Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Donnerstag, den 07.05.2026Am Mittwoch hat uns Trump wieder gut herumgewirbelt, trotz dass er die Nummer nun schon zum x. Mal bringt, geht der Markt immer wieder drauf ein, Friede, Drohung, Ultimatum, Ultimatumsverlängerung, neue Drohung, neue Annäherung. Ob er uns zum Donnerstag weiter bei Laune hält?!
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24800 abwärts, über 25075 weiter aufwärts
Grundstimmung: neutral
Der Konter vom Dienstag sah erstmal recht stark aus, sollte sich so aber noch bestätigen müssen am Mittwoch. Würde er stattdessen aber unter 24400 / 24375 abtauchen, wäre 24325 / 24300 erstmal Support und drunter dann 24200 / 24150 ebenso. Würde unser Dax allerdings einfach ganz cool oberhalb der 24400 / 24420 bleiben, dann sollte man oben die nächsten Stationen anpeilen bei dann 24490 / 24530 und 24600 bevor die richtig heißen Stationen bei 24630, 24670 und 24700 folgen. Dort sollte sich unser Dax nochmal richtig wegschwalben können damit er nicht in den Übertreibungsspielraum bis 24800 und 24950 rein steigt. So die Zusammenfassung von gestern.
Unten gab er sich aber gänzlich gar keine Chance und drückte sich stattdessen gleich zu Beginn durch die 24630, 24670 und 24700 durch um die Übertreibungsziele oben bei 24800 und 24950 zu erreichen. Angespitzt durch News zur anstehenden Einigung zwischen Iran und USA spielte er die Ziele sogar allesamt durch und packte fast gleich noch das Gap bei 25200 schon. Die Welle selbst sieht aber so dennoch recht stimmig aus, sodass sich unser Dax am Donnerstag durchaus noch darin probieren könnte wieder etwas von der Mittwoch-Kerze abzutragen. Startet er unter 24950 in den Handel würde mein Fokus auf die beiden Unterstützungsbereiche bei 24840 / 24800 und 24630 / 24600 fallen. Beide wären gut geeignet ihn wieder zum Top zurückzuschieben, wenn die saftig grüne H1-Kerzen antreiben. Grüne Kerze sollte man allerdings auch abwarten, damit man nicht ins fallende Messer greift, was dann vielleicht doch noch bis 24420 oder gar 24325 durch rauscht.
Schafft es unser Dax von unten kommend dann nochmal bis an die Spitze zurück, würde ich denken, dass er sich um 25200 / 25250 dann aber doch erstmal wieder den Kopf anrammelt und zurück in die 24950 krabbelt auf das Schluss-Niveau vom Donnerstag. Bisschen mehr Raum würde ich ihm geben, wenn er zuerst hoch rammelt, dann wäre mir so 25325 / 25350 wichtiger. Dreht er von dort mit roter H1 weg, würde ihm das dann auch ein Fenster zur 24950 und 24800 öffnen, braucht aber zwingend dann auch eine rote einleitende H1, sonst ballert der nachher noch zum Allzeithoch oben durch. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Am Mittwoch hat unser Dax die Übertreibungsvariante ausgespielt die nun durchaus schwieriger zu verteidigen sein dürfte. Reißt es unseren Dax von Beginn an nach unten, wären 24830 / 24800 und 24630 / 24600 schöne Anlaufstellen, von denen sich unser Dax auch gut wieder hochdrehen kann. Eine grüne Stundenkerze würde ich dort aber abwarten, um sicherzustellen, dass der nicht doch komplett abkippt und wieder zur 24420 oder 24325 durch rauscht. Bekommt er sich nach oben aber aufgebaut, darf man sicherlich auch nochmal ein höheres Hoch im Bereich um 25200 / 25250 einplanen, bevor er sich wieder runter zur 24950 zurück dreht. Startet er von Beginn an rauf, würde ich sogar eher 25325 / 25350 anpeilen. Aber auch dort sollte eine signalgebende Kerze erst abgewartet werden, um sicherzustellen, dass der nicht gleich auf ATH durch türmt.
Marktindizes
Wer viel riskiert kann viel verlierenAls ich begann mit dem Trading sah ich das Risiko Management als ein Abfallprodukt meiner Trading Strategie an. Ich setzte zwar Stop Losses, sah die Höhe, welche ich zu riskieren gewillt war, aber als variabel an und machte diese von meiner subjektiven Meinung über das Potenzial des Trades abhängig.
Jetzt im Nachhinein würde ich mein altes Ich gerne eines Besseren belehren, aber was will man machen Fehler sind da um zu lernen und für mich war die schmerzhafte Erfahrung eines "big losers", der mir binnen Minuten einen Monatslohn gekostet hat, definitiv ein Fehler, aus welchem ich gelernt habe. Zwar war ich damals noch in Ausbildung und habe keinen hohen Monatslohn gehabt, jedoch der Gedanke daran, dass du gerade ca. 160h 4 Wochen je 40 Stunden mithilfe von einer Entscheidung quasi in den Müll geworfen hast, hat mich lange beschäftigt. Hier muss ich oft an die alte Börsenweisheit denken "Der Markt kann länger irrational bleiben als du liquide" von John Maynard Keynes.
Und es ist auch so Trading ist ein Quotengeschäft und wenn du dein ganzes Pulver zu schnell verschießt wirst du es in 99 Prozent der Fälle bereuen. Die Illusion des perfekten Edges mit dem perfekten Ein- und Ausstieg ist nicht mehr als eine Illusion. Du wirst immer Verlierer haben vielleicht auch mehrere hintereinander und die einzige Möglichkeit, um diese verkraften zu können, ist ein vernünftiges Risk Management, was ein vernünftiges Risk to Reward Verhältnis mit sich bringt.
Alleine wenn ich meinen heutigen Trading Tag Revue passieren lasse, habe ich zwei Trades verloren und einen gewonnen. Was auf den ersten Blick nach einem Verlusttag aussieht ist aber bei meinem angestrebten Risk to Reward bei meiner aktuellen Strategie (2:1) aber nicht mehr oder weniger wie eine Nullnummer. Und genau darum geht es auch beim Trading, Verluste klein zu halten und Gewinne zumindest größer als den potenziellen Verlust.
Am Ende entscheidet nicht ein einzelner Trade über deinen Erfolg sondern die Summe deiner Entscheidungen über Zeit. Wenn du das verstehst ändert sich dein Blick auf Verluste komplett.
Frag dich also beim nächsten Trade nicht nur wie viel du gewinnen kannst sondern vor allem wie viel du bereit bist zu verlieren und ob dieses Risiko wirklich sinnvoll ist.
DAX Tagesausblick 6. Mai – nächstes Ziel Jahreshoch 2025Nahost-Lage bleibt angespannt – Märkte dennoch weiter im Risk-On-Modus
Die geopolitische Lage rund um den Iran und die Straße von Hormus bleibt weiterhin extrem präsent. In den vergangenen Stunden gab es zahlreiche Meldungen zu militärischen Aktivitäten, Explosionen im Iran, möglichen Angriffen auf Schiffe sowie neuen Aussagen aus Washington und Teheran. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass beide Seiten weiterhin versuchen, eine vollständige Eskalation zu vermeiden. Besonders relevant war die Meldung, dass die USA das sogenannte „Project Freedom“, also die militärische Eskorte von Schiffen durch die Straße von Hormus, vorerst pausieren, da Fortschritte bei möglichen Verhandlungen mit dem Iran gesehen werden.
Genau diese Kombination ist aktuell entscheidend für die Märkte: Einerseits bleibt das geopolitische Risiko hoch, andererseits preisen die Märkte momentan eher Deeskalation als Eskalation ein. Das sieht man sehr klar an den klassischen Risk-Assets. Trotz der Schlagzeilen bleiben die US-Indizes extrem stark, der VIX fällt weiter zurück und auch der DAX zeigt weiterhin massives bullisches Momentum.
Die größte Gefahr für die Märkte bleibt aktuell nicht zwingend der militärische Konflikt selbst, sondern vielmehr die Auswirkung auf Energiepreise und damit auf die Inflation. Der Nahost-Konflikt läuft inzwischen bereits seit über zwei Monaten und genau dadurch entstehen reale wirtschaftliche Schäden über höhere Ölpreise, höhere Transportkosten und steigenden Inflationsdruck. Deshalb bleibt der Ölpreis aktuell einer der wichtigsten Makroindikatoren überhaupt.
Fundamentaldaten aus den USA – Wirtschaft bleibt robust
Die gestrigen US-Wirtschaftsdaten haben insgesamt erneut ein Bild einer weiterhin stabilen US-Wirtschaft gezeigt.
Der S&P Global Services PMI kam bei 51,0 Punkten rein. Erwartet wurden 51,3 Punkte nach zuvor 49,8. Damit lag der Wert zwar leicht unter der Prognose, aber weiterhin klar über der wichtigen 50er-Marke und gleichzeitig deutlich über dem vorherigen Wert. Das bedeutet weiterhin Expansion im Dienstleistungssektor und zeigt, dass die US-Wirtschaft trotz hoher Zinsen stabil bleibt. Gleichzeitig sieht man aber auch eine leichte Abkühlung des Wachstums, was aus Sicht der FED nicht unbedingt negativ ist.
Besonders stark waren die New Home Sales. Die Verkäufe neuer Häuser lagen bei 682k gegenüber einer Erwartung von 652k und einem vorherigen Wert von 635k. Damit wurden sowohl Forecast als auch Previous deutlich übertroffen. Das zeigt weiterhin Konsumstärke und bestätigt, dass der Immobilienmarkt trotz des aktuellen Zinsumfelds stabil bleibt. Eine robuste Nachfrage nach Immobilien spricht weiterhin für eine insgesamt widerstandsfähige US-Wirtschaft.
Auch die JOLTS Job Openings lagen über der Erwartung. Die Stellenangebote kamen bei 6,866 Millionen rein gegenüber einer Erwartung von 6,860 Millionen. Gleichzeitig lagen sie aber unter dem vorherigen Wert von 6,922 Millionen. Das zeigt weiterhin einen robusten Arbeitsmarkt, allerdings mit einer leichten Abkühlung. Genau dieses Szenario ist aktuell fast das perfekte Umfeld für die Märkte: keine harte Rezession, aber gleichzeitig eine langsame Entspannung am Arbeitsmarkt.
Die ISM Non-Manufacturing Prices lagen bei 70,7 und damit exakt auf dem vorherigen Niveau, allerdings unter dem Forecast von 73,7. Dennoch bleibt der Wert extrem hoch und signalisiert weiterhin deutlichen Preisdruck im Dienstleistungssektor. Inflation bleibt damit weiterhin ein relevantes Thema.
Insgesamt zeigen die Daten aktuell folgendes Bild: Die US-Wirtschaft bleibt robust, der Arbeitsmarkt stabilisiert sich leicht und gleichzeitig sehen wir bisher keine harte Rezession. Genau dieses Umfeld unterstützt aktuell weiterhin Risk-Assets wie den SPX, den Nasdaq oder auch den DAX. Gleichzeitig dürfte die FED bei diesem Umfeld weiterhin vorsichtig bleiben und Zinssenkungen nicht aggressiv vorziehen.
Wirtschaftsdaten heute – Fokus auf ADP und Ölbestände
Am heutigen Mittwoch wird es fundamental etwas ruhiger. Im Fokus stehen vor allem die ADP Non-Farm Employment Changes als wichtiger Vorindikator für den großen NFP-Arbeitsmarktbericht am Freitag.
Der Forecast liegt höher als der vorherige Wert, was bedeutet, dass der Markt weiterhin von einem robusten Arbeitsmarkt ausgeht. Sollten die Daten erneut stark ausfallen, könnte das kurzfristig die Zinssenkungshoffnungen etwas dämpfen. Schwächere Zahlen würden dagegen eher die Hoffnung auf zukünftige Lockerungen stärken.
Zusätzlich wichtig werden heute die US Crude Oil Inventories. Die Rohölbestände sind aktuell ein extrem relevanter Inflationsindikator. Fallen die Lagerbestände stärker als erwartet, bedeutet das sinkendes Angebot beziehungsweise hohe Nachfrage und das wirkt in der Regel unterstützend auf den Ölpreis. Steigende Ölpreise bedeuten wiederum zusätzlichen Inflationsdruck, was insbesondere im aktuellen geopolitischen Umfeld sehr wichtig bleibt.
Marktüberblick und Korrelationen
Beim Ölpreis sehen wir weiterhin eine extrem entscheidende Phase. US Oil hat gestern zwar etwas abgegeben, wurde heute allerdings erneut an der wichtigen 100-Dollar-Marke nach oben verteidigt und notiert aktuell wieder bei rund 101 Dollar. Genau diese Zone bleibt jetzt entscheidend.
Für die Märkte wäre es wichtig, dass Öl nachhaltig unter die 100-Dollar-Marke fällt und diese Zone nicht länger als Support dient. Solange Öl über 100 Dollar bleibt, bleibt auch der Inflationsdruck erhöht. Gerade durch den bereits länger laufenden Nahost-Konflikt entstehen hier reale wirtschaftliche Belastungen.
Der DXY hat gestern weiter nachgegeben. Der Rückgang zeigt, dass die Safe-Haven-Nachfrage aktuell sinkt. Der Dollar-Index notiert aktuell im Bereich um 98 Punkte und bewegt sich weiterhin innerhalb seiner größeren Seitwärtsrange.
Auch der VIX ist gestern erneut deutlich gefallen und liegt aktuell bei rund 17,37 Punkten. Damit bleibt die Volatilität weiterhin klar unter der wichtigen 20er-Zone. Das zeigt weiterhin geringe Angst im Markt und bestätigt das aktuelle Risk-On-Sentiment.
Bei den US-Indizes bleibt das Bild ebenfalls extrem stark. Der US30 wurde gestern erneut sehr sauber aufgekauft. Besonders wichtig war die Reaktion im Bereich um 48.900 Punkte – dort lag eine massive Jahresresistance. Der Markt wurde dort direkt wieder gekauft und notiert weiterhin nahe der All-Time-Highs.
Der SPX hat gestern sogar erneut ein neues All-Time-High markiert und notiert aktuell bei rund 7.259 Punkten. Das zeigt weiterhin extrem starkes Momentum im Gesamtmarkt. Risk-On bleibt aktuell klar dominant.
DAX Charttechnischer Ausblick
Der DAX hat gestern erneut enorme Stärke gezeigt. Wie bereits zuvor angesprochen, war die 24.000er-Zone ein extrem wichtiger Bereich. Genau dort wurde erneut Liquidität abgeholt, bevor der Markt wieder massiv gekauft wurde. Seit dem Eröffnungskurs von gestern hat der Dax am gestrigen Tag ca. 2,35% plus erwirtschaften können.
Besonders wichtig war dabei, dass das Tief bei 23.830 Punkten nicht unterschritten wurde. Stattdessen konnte der Markt die bärische Montagskerze komplett engulfen und schloss den Handel bei 24.458 Punkten. Zusätzlich sehen wir heute Morgen bereits erneut Stärke mit einem Push über das gestrige Tageshoch und über die wichtige 24.500er-Zone.
Für mich bleibt das Gesamtbild daher weiterhin klar bullisch. Der starke Aufkauf zeigt erneut, dass der Abverkauf vom Montag wahrscheinlich eher inszeniert war, um Liquidität einzusammeln, bevor die nächsten Hochs angelaufen werden.
Entscheidend bleibt jetzt die Zone um 24.500 Punkte. Sollte der Markt dort Stabilität finden und diese Zone als Support bestätigen, sehe ich die nächsten Ziele im Bereich zwischen 24.700 und 24.800 Punkten. Dort liegt das Vorjahreshoch von 2025 und damit ein extrem relevanter Widerstandsbereich.
Bleibt das Momentum allerdings weiterhin so stark wie aktuell und hält der Markt die 24.500 stabil, halte ich sogar einen direkten Durchbruch bis in Richtung 25.000 Punkte für möglich.
Konkreteres Bias und Trading-Ideen
Bearishes Szenario:
Ich halte mich aktuell weiterhin komplett von Shorts fern. Der Markt zeigt momentan schlicht zu viel Stärke. Der einzige Short-Bereich mit attraktivem Chance-Risiko-Verhältnis wäre für mich die glatte 25.000er-Marke. Dort würde es allerdings stark darauf ankommen, mit welchem Momentum der Markt in diese Zone hineinläuft.
Bullishes Szenario:
Solange der DAX oberhalb der entscheidenden 24.500er-Zone bleibt und dort Stabilität zeigt, bleibt das bullische Szenario für mich klar aktiv. In diesem Fall sehe ich weiterhin Potenzial in Richtung 24.700 bis 24.800 Punkte und bei anhaltend starkem Momentum sogar bis an die 25.000.
Nicht vergessen: Am Freitag stehen die wichtigen NFP-Arbeitsmarktdaten an. Bis dahin dürfte die Volatilität im Markt nochmals anziehen.
Wie seht ihr den DAX heute?
Setzt sich das starke bullische Momentum weiter fort oder sehen wir vor den NFP-Daten nochmal einen größeren Rücksetzer?
