DAX Tagesausblick 14. Mai – Steht der Ausbruch auf 24.500 bevor?Geopolitische Lage im Nahen Osten eskaliert weiter
Die geopolitische Lage bleibt auch am Donnerstagmorgen der dominierende Faktor an den Märkten. Reuters berichtet inzwischen von einer deutlich größeren und komplexeren Eskalation im Nahen Osten, als viele Marktteilnehmer ursprünglich erwartet hatten.
Demnach hat Saudi-Arabien offenbar verdeckte Luftschläge gegen Iran durchgeführt – eine historische Entwicklung, da das Königreich bisher meist indirekt oder über die USA agierte. Parallel dazu hat Iran seine operative Kontrolle rund um die Straße von Hormuz massiv ausgeweitet. Genau dort verläuft ein erheblicher Teil der globalen Öl- und LNG-Exporte.
Besonders kritisch: Reuters spricht mittlerweile nicht mehr nur von einer möglichen Blockade, sondern von einer „selektiven Kontrolle“ der Straße von Hormuz durch Teheran. Das wäre für die Weltwirtschaft potenziell sogar problematischer als eine komplette Schließung, weil dadurch dauerhafte Unsicherheit entsteht und Lieferketten langfristig destabilisiert werden könnten.
Hinzu kommt:
- Kuwait meldete iranische IRGC-nahe Aktivitäten
- Israel intensiviert erneut seine Angriffe in Gaza
- Die USA priorisieren laut Donald Trump weiterhin die Verhinderung eines iranischen Atomprogramms, selbst wenn dies wirtschaftliche Belastungen für die Bevölkerung bedeutet
- Gleichzeitig erklärte Trump, dass er Chinas Hilfe zur Lösung des Iran-Konflikts aktuell nicht benötige
Parallel dazu befindet sich Donald Trump derzeit in China zu hochrangigen Gesprächen mit Xi Jinping. Dabei geht es nicht nur um Handelsfragen und Taiwan, sondern zunehmend auch um geopolitische Machtverhältnisse, Rohstoffe, seltene Erden und den Einfluss Chinas auf den Iran-Konflikt.
Interessant ist außerdem, dass Nvidia-CEO Jensen Huang kurzfristig in Trumps Delegation aufgenommen wurde – ein klares Zeichen dafür, wie stark der AI- und Halbleitersektor mittlerweile geopolitisch geworden ist.
Trotz dieser Entwicklungen reagieren die Märkte bisher erstaunlich stabil. Genau das bleibt aktuell der spannendste Punkt:
Warum sehen wir trotz steigender geopolitischer Risiken weiterhin ein klares Risk-On-Umfeld?
Die Antwort liegt vermutlich darin, dass die Märkte aktuell noch davon ausgehen, dass:
- keine vollständige Eskalation erfolgt,
- die Ölversorgung nicht komplett kollabiert,
- und die Liquidität sowie der AI-Boom weiterhin stärker wirken als die geopolitischen Risiken.
Noch.
Fundamentaldaten: Inflation bleibt das große Problem
Die gestrigen PPI-Daten aus den USA fielen deutlich heißer aus als erwartet.
Producer Price Index (MoM)
- Previous: 0,7% (revised from 0,5%)
- Forecast: 0,5%
- Actual: 1,4%
Der PPI misst die Preisentwicklung auf Herstellerebene und gilt als wichtiger Frühindikator für die Verbraucherpreisinflation.
Damit bestätigt sich erneut das Bild, das bereits die CPI-Daten am Dienstag geliefert haben:
Die Inflation bleibt hartnäckig hoch.
Besonders kritisch:
Laut dem offiziellen Bericht des Bureau of Labor Statistics war dies der stärkste monatliche PPI-Anstieg seit März 2022. Auch auf Jahresbasis stieg der PPI auf 6,0% und markierte damit den höchsten Stand seit Dezember 2022.
Der Inflationsdruck kam dabei nicht nur aus einem einzelnen Bereich, sondern war breit gestreut:
- Energy Prices +7,8%
- Gasoline +15,6%
- Transportation & Warehousing +5,0%
- Final Demand Services +1,2%
Damit sehen wir inzwischen nicht mehr nur vereinzelte Inflationseffekte, sondern erneut eine breite Re-Inflation der Wirtschaft.
Besonders wichtig:
Die sogenannten Intermediate Demand Prices – also Preise innerhalb der Lieferkette – steigen ebenfalls massiv weiter an.
Unprocessed Goods:
+20,9% YoY
Processed Goods:
+9,4% YoY
Crude Petroleum:
+11,3%
Das zeigt klar:
Der Kostendruck in den Lieferketten nimmt wieder deutlich zu und könnte sich mit Verzögerung weiter auf Verbraucherpreise übertragen.
Und genau das ist eigentlich das komplette Gegenteil dessen, was die FED aktuell sehen möchte. Zinssenkungen rücken dadurch weiter in die Ferne.
Zusätzlich kamen gestern auch die US Oil Inventories:
- Previous: -2,313 Mio Barrel
- Forecast: -2,000 Mio Barrel
- Actual: -4,306 Mio Barrel
Die Lagerbestände sind also wesentlich stärker gefallen als erwartet.
Das bedeutet:
- weiterhin hohe bzw. steigende Nachfrage,
- gleichzeitig geringere Ölreserven,
- und damit zusätzlicher Druck auf die Energiepreise.
Auch das wirkt inflationär und ist damit erneut negativ für Zinssenkungsfantasien und grundsätzlich auch für Risk Assets.
Hinzu kommt die 30-Year Bond Auction:
- Previous: 4,876%
- Actual: 5,05%
Dass die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe wieder über 5% steigt, ist extrem relevant.
Warum?
Weil hohe Langfristzinsen:
- Finanzierungen verteuern,
- Bewertungen von Aktien belasten,
- und zeigen, dass der Markt langfristig weiterhin mit höherer Inflation rechnet.
Eigentlich wäre das ein klar risk-off Umfeld.
Und trotzdem sehen wir bislang das Gegenteil:
Die Märkte bleiben bullish, Dips werden aggressiv gekauft und besonders der Technologiesektor läuft weiterhin extrem stark.
Fundamentaldaten heute im Fokus
Die britischen GDP-Daten am Morgen spielen für den DAX heute eher eine untergeordnete Rolle.
Entscheidend werden am Nachmittag die US-Daten:
Retail Sales (MoM)
- Forecast: 0,5%
- Previous: 1,7%
Retail Sales messen die Veränderung der gesamten Einzelhandelsumsätze und gelten als wichtigster Indikator für die Konsumausgaben der Verbraucher.
Da der Konsum einen Großteil der US-Wirtschaft ausmacht, sind diese Daten extrem relevant.
Aktuell wird bereits mit einem deutlichen Rückgang gerechnet.
Core Retail Sales
- Forecast: 0,7%
- Previous: 1,9%
Auch hier wird eine Abschwächung erwartet.
Sollten die Daten jedoch höher ausfallen als erwartet, könnte das erneut Inflationsängste verstärken, weil ein starker Konsum trotz hoher Preise bedeutet, dass die Wirtschaft weiterhin „zu heiß“ läuft.
Zusätzlich kommen die Initial Jobless Claims:
- Forecast: 205k
- Previous: 200k
Hier wird mit einer leichten Verschlechterung am Arbeitsmarkt gerechnet.
Diese Daten gelten allerdings eher als Frühindikator und werden meist erst wirklich marktbewegend, wenn sie deutlich vom Forecast abweichen.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
US Oil notiert weiterhin oberhalb der psychologisch extrem wichtigen 100-Dollar-Marke und handelt aktuell um die 101 Dollar.
Zwar gab es gestern eine erste leichte Rejection im Bereich von 103,76 Dollar sowie einen bearishen Tagesabschluss, dennoch bleibt der übergeordnete Trend weiterhin bullish.
Der Ölpreis bleibt aktuell komplett abhängig:
- vom Nahostkonflikt,
- der Straße von Hormuz,
- und möglichen weiteren Angebotsausfällen.
Solange Öl über 100 Dollar handelt, bleiben die Sorgen rund um steigende Energiepreise und persistente Inflation bestehen.
Wichtig:
Einen echten massiven Supply Shock sehen wir wahrscheinlich erst deutlich oberhalb von 120 Dollar über längere Zeiträume.
Trotzdem hält sich Öl bereits ungewöhnlich lange auf erhöhtem Niveau und genau das ist das Problem.
DXY
Der US-Dollar bewegt sich aktuell weiter Richtung Oberkante seiner kurzfristigen Range im Bereich um 98,5.
Hier wird entscheidend sein:
- Rückkehr Richtung 98
oder
- weiterer Push Richtung 99.
Bisher sehen wir leichte Dollarstärke, aber noch keine extreme Bewegung.
VIX
Der VIX notiert weiterhin ruhig bei 17,88 und bleibt damit unter der kritischen 20er Marke.
Auch das zeigt:
Der Markt befindet sich weiterhin klar im Risk-On-Modus.
Bitcoin
Bitcoin handelt weiterhin knapp unter der 80.000-Dollar-Marke.
Zwar gab es erste Gewinnmitnahmen, diese verlaufen bisher jedoch extrem kontrolliert und wenig aggressiv – insbesondere wenn man bedenkt, wie heiß die Inflationsdaten zuletzt ausgefallen sind.
SPX
Der S&P 500 markierte erneut ein neues All-Time-High bei 7.444 Punkten.
Von echtem Risk-Off ist weiterhin nichts zu sehen.
Jeder Dip wird aggressiv gekauft.
US30
Der Dow Jones konnte sich mehrfach an der Schlüsselzone um 49.500 stabilisieren.
Sollte die psychologisch wichtige 50.000er Marke überwunden werden, rückt das All-Time-High bei rund 50.500 zunehmend in Reichweite.
DAX – Charttechnische Analyse
Der DAX bleibt aus charttechnischer Sicht weiterhin klar bullisch.
Die 24.000er Marke wurde erneut stark aufgekauft und bestätigt weiterhin ihre enorme Relevanz als Unterstützung.
Auch der gestrige Retest dieser Zone wurde sauber gekauft.
Die Struktur bleibt insgesamt sehr stark:
- höhere Hochs,
- höhere Tiefs,
- intakte Aufwärtsdynamik.
Während ich diese Analyse schreibe, wurde bereits das Tageshoch vom Dienstag sowie vom Mittwoch gebrochen.
Das zeigt:
Schon vor dem London Open kommt erneut starkes bullisches Momentum in den Markt.
Sobald der DAX nachhaltig über das Tageshoch vom Montag bei 24.370 Punkten ausbrechen kann, sehe ich als nächstes Ziel die entscheidende Schlüsselzone rund um 24.500 Punkte.
Dort befinden sich:
- das Wochenhoch aus KW18,
- wichtige Widerstandsbereiche,
- sowie der Jahresschlusskurs 2025.
Charttechnisch bleibe ich deshalb weiterhin bullish.
Die Rücksetzer verlaufen bisher:
- kontrolliert,
- ohne aggressive Short-Dynamik,
- und werden weiterhin schnell gekauft.
Die Bullen sind aktuell klar zurück im Markt.
Sollte Momentum entstehen und die Fundamentaldaten mitspielen, halte ich sogar Bewegungen Richtung 24.700 Punkte für möglich.
Das übergeordnete Ziel bleibt weiterhin die 25.000er Marke – auch wenn ich diese für diese Woche noch nicht zwingend erwarte.
Bullishes Szenario
- Break und nachhaltiger Halt über 24.370
- nächstes Ziel: 24.500
- mögliche kurze Rejection dort
- anschließend potenzieller Push Richtung 24.700
Bearishes Szenario
Sollten wir jedoch stark rejected werden und unter das heutige Tagestief bei 24.190 fallen, könnte nochmal kurzfristiger Verkaufsdruck entstehen.
Dann wären:
- 24.100
- und erneut die 24.000
die nächsten relevanten Unterstützungszonen.
Fazit
Trotz:
- geopolitischer Eskalation,
- heißer Inflationsdaten,
- steigender Ölpreise,
- sinkender Lagerbestände,
- und höherer Bond Yields
bleiben die Märkte aktuell bemerkenswert stark.
Noch dominiert klar das Risk-On-Umfeld.
Die entscheidende Frage bleibt:
Wie lange kann der Markt die geopolitischen und inflationären Risiken noch ignorieren?
Charttechnisch sieht der DAX weiterhin extrem stark aus – und ein Ausbruch Richtung 24.500 scheint aktuell wahrscheinlicher als ein größerer Abverkauf.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Was denkt ihr?
Sehen wir heute den Break über 24.500 oder kommt zuerst nochmal ein Rücksetzer?
Gute Trades euch allen 🤝
Marktindizes
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Donnerstag, den 14.05.2026Da hat sich unser Dax aber schön faul zum Mittwoch zur Seite geschoben. Wenn er sich damit mal nicht sein Fenster unten nun verbasselt hat....
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24200 abwärts, darüber aufwärts
Grundstimmung: neutral
Zum Mittwoch sollte wichtig werden den begonnen Rücklauf zur 24100 wieder runterzudrehen und zur 23950 zurück zu krabbeln. Dann sollte er darunter auch wieder 23830 / 23800, 23730, 23685 und sogar 23620 / 23600 anpeilen. Erlaubt war dafür zum Morgen nochmal oben in die 24285 / 24325 reinzustechen sofern er sich dort schnell und hart wieder runter dreht und nicht wieder in das korrektive Geschiebe übergeht oder dieses gar nach oben auflöst. Sonst würde er zur 24400 und dann hin zur 24530 und 24600 steigen, um sich für den weiteren Wochenverlauf 24800 und 25200 dann vorzulegen. Daher sollte der direkte weitere Angriff nach unten die beste Verteidigung vor dem erneuten Hochgezerre sein. So die Zusammenfassung von gestern.
So und was haben wir gesehen, so richtig gar nichts, aber vor allem eben keine weitere Dynamik nach unten, um das korrektive Geschiebe zu zerreißen. Nun haben wir zwar oben auch nicht viel gerissen, aber die Chance lag schon eher unten und die wurde nicht genutzt. Und das könnte ihm nun am Donnerstag oben in die Karten spielen. Sollte sich unser Dax also oberhalb der 24200 / 24240 behauptet bekommen, muss im Zweifel die Auflösung des korrektiven Abgleitens in Erwägung gezogen werden, mit Zielen hin zur 24285, 25325 und 24400 und nimmt er dort dann richtig Fahrt auf, dürfte man ergänzen auf 24600, 24660, 24720, 24800 bis gar hin zur 24935.
