln ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung wider.
Ich wünsche euch stabile Trades!
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Dienstag, den 23.06.2026Zum Montag zeigte sich unser Dax weiter stur und ging den gleichen Weg auch nur wieder nach oben zurück.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 25000 abwärts, darüber aufwärts
Grundstimmung: neutral
Für den Montag stand der wiederkehrende Abverkauf neuer kleiner Hochpunkte auf H1 im Fokus da wir dadurch einen sehr korrektiven Anstieg im Chart hatten. Und korrektive Anstiege bergen die Gefahr auch mal dynamisch nach unten aufgelöst zu werden. Sollte unser Dax also unter der 24950 abtauchen, wären 24800 / 24760, 24700 / 24670 und 24615 erstmal gute erste Anlaufstationen gewesen, sofern er sich denn unter 24950 gehalten bekommt. Sollte der aber doch nur die 24950 / 24900 kurz anstechen und dann wieder steil nach oben knallen, müsste man auch nur wieder 25000 / 25030, 25100 / 25125, 25200 / 25240 und 25300 erneut auf den Plan den rufen. So die Zusammenfassung von gestern.
Und letztendlich sahen wir doch nur wieder ein Anstechen auf der 24950 / 24900 gefolgt vom Rückzug zur 25100 / 25125 und dem erneuten Versuch die 25200 / 25240 zu erklimmen, was nun aber wieder nicht gelang. Und damit reihte sich der Tag erstmal in die Folge der Vortage ein und zeigte bisher kein Auflösen irgendwelcher Verfallszwänge. Sollte unser Dax sich dem aber bewusst werden am Dienstag und doch nochmal unter 25000 nach unten Anlaufen, würde ich wieder die 24950 / 24900 als Schlüsselbereich heranziehen und drunter dann auch 24800 / 24760 und aber auch 24700 / 24670 wie 24615 dann mit einplanen.
Dabei wäre nicht mal schlimm, wenn er wie in der Vorwoche erstmal oben stänkern geht und nochmal von der 25200 wegdreht, aber der direkte Weg unten wäre wohl erfolgsversprechender im Ausgang. Und oberhalb wäre halt mal wichtig die neuen Hochpunkte auch zu halten und auszubauen um weiter zu kommen und nicht immer direkt gleich wieder in die Umkehr zu gehen. 24240, darüber dann 24300 / 24330 bis hin zur 24405 sind dabei dann sogar eher leichtere Hürden. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Unser Dax wollte zum Montag noch nicht so richtig sein Bewegungsverhalten ändern und das trotz, dass die Verfallszwänge nun abgelegt sind. Sollte ihm das zum Dienstag bewusst werden und er nochmal unter der 250000 wegtauchen, könnte er durchaus versuchen nochmal 24900 anzugehen und anschließend auch weiter zur 24800 / 24760 vorzuarbeiten. Und wenn er richtig Lust hat, auch gleich noch bis zur 24700 / 24670 und 24615. Doch sollte man sich dessen noch nicht zu sicher sein, so wie der Kräpel hier nun immer hin und her trottet. Sollte der sich nun nämlich doch einfach nur wieder über der 24144 raus wagen, würde ich auch wieder die 24200 / 24240 anvisieren und darüber dann auch 24300 / 24330 und 24405. Auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass ein neues Hoch über den letzten Tagen, sicherlich auch nur wieder abverkauft und zurückgezogen werden dürfte.
NIKKEI 225 im steigenden Keil! Throw-Over läuft! Achtung!Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zu einem weiteren Update zum NIKKEI 225 Index CFD (JPN225 CFD) von Pepperstone. Ich analysiere den Kontrakt im Tageschart mit Fokus auf die Phase seit Ende März 2026.
Erwartungsgemäß ging der japanische Leitindex Ende Februar in eine moderate Korrektur über, die sehr hoch abgefangen werden konnte. Seither läuft erneut ein äußerst dynamischer Rallyschub.
Charttechnische Einordnung (Chart oben)
Der Index läuft seit Ende März in einer spitz zulaufenden Keilformation. Solider Support wartet bei 65.061 JPY und am lokalen Tief bei 62.304 JPY (HSW-1).
Die Oberkante des steigenden Keils bei 70.620 JPY wurde überwunden. Dieser typische Throw-Over kennzeichnet oftmals einen finalen Fehlausbruch bzw. den Endpunkt der vorangegangenen Aufwärtsbewegung. Sollte der Nikkei in der Fibo Resist Area scheitern und folgend wieder unter TRW-1 fallen, agieren Sie besser vorsichtig!
Markttechnische Einordnung (Chart unten)
Die Basisindikatoren zeigen sich im Daily noch robust. Der RSI notiert trendintensiv an der 70er-Marke. Der ADX signalisiert ebenfalls soliden Trendschub. Achten Sie jedoch kurzfristig auf die Ausbildung negativer Divergenzen.
Auch die übergeordneten Zeitebenen (Woche + Monat) könnte erste negative Belastungsfaktoren ausbilden. Support bietet die 20-Tagelinie bei aktuell 67.465 JPY.
Volumentechnische Einordnung (Chart unten)
Das Volumenprofil liefert im Moment nur bedingt belastbare Levels. Die upper rejection #1 bei 67.473 JPY ist für mich relevant. Jeglicher Rückfall unter dieses Niveau ist kritisch zu sehen. Der Index kann ohne Probleme bis zur Support-Kombination aus VWAP (62.466) und lower rejection #1 bei 59.222 JPY abrutschen.
Im Fazit...
...bildet der Nikkei 225 ein spannendes Chartmuster in Form des steigenden Keils aus. Das Pattern zählt zur Klasse der oberen Umkehrsignale. Sie sollten auch aufgrund der ausgeprägten Überhitzungen bei den Indikatoren aufmerksam sein und bestehende Longpositionen eng prüfen.
Ein klarer und nachhaltiger Bruch der aktuellen Supportzone zwischen 70.620 und 67.473 JPY muss kritisch gewertet werden.
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen die Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße,
Thomas Jansen
DAX Tagesausblick 22. Juni – Risse unter der Oberfläche?Geopolitische Lage
Der Wochenstart wird erneut von den Entwicklungen im Nahen Osten dominiert.
Im Mittelpunkt standen die Gespräche zwischen Vertretern der USA, des Iran, Katar und Pakistan in der Schweiz. Nach mehreren Verhandlungsrunden wurde zwar noch kein endgültiges Abkommen unterzeichnet, allerdings sprechen beide Seiten von erheblichen Fortschritten. Die beteiligten Staaten haben sich auf einen Fahrplan geeinigt, der innerhalb der kommenden 60 Tage zu einem finalen Abkommen führen soll. Zudem wurden technische Arbeitsgruppen eingerichtet, welche die Umsetzung der bisherigen Vereinbarungen vorbereiten sollen.
Besonders wichtig für die Märkte sind die Berichte über mögliche Ausnahmen bei iranischen Ölexporten, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte sowie Mechanismen zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus. Gleichzeitig bleibt die Lage im Libanon angespannt. Israel hält weiterhin an seiner Sicherheitszone fest, während die Waffenruhe von mehreren Seiten als fragil beschrieben wird. Dennoch überwiegt aktuell die Hoffnung, dass die diplomatischen Fortschritte der vergangenen Tage eine weitere Eskalation verhindern können.
Die Märkte reagieren vor allem auf den möglichen Anstieg des globalen Ölangebots und den Rückgang geopolitischer Risikoprämien. Entsprechend geriet der Ölpreis zum Wochenstart erneut unter Druck.
Fundamentaldaten heute
Auf der Datenseite bleibt der Kalender vergleichsweise überschaubar. Im Fokus stehen mehrere Auftritte von EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie weitere Reden von EZB-Vertretern, darunter Bundesbankpräsident Nagel und EZB-Chefökonom Lane. Am Nachmittag rücken zudem die kanadischen Inflationsdaten in den Fokus. Für die USA dürfte insbesondere die Rede von Fed-Mitglied Christopher Waller interessant werden, nachdem die Federal Reserve in der vergangenen Woche weiterhin einen eher restriktiven Ton angeschlagen hatte.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Im Ölmarkt zeigte sich zunächst ein Gap-Up zum Wochenstart. US Oil konnte die Zone um 78 Dollar nochmals anlaufen, wurde dort jedoch deutlich abgewiesen und notiert aktuell wieder im Bereich von 75,16 Dollar. Die Wochenkerze griff damit noch einmal in Richtung des Monatstiefs vom April, konnte die Bewegung jedoch nicht halten. Für die Verkäufer bleibt nun entscheidend, das Tagestief vom Freitag sowie das Wochentief der KW25 bei rund 72,80 Dollar zu unterschreiten. In diesem Fall würde die Zone um 72 Dollar zunehmend in den Fokus rücken. Für eine nachhaltige bullische Fortsetzung wäre dagegen ein Tagesschluss oberhalb von 80 Dollar erforderlich, wodurch die Region um 84 Dollar wieder aktiviert werden könnte.
US- Bonds
Bei den US-Staatsanleihen zeigen sich zum Wochenstart erneut steigende Renditen. Die dreijährigen Anleihen notieren rund 0,86 Prozent im Plus, die fünfjährigen bei 0,80 Prozent, die zehnjährigen bei 0,67 Prozent und die dreißigjährigen bei 0,41 Prozent. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Handelstage fort. Der Markt preist weitere Zinssenkungen zunehmend aus und reagiert weiterhin auf die hawkischen Signale der Federal Reserve.
DXY
Auch der US-Dollar kann von diesem Umfeld profitieren. Der Dollar-Index eröffnete mit einem leichten Gap-Up und notiert aktuell rund 0,14 Prozent im Plus. Die Marke von 101 Punkten wurde bereits getestet. Solange die Zone um 100,50 verteidigt werden kann und sich der Dollar oberhalb von 101 stabilisiert, bleiben weitere Anstiege in Richtung 101,50 sowie 102 Punkte wahrscheinlich.
VIX
Der VIX zeigt zum Wochenstart ebenfalls eine leichte Erholung und steigt aktuell um rund 6,8 Prozent auf 17,5 Punkte. Trotz des Anstiegs bleibt die Volatilität damit weiterhin deutlich unterhalb der psychologisch wichtigen 20-Punkte-Marke. Die Nervosität nimmt zwar etwas zu, von einer echten Risikoaversion kann derzeit jedoch noch keine Rede sein.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia notiert die Aktie vorbörslich aktuell im Bereich von 209,50 Dollar. An der übergeordneten Analyse hat sich im Vergleich zum Wochenausblick wenig verändert. Oberhalb der Zone um 213 Dollar und dem Wochenhoch der KW25 bleibt das Monatshoch vom April bei 217 Dollar das nächste Ziel. Auf der Unterseite bleibt dagegen das Wochentief der KW25 bei 203 Dollar entscheidend. Ein Bruch dieser Marke würde die Bereiche um 200 und 198 Dollar erneut interessant machen.
Bitcoin
Bitcoin zeigte zuletzt eine erste Reaktion auf der Short-Seite. Die Zone zwischen 65.000 und 65.700 Dollar bleibt für mich weiterhin ein relevanter Widerstandsbereich, da dort mehrere Monatstiefs aus dem März und April verlaufen. Solange sich der Markt nicht nachhaltig darüber etablieren kann, halte ich einen weiteren Rücklauf in Richtung 60.000 Dollar für möglich. Sollte sich Bitcoin hingegen oberhalb dieser Zone stabilisieren, wäre zunächst nochmals ein Anlauf der Region um 69.000 Dollar denkbar, bevor die übergeordnete Korrektur fortgesetzt wird.