Keine Anlageberatung – nur meine persönliche Markteinschätzung!
Wünsche euch gute Trades!
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Mittwoch, den 06.05.2026Zum Dienstag verpuffte die aufgeflammte Eskalation im Iran-Konflikt vom Montag direkt schon wieder, denn es folgten einfach keinerlei weitere Taten, als würden alle in ihrer Kammer sitzen und erstmal wieder paar neue Drohnen zusammenbasteln..
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24200 abwärts, über 24400 weitere Erholung
Grundstimmung: neutral
Sollte unser zum Dienstag nun an den schwachen Montag anschließen, würde er sich unter der 24000 halten und weitere Wochentiefs nachschieben. Dann wären 23830 / 23800, 23750 und 23620 die nächsten Anlaufstellen gewesen. Von wo auch nochmal gut Gegenwehr einsetzen sollte, bevor man ihn dann zur 23480 durch lässt. Aufpassen sollte man aber, wenn der von Beginn an aggressiv nach oben drückt. Sollte der nach dem Donnerstag-Wumms nach oben bis Schluss und der Montags-Korrektur bis Schluss hier doch nur ein Retracement gespielt haben und nun steil nach oben wieder weiter ziehen, müsste man über 24120 / 24150 dann wieder 24400 anpeilen und darüber auch 24670 / 24700. So die Zusammenfassung von gestern.
Und gleich von Beginn an macht unser Dax keinerlei Anstalten unter die Montagstiefs drunter zu stoßen und schob sich stattdessen einfach direkt durch die 24000 wieder nach oben durch, über 24120 / 24150 dann hin zur 24400. Fehlt also im Grunde nur noch die 24670 / 24700 nun. Und ich denke so darf man dann auch am Mittwoch rangehen. Kann sich unser Dax über der 24420 / 24400 nun halten, spräche nichts dagegen als nächstes 24490 / 24530 und 24600 anzugehen und dann wirds darüber recht spannend bei 24630, 24670 und 24700, weil alle drei richtig scharfe Marken wären um nochmal ordentlich was nach unten anzuzwirbeln. Liegen leider nur recht breit auseinander, was es Verkäufern schwieriger macht an einem Strang zu ziehen. Überrennt er also alle drei Bereiche, wären darüber dann 24800 und selbst 24950 in der Übertreibung schon erreichbar.
Da unser Dax zuletzt aber gerne mal regelmäßig seine Schlüpfer wechselte kann man sich aus einer positiven Tagestendenz leider momentan nicht zuverlässig auf einen Anschluss am Folgetag verlassen. Sollte unser Dax also von Beginn an doch eher in den Tauchgang übergehen und unter die 24400 / 24375 zurückfallen würde er vermutlich nochmal im Bereich um 24325 / 24300 versuchen Halt zu finden und dann aber doch eher hin zur 24200 / 24150 nochmal abtauchen und dort aus dem Handel gehen, außer man verhilft ihm mit paar News zum Bruch der 24150 / 24120 um auch die ganzen tieferen Tiefe wieder zu eröffnen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Am Dienstag hat unser Dax den kompletten schwachen Montag nun einmal direkt ausgekontert. Das sieht nun erstmal recht stark aus, muss sich so aber noch bestätigen. Sollte er also statt weiter zu klettern einfach wieder unter 24400 / 24375 abtauchen, wäre 24325 / 24300 erstmal Support an dem er sich nochmal Fangen kann. Klappt das aber nicht würde er auf 24200 / 24150 weiter absinken und dort vermutlich auch aus dem Handel gehen, sofern man ihm keine News um die Ohren haut die ihn dann unter 24120 den Kickdown bringen hin zu den tieferen Zielen. Bleibt unser Dax allerdings einfach ganz cool oberhalb der 24400 / 24420, dann sollte man oben die nächsten Stationen anpeilen bei dann 24490 / 24530 und 24600 bevor die richtig heißen Stationen bei 24630, 24670 und 24700 folgen. Dort könnte unser Dax nämlich nochmal richtig wegschwalben, muss das aber auch schön saftig rot einleiten, sonst geht drüber Übertreibungsspielraum bis 24800 und 24950 auf.
Wall Street Blickwinkel: Der große Aktienmarkt-Check🎯 Wall Street Blickwinkel: Der große Aktienmarkt-Check
In dieser neuen Videoreihe greife ich die Fokusthemen der Wall Street Banken auf 📊 und bereite diese klar und verständlich für Euch auf 🧠✨
👉 Wir starten mit Folge 1:
🐂 Bullenparty am Ende? – Das zählt jetzt für Aktien!
Die Hauptpunkte des Videos:
🎯 Gründe der Aktienmarktkorrekturen 2025 & 2022:
🎯 Gründe der Aktienmarktkorrekturen 2020 & 2018:
🎯 Alle Bärenmärkte haben 3 Auslöser gemeinsam:
🎯 Faktor Nr. 1: Restriktive Geldpolitik & hohe Inflation
Inflation in den USA zieht an, aber lange nicht so hoch wie zuvor:
Auch die FED ist (noch) nicht ultra-hawkish. Wir sehen eine leichte Tendenz weg von einer dovishen Haltung, aber auch hier kein Bärenmarkt-Alarm:
🎯 Faktor Nr. 2: Negative Gewinnrevisionen der Schwergewichte
2026 sticht als stärkstes Jahr innerhalb der YTD-Gewinnprognosen heraus:
Und die Profit-Margen der S&P 500 Unternehmen stehen nahe Höchstständen:
🎯 Faktor Nr. 3: Wachstumsverlangsamung & Rezessionsängste:
US BIP schwächelt leicht, aber kein Einbruch erwartet:
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Genaue Erklärungen und was aktuell zu einer 20 %+ Aktienmarktkorrektur führen könnte 📉, erfährst Du im Video 🎥
Happy Trading 💹 und schön, Euch dabei zu haben 🙌
Euer Meikel 🙌📊
DAX Tagesausblick - 05. Mai - 24.000 Marke wieder im FokusFundamentale Lage – Nahost
Die Märkte werden nach wie vor klar von der geopolitischen Lage im Nahen Osten dominiert, insbesondere rund um die Straße von Hormus, die als zentrale Schlagader für den globalen Öltransport gilt. In den letzten Stunden hat sich die Situation deutlich zugespitzt. Es kam zu mehreren Raketen- und Drohnenangriffen seitens Iran in Richtung der Vereinigten Arabischen Emirate, wobei Luftabwehrsysteme aktiv eingesetzt wurden und mehrere Geschosse abgefangen werden konnten. Gleichzeitig wurden Explosionen sowie Brände im Bereich wichtiger Energieinfrastruktur gemeldet, unter anderem im Raum Fujairah.
Auch im maritimen Bereich verdichten sich die Spannungen. Schiffe berichten von Zwischenfällen, Bränden und Umleitungen, während die US-Marine begonnen hat, einzelne Handelsrouten aktiv zu sichern und Schiffe zu eskortieren. Parallel dazu kam es zu direkten Konfrontationen zwischen iranischen Einheiten und US-Kräften. Während die USA von einer Stabilisierung der Lage und der Sicherung der Handelswege sprechen, sendet Iran widersprüchliche Signale zwischen Deeskalation und klaren Drohungen.
Entscheidend für die Märkte ist vor allem, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus immer noch eingeschränkt ist. Damit rückt ein Szenario in den Vordergrund, in dem nicht nur kurzfristige Spannungen bestehen, sondern strukturelle Risiken für Energieversorgung und globale Lieferketten in der Zukunft wieder real sind. Diese Entwicklung zeigt sich immer noch im Ölpreis, der gestern wieder über die Marke von 100 Dollar gestiegen ist, und damit auch die Inflationserwartungen erneut nach oben treibt. Insgesamt sorgt die Situation für ein klares Risk-Off-Sentiment, auch wenn bislang keine Panikbewegung zu beobachten ist. Der Konflikt dauert nun schon mehr als 2 Monate an, somit sind die Folgeschäden bezüglich Rohstoffen immer realer, diese Auswirkungen kommen leicht verzögert in der Wirtschaft an, können nun aber nicht mehr versteckt werden.
Fundamentale Daten – Rückblick Montag 04.05.2026
Die gestrigen Wirtschaftsdaten präsentierten sich insgesamt stabil und lagen weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Die HCOB PMI-Daten aus Deutschland und der Eurozone bestätigten das Bild einer moderaten wirtschaftlichen Entwicklung ohne größere Überraschungen. Weder kam es zu einer deutlichen Beschleunigung noch zu einer spürbaren Abschwächung, was darauf hindeutet, dass die aktuelle Marktbewertung diese Entwicklung bereits weitgehend eingepreist hat.
Auf Seiten der Zentralbanken zeigte sich weiterhin ein vorsichtig restriktiver Ton. Vertreter der EZB betonten erneut bestehende Inflationsrisiken und die Notwendigkeit, geldpolitisch wachsam zu bleiben. Auch Bundesbank-Präsident Nagel äußerte sich in diese Richtung und unterstrich die Bedeutung einer stabilitätsorientierten Geldpolitik. In den USA bestätigte Fed-Mitglied Williams das Bild einer insgesamt robusten Wirtschaft, verwies jedoch gleichzeitig darauf, dass die Inflation weiterhin über dem Zielniveau liegt und geopolitische Risiken zunehmend Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung nehmen könnten. Besonders interessant war in diesem Zusammenhang auch die Entwicklung der Markterwartungen, da zuletzt vermehrt darauf gesetzt wird, dass die Zinsen langfristig höher bleiben könnten, mit ersten Wetten auf mögliche Zinserhöhungen bis 2027.
Insgesamt ergibt sich daraus ein Bild, in dem die fundamentalen Daten leicht unterstützend für Risikoassets wirken, jedoch aktuell klar von den geopolitischen Entwicklungen überlagert werden.
Fundamentale Daten – Ausblick heute
Für den heutigen Handelstag rückt insbesondere die US-Session in den Fokus, da hier ein geballter Block an wichtigen Wirtschaftsdaten veröffentlicht wird, der kurzfristig für erhöhte Volatilität sorgen kann. Im Zentrum steht der S&P Global Services PMI, der als wichtiger Indikator für die Stärke des Dienstleistungssektors gilt. Nachdem der vorherige Wert mit 49,8 noch unterhalb der Wachstumsschwelle lag, wird nun mit einem Anstieg auf 51,3 gerechnet, was wieder Expansion signalisieren würde. Gerade die Marke von 50 ist hier entscheidend, da sie die Grenze zwischen Wachstum und Kontraktion darstellt.
Ergänzend dazu werden die New Home Sales veröffentlicht, die einen Einblick in die Nachfrage am Immobilienmarkt geben und damit indirekt Rückschlüsse auf die Konsumstärke erlauben. Auch die JOLTS Job Openings stehen im Fokus, da sie als Frühindikator für den Arbeitsmarkt dienen. Höhere Werte deuten auf einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt hin, während schwächere Zahlen erste Hinweise auf eine Abkühlung liefern könnten, wobei diese Daten weniger Gewicht haben als die klassischen Arbeitsmarktdaten.
Abgerundet wird der Datenblock durch die ISM Non-Manufacturing PMI-Daten sowie die dazugehörige Preis-Komponente. Diese gelten als besonders relevant, da sie einen breiten Überblick über die wirtschaftliche Aktivität im Dienstleistungssektor geben. Zwar wird hier ein leichter Rückgang erwartet, dennoch bleiben die Werte oberhalb der Wachstumsschwelle, was weiterhin auf eine solide wirtschaftliche Basis hindeutet.
Ein zusätzlicher wichtiger Punkt ist der Blick auf den weiteren Wochenverlauf, da am Freitag mit den Non-Farm Payrolls und der Arbeitslosenquote die entscheidenden Arbeitsmarktdaten anstehen. Diese spielen eine zentrale Rolle für die Fed, da sie maßgeblich darüber entscheiden, wie die zukünftige Zinspolitik ausgerichtet wird. Entsprechend dürften sich die Märkte bereits im Vorfeld zunehmend auf diese Veröffentlichung positionieren.
Märkte im Überblick und Korrelation
Die aktuellen Marktbewegungen spiegeln die Unsicherheit rund um die geopolitische Lage deutlich wider. Der Ölpreis bleibt dabei der zentrale Treiber und notiert aktuell bei rund 104 Dollar, nachdem Rücksetzer zuletzt konsequent gekauft wurden. Die Struktur bleibt kurzfristig klar aufwärtsgerichtet, was vor allem auf die steigenden Risiken im Nahen Osten zurückzuführen ist. Gleichzeitig erhöht ein hoher Ölpreis den Inflationsdruck, was wiederum direkten Einfluss auf die Geldpolitik hat.
Der US-Dollar konnte im Zuge dieser Entwicklung ebenfalls leicht zulegen, getragen von einer leicht erhöhten Safe-Haven-Nachfrage. Mit einem Stand von etwa 98,5 im DXY bewegt er sich weiterhin innerhalb seiner übergeordneten Range, zeigt jedoch kurzfristig eine leichte Aufwärtsdynamik. Auch der Volatilitätsindex VIX reagierte auf die geopolitischen Spannungen mit einem Anstieg und notiert aktuell bei rund 18, was jedoch noch keine extreme Stressphase signalisiert.
An den Aktienmärkten zeigt sich ein leichtes Risk-Off-Verhalten, wobei die Rückgänge bislang moderat ausfallen. Der S&P 500 notiert weiterhin in der Nähe seiner Allzeithochs, während auch der US30 lediglich leichte Abgaben verzeichnet und sich nach wie vor an wichtigen Unterstützungszonen befindet. Insgesamt bleibt die Marktstruktur damit stabil, auch wenn kurzfristig eine gewisse Zurückhaltung spürbar ist.
DAX – Technische Einordnung
Der DAX befindet sich aktuell in einer entscheidenden Zone rund um die Marke von 24.000 Punkten. Wie bereits erwartet, kam es zunächst zu einer Korrektur in diesen Bereich, anstatt eines direkten Durchbruchs nach oben. Diese Zone fungiert nun als zentrale Entscheidungsmarke für die kurzfristige Richtung.
Sollte es zu einem klaren Bruch unter das gestrige Tagestief bei 23.830 kommen, würde sich das kurzfristige Bild deutlich eintrüben. In diesem Fall rückt zunächst der Bereich um 23.670 in den Fokus, gefolgt vom Wochentief der Vorwoche bei 23.615. Sollte auch dort keine Stabilisierung einsetzen, wäre eine Ausweitung der Bewegung in Richtung 23.500 denkbar.
Auf der anderen Seite bleibt das übergeordnete bullische Szenario weiterhin intakt, solange sich der DAX oberhalb der 24.000 stabilisieren kann und insbesondere das gestrige Tief nicht unterschritten wird. Gelingt es dem Markt, diese Zone zu verteidigen und im weiteren Verlauf das gestrige Tageshoch zu überwinden, ist eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung mit neuen Impulsen nach oben wahrscheinlich.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Markt aktuell in einer klassischen Entscheidungsphase steckt, in der sowohl die geopolitischen Entwicklungen als auch die anstehenden Wirtschaftsdaten darüber entscheiden werden, in welche Richtung sich der nächste Impuls entfaltet. Trotz des gestrigen Rücksetzers bleibt das übergeordnete Bild weiterhin konstruktiv, solange die genannten Unterstützungsbereiche halten.
Fazit
Die Märkte bewegen sich aktuell im Spannungsfeld zwischen stabilen makroökonomischen Daten und einer sich zuspitzenden geopolitischen Lage. Während die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundsätzlich unterstützend wirken, liegt der Fokus kurzfristig klar auf den Entwicklungen im Nahen Osten. Entsprechend gilt derzeit mehr denn je, dass Nachrichtenlage und geopolitische Dynamik den Ton angeben und klassische Daten kurzfristig in den Hintergrund rücken können.
Der DAX steht dabei an einer zentralen Marke, die über die kurzfristige Richtung entscheiden dürfte. Die Reaktion auf die heutigen US-Daten sowie weitere Nachrichten aus dem Nahen Osten werden dabei entscheidend sein.
Wie seht ihr den DAX heute? Kann die 24.000er-Marke Stabilität bringen? Schreib mir deine Meinung gerne in die Kommentare!
Keine Anlageberatung, sondern lediglich meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch erfolgreiche Trades.
