S&P 500: Sind 8.000 Punkte bis Jahresende realistisch?Der S&P 500 hat weiterhin neue Allzeithochs erreicht, getragen vom Technologiesektor und insbesondere dem Halbleitersegment. Während Pessimisten täglich einen Börsencrash ankündigen, der nie eintritt, stellt sich angesichts der starken Ergebnisse des Technologiesektors die Frage: Was ist beim S&P 500 bis Jahresende realistisch? Genau hier geht es um eine rationale und methodische Betrachtung.
Seit Mitte April hat der S&P 500 neue Rekordstände erreicht, nachdem der technische Widerstand bei 7.000 Punkten durchbrochen wurde. Wenn ein Index in die Phase der Preisfindung eintritt, stehen verschiedene Methoden zur Zielprojektion zur Verfügung.
Hier geht es um eine realistische Projektion bis zum Jahresende, wobei (und das ist wichtig) kurzfristige Korrekturen jederzeit möglich sind, selbst innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends.
Kurzfristig könnte der S&P 500 beispielsweise erneut in Richtung seiner 50-Tage-Linie korrigieren, bevor der Aufwärtstrend fortgesetzt wird.
Für mittelfristige Projektionen bis Jahresende gibt es zwei Hauptansätze:
• Technische Analyse mit theoretischen Kurszielen (z. B. Fibonacci-Extensions und Fraktalanalyse)
• Fundamentalanalyse über Bewertungsmultiplikatoren
Der S&P 500 hat seit Mitte April neue Höchststände erreicht, doch die Unternehmensgewinne im ersten Quartal 2026 sowie die 12-Monats-Gewinnerwartungen sind so stark, dass die Bewertungsmultiplikatoren noch nicht wieder ihre historischen Spitzen erreicht haben.
Meine fundamentale Projektion ist daher einfach: Wie hoch wäre der S&P 500, wenn er lediglich seine historischen Bewertungsniveaus erneut erreichen würde, nämlich:
• Ein Shiller-KGV von 44 (Rekord aus dem Jahr 1999), während der aktuelle Wert über 40 liegt
• Ein Forward-KGV von 23,5, entsprechend dem Jahreshoch
Daraus ergibt sich ein S&P 500 von etwa 8.000 bis 8.200 Punkten, allein durch eine Ausweitung der Bewertungsmultiplikatoren in Richtung historischer Höchststände.
Die folgende Tabelle fasst diese plausiblen fundamentalen Jahresendziele 2026 zusammen, basierend auf einer Rückkehr zu früheren Bewertungsniveaus.
Dieses Ziel von 8.000 Punkten ist daher fundamental betrachtet realistisch und plausibel, ohne kurzfristige Korrekturen auszuschließen.
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Marktindizes
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Montag, den 01.06.2026Zum Freitag konnte unser Dax keinen weiteren Meter gut machen, da brauchts wohl erstmal einen Satz neuer Reifen...
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: über 25300 weiter aufwärts, darunter Rücklauf
Grundstimmung: neutral
Sollte unser Dax auch zum Freitag unter 25200 bleiben hatte ich nochmal 25100 / 25080 angepeilt und darunter auch 25000 und 24940. Sollte die im regulären Handel aber keine Lust haben nochmal so stark nach oben zu zwirbeln, wären darunter auch 24890 und 24805 ganz interessant. Verhindert sollte er das nur bekommen, wenn er sich über 25300 / 25320 zurück kämpft, dann wären wieder 25400 und 25507 anvisiert und darüber mit etwas Biss auch 25635 / 25670 und 25800 erreichen kann. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Und ohne große Mucken blieb unser Dax den gesamten Freitag unter der 25200 und arbeitete weiter runter. 25100 / 25080 wurden dabei unterboten 25030 / 25000 auch erreicht, fehlte eigentlich nur nochmal die 24940 um es rund zu machen. Sollte er nun aber am Montag weiter unter der 25000 herumstochern dürfte die 24940 dann wohl noch folgen und zeigt sie keine signifikante Gegenwehr, darf man darunter auch 24910 / 24890 und 24805 schon mal mit anpeilen bevor wir auch wieder über tieferes reden können.
Oberhalb bleibt weiter die 25300 / 25320 Knackpunkt um 25400 und 25507 zu öffnen. Ich denke aber, dass ein Überwinden der 25200 das dann schon ankündigen dürfte, auch wenn es als Signalbereich nicht ganz so zuverlässig ist, da ist das Überwinden von 25300 schon hochwertiger. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Unser Dax hat am Freitag weiter unter der 25200 abgehangen, ist uns aber weiter die Abarbeitung der 24940 noch schuldig. Schieben wir zum Montag aber weiter unter der 25000 raus wird das wohl kaum noch zu verhindern sein, da wird dann eher wichtig ob sie bei so viel Geschramme knapp davor überhaupt noch steil auf reagieren kann zurück zur 25300 und 25507. Sollte die 24940 nun nämlich einfach klar gebrochen werden sind darunter 24910 / 24890 und 24805 die nächsten Anlaufstationen bevor man wieder Tieferes in den Mund nehmen kann. Oberhalb kann ein Überwinden von 25200 bereits als Indiz gewertet werden, dass er höher will, signalseitig bekommt er aber erst über 25300 / 25320 das Go hoch zur 25400, 25507 und höher.
Nasdaq: Flucht nach oben mit AZHDie Nasdaq ist und bleibt stark und steigt zum vorerst nächsten Allzeithoch auf 30333 Punkte. Die KI-Techwerte treiben die Nasdaq unbeirrt weiter hoch.
Auch die Intermarketindikatoren bleiben weit im überbewerteten Bereich stark.
Saisonal betrachtet ist der kommende Juni schwach behaftet.
Die Berichtssaison neigt sich zwar dem Ende entgegen, aber die Nasdaq will weiter nach Oben. Rücksetzer halten wir für gute Einstiegschancen.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Ihr Team der TradingBrothers
Wochenausblick KW23 –Fundamental,Makro und technischer Ausblick!Fundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick für die kommende Woche KW23
Kurz vorab
Ich habe heute wieder zusätzlich ein ausführliches Analysevideo zum Monatsausblick Juni veröffentlicht. Dort gehe ich detailliert auf die wichtigsten Entwicklungen und Erwartungen für den gesamten Monat ein, von Inflation, Geldpolitik und Arbeitsmarkt über die geopolitische Lage bis hin zu Öl, Anleiherenditen, US-Dollar, DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin und den wichtigsten Markttrends.
Wer die aktuelle Marktlage noch tiefer verstehen möchte, findet den Link zu meinem YouTube-Kanal auf meinem TradingView Profil.
Außerdem habe ich bereits einen ausführlichen Monatsrückblick Mai veröffentlicht, in dem ich die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen vier Wochen analysiere. Den entsprechenden Beitrag habe ich unten bei dem Post angepinnt.
Der heutige Wochenausblick konzentriert sich daher bewusst auf die wichtigsten Ereignisse, Wirtschaftsdaten und Marktbewegungen der kommenden Handelswoche KW23.
Fundamentale geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt auch zum Start der KW23 der wichtigste fundamentale Einflussfaktor für die Finanzmärkte. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Situation zwischen den USA, dem Iran und der Entwicklung im Nahen Osten. Während vor wenigen Wochen noch eine deutliche Eskalation eingepreist wurde, handeln die Märkte inzwischen zunehmend die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung. Genau diese Erwartung war einer der Hauptgründe für den starken Rückgang des Ölpreises, sinkende Inflationserwartungen und die robuste Entwicklung vieler Risk Assets.
Zum Wochenende gab es allerdings weiterhin keinen finalen Durchbruch. Die Märkte preisen aktuell vor allem die Erwartung eines Deals ein, nicht dessen tatsächlichen Abschluss. Damit bleibt die Situation äußerst sensibel. Sollte es in den kommenden Tagen zu einer endgültigen Einigung kommen, dürfte dies den Druck auf den Ölpreis weiter entlasten und die Inflationserwartungen zusätzlich zurück drängen. Davon würden insbesondere Aktienmärkte und andere Risk Assets profitieren. Kommt es dagegen zu neuen Verzögerungen, weiteren Sanktionen oder einer erneuten Eskalation, könnte die geopolitische Risikoprämie sehr schnell in die Märkte zurückkehren.
Besonders wichtig bleibt weiterhin die Straße von Hormus. Ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels läuft durch diese Region. Entsprechend aufmerksam beobachten die Märkte jede Entwicklung rund um die Verhandlungen. Nach mittlerweile rund vier Monaten Nahost-Konflikt bleibt festzuhalten, dass die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte die Situation bislang bemerkenswert stabil verarbeitet haben. Der vielfach befürchtete Energieschock ist bislang ausgeblieben.
Auch außerhalb des Nahen Ostens bleibt die geopolitische Nachrichtenlage aktiv. Die Beziehungen zwischen den USA und China sowie die Situation rund um Taiwan bleiben weiterhin wichtige langfristige Risikofaktoren für die Weltwirtschaft. Gleichzeitig nehmen militärische Aktivitäten und sicherheitspolitische Spannungen im asiatisch-pazifischen Raum weiter zu. Zwar stehen diese Themen aktuell nicht im Mittelpunkt der Marktbewegungen, sie bleiben jedoch relevante Risiken für die kommenden Monate.
Insgesamt bleibt die Entwicklung im Nahen Osten der wichtigste geopolitische Treiber für die kommende Woche. Ein erfolgreicher Deal würde die aktuelle Risk on Stimmung wahrscheinlich weiter unterstützen. Eine erneute Eskalation hätte dagegen das Potenzial, Inflationserwartungen, Ölpreis und Volatilität kurzfristig deutlich nach oben zu treiben.
Fundamentale Wirtschaftsdaten der KW23 im Überblick
Neben der geopolitischen Lage steht die kommende Woche ganz klar im Zeichen wichtiger Makro- und Wirtschaftsdaten. Praktisch an jedem Handelstag erwarten die Märkte relevante Veröffentlichungen, weshalb ein regelmäßiger Blick auf den Wirtschaftskalender in dieser Woche besonders wichtig bleibt.
Bereits in der Nacht von Sonntag auf Montag sowie erneut zu Wochenbeginn steht eine Rede von Fed Chairman Jerome Powell im Fokus. Marktteilnehmer werden genau darauf achten, ob sich neue Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik, Inflationseinschätzung oder dem weiteren Zinspfad ergeben. Nachdem die Märkte zuletzt wieder verstärkt mögliche Zinssenkungen für die kommenden Monate eingepreist haben, besitzt jede Aussage der US-Notenbank aktuell eine besonders hohe Bedeutung. Die Marktteilnehmer werden hier auch den Übergang von Powell und Warsh beobachten und wie sich die Tonlage für den weiteren Zinsverlauf der nächsten Monate ändert.
Am Montag stehen außerdem die S&P Global Manufacturing PMI Daten, der ISM Manufacturing PMI sowie die ISM Manufacturing Prices an. Diese Daten geben wichtige Hinweise auf die aktuelle Verfassung des produzierenden Gewerbes in den USA. Werte oberhalb von 50 Punkten signalisieren Wachstum, Werte unterhalb von 50 Punkten eine wirtschaftliche Abschwächung. Da Einkaufsmanager häufig sehr früh Einblicke in die tatsächliche Geschäftsentwicklung ihrer Unternehmen erhalten, gelten diese Daten als wichtige Frühindikatoren für die gesamte Wirtschaft. Stärkere Daten würden die Robustität der US-Wirtschaft bestätigen, während schwächere Werte erste Hinweise auf eine nachlassende Dynamik liefern könnten.
Zusätzlich startet am Montag der neue Monat Juni. Zum Monatsanfang kommt es häufig zu erhöhten Kapitalströmen durch ETF-Sparpläne, institutionelles Rebalancing und neue Kapitalallokationen. Entsprechend können insbesondere die ersten Handelstage eines neuen Monats für erhöhte Volatilität und stärkere Marktbewegungen sorgen.
Am Dienstag rückt die Inflation in Europa in den Fokus. Veröffentlicht wird der Verbraucherpreisindex der Eurozone. Die Erwartungen liegen aktuell bei 3,3 % nach zuvor 3,0 %. Die Entwicklung der Inflation bleibt entscheidend für die zukünftige Geldpolitik der EZB. Aktuell wird für die nächste EZB-Sitzung bereits mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung gerechnet. Umso wichtiger werden die Inflationsdaten für die Erwartungen an die darauffolgenden Sitzungen im Juli und September.
Ebenfalls am Dienstag werden die JOLTS Job Openings veröffentlicht. Diese gelten als einer der wichtigsten Frühindikatoren für den US-Arbeitsmarkt. Ein Rückgang offener Stellen könnte auf eine nachlassende Dynamik am Arbeitsmarkt hindeuten, während stabile oder steigende Werte weiterhin die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft bestätigen würden.
Am Mittwoch folgen die ADP Non-Farm Employment Change Daten als weiterer wichtiger Vorläufer für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Gleichzeitig werden die S&P Global Services PMI Daten, der ISM Non-Manufacturing PMI sowie die ISM Non-Manufacturing Prices veröffentlicht. Da der Dienstleistungssektor den größten Teil der US-Wirtschaft ausmacht, besitzen diese Daten eine besonders hohe Relevanz für die Marktteilnehmer.
Ebenfalls am Mittwoch werden die US-Rohöllagerbestände veröffentlicht. Gerade vor dem Hintergrund der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten und der starken Bewegungen am Ölmarkt könnten Überraschungen bei den Lagerdaten zusätzliche Auswirkungen auf den Energiesektor haben.
Am Donnerstag folgen die Initial Jobless Claims. Diese Daten liefern jede Woche wichtige Hinweise auf die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt und werden insbesondere im Vorfeld der Non-Farm Payrolls aufmerksam verfolgt.
Der Hauptfokus der Woche liegt jedoch eindeutig auf Freitag. Dann werden die Average Hourly Earnings, die Non-Farm Payrolls sowie die Arbeitslosenquote veröffentlicht. Diese Daten gehören zu den wichtigsten Wirtschaftsdaten überhaupt und besitzen das Potenzial, sämtliche Assetklassen gleichzeitig zu bewegen.
Besonders wichtig wird dabei die Kombination der Daten . Sollten die Arbeitsmarktdaten erste Schwächesignale liefern, die Arbeitslosenquote steigen und gleichzeitig die Inflationserwartungen durch niedrigere Energiepreise weiter sinken, könnte dies die Erwartungen zukünftiger Zinssenkungen deutlich erhöhen. Ein solches Umfeld würde insbesondere Aktienmärkte und andere Risk Assets unterstützen. Bleibt der Arbeitsmarkt dagegen außergewöhnlich robust, könnten Zinssenkungserwartungen erneut nach hinten verschoben werden.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölpreis bleibt aktuell einer der wichtigsten Märkte überhaupt, da er direkt mit Inflation, Zinserwartungen und geopolitischen Entwicklungen verknüpft ist.