SPX
Im S&P 500 sehen wir zum Wochenstart ein kleines Gap-Down. Der Index notiert aktuell rund 0,13 Prozent im Minus. Weder das Tageshoch noch das Tagestief vom Freitag wurden bislang durchbrochen. Auf der Oberseite bleibt entscheidend, ob das Tageshoch überwunden werden kann. In diesem Fall würden das Mai-Hoch bei 7.615 Punkten sowie das Allzeithoch im Bereich von 7.655 Punkten erneut in den Fokus rücken. Auf der Unterseite wäre ein Bruch der 7.500 Punkte sowie des Wochentiefs der KW24 bei 7.471 Punkten ein erstes Warnsignal und würde die Zone um 7.360 Punkte wieder aktivieren.
Nasdaq
Der Nasdaq präsentiert sich dagegen deutlich stärker. Der Index notiert aktuell rund 0,75 Prozent im Plus und konnte die Tageshochs vom Freitag bereits überschreiten. Damit rückt nun die Zone um 30.500 Punkte in den Mittelpunkt. Sollte auch das Wochenhoch der KW25 bei rund 30.660 Punkten überwunden werden, wären neue Allzeithochs sowie ein möglicher Anlauf der 31.000-Punkte-Marke denkbar. Auf der Unterseite bleibt die psychologisch wichtige 30.000-Punkte-Marke entscheidend. Darunter würde das Wochentief der KW25 bei etwa 29.600 Punkten wieder in den Fokus rücken.
US30
Beim Dow Jones wurde das Wochentief der KW25 bereits unterschritten. Entscheidend wird nun sein, ob der Markt die Region um 51.400 Punkte ebenfalls aufgibt. In diesem Fall würde sich weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 51.000 Punkten eröffnen. Kann sich der Index hingegen stabilisieren, bleibt ein erneuter Test der 52.000 Punkte wahrscheinlich.
Charttechnischer Ausblick DAX
Der DAX startete ebenfalls mit ersten Abgaben in die neue Handelswoche und notiert aktuell rund 0,16 Prozent im Minus. Auf Tagesbasis wurde bereits das Tagestief vom Freitag unterschritten, was kurzfristig zunächst für die Verkäufer spricht.
Entscheidend wird nun sein, ob die aktuelle H4-Kerze unterhalb der vorherigen H4-Kerze sowie unterhalb der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke schließen kann. In diesem Fall rückt zunächst das Wochenhoch der KW24 sowie das Monatshoch vom April im Bereich von 24.800 Punkten in den Fokus. Wird anschließend auch das Wochentief der KW25 bei 24.720 Punkten unterschritten, öffnet sich weiteres Potenzial bis zur Widerstandszone um 24.650 Punkte und darüber hinaus bis in den Bereich von 24.500 Punkten.
Sollte dagegen neues Kaufinteresse in den Markt kommen und der DAX die Marke von 25.000 Punkten zurückerobern und verteidigen können, wäre ein weiterer Anlauf der Zone um 25.290 Punkte denkbar, bevor dort erneut größere Gewinnmitnahmen einsetzen könnten.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche und wie immer stabile Trades.
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Montag, den 22.06.2026Na da hat sich unser Dax am Freitag aber schön stur weiter verweigert, auch wenn der US-Feiertag sicherlich auch seinen Teil dazu mit bei trug.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 25000 abwärts, darüber aufwärts
Grundstimmung: neutral
Zum Freitag musste wegen dem US Feiertag angezweifelt werden ob unser Dax denn wirklich viel mehr schaffen würde als am Donnerstag. Einzige Hoffnung wäre da unser Verfall der noch etwas Bewegung bringen sollte. Dafür sollte man unseren Dax dann aber bitte nicht gleich wieder von der 25125 hart runterverkaufen. Würde er es nämlich schaffen sich darüber zu etablieren wären auch 25200, 25330 und 25405 mal erreichbar gewesen. Würde er aber hingegen unter Druck kommen und unter 25000 zurückfallen und auch darunter bleiben, wäre dann wieder 24940, 24900 und auch 24800 / 24762 drin gewesen. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Und weder oben über 25125 gelang unserem Dax am Freitag der Anschluss für mehr, noch unter 25000, sodass der Tag recht bedeutungslos ins Wochenende über ging. Einzig die Tageskerze vom Donnerstag hat er mit der Verweigerung oben nun deutlich abgebremst, was unserem Dax grundsätzlich auch erstmal wieder unten ein Fenster öffnen würde. Wichtig wäre dafür aber sich klar unter der 25000 zu positionieren und die dann auch nach unten zu halten. Schafft er das bleiben 24800 / 24760, 24700 / 24670 und 24615 schöne erste Anlaufstellen.
Sollte der aber unten wieder nur Anreißen und aus dem Bereich um 24940 / 24900 auch nur wieder steil nach oben anziehen, müsste ihm dann auch nur wieder die Stationen bei 25000 / 25030, 25100 / 25125, 25200 / 25240 und 25330 dann vorkauen. Ein erneutes Abverkaufen der neuen Hochs muss aber aufgrund des korrektiven Anstiegscharakters besser erstmal weiterhin mit eingeplant werden. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Freitag hat unser Dax der Tageskerze vom Donnerstag gut Schwung weggenommen. US Feiertag hin oder her, macht der wiederkehrende Abverkauf neuer kleiner Hochpunkte auf H1 den Anstieg sehr korrektiv. Und korrektive Anstiege birgen die Gefahr auch mal dynamisch nach unten aufgelöst zu werden. Sollte unser Dax also unter der 24950 abtauchen, wären 24800 / 24760, 24700 / 24670 und 24615 erstmal gute erste Anlaufstationen, sofern er sich denn unter 24950 gehalten bekommt. Sollte der aber doch nur die 24950 / 24900 kurz anstechen und dann wieder steil nach oben knallen, müsste man auch nur wieder 25000 / 25030, 25100 / 25125, 25200 / 25240 und 25300 erneut auf den Plan den rufen.
DAX Marktfilter: Rückenwind oder Gegenwind für Pullback-Trades?DAX Pullback Radar KW 26: Welche DAX-Aktien zeigen konstruktive Rücksetzer?
Der DAX schließt die Woche bei 24.985 Punkten und bleibt damit weiterhin nahe am bisherigen Jahreshoch. Für mich ist das grundsätzlich ein konstruktives Umfeld, aber noch kein Freifahrtschein für blinde Käufe.
Ich trade den DAX selbst nicht direkt. Der Index dient mir nur als Marktfilter:
Ist das Umfeld freundlich genug, um Long-Setups in starken Einzelaktien zu suchen?
Oder ist der Markt zu schwach, sodass selbst gute Setups eher scheitern?
Nach Minervini-orientierter Logik geht es für mich nicht darum, gefallene Aktien billig einzusammeln. Ich suche starke Aktien, die in einem intakten Trend kontrolliert zurücksetzen und anschließend wieder Stärke zeigen.
Trend zuerst. Pullback zweitens. Trigger drittens. Risiko immer vorher definieren.
DAX Marktfilter
Der DAX steht weiterhin nahe am Hoch. Das spricht grundsätzlich dafür, dass der Markt noch nicht beschädigt ist. Gleichzeitig fehlt mir aktuell der klare Follow-through, um aggressiv zu werden.
Meine Interpretation:
Bereich Einschätzung
DAX nahe Jahreshoch konstruktiv
25.000er-Zone wichtige Entscheidungszone
Marktbreite selektiv bleiben
Long-Umfeld grundsätzlich möglich, aber nicht blind
Vorgehen nur stärkste Einzelaktien handeln
DAX Marktfilter:
68/100 – konstruktiv, aber selektiv
Das bedeutet: Ich suche Long-Setups, aber nur in Aktien mit sauberem Pullback, relativer Stärke und klarem Trigger. Schwache oder beschädigte Charts bleiben außen vor.
DAX Pullback Radar – KW 26
Ich habe die DAX-Aktien nach einem einfachen Pullback-Filter geprüft:
Übergeordneter Trend intakt
Nähe zum 52-Wochen-Hoch
Rücksetzer kontrolliert statt panikartig
Relative Stärke gegenüber dem Markt
Klarer Trigger erkennbar
Risiko sinnvoll definierbar
Der Score ist kein Kaufsignal, sondern ein technischer Qualitätsfilter.
Score-Modell
Kriterium Max. Punkte Bedeutung
Trendqualität 20 Aktie übergeordnet stark, keine klare Trendbeschädigung
Nähe zum Hoch 15 Je näher am 52-Wochen-Hoch, desto besser
Pullback-Q. 20 Rücksetzer eng, kontrolliert, keine Panikstruktur
Relative Stärke 15 Aktie hält sich besser als der Markt
Trigger-Klarheit 15 Sauberer Pivot / Reclaim-Bereich erkennbar
Risiko-Struktur 15 Stop logisch und nicht zu weit entfernt
Gesamt 100 Setup-Qualität
DAX Pullback Radar
DAX Pullback Radar – KW 26
Rang | Aktie | Trend | Hoch | PB | RS | Trigger | Risiko | Score | Status
-----|--------------------|-------|------|----|----|---------|--------|-------|-----------------
1 | DHL Group | 18 | 15 | 18 | 13 | 11 | 9 | 84 | Actionable Watch
2 | Daimler Truck | 18 | 14 | 17 | 13 | 11 | 9 | 82 | Actionable Watch
3 | Infineon | 17 | 13 | 16 | 14 | 10 | 10 | 80 | Potential Setup
4 | Merck | 17 | 13 | 17 | 12 | 10 | 9 | 78 | Potential Setup
5 | Siemens | 18 | 14 | 14 | 13 | 9 | 8 | 76 | Potential Setup
6 | GEA Group | 17 | 12 | 16 | 12 | 9 | 9 | 75 | Potential Setup
7 | E.ON | 16 | 11 | 15 | 11 | 9 | 10 | 72 | Watch
8 | BASF | 15 | 10 | 14 | 11 | 10 | 10 | 70 | Watch
9 | Symrise | 15 | 10 | 14 | 11 | 9 | 10 | 69 | Watch
10 | Siemens Energy | 17 | 9 | 13 | 14 | 8 | 6 | 67 | Watch
11 | Airbus | 16 | 8 | 13 | 12 | 8 | 9 | 66 | Watch
Interpretation
80–100 Punkte:
Sehr gutes Pullback-Setup. Aktie ist nah am Hoch, Trend ist intakt, Rücksetzer wirkt kontrolliert.
70–79 Punkte:
Gutes Potential Setup. Struktur ist brauchbar, aber Trigger muss noch sauber bestätigt werden.
60–69 Punkte:
Watch. Interessant, aber mit klaren Schwächen.
Unter 60 Punkte:
Grenzfall oder Avoid. Nur beobachten, nicht priorisieren.
Top 3 Pullback-Kandidaten
1. DHL Group – Score 84
DHL ist für mich aktuell einer der saubersten Pullback-Kandidaten im DAX. Die Aktie liegt sehr nahe am 52-Wochen-Hoch, der Rücksetzer wirkt eher seitwärts als panikartig, und das Risiko lässt sich relativ klar eingrenzen.
Status: Actionable Watch
Plan: Kein Nachlaufen. Interessant wird es bei einem Reclaim über das kurzfristige Pullback-Hoch.
Risiko: Schwäche unter der letzten Pullback-Zone wäre ein Warnsignal.
2. Daimler Truck – Score 82
Daimler Truck zeigt ein flaches Pullback-Setup nahe dem Hoch. Das ist genau die Art Rücksetzer, die ich bevorzuge: nicht zu tief, nicht zu chaotisch, aber noch mit klarem Triggerbedarf.
Status: Actionable Watch
Plan: Einstieg nur bei Stärke über dem kurzfristigen Pivot.
Risiko: Bruch der Pullback-Basis würde das Setup deutlich verschlechtern.
3. Infineon – Score 80
Infineon zeigt relative Stärke und eine starke Erholung nach dem Rücksetzer. Das Setup ist interessant, aber wegen der Volatilität muss der Einstieg sauber geplant werden.