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Dienstag, den 05.05.2026Zum Wochenauftakt war dann erstmal nichts mehr mit Friede, Freude, Eierkuchen. Direkt brachten neue Angriffe seitens des Iran wieder Schwung in die Bude rein.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24000 abwärts, über 24120 Erholung
Grundstimmung: neutral
Unser Dax hatte zum April-Abschluss den Flaggenbruch nach oben angegangen und sollte nun zeigen, dass er auch drauf aufbauen kann. Dafür sollte er nun weiter über der 24325 nach oben drücken und durch fortlaufende Tageshochs nach 09:30 Uhr über den Tag hinweg auch bestätigen. Dann waren 24500 und 24670 / 24700 erreichbar, später auch 24800 und 24950. Sollte er aber wie vor zwei Wochen schon direkt nur bocken und gar nicht erst über der 24325 weiter kommen, hatte ich unten erstmal einen Rücklauf auf 24150 / 24120 eingeplant und würde er den nicht flott genug wieder aufgedreht wären darunter 24000 / 23950 noch erreichbar. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Nachdem sich unser Dax zunächst oben versucht, gelangt es ihm aber einfach nicht eine Folge von neuen Tageshochs auszubauen und so zuckte er schon von Beginn an immer wieder nach unten und brach dann durch bis zur 24150 / 24120 und auch 24000 / 23950. Somit hat sich unser Dax eigentlich eine gute Vorlage geschaffen am Dienstag da noch etwas tiefer zu graben. Unter den Tiefs vom Montag wären dabei nun als nächstes 23830 / 23800 machbar und dann schon die Tiefs vom Dienstag bei 23715 und 23620. Dort sollte man sich allerdings drauf einstellen, dass er erstmal versucht das zu verteidigen, bevor man ihn zur 23480 durch lässt.
Obacht gilt aber besonders dann, wenn unser Dax überhaupt nicht unter dem Montag weiter arbeitet und einfach nur wieder steil nach oben anzieht. Nach einem kompletten Tag aufwärts vom Donnerstag steht der komplette Korrektur-Tag vom Montag nun nicht so ganz im Verhältnis und kam nur flacher runter wie zuvor hoch. Gelingt es unserem Dax sich da nun steil wieder nach oben aufzustellen und 24120 / 24150 zu überwinden, würde ich durchaus nochmal die Montagshochs bei 24400 anpeilen und darüber dann auch wieder die 24670 / 24700. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Am Montag konnte unser Dax seinen Aufwärtsdrall nicht halten und scheiterte kläglich daran neue Tageshochs über die Eröffnung zu stellen, was ihn bis unten durchreichte zur 23900. Will er zum Dienstag daran anschließen, sollte er sich unter der 24000 halten und weitere Tiefs unter den Montag durchstoßen. Dann sind 23830 / 23800, 23750 und 23620 die nächsten Anlaufstellen. Dort könnte auch nochmal gut Gegenwehr einsetzen, bevor man ihn dann zur 23480 durch lässt. Aufpassen sollte man nur, wenn der von Beginn an aggressiv nach oben drückt. Sollte der nach dem Donnerstag-Wumms nach oben bis Schluss und der Montags-Korrektur bis Schluss hier doch nur ein Retracement gespielt haben und nun steil nach oben wieder weiter ziehen, müsste man über 24120 / 24150 dann wieder 24400 anpeilen und darüber auch 24670 / 24700.
DAX Tagesausblick – 04. Mai - Sind die Bullen wieder am Drücker?Kann der DAX die Jahreshochs brechen oder fehlt den Bullen das Momentum?
Der Start in die neue Handelswoche steht klar im Zeichen der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, die sich über das Wochenende weiter zugespitzt und gleichzeitig widersprüchlich entwickelt haben. Einerseits gibt es Signale in Richtung diplomatischer Fortschritte zwischen den USA und dem Iran, andererseits nehmen militärische Aktivitäten rund um die Straße von Hormus deutlich zu. Berichte über Angriffe auf Tanker, konkrete Drohungen seitens Irans gegenüber der US-Marine sowie die Ankündigung eines umfassenden US-Militäreinsatzes zur Sicherung der Handelsroute zeigen, dass die Lage weiterhin hochgradig fragil ist. Besonders relevant für die Märkte ist dabei, dass die USA aktiv eingreifen, um die Schifffahrt durch die Straße von Hormus sicherzustellen, während Iran gleichzeitig klar kommuniziert, dass jede Einmischung als Eskalation gewertet werden könnte. Diese Kombination aus militärischer Präsenz, politischer Unsicherheit und gleichzeitig laufenden Verhandlungen sorgt für eine extrem sensible Nachrichtenlage, bei der jederzeit neue Impulse entstehen können.
Für die Finanzmärkte bedeutet das konkret, dass der Fokus weiterhin stark auf dem Ölpreis und den daraus resultierenden Inflationserwartungen liegt. Trotz eines leichten Gap-Downs zum Wochenstart konnte sich der Ölpreis schnell stabilisieren und notiert aktuell wieder im Bereich des Wochenschlusskurses bei rund 102,75 USD. Damit bleibt die psychologisch und makroökonomisch wichtige Marke von 100 USD weiterhin klar verteidigt. Solange sich der Ölpreis auf diesem Niveau hält, bleibt der inflationäre Druck bestehen, was insbesondere für die Geldpolitik der Notenbanken eine entscheidende Rolle spielt. Parallel dazu zeigt sich der US-Dollar weitgehend stabil, nachdem auch hier ein kleines Gap direkt wieder aufgekauft wurde. Der Dollarindex notiert aktuell nahezu unverändert, was die aktuell abwartende Haltung der Märkte widerspiegelt. Auch die Volatilität bleibt bislang moderat, ein klares Zeichen dafür, dass trotz der angespannten Nachrichtenlage noch keine ausgeprägte Risikoaversion im Markt angekommen ist.
Auf der fundamentalen Seite steht heute ein vergleichsweise ruhiger Handelstag bevor. Aufgrund des Bank Holidays im Vereinigten Königreich ist insbesondere zur London-Session mit reduziertem Volumen zu rechnen, was die Marktbewegungen zusätzlich dämpfen kann. Die anstehenden Wirtschaftsdaten sind überwiegend von sekundärer Bedeutung. Die HCOB Manufacturing PMIs für Deutschland, Frankreich und die Eurozone geben zwar Einblicke in die konjunkturelle Entwicklung und liegen mit Prognosen oberhalb der 50er-Marke im expansiven Bereich, sind jedoch in der Regel keine starken Treiber für den DAX. Ergänzend stehen mehrere Redebeiträge von Notenbankvertretern auf der Agenda, darunter Aussagen von EZB-Vizepräsident de Guindos, Bundesbankpräsident Nagel sowie ein FOMC-Mitglied. Auch wenn hier punktuell Impulse entstehen können, ist nicht davon auszugehen, dass diese den Markt nachhaltig bewegen. Entsprechend bleiben die geopolitischen Entwicklungen der dominante Faktor für den heutigen Handelstag.
Vor diesem Hintergrund richtet sich der Blick nun klar auf den DAX, der sich weiterhin in einer übergeordnet bullischen Struktur befindet, jedoch kurzfristig an einer entscheidenden Zone angekommen ist. Wie bereits im Wochenausblick beschrieben, bleibt das Grundszenario konstruktiv, allerdings steigt mit jedem weiteren Anstieg ohne nennenswerte Korrektur das Risiko für kurzfristige Rücksetzer deutlich an. Besonders relevant ist aktuell das Tagestief vom Freitag bei 24.233 Punkten. Dieses Niveau fungiert kurzfristig als entscheidende Trigger-Marke. Ein Bruch dieser Zone würde das kurzfristige Bild eintrüben und eine Ausweitung der Korrektur in Richtung 24.100 bis hin zur psychologisch wichtigen Marke bei 24.000 Punkten wahrscheinlich machen. Genau in diesem Bereich würde sich aus übergeordneter Sicht jedoch eine interessante Chance ergeben, da ein Rücklauf in diese Zonen als gesunde Konsolidierung innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends interpretiert werden kann. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich dort erneut Stabilität zeigt und Käufer in den Markt zurückkehren.
Auf der Oberseite liegt der Fokus klar auf der Zone um 24.500 Punkte, die am Freitag bereits als Widerstand fungiert hat. Diese Marke ist von besonderer Bedeutung, da sich hier nicht nur das Hoch der Vorwoche befindet, sondern gleichzeitig auch der Jahresschlusskurs 2025 beziehungsweise der Eröffnungskurs des aktuellen Jahres verläuft. Damit handelt es sich um eine technisch wie psychologisch extrem relevante Zone, in der erfahrungsgemäß hohe Liquidität liegt. Ein direkter Ausbruch über dieses Niveau ist grundsätzlich möglich, sollte jedoch mit Vorsicht betrachtet werden. Gerade in solchen Bereichen besteht ein erhöhtes Risiko für sogenannte Liquiditätsabgriffe, bei denen kurzfristig Stops oberhalb abgeholt werden, bevor der Markt wieder nach unten dreht. Ohne einen klaren fundamentalen Katalysator, beispielsweise durch eine Entspannung im Nahostkonflikt oder deutlich positive Wirtschaftsdaten, erscheint ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone aktuell weniger wahrscheinlich.
Sollte es dem DAX hingegen gelingen, sich oberhalb der 24.500 Punkte zu etablieren und diesen Bereich nachhaltig zu überwinden, eröffnet sich unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung 24.770 Punkte. Dort liegt nicht nur der Hochpunkt aus dem Vorjahr, sondern auch ein zentraler Struktur- und Monatshochbereich (April), der als nächstes relevantes Ziel fungiert. Darüber hinaus rückt perspektivisch auch die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten in den Fokus. Entscheidend wird jedoch sein, ob der Markt die notwendige Stärke aufbauen kann, um diese übergeordneten Widerstände nachhaltig zu durchbrechen.
Zusammengefasst bleibt mein bevorzugtes Szenario kurzfristig eine kontrollierte Korrektur in den Bereich zwischen 24.100 und 24.000 Punkten, um dort neue Liquidität aufzubauen und die Grundlage für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung zu schaffen. Ein direkter Ausbruch nach oben ohne vorherige Konsolidierung ist zwar möglich, wird von mir jedoch mit erhöhter Vorsicht betrachtet, da die Wahrscheinlichkeit für Fehlausbrüche in der aktuellen Marktphase erhöht ist. Erst wenn der Markt entweder eine saubere Korrektur vollzogen oder einen klaren fundamentalen Impuls erhalten hat, steigt die Wahrscheinlichkeit für eine nachhaltige Fortsetzung des Trends deutlich an.
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Setzt sich die Aufwärtsbewegung fort und die Bullen übernehmen klar die Kontrolle, oder sehen wir zunächst eine überfällige Korrektur, bevor neue Hochs angesteuert werden? Schreib mir deine Meinung gerne in die Kommentare!
Dies stellt keine Anlageberatung dar, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
Wünsch euch einen guten Start in die Woche und natürliche stabile Trades!
Wie kann man in Quantencomputing an der Börse investieren?Während sich der Markt fast ausschließlich auf die Revolution der künstlichen Intelligenz, KI-GPUs, die Explosion von Rechenzentren weltweit und den globalen Mangel an KI-Halbleitern (der berühmte KI-RAM oder HBM) konzentriert, findet ein weiteres langfristiges Rennen statt, das sich noch in einem sehr experimentellen Stadium befindet.
Nach der Phase des klassischen Computers, nach dem Triumph der KI-Revolution, ist die nächste Stufe der Quantencomputer.
Die Gemeinsamkeit mit dem KI-Sektor besteht darin, dass es sich um Investitionen in Milliardenhöhe handelt (die berühmten CAPEX). Es sind sehr langfristige Investitionen, die noch weit davon entfernt sind, profitabel zu sein, und enorme Mengen an Cash verbrennen.
Warum sollte man sich also an der Börse auf etwas positionieren, das nicht profitabel ist? Aus einem einfachen Grund: Wenn die experimentelle Phase überwunden ist und sich reale Anwendungen des Quantencomputings weltweit durchsetzen, wird es zu spät sein, sich zu einem guten Preis in diesem Sektor zu positionieren.
Was ist Quantencomputing? Und wer sind die wichtigsten börsennotierten Akteure? Die folgende Infografik liefert alle Antworten.
• Quantencomputing basiert auf dem Qubit, das die Rechenleistung im Vergleich zum Bit vervielfacht
• Derzeit kann IBM Chips mit bis zu 1000 Qubits herstellen; für reale Anwendungen wären Hunderte Millionen erforderlich
• Die CAPEX im Quantenbereich sind enorm, aber kein Unternehmen ist profitabel
• IBM ist der Marktführer im Quanten-Hardwarebereich
• Reine Quantenunternehmen sind IonQ, Rigetti und D-Wave Quantum
• Das wirtschaftliche Potenzial wird bis 2035 auf 100 Milliarden US-Dollar geschätzt
Aus technischer Sicht zeigen die vier folgenden Charts die wichtigsten börsennotierten Akteure in diesem Investmentthema. IBM ist wahrscheinlich die am wenigsten spekulative Option, und die Aktie nähert sich wieder einer niedrigen Bewertungszone (gemessen am KGV und Forward-KGV). Die drei anderen Aktien sind reine Quantenplayer, spekulativer und haben seit letztem Oktober eine deutliche Korrektur erlebt. Der gleitende Durchschnitt über 200 Wochen kann als guter Einstiegszeitpunkt betrachtet werden, wenn der Markt ihn bei diesen drei Aktien erneut testet.
Das folgende Chart zeigt japanische Kerzen auf Wochenbasis für IBM. Es ist zu beachten, dass sich das KGV wieder in der Nähe einer starken Unterstützung bei 18/20 befindet.
Das folgende Chart zeigt japanische Kerzen auf Monats-, Wochen- und Tagesbasis für IonQ
Das folgende Chart zeigt japanische Kerzen auf Monats-, Wochen- und Tagesbasis für Rigetti Computing
Das folgende Chart zeigt japanische Kerzen auf Monats-, Wochen- und Tagesbasis für D-Wave Quantum
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Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Montag, den 04.05.2026Zum Wochenausgang war nun erstmal wieder alles Friede, Freude, Eierkuchen. Ob sich das zum Monatsanfang so auch behaupten kann?!
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24000 abwärts, über 24120 Erholung
Grundstimmung: neutral
Zum Donnerstag sollte nun wichtig werden ob unser Dax unten weiter ausbauen kann hin zur 23750, 23670 und dann auch schon 23530 / 23480. Alles was er dafür tun muss war sich weiter unter 23900 / 23865 zu halten. Würde ihm das aber nicht gelingen und sie ihn doch nur wieder zurückziehen sollte dann 24000 zum Schlüsselbereich werden, denn darüber sollte das die ganze Abwärtsenergie der bisherigen Woche verschlingen und ihm oben erstmal wieder 24120 und 24200 öffnen und das sollte sich vorm langen Wochenende durchaus auch noch fies weiter verlängern können in den Montag hinein. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Gesehen hatten wir dann einen doch recht forschen Versuch gesehen, bei dem er per Gap gleich unter die 23670 gesprungen war, was er so aber nicht halten konnte und als Exhausting Gap dann auch nur nach oben durchkaufte über 24000 hin zur 24120, 24200 bis noch hin zur 24325. Hier hat er nun eine wichtigen Bereich erstmal erreicht. Schafft er es sich zum Montag darüber zu etablieren und auch nach 09:30 Uhr neue Tageshochs über 24325 nachzulegen, macht er sich oben dann die weiteren Ziele bei 24500, 24670 / 24700 und darüber sogar 24950 auf.
Verweigert er nun aber wieder nur wie vor zwei Wochen die Bewegungsfortsetzung dieser imposanten Tageskerze und arbeitet stattdessen unter der 24300 in die Tiefe würde ich zunächst erstmal 24150 / 24120 für einen Rücklauf ins Visier nehmen. Von dort könnte er sich dann nochmal hochdrehen. Kommt er aber dabei nicht flott genug wieder weg, wären darunter dann auch 24000 und 23950 schon wieder drin. Viel mehr würde ich zum Montag so erstmal noch nicht erwarten. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Unser Dax hat zum April-Abschluss den Flaggenbruch nach oben angegangen, nun muss er nur zeigen, dass er auch drauf aufbauen kann. Dafür muss er nun weiter über der 24325 nach oben drücken und durch fortlaufende Tageshochs nach 09:30 Uhr über den Tag hinweg auch bestätigen. Dann sind 24500 und 24670 / 24700 die nächsten direkten Ziele, ferner aber auch wieder 24800 und 24950 erreichbar. Sollte er aber wie vor zwei Wochen schon direkt nur bocken und gar nicht erst über der 24325 weiter kommen, würde ich unten erstmal einen Rücklauf auf 24150 / 24120 einplanen und bekommt er den nicht flott genug wieder aufgedreht wären darunter 24000 / 23950 noch erreichbar.
Nas100DKlarer Trendwechsel nach oben (starker Impuls vom Tief)
Mehrere höhere Hochs & höhere Tiefs → intakter Aufwärtstrend
Preis an einer übergeordneten Widerstandszone (~27.5k–28k)
RSI nahe überkauft (≈70+)
Markt ist reif für Korrektur
Aber: kann lange überkauft bleiben im Trend!!
Nach starkem Impuls → oft größere Korrektur
Mögliche Bewegung:
1 ) Pullback Richtung 26k -25k (SMA 50 Bereich)
2) Fake Break oben → dann Drop Richtung 24k evtl. tiefer
im Falle von Daily Close unter Struktur /Momentum Shift
Entry 27698
SL 27896
TP 24114
Nasdaq: Ungebremst starkDie Nasdaq kennt keine Grenzen und steigt weiter auf 27710 Punkte. Die Kursanstiege in den letzten Wochen sind unglaublich stark und sind noch nicht zu Ende.