Will er das verhindern sollte er von Beginn an in den Sinkflug gehen, dabei wäre sogar egal wenn wir zwischen 24400 und 24500 sogar deutlich höher einsetzen dann, er muss eben nur in den Tauchmodus übergehen und sich nach Xetra-Start von einem neuen Tagestief zum nächsten hangeln um wieder zur 24200, 24120 und darunter auch zur 24000 und 23950 durchzurutschen. Ich denke 23950 wäre dabei ein gutes Ziel, im Extrem bleiben unten aber auch 23830 / 23800 und 23620 auf dem Zettel. Heißt also im Gesamtschluss, wohin er sich auch entscheidet durchzustarten, er hätte wirklich das Zeug gut Strecke zu machen am Donnerstag. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Nachdem unser Dax am Mittwoch seine Chance unten ausgelassen hatte, geht die Freikarte nun nach oben über. Kann er sich über 24200 / 24240 behaupten und grüne Stundenkerze an grüne Stundenkerze reihen, sind 24285 dann 24400 wichtig. Schafft er die und gibt dort auch Tempo drauf, kann man sogar 24600, 24800 und sogar 24935 mit auf den Zettel nehmen. Verhindert bekommt er das eigentlich nur, wenn er sich von Beginn an und konsequent nach unten wehrt. Dabei wäre sogar egal, wenn er um 24400 / 24500 schon in den Handel startet, solange er nach Xetra-Eröffnung konsequent neue Tagestiefs nach legt, sind von oben 24200, 24120, 24000 und 23950 seine ersten Hauptanlaufstellen. Und sollte aus China doch irgendwas überraschend negatives reinflattern, im Extrem dann sogar 23830 und 23620.
DAX Tagesausblick 13. Mai – US-CPI höher als erwartetGeopolitische Lage bleibt angespannt
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin einer der wichtigsten Belastungsfaktoren für die globalen Märkte. Besonders der Konflikt rund um Iran, Israel und die Straße von Hormus sorgt aktuell für anhaltenden Druck auf Energiepreise, Inflationserwartungen und Risk Assets.
In den letzten Stunden kamen erneut mehrere belastende Meldungen:
Iran weitete die Definition der Straße von Hormus deutlich aus und machte klar, dass man eine stärkere Kontrolle über die Region beansprucht. Gleichzeitig meidet Maersk weiterhin den Transit durch Hormus, was zeigt, dass die Risiken für die globale Schifffahrt weiterhin ernst genommen werden. Die USA verhängten zusätzliche Sanktionen gegen iranische Öllieferungen Richtung China, während Reuters gleichzeitig berichtete, dass Hoffnungen auf einen schnellen Iran-Deal zunehmend schwinden.
Zusätzlich meldeten mehrere Quellen, dass Saudi-Arabien offenbar verdeckte Gegenschläge gegen Iran durchgeführt haben soll. Parallel dazu wurden zusätzliche Luftverteidigungssysteme in die Golfregion verlegt und die USA signalisierten erneut, dass man notfalls weiter eskalieren könne.
Die entscheidende Folge daraus bleibt der Ölpreis. US Oil notiert weiterhin über der psychologisch extrem wichtigen 100-Dollar-Marke und hält sich damit trotz kurzfristiger Schwankungen auf sehr hohem Niveau. Genau das erhöht den Druck auf die Inflationserwartungen weltweit.
Der Markt handelt dabei nicht nur die aktuelle Lage, sondern vor allem die Gefahr eines längerfristigen Energie- und Inflationsschocks.
CPI-Daten gestern deutlich heißer als erwartet
Die gestrigen US-Inflationsdaten fielen insgesamt deutlich belastender aus als vom Markt erhofft.
Headline CPI:
- 3,8% YoY vs. Forecast 3,7%
- Previous 3,3%
Core CPI:
- 2,8% YoY vs. Forecast 2,7%
- Previous 2,6%
Core CPI MoM:
- 0,4% vs. Forecast 0,3%
- Previous 0,2%
Damit stieg die Inflation nicht nur erneut an, sondern beschleunigte sich sogar deutlich gegenüber dem Vormonat. Besonders problematisch dabei: Die Kerninflation ohne Food und Energy zog ebenfalls wieder an und verdoppelte sich im Monatsvergleich sogar gegenüber dem vorherigen Wert.
Der vollständige CPI-Bericht des Bureau of Labor Statistics bestätigt dieses Bild zusätzlich sehr klar.
Besonders auffällig war die breite Stärke innerhalb der Inflation:
- Energy +17,9% YoY
- Gasoline +28,4% YoY
- Fuel Oil +54,3% YoY
- Shelter +0,6% MoM
- Food +0,5% MoM
- Food at Home +0,7% MoM
- Airline Fares +2,8%
- Household Furnishings +0,7%
- Apparel +0,6%
Gerade die Energiepreise bleiben extrem problematisch. Laut BLS stieg der Energy-Index allein im April um weitere 3,8%, nachdem er bereits im März um 10,9% gestiegen war. Benzinpreise legten im Monatsvergleich nochmals um 5,4% zu.
Besonders kritisch bleibt aber vor allem der Shelter-Bereich. Die Shelter-Komponente stieg erneut um 0,6% MoM und bleibt damit weiterhin viel zu hoch für eine nachhaltige Disinflation. Genau dieser Bereich gilt als einer der wichtigsten Inflationsindikatoren für die Fed. Zusätzlich zogen Owners’ Equivalent Rent und klassische Mietpreise erneut um jeweils 0,5% an.
Auch die Service-Inflation bleibt hartnäckig:
- Airline Fares +20,7% YoY
- Transportation Services +4,3%
- Services less Energy Services +3,3%
Das zeigt klar:
Die Inflation wird mittlerweile nicht mehr nur von Energie getragen, sondern beginnt erneut breiter in die Wirtschaft überzugehen.
Gleichzeitig sah man aber auch erste leichte Schwächen in einigen Bereichen:
- New Vehicles -0,2%
- Medical Care Commodities -0,4%
- Communication -0,2%
Diese Rückgänge reichen aktuell allerdings nicht aus, um den allgemeinen Inflationsdruck wirklich zu entschärfen.
Besonders wichtig war gestern außerdem die Reaktion mehrerer Fed-Mitglieder. Goolsbee sagte unter anderem:
- „Inflation is going the wrong way“
- „CPI report tells us not much that’s good“
- „Services inflation is a worry“
Das ist bemerkenswert, da Goolsbee normalerweise eher zu den moderateren Stimmen innerhalb der Fed zählt.
Insgesamt lässt sich daraus aktuell klar ein riskanteres Makroumfeld ableiten:
Höhere Inflation, steigende Energiepreise, geopolitische Risiken und gleichzeitig die Gefahr, dass Zinssenkungen weiter nach hinten verschoben werden müssen.
Fundamentaldaten heute
Heute stehen erneut extrem wichtige Daten auf dem Kalender.
Besonders relevant werden die heutigen PPI-Daten
Sollten die Produzentenpreise ebenfalls höher als erwartet ausfallen, könnte der Markt beginnen, ein strukturelles Repricing der Fed einzupreisen. Bedeutet konkret:
Zinssenkungen würden weiter nach hinten verschoben werden.
Sollten die PPI-Daten dagegen auf Forecast oder sogar darunter ausfallen, könnte das dem Markt kurzfristig deutliche Entlastung geben und für eine stärkere technische Erholung sorgen.
Zusätzlich kommen heute noch die Crude Oil Inventories. Diese bleiben aktuell ebenfalls extrem wichtig, da Öl direkt mit Inflation, Energiepreisen und geopolitischen Risiken verknüpft bleibt.
Auch die Bond Auctions bleiben relevant. Gestern standen bereits die 10-Year Note Auctions im Fokus. Die Auktion zeigte weiterhin solide Nachfrage, allerdings auch höhere Renditen. Heute folgen weitere wichtige Anleiheauktionen, wodurch der Markt erneut genau beobachten wird, wie Investoren aktuell US-Staatsanleihen bewerten.
Märkte und Korrelationen
US Oil handelt weiterhin über der kritischen 100-Dollar-Marke und konnte gestern erneut knapp 4% zulegen. Eine wirkliche Deeskalation im Nahen Osten ist aktuell nicht erkennbar, weshalb auch inflationstechnisch kurzfristig keine wirkliche Entspannung zu erwarten ist.
Der Dollarindex DXY befindet sich weiterhin innerhalb seiner kurzfristigen Range, handelt aber bereits am oberen Ende dieser Struktur. Entscheidend wird nun, ob der Dollar erneut Stärke aufbauen kann und damit weiteres Safe-Haven-Demand bestätigt. Viel wird dabei vom allgemeinen Risk Sentiment sowie den heutigen PPI-Daten abhängen.
Der VIX zeigte gestern zwar kurzfristig einen Spike nach oben, bleibt aber weiterhin unter der wichtigen 20er-Marke und notiert aktuell wieder im Bereich 17–18. Das signalisiert bislang noch keine echte Panik im Markt.
SPX und US30 reagierten gestern zunächst deutlich negativ auf die heißen CPI-Daten, wurden anschließend aber erneut aggressiv aufgekauft.
Im Dow Jones sahen wir zwischenzeitlich einen Rücksetzer von rund 400 Punkten, bevor Käufer wieder zurückkamen. Auch der S&P500 zeigte trotz des belastenden Makroumfelds weiterhin relative Stärke.
Das ist aktuell eine der wichtigsten Erkenntnisse überhaupt:
Trotz steigender Inflation, geopolitischer Risiken und hawkisher Fed-Kommentare sehen wir bislang keine wirkliche Panik oder nachhaltige Schwäche in den Märkten.
Die Abverkäufe wirken aktuell eher kontrolliert und werden an wichtigen Schlüsselzonen weiterhin gekauft.
Das spricht dafür, dass ein großer Teil der Energie- und Inflationsproblematik bereits eingepreist sein könnte. Genau deshalb ist heute der PPI-Bericht so entscheidend.
Charttechnischer Ausblick DAX
Der DAX zeigte gestern erneut starkes Abwärtsmomentum und verlor von Open bis Close rund 1%.
Trotzdem gelang den Bären kein nachhaltiger Close unter der wichtigen 24.000er-Marke. Genau dort kamen erneut Käufer in den Markt und verhinderten zunächst eine stärkere Beschleunigung nach unten.
Aktuell nähert sich der DAX erneut den Tiefs von Freitag und Montag, wo wir bereits erste Rejections gesehen haben.
Die wichtigste Zone bleibt damit klar:
24.000 Punkte.
Sollte diese Marke nachhaltig brechen, würde sich das charttechnische Bild deutlich verschlechtern und Raum für größere Shorts freimachen, insbesondere in Kombination mit dem aktuell belastenden makroökonomischen Umfeld.
Deshalb wird entscheidend sein:
- Kann der DAX die 24.000 verteidigen?
- Kommt dort erneut Kaufinteresse?
- Oder sehen wir einen sauberen Breakdown mit Momentum?
Das bullishe Szenario:
Sollten wir über das gestrige Tageshoch beziehungsweise den Bereich um 24.310 ausbrechen, rückt direkt das Hoch vom Montag bei rund 24.370 in den Fokus. Für eine nachhaltige Erholung wäre heute allerdings wahrscheinlich ein positiver PPI-Bericht oder weitere geopolitische Entspannung notwendig.
In diesem Fall könnte der DAX durchaus wieder Richtung 24.500 laufen.
Das bearishe Szenario:
Sollten wir unter die 24.000 sowie unter das gestrige Tagestief bei rund 23.925 brechen, sehe ich erhöhtes Risiko für weitere Abgaben Richtung 23.800.
Besonders wenn die heutigen PPI-Daten erneut heiß ausfallen, könnte das den Bären zusätzlichen Rückenwind geben.
Insgesamt bleibt die Lage aktuell sehr sensibel. Der Markt steht weiterhin zwischen geopolitischem Risiko, steigender Inflation und gleichzeitig überraschend stabilen Risk Assets.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wie seht ihr den Markt aktuell?
Bleibt ihr weiterhin eher bearish auf Risk Assets oder überrascht euch die aktuelle Stabilität trotz der heißen CPI-Daten ebenfalls?
Gute Trades!
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Mittwoch, den 13.05.2026Na endlich war mal wieder mehr Bewegung drin. Da wurden wohl so einige Gebete erhört, dass sogar auf US-Seite mal kurzzeitig die roten Lampen angingen.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24200 abwärts, darüber aufwärts
Grundstimmung: neutral
Zum Dienstag sollte man nun aufpassen, dass unser Dax nicht mit Kraft und Dynamik über der 24400 rausstößt um das korrektive Geschiebe aufzulösen und den Knoten platzen zu lassen. Anschlussziele sollten dabei dann 24480, 24600, 24660, 24720 und 24800 werden. Unterhalb sollte er das Abgleiten so aber auch erstmal fortsetzen und z.B. noch 24150 abklappern können. Um sich da weiter rausgeschoben zu bekommen, brauchte es ebenso ein dynamisches Auflösen, hin zur 24050 und dann rückzu mit klarem Abweisen an 24200 nach unten. So könnte er sogar 23915, 23800 und Tieferes schaffen, musste aber das korrektive Abgleiten eben klar mit Dynamik und Kraft auch auflösen. Das galt grundsätzlich für beide Seiten. So die Zusammenfassung von gestern.
Über 24400 wollte unser Dax so gar nicht und ging direkt in die beste Verteidigungsform: den Angriff nach unten. So erreichte er gleich am Morgen schon mal die 24050, stieß sich danach wie gefordert von 24200 ab und erreichte unten schon bis auf 5p ran die 23915. Will er nun weiter machen, sollte er sich aus dem abendlichen Rücklauf erstmal wieder runter zur 23950 ziehen, dort haben wir auch den Xetra-Schluss stehen lassen und dann eben weiter unter das Tief hin zur 23830 / 23800 und dann drunter über 23730, 23685 hin zur 23620 / 23600 als nächstes größere Hauptziel.
Alles was er dafür nun tun muss ist lediglich unserer eingemalten Route zu folgen. Sollte er aber eben genau diesen Knick nun nicht schaffen, wird über 24200 dann nochmal 24285 / 24325 interessant und wird er dort nicht gleich am Morgen wieder hart nach unten abgewatscht, kann er wegen seines korrektiven Verhaltens aus den letzten Tagen recht dynamisch durchrennen dann nachher 24400, 24530 und 24600 wieder erreichen, später sogar dann auch wieder 24800 und 25200 im weiteren Wochenverlauf, sollten sich denn vielleicht die Chinesen mit Trump auf eine Beräumung des Golf von Oman geeinigt bekommen und da unten wieder Normalität einkehren lassen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Unser Dax hat sich zum Dienstag versucht unten etwas frei zu machen und schon erste Ziele abgearbeitet. Nun wird wichtig den begonnen Rücklauf wieder runterzudrehen und zur 23950 zurück zu krabbeln. Dann kann er darunter auch wieder 23830 / 23800, 23730, 23685 und sogar 23620 / 23600 anpeilen. Dafür dürfte er sogar zum Morgen nochmal oben in die 24285 / 24325 reinstechen sobald er sich über 24200 rausdrückt. Aber dann muss er da auch schnell und hart in die Umkehr, sonst fangen die noch an das korrektive Geschiebe nach oben aufzulösen und schieben uns den zur 24400 weiter und dann hin zur 24530 und 24600 um für den weiteren Wochenverlauf wieder eine 24800 und 25200 dann vorzulegen. Daher wäre der direkte weitere Angriff nach unten die beste Verteidigung vor dem erneuten Hochgezerre.
DAX Tagesausblick 12. Mai – US CPI im FokusKommt heute der Inflationsschock?
Geopolitische Fundamentallage im Nahen Osten
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin angespannt und sorgt nach wie vor für Unsicherheit an den Finanzmärkten. Donald Trump hat die iranischen Gegenvorschläge zu einem möglichen Friedensabkommen erneut scharf zurückgewiesen, während parallel weiterhin diplomatische Gespräche laufen. Eine nachhaltige Deeskalation ist aktuell allerdings nicht erkennbar.