US Oil schloss den Monat Mai bei rund 87,75 Dollar und damit weiterhin unterhalb der psychologisch wichtigen 90 Dollar Marke. Aus charttechnischer Sicht bleibt die Struktur kurzfristig weiterhin bearish, solange sich der Markt unterhalb dieser Zone aufhält.
Besonders wichtig bleibt nun die Unterstützung im Bereich von 86,30 Dollar. Sollte diese Marke nachhaltig unterschritten werden, würde sich das Risiko einer Fortsetzung der Korrektur in Richtung der wichtigen ~81 Dollar Zone deutlich erhöhen. Diese Zone besitzt hohe technische Relevanz, da dort unter anderem das Jahreshoch 2025, der Schlusskurs 2022 sowie der Eröffnungskurs 2023 notieren.
Gleichzeitig ist zu erkennen, dass das Momentum der Abwärtsbewegung zuletzt nachgelassen hat. Im Bereich des Jahreshochs 2024 bei rund 87,65 Dollar wurden erneut Käufer aktiv und die Tageskerzen zeigen zunehmend kleinere Kerzenkörper.
Für die kommende Woche bleibt daher entscheidend, ob sich der Markt weiterhin unterhalb der 90 Dollar Marke hält und die Bewegung Richtung 81 Dollar fortsetzt oder ob neue geopolitische Entwicklungen beziehungsweise ein Ausbleiben eines Deals erneut zu steigenden Ölpreisen führen und eine Rückkehr Richtung 95 Dollar ermöglichen.
Bonds & DXY
Am Anleihemarkt setzte sich zuletzt die Entspannung fort. Sinkende Renditen spiegeln die Erwartung wider, dass sich die Inflationsrisiken zuletzt etwas abgeschwächt haben und die Diskussion über zukünftige Zinssenkungen wieder an Bedeutung gewinnt.
Für Aktienmärkte ist dies grundsätzlich positiv. Sinkende Renditen erhöhen die Attraktivität von Risk Assets und reduzieren gleichzeitig den Druck durch hohe Finanzierungskosten.
Beim US Dollar Index DXY bleibt die Marke von 99 Punkten weiterhin entscheidend. Der Dollar schloss die vergangene Woche unterhalb dieses Bereichs und notiert aktuell nahe der Unterstützung bei 98,75 Punkten.
Sollte diese Unterstützung brechen, wäre eine Fortsetzung der Bewegung in Richtung 98,50 Punkte denkbar. Gelingt dagegen eine Rückkehr über die 99 Punkte Marke, könnte erneut die Zone um 99,50 Punkte angelaufen werden.
Gerade für Gold, EUR/USD und zahlreiche weitere Dollarpaare bleibt die Entwicklung des DXY daher ein wichtiger Indikator.
VIX
Der Volatilitätsindex VIX notiert aktuell bei rund 15,35 Punkten und signalisiert damit weiterhin ein sehr ruhiges Marktumfeld.
Die niedrige Volatilität bestätigt aktuell die hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer und unterstützt grundsätzlich die Entwicklung von Risk Assets. Solange der VIX auf diesem niedrigen Niveau verbleibt, bleibt das Umfeld für Aktienmärkte konstruktiv.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Fundamental bleibt Nvidia weiterhin einer der wichtigsten Einzelwerte für die globalen Aktienmärkte. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält die Aktie durch Berichte über die Einführung neuer Windows PCs mit Nvidia Technologie in den kommenden Tagen.
Aufgrund der hohen Gewichtung von Nvidia im S&P 500 sowie im Nasdaq bleibt die Aktie ein bedeutender Treiber für die gesamte Marktentwicklung.
Charttechnisch bleibt die Zone zwischen 208 und 212 Dollar weiterhin entscheidend. Nach den Gewinnmitnahmen der vergangenen Handelstage erscheint ein Retest dieses Bereichs durchaus möglich.
Sollte die Unterstützung bei 208 Dollar nicht halten, wäre eine Ausweitung der Korrektur bis zur psychologisch wichtigen 200 Dollar Marke ebenfalls denkbar. Für eine klare bullische Fortsetzung bevorzuge ich weiterhin Kurse oberhalb von 217 Dollar.
Bitcoin
Bitcoin zeigte sich zuletzt deutlich schwächer als die großen Aktienindizes. Nach mehreren erfolglosen Angriffen auf die Zone um 83.000 Dollar kam es zu deutlichen Gewinnmitnahmen und der Markt notiert aktuell wieder im Bereich von 74.000 Dollar.
Charttechnisch bleibt die Marke von 74.500 Dollar entscheidend für mich. Oberhalb dieser Zone wäre eine Fortsetzung der Bewegung in Richtung 76.700 Dollar möglich.
Sollte sich der Markt dagegen nicht oberhalb von 74.500 Dollar stabilisieren können, steigt das Risiko einer weiteren Korrektur in Richtung 70.600 Dollar.
S&P 500 & Nasdaq
Der S&P 500 bleibt weiterhin in einer äußerst starken Aufwärtsstruktur. Der Monatsabschluss fiel klar bullish aus und bestätigt die aktuell hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Für die kommende Woche bleibt die Zone um 7.500 Punkte entscheidend. Solange dieser Bereich verteidigt wird, bleibt das übergeordnete Bild konstruktiv. Oberhalb der bisherigen Hochs im Bereich von 7.600 Punkten wäre eine Fortsetzung in Richtung 7.700 Punkte denkbar.
Beim Nasdaq ergibt sich ein ähnliches Bild. Hier bleibt die Marke von 30.000 Punkten die wichtigste Unterstützung. Solange diese Zone verteidigt wird, bleibt die Aufwärtsstruktur intakt. Oberhalb von 30.500 Punkten würde sich das bullische Momentum erneut verstärken.
Sollten die Makrodaten erste Hinweise auf eine wirtschaftliche Abschwächung liefern und gleichzeitig die Inflation weiter zurückgehen, könnten Zinssenkungserwartungen erneut zunehmen und zusätzlichen Rückenwind für Technologieaktien liefern. Sollten wir dann zusätzliche Entspannung oder einen möglichen Deal zwischen USA und Iran sehen, könnten wir in den Risk Assets nochmal deutlich anziehen.
US30
Auch der Dow Jones präsentierte sich zuletzt äußerst stark und konnte die wichtige Marke von 51.000 Punkten verteidigen.
Für die kommende Woche bleibt ein möglicher Retest der Zone um 50.500 Punkte denkbar. Gleichzeitig bleibt das Allzeithoch bei 51.165 Punkten die wichtigste Widerstandsmarke.
Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Niveau würde das bullische Gesamtbild zusätzlich bestätigen und neue Allzeithochs ermöglichen.
DAX – Charttechnischer Ausblick für die kommende Woche
Der DAX konnte den Monat Mai oberhalb der wichtigen 25.000 Punkte Marke sowie oberhalb des Monatshochs vom März abschließen und notiert aktuell bei rund 25.038 Punkten. Der Monatsabschluss kann insgesamt als sehr stark bewertet werden.
Für die kommende Woche bleibt zunächst entscheidend, ob die 25.000 Punkte Marke weiterhin verteidigt werden kann. Solange dies gelingt, bleibt die technische Struktur klar bullish.
Die nächste wichtige Unterstützung befindet sich im Bereich des Wochentiefs der KW22 bei rund 24.915 Punkten. Darunter folgt unmittelbar die Zone zwischen 24.770 und 24.800 Punkten, in der das Jahreshoch 2025 sowie weitere wichtige technische Marken verlaufen.
Sollte diese Zone ebenfalls unterschritten werden, würde sich das Bild kurzfristig eintrüben und eine Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich von 24.500 Punkten ermöglichen.
Auf der Oberseite bleibt das Tageshoch vom Freitag bei 25.212 Punkten die entscheidende Trigger-Marke. Ein Ausbruch darüber könnte neue Kaufdynamik freisetzen und einen erneuten Angriff auf die Allzeithochs ermöglichen.
Aus aktueller Sicht bleibt das übergeordnete Szenario weiterhin bullish. Solange die fundamentale Lage stabil bleibt, die geopolitischen Risiken nicht erneut eskalieren und die Wirtschaftsdaten keine größeren negativen Überraschungen liefern, erscheint ein erneuter Angriff auf die Allzeithochs im DAX weiterhin wahrscheinlich.
Wichtigste Erkenntnisse für KW23
* Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt der wichtigste Markttreiber.
* Die Märkte preisen aktuell weiterhin eine diplomatische Lösung zwischen den USA und dem Iran ein.
* Öl bleibt der entscheidende Inflationstreiber und damit einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
* Die kommende Woche ist außergewöhnlich datenlastig und bietet nahezu täglich wichtige Wirtschaftsdaten.
* Der Fokus liegt klar auf den US-Arbeitsmarktdaten am Freitag.
* Sinkende Inflation bei gleichzeitig nachlassender Stärke am Arbeitsmarkt könnte Zinssenkungserwartungen erhöhen.
* Risk Assets profitieren weiterhin von sinkenden Renditen, niedriger Volatilität und stabilen Inflationsdaten.
* Nvidia bleibt einer der wichtigsten Einzelwerte für Nasdaq und S&P 500.
* Bitcoin zeigt aktuell weiterhin relative Schwäche gegenüber klassischen Aktienmärkten.
* DAX, S&P 500, Nasdaq und Dow Jones bleiben technisch weiterhin konstruktiv.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch allen einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche.
Ab morgen gibt es wie gewohnt wieder den täglichen DAX Tagesausblick.
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Bleibt die geopolitische Entspannung der wichtigste Treiber für die Märkte oder rücken Inflation, Arbeitsmarkt und Geldpolitik in den kommenden Wochen wieder stärker in den Fokus?
Wall Street Wochenausblick KW23 2026 + Die Top-Themen aus NYC📊 Wall Street Wochenausblick KW23 2026
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📊 S&P500 Allzeithochs pro Jahr: Ungewöhnlich?
Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass wir in keinem ungewöhnlichen Jahr sind. Jedoch werden diese Daten immer transparenter, was oft zu einer "Verwunderung der Massen" führt:
💰 Ein Grund ist die Rolle der Aktienmärkte als Inflationshedge
Über die letzten 50 Jahre liegen Aktienmärkte weit vorne, was Schutz gegen Geldentwertung angeht. Hier eine Übersicht, welche Bereiche die +3,7% jährliche Inflation schlagen:
⬆️ Ungewöhnlich sind jedoch die starken Anstiege im Gewinn pro Aktie im S&P500
Ein +24% Anstieg des S&P500 Gesamt-EPS ist historisch einzigartig
🔥 Auch hat der Nasdaq noch nie 3 x 1000-Punkte in einem Monat geknackt
Die folgenden Tabelle zeigt die 1000-Punkte-Meilensteine im Nasdaq - Mai 2026 stellt einen klaren Rekord dar:
🤖 In "Late-Stage-Bullenmärkten" sehen wir oft einen Anstieg der IPOs
Besonders bemerkenswert: 3 anstehende Börsengänge liegen im Wert höher, als alle 2500 Börsengänge der Dot-Com-Era von 1995 bis 2000
⚡Es lohnt sich IPO-Wellen im Auge zu behalten
Private Unternehmen gehen besonders gerne an die Börse, wenn der Hype am höchsten ist. Dies ist logisch, denn man möchte einen möglichst großen Apetit für einen Börsengang sehen. Oft ist dies jedoch auch ein Zeichen für einen Bullenmarkt in den späten Zügen:
☁️ So war es zum Beispiel im Jahre 2021 vor der größeren Korrektur im S&P500
🐻 "Sell in May and go away" - Dies ist statistisch nicht mehr der Fall
Über die letzten 10 Jahre haben wir starke Renditen in den Sommer-Monaten gesehen. Korekturen kamen dann oft im September und Oktober. Die Unsicherheit vor den Midterm Wahlen in den USA im November könnten ein Trigger sein.
🚨 Die Forexmärkte werden langsam wieder spannend - Zinserwartungen ändern sich
Hier für Euch eine Übersicht der aktuellen G10 Zinsen. Besonders interessant wird es in Neuseeland.
🔔 Die RBNZ kommt aus einem langen Zinssenkungs-Zyklus heraus
Zum ersten Mal seit Monaten signalisierte die RBNZ steigende Zinsen.
🚀 Die RBA hat dagegen schon längst mit Zinsanhebungen begonnen
Ein starker Kontrast zur RBNZ.
📉 Diese Divergenz führte zum höchsten Monats-RSI im AUD/NZD jemals
Da die RBNZ nun umschwenkt, könnte dies ein Hoch im AUD/NZD markieren
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Allen Tradern & Investoren einen erfolgreichen Start in die neue Tradingwoche!
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– Euer Meikel
Monatsrückblick Mai – Deeskalation,fallende Ölpreise & neue ATHsMonatsrückblick Mai 2026
Noch zu Monatsbeginn dominierten Sorgen über steigende Inflation, hohe Ölpreise, geopolitische Eskalationen im Nahen Osten und erneut steigende Anleiherenditen die Schlagzeilen. Viele Marktteilnehmer befürchteten eine stärkere Korrekturbewegung und größere Gewinnmitnahmen in Risk Assets.
Vier Wochen später präsentiert sich ein völlig anderes Bild.
Der Ölpreis ist massiv eingebrochen, die Volatilität hat deutlich nachgelassen, die Renditen langfristiger US-Staatsanleihen wurden wieder zurückgekauft und die großen US-Indizes konnten neue Allzeithochs markieren. Auch der DAX etablierte sich erneut oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000 Punkte Marke.
Der Mai war damit nicht einfach nur ein weiterer positiver Börsenmonat.
Vielmehr war es der Monat, in dem die Märkte trotz zahlreicher Belastungsfaktoren bemerkenswerte Stärke zeigten und eine deutliche Neubewertung der makroökonomischen Lage vorgenommen haben.
Werfen wir gemeinsam einen Blick auf die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen vier Wochen.
Geopolitische Lage – Der wichtigste Markttreiber des Monats
Die geopolitische Lage war im Mai erneut ohne Zweifel der dominierende Faktor an den Finanzmärkten.
Im Mittelpunkt standen weiterhin die Entwicklungen im Nahen Osten, insbesondere die Beziehungen zwischen den USA, Israel und dem Iran.
