Wie geht es weiter mit dem ES1! (S&P 500)?📈 Wie geht es weiter mit dem ES1! (S&P 500)?
Nach dem gestrigen Trade stellt sich die spannende Frage: Wie entwickelt sich der Markt heute weiter?
Der erste Trade wurde nach dem zweiten Einstieg in der PM Session vollständig erreicht. Der Kurs lief zunächst sehr tief in das Retracement und bildete dort einen Rejection Block. Von diesem Bereich aus erfolgte die Bewegung in die erwartete Liquidität.
Ein schönes Beispiel dafür, dass Geduld und das Abwarten der richtigen Reaktion oft wichtiger sind als ein zu früher Einstieg.
Doch wie geht es jetzt weiter?
Aktuell sehe ich zwei mögliche Szenarien:
🔹 Szenario A:
Der Kurs bildet zunächst ein Retracement nach unten in das FVG, holt dort erneut Liquidität ab und setzt anschließend die Bewegung nach oben fort.
🔹 Szenario B:
Der Kurs steigt zunächst in das vorhandene FVG (Fair Value Gap) und reagiert von dort wieder nach unten.
Beide Szenarien sind möglich. Der Markt gibt uns die Information – wir müssen nur darauf reagieren.
Wie immer gilt:
Kein Vorhersagen des Marktes, sondern Arbeiten mit Wahrscheinlichkeiten, Liquidität und sauberem Risikomanagement.
Trading bedeutet nicht, immer recht zu haben.
Trading bedeutet, vorbereitet zu sein, wenn der Markt die eigene Idee bestätigt.
Mal sehen, welches Szenario der ES heute wählt. 📊
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Marktindizes
DAX Tagesausblick 12.Juni – EZB, SpaceX IPO, PPI, Risk on?!Geopolitische Lage: Von Eskalation zu Deeskalation innerhalb weniger Stunden
Der gestrige Handelstag wurde zunächst von massiven geopolitischen Spannungen dominiert. Noch am Vormittag verdichteten sich Meldungen über eine mögliche weitere Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran. Im Raum standen zusätzliche Militärschläge, Angriffe auf kritische Energieinfrastruktur sowie sogar Diskussionen über Maßnahmen gegen Kharg Island, das wichtigste iranische Ölexportterminal. Gleichzeitig sorgten Meldungen über sinkende US-Ölreserven und Sorgen vor einer Ausweitung des Konflikts für erhebliche Nervosität an den Märkten.
Im Verlauf des Nachmittags und insbesondere am Abend kam es jedoch zu einer vollständigen Kehrtwende der Nachrichtenlage.
Zunächst verdichteten sich Hinweise auf intensive Vermittlungsbemühungen Katars, der Vereinigten Arabischen Emirate sowie weiterer regionaler Akteure. Anschließend folgten mehrere Meldungen über konkrete Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Präsident Trump erklärte wiederholt, dass ein Abkommen praktisch fertiggestellt sei. Mehrfach wurde betont, dass geplante Militärschläge abgesagt worden seien, die Verhandlungen weit fortgeschritten seien und eine Unterzeichnung bereits innerhalb der nächsten Tage oder sogar am Wochenende stattfinden könne.
Besonders wichtig für die Märkte war dabei:
• Geplante US-Schläge wurden vorerst zurückgestellt.
• Kharg Island wurde faktisch von der Agenda genommen.
• Die Straße von Hormus soll nach einer Einigung offen bleiben.
• Mehrere Vermittlerstaaten bestätigten Fortschritte.
• Die Märkte begannen eine deutliche Entspannung der geopolitischen Risikoprämie einzupreisen.
Zwar gab es aus iranischen Quellen weiterhin zurückhaltende Aussagen, wonach noch keine endgültige Zustimmung vorliege, dennoch überwog an den Finanzmärkten klar die Erwartung einer diplomatischen Lösung.
Die Reaktion fiel entsprechend aus:
• Ölpreise brachen massiv ein.
• Renditen fielen deutlich.
• Zinserhöhungserwartungen gingen zurück.
• Aktienmärkte schalteten vollständig in den Risk-On-Modus.
Die geopolitische Entwicklung war damit der mit Abstand wichtigste Kurstreiber des gestrigen Tages.
SpaceX-IPO sorgt für zusätzliche Risikobereitschaft
Neben der geopolitischen Entspannung sorgte auch die Meldung über die bevorstehende SpaceX-Börsennotierung für Aufmerksamkeit.
Berichten zufolge soll die Transaktion ein Volumen von rund 75 Milliarden US-Dollar erreichen und damit eine der größten Börsennotierungen der modernen Kapitalmarktgeschichte werden. Institutionelle Investoren sollen bereits massive Orders platziert haben, darunter Berichte über milliardenschwere Zeichnungen großer Vermögensverwalter.
Auch wenn der direkte Einfluss auf den DAX begrenzt ist, wirkt eine derart große Kapitalmarkttransaktion oftmals als Stimmungsindikator für globale Risikobereitschaft. Die Bereitschaft institutioneller Investoren, enorme Summen in Wachstumsunternehmen zu investieren, unterstreicht die weiterhin hohe Nachfrage nach Technologie- und KI-Investments.
Für Nasdaq und Wachstumswerte bleibt dies grundsätzlich unterstützend.
Wichtige Wirtschaftsdaten gestern
OPEC-Monatsbericht
Der OPEC-Monatsbericht stand gestern stark im Schatten der geopolitischen Entwicklungen.
Grundsätzlich bestätigte die OPEC ihre Einschätzung einer robusten globalen Nachfrageentwicklung. Allerdings wurden die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf Angebot und Preisentwicklung intensiv diskutiert.
Mit der überraschenden geopolitischen Entspannung verloren viele der zuvor eingepreisten Risikoaufschläge schlagartig an Bedeutung.
Die Folge:
• Brent verlor deutlich.
• WTI verlor deutlich.
• Die Inflationssorgen im Energiesektor nahmen ab.
Damit entwickelte sich der OPEC-Bericht letztlich eher zu einem sekundären Faktor, da die Marktteilnehmer wesentlich stärker auf die geopolitischen Entwicklungen reagierten.
EZB-Zinsentscheid
Die Europäische Zentralbank erhöhte wie erwartet sämtliche Leitzinsen um 25 Basispunkte.
Deposit Facility Rate
Die Einlagefazilität wurde um 25 Basispunkte angehoben.
EZB Interest Rate Decision
Auch der Hauptrefinanzierungssatz wurde erwartungsgemäß um 25 Basispunkte erhöht.
Da die Anhebung vollständig eingepreist war, lag der Fokus nicht auf dem eigentlichen Zinsschritt, sondern auf dem zukünftigen Zinspfad.
EZB Monetary Policy Statement
Der entscheidende Punkt war die Formulierung der EZB bezüglich der weiteren Entwicklung.
Die Notenbank machte deutlich:
• Die Inflation bleibt weiterhin ein Problem.
• Die Auswirkungen steigender Energiepreise werden beobachtet.
• Risiken für die Inflation bestehen weiterhin auf der Oberseite.
• Gleichzeitig verschlechtern sich die Wachstumsaussichten.
Damit bleibt die EZB in einer schwierigen Situation zwischen Inflationsbekämpfung und konjunktureller Schwäche.
Pressekonferenz mit Lagarde
Die anschließende Pressekonferenz war deutlich interessanter als der eigentliche Zinsentscheid.
Christine Lagarde machte mehrfach deutlich:
• Es gibt keinen vorgegebenen Zinspfad.
• Weitere Entscheidungen bleiben datenabhängig.
• Die Inflation könnte durch höhere Energiepreise erneut steigen.
• Die Risiken für die Inflation liegen weiterhin eher auf der Oberseite.
• Die wirtschaftliche Dynamik bleibt schwach.
• Finanzielle Bedingungen sind bereits deutlich restriktiver als vor dem Krieg.
Gleichzeitig vermied sie jedoch jede klare Festlegung auf weitere Zinserhöhungen.
Die Tonalität war daher insgesamt:
Leicht hawkisch im Inflationsbereich, aber gleichzeitig vorsichtig bezüglich weiterer Zinsschritte.
Der Markt interpretierte dies letztlich als weniger aggressiv als befürchtet.
Besonders wichtig war später die Meldung, dass EZB-Kreise bei stabilen Energiepreisen sogar eine Pause im Juli diskutieren könnten.
Das war einer der Gründe für die starke Rallye bei Risikoanlagen.
PPI-Daten USA
Die Produzentenpreise lieferten ebenfalls wichtige Signale.
Der PPI blieb insgesamt unter den Befürchtungen.
Besonders relevant:
Core PPI Month-over-Month
• Aktuell: 0,4 %
• Forecast: 0,5 %
• Vorher: 0,7 %
Damit setzte sich der Trend einer nachlassenden Preisdynamik auf Produzentenebene fort.
Dies unterstützt die Hoffnung, dass die Inflation mittelfristig weiter zurückgehen könnte.
Arbeitsmarktdaten USA
Auch die Arbeitsmarktdaten zeigten eine weitere Abschwächung.
Initial Jobless Claims
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen über den Erwartungen und über dem vorherigen Wert.
Continuing Jobless Claims
Auch die fortlaufenden Anträge fielen höher aus als erwartet.
Die Interpretation des Marktes:
• Arbeitsmarkt verliert etwas an Dynamik.
• Lohndruck dürfte perspektivisch sinken.
• Inflationsdruck könnte weiter nachlassen.
Zusammen mit den PPI-Daten ergab sich damit ein insgesamt eher positiver Mix für Risikoanlagen.
WASDE-Report
Der WASDE-Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums sorgte vor allem in Agrarrohstoffen für Bewegung.
Der Bericht bestätigte im Wesentlichen die bestehenden Erwartungen bezüglich Angebot und Nachfrage wichtiger Agrargüter.
Für Aktien- und Indexmärkte blieb der Einfluss jedoch begrenzt.
Wirtschaftsdaten heute
Deutschland
Die heutigen deutschen Inflationsdaten bestätigten den Disinflationstrend.
German CPI MoM
• Aktuell: -0,2 %
• Forecast: -0,2 %
German CPI YoY
• Aktuell: 2,6 %
• Forecast: 2,6 %
• Vorher: 2,9 %
German HICP YoY
• Aktuell: 2,7 %
• Forecast: 2,7 %
Die Daten zeigen weiterhin, dass die Inflation in Deutschland deutlich unter Kontrolle bleibt.
Das stützt grundsätzlich die Erwartung, dass der Zinshöhepunkt in Europa näher rückt.
Heute Nachmittag: Michigan-Daten
Der Fokus richtet sich nun vollständig auf die Universität-Michigan-Daten.
Wichtige Veröffentlichungen:
• Michigan Consumer Sentiment
• Michigan Consumer Expectations
• Michigan One-Year Inflation Expectations
• Michigan Five-Year Inflation Expectations
Insbesondere die Inflationserwartungen dürften nach den geopolitischen Entwicklungen und dem starken Rückgang der Ölpreise genau beobachtet werden.
Niedrigere Inflationserwartungen könnten die jüngste Risk-On-Bewegung zusätzlich unterstützen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil verzeichnete gestern einen massiven Einbruch von rund sechs Prozent.
Die Ursache war ausschließlich die geopolitische Entspannung im Nahen Osten. Nach dem Schlusskurs unterhalb der psychologisch wichtigen 90-Dollar-Marke wurden inzwischen auch die Tiefs der vergangenen Tage unterschritten.
Solange keine neue Eskalation entsteht und sich Öl nicht nachhaltig über 90 Dollar stabilisieren kann, bleibt das kurzfristige Bild bearish.
Die nächsten relevanten Ziele liegen im Bereich von:
• 85 Dollar
• 83 Dollar
• 81 Dollar
Derzeit spricht vieles für einen weiteren Abbau der geopolitischen Risikoprämie.
US-Staatsanleihen
Die Renditen gingen gestern deutlich zurück.
Treiber waren:
• Schwächerer Arbeitsmarkt.
• Schwächere Inflationsdaten.
• Sinkende Ölpreise.
• Deeskalation im Nahen Osten.
Die Zinserhöhungserwartungen wurden erneut nach hinten verschoben.
Der Markt geht inzwischen nicht mehr von einer vollständigen Einpreisung weiterer Zinserhöhungen in diesem Jahr aus.
US-Dollar Index (DXY)
Der Dollar zeigte zunächst Stärke und stieg kurzzeitig über die Hochs der vergangenen Tage.
Anschließend kam es jedoch zu einem deutlichen Abverkauf.
Der DXY schloss sogar unter mehreren wichtigen Tageshochs und Tagestiefs der Vorwoche.
Damit bleibt die entscheidende Range:
• Oberseite: 100,00 bis 100,30
• Unterseite: 99,50
Ein Ausbruch aus dieser Zone dürfte die Richtung der kommenden Handelstage bestimmen.
VIX
Der Volatilitätsindex verlor rund 13 Prozent.
Mit einem Rückgang unter die wichtige 20-Punkte-Marke signalisiert der Markt eine deutliche Entspannung der Risikoaversion.
Aktuell notiert der VIX im Bereich von 19,5 Punkten.
Das spricht kurzfristig für eine Fortsetzung des Risk-On-Umfelds.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia konnte sich gestern deutlich stabilisieren und gewann rund 2,3 Prozent.
Die wichtige Unterstützungszone zwischen 198 und 200 Dollar wurde erfolgreich verteidigt.
Für die Bullen bleibt nun entscheidend:
• Halten der Supportzone.
• Rückeroberung der 212-Dollar-Marke.
Darüber könnte neues Momentum in Richtung der nächsten Hochs entstehen.
Bitcoin
Bitcoin zeigte ebenfalls Stärke. Trotzdem bleibt das aktuelle Marktbild vergleichsweise unspektakulär. Der Markt befindet sich weiterhin in einer Konsolidierungsphase.
Entscheidend bleibt die Frage, ob sich die aktuelle Range auflösen kann und eine neue Trendbewegung entsteht.
S&P 500
Der S&P 500 zeigte einen außergewöhnlich starken Handelstag.
Nach einem Test der Unterstützungszone konnte der Index den Tag mit rund 1,6 Prozent Plus beenden.
Besonders beeindruckend:
Die gesamte schwache CPI-Reaktion vom Vortag wurde vollständig neutralisiert.
Die Bullen haben damit wieder die Kontrolle übernommen.
Wichtige Marken:
• Unterstützung: 7.250 bis 7.350
• Widerstand: 7.420
• Zielzone: 7.500
Nasdaq
Der Nasdaq gehörte erneut zu den stärksten Märkten.
Mit rund 4,4 Prozent Tagesgewinn wurden mehrere schwache Handelstage vollständig neutralisiert.
Der Index schloss oberhalb der wichtigen 29.500-Punkte-Marke.
Solange dieses Niveau hält, bleibt das technische Bild klar positiv.
Mögliche Ziele:
• 30.000 Punkte
• neue Allzeithochs
Mit dem heutigen SpaceX IPO kann es insgesamt etwas volatiler werden.