Besonders relevant bleibt weiterhin die Straße von Hormuz und damit der Ölmarkt. Die Sorge vor weiteren Eskalationen hält die Energiepreise auf hohem Niveau und erhöht den Druck auf die globale Inflation. Gleichzeitig wurden weitere Sanktionen gegen iranische Öllieferungen diskutiert, wodurch das Risiko zusätzlicher Angebotsengpässe am Energiemarkt bestehen bleibt.
Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich am Ölpreis. US Oil notiert aktuell wieder über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar und signalisiert damit weiterhin Inflationsdruck im Energiesektor. Genau deshalb richtet sich der Fokus der Märkte heute vollständig auf die US-Inflationsdaten.
Rückblick auf den letzten CPI-Bericht
Der letzte CPI-Report aus den USA fiel deutlich heißer aus als erwartet und markierte den stärksten monatlichen Inflationsanstieg seit langer Zeit. Die Verbraucherpreise stiegen im März um 0,9% MoM nach zuvor lediglich 0,3%. Auf Jahressicht sprang die Inflation von 2,4% direkt auf 3,3% an.
Besonders auffällig war dabei der massive Einfluss des Energiesektors. Der Energy Index stieg allein im März um 10,9%, angeführt von einem extremen Anstieg der Benzinpreise um 21,2%. Laut Bureau of Labor Statistics war dies der stärkste monatliche Anstieg bei Gasoline seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1967. Gleichzeitig machte Benzin fast drei Viertel des gesamten CPI-Anstiegs aus.
Auch Fuel Oil explodierte um 30,7% und verzeichnete damit den stärksten Monatsanstieg seit Februar 2000.
Das eigentlich Entscheidende für die Märkte war allerdings, dass die Core Inflation vergleichsweise stabil blieb. Der Core CPI, also Inflation ohne Food und Energy, stieg lediglich um 0,2% MoM und lag bei 2,6% YoY.
Genau das ist extrem wichtig für die heutige Interpretation der Daten.
Denn der letzte heiße CPI-Print wurde fast vollständig durch Energiepreise ausgelöst und nicht durch eine breite inflationäre Explosion über sämtliche Wirtschaftsbereiche hinweg. Shelter blieb zwar weiterhin erhöht bei +0,3%, allerdings zeigten mehrere andere Bereiche bereits wieder Schwäche.
Medical Care fiel um 0,2%, Prescription Drugs sogar um 1,5% und Used Cars & Trucks gingen ebenfalls zurück.
Das bedeutet:
Der Markt wird heute extrem genau darauf achten, ob sich die Inflation nun auch außerhalb des Energiesektors weiter ausbreitet oder ob erneut hauptsächlich Öl und Benzin für den Anstieg verantwortlich sind.
Sollte heute insbesondere der Core CPI wieder niedrig bleiben, könnte der Markt selbst bei einem höheren Headline-CPI vergleichsweise entspannt reagieren.
Steigt allerdings sowohl Headline CPI als auch Core CPI deutlich an, könnte genau das zum eigentlichen Problem werden.
Fundamentale Wirtschaftsdaten
Gestern standen die Existing Home Sales aus den USA im Fokus.
Forecast: 4,05 Mio.
Previous: 4,01 Mio.
Actual: 4,02 Mio.
Die Daten lagen damit zwar leicht über dem vorherigen Wert, allerdings weiterhin unter den Erwartungen des Marktes.
Die Existing Home Sales messen die annualisierte Anzahl bereits bestehender Wohngebäude, die im vergangenen Monat verkauft wurden. Dieser Indikator gilt als wichtiger Frühindikator für die Stärke des US-Häusermarktes und damit indirekt auch für die allgemeine wirtschaftliche Lage und Konsumstärke in den USA.
Die Daten zeigen somit weiterhin Wachstum, allerdings schwächer als vom Markt erwartet. Eine wirkliche Stärke im Immobiliensektor lässt sich daraus aktuell nicht ableiten.
Zusätzlich kamen heute Morgen bereits die deutschen Verbraucherpreisdaten.
Deutschland CPI MoM:
Actual: 0,6%
Forecast: 0,6%
Previous: 1,1%
Deutschland CPI YoY:
Actual: 2,9%
Forecast: 2,9%
Previous: 2,7%
Die monatliche Inflation in Deutschland ging damit deutlich zurück, was grundsätzlich positiv für europäische Risk Assets und insbesondere den DAX zu werten ist. Allerdings bleibt der heutige US-Inflationsbericht der mit Abstand entscheidende Markttreiber.
US CPI heute im absoluten Fokus
Heute stehen die wichtigsten Wirtschaftsdaten der Woche an: die US-Verbraucherpreise.
Besonders relevant sind dabei vor allem die CPI Year-over-Year sowie die CPI Month-over-Month Daten.
CPI MoM:
Forecast: 0,6%
Previous: 0,9%
Hier erwartet der Markt eine langsamere monatliche Inflation als zuletzt.
CPI YoY:
Forecast: 3,7%
Previous: 3,3%
Auf Jahressicht wird dagegen ein deutlicher erneuter Inflationsanstieg erwartet.
Und genau hier liegt aktuell das große Problem für die Märkte.
Wir lagen im Februar zwischenzeitlich noch bei lediglich 2,4% Inflation. Durch die Eskalation im Nahen Osten sowie die massiv gestiegenen Energiepreise hat sich die Inflation allerdings wieder deutlich beschleunigt.
US Oil notiert aktuell erneut über der Marke von 100 Dollar. Von einer nachhaltigen Entspannung im Energiesektor kann damit weiterhin keine Rede sein. Genau diese steigenden Energiepreise wirken sich direkt auf Transport, Produktion, Lieferketten und letztendlich auf Verbraucherpreise aus.
Die aktuellen Vorzeichen deuten daher insgesamt eher auf weiterhin erhöhte Inflationswerte hin.
Die entscheidenden Szenarien für den heutigen CPI-Report
Das wichtigste Szenario aus meiner Sicht liegt aktuell im Bereich zwischen 3,4% und 3,6%.
In diesem Fall würde die Inflation zwar erneut ansteigen, allerdings unterhalb der Erwartungen des Marktes bleiben. Genau das könnte vom Markt trotz steigender Inflation zunächst positiv aufgenommen werden, da kein echter Inflationsschock entsteht und viele negative Erwartungen bereits eingepreist sein dürften.
Besonders wichtig wird heute zusätzlich der Core CPI. Bleibt dieser ähnlich stabil wie im letzten Bericht bei rund 2,6%, könnte der Markt deutlich gelassener reagieren, selbst wenn der Headline CPI leicht höher ausfällt.
In diesem Szenario könnte es zunächst zwar zu kurzfristiger Volatilität kommen, mittel- und längerfristig sehe ich hier allerdings eher Chancen auf eine bullische Reaktion bei Risk Assets, darunter auch der DAX.
Sollten die Daten allerdings über dem Forecast von 3,7% liegen UND gleichzeitig der Core CPI erneut anziehen, wäre dies klar negativ für die Märkte. In diesem Fall dürfte ein deutliches Risk-Off-Sentiment entstehen. Zinssenkungsfantasien würden weiter nach hinten verschoben werden und selbst neue Zinserhöhungsdiskussionen könnten wieder realistischer werden.
Besonders problematisch wäre dabei, dass sich die Inflation erneut gefährlich in Richtung der 4%-Marke bewegen würde, während gleichzeitig weiterhin keine nachhaltige geopolitische Entspannung sichtbar ist.
Ein deutlich über den Erwartungen liegender CPI könnte daher massiven Druck auf Indizes, Tech-Werte und andere Risk Assets auslösen.
Das bullischste Szenario wäre dagegen ein Wert auf oder unter dem Previous-Wert von 3,3%. In diesem Fall dürfte der Markt dies als klar positives Signal interpretieren. Die Wahrscheinlichkeit für Risk-On-Bewegungen würde deutlich steigen und insbesondere Aktienindizes sowie Krypto könnten davon stark profitieren. Dieses Szenario halte ich allerdings für sehr unwahrscheinlich.
Marktübersicht und Korrelationen
US Oil notiert während der Analyse bei rund 100,6 Dollar und befindet sich weiterhin klar in einer Aufwärtsbewegung. Das gestrige Daily High wurde bereits überschritten.
Der Ölpreis bleibt aktuell einer der wichtigsten Frühindikatoren für die weitere Inflationsentwicklung. Solange sich die Lage im Nahen Osten nicht nachhaltig entspannt, bleibt auch der Druck auf den Energiesektor bestehen.
Der DXY konnte heute ebenfalls leicht zulegen und notiert weiterhin im Bereich um 98 Punkte. Entscheidend wird sein, ob der Dollar im Zuge der Inflationsdaten weiter Stärke aufbauen kann. Ein Ausbruch über die 98,5 könnte auf zunehmenden Safe-Haven-Demand und damit eher auf Risk-Off hindeuten.
Auch der VIX zeigt bereits erste Nervosität und notiert aktuell bei rund 18,37 Punkten. Damit bleibt er zwar noch unter der kritischen 20er-Marke, allerdings steigt die Unsicherheit vor dem Inflationsbericht sichtbar an.
Trotz geopolitischer Risiken und steigender Ölpreise halten sich die Risk Assets bislang weiterhin bemerkenswert stabil.
Bitcoin notiert weiterhin bei rund 81.000 Dollar. Der SPX bewegt sich weiterhin nahe seiner All-Time-Highs und konnte seit Ende März über 17% zulegen. Auch die US-Indizes zeigen bislang weiterhin relative Stärke.
Gerade deshalb könnte ein deutlich heißerer CPI-Report heute allerdings besonders problematisch werden, da die Märkte aktuell bereits sehr hoch bewertet sind.
Charttechnische Analyse – DAX
Der gestrige Handelstag verlief äußerst ruhig und mit sehr geringer Volatilität. Bereits gestern hatte ich auf die Möglichkeit eines Ranging-Days hingewiesen, genau dieses Szenario ist eingetreten.
Heute zeigt sich allerdings bereits deutlich mehr Schwäche im Markt. Das gestrige Daily Low wurde bereits unterschritten und der DAX notiert aktuell im Bereich um 24.080 Punkte.
Besonders relevant bleibt heute die Zone zwischen 24.000 und 23.900 Punkten. Diese Zone stellt für mich aktuell die entscheidende Make-or-Break-Struktur dar. Hier befindet sich ein wichtiges strukturelles Tief sowie eine zentrale Unterstützungszone.
Sollten die Inflationsdaten besser als erwartet ausfallen oder zumindest unterhalb des Forecasts bleiben, halte ich einen deutlichen Rebound vom Bereich 24.000 beziehungsweise 23.900 weiterhin für realistisch. In diesem Fall könnte der DAX erneut in Richtung 24.500 Punkte laufen.
Sollten die Inflationsdaten dagegen klar über den Erwartungen liegen, könnte sich die Abwärtsbewegung deutlich ausweiten. In diesem Szenario wären auch Bewegungen in Richtung 23.700 bis 23.500 Punkte nicht auszuschließen.
Aktuell bleibt der Markt insgesamt weiterhin bullish, allerdings klar unter Vorbehalt der heutigen CPI-Daten sowie der geopolitischen Entwicklung im Nahen Osten.
Bereits vor London Open notierte der DAX rund 210 Punkte unter dem gestrigen Close. Das ist bereits ein erstes klares Warnsignal und zeigt die Nervosität vor dem heutigen Inflationsbericht.
Nun wird entscheidend sein, ob Käufer im Bereich der aktuellen Unterstützungen zurück in den Markt kommen oder ob der heutige CPI-Report die nächste größere Abwärtsbewegung auslöst.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Wie seht ihr die heutigen CPI-Daten? Rechnet ihr mit weiter steigender Inflation oder eher mit einer positiven Überraschung für die Märkte?
Wünsche euch viel Erfolg heute und bleibt diszipliniert!
Genehmigte Aktienrückkäufe: neues Allzeithoch!Die Aufwärtsbewegung der Aktienmärkte seit Anfang April war bei den US-, europäischen und asiatischen Indizes beeindruckend. Sie ist umso bemerkenswerter und überraschender, da die geopolitische Lage angespannt geblieben ist und die Energiepreise an den Märkten auf einem sehr hohen Niveau verharren.
In meinen vorherigen Beiträgen auf TradingView habe ich erläutert, dass die Aufrechterhaltung des langfristigen Aufwärtstrends auf folgenden Faktoren beruht:
• Die Gewinnerwartungen der Unternehmen im S&P 500, die auf Sicht von 12 Monaten extrem hoch sind
• Eine Konzentration dieser Gewinnerwartungen auf den Technologiesektor, angetrieben durch die Revolution der künstlichen Intelligenz
• Innerhalb des Technologiesektors eine anhaltende Aufwärtsasymmetrie im Halbleitersegment
• Und schließlich trotz neuer Höchststände bei KI-Aktien weiterhin attraktive Bewertungen an der Börse
Diese Faktoren zusammen bilden die wichtigste Grundlage für die Widerstandsfähigkeit der Aktienmärkte gegenüber dem aktuellen geopolitischen Schock.
Heute möchte ich einen weiteren unterstützenden Faktor für den langfristigen Aufwärtstrend hervorheben: die Anzahl der von den Unternehmen des S&P 500 genehmigten Aktienrückkäufe.
Zur Erinnerung: Aktienrückkäufe werden vom Vorstand eines Unternehmens genehmigt und geben einen Ausblick auf das potenzielle Volumen an Aktien, die in den kommenden Monaten zurückgekauft werden könnten.
Die neuesten Daten zeigen eine Beschleunigung dieser Genehmigungen, mit einem Niveau, das auf kumulierter Jahresbasis ein Allzeithoch erreicht. Dieses Signal ist keineswegs trivial: Es spiegelt ein starkes Vertrauen der Unternehmensleitungen in die zukünftige Fähigkeit wider, Cashflows zu generieren, sowie in die aktuelle Bewertung ihrer Aktien, die weiterhin als attraktiv angesehen wird.
Die folgende Tabelle zeigt die Buyback-Daten.
Aus mechanischer Sicht unterstützen Aktienrückkäufe die Märkte direkt. Durch die Verringerung der Anzahl der ausstehenden Aktien erhöhen sie den Gewinn pro Aktie (EPS), was wiederum steigende Kurse begünstigt. Es handelt sich somit um einen starken, sich selbst verstärkenden Mechanismus, der besonders in einem Umfeld mit bereits solider Gewinnentwicklung wirksam ist.
Darüber hinaus wirkt dieses Phänomen als implizites Sicherheitsnetz für die Märkte. In Korrekturphasen können bereits genehmigte Rückkaufprogramme verstärkt aktiviert werden und sorgen so für eine strukturelle Nachfrage nach Aktien.
Schließlich deutet das aktuelle Rekordniveau darauf hin, dass Unternehmen über solide Bilanzen und reichlich Liquidität verfügen, trotz eines weiterhin erhöhten Zinsumfelds. Dies stärkt die Einschätzung, dass der langfristige Aufwärtstrend fest verankert bleibt, getragen von starken internen Treibern, unabhängig von makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten.