Ebenso sind die Intermarketindikatoren unglaublich stark und auch die Höhe selbst. Solche Höchststände hatten wir in 3 Mal in den letzten 30 Jahren: einmal in der Nach-Coronazeit, davor 2018 und in der Vorphase der Dotcom-Blase.
Die Saisonalität gibt dem ganzen noch etwas Anschub in den Mai hinein.
Die Nasdaq läuft sehr gut, für uns schon zu gut um wahr zu sein. Die Nasdaq hat seit dem letzten Tief im April +20% zugelegt. Das ist alles andere als normal und riecht einfach zu stark nach Übertreibung. Jedoch können sich Übertreibungen auch lange Zeit halten.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Ihr Team der TradingBrothers
Wochenausblick KW19 – Fundamental,Makro & Technischer AusblickFundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für den DAX (Fokus: Non-Farm Payrolls am Freitag)
Die neue Handelswoche startet in einem insgesamt stabil wirkenden Marktumfeld, das jedoch weiterhin von einer hohen latenten Unsicherheit geprägt ist. Aufbauend auf dem gestrigen Wochenrückblick, den ich euch an dieser Stelle nochmals ans Herz lege, zeigt sich ein Gesamtbild, das sich aus einer robusten makroökonomischen Lage, gleichzeitig aber erhöhten geopolitischen Spannungen zusammensetzt. Diese Kombination sorgt aktuell für ein fragiles Gleichgewicht zwischen weiterem Aufwärtsmomentum und der Gefahr kurzfristiger, teils abrupt einsetzender Korrekturen.
Im Zentrum der fundamentalen Lage steht weiterhin die Situation im Nahen Osten. Zwar wurde politisch zuletzt kommuniziert, dass die direkte militärische Eskalation zwischen den USA und dem Iran vorerst eingedämmt sei, die aktuellen Nachrichtenlage zeigt jedoch ein differenzierteres Bild. Aussagen über mögliche erneute militärische Maßnahmen, Diskussionen rund um Blockaden und Sanktionen im Zusammenhang mit der Straße von Hormus sowie weiterhin ungelöste diplomatische Spannungen sorgen dafür, dass das Risiko einer erneuten Eskalation jederzeit präsent bleibt. Diese Unsicherheit spiegelt sich insbesondere im Ölpreis wider, der sich weiterhin auf einem hohen Niveau oberhalb der Marke von 100 US Dollar bewegt. Dieses Preisniveau ist aus makroökonomischer Sicht kritisch, da es zusätzlichen Druck auf die Inflation ausübt.
Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang, dass die Inflation zuletzt selbst ohne Energie- und Lebensmittelpreise angestiegen ist. Sollte sich der derzeit erhöhte Ölpreis nachhaltig in den Verbraucherpreisen widerspiegeln, würde sich der Inflationsdruck weiter verstärken. Daraus ergibt sich eine zentrale Schlussfolgerung für die Geldpolitik: Solange sich die Inflation auf einem erhöhten Niveau hält und gleichzeitig Arbeitsmarkt sowie Konsum stabil bleiben, besteht für die US-Notenbank weiterhin kein akuter Handlungsdruck, die Zinsen zu senken. Das aktuell dominierende Narrativ eines länger anhaltenden, restriktiven Zinsumfelds bleibt somit bestehen.
Die Makrodaten der vergangenen Woche haben dieses Bild bestätigt. Die Inflationszahlen zeigten keine signifikante Entspannung, während der Arbeitsmarkt weiterhin robust bleibt und der Konsum keine deutlichen Schwächesignale sendet. Insgesamt ergibt sich daraus eine Situation, in der die Wirtschaft noch zu stark ist, um schnelle Zinssenkungen zu rechtfertigen, gleichzeitig jedoch zu wenig Dynamik in Richtung Disinflation aufweist, um geldpolitische Lockerungen zu ermöglichen.
Mit Blick auf die neue Handelswoche rückt der Fokus klar auf die anstehenden Arbeitsmarktdaten, insbesondere auf die Non-Farm Payrolls am Freitag. Die Woche beginnt vergleichsweise ruhig, gewinnt jedoch ab Dienstag deutlich an Relevanz. Bereits hier liefern der S&P Global Services PMI sowie der ISM Non-Manufacturing PMI erste Hinweise auf die Entwicklung des Dienstleistungssektors, der einen wesentlichen Bestandteil der US-Wirtschaft darstellt. Ergänzt werden diese Daten durch die JOLTS Job Openings, die einen ersten Einblick in die Dynamik des Arbeitsmarktes geben, sowie durch die New Home Sales, die Rückschlüsse auf die Lage im Immobiliensektor ermöglichen.
Am Mittwoch folgen mit den ADP Non-Farm Employment Change erste Vorboten der offiziellen Arbeitsmarktdaten, während die wöchentlichen Öl-Lagerbestände zusätzliche Hinweise auf die Angebots- und Nachfragesituation im Energiemarkt liefern.
Der Donnerstag steht im Zeichen der Initial Jobless Claims, die kurzfristige Veränderungen im Arbeitsmarkt sichtbar machen und häufig als Frühindikator für strukturelle Entwicklungen dienen. Den Höhepunkt der Woche bilden schließlich am Freitag die Non-Farm Payrolls, die Arbeitslosenquote sowie die durchschnittlichen Stundenlöhne. Die Erwartungen deuten bereits auf eine Abschwächung gegenüber dem Vormonat hin, entscheidend wird jedoch sein, inwieweit die tatsächlichen Daten von den Prognosen abweichen. Wie so oft liegt der kurzfristige Fokus weniger auf der absoluten Entwicklung als vielmehr auf dem Überraschungsmoment gegenüber den Markterwartungen.
Parallel dazu bleibt das übergeordnete Marktumfeld konstruktiv. Der Ölpreis notiert weiterhin auf einem erhöhten Niveau, der US-Dollar bewegt sich innerhalb einer breiten Seitwärtsrange und der Volatilitätsindex signalisiert aktuell keine ausgeprägte Risikoaversion. Die großen US-Indizes befinden sich nahe ihrer Allzeithochs, was grundsätzlich für eine anhaltende Risikobereitschaft spricht, gleichzeitig aber auch das Risiko kurzfristiger Gewinnmitnahmen erhöht.
Vor diesem Hintergrund ergibt sich für den DAX ein weiterhin konstruktives, aber zunehmend spannungsgeladenes charttechnisches Gesamtbild. Die übergeordnete Aufwärtsstruktur ist intakt, getragen von einem klaren Momentum auf der Oberseite und einem weiterhin vorhandenen Käuferinteresse bei Rücksetzern.
Ausgehend von den aktuellen Kursbereichen rückt insbesondere die Zone zwischen 24.380 und 24.500 Punkten in den Fokus. Diese stellt kurzfristig den entscheidenden Widerstandsbereich dar und markiert zugleich die Hochs der Vorwochen. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Zone – idealerweise begleitet von weiter unterstützenden fundamentalen Impulsen – würde ein klares Signal für anhaltende Marktstärke liefern. In diesem Fall wäre eine Fortsetzung der Bewegung in Richtung 24.600 Punkte wahrscheinlich, gefolgt vom übergeordnet wichtigen Struktur- und Monatshoch (April) im Bereich von 24.750 bis 24.800 Punkten, welches auch das Jahreshoch von 2025 markiert. Ein Bruch dieser Zone hätte eine hohe Signalwirkung und könnte eine Beschleunigung in Richtung der psychologisch relevanten Marke von 25.000 Punkten nach sich ziehen, dafür müsste der bullische Impuls aber stark genug sein.
Auf der anderen Seite ist ein kurzfristiges Abholen von Liquidität auf der Oberseite mit anschließend einsetzenden Gewinnmitnahmen ein ebenso realistisches Szenario. Gerade im Vorfeld der wichtigen Makrodaten zur Wochenmitte und insbesondere vor den Non-Farm Payrolls ist es nicht untypisch, dass Märkte zunächst die Hochs antesten, um anschließend in eine Korrekturphase überzugehen. In diesem Kontext wäre ein Rücklauf in Richtung 24.100 Punkte sowie in die Schlüsselzone um 24.000 Punkte als technisch gesund zu werten.
Diese Zone um 24.000 Punkte stellt für mich aktuell immer noch den zentralen Entscheidungsbereich dar. Hier wird sich zeigen, ob der Markt weiterhin von Käuferseite getragen wird und Rücksetzer aktiv gekauft werden, oder ob es zu einem strukturellen Bruch kommt. Sollte sich in diesem Bereich Stabilität zeigen, wäre dies ein klares Indiz für die Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends. In diesem Fall könnten von dort aus erneut Impulse in Richtung der Hochs generiert werden.
Sollte diese Zone jedoch nicht halten, würde sich das Bild kurzfristig deutlich eintrüben. In diesem Szenario wäre ein Durchbruch unter die 24.000 Punkte ein Signal dafür, dass die zuletzt dominierende Aufwärtsstruktur an Dynamik verliert. In der Folge wäre ein Test der Tiefs der Vorwoche sowie eine Ausdehnung der Korrekturbewegung in tiefere Kursbereiche möglich. Ein solcher Verlauf würde darauf hindeuten, dass der Markt zunächst eine breitere Konsolidierung benötigt, bevor ein erneuter Aufwärtsimpuls erfolgen kann.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der DAX aktuell in einer starken, aber zugleich sensiblen Marktphase notiert. Das bevorzugte Szenario bleibt weiterhin bullisch, getragen von der intakten Struktur und der übergeordneten Risikobereitschaft. Gleichzeitig ist jedoch ein erhöhtes Maß an Flexibilität gefragt, da sowohl die geopolitische Lage als auch die anstehenden Wirtschaftsdaten jederzeit zu einer Veränderung des Marktbildes führen können.
Die entscheidende Frage für die Woche lautet daher: Setzt sich das Momentum fort und gelingt der nachhaltige Ausbruch über die Hochs, oder sehen wir zunächst eine Korrekturphase, in der der Markt neue Kaufkraft im Bereich um 24.000 Punkte aufbaut.
Ich wünsche euch einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche!
Wie schätzt ihr die Entwicklung im DAX für diese Woche ein?
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Marktansicht!
Wochenrückblick KW18 – Wichtigste ErkenntnisseDie vergangene Woche war geprägt von einem extrem spannenden Zusammenspiel aus Geopolitik, Makrodaten und Marktmechanik und genau dieses Zusammenspiel erklärt auch, warum die Märkte trotz massiver Unsicherheiten weiterhin erstaunlich stabil bis bullisch tendieren.
Im Zentrum stand ganz klar die Eskalation rund um den Iran-Konflikt und die Straße von Hormus. Die USA haben den Druck auf Iran weiter erhöht, Sanktionen verschärft und gleichzeitig signalisiert, dass man sowohl militärische Optionen als auch diplomatische Lösungen offen hält. Aussagen von Trump schwankten dabei zwischen „Deal möglich“ und „nicht zufrieden“ – ein klassisches Zeichen für zähe Verhandlungen. Parallel dazu zeigte sich Iran gesprächsbereit, knüpfte dies jedoch an Bedingungen wie die Aufhebung von Sanktionen und die Wiederöffnung zentraler Handelsrouten. Genau hier liegt der Kern der Unsicherheit: Die Straße von Hormus bleibt der zentrale Hebel für den globalen Ölmarkt. Während die USA Schifffahrt ohne Einschränkungen fordern, bleibt das Risiko von Störungen bestehen. Die Entführung eines Tankers vor der jemenitischen Küste sowie weitere Zwischenfälle im Roten Meer unterstreichen, dass die Lage keineswegs entspannt ist.
Trotz dieser geopolitischen Risiken kam von der Angebotsseite ein wichtiger Gegenpol: OPEC+ hat signalisiert, die Produktion im Juni moderat zu erhöhen (ca. +188.000 Barrel pro Tag). Das ist kein Gamechanger, aber ein klares Signal an den Markt, dass man versucht, extreme Preisspitzen zu verhindern. Gleichzeitig bleibt die Realität bestehen: Die globale Nachfrage ist hoch, geopolitische Risiken sind präsent und die Angebotsseite bleibt fragil. Genau deshalb sehen wir aktuell diesen Balance-Akt im Ölmarkt.
Charttechnisch spiegelt sich das perfekt wider. US-Öl hat den April mit einer klar bullischen Monatskerze über 105 USD abgeschlossen und auch die aktuelle Woche bullisch beendet. Der Wochenschluss bei 102,49 USD zeigt zwar eine leichte Rejection, aber das Gesamtbild bleibt eindeutig: Solange wir über 100 USD und insbesondere über dem strukturell extrem wichtigen Bereich um 90 USD handeln, bleibt der Trend intakt. Besonders relevant: Öl hat im Wochenvergleich rund +8% zugelegt – und genau das ist der Punkt, der für die Inflationsthematik entscheidend bleibt.
Denn auch auf Makroebene wurde diese Woche bestätigt: Inflation bleibt ein Thema. Die PCE-Daten zeigten, dass selbst ohne Energie und Lebensmittel weiterhin Preisdruck vorhanden ist. Mit steigenden Energiepreisen verschärft sich dieses Problem zusätzlich. Das bringt uns direkt zur Geldpolitik: Der FOMC war eines der zentralen Events der Woche. Die Botschaft ist relativ klar, der Arbeitsmarkt bleibt stabil, die Wirtschaft robust, aber genau das verhindert kurzfristige Zinssenkungen. Die Fed hat aktuell keinen Druck, aggressiv zu lockern. Zinserhöhungen sind zwar ebenfalls unwahrscheinlich, aber Cuts werden weiter nach hinten verschoben. Der Markt muss sich also auf ein „higher for longer“-Umfeld einstellen.
Interessant ist dabei der Blick auf den US-Dollar Währungsindex (DXY). Trotz geopolitischer Spannungen und potenzieller Safe-Haven-Nachfrage bleibt der Dollar erstaunlich schwach bzw. in einer Range. Auf Monatsbasis wurde die 100er Marke klar rejected, aktuell bewegen wir uns bei rund 98,2. Die gesamte Struktur bleibt seit Monaten eine Seitwärtsrange zwischen ca. 96 und 100. Auch diese Woche zeigte sich mit etwa -0,3% keine echte Flucht in den Dollar. Das ist ein wichtiges Signal: Der Markt ist nicht im Panikmodus.
Das bestätigt sich auch beim VIX. Mit einem Stand von rund 16,98 bleibt die implizite Volatilität niedrig. Solange wir unter 20 notieren, spricht das klar für ein stabiles Risk-On-Umfeld. Und genau dieses Umfeld sehen wir aktuell auch in den Indizes.
Der S&P 500 hat den Monat mit einem massiven Plus von rund +10,5% abgeschlossen und befindet sich weiterhin im All-Time-High. Auch die Woche wurde mit etwa +0,9% beendet, trotz zwischenzeitlicher Unsicherheiten. Gleiches Bild im Dow Jones: +7,43% im Monat, Woche ebenfalls positiv. Kleine Rejections sind sichtbar, aber sie werden konsequent aufgekauft. Das zeigt ganz klar: Liquidität und Positionierung dominieren aktuell das Marktgeschehen.
Ein oft unterschätzter Punkt ist dabei die Marktmechanik. Die Volatilität reagiert kaum, und Modelle wie die Spot-Vol-Beta zeigen, dass der Markt aktuell eher „unterreagiert“. Das führt dazu, dass Händler bei Rücksetzern gezwungen sind, zu kaufen (Hedging-Effekte). Genau das stabilisiert die Kurse zusätzlich und erklärt, warum Dips aktuell so schnell aufgekauft werden.
Und damit zum DAX, der diese Woche besonders spannend war. Nach dem geopolitischen Schock im März konnte sich der Markt deutlich erholen und den April mit einem soliden Plus von rund +5,7% zum vor Monat abschließen. Entscheidender Punkt für mich bleibt die 24.000er Marke. Diese wurde nicht nur gehalten, sondern Rücksetzer, insbesondere der Dip auf 23.600, wurden extrem aggressiv aufgekauft.
Der absolute Game-Changer kam am Donnerstag: Von genau diesem Tief aus hat der Markt innerhalb kürzester Zeit eine massive Aufwärtsbewegung gestartet und bis Freitag über +3,82% bzw. mehr als 900 Punkte zugelegt. Das war kein normaler Move, sondern ein klarer Short-Squeeze mit extrem hoher Dynamik. Genau dieser Move hat das kurzfristige Sentiment komplett gedreht und die Bullen wieder in Kontrolle gebracht.
Die aktuelle Woche schließt zwar nahezu unverändert (±0%), aber die Struktur bleibt bullisch. Besonders auffällig: Die Korrekturen verlaufen kontrolliert und ohne Panik. Keine impulsiven Abverkäufe, keine extremen Down-Moves – stattdessen saubere, gesunde Pullbacks. Gleichzeitig sind die Aufwärtsbewegungen deutlich dynamischer. Genau das ist ein klassisches Zeichen für einen intakten Aufwärtstrend.