Dow Jones (US30)
Auch der Dow Jones profitierte von der verbesserten Stimmung.
Der Index gewann rund 2,1 Prozent.
Mit dem Schlusskurs oberhalb von 50.500 Punkten wurde ein wichtiges technisches Signal erzeugt.
Nächste Ziele:
• 51.000 Punkte
• 51.280 Punkte
• 51.500 Punkte
DAX Charttechnischer Ausblick
Auch der DAX zeigte eine beeindruckende Gegenbewegung.
Nach einem kurzfristigen Unterschreiten der 24.000-Punkte-Zone drehten die Käufer den Markt vollständig nach oben.
Mit einem Tagesgewinn von rund 2,4 Prozent wurden sämtliche Verluste seit Wochenbeginn neutralisiert.
Gleichzeitig konnte die wichtige 24.500-Punkte-Marke zurückerobert werden.
Damit rückt nun die nächste große psychologische Marke in den Fokus.
Bullisches Szenario
Solange der DAX oberhalb von 24.400 bis 24.500 Punkten notiert, bleibt der kurzfristige Aufwärtstrend intakt.
Die nächsten Ziele liegen bei:
• 24.670 Punkten
• 24.800 Punkten (Jahreshoch)
• 25.000 Punkten
Ein nachhaltiger Ausbruch über die aktuellen Hochs könnte zusätzliche Momentum-Käufe auslösen und den Weg in Richtung 25.000 Punkte freimachen.
Alternativszenario
Sollte es im Tagesverlauf zu Gewinnmitnahmen kommen, bleibt insbesondere die Zone um 24.400 Punkte interessant.
Ein erfolgreicher Retest dieser Unterstützung würde das bullische Gesamtbild nicht beschädigen und könnte sogar neue Long-Setups liefern.
Fazit
Die Kombination aus geopolitischer Entspannung, fallenden Ölpreisen, sinkenden Renditen, schwächeren Inflationsdaten und einem insgesamt konstruktiven Ton der Zentralbanken hat die Marktstimmung innerhalb weniger Stunden komplett gedreht.
Die Bären verloren gestern nahezu sämtliche Argumente, während die Bullen die Kontrolle über die kurzfristige Marktstruktur zurückgewonnen haben.
Solange keine neue Eskalation im Nahen Osten auftritt und die heutigen Michigan-Daten keine negative Überraschung liefern, bleibt das Umfeld für Risikoanlagen konstruktiv.
Für den DAX rückt damit die 25.000-Punkte-Marke wieder klar in den Fokus.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Wünsche euch einen schönen Freitag und stabile Trades!
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Freitag, den 12.06.2026Zum Donnerstag hat unser Dax nun erst einmal das Bewegungsmomentum nach unten unterbrochen und die Hand reingehalten.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: über 24500 aufwärts, unterhalb davon abwärts
Grundstimmung: neutral
Zum Donnerstag sollte unser Dax nun zeigen, ob er sich unten richtig in Wallung bringen will rein in eine kleine Übertreibungswelle hin zur 23229 mit Zwischenstopp bei 23625 oder ob er in die Erholung geht. Für die tiefe Variante sollte er mit Abwärtsgap reinkommen, das offen halten und schön gerade durch die 23900 durchrennen. Würde er 23900 nämlich sichtlich verteidigen, könnte ihn das sonst auch ganztägig zwischen 23900 und 24200 festhalten. Und sollte er die 24200 nach oben Überlaufen bekommen, war ein weiterer Bogen oben einplanen bis 24375 / 24420 und 24500 dann. So die Zusammenfassung von gestern.
Abwärtsgap wollte er dann nicht bringen, auch kein Durchrennen der 23900 zeigen, ganz im Gegenteil ging er immer wieder in die Konfrontation der 24200 bis er dann einfach news-gestützt durchknallte und seine 24375 / 24420 und auch 24500 erreichte. Damit ist erstmal die 200-Tagelinie in die Verteidigung gegangen und hat eine kleine Umkehr auf Tagesebene angetreten, die übergeordnet allerdings in noch immer recht signallosem Areal steht. Das macht es natürlich zum Freitag nun auch anfällig wieder etwas entschärft zu werden. Sollte er dann nämlich wieder unter die 24500 zurück fallen, könnte er durchaus auch erstmal wieder auf die 24420 oder 24300 zurückzulaufen. Beides gute Supports, sollte aber die 24300 nicht halten, ist unten erstmal wieder alles offen.
Das könnte allerdings auch aus einer scheiternden Fortsetzung oben dann resultieren, wenn neue Hochs dann einfach nicht mehr angenommen werden, oder er uns von der 24750 dann einfach steil runter zimmert. Großartig viel liegt da auch gar nicht mehr zwischen dem Hoch vom Donnerstag und dem nächsten wichtigen Bereich zwischen 24750 und 24800. Wäre eh eine schöne Zone um sich wieder wegzudrehen. Sollte er die dann aber doch auch noch geknackt bekommen, macht er sich nach oben auch schon direkt wieder Luft auf 25000 und die offenen Gaps bei 25120 / 25125. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Donnerstag hat unser Dax sich gut ausgekontert und sich auf 24500 zurückgekämpft bekommen. Zum Freitag dürfte der Tag wohl primär auf den Börsengang von SpaceX ausgerichtet sein, sodass bis 15:30 Uhr wohl eher auch bisschen Wartehaltung zu sehen sein kann. Kann sich unser Dax über 24500 halten, wäre bei 24750 / 24800 dann die nächste interessante Zone von der er nochmal deutlicher wegdrehen kann. Kommt er dort aber durch, sind dann auch nur wieder 25000 und die Gaps bei 25100 / 25125 an der Reihe. Um sich unten rum bisschen frisch zu machen, müsste er unter die 24500 wieder drunter, dann wären 24420 und 24300 schöne Supports um sich nochmal aufzurichten. Fällt er dort aber bei beiden durch, wäre der Konter ausgekontert und unten wieder alles offen.
**DXY (6-Month Chart) – Der langfristige Ausbruch könnte gerade **DXY (6-Month Chart) – Der langfristige Ausbruch könnte gerade begonnen haben**
Der US-Dollar-Währungsindex (DXY) zeigt auf dem 6-Monats-Chart aktuell eine Struktur, die aus makroökonomischer Sicht äußerst interessant ist. Nach jahrelanger Konsolidierung innerhalb eines fallenden Keils (Falling Wedge) konnte der Dollar auf diesem hohen Zeitrahmen nach oben ausbrechen und zusätzlich einen übergeordneten Abwärtstrendkanal verlassen.
Aktuell sehen wir genau das, was nach großen Ausbrüchen häufig passiert: einen Retest der Ausbruchsstruktur. Während viele Marktteilnehmer diesen Rücklauf als Schwäche interpretieren, könnte es sich in Wirklichkeit um die Bestätigung des Ausbruchs handeln.
Besonders interessant ist dabei, dass der Markt zuvor bereits das wichtige 0.886 Fibonacci-Level im Bereich um 114 Punkte angelaufen hat. Nach dieser Reaktion folgte die erwartete Korrekturbewegung. Genau diese Korrektur könnte nun die Grundlage für die nächste größere Aufwärtsphase bilden.
Unterhalb des aktuellen Kurses befinden sich mehrere wichtige Fibonacci-Unterstützungen, die den Dollar derzeit absichern:
• 0.382 Fib: 97,75
• 0.50 Fib: 92,60
• 0.618 Fib: 87,44
• 0.786 Fib: 80,10
• 0.886 Fib: 75,99
• Macro Support: 71,10
Solange diese Struktur verteidigt wird, bleibt der langfristige Ausbruch technisch intakt.
**Mein Szenario**
✅ Erfolgreicher Retest des Wedge-Ausbruchs
✅ Bestätigung des Ausbruchs über den langfristigen Trendkanal
✅ Verteidigung der aktuellen Fibonacci-Unterstützungen
✅ Fortsetzung des makroökonomischen Aufwärtstrends
✅ Angriff auf die nächsten Six-Month-Fibonacci-Ziele
✅ Langfristige Dollar-Stärke bis in die 2040er Jahre
Auf der Oberseite liegen die entscheidenden Projektionsziele bereits klar definiert:
• 0.382 Extension: 106,26
• 0.786 Extension: 110,24
• 0.886 Extension: 114,92
• 1.0 Extension: 120,89
• 1.618 Extension: 128,81
• 1.786 Extension: 144,86
• 1.886 Extension: 153,84
• Langfristiges Extremziel: 164,63
Sollte die aktuelle Struktur ihre historische Symmetrie beibehalten, könnte sich der DXY über die kommenden Jahrzehnte hinweg in eine neue langfristige Aufwärtsphase entwickeln. Die Projektionen reichen dabei bis in das Jahr 2047 und deuten auf eine außergewöhnliche Stärke des US-Dollars hin.
Während viele Anleger aktuell den Fokus ausschließlich auf Aktien, Kryptowährungen oder Edelmetalle richten, könnte der eigentliche Makrotrend bereits im Dollar selbst stattfinden.
**Fazit**
Der 6-Monats-Chart zeigt einen bestätigten Ausbruch aus einem mehrjährigen Falling Wedge sowie aus einem langfristigen Abwärtskanal. Der aktuelle Rücklauf wirkt bislang wie ein klassischer Retest einer großen Ausbruchsstruktur.
Solange die wichtigen Fibonacci-Unterstützungen halten, bleibt das übergeordnete bullische Szenario intakt. Die nächsten Jahre könnten zeigen, dass der Dollar seine dominante Rolle im globalen Finanzsystem nicht nur behauptet, sondern weiter ausbaut.
**Meine Idee:** Während die Mehrheit über die Schwäche des Dollars diskutiert, könnte der Markt gerade die Grundlage für einen jahrzehntelangen Aufwärtstrend legen. Die größten Bewegungen entstehen oft dort, wo die wenigsten hinschauen. 💵📈
DAX Tagesausblick 11. Juni – EZB-Zinsentscheid im Fokus!!!Geopolitische Lage
Die geopolitische Situation bleibt weiterhin der dominierende Unsicherheitsfaktor an den Finanzmärkten. Nachdem zuletzt Hoffnungen auf eine Stabilisierung im Nahen Osten aufgekommen waren, kam es in den vergangenen Stunden erneut zu einer Eskalation. Medienberichten zufolge führten die USA und Iran bereits den zweiten Tag in Folge gegenseitige Angriffe durch. Gleichzeitig erhöhte US-Präsident Donald Trump den Druck auf Teheran und kündigte weitere militärische Maßnahmen an, falls keine Einigung in den laufenden Verhandlungen erzielt wird.
Die Folge ist ein deutlicher Anstieg der Risikoaversion an den Märkten. Insbesondere der Ölpreis reagierte erneut mit Stärke, während Aktienmärkte unter Druck gerieten. Anleger suchen aktuell verstärkt Schutz in klassischen Safe-Haven-Anlagen wie dem US-Dollar und Staatsanleihen.
Abseits des Nahost-Konflikts standen weitere Schlagzeilen im Fokus. So belasteten Sorgen über eine mögliche Verlangsamung des KI-Booms nach gemischten Unternehmensmeldungen aus dem Technologiesektor zusätzlich die Stimmung. Gleichzeitig bleiben die globalen Wachstumsaussichten durch geopolitische Risiken, steigende Energiepreise und Unsicherheiten über den zukünftigen Zinspfad der Notenbanken geprägt.
Wirtschaftsdaten gestern – CPI im Fokus
Im Mittelpunkt stand gestern der amerikanische Verbraucherpreisindex (CPI).
Auf den ersten Blick wirkten die Daten gemischt. Die Gesamtinflation (CPI YoY) stieg auf 4,2 % und lag damit deutlich über dem Vormonat von 3,8 %. Gleichzeitig blieb die monatliche Inflationsrate mit 0,5 % exakt im Rahmen der Erwartungen.
Die eigentliche Überraschung lag jedoch bei der Kerninflation. Der Core CPI MoM fiel auf 0,2 % und lag damit unter den Erwartungen von 0,3 % sowie deutlich unter dem Vormonat von 0,4 %. Auch die Kerninflation auf Jahresbasis lag mit 2,9 % zwar leicht über dem Vormonat von 2,8 %, entsprach jedoch exakt den Erwartungen.
Viele Marktteilnehmer konzentrieren sich aktuell weniger auf die Gesamtinflation und deutlich stärker auf die Kerninflation. Der Grund dafür liegt im Detail des Berichts. Über 60 % des gesamten monatlichen Inflationsanstiegs wurden allein durch den Energiesektor verursacht. Benzinpreise stiegen im Mai um 7 %, während der Energieindex insgesamt um 3,9 % zulegte. Die eigentliche zugrunde liegende Inflation entwickelte sich dagegen deutlich moderater.
Zusätzlich zeigte der Bericht eine weitere Abschwächung in wichtigen Bereichen wie Versicherungen, Fahrzeugen und Teilen des Immobilienmarktes. Vor allem der Shelter-Bereich, der für die Fed von besonderer Bedeutung ist, entwickelte sich erneut moderat.
In Kombination mit den zuletzt starken NFP-Arbeitsmarktdaten ergibt sich jedoch ein interessantes Gesamtbild. Der Arbeitsmarkt bleibt robust. Die Arbeitslosenquote verharrt auf niedrigem Niveau, die Average Hourly Earnings steigen weiter und die Beschäftigungszahlen überraschten zuletzt positiv. Gleichzeitig zeigt die Kerninflation weitere Entspannungstendenzen.
Genau dieser Mix sorgt aktuell für Diskussionen an den Märkten. Einerseits sinkt der unmittelbare Druck auf die Fed durch die schwächere Kerninflation. Andererseits sprechen die starken Arbeitsmarktdaten gegen schnelle Zinssenkungen. Für Risk Assets bleibt die Situation damit grundsätzlich konstruktiv, solange die Inflationsentwicklung nicht erneut durch steigende Energiepreise beschleunigt wird.
Wirtschaftsdaten heute
Der heutige Handelstag steht ganz im Zeichen wichtiger geldpolitischer und makroökonomischer Ereignisse.
Bereits am Mittag wird der OPEC Monthly Report veröffentlicht. Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten dürfte dieser Bericht für den Ölmarkt von besonderer Bedeutung sein.
Der größte Fokus liegt jedoch auf der Europäischen Zentralbank.
Erwartet wird eine Anhebung der Deposit Facility Rate von 2,00 % auf 2,25 %. Gleichzeitig wird bei der EZB Interest Rate Decision ein Anstieg von 2,15 % auf 2,40 % erwartet. Neben dem eigentlichen Zinsentscheid dürfte vor allem das EZB Monetary Policy Statement entscheidend werden, da Investoren hier Hinweise auf den zukünftigen Zinspfad suchen.