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Kryptowährungen gelten in einigen Ländern nicht als gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegen regulatorischen Unsicherheiten.
Die Nutzung internetbasierter Systeme kann erhebliche Risiken bergen, darunter Betrug, Cyberangriffe, Netzwerkausfälle, Kommunikationsprobleme sowie Identitätsdiebstahl und Phishing-Angriffe im Zusammenhang mit Krypto-Vermögenswerten.
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Dienstag, den 12.05.2026
Auch am Montag ging im Dax nicht viel. Hatte man doch direkt mehr Zeit dem Regen am Fenster zu folgen....
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24300 abwärts, über 24400 aufwärts
Grundstimmung: neutral
In die neue Woche sollte unser Dax nochmal tiefer reinkommen, dabei sollte wichtig werden, wie er mit dem Gap dann umgeht. Sollte er nur hastig zur 24400 zurück eilen, ohne sich dort hart abzustoßen, sollte man oberhalb von 24400 wieder 24600 / 24660 und 24800 anvisieren und gleich für den Dienstag nochmal 25200 vormerken. würde er sich aber Mühe geben und die 24400 nach unten abwehren oder gar das Gap einfach offen stehen lassen und sich schön schwach präsentieren, wären dann 24150, 24050, 23915 und darunter sogar wieder 23800 bis gar hin zur 23685 / 23620 machbar. So die Zusammenfassung von gestern.
Gesehen haben wir das Abwärtsgap, zu gemacht hat er es nicht bekommen, allerdings kann man die Arbeit an den Tiefs auch nicht wirklich als Schwäche verkaufen, dafür kam einfach zu wenig. Nicht mal die 24150 konnte der nun abarbeiten. Damit bleibt eine weiter sehr korrektive Bewegungsabfolge runter zu zurück. Das sollte zur Vorsicht mahnen, denn oft löst sich sowas sehr dynamisch in die andere Richtung später auf. Sollte unser Dax also zum Dienstag nun über der 24400 rausplatzen, könnte das durchaus einen Knoten reißen lassen, der unserem Dax dann weiter über 24480, 24600, 24660, 24720 hin zur 24800 helfen könnte. Kommt da also Druck rein in die Kiste sollte man sich vielleicht nicht ganz so von der Ruhe täuschen lassen.
Unten raus wird das Ganze dabei deutlich schwieriger zu handhaben, denn die Bewegung kann sich so erstmal weiter schieben, solange sie nicht oben dynamisch aufgelöst wird. Dabei sind weitere Tiefs zu erwarten, aber flach und direkt wieder deutlicher hochreagierend. Nächste Station wäre dann wohl 24150. Abgerissen bekommt sich unser Dax da nur, wenn er wirklich mit Kraft und Dynamik versucht das korrektive Abgkleiten nach unten durch ein Aufbeschleunigen zu sprengen. Dafür müsste er an der 24150 deutlich durchstoßen und sich erstmal direkt bis zur 24050 runter drücken lassen, anschließend sollte er dann nicht mehr über die 24200 zurück und weiter runter Richtung 23915 und 23800. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Am Montag hat unser Dax sein korrektives Abgeklecker vom Freitag erstmal fortgesetzt und die 24200 angestoßen. Sein Abwärtsgap ließ er dabei aber offen. Doch das korrektive Abgleiten birgt das Risiko, dass man ihn wie so oft aus solch einer Situation dann dynamisch nach oben raus zerrt. Sollte der also mit Kraft und Dynamik über der 24400 rausstoßen am Dienstag könnte das den Knoten lösen und ihm den Weg zur 24480, 24600, 24660, 24720 und 24800 öffnen. Unterhalb könnte er das Abgleiten so aber erstmal fortsetzen und z.B. noch 24150 abklappern. Um sich da unten weiter rausgeschoben zu bekommen, braucht es ebenso ein dynamisches Auflösen, hin zur 24050 und dann rückzu mit klarem Abweisen an 24200 nach unten. So könnte er sogar 23915, 23800 und Tieferes schaffen, muss aber das korrektive Abgleiten eben klar mit Dynamik und Kraft auch auflösen. Das gilt grundsätzlich für beide Seiten, wo die Dynamik sich also blicken lässt, sollte man einen Ausbruchsversuch dann ernst nehmen.
DAX Tagesausblick 11. Mai – Bruch der 24.500 Punkte Marke?Geopolitische und fundamentale Lage im Nahen Osten
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin der wichtigste kurzfristige Treiber für die Märkte und insbesondere für die Inflations- und Zinserwartungen. Auch über das Wochenende hinweg dominierte erneut das gemischte Sentiment rund um die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Schlagzeilen. Einerseits stehen weiterhin diplomatische Gespräche und mögliche Deeskalationsszenarien im Raum, andererseits bleibt die Lage extrem fragil und headlinegetrieben.
Während iranische Medien mehrfach betonten, dass ein Friedensvorschlag sowie Gespräche über ein mögliches Ende des Konflikts weiterhin diskutiert werden, sorgte die Aussage von Donald Trump, die iranische Antwort sei „völlig inakzeptabel“, erneut für Unsicherheit. Gleichzeitig laufen die diplomatischen Kontakte über Katar, Pakistan und weitere Vermittlerstaaten jedoch weiter. Genau dieses widersprüchliche Bild sorgt aktuell dafür, dass sich der Markt in einer abwartenden Haltung befindet.
Die Straße von Hormuz bleibt weiterhin der absolute Schlüsselfaktor. Solange hier keine nachhaltige Entspannung sichtbar wird, bleibt der Inflationsdruck über die Energiepreise erhöht. Besonders wichtig: Der Markt handelt aktuell nicht nur den Konflikt selbst, sondern vor allem dessen Auswirkungen auf Ölpreise, Inflationserwartungen und damit direkt auf die Geldpolitik der FED und EZB.
Trotzdem bleibt das übergeordnete Risk-on-Sentiment bislang intakt. Vor allem die KI-Euphorie, starke Tech-Quartalszahlen und der anhaltende Kapitalzufluss in Technologieaktien stabilisieren die globalen Indizes weiterhin auf extrem hohem Niveau. Asiatische Märkte zeigten sich heute Nacht ebenfalls robust, obwohl Öl erneut deutlich anzog. Genau das zeigt aktuell die enorme Dominanz des KI- und Tech-Sektors am Gesamtmarkt.
Gleichzeitig warnte die EZB heute Morgen bereits deutlich vor steigenden Inflationsrisiken durch den Nahostkonflikt. EZB-Mitglied Kocher betonte mehrfach, dass dauerhaft hohe Energiepreise und ein anhaltender Konflikt das Risiko von Zweitrundeneffekten und sogar stagflationären Tendenzen erhöhen könnten. Auch Zinserhöhungen wurden indirekt wieder als mögliches Szenario offen gehalten, falls die Energiepreise nicht zeitnah zurückkommen.
Fundamentale Wirtschaftsdaten
Fundamental erwartet uns heute insgesamt ein eher ruhiger Handelstag. Das wichtigste Event des Tages sind die Existing Home Sales aus den USA am Nachmittag.
Forecast: 4,05 Millionen
Previous: 3,98 Millionen
Hier wird also von einer leichten Verbesserung ausgegangen. Die Existing Home Sales messen die annualisierte Anzahl bereits bestehender Wohngebäude, die im vergangenen Monat verkauft wurden. Dieser Indikator gilt als wichtiger Frühindikator für die Stärke des US-Häusermarktes und damit indirekt auch für die allgemeine wirtschaftliche Lage und Konsumstärke in den USA.
Sollten die Daten deutlich über oder unter den Erwartungen liegen, könnte dies kurzfristig Volatilität in den Markt bringen. Insgesamt bleibt der heutige Tag fundamentalseitig jedoch deutlich ruhiger als die kommenden Tage.
Der Fokus liegt ganz klar bereits auf morgen. Dort erwarten uns sowohl die deutschen CPI-Daten als auch vor allem die entscheidenden US-CPI-Daten. Genau diese Inflationszahlen dürften darüber entscheiden, ob die Zinssenkungsfantasie erneut Rückenwind bekommt oder ob der Markt verstärkt beginnt, weitere Zinserhöhungen beziehungsweise längere Hochzinsphasen einzupreisen.
Marktüberblick und Korrelationen
US Oil / WTI
WTI eröffnet heute mit einem starken Gap-Up von knapp 3,9% und notiert aktuell wieder nahe der psychologisch extrem wichtigen 100-Dollar-Marke bei rund 99,56 Dollar.
Wie bereits im Wochenausblick angesprochen, bleibt Öl aktuell der wichtigste Inflationsindikator überhaupt. Solange sich Öl über 90 Dollar hält oder sogar nachhaltig Richtung beziehungsweise über 100 Dollar ausbricht, bleibt der Inflationsdruck massiv erhöht. Das wiederum belastet Zinssenkungsfantasien und erhöht den Druck auf Risk Assets.
Sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter entspannen, könnte Öl schnell wieder Druck nach unten bekommen. Aktuell bleibt das Sentiment jedoch extrem headlineabhängig.
DXY / Dollar Index
Der Dollar Index zeigt sich bislang vergleichsweise ruhig. Zwar gab es ebenfalls ein kleines Gap-Up, insgesamt bleibt der DXY aber weiterhin in seiner übergeordneten Range gefangen und notiert aktuell knapp um die 98 Punkte Marke.
Weder ein klarer Safe-Haven-Run noch ein signifikanter Dollar Abverkauf ist bislang sichtbar. Damit bleibt auch hier zunächst alles beim Alten.
VIX
Der VIX notiert weiterhin bei rund 17,18 Punkten und damit weiterhin unter der kritischen 20er-Marke. Das zeigt, dass trotz geopolitischer Unsicherheiten aktuell noch kein massiver Panic-Modus im Markt vorhanden ist.
Allerdings gilt weiterhin: Neue Headlines aus dem Nahen Osten können hier jederzeit sehr schnelle Ausschläge verursachen.
Risk Assets / US-Indizes
Der US30 eröffnete zunächst mit einem kleinen Gap-Down, konnte dieses jedoch bereits wieder schließen und hält sich weiterhin über der wichtigen 49.500-Punkte-Marke.
Hier bleibt entscheidend, ob wir weitere Gewinnmitnahmen sehen und Richtung 48.900 korrigieren oder ob die Bullen erneut genug Momentum aufbauen können, um die psychologisch wichtige 50.000er-Marke anzugreifen.
Insgesamt bleibt die Marktstruktur trotz kurzfristiger Unsicherheiten weiterhin bullish geprägt. Vor allem die anhaltende Stärke der Tech-Werte und der KI-Sektor stabilisieren die Märkte weiterhin enorm.
Charttechnischer Ausblick DAX
Der DAX eröffnete heute zunächst mit einem kleinen Gap-Down von rund -0,37% gegenüber dem Freitagsschlusskurs und notiert aktuell bei etwa 24.276 Punkten.
Wie bereits im gestrigen Wochenrückblick angesprochen, bleibt für mich heute vor allem entscheidend, ob das Tageshoch oder das Tagestief vom Freitag nachhaltig gebrochen wird.
Das Tagestief wurde in der Asia-Session bereits unterschritten. Jetzt bleibt abzuwarten, ob daraus tatsächlich stärkeres bearishes Momentum entsteht oder ob der Markt diese Bewegung lediglich als kurzfristigen Shakeout nutzt.
Bearishes Szenario
Sollten wir unter das heutige Tagestief bei rund 24.222 Punkten brechen, sehe ich weiteres kurzfristiges Abwärtspotenzial in Richtung 24.100 beziehungsweise im Extremfall sogar bis an die psychologisch wichtige 24.000er-Zone.
Entscheidend wird hierbei vor allem sein, wie sich die geopolitische Lage entwickelt und ob der Markt bereits verstärkt beginnt, die morgigen CPI-Daten bearish einzupreisen.
Trotzdem bleibe ich aktuell sehr vorsichtig mit aggressiven Shorts. Solange wir keine deutliche Verschlechterung der fundamentalen Lage oder einen klar bearishen CPI-Impuls bekommen, sehe ich das größere Bild weiterhin eher bullish.
Bullishes Szenario
Sowohl strukturell als auch fundamental bleibt für mich weiterhin ein erneuter Long-Angriff auf die 25.000er-Marke das wahrscheinlichere Szenario.
Besonders wichtig bleibt hierbei die Zone zwischen:
• Wochenhoch KW18
• Jahresschlusskurs 2025
• psychologisch wichtige 24.500er-Marke
• Tageshoch vom Freitag
Sobald der DAX nachhaltig über 24.530 Punkte ausbrechen kann, sehe ich trotz weiterer Widerstände den Weg Richtung 25.000 deutlich offener.
Vor allem dann, wenn die morgigen CPI-Daten besser als erwartet ausfallen und gleichzeitig die Nahostlage keine erneute Eskalation zeigt, könnte der Markt sehr schnell wieder bullisches Momentum aufbauen.
Wahrscheinlichstes Szenario heute:
Ich kann mir gut vorstellen, dass wir heute insgesamt eher einen ruhigeren Handelstag sehen und der DAX innerhalb der aktuellen Range zwischen etwa 24.200 und 24.530 Punkten bleibt.
Sollte sich genau dieses Szenario bestätigen, wäre das für mich persönlich eher ein No-Trade-Day, da mir in dieser Zone aktuell eine klare Richtungsbestätigung fehlt.
Heute ist daher mehr denn je Geduld gefragt – insbesondere vor den morgigen CPI-Daten.
Fazit
Der Markt bleibt weiterhin extrem headline- und datenabhängig. Fundamental dominiert weiterhin die Nahost-Thematik und deren Einfluss auf Ölpreise, Inflation und Zinserwartungen.
Kurzfristig bleibt die 24.500er-Zone im DAX der entscheidende Trigger nach oben, während unterhalb von 24.200 kurzfristig weiteres Korrekturpotenzial entstehen könnte.
Insgesamt bleibe ich aber weiterhin eher im Risk-on-Lager, solange sich die geopolitische Lage nicht deutlich verschärft und die morgigen Inflationsdaten keine negative Überraschung liefern.
Wie seht ihr den DAX heute?
Sehen wir eine tiefere Korrektur, einen Range-Day oder den bullischen Ausbruch über 24.500 Punkte?
Schreibt mir eure Einschätzung gerne in die Kommentare. Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und ab morgen bin ich natürlich wieder mit den täglichen DAX-Ausblicken am Start.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung!
S&P 500: Die Gewinnerwartungen steigen nahezu vertikal!Der Anstieg des S&P 500 kann angesichts der geopolitischen Nachrichten und ihrer makroökonomischen Auswirkungen seit Ende Februar überraschend erscheinen, und tatsächlich hat dieser Anstieg sowie das neue Allzeithoch viele überrascht.
Die Ölpreise bleiben sehr hoch, ebenso die Preise für Harnstoffdünger, und wir sind noch weit von einer Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus entfernt. Doch der US-Aktienmarkt, getragen vom Technologiesektor und insbesondere vom Halbleitersegment, kümmert sich offenbar nicht darum.
WARUM?