Zu Monatsbeginn waren die Märkte noch stark von Eskalationssorgen geprägt. Die Sorge vor einer Ausweitung militärischer Konflikte sowie möglichen Störungen wichtiger Öltransportrouten führte zeitweise zu einem Anstieg des Ölpreises auf über 107 Dollar.
Insbesondere die Straße von Hormus rückte erneut in den Fokus der Anleger. Jede potenzielle Beeinträchtigung dieser zentralen Handelsroute hätte erhebliche Auswirkungen auf die globale Energieversorgung und damit auf die Inflationserwartungen gehabt.
Im Verlauf des Monats änderte sich das Bild jedoch zunehmend.
Die Märkte begannen immer stärker eine diplomatische Lösung zwischen den USA und dem Iran einzupreisen. Berichte über Fortschritte bei den Verhandlungen, mögliche Verlängerungen bestehender Waffenstillstände sowie Signale einer Deeskalation sorgten zunehmend für Entspannung.
Besonders in den letzten beiden Maiwochen nahm die Hoffnung auf einen möglichen Deal deutlich zu. Während es weiterhin Sanktionen, politische Spannungen und militärische Aktivitäten in der Region gab, rückte für die Märkte zunehmend die Wahrscheinlichkeit einer diplomatischen Lösung in den Vordergrund.
Diese Neubewertung war einer der Hauptgründe für die massive Schwäche im Ölpreis sowie die starke Entwicklung vieler Risk Assets.
Auch außerhalb des Nahen Ostens blieb die geopolitische Lage angespannt.
Die Beziehungen zwischen den USA und China standen erneut im Fokus. Insbesondere die Situation rund um Taiwan sowie die fortgesetzten Spannungen im Bereich Technologie, Handel und Halbleiterproduktion sorgten weiterhin für Unsicherheit.
Dennoch gelang es den Märkten, diese Risiken weitgehend auszublenden. Anleger konzentrierten sich zunehmend auf die unmittelbaren Auswirkungen für Inflation, Energiepreise und Wachstum.
Die wichtigste Erkenntnis des Monats lautet daher:
Nicht die geopolitischen Risiken verschwanden, vielmehr verringerte sich die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Eskalation deutlich.
FED, EZB und die Entwicklung der Geldpolitik
Neben der Geopolitik standen auch die Zentralbanken im Mittelpunkt.
Die US-Notenbank FED bewegte sich im Mai weiterhin auf einem schmalen Grat zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsunterstützung.
Die veröffentlichten FOMC-Protokolle machten deutlich, dass innerhalb der FED weiterhin große Vorsicht herrscht.
Zwar wurden Fortschritte bei der Inflation anerkannt, gleichzeitig betonten zahlreiche Mitglieder jedoch, dass weitere Beweise für einen nachhaltigen Rückgang erforderlich seien, bevor größere Zinssenkungen gerechtfertigt wären.
Mehrere FED-Mitglieder äußerten sich im Monatsverlauf weiterhin vergleichsweise hawkish.
Insbesondere Williams und Musalem machten deutlich, dass Zinssenkungen keineswegs garantiert seien und bei einer erneuten Beschleunigung der Inflation sogar weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Diskussion um Kevin Warsh.
Sein Name wurde im Mai verstärkt im Zusammenhang mit zukünftigen Führungsrollen innerhalb der US-Geldpolitik genannt. Da Warsh traditionell eher als geldpolitisch Dovish wahrgenommen wird, verfolgten die Märkte diese Entwicklung aufmerksam.
Auch die Europäische Zentralbank stand im Fokus.
Die EZB-Protokolle sowie Aussagen von Lagarde und Lane zeigten, dass die Inflationsbekämpfung weiterhin oberste Priorität besitzt.
Gleichzeitig wurden jedoch zunehmend Hinweise sichtbar, dass die europäische Inflation langsam unter Kontrolle kommt. Vor allem gegen Monatsende sorgten mehrere Inflationsdaten aus Europa für positive Überraschungen und stärkten die Erwartung, dass die EZB in den kommenden Monaten zusätzlichen Spielraum für eine lockerere Geldpolitik erhalten könnte und es bei einer Zinserhöhung im Juni bleibt.
Insgesamt blieb die Kommunikation sowohl der FED als auch der EZB vorsichtig.
Die Märkte interpretierten die Datenlage jedoch zunehmend als Zeichen dafür, dass der Höhepunkt der restriktiven Geldpolitik hinter uns liegen könnte.
Wirtschaftsdaten und Fundamentallage
Die fundamentalen Wirtschaftsdaten zeichneten im Mai ein überraschend robustes Bild.
Während viele Marktteilnehmer zu Jahresbeginn noch mit einer deutlichen Abschwächung der Wirtschaft gerechnet hatten, bestätigten zahlreiche Daten die Widerstandsfähigkeit der Konjunktur.
Besonders bemerkenswert war die Entwicklung des US-Arbeitsmarktes.
Die Non-Farm Payrolls lagen bei 115.000 neu geschaffenen Stellen und damit deutlich über den Erwartungen. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil bei 4,3 Prozent.
Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bewegten sich über weite Strecken des Monats auf einem Niveau, das weiterhin einen robusten Arbeitsmarkt signalisiert.
Auf der Inflationsseite zeigte sich ein gemischtes, insgesamt jedoch konstruktives Bild.
Der US-Verbraucherpreisindex lag im Jahresvergleich bei 3,8 Prozent. Die Core CPI Daten sowie später die Core PCE Daten bestätigten, dass die Inflation zwar weiterhin oberhalb des FED Ziels liegt, der übergeordnete Trend jedoch zunehmend nach unten zeigt, wenn eine Entspannung rund um die Straße von Hormus bald einsetzt.
Besonders positiv wurde die Veröffentlichung des Core PCE zum Monatsende aufgenommen.
Mit einem Monatswert von 0,2 Prozent fiel die Entwicklung etwas besser aus als erwartet und unterstützte die Hoffnung auf eine langfristige Entspannung des Inflationsdrucks.
Auch die Wirtschaftsdaten selbst blieben erstaunlich stabil.
Die Durable Goods Orders überraschten mit einem Anstieg von 7,9 Prozent massiv positiv und signalisierten weiterhin hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen.
Der Chicago PMI sprang auf 62,7 Punkte und erreichte damit den höchsten Wert seit längerer Zeit. Werte oberhalb von 50 signalisieren eine Expansion der wirtschaftlichen Aktivität.
Gleichzeitig gab es auch einige Schwachstellen.
Der Immobilienmarkt zeigte sich weiterhin verhalten. Die Verkäufe neuer Häuser blieben hinter den Erwartungen zurück.
Trotzdem ergibt sich für den Mai insgesamt folgendes Bild:
Die Inflation sinkt langsam.
Die Wirtschaft wächst weiter.
Der Arbeitsmarkt bleibt robust.
Eine Rezession ist aktuell nicht erkennbar.
Genau dieses Umfeld erwies sich als ideal für die Aktienmärkte.
Dazu kommen starke Earnings und Quartalsberichte der großen Tech und KI Firmen. Die Euphorie rund um KI wird nach wie vor von realen starken Umsatzzahlen getragen. Auf Grund der mittlerweile extrem hohen Gewichtung von Tech Unternehmen in den Indizes, beflügelt dieser sehr stark performende Sektor die größeren Indizes wie SPX und NASDAQ massiv.
Charttechnik und Korrelationen im Überblick
US Oil
Der Ölmarkt war einer der auffälligsten Märkte des Monats.
Zu Beginn des Mai stieg US Oil noch auf über 107 Dollar und erreichte damit neue Mehrmonatshochs.
Anschließend folgte jedoch eine massive Trendwende.
Über den gesamten Monat hinweg wurden zunehmend geopolitische Risiken ausgepreist. Gleichzeitig sorgten sinkende Inflationserwartungen und eine verbesserte Nachrichtenlage im Nahen Osten für starke Kapitalabflüsse aus dem Energiesektor.
Am Monatsende notiert US Oil bei rund 87,75 Dollar und damit mehr als 16 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Besonders bemerkenswert ist der Schlusskurs unterhalb der psychologisch wichtigen 90 Dollar Marke.
Die Monatskerze zählt damit zu den bearishsten Kerzen der vergangenen Monate.
US-Staatsanleihen
Auch am Anleihemarkt sahen wir im Mai enorme Schwankungen.
Vor allem in den ersten beiden Maiwochen stiegen die Renditen deutlich an.
Die Renditen der 3-jährigen, 5-jährigen, 10-jährigen sowie 30-jährigen US-Staatsanleihen erreichten zeitweise neue Mehrmonatshochs.
Mit zunehmender Entspannung im Nahen Osten sowie rückläufigen Inflationssorgen wurden diese Bewegungen jedoch größtenteils wieder zurückgenommen. Insbesondere die langfristigen Renditen konnten ihre Hochs nicht verteidigen und wurden zum Monatsende deutlich zurückgekauft.
Dies reduzierte den Druck auf die Aktienmärkte erheblich.
DXY
Der US Dollar zeigte sich im Mai vergleichsweise stabil.
Mit einem Monatsplus von rund 0,87 Prozent schloss der DXY bei 98,94 Punkten.
Trotz der Erholung bleibt der Dollar damit weiterhin innerhalb seiner großen Seitwärtsrange, die bereits seit rund einem Jahr Bestand hat. Aus Sicht der Aktienmärkte sorgte der stabile Dollar für keine größeren Belastungen.
VIX
Der Volatilitätsindex zeigte im Mai eine deutliche Entspannung.
Zwischenzeitlich stieg der VIX im Zuge der geopolitischen Unsicherheit nochmals in Richtung 20 Punkte. Mit zunehmender Deeskalation sank die Volatilität jedoch wieder deutlich. Der Monat endet bei rund 15,3 Punkten und damit etwa 10 Prozent unter dem Vormonat. Dies bestätigt die aktuell hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia blieb auch im Mai einer der wichtigsten Einzelwerte des gesamten Marktes.
Die veröffentlichten Quartalszahlen fielen erneut stark aus und bestätigten die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Trotz hervorragender Zahlen und positiver Prognosen kam es nach den Earnings zu ersten Gewinnmitnahmen. Auf Monatssicht verbleibt dennoch ein Plus von rund 5,6 Prozent. Die langfristige Aufwärtsstruktur bleibt vollständig intakt, gleichzeitig zeigen sich erstmals seit längerer Zeit leichte Ermüdungserscheinungen.
Bitcoin
Bitcoin gehörte zu den schwächsten großen Risk Assets des Monats. Nach einem starken Start in den Mai scheiterte die Kryptowährung im Bereich von 82.500 Dollar. Anschließend dominierte Verkaufsdruck. Während Aktien neue Rekordstände markierten, verlor Bitcoin auf Monatssicht rund 3,5 Prozent. Die relative Schwäche gegenüber den Aktienmärkten bleibt damit bestehen.
S&P 500
Der S&P 500 setzte seine beeindruckende Rally fort.
Mit einem Monatsplus von rund 5 Prozent markierte der Index neue Allzeithochs bei rund 7.580 Punkten. Sinkende Ölpreise, stabile Wirtschaftsdaten, positive Performance des hochgewichteten Tech Sektors und rückläufige Renditen sorgten für ideale Rahmenbedingungen. Besonders bemerkenswert bleibt die Tatsache, dass seit Anfang April keine einzige bearishe Wochenkerze entstanden ist.
Nasdaq
Der Nasdaq war erneut der stärkste große Aktienindex.
Mit einem Monatsgewinn von rund 10,5 Prozent zählt der Mai zu den stärksten Monaten der vergangenen Jahre. Die KI-Dynamik bleibt ungebrochen. Die Kombination aus Nvidia, Halbleitern, Softwareunternehmen und KI-Infrastruktur sorgt weiterhin für starke Kapitalzuflüsse. Der Monat endet oberhalb von 30.000 Punkten und damit auf neuen Rekordständen.
Dow Jones (US30)
Auch der Dow Jones konnte neue Höchststände markieren.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten im Bereich der 50.000 Punkte Marke gelang schließlich der Ausbruch. Mit einem Monatsplus von rund 2,5 Prozent schloss der Index bei rund 51.018 Punkten. Damit bestätigt auch der Dow Jones die aktuell hohe Risikobereitschaft der Anleger, dieser ist sehr viel weniger Tech lastig wie SPX und NASDAQ.
DAX – Monatsrückblick Mai
Auch der DAX blickt auf einen starken Mai zurück.
Der Monatsverlauf war dabei deutlich volatiler, als es das finale Ergebnis vermuten lässt.
Zu Beginn des Monats stand die wichtige 24.000 Punkte Marke im Fokus. Nach den Belastungen aus dem April gelang es den Käufern zunächst, diese Zone erfolgreich als Unterstützung zu verteidigen. Von dort aus setzte eine erste starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index wieder in Richtung 25.000 Punkte führte.
Im Bereich der 25.000er-Marke kam es jedoch zunächst zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Der Markt wurde erneut abverkauft und fiel im weiteren Verlauf sogar nochmals bis in den Bereich der Monatstiefs zurück. Zwischenzeitlich wurden dabei Kurse um 23.600 Punkte getestet.
Diese erneute Schwächephase fiel zeitlich mit den Sorgen über steigende Renditen, hohe Ölpreise sowie anhaltende geopolitische Unsicherheiten zusammen. Die entscheidende Wende erfolgte anschließend in der zweiten Monatshälfte.
Mit der zunehmenden Entspannung im Nahen Osten, dem deutlichen Rückgang der Ölpreise sowie wieder fallenden Renditen verbesserte sich das Umfeld für europäische Aktien spürbar.
Der DAX konnte die 24.000 Punkte Marke nachhaltig zurückerobern und etablierte sich erneut oberhalb dieses Bereichs. In den letzten beiden Maiwochen setzte daraufhin eine starke Aufwärtsbewegung ein, die den Index erstmals seit längerer Zeit wieder klar über die psychologisch wichtige 25.000 Punkte Marke führte.
Das Monatshoch wurde bei rund 25.442 Punkten markiert.
Dort kam es erneut zu Gewinnmitnahmen, sodass der DAX zum Monatsende etwas unterhalb der Höchststände notierte.
Mit einem Monatsschlusskurs von rund 25.038 Punkten beendet der deutsche Leitindex den Mai dennoch oberhalb der wichtigen 25.000er Zone und verzeichnet gegenüber dem Vormonat einen Zugewinn von rund 3 %.
Besonders bemerkenswert ist dabei, dass der DAX über dem Hoch des Vormonats schließen konnte und sich damit wieder in unmittelbarer Nähe seiner Allzeithochs befindet. Aktuell beträgt der Abstand zum Rekordhoch lediglich rund 1,9 %. Auch wenn die Dynamik zuletzt etwas hinter Nasdaq und S&P 500 zurückblieb, bleibt die technische Struktur des DAX weiterhin klar konstruktiv. Die Käufer konnten sowohl die 24.000er Zone als auch die 25.000er Marke zurückerobern und verteidigen.