Status: Potential Setup
Plan: Nur bei sauberem Trigger, nicht in einen überdehnten Tagesmove hinein.
Risiko: Stop muss technisch sinnvoll unter der Pullback-Struktur liegen.
Weitere interessante Setups
Merck:
Ruhiger Rücksetzer nahe Hoch. Interessant, wenn die Aktie wieder Momentum zeigt.
Siemens:
Sehr starke Trendqualität, aber der Pullback ist nicht mehr ganz frisch. Für mich nur bei sauberem Reclaim interessant.
GEA Group:
Konstruktive Erholung nach Rücksetzer. Noch kein Top-Trigger, aber ein guter Watchlist-Kandidat.
E.ON und BASF:
Solide Watch-Kandidaten. Beide brauchen aber klare Stärke über dem kurzfristigen Widerstand.
Was ich aktuell meide
Ich meide DAX-Werte, die deutlich vom 52-Wochen-Hoch entfernt sind oder deren Chart bereits beschädigt wirkt.
Ein tiefer Rückgang ist für mich kein Pullback-Setup.
Ein Pullback ist nur interessant, wenn die Aktie vorher stark war und der Rücksetzer kontrolliert bleibt.
Billig ist nicht automatisch stark.
Ich suche Stärke, nicht Hoffnung.
Mein Wochenplan
Für die kommende Woche gilt:
DAX nur als Marktfilter nutzen
Keine Index-Prognose traden
Nur die stärksten Pullback-Aktien beobachten
Kein Einstieg ohne Trigger
Stop vorher definieren
Keine Aktie kaufen, nur weil sie gefallen ist
Favoriten auf meiner Watchlist:
DHL Group, Daimler Truck, Infineon, Merck, Siemens, GEA Group
Fazit
Der DAX liefert aktuell ein grundsätzlich konstruktives Umfeld für Long-Setups in Einzelaktien. Trotzdem bleibt der Markt selektiv.
Ich trade nicht den Index, sondern suche die stärksten Aktien innerhalb des DAX, die einen kontrollierten Pullback zeigen und bei einem klaren Trigger wieder Stärke bestätigen.
Für mich ist das kein Umfeld für blinde Käufe, sondern für sauberes Warten auf Trigger.
Kein Trigger, kein Trade.
Erst Risiko definieren, dann Chance suchen.
Keine Anlageberatung. Nur mein technischer Wochenplan nach Minervini-orientierter Pullback-Logik.
Wochenausblick KW26 –Fundamental,Makro und Technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die kommende Woche KW26
Fundamentale und geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start der KW26 der dominierende Einflussfaktor für die Finanzmärkte. Im Mittelpunkt stehen die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz, welche über das Wochenende hinweg fortgesetzt werden. Nach den jüngsten Entwicklungen scheint ein 60-tägiges Übergangsabkommen weiterhin das wahrscheinlichste Szenario zu sein. Dieses soll neben dem iranischen Atomprogramm auch Fragen rund um die Sanktionen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, mögliche Ausnahmen für iranische Ölexporte sowie Sicherheitsgarantien für die Region umfassen.
Gleichzeitig bleibt die Situation jedoch äußerst fragil. Während die Verhandlungsparteien Fortschritte signalisieren, sorgten Aussagen der iranischen Revolutionsgarden zur Straße von Hormus erneut für Unsicherheit. Zwar wurde zwischenzeitlich von Einschränkungen für die Schifffahrt gesprochen, gleichzeitig bestätigten jedoch US-Stellen, dass der kommerzielle Schiffsverkehr weiterhin läuft und allein am Wochenende mehr als 50 Handelsschiffe die Meerenge passiert haben.
Für die Märkte bleibt deshalb die entscheidende Frage, ob die aktuellen Gespräche tatsächlich zu einer nachhaltigen Entspannung führen oder ob neue Eskalationen – insbesondere rund um den Libanon-Konflikt und die Spannungen zwischen Israel und der Hisbollah – die Verhandlungen erneut gefährden. Genau dieser Konflikt entwickelt sich zunehmend zum zentralen Risikofaktor für den gesamten Friedensprozess.
Sollte in den kommenden Tagen eine konkrete Einigung erzielt werden, dürfte dies insbesondere den Ölpreis weiter belasten und den Inflationsdruck reduzieren. Gleichzeitig würde dies Risikoanlagen wie Aktien und Kryptowährungen kurzfristig unterstützen. Bleiben die Verhandlungen hingegen ohne Ergebnis oder kommt es zu einer erneuten Eskalation, dürfte die geopolitische Risikoprämie an den Märkten schnell zurückkehren, da momentan bereits sehr viel positives eingepreist ist.
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW26 im Überblick
Auch auf makroökonomischer Seite erwartet uns eine äußerst interessante Handelswoche. Zwar stehen keine absoluten Schwergewichte wie ein FOMC-Meeting oder die US-Verbraucherpreise an, dennoch werden zahlreiche Daten veröffentlicht, welche wichtige Hinweise auf die Entwicklung von Inflation, Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt liefern.
Besonders im Fokus stehen am Dienstag die vorläufigen S&P Global PMI-Daten für den Dienstleistungs- und Industriesektor. Die Umfragen basieren auf mehreren hundert Unternehmensbefragungen aus den Bereichen Dienstleistungen, IT, Finanzen, Kommunikation, Gastronomie und weiteren Wirtschaftssektoren. Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum, während Werte unter 50 auf eine wirtschaftliche Abschwächung hindeuten.
Für den S&P Global Services PMI wird ein Anstieg auf 51,0 Punkte nach zuvor 50,7 Punkten erwartet. Dies würde auf eine weiterhin robuste Entwicklung des US-Dienstleistungssektors hindeuten. Beim S&P Global Manufacturing PMI wird hingegen ein leichter Rückgang auf 54,6 Punkte nach zuvor 55,1 Punkten erwartet. Insgesamt liefern diese Daten einen wichtigen Frühindikator für die Gesundheit der US-Wirtschaft und spielen auch für die zukünftige Zinspolitik der Federal Reserve eine bedeutende Rolle.
Am Mittwoch folgen die New Home Sales sowie die US-Rohöllagerbestände. Bei den New Home Sales wird ein Anstieg auf 637.000 Einheiten nach zuvor 622.000 erwartet. Der Immobilienmarkt reagiert besonders sensibel auf das aktuelle Zinsniveau und dient deshalb als wichtiger Indikator für die wirtschaftliche Aktivität. Die Rohöllagerbestände bleiben gleichzeitig ein zentraler Faktor für die kurzfristige Entwicklung am Ölmarkt. Nach den starken Rückgängen der vergangenen Wochen wird genau beobachtet werden, ob sich der Angebotsdruck weiter verschärft oder erste Stabilisierungstendenzen auftreten.
Der wichtigste Handelstag der Woche dürfte jedoch Donnerstag werden. Dann stehen mit dem Core PCE Price Index sowie dem regulären PCE Price Index die bevorzugten Inflationsindikatoren der US-Notenbank auf dem Programm. Der Core PCE schließt die volatilen Komponenten Nahrung und Energie aus und gilt als einer der wichtigsten Messwerte für die tatsächliche Inflationsentwicklung in den USA.
Beim monatlichen Core PCE wird aktuell ein Anstieg auf 0,3 % nach zuvor 0,2 % erwartet. Gleichzeitig dürfte die jährliche Kerninflation weiterhin auf einem erhöhten Niveau verharren. Sollten die Daten erneut höher ausfallen als erwartet, könnte dies die jüngst hawkische Haltung der Federal Reserve weiter bestätigen und Zinssenkungserwartungen erneut nach hinten verschieben.
Zusätzlich werden am Donnerstag die finalen BIP-Daten für das erste Quartal veröffentlicht. Hier wird ein unverändertes Wachstum von 1,6 % erwartet. Ebenfalls im Fokus stehen die Durable Goods Orders, bei denen nach dem starken Anstieg von 8,0 % im Vormonat nun ein deutlicher Rückgang von -4,7 % prognostiziert wird. Ergänzt wird das Bild durch die Initial Jobless Claims, welche weitere Hinweise auf die Verfassung des US-Arbeitsmarktes liefern werden.
Insgesamt liefert die kommende Woche somit wichtige Informationen zur Entwicklung von Inflation, Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt – genau den drei Faktoren, welche aktuell die Geldpolitik der Federal Reserve bestimmen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Beim Ölmarkt stand die vergangene Woche ganz im Zeichen einer massiven Korrektur. Nach den geopolitischen Entspannungssignalen verlor US Oil innerhalb weniger Handelstage mehr als zehn Prozent und schloss die Woche deutlich schwächer.
Für das weitere kurzfristige Bild bleibt entscheidend, dass der Markt unterhalb des Bereichs um 79 US-Dollar bleibt. Diese Zone markiert sowohl das Monatstief aus dem April als auch wichtige Tageshochs der vergangenen Handelswoche. Sollte es den Käufern gelingen, diesen Bereich zurückzuerobern, würde sich weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung der offenen Kurslücke im Bereich um 84 US-Dollar ergeben.
Übergeordnet bleibe ich jedoch bei meiner Einschätzung, dass ein erfolgreicher Friedensdeal im Nahen Osten sowie eine nachhaltige Entspannung rund um die Straße von Hormus mittelfristig weitere Abgaben in Richtung 70 US-Dollar begünstigen könnten. Sinkende Energiepreise würden gleichzeitig den Inflationsdruck reduzieren und die Notenbanken entlasten.
US-Staatsanleihen und DXY
Die Renditen der US-Staatsanleihen konnten nach dem hawkischen FOMC-Meeting der vergangenen Woche erneut zulegen. Die Federal Reserve machte deutlich, dass Zinssenkungen weiterhin nicht unmittelbar bevorstehen und sogar zusätzliche Zinserhöhungen von einigen Marktteilnehmern inzwischen wieder eingepreist werden.
Parallel dazu setzte auch der US-Dollar seine Aufwärtsbewegung fort und schloss die Woche oberhalb der wichtigen Zone um 100,60 Punkte. Für die kommenden Handelstage wird entscheidend sein, ob sich der Dollar nachhaltig oberhalb dieser Marke etablieren kann. Gelingt dies, wären weitere Anstiege in Richtung 101,00 bis 102,00 Punkte durchaus realistisch. Sollte das Momentum hingegen wieder nachlassen und der DXY unter die aktuelle Unterstützungszone zurückfallen, könnte ein erneuter Test der psychologisch wichtigen 100-Punkte-Marke folgen.
Volatilitätsindex
Der VIX bleibt weiterhin ausgesprochen ruhig und schloss die Woche bei 16,41 Punkten. Trotz der geopolitischen Risiken signalisiert der Markt aktuell keine größere Angst oder Unsicherheit. Solange sich der VIX unterhalb der 20-Punkte-Marke bewegt, bleibt das Umfeld grundsätzlich konstruktiv für Risikoanlagen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia bleibt einer der wichtigsten Taktgeber für den gesamten KI-Sektor. Für weiteres bullisches Momentum wird entscheidend sein, dass die Aktie die Zone zwischen 212 und 213 US-Dollar zurückerobern kann. Ein Ausbruch über diese Bereiche würde die Wahrscheinlichkeit weiterer Allzeithochs deutlich erhöhen.
Solange gleichzeitig die Unterstützungszone zwischen 198 und 200 US-Dollar verteidigt wird, bleibt das übergeordnete Bild weiterhin konstruktiv.
Bitcoin
Bitcoin konnte sich in den vergangenen Handelstagen etwas stabilisieren, befindet sich aus meiner Sicht jedoch weiterhin in einer übergeordneten Korrekturphase. Besonders interessant bleibt die Zone zwischen 65.000 und 65.800 US-Dollar, welche mit mehreren relevanten Monatstiefs zusammenfällt.