Aufgrund einer Kombination fundamentaler Gründe, insbesondere eines entscheidenden Faktors, der keineswegs spekulativ ist. Es handelt sich um einen konkreten Prozess, eine gegenwärtige und zukünftige Realität, die das Fundament des langfristigen Aufwärtstrends des S&P 500 bildet und dafür sorgt, dass jede kurzfristige Korrektur eine Chance darstellt.
Dieser Grund ist: die Gewinnerwartungen der Unternehmen, insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz an der Börse.
Und genau das zeigen die folgenden Grafiken: eine spektakuläre Beschleunigung der Gewinne je Aktie (EPS) des S&P 500, die mittlerweile fast 294 US-Dollar auf annualisierter Basis erreichen, mit einer Steigung, die nahezu vertikal wird. Diese Bewegung ist keineswegs trivial. Historisch folgen Aktienmärkte den Gewinnen. Langfristig sind es die Gewinne, die die Indizes treiben, nicht umgekehrt.
Die folgende Grafik stammt von Gurufocus und zeigt die Gewinnerwartungen der Unternehmen im S&P 500.
Was sich heute verändert, ist die Geschwindigkeit. Künstliche Intelligenz wirkt als Produktivitätsmultiplikator in vielen Sektoren: Cloud, Software, Halbleiter, aber auch Finanzwesen, Gesundheitswesen oder Industrie. Unternehmen senken Kosten, automatisieren stärker und steigern ihre Margen. Infolgedessen passen Analysten ihre Gewinnschätzungen kontinuierlich nach oben an.
Mit anderen Worten: Der Markt steigt nicht „gegen“ die Makrolage, sondern weil er eine tiefgreifende Transformation der Wirtschaftsstruktur antizipiert. Während frühere Zyklen auf Konsum oder Kredit basierten, beruht dieser auf einem technologischen Schock.
Dies erklärt, warum geopolitische oder inflationsbedingte schlechte Nachrichten nur begrenzte Auswirkungen haben: Sie werden als vorübergehend wahrgenommen gegenüber einer als strukturell angesehenen Gewinndynamik. Solange dieser Gewinntrend nach oben gerichtet bleibt, bleibt der grundlegende Aufwärtstrend des S&P 500 intakt.
Das folgende Histogramm stammt von FactSet und zeigt das erwartete Wachstum der Quartalsgewinne der S&P-500-Unternehmen.
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Swissquote sowie deren Mitarbeiter und Vertreter haften in keinem Fall für Schäden oder Verluste, die direkt oder indirekt auf Entscheidungen basieren, die aufgrund dieses Inhalts getroffen wurden.
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Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Montag, den 11.05.2026Am Freitag hat unser Dax sich sein Pulver trocken gehalten und lieber noch ein paar Patronen verladen.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24300 abwärts, über 24400 aufwärts
Grundstimmung: neutral
Zum Freitag sollte unser Dax nun das nachbörsliche Tief um 24325 / 24300 nochmal angehen. Würde er von dort gut weg kommen, wären 24420 und auch 24600 bis 24660 nochmal erreichbar gewesen. Umso eher er sich aber wieder runter gedreht bekommt, oder gar gleich durch die 24300 durch fällt, desto tiefer könnte er zum Freitag auch noch ausschlagen. Darunter sind dann 24150 und 24050 bis gar hin zur 23800 machbar gewesen. Doch galt Vorsicht, wegen Trumps Ultimatum. Bei den letzten Ultimatum-Verlängerungen wegen konstruktiver Fortschritte hatte das unseren Dax, gut aufgedreht und hier mit langen steilen grünen Kerzen wieder zur 24800 / 24860 stoßen können. So die Zusammenfassung der letzten Analyse.
Doch Trump hielt sich mal komplett zurück und ging erst jetzt zum Wochenende wieder auf den Deal drauf ein, sodass unserem Dax zum Freitag irgendwie der Impulsgeber fehlte. Hinterlassen hat er uns nun die Abarbeitung der 24325 mit einer Reaktion die man so gewiss NICHT als gut weggekommen bezeichnen kann. Da war ja nicht mal eine 24420 drin. Daher ist ein tiefere Start am Montag wohl anzunehmen und der wird sogleich auch entscheidend. Kann sich unser Dax unter 24400 dann behaupten oder gar das Gap offen lassen, wären 24150, 24050, 23915 und dann sogar über 23800 wieder 23685 bis 23620 schon erreichbar.
Sollte der aber nur ins Abwärtsgap reinstolpern unter 24200 und dann einfach nur wieder zur 24400 zurück eilen, ohne sich dort hart nach unten anzustoßen, muss man die Nachrichtenseite dann besser gänzlich ignorieren und unserem Dax oben folgen, zurück zur 24600 / 24660 und 24800. Schafft er das aber dann zum Montag hätte die Abwärtsbewegung von Donnerstag und Freitag schon wieder so viel Energie verloren, das man zu Dienstag gewiss schon 25200 einplanen darf. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Unser Dax hat am Freitag seinen Abstoß von 24325 gänzlich vergeigt was ihn in der neuen Woche bestimmt nochmal tiefer reinbringen dürfte. Wie er mit dem Gap dann umgeht dürfte dabei richtungsweisend für den ganzen Tag werden. Eilt der nur hastig zur 24400 zurück, ohne sich dort hart abzustoßen, sollte man oberhalb davon wieder 24600 / 24660 und 24800 anvisieren und gleich für den Dienstag nochmal 25200 vormerken. Gibt der sich aber Mühe und wehrt die 24400 nach unten ab oder lässt gar mal ein Gap offen stehen und präsentiert sich schön schwach, wären dann 24150, 24050, 23915 und darunter sogar wieder 23800 bis gar hin zur 23685 / 23620 machbar.
Wochenausblick KW20 – Fundamental, Makro & Technischer AusblickFundamentaler, makroökonomischer und charttechnischer Ausblick
(Fokus auf die US-CPI-Inflationsdaten am Dienstag)
Die neue Handelswoche startet erneut in einem extrem spannenden und gleichzeitig hochsensiblen Marktumfeld. Auch wenn sich die Märkte weiterhin bemerkenswert robust zeigen und viele Risk Assets nahe ihrer Hochs notieren, bleibt die geopolitische Lage weiterhin der dominante Treiber für nahezu alle Assetklassen.
Besonders die Entwicklungen im Nahen Osten bleiben aktuell der wichtigste fundamentale Faktor für die Märkte. Zwar gab es über das Wochenende erneut Meldungen über mögliche weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran, gleichzeitig wurden jedoch neue Sanktionen gegen iranische Netzwerke und China nahe Unternehmen verhängt. Die Märkte befinden sich damit weiterhin in einem Spannungsfeld zwischen möglicher diplomatischer Entspannung und dem Risiko erneuter Eskalationen.
Vor allem die Straße von Hormus bleibt dabei der zentrale geopolitische Risikofaktor für die globalen Märkte. Ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung läuft weiterhin durch diese Region. Genau deshalb reagieren Ölpreise, Inflationserwartungen und letztendlich auch die Zinserwartungen der Federal Reserve momentan extrem sensibel auf jede neue Schlagzeile.
Trotzdem zeigt sich aktuell weiterhin ein insgesamt starkes Risk-On Sentiment an den Märkten. Der S&P 500 notiert weiterhin auf beziehungsweise nahe neuer All Time Highs, der US30/Nasdaq bleibt extrem stark und auch der DAX handelt weiterhin nur knapp unter seinen Hochs. Besonders bemerkenswert ist dabei, wie aggressiv Rücksetzer aktuell gekauft werden. Schlechte Nachrichten führen momentan häufig nur noch kurzfristig zu Volatilität, bevor erneut Käufer in den Markt kommen.
Auch die Lage zwischen Russland und der Ukraine bleibt weiterhin angespannt, spielt aktuell jedoch aus Marktsicht eher eine untergeordnete Rolle gegenüber den Entwicklungen im Nahen Osten. Zwar gab es zuletzt erneut Berichte über Waffenstillstandsverhandlungen sowie diplomatische Gespräche, insgesamt bleibt die Lage jedoch weiterhin fragil.
Fundamental zeigt sich die US-Wirtschaft weiterhin überraschend robust. Die Arbeitsmarktdaten der vergangenen Woche fielen deutlich stärker aus als erwartet. Besonders die Non-Farm Payrolls lagen klar über den Erwartungen und signalisierten erneut einen stabilen Arbeitsmarkt. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote stabil, was ebenfalls gegen eine unmittelbare wirtschaftliche Schwäche spricht.
Das bedeutet allerdings gleichzeitig auch, dass die Zinssenkungsfantasie zuletzt erneut etwas zurückgedrängt wurde. Ein weiterhin robuster Arbeitsmarkt erschwert der Federal Reserve schnelle Zinssenkungen, insbesondere in Kombination mit den weiterhin hohen Energiepreisen und den anhaltenden Inflationsrisiken.
Genau deshalb richtet sich der Fokus der Märkte in dieser Woche zentriert auf die anstehenden Inflationsdaten, wichtig zu verstehen ist allerdings, das die Märkte nicht mehr so stark auf Datenberichte reagieren, sondern mehr auf die geopolitische Entwicklung schauen. Dies war am Freitag zu den NFP DAten sehr gut zu beobachten.
Überblick Wirtschaftsdaten KW20
Am Montag bleibt die Datenlage zunächst noch vergleichsweise ruhig. Im Fokus stehen die Existing Home Sales aus den USA. Erwartet werden 4,05 Millionen Verkäufe nach zuvor 3,98 Millionen. Diese Daten gelten als wichtiger Frühindikator für die Stärke des US-Immobilienmarktes und liefern gleichzeitig Rückschlüsse auf die allgemeine Wirtschaftsstärke sowie das Konsumverhalten der US-Verbraucher. Ein stärker als erwarteter Wert würde erneut die Robustheit der US-Wirtschaft bestätigen.
Der Dienstag wird anschließend mit Abstand der wichtigste Handelstag der Woche.
Bereits am Vormittag stehen die deutschen CPI-Daten an. Erwartet wird hier ein Wert von 0,6 % nach ebenfalls zuvor 0,6 %. Deutschland gilt weiterhin als wichtigste Volkswirtschaft innerhalb der Eurozone und entsprechend wichtig sind diese Inflationsdaten auch für den DAX und die europäischen Märkte insgesamt.
Am Nachmittag folgen dann die entscheidenden US-CPI-Daten.
Besonders die Year-over-Year Inflation steht hier extrem im Fokus. Erwartet wird ein Anstieg auf 3,7 % nach zuvor 3,3 %. Damit bleibt die Inflation weiterhin deutlich über dem offiziellen 2-%-Inflationsziel der Federal Reserve.
Und genau hier liegt aktuell der kritischste Punkt für die Märkte.
Sollten die Inflationsdaten zwar höher als zuvor, aber niedriger als die Markterwartungen ausfallen, könnte das vom Markt durchaus positiv interpretiert werden. In diesem Szenario könnte sich das aktuelle Risk-on-Umfeld weiter fortsetzen, insbesondere wenn die geopolitische Lage gleichzeitig eher Richtung Deeskalation tendiert.
Sollten die Inflationsdaten jedoch höher als erwartet ausfallen, könnte das extrem schnell zu einem deutlichen Shift Richtung Risk-off führen. In diesem Fall dürften Zinssenkungserwartungen erneut weiter nach hinten verschoben werden. Sogar erneute Diskussionen über potenziell restriktivere Geldpolitik könnten dann wieder stärker in den Vordergrund rücken. Genau das wäre kurzfristig klar negativ für Risk Assets.
Wichtig bleibt dabei weiterhin:
Die aktuellen Wirtschaftsdaten besitzen momentan nicht dieselbe Gewichtung wie die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Märkte reagieren aktuell vor allem deshalb so sensibel auf Inflation, weil Ölpreise und geopolitische Risiken direkten Einfluss auf Inflationserwartungen, Energiepreise und letztendlich auch auf die Geldpolitik haben.
Am Mittwoch folgen anschließend die PPI-Daten aus den USA. Erwartet wird hier ein Wert von 0,5 % nach ebenfalls zuvor 0,5 %. Der Producer Price Index misst die Preisentwicklung auf Herstellerebene und gilt als wichtiger Frühindikator für zukünftige Verbraucherpreise. Entsprechend relevant bleiben diese Daten ebenfalls für die Inflations- und Zinserwartungen der Märkte.
Zusätzlich stehen am Mittwoch die Crude Oil Inventories im Fokus. Die Entwicklung der US-Öllagerbestände bleibt aktuell aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten besonders relevant. Sinkende Lagerbestände könnten den Ölpreis erneut antreiben und damit zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen.
Ebenfalls relevant bleiben die 30-Year Bond Auctions. Die Nachfrage nach langfristigen Staatsanleihen liefert wichtige Hinweise darauf, wie institutionelle Marktteilnehmer Inflation, Wachstum und zukünftige Zinspolitik einschätzen.
Am Donnerstag folgen dann die Retail Sales Daten aus den USA. Erwartet wird hier ein Wert von 0,6 % nach zuvor 1,7 %. Diese Daten gelten als einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Konsumstärke der US-Wirtschaft. Da der Konsum einen erheblichen Teil der gesamten Wirtschaftsleistung ausmacht, besitzen diese Daten entsprechend hohe Relevanz.
Stärkere als erwartete Retail Sales würden erneut die Robustheit der Wirtschaft bestätigen, könnten gleichzeitig jedoch auch Inflations- und Zinssorgen verstärken. Schwächere Werte hingegen könnten die Hoffnung auf zukünftige Zinssenkungen wieder etwas beflügeln.
Dasselbe gilt auch für die Core Retail Sales.
Zusätzlich folgen die Initial Jobless Claims. Diese liefern erneut Hinweise auf die aktuelle Verfassung des US-Arbeitsmarktes. Steigende Arbeitslosenanträge könnten erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Abkühlung liefern, während niedrige Werte weiterhin die Stärke des Arbeitsmarktes bestätigen würden.
Märkte im Überblick & Korrelationen
WTI-Öl bleibt weiterhin einer der wichtigsten Marktindikatoren überhaupt. Der Ölpreis hält sich nach wie vor oberhalb der kritischen 90-Dollar-Marke. Besonders auffällig war dabei zuletzt, dass Öl mehrfach aggressiv im Bereich um 90 Dollar gekauft wurde. Gleichzeitig notiert Öl aktuell jedoch mit einem eher bearischen Wochenschlusskurs.
Entscheidend bleibt jetzt, ob Öl nachhaltig unter die 90-Dollar-Marke zurückfallen kann. Das würde den Druck auf Energiepreise und Inflationserwartungen etwas reduzieren und könnte wiederum Risk Assets unterstützen. Sollten die Ölpreise hingegen erneut dynamisch ansteigen, würde das Inflationsängste und damit auch die Risiken für die Märkte deutlich erhöhen.
Der DXY notiert weiterhin innerhalb seiner großen übergeordneten Range und handelt aktuell im Bereich um 97,8 Punkte. Auffällig bleibt, dass wir bislang weiterhin keinen extremen Safe-Haven-Flow in den US-Dollar sehen. Das spricht aktuell weiterhin eher für ein insgesamt stabiles Risk-on-Umfeld.