Die entscheidende Frage für die kommende Woche lautet daher: War dieser Short-Squeeze nachhaltig, oder nur ein temporärer Liquiditäts-Run? Solange wir über der 24.000er Marke bleiben, spricht vieles dafür, dass das Momentum noch nicht vollständig erschöpft ist.
Das Gesamtbild zeigt daher aktuell klar: Wir befinden uns weiterhin in einem bullischen Umfeld, aber nicht mehr in einer Phase frischer Impulse. Vielmehr sind wir in einer Art „Stabilisierungsphase“. Die großen News sind im Markt, neue starke Katalysatoren fehlen aktuell. Das bedeutet: Momentum ist noch da, aber es basiert aktuell eher auf Struktur und Positionierung als auf neuen positiven Überraschungen.
Das wichtigste Takeaway dieser Woche ist daher: Solange zentrale Levels wie 24.000 im DAX halten und Öl nicht komplett eskaliert, bleibt das Umfeld konstruktiv. Gleichzeitig steigt aber die Anfälligkeit für plötzliche Moves, sollte ein externer Schock (z. B. Eskalation im Nahen Osten) eintreten.
Keine Anlageberatung – nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wie seht ihr die aktuelle Lage? Bleiben wir im Risk-On-Modus oder steht die nächste Korrektur bevor?
Morgen kommt wie immer mein ausführlicher DAX Wochenausblick für KW19.
Schönes Wochenende euch allen!
Alpha Report: Riss im Schatten des USD. The surface always liesDer Dollar steht an einem Scheideweg, der so in keinem Lehrbuch steht: Kurzfristig gestützt durch Krieg, Öl und Stagflation – aber unter der Oberfläche frisst sich eine Private-Credit-Krise durch das System, die gerade erst anfängt, systemisch zu werden. Die Fed schnüffelt bereits rum. Das Finanzministerium fragt Versicherer aus. Wall Street baut CDS-Indizes auf Private Credit. Und die größten Distressed-Investoren der Welt sagen: "Größte Chance seit 2008." Das ist kein normaler Zyklus mehr. Das ist das Setup für einen Regimewechsel – und der Dollar sitzt mittendrin
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BIG PICTURE USA
Das hier ist der Teil, den 99% der Marktteilnehmer noch nicht auf dem Schirm haben – oder aktiv ignorieren. Und genau deshalb ist es der wichtigste Teil
Private Credit steht vor einer systemischen Krise. Nicht irgendwann. Jetzt. Die Fakten:
Die Ausfallwelle: UBS prognostiziert Ausfallquoten im Private Credit von bis zu 15% – getrieben durch "schnelle, schwerwiegende KI-Disruption" im Software/SaaS-Sektor, der ein Viertel aller Private-Credit-Portfolios ausmacht. Bei Blue Owl, dem Epizentrum, liegt die Software-Exposure noch deutlich höher.
Stell dir vor, du gibst einem Kumpel 100.000 Euro Kredit. Er investiert das Geld in ein Softwareunternehmen, das gerade von KI-Agenten zerfressen wird. Dann sagt er dir: "Mach dir keine Sorgen, das Unternehmen ist 100.000 wert — das steht so in meiner Bilanz." Zwei Monate später ist das Unternehmen 50.000 wert. Aber in seiner Bilanz steht immer noch 100.000. Und jetzt will er noch mehr Geld von dir.
Das ist, in einer Nussschale, was gerade mit 3 Billionen Dollar an privatem Kredit passiert. Und das ist keine Übertreibung — das ist der Markt, der gerade in Echtzeit implodiert.
Was als geordneter Rückzug begann, ist zum Bank Run geworden:
- Blue Owl Technology Income Corp: 41% der Investoren fordern Rückzahlung
- Blue Owl Credit Income Corp: 22% Redemption Requests
- Carlyle, Ares, Apollo, Oaktree, KKR*– alle mit Anfragen deutlich über der gesetzlichen 5%-Quartalsgrenze
- Blackstone BCRED (weltweit größter Private-Credit-Fonds, $82 Mrd.) wurde so hart getroffen, dass Senior Staff **$150 Mio. aus eigener Tasche** einzahlten, um das Defizit zu stopfen
- Cliffwater – der Kanarienvogel – wurde bereits ge-gated
Das eigentliche Gift steckt tiefer in 6 Kernproblemen
1. Falsche Kennzeichnung der SaaS-Exposure in Portfolios
2. Keine Portfoliokonstruktion* bei vielen Direktverwaltern
3. Inkonsistente Bewertungen zwischen Fonds
4. Versteckte Hebelwirkung durch 2nd Outs, Joint Ventures, direkte CLO-Equity
5. $250 Mrd. in semi-liquiden Produkten mit komplett illiquidem Underlying
6. Gefangenendilemma für LPs – wer nicht einlöst, bleibt mit dem Schrott zurück
Warum das für den Dollar relevant ist: Private Credit ist kein isolierter Sektor. Er ist systemisch verflochten:
Banken verleihen an Private-Credit-Fonds (Kreditlinien, Verwahrung, Finanzierung)
Versicherer (besonders Lebensversicherer) haben laut IMF 35% ihrer US-Investitionen in Private Credit
CLOs – der Transmissionsmechanismus in die öffentlichen Kreditmärkte – stehen als nächster Dominostein bereit
Wenn Private-Credit-Portfolios um nur 21% fallen werden regulatorische Asset-Coverage-Tests verletzt → erzwungene Liquidationen
Die Wall-Street-Reaktion sagt alles: JPMorgan und andere Großbanken launchen nächste Woche den CDX Financials / FINDX – einen Credit-Default-Swap-Index speziell für Private Credit. Bank of America, Barclays, Deutsche Bank und Goldman Sachs steigen ein. Boaz Weinstein (Saba Capital), der einst den London Whale von JPMorgan zerstörte, treibt die Entwicklung aktiv voran.
Übersetzt: Die Smart Money-Fraktion baut gerade die Instrumente, um eine $3-Billionen-Branche zu shorten. Das ist exakt dasselbe Muster wie 2006-2007, als CDS auf Subprime-RMBS gebaut wurden.
Und jetzt kommt die Fed. Die Federal Reserve fragt die großen US-Banken nach Details zu ihrer Private-Credit-Exposure. Das Finanzministerium befragt Versicherer. Das ist das stärkste Signal, dass die Regulierungsbehörden verstanden haben: Das hier könnte systemisch werden. Goldmans Analyse von Ende März, dass Private Credit kein systemisches Risiko sei, war – wie wir vermutet haben – ein schlechter Witz.
Wenn die Private-Credit-Krise auf öffentliche Märkte überschwappt (CLOs, IG-Spreads, HY-Spreads), könnte die Fed gezwungen werden, den Lockerungszyklus trotz Inflation zu starten. Das wäre Dollar-negativ. Kurzfristig dürfte der Dollar aber wegen Risk off und Funding stabil halten
$200+ Mrd. an Tech-Schulden werden bis 2028 fällig, davon $130 Mrd.+ allein 2028. Die Refinanzierung beginnt H2 2026. Ein Drittel dieser Darlehen hat Vintage 2021 – der Durchschnittspreis liegt bei 83.40 (massiver Stress). Das wird der Stresstest, der zeigt, ob Private Credit überlebt oder bricht.
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Wachstum – Die Oberfläche lügt
Die Headlines sagen: "Alles cool"
- NFP März: +178K vs. 60K Erwartung – massiver Beat
- Arbeitslosenquote: 4.3% (runter von 4.4%)
- Initial Claims: nahe Mehrjahrestief
- Lohnwachstum: 3.5% YoY (runter von 3.8%) – leichte Disinflation bei Löhnen
- S&P 500: bei 6.816 – exakt der 6-Monats-Durchschnitt von 6.814
Wenn du nur das liest, denkst du: Goldilocks lebt. Aber das ist die Headline-Version. Jetzt die Realität.
Was unter der Oberfläche passiert
Private Equity gibt Portfoliounternehmen auf. Marblegate Asset Management berichtet, dass der Leiter der Restrukturierung einer großen Regionalbank mitteilte: PE-Firmen übergeben Portfoliounternehmen in "alarmierendem Tempo". Das heißt: Die Sponsoren werfen das Handtuch. Die Firmen, die Private Credit finanziert hat, werden aufgegeben.
Bad PIK explodiert. Payment-in-Kind – die Methode, Zinszahlungen aufzuschieben, indem man einfach noch mehr Schulden als Zins zahlt – ist von 2.5% der Kreditnehmer (Ende 2021) auf 6.4% gestiegen (Q4 2025). Das ist der Proxy für die tatsächliche Ausfallrate im Private Credit. Die offiziellen Zahlen lügen.
Software wird zerstört. Der IGV Software ETF und der VanEck BDC ETF handeln jetzt praktisch auf demselben Niveau – normalisiert auf Januar 2025. Software-Aktien wurden durch KI-Disruption zerschlagen, und Software-Kredite machen fast die Hälfte aller PE-Deals der letzten Jahre aus. Die Konzentration war absurd – und jetzt zahlt der Markt den Preis.
Die Halbleiter-Software-Divergenz: Letzte Woche sahen wir eine 23%-Differenz zwischen Halbleitern und Software – die größte wöchentliche Bewegung seit über 25 Jahren. Der Markt trennt brutal zwischen KI-Gewinnern (Semis) und KI-Verlierern (SaaS). Das ist kein Noise – das ist ein säkularer Regimewechsel innerhalb von Tech.
Hier schließt sich der Kreis zur Privatkreditkrise
Privater Kredit finanziert kleine und mittlere Unternehmen — genau die, die 60-70% der US-Arbeitsplätze schaffen. Wenn dieser Kreditkanal austrocknet (durch Rückzahlungspanik, Gating, höhere Spreads), passiert Folgendes:
Kreditverknappung: Unternehmen bekommen schwerer und teurer Kredit → weniger Investitionen → weniger Wachstum
Refinanzierungskrise: Unternehmen, die 2021 billig Geld aufgenommen haben, können 2026-2028 nicht refinanzieren → Defaults steigen → Arbeitsplätze gehen verloren
Vermögenseffekt: BDC-Investoren (oft wohlhabende Privatanleger) verlieren Geld → weniger Konsum
Vertrauenseffekt: Headlines über "Private-Credit-Krise" und "Fed befragt Banken" verunsichern → Unternehmen und Konsumenten werden vorsichtiger
Das ist der Kreditkanal der Geldpolitik — nur diesmal funktioniert er nicht über die Fed, sondern über den privaten Schattenbanken-Sektor. Und die Fed hat kaum Einfluss auf diesen Kanal.
Dollar-Implikation: Nominales GDP bleibt erstmal solide (Inflation + reales Wachstum). Das stützt den Dollar kurzfristig. Aber wenn die Private-Credit-Krise reales Wachstum angreift (Firmenpleiten, Kreditverknappung, Wealth-Effekt bei BDC-Investoren), dreht das Wachstumsbild – und mit ihm der Dollar.
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Inflation Der Iran-Krieg hat die Rechnung serviert
### Der März-CPI im Detail
Der Print vom 10. April hat geliefert – und zwar genau das, was das Stagflationsregime braucht:
- Headline CPI +0.9% MoM / 3.3% YoY – höchster Wert seit April 2024, massiver Sprung von 2.4% im Februar
- Core CPI: +0.2% MoM / 2.6% YoY – unter den Erwartungen von 0.3%/2.7%, der Lichtblick im Print
- Energie: +10.9% MoM – Benzin alleine +21.2%, fast drei Viertel des gesamten Headline-Anstiegs
- Shelter: +0.3% MoM – hartnäckig, aber kein neuer Schock
- Food: flat MoM – Food at Home sogar -0.2%
- Airfares: +2.7% (unter GS-Modell von +4%) – Airline-Hedges verzögern den Jet-Fuel-Passthrough
- Gebrauchtwagen: -0.4%, Medical Care: negativ, Personal Care: -0.5% – Gegengewichte stärker als erwartet
Headline schreit Stagflation, Core sagt "noch nicht". Das ist exakt das Window, in dem die Fed sagen kann: "Energy ist transitory." Und genau das tun sie. Aber hier ist die Falle, die der Markt gerade übersieht:
Die Pipeline ist geladen:
- Airline-Hedges laufen aus → April/Mai stärkerer Jet-Fuel-Durchschlag
- Amazon schlägt ab 17. April 3.5% Fuel & Logistics Surcharge drauf
- UPS und FedEx mit höheren Fuel Surcharges seit Kriegsbeginn
- Brent physisch über $140 für Spot-Lieferung letzte Woche – die Futures bei $96 reflektieren Normalisierungshoffnung, die nach Islamabads Scheitern nicht mehr gerechtfertigt ist
Der eigentliche Test: April-CPI am 12. Mai. Wenn Core anfängt zu broadenen – Supercore (Services ex-Shelter) springt – dann stirbt das "transitory"-Narrativ. Und dann hat die Fed ein echtes Problem. Aktuell ist Supercore noch bescheiden gestiegen. Solange das so bleibt, kann die Fed stillhalten. Aber ein Sprung wäre das Red Flag.
Inflation und der Dollar – Die doppelte Klinge
Kurzfristig Dollar-positiv: Höhere Inflation = Fed bleibt hawkish = Zinsvorteil bleibt = Dollar-Stärke nach Islamabads Scheitern wieder aggressiv zurückgepreist. Aktuell erwartet der Markt nur noch einen Cut in 2026 – und selbst das ist fragwürdig.
Mittelfristig Dollar-negativ: Wenn Inflation persistent wird UND Wachstum kippt = echte Stagflation. Dann ist die Fed in der Falle: Kann nicht senken (Inflation), kann nicht erhöhen (Wachstum). Das ist das Szenario, in dem der Dollar seinen Safe-Haven-Status verliert – weil die USA selbst das Problem werden
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Globale Liquiditätsströme
Dollar-Funding-Stress: Der physische Ölschock (Brent Spot über $140, Futures bei $96) zeigt: Es gibt einen massiven Disconnect zwischen physischer und Papier-Realität. Wenn Öl physisch knapp ist, braucht die Welt mehr Dollar – weil Öl in Dollar denominiert ist. Das ist der Petrodollar-Mechanismus, der den Greenback in Krisen stützt.
Japan-Risiko: Der größte ausländische Halter von US-Treasuries. Wenn die BoJ weiter strafft (aktuell: Assessment aller 9 Regionen unverändert, Rate Hikes zeigen noch keinen negativen Impact), droht Carry-Unwind. Das ist der systemischste Dominostein – und er hängt direkt mit der Private-Credit-Krise zusammen, weil japanische Versicherer massiv in US Private Credit investiert sind.
China: Hält sich diplomatisch zurück, aber jede Intervention im Iran-Konflikt würde die globalen Kapitalflüsse massiv verschieben. China-Risiko bleibt der Tail-Event, den niemand einpreist.
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REGIME-IDENTIFIKATION
Wir befinden uns in einem Stagflationsregime – aber mit einem Twist einem gleichzeitigen Kreditschock im Private-Credit-Sektor, der droht, auf öffentliche Märkte überzuschwappen.
Das macht das aktuelle Umfeld gefährlicher als Standard-Stagflation, weil der Kreditschock die Fed in eine Zwangslage bringt: Sie kann die Inflation nicht bekämpfen (Öl/Energie), ohne die Kreditkrise zu verschlimmern. Und sie kann die Kreditkrise nicht adressieren, ohne die Inflation weiter anzuheizen. Was die Kreditkrise verschlimmern würde.
Historische Parallele: 2007-2008. Damals war es Subprime → CLOs → Banken → Systemkrise. Heute: Private Credit → CLOs → Versicherer → Banken → ? Der Transmissionsmechanismus ist anders, aber das Muster ist identisch. Und die Tatsache, dass Wall Street gerade CDS-Indizes auf Private Credit baut, ist das stärkste Analogie-Signal.
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Fed Funds & Forward Curve
ed Funds Rate: 3.75% – unverändert
Markterwartung: Nur noch 1 Cut in 2026 eingepreist (drastisch zurück von 3 Cuts Anfang des Jahres)
April-Meeting (28.-29. April): Quasi null Chance auf Veränderung
Die Inflation ist zu hoch für Cuts. Das Wachstum ist zu fragil für Hikes. Private Credit schreit nach Liquidität. Der Iran-Krieg heizt die Energiepreise an. Das ist das klassische "Higher for Longer" – aber mit der ständigen Gefahr, dass ein Kredit-Event die Fed zum Handeln zwingt.
Aktuell sehen wir in der 2s10s einen Bear Steepener im Aufbau bei ~50bp, Tendenz steiler. Das ist das gefährlichste Kurvenregime: Langfristige Zinsen steigen (Inflationserwartungen + Fiscal Dominance + Term Premium), während kurzfristige Zinsen hochbleiben (Fed on Hold).
Was das bedeutet:
Bear Steepening = der Markt baut Inflationssorgen UND Wachstumssorgen gleichzeitig ein
Term Premium steigt – Investoren verlangen mehr Prämie für das Halten von Duration
Das ist Dollar-ambivalent: Höhere Zinsen = Dollar-Stärke, aber Bear Steepening signalisiert auch Vertrauensverlust in US-Fiskal = Dollar-Schwäche
Reale Zinsen
Fed Funds (3.75%) − Core PCE (~2.6%) = ~1.15% – still positiv, still restriktiv. Aber wenn Core PCE Richtung 3%+ geht (Second-Round-Effekte), schrumpft der reale Leitzins – und damit die reale Restriktion.