Sollte der Markt dort erneut abgewiesen werden, halte ich einen Rücklauf in Richtung 60.000 US-Dollar weiterhin für möglich. Gelingt hingegen ein Ausbruch über die jüngsten Wochenhochs oberhalb von 67.500 US-Dollar, könnten zunächst nochmals die Bereiche um 69.000 US-Dollar angelaufen werden, bevor neues Verkaufsinteresse entsteht.
S&P 500
Der S&P 500 zeigte zuletzt erste Ermüdungserscheinungen und schloss die Woche auf Wochenbasis leicht schwächer. Für die kommende Handelswoche bleibt die Zone um 7.460 Punkte und 7.500 Punkte von besonderer Bedeutung.
Ein Bruch dieser Unterstützung könnte weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 7.350 sowie anschließend 7.250 Punkte freisetzen. Bleibt die Unterstützung hingegen intakt, wären zuvor noch einmal neue Allzeithochs im Bereich um 7.650 Punkte denkbar.
Nasdaq
Auch im Nasdaq bleibt das Bild ähnlich. Das Momentum hat zuletzt etwas nachgelassen, obwohl die langfristige Struktur weiterhin bullish bleibt.
Ein Ausbruch über 30.500 Punkte könnte zunächst einen weiteren Anlauf auf die Allzeithochs im Bereich von 30.800 bis 31.000 Punkten ermöglichen. Sollte der Index jedoch die Marke von 30.000 Punkten verlieren und anschließend auch das Wochentief bei 29.600 Punkten unterschreiten, würde sich die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur bis in den Bereich von 29.000 Punkten deutlich erhöhen.
US30
Im Dow Jones bleibt die Marke von 51.400 Punkten entscheidend. Unterhalb dieser Zone könnte die laufende Korrektur in Richtung 51.000 beziehungsweise 50.500 Punkte fortgesetzt werden. Solange diese Bereiche halten, bleibt jedoch auch ein erneuter Anstieg in Richtung 52.000 Punkte möglich.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX konnte die vergangene Woche trotz erster Schwächesignale mit einem Wochenplus von rund 1,3 % beenden. Gleichzeitig erfolgte der Wochenschluss jedoch erneut unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 25.000 Punkten.
Für die kommende Handelswoche bleibt deshalb insbesondere das Tagestief vom Freitag bei 24.888 Punkten im Fokus. Ein Bruch dieser Marke würde unmittelbar den wichtigen Unterstützungsbereich um 24.800 Punkte aktivieren. Dort befinden sich gleichzeitig relevante Hochs aus den vergangenen Monaten, weshalb dieser Bereich aus charttechnischer Sicht von hoher Bedeutung bleibt.
Sollte auch diese Zone aufgegeben werden, halte ich eine übergeordnete Korrektur in Richtung 24.500 Punkte für ein realistisches Szenario.
Auf der Oberseite bleibt hingegen das Wochenhoch der KW25 bei rund 25.180 Punkten die entscheidende Hürde. Ein Ausbruch darüber könnte nochmals Raum bis in den Bereich um 25.300 Punkte schaffen, bevor anschließend erneut stärkeres Verkaufsinteresse auftreten dürfte.
Fazit
Die kommende Handelswoche steht im Spannungsfeld zwischen geopolitischer Entspannung und einer weiterhin restriktiven Geldpolitik der Notenbanken.
Auf der einen Seite sprechen die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für sinkende Ölpreise, eine nachlassende geopolitische Risikoprämie und kurzfristig positive Impulse für Risikoanlagen. Auf der anderen Seite zeigen die jüngsten Arbeitsmarktdaten weiterhin eine robuste US-Wirtschaft, steigende Löhne und eine Inflation, die deutlich oberhalb des Zielniveaus der Federal Reserve verharrt.
Das hawkische FOMC-Meeting, die angehobenen Inflationsprognosen sowie die höheren Zinserwartungen sprechen deshalb weiterhin für ein Umfeld von „Higher for Longer“.
Nach einem außergewöhnlich starken zweiten Quartal und neuen Rekordständen in zahlreichen Risikoanlagen halte ich die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen zum Quartalsende für erhöht. Insbesondere dann, wenn die kommenden Inflationsdaten erneut auf anhaltenden Preisdruck hindeuten sollten.
Die Kombination aus geopolitischer Entspannung, weiterhin hoher Inflation und einer restriktiven Geldpolitik könnte damit genau das Umfeld schaffen, in dem die Märkte nach einer starken Rally zunächst einmal Luft ablassen, bevor die nächste größere Bewegung entsteht!
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch einen guten Start in die kommende Handelswoche und stabile Trades!
DAX🇩🇪 - Ausblick KW26/2026Hallo Trader,
die Long Idee der vergangenen Woche ging perfekt auf.
Trotz der negativen Kerze am Freitag spricht für mich erst einmal nichts gegen eine Anpassung.
Ich bion wieter long gerichtet und denke, dass wir Minimum an die Widerstandszone laufen.
Ab da, muss man abwarten was passiert.
Widerstände:
- Zone ums ATH
Unterstützungen:
- Tief bei 23.950 - 24.000
- Zone bei 23.000 - 23.100
- Zone rund um 22.200
- Zone bei 21.500
- Runde Marke von 20.000
Happy Pips,
Michael - Team PimYourTrading
Nasdaq🇺🇸 - Ausblick KW26/2025Hallo Trader,
beim Nasdaq befinden wir uns aktuell direkt am Widerstand (ATH Zone).
Wird dieser durchbrochen, wäre das zumindest kurzfristig ein Kaufsignal.
Ergo - warten. Alarm rein legen
Widerstände:
- Zone ums ATH bei ca 30.700
Unterstützungen:
- Tief bei ca 28.300
- Zone bei 26.200
- Zone bei 24.000
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
SP500🇺🇸 - Ausblick KW26/2025Hallo Trader,
wie üblich beginnen wir mit dem fundamentalen Ausblick.
📊 Fundamentaler Ausblick KW26 (22.06. – 26.06.2026)
Nach der richtungsweisenden FED-Sitzung 🇺🇸in der Vorwoche dürfte sich in KW26 zeigen, wie die Märkte die neuen geldpolitischen Signale tatsächlich verarbeiten. Zwar beließ die US-Notenbank die Zinsen erwartungsgemäß unverändert, entscheidend waren jedoch die Aussagen von Kevin Warsh und die aktualisierten Wirtschaftsprojektionen. Die FED machte deutlich, dass sie weiterhin datenabhängig agieren wird und angesichts eines robusten Arbeitsmarktes sowie einer nur langsam sinkenden Inflation wenig Druck verspürt, kurzfristig Zinssenkungen einzuleiten.
Für die Aktienmärkte bedeutet das zunächst ein anspruchsvolles Umfeld. Während die Hoffnung auf eine weiche Landung der US-Wirtschaft bestehen bleibt, dürften Erwartungen an schnelle Zinssenkungen weiter zurückgeschraubt werden. Besonders zinssensitive Wachstums- und Technologiewerte könnten dadurch anfällig für Gewinnmitnahmen bleiben. Gleichzeitig stützen die weiterhin solide Konjunktur und stabile Unternehmensgewinne die Märkte auf der Unterseite. Die kommende Woche wird daher vor allem zeigen, ob Investoren den FED-Ausblick als Belastung oder als Zeichen wirtschaftlicher Stärke interpretieren.
Bereits am Montag stehen mehrere Reden von EZB-Präsidentin Christine Lagarde🇪🇺 auf dem Programm. Anleger werden genau darauf achten, ob die EZB nach den jüngsten Zinssenkungen weitere Lockerungsschritte in Aussicht stellt oder zunächst eine Pause signalisiert.
Am Dienstag richtet sich der Fokus auf die Einkaufsmanagerindizes (PMI) aus Deutschland und den USA. Die Daten gelten als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Besonders spannend wird die Frage, ob sich die leichte Erholung der europäischen Wirtschaft fortsetzt und ob die US-Wirtschaft trotz hoher Zinsen weiterhin Widerstandsfähigkeit zeigt.
Am Mittwoch folgen mit dem deutschen ifo-Geschäftsklimaindex 🇩🇪weitere wichtige Konjunktursignale aus Europa. In den USA stehen zudem die Verkäufe neuer Häuser 🇺🇸sowie die Rohöllagerbestände auf der Agenda. Gerade der Immobilienmarkt wird von Investoren aufmerksam beobachtet, da er besonders sensibel auf das aktuelle Zinsniveau reagiert.
Der Höhepunkt der Woche folgt jedoch am Donnerstag mit der Veröffentlichung des bevorzugten Inflationsmaßes der FED – dem PCE-Kernpreisindex🇺🇸. Dieser gilt als einer der wichtigsten Indikatoren für die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank. Sollte die Inflation erneut höher ausfallen als erwartet, könnten die Märkte weitere Zinssenkungen noch weiter nach hinten verschieben. Schwächere Daten würden dagegen die Hoffnungen auf geldpolitische Lockerungen im weiteren Jahresverlauf wieder beleben.
Zusätzlich werden am Donnerstag die finalen US-BIP-Daten für das erste Quartal sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Damit erhalten Anleger weitere Hinweise auf die tatsächliche Verfassung der amerikanischen Wirtschaft.
Die wichtigsten Termine der Woche:
🔹 Montag – Mehrere Reden von EZB-Präsidentin Lagarde🇪🇺
🔹 Dienstag 09:30 Uhr – Deutsche Einkaufsmanagerindizes (PMI)🇩🇪
🔹 Dienstag 15:45 Uhr – US Einkaufsmanagerindizes (PMI)🇺🇸
🔹 Mittwoch 10:00 Uhr – ifo-Geschäftsklima Deutschland🇩🇪
🔹 Mittwoch 16:00 Uhr – Verkäufe neuer Häuser (USA)🇺🇸
🔹 Mittwoch 16:30 Uhr – US-Rohöllagerbestände🇺🇸
🔹 Donnerstag 14:30 Uhr – US PCE-Kernpreisindex (Inflationsdaten)🇺🇸
🔹 Donnerstag 14:30 Uhr – US BIP (Q1, final)🇺🇸
🔹 Donnerstag 14:30 Uhr – US Erstanträge Arbeitslosenhilfe🇺🇸
Fazit:
Nach dem FED-Entscheid steht die Woche ganz im Zeichen der Frage, ob die Wirtschaftsdaten die vorsichtige Haltung der Notenbank bestätigen. Besonders die PMI-Daten und der PCE-Preisindex könnten entscheidend dafür werden, ob die Märkte ihre Zinserwartungen erneut anpassen müssen. Solange die US-Wirtschaft robust bleibt und die Inflation nur langsam zurückgeht, dürfte die FED wenig Anlass sehen, ihren restriktiven Kurs schnell aufzugeben. Für Anleger bedeutet das weiterhin erhöhte Sensibilität gegenüber Konjunktur- und Inflationsdaten sowie die Aussicht auf anhaltende Volatilität an den Finanzmärkten.
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Chart SP500 🇺🇸
Aktuell haben wir keine klaren Trend. Grundsätzlich würde ich den Beginn der Woche abwarten und dann auf dem Trend aufspringen. Meine Idealvorstellung wäre in der Tat eine Korrektur Richtung Support.
Ob das so kommt? Schwierig zu sagen. Ergo werde ich einfach jeweils dem Intraday Trend folgen.
Widerstände
- ATH bei 7600 Punkte
Unterstützungen:
- Tief bei 7240 Punkte
- Zone ums ATH bei ca 7000 Punkten
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
DAX Wochenrückblick KW25 – Die wichtigsten Erkenntnisse!Fundamentale und geopolitische Lage
Die KW25 stand vollständig im Zeichen der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Nach Wochen der Eskalation zwischen Israel/USA und Iran kam es überraschend zu deutlichen Fortschritten bei den diplomatischen Bemühungen. Die USA und der Iran unterzeichneten ein Memorandum of Understanding als Grundlage für einen möglichen langfristigen Friedensvertrag. Gleichzeitig wurde eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon vereinbart.