Am Nachmittag folgen dann weitere hochrelevante US-Daten. Veröffentlicht werden die PPI-Daten sowie der Core PPI. Der Produzentenpreisindex gilt als wichtiger Frühindikator für die zukünftige Entwicklung der Verbraucherpreise und erhält nach den gestrigen CPI-Daten zusätzliche Aufmerksamkeit.
Ebenfalls im Fokus stehen die Initial Jobless Claims sowie die Continuing Jobless Claims. Zusammen mit den Inflationsdaten liefern sie weitere Hinweise auf die aktuelle Verfassung der US-Wirtschaft.
Abgerundet wird der Handelstag durch die EZB-Pressekonferenz sowie die Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die zusätzliche Volatilität in den europäischen Märkten auslösen könnten.
Für morgen richtet sich der Blick zudem auf den erwarteten SpaceX-IPO, der derzeit für erhebliches Interesse an den Märkten sorgt.
Zu den heutigen EZB-Entscheidungen werde ich nach Veröffentlichung außerdem ein ausführliches YouTube-Video hochladen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil zeigte gestern erneut Stärke und konnte den Handelstag rund 3,7 % im Plus beenden. Aktuell notieren die Preise oberhalb der wichtigen 90-Dollar-Marke bei rund 91 Dollar. Das Monatstief aus dem Mai bei 86,3 Dollar sowie das Wochentief der KW23 konnten erfolgreich verteidigt werden. Fundamental bleibt die Entwicklung nahezu vollständig von der Lage im Nahen Osten abhängig. Solange keine nachhaltige Stabilisierung eintritt, bleibt der Ölmarkt anfällig für weitere Aufwärtsbewegungen. Erst ein Bruch unter die Region um 86 Dollar würde das Bild deutlich eintrüben und Potenzial in Richtung 81 Dollar eröffnen.
Am Anleihemarkt konnten US-Staatsanleihen gestern ebenfalls zulegen. Unterstützt wurden die Kurse sowohl durch die CPI-Daten als auch durch die geopolitischen Risiken.
Der US-Dollar-Index schloss erneut oberhalb der psychologisch wichtigen 100-Punkte-Marke. Ein Ausbruch über 100,25 Punkte könnte weiteres Potenzial bis in den Bereich von 100,50 Punkten eröffnen. Gleichzeitig profitiert der Dollar aktuell weiterhin von seiner Funktion als Safe Haven.
Der Volatilitätsindex VIX notiert weiterhin oberhalb der wichtigen 20-Punkte-Marke bei rund 22,2 Punkten. Dies signalisiert weiterhin erhöhte Nervosität und Schwankungsbereitschaft an den Aktienmärkten.
Risk Assets im Überblick
Nvidia verlor gestern rund 3,7 % und notiert aktuell bei etwa 200 Dollar. Der jüngste Ausbruchsversuch konnte nicht gehalten werden. Damit rückt die wichtige Unterstützungszone zwischen 198 und 200 Dollar erneut in den Fokus. Die Reaktion in diesem Bereich dürfte richtungsentscheidend für die kommenden Handelstage werden.
Bitcoin zeigte sich vergleichsweise stabil, konnte sich der allgemeinen Risikoaversion jedoch ebenfalls nicht vollständig entziehen. Aktuell notiert BTC im Bereich von 62.500 Dollar. Für neues bullisches Momentum wäre eine Rückeroberung der Region oberhalb von 64.500 Dollar wichtig. Sollte hingegen die Unterstützung um 60.500 Dollar brechen, wären weitere Korrekturen denkbar.
Der S&P 500 verlor gestern rund 1,53 %. Die von mir zuletzt genannte Unterstützungszone um 7.251 Punkte konnte bislang verteidigt werden. Solange diese Zone hält, bleibt das übergeordnete Bild stabil. Unterhalb dieser Marke würde sich das Risiko einer Ausweitung der Korrektur in Richtung 7.100 Punkte erhöhen. Neue bullische Signale entstehen erst wieder oberhalb von 7.360 Punkten.
Auch der Nasdaq schloss unterhalb der wichtigen 28.500-Punkte-Marke. Aktuell sehen wir jedoch bereits erste Kaufinteresse. Eine Rückeroberung von 28.500 Punkten und insbesondere der 29.000-Punkte-Marke könnte den Weg für eine größere Erholung freimachen. Auf der Unterseite bleibt der Bereich um 28.120 Punkte entscheidend.
Im US30 erfolgte gestern ebenfalls ein schwacher Schlusskurs mit rund 1,8 % Minus. Die psychologisch wichtige Marke von 50.000 Punkten wurde unterschritten. Kann diese Zone zurückerobert werden, wäre eine Bewegung in Richtung 50.500 Punkte denkbar. Bleibt der Index darunter, rücken zunächst 49.500 und anschließend 49.000 Punkte in den Fokus.
DAX – Charttechnischer Überblick
Der DAX zeigte gestern ebenfalls deutliche Schwäche und verlor rund 1,87 %. Besonders relevant war dabei der Test der langfristig wichtigen Unterstützungszone um 24.000 Punkte. Diese Region besitzt sowohl auf Monats- als auch auf Jahresbasis hohe Bedeutung und konnte zunächst verteidigt werden.
Für das bullische Szenario bleibt entscheidend, dass sich der Markt oberhalb dieser Zone stabilisiert und anschließend wieder in Richtung 24.500 Punkte arbeitet. Nach einer Korrektur von mittlerweile rund 6 % vom Hoch sind jederzeit kräftige Gegenbewegungen und Short Squeezes möglich.
Sollte der DAX allerdings das heutige Tagestief bei 23.930 Punkten unterschreiten, würde sich das technische Bild deutlich eintrüben. In diesem Fall wären Bewegungen in Richtung 23.630 sowie 23.500 Punkte denkbar.
Die heutigen EZB-Entscheidungen sowie die US-PPI-Daten dürften maßgeblich darüber entscheiden, ob der DAX die aktuelle Unterstützungszone verteidigen kann oder ob eine weitere Ausweitung der Korrektur bevorsteht.
Aktuell bevorzuge ich weiterhin das Szenario einer Erholung in Richtung 24.500 Punkte, insbesondere nachdem die Region um 24.000 Punkte zunächst erfolgreich verteidigt werden konnte.
Zu den heutigen EZB-Entscheidungen und den wichtigsten Marktreaktionen wird später ein ausführliches Video auf meinem YouTube-Kanal folgen.
Keine Anlageberatung. Alle Inhalte spiegeln ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung wider.
Ich wünsche euch erfolgreiche und stabile Trades.
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Donnerstag, den 11.06.2026Am Mittwoch hat sich unser Dax nochmal ein paar Stützen weggezogen und darf nun zeigen, ob am Donnerstag schon alles zusammen stürzt oder er doch nochmal etwas zusammen friemeln möchte.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24200 weiter abwärts, darüber Erholungschance
Grundstimmung: neutral
Am Dienstag hatte unser Dax alle Analyse-Punkte abgearbeitet bekommen, außer der 200-Tagelinie, die er um wenige Punkte verschmähte. Die sollte er daher nun zum Mittwoch angehen sofern er nochmal unter der 24500 in den Tauchgang geht, mit Zwischenstation bei 24360. Sollte er aber überhaupt kein Interesse daran zeigen unter 24500 zu arbeiten, wären 24650 und 24700 nochmal schöne Marken um sich nochmal runter zu drehen, alles darüber würde ich dann aber eher hin zur 24800 und 24900 wieder anzählen. So die Zusammenfassung von gestern.
Und ohne große Mucken zu machen, bleib unser Dax einfach ganztägig unter der 24500 und arbeitete seine nächste Zielstation bei 24200 / 24180 ab. Ab hier geht es dann zur weiteren Zielsuche unten in den Tageschart über. Dadurch werden aber auch die Schritte die er absolvieren kann größer, was sich dann auch in der Kerzenausprägung wiederspiegeln sollte. So ist unten nun noch die 23900 wichtig als unteres Tagesband und alles was da dann drunter geht, lässt sich eigentlich nur mit 23625 und 23229 zusammenfassen. Im Extrem sogar beides auch zum Donnerstag schon erreichbar, wenn er uns denn eine schöne Übertreibung präsentieren möchte.
Sollte der aber unten sichtlich bocken da weiter unten rauszuschieben wäre für mich oberhalb erstmal die Kante bei 24200. Geht er da wieder drüber, würde ich erst nochmal einen Erholungsbogen mit einbeziehen hoch zur 24375 / 24420 wenn nicht sogar hin bis zur 24500 wieder um sich dort dann allerdings auch nur wieder runter zu drehen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Mittwoch hat unser Dax nun endlich auch mal sein Ziel an der 200-Tagelinie erreicht. Nun muss er zeigen, ob er den Donnerstag unten richtig in Wallung bringen will rein in eine kleine Übertreibungswelle hin zur 23229 mit Zwischenstopp bei 23625. Dafür müsste er mit Abwärtsgap reinkommen, das offen halten und schön gerade durch die 23900 durchrennen. Verteidigt er die 23900 nämlich sichtlich, könnte ihn das auch den ganzen Tag zwischen 23900 und 24200 dann hin und herschicken. Und sollte er sogar die 24200 nach oben wieder Überlaufen bekommen, müsste man sogar nochmal einen weiteren Bogen oben einplanen und ihm Raum geben bis 24375 / 24420 und 24500 dann.
DAX Tagesausblick 10. Juni - US CPI Daten im Fokus!!!Wichtiger Hinweis vorab:
Ich habe gestern ein ausführliches YouTube-Spezial zu den heutigen US-Inflationsdaten veröffentlicht. Dort gehe ich detailliert auf alle CPI-Szenarien, die Auswirkungen auf die Märkte sowie die wichtigsten Chartmarken ein. Für den heutigen Handelstag ist dieses Video besonders relevant, da die CPI-Daten heute der zentrale Treiber für nahezu alle Assetklassen sein werden.
Fundamentale & geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt angespannt. Trotz zwischenzeitlicher Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Situation im Nahen Osten berichten internationale Medien erneut über Vergeltungsmaßnahmen zwischen Israel und Iran. Die Reuters Schlagzeile „Tit-for-tat attacks threaten fragile ceasefire“ zeigt deutlich, dass die aktuelle Waffenruhe weiterhin äußerst fragil bleibt.
Damit bleibt die geopolitische Risikoprämie grundsätzlich bestehen. Allerdings zeigen die Märkte aktuell eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegenüber diesen Nachrichten. Während in den vergangenen Monaten jede Eskalation unmittelbar zu Risikoaversion geführt hätte, liegt der Fokus der Marktteilnehmer inzwischen wieder deutlich stärker auf Inflation, Zinsen und Wirtschaftsdaten.
Zusätzlich bleibt das Thema Künstliche Intelligenz ein wesentlicher Treiber für die Aktienmärkte. Die Nachfrage nach AI-Infrastruktur, Rechenzentren und Chips bleibt hoch. Gleichzeitig sorgen Berichte rund um OpenAI, Anthropic sowie die anhaltend starke Nachfrage nach AI-Investitionen weiterhin für Unterstützung im Technologiesektor.
Auch SpaceX sorgt weiter für Schlagzeilen. Die Nachfrage nach der geplanten Börsennotierung scheint laut aktuellen Berichten weiterhin außerordentlich hoch zu sein und unterstreicht die anhaltende Risikobereitschaft institutioneller Investoren.
Fundamentaldaten gestern
Die wichtigste Konjunkturmeldung des gestrigen Tages waren die Existing Home Sales.
Existing Home Sales (Mai)
• Aktuell: 4,17 Mio.
• Prognose: 4,07 Mio.
• Vorher: 4,04 Mio.
• Revidiert von 4,02 Mio.
Damit wurden die Erwartungen deutlich übertroffen. Der US-Immobilienmarkt zeigt sich trotz des weiterhin hohen Zinsniveaus überraschend robust.
Diese Daten passen insgesamt zu dem Bild, das wir bereits am Freitag nach den starken NFP-Arbeitsmarktdaten erhalten haben:
• Der Arbeitsmarkt bleibt stark.
• Die Wirtschaft zeigt aktuell keine klaren Rezessionssignale.
• Die Fed steht dadurch weiterhin unter Druck, die Inflation nachhaltig zurück Richtung 2 % zu bringen.
Christine Lagarde sprach zudem am Abend. Für die Märkte ergaben sich daraus jedoch keine wesentlichen neuen geldpolitischen Impulse.
Fundamentaldaten heute – Alles dreht sich um CPI
Der heutige Handelstag wird nahezu ausschließlich von den US-Inflationsdaten bestimmt.
Im Fokus stehen:
CPI MoM
• Prognose: 0,3 %
• Vorher: 0,6 %
Core CPI MoM
• Prognose: 0,5 %
• Vorher: 0,4 %
CPI YoY
• Prognose: 4,2 %
• Vorher: 3,8 %
Core CPI YoY
• Prognose: 2,9 %
• Vorher: 2,8 %
Von institutionellen Anlegern wird insbesondere die Core CPI Month-over-Month Zahl beobachtet.
Ranking der Relevanz:
1. Core CPI MoM
2. CPI MoM
3. Core CPI YoY
4. CPI YoY
Warum ist das so wichtig?
Nach den starken NFP-Daten vom Freitag ist die Rezessionsdebatte vorerst in den Hintergrund gerückt. Der Markt konzentriert sich nun vollständig auf die Frage:
Kann die Inflation weiter fallen und der Fed Zinssenkungen ermöglichen oder muss die Fed länger restriktiv bleiben?
Zusätzlich sorgt ein aktueller Reuters-Bericht für Aufmerksamkeit. Dort wird darauf hingewiesen, dass die gestiegenen Benzinpreise im Mai die Verbraucherpreise erneut nach oben gedrückt haben könnten. Deshalb rechne ich persönlich weiterhin mit einem erhöhten Risiko einer negativen Inflationsüberraschung.
CPI-Szenarien
Bullishes Szenario
• CPI MoM 0,2 % oder tiefer
• Core CPI 0,4 % oder tiefer
Folgen:
• US-Renditen fallen
• DXY fällt
• Zinssenkungshoffnungen steigen
• Nasdaq steigt
• S&P 500 steigt
• DAX steigt
Dieses Szenario wäre sehr bullish für Risk Assets.
Neutrales Szenario
• CPI MoM 0,3 %
• Core CPI 0,5 %
Folgen:
• Hohe Volatilität
• Keine nachhaltige Richtungsentscheidung
• Fokus verlagert sich schnell auf FOMC, Dot Plot und Warsh
Bearishes Szenario
• CPI MoM 0,4 % oder höher
• Core CPI 0,6 % oder höher
Folgen:
• Renditen steigen
• DXY steigt
• Zinssenkungserwartungen werden nach hinten verschoben
• Risk Assets geraten unter Druck
Genaueren Einblick hier zu findet ihr im YT Video!!!
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil konnte die Bewegung über 90 Dollar nicht halten.
Gestern wurde sogar das Monatstief unterschritten, bevor die Meldungen zu den US-Lagerbeständen eine Gegenbewegung ausgelöst haben. Dennoch konnte das Momentum nach oben nicht gehalten werden.