Aus charttechnischer Sicht bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend damit vollständig intakt.
Wichtigste Erkenntnisse des Monats Mai
* Die Märkte preisen zunehmend eine Deeskalation im Nahen Osten ein.
* Der Ölpreis verliert über 16 Prozent und wirkt klar disinflationär.
* Langfristige Anleiherenditen können ihre Hochs nicht verteidigen.
* Der VIX fällt deutlich zurück und signalisiert ein Risk-On-Umfeld.
* Die Inflationsdaten zeigen insgesamt sehr leichte Fortschritte.
* Die US-Wirtschaft bleibt überraschend robust.
* Der Arbeitsmarkt zeigt weiterhin Stabilität.
* Die KI-Story bleibt der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber.
* S&P 500, Nasdaq und Dow Jones markieren neue Allzeithochs.
* Bitcoin zeigt deutliche relative Schwäche.
* Der DAX etabliert sich erneut oberhalb von 25.000 Punkten .
Fazit
Der Mai 2026 war der Monat, in dem die Märkte mehrere potenzielle Belastungsfaktoren absorbierten und trotzdem neue Höchststände erreichten. Geopolitische Risiken, hohe Ölpreise, steigende Renditen und eine weiterhin vorsichtige FED konnten die Aufwärtsbewegung letztlich nicht stoppen. Stattdessen dominierten sinkende Energiepreise, robuste Wirtschaftsdaten, stabile Arbeitsmärkte und die ungebrochene Dynamik im KI-Sektor.
Besonders bemerkenswert bleibt dabei die starke Divergenz zwischen Aktienmärkten und Bitcoin sowie die zunehmende Konzentration der Rally auf Technologie- und KI-Werte. Ob sich diese Entwicklung auch im Juni fortsetzen kann, bleibt eine der spannendsten Fragen für die kommenden Wochen.
Keine Anlageberatung, sondern ausschließlich meine persönliche Markteinschätzung.
Wie hat euch dieses neue Format mit Tagesausblicken, Wochenrückblicken und nun auch Monatsrückblicken gefallen?
Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
Morgen folgt zunächst der Wochenausblick für die KW23. Anschließend veröffentliche ich den ausführlichen Monatsausblick Juni mit allen relevanten Entwicklungen, Chancen und Risiken für die kommenden Wochen.
Zusätzlich erscheint auf YouTube ein ausführlicher Marktüberblick inklusive konkreter Handelsideen für die KW23.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
DAX Wochenrückblick KW22 – Die wichtigsten Erkenntnisse!Vorwort
Bevor wir in den Wochenrückblick starten:
Heute Abend werde ich zusätzlich noch einen ausführlichen Monatsrückblick für den Mai veröffentlichen. Dort gehe ich detaillierter auf die wichtigsten Entwicklungen der vergangenen vier Wochen ein, von den geopolitischen Ereignissen über Inflation, Zentralbanken und Wirtschaftsdaten bis hin zur Entwicklung von Öl, Anleiherenditen, DAX, Nasdaq, S&P 500, Bitcoin und den wichtigsten Markttrends.
Der heutige Wochenrückblick konzentriert sich daher bewusst auf die wichtigsten Ereignisse und Marktbewegungen der KW22.
Fundamentale geopolitische Lage
Die geopolitische Lage blieb auch in KW22 der dominierende Markttreiber. Im Fokus stand weiterhin der Konflikt im Nahen Osten sowie die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Während in den Vorwochen noch eine direkte Eskalation eingepreist wurde, setzte sich in dieser Woche zunehmend die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung durch.
Besonders marktbewegend waren Berichte über eine mögliche Verlängerung des Waffenstillstands sowie Meldungen, dass beide Seiten bei zentralen Verhandlungspunkten Fortschritte erzielt hätten. Gleichzeitig blieben zahlreiche Risiken bestehen. Die USA verhängten neue Sanktionen gegen iranische Ölexporte, Israel weitete seine militärischen Aktivitäten im Gazastreifen aus und die Lage in der Region bleibt insgesamt angespannt.
Trotzdem überwog an den Finanzmärkten klar die Hoffnung auf weitere Deeskalation. Besonders deutlich zeigte sich dies beim Ölpreis, bei den Anleiherenditen sowie beim Volatilitätsindex VIX.
Auch außerhalb des Nahen Ostens blieb die geopolitische Nachrichtenlage aktiv. Die Beziehungen zwischen den USA und China standen erneut im Fokus, während weltweit weiterhin hohe Verteidigungsausgaben und zunehmende geopolitische Fragmentierung diskutiert werden. Für die Märkte war jedoch vor allem entscheidend, dass die unmittelbaren Risiken einer Eskalation im Nahen Osten deutlich geringer eingepreist wurden als noch vor wenigen Wochen.
Fundamentaldaten der Woche – Überblick
Die Wirtschaftsdaten der KW22 zeichneten insgesamt ein Bild einer weiterhin robusten Weltwirtschaft bei gleichzeitig nachlassendem Inflationsdruck.
In Europa standen die Inflationsdaten im Fokus. Besonders Deutschland überraschte mit einem Rückgang des monatlichen Verbraucherpreisindex von -0,2 % gegenüber einer Erwartung von +0,1 %. Auch mehrere andere europäische Inflationsdaten fielen schwächer aus als erwartet. Dies stärkte die Erwartung, dass die EZB in den kommenden Monaten zusätzlichen Spielraum für eine lockerere Geldpolitik erhalten könnte bzw. der Zinserhöhungsschritt für Juni evtl. doch noch für Überraschungen sorgen könnte.
In den USA sorgte vor allem der Chicago PMI für Aufmerksamkeit. Mit einem Wert von 62,7 Punkten wurde die Erwartung von 50,6 Punkten deutlich übertroffen. Die US-Wirtschaft zeigt damit weiterhin eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit trotz des hohen Zinsniveaus.
Zusätzlich standen zahlreiche Aussagen von Fed-Mitgliedern im Fokus. Insgesamt blieb der Tenor vorsichtig. Einerseits zeigen sich Fortschritte bei der Inflation, andererseits möchte die Fed weiterhin sicherstellen, dass der Inflationsdruck nachhaltig zurückgeht, bevor größere Zinssenkungen erfolgen.
Gesamtbild Wirtschaft und Inflation
Das Gesamtbild hat sich gegenüber den Vorwochen leicht verbessert.
Der deutliche Rückgang des Ölpreises reduziert kurzfristig den Inflationsdruck. Gleichzeitig bleiben die Arbeitsmärkte stabil und die Konjunkturdaten zeigen bislang keine Anzeichen einer scharfen wirtschaftlichen Abschwächung.
Die Märkte bewegen sich damit weiterhin in einem klassischen Risk-on-Umfeld. Anleger setzen auf sinkende Inflation, stabile Wirtschaftsdaten und eine weiterhin unterstützende Entwicklung im KI-Sektor.
Besonders entscheidend bleibt jedoch die weitere Entwicklung im Nahen Osten. Sollte die aktuelle Deeskalation Bestand haben, würde dies die Inflationserwartungen zusätzlich entlasten und Risk Assets weiter unterstützen.
Charttechnik und Märkte im Überblick
US Oil
Beim Ölpreis sahen wir in KW22 einen massiven Rückgang. US Oil verlor auf Wochensicht rund 9,5 % und schloss bei 87,75 Dollar damit erstmals wieder deutlich unterhalb der psychologisch wichtigen 90 $ Marke.
Der Markt preist aktuell eine weitere Entspannung im Nahen Osten ein. Gleichzeitig reduziert der Rückgang des Ölpreises den Inflationsdruck und unterstützt damit die positive Entwicklung an den Aktienmärkten.
Entscheidend bleibt nun, ob sich die aktuelle Deeskalation fortsetzt. Solange US Oil unterhalb der 90 Dollar Marke notiert, bleibt ein weiterer Rückgang in Richtung 80 bis 87 Dollar möglich.
Bonds & DXY
Am Anleihemarkt setzte sich die Entspannung fort. Besonders die langfristigen US-Staatsanleihen verzeichneten rückläufige Renditen. Die 10-jährigen Renditen fielen auf Wochensicht um rund 2,7 %, die 30-jährigen um rund 1,7 %.
Parallel dazu zeigte sich auch der US-Dollar etwas schwächer. Der DXY verlor auf Wochenbasis rund 0,4 % und schloss bei 98,94 Punkten.
Entscheidend bleibt nun, ob der Dollar die Unterstützung im Bereich um 98,75 Punkte verliert oder erneut innerhalb seiner bisherigen Range Richtung 99,50 Punkte ansteigen kann.
VIX
Der Volatilitätsindex setzte seinen Rückgang fort.
Nach den erhöhten Schwankungen der vergangenen Wochen fiel der VIX auf rund 15,3 Punkte zurück und verlor auf Wochensicht knapp 9 %.
Die niedrige Volatilität signalisiert weiterhin ein konstruktives Umfeld für Risk Assets und bestätigt die aktuell hohe Risikobereitschaft der Marktteilnehmer.
Risk Assets im Gesamtüberblick
Die großen US-Indizes präsentierten sich erneut äußerst robust. Während Öl, Anleiherenditen und Volatilität zurückkamen, flossen weiterhin Kapitalströme in Aktienmärkte.
Besonders auffällig bleibt die enorme Stärke von Technologie- und KI-Werten. Gleichzeitig zeigen europäische Aktien ebenfalls weiterhin relative Stärke.
Lediglich Bitcoin konnte mit der Entwicklung klassischer Aktienmärkte nicht mithalten und zeigte auf Wochenbasis eine deutlich schwächere Performance.
Nvidia
Nach dem starken Ausbruch der Vorwochen kam es bei Nvidia zu ersten Gewinnmitnahmen.
Die Aktie verlor auf Wochenbasis knapp 2 % und fiel wieder in die Widerstandszone zwischen 208 und 212 Dollar zurück. Trotzdem bleibt die langfristige Aufwärtsstruktur vollständig intakt.
Entscheidend wird nun sein, ob die Unterstützung um 208 Dollar verteidigt werden kann. Oberhalb von 218 Dollar würde sich das bullische Momentum erneut deutlich verstärken.
Bitcoin
Bitcoin zeigte sich in KW22 schwächer als klassische Aktienmärkte.
Die Kryptowährung verlor rund 4,6 % auf Wochenbasis und bewegt sich weiterhin innerhalb ihrer aktuellen Range.
Charttechnisch bleibt vor allem der Bereich um 74.555 Dollar entscheidend. Oberhalb dieser Marke wären erneute Angriffe auf die Hochs möglich. Unterhalb davon erhöht sich das Risiko einer Ausweitung der Korrektur Richtung 71.000 Dollar.
S&P 500 & Nasdaq
Die US-Indizes bleiben die klaren Gewinner des aktuellen Marktumfelds.
Der S&P 500 konnte erneut neue Allzeithochs markieren und schloss die Woche rund 1,4 % im Plus. Auch der Nasdaq setzte seine Rekordjagd fort und gewann auf Wochenbasis rund 2 % hinzu.
Die Kombination aus sinkenden Renditen, rückläufigem Ölpreis und weiterhin starker KI-Dynamik sorgt weiterhin für Rückenwind im Technologiesektor. Insgesamt bleibt die Aufwärtsstruktur in beiden Indizes klar bullish.
US30
Auch der Dow Jones zeigte sich stark.
Der Index schloss oberhalb der wichtigen 51.000 Punkte Marke und gewann auf Wochenbasis knapp 0,9 %. Damit bestätigt der Markt weiterhin die übergeordnete Aufwärtsstruktur und signalisiert unverändert hohe Risikobereitschaft der Anleger.
DAX
Der DAX zeigte in KW22 ebenfalls eine positive Woche, konnte jedoch nicht ganz mit der Dynamik der US Indizes mithalten, vor allem zum Freitag.
Nach einem erneuten Angriff auf die Zone um 25.200 Punkte am Freitag, kam es dort zu deutlichen Gewinnmitnahmen. Trotzdem gelang es dem Markt, die wichtige 25.000 Punkte-Marke zum Wochenschluss zu verteidigen.
Auf Wochenbasis ergibt sich damit weiterhin ein Plus von rund 1,1 %.
Die technische Struktur bleibt konstruktiv, auch wenn sich erste Ermüdungserscheinungen im Bereich der jüngsten Hochs zeigen. Solange die 25.000 Punkte Marke verteidigt wird, bleibt das übergeordnete Bild weiterhin bullish.
Wichtigste Erkenntnisse der KW22
• Die Märkte preisen zunehmend eine Deeskalation im Nahen Osten ein.
• Der Ölpreis verliert rund 9,5 % und wirkt klar disinflationär.
• US-Anleiherenditen kommen spürbar zurück.
• Der VIX fällt erneut deutlich und signalisiert ein Risk-on-Umfeld.
• Die europäischen Inflationsdaten überraschen überwiegend positiv.
• Die US-Wirtschaft zeigt weiterhin bemerkenswerte Stärke.
• KI bleibt der wichtigste strukturelle Wachstumstreiber an den Märkten.
• S&P 500, Nasdaq und Dow Jones markieren neue Rekordstände.
• Bitcoin bleibt deutlich schwächer als klassische Aktienmärkte.
• Der DAX verteidigt die wichtige 25.000 Punkte Marke und bleibt technisch bullish.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wünsche euch allen ein schönes Wochenende!
Wie schätzt ihr die aktuelle Lage ein? Bleibt die Deeskalation im Nahen Osten der wichtigste Treiber für die Märkte oder rücken Inflation und Geldpolitik bald wieder stärker in den Fokus?
Heute Abend folgt zusätzlich der große Monatsrückblick Mai mit allen wichtigen Entwicklungen der vergangenen vier Wochen im Überblick.
DAX🇩🇪 - Ausblick KW23/2026Hallo Trader,
der DAX konnte noch kein neues ATH erreichen. Er ist exakt am Widerstand abgeprallt.
Sollte es im Iran keine Einigung geben, dürfte der DAX erneut erst einmal "Luft holen". Bei einem Durchbruch bei den Friedensverhandlungen, dürfen wir dann ein neues ATH sehen.
Widerstände:
- Zone ums ATH
Unterstützungen:
- Zone bei 23.000 - 23.100
- Zone rund um 22.200
- Zone bei 21.500
- Runde Marke von 20.000
Happy Pips,
Michael - Team PimYourTrading
Nasdaq🇺🇸 - Ausblick KW23/2025Hallo Trader,
7600 Punkte! So weit ist der Nasdaq nun ohne nennenswerte Korrektur gelaufen. Und ich bleibe dabei - eine Korrektur ist überfällig.