Der VIX notiert weiterhin vergleichsweise niedrig bei rund 17 Punkten. Solange der VIX unter der 20er Marke bleibt, signalisiert das weiterhin keine extreme Marktpanik. Dennoch bleibt der Markt extrem Headline getrieben und geopolitische Nachrichten können jederzeit kurzfristig starke Volatilität auslösen.
Auch Gold bleibt weiterhin stark und konnte erneut bullisch schließen. Wer sich den ausführlichen Rückblick auf KW19 noch nicht angesehen hat, sollte dies unbedingt tun, da dort bereits detailliert auf die Entwicklungen der verschiedenen Assetklassen eingegangen wurde.
Bitcoin bleibt ebenfalls stark und notiert weiterhin oberhalb von 80.800 Dollar. Insgesamt bestätigen damit auch Kryptowährungen weiterhin das bestehende Risk-on-Sentiment.
Der S&P 500 handelt weiterhin nahe beziehungsweise auf neuen All-Time-Highs im Bereich um 7.400 Punkte. Kurzfristige Gewinnmitnahmen bleiben nach der extrem starken Rallye allerdings jederzeit möglich, insbesondere rund um Events wie die CPI-Daten.
Im US30 bleibt die große Range zwischen 49.500 und 50.000 Punkten weiterhin entscheidend. Ein nachhaltiger Ausbruch über die 50.000er-Marke könnte weiteres Momentum Richtung All-Time-Highs freisetzen. Gleichzeitig bleiben kurzfristige Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye absolut realistisch.
Charttechnischer Überblick – DAX
Der DAX bleibt insgesamt weiterhin in einer intakten bullischen Marktstruktur.
Zwar sahen wir zuletzt einen extrem starken intraday Abverkauf, auf Wochenbasis konnte der Markt dennoch weiterhin bullisch schließen. Allerdings gelang es dem DAX nicht, nachhaltig oberhalb der wichtigen 24.500er-Zone zu schließen. Genau diese Zone bleibt aktuell extrem relevant, da sich dort unter anderem der Jahresschlusskurs 2025 sowie weitere wichtige technische Widerstände befinden.
Aktuell handelt der DAX im Bereich um 24.395 Punkte und damit unmittelbar an einer sehr wichtigen technischen Entscheidungszone. Gleichzeitig befinden wir uns hier auch in der Nähe des Monatscloses der April-Kerze, was diese Region zusätzlich relevant macht.
Das bullishe Szenario bleibt für mich weiterhin aktiv, solange die geopolitische Lage nicht erneut eskaliert und die CPI-Daten am Dienstag nicht deutlich über den Erwartungen liegen.
Der wichtigste Trigger auf der Oberseite bleibt aktuell ein sauberer Ausbruch über die Zone bei 24.530 Punkten, also dem Tageshoch von Freitag. Gelingt dieser Breakout mit Momentum, könnten anschließend relativ schnell die nächsten Widerstände angelaufen werden.
Besonders relevant bleiben dabei:
– das Wochenhoch von KW17 bei 24.620 Punkten,
– das Jahreshoch 2025 im Bereich um 24.770 Punkte bis 24.800 Punkte,
– sowie psychologisch die 25.000er-Marke.
Sollten wir zusätzlich einen CPI-Report sehen, der zwar höher als zuletzt, aber niedriger als erwartet ausfällt, halte ich einen weiteren Momentum-Push Richtung 25.000 Punkte durchaus für realistisch.
Unter den richtigen fundamentalen und geopolitischen Bedingungen sehe ich sogar neue All-Time-Highs in dieser Woche nicht als unrealistisch an.
Das bearishe Szenario aktiviert sich hingegen, wenn der DAX das Tagestief vom Freitag im Bereich um 24.260 Punkte nachhaltig unterschreitet.
In diesem Fall rechne ich zunächst mit einer kurzfristigen Korrektur Richtung 24.100 bis 24.000 Punkte.
Sollte dort kein stabiler Support entstehen, wären anschließend:
– das Wochentief von KW18 im Bereich um 23.850 Punkte,
– anschließend die Zone um 23.600 Punkte,
– sowie letztendlich die Schlüsselzone bei 23.500 Punkten die nächsten relevanten Supports.
Entscheidend bleibt damit aus meiner Sicht vor allem die Frage, ob der DAX zuerst das Tageshoch oder das Tagestief vom Freitag verlässt. Genau diese Bewegung dürfte kurzfristig den nächsten richtungsweisenden Impuls liefern.
Overall bleibe ich aktuell weiterhin eher bullish und insgesamt klar Risk-on eingestellt.
Der entscheidende Faktor bleibt jetzt die Kombination aus:
– geopolitischer Entwicklung im Nahen Osten,
– Ölpreis,
– sowie den CPI-Daten am Dienstag.
Sollten die Inflationsdaten unter den Erwartungen liegen und gleichzeitig weitere Deeskalationssignale aus dem Nahen Osten kommen, könnte das den Märkten erneut erheblichen Rückenwind liefern.
Wie seht ihr den DAX für diese Woche?
Erwartet ihr höhere Inflationszahlen oder eher eine positive Überraschung bei den CPI-Daten?
Schreibt eure Einschätzung gerne in die Kommentare – über den Austausch freue ich mich wie immer sehr.
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und einen erfolgreichen Start in die neue Handelswoche.
Ab morgen bin ich natürlich wieder mit den täglichen DAX-Tagesausblicken am Start!
Nasdaq: Rakete in den HimmelDie Nasdaq legte eine phänomenale Woche hin und schiesst auf 29234 Punkte hoch. Offensichtlich ist die KI-Phase in den USA ungebremst stark.
Alle 3 Intermarketindikatoren gegenüber US-Bonds, EURUSD und Gold steigen stark im weit überhitzten Bereich und bleiben auf historischen Höchstständen.
Auch von der Saisonalität kann die Nasdaq noch etwas Rückenwind im Mai mitnehmen.
Die Nasdaq hat seit dem Irankriegtief nicht nur eine unglaubliche V-Erholung, sondern auch einen steilen Anstieg insgesamt hingelegt: +27% seit dem Tief. Für uns sieht das nach einer Übertreibung aus, aber sie ist noch ungebrochen stark.
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!
Ihr Team der TradingBrothers
DAX Wochenrückblick KW 19 – Wichtigste ErkentnisseFundamentale Lage, Volatilität und wichtigste Erkenntnisse
Die KW 19 war geprägt von extrem hoher Volatilität, geopolitischen Spannungen, starken Bewegungen im Ölmarkt sowie einer weiterhin überraschend robusten US-Wirtschaft. Trotz massiver Unsicherheiten rund um den Nahostkonflikt, steigender Inflationssorgen und erneut hawkisher Aussagen aus den USA konnten sich Risk Assets insgesamt bemerkenswert stabil halten. Besonders auffällig war dabei die enorme Intraday Volatilität in nahezu allen großen Indizes, vor allem im DAX.
Fundamentale Lage Nahost & geopolitische Situation
Der zentrale Belastungsfaktor für die Märkte bleibt weiterhin die Lage im Nahen Osten. In dieser Woche kam es erneut zu Spannungen zwischen den USA und dem Iran, insbesondere rund um den Persischen Golf und die Straße von Hormuz. Zeitweise wurden iranische Tanker blockiert, militärische Bewegungen verstärkt und es gab Berichte über direkte Konfrontationen im Gulf of Oman.
Die Straße von Hormuz bleibt dabei der wichtigste geopolitische Risikofaktor für die globalen Märkte. Ein erheblicher Teil der weltweiten Ölversorgung läuft durch diese Region. Entsprechend sensibel reagieren Energiepreise und Inflationssorgen auf jede neue Eskalation.
Allerdings zeigte sich im Wochenverlauf auch eine leichte Entspannung:
• mögliche neue Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden diskutiert,
• Berichte über diplomatische Lösungen kamen auf,
• einzelne Meldungen deuteten auf eine Stabilisierung der Lage hin,
• gleichzeitig wurden keine weiteren massiven Eskalationen bestätigt.
Auch im Russland Ukraine Konflikt gab es leichte Hoffnungsschimmer. Es wurde über eine temporäre Waffenruhe beziehungsweise ein kurzfristiges Ceasefire gesprochen. Zwar bleibt die Lage weiterhin angespannt, dennoch sorgten diese Meldungen kurzfristig für etwas Entspannung an den Märkten.
Insgesamt bleibt die geopolitische Lage jedoch weiterhin fragil. Die Märkte reagieren mittlerweile deutlich rationaler auf Schlagzeilen als noch vor einigen Monaten. Viele schlechte Nachrichten wurden zwar zunächst verkauft, anschließend jedoch wieder aggressiv gekauft. Genau das zeigt aktuell die enorme Stärke der Risk Assets.
Fundamentaldaten der Woche – Überblick
Dienstag
Am Dienstag standen mehrere wichtige Frühindikatoren für die US-Wirtschaft im Fokus.
Der S&P Global Services PMI zeigte weiterhin eine stabile Dienstleistungswirtschaft. Der Konsumsektor in den USA bleibt damit insgesamt robust, obwohl die Inflation weiterhin erhöht ist und die Finanzierungskosten hoch bleiben.
Die New Home Sales zeigten ebenfalls, dass sich der US-Immobilienmarkt zwar verlangsamt, aber keineswegs kollabiert. Hohe Hypothekenzinsen belasten weiterhin die Nachfrage, dennoch bleibt der Markt insgesamt stabiler als von vielen erwartet.
Die JOLTS Job Openings signalisierten weiterhin einen vergleichsweise angespannten Arbeitsmarkt. Zwar sinkt die Zahl offener Stellen langsam, dennoch bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch.
Besonders relevant waren zudem die ISM Non-Manufacturing Daten:
• der ISM Services PMI zeigte weiterhin Expansion,
• die Prices Paid Komponente blieb allerdings erhöht.
Das bedeutet:
Die US-Wirtschaft wächst weiterhin moderat, gleichzeitig bleibt der Inflationsdruck im Dienstleistungssektor bestehen. Genau das sorgt aktuell für die größte Unsicherheit bei der Federal Reserve.
Mittwoch
Der ADP Employment Change zeigte erneut solide Beschäftigungsdaten. Der Arbeitsmarkt bleibt insgesamt widerstandsfähig und sendet bislang keine klaren Rezessionssignale.
Zusätzlich standen die Crude Oil Inventories im Fokus. Die Lagerbestände sorgten kurzfristig für Bewegung im Ölmarkt, wobei die geopolitische Lage den deutlich größeren Einfluss hatte. Die Energiepreise bleiben insgesamt hoch und damit ein zentraler Inflationstreiber.
Donnerstag
Die Initial Jobless Claims blieben weiterhin relativ niedrig. Auch hier zeigt sich:
Der Arbeitsmarkt schwächt sich zwar leicht ab, befindet sich aber nach wie vor in einem stabilen Zustand.
Gleichzeitig kam es am Donnerstag zu starken Gewinnmitnahmen an den Aktienmärkten. Besonders im DAX war dies deutlich sichtbar. Hintergrund waren vor allem:
• die zuvor starke Rally,
• Unsicherheit vor den NFP-Daten,
• geopolitische Spannungen,
• hohe Ölpreise,
• sowie steigende Inflationssorgen.
Viele institutionelle Marktteilnehmer reduzierten kurzfristig Risiko, was die extrem starke Abwärtsbewegung zusätzlich verstärkte.
Freitag – NFP Day
Der Freitag stand komplett im Zeichen der US-Arbeitsmarktdaten.
Die Average Hourly Earnings lagen bei 0,2% und damit leicht unter den Erwartungen. Das war grundsätzlich positiv für die Inflationserwartungen.
Die Non-Farm Payrolls kamen mit 115K deutlich stärker als erwartet. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenquote bei 4,3%.
Das Gesamtbild:
• der Arbeitsmarkt bleibt robust,
• die Wirtschaft zeigt weiterhin Stabilität,
• eine harte Rezession ist aktuell nicht sichtbar,
• gleichzeitig bleibt die Inflation ein Problem.
Genau deshalb bleibt die Federal Reserve weiterhin vorsichtig. Mehrere Aussagen von Fed-Mitgliedern machten deutlich, dass Zinssenkungen kurzfristig nicht garantiert sind.
Zusätzlich sprach US-Präsident Trump erneut öffentlich und sorgte mit Aussagen zu China, Tariffs und geopolitischen Themen erneut für Unsicherheit an den Märkten.
Gesamtbild Wirtschaft & Inflation
Die US-Wirtschaft zeigt sich aktuell weiterhin überraschend robust:
• der Arbeitsmarkt hält sich stabil,
• der Konsum bleibt stark,
• Dienstleistungen laufen weiterhin solide,
• die Aktienmärkte bleiben risk-on.
Gleichzeitig bestehen aber weiterhin erhebliche Risiken:
• hohe Energiepreise,
• geopolitische Unsicherheit,
• steigende Inflationssorgen,
• sowie die Gefahr einer stagflationären Entwicklung.
Die Märkte befinden sich aktuell in einem Spannungsfeld zwischen:
• starkem Wachstum,
• AI-Euphorie,
• robustem Arbeitsmarkt
und gleichzeitig:
• geopolitischem Risiko,
• Inflation,
• sowie einer weiterhin restriktiven Federal Reserve.
Charttechnischer Marktüberblick
Öl (WTI)
Öl schloss die Woche bei 94,67 Dollar und notiert damit weiterhin deutlich über der wichtigen 90 Dollar Marke. Damit bleiben Energiepreise und Inflationssorgen weiterhin extrem relevant.
Allerdings gab es im Vergleich zur Vorwoche einen Rückgang von rund 7,8%. Vor allem zum Ende der Woche wurden stärkere Rückgänge sichtbar, da sich die geopolitische Lage leicht stabilisierte und Hoffnungen auf diplomatische Lösungen aufkamen.
Trotzdem verteidigt Öl aktuell weiterhin den Bereich über 90 Dollar. Solange sich der Preis dort hält, bleiben die Sorgen rund um Inflation und Energiepreise bestehen.
Der Ölmarkt bleibt aktuell extrem abhängig vom Nahostkonflikt und insbesondere von der Situation rund um die Straße von Hormuz.
DXY – US-Dollar Index
Im DXY sahen wir einen kleineren Abverkauf. Auf Wochenbasis notiert der Dollar Index rund 0,38% im Minus.
Übergeordnet befindet sich der Markt allerdings weiterhin in der großen Range zwischen 96 und 100,5 Punkten. Hier gab es insgesamt keine weltbewegende Veränderung.
VIX
Der VIX notiert weiterhin relativ niedrig bei 17,18 Punkten.
Das zeigt:
Trotz geopolitischer Risiken und erhöhter Unsicherheit sehen wir aktuell keine extreme Marktpanik. Die Märkte bleiben insgesamt bemerkenswert stabil.
Risk Assets allgemein
Bitcoin notiert aktuell bei rund 80.200 Dollar und konnte erneut Stärke zeigen.
Auch Gold zeigte eine starke bullische Wochenkerze und notiert weiterhin auf hohem Niveau.
Im S&P 500 sahen wir erneut ein All-Time-High bei 7398 Punkten. Der Index schloss die Woche mit rund +2,35% extrem stark ab.
Das zeigt ganz klar:
Risk Assets bleiben weiterhin sehr gefragt. Besonders das AI-Narrativ sorgt nach wie vor für enorme Stärke an den Märkten.