Aktuell notiert Öl wieder knapp oberhalb der 88-Dollar-Marke.
Entscheidend bleibt für mich:
• Stabilisierung über dem Wochentief von KW23 → bullishes Szenario
• Bruch des gestrigen Tiefs bei 85,90 Dollar → Potenzial für eine Bewegung Richtung 81 Dollar
Insbesondere positive Entwicklungen im Nahen Osten könnten zusätzlichen Druck auf den Ölpreis ausüben.
US Bonds
Die US-Renditen kamen gestern erneut deutlich zurück.
Der Hauptgrund dafür dürfte die zunehmende Positionierung vor den heutigen CPI-Daten gewesen sein. Viele Marktteilnehmer reduzieren vor wichtigen Inflationsveröffentlichungen Risiko, was häufig zu Käufen im Anleihemarkt und damit fallenden Renditen führt.
Heute entscheidet CPI über die nächste größere Bewegung.
DXY
Der US-Dollar zeigte gestern ebenfalls Schwäche.
Trotz eines schwächeren Handelstages konnte der Dollar knapp oberhalb der wichtigen 100-Punkte-Marke schließen.
Für mich bleibt klar:
• Höhere Inflation → Dollar bullish
• Niedrigere Inflation → Dollar bearish
Die 100-Punkte-Marke bleibt der entscheidende Referenzbereich.
VIX
Der VIX sprang zwischenzeitlich wieder über 23 Punkte an.
Zum Handelsschluss fiel er jedoch erneut unter 20 zurück und notiert aktuell bei rund 20,25 Punkten.
Das spiegelt die Unsicherheit vor den heutigen Inflationsdaten wider.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia verlor gestern zeitweise über 4 %. Die wichtige 200-Dollar-Marke wurde nahezu punktgenau getestet und verteidigt.
Der Schlusskurs lag wieder bei etwa 208 Dollar.
Für heute bleibt entscheidend:
• Gute CPI-Daten → Potenzial über 212 Dollar
• Schlechte CPI-Daten → erneuter Test der 200-Dollar-Marke
Bitcoin
Bitcoin wurde ebenfalls abverkauft.
Die Zone um 60.000 Dollar bleibt weiterhin der wichtigste Bereich.
Aktuell spricht vieles für eine kurzfristige Range-Bildung, bis die heutigen CPI-Daten für neue Impulse sorgen.
S&P 500
Der S&P reagierte nahezu exakt an den im gestrigen Video besprochenen Zonen.
Die Region um 7.500 Punkte fungierte als Widerstand und führte zu einer deutlichen Reaktion.
Wichtige Marken:
• Unter 7.330 → Potenzial Richtung 7.250
• Über 7.400 → erneuter Angriff auf 7.500
Auch hier wird CPI die Richtung vorgeben.
Nasdaq
Der Nasdaq verfehlte die 30.000-Punkte-Marke knapp.
Zwischenzeitlich lag das Minus bei über 4 %, bevor ein großer Teil der Verluste aufgeholt wurde.
Dennoch erfolgte der Schlusskurs unterhalb der wichtigen 29.000er-Marke.
Für mich bleiben folgende Bereiche relevant:
• Unter 28.700 bzw. 28.500 → stärkeres Abwärtsmomentum
• Schlechte CPI-Daten → Potenzial Richtung 27.500
• Gute CPI-Daten → schneller Anstieg zurück Richtung 30.000
US30
Der US30 scheiterte erneut am Bereich um 51.280 Punkte.
Anschließend kam es zu einem deutlichen Abverkauf, bevor der Markt oberhalb der wichtigen 50.500er-Marke schließen konnte.
Entscheidend bleibt:
• Bruch über 51.280 → Potenzial Richtung 51.500
• Scheitern an 51.000 → Risiko einer Bewegung Richtung 50.000
DAX – Charttechnischer Tagesausblick
Der DAX hat bereits das Tagestief vom Montag unterschritten und gestern Tiefs um 24.230 Punkte erreicht.
Gleichzeitig wurde das gestrige Tageshoch angelaufen, bevor erneut Verkaufsdruck einsetzte.
Besonders interessant bleibt der Bereich um:
• 24.500 Punkte
• 24.570 Punkte
• 24.800 Punkte
Die Zone um 24.800 Punkte ergibt sich aus dem Monatshoch der April-Kerze sowie dem Jahreshoch 2025 und fungiert aktuell als starker Widerstand.
Für den heutigen Handelstag gilt:
Solange wir uns oberhalb von 24.500 bis 24.570 stabilisieren können, halte ich einen weiteren Angriff auf die 24.800er-Zone vor den CPI-Daten für möglich.
Sollten wir hingegen unter das gestrige Tagestief bei 24.225 Punkten fallen, erwarte ich zunächst eine Korrektur in Richtung 24.000 Punkte.
Bei einer negativen Inflationsüberraschung könnte die Korrektur sogar deutlich tiefer ausfallen.
Sollten die CPI-Daten dagegen positiv überraschen, halte ich einen schnellen Anstieg zurück über 25.000 Punkte für realistisch.
Fazit
Der Arbeitsmarkt bleibt stark.
Die Wirtschaft zeigt aktuell keine eindeutigen Rezessionssignale.
Damit entscheidet heute nicht Wachstum, sondern ausschließlich die Inflation über die weitere Richtung der Märkte.
Die wichtigste Kennzahl bleibt der Core CPI MoM.
Nach den starken NFP-Daten vom Freitag dürfte jede positive Inflationsüberraschung deutlich kritischer aufgenommen werden als noch vor einigen Wochen.
Für heute rechne ich daher mit hoher Volatilität über sämtliche Assetklassen hinweg.
Die heutigen CPI-Daten dürften außerdem direkten Einfluss auf die kommende FOMC-Sitzung, den Dot Plot sowie die Zinserwartungen für die zweite Jahreshälfte haben.
Heute entscheidet die Inflation über die Richtung von DAX, Nasdaq, S&P 500, Dollar, Renditen, Gold, Öl und Bitcoin.
Keine Anlageberatung, keine Handelsempfehlung. Alle genannten Szenarien, Marken und Einschätzungen spiegeln ausschließlich meine persönliche Marktmeinung wider und dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken.
Welches Szenario seht ihr heute für die CPI-Daten?
Erwartet ihr niedrigere Inflationsdaten als prognostiziert und damit Rückenwind für Risk Assets?
Schreibt eure Einschätzung gerne in die Kommentare.
Ich wünsche euch allen viel Erfolg für die heutigen CPI-Daten, einen kühlen Kopf während der erhöhten Volatilität und vor allem stabile Trades!
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Mittwoch, den 10.06.2026Zum Dienstag hat unser Dax wieder ganz schön gewackelt, konnte sich aber letztendlich doch nochmal gut abstützen. Ob es so aber nun hält?!
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24500 weiter abwärts, darüber Erholungschance
Grundstimmung: neutral
Da unser Dax nach der Erholung vom Montag wieder deutlicher abflachte und auch eindrehte, durfte man ihm am Dienstag nochmal unten ein Fenster öffnen, sobald er unter der 24500 wieder in die Tiefe strahlt. Dabei sind dann zunächst 24435 und 24360 wichtig, bevor dann auch 24300 und die 200-Tagelinie knapp unter 24200 Thema werden. Sollte er das Fenster unten noch nicht direkt nutzen, wäre oben noch ein weiterer Bogen um 24750 denkbar, mit Überschussmöglichkeit in die 24800 / 24830. 24900 und 25000 waren zwar oben auch wichtig, wären mir aber dann eigentlich schon wieder zu hoch für die weiteren Routen nach unten. So die Zusammenfassung von gestern.
Den Bogen oben über 24750 sowie die Überschuss-Option bei 24800 / 24830 nutzte unser Dax dann auch noch und drückte sich von dort dann schön unter die 24500 drunter, erreichte 24435 und 24360 und arbeitete selbst noch bis knapp vor die 200-Tagelinie vor, aber eben auch nur knapp. Damit bleibt der Punkt der einzige aus der gestrigen Analyse der noch offen ist und kann somit auch wieder mit in den Folgetag übertragen werden. Heißt also, wenn unser Dax auch zum Mittwoch wieder unter 24500 abtaucht, darf erneut 24360 angepeilt werden und darunter dann eben auch der Bereich der 200-Tagelinien um 24200 / 24180 wo er sich nochmalig in einer Stabilisierung üben darf.
Zeigt er sich aber gar nicht unter 24500, wären oben noch bei 24650 und 24700 interessante Punkte um sich wegzudrehen. Alles was dann aber höher geht, würde mir wieder zu sehr nach 24800 riechen und darüber sollten nun dann auch wieder 24900 und 25000 folgen. Will er also unten weiter am Ball bleiben, sollte er besser gar nicht mehr großartig über 24700 zurück. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Dienstag hat unser Dax alle Analyse-Punkte abgearbeitet bekommen, außer der 200-Tagelinie, die er um wenige Punkte verschmähte. Sollte er zum Mittwoch also nochmal unter der 24500 in den Tauchgang gehen, würde ich mit Zwischenstation bei 24360 dann nochmal die 24200 / 24180 als Ziel anpeilen. Sollte er aber überhaupt kein Interesse daran zeigen unter 24500 zu arbeiten, wären 24650 und 24700 nochmal schöne Marken um sich nochmal runter zu drehen, alles darüber würde ich dann aber eher hin zur 24800 und 24900 wieder anzählen.
US100 mit möglichen Head & Shoulders Pattern am ATHHallo liebe TradingView-Community,
der Nasdaq(US100) zeigt auf dem Daily Chart aktuell ein technisch sehr interessantes Bild und steht an einer entscheidenden Wegmarke. Nach dem starken Aufwärtstrend, der den Index in den letzten Wochen bis auf neue Hochs getrieben hatte, formt sich nun die Möglichkeit eines Head & Shoulders Pattern. Das wäre ein klassisches bearishen Reversal-Signals nach ausgedehnten Aufwärtsbewegungen und könnte somit zunächst das Top markieren.
Die Struktur ist sauber lesbar: Die linke Schulter wurde Mitte Mai gebildet, der Kopf markierte das Hoch Anfang Juni und aktuell läuft der Markt das Niveau der rechten Schulter bei rund 29.600 USD an. Diese Zone wurde gestern und heute angetestet. Die Neckline befindet sich bei 28.800 USD und bildet damit die kritische Trigger-Linie für das Pattern. Scheitert der Nasdaq an der rechten Schulter und bricht anschließend die Neckline nach unten, wäre das technische Kursziel im Bereich der 100er Daily EMA bei rund 27.000 USD. Damit würde eine erste notwendige kleine Korrektur stattfinden.
Auf der anderen Seite würde ein überzeugender Ausbruch über die 29.600er Zone das Pattern entkräften und ein erneutes Anlaufen des Allzeithochs sehr wahrscheinlich machen. Ein solcher Ausbruch würde die fundamentale Stärke des Marktes unterstreichen und alle Korrekturversuche der letzten Wochen als bloße Konsolidierung im Aufwärtstrend einordnen.
Hier kommt ein potenzieller fundamentaler Katalysator ins Spiel: SpaceX zielt auf einen Nasdaq-Listing am 12. Juni 2026 mit einem IPO-Preis von 135 USD pro Aktie für 556,6 Millionen Aktien, mit einer angestrebten 75-Milliarden-USD-Kapitalaufnahme bei einer 1,75-Billionen-USD-Bewertung. Damit zielt Space X auf den größten IPO in der Geschichte des Aktienmarkts. Nasdaq hat zudem die Regeln gelockert, damit SpaceX schneller in den Nasdaq-100 aufgenommen werden kann. Eine derart historische Notierung könnte für eine erhebliche Euphoriewelle sorgen und die Bullen zusätzlich beflügeln.
Die Indikatoren mahnen jedoch zur Vorsicht. Der MACD (Daily) hat klar bearish gekreuzt und das Histogramm dreht deutlich ins Negative. Das Momentum gehört aktuell den Verkäufern. Das ist genau das Bild, das man bei einer sich formenden rechten Schulter erwarten würde.
Der RSI notiert bei 54,6 und befindet sich damit knapp über der neutralen 50er-Linie – noch im positiven Bereich, aber ohne die Stärke, die einen nachhaltigen Ausbruch über die Schulter rechtfertigen würde. Für die bullishe Variante müsste der RSI deutlich zulegen.
Viel Erfolg beim Traden
Euer Bitbull-Team
DAX Tagesausblick 09. Juni – Hält die 24.500er Marke?Bevor wir in den heutigen Marktüberblick starten, noch ein kurzer Hinweis:
Auf meinem YouTube-Kanal erscheint heute ein neues Video mit einer ausführlichen Vorbereitung auf die morgigen US-Inflationsdaten (CPI). Darin gehe ich detailliert auf die verschiedenen Inflationsszenarien, mögliche Marktreaktionen sowie konkrete Setups für heute und insbesondere für morgen ein. Außerdem werfe ich einen tieferen Blick auf die Charttechnik der wichtigsten Risk Assets und Indizes.
Geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start des heutigen Handelstages einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Finanzmärkte. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Nahost-Konflikt rund um Iran, Israel und die USA.
Während die Märkte zuletzt zeitweise auf eine diplomatische Lösung gesetzt hatten, kam es in den vergangenen Tagen erneut zu militärischen Aktivitäten und gegenseitigen Drohungen. Gleichzeitig gab es jedoch auch mehrere Signale, die auf eine mögliche Deeskalation hindeuten könnten.
Donald Trump erklärte zuletzt mehrfach, dass sowohl die USA als auch der Iran einer Verhandlungslösung näher gekommen seien. Laut verschiedenen Medienberichten soll Trump auch direkten Druck auf die israelische Regierung ausgeübt haben, keine weitere Eskalation zu riskieren. Gleichzeitig betonte Israel jedoch mehrfach, dass man sich das Recht auf weitere militärische Maßnahmen ausdrücklich vorbehalte, falls es erneut zu Angriffen kommen sollte.
Aus den jüngsten Meldungen geht hervor, dass beide Seiten ihre direkten Angriffe vorerst eingestellt haben. Eine endgültige Einigung oder ein offizieller Deal liegt jedoch weiterhin nicht vor. Die aktuelle Situation lässt sich deshalb eher als fragile Waffenruhe beziehungsweise temporäre Deeskalation beschreiben als als dauerhaft gelöster Konflikt.
Insgesamt bleibt die geopolitische Lage damit zwar angespannt, aktuell scheinen die Märkte jedoch davon auszugehen, dass kurzfristig keine massive Eskalationswelle bevorsteht.
Weitere fundamentale Faktoren
Neben dem Nahost-Konflikt rücken zunehmend wieder die Themen Künstliche Intelligenz und Tech-Sektor in den Fokus der Marktteilnehmer.