Wann sie kommt? Keine Ahnung. Aber sie wird kommen - da bin ich mir sicher. Meistens dann, wenn keiner Sie erwartet.
So lange bleibe ich nur kurzfristig dabei oder trade die Breakouts beim US Open
Widerstände:
- ??
Unterstützungen:
- Zone bei 29.600
- Mai Tief bei ca 28.550
- Zone bei 26.200
- Zone bei 24.000
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
SP500🇺🇸 - Ausblick KW23/2025Hallo Trader,
wir starten erst eimal mit den fundamentalen Daten.
📊 Fundamentaler Ausblick KW23 (01.06. – 05.06.2026)
Die erste Juniwoche startet mit einer deutlich verbesserten Marktstimmung. Zum Wochenschluss der Vorwoche konnten zahlreiche Aktienindizes neue Jahreshochs erreichen oder sich ihren Allzeithochs stark annähern. Auslöser war vor allem die Hoffnung auf eine diplomatische Entspannung in mehreren geopolitischen Konflikten sowie die Erwartung, dass die großen Zentralbanken im weiteren Jahresverlauf einen lockereren geldpolitischen Kurs einschlagen könnten. Diese Kombination aus sinkender Risikoaversion und anhaltender Liquiditätshoffnung sorgt aktuell für einen starken Risikoappetit der Anleger.
Trotz der positiven Stimmung bleibt die kommende Woche fundamental äußerst wichtig. Bereits am Montag stehen die Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland und den USA auf der Agenda. Während die deutsche Industrie weiterhin mit schwacher Nachfrage und strukturellen Herausforderungen kämpft, zeigt sich die US-Wirtschaft bislang erstaunlich robust. Zusätzlich wird eine Rede von FED-Chef Jerome Powell genau verfolgt werden. Anleger hoffen auf Signale, dass die Inflation weiter unter Kontrolle bleibt und Zinssenkungen im zweiten Halbjahr möglich werden.
Am Dienstag richtet sich der Fokus auf die Inflationsdaten der Eurozone. Die Märkte erwarten weiterhin, dass sich der Preisauftrieb stabilisiert und die EZB dadurch mehr Spielraum für eine unterstützende Geldpolitik erhält. Gleichzeitig liefern die JOLTS-Stellenangebote wichtige Hinweise auf die Verfassung des US-Arbeitsmarktes, der bislang einer der wichtigsten Stabilitätsfaktoren der amerikanischen Wirtschaft bleibt.
Am Mittwoch stehen die Dienstleistungsindizes sowie die ADP-Arbeitsmarktdaten aus den USA im Mittelpunkt. Diese Daten dienen als erster wichtiger Hinweis für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Gleichzeitig bleiben die Rohölmärkte im Fokus. Zwar haben zuletzt Hoffnungen auf eine geopolitische Entspannung für etwas Druck von den Energiepreisen genommen, dennoch reagieren die Märkte weiterhin äußerst sensibel auf Nachrichten aus den Krisenregionen.
Der Donnerstag dürfte vor allem durch Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde geprägt werden. Investoren werden genau darauf achten, ob die europäische Notenbank ihren eingeschlagenen Kurs einer schrittweisen geldpolitischen Lockerung bestätigt oder aufgrund möglicher Inflationsrisiken vorsichtiger agiert.
Das Highlight der Woche folgt schließlich am Freitag mit den US-Arbeitsmarktdaten. Die Non-Farm Payrolls, die Arbeitslosenquote und die Lohnentwicklung gelten als entscheidende Faktoren für die weitere Zinspolitik der FED. Ein moderater Arbeitsmarktbericht könnte das aktuelle Goldilocks-Szenario stützen: eine robuste Wirtschaft ohne neuen Inflationsdruck. Genau dieses Umfeld wünschen sich die Märkte derzeit.
🌍 Geopolitische Lage: Hoffnung auf Entspannung stützt die Märkte
Der entscheidende Unterschied zur Vorwoche ist die deutlich gestiegene Hoffnung auf diplomatische Fortschritte in mehreren Konfliktherden. Anleger preisen aktuell zunehmend ein, dass sich die Risiken einer weiteren Eskalation zumindest kurzfristig reduzieren könnten. Dadurch fließt wieder verstärkt Kapital in Aktien, insbesondere in Wachstums- und Technologiewerte.
Dennoch bleibt Vorsicht angebracht. Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China bestehen weiterhin. Besonders im Bereich künstliche Intelligenz, Halbleiter und Hochtechnologie konkurrieren beide Staaten um wirtschaftliche und technologische Vorherrschaft. Auch die Lage im Nahen Osten sowie bestehende Konflikte in Osteuropa bleiben potenzielle Risikofaktoren für Energiepreise, Lieferketten und die globale Konjunktur.
🤖 KI- und Chipsektor bleibt Marktführer
Der KI-Boom bleibt der dominante Treiber an den Börsen. Die Nachfrage nach Rechenleistung, Cloud-Infrastruktur und Hochleistungschips wächst weiterhin exponentiell. Unternehmen wie Nvidia, AMD, Broadcom, TSMC sowie die großen Hyperscaler investieren Milliarden in den Ausbau ihrer KI-Kapazitäten.
Zusätzlich sorgt die Hoffnung auf sinkende Zinsen für Rückenwind, da Wachstumsunternehmen besonders stark von niedrigeren Finanzierungskosten profitieren. Die Kombination aus KI-Euphorie, Liquiditätserwartungen und geopolitischer Entspannung erklärt, warum der Technologiesektor aktuell erneut die Führung an den Märkten übernimmt.
📌 Fazit für KW23
Die Märkte starten mit Rückenwind in die neue Woche. Die Hoffnung auf eine Entspannung geopolitischer Konflikte und mögliche Zinssenkungen hat die großen Indizes zurück in die Nähe ihrer Allzeithochs geführt. Nun müssen die anstehenden Konjunktur-, Inflations- und Arbeitsmarktdaten zeigen, ob diese optimistische Erwartungshaltung fundamental gerechtfertigt ist. Besonders die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag könnten darüber entscheiden, ob die Rallye weiterläuft oder ob erste Gewinnmitnahmen einsetzen. Aktuell dominieren jedoch weiterhin Risikoappetit, KI-Euphorie und Zinshoffnungen das Marktgeschehen. 🚀📈
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Chart SP500 🇺🇸
Tja - was soll man sagen. KI Treibt. Und so langsam fragt man sich wirklich ob die Korrektur wirklich kommt... Ich bleibe aber dabei. Ohne größere Korrektur zuvor, baue ich keine langfristigen Trades auf. Kurzfristig folge ich weiter dem Intraday Trend und der war zuletzt immer long.
Widerstände
-
Unterstützungen:
- Tief bei 7500 Punkten
- Mai Tief bei ca 7320 Punkten
- Zone ums ATH bei ca 7000 Punkten
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
DAX Tagesausblick – 29. Mai - Finaler US-IRAN Deal in Sicht?Kommt heute der entscheidende Iran-USA-Deal?
Bevor wir in die Märkte schauen, ein wichtiger Hinweis: Heute ist der letzte Handelstag im Monat Mai. Damit schließen heute Abend nicht nur die Tages- und Wochenkerzen, sondern auch die Monatskerzen. Gerade zum Monatsende sehen wir häufig erhöhte Volatilität, Umschichtungen institutioneller Investoren und Gewinnmitnahmen. Entsprechend wichtig sind heute die Schlusskurse auf Monatsbasis.
Geopolitische Lage im Nahen Osten
Die geopolitische Lage bleibt aktuell der wichtigste Markttreiber.
Gestern haben wir eine Vielzahl teils widersprüchlicher Meldungen gesehen. Auf der einen Seite gab es Berichte über neue US-Luftschläge, iranische Gegenreaktionen, weitere Sanktionen und Spannungen rund um die Straße von Hormus. Auf der anderen Seite tauchten gleichzeitig Meldungen auf, wonach die USA und Iran offenbar eine Verlängerung der Waffenruhe um weitere 60 Tage ausgearbeitet haben und lediglich noch die finale Zustimmung von Donald Trump ausstehen soll.
Genau diese Hoffnung auf eine Deeskalation hat gestern für einen massiven Risk-On-Squeeze gesorgt. Nach einem breiten Abverkauf wurden Aktien, Kryptowährungen und andere Risikoanlagen innerhalb weniger Minuten aggressiv gekauft, sobald positive Schlagzeilen aus dem Nahen Osten über die Ticker liefen.
Das zeigt sehr deutlich, worauf die Märkte aktuell achten. Sollte heute tatsächlich eine offizielle Zustimmung Trumps oder ein belastbarer Deal verkündet werden, dürfte dies kurzfristig sehr positiv für Risk Assets interpretiert werden. In diesem Szenario wären weitere Anstiege bei DAX, Nasdaq, S&P 500 und Bitcoin durchaus denkbar, vor allem weil wir gestern schon erste Squeeze Szenarien gesehen haben.
Kommt es dagegen zu neuen Eskalationen oder scheitert ein möglicher Deal, kann sich die Stimmung sehr schnell wieder drehen.
Für heute bleibt deshalb die geopolitische Nachrichtenlage der mit Abstand wichtigste Faktor.
FED und EZB im Fokus
Auch die Notenbanken standen gestern erneut im Mittelpunkt.
Von Seiten der FED äußerten sich sowohl Williams als auch Musalem vergleichsweise hawkish.
Williams betonte, dass die Inflation zwar Fortschritte gemacht habe, man aber weiterhin vorsichtig bleiben müsse. Die FED sei datenabhängig und müsse sicherstellen, dass die Inflation nachhaltig zurück Richtung Zielwert fällt.
Musalem ging sogar noch einen Schritt weiter und erklärte, dass weitere Zinserhöhungen nicht vollständig ausgeschlossen werden könnten, falls sich der Inflationsdruck wieder verstärken sollte. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Zinssenkungen aktuell keineswegs dringend seien.
Auch die EZB präsentierte sich gestern überraschend restriktiv.
Lagarde, Lane sowie die veröffentlichten EZB-Protokolle zeigten, dass die Sorge über Energiepreise und mögliche Zweitrundeneffekte weiterhin hoch bleibt. Mehrere Mitglieder hätten laut Sitzungsprotokoll sogar weitere Zinserhöhungen nicht grundsätzlich abgelehnt. Die EZB sieht sowohl steigende Inflationsrisiken als auch zunehmende Wachstumsrisiken.
Insgesamt bleiben sowohl FED als auch EZB durch die erhöhte Inflation durch Energiepreise aktuell deutlich vorsichtiger als viele Marktteilnehmer noch vor einigen Wochen erwartet hatten.
Fundamentale Wirtschaftsdaten von gestern
Der Donnerstag war einer der wichtigsten Makrotage der Woche.
Die Core-PCE-Daten, das bevorzugte Inflationsmaß der FED, kamen leicht besser als erwartet herein. Diese Inflationsdaten sind ohne Lebensmittel und Energie und daher sehr entscheidend.
Core PCE MoM:
• Aktuell: 0,2 %
• Erwartet: 0,3 %
• Vorher: 0,3 %
Core PCE YoY:
• Aktuell: 3,3 %
• Erwartet: 3,3 %
• Vorher: 3,2 %
Die Inflation bleibt damit erhöht und deutlich über dem FED-Ziel von 2 %, liegt jedoch im Rahmen der Erwartungen.
Beim BIP gab es eine kleine Enttäuschung:
GDP Q1:
• Aktuell: 1,6 %
• Erwartet: 2,0 %
• Vorher: 0,5 %
Trotz der Verfehlung gegenüber dem Forecast bleibt das Wachstum deutlich über dem Vorquartal.
Besonders stark fielen die Durable Goods Orders aus. Diese messen die Neuaufträge für langlebige Wirtschaftsgüter wie Maschinen, Fahrzeuge oder Industrieanlagen und gelten als wichtiger Frühindikator für Investitionen.
Durable Goods:
• Aktuell: 7,9 %
• Erwartet: 4,0 %
• Vorher: 1,3 %
Das ist ein klar positives Signal für die Wirtschaft und zeigt weiterhin robuste Investitionstätigkeit.
Auf der anderen Seite zeigte sich der Arbeitsmarkt schwächer:
Initial Jobless Claims:
• Aktuell: 215k
• Erwartet: 211k
• Vorher: 210k
Mehr Menschen beantragten erstmals Arbeitslosenhilfe als erwartet.
Auch der Immobilienmarkt enttäuschte:
New Home Sales:
• Aktuell: 622k
• Erwartet: 661k
• Vorher: 663k
Zusätzlich kamen die Rohöllagerbestände besser als erwartet herein, was kurzfristig etwas Druck vom Ölmarkt nimmt.
In Summe ergibt sich daraus ein interessantes Bild:
• Inflation im Rahmen
• Arbeitsmarkt etwas schwächer
• Immobilienmarkt schwächer
• Investitionen deutlich stärker
Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die FED mittelfristig wieder mehr Spielraum für Zinssenkungen erhält, auch wenn die Notenbank aktuell noch sehr vorsichtig kommuniziert. Entscheidend bleibt hier die Inflation.
Fundamentale Wirtschaftsdaten heute
Heute stehen deutlich weniger Daten auf dem Kalender.
Heute Mittag wird der deutsche Verbraucherpreisindex veröffentlicht.
German CPI:
• Forecast: 0,1 %
• Previous: 0,6 %
Hier wird aktuell ein deutlicher Rückgang der Inflation erwartet.
Später folgt der Chicago PMI.
Chicago PMI:
• Forecast: 50,6
• Previous: 49,2
Ein Wert über 50 signalisiert Wachstum im verarbeitenden Gewerbe, während Werte unter 50 auf eine Abschwächung hindeuten.
Trotz dieser Daten dürfte der Fokus der Märkte weiterhin auf den Entwicklungen im Nahen Osten liegen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US-Öl
US Oil bleibt einer der wichtigsten Märkte überhaupt.
Trotz zwischenzeitlicher Erholungen notiert Öl mittlerweile wieder deutlich unter der Marke von 90 Dollar. Auf Wochensicht beträgt das Minus rund 9 %, auf Monatssicht sogar über 16 %.
Das ist grundsätzlich positiv für Risk Assets, weil sinkende Energiepreise den Inflationsdruck reduzieren.
Entscheidend bleibt heute, ob Öl den Monat unter 90 Dollar beendet. Sollte es positive Nachrichten zu einem Iran-Deal geben, wäre sogar ein Rückgang in Richtung 85 Dollar denkbar.