5Y Breakevens dürften nach Islamabads Scheitern wieder steigen. Der Markt hatte letzte Woche begonnen, niedrigere Inflation einzupreisen (Ceasefire-Hoffnung). Diese Hoffnung ist tot.
Der Zinsvorteil der USA gegenüber dem Rest der Welt bleibt massiv:
Fed: 3.75% vs. EZB: niedriger, BoJ: nahe null
Der Carry-Vorteil allein rechtfertigt Dollar-Stärke
ABER: Wenn die Fed als erste dreht (wegen Credit Stress), schrumpft der Spread → Dollar-Schwäche
Zins-Regime: HAWKISH HOLD
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Was die Smart Money-Positionierung sagt
>$80 Mrd. Kaufpotenzial in globalen Aktienindex-Futures diese Woche – WENN das Tape stabil oder stärker ist. CTAs und systematische Fonds haben nach 7 Wochen stetiger Verkäufe gedreht. Die diskretionäre Crowd ist zum Käufer geworden (getrieben von kurzfristigen Makro-Produkten).
Aber Achtung: "Diese Ströme könnten sich mit dem Wind verschieben. Höhere Preise führen zu mehr Käufen, aber niedrigere Preise schalten diese Schalter schnell um." Warum ?
Die Käufe sind mechanisch, nicht überzeugungsgetrieben. Bei Schwäche dreht alles.
US Info Tech verzeichnete den größten Nettoumsatz seit über 5 Jahren (-2.9 SD vs. 1 Jahr). Hauptsächlich getrieben durch Leerverkäufe (Short:Long-Ratio ~3.3:1). Software machte ~60% des Volumens aus – fast ausschließlich Shorts.
Das ist der Punkt: Die Positionierung in Tech ist jetzt extrem sauber. Wer shorten wollte, hat geshortet. Die Bären sind drin. Das bedeutet: Bei jedem positiven Katalysator (Earnings-Beat, Ceasefire-Surprise) gibt es massives Short-Squeeze-Potenzial. Goldman empfiehlt QQQ Call-Spreads (Mai 620/650, ~3x max) als bevorzugte Implementierung.
Dollar-Positionierung
14-Jahres-Rekord bei bärischer Dollar-Positionierung. Die Non-Commercials sind massiv short DXY. Das ist ein konträres Signal: Wenn alle bearish positioniert sind und der Dollar NICHT fällt, ist das extrem bullisch.
DXY hat den 2026er Abwärtskanal durchbrochen und testet die 100er Marke. Aktuell bei ~99.13. Key Support: 98.50-98.90 Key Resistance: 100.15-100.42 (2024 Swing Low, Juli-Hoch).
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INTERMARKET-ANALYSE
Stock-Bond-Korrelation Korrelieren Aktien und Bonds positiv oder negativ?
Aktuell: Tendenz zu positiver Korrelation – Aktien UND Bonds fallen gleichzeitig bei Inflationsschocks, steigen gleichzeitig bei Ceasefire-Hoffnung. Das ist das Stagflations-Korrelationsregime – Diversifikation funktioniert nicht. Die einzigen echten Hedges sind Gold und Cash (= Dollar).
Wenn Bonds keinen Hedge mehr bieten, steigt die Nachfrage nach Dollar-Cash als sicherer Hafen. Das ist strukturell Dollar-positiv – solange die USA nicht selbst das Epizentrum der Krise werden.
Vola
MOVE erhöht durch Iran-Krieg + Inflationsunsicherheit. VIX hat nach der Ceasefire-Rally zurückgesetzt – aber das Islamabad-Scheitern dürfte beide wieder höher treiben.
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Ölmarkt – Die physische Realität
Das Ölmarkt-Kapitel ist entscheidend für den Dollar-Outlook:
Brent Spot vs. Futures: Physisches Rohöl für sofortige Lieferung stieg letzte Woche über $140, während Juni-Brent deutlich tiefer blieb (~$96). Diese Backwardation ist extrem – der Kampf um prompte Fässer verschärft sich.
Die letzten Vorverkaufsladungen treffen ca. am 20. April ein. Danach verliert das System die letzten Fässer, die vor der Hormuz-Schließung geräumt wurden. ~250 Mio. Barrel Reserven wurden seit März verbraucht.
Öl wird in Dollar gehandelt. Steigende Ölpreise = steigende Dollar-Nachfrage weltweit. Gleichzeitig ist die USA der einzige große Netto-Energieexporteur unter den G7 – jeder Dollar, den Brent steigt, fließt NETTO in die US-Wirtschaft.
Fazit
Der Dollar steht in einem perfekten kurzfristigen Sturm der Stärke: Stagflation hält die Fed hawkish (Zinsvorteil), der Iran-Krieg treibt Petrodollar-Nachfrage (Öl in USD), die Private-Credit-Krise erzeugt Risk-Off-Flows (Flucht in Dollar-Liquidität), und die bärische Positionierung ist auf 14-Jahres-Rekord (konträres Signal). Aber unter dieser Oberfläche baut sich der mittelfristige Bärenfall auf: Wenn Private Credit systemisch wird, muss die Fed lockern – trotz Inflation. Die Fälligkeitswand ab H2 2026 ist der Zeitpunkt, an dem diese Spannung explodiert
Die Drei Horizonte
Horizont 1: Jetzt bis Ende April (DXY-Bias: BULLISH)
Treiber:
- Islamabad gescheitert → Risk-Off → Dollar als Safe Haven Nr. 1
- Ölpreise steigen strukturell (Hormuz blockiert, keine Diplomatie)
- Fed hawkish hold → Zinsvorteil bleibt massiv
- Senkungsphantasie wird weiter ausgepreist → Dollar-positiv
- Earnings-Saison startet (große Banken diese Woche, Mega-Cap-Tech zweite Monatshälfte)
- Dollar-Bären auf 14-Jahres-Rekord-Short → konträrer Squeeze möglich
- Systematische $80 Mrd.+ Kaufkraft wartet auf stabiles Tape
Risiken
- Überraschungs-Deal (Iran akzeptiert "finales Angebot") → 15% Wahrscheinlichkeit → Dollar crasht
- Earnings-Enttäuschung bei Banken (Private-Credit-Exposure wird sichtbar) → gemischtes Signal
Horizont 2: Mai bis Juli (DXY-Bias: NEUTRAL bis BEARISH)
Treiber:
- April-CPI am 12. Mai → der echte Inflationstest. Wenn Core broadened → Fed-Dilemma verschärft sich
- Private-Credit-Fälligkeiten beginnen zu drücken → Credit-Stress eskaliert
- FINDX/CDX Financials gewinnt an Liquidität → Short-Druck auf Private Credit verstärkt sich reflexiv
- Fed könnte gezwungen werden, QT zu pausieren oder Liquiditätsfenster zu öffnen
- Saisonalität: Dollar historisch schwächer Mai-Juli
- Wenn Diplomatie zurückkehrt → Öl-Discount → Dollar-Boden fällt weg
Risiken:
- Öl-Eskalation (Hormuz komplett dicht) → Dollar schießt nochmal höher
- Carry-Unwind Japan → kurzfristiger Dollar-Schock, dann Recovery
DXY-Zielzone: 96-100. Der Pfad abwärts beginnt, sobald der Markt den Fed-Pivot einpreist.
Horizont 3: H2 2026 (DXY-Bias: BEARISH)
Treiber:
- Die Fälligkeitswand ($130 Mrd.+ Tech-Schulden bis 2028) trifft auf steigende Kreditkosten
- Private-Credit-Krise wird öffentlich sichtbar (CLOs, IG-Spreads)
- Fed muss zwischen Inflationsbekämpfung und Finanzstabilität wählen → wählt Finanzstabilität
- Rate Cuts beginnen → Zinsvorteil schmilzt → Dollar fällt
- Morgan Stanley: DXY bei 94, dann Recovery zum Jahresende
- Goldman: 98-100 Jahresende (moderaterer Rückgang)
- Cambridge Currencies: 93-97 Durchschnitt, mit Tiefs bis 92
DXY-Zielzone: 94-98 zum Jahresende, mit möglichen Tiefs bei 92-94.
Im Kontext des Portfolioaufbaus: Eine Long-Indexposition in Rohstoffen – und eine Long-Position in US-Zweijahres-Notes – sollte sich gut mit der Länge Ihrer Aktien in den nächsten Monaten kombinieren
Long Commodities = Inflationshedge + Ölschock-Proxy → Dollar-Korrelation positiv
Long 2Y Notes = Wette auf "höchstes Zinsniveau bereits erreicht" → wenn Fed dreht, 2Y profitiert zuerst
Und jetzt der Teil, der diesen Report von jedem anderen unterscheidet.
Die meisten USD-Analysen reden über Fed, CPI, Geopolitik. Alles richtig, alles wichtig. Aber der Hidden Catalyst – der Treiber, der alles auf den Kopf stellen wird – ist die Private-Credit-Krise.
Hier die Kausalkette:
1. KI-Disruption zerstört Software-Bewertungen → Private-Credit-Portfolios (25%+ Software) werden abgewertet
2. Redemption-Panik → Fonds müssen Vermögenswerte liquidieren → Preise fallen weiter
3. $250 Mrd. in semi-liquiden Produkten treffen auf Gates → Investoren stellen fest, dass ihr Geld eingesperrt ist
4. Fälligkeitswand ab H2 2026 ($130 Mrd.+) → Refinanzierung zu aktuellen Spreads = Insolvenz für viele
5. CLO-Überschwappung → Private-Credit-Stress trifft öffentliche Kreditmärkte
6. Versicherer mit 35% Exposure → Lebensversicherungssektor unter Druck
7. Banken mit Kreditlinien an Private Credit → Sicherheiten-Qualität sinkt
8. Fed/Treasury interveniert → Liquiditätsinjektionen, möglicherweise Rate Cuts
9. Dollar fällt → weil die USA jetzt *selbst* das Problem sind, nicht der Safe Haven
Das ist der Pfad von "Dollar Strong" zu "Dollar Weak". Und er beginnt JETZT – mit den CDS-Launches nächste Woche, den Fed-Anfragen an Banken, und den Redemption-Wellen, die bereits laufen.
Die Frage ist nicht OB, sondern WANN. Und die Antwort lautet: H2 2026. Die Fälligkeitswand ist der Katalysator. Alles davor ist Vorbereitung.
Kurzfristig: Dollar bleibt King. Stagflation + Öl + hawkish Fed + rekord-bärische Positionierung = perfekter kurzfristiger Sturm der Stärke. DXY testet 100-101.
Mittelfristig: Der Riss wird sichtbar. Private Credit eskaliert, Fälligkeitswand nähert sich, Fed gerät zwischen Inflation und Finanzstabilität in die Zwickmühle. DXY driftet Richtung 96-98.
Langfristig: Der Paradigmenwechsel. Wenn die Fed zwischen Inflationsbekämpfung und Systemrettung wählen muss – wählt sie immer die Systemrettung. Cuts kommen, Dollar fällt. DXY bei 94 oder tiefer.
Der Smart Money-Indikator: Wall Street baut gerade die Infrastruktur, um Private Credit zu shorten. Die Fed schnüffelt rum. Distressed-Investoren sagen "Größte Chance seit 2008." Wenn die klügsten Leute im Raum sich auf eine Krise vorbereiten – bereite dich auch vor.
"Markets bottom when things stop getting worse, not when they get good."
Das gilt auch für den Dollar. Er wird stark bleiben, bis die Dinge aufhören, schlechter zu werden. Und im Private Credit werden die Dinge gerade erst angefangen, schlechter zu werden.
RISIKOHINWEIS
Dieser Markkommentar stellt Keine Anlageberatung dar. Der Handel mit Spekulationsobjekten birgt erhebliches Risiko.
DAX🇩🇪 - Ausblick KW19/2026Hallo Trader,
nachdem der DAX zu Wochenbeginn im Korrekturmodus war, ging es am Donnerstag steil gen Norden.
Das ist erstmal für die Bullen kein allzu schlechtes Signal.
Als Tradingidee (Entry) wäre z.b. ein Long Einstieg über dem Freitags Hoch möglich.
Widerstände:
- Zone ums ATH
Unterstützungen:
- Zone bei 23.000 - 23.100
- Zone rund um 22.200
- Zone bei 21.500
- Runde Marke von 20.000
Happy Pips,
Michael - Team PimYourTrading
Nasdaq🇺🇸 - Ausblick KW19/2025Hallo Trader,
im Grunde hat sich für mich nichts geändert. Ja - der Markt ist weiter long gelaufen aber mir ist das dennoch zu viel des Guten. Charttechnisch ist eine Korrektur mehr als überfällig.
Das heißt nicht, dass man nicht long handeln kann. Dann würde ich das aber in kleinen Zeiteinheiten machen.
Wie beim SP500 will ich bei längerfristigen Long Trades erst einmal eine Korrektur sehen.
Widerstände:
-
Unterstützungen:
- Zone bei 26.200
- Zone bei 24.000
- Zone um 23.000
- Zone bei 21.500
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
SP500🇺🇸 - Ausblick KW19/2025Hallo Trader,
fangen wir mit den fundamentalen Faktoren an.
📆 Fundamentaler Wochenausblick KW19 (04.05.–08.05.)
Die Märkte starten in KW19 weiterhin in einem geopolitisch angespannten Umfeld. Der Iran-Konflikt bleibt der zentrale Treiber und wirkt über den Ölpreis direkt auf Inflation und Wachstum. Steigende Energiepreise halten den Inflationsdruck hoch, während gleichzeitig immer mehr Konjunkturdaten – vor allem aus Europa – eine Abschwächung signalisieren.
👉 Das große Makro-Thema bleibt damit bestehen:
Inflation ↑ durch Energie vs. Wachstum ↓ → Stagflationsrisiko
In Europa zeigt sich die Schwäche zunehmend klar (PMIs, ifo, ZEW), während die US-Wirtschaft bislang robuster bleibt – vor allem durch stabilen Konsum. Dennoch zeigen sich auch hier erste Risse am Arbeitsmarkt.
🏦 🇺🇸FED-Rückblick & aktuelle Einordnung
Die FED hat in der letzten Woche die Zinsen unverändert gelassen (3,5–3,75%) ()
Viel wichtiger als die Entscheidung selbst war das Wording:
• Inflation wird weiterhin als zentrales Risiko gesehen – verstärkt durch steigende Energiepreise und den Iran-Konflikt ()
• Die Unsicherheit über den weiteren Ausblick ist laut FED aktuell außergewöhnlich hoch ()
• Innerhalb der FED gibt es starke Meinungsunterschiede (mehrere Gegenstimmen – ungewöhnlich hoch) ()
Besonders wichtig:
Die FED bewegt sich aktuell weg von einer klaren Zinssenkungs-Erwartung hin zu einem „neutralen / datenabhängigen“ Kurs
• Einige Mitglieder sehen sogar wieder Risiken für höhere Zinsen, falls Inflation durch Öl weiter steigt ()
• Zinssenkungen sind kurzfristig deutlich unwahrscheinlicher geworden ()
➡️ Fazit zur FED:
Higher for longer wird wahrscheinlicher – Flexibilität statt klarer Lockerung
📊 Wichtige Daten der Woche
• Dienstag: US ISM Services, JOLTS, RBA Entscheidung
• Mittwoch: ADP Arbeitsmarkt, Rohöllagerbestände
• Donnerstag: Jobless Claims
• Freitag: NFP, Arbeitslosenquote, Löhne
Der Fokus liegt klar auf dem Arbeitsmarkt + Servicesektor. Das Highlight der Woche sind sicherlich die US Arbeitsmarktdaten 🇺🇸. Die Prognose liegt bei 4,3% Arbeitslosenquote und 73.000 neu geschaffenen Stellen. Auf diesen Datensatz wird die FED ganz genau schauen und wir sehen da sicherlich ordentlich Bewegung.
⚠️ Fazit:
Die Märkte stehen aktuell in einem fragilen Gleichgewicht:
Geopolitik + Öl treiben die Inflation, während die FED gezwungen ist, vorsichtig zu bleiben. Gleichzeitig halten sich die Aktienmärkte durch wenige starke Treiber auf hohem Niveau. Klar die aktuelle Berichtsaison läuft gut aber da fließen die gestiegenen Energiekosten noch nicht so mit ein.
Genau diese Divergenz erhöht das Risiko für schnelle und starke Marktbewegungen.
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Chart SP500🇺🇸
Ich bleibe weiterhin vorsichtig auf der Long Seite. Auch der (ja nicht allzu große) Abverkauf am Freitag ist für mich ein weiteres Warnsignal. Eine Korrektur ist überfällig und wäre auch gesund nach der Rallye.
Aus Tradingsicht handle ich aktuell v.a. den Breakout beim US Open - also wirklich kurzfristige Trades. Da ist mir die Richtung egal. Aber mittelfristig will ich erst eine Korrektur sehen bevor ich mich wieder long engagiere.