Besonders im Blick steht aktuell der geplante SpaceX-IPO, der laut aktuellen Berichten bereits in dieser Woche für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen dürfte. Gleichzeitig hat OpenAI offiziell die ersten Unterlagen für einen möglichen US-Börsengang eingereicht. Angesichts der enormen Unternehmensbewertungen im KI-Sektor und der Bedeutung dieser Unternehmen für die Kapitalmärkte sorgt dies zusätzlich für Aufmerksamkeit im Technologiesektor.
Gerade für Nasdaq, S&P 500 und die großen KI-Aktien bleiben diese Entwicklungen ein wichtiger Treiber für die Marktstimmung.
Wirtschaftsdaten
Der gestrige Wirtschaftskalender fiel insgesamt relativ ruhig aus.
Veröffentlicht wurden unter anderem die deutschen Auftragseingänge der Industrie sowie die New York Fed 1-Year Consumer Inflation Expectations.
Die Inflationserwartungen der US-Konsumenten für die kommenden zwölf Monate gingen dabei leicht von 3,6 % auf 3,5 % zurück. Dieser Indikator misst die Inflationserwartung privater Haushalte und liefert der Federal Reserve wichtige Hinweise darauf, wie die Bevölkerung die zukünftige Preisentwicklung einschätzt. Rückläufige Inflationserwartungen gelten grundsätzlich als positives Signal für die Inflationsbekämpfung und können den Druck auf die Fed etwas reduzieren.
Heute stehen mehrere US-Daten auf dem Kalender.
Unter anderem werden die Handelsbilanz, Import- und Exportdaten sowie der ADP Employment Change veröffentlicht.
Der wichtigste Termin des heutigen Tages sind jedoch die Existing Home Sales für Mai. Erwartet werden 4,07 Millionen verkaufte Bestandsimmobilien nach zuletzt 4,02 Millionen.
Dieser Indikator misst die annualisierte Anzahl verkaufter bestehender Wohnimmobilien und gilt als wichtiger Gradmesser für die Stärke des US-Immobilienmarktes. Da der Immobiliensektor eng mit Konsum, Kreditvergabe und der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung verbunden ist, liefern diese Daten wichtige Hinweise auf die wirtschaftliche Gesamtlage in den USA.
Zusätzlich spricht heute Abend EZB-Präsidentin Lagarde. Die Märkte werden genau beobachten, ob sich Hinweise auf die zukünftige Geldpolitik oder mögliche Aussagen im Vorfeld der kommenden EZB-Zinsentscheidung ergeben.
Der eigentliche Fokus liegt jedoch bereits vollständig auf dem morgigen Tag. Dann werden die wichtigen US-Inflationsdaten veröffentlicht, die voraussichtlich die Richtung für Aktienmärkte, Anleihemärkte, den US-Dollar und Risk Assets vorgeben werden.
Auf die verschiedenen Inflationsszenarien und die daraus resultierenden Setups gehe ich heute ausführlich im neuen YouTube-Video ein.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Im Ölmarkt konnten wir gestern trotz des Gap-Ups zum Wochenstart und des starken Anlaufs der 95-Dollar-Zone keine nachhaltige Fortsetzung sehen. Stattdessen setzte erneut Verkaufsdruck ein und wir schlossen den Handelstag bearish.
Besonders wichtig bleibt dabei, dass wir auf Daily-Basis nicht unter 90 Dollar geschlossen haben. Der Schlusskurs lag bei 91,24 Dollar.
Aktuell notieren wir erneut im Bereich der 90-Dollar-Marke und haben bereits das gestrige Tagestief unterschritten. Entscheidend bleibt nun das Wochentief der vergangenen Woche bei 88,30 Dollar.
Sollte diese Zone brechen, rückt für mich als nächstes die 87,70-Dollar-Marke sowie anschließend das Monatstief bei 86,30 Dollar in den Fokus. Ein Bruch dieser Zone würde die Wahrscheinlichkeit für eine größere Korrektur in Richtung 81 Dollar deutlich erhöhen.
Auf der Oberseite bleibt die 95-Dollar-Zone weiterhin der zentrale Widerstand.
Insgesamt zeigt der Ölmarkt aktuell eine zunehmend schwächere Reaktion auf die geopolitischen Entwicklungen, was ein weiteres Indiz für die nachlassenden Eskalationssorgen sein könnte.
US-Staatsanleihen
Bei den US-Staatsanleihen sahen wir gestern erneut eher neutrale Kursbewegungen. Während die kürzeren Laufzeiten eine weitere Doji-Kerze ausbildeten, zeigten die längeren Laufzeiten leicht steigende Renditen.
Heute sehen wir erneut erste Rückgänge. Insgesamt bleibt die Lage hier weiterhin relativ entspannt. Übermäßige Ausschläge zum Wochenstart blieben bislang aus.
Mit Blick auf die morgigen Inflationsdaten bleibt dieser Markt jedoch besonders wichtig.
DXY
Der US-Dollar-Index setzte gestern seine Schwäche fort.
Zwar konnte der DXY noch knapp im Bereich der 100er-Marke schließen, notiert inzwischen jedoch wieder darunter. Für mich bleibt jetzt entscheidend, ob wir die Zone um 99,50 anlaufen oder uns erneut über 100 stabilisieren können. Sollte sich der Dollar wieder über 100 etablieren, bleibt das Jahresrange-High bei 100,50 das nächste wichtige Ziel.
VIX
Der Volatilitätsindex VIX konnte seinen starken Anstieg vom Freitag nicht halten und verlor gestern rund 12 %. Aktuell notieren wir wieder unter der 20er-Marke bei etwa 18,9 Punkten.
Auch hier wird entscheidend sein, wie die morgigen Inflationsdaten ausfallen. Der starke Anstieg am Freitag wurde vor allem durch die Arbeitsmarktdaten ausgelöst. Ob wir hier den nächsten Short-Trigger bekommen oder erneut steigende Volatilität sehen, dürfte maßgeblich von den CPI-Daten abhängen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia konnte das Tief vom Freitag erfolgreich verteidigt werden.
Die Aktie schloss erneut innerhalb der wichtigen Unterstützungszone um 208,60 Dollar. Für mich bleibt das bullische Szenario oberhalb von 212 Dollar aktiv. In diesem Fall sehe ich einen erneuten Anlauf auf die 217-Dollar-Zone.
Sollte hingegen das Freitagstief bei rund 204 Dollar brechen, rücken die Bereiche um 200 und anschließend 198 Dollar wieder in den Fokus.
Bitcoin
Auch Bitcoin konnte die wichtige Unterstützungszone im Bereich des Februartiefs sowie die 60.000er-Marke bislang verteidigen. Trotzdem entstand gestern erneut eine eher schwache Tageskerze in Form eines Dojis. Für mich bleibt nun entscheidend, ob wir das gestrige Tagestief bei rund 62.300 Dollar brechen. In diesem Fall sehe ich weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 61.000 Dollar.
Auf der Oberseite bleibt die Zone um 64.500 Dollar entscheidend. Ein Ausbruch darüber würde die Wahrscheinlichkeit für einen Anstieg in Richtung 66.000 Dollar deutlich erhöhen.
S&P 500
Im S&P 500 sahen wir gestern zunächst eine starke Erholung vom Freitagstief. Diese Bewegung wurde jedoch im Tagesverlauf erneut verkauft.
Wir konnten die wichtige 7.500er-Zone nicht erreichen.
Grundsätzlich gehe ich aktuell davon aus, dass wir vor den morgigen Inflationsdaten noch einmal höhere Kurse sehen könnten. Eine bessere Positionierung der Market Maker vor dem CPI-Event erscheint für mich aktuell wahrscheinlicher als ein sofortiger weiterer Abverkauf.
Sollten wir das gestrige Tageshoch überwinden, bleibt die 7.500er-Marke das zentrale Ziel.
Auf der Unterseite wird das gestrige Tagestief bei rund 7.350 Punkten entscheidend. Ein Bruch dieser Zone würde aus meiner Sicht weiteres Korrekturpotenzial bis in den Bereich von 7.250 Punkten eröffnen.
Nasdaq
Auch der Nasdaq konnte gestern einen stärkeren Handelstag verzeichnen.
Aktuell notieren wir im Bereich von 29.585 Punkten.
Entscheidend bleibt für mich das gestrige Tageshoch bei 29.715 Punkten. Ein Ausbruch darüber würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass wir die psychologisch wichtige 30.000er-Marke erneut anlaufen.
Sollten wir uns hingegen nicht über 29.500 stabilisieren können, sehe ich zunächst einen Rücklauf in Richtung 29.000 Punkte.
Unterhalb von 28.500 Punkten würde sich das Korrekturpotenzial sogar bis in den Bereich von 27.500 Punkten ausweiten.
US30
Im Dow Jones sahen wir gestern ebenfalls zunächst eine stärkere Erholung, die jedoch direkt wieder verkauft wurde. Die wichtige 51.000er-Zone konnte nicht nachhaltig zurückerobert werden. Für mich bleibt entscheidend, dass wir nicht unter das gestrige Tagestief bei rund 50.500 Punkten fallen. Ein Bruch dieser Zone würde weiteres Potenzial bis in den Bereich von 50.000 Punkten eröffnen.
Kann sich der Markt hingegen wieder über 51.000 etablieren und anschließend das gestrige Tageshoch bei rund 51.300 Punkten überwinden, sehe ich einen erneuten Anlauf auf die 51.500er-Zone.
DAX charttechnischer Ausblick
Auch im DAX bleibt die 25.000er-Marke der zentrale Fokus.
Wir haben gestern zwar bereits das Wochentief unterschritten, konnten jedoch im Anschluss wieder deutlich Stärke zeigen und den Handelstag oberhalb von 24.500 Punkten beenden.
Positiv ist zudem, dass wir heute Nacht bereits einen sauberen Retest dieser Zone gesehen haben. Für das bullische Szenario bleibt entscheidend, dass wir uns oberhalb von 24.500 Punkten und idealerweise in Richtung der 25.000er-Marke stabilisieren können. Der erste wichtige Schritt dafür wäre ein Bruch des gestrigen Tageshochs bei rund 24.750 Punkten.
In diesem Fall sehe ich zunächst einen erneuten Anlauf auf die Widerstandszone um 24.800 Punkte und anschließend die psychologisch wichtige 25.000er-Marke.
Grundsätzlich gehe ich aktuell davon aus, dass die Market Maker vor den morgigen US-Inflationsdaten eher an höheren Kursen interessiert sein könnten, bevor anschließend die eigentliche Richtungsentscheidung folgt.
Sollten wir jedoch erneut Schwäche zeigen und das gestrige Tagestief bei rund 24.330 Punkten unterschreiten, würde sich das Bild deutlich eintrüben.
In diesem Fall sehe ich zunächst Potenzial bis 24.200 Punkte und anschließend in Richtung der wichtigen 24.000er-Zone.
Wie sich die Märkte nach den Inflationsdaten entwickeln könnten und welche Szenarien ich aktuell für wahrscheinlich halte, bespreche ich heute ausführlich im neuen YouTube-Video.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
Ich wünsche euch allen einen erfolgreichen Handelstag und stabile Trades.
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Dienstag, den 09.06.2026Am Montag hat unser Dax den Panik-Modus bei Seite liegen lassen und versucht den Kopf erstmal so noch über Wasser zu halten.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24500 weiter abwärts, darüber Erholungschance
Grundstimmung: neutral
Zum Montag sollte unser Dax nun zeigen, ob er weiter unter 24500 unter Druck bleibt. Dann wäre nämlich der Bereich um 24200 an der 200-Tagelinie noch erreichbar und interessant gewesen, oder darunter gar noch die 23900 / 23860. Sollte unser Dax aber gar nicht so schwach einsetzen in den Handel wie angenommen oder sich von Start weg wieder steil nach oben stemmen zur 24500 zurück, würde ich ihm oberhalb davon dann erstmal Raum für eine technische Gegenbewegung hin zur 24730 / 24800 lassen. Von dort knallt er vermutlich eh erstmal wieder zurück. Drüber wäre sonst die 24900 noch interessant gewesen und alles über 25000 galt ohnehin als ausgekontert und der Abverkauf wäre vom Tisch gewesen. So die Zusammenfassung von gestern. .
Und deutlich entspannter als vermutlich von vielen gedacht setzte unser Dax nur knapp um die 24400 in den Handel ein und arbeitete zügig zur 24500 zurück. Damit einhergehend folgte kaum überraschend die technische Erholungsbewegung zurück zur 24730 / 24800, wobei er das dann auch sehr genau nahm und schon bei 24730 wieder stark ausbremste. Als ein Zurückknallen kann man das aber eigentlich nicht werten, eher als ein Ausbremsen und Abflachen. Ändert dennoch nichts and er Tatsache, dass er nach der technischen Gegenbewegung nun zum Dienstag nochmal ein Fenster geöffnet bekommen einen Anschluss an den Freitag zu setzen. Sollte er uns also unter der 24500 nun wieder unten raus drücken, wären dann nochmal 24435, 24360 und eben auch 24300 wie auch die 200-Tagelinie knapp unter 24200 erreichbar.
Schafft er es aber gar nicht erst unter die 24500 und schiebt sich hier weiter nur zur Seite, sollte man oben dem Xetra-Schluss vom Freitag bei 24750 nochmal Gehör schenken. Gut denkbar, dass er dort das Gap dann erstmal noch zumachen will, bevor er sich unten nochmal probiert. Einen Überschuss zur 24800 / 24830 hin sollte man dabei aber besser mit einkalkulieren. Drüber sind sonst 24900 und 25000 auch wichtig, wären mir dann aber eigentlich schon wieder zu hoch und würden zu sehr das Bild wieder nach oben verdrehen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Unser Dax hat sich am Montag erstmal die über 24500 angedachte technische Erholung zur 24730 / 24800 gegönnt. Da er nach Erreichen der 24730 aber wieder deutlicher abflachte und auch eindrehte, darf man ihm am Dienstag nochmal unten ein Fenster öffnen, sobald er unter der 24500 wieder in die Tiefe strahlt. Dabei sind dann zunächst 24435 und 24360 wichtig, bevor dann auch 24300 und die 200-Tagelinie knapp unter 24200 Thema werden. Nutzt er das Fenster unten noch nicht direkt, wäre oben noch ein weiterer Bogen um 24750 denkbar, mit Überschussmöglichkeit in die 24800 / 24830. 24900 und 25000 sind dann zwar oben auch wichtig, wären mir aber dann eigentlich schon wieder zu hoch für die weiteren Routen nach unten. Eine 24800 / 24830 würde dabei aber nicht stören, solange sie auf der Tageskerze dann auch wieder deutlicher nach unten weggezogen wird.
US100 – Long (Setup)Der US100 könnte nun ebenfalls in ein interessantes Retracement-Setup übergehen. Genau wie bei Silber geht es hier nicht darum, den übergeordneten Abverkauf direkt als beendet zu betrachten, sondern erstmal darum, eine technische Gegenbewegung nach dem starken Impuls nach unten zu handeln.