US-Anleihen
Die Renditen zeigten gestern erneut hohe Schwankungen, konnten sich aber nicht nachhaltig nach oben durchsetzen.
Das spricht weiterhin dafür, dass die Märkte mittelfristig mit niedrigeren Zinsen rechnen.
DXY
Der US-Dollar bleibt innerhalb seiner Range gefangen.
Wichtig wird heute, ob der Dollar die Region um 99 Punkte halten kann oder die Range nach unten verlässt.
VIX
Der Volatilitätsindex notiert aktuell bei rund 15,7 Punkten und signalisiert weiterhin sehr geringe Angst am Markt.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia bleibt einer der stärksten Titel im Markt.
Nach dem erfolgreichen Retest der Zone zwischen 208 und 212 Dollar notiert die Aktie mittlerweile wieder bei rund 214 Dollar.
Gelingt ein Ausbruch über das Monatshoch bei etwa 217 Dollar, bleibt das Gesamtbild klar bullisch, wichtig ist heute der Bruch des Tageshochs von gestern.
Bitcoin
Bitcoin bleibt für mich kurzfristig technisch angeschlagen.
Entscheidend ist die Zone um 74.576 Dollar. Solange diese nicht überzeugend zurückerobert wird, bleibe ich bei neuen Long-Positionen vorsichtig.
S&P 500
Der S&P 500 konnte erneut neue Allzeithochs markieren.
Die 7.500er-Zone wurde erfolgreich verteidigt und dient weiterhin als zentrale Unterstützung.
Sollte heute eine positive Nahost-Meldung kommen, sind weitere Hochs absolut möglich.
Nasdaq
Der Nasdaq zeigt weiterhin enorme Stärke.
Die Zone um 30.000 Punkte wurde erfolgreich verteidigt. Oberhalb von 30.300 Punkten sehe ich weiteres Potenzial in Richtung 30.500 Punkte, aber nur mit Fundamentalem Rückenwind.
Dow Jones (US30)
Der US30 konnte sich ebenfalls stabilisieren.
Über 50.870 Punkten bleibt das Bild bullish. Unterhalb von 50.500 Punkten würden hingegen wieder Gewinnmitnahmen wahrscheinlicher werden.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Im DAX haben wir gestern eine sehr interessante Tageskerze gesehen.
Die Zone um 25.000 Punkte wurde erneut getestet und erfolgreich verteidigt. Zwischenzeitlich fiel der Markt sogar unter 24.900 Punkte, bevor die Käufer wieder deutlich zurückkehrten.
Der Tagesschluss erfolgte oberhalb der wichtigen 25.000er-Marke.
Zusätzlich konnten wir vor dem London Open einen H4-Schluss über dem Wochenhoch der Vorwoche sehen.
Solange wir oberhalb von 25.000 Punkten bleiben, bleibe ich bullish gestimmt und sehe weiteres Potenzial in Richtung 25.300 bis 25.400 Punkte.
Das Short-Szenario aktiviert sich für mich erst wieder unterhalb von 24.900 Punkten.
Übergeordnet bleibt der Trend weiterhin klar aufwärtsgerichtet.
Fazit
Der heutige Handelstag dürfte maßgeblich von einer einzigen Frage bestimmt werden:
Wird Donald Trump den möglichen Iran-USA-Deal final genehmigen?
Kommt es zu einer offiziellen Deeskalation, dürfte dies Öl weiter belasten und gleichzeitig Risk Assets wie DAX, Nasdaq, S&P 500 und Bitcoin unterstützen.
Scheitert der Deal oder kommt es zu neuen militärischen Spannungen, kann sich das Bild sehr schnell wieder eintrüben.
Wie seht ihr die Lage?
Bleibt ihr Risk-On?
Kommt heute der Iran-USA-Deal?
Wird Trump das finale Approval geben?
Ich wünsche euch schon jetzt ein schönes Wochenende. Bleibt diszipliniert und gebt die Gewinne der Woche nicht am letzten Handelstag wieder ab.
Morgen folgt wie gewohnt der Wochenrückblick KW22 inklusive Monatsrückblick Mai.
Am Sonntag erscheint dann der große Monatsausblick für Juni sowie der Wochenausblick für KW23 auf TradingView und YouTube.
Gute Trades!
DAX Chartanalyse & Prognosen für die neue Woche #22Analyse beim Stand des DAX-Index (Kassa) von 24.925 Punkten
Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Szenarien aus meiner persönlichen Einschätzung und Erfahrung entstehen und eine Zusammenfassung der wahrscheinlichsten Kursspanne für die jeweilige Zeiteinheit darstellen.
DAX Index Prognose für Montag
An seine bemerkenswerte 2025er Rallye hat der DAX im Januar mit einem neuen Allzeithoch angeknüpft. Danach ist der Kurs zunächst in eine seitwärts laufende Korrekturphase übergegangen, die kurzfristig nach unten verlassen wurde.
In der vergangenen Woche konnte der Markt den Verkaufsdruck im Bereich der 24.000er-Marke abfangen und in eine neue Erholungstendenz drehen. Zum Wochenschluss konnten das Vorjahreshoch zurückgewonnen und Notierungen im 24.900er-Bereich gehalten werden. Im Idealfall hält diese Stimmung auch zum Start in die neue Woche vor und der Montag könnte bereits über 25.000 Punkte laufen.
Erwartete Tagesspanne: 24.630 bis 25.120
Nächste Widerstände: 24.943 = Vorwochenhoch | 25.507
Wichtige Unterstützungen: 24.771 | 24.272 | 23.797 = Vorwochentief
DAX Index Prognose für Dienstag
Abhängig vom Wochenstart könnte der Kurs am Dienstag mit Notierungen über 25.000 Zählern weitere Zugewinne in Aussicht stellen. Lediglich unter dem Vorjahreshoch bliebe eine Fortsetzung der Seitwärtsphase zu erwarten.
Erwartete Tagesspanne: 24.810 bis 25.230 alternativ 24.390 bis 24.750
DAX Prognose für diese Woche
Ergänzend zum Stundenchart hat sich der DAX-Index nach einer Zwischenerholung über dem 50-Tage-Durchschnitt stabilisiert. Im Test des Widerstands am Vorjahreshoch könnte ein Ausbruch nun zu Anschlussdynamik führen, wodurch der Kurs auf neue Rekordwerte zielen dürfte. Erst wiederkehrende Unsicherheit in der geopolitischen Lage würde den 24.000er-Bereich erneut unter Druck setzen.
Erwartete Wochenspanne: 24.170 bis 25.380
Die DAX Prognose für nächste Woche:
Abhängig von der geopolitischen Konfliktlage und der Kursentwicklung in der vorangegangenen Woche könnten bereits neue Rekordwerte auf dem Plan stehen. Zeichnen sich im Bereich des Allzeithochs jedoch direkte Gewinnmitnahmen ab, dürfte sich die etablierte Seitwärtsphase fortsetzen. Daraus lässt sich eine mögliche Wochenspanne zwischen
24.460
und
25.710
Punkten ableiten.
Beste Grüße und gute Trades,
Christian Möhrer
Kagels-Trading
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Freitag, den 29.05.2026Zum Donnerstag hat unser Dax erstmal weiter talwärts seine Kurven geschlagen
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: über 25300 weiter aufwärts, darunter Rücklauf
Grundstimmung: neutral
Zum Donnerstag sollte unser Dax nun noch die ausstehenden Ziele unten arbeitrn, wenn es ihm gelingt sich weiter unter 25200 zu halten. 25100 / 25080, 25000 und vor allem 24940 wären dann die nächsten Stationen. 24940 kann dabei auch ordentlich wieder nach oben drehen und dabei vielleicht sogar den Gapclose zur 24890 und 24805 verhindern. Es braucht dafür aber auch eine klare Umkehrkerze am besten in Form einer grünen H1. Schafft es unser Dax zum Donnerstag aber so gar nicht unter der 25200 zu bleiben, müsste man oberhalb von 25320 dann doch auch nur wieder 25400 anzählen und darüber dann eben auch 25507, 25635 / 25670 und 25800. So die Zusammenfassung von gestern.
Doch über 25320 wollte unser Dax überhaupt nicht und fummelte sich weiter unter 25200 etwas zu recht. Vorbörslich erreichte er sogar schon die 24940 reagierte kräftig von weg und konnte das aber leider im regulären Handel nicht nochmal replizieren, auch wenn der Versuch klar erkannbar war. Da wird nun aber ganztägig eher unten als oben rumgeknabbert haben, würde ich unserem Dax auch zum Freitag nochmal das Fenster unten offen bleiben und unter 25200 weiter 25100 / 25080, darunter 25000 und 24940 anpeilen. Und sollte er dort nun nicht nochmal kräftig gegenzucken, wären darunter 24890 und 24805 auch kein Wunder mehr dann.
Um sich dem zu verwehren kann unser Dax auch weiterhin die gleiche Karte wie die letzten Tage ausspielen und sich einfach wieder über 25300 / 25320 zurück kämpfen. Gelingt ihm das, wären 25400 und 25507 wohl erstmal direkt schon erreichbar. Für 25635 / 25670 und 25800 bräuchte er dann aber schon sichtlich mehr Biss nach oben. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Mittwoch hat unser Dax oben nur den Gapclose geschafft und sich dann weiter unter 25200 gedrückt. Die dabei vorgegebenen Ziele hat er aber nicht geschafft und könnte das zum Donnerstag nun fortführen, wenn es ihm gelingt sich weiter unter 25200 zu halten. 25100 / 25080, 25000 und vor allem 24940 wären dann die nächsten Stationen. 24940 kann dabei auch ordentlich wieder nach oben drehen und dabei vielleicht sogar den Gapclose zur 24890 und 24805 verhindern. Es braucht dafür aber auch eine klare Umkehrkerze am besten in Form einer grünen H1. Schafft es unser Dax zum Donnerstag aber so gar nicht unter der 25200 zu bleiben, müsste man oberhalb von 25320 dann doch auch nur wieder 25400 anzählen und darüber dann eben auch 25507, 25635 / 25670 und 25800.
rut ath, total3 läuft mit – gleicher flow oder nur zufallAktuell scheinen beide Assets vom gleichen Makro‑Flow getrieben zu sein.
Die Beobachtung beruht jedoch nur auf einer kurzen Zeitspanne und hat keine statistische Signifikanz.
Entscheidend ist, ob sich diese mögliche Korrelation fortsetzt – oder lediglich ein temporärer Coincidence Move war.
DAX Tagesausblick – 28. Mai - Bruch oder Retest der 25.000?Kurz vorab:
Wie bereits letzte Woche Donnerstag habe ich auch diese Woche wieder ein ausführlicheres Video auf meinem YouTube-Kanal hochgeladen. Den Link dazu findet ihr direkt in meinem TradingView-Profil. Dort kann ich deutlich tiefer auf die Charttechnik, konkrete Trade-Ideen und verschiedene Szenarien eingehen, da sich das alles in einem schriftlichen TradingView-Post nur begrenzt zusammenfassen lässt. Dauert vermutlich noch 1 Stunde, dann ist das Video online.
Fundamentale geopolitische Lage
Die geopolitische Lage bleibt weiterhin einer der wichtigsten Belastungsfaktoren für die Märkte. Nachdem Anfang der Woche noch sehr viel Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten eingepreist wurde, sieht die Realität inzwischen deutlich komplizierter aus. Es fliegen weiterhin Raketen, es gibt massive Widersprüche zwischen Aussagen aus Washington und Teheran und die Verhandlungen rund um ein mögliches Abkommen mit Iran scheinen sich weiter nach hinten zu verschieben.
Donald Trump sprach erneut über mögliche Einigungen und verknüpfte diese öffentlich mit den Abraham Accords, während Iran den USA gleichzeitig neue Verstöße gegen Waffenstillstandsvereinbarungen vorwirft. Zusätzlich bleibt das Atomprogramm weiterhin ein zentraler Streitpunkt. Auch die Gespräche über Oman und mögliche Vermittlungen laufen deutlich schwieriger als vom Markt zunächst erwartet.
Besonders kritisch bleibt weiterhin die Straße von Hormuz. Genau dort konzentrieren sich aktuell viele geopolitische Risiken, da ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung durch diese Region transportiert wird. Entsprechend sensibel reagieren die Märkte momentan auf jede neue Eskalation.
Zusätzlich warnte die EZB gestern in ihrem Financial Stability Report offen vor steigenden Risiken für Finanzmärkte, Banken, Energieversorgung, Liquidität und geopolitische Stabilität. Die EZB spricht inzwischen sogar davon, dass viele Risiken vom Markt möglicherweise weiterhin unterschätzt werden.
Allgemeine Situation zum Zinspfad – EZB & FED
Monetär bleibt das Umfeld ebenfalls angespannt. Die EZB bleibt klar hawkish. Für das nächste Meeting am 11. Juni preist der Markt inzwischen mit rund 91 % Wahrscheinlichkeit eine weitere Zinserhöhung auf 2,25 % ein. Auch für die darauffolgenden Meetings werden weitere Schritte zunehmend eingepreist. Die Aussagen der EZB wirkten insgesamt restriktiv. Inflation bleibt ein Problem, gleichzeitig steigen die Sorgen über geopolitische Schocks und mögliche Belastungen für die Finanzstabilität.
Auch die FED bleibt weiterhin vorsichtig. FED-Speaker Jefferson betonte erneut die Stärke des Arbeitsmarktes und dass Inflation weiterhin zu hoch bleibt. Zinssenkungen scheinen kurzfristig weiterhin eher unwahrscheinlich. Das Marktumfeld bleibt damit schwierig: geopolitische Risiken steigen, die Zentralbanken bleiben restriktiv und gleichzeitig laufen viele Risk Assets weiterhin auf extrem hohen Bewertungen.
Wirtschaftsdaten gestern
Gestern lag der Fokus hauptsächlich auf der EZB-Pressekonferenz sowie den Aussagen aus dem Financial Stability Report. Die EZB betonte erneut die Risiken steigender Energiepreise, geopolitischer Unsicherheit und möglicher Belastungen für Banken und Kreditmärkte.
Gleichzeitig bleiben die Märkte extrem sensibel gegenüber allem, was Inflation und Energiepreise betrifft. Besonders die geopolitische Lage im Nahen Osten spielt dabei aktuell eine zentrale Rolle.
Wirtschaftsdaten heute
Heute steht einer der wichtigsten Makro-Tage der gesamten Woche an. Um 14:30 Uhr kommen gleichzeitig mehrere extrem wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA.