Die Märkte reagierten auf diese Entwicklung mit deutlicher Erleichterung. Der Ölpreis brach massiv ein, Risikoanlagen wurden gekauft und die Angst vor einer Eskalation im Nahen Osten ging deutlich zurück. Dennoch bleibt die Situation fragil. Bereits wenige Stunden nach Bekanntgabe der Waffenruhe wurden neue Angriffe im Libanon gemeldet. Israel und die Hisbollah werfen sich weiterhin gegenseitige Verstöße vor. Auch die ursprünglich geplanten Verhandlungen in der Schweiz wurden verschoben.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Woche war die Diskussion um die wirtschaftlichen Folgen eines möglichen Iran-Deals. Reuters berichtete ausführlich darüber, dass insbesondere die iranischen Revolutionsgarden von einer Lockerung der Sanktionen profitieren könnten, da sie große Teile der iranischen Wirtschaft kontrollieren. Damit entsteht für die kommenden Monate ein zusätzlicher politischer Konfliktpunkt, obwohl die Märkte aktuell ausschließlich die positiven Auswirkungen eines Friedensabkommens einpreisen.
Abseits der Geopolitik sorgte der SpaceX-IPO weiterhin für Aufmerksamkeit. Die Aufnahme in die großen Indizes und die damit verbundenen Kapitalzuflüsse unterstützten den Technologiesektor zusätzlich. Gleichzeitig bleibt der KI-Sektor mit Nvidia weiterhin einer der Haupttreiber der aktuellen Marktstärke.
Fundamentaldaten der Woche im Überblick
Auf der Datenseite begann die Woche mit starken Einzelhandelsumsätzen aus den USA. Die Retail Sales stiegen um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen damit deutlich über den Erwartungen von 0,5 Prozent. Die Core Retail Sales, welche die volatilen Bereiche Automobile, Benzin und Baumaterialien ausklammern und damit einen besseren Blick auf den tatsächlichen Konsum ermöglichen, stiegen ebenfalls stärker als erwartet auf 0,8 Prozent.
Diese Daten zeigen weiterhin eine robuste Konsumnachfrage in den USA. Da der private Konsum rund zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaftsleistung ausmacht, spricht ein starker Einzelhandel für eine weiterhin gesunde Wirtschaft. Gleichzeitig erhöht dies jedoch den Inflationsdruck und reduziert den Handlungsbedarf der Federal Reserve für Zinssenkungen.
Auch die Lagerbestände für Rohöl sorgten für Aufmerksamkeit. Die Crude Oil Inventories fielen um 8,263 Millionen Barrel und damit deutlich stärker als erwartet. Normalerweise wäre ein derart starker Rückgang bullish für den Ölpreis. Aufgrund der geopolitischen Entspannung wurde dieser Effekt jedoch vollständig überlagert.
Das wichtigste Ereignis der Woche war jedoch die Sitzung der US-Notenbank.
Die Fed beließ den Leitzins wie erwartet unverändert zwischen 3,50 und 3,75 Prozent. Dennoch war die gesamte Sitzung eindeutig hawkish. Das Statement wurde deutlich gekürzt, große Teile der bisherigen Forward Guidance wurden entfernt und der Fokus lag klar auf Preisstabilität. Kevin Warsh setzte bereits bei seiner ersten Sitzung als Fed-Chef neue Akzente.
Die Economic Projections zeigten eine deutliche Verschlechterung gegenüber dem März:
- Wachstumserwartungen wurden gesenkt
- Inflationserwartungen wurden deutlich angehoben
- Core PCE wurde von 2,7 Prozent auf 3,3 Prozent erhöht
- Gesamtinflation von 2,7 Prozent auf 3,6 Prozent angehoben
Auch der Dot Plot wurde deutlich hawkisher. Neun Mitglieder der Federal Reserve erwarten inzwischen mindestens eine Zinserhöhung bis Ende 2026.
Zusätzlich überraschte der Philadelphia Manufacturing Index positiv. Mit 10,3 Punkten lag er deutlich über den Erwartungen von 9,8 Punkten und markierte eine klare Verbesserung gegenüber dem Vormonat.
Gesamtbild: Wirtschaft, Inflation und Arbeitsmarkt
Das übergeordnete Bild hat sich in dieser Woche weiter gefestigt.
Die US-Wirtschaft zeigt weiterhin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit. Die Arbeitsmarktdaten bleiben stark, die NFP-Daten vom Monatsanfang überzeugten und auch die Einzelhandelsumsätze signalisieren weiterhin eine robuste Nachfrage.
Gleichzeitig steigt die Inflation erneut an. Die Fed hat ihre Inflationsprognosen deutlich angehoben und signalisiert zunehmend, dass Zinssenkungen aktuell nicht notwendig sind. Vielmehr rücken weitere Zinserhöhungen wieder in den Fokus der Marktteilnehmer.
Eigentlich stellt dieses Umfeld eine Belastung für Risikoanlagen dar. Eine starke Wirtschaft, ein robuster Arbeitsmarkt, steigende Inflation und eine hawkishe Notenbank sprechen normalerweise gegen neue Höchststände an den Aktienmärkten.
Der Grund, weshalb die Märkte dennoch weiter steigen konnten, liegt aktuell in zwei Faktoren:
Erstens sorgt die geopolitische Entspannung im Nahen Osten für sinkende Ölpreise und damit für Hoffnungen auf rückläufigen Inflationsdruck.
Zweitens fließen weiterhin enorme Kapitalmengen in den KI-Sektor und in neu gelistete Unternehmen wie SpaceX.
Die entscheidende Frage für die kommenden Wochen lautet daher: Wie lange können geopolitische Hoffnungen die zunehmend restriktiven Fundamentaldaten überdecken?
Korrelationen und Märkte im Überblick
US Oil
Der Ölpreis erlebte eine außergewöhnlich volatile Woche. Insgesamt verlor US Oil über neun Prozent und schloss unter der wichtigen Marke von 77 US-Dollar.
Nach dem massiven Abverkauf infolge der geopolitischen Entspannung bildete sich im Bereich von 72 US-Dollar eine erste Stabilisierung. Aktuell notiert Öl bei rund 76,55 US-Dollar.
Entscheidend wird nun sein, ob sich der Markt wieder über 77 und anschließend über 80 US-Dollar etablieren kann oder ob die Entspannung im Nahen Osten weitere Verkäufe Richtung 70 US-Dollar auslöst.
US-Staatsanleihen
Die kurzfristigen Renditen legten in dieser Woche erneut zu. Besonders die drei- und fünfjährigen Laufzeiten profitierten von den gestiegenen Zinserwartungen.
Die zehn- und dreißigjährigen Staatsanleihen zeigten dagegen leichte Rückgänge bei den Renditen. Der Markt preist damit kurzfristig ein restriktiveres Fed-Umfeld ein, langfristig bleiben die Erwartungen jedoch deutlich differenzierter.
DXY
Der US-Dollar gehörte zu den stärksten Märkten der Woche. Mit einem Wochenplus von knapp einem Prozent konnte der DXY über der wichtigen Marke von 100 Punkten schließen und erreichte zwischenzeitlich sogar die 101.
Trotz einer deutlichen Doji-Rejection zum Wochenschluss bleibt das Bild konstruktiv. Entscheidend wird nun sein, ob der Bereich um 100 Punkte als Unterstützung dient oder ob sich die Dollarstärke in Richtung 102 fortsetzen kann.
VIX
Die Volatilität bleibt weiterhin bemerkenswert niedrig. Trotz geopolitischer Schlagzeilen notiert der VIX aktuell bei lediglich 16,41 Punkten und damit rund sieben Prozent unter der Vorwoche.
Dies zeigt, dass institutionelle Marktteilnehmer derzeit keine unmittelbare Eskalation erwarten.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia konnte die Woche mit einem Plus von 2,75 Prozent beenden und schloss bei rund 210 US-Dollar.
Trotz Gewinnmitnahmen seit den Q1-Earnings bleibt die Nachfrage im KI-Sektor hoch. Für die Bullen bleibt die Zone um 213 US-Dollar entscheidend. Darüber wären neue Allzeithochs möglich. Auf der Unterseite fungiert der Bereich zwischen 198 und 200 US-Dollar als wichtiger Support.
Bitcoin
Bitcoin bleibt aktuell der schwächste große Risk Asset Markt.
Trotz eines positiven Tagesabschlusses am Donnerstag notiert Bitcoin auf Wochenbasis weiterhin rund drei Prozent im Minus. Während Aktienmärkte von geopolitischer Entspannung profitieren, gelingt es Bitcoin bislang nicht, neues Momentum aufzubauen.
Der Weekly Close dürfte entscheidend sein für die Frage, ob die 60.000-Dollar-Marke erneut getestet wird oder eine Erholung in Richtung 66.000 US-Dollar startet.
S&P 500
Der S&P 500 gewann in der Woche knapp ein Prozent hinzu und schloss dennoch direkt an einer entscheidenden Widerstandszone.
Auffällig ist, dass trotz der starken Fundamentaldaten und der hawkishen Fed keine neuen nachhaltigen Allzeithochs erzielt werden konnten. Das Momentum beginnt leicht nachzulassen.
Nasdaq
Auch der Nasdaq schloss die Woche im Plus und verteidigte die wichtige Marke von 30.000 Punkten.
Im Vergleich zu den Vorwochen fiel jedoch auf, dass keine neuen Hochs mehr erreicht wurden. Die Aufwärtsdynamik bleibt intakt, verliert aber zunehmend an Geschwindigkeit.
Dow Jones
Der US30 markierte neue Höchststände, wurde jedoch insbesondere zur Wochenmitte und zum Wochenschluss deutlich abverkauft.
Trotzdem bleibt der Index oberhalb der wichtigen Marke von 51.500 Punkten. Solange dieser Bereich hält, bleibt das übergeordnete Bild konstruktiv.
Charttechnischer Rückblick DAX
Der DAX konnte die Woche mit einem Plus von 1,25 Prozent beenden und zeigte erneut relative Stärke.
Allerdings gelang es dem Markt nicht, die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten nachhaltig zurückzuerobern. Nach einem Anstieg bis 25.179 Punkte wurden die Gewinne erneut verkauft und der Markt schloss bei 24.989 Punkten knapp unter dem Widerstand.
Damit zeigt sich weiterhin das gleiche Bild wie in den vergangenen Wochen. Starke Aufwärtsbewegungen werden zunehmend verkauft, während die Käufer Schwierigkeiten haben, neue Hochs nachhaltig zu etablieren.
Mit Blick auf das Monats- und Quartalsende steigt die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen weiter an.
Fazit KW25
- Der Nahost-Konflikt bleibt der wichtigste Kurstreiber der Märkte.
- Der US-Iran-Deal sorgt für Hoffnung, bleibt aber äußerst fragil.
- Öl verlor über neun Prozent und entlastete die Inflationserwartungen.
- Die US-Wirtschaft zeigt weiterhin Stärke.
- Arbeitsmarkt und Konsum bleiben robust.
- Die Inflation steigt erneut an.
- Die Federal Reserve präsentierte sich auf allen Ebenen hawkish.
- Der Dot Plot signalisiert höhere Zinsen für längere Zeit.
- Der Dollar gewinnt an Stärke.
- Die Aktienmärkte steigen trotz zunehmend restriktiver Fundamentaldaten weiter an.
- Erste Ermüdungserscheinungen zeigen sich jedoch insbesondere im S&P 500, Nasdaq und DAX.