Wie ihr sehen könnt, ist der NASDAQ sehr impulsiv gefallen und hat dabei eine größere Imbalance hinterlassen. Nach diesem Abverkauf konnte sich der Markt im aktuellen Bereich nun etwas stabilisieren und eine Seitwärtsphase ausbilden - genau diese Konsolidierung ist wichtig, weil dadurch Volumen aufgebaut wurde und der Markt nicht mehr einfach nur impulsiv fällt, sondern beginnt, eine erste Struktur zu bilden.
Der Unterschied zu Silber ist, dass wir hier keinen ganz klaren aktuellen Abwärtstrend mehr haben, welcher noch aktiv gebrochen werden muss. Das ist aber nicht schlimm, weil der vorherige „sehr interne“ Abwärtstrend durch die Seitwärtsphase bereits verlassen wurde - ein weiterer möglicher Trend (🔵Blaue Linie) wird erst später wichtig.
Die wichtigste Schwelle für den 🟢Long liegt deshalb nicht in einer Trendline, sondern in der aktuellen 1h-Widerstands-FVG (🔴rote Box) über uns.
Solange der US100 unter dieser FVG bleibt, ist der Markt intern noch nicht stark genug - ein 🟢Long wird erst interessant, wenn wir diese Zone impulsiv brechen und damit bestätigen, dass die Verkäufer den aktuellen Bereich nicht mehr kontrollieren, der NASDAQ könnte hier sogar als allgemeiner Markttreiber dienen und die restlichen Charts mitziehen.
Auch das Volumen unterstützt dieses Setup grundsätzlich, denn innerhalb der aktuellen Seitwärtsphase wurde bereits ausreichend Volumen gebildet, wodurch der Markt eine grundsolide Basis für ein Retracement aufbauen konnte.
Der ideale Ablauf wäre deshalb: Der NASDAQ bricht die 1h-Widerstands-FVG (🔴rote Box), läuft anschließend noch einmal in diesen Bereich zurück und bestätigt ihn als Support - genau diesen Re-Test würden wir dann als 🟢Long Entry nutzen.
Das Ziel dieses Trades wäre die Fib-Zone der Imbalance, welche durch den vorherigen Abverkauf entstanden ist - zwischendurch stoßen wir immer wieder auf diverse Widerstände, wie beispielsweise die down-Trendline (🔵blaue Linie). Im Fib-Bereich liegt aber der logischste Bereich für eine technische Erholung, weil Märkte nach einem starken impulsiven Abverkauf häufig zumindest einen Teil dieser Bewegung korrigieren, bevor entschieden wird, ob der übergeordnete Verkaufsdruck zurückkommt.
Wir haben also einiges vor, wenn der Trade bestätigt wird. Solltet ihr also noch Fragen haben, dann stellt mir diese jetzt im 🟡︱trading-chat, den Chart findet ihr bei 🧩︱trading-charts.
Ich wünsche euch viel Erfolg und melde mich schnellstmöglich mit einem weiteren Setup zurück!
Tag: @everyone
DAX Tagesausblick 08. Juni – 24.500er Zone heute entscheidend!Kurz vorab
Ich habe zusätzlich ein ausführliches Video zum Wochenausblick veröffentlicht, in dem ich detailliert auf die wichtigsten fundamentalen Entwicklungen, geopolitischen Risiken, Wirtschaftsdaten sowie die wichtigsten Setups bei DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin, Nvidia, Öl, US-Dollar und weiteren Märkten eingehe.
Den Link zum Video findet ihr wie gewohnt auf meinem Profil.
Der heutige Tagesausblick konzentriert sich auf die wichtigsten Entwicklungen zum Wochenstart sowie die relevanten charttechnischen Szenarien für die großen Märkte.
Fundamentale und geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start der neuen Handelswoche einer der wichtigsten Einflussfaktoren für die Finanzmärkte. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Situation rund um Iran, Israel und die USA.
Während die Märkte in den vergangenen Wochen zeitweise verstärkt auf eine diplomatische Lösung gesetzt hatten, blieb eine endgültige Einigung bislang aus. Gleichzeitig kam es zuletzt erneut zu militärischen Aktivitäten, gegenseitigen Drohungen und neuen Spannungen in der Region.
Über das Wochenende sorgten insbesondere Meldungen über Angriffe auf US-Stützpunkte im Nahen Osten, Luftalarm in Bahrain sowie abgefangene Raketen- und Drohnenangriffe in Kuwait für erhöhte Aufmerksamkeit. Gleichzeitig zeigen die bisherigen Marktreaktionen, dass Investoren aktuell zwar eine erhöhte Unsicherheit einpreisen, bislang jedoch noch nicht von einer unkontrollierten Eskalation ausgehen.
Bemerkenswert bleibt dabei insbesondere die Entwicklung am Ölmarkt. Trotz der zuletzt vergleichsweise ruhigen Entwicklung an den Rohstoffmärkten führte die aktuelle Nachrichtenlage bereits zum Wochenstart zu deutlichen Aufschlägen beim Ölpreis. Damit zeigt sich erneut, wie sensibel die Märkte derzeit auf neue Schlagzeilen aus dem Nahen Osten reagieren.
Für die Finanzmärkte bleibt entscheidend, ob es in den kommenden Tagen zu weiteren Eskalationen kommt oder ob diplomatische Bemühungen wieder stärker in den Vordergrund rücken. Neue Spannungen hätten unmittelbare Auswirkungen auf Ölpreise, Inflationserwartungen, Volatilität und damit letztendlich auch auf die Entwicklung der globalen Aktienmärkte.
Abseits der geopolitischen Entwicklungen bleibt Nvidia weiterhin einer der wichtigsten Einzelwerte für die Stimmung im gesamten Technologiesektor. Zuletzt sorgten weitere positive Unternehmensmeldungen und neue Partnerschaften für konstruktive Schlagzeilen. Gleichzeitig achten Marktteilnehmer jedoch zunehmend darauf, ob die zuletzt sehr hohen Bewertungen weiterhin durch Fundamentaldaten gerechtfertigt werden können.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Der heutige Handelstag verläuft aus fundamentaler Sicht vergleichsweise ruhig.
Der Fokus der gesamten Handelswoche liegt weiterhin auf Mittwoch und Donnerstag.
Am Mittwoch werden die US-Verbraucherpreisdaten (CPI) veröffentlicht. Nach den überraschend starken Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche gelten diese Zahlen als wichtigstes Event der gesamten Handelswoche. Die Märkte werden genau beobachten, ob sich der Inflationsdruck erneut beschleunigt und mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve weiter nach hinten verschoben werden müssen.
Am Donnerstag folgt die Zinsentscheidung der EZB. Zusätzlich stehen weitere Inflationsdaten auf Produzentenebene (PPI) sowie neue Arbeitsmarktdaten auf dem Programm.
Insgesamt dürfte die Kombination aus Inflation, Geldpolitik und geopolitischen Entwicklungen im weiteren Wochenverlauf für erhöhte Volatilität sorgen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt startet mit einem deutlichen Gap-Up in die neue Handelswoche. Aktuell notiert US Oil bei rund 94,30 US-Dollar und damit mehr als 4 % über dem Wochenschlusskurs vom Freitag.
Verantwortlich hierfür dürften vor allem die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten sein.
Für mich bleibt nun entscheidend, ob sich der Markt oberhalb der 95-Dollar-Marke etablieren kann. Diese Zone entspricht gleichzeitig dem Weekly High der KW22 und stellt eine wichtige technische Hürde dar.
Sollte ein Daily Close oberhalb dieser Marke gelingen, würde anschließend das Wochenhoch der vergangenen Woche bei rund 97 Dollar in den Fokus rücken.
Um kurzfristig bearish zu bleiben, sollte der Markt dagegen weiterhin unterhalb der 95-Dollar-Marke schließen.
US-Staatsanleihen
Auch die US-Staatsanleihen zeigen zum Wochenstart deutliche Stärke.
Besonders auffällig sind die Bewegungen bei den kürzeren Laufzeiten. Die dreijährigen Anleihen notieren rund 1,07 % im Plus, die fünfjährigen Anleihen rund 1,08 %, die zehnjährigen Anleihen knapp 0,97 % und die dreißigjährigen Anleihen etwa 0,60 % höher.
Zusätzlich wurden die Hochs der Vorwoche bereits überschritten.
Damit bleibt das Thema steigender Renditen und eine mögliche Verschiebung zukünftiger Zinssenkungen weiterhin ein wichtiger Belastungsfaktor für Risk Assets.
DXY
Der US-Dollar-Index startet ebenfalls mit einem leichten Gap-Up in die neue Woche.
Die Hochs der Vorwoche wurden bereits überschritten und die psychologisch wichtige 100-Punkte-Marke konnte erneut erfolgreich verteidigt werden. Solange sich der DXY oberhalb von 100 Punkten halten kann, bleibt für mich ein Anstieg in Richtung 100,50 Punkte das wahrscheinlichste Szenario. Ein starker US-Dollar bleibt dabei insbesondere für EUR/USD, Gold und zahlreiche Risk Assets ein wichtiger Gegenwind.
VIX
Der Volatilitätsindex notiert nach einem kleinen Gap-Up aktuell wieder knapp unterhalb der Marke von 20 Punkten.
Trotz der erhöhten geopolitischen Unsicherheit konnte der VIX bislang keine nachhaltige Dynamik nach oben entwickeln. Für die kommenden Handelstage bleibt der VIX dennoch einer der wichtigsten Frühindikatoren für die allgemeine Risikobereitschaft institutioneller Marktteilnehmer.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia zeigt vorbörslich bereits erste Stabilisierungstendenzen und notiert aktuell leicht im Plus bei rund 208,50 US-Dollar.
Trotz der positiven Unternehmensmeldungen bleibt die charttechnische Situation zunächst unverändert. Für die Bullen wäre eine nachhaltige Stabilisierung oberhalb von 212 Dollar entscheidend. Sollte diese Rückeroberung nicht gelingen und das aktuelle Wochentief unterschritten werden, bleibt eine Ausweitung der Korrektur in den Bereich zwischen 200 und 198 Dollar weiterhin möglich.
Bitcoin
Bitcoin konnte zuletzt den ersten positiven Daily Close seit mehreren Handelstagen ausbilden.
Für eine nachhaltigere Erholung wäre nun ein Bruch des gestrigen Tageshochs erforderlich. In diesem Fall könnte sich weiteres Potenzial in Richtung 66.000 US-Dollar eröffnen. Gelingt dies nicht, bleibt ein erneuter Test der wichtigen Unterstützung bei 60.000 Dollar das wahrscheinlichste Szenario.
S&P 500
Beim S&P 500 bleibt die Zone um 7.500 Punkte weiterhin die wichtigste kurzfristige Entscheidungsmarke.
Zwar konnte das Wochenhoch zunächst nahezu erreicht werden, allerdings kam es dort erneut zu Verkäufen. Sollte die Zone um 7.500 Punkte als Widerstand bestätigt werden, bleibt eine Fortsetzung der laufenden Korrektur möglich. Fällt der Markt erneut unter 7.350 Punkte, bleibt das nächste größere Ziel unverändert im Bereich von 7.250 Punkten.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigt zum Wochenstart erste Stabilisierungstendenzen und konnte sich zunächst oberhalb der 29.000-Punkte-Marke halten.
Für das bullische Szenario wäre nun eine Fortsetzung der Erholung in Richtung 29.500 Punkte sowie anschließend 30.000 Punkte denkbar. Auf der Unterseite bleibt die Marke von 28.500 Punkten entscheidend. Ein nachhaltiger Bruch könnte die Korrektur bis in den Bereich von 27.500 Punkten ausweiten. Besonders die CPI-Daten am Mittwoch dürften maßgeblich über die weitere kurzfristige Richtung entscheiden.
US30
Beim Dow Jones wurde das Wochentief bereits unterschritten, wodurch sich das Chartbild aktuell etwas schwächer präsentiert als bei Nasdaq und S&P 500.
Für mich bleibt nun besonders interessant, ob wir einen erneuten Retest der Zone um 51.000 Punkte sehen.
Dort könnten sich interessante Short-Setups ergeben, mit möglichen Zielen im Bereich von 50.500 beziehungsweise 50.000 Punkten. Sollte sich der Markt dagegen wieder nachhaltig oberhalb von 51.000 Punkten etablieren, würde dies das bullische Szenario stärken und weiteres Potenzial in Richtung 51.500 Punkte eröffnen.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Der DAX startet mit erhöhter Unsicherheit in die neue Handelswoche und hat bereits das Wochentief der Vorwoche unterschritten.
Im Bereich von 24.300 Punkten konnte zunächst erste bullische Gegenwehr beobachtet werden. Gleichzeitig bleibt die Zone um 24.500 Punkte für mich die mit Abstand wichtigste Entscheidungsmarke des heutigen Handelstages.
Für ein nachhaltiges bullisches Momentum wäre entscheidend, dass sich der Markt oberhalb dieser Zone stabilisieren kann . Gelingt zusätzlich ein Ausbruch sowie ein Schlusskurs oberhalb der H4-Hochs bei rund 24.620 Punkten, würde sich weiteres Potenzial in Richtung Monatshoch April sowie Jahreshoch 2025 bei rund 24.800 Punkten eröffnen.
Bei anhaltender Dynamik wäre anschließend sogar ein Anlauf der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke denkbar.
Bullisches Szenario
Die Zone um 24.500 Punkte wird erfolgreich verteidigt.
Anschließend gelingt die Rückeroberung der H4-Hochs bei 24.620 Punkten.
In diesem Fall rücken zunächst 24.800 Punkte und anschließend die Marke von 25.000 Punkten in den Fokus.
Bearishes Szenario
Der DAX unterschreitet das aktuelle Tagestief und verliert damit die kurzfristige Stabilisierung.
In diesem Fall rückt zunächst die Unterstützung im Bereich von 24.200 Punkten in den Fokus.
Sollte auch diese Zone keinen Halt bieten, wäre eine Ausweitung der Korrektur bis an die psychologisch wichtige 24.000-Punkte-Marke denkbar.
Fazit
Fundamental dürfte der heutige Handelstag zunächst vergleichsweise ruhig verlaufen. Die größten Impulse der Woche werden voraussichtlich erst durch die CPI-Daten am Mittwoch sowie die geldpolitischen Entscheidungen und Pressekonferenzen am Donnerstag ausgelöst.
Bis dahin bleiben insbesondere die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten, die Bewegungen am Ölmarkt, die Entwicklung des US-Dollars sowie die Renditen der US-Staatsanleihen die wichtigsten Einflussfaktoren für die Märkte.
Trotz der jüngsten Korrekturen befinden sich die großen Risk Assets weiterhin in übergeordnet bullischen Marktstrukturen. Ob die aktuellen Rücksetzer bereits attraktive Kaufgelegenheiten darstellen oder ob die Korrektur zunächst weiterläuft, dürfte sich maßgeblich in den kommenden Tagen entscheiden.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Setzt sich die Korrektur bei den Risk Assets fort oder sehen wir bereits wieder erste attraktive Buy-the-Dip-Chancen?