Besonders entscheidend wird der Core PCE Price Index. Der Markt rechnet beim Year-over-Year-Wert bereits mit einem Anstieg auf 3,3 % nach zuvor 3,2 %. Genau diese Daten beobachtet die FED aktuell besonders stark, da hier vor allem die Kerninflation ohne stark schwankende Energie- und Lebensmittelpreise gemessen wird. Höhere Inflationsdaten könnten die Hoffnung auf Zinssenkungen weiter nach hinten verschieben.
Zusätzlich kommen heute GDP-Daten für die US-Wirtschaft. Hier erwartet der Markt einen deutlichen Sprung von 0,5 % auf 2,0 %, was eine starke Wirtschaft signalisieren würde.
Ebenfalls wichtig werden die Durable Goods Orders mit einem Forecast von 4,0 % nach zuvor 0,8 %. Diese Daten geben Hinweise auf die industrielle Nachfrage und wirtschaftliche Stärke.
Zusätzlich folgen noch Initial Jobless Claims, New Home Sales sowie die Crude Oil Inventories.
Gerade die Öl-Lagerbestände könnten heute wegen der Hormuz-Thematik erneut extrem wichtig werden. Sollten die Inventories kleiner ausfallen als erwartet, könnte das Öl erneut stark antreiben und damit Inflationssorgen verstärken.
Genau deshalb bleibt der heutige 14:30-Uhr-Datenblock potenziell extrem volatil. Besonders gefährlich werden möglicherweise widersprüchliche Datenkombinationen, beispielsweise starke Wirtschaftsdaten bei gleichzeitig steigender Inflation oder schwächeren Arbeitsmarktdaten. Genau solche Konstellationen führen oft zu massiven Liquiditätsabgriffen und aggressiven Richtungswechseln im Markt.
Zusätzlich rückt jetzt das Monatsende immer stärker in den Fokus. Heute und besonders morgen als letzter Handelstag im Mai könnten verstärkt Gewinnmitnahmen einsetzen. Gerade nach der starken Rally in Tech-, KI- und Risk Assets sollte dieses Risiko definitiv nicht unterschätzt werden.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
Beim Ölmarkt haben wir gestern zunächst einen sehr starken Abverkauf gesehen. US Oil konnte sogar kurzzeitig unter der wichtigen 90 Dollar Marke schließen, was grundsätzlich positiv für Inflationshoffnungen gewesen wäre. Allerdings konnte die aktuelle Tageskerze heute Nacht bereits wieder stark aufholen und zwischenzeitlich knapp 3,9 % zulegen.
Trotzdem bleibt wichtig zu erwähnen, dass wir auf Wochenbasis weiterhin über 6 % im Minus liegen und die Monatskerze aktuell deutlich bearish aussieht.
Jetzt wird entscheidend, ob sich Öl langfristig wieder unter 90 Dollar etablieren kann. Sollte das gelingen, würde das den Druck auf Energiepreise und Inflation deutlich entspannen und könnte Zinssenkungshoffnungen wieder stärken. Aktuell notieren wir wieder um die 91 Dollar und genau diese Zone dürfte für den Monats Schlusskurs extrem wichtig werden.
Bonds & DXY
Bei den US-Staatsanleihen sehen wir erneut Stärke. Besonders die 3- und 5-jährigen Bonds konnten bereits wieder deutlich zulegen. Das zeigt weiterhin, dass Kapital wieder stärker in sichere Anlagen fließt. Sollten die Bondpreise weiter steigen und Renditen entsprechend attraktiv bleiben, könnte das erneut Kapital in den US-Dollar ziehen.
Passend dazu bewegt sich auch der DXY weiterhin in seiner entscheidenden Range zwischen 99 und 99,5. Heute Vormittag wurde erneut versucht, die 99,5 anzugreifen. Für mich bleibt entscheidend, ob wir dort nachhaltig ausbrechen können, um die 100 erneut anzulaufen. Bisher sehen wir allerdings erste Rejection.
VIX
Der VIX bleibt trotz geopolitischer Risiken weiterhin erstaunlich entspannt und notiert aktuell bei 16,29. Solange der VIX unter 20 bleibt, spricht das grundsätzlich weiterhin eher für ein Risk-On-Umfeld beziehungsweise zumindest gegen panikartige Marktbedingungen.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Nvidia bleibt weiterhin der entscheidende Treiber für Nasdaq und den gesamten KI-Sektor. Gestern haben wir nochmal den Retest der wichtigen Zone zwischen 208 und 212 Dollar gesehen. Der Bereich wurde erneut stark aufgekauft und Nvidia konnte über 212,5 Dollar schließen.
Jetzt wird entscheidend, ob wir das Tageshoch bei 214,5 Dollar brechen können oder ob zum Monatsende weitere Gewinnmitnahmen einsetzen. Auf Monatsbasis bleibt Nvidia weiterhin klar bullish, besonders wenn wir es schaffen sollten, über dem April-Hoch bei 217,2 Dollar zu schließen.
Bitcoin
Bitcoin zeigt dagegen weiterhin deutliche Schwäche. Die wichtige Zone bei 74.500 wurde nach unten gebrochen und aktuell sehen wir klares Risk-Off-Verhalten. Für mich bleibt Bitcoin momentan eher uninteressant, solange sich keine stabile Supportbildung auf größeren Zeiteinheiten zeigt.
SPX
Im SPX sehen wir inzwischen erste deutliche Rejections auf Tagesbasis. Trotzdem hält die Zone über 7.500 bisher noch. Solange diese hält, sind weitere High-Abgriffe möglich.
Unterhalb von 7.500 mit klaren Schlusskursen würde ich allerdings zunehmend Shorts bevorzugen, besonders wenn die heutigen Inflationsdaten stärker ausfallen sollten.
Nasdaq
Der Nasdaq hat gestern zwar nochmal die 30.000er-Zone attackiert und zwischenzeitlich sogar 30.310 erreicht, konnte sich darüber aber nicht halten. Dort kam bereits erste stärkere Gegenwehr rein.
Jetzt bleibt entscheidend, ob wir die 29.500 erneut anlaufen und dort Stabilität finden oder ob stärkere Gewinnmitnahmen Richtung 29.000 folgen.
US30
Auch im US30 sehen wir inzwischen erste Gewinnmitnahmen nach den Allzeithochs um 51.000 Punkte. Wichtig bleibt hier die Zone um 50.500. Darüber bleibt weiteres Long-Momentum möglich, darunter könnten tiefere Retests Richtung 50.100 folgen.
Für konkretere Setups und Charttechnik, schaut auf meinem YT Kanal vorbei.
DAX charttechnischer Überblick
Beim DAX haben wir gestern zunächst nochmal einen starken Push nach oben gesehen und das Tageshoch bei 25.395 angelaufen. Dort kam allerdings deutliche Gegenwehr rein. Besonders wichtig: Wir konnten erneut nicht nachhaltig über dem Februar Monatshoch schließen und wurden daraufhin stark abverkauft.
Heute Nacht kam direkt weiterer Verkaufsdruck in den Markt und wir haben erneut die extrem wichtige 25.000er-Zone getestet.
Für mich bleibt das jetzt die entscheidende Zone. Sollten wir uns oberhalb von 25.000 stabilisieren und zurück über das Wochenhoch von KW19 bei 25.160 schließen, kann ich mir weiterhin einen erneuten Angriff Richtung 25.400 vorstellen.
Sollten wir allerdings erneut rejected werden und nachhaltig unter 25.000 brechen, sehe ich deutlich tiefere Retests Richtung 24.850, 24.800 oder sogar zurück zum Jahreshoch bei 24.770.
Allgemein bleibt wichtig zu verstehen: Der Markt hat Anfang der Woche sehr viel Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten eingepreist. Diese Hoffnung bekommt inzwischen erste Risse. Gleichzeitig bleiben FED und EZB hawkish, heute kommen extrem wichtige Inflations-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsdaten und zusätzlich stehen wir direkt vor dem Monatsende.
Genau diese Kombination könnte jetzt zu stärkeren Gewinnmitnahmen und deutlich höherer Volatilität führen.
Wie seht ihr den DAX und die Risk Assets heute? Sehen wir stärkere Gewinnmitnahmen zum Monatsende oder stabilisieren sich die Märkte erneut? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung. Ich wünsche euch gute Trades.
Sind Halbleiter (SOX) noch günstig bewertet?Während der S&P 500 trotz der geopolitischen Lage seit März weiterhin neue Rekordstände erreicht hat, stellt sich eine berechtigte Frage: Wie weit könnte der S&P 500 bis zum Jahresende noch steigen? Im Wesentlichen hängt die Fähigkeit des S&P 500, neue Höchststände zu erreichen, vom Technologiesektor ab.
Der Technologiesektor konzentriert den größten Teil des aktuellen und zukünftigen Umsatz- und Gewinnwachstums der Unternehmen im S&P 500. Innerhalb des Technologiesektors liefert der Halbleiterbereich die größten Gewinne – sowohl hinsichtlich des Volumens als auch des Wachstums. Die Explosion der weltweiten Nachfrage nach KI-GPUs unterstützt die Aussicht auf einen langfristigen Aufwärtstrend, der noch viele Jahre andauern könnte. Natürlich wird es immer kurzfristige Korrekturphasen geben, doch diese sollten als Chancen betrachtet werden.
Doch zurück zur Ausgangsfrage: Wie weit könnte der S&P 500 in diesem Jahr steigen? Die entscheidende Frage lautet, ob die Unternehmen des Halbleitersektors trotz ihres vertikalen Kursanstiegs in den vergangenen Monaten fundamental noch günstig bewertet sind.
Hier sind die dominierenden fundamentalen Faktoren:
• Das Forward-KGV (Forward P/E) ist der beste Indikator, um zu beurteilen, ob eine Aktie oder ein Sektor günstig oder teuer ist
• Gute Nachrichten: Die führenden Halbleiterunternehmen bleiben mit Forward-KGVs zwischen 7 und 20 relativ günstig bewertet, verglichen mit Werten zwischen 30 und 50 bei Unternehmen wie Boeing, Apple oder Walmart
Tatsächlich unterschätzt der Markt wahrscheinlich weiterhin die Wachstumsgeschwindigkeit des Halbleitersektors. Viele Investoren betrachten diese Unternehmen noch immer als klassische zyklische Werte, obwohl ein wachsender Teil der Branche strukturell mit künstlicher Intelligenz, Rechenzentren, Cloud-Computing, Robotik und globaler digitaler Infrastruktur verbunden ist. Dies verändert die Bewertungsdynamik des Sektors grundlegend.
Die folgende Tabelle zeigt die Forward-KGVs der Halbleiterunternehmen im S&P 500.
Besonders interessant ist der Fall von NVIDIA: Trotz des spektakulären Kursanstiegs liegt das Forward-KGV weiterhin unter dem vieler großer US-Unternehmen, die als weniger dynamisch gelten. Das bedeutet, dass das erwartete Gewinnwachstum weiterhin stark genug ist, um die höheren Bewertungen zu rechtfertigen. Dieselbe Logik gilt auch für Micron Technology, Qualcomm und NXP Semiconductors.
Das folgende Chart zeigt die monatlichen japanischen Candlesticks des SOX, des Halbleiterindex.
Mit anderen Worten: Der Anstieg des SOX wird nicht nur durch Spekulationen getragen, sondern vor allem durch eine reale Explosion der Unternehmensgewinne. Solange die Gewinne schneller wachsen als die Aktienkurse, können die Bewertungen tragfähig bleiben.
In diesem Kontext erscheint ein starker und nachhaltiger Rückgang des S&P 500 schwer vorstellbar, solange der Halbleitersektor diese fundamentale Dynamik beibehält. Marktkorrekturen sollten daher eher als Konsolidierungsphasen innerhalb eines langfristigen Aufwärtstrends betrachtet werden.
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Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Donnerstag, den 28.05.2026Zum Mittwoch ging es dann gleich mal noch den Hang weiter runter.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: über 25300 weiter aufwärts, darunter Rücklauf
Grundstimmung: neutral
Zum Mittwoch war das Fenster unten raus erstmal noch offen um unter der 25200 die nächsten Stationen bei 25100 / 25080 und 25000 anzugehen. Am wichtigsten war mir aber die 24940 von oben, die letzten Hochs aus der Vorwoche. Da sollte er ordentlich nach oben reagieren können. Sollte er aber keinen Bock auf Kurse unter 24200, wäre nach Überwinden von 25300 / 25320 die 25400 und 25507 anzupeilen. Kommt er drüber dürfte man sogar 25635 / 25670 und 25800 noch anpeilen. So die Zusammenfassung von gestern.
Interesse die 25200 zu unterwandern zeigte unser Dax zu Beginn am Mittwoch aber überhaupt nicht, drückte sich stattdessen über die 25300 / 25320 und arbeitete schon mal die 25400 ab. Für mehr reichte es allerdings nicht und dann verstolperte er sich immer mehr, bis er letztendlich doch noch unter die 25200 fiel, ohne allerdings schon weitere Ziele zu bedienen. Setzt er am Donnerstag eben das nun aber fort, wären 25100 / 25080, 25000 und eben auch 24940 dann erreichbar. Auf die verspreche ich mir nach wie vor recht viel, mehr sogar noch als die beiden Gaps bei 24890 und 24805, die dann in meinen Augen auch offen bleiben könnten.
Lange Leine würde ich ihm dafür aber nicht gehen. Ich denke ein erneutes Überwinden von 25320 würde ihm nun zu viel Energie unten raus dann klauen, was uns dann sicherlich doch nur wieder zur 25400 führt und wie wir aus der Vorwoche und deren Umgang mit der 24900 gelernt haben, gibt nach mehrmaligem Gegenrammen irgendwann jeder Bereich auch nach und dann wären darüber 25507, 25635 / 25670 und 25800 anzuzählen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 21140 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26325 sowie der GV1VTU KO 27880.
Fazit: Am Mittwoch hat unser Dax oben nur den Gapclose geschafft und sich dann weiter unter 25200 gedrückt. Die dabei vorgegebenen Ziele hat er aber nicht geschafft und könnte das zum Donnerstag nun fortführen, wenn es ihm gelingt sich weiter unter 25200 zu halten. 25100 / 25080, 25000 und vor allem 24940 wären dann die nächsten Stationen. 24940 kann dabei auch ordentlich wieder nach oben drehen und dabei vielleicht sogar den Gapclose zur 24890 und 24805 verhindern. Es braucht dafür aber auch eine klare Umkehrkerze am besten in Form einer grünen H1. Schafft es unser Dax zum Donnerstag aber so gar nicht unter der 25200 zu bleiben, müsste man oberhalb von 25320 dann doch auch nur wieder 25400 anzählen und darüber dann eben auch 25507, 25635 / 25670 und 25800.