Widerstände
- Zone ums ATH
Unterstützungen:
- Zone ums ATH bei ca 7000 Punkten
- Zone um 6750
- Tiefs bei 6500
- Tiefs bei 6350
- Zone bei 6150 - 6200
- Zone bei 5770 - 5800
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
DAX Chartanalyse & Prognosen für die neue Woche #18Analyse beim Stand des DAX-Index (Kassa) von 24.139 Punkten
Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Szenarien aus meiner persönlichen Einschätzung und Erfahrung entstehen und eine Zusammenfassung der wahrscheinlichsten Kursspanne für die jeweilige Zeiteinheit darstellen.
DAX Index Prognose für Montag
An seine bemerkenswerte 2025er Rallye hat der DAX im Januar mit einem neuen Allzeithoch angeknüpft. Danach ist der Kurs zunächst in eine seitwärts laufende Korrekturphase übergegangen, die kurzfristig nach unten verlassen wurde.
In der vergangenen Woche konnte sich der Markt im 24.000er-Bereich stützen und diese Marke im Wochenschluss verteidigen. Mit Notierungen unter dem Februartief könnte am Montag jedoch weiterer Abwärtsdruck entstehen, durch den die runde Marke unterschritten wird. Hält die Unterstützung, bleibt zunächst die Seitwärtsphase aktiv.
Erwartete Tagesspanne: 23.870 bis 24.360
Nächste Widerstände: 24.272 | 24.606 = Vorwochenhoch | 24.771
Wichtige Unterstützungen: 23.991 = Vorwochentief | 23.476 | 23.051
DAX Index Prognose für Dienstag
Abhängig vom Wochenstart könnte sich am Dienstag eine neue Schwächephase abzeichnen. Sollte das Februartief jedoch zurückgewonnen werden, bliebe noch eine Stabilisierung möglich.
Erwartete Tagesspanne: 23.670 bis 24.120 alternativ 24.180 bis 24.490
DAX Prognose für diese Woche
Ergänzend zum Stundenchart ist der DAX-Index im Zuge des Iran-Konflikts bis unter die 200-Tage-Linie abgetaucht und hat seine Verluste beschleunigt. Im Bereich von 21.800 Punkten kam aber genügend Nachfrage für eine Zwischenerholung in den Markt, die den Kurs zurück über die gleitenden Durchschnitte führte. Am Vorjahreshoch überwiegt jedoch der Widerstand, sodass die Gewinne aus der Zwischenerholung gefährdet bleiben. Erneute Unsicherheit in der geopolitischen Lage würde den 21.500er-Bereich wieder als Kursziel auf den Plan rufen.
Erwartete Wochenspanne: 23.230 bis 24.530
Die DAX Prognose für nächste Woche:
Die DAX Prognose für nächste Woche: Abhängig von der geopolitischen Konfliktlage und der Kursentwicklung mit Blick auf die nahen Widerstände erwarten wir einen Korrekturimpuls in Richtung der 23.000-Punkte-Marke, wo sich genügend Nachfrage für die nächste Zwischenerholung zeigen könnte. Daraus lässt sich eine mögliche Wochenspanne zwischen
22.900
und
24.100
Punkten ableiten.
Beste Grüße und gute Trades,
Christian Möhrer
Kagels-Trading
DAX Tagesausblick 1. Mai – Bullen übernehmen wieder das KommandoBullen übernehmen wieder das Kommando, aber das Risiko bleibt im Markt
Die Märkte starten in den neuen Monat mit einem klaren Risk-on-Sentiment, das vor allem durch starke US-Earnings und eine überraschend robuste Marktreaktion auf gemischte Makrodaten der letzten Tage getragen wird. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage angespannt und sorgt weiterhin für ein latentes Risiko im Hintergrund, das jederzeit wieder in den Fokus rücken kann.
Ein Blick auf die aktuelle Nachrichtenlage zeigt, dass die Situation rund um die USA und Iran alles andere als gelöst ist. Neue Schlagzeilen deuten darauf hin, dass eine diplomatische Lösung kurzfristig nicht in Sicht ist. Aussagen aus dem Iran sprechen weiterhin von möglichen „langen und schmerzhaften Vergeltungsschlägen“, sollte es zu weiteren militärischen Aktionen kommen. Parallel dazu wird berichtet, dass bestehende Waffenstillstandsbemühungen faktisch gescheitert sind. Auch wenn der Markt diese Risiken aktuell weitgehend ausblendet, bleibt die Lage fragil – insbesondere im Hinblick auf den Ölpreis und mögliche Eskalationen rund um die Straße von Hormus. Genau hier liegt aktuell einer der größten Unsicherheitsfaktoren für die kommenden Handelstage.
Fundamental war der gestrige Tag extrem datengetrieben und entscheidend für die aktuelle Marktstruktur. In Deutschland konnte das BIP positiv überraschen: Mit einem Wachstum von 0,3% lag die Zahl über den Erwartungen von 0,1% und auch über dem vorherigen Wert von 0,2%. Gleichzeitig zeigte sich jedoch in der Eurozone, dass der Inflationsdruck wieder leicht zunimmt. Die Verbraucherpreise lagen wie erwartet bei 3,0%, jedoch über dem vorherigen Wert von 2,6%, was signalisiert, dass der Inflationsrückgang ins Stocken geraten könnte.
Die EZB bestätigte dieses Bild: Der Leitzins blieb wie erwartet unverändert bei 2,15%, ebenso die Einlagenfazilität bei 2,0%. Entscheidend war jedoch die Kommunikation. Die Notenbank betonte erneut ihren datenabhängigen Ansatz und hob hervor, dass sowohl Aufwärtsrisiken für die Inflation als auch Abwärtsrisiken für das Wachstum zugenommen haben. Eine klare Lockerungsperspektive wurde bewusst vermieden, was dem Markt kurzfristig keinen zusätzlichen Rückenwind geliefert hat.
In den USA zeigte sich ein gemischtes, aber insgesamt solides Bild. Das BIP lag mit 2,0% unter den Erwartungen von 2,2%, jedoch deutlich über dem vorherigen Wert von 0,5%. Gleichzeitig blieb der Core PCE Index exakt auf den Erwartungen bei 3,2% und stieg damit weiter gegenüber dem vorherigen Wert von 3,0%. Besonders relevant: Diese Kennzahl schließt Energie- und Lebensmittelpreise aus – und zeigt dennoch steigenden Inflationsdruck. Das unterstreicht, dass die Inflation strukturell weiterhin ein Problem bleibt und sich nicht allein über volatile Komponenten erklären lässt.
Der Arbeitsmarkt hingegen präsentiert sich weiterhin robust. Die Initial Jobless Claims lagen bei nur 189.000 und damit deutlich unter den Erwartungen von 213.000 sowie unter dem vorherigen Wert von 215.000. Gleichzeitig fiel der Chicago PMI mit 49,2 klar unter die Wachstumsschwelle von 50 und deutlich unter die Erwartungen – ein weiteres Signal für eine abkühlende Industrie.
In Summe ergibt sich daraus ein Spannungsfeld: Eine Wirtschaft, die noch stabil läuft, aber erste Schwächesignale zeigt – kombiniert mit einer Inflation, die weiterhin über dem Ziel liegt. Genau diese Mischung hat gestern zu einer starken Marktreaktion geführt. Die Rallye in den Indizes wirkt dabei weniger wie ein sauber fundamentaler Anstieg, sondern vielmehr wie ein Short-Squeeze, gepaart mit zunehmenden Hoffnungen auf zukünftige Zinssenkungen bzw. der Erleichterung auf keine Zinserhöhungen.
Unterstützt wird dieses Bild durch die Entwicklung der Marktindikatoren. Der US-Dollar (DXY) zeigte Schwäche und fiel um rund 0,76%, was auf einen rückläufigen Safe-Haven-Demand hindeutet. Parallel dazu sank die Volatilität deutlich, der VIX notiert aktuell unter der Marke von 20 bei rund 16,9 – ein klassisches Umfeld für Risk-on-Bewegungen. Auch die US-Indizes bestätigten dieses Bild eindrucksvoll: Der Dow Jones legte im April über 7% zu, während der S&P 500 mit einem Plus von über 10% neue All-Time-Highs markierte. Getrieben wurde diese Entwicklung maßgeblich durch starke Quartalszahlen, insbesondere im Tech-Sektor, der erneut die Erwartungen übertreffen konnte.
Ein zentraler Faktor bleibt zudem der Ölpreis. Dieser notiert aktuell weiterhin über der Marke von 105 Dollar und hat den Monat mit einer klar bullischen Kerze geschlossen. Trotz kurzfristiger Rücksetzer bleibt der übergeordnete Trend damit intakt. Hohe Energiepreise bedeuten weiterhin Inflationsdruck – und stellen damit einen strukturellen Gegenwind für die Geldpolitik dar.
Für den heutigen Handelstag ist zusätzlich zu beachten, dass in vielen europäischen Ländern Feiertag ist. Das könnte zu einem ruhigeren Handelsstart führen, während am Nachmittag die US-Daten in den Fokus rücken. Besonders relevant sind hier der S&P Global Manufacturing PMI (Forecast: 54,0), der ISM Manufacturing PMI (Forecast: 53,1) sowie die ISM Manufacturing Prices (Forecast: 80,0). Diese Daten geben weitere Hinweise auf die Stärke der US-Wirtschaft und mögliche Auswirkungen auf die Zinspolitik.
Charttechnisch zeigt sich der DAX aktuell in einer klar bullischen Struktur. Der Monatsabschluss erfolgte stark im Bereich um 24.315 Punkte - somit klar über der kritischen 24.000 Marke, während auf Tagesbasis eine dynamische Aufwärtsbewegung von über 2% zu beobachten war. Das Tief bei 23.620 wurde gestern sauber aufgekauft und führte zu einer impulsiven Kaufbewegung, die direkt neue Hochs generierte.
Für den heutigen Handel ergeben sich für mich daraus zwei zentrale Szenarien:
Auf der Oberseite bleibt der Bereich um 24.390 Punkte entscheidend. Ein sauberer und nachhaltiger Bruch über dieses Level würde den Weg in Richtung 24.500 Punkte öffnen, mit weiterem Potenzial bis in den Bereich von 24.600 Punkten in der kommenden Woche.
Auf der Unterseite ist jedoch Vorsicht geboten. Sollte es im Bereich der aktuellen Hochs erneut zu Ablehnung kommen, sind kurzfristige Gewinnmitnahmen wahrscheinlich. In diesem Fall rückt die Zone um 24.000 bis 24.100 Punkte in den Fokus, um dort neue Liquidität zu sammeln und die Struktur zu stabilisieren.
Insgesamt bleibt das Bild kurzfristig bullisch, getragen von starkem Momentum und positiven Impulsen aus den USA. Gleichzeitig ist die Lage jedoch fragil – insbesondere aufgrund der geopolitischen Risiken und der weiterhin ungelösten Inflationsproblematik.
Heute gehe ich allerdings eher von ruhigeren Märkten aus, außer es ändert sich im Nahost Konflikt etwas. Hier kamen die Hauptnews aber meist am Wochenende bei Börsenschluss.
Schreibt mir gerne in die Kommentare: Was erwartet ihr für den DAX in der kommenden Woche?
Am Samstag kommt wie gewohnt mein Wochenrückblick und am Sonntag der neue Wochenausblick!
Ich wünsche euch ein schönes verlängertes Wochenende.
║ QUANTITATIVE TRADING ANALYSIS - MAY 1, 202╔════════════════════════════════════════════════════════════════════════════════════════════════════════════╗
║ QUANTITATIVE TRADING ANALYSIS - MAY 1, 2026 ║
║ GLOBAL MACRO / CROSS-ASSET TRADING BRIEF ║
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1. MARKET REGIME
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REGIME:
• RISK-ON, ABER FRAGIL / SPÄTZYKLISCH
• Long-Bias in Equities + BTC bleibt intakt
• Gold nur taktisch, kein sauberer Trend-Long hier
• USD nicht explosiv stark, aber immer noch Makro-Gegenspieler
MAKRO-KERNBILD:
• Fed: Hawkish Hold, keine schnelle Lockerung sichtbar
• CPI März: Heiß bei 3.3% YoY / +0.9% MoM
• 2s10s Curve: positiv, Re-Steepening
• 10Y hoch, Real Rates hoch = Gegenwind für Duration/Gold
• VIX im erhöhten, aber nicht panischen Bereich
MARKTLESART:
→ Buy-the-Dip funktioniert noch.
→ Breakouts ohne Bestätigung durch VIX/Yields sind anfällig.
→ Intraday weiter prozyklisch, aber keine Blind-Chase-Setups.
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2. MACRO SIGNAL-DASHBOARD
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FED / RATES:
• Signal: HAWKISH HOLD
• Trading-Bedeutung: Neutral bis leicht bearish für Gold, leicht bearish für EUR/USD,
nur kontrolliert bullish für Equities solange Wachstum hält.