Die Ausgangslage für die KW26 bleibt damit außergewöhnlich spannend. Die Märkte handeln aktuell nahezu ausschließlich die Hoffnung auf eine geopolitische Entspannung. Sollte dieser Optimismus bestätigt werden, könnten neue Hochs folgen. Scheitern die Verhandlungen oder kommt es erneut zu einer Eskalation im Nahen Osten, könnten die inzwischen sehr ambitionierten Bewertungen schnell unter Druck geraten.
Keine Anlageberatung. Alle Aussagen spiegeln ausschließlich meine persönliche Marktmeinung und Einschätzung wider.
Wünsche euch ein schönes Wochenende und morgen kommt wie gewohnt mein Wochenausblick für KW26 mit allen wichtigen Daten und Ausblicken für die Woche!
DAX Tagesausblick 19. Juni-Kommen die Bären vor dem Wochenende?Geopolitische Lage
Der Markt bleibt weiterhin stark von den Entwicklungen im Nahen Osten geprägt. Während die Aktienmärkte die vergangenen Tage vor allem die Entspannung rund um den US-Iran-Deal gefeiert haben, mehren sich nun die ersten Fragezeichen hinter einer langfristigen Lösung.
Mehrere Reuters-Berichte zeigen, dass die ursprünglich geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz vorerst nicht stattfinden werden. US-Vizepräsident JD Vance hat seine Reise abgesagt, wodurch sich die Unsicherheit über die nächsten Verhandlungsschritte erhöht. Gleichzeitig betont die iranische Führung, dass mögliche weitere Verhandlungen nicht einfach werden und man zusätzliche Forderungen der USA nicht ohne Weiteres akzeptieren werde.
Hinzu kommt, dass Israel weiterhin militärisch im Libanon aktiv bleibt. Damit ist klar, dass die aktuelle Waffenruhe zwar kurzfristig für Entspannung sorgt, die geopolitischen Risiken in der Region aber keineswegs vollständig verschwunden sind. Entsprechend bleibt die Entwicklung rund um den Nahen Osten auch zum Wochenschluss der wichtigste Faktor für die globalen Finanzmärkte.
Trotz der ersten Unsicherheiten halten sich die Märkte bislang erstaunlich stabil. Der Ölpreis konnte sich nach dem massiven Einbruch der vergangenen Tage zunächst stabilisieren, während die Aktienmärkte den Fokus weiterhin auf die Aussicht einer längerfristigen Entspannung legen.
Auch bei SpaceX setzten gestern die ersten Gewinnmitnahmen ein. Nach dem spektakulären Börsendebüt verlor die Aktie rund 7 %. Angesichts der zuvor extrem starken Aufwärtsbewegung ist dies allerdings noch völlig im normalen Rahmen und eher als erste Konsolidierung innerhalb eines sehr dynamischen IPO-Hypes zu bewerten.
Fundamentaldaten
Auf der Makroseite standen gestern vor allem die US-Arbeitsmarktdaten sowie der Philadelphia Fed Manufacturing Index im Fokus.
Die Initial Jobless Claims lagen mit 226.000 leicht über der Erwartung von 225.000, allerdings weiterhin unter dem vorherigen Wert von 230.000. Der US-Arbeitsmarkt zeigt damit weiterhin Stabilität, auch wenn erste leichte Abschwächungstendenzen sichtbar bleiben.
Besonders positiv fiel der Philadelphia Fed Manufacturing Index aus. Mit 10,3 Punkten wurde sowohl die Prognose von 9,8 als auch der vorherige Wert von -0,4 deutlich übertroffen. Die Daten bestätigen damit weiterhin eine robuste US-Wirtschaft und stützen die Argumentation der Federal Reserve, vorerst an ihrer restriktiven Geldpolitik festzuhalten.
Heute Morgen wurden zudem die deutschen Erzeugerpreise veröffentlicht. Der German PPI stieg lediglich um 0,3 % gegenüber der Prognose von 0,7 % und dem vorherigen Wert von 1,2 %. Dies signalisiert einen weiteren Rückgang des Preisdrucks auf Produzentenebene und ist grundsätzlich positiv für den Inflationsausblick in Deutschland und Europa.
Ansonsten bleibt der Wirtschaftskalender zum Wochenschluss vergleichsweise dünn. Einige EZB-Reden stehen noch an, größere marktbewegende Daten werden jedoch nicht mehr erwartet. Der Fokus liegt daher weiterhin klar auf der geopolitischen Nachrichtenlage.
Heute ist Feiertag in den USA, somit kann von geringerer Volatilität ausgegangen werden.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Beim Ölmarkt konnten wir gestern zunächst einen Test der 72-Dollar-Zone beobachten. Von dort setzte eine erste Gegenbewegung ein, die heute bereits zur Rückeroberung wichtiger kurzfristiger Unterstützungen geführt hat. Aktuell notiert US Oil wieder im Bereich der 77 Dollar.
Entscheidend wird nun sein, ob sich der Markt oberhalb dieser Zone stabilisieren und Richtung 79 Dollar weiter erholen kann oder ob die Verkäufer erneut Druck aufbauen und die Auswirkungen des zuletzt eingepreisten Energieschocks weiter zurücknehmen.
US Bonds
Bei den US-Staatsanleihen dominierte gestern eher ein ausgeprägter Range-Handel. Viele Marktteilnehmer verarbeiten weiterhin die Aussagen der Fed vom Mittwoch und positionieren sich für die kommenden Wochen.
DXY
Der US-Dollar konnte dagegen weiter zulegen. Der DXY schloss gestern oberhalb der 100,80 und erreichte in der Nacht bereits die Marke von 101 Punkten. Die Dollarstärke bleibt damit intakt. Besonders bemerkenswert ist die starke Wochenperformance von aktuell über 1 %. Für die Bullen wäre ein Wochenschluss nahe der aktuellen Hochs ein wichtiges Signal für eine mögliche Fortsetzung Richtung 101,50 und später 102 Punkte.
VIX'
Der Volatilitätsindex VIX notiert weiterhin entspannt bei rund 16 Punkten. Von Panik oder erhöhter Absicherungsnachfrage ist derzeit nichts zu erkennen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Auch die großen Technologieaktien bleiben stark. Nvidia konnte gestern erneut zulegen und profitiert weiterhin von der KI-Euphorie im Markt. Solange die Unterstützungen im Bereich von 198 bis 200 Dollar halten, bleibt das übergeordnete Bild konstruktiv. Neue Dynamik dürfte allerdings erst oberhalb der 212-Dollar-Marke entstehen.
Bitcoin
Bitcoin bleibt dagegen angeschlagen. Der stärkere Abverkauf der vergangenen Tage spricht weiterhin für einen möglichen Test der 60.000-Dollar-Zone, wo sich zeigen dürfte, ob die Käufer erneut bereit sind, den Markt zu verteidigen.
SPX
Im S&P 500 konnten wir gestern einen starken bullischen Tagesabschluss beobachten. Das übergeordnete Bild bleibt konstruktiv, solange die 7.500 Punkte verteidigt werden können. Neue Hochs würden sich bei einem Ausbruch über das gestrige Tageshoch anbieten. Erst unterhalb von 7.500 beziehungsweise später 7.470 Punkten würde sich das Bild wieder merklich eintrüben.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigte ebenfalls enorme Stärke. Die gestrige Tageskerze schloss sogar oberhalb der Hochs vom Mittwoch und bestätigt damit die starke Nachfrage im Technologiesektor. Oberhalb von 30.500 Punkten bleiben die Allzeithochs das wahrscheinlichere Szenario. Erst ein Rückfall unter die 30.000er-Marke würde wieder Raum für eine größere Korrektur schaffen.
US30
Im Dow Jones wurde die Unterstützung bei 51.500 Punkten erneut getestet. Sollte diese Marke brechen, wäre die Zone um 51.000 Punkte das nächste relevante Ziel. Für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung müsste der Markt dagegen nachhaltig über 52.000 Punkte ausbrechen.
Dabei darf nicht vergessen werden, dass heute in den USA Feiertag ist. Entsprechend sollte mit reduziertem Handelsvolumen und geringerer Liquidität gerechnet werden. Größere Bewegungen dürften daher primär durch unerwartete geopolitische Schlagzeilen ausgelöst werden.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX präsentierte sich gestern erneut sehr stark und schloss knapp 0,9 % im Plus. Besonders wichtig war dabei die Rückeroberung und Verteidigung der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke.
Der nächtliche Rücksetzer wurde bereits am Morgen vollständig aufgekauft. Aktuell arbeitet sich der Markt erneut an die Hochs von Dienstag und Donnerstag heran. Solange wir oberhalb von 25.000 Punkten notieren, bleibt das kurzfristige Bild klar positiv.
Kann die Zone um 25.160 Punkte nachhaltig überwunden werden, sehe ich weiteres Potenzial in Richtung 25.270 bis 25.300 Punkte. Dort dürfte die nächste größere Entscheidungszone auf die Bullen warten.
Für neue Short-Positionierungen würde ich aktuell Geduld mitbringen. Interessant wird die Short-Seite erst wieder bei einem nachhaltigen Rückfall unter die 25.000 Punkte sowie bei einer klaren Schwäche innerhalb der aktuellen Widerstandszone.
Insgesamt bleibt das Bild zum Wochenschluss freundlich. Der DAX konnte sich in dieser Woche eindrucksvoll zurückkämpfen, die Risikomärkte präsentieren sich weiterhin stabil und die aktuelle H4-Struktur zeigt nach wie vor starkes Momentum auf der Oberseite.
Dennoch sollte man die geopolitischen Risiken vor dem Wochenende nicht unterschätzen. Die Nachrichtenlage rund um den Nahen Osten kann sich jederzeit verändern und zu entsprechenden Gaps am Montag führen. Wer Positionen über das Wochenende hält, sollte dieses Risiko unbedingt berücksichtigen.
Ich wünsche euch schon jetzt ein schönes Wochenende.
Morgen folgt wie gewohnt mein Wochenrückblick und am Sonntag der Wochenausblick für die kommende Handelswoche.
Keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
DAX Chartanalyse & Prognosen für die neue Woche #25Analyse beim Stand des DAX-Index (Kassa) von 24.614 Punkten
Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Szenarien aus meiner persönlichen Einschätzung und Erfahrung entstehen und eine Zusammenfassung der wahrscheinlichsten Kursspanne für die jeweilige Zeiteinheit darstellen.
DAX Index Prognose für Montag
An seine bemerkenswerte 2025er-Rallye hat der DAX im Januar mit einem neuen Allzeithoch angeknüpft. Danach ist der Kurs zunächst in eine seitwärts laufende Korrekturphase übergegangen, die kurzfristig nach unten verlassen wurde und das letzte lokale Tief im März gesetzt hat. Dort konnte der Markt den Verkaufsdruck abfangen und in eine Erholungstendenz drehen.
Korrekturimpulse haben sich zuletzt im Bereich der 24.000er-Marke gestützt und den Kurs in Reichweite zum Allzeithoch gebracht. Hier fehlte es für weitere Zugewinne jedoch deutlich an Nachfrage, sodass der Kurs Verkaufsdruck zu spüren bekam und in der vergangenen Woche das Februartief unter Druck setzte. Hier konnte jedoch stützende Nachfrage zum Wochenschluss das Vorjahreshoch erneut in Reichweite bringen. Der Start in die neue Woche am Montag dürfte sich dadurch fester gestalten und einen Test des 24.900er-Bereichs in Aussicht stellen.
Erwartete Tagesspanne: 24.390 bis 24.910
Nächste Widerstände: 24.771 | 24.820 = Vorwochenhoch | 25.507
Wichtige Unterstützungen: 24.272 | 24.043 = Vorwochentief | 23.476
DAX Index Prognose für Dienstag
Abhängig vom Wochenstart könnte der Kurs am Dienstag signalisieren, ob die jüngste Erholungsstimmung das Vorjahreshoch zurückgewinnen kann. Sollte der Markt hingegen auf Widerstand treffen, wäre im Verlauf der Woche eher eine Tradingrange zu erwarten.