Auch der US30 zeigte insgesamt Stabilität. Zwar gab es intraday starke Abverkäufe, diese wurden jedoch erneut gekauft. Der Index notiert weiterhin stabil im Bereich zwischen 49.000 und 50.000 Punkten.
DAX – Charttechnischer Überblick
Der DAX zeigte in dieser Woche erneut extrem starke Bewegungen und eine außergewöhnlich hohe Volatilität.
Zunächst konnte das Monatshoch vom April gebrochen werden. Auf Wochenbasis bildete der DAX insgesamt eine leicht bullische Kerze mit rund +0,5%.
Allerdings wurde die Bewegung nach oben stark am Bereich rund um das Gap bei 25.150 Punkten abverkauft. Besonders der Donnerstag war geprägt von starken Gewinnmitnahmen. Dort sahen wir einen starken Abverkauf von rund 2,33%.
Doch auch der Wochenstart war bereits extrem volatil:
• Montag starker Abverkauf mit knapp 2%,
• Dienstag komplette Gegenbewegung,
• Mittwoch Fortsetzung des bullischen Momentums,
• Donnerstag erneut massive Gewinnmitnahmen,
• Freitag am NFP-Day hingegen vergleichsweise wenig Volumen und deutlich geringere Volatilität.
Besonders auffällig:
An nahezu jedem Handelstag dieser Woche sahen wir Bewegungen von rund 2% oder mehr. Das zeigt ganz klar, wie hoch die aktuelle Marktunsicherheit und Volatilität momentan ist.
Übergeordnet bleibt der DAX dennoch weiterhin bullisch:
• höhere Hochs,
• höhere Tiefs,
• intakter Aufwärtstrend.
Natürlich wäre ein Wochenschluss oberhalb der wichtigen 24.500er Marke ideal gewesen. Diese Marke bleibt technisch extrem relevant, da sie gleichzeitig in der Nähe des Jahresschlusskurses 2025 liegt.
Nichtsdestotrotz bleibt der übergeordnete bullische Trend für mich aktuell intakt.
Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die geopolitische Lage entwickelt und ob die Märkte kommende Woche erneut Stärke zeigen können.
Wichtigste Erkenntnisse der Woche
Die wichtigste Erkenntnis dieser Woche ist ganz klar:
Die Volatilität am Markt ist aktuell extrem hoch.
Die Ausschläge innerhalb einzelner Handelstage sind massiv geworden. Genau deshalb wird Risikomanagement aktuell wichtiger denn je.
Gerade in solchen Marktphasen ist es extrem wichtig:
• kleinere Positionsgrößen zu handeln,
• Stops sauber zu setzen,
• nicht zu überhebeln,
• und sich an die aktuelle Marktstruktur anzupassen.
Die Märkte reagieren momentan extrem sensibel auf:
• geopolitische Schlagzeilen,
• Inflationsdaten,
• Arbeitsmarktdaten,
• sowie Aussagen der Federal Reserve.
Trotzdem bleibt die übergeordnete Marktstruktur bislang weiterhin erstaunlich stabil und bullisch.
Den ausführlichen Wochenausblick für KW 20 mit allen wichtigen Daten und möglichen Szenarien werde ich morgen noch einmal separat detailliert analysieren und hier posten!
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
DAX🇩🇪 - Ausblick KW20/2026Hallo Trader,
ich sage es offen raus. Das Chartbild vom DAX spricht mich nicht wirklich an. Irgendwie ist es für mich nicht Fisch und nicht Fleich.
Rein technisch haben wir einen Aufwärtstrend im H1 beim DAX. Somit spricht das für Long. Wenn würde ich aber jeweils eher dazu tendieren kurzfristigere Trades zu platzieren und dann dem Intraday Trend zu folgen.
Fazit: Kein direktes Setup. Seitenlinie für mich
Widerstände:
- Zone ums ATH
Unterstützungen:
- aktueller Kursbereich bei 24300
- Zone bei 23.000 - 23.100
- Zone rund um 22.200
- Zone bei 21.500
- Runde Marke von 20.000
Happy Pips,
Michael - Team PimYourTrading
Nasdaq🇺🇸 - Ausblick KW20/2025Hallo Trader,
nun was soll ich sagen. Die KI-Rallye treibt den Nasdaq weiter Richtung 30.000!
Hinzu kommen unerwartet starke US Arbeitsmarktdaten.
Wie beim SP500 sage ich dennoch - es bräuchte mal langsam eine Korrektur. Wir sind nun bei über 20%! Kursanstieg ohne Korrektur.
Und wie das sonst auch immer so ist. Wenn Sie kommt, dann oft unerwartet und eben heftig. Ich warte weiter ab...
Widerstände:
-
Unterstützungen:
- Zone bei 26.200
- Zone bei 24.000
- Zone um 23.000
- Zone bei 21.500
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
SP500🇺🇸 - Ausblick KW20/2025Hallo Trader,
📊 Fundamentaler Ausblick KW20 (11. – 15. Mai 2026)
Die Märkte starten in KW20 mit einem klaren Fokus auf Inflation, Konsumdaten und die geopolitische Lage. Besonders die US-Inflationsdaten🇺🇸 am Dienstag dürften zum wichtigsten Event der Woche werden, da sie direkten Einfluss auf die Zinserwartungen der FED und damit auf Dollar, Gold, Aktien sowie Indizes wie den Nasdaq und S&P500 haben. Erwartet wird ein leichter Rückgang der US-Gesamtinflation, während die Kerninflation weiter erhöht bleibt – ein Zeichen dafür, dass der Preisdruck zwar nachlässt, aber noch längst nicht verschwunden ist. Sollten die Daten über den Erwartungen liegen, könnte dies erneut Druck auf riskante Assets auslösen und die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen dämpfen.
Bereits am Montag stehen die Verkäufe bestehender Häuser in den USA🇺🇸 an. Der Immobiliensektor bleibt ein wichtiger Frühindikator für die US-Wirtschaft. Schwache Zahlen würden bestätigen, dass hohe Finanzierungskosten zunehmend auf den Konsumenten drücken.
Am Dienstag richtet sich der Blick zusätzlich auf Deutschland🇩🇪: Der deutsche Verbraucherpreisindex sowie die ZEW-Konjunkturerwartungen zeigen, wie stark die europäische Wirtschaft unter schwacher Industrie, hoher Unsicherheit und geopolitischen Risiken leidet.
Am Mittwoch folgen die US-Erzeugerpreise (PPI)🇺🇸. Diese Daten sind wichtig, weil sie oft ein Vorläufer für die spätere Verbraucherpreisentwicklung sind. Gleichzeitig werden die Rohöllagerbestände veröffentlicht – aktuell ein hochsensibler Faktor angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten. Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Iran sowie die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus sorgen weiterhin für starke Schwankungen am Ölmarkt. Ölpreise bleiben damit ein zentraler Inflationstreiber. Zwar hoffen die Märkte auf eine Stabilisierung der Lage, dennoch bleibt das Risiko neuer Eskalationen hoch.
Am Donnerstag stehen die britischen BIP-Daten🇬🇧 sowie die US-Einzelhandelsumsätze 🇺🇸im Fokus. Gerade die Retail Sales dürften entscheidend werden, um die Stärke des amerikanischen Konsumenten einzuschätzen. Sollten die Konsumausgaben deutlich schwächer ausfallen, würde dies Rezessionsängste verstärken und könnte Zinssenkungsfantasien wieder anheizen. Gleichzeitig steigen die Sorgen, dass höhere Energiepreise und geopolitische Unsicherheit die globale Konjunktur weiter belasten.
Geopolitisch bleibt die Lage angespannt: Der Konflikt im Nahen Osten sorgt weiterhin für Nervosität an den Rohstoffmärkten. Besonders die Gefahr neuer Störungen in der Straße von Hormus hält Öl und Gas volatil. Zusätzlich bleiben die Handelskonflikte zwischen den USA und China ein Belastungsfaktor für die globale Wirtschaft. Viele Unternehmen warnen inzwischen vor steigenden Produktionskosten, Lieferkettenproblemen und zunehmender Unsicherheit im Welthandel.
Fazit: Die Märkte bleiben extrem datenabhängig: Schwächere Inflationsdaten könnten kurzfristig für Erleichterung sorgen und Risikoassets stützen, während starke Inflations- oder Konsumdaten die Angst vor länger hohen Zinsen wieder verstärken würden. Gleichzeitig bleibt Gold aufgrund der geopolitischen Unsicherheit und Inflationssorgen weiterhin gefragt, während Öl kurzfristig stark von politischen Schlagzeilen abhängig bleibt.
___________
Chart SP500 🇺🇸
Natürlich sieht das doof aus, wenn ich seit 2-3 Wochen weiter predige, dass ich vorsichtig auf der Long Seite bin und die Indizies von ATH zu ATH eilen. Aber ich finde weiterhin, dass eine Korrektur überfällig ist.
Diese werde ich geduldig abwarten.
Bis dahin handle ich weiter starr das US Open in Richtung des Ausbruchs...
Widerstände
-
Unterstützungen:
- Zone ums ATH bei ca 7000 Punkten
- Zone um 6750
- Tiefs bei 6500
- Tiefs bei 6350
- Zone bei 6150 - 6200
- Zone bei 5770 - 5800
Happy Pips!
Michael - Team PimpYourTrading
DAX Tagesausblick 08. Mai – NFP Day im FokusNahost-Lage bleibt zentraler Markttreiber
Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt weiterhin der wichtigste kurzfristige Belastungsfaktor für die Märkte. Gestern kam es insbesondere im DAX und europäischen Risk Assets zu einem deutlichen Abverkauf, ausgelöst durch neue Eskalationen rund um den Iran-Konflikt, militärische Zwischenfälle im Bereich der Straße von Hormus sowie Sorgen um die globale Energieversorgung.
Gleichzeitig kursieren weiterhin Meldungen über mögliche temporäre Waffenstillstände oder diplomatische Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Genau diese widersprüchliche Nachrichtenlage sorgt aktuell für hohe Intraday-Volatilität und schnelle Richtungswechsel. Der Fokus bleibt dabei klar auf dem Ölmarkt und den möglichen Folgen für Inflation und Geldpolitik.
Tankerbewegungen durch die Straße von Hormus bleiben eingeschränkt und Öl wird weiterhin aggressiv gekauft. Der Markt preist aktuell kein vollständiges Krisenszenario ein, allerdings sehr wohl das Risiko dauerhaft höherer Energiepreise und damit erneut steigender Inflation. Höhere Energiepreise würden die Inflationsdynamik erneut anheizen und könnten dafür sorgen, dass Zinssenkungen weiter nach hinten verschoben werden. Sollten die Ölpreise langfristig hoch bleiben, könnten sogar wieder Zinserhöhungen zum Thema werden.
Trotz der geopolitischen Unsicherheit sehen wir aktuell aber noch keine klassische Panikreaktion an den Märkten. Der DXY bewegt sich weiterhin in seiner bekannten Range, der VIX bleibt unter der Marke von 20 und auch die US-Indizes zeigen bislang lediglich kontrollierte Gewinnmitnahmen.
Wirtschaftsdaten gestern
Im Fokus standen gestern die Initial Jobless Claims.
Actual: 200K
Forecast: 205K
Previous: 190K
Die Daten lagen leicht besser als erwartet, zeigen im Vergleich zum vorherigen Wert aber dennoch eine erste leichte Abschwächung am Arbeitsmarkt. Die Zahl neuer Arbeitslosenmeldungen steigt langsam an und genau darauf achtet der Markt aktuell besonders sensibel.
Noch handelt es sich keineswegs um einen massiven Einbruch am Arbeitsmarkt, allerdings unterstützen die Daten weiterhin die Zinssenkungsfantasie für die kommenden Monate. Sollte sich dieser Trend in den kommenden Wochen fortsetzen, dürfte die Diskussion über mögliche Rate Cuts erneut an Dynamik gewinnen.
Fundamentaldaten heute – NFP Day
Heute steht das wichtigste makroökonomische Event der Woche an. Im Fokus stehen die Non-Farm Payrolls, die Unemployment Rate sowie die Average Hourly Earnings.
Average Hourly Earnings
Forecast: 0,3%
Previous: 0,2%
Die durchschnittlichen Stundenlöhne sollen laut Prognose weiter steigen. Die Average Hourly Earnings messen die Entwicklung der Löhne außerhalb des Agrarsektors und gelten als wichtiger Inflationsindikator. Höhere Löhne bedeuten in der Regel auch höhere Kaufkraft und stärkeres Konsumverhalten, was wiederum zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen kann.
Gerade deshalb beobachtet die FED diese Daten besonders genau. Sollten die Löhne stärker steigen als erwartet, könnte dies die Zinssenkungsfantasie erneut bremsen.
Non-Farm Payrolls
Forecast: 65K
Previous: 178K
Hier erwartet der Markt eine deutliche Abschwächung gegenüber dem Vormonat. Die Non-Farm Payrolls messen die Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft und zählen zu den wichtigsten Wirtschaftsdaten überhaupt.
Der starke Rückgang im Forecast zeigt klar, dass der Markt aktuell mit einer spürbaren Abkühlung des Arbeitsmarktes rechnet. Sollten die Daten deutlich stärker ausfallen als erwartet, würde dies weiterhin für einen robusten Arbeitsmarkt sprechen. In diesem Szenario dürften Zinssenkungen weiter nach hinten verschoben werden, was kurzfristig eher negativ für Risk Assets wäre.
Sollten die Daten dagegen schwächer als erwartet ausfallen, könnte dies die Zinssenkungsfantasie deutlich befeuern. Gemeinsam mit den gestrigen Jobless Claims würde dies die Narrative eines abkühlenden Arbeitsmarktes weiter stärken.
Unemployment Rate
Forecast: 4,3%
Previous: 4,3%
Aktuell rechnet der Markt mit einer unveränderten Arbeitslosenquote. Sollte die Arbeitslosenquote allerdings höher ausfallen als erwartet, wäre dies ein weiteres Signal für Schwäche am Arbeitsmarkt und dürfte die Hoffnung auf frühere Zinssenkungen verstärken.
Eine niedrigere Arbeitslosenquote dagegen würde erneut für die Robustheit des Arbeitsmarktes sprechen und könnte Druck auf die Märkte ausüben, da Zinssenkungen dadurch unwahrscheinlicher würden.
Märkte und Korrelationen im Überblick
US Oil
Öl bleibt weiterhin einer der wichtigsten Marktindikatoren. Nach Rücksetzern in Richtung 90 Dollar wurde US Oil erneut aggressiv gekauft und notiert aktuell wieder im Bereich um 95 Dollar.
Ein nachhaltiger Rückgang ist bislang nicht erkennbar. Der Markt kauft Öl immer wieder nach oben, vor allem aufgrund der geopolitischen Risiken rund um den Nahen Osten und die Straße von Hormus.
Genau darin liegt aktuell auch das größte Risiko für die Märkte. Sollten die Energiepreise langfristig hoch bleiben, würde dies den Inflationsdruck erneut deutlich erhöhen und die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen weiter belasten.
DXY
Der Dollarindex bewegt sich weiterhin weitgehend seitwärts im Bereich um 98 Punkte. Bislang sehen wir keine außergewöhnlich starke Safe-Haven-Nachfrage, was ebenfalls dafür spricht, dass der Markt aktuell noch keine vollständige Eskalation einpreist.