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Montag, den 08.06.2026Am Freitag hat unser Dax wieder gut an den Knochen der Käufer genagt..
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24500 weiter abwärts, darüber Erholungschance
Grundstimmung: neutral
Sollte unser Dax zum Freitag nun wieder unter 24900 in den Tauchgang gehen, hatte ich dann auch nur wieder 24800, darunter dann 24725 und auch die 24650 angepeilt. Sollte der sich aber quer stellen und einfach weiter nach oben durchdrücken, sich auch nachhaltig über 25000 halten, wären dann 25100 / 25125 wieder dran, mit der Option auf 25200, 25240 und 25300 darüber. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Und unser Dax probierte sich zunächst nochmal auf beiden Seiten, unter der 24900, dann über der 25000, kam dort aber wieder nicht nachhaltig raus und ging dann erneut den Versuch unter 24900 an, der begleitet von erheblicher Gesamtmarktschwäche dann auch seine Ziele bei 24800, 24725, 24650 und sogar noch 24500 / 24480 fand. Damit hat sich unser Dax natürlich schon gut wieder an die 200-Tagelinie angenähert. Die wird damit nun das nächste Bewegungsziel im Bereich um 24200 sollte unser Dax auch unter 24500 am Montag unter Druck bleiben. Bekommt er sogar noch eine richtige Nackenschelle verpasst und kann sich selbst im Bereich um 24200 nicht fangen, wäre darunter dann noch 23900 / 23860 ganz interessant als Anlaufstelle.
Setzt natürlich alles voraus, dass unser Dax überhaupt weiter auf Druck bleibt. Sollte der aber gar nicht so schwach reinkommen wie nun alle denken und von Beginn an eher mit langen grünen Kerzen in den kleinen Timeframes glänzen und sich da um 24500 erstmal halten, würde ich ihm vielleicht erstmal ein Fenster für eine kurze technische Gegenbewegung zur 24730 / 24800 hin lassen. Dort wird er sich vermutlich dann eh nochmal deutlicher nach unten wegdrehen. Drüber wäre sonst nur noch 24900 interessant und alles über 25000 wäre dann ja schon komplett ausgekonterte Schwäche und das Thema direkt vom Tisch, sehe ich so aber erstmal nicht. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Freitag hat sich unser Dax erneut an der 25000 verausgabt und dann unter 24900 alle seine Ziele erreicht bis runter zur 24500 / 24480. Nun muss er zum Montag zeigen, ob er weiter unter 24500 unter Druck bleibt, dann wären nämlich der Bereich um 24200 an der 200-Tagelinie noch erreichbar und interessant, oder darunter gar noch die 23900 / 23860. Wobei ich dem Bereich um 24200 dann schon gut Gegenwehr erstmal zutrauen würde. Sollte unser Dax aber gar nicht so schwach einsetzen in den Handel wie nun angenommen oder sich von Start weg wieder steil nach oben stemmen zur 24500 zurück, würde ich ihm oberhalb davon dann erstmal Raum für eine technische Gegenbewegung hin zur 24730 / 24800 lassen. Von dort knallt er vermutlich eh erstmal wieder zurück. Drüber wäre sonst die 24900 noch interessant und alles über 25000 gilt dann als ausgekontert und der Abverkauf wäre vom Tisch.
nasdaq crash 16000nasdaq,
meine letzte Analyse war falsch,
die aktuelle kann ebenso falsch sein :)
es ist noch viel zu früh irgendwie die Wellen der Down-Bewegung zu zählen.
aber.
aber. wenn die Welle 5 der Aufwärtsbewegung tatsächlich abgeschlossen ist -
in der Theorie. soll die Korrektur die Fibs-levels der Aufwärtsbewegung anlaufen.
C soll den Startpunkt der 4 erreichen und da die Stoplosses abgreifen. danach richten wir uns jetzt halt.
ich weiß nicht, ob man als Aufwärtsbewegung die komplette Strecke seit Corona-Tief oder seit April 25 nehmen soll. deswegen habe ich jetzt 5 mögliche Zonen eingezeichnet anstatt von 3
nasdaq 25.200-23500-21800-19350-16200.
25200 und 16200 treten bei beiden Annahmen auf
für mich wären 21800 oder 16200 am wahrscheinlichsten (da halt die C die Welle 4 anlaufen soll)
und die Trendlinie bei 16k nicht vergessen
Nasdaq: Große AbverkäufeDie Nasdaq fiel in der zweiten Wochenhälfte und insbesondere am Freitag auf 28957 Punkte.
Auch die Intermarketindikatoren fangen an stark zu fallen in der Überbewertung.
Gegenwind können wir von der Saisonalität im Juni erwarten.
Nach 2 Monaten extrem starker Kurssteigerungen kommt jetzt der erste Dämpfer mit Gewinnmitnahmen. Wir schauen auf die Fibonacciretracements bis herunter auf das letzte markante Tief Anfang April. Eine Korrektur nur bis ans 23er Retracement wäre stark und bis ans 38er noch OK. Nach dem bärischen Freitagsimpuls folgen in der Regel weitere negative Reaktionen, nach denen wir uns durchaus auf die Lauer legen können.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Ihr Team der TradingBrothers
Nasdaq - Rücksetzer oder Systemischer Absturz?Der wunderbare KI-Hype, ein Dach das immer schwerer auf dem Unterbau liegt und man sollte sich Fragen; "Welche folgen hat das für das Fundament?"
Für Computernutzer hat der KI-Hype bisher ein paar Tools gebracht, für die IT-Branche erhebliche Gefahren generiert und für nur wenige Unternehmen einen Vorteil. Für die Menschen nahe der Datenzentren brachte es Umweltverschmutzung, Lärm und enorm gestiegene Strompreise.
Unter den großen KI‑Unternehmen verdienen aktuell nur die Big‑Tech‑Konzerne wirklich Geld mit KI – vor allem Nvidia, Microsoft und Alphabet (Google).
Die reinen KI‑Labs wie OpenAI und Anthropic schreiben dagegen massive Verluste und sind weit von Profitabilität entfernt.
Alles was bisher im Bereich Computer tätig war, erlebt die größte Krise die sie je gesehen haben. Grafikkarten, SSD, DDR-Ram - einfach alles wurde teurer und die Umsätze brechen weg, so wie Eis das in der Sonne schmilzt. Die Branche war mal extrem breit aufgestellt, wenn es darum ging, woher ihre Einnahmen kamen. Dank der KI hat man sich einige der Beine gerade abgehackt und stellt nun fest, das man nicht mehr so Stabil steht und ein kleiner Windhauch das Gebäude einstürzen lassen kann.
Das war erst der Anfang und das sterben der Unternehmen im Bereich Hardware wird erst noch kommen. Vor allem jetzt, da eine neue Investitionsrallye eröffnet werden, um den Geldverbrennungsmaschinen mehr Futter zur Verfügung gestellt werden soll.
Wie das ganze dann mal wieder an den Investor zurück fließen soll? Gute Frage. Das Wahrscheinlichste wird wohl das Abo sein. Ein Abo-Modell um mehr Umsatz zu generieren, um wie viel dabei der Gewinnsteigt hängt dann von den Kosten für die Abo-Modelle ab und hier werden sich die Anbieter wohl wenig zurückhalten wenn, die Investoren ihre Gewinne einfordern werden.
Bis dahin wird der Computermarkt schrumpfen, Hardwarehersteller vielleicht in die Insolvenz geraten oder, falls genug Geld vorhanden ist, langsam ausbluten, während man auf bessere Zeiten hofft. Neue Hardware für Gamer wird es wohl kaum geben denn, es fehlen Produktionskapazitäten, Rohstoffe und vor allem das Personal in diesen Bereichen, die nun zum großen Teil am erblühen des KI-Marktes arbeiten.
Fazit :
Gott sei dank hatte ich mein Geld rechtzeitig aus diesem Markt gezogen.
Wochenausblick KW24 –Fundamental,Makro und technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die kommende Woche KW24
Kurz vorab
Ich habe heute wieder zusätzlich ein ausführliches Analysevideo zum Wochenausblick KW24 veröffentlicht. Dort gehe ich detailliert auf die wichtigsten Entwicklungen und Erwartungen für die gesamte Handelswoche ein – von Inflation, Geldpolitik und Arbeitsmarkt über die geopolitische Lage bis hin zu Öl, Anleiherenditen, US-Dollar, DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin und den wichtigsten Markttrends.
Wer die aktuelle Marktlage noch tiefer verstehen möchte, findet den Link zu meinem YouTube-Kanal auf meinem TradingView-Profil.
Außerdem habe ich bereits den ausführlichen Wochenrückblick zur KW23 veröffentlicht. Dort analysiere ich die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen Handelswoche, die Reaktionen der Märkte auf die jüngsten Wirtschaftsdaten sowie die Auswirkungen der geopolitischen Ereignisse. Den entsprechenden Beitrag findet ihr ebenfalls auf meinem TradingView-Profil.
Der heutige Wochenausblick konzentriert sich daher bewusst auf die wichtigsten fundamentalen Entwicklungen, Wirtschaftsdaten und charttechnischen Szenarien der kommenden Handelswoche KW24.
Fundamentale geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start der KW24 einer der wichtigsten fundamentalen Einflussfaktoren für die Finanzmärkte. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Situation rund um den Iran, die USA und die Entwicklungen im Nahen Osten.
Während Ende der KW22 und zu Beginn der KW23 noch verstärkt Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung und einen möglichen Deal zwischen den beteiligten Parteien eingepreist wurden, hat sich dieses Bild zuletzt etwas verändert. Zwar kam es nicht zu einer massiven Eskalation, gleichzeitig wurde jedoch auch keine endgültige Einigung erzielt. Genau dieser Umstand sorgt aktuell für eine gewisse Unsicherheit an den Märkten.
Im Verlauf der vergangenen Woche kam es erneut zu gegenseitigen Drohungen, militärischen Aktivitäten und politischen Spannungen. Aussagen von Donald Trump gegenüber der israelischen Regierung sowie neue Entwicklungen rund um Raketenangriffe, Vergeltungsmaßnahmen und diplomatische Verhandlungen zeigten erneut, wie fragil die Situation weiterhin bleibt. Die ursprünglich eingepreiste Hoffnung auf eine schnelle Lösung rückt damit zumindest kurzfristig wieder etwas in die Ferne.
Bemerkenswert ist dabei, dass die Rohstoffmärkte zum Wochenende vergleichsweise ruhig geblieben sind. Insbesondere der Ölpreis konnte trotz der geopolitischen Unsicherheit keinen nachhaltigen Ausbruch nach oben vollziehen. Dies deutet darauf hin, dass ein erheblicher Teil der geopolitischen Risikoprämie bereits zuvor eingepreist und in den vergangenen Wochen wieder abgebaut wurde.
Für die kommende Woche bleibt deshalb entscheidend, ob neue Eskalationen auftreten oder ob die Märkte weiterhin auf eine spätere diplomatische Lösung setzen. Sollte sich die Situation erneut verschärfen, könnte dies unmittelbar Auswirkungen auf Ölpreise, Inflationserwartungen, Volatilität und letztlich auch auf die Aktienmärkte haben. Bleibt die Lage dagegen stabil, dürfte die geopolitische Risikoprämie weiter zurückgehen und den Risk Assets zusätzliche Unterstützung liefern.
Damit bleibt die Entwicklung im Nahen Osten weiterhin einer der wichtigsten externen Faktoren für die Finanzmärkte der kommenden Handelswoche.
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW24 im Überblick
Neben der geopolitischen Lage richtet sich der Fokus in der kommenden Woche klar auf die Inflationsentwicklung und die Geldpolitik.
Besonders wichtig ist dabei die Einordnung der Daten im Zusammenhang mit den Ereignissen der vergangenen Woche. Die Arbeitsmarktdaten aus den USA fielen zuletzt deutlich robuster aus als erwartet. Sowohl die Non-Farm Payrolls als auch die durchschnittlichen Stundenlöhne zeigten weiterhin eine überraschend hohe Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.
Genau deshalb gewinnen die CPI-Daten in dieser Woche nochmals zusätzlich an Bedeutung. Nach den starken Arbeitsmarktdaten stellt sich nun die entscheidende Frage, ob die Inflation tatsächlich weiter zurückgeht oder ob sich die Befürchtungen bestätigen, dass der Inflationsdruck erneut zunimmt und die Fed mögliche Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben muss.
Der Montag und Dienstag bleiben zunächst vergleichsweise ruhig.
Am Dienstag stehen die Existing Home Sales im Fokus. Erwartet werden 4,08 Millionen Verkäufe bestehender Wohnimmobilien nach zuvor 4,02 Millionen. Diese Kennzahl misst die annualisierte Anzahl verkaufter Bestandsimmobilien und gilt als wichtiger Indikator für die Stärke des US-Immobilienmarktes. Da der Immobiliensektor einen bedeutenden Bestandteil der US-Wirtschaft darstellt, liefern diese Daten wichtige Hinweise auf die allgemeine wirtschaftliche Aktivität sowie die Auswirkungen des aktuellen Zinsniveaus.
Zusätzlich wird am Dienstag eine Rede von EZB-Präsidentin Christine Lagarde erwartet. Zwar handelt es sich hierbei nicht um eine Zinsentscheidung, dennoch achten Marktteilnehmer sehr genau auf mögliche Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank.
Der absolute Hauptfokus der Woche liegt jedoch auf Mittwoch und Donnerstag.
Am Mittwoch werden die mit Abstand wichtigsten Inflationsdaten der Woche veröffentlicht. Für den CPI Month over Month wird ein Wert von 0,3 % erwartet nach zuvor 0,6 %. Hier rechnen die Märkte also mit einer Abschwächung des monatlichen Inflationsanstiegs.
Besonders wichtig wird jedoch der Core CPI. Dieser misst die Preisentwicklung ohne die volatilen Komponenten Nahrung und Energie und gilt daher als einer der wichtigsten Inflationsindikatoren überhaupt. Hier liegt die Erwartung aktuell bei 0,5 % nach zuvor 0,4 %. Die Märkte rechnen also mit einer erneuten Beschleunigung der Kerninflation.
Auch beim CPI Year over Year wird aktuell ein weiterer Anstieg erwartet. Mit einem Forecast von 4,2 % gegenüber zuvor 3,8 % würde sich die Inflation erneut weiter vom langfristigen Zielwert der Federal Reserve entfernen.
Die Bedeutung dieser Daten kann kaum überschätzt werden. Nach den starken Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche könnte ein weiterer Inflationsanstieg die Erwartungen an zukünftige Zinssenkungen deutlich reduzieren. Entsprechend hoch dürfte die Volatilität an den Märkten ausfallen.
Ebenfalls am Mittwoch werden die US-Rohöllagerbestände veröffentlicht. Hohe Lagerbestände wirken grundsätzlich belastend auf den Ölpreis, während sinkende Lagerbestände tendenziell preistreibend wirken. Gerade vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage im Nahen Osten besitzen diese Daten aktuell eine erhöhte Relevanz.