YIELDS:
• 2Y: ~3.90%
• 10Y: ~4.42%
• 2s10s: +0.52%
• Signal: Re-Steepening / höheres Term Premium / late-cycle setup
DXY:
• Signal: Stabil bis fest
• Trading-Bedeutung: Kein Vollwind für Gold oder EUR/USD, aber auch kein echter USD-Squeeze
VIX:
• Signal: Elevated but controlled
• Trading-Bedeutung: Trends handelbar, aber fragiles Sentiment
RISK SENTIMENT:
• Equities: Bullish
• Crypto: Bullish / High Beta Leader
• Gold: Mixed
• FX: Mild USD fatigue, aber kein klarer USD breakdown
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3. CROSS-ASSET TRADING BIAS
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1. NASDAQ (NQ / QQQ)
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Signal kurzfristig: BUY / LONG ON PULLBACK
Signal langfristig: BULLISH
Risk-Score: 4/10 🟢
Führungsrolle: PRIMÄRES LEAD-ASSET HEUTE
Setup:
└─ Tech / AI / Growth bleibt stärkster Risk-On-Motor
└─ Beste Richtung: Pullback-Long, kein aggressives Breakout-Chasing
└─ Bevorzugung gegenüber SPX wegen Momentum-Qualität
Entry-Zone:
└─ Auf Pullbacks in Support / VWAP / OR-Low / PDH-Retest
Stop:
└─ Unter Intraday-Struktur-Low bzw. unter failed reclaim
Target:
└─ PDH Sweep / OR-High / Trend Extension bei Risk-On-Fortsetzung
Invalidation:
└─ VIX zieht >22 an
└─ 10Y rendiert impulsiv höher
└─ NQ verliert Opening Range + keine Reclaim-Stärke
Trading-Urteil:
└─ BESTES LONG-ASSET DES TAGES
2. S&P 500 (SPX / SPY)
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Signal kurzfristig: BUY / LONG
Signal langfristig: BULLISH
Risk-Score: 5/10 🟢
Führungsrolle: SEKUNDÄR ZU NQ
Setup:
└─ Breiter Risk-On-Index, aber weniger explosiv als NASDAQ
└─ Gut für Bestätigung des Gesamtregimes
└─ Besser für konservative Long-Expression als NQ
Entry-Zone:
└─ Pullbacks an prior day levels / opening range / intraday demand
Stop:
└─ Unter Tagesstruktur und unter failed higher low
Target:
└─ Re-Test Tageshoch / Trend Day continuation
Invalidation:
└─ SPX verliert Schlüssel-Support + VIX expandiert gleichzeitig
Trading-Urteil:
└─ SOLIDER LONG, ABER NQ BLEIBT BESSER
3. BITCOIN (BTC/USD)
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Signal kurzfristig: BUY THE DIP / MOMENTUM LONG
Signal langfristig: BULLISH
Risk-Score: 7/10 🟠
Führungsrolle: HIGH-BETA SENTIMENT LEADER
Setup:
└─ BTC profitiert vom Risk-On-Regime und globaler Liquiditätsphantasie
└─ Sehr gutes Momentum, aber deutlich volatiler als NQ/SPX
└─ Nur saubere Entries handeln, keine FOMO-Candles kaufen
Entry-Zone:
└─ Rücksetzer in Support-Cluster / prior impulse base / reclaim nach Flush
Stop:
└─ Unter letztem intraday higher low bzw. unter liquiditätsrelevantem Pivot
Target:
└─ Fortsetzung zum Session-High / nächste Expansion bei starkem Risk-On
Invalidation:
└─ Equities drehen Risk-Off
└─ VIX steigt deutlich
└─ BTC verliert Momentum-Struktur und reclaimt nicht mehr sauber
Trading-Urteil:
└─ STARKES LONG-ASSET, ABER NUR FÜR AKTIVE RISK-KONTROLLE
4. GOLD (XAU/USD)
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Signal kurzfristig: SELL RALLIES / NEUTRAL TO SHORT
Signal langfristig: BULLISH STRUCTURALLY
Risk-Score: 6/10 🟡
Führungsrolle: CONFIRMATION-ASSET FÜR RATES / RISK-OFF
Setup:
└─ Hohe Yields und hohe Real Rates sind Gegenwind
└─ Geopolitik hält Gold strukturell gestützt
└─ Intraday eher Range / Mean-Reversion als sauberer Trend-Long
Entry-Zone:
└─ Shorts an Widerstand / failed breakout / rejection candle
└─ Long nur bei klarer Risk-Off-Eskalation oder Yield-Drop
Stop:
└─ Über Rejection-High bei Short
└─ Unter Panic-Low bei event-getriebenem Long
Target:
└─ Mid-range / Tages-Support / Liquiditätszonen
Invalidation:
└─ DXY fällt klar
└─ 10Y gibt deutlich nach
└─ Geopolitischer Risk-Off-Schock triggert echte Safe-Haven-Nachfrage
Trading-Urteil:
└─ KEIN FIRST-CHOICE-ASSET FÜR HEUTE, EHER REAKTIV HANDELN
5. EUR/USD
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Signal kurzfristig: LIGHT LONG EUR / TACTICAL
Signal langfristig: NEUTRAL TO SLIGHTLY BULLISH EUR
Risk-Score: 5/10 🟡
Führungsrolle: SECONDARY MACRO CONFIRMATION ASSET
Setup:
└─ EUR profitiert leicht, solange DXY unter Druck bleibt
└─ Aber hawkish Fed + Yield support begrenzen Upside
└─ Nur gut, wenn USD nicht plötzlich Safe Haven wird
Entry-Zone:
└─ Pullback-hold an intraday support / reclaim Struktur
Stop:
└─ Unter intraday support break
Target:
└─ Tageshoch / weekly resistance rotation
Invalidation:
└─ DXY reclaim > 100
└─ Hotter US macro surprise
└─ Risk-Off-Flows zurück in USD
Trading-Urteil:
└─ TAKTISCH LONG, ABER KEIN TOP-CONVICTION PLAY
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4. BEST TRADEABLE SETUPS TODAY
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🥇 TIER 1 - HIGHEST CONVICTION
NASDAQ (NQ / QQQ)
• Setup: Pullback Long in fortgesetztem Risk-On-Regime
• Warum: Führendes Growth-Asset + bestes Momentum + klarster Sentiment-Proxie
• Aktion: BUY / LONG ON CONTROLLED PULLBACKS
• Confidence: 84%
🥈 TIER 2 - STRONG SECONDARY
BITCOIN (BTC/USD)
• Setup: Buy the Dip im High-Beta-Regime
• Warum: Starkes Momentum + Sentiment-Beschleuniger
• Aktion: BUY DIP / MOMENTUM LONG
• Confidence: 72%
🥉 TIER 3 - CONSERVATIVE LONG
S&P 500 (SPX / SPY)
• Setup: Breiter Long-Bias bei stabiler VIX-Struktur
• Warum: Bestätigt Gesamt-Risk-On ohne ganz so hohe Volatilität wie BTC/NQ
• Aktion: BUY / LONG
• Confidence: 70%
⚠️ TACTICAL ONLY
GOLD (XAU/USD)
• Setup: Sell rally / fade failed breakouts
• Confidence: 58%
⚠️ LOWER CONVICTION FX
EUR/USD
• Setup: Tactical long only if DXY soft
• Confidence: 55%
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5. EXECUTION FRAMEWORK
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BUY / LONG SIGNAL WENN:
✓ NQ hält Pullback-Struktur und reclaimt intraday Levels sauber
✓ SPX bestätigt mit höherem Tief
✓ VIX bleibt kontrolliert / steigt nicht aggressiv
✓ 10Y stabilisiert sich statt weiter hoch zu schießen
✓ BTC hält relative Stärke
SELL / SHORT SIGNAL WENN:
✗ VIX expandiert impulsiv
✗ 10Y rendiert höher und drückt Growth gleichzeitig
✗ NQ verliert OR-Low / VWAP / wichtige Intraday-Struktur ohne Reclaim
✗ SPX und BTC drehen parallel in Risk-Off
✗ DXY zieht an und belastet Gold/EUR/USD zusätzlich
SHORT-TERM HOLD (1–3 Tage):
• NQ / SPX long haltbar, wenn Closing Strength bleibt
• BTC long nur haltbar bei intakter Momentum-Struktur
• Gold long nur bei echter Makro-/Geopolitik-Eskalation
LONG-TERM VIEW (1–4 Wochen):
• Equities bullish solange kein hartes Repricing in Rates erfolgt
• BTC bullish, aber nur mit höherem Volatilitätsabschlag
• Gold strukturell bullisch, kurzfristig aber yield-sensitive
• EUR/USD neutral-bis-leicht bullisch nur bei schwächerem DXY
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6. TODAY'S RISKS
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TOP RISKS:
1. Yield spike / hawkish Fed repricing
2. Inflation follow-through nach heißem CPI
3. Geopolitik / Öl / Safe-Haven-Schock
4. Late-session Volatility Expansion
5. Falsche Breakouts in überdehnten Risk-On-Assets
WAS HEUTE GEMIEDEN WERDEN SOLLTE:
• Blind breakout chasing in NQ/BTC
• Gold longs direkt unter Widerstand ohne Risk-Off-Bestätigung
• EUR/USD longs gegen starken DXY-Anstieg
• Over-sizing in BTC bei Makro-Unsicherheit
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7. FINAL TRADING CONCLUSION
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MARKTZUSTAND:
📈 Risk-On bleibt das Base Case
⚠️ Aber nur solange Yields/VIX nicht neu eskalieren
🎯 Bestes Asset heute: NASDAQ (NQ / QQQ)
🚀 Zweiter Leader: BTC
🛡️ Gold ist heute eher Reaktions- als Führungsasset
DESK CALL:
• Primärer Plan: NQ Pullback Long
• Sekundärer Plan: BTC Buy-the-Dip bei sauberer Struktur
• Defensiver Plan: SPX Long statt BTC/NQ wenn du weniger Volatilität willst
• Tactical Fade: Gold an Widerstand nur bei stable-to-higher yields
WICHTIGE HINWEISE:
⚠️ Diese Analyse basiert auf dem Makro-/Marktbild bis 1. Mai 2026, europäischer Morgen
⚠️ Kein Blind-Handel ohne Preisbestätigung, Liquidität und Session-Kontext
⚠️ Positionsgröße aktiv an VIX / Yield-Volatilität anpassen
⚠️ Stop-Loss-Disziplin bleibt kritisch
Analysiert am: 1. Mai 2026, 08:23 AM CEST
Format: QUANTITATIVE TRADING ANALYSIS
Nächste Aktualisierung: nächster Handelstag / bei Makro-Event-Shift
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Die geheime Pricing gleichung kennst du sie ? Moin und wilkommen zu tag 30
Wir machen direkt weiter
Das Optimierungsproblem
Der Investor will seinen Lebenszeitnutzen maximieren. Er wählt n – die Anzahl der Assets, die er kauft. Und das Optimierungsproblem sieht so aus:
Maximiere U = u(e_t − V_t · n) + β · E_t^P
über n.
Das ist Analysis-Grundkurs Um ein Maximum zu finden, nehmen wir die Ableitung nach n und setzen sie gleich null. Der Punkt, an dem die Ableitung null ist, ist der Punkt, an dem der Investor optimal handelt – nicht zu viel kauft und nicht zu wenig.
Die Ableitung (Kettenregel, aber keine Angst, wir übersetzen sofort):
∂U/∂n = −V_t · u'(c_t) + β · E_t^P = 0
Sieht wild aus. Übersetzen wir es in Klartext:
Der linke Term: −V_t · u'(c_t)
Das ist der Nutzenverlust durch den Kauf einer weiteren Asset-Einheit. Wenn der Investor eine weitere Einheit kauft, zahlt er V_t. Das reduziert seinen heutigen Konsum um V_t. Und der Nutzenverlust pro Konsumeinheit ist u'(c_t) – der Grenznutzen. Also ist der Gesamtnutzenverlust = V_t × u'(c_t).
Der rechte Term: β · E_t^P
Das ist der erwartete Nutzengewinn durch den Payoff morgen. Die zusätzliche Asset-Einheit zahlt morgen X_{t+1} aus. Das erhöht den morgigen Konsum um X_{t+1}. Der Nutzengewinn pro Konsumeinheit ist u'(c_{t+1}). Also ist der erwartete Nutzengewinn = E^P , diskontiert mit β.
Und am Optimum sind beide gleich:
V_t · u'(c_t) = β · E_t^P
Das ist die Euler-Gleichung der Konsumtheorie. Der Punkt, an dem der Investor keinen Anreiz mehr hat, mehr oder weniger Assets zu kaufen. Der Punkt des Gleichgewichts
Aber wir sind noch nicht fertig. Denn jetzt teilen wir beide Seiten durch u'(c_t) und erhalten die Zentrale Pricing-Gleichung – die Gleichung, oder die merk dir das gleichung
Die Gleichung, die alles erklärt
V_t = E_t^P
Das ist sie. Die wichtigste Gleichung in der gesamten Finanzwissenschaft. Die Gleichung, aus der jedes Asset-Pricing-Modell abgeleitet werden kann. CAPM, Black-Scholes, die gesamte Fixed-Income-Theorie – alles ist ein Spezialfall dieser einen Zeile.
Lasst mich das übersetzen. Wort für Wort. Symbol für Symbol.
V_t = der heutige Marktpreis des Assets. Das ist das, was wir berechnen wollen.
E_t^P = der Erwartungswert unter echten (P-)Wahrscheinlichkeiten. Wir rechnen hier mit der realen Welt – nicht mit Q.
β = der Zeitpräferenz-Parameter. Wie stark wird der zukünftige Nutzen diskontiert?
u'(c_{t+1}) / u'(c_t) = das Verhältnis der Grenznutzen. Das ist der Kern. Das ist die Magie. Dazu gleich mehr.
X_{t+1} = der zufällige Payoff des Assets morgen.
Der Ausdruck β · u'(c_{t+1}) / u'(c_t) hat einen Namen. Die Finanzökonomen nennen ihn den Stochastic Discount Factor (SDF) oder auch Pricing Kernel. Er ist der "Übersetzungsschlüssel" zwischen dem realen Payoff eines Assets und seinem heutigen Preis.
Und jetzt kommt der AH-Moment. Der Moment, in dem euch ein Licht aufgehen wird, das nie mehr ausgeht.
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Warum die Korrelation mit Konsum alles bestimmt
Schaut euch den SDF nochmal an: β · u'(c_{t+1}) / u'(c_t)
Der Zähler ist u'(c_{t+1}) – der Grenznutzen morgen. Der Nenner ist u'(c_t) – der Grenznutzen heute.
Erinnert euch an das Eiskugel-Prinzip:
- Wenn c_{t+1} niedrig ist (Rezession, Krise, wenig Konsum morgen) → u'(c_{t+1}) ist hoch → der SDF ist groß.
- Wenn c_{t+1} hoch ist (Boom, Wachstum, viel Konsum morgen) → u'(c_{t+1}) ist niedrig → der SDF ist klein.
Der SDF ist also hoch in schlechten Zeiten und niedrig in guten Zeiten
Und der Preis des Assets ist der Erwartungswert von SDF × Payoff. Das heißt:
Payoffs, die in schlechten Zeiten anfallen (wenn der SDF hoch ist), werden hoch gewichtet
Payoffs, die in guten Zeiten anfallen (wenn der SDF niedrig ist), werden niedrig gewichtet.
Das Modell sagt:
Der Markt bewertet einen Euro in der Rezession höher als einen Euro im Boom.
Nicht doppelt zählen – nicht weil ein Euro in der Rezession physisch anders ist. Sondern weil er für den Investor wertvoller ist. Weil der Grenznutzen in der Rezession höher ist. Weil der Investor in der Rezession jeden Euro dringender braucht als im Boom.
Und jetzt verbindet es sich mit Tag 28:
Ein Asset, dessen Payoff hoch ist, wenn c_{t+1} hoch ist (also in guten Zeiten) → wird multipliziert mit einem niedrigen SDF → bekommt einen niedrigeren Preis. Dieses Asset hat eine positive Risikoprämie.
Ein Asset, dessen Payoff hoch ist, wenn c_{t+1} niedrig ist (also in schlechten Zeiten) → wird multipliziert mit einem hohen SDF → bekommt einen höheren Preis. Dieses Asset hat eine negative Risikoprämie.
Das ist exakt Tag 28 – aber jetzt mit einer mikroökonomischen Fundierung. Die Risikoprämie entsteht nicht aus dem Nichts. Sie entsteht aus der Konkavität der Nutzenfunktion. Aus dem abnehmenden Grenznutzen. Aus dem Eiskugel-Prinzip
Der Corporate Bond aus Tag 28 – der für 80 Cent statt 90 Cent handelt – tut das, weil er in der Rezession ausfällt. In der Rezession ist c_{t+1} niedrig, u'(c_{t+1}) ist hoch, der SDF ist hoch – und der Bond zahlt null. Null mal hoch ist immer noch null. Der Bond liefert keinen Nutzen genau dann, wenn Nutzen am wertvollsten wäre. Deshalb verlangt der Investor einen Rabatt.
Der CDS – der für 20 Cent statt 10 Cent handelt – tut das, weil er in der Rezession auszahlt. In der Rezession ist der SDF hoch – und der CDS zahlt eins. Eins mal hoch ist hoch. Der CDS liefert Nutzen genau dann, wenn Nutzen am wertvollsten ist. Deshalb ist der Investor bereit, eine Prämie zu zahlen.
Das ist kein neues Ergebnis. Es ist dasselbe Ergebnis wie gestern – nur jetzt verstehen wir, woher es kommt. Nicht aus einer vagen "Risikoaversion". Nicht aus "Psychologie". Sondern aus einer mathematisch präzisen Eigenschaft menschlicher Präferenzen: dem abnehmenden Grenznutzen.
Sooo das sollte erstmal für heute reichen morgen zerlegen wir die Risikoprämie in 3 Teile
You vs YouTraden/Investieren ist das härteste Single Player Game, das es gibt. Du alleine versuchst bei jedem Trade gegen den Markt zu gewinnen und der Markt ist überspitzt gesagt die restliche Welt, egal ob Investmentbanken, Hedgefonds oder andere Retail Trader, sie alle wollen eines und zwar Geld verdienen und das geht nur wenn jemand anders verliert.
Egal ob du kaufst, verkaufst oder hältst, du wettest gegen tausende von anderen Playern, die sich anders entscheiden und ob du schlussendlich gewinnst oder verlierst, kann dir vor deinem Einstieg niemand sagen und ich meine wirklich niemand. Eigentlich ist Investieren schon eine sehr bizarre Art und Weise, Geld zu verdienen. Du kannst innerhalb von Sekunden nur mit einem Trade dein komplettes Leben auf den Kopf stellen, sowohl positiv als auch negativ.
Doch was ist, wenn ich euch jetzt sage, im Prinzip ist euer einziger Gegner ihr selbst. Denn wie bereits erwähnt, niemand kann euch vorhersagen, was definitiv als nächstes passieren wird, nicht einmal die Tarotkartenlegerin von nebenan. Die einzige Möglichkeit, um herauszufinden, was als nächstes passiert, wäre, wenn ihr gleichzeitig die Gedanken von tausenden anderen Tradern lesen könntet oder zumindest jene von Trump. 😉
Das Einzige, was ihr machen könnt, ist ein profitables Edge zu finden, dass die Wahrscheinlichkeiten auf eure Seite zieht und dieses, egal ob Powell die Gelddruckmaschine anwirft oder Trump wieder entscheidet, die Muskeln spielen zu lassen, stoisch zu handeln. Ihr müsst nicht besser sein als jeder andere, ihr müsst nur besser sein als euer innerlicher Schweinehund.
Ich habe schon in meinem Beitrag „Geduld der seltenste Skill des 21. Jahrhunderts?“ über die Überreizung unserer Wahrnehmung gesprochen und dass durch unsere immer schneller werdende Welt unsere Wahrnehmung immer mehr getrübt wird. Und ich glaube immer noch fest daran, dass diejenigen, die es schaffen, einen klaren Blick im Nebel zu behalten und Lärm von echten Signalen unterscheiden können, diejenigen sind, die sich selber und folglich auch den Markt zumindest in den meisten Fällen schlagen. Es geht nicht darum, jeden Trade zu gewinnen, sondern es geht darum, egal was passiert, sich selber und seinem Plan treu zu bleiben.
Denn am Ende entscheidet nicht der Markt über deinen Erfolg, sondern deine Fähigkeit, diszipliniert zu bleiben, wenn alles in dir etwas anderes will. Gewinne entstehen nicht durch einzelne perfekte Trades, sondern durch konsequentes Handeln über viele Entscheidungen hinweg. Wer sich selbst im Griff hat, hat langfristig auch den Markt im Griff.
Und mit diesen Worte Wünsche ich allen im DACH Raum welche morgen das Privileg haben nicht Arbeiten zu müssen ein erholsames und wunderschönes Wochenende. Ladet eure Batterien auf den das Börsen Jahr 2026 wird noch für einige Überraschungen offen sein.






