VIX
Der VIX konnte gestern zwar kurzfristig ansteigen, handelt mit rund 17 Punkten aber weiterhin klar unter der kritischen 20er-Marke. Auch hier sehen wir bislang noch keine echte Panikreaktion am Markt.
SPX und US30
Die US-Indizes zeigen sich weiterhin vergleichsweise stabil. Im SPX kam es lediglich zu kleineren Gewinnmitnahmen nahe der Allzeithochs. Auch der US30 konnte sich zwar nicht nachhaltig über der Marke von 50.000 Punkten halten und wurde zurück in Richtung 49.500 abverkauft, insgesamt bleibt die Bewegung bislang aber sehr kontrolliert.
DAX – Charttechnischer Überblick
Im DAX sieht die Lage aktuell deutlich schwächer aus als in den US-Märkten. Vom Bereich um 25.000 Punkte kam gestern ein sehr starker bearish move. Mit dem heutigen Low sprechen wir mittlerweile von rund 2,5 Prozent Abverkauf. Zusätzlich wurde die Mittwochskerze nahezu vollständig engulfed, was für eine sehr starke bearishe Reaktion im Bereich der 25.000er-Zone spricht.
Charttechnisch bleibt jetzt vor allem entscheidend, ob der Markt die zentrale Supportzone weiterhin verteidigen kann oder ob sich das Momentum weiter nach unten ausweitet.
Bullishes Szenario
Solange wir strukturell oberhalb der Zone um 24.230 bis 24.250 bleiben, bleibe ich grundsätzlich eher bullish eingestellt. Die wichtigste Zone auf der Oberseite liegt aktuell im Bereich um 24.500 Punkte. Sollte der DAX diese Zone nachhaltig zurückerobern und anschließend über 24.550 ausbrechen, könnte erneut Momentum in Richtung der nächsten Widerstände entstehen.
Die nächsten relevanten Resistance-Zonen liegen bei:
• 24.630
• 24.770
• 24.800
Sollte hier ausreichend Momentum entstehen und die heutigen Fundamentaldaten den Markt unterstützen, halte ich sogar einen erneuten Angriff auf die 25.000er-Zone für möglich.
Bearishes Szenario
Sollte der DAX die Zone um 24.230 nachhaltig verlieren, würde sich das kurzfristige Chartbild deutlich eintrüben. In diesem Fall sehe ich weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 24.100 bis 24.000 Punkte.
Gerade nach dem starken bearishen Momentum des gestrigen Handelstages bleibt jetzt entscheidend, wie der Markt auf die heutigen NFP-Daten reagiert. Die Tages- und insbesondere die Wochenschlusskerze dürften hier eine sehr wichtige Rolle spielen.
Aktuell haben wir auf Wochenbasis bereits einen Großteil der Gewinne wieder abgegeben. Dadurch entsteht nun eine sehr umkämpfte Marktstruktur zwischen möglichem Rebound und weiterer Korrektur.
Für mich bleibt die Lage daher relativ klar zusammengefasst:
Bearish unterhalb von 24.230.
Bullish oberhalb der Zone, sofern der Markt die 24.500 nachhaltig zurückerobern kann.
Danach würden direkt die nächsten Widerstände bei 24.630 sowie 24.770 warten.
Fazit
Die Märkte stehen aktuell zwischen geopolitischer Eskalation, steigenden Ölpreisen, Inflationssorgen und gleichzeitig neuer Zinssenkungsfantasie durch mögliche Schwäche am Arbeitsmarkt.
Der heutige NFP-Report dürfte kurzfristig darüber entscheiden, welches Narrativ den Markt dominiert.
Starke Arbeitsmarktdaten würden die Zinssenkungsfantasie weiter nach hinten verschieben und könnten kurzfristig Druck auf Risk Assets ausüben.
Schwächere Daten dagegen könnten die Hoffnung auf frühere Zinssenkungen deutlich verstärken und damit insbesondere Aktienmärkte kurzfristig unterstützen.
Die heutige Tages- und Wochenschlusskerze dürfte deshalb extrem wichtig werden.
Wie seht ihr die heutigen NFP-Daten? Bleibt der Arbeitsmarkt robust oder sehen wir die ersten deutlicheren Schwächesignale?
Keine Anlageberatung, nur meine persönliche Markteinschätzung.
Gute Trades!
DAX Chartanalyse & Prognosen für die neue Woche #19Analyse beim Stand des DAX-Index (Kassa) von 24.269 Punkten
Bitte beachten Sie, dass die dargestellten Szenarien aus meiner persönlichen Einschätzung und Erfahrung entstehen und eine Zusammenfassung der wahrscheinlichsten Kursspanne für die jeweilige Zeiteinheit darstellen.
DAX Index Prognose für Montag
An seine bemerkenswerte 2025er Rallye hat der DAX im Januar mit einem neuen Allzeithoch angeknüpft. Danach ist der Kurs zunächst in eine seitwärts laufende Korrekturphase übergegangen, die kurzfristig nach unten verlassen wurde.
In der vergangenen Woche konnte sich die kurze Erholung über das Februartief nicht durchsetzen, sodass aufkommender Verkaufsdruck den Kurs unter die 24.000er-Marke führte. Nach der FED-Zinsentscheidung stand der Wochenschluss jedoch im Zeichen einer Tagesrallye, die für den Wochenstart am Montag Notierungen im 24.400er-Bereich anvisieren könnte.
Erwartete Tagesspanne: 24.020 bis 24.460
Nächste Widerstände: 24.272 | 24.382 = Vorwochenhoch | 24.771
Wichtige Unterstützungen: 23.715 = Vorwochentief | 23.476 | 23.051
DAX Index Prognose für Dienstag
Abhängig vom Wochenstart könnte sich für Dienstag eine Stabilisierungsphase über dem Februartief ankündigen. Lediglich eine Rückkehr unter die runde Marke würde weitere Schwäche erwarten lassen.
Erwartete Tagesspanne: 24.200 bis 24.690 alternativ 23.910 bis 24.190
DAX Prognose für diese Woche
Ergänzend zum Stundenchart ist der DAX-Index im Zuge des Iran-Konflikts bis unter die 200-Tage-Linie abgetaucht und hat seine Verluste beschleunigt. Im Bereich von 21.800 Punkten kam aber genügend Nachfrage für eine Zwischenerholung in den Markt, die den Kurs zurück über die gleitenden Durchschnitte führte. Am Vorjahreshoch überwiegt jedoch der Widerstand, sodass die letzten Zugewinne gefährdet bleiben. Momentan könnte sich ein nächster Test am Vorjahreshoch ergeben. Erneute Unsicherheit in der geopolitischen Lage würde jedoch den 21.500er-Bereich wieder als Kursziel auf den Plan rufen.
Erwartete Wochenspanne: 23.870 bis 24.790
Die DAX Prognose für nächste Woche:
Die DAX Prognose für nächste Woche: Abhängig von der geopolitischen Konfliktlage und der Kursentwicklung im Bereich der gleitenden Durchschnitte erwarten wir einen Ausbruch über das Vorjahreshoch, der sich bei genügend Nachfrage in Richtung Allzeithoch fortsetzen könnte. Daraus lässt sich eine mögliche Wochenspanne zwischen
24.200
und
25.400
Punkten ableiten.
Beste Grüße und gute Trades,
Christian Möhrer
Kagels-Trading
Kawumm'sche MORGENANALYSE zum Freitag, den 08.05.2026Zum Donnerstag hat man nun wieder mal die Säbel rasseln lassen, was unseren Dax direkt gleich wieder in die Knie zwang.
Guten Morgen :)
Marken mit Wichtigkeit und hoher Reaktionsfreundlichkeit für heute und die nächsten Tage sind meiner Meinung nach: 25635, 25460, 25380, 24830, 24420, 24000, 23760, 23450, 23100, 22800, 22600, 22420, 22235, 21988, 21730, 21440, 21300, 20530
Chartlage: neutral bis positiv
Tendenz: unter 24400 abwärts, über 24700 wieder aufwärts
Grundstimmung: neutral
Am Mittwoch hat unser Dax die Übertreibungsvariante ausgespielt die zum Donnerstag durchaus schwer zu verteidigen sein sollte. Würde er also von Beginn an nach unten reißen, wären 24830 / 24800 und 24630 / 24600 schöne Anlaufstellen von denen sich unser Dax auch gut wieder hochdrehen könne. Eine grüne Stundenkerze war dort aber abzuwarten, um sicherzustellen, dass der nicht doch komplett abkippt und wieder zur 24420 oder 24325 durch rauscht. Würde er sich aber nach oben aufgebaut bekommen, war ein höheres Hoch im Bereich um 25200 / 25250 einzuplanen, bevor er sich wieder runter zur 24950 zurück dreht. So die Zusammenfassung von gestern.
Doch nach oben angehen wollte unser Dax gar nichts, legt sich leicht abfallend über den Vormittag erstmal nur zur Seite und kippt dann mit einsetzendem US-Handel zur 24800 ab. Dort sollte eine grüne H1-Kerze dann abgewartet werden für ein Aufdrehen, damit er nicht zur 24420 und 24325 durch rennt, doch die kam nicht und so rannte er durch und erreichte sogar nachbörslich sogar noch seine 24325. Die wird zum Freitag damit auch im regulären Handel ab 8 Uhr nochmal wichtig. Kann er die nämlich halten und verteidigen, wäre nochmal ein Aufdrehen hoch zur 24420 und sogar 24600 / 24630 wie 24660 möglich. Rauscht er aber durch die 24300 einfach durch, gehts dann nur wieder weiter zru 24150 und 24050 mit Bonus-Chance zur 23800 wenn uns Trump nachrichtenseitig Unterstützung gibt.
Doch genau der ist für den Freitag wohl auch eher ein Unsicherheitsfaktor nach oben. Das Schauspiel mit Annäherung / Einigung, dann Ultimatum setzen, dann rumpoltern und drohen hatten wir ja schon ein paar Mal die letzten Wochen. Oft kam danach dann auch wieder eine Aufschiebung des Ultimatum wegen konstruktiver Fortschritt sowie Lobeshymnen wie weit man doch schon sei und wie nah an einem Kriegsende. Sollte der also zum Freitag wieder in diese Tonlage hineinfallen und unser Dax anfangen dynamisch nach oben zu drücken, wären 24800 / 24860 durchaus schon zum Freitag machbar und dann im verlängerten Arm über Montag sicherlich auch wieder 25200 und höheres. Da sollte man dann auch den ein oder anderen Spike besser mal mit einplanen und seine Positionen entsprechend eng schützen. Die Scheine bleiben gleich. Für Aufwärtsstrecken der GV4K8Y KO 20790 und für Abwärtsstrecken der MG5189 KO 26410 sowie der GV1VTU KO 28010.
Fazit: Zum Donnerstag hat unser Dax den Anstieg vom Mittwoch wieder komplett rausgenommen und sich zur 24420 zurückgeschoben. Zum Freitag könnte er nun das nachbörsliche Tief um 24325 / 24300 nochmal angehen. Kommt er von dort gut weg, wären 24420 und auch 24600 bis 24660 nochmal erreichbar. Umso eher er sich aber wieder runter gedreht bekommt, oder gar gleich durch die 24300 durch fällt, desto tiefer könnte er zum Freitag auch noch ausschlagen. Darunter sind dann 24150 und 24050 bis gar hin zur 23800 machbar. Doch Vorsicht, wiederholt Trump sein Muster der letzten Wochen und knallt uns hier zum Freitag wieder eine Ultimatum-Verlängerung wegen konstruktiver Fortschritte rein und lobt die Gespräche wieder über den Himmel, könnte das unseren Dax, wenn er mit langen steilen grünen Kerzen wieder drauf anspringt sogar zur 24800 / 24860 wieder zurückziehen um dann Montag schon wieder 25200 anzugreifen.
DAX (GER40) vor Korrektur? Um 24.000 Punkte wartet Support.Liebe Trader und Investoren,
sehr geehrte Damen und Herren,
herzlich Willkommen zu einem weiteren Update zum DAX (GER40 CFD) von Pepperstone. Ich analysiere den CFD auf Tagesbasis.
Der Leitindex konnte sich seit meinem letzten Update erholen. Zuvor fiel der DAX in Richtung des hohen Megafonziels, das ich seinerzeit benannt hatte.
Hier der Chart per Anfang März:
Grundsätzlich gilt, dass prozyklische Aktionen an den Kanten eines solchen Megafons immer etwas kniffelig sind. Ende März diente nämlich der Re-Entry / Wiedereintritt in die Formation als Kauftrigger.
„Zum Zeitpunkt dieser Analyse ist die Lage im deutschen Leitindex DAX deutlich eingetrübt. Sollte der Leitindex klar und nachhaltig unter den Megafon-Trigger bei 22.950 Punkten fallen, drohen weitere, ggf. schwere Verluste."
So viel zur Vergangenheit.
Charttechnische Einordnung (Chart oben)
Aktuell handelt der DAX / GER40 wieder exakt an der alten oberen Megafonkante, die mit einer Abwärtstrendlinie der beiden Hochpunkte einen Widerstand bildet. Support sehe ich am Gap bei 24.434 und am Tief bei 23.602 Punkten.
Markttechnische Einordnung (Chart unten)
Die Basisindikatoren im Daily zeigen unterm Strich ein normales Setup an. Im RSI liegt eine negative Divergenz vor, der MACD flacht im Histogramm ab. Der ADX stabilisiert sich im tiefen Bereich (16-12).
In den kommenden Tagen könnte der GER40 einen Test der Glättungslinien um 24.250 Punkten anpeilen. Sollte dann die 200-Tagelinie im Rücklauf gehalten werden, werte ich dies positiv.
Volumentechnische Einordnung (Chart unten)
Back in the range! Der GER40 hat sich wieder zurück in die Haupthandelszone (Value Area / seit 2025.04) des Jahres 2025 bewegt. Fakt ist allerdings, dass die Ausbrüche an Intensität zunehmen und die VWAP-Projektionen ausserhalb der Value Area an Bedeutung gewinnen. So konnte der tiefe VWAP als guter Support im Iran-Crash fungieren.
Auf der Oberseite arbeite ich weiterhin mit den beiden roten VWAP-Projektionen, die bei 25.306 und 25.636 Zählern verlaufen.
Im Fazit...
...konnte sich der DAX / GER40 gut behaupten. Auch wenn der direkte Durchmarsch auf einen neuen Rekord noch auf sich warten lässt, ist die Lage stabiler.
Spannend wird nun sein, ober der DAX einen Rücksetzer konstruktiv abfangen kann. Eine kurzfristige Aufwärtstrendlinie bei rund 24.110 Punkten sollten Sie im Auge behalten.
Ich freue mich über Kommentare und Diskussionen zu dieser Analyse.
Bitte achten Sie auf ein solides Positions- und Risikomanagement.
Wenn Ihnen die Idee gefällt, geben Sie uns für diese Analyse bitte einen Boost und folgen Sie uns, um immer auf dem Laufenden zu sein...
Herzliche Grüße,
Thomas Jansen






