Zusätzlich findet die Versteigerung zehnjähriger US-Staatsanleihen statt. Die Nachfrage nach diesen Anleihen liefert wichtige Hinweise auf die Erwartungen institutioneller Investoren hinsichtlich Inflation, Wachstum und zukünftiger Zinspolitik.
Am Donnerstag richtet sich der Fokus zunächst auf Europa.
Veröffentlicht wird die Deposit Facility Rate der Europäischen Zentralbank. Dabei handelt es sich um den Zinssatz, den Banken für überschüssige Einlagen bei der EZB erhalten. Aktuell wird eine Anhebung von 2,00 % auf 2,25 % erwartet.
Parallel dazu erfolgt die eigentliche EZB-Zinsentscheidung. Während die Deposit Facility Rate den Einlagenzins beschreibt, bezieht sich die offizielle Interest Rate Decision auf den Hauptrefinanzierungssatz der EZB. Die Märkte preisen aktuell mit rund 99 % Wahrscheinlichkeit eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte ein. Die Zinserhöhung selbst gilt damit weitgehend als eingepreist. Entscheidend wird vor allem der Ausblick auf die kommenden Sitzungen im Juli und September.
Anschließend folgt die EZB-Pressekonferenz. Besonders wichtig wird hierbei die Kommunikation der Zentralbank hinsichtlich Inflation, Wachstum und zukünftiger Zinsschritte.
Am Nachmittag stehen erneut wichtige US-Inflationsdaten auf dem Programm. Der Producer Price Index (PPI) misst die Preisentwicklung auf Produzentenebene und gilt als Frühindikator für die spätere Verbraucherpreisinflation.
Für den PPI Month over Month wird aktuell ein Wert von 0,7 % erwartet nach zuvor 1,4 %. Die Märkte rechnen hier also mit einer Abschwächung des Preisauftriebs auf Produzentenebene.
Zusätzlich werden die Initial Jobless Claims veröffentlicht. Diese liefern wöchentlich wichtige Hinweise auf die aktuelle Verfassung des US-Arbeitsmarktes.
Am Freitag stehen schließlich noch die Michigan Inflation Expectations, die Consumer Expectations sowie das Consumer Sentiment im Fokus. Diese Daten liefern zusätzliche Hinweise darauf, wie Verbraucher Inflation, Wirtschaft und Konsum einschätzen.
Trotz aller Wirtschaftsdaten bleibt jedoch wichtig zu betonen, dass geopolitische Schlagzeilen jederzeit für zusätzliche Volatilität sorgen können. Entsprechend sollten Marktteilnehmer in der kommenden Woche nicht ausschließlich auf den Wirtschaftskalender achten.
Ein gesondertes YouTube-Video zu den CPI-Daten und den möglichen Marktszenarien werde ich am Dienstag veröffentlichen. Daher gehe ich an dieser Stelle bewusst nicht detailliert auf die einzelnen CPI-Szenarien ein.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Wie bereits im Wochenrückblick zur KW23 angesprochen, bleibt der Ölpreis aktuell einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
Wir konnten zuletzt einen wichtigen Wochenschluss oberhalb der 90-Dollar-Marke nicht etablieren. Für das bearishe Szenario bleibt nun entscheidend, dass zunächst das Wochentief der KW23 bei rund 88,40 Dollar unterschritten wird. Anschließend rückt die wichtige Unterstützungszone um 87,70 Dollar in den Fokus.
Besonders relevant bleibt danach das Wochentief der Vorwoche bei rund 86,30 Dollar. Sollte auch diese Zone nachhaltig brechen, würde gleichzeitig das aktuelle Monatstief unterschritten werden. In diesem Fall könnte sich die Korrektur deutlich ausweiten und mittelfristig in Richtung der wichtigen 81-Dollar-Zone fortsetzen.
Bullisch würde das Bild für mich erst wieder bei einem nachhaltigen Daily Close oberhalb von 95 Dollar werden.
Solange sich die geopolitische Situation nicht deutlich verändert, erscheint aktuell jedoch eine größere Range zwischen etwa 88 und 95 Dollar als das wahrscheinlichste Szenario.
US-Staatsanleihen und DXY
Bei den US-Staatsanleihen bleibt für mich besonders interessant, dass wir zuletzt über nahezu sämtliche Laufzeiten hinweg starke Bewegungen gesehen haben. Auffällig war dabei vor allem die Stärke der kurzfristigen Laufzeiten.
Zum Wochenschluss zeigten sich jedoch erste Gewinnmitnahmen und Umschichtungen. Für die kommende Woche wird entscheidend sein, ob sich dieses Momentum fortsetzt und die Renditen erneut anziehen.
Dies hätte direkte Auswirkungen auf den US-Dollar.
Der Dollar Index DXY konnte die vergangene Woche oberhalb der psychologisch wichtigen 100-Punkte-Marke beenden. Für die kommende Woche bleibt die Zone um 99,50 Punkte die wichtigste Unterstützung.
Sollte diese gehalten werden, bleibt ein erneuter Anlauf auf die 100,50 Punkte wahrscheinlich. Dort befindet sich aktuell das entscheidende Range High sowie das bisherige Jahreshoch bei rund 100,64 Punkten.
Ein Ausbruch darüber könnte die Rückkehr einer stärkeren Dollar-Dominanz signalisieren und zahlreiche Dollar-Paare unter Druck setzen.
Beim EUR/USD bleibt zusätzlich die EZB-Zinsentscheidung zu beachten. Eine restriktivere EZB könnte kurzfristig dazu führen, dass der Euro trotz eines starken US-Dollars relative Stärke zeigt.
Volatilitätsindex VIX
Der VIX bleibt für die kommende Woche ein besonders wichtiger Frühindikator.
Wir haben die vergangene Handelswoche mit einem Anstieg von rund 40 % beendet und notieren aktuell wieder oberhalb der Marke von 20 Punkten.
Für die kommende Woche wird entscheidend sein, ob dieser Anstieg lediglich eine kurzfristige Reaktion auf die geopolitischen Entwicklungen war oder ob sich daraus eine nachhaltige Veränderung der Marktstimmung entwickelt.
Sollte der VIX weiter steigen, würde dies auf zunehmende Unsicherheit und erhöhte Absicherungsaktivitäten institutioneller Marktteilnehmer hindeuten.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia bleibt einer der wichtigsten Einzelwerte für die Entwicklung des gesamten Technologiesektors.
Charttechnisch wurde zuletzt die wichtige Zone zwischen 208 und 212 Dollar unterschritten. Die Aktie notiert aktuell im Bereich von rund 205 Dollar.
Für mich liegt die nächste entscheidende Unterstützungszone nun zwischen 198 und 200 Dollar. Dort wird sich zeigen, ob erneut Käufer in den Markt kommen oder ob sich die Korrektur weiter ausdehnt. Auf der Oberseite wäre eine Rückkehr über 212 Dollar ein erstes positives Signal.
Bitcoin
Bitcoin konnte zuletzt im Bereich der wichtigen 60.000-Dollar-Unterstützung zunächst einen Boden ausbilden. Gleichzeitig wurde mit der jüngsten Bewegung unter die Hochs aus dem Februar gebrochen. Die vergangene Woche war insgesamt von deutlichen Gewinnmitnahmen geprägt.
Für mich bleibt Bitcoin aktuell zunächst weniger interessant. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir zunächst nochmals eine Erholung in Richtung 65.000 Dollar sehen, bevor über die weitere Richtung entschieden wird.
Entsprechend bleibe ich hier vorerst abwartend.
S&P 500
Der S&P 500 bleibt für mich aktuell einer der spannendsten Märkte.
Entscheidend wird sein, ob die Zone um 7.350 Punkte unterschritten wird. Dort treffen mehrere wichtige technische Marken aufeinander.
Sollte dieser Bereich brechen, könnte sich die laufende Korrektur bis in den Bereich von 7.250 Punkten ausweiten.
Auf der Oberseite bleibt die Zone um 7.500 Punkte die wichtigste Entscheidungsmarke. Sollte sich dieser Bereich nun als Widerstand etablieren, könnten sich dort erneut interessante Short-Setups ergeben.
Die endgültige Richtung dürfte jedoch maßgeblich von den CPI-Daten am Mittwoch beeinflusst werden.
Nasdaq
Der Nasdaq verzeichnete zuletzt eine deutliche Korrektur und löschte innerhalb einer einzigen Handelswoche einen erheblichen Teil der Gewinne der vorangegangenen Wochen aus.
Für das bearishe Szenario bleibt die Marke bei 28.500 Punkten entscheidend. Ein Bruch könnte eine Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich von 27.500 Punkten ermöglichen.
Sollte sich der Markt dagegen stabilisieren und wieder über 29.000 Punkte steigen, würden 29.500 Punkte und anschließend die psychologisch wichtige Marke von 30.000 Punkten wieder in den Fokus rücken.
US30
Auch beim Dow Jones ergibt sich aktuell ein gemischtes Bild.
Sollten wir den Bereich um 50.660 Punkte nachhaltig unterschreiten, wäre zunächst eine Bewegung bis etwa 50.400 Punkte denkbar.
Kann die Zone um 50.500 Punkte anschließend ebenfalls nicht verteidigt werden, rückt die psychologisch wichtige Marke von 50.000 Punkten in den Fokus.
Auf der Oberseite würde ein nachhaltiger Schlusskurs oberhalb von 51.000 Punkten das bullische Szenario stärken und weiteres Potenzial in Richtung 51.500 Punkte eröffnen.
DAX – Charttechnischer Ausblick für die kommende Woche
Der DAX bleibt trotz der jüngsten Korrektur weiterhin in einer grundsätzlich bullischen Marktstruktur.
Für die kommende Woche wird zunächst entscheidend sein, ob das Wochentief der KW23 verteidigt werden kann. Sollte der Markt unter 24.400 Punkte fallen, rückt die nächste Unterstützungszone im Bereich von rund 24.300 Punkten in den Fokus.
Kann sich die Korrektur weiter ausdehnen und etabliert sich die Zone um 24.500 Punkte als Widerstand, wären im weiteren Verlauf sogar Bewegungen bis in den Bereich von 24.000 Punkten denkbar.
Auf der Oberseite bleibt zunächst abzuwarten, ob sich die Märkte nach den jüngsten Gewinnmitnahmen stabilisieren können.
Der Montag dürfte dabei besonders wichtig werden. Marktteilnehmer werden genau beobachten, ob die Korrekturen der vergangenen Woche fortgesetzt werden oder ob bereits erste Käufer zurückkehren.
Trotz der jüngsten Schwäche bleibt wichtig festzuhalten, dass sich die großen Risk Assets weiterhin in übergeordnet bullischen Strukturen befinden. Die jüngsten Rückgänge spiegeln vor allem die gestiegenen Inflationssorgen, die Unsicherheit bezüglich zukünftiger Zinssenkungen sowie die geopolitischen Risiken wider.
Von einer vollständigen Trendwende kann aktuell jedoch noch keine Rede sein.
Wichtigste Erkenntnisse für KW24
* Die geopolitische Lage rund um den Iran bleibt der wichtigste externe Markttreiber.
* Die Hoffnungen auf eine schnelle diplomatische Lösung haben zuletzt etwas nachgelassen.
* Die CPI-Daten am Mittwoch werden nach den starken Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche zum wichtigsten Event der Handelswoche.
* Die Märkte werden genau beobachten, ob sich die Inflation erneut beschleunigt.
* Die EZB-Zinsentscheidung und die anschließende Pressekonferenz stehen am Donnerstag im Fokus.
* Öl bleibt einer der wichtigsten Inflationstreiber und damit einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
* Der DXY notiert wieder oberhalb von 100 Punkten und könnte bei weiteren Zinssenkungsverschiebungen zusätzliche Stärke entwickeln.
* VIX, Ölpreis und geopolitische Schlagzeilen bleiben die wichtigsten kurzfristigen Risikofaktoren.
* Trotz der jüngsten Korrekturen bleiben die übergeordneten Strukturen bei DAX, S&P 500 und Nasdaq weiterhin bullisch.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch allen stabile Trades für die kommende Handelswoche und einen schönen Sonntag.
Ab morgen gibt es wie gewohnt wieder den täglichen DAX-Tagesausblick.
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Werden die CPI-Daten und die Geldpolitik wieder zum dominierenden Markttreiber oder bleibt die geopolitische Entwicklung im Nahen Osten das entscheidende Thema der kommenden Woche?
DAX | Reife Aufwärtsstruktur vor größerer Konsolidierung?DAX | Reife Aufwärtsstruktur vor größerer Konsolidierung?
Der Trend bleibt intakt, doch Struktur und Marktverhalten wirken zunehmend ermüdet.
🧭 Übersicht
Der DAX bewegt sich weiterhin stabil aufwärts, allerdings mit zunehmenden Überlappungen und nachlassendem Momentum.
Für mich verdichten sich die Hinweise, dass sich eine größere Welle 4 vorbereiten könnte.
Dabei geht es weniger um einen unmittelbaren Trendbruch als um eine wahrscheinlich komplexere Konsolidierungsphase innerhalb des laufenden Haupttrends.
📉 Elliott-Wellen-Struktur
• Hauptszenario: reifende Welle 3 mit Übergang in Welle 4
• Alternativ: direkte Fortsetzung der Rally ohne größere Bereinigung
• Die aktuelle Struktur wirkt zunehmend überdehnt und technisch „verwaltet“
🔍 Technische Beobachtungen
• Momentum und RSI zeigen erste Ermüdungserscheinungen
• Teilbewegungen überlappen zunehmend
• Volumen bestätigt neue Hochs zuletzt weniger klar
• Mehrere Fibonacci-Projektionen bündeln sich im Bereich 20.600–21.000 Punkte
Diese Zone könnte bei einer größeren Korrektur als wichtige Ziel- und Reaktionszone fungieren.
🧠 Marktpsychologie
Auffällig ist, dass der Markt derzeit stärker über Kursmarken, Rücksetzer und Timing diskutiert als über neue fundamentale Geschichten.
Das passt oft zu späteren Trendphasen, in denen die Dynamik zwar noch läuft, die Überzeugung aber langsam nachlässt.
⚖️ Szenarien
• Bullisch: kontrollierte Welle 4 mit späterer Trendfortsetzung
• Bärisch: Bruch der Kanalstruktur und Ausweitung der Korrektur
• Ungültig würde die vorsichtige Lesart bei einer neuen impulsiven Rally ohne vorherige Bereinigung
📌 Fazit
Der DAX wirkt für mich aktuell weniger wie ein frischer Trendstart als wie eine reife Aufwärtsphase mit zunehmender Ermüdung.
Die Wahrscheinlichkeit einer komplexeren Konsolidierung steigt aus meiner Sicht deutlich an.
Keine Anlageberatung. Die Idee dient ausschließlich der strukturierten Diskussion meiner persönlichen Marktbeobachtung.






