Erwartete Tagesspanne: 24.520 bis 25.040 alternativ 24.330 bis 24.610
DAX Prognose für diese Woche
Ergänzend zum Stundenchart erholt sich der DAX-Index vom Test der Unterstützung durch den 200-Tage-Durchschnitt. Der am Vorjahreshoch seitwärts laufende GD 20 könnte die Stimmung vorerst einbremsen, ein Ausbruch würde hingegen wieder auf die Rekordmarke zielen.
Erwartete Wochenspanne: 24.320 bis 25.260
Die DAX Prognose für nächste Woche:
Die DAX Prognose für nächste Woche: Abhängig von der geopolitischen Konfliktlage drückten zuletzt auch Gewinnmitnahmen auf die Marktstimmung. Mit neu einsetzender Nachfrage konnte das Februartief jedoch verteidigt werden, sodass die Signallage neutral bis positiv zu bewerten ist. Daraus lässt sich eine mögliche Wochenspanne zwischen
24.780
und
25.590
Punkten ableiten.
Alternativ wäre eine anhaltende Pendelbewegung um das Vorjahreshoch möglich.
Beste Grüße und gute Trades,
Christian Möhrer
Kagels-Trading
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Freitag, den 19.06.2026Zum Mittwoch hat unser Dax sich aber ordentlich auf der Wiese herumgekullert, als wüsste er gar nicht mehr wo unten und oben ist...
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24800 abwärts, oberhalb davon Erholungschancen
Grundstimmung: neutral
Zum Donnerstag sollte nun wichtig werden, wie sich unser Dax macht sobald er mal unter die 24800 / 24750 schaut. Sollte er sich darunter halten und behaupten können wären 24700 / 24670 und 24615 ja recht leicht erreichbar gewesen, für 24490, 24430 und 24300 hätte er sich dann schon deutlich mehr anstrengen müssen. Scheitert er aber unterhalb genauso wenig in Gang kommen und auch nur wieder steil nach oben zurück kommen, würde es ihm wohl leichter fallen die 24940 zu überwinden um wieder 25000 und 25100 / 25125 zu erreichen bevor die Amerikaner dann schon frühzeitig wegen ihrem Feiertag am Donnerstagabend ins Wochenende gehen. So die Zusammenfassung von gestern.
Ja unter 24750 / 24800 wollte unser Dax dann gleich mal gar nicht und probierte sich oben. Dafür dass die Amerikaner sich da aber richtig schick nochmal in Szene setzten vorm Feiertag hätte unser Dax doch deutliche Probleme oben weiter zu kommen. Was da einen Tag zuvor noch die 24940 war die alles blockierte gab sich zum Donnerstag der Bereich um 25060 richtig Mühe unseren Dax kräftig auszubremsen. Und genau dieses Ausbremsen könnte ihm zum Freitag nun nochmal auf die Füße fallen. Sollte der sich nun nämlich unter der 25000 in die Tiefe drücken könnte ihn das dann leicht wieder zur 24940, 24900 und auch 23800 / 24762 zurückführen und ihn einmal am Donnerstag vorbei fallen lassen.
Ich will dafür aber wirklich dann auch ein Unterschreiten der 25000 sehen und das er auch drunter bleibt. Sollte der nämlich einfach weiter hoch klettern kommt dann irgendwann der Gapclose bei 25125 und verkauft man ihm den nicht kräftig ab, geht's dann zur 25200 weiter und darüber auch wieder zur 25330, 25405 und höherem. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Zum Donnerstag hat sich unser Dax nicht sonderlich viel Mühe gegeben für Unterhaltung zu sorgen und weder unter 24750 / 24800 geliefert, noch über 25030 seine Ziele abgearbeitet. Ob das zum Freitag großartig anders wird zum US Feiertag darf angezweifelt werden. Einzige Hoffnung wäre da unser Verfall der noch etwas Bewegung bringen könnte. Dafür darf man ihn dann aber bitte nicht gleich von der 25125 hart runterverkaufen. Schafft er es nämlich darüber zu etablieren wären auch 25200, 25330 und 25405 mal wieder erreichbar. Kommt er aber unter Druck und fällt unter 25000 zurück und bleibt auch darunter würde ich dann wieder 24940, 24900 und auch 24800 / 24762 anzählen und wenn er richtig Bock hat auch noch Tieferes
Dotplot Schock: Die FED wird deutlich hawkisherIm heutigen FOMC-Spezial analysieren wir die komplette FED-Sitzung vom 17. Juni 2026. Wir vergleichen das aktuelle FOMC Statement mit dem letzten Statement, werfen einen Blick auf die neuen Economic Projections und den Dotplot und gehen auf die erste Pressekonferenz von Kevin Warsh als neuer FED-Chef ein.
Besonders spannend: Die FED hat ihre Inflationserwartungen deutlich angehoben und signalisiert höhere Zinsen über einen längeren Zeitraum. Trotzdem bleiben die Aktienmärkte erstaunlich stabil. Warum das so ist und welche Rolle der Iran-Deal, fallende Ölpreise, KI-Hoffnungen und die aktuelle Marktstruktur dabei spielen, bespreche ich ausführlich im Video.
Themen:
• FOMC Statement Analyse
• Dotplot Vergleich März vs. Juni
• Summary of Economic Projections
• Kevin Warsh Pressekonferenz
• Inflation, Arbeitsmarkt & Zinserwartungen
• Auswirkungen auf DAX, Nasdaq, SPX
Keine Anlageberatung, lediglich meine persönliche Markteinschätzung.
das war es wohl würde ich denken mit dem up trendnach dem Boss-chart wäre ein pullback an die Oberkante denkbar und dann der Abprall in den short trend. Daraus ergibt sich für den aggressiven trader ein Kauf short mit stop an der Unterkante des Kanals. Für den konservativen trader der Einstieg short erst nach dem Durchbruch des letzten swing high bei 700. Das ist natürlich keine
Handelsempfehlung sondern nur meine persönliche Meinung zum Kursverlauf.
DAX Tagesausblick 18. Juni– Hawkishe FED, wo bleiben die Shorts?Geopolitische Lage: Iran-Deal bleibt aktuell das dominierende Makro-Thema
Während sich die Aufmerksamkeit vieler Marktteilnehmer auf die gestrige FED-Sitzung gerichtet hat, bleibt die geopolitische Entwicklung rund um den Nahen Osten aktuell der wichtigste Treiber für die globalen Finanzmärkte.
Die USA und der Iran haben in dieser Woche ein vorläufiges Abkommen unterzeichnet, das zunächst eine 60-tägige Verhandlungsphase einleitet. Nach Angaben beider Seiten wurde das Memorandum bereits von US-Präsident Donald Trump und dem iranischen Präsidenten unterzeichnet und ist laut iranischen Regierungsvertretern bereits in Kraft getreten.
Der Inhalt des Abkommens umfasst unter anderem die Verlängerung der Waffenruhe, die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormuz, die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte sowie umfangreiche wirtschaftliche Investitionen in den Wiederaufbau des Landes. Gleichzeitig soll die Internationale Atomenergiebehörde die weitere Entwicklung des iranischen Atomprogramms überwachen.
Auch die G7-Staaten begrüßten die Fortschritte und forderten zusätzlich eine Waffenruhe im Libanon. Gleichzeitig bleibt die Situation angespannt. Israel führte erneut Luftschläge gegen Ziele im Libanon durch, während es weiterhin Spannungen mit der Hisbollah gibt. Präsident Trump machte zudem deutlich, dass die USA bei einem Scheitern des Abkommens erneut militärisch eingreifen würden.
Insgesamt bleibt das Risiko im Nahen Osten bestehen, allerdings hat sich die Wahrscheinlichkeit eines unmittelbaren Öl- oder Versorgungsschocks gegenüber der Vorwoche deutlich reduziert. Genau dieser Faktor dürfte aktuell kurzfristig schwerer wiegen als die hawkischen Aussagen der FED.
Auch in Asien gab es weitere positive Signale. Die Spannungen zwischen China und Taiwan haben sich zuletzt nicht weiter verschärft. Zudem setzen die USA und China ihre Gespräche über Handels- und Wirtschaftsfragen fort. Zusammen mit den Fortschritten im Nahen Osten sorgt dies aktuell für eine spürbare Entspannung auf geopolitischer Ebene.
Fundamentale Wirtschaftsdaten gestern
Auch auf der Datenseite gab es gestern zahlreiche wichtige Veröffentlichungen.
In Europa stieg die Inflation im Jahresvergleich wie erwartet von 3,0 % auf 3,2 %. Die Kerninflation legte sogar von 2,2 % auf 2,6 % zu und lag damit leicht über den Erwartungen. Lediglich die monatliche Entwicklung zeigte mit 0,1 % weiterhin eine gewisse Stabilisierung.
In den USA standen vor allem die Einzelhandelsumsätze im Fokus. Die Retail Sales stiegen mit 0,9 % deutlich stärker als erwartet. Erwartet wurden lediglich 0,5 %, nachdem der Vormonat bei 0,4 % gelegen hatte.
Die Einzelhandelsumsätze gelten als einer der wichtigsten Indikatoren für den privaten Konsum. Da der Konsum den größten Teil der US-Wirtschaft ausmacht, zeigen steigende Retail Sales grundsätzlich eine robuste wirtschaftliche Entwicklung und sprechen gegen eine unmittelbar bevorstehende Rezession.
Auch die Core Retail Sales konnten positiv überraschen. Hier stieg der Wert auf 0,8 % und lag damit ebenfalls über den Erwartungen von 0,6 %. Die Daten zeigen, dass die Nachfrage der Verbraucher trotz höherer Finanzierungskosten weiterhin stabil bleibt.
Zusätzlich stieg das GDPNow-Modell der Atlanta FED zuletzt auf rund 3 %. Zusammen mit den starken Konsumdaten ergibt sich weiterhin das Bild einer widerstandsfähigen US-Wirtschaft.
Bei den Rohöllagerbeständen wurde hingegen ein deutlicher Rückgang um 8,263 Millionen Barrel gemeldet. Erwartet worden war lediglich ein Rückgang von 3,6 Millionen Barrel. Fundamental betrachtet wären diese Daten eigentlich klar bullish für Öl gewesen. Dennoch setzte sich die Schwäche im Ölmarkt fort, da die Entspannung im Nahen Osten aktuell deutlich stärker gewichtet wird als die Lagerbestandsdaten.
FED: Zinsen unverändert, Ton deutlich hawkisher
Wie erwartet beließ die FED den Leitzins in einer Spanne von 3,50 % bis 3,75 %.
Die eigentliche Überraschung lag jedoch nicht in der Zinsentscheidung selbst, sondern im Tonfall des Statements, den Economic Projections sowie der anschließenden Pressekonferenz von FED-Chef Kevin Warsh.
Im Statement betonte die FED erneut, dass die Inflation weiterhin deutlich über dem 2-Prozent-Ziel liegt. Gleichzeitig hob die Notenbank die robuste Entwicklung von Produktivität, Investitionen und Arbeitsmarkt hervor.
Im Dot Plot verschob sich die Erwartung der FED-Mitglieder weiter nach oben. Neun von neunzehn Mitgliedern rechnen inzwischen mit mindestens einer weiteren Zinserhöhung bis Ende 2026. Gleichzeitig wurden die Inflationserwartungen angehoben und die Wachstumserwartungen leicht reduziert.
Auch Kevin Warsh zeigte sich in der Pressekonferenz deutlich restriktiver als viele Marktteilnehmer erwartet hatten (inklusive mir ;)). Er stellte klar, dass Preisstabilität oberste Priorität habe und dass die FED künftig deutlich weniger Forward Guidance liefern werde.
Die gestrige Sitzung war damit eindeutig hawkish.
Trotzdem stellt sich die Frage, warum die Aktienmärkte nicht deutlich stärker unter Druck geraten sind.