DAX Tagesausblick 27. Mai – Risk On bleibt intakt, aber...Fundamentale & geopolitische Daten
Die Märkte bleiben weiterhin klar im Risk-On-Modus, obwohl die geopolitische Lage im Nahen Osten nach wie vor unklar bleibt.
Im Fokus steht weiterhin die Situation rund um Iran, US und Israel und die Straße von Hormuz. Zwar preisen die Märkte aktuell weiterhin eine mögliche Deeskalation und einen potenziellen Deal zwischen den USA und Iran ein, dennoch gab es erneut Meldungen über neue US-Strikes sowie weitere militärische Aktivitäten Israels im Libanon. Gleichzeitig hieß es aus US-Kreisen, dass ein möglicher Deal noch mehrere Tage dauern könnte.
Die Straße von Hormuz bleibt damit weiterhin der entscheidende Faktor für Energiepreise, Inflation und das allgemeine Risk-On-Umfeld. Trotzdem sieht man aktuell ganz klar: Der Markt ignoriert viele negative Schlagzeilen weiterhin und konzentriert sich stärker auf die Hoffnung einer Deeskalation.
Zusätzlich bleibt das AI- und Tech-Momentum extrem stark. Micron konnte gestern massiv zulegen, Qualcomm meldete einen weiteren AI-Deal mit ByteDance und allgemein treiben die Chipwerte die Märkte aktuell weiter aggressiv nach oben. Auch die Euphorie rund um den möglichen SpaceX-IPO bleibt ein Thema an den Märkten.
SpaceX IPO
Mit einer möglichen Bewertung von bis zu 1.75 - 2 Billionen US-Dollar könnte das der größte IPO der Geschichte werden. Besonders interessant: Durch neue Nasdaq-Regeln (die im Mai, also vor 4 Wochen beschlossen wurden ;)) könnte SpaceX extrem schnell in wichtige Indizes aufgenommen werden, wodurch ETFs und passive Fonds automatisch Milliarden in die Aktie investieren müssten.
Das könnte zusätzlich Momentum in den gesamten Tech-, AI- und Space-Sektor bringen. Gleichzeitig bleibt aber auch das Risiko höherer Volatilität und möglicher Kapitalumschichtungen im Markt bestehen.
Auf das Thema SpaceX IPO, Nasdaq-Gewichtung und die möglichen Auswirkungen auf die Märkte gehe ich morgen nochmal ausführlicher im YouTube-Video ein, schaut dort gerne vorbei!
Fundamentale Wirtschaftsdaten
Gestern standen die CB Consumer Confidence Daten im Fokus.
Der Previous-Wert wurde von 92,8 auf 93,8 nach oben revidiert. Der Forecast lag bei 91,9 und der Actual-Wert kam bei 93,1 rein.
Damit bleibt die Konsumentenstimmung in den USA weiterhin robust und über den Erwartungen. Das spricht nach wie vor gegen akute Rezessionsängste und zeigt weiterhin eine stabile US-Wirtschaft aus Konsumentensicht.
Heute stehen insgesamt eher ruhige fundamentale Daten an. Der Fokus bleibt weiterhin klar auf geopolitischen Headlines aus dem Nahen Osten.
Wichtig wird heute Abend die EZB-Pressekonferenz. Hier wird entscheidend sein, ob eher hawkishe, dovishe oder neutrale Aussagen zur zukünftigen Geldpolitik und dem Zinspfad gemacht werden.
Märkte & Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil wurde gestern wieder an der 90-Dollar-Marke aggressiv aufgekauft. Nichtsdestotrotz haben wir weiterhin bearishe Strukturen und bewegen uns insgesamt wieder leicht nach unten.
Entscheidend bleibt jetzt, ob wir uns nachhaltig unter 90 Dollar etablieren können. Die 90-Dollar-Zone bleibt extrem wichtig für Inflation, Energiepreise und damit auch für die Risk Assets, hier kam in den vergangenen Wochen immer wieder Kaufkraft rein.
Trotz der geopolitischen Spannungen sieht man weiterhin eine gewisse Entspannung im Ölmarkt. Allein diese Woche steht Öl trotz des Feiertags am Montag bereits mehrere Prozent im Minus.
Aktuell notieren wir wieder knapp unter beziehungsweise um die 92-Dollar-Marke.
Bonds & Dollar
Die US-Anleiherenditen fallen aktuell weiter zurück. Besonders bei den kurzfristigen Laufzeiten sieht man deutliche Schwäche.
Das unterstützt grundsätzlich weiterhin das Risk-On-Umfeld. Interessant bleibt allerdings, dass der Dollar sich trotz fallender Renditen weiterhin relativ stark hält.
Der DXY notiert aktuell um die 99,1 Punkte. Entscheidend bleibt jetzt, ob wir unter die Tiefs vom Montag brechen oder erneut Stärke Richtung 99,26 sehen. Dies betrifft alle Handelpaare XXXUSD/USDXXX.
VIX
Der VIX konnte gestern zwar leicht anziehen, notiert mit rund 17 Punkten aber weiterhin klar unter der kritischen 20er-Zone.
Die Volatilität bleibt damit insgesamt weiterhin relativ niedrig und die Marktteilnehmer zeigen nach wie vor Vertrauen ins aktuelle Umfeld.
Risk Assets im Überblick
Nvidia
Bei Nvidia hatten wir gestern erste Reaktionen aus der wichtigen Supportzone zwischen 212 und 208 gesehen, wie ich im YT-Video erwähnt habe.
Aber der Daily-Close bleibt eher bearish und auf Weekly-Basis wurden bereits die Lows der letzten Wochen angegriffen.
Entscheidend bleibt jetzt, ob diese Zone hält und ob Nvidia mit der starken Guidance und den letzten Zahlen erneut Richtung neue Hochs laufen kann. Das würde natürlich auch Nasdaq und SPX weiter nach oben treiben.
Bitcoin
Bitcoin konnte keinen Daily-Close über 77.500 liefern und wurde nach einem erneuten Angriff auf die 78.000 wieder stark abverkauft.
Für mich bleibt jetzt die Zone um 74.500 entscheidend. Solange wir dort Support finden und keinen Daily-Close darunter sehen, bleibt die Struktur noch stabil.
Bullisch werde ich persönlich erst wieder mit einem klaren Daily-Close über 77.500 Richtung 80.000.
SPX
Der SPX handelt weiterhin über der wichtigen 7.500er-Zone und konnte erneut neue All-Time-Highs markieren.
Wie bereits im Video erwähnt: Solange die 7.500 als Support hält, bleibt das Momentum grundsätzlich intakt.
Nichtsdestotrotz werde ich ab heute und speziell Richtung Donnerstag/Freitag deutlich vorsichtiger. Monatsende, starke Risk-Asset-Rallys und neue All-Time-Highs können jederzeit größere Gewinnmitnahmen triggern.
Nasdaq
Der Nasdaq hat mittlerweile die psychologisch extrem wichtige 30.000er-Marke erreicht.
Auch hier bleibt die Frage, ob das Momentum weiter eskalieren kann oder ob die ersten größeren Gewinnmitnahmen einsetzen.
Gerade bei diesen psychologischen Marken und zum Monatsende wäre ich extrem vorsichtig mit aggressiven Long-Einstiegen. Gleichzeitig würde ich Shorts nur mit klarer fundamentaler Bestätigung eingehen.
US30
Der US30 reagierte extrem stark an der 51.000er-Zone.
Wir haben mittlerweile erste Gewinnmitnahmen gesehen und sogar leicht unter der 50.500 geschlossen. Trotzdem bleibe ich kurzfristig bullisch, solange wir die 50.500 verteidigen und nicht nachhaltig unter das gestrige Tagestief brechen.
Sollte das passieren, kann ich mir durchaus nochmal eine größere Korrektur Richtung 50.000 vorstellen.
DAX – Charttechnischer Ausblick
Beim DAX hatte ich bereits gestern mit einem kleineren Rücksetzer gerechnet. Daran hat sich erstmal nichts verändert.
Das kurzfristig bearishe Szenario wäre ein Bruch unter das gestrige Tagestief bei 25.160 Punkten. Dort liegt gleichzeitig eine wichtige Wochenstruktur.
Sollten wir darunter brechen, sehe ich erstmal Potenzial Richtung 25.000 beziehungsweise 25.050 Punkte. Dort könnte anschließend erneut Support entstehen und ein weiterer Angriff Richtung 25.500 starten. Das wäre mein bevorzugtes Szenario.
Das bullische Szenario bleibt ein klarer Break über die 25.410 Punkte beziehungsweise das Monatshoch Februar. Erst darüber sehe ich weiteres Potenzial Richtung neue All-Time-Highs bei 25.500+.
Insgesamt kann ich mir jetzt erstmal etwas mehr Ranging vorstellen. Entscheidend wird sein, wie die Märkte auf weitere Headlines aus dem Nahen Osten und auf die EZB-Pressekonferenz später reagieren.
Sollten wir die All-Time-Highs erneut anlaufen und Momentum verlieren, kann ich mir dort auch einen kurzfristigen High-Risk-/High-Reward-Short vorstellen – natürlich nur mit entsprechender fundamentaler Bestätigung und klarer Price Action.
Wie seht ihr die aktuelle Lage im DAX und allgemein bei den Risk Assets?
Rechnet ihr Richtung Monatsende eher mit weiteren All-Time-Highs oder mit stärkeren Gewinnmitnahmen?
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch allen gute Trades und einen erfolgreichen Handelstag!
Seefrachtkosten: droht Gefahr?Die negativen makroökonomischen Auswirkungen der geopolitischen Lage im Nahen Osten seit Ende Februar sind bekannt: die Schließung (oder nahezu vollständige Schließung) der Straße von Hormus, Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Öl, Flüssigerdgas und Harnstoffdünger, starke Preissteigerungen dieser Rohstoffe an den Märkten sowie maximaler makroökonomischer Druck auf die großen asiatischen Schwellenländer.
Doch auch andere potenziell problematische Folgen für den Welthandel müssen genau beobachtet werden. Dazu gehören insbesondere die Kosten des internationalen Handels in Form von Seefracht- und Seeversicherungskosten. Man muss sich vor Augen halten, dass der Großteil des Welthandels per Schiff abgewickelt wird. Der Anstieg der Energiepreise und der geopolitischen Risikoprämien hat die Kosten für Seefracht und maritime Versicherungen deutlich erhöht. Und selbst bei einer Verbesserung der geopolitischen Lage zwischen den USA und dem Iran könnten diese Kosten dauerhaft hoch bleiben.
Straße von Hormus, Bab al-Mandab — die geopolitische Risikoprämie für Versicherungen dürfte strukturell hoch bleiben. Die folgende Tabelle erinnert an die wichtigsten Meerengen des Welthandels.
Wie misst man die Kosten der Seefracht? Zwei wichtige Indikatoren stehen dabei im Mittelpunkt:
• Der Baltic Dry Index (TradingView-Ticker: BDI)
• Der Shanghai Containerized Freight Index
Der Baltic Dry Index misst hauptsächlich die Transportkosten für Massengüter wie Eisenerz, Kohle oder Getreide. Er gilt daher als hervorragender Frühindikator für die globale Industrieaktivität und Spannungen in den Lieferketten. Der Shanghai Containerized Freight Index misst hingegen die Containertransportkosten von China in die wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt und ist besonders relevant für den Handel mit Industriegütern.
Sollten diese beiden Indizes in den kommenden Wochen weiter stark steigen, würde dies bedeuten, dass sich die geopolitischen Spannungen dauerhaft auf die globalen Logistikkosten übertragen. Das Risiko wäre dann doppelt: eine Verlangsamung des Welthandels auf der einen Seite und neue Inflationsdrucke auf der anderen.
Das folgende Chart zeigt die wöchentliche Entwicklung des Baltic Dry Index.
Wie zu sehen ist, steigt der Baltic Dry Index zwar an, hat aber noch nicht die extremen Niveaus von 2021 erreicht — dem Inflationsschock während der Pandemiekrise. Dasselbe gilt für den Shanghai Containerized Freight Index. Dennoch ist es entscheidend, dass beide Indizes wieder zurückgehen, um eine Entspannung bei den Seefrachtkosten zu ermöglichen — eine notwendige Voraussetzung für die Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends an den globalen Aktienmärkten.
Das folgende Chart zeigt die jüngsten Daten des Shanghai Containerized Freight Index, dem wichtigsten Barometer für die Seetransportkosten Chinas.
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Nas 100 daily
Technische Gesamtlage
• Der Markt ist extrem impulsiv von ca. 24k auf über 30k gelaufen.
• Aktuell befindet sich der Kurs direkt an einem Widerstandsbereich um 30.150–30.300.
• RSI liegt im überkauften Bereich (~70–80) → Momentum schwächt sich leicht ab.
• Mehrere grüne Tageskerzen ohne tiefere Korrektur → erhöhtes Rücklauf-Risiko.
• ATR fällt → Volatilität nimmt ab, oft Vorzeichen einer Konsolidierung oder Pullback
• Entry: 30.050–30.150
• Stop: 30.200
• Target: Bereich 26900
1. Überdehnung
Der Markt ist sehr weit vom EMA 200 entfernt. Solche Abstände werden oft teilweise geschlossen.
2. RSI-Divergenz möglich
Der RSI macht keine klare neue Stärke trotz höherer Preise → Momentumverlust.
NAS-Rückzug vor Erweiterung?
Was ich derzeit am NAS100 interessant finde, ist, dass der Markt zwar eine kurzfristige Korrektur erlebt hat, die große Aufwärtsstruktur jedoch noch nicht durchbrochen wurde.
Der Preis bewegt sich derzeit noch innerhalb des steigenden Kanals H3 und auch der gleitende EMA spielt weiterhin eine recht gute dynamische Unterstützungsrolle. Der Bereich 29.200 – 29.350 ist derzeit eine wichtige Nachfragezone, da es hier schon mehrfach zu starken Kaufreaktionen kam.
Auf makroökonomischer Ebene wird der Markt weiterhin von der Erwartung gestützt, dass die Fed das Tempo ihrer Straffungspolitik verlangsamen könnte, wenn sich die Inflationsdaten in den kommenden Monaten weiter abkühlen.
Mein bevorzugtes Szenario
Ich neige zu der Möglichkeit, dass der NAS100 einen leichten Rückzug in den Unterstützungsbereich erfährt, um Liquidität zu absorbieren, bevor er den Aufwärtstrend in Richtung des Bereichs von 30.400 bis 30.500 fortsetzt.
Der wichtige Punkt ist, dass die Käufer die höhere niedrige Struktur immer noch recht gut schützen. Solange der Preis über der Hauptunterstützungszone bleibt, bleibt der Aufwärtstrend unverändert.






