Die Antwort liegt vermutlich in der geopolitischen Entwicklung. Die Entspannung im Nahen Osten, fallende Ölpreise und die Aussicht auf sinkende Inflationsrisiken durch eine Wiederöffnung der Straße von Hormuz wirken aktuell als Gegengewicht zur restriktiveren Geldpolitik.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute wird der Datenkalender etwas ruhiger, aber trotzdem nicht unwichtig. Am Vormittag und Mittag stehen mehrere EZB-Speaker im Fokus. Hier bleibt entscheidend, wie die EZB die zuletzt wieder gestiegene Inflation in Europa einordnet und ob sie sich durch die Entspannung beim Ölpreis bereits etwas beruhigter zeigt.
Am Nachmittag rücken dann vor allem die US-Arbeitsmarktdaten in den Fokus. Die Initial Jobless Claims werden mit 225.000 erwartet, nach zuvor 229.000. Solange die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe niedrig bleiben, spricht das weiterhin für einen stabilen Arbeitsmarkt und gibt der FED keinen direkten Grund, kurzfristig dovisher zu werden.
Zusätzlich kommt der Philadelphia FED Manufacturing Index. Erwartet wird ein Anstieg auf 9,8, nach zuvor -0,4. Dieser Index misst die allgemeine Geschäftslage im verarbeitenden Gewerbe der Region Philadelphia. Werte über null zeigen eine Verbesserung der Bedingungen, Werte unter null eine Verschlechterung.
Sollte der Index deutlich stärker als erwartet ausfallen, würde das erneut für eine robuste US-Wirtschaft sprechen. Gleichzeitig wäre das aber auch ein weiterer Baustein für die hawkishe FED, weil eine stabile Wirtschaft höhere Zinsen länger verkraften kann.
Märkte und Korrelationen im Überblick
Beim Ölmarkt bleibt die Bewegung sehr spannend. Trotz der extrem schwachen Rohöllagerbestände, also eines Rückgangs um 8,263 Millionen Barrel, konnte Öl nicht nachhaltig steigen. Der Grund liegt klar in der geopolitischen Entspannung. Die Märkte preisen aktuell weniger Risikoaufschlag für den Nahen Osten ein.
US Oil steht aktuell im Bereich von 74,6 Dollar und notiert auf Wochensicht bereits rund 12 % tiefer. Damit bleibt der Abwärtstrend kurzfristig intakt. Solange Öl unter 77 Dollar bleibt, liegt für mich die nächste relevante Zone im Bereich von 70 Dollar.
Für Risk Assets ist das grundsätzlich positiv. Fallende Ölpreise bedeuten mittelfristig Entspannung bei Energiepreisen, Transportkosten und Inflationserwartungen. Genau deshalb wird die Nahost-Entspannung aktuell so stark vom Markt gewichtet.
Bei den US-Staatsanleihenrenditen sahen wir nach der FOMC-Sitzung dagegen eine klare hawkishe Reaktion. Besonders die kurz- und mittelfristigen Renditen sind stark angestiegen. Die 3-jährigen Renditen legten deutlich zu, ebenso die 5-jährigen und 10-jährigen. Die 30-jährigen Renditen zeigten sich dagegen schwächer.
Das zeigt, dass der Markt vor allem am kurzen Ende Zinserhöhungsrisiken einpreist. Die Hoffnung auf Zinssenkungen wurde weiter nach hinten verschoben. Genau das ist normalerweise Gegenwind für Growth-Werte, Nasdaq, Bitcoin und zinssensitive Assets.
Auch der US-Dollar zeigte gestern eine starke Reaktion. Der DXY konnte deutlich zulegen und lief aus dem Bereich um 99,5 wieder über die 100er-Marke. Für mich ist jetzt entscheidend, wie der Dollar am oberen Ende der aktuellen Range im Bereich 100,5 bis 100,6 reagiert. Sollte der DXY diesen Bereich nachhaltig durchbrechen und das Momentum aus steigenden Renditen, hawkisher FED und Safe-Haven-Nachfrage halten, wäre eine Ausweitung Richtung 101 möglich.
Der VIX zog gestern ebenfalls deutlich an und legte rund 15 % zu. Trotzdem notiert der Volatilitätsindex aktuell nur im Bereich um 17 und damit weiterhin unter der wichtigen 20er-Marke. Das bedeutet: Ja, Unsicherheit ist zurückgekommen, aber wir sehen noch keine echte Stressphase am Markt.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia zeigte gestern erneut Schwäche und verlor rund 1,3 %. Die Aktie konnte den Bereich um 212 Dollar nicht nachhaltig nach oben durchbrechen. Für das bullische Szenario bleibt entscheidend, dass Nvidia entweder wieder über 212 Dollar ausbricht oder die Unterstützungszone bei 200 bis 198 Dollar verteidigt.
Ein Bruch unter 198 Dollar wäre kurzfristig kritisch, da Nvidia als KI-Leader weiterhin eine wichtige Signalwirkung für den gesamten Nasdaq hat.
Bitcoin
Bitcoin zeigte gestern ebenfalls Schwäche. Nach dem Bruch des Tagestiefs vom Dienstag kam es wie erwartet zu weiterem Verkaufsdruck. Im aktuellen Marktumfeld mit hawkisher FED, stärkerem Dollar und steigenden Renditen bleibt Bitcoin anfällig.
Solange Bitcoin keinen starken Daily Close liefert, bleibe ich hier vorsichtig. Einen erneuten Rücklauf in Richtung 60.000 Dollar kann ich mir weiterhin vorstellen. Long-Setups werden für mich erst wieder interessanter, wenn Bitcoin auf Tagesbasis Stärke zeigt und wichtige Widerstände zurückerobert.
SPX
Der S&P 500 reagierte gestern nach dem FOMC-Newsblock zunächst deutlich schwächer. Der Index verlor rund 1,23 % und schloss sogar unterhalb der 7.500er-Zone. Gleichzeitig kam über Nacht in der Asia-Session wieder Unterstützung in den Markt.
Für mich bleibt die 7.500er-Zone jetzt entscheidend. Solange der S&P 500 diesen Bereich zurückerobern und verteidigen kann, bleibt eine Stabilisierung möglich. Sollte der Index jedoch erneut unter das gestrige Tagestief und unter 7.500 fallen, sehe ich weiteres Abwärtsrisiko in Richtung des Wochentiefs aus KW23 bei rund 7.360.
Für ein neues Long-Signal müsste der S&P 500 zunächst das gestrige Tageshoch im Bereich 7.615 zurückerobern. Erst dann wäre wieder mehr Momentum auf der Oberseite möglich.
NASDAQ
Im Nasdaq wurde gestern zwischenzeitlich die 30.000er-Marke unterschritten. Auch hier kam nach dem FOMC-Schock Verkaufsdruck auf, allerdings wurde der Rücksetzer bereits wieder teilweise aufgekauft.
Für den heutigen Handelstag ist die 30.000er-Marke der zentrale Bereich. Solange der Nasdaq darüber bleibt, kann sich der Markt stabilisieren. Sollte der Nasdaq jedoch erneut unter 30.000 fallen und darunter schließen, sehe ich weiteres Risiko in Richtung 29.500.
Auf der Oberseite wäre für Longs wichtig, dass der Nasdaq das gestrige Tageshoch bei rund 30.265 zurückerobert. Dann wäre ein weiterer Push in Richtung 30.500 möglich.
US30
Beim Dow Jones beziehungsweise US30 sahen wir gestern zunächst einen starken Peak bis fast 52.500 und damit neue Allzeithochs. Danach kam jedoch deutlicher Verkaufsdruck auf und der Index schloss wieder unter 52.000.
Aktuell wird die 52.000er-Zone erneut getestet. Sollte US30 hier scheitern und gleichzeitig das gestrige Tagestief sowie die Zone um 51.500 verlieren, wären weitere Shorts in Richtung 51.000 für mich denkbar. Für Longs müsste der Markt die 52.000 nachhaltig zurückerobern und verteidigen.
DAX Tagesausblick
Der DAX zeigt im Vergleich zu den US-Indizes aktuell das stärkere Bild. Während die US-Indizes nach der hawkischen FED unter Druck standen, konnte der DAX gestern trotz allem mit einem Plus von rund 0,5 % schließen.
Heute Morgen wurde bereits das gestrige Tageshoch gebrochen und der Index notiert im Bereich um 25.050 Punkte. Damit bleibt das übergeordnete charttechnische Bild weiterhin bullisch.
Für mich ist jetzt entscheidend, ob der DAX das Tageshoch vom Dienstag im Bereich um 25.120-25.150 herausnehmen kann. Gelingt ein nachhaltiger Bruch über diese Zone, wären weitere Impulse in Richtung 25.300 bis 25.400 denkbar.
Trotzdem bleibe ich vorsichtig. Die FED war gestern eindeutig hawkish. Die Zinssenkungshoffnungen wurden weiter nach hinten verschoben und der Markt preist sogar wieder Zinserhöhungsrisiken ein. Normalerweise wäre das klarer Gegenwind für Aktien.
Der Grund, warum der DAX trotzdem stabil bleibt, liegt in der massiven Entspannung beim Ölpreis und der geopolitischen Lage. Europa profitiert besonders von fallenden Energiepreisen. Deshalb kann der DAX kurzfristig stärker performen als die US-Tech-Indizes.
Ein Short-Szenario wird für mich erst interessant, wenn der DAX zunächst die Hochs im Bereich 25.120 abgreift, dort eine klare Rejection zeigt und anschließend wieder unter die 25.000er-Zone fällt. Für bestätigte Shorts wäre ein Bruch unter die Tagestiefs von Dienstag und Mittwoch im Bereich um 24.700 wichtig.
Unterhalb von 24.700 wären Rückläufe in Richtung 24.650 und anschließend 24.500 möglich.
Solange der DAX aber über 25.000 bleibt und die US-Futures stabil bleiben, ist das kurzfristige Momentum weiterhin bullisch.
Fazit für den heutigen Handelstag
Die FED war gestern klar hawkish. Der Leitzins blieb zwar unverändert, aber Statement, Dot Plot, Economic Projections und Pressekonferenz zeigen deutlich: Higher for Longer bleibt das Hauptthema, und weitere Zinserhöhungen sind nicht vom Tisch.
Gleichzeitig hat sich die geopolitische Lage im Nahen Osten massiv entspannt. Der Iran-Deal, die Öffnung der Straße von Hormuz, fallende Ölpreise und die Aussicht auf niedrigere Energie- und Inflationsrisiken wirken aktuell als starkes Gegengewicht zur FED.
Genau deshalb fallen die Märkte nicht sofort durch. Der Markt handelt nicht nur die FED, sondern auch die Frage, ob der Öl- und Inflationsschock der letzten Wochen gerade wieder aus dem Markt gepreist wird.
Für den DAX bleibt mein Bias kurzfristig neutral bis leicht bullish, solange wir über 25.000 bleiben und die Zone um 25.160 nachhaltig brechen können. Unterhalb von 24.700 würde sich das Bild dagegen wieder klar eintrüben.
Ich werde heute Mittag noch ein separates Video zur FED hochladen, in dem ich die Economic Projections, den Dot Plot und die Pressekonferenz von Kevin Warsh ausführlich auseinandernehme.
Wichtigestes Wort zum schluss:
Ich würde heute nicht blind shorten, jedoch bin ich sehr vorsichtig mit neuen Longs. Durch die Daten der Fed gestern, reicht es, wenn kleine geopolitische negative Headlines rein kommen um stärkere Abverkäufe in den Indizes in Gang zu bringen. Die entscheidenden Level habe ich oben durchgegeben, ich suche aktiv eher nach Shorts MIT BESTÄTIGUNG!
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung. Allen einen stabilen Handelstag.






















